Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

EL3D – Erste Forschungsergebnisse zum Einsatz von Second Life in Hochschulkontexten

1

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Grenzen von klassischem E-Learning2 E Learning

o o o o o o o

gering ausgeschöpfte Selbststeuerungpotenziale relativ statisch eingeschränkte Handlungsoperationen (Methoden) synchrone Interaktionen werden kaum realisiert reduzierte soziale I t kti d i t i l Interaktionen eingeschränkter sozialer Lernkontext Schaffung von Sozialität erfordert hohen Aufwand in Relation zu Effekten

(vgl. Walber, M. 2007: Selbststeuerung im Lernprozess und die Erkenntniskonstruktion Erwachsener. Münster)
2

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Theoretische Bildungspotenziale von Web3 g am Beispiel von Second Life (SL)
o
• • • •
SL liefert einen sozialen Lernkontext
direkte und unkomplizierte Kommunikation und Interaktion synchrone Kollaboration gemeinsames Explorieren Integration informelle Umwelt

o
• •

SL liefert ne e Möglichkeiten zur methodischen Gestalt ng neue r Gestaltung
unterschiedliche Lernsettings und Methoden Einbindung von unterschiedlichen Medien (Sound, Video, Präsentation)

o
• •

SL ist Lernraum keine ‚Platt(e)Form‘
visuelles Raumerleben Auditives Raumerleben

o o

Hohe Partizipationsmotivation durch Immersion Schnittstellen zu anderen E-Learning-Plattformen

3

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Theoretische Einschränkungen von Web3 g am Beispiel von Second Life
o o o o o o o
Identitätskonsistenz der Teilnehmenden Begrenzte TN-Quantitäten B t TN Q tität Hardwareanforderungen Beobachtungslernen 2. Ordnung Lernen in SL setzt Medienkompetenz voraus nonverbale Kommunikation ist nur eingeschränkt möglich Ressourcenablage ist sehr begrenzt

4

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Empirische Erkenntnisse zu Bildungsp g teilnehmer/innen in Second Life
o o o
• • • • • • • •
Befragte: Bewohner von SL, die mindestens an einer Bildungsveranstaltung teilgenommen haben Stichprobe: (n=94) Fragedimensionen
Vorerfahrungen Rolle Teilnahmemotive Bildungspotenziale Bewertung der Veranstaltung Erkenntnistransfer Sozialdaten Person/Avatar Transversale Identität

5

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Nutzungsfrequenz

Wie häufig sind Sie im Second Life? (n=79)
60 50 40 35,4 31,6 30 20 13,9 6,3 0 12,7 10

seltener als 1mal/Woche
(© Walber 2009)
6

1-2mal/Woche

3-4mal/Woche

5-6mal/Woche

täglich

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Geschlecht und Altersverteilung

Geschlecht Person (n=62) Geschlecht Avatar (n=59)
100 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 weiblich
(© Walber 2009)
7

Alterklassen (absolute Häufigkeiten)
(n=60; Mittelwert = 41,22)

90 80 70 51,6 54,2 60 48,4 48 4 44,1 50 40 30 20 10 männlich 0 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79

33,3 25 18,3 18 3 10 10 3,3

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Bildungs Bildungs- und Bschäftigungsniveau

o o o o o

Knapp Neun von Zehn der Befragten (88,9%) besitzen Abitur oder Fachabitur. F h bit Über die Hälfte (60,7%) verfügen über einen Hochschulabschluss. Gut die Hälfte (46 9%) arbeiten als Angestellte/Beamte. (46,9%) Angestellte/Beamte 10,9% der Befragten sind als Selbstständige tätig. Mehr als ein Fünftel (26,6%) sind Studierende. ( , )

8

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Avatarname

Hintergrund der Namensgebung
Mein Avatar besitzt einen rein fiktiven Namen

60,3

Der Name des Avatars steht für eine Person aus meinem Bekanntenkreis Ich habe den Avatar nach einer bekannten Persönlichkeit benannt Der Name des Avatar ist an meinen eigenen Namen angelehnt Sonstiges

34 3,4

6,9

22,4

6,9

0
(© Walber 2009)
9

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Avatartypen yp

Einschätzungen zum Avatar (trifft voll/eher zu) (n=57)
Attraktiver Avatar Att kti A t Macht-Avatar Tier-Avatar Personen-Avatar Schattenavatar Star-Avatar
0
(© Walber 2009)
10

41,1 17,5 1,8 40,4

29,8 1,8

10

20

30

40

50

60

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Identifikation mit dem Avatar

Wie stark identifizieren Sie sich mit Ihrem Avatar?
60 50 40 34,6 30,8 30 20 15,4 11,5 11 5 7,7 0 10

gar nicht
(© Walber 2009)
11

sehr schwach

schwach

stark

sehr stark

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Selbstbeschreibungen

• • • • •
12

„…ein Abbild meiner selbst, bin mit mir zufrieden, und hab kein Problem mir der Realität...“ „Ein Avatar halt ... und wenn es möglich ist, ihn zu gestalten, mache ich es auch ... klar. Aber auch in SL gilt ... Kleider machen Leute und wenn g ich als Noob erscheine begegnet man mir anders als als gestilter Ava. Was nicht heißt, dass ich alles mitmache.“ „Freundliches Gesicht, leger gekleidet, vergleichsweise groß (was auch für mich im wahren Leben gilt)“ „Intelligent, gut aussehend, eloquent und dynamisch wie ich selbst ;-)“ „ „Zufallsprodukt“ p
Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Vorerfahrungen
Besuch von Bildungsveranstaltungen (n=79) 60 50 36,6 31,7 24,4 40 30 20 7,3 10 0 keine
(© Walber 2009)
13

