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BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166 DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION
BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166
DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION

THEMA

PROF. ECKHARD JESSE

OFFEN FÜR ALLE?

SIND NEUE KOALITIONS-

MODELLE EINE ERFOLGS-

CHANCE FÜR DIE CDU?

MEINUNG

AUFGEWACHT ERNÜCHTERUNG ÜBER DIE ANGEBLICHE WUNSCHTRAUMKOALITION MIT DEN LIBERALEN

JU BW

LANDESAUSSCHUSS STEFAN MAPPUS ÜBER LEHREN AUS DER BUNDESTAGSWAHL UND DIE THEMEN FÜR 2011

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2009.4

WWW.JU-BW.DE

RÜCKBLICK 2009

KOMMUNALWAHLEN • 7. JUNI MIT DREI STIMMEN JUNG WÄHLEN. WWW.GIB-MIR-DREI.DE RÜCK- BLICK 2009
KOMMUNALWAHLEN • 7. JUNI
MIT DREI STIMMEN
JUNG WÄHLEN.
WWW.GIB-MIR-DREI.DE
RÜCK-
BLICK
2009

INHALT

EDITORIAL

THEMA: FARBENSPIELE

die politische Landkarte Deutschlands ist in den letzten Wochen und Monaten bunter geworden. Koalitionspolitisch gibt

die politische Landkarte Deutschlands ist in den letzten Wochen und Monaten bunter geworden. Koalitionspolitisch gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Ganz entgegen der veröffentlichten „Experten- meinungen“ hat sich dabei vor allem für die Union ein deutlicher Zugewinn an Koalitionsoptionen er- geben. Während dunkelrot-rot-grüne Linksfront- Bündnisse noch ausstehen, haben CDU und CSU ihren Handlungsrahmen um Schwarz-Grün und Jamaika ausbauen können. Wie hoch der Preis für solche Lösungen sein kann, erleben wir derzeit je- doch in Hamburg und dem Saarland. Wer bürgerli- che Positionen beispielsweise in der Bildungspolitik gleich reihenweise dem Koalitionspartner opfert, der wird der Union langfristig mehr Schaden, als er sich selbst kurzfristig nutzen kann. Solange die Grünen ihren linksideologischen Ballast nicht abwerfen und sich zu einer modernen Partei der Mitte mausern, werden deshalb schwarz-grüne Bündnisse nur Notlösungen bleiben können.

Politik-Professor Eckhard Jesse über Koalitionsmodelle und die Chancen der Union in neuen

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Von wegen Wunschpartner: Wie die Liberalen enttäuscht

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Europa ist schon bunter: Ein Blick zu unseren Nachbarn zeigt, eine bunte Vielfalt an Koalitionsmodellen in Europa ist längst

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JU BADEN-WÜRTTEMBERG

Landessausschuss mit Stefan Mappus JU punktet bei CDU-Landesparteitag

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INTERVIEW

Gentechnikfreie Landwirtschaft? NABU und JU im Europaabgeordnete Inge Gräßle über die komplizierte Mehrheitssuche in einem Parlament mit 48

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MEINUNG

Casino Reloaded. Björn Hannemann über die Nachwehen der

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Zwischenruf: Ängste ernst nehmen!

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AUS’M LÄNDLE

Schwarzwaldkonferenz von Nord- und Südbaden

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Die aktuelle hg rund um den Jahreswechsel 2009/2010 widmet sich deshalb den derzeitigen po- litischen „Farbenspielen“ und beleuchtet sie im Interview mit einem der bekanntesten deutschen Politikwissenschaftler, dem Chemnitzer Professor Eckhard Jesse. Die hg blickt aber auch über den deutschen Tellerrand hinaus und wirft einen Blick auf die europäische Parteienlandschaft, die noch- mals deutlich vielfältiger ist. Mit der parlamentari- schen Geschäftsführerin der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, der Heidenheimer Europa- abgeordneten Dr. Inge Gräßle, haben wir über die Rolle der gesamteuropäischen Parteienbündnisse und ihre Bedeutung für die Parlamentsarbeit ge- sprochen.

Rubrik Pressemitteilungen

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JU Nordwürttemberg im Libanon

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Christina Egeler ist neue JU-Landesgeschäftsführerin

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Rubrik Wahlergebnisse

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BILGERS BOTSCHAFT

Der JU-Landesvorsitzende bezieht Stellung

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Rubrik Mitgliederstatistik

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Abgerundet wird diese Ausgabe der hg von Be- richten zur JU-Südwestkonferenz sowie durch Bei- träge aus den Arbeitskreisen und Bezirksverbänden.

Rubrik Redaktionsschluss

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Euer

Rubrik Termine

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Ralf Stefan Hübner ralf.huebner@ju-bw.de

Ralf Stefan Hübner ralf.huebner@ju-bw.de

Rubrik Impressum

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THEMA

DIE LAGERBILDUNG WIRD SICH VERSTÄRKEN

DIE LAGERBILDUNG WIRD SICH VERSTÄRKEN

Seit der Bundestagswahl stehen sich das „bürgerliche“ und das linke Lager wieder in Regierung und Opposition gegenüber. Auf Länderebene sind die Regierungskoalitionen jedoch weiterhin bunt gemischt. Mit der neuen Jamaika- Koalition im Saarland regiert die CDU in einem Flächenland sogar erstmals gemeinsam mit den Grünen. Erweitert dies auch die Optionen der CDU auf Bundesebene? Droht der CDU unter Merkel ein ähnlicher Niedergang wie der SPD unter Schröder? Und hat die SPD mit einer Öffnung zur Linkspartei wieder die Chance, stärkste Kraft zu werden? Diese Fragen beantwortet der Politik-Professor Eckhard Jesse im hg-Interview und erklärt, warum die CDU wieder starke Flügel braucht und die Basis der Grünen für bürgerliche Projekte nicht zu haben ist.

„Die CDU muss sich mehr um ihre Stammwähler kümmern.“

hg: Die SPD hat unter Schröder ihre Basis derart verärgert, dass ihr nicht nur Wähler sondern auch Mitglieder massiv davongelaufen sind. Sind in der CDU unter

hg: Seit der Bundestagswahl wird Deut- schland wieder von einer bürgerlichen Mehrheit regiert, was eigentlich fast nie- mand für möglich gehalten hatte. Das Ergebnis basiert jedoch in erster Linie auf dem Erfolg der FDP. Muss sich denn die CDU auf lange Sicht vom Projekt „40 + x“ verabschieden?

ECKHARD JESSE: Derartige Entwick- lungen sind immer schwer vorauszusehen.

hg: Die Grünen werden also nicht zum Zünglein an der Waage bei künftigen Regierungsbildungen?

ECKHARD JESSE: Auf keinen Fall. Die Grünen werden sich im Bund links positionie- ren. Sie haben, anders als die SPD, in diesem Jahr schon vor der Wahl eine rot-rot-grüne Koalition nicht ausgeschlossen. Sie haben ge-

sagt, dass sie bei einer schwarzen Ampel nicht mitmachen, aber eine Koalition mit der SPD

SCHWA

Vieles spricht dafür, dass die Volksparteien

mittelfristig nicht mehr über 40 Prozent

bekommen werden. Für die CDU wird damit

jedoch die Wahrscheinlichkeit nicht automa-

tisch geringer, gemeinsam mit der FDP an

der Regierung im Bund zu bleiben. In den

nächsten Jahren wird sich die Lagerbildung

verstärken: Rot-Rot-Grün auf der einen,

Schwarz-Gelb auf der anderen Seite. Eine

und der Linken haben sie eigens nicht ausge-

schlossen. Zwar sind die Wähler der Grünen

zum Teil aus dem „bürgerlichen Lager“, also

mit ähnlichem sozialen Hintergrund wie FDP-

Merkel ähnliche Entwicklungen zu

befürchten? Erste Anzeichen hierfür waren

ja besonders während der Großen Koalition

erkennbar.

oder CDU-Wähler, und auch die Parteispitze

wäre unter Umständen für eine Zusammen-

arbeit mit der CDU offen, aber die Basis der

Grünen wird dies in absehbarer Zeit nicht mit-

tragen. Die „Basis“ der Grünen ist eher links

ECKHARD JESSE: Die beiden Volks-

parteien haben gleichermaßen mit dem ver-

änderten Wählerverhalten zu kämpfen.

Kurzfristige Stimmungen in der Bevölkerung

Große Koalition wird es bei dieser Kon- stellation nach der nächsten Bundestagswahl mit Sicherheit nicht geben.

von der SPD. Auf Länderebene hingegen kann es immer wieder zu Bündnissen zwischen der CDU und den Grünen kommen – jedoch vor- erst nicht im Bund.

„Die Lagerbildung wird sich in den nächsten Jahren verstärken.“

schlagen sich viel schneller in der Wähler- stimme nieder als früher. Den kirchentreuen CDU-Wähler oder den Gewerkschafter, der immer SPD wählt, gibt es immer seltener. Angela Merkel versucht mit ihren politischen Positionen, der SPD Wechselwähler aus der Mitte abzuringen. Die CDU muss sich küm- mern bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent verstärkt um ihre Stammwähler.

1948 geboren in Wurzen (bei Leipzig) 1989 Habilitation 1990 Dozent an der Universität Trier, anschließend
1948
geboren in Wurzen (bei Leipzig)
1989
Habilitation
1990
Dozent an der Universität Trier, anschließend
Lehrstuhlvertretungen und Gastprofessuren
in München, Trier, Potsdam und Mannheim
1993
Professor für politische Systeme und
politische Institutionen an der TU Chemnitz
2007
Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen
Gesellschaft für Politikwissenschaft

hg: Also hat eine weitere Öffnung für die Wählerschichten der Mitte keine Zukunft?

ECKHARD JESSE: Eine Volkspartei kann sich nur fortbewegen, wenn sie starke Flügel hat. Der konservative, der christliche, der liberale und der soziale Flügel müssen gestärkt werden. Man braucht Leute wie Jörg Schönbohm, wie Friedrich Merz, wie Heiner Geißler, die für diese Flügel stehen. Eine Politik ausschließlich weiter hin zur Mitte

wird die CDU weiter Stimmen kosten und die „Basis“ zunehmend verärgern. Insofern gibt es hier durchaus Parallelen zur SPD unter Gerhard Schröder. Angela Merkel hat mit ihrer Öffnung in Richtung SPD-Wähler wohl das gesamte „bürgerliche Lager“ im Blick. Wer aus Verärgerung über die Sozialdemo- kratisierung der CDU etwas anderes wählt, wird dann seine Stimme meist der FDP ge- ben. Dies konnte man bei der letzten Bundestagswahl ja deutlich beobachten. Die Stimmen der Unzufriedenen bleiben somit im schwarz-gelben Lager. Wenn Angela Merkel das gesamte bürgerliche Lager im Blick hat, kann die Strategie funktionieren. Die Bundestagswahl 2005 hat jedoch gezeigt, dass die SPD bei ein paar Stimmen mehr für die FDP schnell zur stärksten Kraft werden kann. Der CDU wird dieser Kurs auf lange Sicht schaden. Nur mit starken Flügeln kann sie erfolgreich sein.

„Eine Politik aussch- ließlich zur Mitte wird die CDU Stimmen kosten.“

hg: Glauben Sie, die Linke hat sich mitt- lerweile endgültig als fünfte Partei im Bund etabliert?

ECKHARD JESSE: Langfristig ist das noch nicht absehbar. Es kann auch sein, dass sie sich bis in zehn Jahren mit der SPD zusam- menschließt. Aber man muss sehen, dass sie jetzt bei der Bundestagswahl im Westen 8,3 Prozent erreicht hat. Da sind gewiss viele Protestwähler darunter, doch hat sie sich auch fernab vom Protest gegen „Hartz IV“ im Westen erfolgreich durchsetzen können. Der Zusammenschluss mit der WASG, der Einsatz von Lafontaine und auch der neue Name – all das hat sie im Westen attraktiv gemacht.

hg: Meinen Sie, das wird der SPD weiter schaden?

ECKHARD JESSE: Die SPD dürfte sich in den nächsten Monaten der Linken zuwen- den. Mit dem Rückzug Lafontaines wird diese Entwicklung erleichtert. Das wird den linken Parteien wohl Wählerstimmen kosten. Sobald die SPD mit der Aussage antritt, zusammen mit der Linken eine Koalition bil- den zu wollen, dürften die linken Kräfte

THEMA

Wähler verlieren. Sowohl 1998 als auch 2002 und 2005 bestand nach der Bundes- tagswahl immer eine so genannte „struktu- relle Mehrheit“ des linken Lagers im Parlament. Die SPD wird nicht stärkste Kraft werden, wenn sie vor der nächsten Bundes- tagswahl mit einer rot-rot-grünen Koalitions- aussage antritt.

hg: In anderen europäischen Staaten exi- stieren rechts der großen bürgerlichen Parteien weitere demokratische Parteien. Ist so eine Entwicklung auch in Deutsch- land möglich, wenn sich die CDU weiter in Richtung Mitte orientiert?

ECKHARD JESSE: In Deutschland hat eine Partei rechts der Union keine Chance. Das liegt vor allem an unserer Geschichte. Auf Länderebene kann es so etwas mal kurzfri- stig geben, wie beispielsweise die Schill-

Partei 2001 in Hamburg. Etablieren kann sich so eine Partei wohl nicht. Eine rechte Partei würde immer in die rechtsextreme Ecke gedrängt werden. Keine der Parteien im Bundestag hätte ein Interesse daran, dass

sich eine solche Kraft durchsetzt.

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RZGELB

Baden-Württemberg: CDU - FDP Bayern: CSU - FDP Berlin: SPD - Linke Brandenburg: SPD - Linke Bremen: SPD - Grüne Hamburg: CDU - Grüne Hessen: CDU - FDP Mecklenburg-Vorpommern: SPD - CDU Niedersachsen: CDU - FDP Nordrhein-Westfalen: CDU - FDP Rheinland-Pfalz: SPD Saarland: CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein: CDU - FDP Thüringen: CDU - SPD

CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
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CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
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CDU - FDP - Grüne Sachsen: CDU - FDP Sachsen - Anhalt: CDU - SPD Schleswig-Holstein:
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THEMA

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GRÜN WIRKT ZU STARK

Nach der schwarz-grünen Mehrheit an der Alster, die derzeit die Schulpolitik durcheinander bringt, hat auch das Saarland eine Unionsregierung mit grü- nen Farbtupfern bekommen. Manche meinen, der grüne Einfluss sei zu stark.

BEI den Grünen hat sich vieles verändert:

In den Kampf für eine saubere und atom- waffenfreie Welt zog die Bürgerlichkeit ein. Wahlerfolge auf allen Ebenen brachten Re- gierungsverantwortung. Überraschend war zuletzt das Jamaika-Bündnis im Saarland:

Die Grünen haben sich zur Mitte geöffnet. Die verhinderten ein linkes Dreierbündnis und verhalfen Peter Müller erneut ins Amt. Doch auch die CDU beweist Wandlungsfähig- keit - nur zu welchem Preis? Abschaffung der Studiengebühren, Festhalten am Atomaus- stieg, dazu bekamen das Umwelt- und Bildungsministerium die Grünen - das sind unerwartete Zugeständnisse bei nur 5,9% der Wählerstimmen. Was sind also angemes- sene Zugeständnisse in Koalitionsverein- barungen? Zwar ist das Jamaika-Experiment zukunftsweisend. Immerhin verbindet eine liberale und gleichzeitig wertkonservative Weltanschauung die Parteien. Die Union braucht aber einen Partner, der mehr Rück- halt unter den Wählern hat und man sollte erwarten, dass das Wahlergebnis auch bestimmt, in welchem Maß wessen Inhalte berücksichtigt werden. 6

in welchem Maß wessen Inhalte berücksichtigt werden. 6 VON WEGEN WUNSCHPARTNER Wie haben wir uns am
in welchem Maß wessen Inhalte berücksichtigt werden. 6 VON WEGEN WUNSCHPARTNER Wie haben wir uns am
in welchem Maß wessen Inhalte berücksichtigt werden. 6 VON WEGEN WUNSCHPARTNER Wie haben wir uns am
in welchem Maß wessen Inhalte berücksichtigt werden. 6 VON WEGEN WUNSCHPARTNER Wie haben wir uns am

VON WEGEN WUNSCHPARTNER

Wie haben wir uns am Wahlabend gefreut: Endlich eine bürgerliche Mehrheit, endlich raus aus den Fesseln der Großen Koalition. Und manch ein Unionsanhänger hatte für diesen Erfolg sogar seine Stimmen „verliehen“. Doch nach den ersten Monaten Schwarz-Gelb hat sich Ernüchterung breit gemacht.

FAST ein halbes Jahr Schwarz-Gelb hat bei mir vor allem eines zurückgelassen: Rat- losigkeit. Weiß da einer in Berlin eigentlich, wozu diese Koalition angetreten ist? Eine klare Linie lässt sich nämlich auch mit Mühe kaum erkennen. In zentralen Politikfeldern sind sich die Wunschpartner denkbar unei- nig und versuchen mit Formelkompromissen oder schlichter Untätigkeit über die Zeit bis zur NRW-Wahl zu kommen. Vor allem die FDP hat es in den Monaten seit der Wahl nicht geschafft, aus der Oppositionsrolle her- auszufinden. Ohne den längst in internatio- nale Sphären abgehobenen Guido Wester- welle treiben die restlichen Liberalen ziem- lich orientierungslos dahin.

„Wofür ist diese Koalition angetreten?“

Stichwort Glaubwürdigkeit: Ex-General- sekretär Niebel wollte vor kurzem noch das Entwicklungshilfeministerium abwickeln, jetzt ist er dort Minister und hat noch gleich einige FDP-Funktionäre mitversorgt. Stich- wort Transparenz: Gleich nach der Wahl war es die FDP, die ihre Ausgabenwünsche vor den Bürgern in einem Schattenhaushalt ver- stecken wollte. Obertrickser Solms konnte dabei gerade noch als Finanzminister ver- hindert werden. Stichwort Werte: Egal ob im Bereich der Sterbehilfe, im Abtreibungsrecht oder in Hinblick auf die eingetragene Partnerschaft - überall plädiert die FDP für Lösungen, die mit unserer christlich-abend- ländischen Wertevorstellung kaum zu verein- baren sind. Die liberale Beliebigkeitswelle lässt sich unter einen Namen fassen, der schon unter Helmut Kohl für linksliberale Fehlentwicklungen stand: Sabine Leut-

heusser-Schnarrenberger. Stichwort Terror- abwehr: Der gleiche Name, ein neues Pro- blem. Leutheusser-Schnarrenberger sagt „Nein“ zum Lauschangriff, klagt gegen neuen Ermittlungsmethoden in Karlsruhe und will die Terroristen-Ausbildung in den Camps Pakistans straffrei lassen. Stichwort Generationengerechtigkeit: Die FDP-Steuer- geschenke werden zwar wohl keine Aus- wirkung auf das Wirtschaftswachstum haben, dafür aber die Schuldenlast unserer Generation und der unserer Kinder katastro- phal anwachsen lassen. FDP-Fraktionschefin Homburger hat sie trotzdem durchdrücken wollen - auch auf Kosten ihres Heimatlandes Baden-Württemberg.

„Schwarz-Gelb ist dann gut, wenn die FDP nicht beim Regieren stört.“

Schaut man zusätzlich noch auf die angebliche liberale Stärke „Außenpolitik“ - in der die FDP weder eine klare Linie zum EU-Beitritt der Türkei hat, noch in Sachen Vertriebenenzentrum hilfreich war - bleibt eine Erkenntnis zurück: Schwarz-Gelb ist nur dann gut, wenn die FDP nicht beim

Regieren stört.

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war - bleibt eine Erkenntnis zurück: Schwarz-Gelb ist nur dann gut, wenn die FDP nicht beim

EUROPA IST SCHON BUNTER.

Unsere Parteienwelt wird komplizierter, aber sie geht nicht unter. Das ist die Lehre aus der bunten Vielfalt, die in politischer Hinsicht in fast ganz Europa längst Realität ist. Problematisch wird dabei nicht nur das Regieren, sondern auch das richtige Wählen.

UNSER Parteiensystem hat sich nach der Wiedervereinigung zu einem fluiden Fünf- parteiensystem mit alternierenden Re- gierungsparteien entwickelt. Damit ist die Wahl für den Wähler, aber auch für die Parteipolitiker, zur sprichwörtlichen Qual geworden. Eine Katastrophe ist dies nicht, wie Einem mancher glauben machen will. Es vollzieht sich ein Prozess, der in anderen Ländern langer Zeit Realität ist: unser Parteiensystem fragmentiert sich, d.h. die Zahl der effektiven Parteien hat sich, späte- stens nachdem die SED-Nachfolger auch in die Parlamente westdeutscher Flächenländer gewählt werden, erhöht. Mit diesem parla- mentarischen Linksrutsch gerät auch die Symmetrie des Parteiensystems aus den Fugen - die Schwächung der SPD bringt eine einzige wirklich stärkste Partei hervor, die CDU. Nunmehr, erfolgt die Mehrheits- beschaffung in den Parlamenten nicht mehr über eine, sondern über zwei Banden, des- halb müssen neue Koalitionsoptionen, Schwarz-grüne oder Jamaika-Koalitionen in Betracht gezogen werden.

„Es wird mehr Koalitionen geben, die der Wähler sich nicht wünscht.“

Für den Wähler wird seine Stimme zur Verhandlungsmasse in komplizierteren Koalitionskonstellationen, deren inhaltlicher Ausgang ungewiss ist. Kognitive Dissonanz, der unangenehme Widerspruch verschiede-

ner Wahrnehmungen, ist eine logische Folge. Die Parteien gehen – gezwungen durch die Mehrheitsverhältnisse - Koalitionen ein, die der Wähler sich so nicht gewünscht hatte bzw. wünscht. So kann ein SPD-Wähler zau- dern, die SPD zu wählen, wenn er einer Rot- Roten-Koalition abgeneigt ist, oder ein CDU- Wähler, wenn er eine Jamaika-Koalition befürchtet, falls andere mehrheitsfähige Konstellationen durch das Ergebnis nicht möglich sind. Auf jeden Fall stellt diese Entwicklung enorme Herausforderungen an Wähler und Gewählte. Die Parteien müssen die kognitive Dissonanz aufheben und kla- rere Aussagen formulieren und diese auch nach der Wahl glaubwürdig vertreten. Das ist eine Herausforderung, die Realität ist und von den politisch Verantwortlichen ange- nommen werden muss. In anderen Ländern sind Vielparteiensysteme nichts Neues. In Spanien sind aus den Wahlen 2008 insge- samt zehn Parteien in das Parlament einge- zogen. Regionale Parteien spielen eine aus- geprägte Rolle, man spricht gar von mehre- ren „Wahl-Spanien“, in denen das Wähler- verhalten stark divergiert. In Italien, mit tra- ditionell stark fragmentiertem Parteien- system, verändert sich die Parteientektonik noch dynamischer. Hier schließen sich die effektiven Parteien zu Listenbündnissen zusammen, und treten dann gegeneinander an. Diese Listen sind aber eher Konglomerate denn als Lager zu verstehen. Die starke Fragmentierung führt zu sehr unterschiedli- chen Formen der Koalitionsbildung (Listen- verbindung, Bündnisse etc.), da die inhaltli- chen Konfliktlinien komplex und multidi- mensional sind. Auch die lange Zeit postu- lierte These vom britischen Zweiparteien- system hält einer genaueren Analyse nicht

mehr stand - regionale Ausdifferenzierung nehmen auch dort zu.

„Unser Parteiensystem ist ein Spiegelbild der Gesellschaft – individueller, anspruchsvoller, kritischer.“

Allein das „winner-takes-it-all“-Prinzip der Mehrheitswahl verhindert, dass noch mehr Parteien auf der nationalen Ebene poli- tisch relevant werden. Der Blick über unse- ren deutschen Parteientellerrand hinaus zeigt, dass die Fragmentierung in anderen Parteiensystemen sogar Tradition hat. Unser Parteiensystem ist ein Spiegelbild der Gesellschaft – individueller, anspruchsvoller, kritischer. Darauf müssen sich alle Parteien einstellen.

Besonders aber die einzige verbliebene Volkspartei. Dabei muss gelten, dass man es nicht jedem, aber zumindest regelmäßig über vierzig Prozent der Menschen, recht machen

muss. 6
muss.
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JU BADEN-WÜRTTEMBERG

JU-LANDESAUSSCHUSS MIT STEFAN MAPPUS

An klaren Worten hat es nicht gefehlt. Beim Landesausschuss in Stuttgart waren sich CDU-Fraktionschef Stefan Mappus und die Spitze der JU schnell einig, dass im Bundestagswahlkampf vieles nicht optimal lief.

INHALTSLEER, ohne erkennbare Schwer- punkte und ohne ein Thema, das Unions- wähler mobilisieren könnte - so lautete das Fazit des zurückliegenden Bundestagswahl- kampfes für viele JU-Mitglieder. Die gerade in Baden-Württemberg erhebliche Ab- wanderung von Wählern zur FDP habe gezeigt, dass die Union bei den Themen Wirtschaft, Arbeit und Steuern ihre Anhänger zu wenig angesprochen hat.

Schlüsselbegriffe wie Mittelstand und Mittelschicht seien kaum besetzt worden. "Gerade Baden-Württemberger haben sich vom zurückhaltenden und inhaltlich wenig akzentuierten Wahlkampf der Bundespartei kaum angesprochen gefühlt und dann eben FDP gewählt" stellt denn auch JU- Landeschef Steffen Bilger fest. Eine Analyse, der sich in weiten Teilen auch Stefan Mappus anschloss. Man habe in den vergangenen

JU-SÜDWEST-

KONFERENZ

Oettinger, Mappus und Strobl zu Gast.

JU-SÜDWEST- KONFERENZ Oettinger, Mappus und Strobl zu Gast. PARTEITAG DES GENERATIONS WECHSELS Beim CDU-Landesparteitag

PARTEITAG DES GENERATIONS WECHSELS

Beim CDU-Landesparteitag Ende November in Friedrichshafen konnte die Junge Union inhaltlich und personell punkten.

SIE gehört zu den traditionellen Ver- anstaltungen im JU-Jahr: Die Konferenz der drei JU-Landesverbände des Südwestens. Jedes Jahr kommen die Spitzen der JU in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und

dem Saarland zusammen und tauschen sich im Vorfeld des Deutschlandtages aus. Themen des letzten Treffens in Gerlingen bei Stuttgart waren neben der zurückliegenden Bundes- tagswahl vor allem die Ergebnisse der Ko- alitionsverhandlungen. Dabei kritisierte JU- Landeschef Steffen Bilger vor allem die unan- gemessenen Steuerkürzungswünsche der FDP. „Jeder Euro ohne Gegenfinanzierung geht voll auf Kosten der jungen Generation“, beschrieb Steffen Bilger die Folgen einer solchen, kom- menden Generationen gegenüber ungerechten

Politik.

KINDERLAND Baden-Württemberg Plus. Unter diesem Titel verabschiedete der CDU- Landesparteitag in Friedrichshafen einen Leitantrag, der zentrale JU-Forderungen im Bereich der Bildungspolitik übernimmt, wie etwa die Einführung eines verbindlichen Kinderschuljahrs. Auch die weitere inhaltli- che Debatte konnte maßgeblich mitgestaltet werden: So konnte sich die JU mit einem Antrags durchsetzen, der die Absage des dies- jährigen CDU-Bundesparteitages kritisiert und den CDU-Landesvorstand auffordert, einen Satzungsänderungsantrag mit dem Ziel einzubringen, dass Koalitionsver- handlungen zukünftig stets auf einem

6 Bundesparteitag beschlossen werden müs-

Monaten jede Gelegenheit genutzt, um CDU- Stammwähler zu vergraulen - da könne dann ein solches Ergebnis auch keinen mehr überraschen. Mappus kündigte deswegen an, dass die CDU im Land für die anstehende Wahl 2011 einiges besser machen wolle. Man werde mit allen politischen Parteien im Landtag konkurrieren und habe keine Stimmen zu verschenken oder zu verleihen.

„Wir haben keine Stimmen zu verleihen.“

Inhaltlich stellte Mappus vor allem die Schul- und Bildungspolitik sowie Infra- strukturmaßnahmen in den Mittelpunkt. Für Steffen Bilger müssen alle Anstrengungen der kommenden anderthalb Jahre spürbar auf ein Ziel gerichtet sein: "Wir wollen 2011

im Land wieder klar über 40 Prozent liegen."

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Uwe Wiedmann bleibt Internetreferent im CDU-Landesvorstand
Uwe Wiedmann bleibt Internetreferent
im CDU-Landesvorstand

sen. Auch bei den Wahlen war die Junge Union erfolgreich: Als Beisitzer wurden die ehemaligen JU-Funktionäre Thomas Bareiß und Andreas Jung wiedergewählt. Uwe

Wiedmann wurde mit 96% erneut zum Internetreferenten gewählt. Als nordwürt- tembergischer JU-Bezirksvorsitzender wird er damit weiterhin nicht nur für das für die junge Generation zentrale Politikfeld der Netzpolitik verantwortlich sein, sondern auch zusammen mit dem JU-Landes- vorsitzenden Steffen Bilger die Interessen der Jungen Union Baden-Württemberg mit ihren Verbänden im CDU-Landesvorstand

aktiv vertreten.

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INTERVIEW

WEG VON DER GENTECHNIK

Ein stärkerer Klimaschutz, Schutz der Natur und Heimat, Reduktion des Flächenverbrauchs - die JU Baden-Württemberg und den NABU Baden-Württemberg verbinden viele Themen. Deren Landesvorsitzende, Steffen Bilger (30) und Dr. Andre Baumann (35), haben sich beim letzten Treffen zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft ausgetauscht. Beide Interviewpartner können es sich dabei gut vorstellen, dem Beispiel Bayerns zu folgen, das sich selbst im Jahr 2009 zum ersten gentechnikfreien Bundesland erklärt und eine Debatte um die Gentechnik in den Ländern angestoßen hat. Forciert wurde das Thema ferner durch das von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verhängte Anbauverbot der Genmais-Sorte MON 810.

„Bilger: Wir treten für die Bewahrung der Schöpfung ein.“

BAUMANN: „Bei vielen Bürgern löst Gentechnik Unbehagen aus. Rund 70 Prozent der Verbraucher wollen keine Gentechnik auf dem Teller. Wie sieht das bei der CDU aus?“

BILGER: „Auch die CDU-Wählerschaft im Land ist nach meinem Eindruck wohl mehr- heitlich gegen Gentechnik in der Landwirt- schaft. Daher müssen wir diese Sorgen ernst nehmen. Wir sind nicht nur die Wirtschafts- partei, sondern treten auch engagiert für die Bewahrung der Schöpfung ein. Für die CDU und ganz besonders für die Junge Union sind Umweltthemen wichtig und von grundsätzli- cher Bedeutung.“

BAUMANN: „Das begrüßen wir sehr. Sehr viele CDU-Wähler unterstützen un- sere Positionen. In der Naturschutzbe- wegung in Baden-Württemberg gibt es viele, die dem wertkonservativen Milieu zuzurechnen sind.“

BILGER: „Dies berücksichtigt unsere Land- esregierung und Landtagsfraktion bei vielen Themen, wie zum Beispiel eben beim Natur- schutz, beim Erneuerbare-Energien-Wärme- gesetz oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien.“

gesetz oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien.“ BAUMANN: „Beim Einsatz der Gen tech- nik in der

BAUMANN: „Beim Einsatz der Gentech- nik in der Landwirtschaft aber noch nicht.“

BILGER: „Stimmt. Bei der Gentechnik wer- den zurzeit eher mögliche Chancen für die Landwirtschaft gesehen. Sie birgt aber auch viele Risiken: ökologische und ökonomische. Für die Landwirtschaft in Baden-Württemberg könnten gentechnikfreie Lebensmittel ein bedeutender Wettbewerbsvorteil sein.“

BAUMANN: Sollte Baden-Württemberg dem Vorbild Bayerns folgen und das ganze Land zur gentechnikfreien Region erklären?

BILGER: „Ich würde mir in vielen Bereichen eine Stärkung der Südschiene Bayern-Baden- Württemberg wünschen. Das wäre sinnvoll und könnte auch für dieses Thema gelten,

zumal viele Landkreise in Baden-Württem- berg bereits entsprechende Beschlüsse gefasst haben. Die Landschaften und die Landwirt- schaft in Bayern und Baden-Württemberg sind ähnlich. Wir sind dabei, eine Zusammen- arbeit gerade in diesem Bereich auszuloten.“

„Baumann:

Ich wünsche mir ein gentechnikfreies Bundesland.“

BAUMANN: „Ich wünsche mir, wie die Mehrheit der Verbraucherinnen und Ver- braucher Baden-Württembergs auch, ein gentechnikfreies Bundesland.“

BILGER: „Minister Hauk hat die Koexis- tenzversuche des Landes Baden-Württemberg gestoppt. Nun gibt es nur noch Koexistenz- versuche des Bundes. Wir nehmen die Sorgen der Bürger sehr ernst und werden daher auch weiterhin intensiv über Gentechnik in der Landwirtschaft diskutieren. Als Junge Union tun wir das regelmäßig mit den Verantwort- lichen in der Landespolitik und ich selbst kann mich nun beispielsweise auch im Parla- mentarischen Beirat für Nachhaltigkeit des Bundestages zusätzlich in Berlin für unsere Anliegen einsetzen. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass auch Baden-Württemberg am Ende zu einem Beschluss wie Bayern kommen wird und unser Bundesland dadurch ebenfalls

– in der Landwirtschaft – gentechnikfrei wer-

den wird. “

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NEWSINTERVIEW

EINE FRAKTION MIT 48 PARTEIEN

Sie gehört zu den einflussreichsten Frauen im europäischen Parlament. Die Heidenheimerin Dr. Inge Gräßle ist nicht nur parlamentarische Geschäftsführerin aller Unionsabgeordneten, sondern gehört auch zum exklusi- ven Kreis der Haushaltskontrolleure. Mit der hg spricht sie über europäische Parteien und die Fraktionsarbeit in Straßburg.

europäische Parteien und die Fraktionsarbeit in Straßburg. „Die EU-Kommission arbeitet oberflächlich.“ hg: Frau

„Die EU-Kommission arbeitet oberflächlich.“

hg: Frau Dr. Gräßle, nach acht Jahren im Landtag Baden-Württemberg sind Sie seit 2004 Europaabgeordnete. Was sind die wesentlichen Unterschiede in der Parlamentsarbeit?

DR. INGE GRÄSSLE: Zuerst die hohe zeitli- che Präsenz: Das Europaparlament hat 41 Sitzungswochen, der Landtag rund 33, der Bundestag 21. Dann die internationale Ebene, die ich an den Sprachen festmache: 23 ge- sprochene, 22 geschriebene Sprachen. Außer- halb der Sitzungen, bei Kollegengesprächen etwa, sind auch bei komplexen Sachverhalten nur englisch oder französisch möglich. Zu den Inhalten: Die EU-Kommission arbeitet ober- flächlicher als unsere Ministerien: Viel Arbeit muss von uns Abgeordneten selbst erledigt werden. Wer Berichterstatter für einen Richt- linien- oder Verordnungsentwurf ist, auf dem ruht die ganze Arbeit, die Verantwortung für Verhandlungen mit Kommission und Rat. Der Berichterstatter hat damit einen riesigen, sehr attraktiven Gestaltungsspielraum, aber auch einen fast uneinholbaren Informations- und Kompetenzvorsprung.

hg: Sie sind als parlamentarische Ge- schäftsführerin auch für die Koordination innerhalb der EVP-Fraktion mitverant- wortlich. Wie gestaltet sich die Willens- und Mehrheitsbildung?

DR. INGE GRÄSSLE: Mit der Neuwahl im Juni haben uns die britischen Tories verlas- sen. Damit sind in der Fraktion erstmals nur 26 Mitgliedstaaten vertreten, aber mit 48 Parteien. Das merkt man. Manche Nationen weichen mit eigenen Stimmlisten von der Fraktionslinie ab; leider meist dann, wenn es wichtig wäre, zusammenzuhalten. Da ärgere ich mich immer, auch wenn wir in dieser Legislatur geschlossener sind als vorher. Es gibt Themen, bei denen es besonders schwie- rig wird, etwa bei religiösen Fragen, der Gen- technik, der Abtreibung, Umgang mit Homo- sexualität oder der Frauen- und Familien- politik. Da gibt es dann keine Abstimmungs- empfehlung der Fraktion. Als Deutsche müs- sen wir auf kleine Länder Rücksicht nehmen. Deswegen pflegen wir als CDU/CSU-Gruppe viele Freundschaften und versuchen, Ver- bündete zu haben.

hg: Und wie funktioniert die Mehrheits- findung auf Parlamentsebene? Sind wech- selnde Mehrheiten die Regel oder gibt es koalitionsähnliche Strukturen?

DR. INGE GRÄSSLE: Wechselnde Mehr- heiten und Zufallsmehrheiten kommen leider öfter mal zustande. Bei der europäischen Innen- und Umweltpolitik läuft unsere Frak- tion immer Gefahr, zwischen den Fronten zerrieben zu werden. Manches hängt am Geschick des Berichterstatters, manches an den Fraktionssprechern. In der Haushalts- kontrolle etwa arbeite ich eng mit den Sozialisten zusammen, im Haushalt eher mit den Liberalen. Bei bestimmten Themen arbeiten die Südländer fraktionsübergreifend zusammen oder auch die Nehmerländer. Da kann es bei Abstimmungen eng werden.

hg: Nach vielen Rückschlägen kann der Reformvertrag von Lissabon nun in Kraft treten. Werden die neuen Regelungen die Arbeit im Europäischen Parlament verän- dern?

DR. INGE GRÄSSLE: Ja, die Bereiche der Mitentscheidung verdoppeln sich. Der Be- richterstatter des Parlaments sitzt künftig gleichberechtigt mit dem Rat zusammen. Wir bekommen neue europäische Spieler, den Ratspräsidenten und den europäischen Außen- minister. Für beide sind die Kontrollbe- fugnisse durchs Parlament strittig. Es gibt keine Kostenübersicht, weil das Lissabon- Paket insgesamt noch nicht finanziert ist. Wir stehen vor der Gründung eines Euro- päischen Diplomatischen Diensts - hier müs- sen wir aufpassen, dass kein Mega-Apparat mit tausenden Diplomaten aufgebaut wird, von denen einer um die 250.000 Euro im Jahr kostet. Ich sehe, dass die Haushalts-

kontrolle so gefordert ist wie noch nie vor- her, weil leider auch der Erweiterungszug

wieder in Fahrt kommen wird.

6

1961

geboren in Heidenheim, Journalistin

1996

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, stellv. Fraktionsvorsitzende

2004

Mitglied des Europäischen Parlaments

2007

Wahl zur parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU/CSU-Gruppe

2007

Sprecherin der EVP-Fraktion im Haushaltskontrollausschuss

Bild: www.pixelio.de/©Elke Hannmann

CASINO RELOADED

Die Krise, die im Jahr 2007 als US-Immobilienkrise begann, hat sich längst zum Problem der gesamten Weltwirtschaft entwickelt. Nur wer die richti- gen Lehren aus ihr zieht, wird künftige Krisen verhindern.

gen Lehren aus ihr zieht, wird künftige Krisen verhindern. MEINUNG IN den USA wurde der Erwerb

MEINUNG

IN den USA wurde der Erwerb von Immo- bilien in erheblichem Maße staatlich geför- dert. So waren beispielsweise Banken ver- pflichtet, ihren Kunden Immobilienkredite an- zubieten, deren Rückzahlungsverpflichtung auf den Wert der Immobilie beschränkt war. Die Bankkunden mussten also nicht mit ihrem übrigen Vermögen für den Kredit einstehen (so genannte „regressfreie Kredite“). Gleich- zeitig hat die US-Notenbank die Zinsen nied- rig gehalten. Dies führte dazu, dass die USA über ihre Verhältnisse lebten: Die Sparquote der Privathaushalte lag in den Jahren 2005 bis 2007 bei ungefähr 0 %; viele Amerikaner hatten sogar eine negative Sparquote, d. h. sie haben ihren Konsum in großem Stil über Kredite finanziert.

Wenn Privathaushalte nicht sparen und der Staat gleichzeitig Schulden macht, müssen zur Finanzierung der Volkswirtschaft Kapital- importe aus dem Ausland stattfinden. Ein

Blick auf die weltweiten Kapitalimporte und - exporte macht die extremen Ungleichge-

importe in die USA, gefolgt von Spanien und Großbritannien mit 10 % bzw. 7 %; finanziert wurde dies durch die kapitalexportierenden Länder, allen voran China (21 % der weltwei- ten Kapitalexporte), Deutschland (14 %) und Japan (12 %). Die USA waren gezwungen, Geld aus aller Welt anzulocken, um den eige- nen Konsum finanzieren zu können – dabei verteilten sich „faule“ Immobilienkredite im Wege der Verbriefung über die ganze Welt und infizierten das Weltfinanzsystem.

„Finanzmarktsteuern schwächen die private Altersvorsorge.“

deren Kern bilden. Gleichzeitig erhöhen die Staaten ihre Verschuldung in exorbitanter Weise. Die Schulden der USA belaufen sich auf ca. 73 % des Bruttoinlandsprodukts, die Italiens und Japans sogar auf ca. 106 % bzw. 173 %. Vor allem Zahlungsschwierigkeiten eines Euro- Landes wie Italien hätten unmittelbar dramati- sche Auswirkungen auf Deutschland.

Wir brauchen daher eine internationale Finanzpolitik, welche die Gefahren der Un- gleichgewichte der Weltwirtschaft sowie der ausufernden Staatsschulden diskutiert und die

Staaten auf Lösungswege festlegt. Sonst kann die derzeitige Entwicklung schnell neue welt-

weite Finanzmarktkrisen auslösen.

6

schnell neue welt- weite Finanzmarktkrisen auslösen. 6 Statt aber diese grundlegenden Ursachen der Finanzmarktkrise

Statt aber diese grundlegenden Ursachen der Finanzmarktkrise zu thematisieren, be- schäftigen sich die Staats- und Regierungs- chefs auf internationalen Gipfeltreffen mit

Finanzmarktsteuern, welche in erster Linie die private Altersvorsorge schwächen würden,

RELOADED

wichte der Weltwirtschaft deutlich: Im Jahre

2007 flossen 49 % der internationalen Kapital-

oder mit Bilanzierungsregeln, welche die Krise

möglicherweise verstärkt haben, aber nicht

ZWISCHENRUF: ÄNGSTE ERNST NEHMEN!

In der Schweiz hat die Sorge vor einer schleichende Islamisierung zum umstrittenen Minarett-Verbot geführt. Doch wer weiß, wie ein solches Referendum bei uns ausgegangen wäre.

DAS Minarett-Verbot ist ein Symbolthema. Ich persönlich halte die Erlaubnis oder die Verweigerung derselben für den Bau einer Moschee mit oder ohne Minarett für eine baurechtliche Frage. Es geht also um die Frage der Einfügung einer Moschee in das traditionelle Stadtbild. Es ist schon ein Unterschied, ob eine muslimische Gemeinde einen repräsentativen Raum zur Religions- ausübung bauen will oder ob ganz bewusst eine städtebauliche Demonstration geplant wird. Wenn eine Moschee einen stadtbildver- ändernden Charakter hat, dann sollte ein Gemeinderat dem Bau nicht zustimmen.

„Der Streit um Symbole verdeckt die wirklichen Integrationsprobleme.“

Dieser Symbolstreit um die Minarette ver- deckt aber die wahren Probleme, um die wir uns kümmern sollten. Nämlich um die man- gelnde Integration von Zuwanderern und die damit einhergehende Entwicklung von Parallelgesellschaften, gepaart mit einer zunehmenden Überforderung unseres Sozial-

staates. Das sind die wahren Ängste vieler Menschen in unserem Land - und darauf gilt es politisch angemessen zu reagieren. 6

sind die wahren Ängste vieler Menschen in unserem Land - und darauf gilt es politisch angemessen

AUS’M LÄNDLE

JU KRITISIERT TEURE STEUERGESCHENKE

Bilger: Finanzpolitik darf nicht zu Lasten der jungen Generation gehen.

DIE Junge Union Baden-Württemberg for- dert Nachbesserungen an den steuerpoliti- schen Plänen der Bundesregierung. Diese will Steuererleichterungen in Höhe von jährlich 8 Milliarden Euro durchsetzen. „Entlastungen, insbesondere für Familien und mittelständi- sche Unternehmen, sind notwendig“, so JU- Landeschef Steffen Bilger, „aber die Finanz- politik darf nicht durch eine ausufernde Staatsverschuldung zu Lasten der jungen Generation gehen.“ Die JU stellt vor allem die geplante Mehrwertsteuersenkung für Be- herbergungsleistungen in Frage. „Die Erfah- rungen anderer Ländern haben deutlich ge- macht, dass hierdurch weder Preise gesenkt noch Wachstumsimpulse ausgelöst werden“, so der steuerpolitische Sprecher des JU Lan- desverbandes, Björn Hannemann. Auch Bilger sieht die Mehrwertsteuersenkung nur dann als

gerechtfertigt an, wenn sie Ausgangspunkt ei- ner grundsätzlichen Reform der Mehrwert-

steuersätze sei.

6

JU ZUR BUNDESTAGSWAHL

Bilger: Baden-Württemberg ist bürgerliche Bastion.

DIE JU im Land hat sich über das klare Ergebnis der Bundestagswahl im Südwesten gefreut. "Baden-Württemberg ist und bleibt eine bürgerliche Bastion. Mit zehn Überhang- mandaten steuert die CDU im Land einen

großen Anteil zur neuen Mehrheit bei", laute- te die Bilanz von JU-Landeschef Steffen Bilger am Wahlabend. Der 30-jährige Jurist, der selbst das Direktmandat im Wahlkreis Lud- wigsburg erobert hat, forderte jedoch ebenso, dass eine "ehrliche Analyse des Wahlkampfes und des nicht optimalen Zweitstimmener- gebnisses in ganz Deutschland" folgen müsse. Positiv bewertete die Junge Union das durch- weg gute Abschneiden junger Bewerber aus den Reihen der CDU. So wird Steffen Bilger aus Ludwigsburg, künftig neben Thomas Bareiß (Zollernalb/Sigmaringen) und Andreas Jung (Konstanz) im Bundestag Platz nehmen

können.

6

JU FORDERT: DATENAUTOBAHN STATT DATENFELDWEG

Diskussion über DSL-Versorgung im ländlichen Raum

ZU einer Diskussion über die Internet- versorgung im ländlichen Raum trafen sich die JU Württemberg-Hohenzollern und die kommunalpolitische Vereinigung (KPV) in Winterlingen im Zollernalbkreis. Als Diskus- sionspartner waren Landrat Günther-Martin Pauli MdL und der zuständige Leiter aus dem baden-württembergischen Landwirtschafts- ministerium, Michael Reiss, eingeladen. Reiss legte in seinem Vortrag den hohen Stellen- wert einer flächendeckenden Breitband- versorgung dar. Unser Land könne seinen Spitzenplatz in der Wirtschaft und seine Attraktivität nur erhalten, wenn der Proble- matik der lückenhaften Breibandversorgung

entgegengewirkt werde. Landrat Pauli zeigte am Beispiel des Zollernalbkreises auf, dass

aktiv vor Ort gegen das Problem der lücken- haften DSL-Versorgung mit Erfolg vorge-

gangen werden kann.

6

Landrat Günther-Martin Pauli (rechts) stellt den Zuhörern das Internet-Versorgungskonzept des Zollernalbkreises vor.
Landrat Günther-Martin Pauli (rechts) stellt den Zuhörern
das Internet-Versorgungskonzept des Zollernalbkreises vor.

DIE ZUKUNFT DER SCHWARZWALD- REGION IM BLICK

Die beiden Bezirksvorsitzenden Johannes Rothenberger (Südbaden) und Jochen Fürniss (Nordbaden) überreichen
Die beiden Bezirksvorsitzenden Johannes Rothenberger
(Südbaden) und Jochen Fürniss (Nordbaden) überreichen
Finanzminister Stächele regionale Köstlichkeiten aus
dem Schwarzwald

DEN besonderen Anforderungen des Schwarzwaldes widmeten sich die Schwarz- waldkreisverbände aus Nord- und Südbaden auf der Schwarzwaldkonferenz in Bühlertal. Dass der Schwarzwald nicht nur als unsere

Heimat, sondern auch als Tourismusregion und Wirtschaftsfaktor für Baden-Württemberg bedeutend ist, bestätigten auch die prominen- ten Redner: die Staatsekretärin im Ministerium für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, der Finanzmi- nister Willi Stächele MdL und der designierte Ministerpräsident Stefan Mappus MdL. In sechs Foren diskutierten die Teilnehmer die Herausforderungen, denen der Schwarzwald in den Bereichen Umweltpolitik, Landwirt- schaft, Tourismus, Wirtschaft, Bildung und Verkehr gegenüber steht und erarbeiteten Lösungsstrategien, welche in einem Thesen- papier als Forderungen an die Landes- und

Bundespolitik zusammengefasst wurden.

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EUROPA KENNEN- LERNEN - PRAKTIKA IM EUROPÄISCHEN PARLAMENT

NUR wenige JU-Mitglieder nutzen die Chance zu einem Praktikum in Straßburg und Brüssel. Anica Zuber aus Crailsheim hat die Gelegenheit genutzt und Inge Gräßle über die Schulter geschaut. Anderen JU- Mitgliedern empfiehlt sie, auf Ihre MdEPs zuzugehen. „Das Praktikum in Brüssel war für mich eine ganz besondere Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnere. Ich hatte die Möglichkeit zu erleben, wie Politik funktio-

hatte die Möglich keit zu erleben, wie Politik funktio- niert und zu erkennen, wie wichtig ein

niert und zu erkennen, wie wichtig ein ge- meinsames und starkes Europa für uns ist. Das Highlight meiner Zeit im EU- Parlament

war die Rede von Barroso, der sich gerade um seine Wiederwahl als Kommisionspräsident

bemühte.“

6

NORDWÜRTTEMBERG:

LIBANON-FAHRT

JU zu Gast bei der Lebanese Forces Students Association.

IM Rahmen einer Delegationsreise nach Beirut und dem weiteren Libanon absolvier- te die JU Nordwürttemberg zusammen mit Mitgliedern des Landesvorstandes ein um- fangreiches politisches Programm. Zusammen mit ihrer Partnerorganisation, der Lebanese Forces Students Association, standen unter anderem Termine mit der deutschen Bot- schafterin, mit Abgeordneten, dem libanesi- schen Umweltminister sowie dem Parteivor- sitzenden der bei den vergangenen Wahlen siegreichen Lebanese Forces an. Die von Raid Gharib und Hendrik Warda organisierte Reise ermöglichte es den Teilnehmern, sich ein Bild von der gesellschaftlichen und poli-

Deutsche Botschaft in Beirut
Deutsche Botschaft in Beirut

tischen Lage im Libanon machen. Bezirks- vorsitzender Uwe Wiedmann zeigte sich be-

eindruckt von den Fortschritten des Landes und den Bemühungen der christlichen Mehr- heit im Land, den Libanon weiter Richtung

Westen zu führen.

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WIRTSCHAFTSRAT:

PETER WENDE VORSITZENDER

AK LÄNDLICHER RAUM

WIRTSCHAFTSRAT: PETER WENDE VORSITZENDER AK LÄNDLICHER RAUM DIE Um- weltpolitik bildete den Schwerpunkt der jüngsten

DIE Um- weltpolitik bildete den Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises „Zu kunft Ländlicher Raum“ mit Umweltministerin Tanja Gönner. Ein zentrales Thema des Gespräches war die Reduzierung des Flächenverbrauchs bei gleichzeitig besonderer Berücksichtigung kommunaler Entwicklungschancen. Mit ei- nem Rückgang von rund 20 % kann Baden- Württemberg dabei laut der Ministerin be-

6 reits erste Erfolge vorweisen. 6

der Ministerin be - 6 reits erste Erfolge vorweisen. 6 DER Juniorenkreis des CDU-Wirtschaftsrats hat den

DER Juniorenkreis des CDU-Wirtschaftsrats hat den Stuttgarter Rechtsanwalt Pe- ter Wende zu seinem neuen Landesvorsitzenden gewählt. „Uns geht es um die Fortent-

wicklung der Sozialen Marktwirtschaft“, so der Juniorenkreis-Chef. Neben Wende, der zugleich Vorsitzender der JU Region Stutt-

gart ist, gehören dem Vorstand mit den stv. Deutschlandräten Viola Mahrenbach und Jochen Lehmann sowie dem stv. nordwürttem- bergischen Bezirksvorsitzenden Jan Mesina

drei weitere bekannte JU-Mitglieder an.

NORDBADEN: JU ZU GAST BEI DM-DROGERIEMARKT

WENIGE Tage vor der Bundestagswahl war der Bezirksausschuss der JU Nordbaden in der Zentrale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe zu Gast. „Die Erfolgsgeschichte von dm begann hier in Nordbaden, wo die erste Filiale eröffnet wurde. Deshalb war es uns ein Anliegen, uns direkt vor Ort im Gespräch mit der Geschäftsführung über die Arbeit zu informieren“, so der Bezirksvor- sitzende Jochen Fürniß. „Wir hatten be- schlossen, dass wir uns künftig vor allem dem Thema Wirtschaftspolitik widmen wol- len, daher war dieser Firmenbesuch auch eine gute Informationsgrundlage für unsere

weitere Arbeit.“ Im Rahmen der Sitzung fand außerdem ein Gespräch mit der frisch gewählten Bezirksvorsitzenden der Frauen Union, Katrin Schütz MdL, statt. 6

der Frauen Union, Katrin Schütz MdL, statt. 6 AUS’M LÄNDLE JU KRITISIERT WESTERWELLE DIE JU

AUS’M LÄNDLE

JU KRITISIERT WESTERWELLE

DIE JU Baden-Württemberg kritisiert Außenminister Westerwelle für seine jüngsten Äußerungen in der Türkei und sein Verhalten im Hinblick auf den Bund der Vertriebenen. „Wer der Türkei nach wie vor eine EU-Voll- mitgliedschaft in Aussicht stellt, verkennt die die politischen Realitäten in Europa und noch mehr die eindeutige Haltung der Menschen in Deutschland“ kommentierte JU-Landeschef Steffen Bilger die Aussagen Westerwelles bei seinem Türkeibesuch Anfang Januar. Verant- wortungsvolle Außenpolitik bedeute eben auch, Partnern wie der Türkei keine falschen Hoffnungen zu machen, die zwangsläufig zu Enttäuschungen führen müssten. Noch un-

glücklicher als in Sachen EU-Erweiterung agiert Westerwelle nach Meinung der JU beim Streit um die Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“. Westerwelles Kampf gegen seine Bundestagskollegin Erika Steinbach sei in „Stil und Inhalt“ verfehlt, so Bilger. Beide Vorfälle zeigten, dass es Westerwelle noch nicht ge- lungen sei, aus seiner alten Rolle als Op- positionsführer herauszuwachsen und im neuen Amt anzukommen. 6

SCHÜLER UNION:

KLAUSUREN AM PC SCHREIBEN

DIE Schüler Union will, dass künftig Klau- suren nicht nur handschriftlich sondern auch am Computer geschrieben werden können. „Es ist schlichtweg zeitgemäßer und wir rea- gieren damit auf die veränderte Arbeitswelt“, so der SU-Landesvorsitzende Simon-Martin Ponzer. Gerade mehrstündige Klausuren seien am Computer leichter zu bearbeiten. Die tech- nische Ausstattung sei an den Schulen eben- falls bereits vorhanden. 6

GLÜCKWÜNSCHE

DIE Junge Union Baden-Württemberg und die hg-Redaktion gratulieren zwei JU- Landesvorstandsmitgliedern zu herausgeho- benen, neuen Ämtern auf kommunaler Ebene. Der nordwürttembergische Bezirksvorsitzende Uwe Wiedmann ist seit Kurzem Chef der CDU-Gemeinderatsfraktion in Heidenheim. Christian Greilach, Bezirksgeschäftsführer der JU Nordbaden, ist seit wenigen Wochen Bürgermeister der badischen Stadt Lichtenau. Beiden wünschen wir viel Erfolg. 6

AUS’M LÄNDLE

WAHLERGEBNISSE

KV BADEN-BADEN

Vorsitzender: Kai Whittaker I Stv. Vorsitzende:

Oliver Bach, Christian Braun I Finanzreferent:

Marcus Hatz I Beisitzer: Kilian Krumm, Clemens Müller, Adrian Sonder, Francisco Villena, Oliver Weiß

KV BODENSEE

Vorsitzender: Matthias Döbbert I Stv. Vorsitzende:

David Bercher, Thomas Hausberger, Markus Schraff I Finanzreferentin: Constanze Beirer I Schriftführer:

Frank Neumann I Medienreferent: Clemens Walz l Beisitzer: Martin Arnegger, Christine Hertkorn, Markus Jerg, Martin Teich, Jean-Christoph Thieke, Felix Wälder

KV FREIBURG

Vorsitzender: Carl Sanders I Stv. Vorsitzende:

Thomas Bold, Vinzenz Bothe, Simone Weißmann I Schatzmeister: Christoph Albers I Geschäftsführer:

Thomas Bahr I Pressesprecher: Damian Schroers I Schriftführer: Mario Mergelsberg I Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Siegrfied Lorek I Bildungs- referentin: Claudia Siebelt I Mitgliederbeauftragte:

Maike Haupt I Beisitzer: Sebastian Coker, Johannes Glasmacher, Manon Kalusche, Annabelle Kreft, Johanna Liebel, Markus Meißner, Eva Neumann, Joachim Ortmann, Jens Reichelt

KV HEIDELBERG

Vorsitzender: Olivier Henry I Stv. Vorsitzende:

Erik Bertram, Matthias Kutsch, Max Vogel I Schatzmeister/Geschäftsführer: Sebastian Schabehorn I Pressereferentin/Internetreferentin:

Verena Esslinger I Schriftführer: Marius Mrotzek I Stv. Schriftführer: Réne Richtscheid I Beisitzer:

Peter Braun, Matthias Damm, Alexander Föhr, Julius Ibes, Lena Kümmel, Jan Peter Linke, Patrik Rüppel, Theresa Schad, Jörg Scheller, Marco Schoos

KV HEILBRONN

Vorsitzender: Christian Reuter I Stv. Vorsitzende:

Jennifer Horvath, Daniel Pfleger I Finanzreferent:

Bernd Sepbach I Pressereferent: Markus Schuster I Schriftführerin: Anna-Sophie Kübler I Beisitzer:

Sara Werner, Elias Link, Tobias Rommel, Martin Raible, Martin Weil, Thomas Ludescher, Eike Zahn, Erwin Schwab, Sabrina Teichtinger, Philipp Zink, Christian Reuter

KV LUDWIGSBURG

Vorsitzender: Steffen Kirsch I Stv. Vorsitzende:

Fabian Gramling, Katharina Kreiser I Finanzreferent:

Achim Schober I Pressesprecherin: Julia Strunk I Internetreferent: Dennis Lohmann I Schriftführer:

Wolfgang Roth I Beisitzer: Nicola Dreyer, Thomas Gruber, Phlipp Halms, Julia Herrmann, Tim Krautschneider, Christian Scheifele, Isabelle Schmid, Henriette Sprenger, Thorsten Tauer, Benjamin Traa,

JUNIORENKREIS DES CDU-WIRTSCHAFTSRATS

Vorstandssprecher: Peter Wende I Vorstands- mitglieder: Dr. Marcel Hack, Karsten Lamprecht, Jochen Lehmann, Viola Mahrenbach, Jan Mesina, Viola Voigtländer

7 Neuwahlen im Kreis oder Bezirk? Alle Wahlergebnisse zur Veröffentlichung bitte an: hg@ju-bw.de.

NEU IM AMT: CHRISTINA EGELER

bitte an: hg@ju-bw.de. NEU IM AMT: CHRISTINA EGELER NACH zwei Jahren wechselt beim JU Landesverband die

NACH zwei Jahren wechselt beim JU Landesverband die Geschäftsführung:

Christina Egeler ist Jan Tielesch im Amt ge- folgt. Christina ist langjähriges Mitglied der

JU und CDU; ursprünglich aus Göppingen, inzwischen übergesiedelt nach Stuttgart. Neben ihrem Engagement als Stadträtin in ihrer Heimatgemeinde Uhingen 2001-2007, organisierte und engagierte sich Christina in zahlreichen Wahlkämpfen und als Helferin in harten Zeiten auf der Landesgeschäftsstelle. Während ihres Studiums der Germanistik und Geschichte und aktuell Politik, arbeite- te sie von 2001 – bis 2007 im Landtags- und Wahlkreisbüro bei Dr. Dietrich Birk und konnte in den letzten beiden Jahre weitere Erfahrungen in der Energiewirtschaft sam-

meln.

6

AUSTAUSCH MIT NORDWÜRTTEMBERG

DIE Pflege der Freundschaft stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Sitzung der Bezirksausschüsse der JU Südbaden und Nord- württemberg. Als Gäste konnten die beiden Bezirksvorsitzenden Johannes Rothenberger und Uwe Wiedmann den Richter am Bundes- gerichtshof Dr. Jürgen Peter Graf zum Thema Netzpolitik sowie Finanzminister Willi Stächele zur aktuellen Haushaltsdebatte begrüßen. Beim anschließenden Grillfest auf Einladung des CDU-Landesvorstandsmitglieds Franz

Minister Stächele und BGH-Richter Graf
Minister Stächele und BGH-Richter Graf

Josef Müller stand dann der gesellige Aus-

tausch im Vordergrund.

6

BERLIN, BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN!

im Vordergrund. 6 BERLIN, BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN! FAST schon legendär sind die Berlin -

FAST schon legendär sind die Berlin- fahrten des JU-Landesverbandes auf Ein- ladung der CDU-Landesgruppe. Und auch Anfang August hatten die fast 50 Teil- nehmer aus dem Landesvorstand und den Kreisverbänden jede Menge Spass und inter- essante Termine in der Hauptstadt. Ob im Adenauerhaus oder dem Bundestag - überall standen Vertreter der Bundes-CDU den JU- Mitgliedern Rede und Antwort. 6

SPITZENPLÄTZE FÜR HEFTE AUS DEM LÄNDLE

JEDES Jahr prämiert ein Jury aus erfahre- nen Medienmachern für die JU Deutschland

die gelungensten Mitgliedermagazine aus der ganzen Republik. 2009 gingen gleich mehrere Spitzenplätze an Hefte aus dem Ländle. So gewann die hg als Magazin der JU Baden- Württemberg den Preis für das beste Layout und das Esslinger „JUNGES“ errang in der Kategorie „Kreisverbände“ den Titel des

besten Heftes.

6

JUNGES-Macher Tim Hauser und Hannes Griepentrog mit der Bundeskanzlerin
JUNGES-Macher Tim Hauser und Hannes Griepentrog
mit der Bundeskanzlerin

5

5 BB – BILGERS BOTSCHAFT das Jahr 2009 war nicht nur Superwahljahr mit Kommunal-, Europa- und

BB – BILGERS BOTSCHAFT

5 BB – BILGERS BOTSCHAFT das Jahr 2009 war nicht nur Superwahljahr mit Kommunal-, Europa- und

das Jahr 2009 war nicht nur Superwahljahr mit Kommunal-, Europa- und Bundestagswahlen, son- dern überraschend auch Jahr der Veränderungen in der Landespolitik.

Als Junge Union können wir zufrieden sein:

Mehr als 1000 Kandidaten bei den Kommunal- wahlen kamen aus unseren Reihen. Etwa ein Viertel von ihnen hat es geschafft, in ein Kom- munalparlament einzuziehen. Alle anderen sollten sich nicht entmutigen lassen, sondern mit zusätz- lichen Erfahrungen weiter in der Jungen Union Politik vor Ort mitgestalten. Ebenfalls am Wahltag 7. Juni konnten Daniel Caspary und Andreas Schwab erneut für die Junge Union ins Europa- parlament einziehen.

Auch wenn 2009 viel Zeit für die Wahlkämpfe investiert werden mußte, haben noch andere Themen die JU-Arbeit geprägt: unser außerordent- licher Landestag zur Jugendkriminalität, unser Cadenabbia-Kolloquium, unsere Gedenkaktion zum Jahrestag des Mauerbaus, die Südwestkon- ferenz und die vielen Aktivitäten unserer Arbeits- kreise waren weitere Schwerpunkte.

Bereits beim Landestag im Juli hatten wir die Forderung erhoben, dass die CDU auch dieses Jahr einen Bundesparteitag machen muß – besonders vor dem Hintergrund der Bundestagswahlen. Beim Landestag, beim Deutschlandtag und beim CDU- Landesparteitag hat uns dies bundesweite Medien- aufmerksamkeit gebracht – ein Bundesparteitag hat dessen ungeachtet nicht stattgefunden.

Die Bundestagswahl schließlich brachte uns den erhofften Wechsel zu Schwarz-Gelb, nicht aber ein wirklich befriedigendes Zweitstimmenergebnis. Aus JU-Sicht erfreulich ist die Wahl von drei JU- MdBs aus dem Land. Vor wenigen Wochen wurden wir dann alle völlig überrascht von der Berufung unseres früheren JU-Landesvorsitzenden Günther

Oettinger zum EU-Kommissar. Diese Berufung ist ein Zeichen der Anerkennung für seine Arbeit. Den Regierungschef eines Bundeslandes mit mehr Einwohnern als die meisten EU-Mitgliedsstaaten zum Provinzpolitiker abzuqualifizieren ist schlicht eine Frechheit.

Mit dem geräuschlosen Wechsel zu Stefan Mappus an der Spitze der Partei und bald auch an der Spitze des Landes hat die CDU Baden-Württem- berg fast schon erstaunliche Geschlossenheit bewie- sen. Als ehemaliger JUler, der in jungen Jahren in die Verantwortung als CDU-Kreisvorsitzender, Landtagsabgeordneter und Regierungsmitglied ge- kommen ist, setzen wir große Hoffnungen auf Stefan Mappus. Auch weiterhin werden wir im Sinne der jungen Generation seine Arbeit konstruk- tiv begleiten, ohne dabei Konflikte zu scheuen. Ich bin mir aber sicher, dass wir bei den uns besonders wichtigen Themen wie Haushaltskonsolidierung, Bewahrung der Schöpfung oder allgemein Ge- nerationengerechtigkeit auf ihn setzen können. Seine Auftritte in den letzten Monaten bei der JU Baden-Württemberg, seine gute inhaltliche Zu- sammenarbeit mit Philipp Mißfelder und seine bis- herige politische Arbeit sind hierfür Beweis genug. Einfordern werden wir zudem eine konsequente Berücksichtigung nicht nur junger Themen, sondern auch junger Menschen in der politischen Arbeit:

kein einziger JUler in Fraktion und Regierung, kein einziger unter 40 in der Regierung sind – auch im Vergleich zur Bundesregierung mit einer Ministerin und fünf jungen Staatssekretären aus der Jungen Union – nicht akzeptabel.

Ich freue mich auf die Herausforderungen des Neuen Jahres und auf die weitere Zusammenarbeit mit Euch allen!

Herzliche Grüße Steffen Bilger
Herzliche Grüße
Steffen Bilger

steffen.bilger@ju-bw.de

BILGERS BOTSCHAFT

MITGLIEDERSTATISTIK

Vergleich Bezirksverbände Mitgliederstand im Vergleich 31.12.08 und 31.12.09 Zugang/Abgang 01.01.07/30.06.07

Platz

Bezirksverband

Gesamt

Veränderung

Platz

Bezirksverband

Gesamt

Veränderung

1.

Nordwürttemberg

3.845

4,0%

1.

2.

Nordbaden Nordbaden

2.840 3.062

1,6% 2,6%

2. 3.

Nordwürttemberg Württ.-Hohenzollern 3.664 2.516 0,6% 0,7%

3.

4.

Südbaden Südbaden

2.134 2.034

0,6% -2,6%

4.

Württemberg-Hoh.

2.360

-2,6%

Platz Kreisverbände Kreisverband im Vergleich Gesamt Veränderung Zugang/Abgang 01.01.07 / 30.06.07

1.

Ostalb

727

24,9%

Platz 2.

Freudenstadt Kreisverband

Gesamt 146

Veränderung 21,7%

3.

Main-Tauber

524

11,5%

1.

4.

Tuttlingen Breisgau-Hochschw.

162 402

14,9% 10,1%

2.

5.

Neckar-Odenwald Neckar-Odenwald

476 547

10,7% 9,6%

3.

6.

Alb-Donau/Ulm Freiburg

203 406

7,4% 9,4%

4.

7.

Heidelberg Heidelberg

114 119

6,5% 6,3%

5.

8.

Tübingen Ravensburg

365 181

6,4% 5,9%

6.

9.

Bodensee Lörrach

87 211

6,1% 5,0%

7.

10.

Karlsruhe-Stadt Schwäbisch-Hall

122 276

6,1% 4,9%

8.

11.

Böblingen Enzkreis/Pforzheim

161 270

5,9% 4,7%

9.

12.

Rastatt Heidenheim

135 142

5,5% 4,4%

10.

13.

Ravensburg Heilbronn

343 439

4,6% 4,3%

11.

14.

Emmendingen Hohenlohe

124 81

3,3% 3,9%

12.

15.

Schwäbisch-Hall Tuttlingen

366 115

3,1% 2,7%

13.

16.

Main-Tauber Göppingen

343 269

3,0% 2,3%

14.

17.

Reutlingen Schwarzwald-Baar

202 350

2,5% 1,5%

15.

18.

Esslingen Rems-Murr

408 247

2,5% 0,8%

16.

19.

Stuttgart Heidenheim

437 133

2,3% 0,8%

17.

20.

Rhein-Neckar Mannheim

148 726

2,1% 0,6%

18.

21.

Konstanz Bodensee

196 217

1,6% 0,5%

19.

22.

Rems-Murr Zollernalb

369 386

0,5% 0,3%

20.

23.

Konstanz Karlsruhe-Land

225 654

0,4% 0,2%

21.

24.

Ortenau Göppingen

267 287

0,4% 0,4%

22.

Calw

72

0,0%

23.

25.

Schwarzwald-Baar Freudenstadt

117 228

0,0% -0,4%

24.

26.

Rastatt Breisgau-Hochschw.

122 174

0,0% -0,6%

25.

27.

Mannheim Biberach

226 169

0,0% -1,2%

27.

28.

Enzkreis/Pforzheim Reutlingen

321 170

-0,3% -2,3%

28.

29.

Freiburg Rhein-Neckar

688 190

-0,6% -3,1%

29.

30.

Stuttgart Alb-Donau/Ulm

372 444

-0,8% -3,9%

30.

31.

Zollernalb Karlsruhe-Land

649 317

-0,9% -4,2%

31.

32.

Ludwigsburg Ostalb

599 311

-1,3% -4,3%

32.

33.

Biberach Waldshut

145 201

-1,4% -6,5%

33.

34.

Sigmaringen Esslingen

288 411

-1,7% -7,2%

34.

35.

Hohenlohe Karlsruhe-Stadt

236 122

-2,5% -7,6%

35.

36.

Rottweil Böblingen

234 297

-2,9% -8,6%

36.

37.

Heilbronn Emmendingen

76 297

-3,8% -10,0%

37.

38.

Ortenau Baden-Baden

330 51

-4,9% -12,1%

38.

39.

Calw Ludwigsburg

364 62

-5,7% -18,4%

39.

40.

Waldshut Rottweil

338 107

-6,1% -22,8%

40.

41.

Lörrach Tübingen

147 53

-7,0% -34,6%

41. Baden-Baden

57

-8,1%

42. Sigmaringen JU-Landesverband

11.457 364

-17,3% 1,7%

JU-Landesverband

10.998

0,1%

REDAKTIONSSCHLUSS

7 28. Februar 2010

Alle Beiträge sind in digitaler Form und einschließlich Fotos mit einer Bildauflösung von min. 300 dpi an hg@ju-bw.de zu senden. Die Redaktion behält sich Änderungen und Kürzungen der eingereichten Beiträge vor.

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt

die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder. 6
die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder.
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vor. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder. 6 15
WIR WÜNSCHEN ALLEN LESERINNEN UND LESERN EIN GUTES NEUES JAHR!
WIR WÜNSCHEN ALLEN
LESERINNEN UND LESERN
EIN GUTES NEUES JAHR!
 

TERMINE 2010

JANUAR

 

MÄRZ

30.

JU-LV Gemeinsame Landesvorstandssitzung JU Baden-Württemberg mit der JU Hessen

10.

JU-LV AK Zukunft Ländlicher Raum Gespräch mit Staatssekretär Rudolf Köberle MdL zum Thema Verkehrsinfrastruktur

 

12.

JU-LV

FEBRUAR

 

AK Zukunft Ländlicher Raum

12.

JU-Bundesverband

 

Filmfestival

 

Gespräch mit der Landjugend Baden-Württemberg

20./21. JU-BV Nordwürttemberg Bezirkstag

17.

CDU-LV

Politischer Aschermittwoch

in Fellbach

MAI

 

25.-30.

JU-BV Südbaden

 

Politische Bildungsreise

7

Weitere aktuelle Termine auf www.ju-bw.de.

 

IMPRESSUM

Herausgeber:

Druck:

Junge Union Baden-Württemberg, Hasenbergerstraße 49 b, 70176 Stuttgart Tel. 0711/66904-53, Fax 0711/66904-45 hg@ju-bw.de, www.ju-bw.de

Rösler Druck GmbH, Gmünder Straße 100, 73614 Schorndorf Tel. 07181/939-930, Fax 07181/939-939 info@roeslerdruck.de, www.roeslerdruck.de

Chefredakteur:

Ralf Stefan Hübner

Chef vom Dienst/Anzeigen:

Layout und Satz:

DOGMA 360° Communications Ingo Sombrutzki Falkengasse 4, 73614 Schorndorf Tel. 07181/40698-0, Fax 07181/40698-20 hg@dogma.info, www.dogma.info

Swen Menzel

Redaktion:

Alexander Dörr, Raid Gharib, Philipp Kordowich, Isabell Siedler, Christian Volk, Isabelle-Florentine Weichselgartner, Uwe Wiedmann

Auflage/Erscheinungsweise 13.000 Exemplare, vierteljährlich

Weitere Autoren:

Steffen Bilger, Björn Hannemann, Viola Mahrenbach, Norbert Lins

Fotonachweis:

Hannes Griepentrog, Jacques Grießmayer, Hendrik Warda

Für JU-Mitglieder ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten.

ZUSAMMENHALT MACHT STARK. Unternehmensgruppe REMAG AG: Leistungsvielfalt in Stahl Die Finanzkrise ist bei der
ZUSAMMENHALT
MACHT
STARK.
Unternehmensgruppe REMAG AG:
Leistungsvielfalt in Stahl
Die Finanzkrise ist bei der Leistungswirt-
schaft angekommen. Mittelständische
Zulieferunternehmen zahlen einen großen
Teil der Zeche: Kurzarbeit, Belastung des
Eigenkapitals, Kreditklemmen. Dennoch
scheint die allgemeine Solidarität anderen
zu gelten. Gerade deshalb müssen wir
zusammenhalten: Die REMAG Unterneh-
mensgruppe steht auch in dieser schweren
Zeit zu Ihren Mitarbeitern, Kunden und
Lieferanten. Das macht uns stark. Heute
für morgen. Mehr Informationen unter
www.remag.de
„Die REMAG Unternehmensgruppe besteht aus
vielen Unternehmen – und doch ist sie wie eine
große Familie. Der Zusammenhalt ist wirklich
vorbildlich. Das spüren auch die Kunden.“
Ursula Haenzel, 49 Jahre, Sekretärin der Geschäfts-
leitung bei der PVG Kaltprofile Verarbeitungstechnik
GmbH & Co. KG, Anröchte