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HUMANE GESELLSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166 DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT
HUMANE
GESELLSCHAFT
BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166
DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION

THEMA

PRO & CONTRA

LANDESTAG

DOROTHEE BÄR

BLACKOUT DIE UNION AUF DER SUCHE NACH LÖSUNGEN FÜR DEN DIGITALEN GENERATIONENKONFLIKT

POLITIK & KLUGE KÖPFE OETTINGER, SCHÄUBLE, MISSFELDER UND WAS WIR AUS BERLIN ERWARTEN DÜRFEN

DIE CSU-GENERALIN ÜBER

IHRE NEUEN AUFGABEN

UND DIE ZUKUNFT

DER SÜDSCHIENE

7

2009.3

WWW.JU-BW.DE

JU-DEUTSCHLANDTAG 16.–18. Oktober 2009 JUNGE UNION BADEN-WÜRTTEMBERG Münster (Westfalen) 7 3 Tage Politik aus
JU-DEUTSCHLANDTAG
16.–18. Oktober 2009
JUNGE UNION
BADEN-WÜRTTEMBERG
Münster (Westfalen)
7
3 Tage Politik aus nächster Nähe
7
Gäste:
Bundeskanzlerin Angela Merkel
• JU-Bundesvorsitzender Philipp Mißfelder
und viele weitere Gäste
7 Leitantrag:
• Politischen Extremismus bekämpfen!
Unser Engagement für Demokratie
Wer den Deutschlandtag als Gast erleben möchte, kann sich für nähere
Informationen an die Landesgeschäftsstelle der JU Baden-Württemberg
wenden (info@ju-bw.de). Delegierte werden gesondert benachrichtigt.
www.ju-bw.de
Die Energiefragen der Zukunft stellen uns vor große Herausforderungen – die wir gerne annehmen. Und
Die Energiefragen der Zukunft stellen uns vor große Herausforderungen –
die wir gerne annehmen. Und so haben wir zahlreiche große Projekte ins Leben
gerufen, mit denen wir unser Engagement bei den erneuerbaren Energien
verstärken. Ein Beispiel dafür ist der Ausbau des Wasserkraftwerks Rheinfelden,
derzeit das bundesweit größte Bauvorhaben im Bereich regenerativer Energie.
Ein weiterer großer Schritt ist Baltic 1, der erste kommerzielle Windpark auf
hoher See. Aber auch auf den Feldern der Photovoltaik und der Bioenergie
arbeiten wir intensiv an Lösungen für die Energiefragen der Zukunft. Alles über
unsere aktuellen Engagements erfahren Sie im Internet.
www.enbw.com

INHALT

EDITORIAL

THEMA: CHANCE 2009

THEMA: CHANCE 2009

Im Interview. Die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär

4-5

Rumgefragt. Erwartungen aus der Jungen Union an die Bundespolitik

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WIR haben die Kraft. Der Leitantrag zum JU-Landestag als politischer Wegweiser für die Union

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JU BADEN-WÜRTTEMBERG

Politische Köpfe. So sieht der neue Landesvorstand aus

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PRO & CONTRA

Grenzenloses Internet. Darf der Staat Webseiten blockieren?

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INTERVIEW

die Bundestagswahl und der zurückliegende Landestag bilden die beiden Schwerpunkte dieser Ausgabe. Für die Junge Union im Südwesten hän- gen sie auch inhaltlich eng zusammen. Der zurück- liegende Landestag hat nicht nur durch den Leitantrag die Erwartungen Baden-Württembergs an die Bundespolitik thematisiert, sondern sich auch in seinen Diskussionen immer wieder um die Chancen bei dieser Wahl gedreht. Bemerkenswert war dabei die ausgesprochen kritische Beurteilung der vergangene vier Regierungsjahre durch zahlrei- che Delegierte. Dem einen oder anderen Gastredner war dabei anzumerken, dass die skeptische Be- urteilung der CDU-Regierungsbilanz durch die Basis im Berliner Politikbetrieb kaum noch wahrgenom- men und lieber ausgeblendet zu werden scheint. Umso energischer hat sich der Landestag daher für einen CDU-Bundesparteitag unmittelbar nach der Wahl ausgesprochen und eine ehrliche Analyse der diesjährigen Wahlergebnisse gefordert.

Kulturunterschiede. Schwarz, Grün und warum es vielleicht doch nicht passt

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MEINUNG

Planlos nach Europa. Die CDU nach dem Lissabon-Urteil

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Eine für alle. Die SPD und die „doppelte Staatsbürgerschaft“

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AUS’M LÄNDLE

Württemberg: Gemeinsamer BA mit Monika Stolz

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Württemberg-Hohenzollern: Gentechnik weiter fördern

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Nordbaden: Fürniß bleibt Vorsitzender

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Rubrik Pressemitteilungen

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Die Diskussion um das richtige Unionsprofil bil- det auch den Hintergrund beider Interviews dieser Ausgabe. Mit der stellvertretenden JU-Bundes- vorsitzenden und zweiten CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär haben wir über die Linie der CSU und die wichtigsten Anliegen des deutschen Südens nach der Bundestagswahl gesprochen. Vom Stutt- garter Parteienforscher Oscar Gabriel wollten wir wissen, warum die Wähler der Grünen gänzlich unbeeindruckt vom latenten Linkskurs ihrer Partei immer mehr in bürgerlichen Milieus zu suchen sind.

Nordwürttemberg: Medienpolitik und Politische Bildung

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Südbaden: Pakt gegen Verschuldung

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Schüler Union: Simon Ponzer neuer Vorsitzender

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Rubrik Wahlergebnisse

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BILGERS BOTSCHAFT

JU-Landesvorsitzender Steffen Bilger bezieht Stellung

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Unter der Rubrik „pro & contra“ beleuchten wir das gerade in der CDU noch nicht entschieden Verhältnis von Freiheit und Rechtstaatlichkeit im Internet. Abgerundet wird diese hg mit weiteren Beiträgen zum Landestag, einer Vorstellung des neuen Landesvorstandes sowie mit Berichten aus den Bezirksverbänden.

Rubrik Mitgliederstatistik

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Rubrik Redaktionsschluss

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LANDESTAG

Gutes Bild. Eindrücke vom Landestag in Asperg

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Euer

Rubrik Termine

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Ralf Stefan Hübner ralf.huebner@ju-bw.de

Ralf Stefan Hübner ralf.huebner@ju-bw.de

Rubrik Impressum

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THEMA

DAS SCHÖNE GESICHT DER CSU

Sie gehört zur jungen Garde der neu aufgestellten CSU. Als stellvertretende Generalsekretärin hat sie die Aufholjagd der CSU bei der Europawahl mitgemanagt und vertritt gleichzeitig als Stellvertreterin von Philipp Mißfelder die Interessen des Freistaats in der Jungen Union. Im hg-Interview spricht sie über persönliche Herausforderungen, die Bilanz der Großen Koalition und die Kraft des Südens.

hg-Interview spricht sie über persönliche Herausforderungen, die Bilanz der Großen Koalition und die Kraft des Südens.

hg: Du bist seit Februar in Deinem neuen Amt. Im Superwahljahr 2009 sicherlich eine spannende Aufgabe. Was waren für Dich die größten Herausforderungen seit- her?

DOROTHEE BÄR: Die größte Heraus- forderung für uns alle in der CSU war es, verloren gegangenes Vertrauen nach der Landtagswahl wieder zurück zu gewinnen. Dem habe auch ich mich ganz offensiv und tatkräftig gestellt. Wir haben die CSU in den vergangenen Monaten personell, inhaltlich und auch im Stil neu aufgestellt. Das heißt vor allem, dass wir eine Politik mit den Bürgern machen und die Anliegen der Menschen in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen. Das Europawahlergebnis von 48,1 Prozent war ein erster Erfolg, der gezeigt hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

„Es war keine Liebesheirat.“

hg: Das Wahlprogramm von CDU/CSU beginnt mit einer Aufzählung der großko- alitionären Erfolge. Viele in der Union sehen die letzten Jahre aber durchaus kri- tisch. Was würden wir heute anders machen?

DOROTHEE BÄR: Wir sollten schon deut- lich machen, wo es Erfolge gab: Ich bin sehr stolz auf das Erreichte in der Familienpolitik. Das Elterngeld ermutigt Eltern, sich für Kinder zu entscheiden. Bund und Länder bauen gemeinsam mit großen Schritten die Kinderbetreuung aus. Bayern legt hier übri- gens das höchste Tempo vor. Eltern haben heute mehr denn je echte Wahlfreiheit. Das ist eine moderne Familienpolitik mit der Handschrift der Union. Ein zweiter großer Erfolg ist das gute Krisenmanagement von Angela Merkel. Sie hat hier echte Führungs- kraft bewiesen. Und deswegen wollen die Menschen sie auch als Kanzlerin behalten. Aber wir haben uns diese Koalition nicht gewünscht. Es war eine Vernunft-Ehe, keine Liebes-Heirat. Dieser Konstellation sind eini- ge Kompromisse geschuldet. Am meisten

1978

Geboren in Bamberg

1992

Eintritt in die Junge Union mit 14 Jahren

1999

Studium der Politikwissenschaft in München und Berlin

2002

Einzug in den Bundestag während des Studiums, Obfrau der CDU/CSU-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss

2009

Stv. Generalsekretärin der CSU, stv. Bundesvorsitzende der Jungen Union

im Auswärtigen Ausschuss 2009 Stv. Generalsekretärin der CSU, stv. Bundesvorsitzende der Jungen Union

enttäuscht mich, dass der SPD-Finanz- minister es nicht geschafft hat, mit den spru- delnden Steuereinnahmen vor der Krise einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekom- men. Wir hätten vor der Krise eine große Chance gehabt, den Haushalt auf solide Beine zu stellen – die wirtschaftliche Lage war ausgesprochen gut. Stattdessen hat Peer Steinbrück für 60 Milliarden Mehrausgaben und einen Schuldenrekord gesorgt. Eine nachhaltigere Haushaltspolitik war mit der SPD leider nicht möglich.

„Mit Ideen aus Bayern eine gute Politik für Deutschland.“

hg: Lange Zeit galt die CSU in Sachen Wahlkampforganisation und Themen- setzung als vorbildlich. Was werdet Ihr diesmal anders machen als der Rest der Union?

DOROTHEE BÄR: Wir haben bei der Europawahl wieder gezeigt, wie man erfolg- reiche Wahlkämpfe macht. Zur Erinnerung:

Am Wahltag waren in Bayern Ferien. Deswegen haben wir eine Briefwahlkam- pagne gestartet und hatten mehr Briefwähler denn je. Unser Motto bei der Europawahl war, dass nur die CSU für eine eigene bayeri- sche Stimme in Brüssel sorgen kann. Das ist auch bei der Bundestagswahl unser Allein- stellungsmerkmal. Wir wollen in Berlin stark

THEMA

sein, damit wir Bayern gut vertreten können. Aber genauso geht es darum, mit Ideen aus Bayern eine gute Politik für ganz Deutsch- land zu machen. Und das sieht man am besten daran, dass wir in Bayern einen Merkel-Wahlkampf führen. Wir sagen den Menschen: Wenn ihr wollt, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt, dann heißt es, CSU zu wählen. Im Übrigen müssen wir – Bayern und Baden-Württemberger – immer wieder herausstellen, dass Steinmeier in seinem Wahlkampf-Team bewusst auf Vertreter aus unseren Ländern verzichtet hat.

„Die Sozis benach- teiligen den Süden systematisch.“

hg: Die früher gut funktionierende Süd- schiene Bayern/Baden-Württemberg ist erst vor wenigen Wochen wieder sichtbar geworden. Bei welchen Themen sollten unsere beiden Länder gemeinsam in Berlin Druck machen?

DOROTHEE BÄR: Horst Seehofer und Günther Oettinger haben vor kurzem sehr deutlich demonstriert, dass es zwischen Bayern und Baden-Württemberg ein hohes

und Baden-Württemberg ist das eine starke Branche. Die Hotels und Gaststätten leiden aber unter einem hohen Mehrwertsteuersatz, den unsere Wettbewerber in Frankreich oder Österreich nicht zahlen müssen. Da fordern wir gemeinsam eine Verbesserung ein. Auch bei der Infrastruktur gibt es einiges zu tun. Leider hat der Bund den Süden des Landes lange Zeit vernachlässigt. Das liegt vor allem an der SPD: Die Sozis wollten den Süden systematisch benachteiligen. Nur wir vertre- ten die Interessen unserer Bundesländer. Die SPD hat den Süden längst aufgegeben. Aber wir im Süden brauchen auch die SPD nicht.

hg: Was muss für Dich das erste große Projekt einer schwarz-gelben Regierung nach der Wahl sein?

DOROTHEE BÄR: Unser Land steckt in einer der schwersten Wirtschaftskrisen der Geschichte. Im ersten Quartal ist die Wirt- schaft um sechs Prozent eingebrochen. So

einen schweren Einbruch gab es seit 60 Jahren nicht mehr. Mittlerweile haben wir zwar eine Talsohle in der Konjunktur erreicht. Aber die Krise ist erst zu Ende, wenn wir wieder da stehen, wo wir vor der Krise waren. Deswegen lautet die wichtigste Aufgabe: Wir müssen so schnell wie möglich aus der Krise herauskommen. CDU und CSU haben deswegen klar gesagt, dass wir für

besten Konzepte hat. Die Umfragen beschei- nigen uns auch, dass die Menschen uns bei der Bewältigung der Krise am meisten zutrauen. Gerade in der Krise ist mir aber auch noch etwas anderes wichtig. Nämlich, dass unsere Gesellschaft menschlich bleibt und zusammenhält. In einer Koalition mit der FDP ist es vor allem unsere Aufgabe, zu schauen, dass nicht nur der Markt gepflegt wird. Die Liberalen beherrschen den Aus- gleich zwischen Marktwirtschaft und sozia- len Belangen bei weitem nicht so gut wie wir. Deswegen wird für mich vor allem die Familienpolitik im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen. Wir müssen alles für die Familien tun, was in unserer Macht steht. Schließlich sind unsere Familien die Keim- zellen einer menschlichen Gesellschaft.

hg: Gesetzt den Fall, es reicht nicht für eine bürgerliche Mehrheit - besser nochmal ungeliebte Große Koalition oder doch Opposition?

DOROTHEE BÄR: Gerade wir in der JU sollten keinen Gedanken daran verschwen- den, was im Fall der Fälle passieren könnte. Grund zur Panik hat die SPD. Die Sozis reden seit Wochen von der Aufholjagd, die dem- nächst beginnen soll. Aber von Woche zu Woche trauen die Menschen den Genossen und ihrem Kanzlerkandidaten immer weni-

DIE CSU

Maß an Gemeinsamkeit gibt. Wir sind beide

sehr wirtschaftsstarke Regionen. Deswegen

gilt es, dass wir gemeinsam für unsere

Unternehmen beste Rahmenbedingungen

schaffen. Etwa beim Tourismus. In Bayern

neues Wachstum sorgen werden. Nur wenn

unsere Wirtschaft so schnell wie möglich

wieder anzieht, können Arbeitsplätze erhal-

ten und neue geschaffen werden. Ich bin der

Überzeugung, dass die Union dafür die

werden. Ich bin der Überzeugung, dass die Union dafür die ger zu. Wir haben mit Angela
werden. Ich bin der Überzeugung, dass die Union dafür die ger zu. Wir haben mit Angela
werden. Ich bin der Überzeugung, dass die Union dafür die ger zu. Wir haben mit Angela

ger zu. Wir haben mit Angela Merkel und

Karl-Theodor zu Guttenberg die Führungs-

leute, denen die Menschen vertrauen. Und

wir haben die besseren Konzepte, um

Deutschland in die Zukunft zu führen.

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THEMA

45 PLUS X

Volksparteien wollen nicht nur Wähler aller Gruppen ansprechen, sondern auch satte Wahlergebnisse einfahren. Während die SPD davon meilenweit ent- fernt ist, will die Union diesen Anspruch aufrechthalten. Die stellvertretende JU- Bundesvorsitzende Nina Warken emp- fiehlt dafür eine Politik des Vertrauens und der Eigenverantwortung.

Nina Warken, Rechtsanwältin, JU Main Tauber
Nina Warken,
Rechtsanwältin,
JU Main Tauber

DIE CDU hat den Anspruch, Volks- partei zu sein. Sie steht für eine Politik, die gerecht ist und in der sich alle Men- schen wiederfinden, die bereit sind, Ver-

antwortung zu über- nehmen für ihr Leben. Wenn die Union Volkspartei sein will, muss sie Wahl- ergebnisse im Bereich von der Hälfte der abgegebenen Stimmen bei einer hohen Wahlbeteiligung erreichen. Sie sollte die fol- genden drei Punkte beherzigen:

Wir müssen uns zu unseren Werten bekennen. Die Union steht für Freiheit und Eigenverantwortung. Sie glaubt nicht wie die Sozialisten, dass der Mensch Opfer der äußeren Umstände ist, sondern, dass er auf- grund seiner Freiheit diese Umstände verän- dern und sein Leben selbst in die Hand neh- men kann. Die Union will nicht, dass der Staat den Menschen möglichst viel ab- nimmt, um es dann wieder zu verteilen. Die Union ist dafür, dass derjenige, der etwas lei- stet, auch die Früchte seiner Arbeit zum größten Teil behalten darf. Die Union steht für Soziale Marktwirtschaft, in der den wirk- lich Hilfsbedürftigen geholfen wird. Diese Positionen unterscheiden uns von Sozialisten und Sozialdemokraten; wir müssen dieses Unionsprofil wieder überzeugt aufzeigen. Wir brauchen starke Persönlichkeiten in unseren Reihen, die unsere Werte repräsen- tieren, Stellung beziehen und in denen sich die Menschen wieder finden. Wir müssen glaubwürdig sein. Nur wenn sie ihre Werte in die Tagespolitik trägt und umsetzt, wird die Union als glaubwürdige Volkspartei bei den Wählern Vertrauen schaffen und Stimmen erlangen. 6

GROSSE KOALITION – UND WAS KOMMT DANACH?

Hat die große Koalition gute Arbeit geleistet oder die Partner gegenseitig nur blockiert? Gemeinsam haben die Volksparteien das Land durch die Krise gesteuert, doch was ist das Erfolgsrezept für alle Herausforderungen, die noch kommen werden? Vier Mitglieder der JU nehmen Stellung, wie sie die Große Koalition im Rückblick bewerten und was sie sich nach der Bundestagswahl wünschen.

Stefan Gharib, Abiturient, JU Pfullendorf
Stefan Gharib,
Abiturient,
JU Pfullendorf

DIE Große Koalition ist

gescheitert, weil sie wei- testgehend das Profil der

Christlich-Demokra-

tischen Union unerkenn- bar gemacht hat in der Bundespolitik. Den größ-

ten Verlust verbucht die

Union in der Wirt- schaftspolitik, was sich am Abgang vieler Wähler zur FDP erkennbar macht. Das größte Problem der Großen Koalition ist meiner Meinung nach, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht wissen, wie die Bundesregierung positioniert ist. Das hängt damit zusammen, dass sowohl Union als auch SPD viele Kompromisse eingehen müssen. In diesem ganzen ,,Wirr-Warr‘‘ ist es dann natürlich umso schwerer, das Profil der einzelnen Partei zu entdecken. Mein Wunsch ist eine Politik der klaren Richtlinien, dass dem Bürger im Voraus vermittelt wird, für was gekämpft und Politik gemacht werden soll.

Christian Greilach, Unternehmensberater, JU Karlsruhe-Land
Christian Greilach,
Unternehmensberater,
JU Karlsruhe-Land

MEINES Erachtens ist die große Koalition letz- ten Endes daran geschei- tert, dass sich die Koa- litionspartner quasi schon von Beginn an im näch- sten Wahlkampf befan- den. Bei den wichtigen Entscheidungen wurden

deshalb nur kleine Fortschritte erzielt. Vor allem nötige arbeitsmarkt- und sozialpoliti- sche Reformen wurden nicht im notwendigen Umfang durchgeführt. Somit liegt, ungeachtet der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise, eine große Last auf den Schultern der jungen Generation. Ich wünsche mir des- halb für die nächste Legislaturperiode eine bürgerliche Mehrheit im Bundestag, die den Mut und die Kraft findet auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die nötigen Reformen endlich anzugehen und so der jungen Generation bessere Perspektiven bietet ihre Zukunft selbst gestalten zu können.

Dennis Mauch, Fachinformatiker, JU Rottweil
Dennis Mauch,
Fachinformatiker,
JU Rottweil

DIE große Koalition ist gescheitert, gemessen an ihren eigenen Vorgaben. Abgesehen von der Un- ternehmenssteuerreform, dem Elterngeld oder der Föderalismusreform II bleiben vor allem große

Baustellen und faule Kompromisse. Ohne die Wirtschaftskrise hätte es auch auf dem Arbeitsmarkt und mit dem Bundeshaushalt gar nicht mal schlecht ausge- sehen, aber der Pool dessen, was aus dem kleinsten gemeinsamen Nenner mit den Sozis möglich war, scheint ausgeschöpft. Deshalb wünsche ich mir nach der Bundestagswahl eine unionsgeführte Bundesregierung unter Angela Merkel, eine FDP, welche ihre Rolle als kleiner Koalitionspartner akzeptiert sowie eine demütige CSU, welche endlich erkennt, dass die Fraktionsgemeinschaft nicht zementiert ist, und eine CDU Bayern im Zweifel schnell gegründet werden könnte.

Desiree Schnekenburger, Mathestudentin, JU Tuttlingen
Desiree Schnekenburger,
Mathestudentin,
JU Tuttlingen

DIE große Koalition ist nicht gescheitert, wir konnten nur nicht all unsere Vorhaben umset- zen. Das Wirken der Kanzlerin war exzellent, unsere Minister haben Tolles geleistet. Längst

überfällige Maßnahmen, wie die Exzellenzinitiative oder das Elterngeld zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, hat die CDU auf den Weg gebracht. Nicht zuletzt das rasche Handeln bei der Bankenkrise hat gezeigt, dass es auf die CDU ankommt. Jetzt ist es wichtig, sich auf die Grundideen der sozialen Marktwirtschaft zu besinnen. Ich baue auf individuelle Freiheit, auf den freien Markt. Nur wo der Markt ver- sagt, darf der Staat eingreifen. Gleichzeit müs- sen wir benachteiligte Personen schützen und unterstützen. Dies sinnvoll in Einklang zu bringen, traue ich nur der CDU zu – einer am christlichen Menschenbild orientierten Politik.

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WIR HABEN DIE KRAFT

Am 27. September ist Bundestagswahl. Dabei geht es um mehr als nur die Entscheidung, wer Deutschland in den kommenden vier Jahren regiert. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob Deutschland mit einer starken bürgerlichen Regierung die Krise überwinden kann oder ob durch die Hintertür eine linke Regierung aus rot-rot-grün die bundespolitische Bühne betritt. Die Junge Union kämpft deshalb entschlossen für einen bürgerliche Mehrheit und eine möglichst starke CDU. Genauso entscheidend ist aber, dass die Interessen der Menschen und Unternehmen des Südwestens in Berlin wieder mehr Gehör bekommen.

MIT dem diesjährigen Leitantrag unter dem Titel "Chance 2009. Die Erwartungen Baden-Württembergs an die Bundespolitik" hat sich die JU im Land mit der bevorstehen- den Bundestagswahl am 27. September 2009 beschäftigt. Als größte politische Jugend- organisation in Baden-Württemberg wurde damit der Anspruch, die treibende Kraft in der CDU zu sein, auch inhaltlich untermauert.

CHANCE

2009

Nach vier Jahren, in denen Deutschland von einer Großen Koalition regiert wurde, braucht Deutschland dringend einen Wechsel hin zu einer bürgerlichen Regierung mit einer starken CDU. Wir als Junge Union sehen es mit Sorge, dass bei einer möglichen bürgerlichen Mehrheit die FDP auf Kosten der CDU Stimmen gewinnt. Es kann nicht unser Ziel sein, dass die CDU künftig nur noch etwas mehr als doppelt so stark ist als die Liberalen. Um dies zu verhindern und um CDU-Wähler nicht länger an die FDP zu ver- lieren, bedarf es eines klaren Kurses in den wichtigsten bundespolitischen Themen- feldern. Dabei gilt es, sich da klar von der Westerwelle-Partei abzugrenzen, wo die Auffassungen der FDP zum Beispiel in der Gesellschafts-, Familien oder Innenpolitik der Mehrzahl ihrer bürgerlichen Sympathisanten im Südwesten schon immer suspekt waren.

„Wir sind die Partei der sozialen Marktwirtschaft!“

Gleichzeitig ist es aber von entscheidender Bedeutung, dass die teilweise Sozialdemo- kratisierung der Union gestoppt wird. Nur wenn wir wieder klarmachen, dass wir die Partei der Sozialen Marktwirtschaft sind, die Leistung belohnt und nicht bestraft, die den Schwachen hilft ohne die Starken zu schwächen, können wir gewinnen. Ein ver- lässlicher Partner in der Welt und für die Menschen. Der Leipzig-Parteitag liegt schon lange zurück - die Beschlüsse haben aber nach wie vor Gültigkeit. Die Junge Union steht dazu und fordert deren Umsetzung in einer schwarz-gelben Bundesregierung.

Aus Sicht der Jungen Union war die Große Koalition deshalb eine Koalition der großen Enttäuschungen. Beispielhaft ist hier das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das Herumdoktern an der Rentenformel, die miss- glückte Gesundheitsreform und Geldver- nichtungsaktionen wie die Abwrackprämie zu nennen. Nach vier Jahren muss die Große Koalition am 27. September ihr Ende finden. Deutschland braucht eine starke bürgerliche Regierung unter Führung einer starken CDU.

„Die Absage an linke Bündnisse hat nur kurze Gültigkeit.“

Einen wichtigen Aspekt dürfen wir mit Blick auf den Wahlabend nicht vergessen. Hugo Müller-Vogg hat in seinem Buch "Volksrepublik Deutschland" sehr treffend dargelegt, wie es auch zu einer rot-rot- grünen Regierung kommen könnte. Bisher eine Fiktion, die aber schnell Realität werden kann. Bei Linken, Kommunisten, Ökofunda- mentalisten ist mit allem zu rechnen. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Welch kurze Gültigkeit Absagen an linke Bündnisse haben, haben wir in jüngster Vergangenheit gesehen. Lügilanti und Co. lassen grüßen. Und schließlich hatte auch einmal ein ehema- liger Vorsitzender der jetzigen SED-Nach- folgepartei "Die Linke" versichert: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

Deshalb liegt es an uns, alles daran zu set- zen, dass die "Volksrepublik Deutschland" eine Fiktion bleibt. Nach den Wahlnieder- lagen von 1998, 2002 und 2005 wird es end- lich wieder Zeit, dass wir am Wahlabend sagen können "Wir haben die Wahl gewon-

nen, WIR haben die Kraft.“

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lich wieder Zeit, dass wir am Wahlabend sagen können "Wir haben die Wahl gewon- nen, WIR

JU BADEN-WÜRTTEMBERG

POLITISCHE KÖPFE

Es ist ein guter Mix geworden. Altgediente Landesvorstandsmitglieder und neue Gesichter machen zusammen den neuen JU-Landesvorstand aus. In der hg werden die am Landestag in Asperg gewählten Mitglieder der JU-Spitze nicht nur vorgestellt, sondern sie erklären auch, worauf es ihnen in der kom- menden Amtszeit ankommt.

Die zehn Beisitzer komplettieren den Landesvorstand in seiner neuesten Zusam- mensetzung: Marcel Bonnet, 28 Jahre alt, kommt aus Reutlingen und möchte mehr „zu Guttenberg“ und weniger „Rüttgers“ in der Politik. Katharina Caspary aus dem Kreis Calw setzt sich als angehende Ärztin besonders für die Gesundheitspolitik ein. Ein besonderes Interesse im Bereich der Kommunal- und Haushaltspolitik hegt Alexander Dusch aus dem Ortenau-Kreis. Raid Gharib, der 26 Jahre alte Kreisvorsitzende der JU-Sigmaringen möchte durch seine Arbeit im Landesvorstand mitgestalten und mitreißen, wobei ihm eine werte- und prinzipienorientierte Politik wich- tig ist. Der 27 Jahre alte Steuerfachmann Björn Hannemann aus Heilbronn wird weiter- hin den Arbeitskreis Wirtschaft und Steuern leiten.

Menzel Rechner Wagenblast Weiss
Menzel
Rechner
Wagenblast
Weiss
Hübner Weng Ganter Koch
Hübner
Weng
Ganter
Koch

Dass die Union die Bundestagswahl ge- winnt und auch weiterhin als große Volks- partei Bestand hat, ist unserem Mann für die Finanzen, Martin Weng, 31 aus dem Zoller- nalbkreis wichtig. Dafür arbeitet er mit Rat und Tat - auch, aber nicht nur im Landes- vorstand. Zuständig für die Pressearbeit und unsere Mitgliederzeitschrift hg ist Ralf Stefan Hübner. Er ist 30 Jahre jung, kommt aus Stuttgart und ist ebenfalls Jurist. Er sieht die Junge Union als wichtige Ideenfabrik, da die CDU gerade in Zeiten der Großen Koalition konzeptionslos wirke und inhaltliche Anstöße brauche. Sven Ganter, 27-jähriger Landes- schriftführer und zugleich Kreisvorsitzender in Breisgau-Hochschwarzwald, ist es wichtig daran mitzuwirken, eine bürgerliche Mehrheit im Bund zu erringen und sie im Land auszu- bauen.

UNSER Landesvorsitzender Steffen Bilger, 30 Jahre jung und beheimatet im Kreis- verband Rems-Murr ist stolz darauf, was wir als Junge Union erreicht haben: „Wir sind die Stimme der jungen Generation im Land und finden vor Ort, in den Medien und innerhalb unserer Mutterpartei oder der Landesre- gierung Gehör für unsere Anliegen. Zugleich haben wir innerverbandlich vieles vorange- trieben und den Anspruch der JU als moderne und innovative Jugendorganisation unter- mauert. Mit meiner Kandidatur für den Bundestag will ich die Positionierung der Jungen Union weiter verstärken.“

Bausenhart Bilger Hurst Lorek
Bausenhart
Bilger
Hurst
Lorek

Unterstützt wird Steffen Bilger seit diesem Jahr von drei Stellvertretern. Peter Bausen- hart, 34 Jahre aus dem Kreisverband Alb- Donau-Ulm, Martina Hurst, 27-jähriges Landestags-Geburtstagskind aus dem Kreis Rastatt und Sigfried Lorek aus Freiburg, 32 Jahre alt. Die inhaltliche Aufteilung der Stellvertreter liegt auf der Hand. Während sich Peter Bausenhart wie in seiner letzten Amtszeit um Kommunalpolitik und zusätzlich die Effektivität unserer Kommunikation im Internet kümmern will, hat sich Martina Hurst den Themen Jugend, Familie, Bildung und Soziales verschrieben und plädiert für weitere Entlastung von Familien. Sigfried Lorek, unser Hauptkommissar aus Südbaden, will sich erneut um eine erfolgreiche Sicherheits- politik kümmern, die zur Kernkompetenz von JU und CDU gehört.

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Bonnet Caspary Gharib Hannemann Dusch
Bonnet
Caspary
Gharib
Hannemann
Dusch

Benjamin Koch aus dem Kreisverband Rhein-Neckar komplettiert als Lehrer die Riege der Bildungspolitiker in der JU. „In der JU kann man gemeinsam politische Inhalte diskutieren und Themen durchzusetzen“, be- schreibt Swen Menzel, Kreisvorsitzender in Böblingen, seine Motivation. Alexander Rechner aus dem Neckar-Odenwald-Kreis besetzt für uns die Zukunftsthemen des länd- lichen Raums. Thomas Wagenblast aus dem Kreisverband Ostalb will sich dafür einsetzen, dass die JU frühzeitig die Landtagswahl 2011 angeht und dann die bürgerliche Mehrheit im Land verteidigt. Maria-Lena Weiss aus Tutt- lingen wird als Juristin auch im kommenden Jahr für die Justizpolitik im Landesverband

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verantwortlich zeichnen.

PRO & CONTRA

PRO & 7CONTRA
PRO &
7CONTRA

„GRENZENLOSES INTERNET – DARF DER STAAT WEBSEITEN BLOCKIEREN?“

Das Internet galt bisher als Raum grenzenloser Freiheit. Während das Zusammenleben in unserer Gesellschaft überall von staat- lichen Reglementierungen tangiert wird, scheint sich die Internetgemeinde jeglicher Kontrolle zu entziehen. Mit dem „Zugangs- erschwerungsgesetz“ griff die deutsche Politik jedoch erstmals in Inhalte des WWW ein. Gerade die „Piratenpartei“ profitiert von der Angst vieler Jugendlicher vor dem Beginn staatlicher Kontrolle der Computerinhalte. Doch ist die Blockade kinderporno- grafischer Seiten nicht ein längst überfälliger Schritt zum zeitgemäßen Jugendschutz?

überfälliger Schritt zum zeitgemäßen Jugendschutz? 5 ZUR Gruppe der Befürworter bestimmter Beschränkungen
überfälliger Schritt zum zeitgemäßen Jugendschutz? 5 ZUR Gruppe der Befürworter bestimmter Beschränkungen

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ZUR Gruppe der Befürworter bestimmter Beschränkungen im Internet gehöre ich deshalb, weil ich wie Familienministerin Ursula von der Leyen und eine große Mehrheit im Deutschen Bundestag dem Schutz von Leben, körperlicher Unversehrtheit und Würde unserer Kinder Priorität einräumen möchte. Wo dieser Schutz es nötig macht, in den Freiraum des Cyberspace einzugreifen, bin ich dann auch dafür. Manchen, die mich hierfür kritisie- ren, mag ich zu ihren Gunsten unterstellen, dass sie nur eine entfernte Ahnung von dem haben, was strafrechtlich relevante Kinderpornographie ausmacht. Andere Kritiker schlagen indessen eine Tonalität an, die diese Unterstellung nicht mehr rechtfertigt und andere Motive vermuten lässt.

Möglichkeiten eines Eingreifens sind die von uns gewählten Internet- Filter und Stopp-Schilder gegen Seiten mit kinderpornographischen Inhalten. Dieses Konzept verspricht Erfolg, da es bereits mit guten Resultaten in anderen Ländern angewandt wird, übrigens ohne die Surf- Gewohnheiten der übergroßen Mehrheit der Web-User auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen. Vergleiche mit dem totalitären China sind absurd! Insofern kann ich den teils heftigen Widerstand gegen Netzeingriffe im Bereich der Kinderpornographie wegen angeblicher Freiheitsbeschneidung nicht nachvollziehen - insbesondere vor dem Hintergrund einer Güterabwägung des Schutzes unschuldiger Kinder vor schwersten lebenslänglichen Verletzungen an Körper und Psyche einer- seits und einem minimalsten Regelungseingriff andererseits.

„Keine Freiheit ohne Verantwortung.“

Im Übrigen gilt für das Internet das, was auch ansonsten gilt: Die

Freiheit ist ein hoher und zentraler Wert für uns. Freiheit indessen ohne Verantwortung und Freiheit ohne Grenzen entspricht nicht unserem Weltbild. Deswegen bin ich bei der Frage nach einer möglichen Reglementierung anderer Bereiche - genannt seien die sog. Killerspiele -

auch nicht festgelegt und plädiere vielmehr für eine offene Prüfung.

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DAS Zugangserschwerungsgesetz steht nicht auf rechtsstaatlichen Beinen: Die Gewaltenteilung wird ausgehebelt, wenn kein Richter ent- scheidet, sondern ein anonymer Beamter des BKA, also der Exekutive. Viele Experten sind der Auffassung, dass das schlicht grundgesetzwidrig ist. Da die Sperrliste zudem geheim ist, trägt sie alle Merkmale einer Zensur. Es wird schwierig für diejenigen, deren Domains trotz legaler Inhalte auf dieser Liste landen, dagegen vorzugehen. Die Erfahrungen aus anderen Ländern, deren geheime Sperrlisten inzwischen durchgesickert sind, zeigen, dass weit mehr als die Hälfte der Einträge auf solchen Listen zu Webseiten führen, die keineswegs rechtswidrige Angebote darstellen.

Wohlgemerkt wollen wir ein hartes Vorgehen gegenüber den Tätern von Kindesmissbrauch und dessen Dokumentationen, aber es werden ja auch nicht alle Postsendungen geöffnet, nur weil darin verbotene Schriften enthalten sein könnten.

„Diese Internetsperren schützen kein einziges Kind vor Missbrauch.“

Zudem schützen diese Internetsperren kein einziges Kind vor Missbrauch. Sie helfen weder bei der Ergreifung der Täter des ursprüng- lichen Missbrauchs noch bei der Ermittlung derer, die sich solches Material absichtlich beschaffen wollen, weil sich die Sperren auch von

Laien leicht umgehen lassen. Sie sind weitgehend wirkungslos, etablieren aber eine Kultur des Wegschauens. Diese ist laut Aussagen von Miss- brauchsopfern das größte Problem bei der tatsächlichen Bekämpfung von Kindesmissbrauch, bei dem der weit überwiegende Teil der Täter nach wie vor im Familienumfeld des Kindes zu finden ist. Dabei ist es sehr wohl möglich, die Inhalte zu löschen, statt sie nur zu verstecken. Der „Arbeitskreis Internet-Sperren und Zensur“ hat dies demonstriert indem er innerhalb von 12 Stunden 60 solcher Angebote

löschen lassen hat.

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NEWSINTERVIEW

DIE GRÜNE WELLE

Während die deutsche Politik im Vorfeld der Bundestagswahl schwarz-grüne Gedankenspiele bis hin zur Jamaika-Koalition als charmant wirkende Bereicherung des Parteienspektrums diskutiert, ist manchen Christdemokraten im Südwesten die grüne Welle schon unheimlich geworden. Der Stuttgarter Parteienforscher Oscar Gabriel erklärt im hg-Interview, warum schwarz und grün nicht zusammenpasst und hinterfragt damit die Sinnhaftigkeit schwarz-grüner Planspiele im Land.

damit die Sinnhaftigkeit schwarz-grüner Planspiele im Land. hg: In den letzten Jahren ist es den Grünen

hg: In den letzten Jahren ist es den Grünen gelungen, bürgerliche Wähler im urbanen Raum immer stärker an sich zu binden. Werden die Grünen wegen ihrer Inhalte oder eher aus Lifestyle-Gründen gewählt?

GABRIEL: Das lässt sich nicht so eindeutig unterscheiden. Die Entscheidung, einer Partei die Stimme zu geben, ergibt sich immer aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren, zu denen unter anderem die Einstellung zu poli- tischen Sachfragen, aber auch Wertvor- stellungen und die Präferenz für einen be- stimmten Lebensstil gehört. Die GRÜNEN sind Kinder des Wertewandels, der sich in den modernen Gesellschaften seit den 1970er Jahren vollzieht. Die Präferenz für die Ziele Partizipation, Selbstbestimmung und nach- haltige Sicherung der Lebensqualität ist in den Großstädten, unter Personen mit einem qualifizierten Bildungsabschluss und sol- chen, die in Dienstleistungsberufen tätig sind, überdurchschnittlich stark ausgeprägt. In diesen Gruppen hat sich eine stabile Stammwählerschaft der GRÜNEN entwickelt, die der Partei den Einzug in Parlamente sichert. In Baden-Württemberg sind die Gruppen, die den GRÜNEN zuneigen, beson- ders stark vertreten. Wenn es der Partei dann

zusätzlich gelingt, durch bestimmte Sach- fragen Wähler zu mobilisieren, kommen Auf- sehen erregende Erfolge zustande, wie zu- letzt bei der Gemeinderatswahl in Stuttgart.

„Die Vorstellungen beider Parteien sind gegensätzlich.“

hg: Unterscheiden sich die politischen Vorstellungen der grünen Parteibasis stark von denen ihrer Wählerschaft?

GABRIEL: Darüber gibt es immer noch zu wenige Informationen. Generell gilt aber, dass die Parteiführungen und die Wähler gemäßigtere Positionen vertreten als die Parteiaktivisten. Darin unterscheiden sich die GRÜNEN vermutlich nicht von den anderen Parteien.

„Die Wähler ver- treten gemäßigtere Positionen als die Parteiaktivisten.“

hg: Weshalb gelingt es der CDU nicht, bürgerlich eingestellte Wähler der Grünen für sich zu gewinnen?

GABRIEL: Die GRÜNEN Wähler sind nur im Hinblick auf ihre soziale Herkunft, inbe- sondere Bildung und Berufstätigkeit, dem bürgerlichen Lager zuzuordnen, aber nicht im Hinblick auf ihre Wertvorstellungen und ideologischen Orientierungen. Auf der Links- Rechts-Skala, die sich auch heute noch sehr gut zur Bestimmung der weltanschaulichen Positionen der Wählerschaft eignen, stehen

die GRÜNEN Wähler und Funktionäre links von der SPD. Sie vertreten auch im Hinblick auf Werte, die man als kulturellen Liberalismus bezeichnet, nicht nur andere Vorstellungen als die CDU, zum Teil sind die Vorstellungen der beiden Parteien, ihrer Wähler und vor allem ihrer Mitglieder in die- sen Fragen sogar gegensätzlich. Die kulturel- le Fremdheit zwischen GRÜNEN und CDU besteht nach wie vor und sie wird auch nicht durch eine Annäherung in einzelnen Sachfragen beseitigt.

hg: Wie könnte man die inhaltlichen Divergenzen zwischen den politischen Inhalten der Grünen einerseits und den politischen Vorstellungen ihrer bürgerli- chen Wähler andererseits stärker herausar- beiten?

GABRIEL: Ich teile die Annahme nicht, dass es eine große programmatische Distanz zwischen den GRÜNEN-Wählern und der Partei der GRÜNEN gibt. Insofern glaube ich auch nicht, dass andere Parteien davon pro- fitieren könnten, solche Unterschiede zu

betonen.

6

1947

geboren in Daun/Eifel

1966

Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten Mainz und Hamburg

1973

Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen

1975

Promotion im Fach Soziologie an der Universität Hamburg

1983

Habilitation im Fach Politikwissenschaft an der Universität Mainz

1990

Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bamberg

1992

Professor an der Universität Stuttgart und Direktor am Institut für Politik- bzw. Sozialwissenschaften

MEINUNG

PLANLOS NACH EUROPA

Die CDU will gerne die Europapartei sein. Nach der Leitentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabon-Vertrag hätte sich die Chance geboten, der deutschen Europapolitik endlich wieder ein Ziel zu geben. Stattdessen bestimmte wochenlanger Streit das Bild der Union.

ES war eine salomonische Entscheidung. Die Karlsruher Richter sehen den zentralisti- schen Kurs Europas zwar skeptisch, beklagen das zunehmende Demokratiedefizit und die maßlose Einmischung Brüssels in alle Lebensbereiche, endgültig „stopp“ wollten sie aber nicht sagen. Der Lissabon-Vertrag, der durchaus einige der schlimmsten Kon- struktionsfehler des europäischen Hauses zu korrigieren versucht, wird kommen.

„Mit dem Grundgesetz gibt es keinen europäischen Superstaat.“

Aber Karlsruhe hat auch klargestellt, dass es mit dem Grundgesetz keinen europäischen

Superstaat geben kann. Eigentlich eine wun-

aufgebaut und nicht von oben übergestülpt wird. Es wäre an der Zeit gewesen, alle (Alp-) Träume von den Vereinigten Staaten von Europa zu begraben und sich zu fragen, ob eigentlich nicht längst wieder Kompetenzen an die Mitgliedsstaaten zurückgegeben wer- den müssten. Schließlich mag man den Sinn einer gemeinsamen Außen- und Sicherheits- politik oder die Segnungen eines gemeinsa- men Marktes durchaus verstehen, bei der Bildung, in weiten Teilen der Sozialpolitik oder in Dingen der Daseinsvorsoge sollten die Entscheidungen jedoch besser bei den Betroffenen vor Ort fallen.

Damit so ein bürgernahes Europa funktio- niert, braucht es wirksame Bremsen, die grei- fen, wenn mal wieder die Regelungswut europäischer Bürokraten und Abgeordneter zuschlägt. Das alte Unionskonzept einer maßgeblichen Beteiligung von Bundestag und Bundesrat an der deutschen Mitwirkung

EUROPA

derbare Vorlage für unsere Europapolitik.

Man hätte klarstellen können, dass CDU/CSU

für ein Europa der Vaterländer stehen, das

getreu dem Subsidiaritätsprinzip von unten

in Brüssel ist dabei genauso wichtig, wie ein

Verfassungsgericht, das im Zweifelsfall auch

den Konflikt mit Brüssel und dem unverhoh-

len parteiischen EuGH nicht scheut. Beides

hätte man auf völkerrechtlichem Wege und europarechtskonform garantieren können.

Dass sich für diese Linie in den letzten Wochen nur die CSU eingesetzt hat, belegt wie weit sich manche CDU-Europapolitiker längst von ihrer Basis entfernt haben. Solche professionellen Jubeleuropäer verstehen auch nicht, dass gerade für die jüngere Ge- neration das „Projekt Europa“ längst zu einer Alltäglichkeit geworden ist, die nüchtern gesehen und bei Bedarf kritisch hinterfragt wird. Die Europäische Union ist eben keine Zukunftsvision, sondern ein Instrument um eine überschaubare Zahl an Problemen zu lösen. Europa soll den Staaten und Bürgern

nützen, nicht sie ersetzen. 6
nützen, nicht sie ersetzen.
6

ZWISCHENRUF: EINE FÜR ALLE.

Die SPD versucht derzeit die Karte „doppelte Staatsbürgerschaft“ zu spielen.

FRAU Zypries hat ankündigt, für Aus- länder die doppelte Staatsbürgerschaft ein- führen zu wollen. Doch diese Karte könnte sich als schwarzer Peter entpuppen. Schließ- lich hat die SPD erst im Juli einen gleich- lautenden Gesetzentwurf der Grünen mit großer Mehrheit abgelehnt.

Dabei könnten wir uns in einem alle einig sein: Die derzeitige Regelung ist reformbe- dürftig. Doch während die Linksfront an ihren längst gescheiterten Multi-Kulti-Alp- träumen festhalten will, setzten wir uns in der JU für eine einfache und zeitgemäße Re- gelung ein: Eine Staatsangehörigkeit genügt. Und zwar für Jeden.

Sich immer alle Optionen offen halten zu wollen, gilt in manchen Kreisen vielleicht

offen halten zu wollen, gilt in manchen Kreisen vielleicht ✕ als „in“, passt aber nicht zu

als „in“, passt aber nicht zu einer Entscheidung über wichtige Rechte und Pflichten. Schließ- lich ist die deutsche Staatsangehörigkeit ein Bekenntnis zu den Grundwerten unserer

Gesellschaft, zu unserer Kultur und zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Nur wer sich mit unserem Staat und seinen Werten identifiziert, wird sich dauerhaft integrieren können. Und wer sich integriert hat, für den sollte der Wunsch nach der deut- schen Staatsangehörigkeit eigentlich selbst-

verständlich sein.

6

Maria-Lena Weiss 28 Jahre, Landesvorstandsmitglied, Juristin, Kreisverband Tuttlingen
Maria-Lena Weiss
28 Jahre,
Landesvorstandsmitglied,
Juristin, Kreisverband Tuttlingen

AUS’M LÄNDLE

JU ERINNERT AN MAUERBAU

Bilger: Unterdrückung und Unrecht darf nicht vergessen werden.

DIE JU im Land hat am 13. August mit einem Gedenkmarsch zur Linkspartei an den Bau der Berliner Mauer erinnert. Für JU- Landeschef Steffen Bilger gebietet es der Respekt vor den Opfern der DDR-Diktatur, auch im vereinten Deutschland die Erinnerung an die Mauertoten wach zu halten. „Die Mauer hat nicht nur Familien auseinandergerissen, sondern war über Jahrzehnte das Sinnbild für die brutale Unterdrückung eines Teils des Deutschen Volkes.“, so Bilger. Für viele Menschen sei es unerträglich, dass eine Partei

die sich in der Tradition der SED sehe, im ver- einten und freien Deutschland politisch Stimmung machen würde. Die Linke müsse sich nicht nur vollständig von der DDR distan- zieren, sondern auch ehemalige führende Vertreter der SED aus ihren Reihen aussch-

ließen.

6

JU FORDERT MEHR

BADEN-WÜRTTEM-

BERG IN BERLIN

Bilger: Im Vergleich zur CSU sind wir viel zu leise.

GESUNDHEITSPOLITIK MIT MONIKA STOLZ

Gemeinsamer BA Württemberg-Hohenzollern und Norwürttemberg.

SEIT Jahren ist es gute Tradition: Bei ge- meinsamen Bezirksausschusssitzungen wid- men sich die JU Nordwürttemberg und Württemberg-Hohenzollern einem aktuellen Thema und pflegen nebenbei die freundschaft- lichen Beziehungen beider Verbände. Im Fokus der diesmaligen Diskussion mit Landes- sozialministerin Monika Stolz standen die Ärzteversorgung des ländlichen Raums sowie die Änderungen im Rahmen der Ärzte- vergütung. „In jedem Landkreis des Landes ist die Ärzteversorgung gewährleistet.“, versi- cherte Stolz den Anwesenden. Jedoch müssten sich die Patienten möglicherweise auf längere Wege zum Arzt einstellen, da nicht alle Land-

ärzte in Zukunft einen Nachfolger finden wür- den. Mit Blick auf die Gesundheitsreform von Bundesministerin Ulla Schmidt betonte Stolz, dass diese bei einer entsprechenden Re- gierungskoalition nach der Bundestagswahl

„nachjustiert und verbessert“ werden müsse.

6

Württemberg-Hohenzollern und Nordwürttemberg tagen gemeinsam
Württemberg-Hohenzollern und Nordwürttemberg
tagen gemeinsam

WÜRTTEMBERG-HOHENZOLLERN:

GENTECHNIK WEITER FÖRDERN

Restrisiko bei Versuchen muss beherrschbar bleiben.

Ulrich Zimmermann im Gespräch mit Norbert Lins und Peter Bausenhardt
Ulrich Zimmermann im Gespräch mit Norbert Lins und
Peter Bausenhardt

DER Bezirksverband Württemberg- Hohenzollern diskutierte in Ehingen mit Ulrich Zimmermann, Inhaber einer Brauerei, und Dr. Gerold Duschler, Gentechnik-Forscher bei einem Pharmaunternehmen, über Chancen

und Risiken der grünen Gentechnik. Die Runde war sich mit den Referenten darüber einig, dass die Forschung weiter gefördert werden sollte, um den Wissenschaftsstandort Baden- Württemberg zu stärken. „Jedoch gehört die Gentechnikforschung nicht aufs freie Feld,

sondern ins Labor und ins Gewächshaus.“, mahnte der Bezirksvorsitzende Norbert Lins. „Mögliche Risiken sind beim derzeitigen Forschungsstand noch nicht absehbar“, pflich- tete auch Duschler bei. Für die Zunft der Bierbrauer konnte Zimmermann bekräftigen, dass keine Nachfrage nach gentechnisch ver-

änderten Rohstoffen bestehe.

6

DIE JU im Land erwartet nach der Wahl mehr Einsatz für die speziellen Anliegen Baden-Württembergs. Bei der Europawahl hätten viele CDU-Wähler der Union einen "wirtschafts- und ordnungspolitischen Schuss

vor den Bug geben" wollen. "Baden-Württem- berg ist ein Mittelstandsland, wenn es aber um den Mittelstand geht, ist von unseren Spitzen- leuten in Berlin zu wenig zu hören", stellt Bilger fest und wünscht sich von den baden- württembergischen Spitzenpolitikern in Berlin mehr Lobbyarbeit für die Interessen des Süd- westens mit seiner mittelständischen Wirt- schaft. "Wir sollten uns ein Beispiel an den CSU-Statthaltern in Berlin nehmen und immer auch an das Land denken" so Bilger. Dabei käme es verstärkt darauf an, den Wählern zu vermitteln, dass nur die CDU den Interessen der Menschen und Unternehmen im Land eine eigenständige Stimme in Berlin und Brüssel

geben könne.

6

NORDBADEN:

FÜRNISS BLEIBT VORSITZENDER

Bezirkstag mit Neuwahlen des Vorstandes und Leitantrag zur Verkehrspolitik.

JOCHEN Fürniß bleibt ein weiteres Jahr Vorsitzender der JU Nordbaden. Die Dele- gierten bestätigten ihn beim Bezirkstag in Buchen mit rund 90 Prozent der Stimmen ein- drucksvoll in seinem Amt. „Wir sind personell sehr gut aufgestellt und hatten auch im letzten Jahr immer wieder hochrangige Persönlich- keiten bei uns im Bezirksverband zu Gast“, so Fürniß. Darüber hinaus hat sich im vergange- nen Jahr die Mitgliederzahl auch in Nord- baden nochmals deutlich erhöht. Fürniß will sich auch weiterhin zu aktuellen politischen Themen einbringen und bezog in seiner Rede zu nordbadischen Anliegen klare Positionen.

Auf dem Bezirkstag waren mit Minister- präsident Günther H. Oettinger und Land- wirtschaftsminister Peter Hauk erneut hoch-

rangige Vertreter aus der baden-württembergi-

schen Politik zu Gast.

6

Landwirtschaftsminister Peter Haug mit Jochen Fürniß
Landwirtschaftsminister Peter Haug mit Jochen Fürniß

AUS’M LÄNDLE

NORDWÜRTTEMBERG:

MEDIENPOLITIK UND POLITISCHE BILDUNG

Gespräche mit Dr. Christoph E. Palmer und Lothar Frick.

WAHLERGEBNISSE

BV NORDBADEN

Vorsitzender: Jochen Fürniß I Stv. Vorsitzende:

Alexander Föhr, Ferry Kohlmann I Finanzreferent:

Christian Stalf I Geschäftsführer: David Ruf I Schriftführer/Internetreferent: Patrick Hennig I Bildungsreferent: Tobias Stark I Beisitzer: Katharina Dörr, Victoria Götz, Markus Haas, Patrick Keller, Benjamin Koch, Andreas Köhler, Constantin Krause, Matthias Kutsch, Sascha Pröhl, Christian Volk

KV RASTATT

Vorsitzender: Dominik Schuler I Stv. Vorsitzende:

Astrid Burck, Laura Wehle I Geschäftsführer:

Matthias Jüngling I Finanzreferent/ Internetre- ferent: Timo Lehmann I Schriftführer/ Presse- referent: Tobias Jahnke I Beisitzer: Fabian Franck, Katharina Götz, Victoria Götz, Jonas Hönig, Martina Hurst, Johanna Jüngling, Thomas Lach- nicht, Christiane Schababerle, Sebastian Schillinger, Daniel Jung

ANLÄSSLICH der Gründung der Projekt- gruppe Medienpolitik traf sich die JU Nord- württemberg mit dem ehemaligen „Medien- minister“ und heutigen Vorsitzenden der Ge- schäftsführung der Allianz Deutscher Pro- duzenten - Film & Fernsehen Dr. Christoph E. Palmer in der Ludwigsburger Filmakademie. Im Gespräch wurde deutlich, dass der Filmstandort Baden-Württemberg noch aus- baufähig ist. Gerade im Film- und Serienbe- reich sollten Arbeitsplätze geschaffen werden, damit die Filmakademieabsolventen im Land gehalten werden können. Zuvor hatte sich die Projektgruppe Volkspartei mit dem Direktor der baden-württembergischen Landeszentrale

Uwe Wiedmann mit Dr. Christoph E. Palmer
Uwe Wiedmann mit Dr. Christoph E. Palmer

für politische Bildung Lothar Frick getroffen. Die Gesprächsrunde setzte sich unter anderem mit der Frage auseinander, wie stark der per- sönliche politische Bildungsgrad Einfluss auf politische Präferenzen hat und inwieweit sich

dies auf das Wählerverhalten auswirkt.

6 KV RAVENSBURG

SÜDBADEN:

PAKT GEGEN VERSCHULDUNG

AUF www.pakt-gegen-verschuldung.de hat die JU Südbaden eine Bürgerplattform einge- richtet, auf der sich jeder eintragen kann, der den „Pakt gegen Verschuldung“ unterstützen möchte. Dadurch will die JU Südbaden auf ca. 500 Mrd. Schul- den, die aufgrund der Weltwirt- schaftskrise vor- aussichtlich auf- genommen wer-

den müssen, auf- merksam machen.

Andreas Jung MdB mit Johannes Rothenberger
Andreas Jung MdB mit Johannes
Rothenberger

Außerdem will die JU darauf drängen, dass die Konjunkturschulden nach der Krise wieder zurückbezahlt werden. Auf Facebook, StudiVZ sowie auf Veranstaltungen vor Ort wirbt die JU um Unterstützung. Die Unterschriften wer- den nach der Bundestagswahl der neuen Bundesregierung als Mahnung zum nachhalti- gen Umgang mit Steuergeldern übergeben. „Die von der CSU geforderten Steuer- senkungen ab dem Jahr 2011 dürfen nicht

über noch mehr neue Schulden finanziert wer- den“, so der Bezirksvorsitzende Johannes

Rothenberger.

6

SIMON PONZER NEUER SU-VORSITZENDER

Johannes Rothenberger. 6 SIMON PONZER NEUER SU-VORSITZENDER SU-Chef Simon Ponzer SIMON-MARTIN Ponzer aus Karlsruhe ist
SU-Chef Simon Ponzer
SU-Chef Simon Ponzer

SIMON-MARTIN Ponzer aus Karlsruhe ist mit über 91 Prozent von den Delegierten des diesjährigen Landestages zum neuen Vorsitzenden der Schüler Union im Südwesten gewählt worden. Inhaltlich befassten sich die Vertreter der SU-Kreisverbände mit dem Positionspapier "Eliten för- dern und fordern". Der ebenfalls aus dem Land stammende SU- Bundeschef Younes Ouaqasse betonte in seiner Rede die Bedeutung einer funktionierenden Schülerarbeit für die Union insgesamt. 6

INGO SOMBRUTZKI VERABSCHIEDET

DAS Schorndorfer JU-Urgestein Ingo Sombrutzki wurde beim zurückliegenden Deutschlandrat in Nürnberg nach Erreichen der magischen 35-Jahregrenze aus der Jungen Union verabschiedet. JU-Bundeschef Philipp

Mißfelder dankt ihm für seinen Einsatz und betonte, dass der Deutschlandrat gerade Ingos

Medienkompetenz vermissen werde.

6

Philipp Mißfelder mit Ingo Sombrutzki
Philipp Mißfelder mit Ingo Sombrutzki

Vorsitzender: Christian Natterer I Stv. Vorsitzende:

Hans-Peter Reck, Severin Wiggenhauser I Ge schäfts führer: Markus Posch I Finanzreferent:

Jürgen Immler I Schriftführer: Christian Geiger I Mitgliederreferent: Gabriel Fürst I Pressereferent:

Philipp Bürkle I Medienreferent: Andreas Lins I Beisitzer: Simon Bittel, Konstantin Bodenmüller, Kevin Joder, Maximilian Klingele, Klaus Maucher, Marcus Pfalzer, Patrick Schönig, Julian Senn

KV RHEIN-NECKAR

Vorsitzender: Thomas Bening I Stv. Vorsitzende:

Boris Schmitt, Eva Gredel, Matthias Ling I Finanzreferent: Moritz Oppelt I Schriftführer:

Simon Wimmer I Pressesprecherin: Cindy Mittelbach I Geschäftsführer: Sascha Pröhl I Internetbeauftragter: Daniel Schneegaß I Mitgliederwerbebeauftrager: Christian Mildenberger I Beisitzer: Vanessa Barger, Alexander Braun, Kenneth Gund, Stephanie Kretz, Alexander Kübler, Holger Ohlhaut, Julia Pfeil, Rouven Röser, Adrian Seidler, Andreas Sturm

KV SCHWÄBISCH-HALL

Vorsitzender: Marco Gauger I Stv. Vorsitzende:

Martin Barthau, Klaas Lehmann I Finanzreferent:

Ramon Bißwanger I Pressereferent: Mark Fitterling I Schriftführer: Dominik Schloßstein I Beisitzer:

Barbara Bühler, Julia Kübler, Benjamin Kunz, Hans- Georg Laun, Joachim Laun, Tobias Laun, Michaela Noller, Daniela Sprengler, Jonas Ruff, Andreas Trumpp

KV WALDSHUT

Vorsitzender: Johannes Albiez St. Dennis I Stv. Vorsitzende: Gerald Lechner, Felix Schreiner I Finanzreferent: Dominik Mertz I Schriftführer:

Michael Schwenninger I Pressereferent: Valerie Berlo I Geschäftsführer: Stefan Farischon I Internetreferent: Stephan Werner

LV SCHÜLER UNION

Vorsitzender: Simon-Martin Ponzer I Stv. Vor- sitzende: Valentin Zipfel, Nils Melkus I Geschäfts- führer: Dominik Schuler I Schriftführerin: Xenia Fischbach I Beisitzer: Lara Veith, Isabelle Branyiczki

7 Neuwahlen im Kreis oder Bezirk? Alle Wahlergebnisse zur Veröffentlichung bitte an: hg@ju-bw.de.

BILGERS BOTSCHAFT

MITGLIEDERSTATISTIK

Vergleich Bezirksverbände Mitgliederstand im Vergleich 31.12.08 und 31.7.09 Zugang/Abgang 01.01.07/30.06.07

Platz

Bezirksverband

Gesamt

Veränderung

Platz

Bezirksverband

Gesamt

Veränderung

1.

Nordwürttemberg

3.758

1,7%

1.

2.

Nordbaden Nordbaden

2.840 2.997

1,6% 0,4%

3. 2.

3.

4.

4.

Nordwürttemberg Württemberg-Hohen. 3.664 2.494 0,6% -0,2%

Südbaden Südbaden

0,6% -2,1%

Württemberg-Hoh.

2.134 2.046

2.360

-2,6%

Platz Kreisverbände Kreisverband im Vergleich Gesamt Veränderung Zugang/Abgang 01.01.07 / 30.06.07

1.

2. Platz

3. Tuttlingen

4. 1.

5. 2.

6. 3.

7. 4.

8. 5.

9. 6.

10. 7.

11. 8.

12. 9.

13. 10.

14. 11.

15. 12.

16. 13.

17. 14.

18. 15.

19. 16.

20. 17.

21. 18.

22. 19.

23. 20.

24. 21.

25. 22.

26. 23.

27. 24.

28. 25.

29. 27.

30. 28.

31. 29.

32. 30.

33. 31.

34. 32.

35. 33.

36. 34.

37. 35.

38. 36.

39. 37.

40. 38.

41. 39.

40. Tübingen

41. Baden-Baden JU-Landesverband

42. Sigmaringen

Main-Tauber

513

9,2%

Neckar-Odenwald Kreisverband

Ostalb Breisgau-Hochschw.

Freudenstadt Neckar-Odenwald

Alb-Donau/Ulm Freiburg

Bodensee Heidelberg

Karlsruhe-Stadt Ravensburg

Rems-Murr Lörrach

Schwäbisch-Hall Schwäbisch-Hall

Esslingen Enzkreis/Pforzheim

Böblingen Heidenheim

Ravensburg Heilbronn

Tübingen Hohenlohe

Emmendingen Tuttlingen

Göppingen Main-Tauber

Reutlingen Schwarzwald-Baar

Schwarzwald-Baar Rems-Murr

Stuttgart Rhein-Neckar

Ortenau Mannheim

Heilbronn Bodensee

Karlsruhe-Land Zollernalb

Mannheim Konstanz

Biberach Göppingen

Freiburg Calw

Breisgau-Hochschw. Freudenstadt

Rastatt Zollernalb

Rastatt Biberach

Waldshut Reutlingen

Heidenheim Rhein-Neckar

Ludwigsburg Alb-Donau/Ulm

Hohenlohe Karlsruhe-Land

Heidelberg Ostalb

Konstanz Waldshut

Baden-Baden Esslingen

Enzkreis/Pforzheim Karlsruhe-Stadt

Stuttgart Böblingen

Sigmaringen Emmendingen

Ortenau Rottweil

Calw Ludwigsburg

Lörrach Rottweil

Gesamt 542

393

162 615

476 126

203 385

114 208

365 271

87 396

122 115

161 251

135 264

343 430

124 174

366 79

343 266

202 348

408 230

437 722

148 288

196 329

369 651

225 170

267 213

72 194

117 173

122 325

226 133

321 133

688 129

372 316

649 127

599 107

145 206

288 55

236 165

234 437

76 411

330 299

364 55

338 51

147

11.295 57

364

Veränderung 8,6%

7,7%

14,9% 5,8%

10,7% 5,0%

7,4% 3,8%

6,5% 3,5%

6,4% 3,0%

6,1% 2,9%

6,1% 2,7%

5,9% 2,5%

5,5% 2,3%

4,6% 2,1%

3,3% 1,8%

3,1% 1,3%

3,0% 1,1%

2,5% 0,9%

2,5% 0,4%

2,3% 0,0%

2,1% 0,0%

1,6% -0,3%

0,5% -0,3%

0,4% -0,6%

0,4% -0,9%

0,0% -1,0%

0,0% -1,1%

0,0% -1,8%

0,0% -2,2%

-0,3% -2,2%

-0,6% -2,3%

-0,8% -2,8%

-0,9% -3,8%

-1,3% -4,5%

-1,4% -4,6%

-1,7% -5,2%

-2,5% -5,2%

-2,9% -5,4%

-3,8% -7,2%

-4,9% -8,0%

-5,7% -27,6%

-6,1% -37,0%

-7,0%

-8,1% 0,25%

-17,3%

JU-Landesverband

10.998

0,1%

REDAKTIONSSCHLUSS

7 30. Oktober 2009

Alle Beiträge sind in digitaler Form und einschließlich Fotos mit einer Bildauflösung von min. 300 dpi an hg@ju-bw.de zu senden. Die Redaktion behält sich Änderungen und Kürzungen der eingereichten Beiträge vor.

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder.

unbedingt die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder. 5 BB – BILGERS BOTSCHAFT wir erleben eine

5

die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder. 5 BB – BILGERS BOTSCHAFT wir erleben eine Zeit

BB – BILGERS BOTSCHAFT

Herausgeber und Redaktion wieder. 5 BB – BILGERS BOTSCHAFT wir erleben eine Zeit großer Heraus forde-

wir erleben eine Zeit großer Herausforde- rungen, wenn wir nur an die vergangenen Mo- nate der Finanz- und Wirtschaftskrise denken, die viele Zukunftsängste ausgelöst hat. Die junge Generation ist davon ganz besonders betroffen, angesichts vieler Unternehmen, die Einstellungsstopps verhängt haben, die beim Stellenabbau zuerst an die jungen, neuen Mit- arbeiter denken oder angesichts der Schwierig- keiten vieler Jugendlicher überhaupt noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Es ist wich- tig, dass die Politik die jungen Menschen in dieser Situation nicht vergisst und nicht zum großen Verlierer der Krise werden lässt. Nach der Bundestagswahl müssen wir über ver- schiedene Maßnahmen eine offene Diskussion führen, die jungen Menschen besonders zugute kommen. Sei es ein flexibleres Arbeits- recht, Alters- und Jugendteilzeit, Jobsharing und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf – all dies sind wichtige Punkte für junge Menschen am Anfang ihrer Berufslaufbahn.

Bei allen Herausforderungen gibt es aber auch viele positive Nachrichten, die Grund zur Hoffnung für die Zukunft und für die Zeit nach der Bundestagswahl geben. Viele Unter- nehmer und Arbeitnehmer berichten von einem leichten Aufwärtstrend bei den Auf- tragseingängen und bei der Auslastung der Unternehmen gerade in unserem mittelstän- disch geprägten Bundesland. Ingesamt lassen immer mehr Wirtschaftsdaten auf eine Bes- serung hoffen, die dann viel schneller als er- wartet eintreten würde. Von dieser Besserung wird Baden-Württemberg aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur stärker profitieren, nach- dem der Einbruch uns auch schon stärker getroffen hat als den Rest der Republik. Zudem profitieren wir im Land ganz besonders von unseren – durch neueste Studien einmal mehr belegten – hervorragenden Schulen und

Universitäten, die dazu beitragen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg mit zirka 4 Prozent noch immer sehr gering ist.

Mit Karl-Theodor zu Guttenberg als dem jüngsten Bundeswirtschaftsminister in der Geschichte Deutschlands hat die Union end- lich wieder ein Gesicht, das unsere lange Zeit nicht mehr richtig erkennbaren wirtschaftspo- litischen Vorstellungen und eine klare ord- nungspolitische Linie verkörpert. Er verdient unsere Unterstützung auch nach der Wahl und ich bin mir sicher, dass es an den jungen Un- ions-Abgeordneten nicht scheitern wird, sei- nen Überzeugungen noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Seit langer Zeit fordern wir als Junge Union im Land aber auch mehr Unterstützung für baden-württembergische Anliegen in Berlin ein. Gerade für uns hier ist die Bedeutung des Wahlausgangs gar nicht zu überschätzen – zu oft sind wir auch in Zeiten der Großen Koali- tion benachteiligt worden, wenn man nur an den Gesundheitsfonds und seine zusätzlichen Belastungen für unser Bundesland denkt oder aber an die unzureichenden Mittel für den Straßenbau gerade in unserer Wachstumsre- gion. Baden-Württemberg braucht eine starke Vertretung in Berlin und mit einer bürgerli- chen Regierung, die mit einem starken CDU- Ergebnis endlich wieder richtige christdemo- kratische Politik macht.

Dafür lohnt es sich einzutreten! Alles Gute für die letzten Tage im Wahlkampf!

Dafür lohnt es sich einzutreten! Alles Gute für die letzten Tage im Wahlkampf! Steffen Bilger steffen.bilger@ju-bw.de

Steffen Bilger steffen.bilger@ju-bw.de

LANDESTAG 2009 LANDESTAG 2009 Politisch und visuell hat der JU-Landestag in Asperg bei Ludwigsburg Eindruck
LANDESTAG 2009 LANDESTAG 2009 Politisch und visuell hat der JU-Landestag in Asperg bei Ludwigsburg Eindruck
LANDESTAG 2009 LANDESTAG 2009 Politisch und visuell hat der JU-Landestag in Asperg bei Ludwigsburg Eindruck

LANDESTAG 2009

LANDESTAG 2009

Politisch und visuell hat der JU-Landestag in Asperg bei Ludwigsburg Eindruck gemacht. Mit ihrer schonungslose Analyse der Großen Koalition, einer klaren inhaltlichen Positionsbestimmung und der Forderung nach einem CDU-Bundesparteitag nach der Wahl kam die JU landesweit in den Medien. Aber auch optisch hatte der diesjährige Landestag neues zu bieten.

optisch hatte der diesjährige Landestag neues zu bieten. DEN meisten Delegierten ist es gleich zu Beginn
optisch hatte der diesjährige Landestag neues zu bieten. DEN meisten Delegierten ist es gleich zu Beginn
optisch hatte der diesjährige Landestag neues zu bieten. DEN meisten Delegierten ist es gleich zu Beginn

DEN meisten Delegierten ist es gleich zu Beginn aufgefallen. Ein Bühnenbild ganz in JU-Blau, eine weit in den Zuschauerraum hineinreichende Vorbühne und darauf ein gläsernes Rednerpult mit JU-Logo prägten den ersten Eindruck in der hellen Tagungs- halle des diesjährigen Landestags. Dieser professioneller Auftritt beeindruckte auch die Gastredner wie Ministerpräsident Gün- ther Oettinger, Bundesinnenminister Wolf- gang Schäuble, CDU-Landesgeneralsekretär Thomas Strobl oder JU-Bundeschef Philipp Mißfelder.

Für beides - so der einhellige Tenor aller Wortmeldungen - müsse aber auch die Wahl- kampagne passen. Ferner sei es nach der Bundestagswahl in jedem Fall an der Zeit, die Basis wieder stärker einzubeziehen. Die Delegierten verabschiedeten deshalb einstim- mig einen Antrag, in dem sie die Bundespartei aufforderten, im Herbst einen Bundespartei- tag abzuhalten und dort auch die Koalitions- frage entscheiden zu lassen.

Thomas Strobl und Philipp Mißfelder über- nahmen es am zweiten Tag, die Vertreter der Orts-
Thomas Strobl und Philipp Mißfelder über-
nahmen es am zweiten Tag, die Vertreter der
Orts- und Kreisverbände auf den Wahlkampf

Während Günther Oettinger in Sachen Stuttgart 21 mit den Grünen abrechnete und das JU-Kernthema einer nachhaltigen Haushaltspolitik aufgriff, wid- mete sich Wolfgang Schäuble ganz der Bundespolitik. Seine wohlwollende Bilanz der zurückliegenden vier Jahre ließ jedoch bei vielen Delegierten die Angst aufkommen, die Parteifreunde in Berlin könnten sich innerlich schon mit einer Fortsetzung der „Koalition der großen Enttäuschungen“ angefreundet haben. Entsprechend energisch forderten zahlreiche Redner einen offensiven Wahlkampf, der konsequent auf eine bürger- liche Mehrheit im Bund ausgerichtet sein müsse. Für die JU stünden dabei die letzten Tage vor der Wahl im Mittelpunkt, dann gelte es die wachsende Zahl an Wechsel- wählern zu überzeugen und Leihstimmen an die FDP zu verhindern.

einzustimmen. Während Strobl sich erneut die Grünen vornahm und deren unausgewo- gene Verkehrs- und Energiepolitik kritisierte, ging Mißfelder unter anderem auf die aktu- elle Verbotsdiskussion im Bereich der neuen Medien ein und sagte: "Das Internet darf kein moralfreier Raum sein. Aber Zensur führt nicht dazu, dass Probleme gelöst wer- den." Weiter ergänzte er im Hinblick auf

Videospielverbote: "Die entscheidende Frage ist nicht ein Verbot, sondern die fehlende Medien- kompetenz. Und das ist eine gesamtgesell-

schaftliche Aufgabe."

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nicht ein Verbot, sondern die fehlende Medien- kompetenz. Und das ist eine gesamtgesell- schaftliche Aufgabe." 6
  TERMINE 2009 OKTOBER   16.–18. JU Bundesverband Deutschlandtag in Münster Beginn 17:00Uhr 08.
 

TERMINE 2009

OKTOBER

 

16.–18. JU Bundesverband Deutschlandtag in Münster Beginn 17:00Uhr

08.

JU LV Baden-Württemberg AK Zukunft Ländlicher Raum

mit Ministerin Tanja Gönner

NOVEMBER

Stuttgart, Landtag Beginn 16:00Uhr

04.

JU LV Baden-Württemberg; JU BV Nordwürttemberg Landes-/Bezirksvorstandssitzung mit SWR-Intendant Boudgoust Beginn 19:30Uhr

10.–11. JU LV Baden-Württemberg, Saarland, RLP Südwestkonferenz

   

11.

JU LV Baden-Württemberg Klausurtagung Landesvorstand Beginn 13:00Uhr

 

20.–21. CDU LV Baden-Württemberg 59. CDU-Landesparteitag mit Vorstandswahlen

14.

JU LV Baden-Württemberg AK Soziales mit Armin Pütz Stuttgart, JU-Landesgeschäftsstelle Beginn 19:30Uhr

   

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IMPRESSUM

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Gregor Birkenmeier, Alexander Dörr, Raid Gharib, Philipp Kordowich, Isabell Siedler, Christian Volk, Isabelle-Florentine Weichselgartner, Uwe Wiedmann

Auflage/Erscheinungsweise 13.000 Exemplare, vierteljährlich

Weitere Autoren:

Steffen Bilger, Marcel Bonnet, Maria-Lena Weiss

Fotonachweis:

Hannes Griepentrog, Jacques Grießmayer, Hendrik Warda, Thomas Strobl: cducsu.de

Für JU-Mitglieder ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten.

VERANTWORTUNG FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION. Mit unmäßigen Mehrwert-Vorstellungen unterlief der Kapitalmarkt die
VERANTWORTUNG
FÜR
DIE
NÄCHSTE
GENERATION.
Mit unmäßigen Mehrwert-Vorstellungen
unterlief der Kapitalmarkt die unterneh-
merische Erfahrung des Mittelstandes:
Unternehmensgruppe REMAG AG:
Leistungsvielfalt in Stahl
Jeder Euro muss mit harter Arbeit verdient
werden. Und: Verantwortliche ökonomi-
sche Werte dürfen nicht zu Lasten der
kommenden Generation gehen. Nicht nur
aus Anstand investiert die REMAG Unter-
nehmensgruppe deshalb seit Jahren in die
Zukunft ihrer über 600 Menschen. Indem
wir junge Mitarbeiter frühzeitig in Füh-
rungspositionen bringen, geben wir ihnen
die Möglichkeit, ihre Zukunft gemeinsam
mit unseren Partnern selbst zu gestalten.
Mehr Informationen unter www.remag.de
„Die REMAG Unternehmensgruppe traute mir
schon früh eine Führungsfunktion zu. Sie unter-
stützte mich von Anfang an. Das gab mir den
Mut, diese Verantwortung zu übernehmen.“
Johann Strom, 33 Jahre, Produktionsleiter bei
der PVG Kaltprofile Verarbeitungstechnik GmbH
& Co. KG, Anröchte