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HUMANE GESELLSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166 DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT
HUMANE
GESELLSCHAFT
BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166
DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION

THEMA

PATRIOTISMUS - DEBATTE NATIONALBEWUSSTSEIN SCHADET UNS NICHT. GANZ IM GEGENTEIL.

INTERVIEW

GUIDO WOLF 60 JAHRE BADEN- WÜRTTEMBERG – EINE GEMEINSAME ERFOLGSGESCHICHTE

IM PROFIL

CHRISTIAN GAISER WURDE 2011 VON DER W&V AUF PLATZ 35 DER TOP-MANAGER DEUT- SCHLANDS GEWÄHLT

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2012.2

WWW.JU-BW.DE

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INHALT

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

INHALT EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser,

THEMA

Hey, GEMA! Patriotismus: Ja, bitte!

HG ONLINE

Diskussion zum Leitartikel der letzten Ausgabe

60 JAHRE BADEN-WÜRTTEMBERG

Interview mit Guido Wolf MdL zum Landesjubiläum

BEZIRKSTEILE

Schwarzer

SCHWARZES BRETT

Termine, Tipps und Tricks

UNTERWEGS IN BW

Natürlich

AUS’M LÄNDLE

Olympia 2012 – Die Jugend der Welt trifft sich in Wissenswertes aus den Kreisen

IM PROFIL

Interview mit Christian Gaiser, CEO von

NL – NACHRICHT VON LÖBEL

JU-Landesvorsitzender Nikolas Löbel bezieht

DAS ALLERLETZTE

Impressum

4–6

8–9

7

10-11

12–13

14–15

18–19

20–21

16–17

22

23

24–27

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30

32

14–15 18–19 20–21 16–17 22 23 24–27 22 30 32 die drastische Gebührenerhö- hung durch die

die drastische

Gebührenerhö-

hung durch die Gesellschaft für musikalische

Aufführungs-

und mechani- sche Vervielfältigungsrechte - kurz:

GEMA - sorgt bundesweit für gro- ßen Wirbel. Der Kampf zwischen den Anwälten der Künstler und den Clubbetreibern beschäftigt auch die Junge Union Baden-Württemberg. Wir setzen uns offensiv gegen die überzogene Tariferhöhung ein. Wir freuen uns, Euch in dieser Ausgabe unsere Kampagne „Hey GEMA, wir woll’n noch ein bisschen tanzen“ vorzustellen.

wir woll’n noch ein bisschen tanzen“ vorzustellen. Alle Jahre wieder dieselbe Diskus- sion. Kaum werden in

Alle Jahre wieder dieselbe Diskus- sion. Kaum werden in unserem Land während eines internationalen Fuß- ballturniers euphorisch die schwarz- rot-goldenen Fahnen geschwenkt, beginnt der Streit über den Patrio- tismus in Deutschland - meistens angeheizt von links außen. Damit muss Schluss sein! Ein gesunder Pa- triotismus, klar abgegrenzt von na- tionalistischem Gedankengut, tut unserem Land gut. Übrigens zu jeder Jahreszeit und nicht nur bei sportli- chen Ereignissen.

Die Redaktion und ich wünschen viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf Rückmeldungen zu unserer humanen gesellschaft.

Mit den besten Grüßen

uns auf Rückmeldungen zu unserer humanen gesellschaft . Mit den besten Grüßen Benjamin Völkel Chefredakteur der

Benjamin Völkel Chefredakteur der hg

THEMA

HEY, GEMA!

AM 25. Juni 2012 hat die Mitgliederversammlung

der GEMA beschlossen, zum 1.1.2013 eine Tarifver- einheitlichung vorzunehmen. Dahinter steckt eine gewaltige Tariferhöhung von bis teilweise über 1.000 %. Zukünftig soll jeder Veran-

stalter, ob Diskothekenbetreiber oder Schützenverein, 10 % seiner Eintritts- preise direkt an die GEMA abführen. Das ist schlichtweg Abzockerei.

Und es ist eine Preispolitik, die ins- besondere jungen Menschen schadet:

Mit die höchsten Gebührenerhöhungen finden im Bereich von Clubs und Disko-

theken statt. Diese werden dadurch ihre Eintritts- und Getränkepreise deutlich er- höhen müssen. Das bedeutet: Ausgehen wird teurer – und viele Diskothekenbetreiber werden die gestiegenen Kosten nicht überleben und dicht machen.

Dagegen regt sich Widerstand. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), der auch die Inte- ressen der Diskothekenbetreiber vertritt, hat sich früh gegen die Tariferhöhung gewandt. Mit Recht, wie wir finden: Eine einseitige Änderung, die besonders zulas- ten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht, darf es nicht geben!

Hey GEMA, noch wir woll’n tanzen. ein bisschen stehen Viele Bars, Discotheken und Kulturvereine Aus.
Hey
GEMA,
noch
wir woll’n
tanzen.
ein bisschen
stehen
Viele Bars,
Discotheken und Kulturvereine
Aus.
durch die GEMA-Tarifreform vor dem
BADEN-WÜRTTEMBERG JUNGE UNION
Tun
dagegen!
wir was

Daher hat die Junge Union eine Kampa- gne gegen die GEMA-Abzocke ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Hey GEMA, wir woll’n noch ein bisschen tanzen“ setzen wir uns dafür ein, dass die Discos und Clubs auch weiterhin eine Überlebenschance haben. Wer noch betroffen ist und wie ihr mitmachen könnt? Das erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

mitmachen könnt? Das erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. Wer oder was ist GEMA? GEMA ist
mitmachen könnt? Das erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. Wer oder was ist GEMA? GEMA ist

Wer oder was ist GEMA?

GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische

Vervielfältigungsrechte. Sie wacht in Deutschland darüber, wer Lieder von

Musikern oder Texte von Textdichtern, also die Werke von Künstlern,

verwendet. Die GEMA kümmert sich um den Urheberschutz und erhebt

im Namen der Künstler Gebühren.

THEMA

FAIR –

IST WAS ANDERES!

hg: Die GEMA plant zum 1.1.2013 etwas, das als „Tarifvereinheitli- chung“ bezeichnet wird. Was ist davon zu halten?

Kirchherr: Es handelt sich um eine enorme Tariferhöhung – gerade für Diskotheken und Clubs, hier sprechen wir von mehreren hundert Prozent. Wir rechnen daher mit massiven wirt- schaftlichen Beeinträchtigungen der Betriebe.

bietung ein Zuschlag von 50 % fällig, nach weiteren 3 Stunden erneut und so weiter.

hg: Was sind die weiteren Konse- quenzen? Schließt demnächst meine Lieblingsdisco? Und gibt es in meiner Stammkneipe um die Ecke bald gar keine Musik mehr?

Kirchherr: Gerade bei Discos, die im harten Wettbewerb stehen, sind

Jürgen Kirchherr ist Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Baden-Württemberg. Der DEHOGA Baden-Württemberg ist die
Jürgen Kirchherr ist Hauptgeschäftsführer
des DEHOGA Baden-Württemberg.
Der DEHOGA Baden-Württemberg ist die
Branchenvertretung aller gastgewerblichen
Betriebe in Baden-Württemberg; dazu gehö-
ren neben Gaststätten und Hotelbetrieben
auch Diskotheken und Clubs.

hg: Welche Folgen wird diese Ta- riferhöhung für die Schützenfeste und die Karnevalsveranstaltungen im Land haben?

Kirchherr: Die Tariferhöhung be- trifft alle Veranstaltungen, in denen Musik live oder von Tonträger (CD, Laptop etc.) gespielt wird. So kommt es auch bei Schützenfesten und Kar- nevalsveranstaltungen, die üblicher- weise mit einem Eintrittsgeld versehen sind, zu deutlichen Kostensteigerun- gen. Dabei wird schon bei einer länger als fünf Stunden dauernden Musikdar-

solche Kostensteigerungen nicht auf- zufangen. Eine Weitergabe der Kosten durch Erhöhung der Eintrittsgelder werden die Gäste nicht hinnehmen, dies kann auch nicht das Ziel sein. Auch die Stammkneipe um die Ecke ist mit ihren eintrittspflichtigen Ver- anstaltungen (Musiknacht, Ü-30- Party, Bunte Abende etc.) betroffen.

hg: Wie könnte aus Ihrer Sicht eine faire Ausgestaltung des Urhe- berschutzes und der Gebührenhöhe aussehen?