Erfahrung mit E-Learning (n=82) 60 50 40 30 20 10 0 kaum viel sehr viel

38 31,6 30,4

1mal

2 5mal 2-5mal

öfter als 5mal

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Eigene Rolle in der Bildungsveranstaltung

Meine Rolle in der Bildungsveranstaltung (n=69)
Ich war Teilnehmer/in Ich war Referent Ich habe Veranstaltungen didaktisch geplant Ich habe selbst Seminare angeboten Ich habe Veranstaltungen moderiert Ich habe Beratungen durchgeführt

98,6 21,7 18,8 15,9 15,9 11,6 0 20 40 60 80 100

(© Walber 2009)
14

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Interessen in Second Life

Interessen in Second Life (n=74)

Ich interessiere mich für Lern- und Bildungsangebote Ich beschäftige mich beruflich mit Second Life Ich möchte ein Geschäftsmodell in Second Life entwickeln Ich suche private Kontakte 0
(© Walber 2009)
15

94,6

50

20,3

14,9

20

40

60

80

100

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Motive zur Teilnahmen an der Bildungsveranstaltung in Second Life
Motive (n=72) Ich hatte Interesse an der Realisierung von Bildungsveranstaltung in Second Life Ich hatte Interesse an den Inhalten Ich wollte mich allgemein weiterbilden g Ich wollte mich beruflich weiterbilden Ich war verpflichtet an der Veranstaltung teilzunehmen 0
(© Walber 2009)
16

70,8 59 7 59,7 31,9 26,4 4,2 10 20 30 40 50 60 70 80

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Zufriedenheit mit der Bildungsveranstaltung
Ich bin eher/sehr zufrieden mit… (n=65)
dem i f informellen A t d ll Austausch vor oder nach d h d h der Veranstaltung der Interaktion mit anderen Teilnehmer/innen dem Lernklima der didaktischen Gestaltung d did k i h G l der Vollständigkeit des Angebots hinsichtlich der Ankündigung dem Inhalt

78,4 69,7 84,4 73,9 73 9 78,5 83,6 0 20 40 60 80 100

(© Walber 2009)
17

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Zufriedenheit mit dem Erkenntnistransfer

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Erkenntnistransfer? (n=65) 69,2 69 2 60 50 40 30 20 10 0 nicht zufrieden
(© Walber 2009)
18

18,5 18 5 9,2 3,1

eher unzufrieden

eher zufrieden

sehr zufrieden

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Bildungspotenziale von Second Life

Bildungspotenziale (n=70)
Erleben besonderen L Lernräumen E l b von b d ä Kommunikation mit anderen Teilnehmer/innen Informeller Austausch vor oder nach der… Kommunikation mit Dozent/innen Darstellung von Inhalten in multimedialer… gemeinsame Lernerlebnisse Bildungsnetzwerke initiieren Selbst-Lernen in Lernparcours Lernkontakte knüpfen gemeinsame Entwicklung von Inhalten
31,4 37,1 41,4 45,7 51,4 51 4 58,6 57,1 65,7 61,4 72,9 72 9

0
(© Walber 2009)
19

10

20

30

40

50

60

70

80

Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Transversale Kontakte

Haben Sie schon einmal einen realen Kontakt mit einer Person realisiert, die Ihr Avatar zuerst kennen gelernt hat? (n=56)
Ja, schon des Öfteren

16,1

Ja, das ist mir schon einmal passiert

25

Nein, bisher noch nicht, ich schließe es aber für die Zukunft nicht aus Nein, das kommt für mich auch nicht in Frage

46,4

12,5

0
(© Walber 2009)
20

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Fakultät für Erziehungswissenschaft - AG 6 | Weiterbildung und Bildungsmanagement

Zusammenfassende Thesen
o o o o o o o o
21

Bildungsteilnehmerinnen in SL haben tendenziell eine Affinität zu E-Learning Sie interessieren sich besonders für die Realisierung von Bildungsveranstaltungen in SL g g Die Hauptpotenziale sehen die Teilnehmer/innen in dem Erlebnis- und Kommunikationsraum SL Insgesamt herrscht eine Grundzufriedenheit mit den besuchten Veranstaltungen vor Bei den Teilnehmer/innen handelt es sich in hohem Maße um regemäßige Nutzer/innen N t /i Die Angebote werden von Teilnehmer/inne mit einem breiten Altersspektrum (bis in hohes Alter) besucht Die Avatare sind eher nüchtern realistisch gestaltet, die Identifikation mit Ihnen ist durchschnittlich ausgeprägt Die Avatare sind häufig mit anderen vernetzt und einige virtuelle Kontakte werden in analoge Begegnungen transformiert
Dr. Markus Walber | markus.walber@uni-bielefeld.de

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful