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An den Deutschen Bundestag Petitionsausschuss Platz der Republik 1

11011 Berlin

- Für Ihre Unterlagen

-

Petition an den Deutschen Bundestag (mit der Bitte um Veröffentlichung)

Persönliche Daten des Hauptpetenten

Anrede

Herr

Name

Becker

Vorname

Roland

Titel

Anschrift

Wohnort

San Fco de Dos Rios, Costa Rica

Postleitzahl

2350

Straße und Hausnr.

Res. El Bosque #503 - San Francisco de Dos Rios

Land/Bundesland.

Costa Rica

Telefonnummer

00506-89515646 (Skype: centroamericatv)

E-Mail-Adresse

auslandsschulen@yahoo.com

Petition an den Deutschen Bundestag (mit der Bitte um Veröffentlichung)

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Wortlaut der Petition

Der Deutsche Bundestag möge DRINGEND beschließen…

ASchulG: Art. 5 wie folgt ersetzen:

Das buergerliche und menschliche Grundrecht auf Bildung wird vertraglich zwischen Bund und Schulverein verbürgt.

Es werden nur Schulen gefördert, die chancengleiche Aufnahme und Förderung nach diesem Gesetz verbindlich zusagen.

Sofern Grndrechtsfragen betroffen sind, bitte ich diese in angemessener Weise zu behandeln und vorab vom Verfassungsgericht klären zu lassen.

Begründung

Die bisherige Praxis der Auslandsschulen, ihre Förderung sowie die staatliche Aufsicht haben die Grundrechte einer grossen, aber unbekannten Zahl von jungen Bürgern in grober Weise verletzt.

In laufenden journalistischen Recherchen und zu einer kürzlichen Internetpetition bei Change.ORG haben eltiche Eltern zum Ausdruck gebracht, dass sie Ihre Kinder nicht auf eine Deutsche Schule im Ausland senden konnten, weil die Kosten im Verhaeltnis zur Lebenswirklichkeit vor Ort zu hoch sind.

Schlimmer noch. Der Entwurf zum Auslandsschulgesetz versucht in Art. 5 festzuschreiben, dass Auslandsschulen nicht verpflichtet sein sollen - Kinder in gleicher massen fairer Weise aufzunehmen. Wörtlich lautet der zu kritisierende, verfassungswidrige und deshalb zu streichende Text:

"§ 5 Ausschluss eines Beschulungsanspruchs

Ein Anspruch auf Beschulung an einer Deutschen Auslandsschule

besteht nach diesem Gesetz nicht."

-- Zitatende --.

Im Gegensatz dazu stehen die Vorschriften des Grundgesetzes.

Sie gelten für das gesamte Deutsche Volk, also auch für die Verwaltung von Belangen unserer Bürger im Ausland.

Sie binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht. Artikel

1.Abs.3.

Die bisherige Praxis sowie der Gesetzenwurf verstossen unter anderem gegen Artikel 3 Abs.1 GG, der da lautet "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

Bis heute werden Kinder von Diplomaten, Lehrern, Experten und einigen Unternehmensvertretern bevorzugt behandelt, während andere gar nicht erst aufgenommen werden.

Petition null - 29. April 2013

Petition an den Deutschen Bundestag (mit der Bitte um Veröffentlichung)

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Die Schulkosten werden bei einigen durch "Erschwerniszulagen" zum Gehalt kompensiert, während alle anderen

(a)

wirtschaftlich grosse Opfer bringen, oder

(b)

nach Deutschland zurückkehren oder

(c)

darauf verzichten ihre Kinder auf Leben und Studium in Deutschland vorzubereiten.

Der Gesetzentwurf verletzt damit auch Artikel 6 des Grundgesetzes. Dieser verlangt den BESONDEREN SCHUTZ der FAMILIE.

Zitat: (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

Beim vorgelegten Gesetzentwurf kann von "Schutz der Familie" keine Rede sein. Im Gegenteil: Familien und die Zukunft von KIndern werden ERHEBLICH GESCHAEDIGT.

Plumpe Einwendungen aus dem Auswärtigen Amt, schriftlich mitgeteilt von einer Mitarbeiterin im Bundespraesidialamt, behaupten das ein Grundrecht auf Bildung im Ausland nicht gelten soll.

Auch das ist komplett ABWEGIG und VERFASSUNGSWIDRIG.

Artikel 19 GG ist KLAR. Zitat:

(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes

eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

Der kritisierte Entwurf gilt nur für private Schulen im Ausland.

Er verletzt sogar mehrere Grundrechte erheblich.

Der hier gemachte Vorschlag soll dies korrigieren

Anregungen für die Forendiskussion

Im Bundestag sind dazu weitere Zusammenhänge sicher bekannt.

Fachkräftemangel - aber eine grosse Zahl junger deutscher Bürgern bleibt ohne Chancen vor der Schultür stehen.

Auslandslehrer wollen Rentenansprüche sichern, erwähnen aber mit keinem Wort das Grundrecht auf Bildung der auszubildenden Kinder. Sind das wirklich Vorbilder. Sind das diejenigen, die unsere Kinder auf ein verantwortliches Leben

Die Aussenwirtschaft trägt 50% zum Bruttosozialprodukt bei.

Petition an den Deutschen Bundestag (mit der Bitte um Veröffentlichung)

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Nach PISA-Schock wird der Haushalt für Bildung im Inland um MILLIARDEN aufgestockt. Und das ist GUT so.

ABER bei Auslandsschulen wird um NUR 240 Millionen für nur einen Teil der Deutschen Schulen in der Welt gefeilscht. Dabei wird der Anspruch unserer Kinder auf Bildung und Zugehörigkeit verletzt.

Vor über 10 Jahren forderte MdB Koschyk einen Paradigmenwechsel und umfassende Reformen. Nichts passierte.

Nutzen Sie die Stunde um ERST ALLE KINDER KOSTENFREI in die Schulen zu bringen. Erst danach sollte man Schulvereine fördern.

Petition an den Deutschen Bundestag (mit der Bitte um Veröffentlichung)

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Soweit Sie es für wichtig halten, senden Sie bitte ergänzende Unterlagen in Kopie (z.B. Entscheidungen der betroffenen Behörde, Klageschriften, Urteile) nach Erhalt des Aktenzeichens auf dem Postweg an folgende Kontaktadresse:

Deutscher Bundestag Sekretariat des Petitionsausschusses Platz der Republik 1 11011 Berlin Tel: (030)227 35257