Kirchherr: Die bisherigen Tarife lie-

ßen sicher an Übersichtlichkeit zu

wünschen übrig, die eine oder andere

Verbesserung wäre notwendig gewe-

sen. Gleichwohl hat sich das Grundge-

füge über Jahrzehnte bewährt. Im

Übrigen erhalten die Urheber auch nur

dann Vergütungen, wenn die notwen-

digen Gebühren von den Betrieben er-

wirtschaftet werden können. Eine

Angebotsreduzierung nützt daher kei-

ner Seite.

hg: Braucht man die GEMA als In-

stitution überhaupt oder gäbe es ge-

eignetere und unbürokratische Ver-

haltensweisen, das Urheberrecht

eines jeden einzelnen Künstlers zu

schützen?

Kirchherr: Wir hören in der Ausei-

nandersetzung mit der GEMA immer

wieder von Musikern, dass die bislang

eingezogenen Vergütungen bei diesen

gar nicht ankommen. Unerlässlich

scheint uns – egal wie der Einzug der

Verwertungsgebühren erfolgt – dass

vor der Veröffentlichung von Tarifen

zwingend ein aufsichtsrechtliches Ge-

nehmigungsverfahren durchzuführen

ist. Außerdem muss es für Betriebe

möglich sein, die Forderungen ver-

schiedener Verwertungsgesellschaften,

die jedoch ein und dieselbe Forderung

betreffen, insgesamt gerichtlich über-

prüfen zu lassen, so dass Gerichte

auch eine Gesamtbelastungsgrenze

festlegen können.

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THEMA

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SCHON GEWUSST?

Die Verteilung der Gelder ist nicht einfach davon ab- hängig, wie häufig eine Aufführung an
Die Verteilung der Gelder ist nicht einfach davon ab-
hängig, wie häufig eine Aufführung an die GEMA
gemeldet wird.
Die wenigen häufig
gemeldeten Lie-
Künstler können nur entscheiden, entweder
der bekommen einen überproportional großen An-
teil
Prozent
an der Gesamtsumme, für 80
der Lieder
alle
bleiben – obwohl
sie zusammen
immerhin 10 % der
ihre Werke
GEMA anzumelden –
bei der
oder kein
ausmachen – gerade ein-
Werke bewusst unter eine
gemeldeten Aufführungen
einziges. Einzelne
freie
stellen, ist damit unmöglich.
mal 3,4 % der
Gelder übrig.
Lizenz zu
Urheber, die ihre eigene Musik spielen oder
anbieten, müssen
online zum Herunterladen
Gebühren an die GEMA abführen.
Es gibt
ein
Urteil
des
Bundesgerichtshofs
von
2005,
dass
es
diesem
1998
eingeführten
Es gibt
die GEMA-Gebühren
Fälle, in denen sich
Verteilungsverfahren
PRO
Mitgliederabstim-
neue Tarifreform mal eben um 1000
durch die
%
mung
geben
müsse.
Diese
– eine weil wurde
bis
heute
nicht
etwa Musikkneipen, die bis-
erhöhen. Das betrifft
durchgeführt
– zu wohl
auch,
die
Einführung
zu –
her einen
Jahrespauschalbetrag zahlen konnten.
massiven
Einkommensverlusten
für
die
Mehrzahl
der
GEMA-Mitglieder
geführt
hat.
TU WAS!
Beteiligt euch an der Petition gegen die neuen GEMA-Gebühren auf openpetition.de. Meinung: Hinterlasst Direktlink:
Beteiligt euch an der Petition gegen die
neuen
GEMA-Gebühren auf openpetition.de.
Meinung: Hinterlasst
Direktlink: http://bit.ly/HR590k
Sagt
der GEMA eure
auf
www.ju-bw.de/GEMA
eure
die Reaktionen
diese sammeln
– wir und
werden
an
GEMA
weiterleiten.
Macht bei JU-Nachtaktionen vor
Diskothe-
und
Landtags-
Sprecht eure Bundestags-
ken oder auf Kneipentouren
mit den Flyern,
abgeordneten vor Ort an und bittet sie um
Bierdeckeln
und
Give-Aways der JU auf das
Unterstützung!
Problem aufmerksam!
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HG ONLINE

HG ONLINE: DISKUSSION ZUM LEITARTIKEL DER LETZTEN AUSGABE Nikolas Löbel: SAG UNS DEINE MEINUNG! UND
HG ONLINE: DISKUSSION ZUM
LEITARTIKEL DER LETZTEN AUSGABE
Nikolas Löbel:
SAG UNS DEINE MEINUNG!
UND SO EINFACH FUNKTIONIERT ES:
Ein tolles und informatives Interview mit Bernd Saur.
Wir sollten der Kultusministerin auch eine Ausgabe
der hg zusenden. Vielleicht würde es helfen :-)
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Am Ende der Leit- und Haupt-
artikel Box mit QR-Code
und Link suchen
Martin Kappel:
Eine gute Analyse! Die grün-rote Bildungspolitik ist
reines Chaos. Mehrere Schulen in meiner Region
wurden aus Übereifer Modellschulen und bereuen
bereits jetzt diesen voreiligen Schritt.
Den QR-Code scannen
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oder den Link eingeben
Markus Posch:
Dieses Bildungs-Chaos schadet Baden-Württemberg!
Der von Thomas Bareiß MdB geforderte Volksent-
scheid sollte kommen, wie beim Bildungskongress
Kommentare der anderen lesen
und eigene Kommentare
schreiben
2020 in Bad Waldsee gefordert!
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Ich bin nun wirklich kein CDU-Wähler. Wenn ich
aber sehe, was Grün-Rot mit unseren Kindern vor
hat, dann hätte ich mal lieber Schwarz gewählt -
zumindest bei der Landtagswahl
Namen, Vornamen und
Mailadresse hinterlassen
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UND SCHON FERTIG!
Isabell Huber:
Ein sehr guter Blick auf das gesamte Bildungsvor-
haben dieser Regierung. Insbesondere die hohen
Kosten, die bei einer solchen Umstrukturierung
anfallen, gilt es zu berücksichtigen. Dieses Geld
wäre sinnvoller in die Verbesserung des bestehenden
Schulsystems investiert und wäre gleichzeitig auch
noch günstiger gewesen. So wird nun überhastet und
ohne Rücksicht auf Kritiker die Gemeinschaftsschule
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Foto: © Robert Müller / pixelio.de

Foto: © Jens Zehnder / pixelio.de

THEMA

PATRIOTISMUS:

JA, BITTE!

© Jens Zehnder / pixelio.de THEMA PATRIOTISMUS: JA, BITTE! www.ju-bw.de/hg-online Nationalbewusstsein und

www.ju-bw.de/hg-online

Nationalbewusstsein und Vaterlandsstolz schaden uns nicht. Ganz im Gegenteil.

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Party-Patriotismus oder echte Vaterlandsliebe?

In den vergangenen Wochen war Deutschland wieder ein schwarz-rot- goldenes Fahnenmeer. Viele Men- schen feierten ausgiebig ihre Nationalmannschaft – feierten sie auch ihr Land? Seine Werte, seine Geschichte, seine Kultur? Ja und nein. Nein, denn zunächst geht es nur um den sportlichen Erfolg, um eine Mannschaft, die meistens schö-

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nen Fußball spielt. Ja, denn sie tut es für uns, für dieses Land, in dem wir leben und zu dem wir gehören. Damit sind sie ein Symbol für eben dieses Land, wie es heute ist: Vielfäl- tig, dynamisch, erfolgreich. Der etwas verächtlich betrachtete „Party- Patriotismus“ ist also doch mehr: Er ist die unverkrampfte Art unserer Generation, dem Bekenntnis zu ihrem Land wieder näherzukommen. Also ist es zumindest eines: Ein Schritt in die richtige Richtung. Fuß- ball ist ein schönes Beispiel. Eine Mannschaft geht auf den Platz, singt ihre Hymne, kämpft mit Leib und Seele für ihre Sache – und danach werden Trikots getauscht. Dieser Res- pekt voreinander ist es auch, was die Völker Europas und der Welt verbin- det. Doch er erwächst nicht aus Selbstverleugnung, sondern aus Selbstbewusstsein. In der Bibel steht:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Doch wenn ich mir selbst nicht nahe bin, wie sieht dann

die Nähe zu meinen Nächsten aus? Sie ist dann keine wirkliche Nähe, sondern bestenfalls ein Produkt der Selbstaufgabe – und darauf sollte man tunlichst nicht bauen. Genauso verhält es sich mit der Wertschät- zung anderer Völker, die dann am besten, unproblematischsten und fruchtbarsten ist, wenn sie auf Au- genhöhe liegt – nicht anders als bei jeder Freundschaft unter Menschen.

Integration über Identifikation

Deshalb ist die Diskussion um Pa- triotismus und Leitkultur auch alles andere als überflüssig oder gar rück- wärtsgewandt. Denn auch im Um- gang mit den Migranten in unserem Lande gilt das eben Gesagte. Ein Land, das sich seiner selbst gewiss ist, wird auch seinen neuen Bürgern offen, freundlich und mit einem wohltuenden Grundton der Souverä- nität gegenübertreten. Sprechen wir mit Migranten in der JU und in der

CDU, dann fällt auf, dass sich viele von ihnen genau deshalb so gut mit Deutschland identifizieren konnten, weil ihre Umgebung ihnen das An- gebot gemacht hat, Teil einer Ge- meinschaft zu werden, die sich ihres Wertes und ihrer Werte bewusst ist.

Linker Anti-Aktionismus

Der Patriotismus kommt bei den Linken nicht gut an. Die Grüne Ju- gend beispielsweise gräbt ihre alte Kampagne wieder aus und deklamiert:

„Patriotismus – nein danke“. Die Linksjugend ruft gar dazu auf, Fuß- ballfans die Deutschlandfahne aus der Hand zu reißen, die Antifa mon- tiert Fahnen von Autos ab. Dahinter steckt die Angst dieser Leute, die Deutschen könnten durch den Fuß- ball zu einem gesunden Patriotismus gelangen. Der ist ihnen suspekt, denn ihre irrige Lehre aus unserer Ge- schichte ist, dass eine Distanz zum eigenen Land der einzige Weg sei, den Frieden in Europa zu erhalten. Genau das Gegenteil ist der Fall.

„Ein Patriot ist jemand, der sein Va- terland liebt. Ein Nationalist ist je- mand, der die Vaterländer der anderen verachtet“

Der das sagte war kein geringerer als unser ehemaliger Bundespräsi- dent Johannes Rau. Liebe und Ver- achtung – gegensätzlichere Motive

und Emotionen kann es kaum geben. So steht ein Patriot zu seinem Land, dessen Menschen, dessen Kultur und auch dessen Geschichte, mag sie noch so schwierig sein. Ein Nationa- list hingegen tut so, als sei er ein Pa- triot, versteckt aber dahinter nur seinen Hass, der einen Bezugspunkt sucht und ihn in den eigenen Nach- barn findet. Man schaue sich nur diejenigen an, die vorgeben Patrioten zu sein, dabei aber in ihrem Wesen Nationalisten sind. Beschränkte Ge- stalten, angeführt von populistischen Demagogen. Was für ein Unterschied zu denen, die in den letzten Jahr- zehnten aus Liebe zu Deutschland diesem Land gedient haben und es zu einem der geachtetsten, erfolgreichs- ten und stabilsten Länder dieser Erde gemacht haben. Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Helmut Kohl – gebil- dete und überlegte Menschen, glü- hende Verfechter eines friedlichen, in Freundschaft geeinten Europas und gleichzeitig Patrioten, die für die Ein- heit Deutschlands und das Wohlerge- hen seiner Menschen ihre ganze Energie eingesetzt haben. Der Unter- schied könnte kaum klarer sein.

Verpflichtung unserer Generation

Aus dem Erbe dieser großen Euro- päer und Patrioten erwächst für un- sere Generation eine eindeutige Verpflichtung. In klarer Abgrenzung zu nationalistischem Gedankengut

THEMA

ist es die Aufgabe einer verantwor- tungsbewussten Politik, einen gesun- den Patriotismus zu fordern und zu fördern. Was gäbe es schlimmeres, als dass eine Nation auf dieser Welt die Zuneigung zu sich selbst verlöre. Wir als die Generation, die Deutsch- land als wiedervereinigtes und blü- hendes Land von ihren Eltern übernommen haben, sind dazu ver- pflichtet, dafür zu sorgen, dass dies so bleibt und die europäische Inte- gration fortgeschrieben wird. Dies kann nur mit einem gesunden Pa- triotismus gelingen.

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Sehen Patriotismus positiv:

BENJAMIN VÖLKEL 25 Jahre, hg-Chefredak- teur, Kreisvorsitzender der Jungen Union Stuttgart
BENJAMIN VÖLKEL
25 Jahre, hg-Chefredak-
teur, Kreisvorsitzender der Jungen
Union Stuttgart
ULRICH WILLENBERG 29 Jahre, Doktorrand der Politikwissenschaft, Mitglied im Kreisvorstand der JU Stuttgart
ULRICH WILLENBERG
29 Jahre, Doktorrand der
Politikwissenschaft, Mitglied im
Kreisvorstand der JU Stuttgart

INTERVIEW

60 JAHRE BADEN-WÜRTTEMBERG

Baden-Württemberg feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Von 1952 bis heute zieht sich die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Badenern und Württembergern im süddeutschen Raum. Vergangenheit und Zukunft können in Baden-Württemberg von- einander lernen: Fortschritt durch Erfahrung. Hierzu freuen wir uns über ein Interview mit Landtagspräsident Guido Wolf MdL.

hg: 60 Jahre Baden-Württemberg. Was verbinden Sie persönlich mit unserem Land und seiner Ge- schichte?

Wolf: Zunächst einmal bin ich in Baden-Württemberg, nämlich im oberschwäbischen Weingarten, gebo- ren und aufgewachsen und beruflich in Südbaden gelandet. Das Land mit dem Bindestrich ist meine Heimat, hier bin ich fest verwurzelt. Dass ich nun als Landtagspräsident diesem Land und seinen Menschen „dienen“ kann, erfüllt mich mit großer Freude. Die Entstehungsgeschichte Baden- Württembergs, des großen Südwest- staates, aus den Ländern Württem-

berg-Baden, Württemberg-Hohen- zollern und Baden, fasziniert mich noch heute. Dabei ist die Entste- hungsgeschichte unseres Landes mo- derner denn je. 60 Jahre danach bleibt festzustellen, dass die innere Einheit unseres Landes nicht zuletzt durch den nachhaltigen Abbau des Stadt-Land-Gefälles hergestellt wor- den ist. Nirgends in Deutschland, nir- gends in Europa, sind die Lebens- qualität und die Lebenschancen so gleichermaßen gut wie bei uns. Un- sere harmonische und Harmonie stif- tende Landesentwicklung ist das Ergebnis einer engagierten, ganzheit- lichen Strukturpolitik. Dafür stand und steht die CDU.

lichen Strukturpolitik. Dafür stand und steht die CDU. • geboren 28. September 1961 in Weingarten •

• geboren 28. September 1961 in Weingarten

• Studium der Rechtswissenschaften

• Richter am Verwaltungsgericht

• von 2002 bis 2011 Landrat im Landkreis Tuttlingen

• seit 2006 Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Tuttlingen- Donaueschingen

• seit 26. Oktober 2011 Präsident des Baden-Württembergischen Landtags

2011 Präsident des Baden-Württembergischen Landtags hg: Die Diskussion vom ewigen Geberland wird kontrovers

hg: Die Diskussion vom ewigen Geberland wird kontrovers geführt. Welche Rolle spielt Baden-Württem- berg im föderalen Deutschland?

Wolf: Wir im deutschen Südwesten wollten ein starker Gliedstaat der Bundesrepublik sein, und wir sind es geworden. Wir haben damit nicht nur unser eigenes Wohl gemehrt, sondern das nationale Wohl insgesamt. Soli- darität gehört zum Föderalismus. Dennoch muss es den Geberländern Bayern, Hessen und Baden-Württem- berg erlaubt sein, über den Finanz-

ausgleich nachzudenken. Der Anteil Bayerns am Länderfinanzausgleich

im Jahr 2011 belief sich auf rund 3,6

Milliarden Euro, dahinter folgen Hes-

sen mit 1,8 Milliarden und wir mit

1,78 Milliarden. Alle 13 anderen Län- der sind Nehmerländer. Kein Nehmer-

land darf sich auf seiner Position ausruhen. Es müssen für sie Anreize geschaffen werden, etwas zu verän-

dern. Auch in Baden-Württemberg schließen Kommunen Büchereien und Schwimmbäder, weil sie ihre Haus-

halte nicht mehr ausgleichen können. Es ist den Menschen unseres Landes schwer vermittelbar, wenn wir auf Leistungen verzichten, die man in Nehmerländern allzu selbstverständ- lich beansprucht. Ein solcher Finanz- ausgleich hat mit dem Prinzip „Leistung muss sich lohnen“ nicht mehr viel zu tun.

hg: Hochmut oder Tatsache: Führt Baden-Württemberg den Ehrentitel „Musterland“ zu recht?

Wolf: Wir haben die Voraussetzun- gen geschaffen, dass wir eine kraft- volle Region in Europa werden konnten. Wir sind führend bei zentra- len Themen, wie Bildung, Forschung und Wirtschaft. Wir sind anerkannt als Verfechter des Subsidiaritätsprin- zips und wir stehen für ein Europa der Regionen. Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger haben durch ihr im Alltag ganz selbstverständlich von Rechtschaffenheit, Fleiß, Pflichtge- fühl und Gewissenhaftigkeit gepräg- tes Leben den Erfolg unseres Landes zustande gebracht. Wir können und dürfen heute mit Stolz vom Muster- land Baden-Württemberg sprechen. Aber wir müssen auch bescheiden und uns bewusst bleiben, dass man sich nie auf seinen vermeintlichen Lorbeeren ausruhen darf.

hg: Eine Erfolgsgeschichte der christlichen Demokratie: Was hat die CDU in den letzten 60 Jahren in Baden-Württemberg richtig ge- macht?

Wolf: Baden-Württemberg zählt heute zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Unsere Arbeitslosenquote lag im April bei 4 Prozent und ist damit die zweitniedrigste in Deutsch- land. Wir haben eine ausgezeichnete Bildungslandschaft, von unseren Eli-

teuniversitäten, über unsere Gymna- sien, Realschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen bis hinunter zu unseren Grundschulen. Die Menschen leben und arbeiten gerne hier.

Guido Wolf mit den baden-württem- bergischen Wappenmaskottchen
Guido Wolf mit den baden-württem-
bergischen Wappenmaskottchen

Die CDU kann sich einen Teil des Erfolges auf die Fahnen schreiben. Von 1953 bis 2011 haben wir unun- terbrochen den Ministerpräsidenten des Landes gestellt und waren an der Regierung beteiligt. Unsere Partei und der Erfolg des Landes sind eng mitei- nander verwoben. In erster Linie aber sind es die Menschen, die unser Land zu dem gemacht haben, was es ge- worden ist.

Wir haben der Grün-Roten Regie- rung ein gut bestelltes Feld überge- ben.

hg: Und wo lagen die Fehler?

Wolf: Es bleibt innerhalb einer so langen Zeitspanne nicht aus, dass auch mal Fehler gemacht werden. Dennoch haben wir bei der Landtags- wahl 39 Prozent der Wählerstimmen bekommen, das hat am Ende leider nicht gereicht, um an der Regierung zu bleiben. Wie es sich herausgestellt hat, hat sich unsere Partei von den Menschen entfernt. Wahlanalysen haben gezeigt, dass wir vor allem Frauen nicht mehr erreichen konnten. Vor der Wahl haben wir an den Lauf- zeiten für die Atomkraftwerke festge- halten. Nach Fukushima haben wir den Ausstieg mitgetragen, aber viel-

INTERVIEW

leicht hat es uns da doch etwas an Glaubwürdigkeit gefehlt. Ich finde es sehr wichtig, dass wir nach vorne schauen und überlegen, mit welchen Themen wir die Menschen wieder stärker für unsere Politik gewinnen. Unsere Partei muss offener und trans- parenter werden und die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Unsere Devise muss lauten: „Runter vom hohen Ross und nahe an die Men- schen!“

hg: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Baden-Württembergs - außer einem CDU-Ministerpräsiden- ten?

Wolf: Es wird unsere vorrangigste Aufgabe bleiben, Baden-Württem- berg ohne zusätzliche Staatsschulden weiter zu entwickeln – das dürfen wir nicht als zu anstrengend empfinden. Auch unsere Bürgerinnen und Bürger müssen den steinigen Weg des Kon- solidierens und Sparens aktiv mitge- hen. Unser Land darf im Länder- vergleich nicht zurück fallen. Das sind wir den Menschen schuldig. Und wir müssen die Bewahrung der Schöpfung wieder mehr in den Mit- telpunkt unseres politischen Han- delns stellen.

6

ANSTÖSSE

AnStösse

B E Z I R K S T E I L

D E R

J U N G E N

U N I O N

S Ü D B A D E N

WWW.JU-SUEDBADEN.DE

LIEBE FREUNDINNEN UND FREUNDE,

WIR erleben, wie die Bildungspolitik zum Ausdruck einer politischen Ideolo- gie wird, und diese auch ohne Rücksicht viel zu schnell und schlecht umgesetzt wird. Darum haben wir von der JU Süd- baden gemeinsam mit der CDU Südba- den gemeinsam über die neue Schul- formen und deren Weiterentwicklung diskutiert. Entscheidend dabei wäre, auf die innere Schulentwicklung, Beteili- gung und Autonomie zu setzen. Das Credo muss lauten: „Entscheidend ist die Qualität der Bildung". Selbst die Schulen stellen fest, dass selbst bei Abi- turienten die Studierfähigkeit fehlt. Diese Entwicklung setzt sich auch durch die anderen Schularten fort. Was gelehrt werden sollte, kann oft nicht vermittelt werden. Die Schulstruktur darf nicht als Standortpolitik verstanden werden. Aber es muss eine Antwort von uns zur Aufrechterhaltung der Standorte geben. Eine Antwort könnte sein, anstatt alle Schülerinnen und Schüler in eine Schule zu stecken, unter einem Dach mehrere Schulzüge anzubieten, die zu verschiedenen Abschlüssen führen kön- nen. Wichtig dabei ist der JU Südbaden, dass eine hohe Durchlässigkeit geboten ist. Zudem könnte man die Schuleinstu- fung nach der vierten Klasse später nochmals wiederholen und gegebenen- falls korrigieren. Nur so kann eine mög- lichst optimale individuelle Förderung entsprechend den Stärken und Schwä- chen des Kindes erfolgen. Wir müssen die Schulen nach unseren Vorstellungen weiterentwickeln. Es kommt auf die Qualität der Bildung an!

Euer Johannes Rothenberger

KOULU – SCHULE AUF FINNISCH

an! Euer Johannes Rothenberger KOULU – SCHULE AUF FINNISCH WENN die erhoffte Funktionstüchtigkeit der im kommenden

WENN die erhoffte Funktionstüchtigkeit der im kommenden Schuljahr in Baden-Württemberg startenden Gemeinschaftsschule unterstrichen werden soll, wird häufig auf das finnische Schulmodell verwiesen. Dass dieser Ver- gleich mit Finnland nur wenig Sinn macht, wird jedoch klar, wenn man auf einige Fakten achtet:

In Deutschland teilten sich 2011 durchschnittlich 229 Menschen einen Quadratkilometer Fläche, in Finnland hingegen waren es nur 15,97. Die Klassen sind ebenfalls kleiner als in Baden-Württemberg. Durchschnittlich weniger als 15 Schüler besuchen in Finnland eine Klasse, in ländlichen Ge- bieten sind es sogar häufig weniger als zehn Schüler.

Was ist es jedoch, was die neue Landesregierung am finnischen Modell so reizt? Ein Blick „hinter die Kulissen“ gibt vielleicht Aufschluss. Die fin- nischen Schüler besuchen von der ersten bis einschließlich zur neunten Klasse dieselbe Schule. Eine Trennung findet nicht statt. In den ersten sechs Schuljahren werden die Schüler durch einen Klassenlehrer unterrichtet, da- nach lehren Fachlehrer. Im Unterschied zu unserer jetzigen Situation in BW besuchen alle Schüler wirklich nur eine Schule, bis nach der neunten Klasse die Entscheidung für einen akademischen oder einen berufsbildenden Weg getroffen werden muss. Wer den akademischen Weg wählt, muss zunächst eine Aufnahmeprüfung für die gymnasiale Oberstufe bestehen. Unterrichtet wird hier im Kurssystem. Am Ende steht das Abitur, welches jedoch nicht automatisch zu einem Studium berechtigt. Im berufsbildenden Weg steht zuerst der Besuch einer Berufsfachschule mit Berufsausbildung an, anschlie- ßend steht dem Schüler der weitere Besuch einer Fachschule oder der Eintritt ins Berufsleben offen. Ein Wechsel zwischen dem akademischen und dem berufsbildenden Zweig ist unkompliziert. Das staatliche Zentralamt für Un- terrichtswesen setzt nationale Bildungsziele und Standards fest. Der Lehr- plan wird – darauf ausgerichtet – von jeder Schule und Gemeinde individuell erstellt (es besteht Schulautonomie). Dass die Vorgaben einge- halten werden, sieht man daran, dass mehr als die Hälfte aller Jugendlichen das zentral organisierte Abitur erreichen.

Doch nur, weil es in Finnland Früchte bringt, ist ein Modell der Gesamt- schule, bzw. der kleinen Stiefschwester Gemeinschaftsschule, für BW nicht unbedingt tauglich! Wie der Oulusee nicht der Bodensee ist, ist Baden-Würt- temberg eben nicht Finnland!

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ANSTÖSSE

JU SÜDBADEN FORDERT GEÄNDERTES BETREUUNGSGELD

Bezirksvorsitzender Rothenberger: Familien stärker finanziell fördern.

DAS Betreungsgeld ermöglicht eine gute finanzielle Stütze einer jungen Fa- milie im ersten Lebensjahr des Nach- wuches. Bis zur Regelbetreuung ab 3 Jahren sind aber zwei Jahre mit unge- wisser Versorgung. Der weitere Ausbau der Krippenplätze und der Unter-Drei- jährigen-Versorgung bietet den Fami- lien eine gute Betreuungsleistung. Eine spezielle finanzielle Unterstützung soll es nun durch das Betreuungsgeld i.H.v. 150 geben. Die Höhe ist allerdings aus Sicht der JU Südbaden nicht aus- reichend um eine Versorgung er er- möglichen. Die 150 sind nicht geeignet, um einen Gehaltsausfall zu kompensieren. Die JU Südbaden fordert daher die Bundesregierung auf, ein um- fassendes Gesamtkonzept für die Be- treuung von Kindern von 2-3 Jahren vorzulegen. Nach Ansicht der JU Süd-

baden muss für die Familien finanziell möglich sein, zwischen der Betreuungs- einrichtung und der Eigenbetreuung zu wählen. Der Bezirksvorsitzender der JU Südbaden Johannes Rothenberger fin- det: "Insgesamt müssen Familien mehr gefördert werden: direkt finanziell und durch den Ausbau von Betreuungsein- richtungen." Caroline Jenkner und Ca- roline Schuster vom AK Familie und Soziales der JU Südbaden finden, dass 150 nicht ausreichend sind für eine freie Wahl. Nach Ansicht der JU Süd- baden müsste eine direkte Förderung mindestens 400 betragen. Eine Lö- sung über Gutscheine wird abgelehnt. Gutscheine könnten nur für Nötiges ausgegeben werden. Somit wird das Geld frei, welches man sonst dafür auf- wende, so Rothenberger. Man könne den Familien schon zutrauen, dass sie

zu großen Teilen verantwortlich mit dem Geld umgehen können. Zudem müssten die Rentenversicherungsbei- träge in dieser Zeit übernommen wer- den. Sofern das Geld missbräuchlich verwendet würde, müsste auch die Möglichkeit bestehen, die Gelder zu senken oder zu kappen. Zusätzlich zu Sozialleistungen wäre dieses Geld aber nicht zu beanspruchen. Ein Krippen- platz kostet den Staat rund 1000 . Damit könne man eine Betreuung zu Hause mit 400 gut bezahlen. Die Be- treuungszahlung könnte an bestimmte

Bedingungen, wie z.B. das Erlernen der Deutschen Sprache und ärztliche U-Un- tersuchungen gekoppelt sein, so Ro- thenberger. Gerade im ländlichen Raum könnte man so eine flexible Betreu-

ungsstruktur ermöglichen.

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man so eine flexible Betreu- ungsstruktur ermöglichen. 6 JU DISKUTIERT ÜBER GEMEINSCHAFTSSCHULE DIE
man so eine flexible Betreu- ungsstruktur ermöglichen. 6 JU DISKUTIERT ÜBER GEMEINSCHAFTSSCHULE DIE

JU DISKUTIERT ÜBER GEMEINSCHAFTSSCHULE

DIE Gemeinschaftsschule ist Aus- druck einer politischen Ideologie und viel zu schnell und schlecht umge- setzt. Peter Kleefass vom AK Bildung der CDU Südbaden diskutierte mit dem Bezirksausschuss der JU über die neue Schulformen und deren Weiter- entwicklung.

„Entscheidend ist die Qualität der Bildung.“

Entscheidend dabei wäre auf die in- nere Schulentwicklung, Beteiligung und Autonomie zu setzen, so Kleefass. "Entscheidend ist die Qualität der Bil-

so Kleefass. "Entscheidend ist die Qualität der Bil- dung", berichtet Kleefass. Als Rektor müsse er

dung", berichtet Kleefass. Als Rektor müsse er feststellen, dass selbst bei Abiturienten die Studierfähigkeit fehle. "Die Schulstruktur darf nicht als Standortpolitik verstanden werden", so der JU-Bezirksvorsitzende Johan- nes Rothenberger. Aber es müsse eine Antwort der CDU zur Aufrechterhal- tung der Standorte geben.

Eine Antwort könnte sein, anstatt alle Schülerinnen und Schüler in eine Schule zu stecken, unter einem Dach mehrere Schulzüge anzubieten, die zu verschiedenen Abschlüssen führen können. Wichtig dabei ist der JU Süd- baden, dass eine hohe Durchlässigkeit geboten ist. Zudem könnte man die Schuleinstufung nach der vierten Klasse später nochmal wiederholen und gegebenenfalls korrigieren. Nur so kann eine möglichst optimale indi- viduelle Förderung entsprechend den Stärken und Schwächen des Kindes

erfolgen.

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GELBFÜSSLER DER GELBFÜSSLER BEZIRKSTEIL DER JU NORDBADEN BÜRGERNÄHE WIRD ZENTRALISIERT! Informationsveranstaltung
GELBFÜSSLER
DER GELBFÜSSLER
BEZIRKSTEIL DER JU NORDBADEN
BÜRGERNÄHE WIRD ZENTRALISIERT!
Informationsveranstaltung der JU Rhein-Neckar zur Polizeireform.

DIE Informationsveranstaltung der

Jungen Union (JU) Rhein-Neckar zur

Polizeistrukturreform der grün-roten

Landesregierung, die am 09.März 2012

im Grünen Baum in Schwetzingen

stattfand, stieß in der Bevölkerung auf

regen Andrang. „Dies zeigt klar, dass

das Thema die Menschen bewegt und

große Unsicherheit über die anstehende

Reform herrscht“, kommentierte der JU-

Kreisvorsitzende Thomas Bening die

lich. Gerade die ländlichen Regionen werden extrem geschwächt. Bedenkens- wert sei außerdem, dass die Kosten nicht abschließend geklärt sind. Die ver- gleichbare Reform in Bayern hat jedoch laut dem obersten Rechnungshof rund 100 Millionen Euro gekostet. Zudem wird die Polizeichefrunde entgegen dem Motto „Weniger Häuptlinge, mehr In- dianer“ unnötig aufgebläht.

große Besucherzahl. Die JU Rhein-Neckar konnte mit dem Bezirksvorsitzenden und stellvertreten- den Landesvorsitzenden
große Besucherzahl.
Die JU Rhein-Neckar konnte mit dem
Bezirksvorsitzenden und stellvertreten-
den Landesvorsitzenden des Arbeits-
kreises Polizei der CDU Baden-Würt-
temberg, Gerhard Regele, einen hoch-
karätigen Referenten zu diesem schwer-
wiegenden Thema gewinnen. Zunächst
wies Regele darauf hin, dass die baden-
württembergische Polizei mit einer her-
vorragenden Aufklärungsquote, der
zweitniedrigsten Häufigkeitsziffer an
Straftaten und den geringsten Pro-
Kopf-Kosten im bundesweiten Vergleich
zur absoluten Spitzengruppe gehört.
Ende Januar hatte SPD-Innenmini-
ster Reinhold Gall die Eckpunkte der
Polizeistrukturreform vorgestellt, die
von einer Projektgruppe entwickelt
wurden. Die Reformvorschläge umfas-
sen eine deutliche Straffung der Auf-
baustruktur und eine beträchtliche
Zentralisierung. Diese Zentralisierung
jedoch zerschlägt bewährte Strukturen
in der baden-württembergischen Polizei
und ist alles andere als bürgerfreund-
Auch der Umwelt wird mit der grün-
roten Reform kein Gefallen getan. Auf-
grund der Entfernungen werden
schätzungsweise zehn Millionen mehr
Fahrtkilometer bei der Polizei verur-
sacht. Gerhard Regele warnte vor lan-
gen Wartezeiten in Notfällen aufgrund
der weiten Anfahrtsstrecken. „Gerade
im Bereich der inneren Sicherheit ist
kriminalpolizeilicher Sachverstand und
Präsenz vor Ort unabdingbar. Schließ-
lich finden die Straftaten immer noch
vor Ort statt, diese lassen sich ja nicht
zentralisieren“, so Regele. Die Schlie-
ßung der kriminalpolizeilichen Außen-
stellen im Bereich der Polizeidirektion
Heidelberg in Weinheim, Sinsheim,
Eberbach, Wiesloch und Schwetzingen
scheint schon besiegelt, auch wenn dies
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unwiderlegbar dem Prinzip effizienter Polizeiarbeit widerspricht. Gerade im Bereich der Rauschgiftkriminalität wird ein Wiederanstieg fahrlässig in Kauf ge- nommen, da „Prävention durch Re- pression“ bei einer Zentralisierung erschwert werde.

Die kürzlich durchgeführte SWOT- Analyse, die sich mit den Stärken und Schwächen der aktuellen Struktur be- schäftigte, ergab, dass gerade die Bür- gernähe positiv in der Bevölkerung wahrgenommen wird. Doch die Regie- rung lässt keine fachliche Diskussion zu. Die Unzufriedenheit tausender Polizi- sten wird ignoriert. Dabei hätte sich die deutsche Polizeigewerkschaft eine breit angelegte fachliche Mitwirkung ge- wünscht und keinen vorgegebenen Auf- trag zur Umsetzung eines Prestige- Projekts, das ohne jeglichen Spielraum bereits im Koalitionsvertrag festgelegt wurde. „Politik des Gehörtwerdens“ sieht anders aus.

Nach einer lebendigen Diskussions- runde bedankte sich Thomas Bening bei Gerhard Regele für dessen informati- onsreichen Vortrag mit einer guten Fla- sche Wein: „Die werden Sie brauchen, um noch so manche bittere Pille der ak- tuellen Landesregierung zu schlucken!“ Die JU Rhein-Neckar stellt die grün-rote Polizeistrukturreform deutlich in Frage und fordert die Landesregierung auf, die Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin zu gewährleisten und eine aufrichtige Debatte zuzulassen. 6

GELBFÜSSLER

ZUSTIMMUNG ZUM NATIONAL- PARK LÄSST SICH NICHT ERKAUFEN

WIE nun bekannt wurde, plant die rot-grunë Landesregierung ein impo- santes Förderprogramm fur̈ den Na- tionalpark Nordschwarzwald: 80 Mio. Euro. Die JU appelliert an die Kommunalpolitiker, sich nicht mit einem Förderprogramm kaufen zu lassen und Sachargumente in den Vordergrund zu stellen. Mit dem geplanten Nationalpark beschäftigen sich die jungen Politiker der JU schon seit einiger Zeit, bei- spielsweise sind diese im Gespräch mit Befürwortern und Gegner des Vorhabens oder haben Teile der be- troffenen Waldgebiete besucht. „Bis- her stand für uns ein sachlicher Diskurs über die Fakten und über aufkommende Emotionen der Burger̈ im Vordergrund“, erklärt JU-Presse- referent Kai Mungenast aus dem Murgtal. „Wir haben beide Seiten ge- hört und uns ein umfassendes Bild gemacht.“ Erschüttert sei man aber über das Handeln der rot-grünen Landesregierung, die angeblich plant, fur̈ den Nationalpark Nordschwarz- wald eine Investitionssumme von 80 Millionen Euro bereit zu stellen: „In- vestitionen in unsere Region sind

wichtig! Aber diese sollten dann auch wirklich in die Region fließen und nicht Turöffner̈ fur̈ ein solch umstrit- tenes Projekt wie den Nationalpark sein! Man könnte den Eindruck haben, dass die Landesregierung sich hier mit den Millionen die Zustim- mung der Bevölkerung kaufen möchte.“ Lieber wurdë die JU diese Summe als Investition fur̈ Kinder und Jugendliche sehen: In unsere Schu- len, in die außerschulische Jugend-

JU-LER FEIERN 180 JAHRE HAMBACHER FEST

Jugend- JU-LER FEIERN 180 JAHRE HAMBACHER FEST EINES der wichtigsten Ereignisse der deutschen

EINES der wichtigsten Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte fand am 27. Mai 1832 statt - bekannt gewor- den ist es als das "Hambacher Fest". 180 Jahre ist es jetzt her, dass Bürger dort zum ersten Mal öffentlich ein geeintes und demokratisches Deutschland for- derten. Grund genug für JU-ler aus Karlsruhe, Germersheim, Neustadt und Bad Dürkheim in einer gemeinsamen Veranstaltung die Ereignisse von da- mals wieder aufleben zu lassen: Mit einer Mondscheinführung durch das Hambacher Schloss und der Fest-Aus- stellung starteten sie in die gemeinsa-

men Feierlichkeiten am Abend des 26. Mai. "Das Hambacher Fest ist ein Schlüsselereignis in der deutschen Ge- schichtsschreibung. Damals haben sich mutige Männer und Frauen für ein ei- niges Deutschland mit einem demokra- tischen System eingesetzt, dass für uns

heute so selbstverständlich ist. Das En- gagement junger Menschen in der Jun- gen Union - und in den anderen Jugendparteien - ist ein Garant dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt", so Daniel Gerjets, der Vorsitzende der JU Karlsruhe-West. Die Neustädter erwiesen sich damals wie heute als gute Gastgeber und sorg- ten umfassend für das leibliche Wohl aller Teilnehmer. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten die offiziellen Feierlichkeiten zum Hambacher Fest am Pfingstsonntag, zu dem Menschen aus

allen Teilen Deutschlands kamen.

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GEMA-GEBÜHRENERHÖHUNG IST GIFT FÜR DIE FEIERKULTUR

DIE Junge Union (JU) Karlsruhe spricht sich entschieden gegen die ge- plante Tarifreform der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mecha- nische Vervielfältigungsrechte (GEMA) und die damit einhergehenden Gebüh- renerhöhungen für Gastronomen, Club- und Discothekenbetreiber aus.

sich künftig in zwei statt bislang elf Tarifen nach der Höhe des Eintritts- preises, der Größe des Clubs und der Dauer der Veranstaltung bemessen. Sobald eine Veranstaltung länger als fünf Stunden dauert, wird zudem ein Zuschlag von 50 Prozent fällig. „Jede Discothek öffnet an einem Abend län- ger als fünf Stunden. Gerade dieser Zuschlag ist für uns daher völlig will- kürlich und ungerechtfertigt“, so Ruf weiter. „Die GEMA verfolgt an sich ein ehrenwertes Ziel, nämlich Künstlern die Tantiemen für ihr geistiges Eigen- tum zukommen zu lassen. Dies ist gut und richtig. Zu hohe Gebühren helfen allerdings niemandem, sie bedrohen

stattdessen viele Existenzen“, so Ruf.

„Preissteigerungen von bis zu meh- reren hundert Prozent sind für viele Unternehmer nicht tragbar. Die Folge wären erhebliche Preissteigerungen für die Gäste oder sogar die Schlie- ßung von Bars und Clubs“, erklärt der Kreisvorsitzende David Ruf. Bislang gilt für Discotheken ein Pauschalbe-

6 trag an GEMA-Gebühren. Diese sollen

bildung und soziale Angebote.

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SCHWARZES BRET T

22.9. Freundschaftstreffen der JU BW und der JU Hessen THE IDES OF MARCH 5.- Deutschlandtag
22.9. Freundschaftstreffen
der JU BW und
der JU Hessen
THE IDES OF MARCH
5.- Deutschlandtag
des US-amerikani-
„Tage des Verrats“
ist der deutsche Titel
7.10.
der
JU Deutschland
mit Neuwahlen des
Bundesvorstandes
Rostock
schen Films „The Ides of
March“, welcher
eine schonungs-
lose Abrechnung mit den
politischen Mechanismen und
Es geht um
Amerikas liefert.
dem politischen Establishment
13.11. Polit-Talk der JU BW
Verführung und
Korruption. Dabei
Verrat, Idealismus und
mit Arbeitgeberpräsi-
werden anhand
der demokratischen Vorwahlen im ameri-
dent
Prof.
Dr. Dieter
die politi-
kanischen Präsidentschaftswahlkampf weniger
Hundt ◊ 20.00 Uhr
schen Inhalte und Politiker,
als vielmehr das Wahlkampf-
17.- Bezirkstag 2012
team und
dessen Aktivitäten in
den Vordergrund gerückt.
18.11. der Jungen Union
Ostalbkreis Nordwürttemberg
George
Clooney gelingt
es als Regisseur mit perfekter Be-
setzung
die schmerzhaften Erfahrungen
auf-
eines jungen,
nachzuzeichnen, der
strebenden Wahlkampfstrategen
22.11. Polit-Talk & Empfang
des Freundeskreises
erkennen muss, dass
Politiker kei-
der von ihm unterstützte
der JU BW mit
dem
neswegs von
so hoher
Moral, Konsequenz
und Integrität
Vorsitzenden der
deutschen Bischofs-
konferenz Erzbischof
Robert Zollitsch
20.00 Uhr
ist, wie er
dies erwartet hat. Es ist gerade diese
charismati-
sche,
des Wahlkampf-
durchaus vielschichtige Darstellung
managers Stephen Myers durch
Ryan Gosling, welche den
erscheinen lässt. Dessen Wandlung
Film als sehenswert
vom
glühenden Verfechter
und Idealisten zum verbitterten
Politprofi sollte gerade all
diejenigen nachdenklich stim-
men,
die selbst im politischen
Geschäft unterwegs sind.
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SCHWARZES BRET T Redaktionsschluss 7 24. August 2012 Alle Beiträge sind in digitaler Form und

SCHWARZES BRET T

Redaktionsschluss 7 24. August 2012 Alle Beiträge sind in digitaler Form und ein- schließlich Fotos
Redaktionsschluss
7 24. August 2012
Alle Beiträge sind in digitaler
Form und ein-
schließlich Fotos mit einer Bildauflösung
von
min. 300 dpi an hg@ju-bw.de zu
senden. Die
Redaktion behält sich Änderungen
und Kür-
zungen der eingereichten
Beiträge vor.
Namentlich gekennzeichnete
Artikel geben
nicht unbedingt die Meinung von Herausgeber
und Redaktion wieder.

„Humane Gesellschaft“ – was bedeutet das eigentlich?

Die „Humane Gesellschaft“ ist nicht nur die Mitgliederzeitschrift der Jungen Union Baden-Württemberg, sondern auch wichtiger Bestandteil unseres Leitbildes: Nachdem Deutschland 1969 erstmals von einer Koalition aus SPD und FDP regiert wurde, begann die Junge Union mit einer umfassenden Erneuerung, die 1973 in einem Grundsatzprogramm unter dem Namen „Für eine humane Gesellschaft“ mündete.

dem Namen „Für eine humane Gesellschaft“ mündete. Beiträge zur damaligen Grund- satzprogramm- debatte wurden

Beiträge zur

damaligen Grund-

satzprogramm-

debatte wurden 1976 in Buchform veröffentlicht.

Themenschwerpunkte waren unter anderem der Mensch als Mit- telpunkt der Politik, demokratischer Staat und offene Gesellschaft, menschenwürdige Lebensbedingungen sowie Politik für den Frieden. Der Anspruch, eine Gesellschaft vom Menschen – und nicht von einer Ideologie – aus zu denken und Politik für die Menschen zu machen, besteht im Namen dieser Zeitschrift, aber auch im Selbst- verständnis der Jungen Union bis heute fort.

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SCHEIBENWISCHER

WWW.JU-NW.DE

SCHEIBENWISCHER WWW.JU-NW.DE Björn Hannemann DIE Fußball-Eu- ropameisterschaft hat einmal mehr das Erscheinungsbild
Björn Hannemann
Björn
Hannemann

DIE Fußball-Eu- ropameisterschaft hat einmal mehr das Erscheinungsbild deutscher Städte

und Gemeinden ver- ändert: Die schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne – sonst in der Öf- fentlichkeit eher eine Rarität – schmückt zahlreiche Häuser, Autos und Straßen. Diese wohltuende Ver- änderung sagt viel über das deutsche Nationalgefühl. Wir identifizieren uns mit Deutschland, wir sind stolz auf unsere Nationalmannschaft, wir sind stolz auf die kulturellen, sozia- len und wirtschaftlichen Errungen- schaften Deutschlands. Doch dieser Patriotismus bricht nur zu bestimm- ten Ereignissen aus uns heraus. Denn wir wurden jahrzehntelang von der politischen Linken dazu erzogen, keine Vaterlandsliebe zu zeigen. Diese Geisteshaltung ist die Ursache zahlreicher Probleme in unserem Land – nicht zuletzt bei der Integra- tion von Ausländern. Massenzuwan- derung und gleichzeitig fehlender Patriotismus haben Parallelgesell- schaften und Integrationsverweige- rung über viele Jahrzehnte entstehen lassen. Worin soll sich ein Ausländer auch integrieren, wenn wir Deut- schen uns so wenig mit unserem Land und seiner Kultur identifizie- ren? Ereignisse wie die Europamei- sterschaft geben zum Glück Anlass zur Hoffnung.

Euer

sterschaft geben zum Glück Anlass zur Hoffnung. Euer Björn Hannemann 6 SCHEIBENWISCHER BEZIRKSTEIL DER JU

Björn Hannemann

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SCHEIBENWISCHER

BEZIRKSTEIL DER JU NORDWÜRTTEMBERG

PG EUROPA

GESPRÄCH MIT GERHARD STRATTHAUS

Mit einem Gespräch mit dem ehemaligen Finanzminister Baden-Württem-

bergs, Gerhard Stratthaus, hat die PG Europa ihre Arbeit aufgenommen. Europa und der Euro werden auch das Thema des Bezirkstags am 17.-18. November im Ostalbkreis sein. Über weitere Sitzungen der PG Europa wird rechtzeitig

unter www.ju-nw.de informiert.

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JU NORDWÜRTTEMBERG FÜR BETREUUNGSGELD

DIE Junge Union Nordwürttemberg fordert die Koalitionsparteien im Bund auf, das geplante Betreuungsgeld jetzt zügig zu beschließen. Der abwertende Begriff „Herdprämie“ sei vollkommen daneben, da das Geld unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern bezahlt wird. Eltern, bei denen eine Tagesmutter oder ein Au-Pair-Mädchen die Betreu- ung übernimmt, erhalten das Geld als

Zuschuss zu den Betreuungskosten. „Das ist nur gerecht“, wie der stellver- tretende JU-Bezirksvorsitzende Steffen Kirsch ausführt: Immerhin werden die Krippenplätze ebenfalls staatlich bezu- schusst. Björn Hannemann: „Statt Gra- benkämpfe zu führen und dabei eigene Positionen über den Haufen zu werfen,

sollte die Politik lieber zeigen: Wir neh-

men Wahlfreiheit ernst“.

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JU LEHNT ZWANG ZUR PARITÄTISCHEN KOMMUNALWAHLLISTE AB

BEI der Jungen Union sorgen die Forderungen von Grünen und Frauen Union zur paritätischen Besetzung von Kommunalwahllisten für Unver- ständnis. „Die CDU bemüht sich seit langem, möglichst viele Frauen auf die Kommunalwahllisten zu setzen“, erklärt der Bezirksvorsitzende der JU in Nordwürttemberg, Björn Hanne- mann. Daher sei diese Forderung „eine Misstrauenserklärung gegen-

über den Tausenden Ehrenamtlichen, die in den 1100 Kommunen des Lan- des unterwegs sind, um die Listen

aufzustellen“, wie der stellvertretende Bezirksvorsitzende Steffen Kirsch, CDU-Vorsitzender und Stadtrat in Remseck, ergänzt. Stattdessen fordert die Junge Union die Frauen Union auf, Vorschläge zu machen, wie mehr Frauen für Kommunalpolitik begei-

stert werden können.

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SCHEIBENWISCHER

SCHEIBENWISCHER 10 T PPS… für eine erfolgreiche Mitgliederwerbung Regel Nr. 1: Mitgliederwerbung braucht eine Struktur

10 T PPS…

für eine erfolgreiche Mitgliederwerbung

Regel Nr. 1: Mitgliederwerbung braucht eine Struktur und ein Konzept!

• Mitgliederwerbung muss sich an den Strukturen

der Landkreise, der Städte und Gemeinden orientieren.

Diese Strukturen geben das Arbeitsprogramm für den Kreisverband vor.

• Die Werbung von Neumitgliedern darf nicht dem Zufall

überlassen sein, sondern Erfolge werden durch das abar- beiten von einzelnen Ortschaften und Gemeinden in Hin- blick auf mögliche Potentiale erzielt.

Regel Nr. 2: Zum Erfolg durch Neugründungen!

• Der schnellste Weg zum Mitgliederzuwachs ist die Neugründung.

• Gründungen machen auch Sinn, wenn anfangs nur wenige Mitglieder vor Ort zu gewinnen sind.

• Das Ziel muss die flächendeckende Vertretung in einem Landkreis sein.

• Mitgliederwerbung bedeutet vor allem:

„Kampf um jede Ortschaft und jede Gemeinde“

Regel Nr. 3: Mitgliederwerbung ist Dauerthema!

• Keine Sitzung ohne Sachstand zur Mitgliederwerbung.

• Das Thema muss in jeden Kopf im Kreisvorstand und den

Verbänden. Die Mitgliederwerbung wird wie ein inhalt- liches Thema bearbeitet.

Regel Nr. 4: Die CDU für die Mitgliederwerbung nutzen!

• Die CDU hat in unseren Landkreisen Verbandsstruktu- ren bis in die Ortschaften.

• Dieses Netzwerk muss für die Mitgliederwerbung nutzbar gemacht werden.

• Die Struktur der JU kann schrittweise entlang

der Verbandsstruktur der CDU ausgebaut werden.

Regel Nr. 5: Auf den Wettbewerb kommt es an!

• Mitgliederkampagnen mit einem klar definierten Ziel

sind ein gutes Mittel, um die Verbände zu und Mitglieder zu beteiligen.

• Wichtig ist der Wettbewerb zwischen den einzelnen Ver- bänden. Leistung bei der Mitgliederwerbung sollte ge- würdigt und belohnt werden.

Regel Nr. 6: Erreichbarkeit und kurze Wege!

• Die Erreichbarkeit für Interessenten und direkte Ansprechpartner sind wichtig.

7 KONTAKT FÜR RÜCKFRAGEN:

• Die Internetpräsenz muss ganz auf diesen Zweck aus-

gerichtet sein. Klare Information, klare Ansprechpart- ner und Onlineformulare.

Regel Nr. 7: Landes- und Bezirksverband in der Pflicht!

• Für unsere übergeordneten Verbände muss

die Mitgliederwerbung ein Hauptthema darstellen.

• Ansätze, wie das Neugründungsprogramm der JU

Baden-Württemberg sind gute Ansätze und müssen aus-

gebaut und auch im Bezirksverband aufgelegt werden.

• Übergeordnete Verbände müssen Anreize für Neu- gründungen schaffen.

Regel Nr. 8: Die Wahl der richtigen Mittel ist entscheidend!

• Die Wahl der Veranstaltungen und Formen

der Mitgliederwerbung sind vielfältig.

• Es muss darauf geachtet werden, dass Mitgliederwer-

bung niederschwellig angelegt sein muss. „Wir sind kein Debattierclub, sondern eine aktive Jugendorganisation“

Regel Nr. 9: Die Außenwirkung und Vernetzung muss stimmen!

• Multiplikatoren sind enorm wichtig.

Wir brauchen Interessen-und Jugendgruppen, die unsere Grundeinstellungen teilen.

• Diese Gruppen bilden zum einen ein großes Potential

und sind gleichzeitig wichtig für die Außenwirkung der Jungen Union.

• Genauso entscheidend ist die mediale Darstellung.

Junge Bürgerinnen und Bürger müssen überzeugt werden, dass die Junge Union die Interessenvertretung der jungen Generation in ihrem Landkreis ist.

Regel Nr. 10: Begeisterung und persönlicher Kontakt!

• Letztlich ist es entscheidend Begeisterung für die

eigene Sache zu vermitteln. Nur wer selbst begeistert

ist, kann andere überzeugen.

• Interessenten müssen den Eindruck haben, dass es für

die Junge Union wichtig ist, möglichst viele Meinungen und Standpunkte durch Mitglieder zu erhalten.

• Das Gegenüber steht im Mittelpunkt. Nicht als Neumitglied Nr. X, sondern als Person.

• Direkt nach der Aufnahme eines Neumitglieds,

muss sich eine Person vor Ort um dieses kümmern.

SCHWARZER GRAT

SCHWARZER GRAT DER SCHWARZE GRAT BEZIRKSTEIL DER JU WÜRTTEMBERG-HOHENZOLLERN W W W . J U -

DER SCHWARZE GRAT

BEZIRKSTEIL DER JU WÜRTTEMBERG-HOHENZOLLERN

WWW.JU-WUEHO.DE

Marcel Bonnet
Marcel Bonnet

LIEBE FREUNDINNEN UND FREUNDE,

IN milliardenschweren Zeiten im Zeichen der Euro- Krise erinnere ich mich an eine Begegnung im vergan- genen Jahr in Italien. Ein geschäftstüchtiger Fischmarktverkäufer versicherte mir, dass er von und für seinen deutschen Kunden nur das Beste wolle. Au- genzwinkernd verriet er mir, er wolle doch nur mein Geld.

Diese Anekdote ist zwar nett zu erzählen, allerdings hat sich das Verhalten des italienischen Fischmarkt- verkäufers mittlerweile offenbar bis in den höchsten politischen Ebenen Italiens, Spaniens, Frankreichs und Griechenlands durchgesetzt. Die Euro-Krise spitzt sich immer weiter zu. Die deutsche Bundesregierung kann nur mit großen Anstrengungen verhindern, dass wir für das „schöne Leben“ im Mittelmeerraum die Zeche zahlen müssen. Bleibt zu hoffen, dass wir standhaft bleiben. Die Opposition im Bundestag ist uns ja leider keine große Hilfe.

Umso mehr müssen wir als Junge Union das Thema Finanz- und Haushaltspolitik besetzen. Schließlich sind wir diejenigen, die auch noch in Jahrzehnten unser Land gestalten wollen. Deshalb sollten wir in den nächsten Monaten sowohl die grün-rote Landesregie- rung in ihrer Finanz- und Haushaltspolitik stellen, als auch unsere Vorstellung über die zukünftige Finanz- und Haushaltspolitik für Deutschland und Europa for- mulieren.

Wenn wir die Euro-Krise überstehen wollen, dann kann es nur dann gelingen, wenn wieder klar wird, dass Wohlstand nur durch Leistung möglich ist. Gleichzeitig müssen wir auch deutlich machen, dass wir in Deutschland nicht laufend nur darüber reden können, wie wir unseren Sozialstaat weiter ausbauen sondern wie wir es schaffen, dass bei immer weniger Leistungsträgern der Staat seine Aufgaben noch erfül- len kann. Wir sollten nicht zulassen, dass nur diejeni- gen, die sich ihr Leben im und vom Sozialstaat gestalten lassen, ihre Vorstellungen in der politischen Diskussion durchsetzen. Wir sollten es sein, die den Leistungsträgern unserer Gesellschaft eine Stimme geben. Den schließlich sind es eben diese Leistungsträ- ger, die dafür sorgen, dass genug Geld für soziale Wohltaten bereitsteht.

In diesem Sinne möchte ich gerne mit Euch in den nächsten Monaten das Thema Finanz- und Haushalts- politik in unseren Fokus nehmen.

Herzliche Grüße

Euer

Monaten das Thema Finanz- und Haushalts- politik in unseren Fokus nehmen. Herzliche Grüße Euer Marcel Bonnet

Marcel Bonnet

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SCHWARZER GRAT

KEIN GESINNUNGSWAHLRECHT

Junge Union Württemberg-Hohenzollern kritisiert Vorschläge zur Änderung des Kommunalwahlrechtes scharf

DIE Landtagsfraktion der regie- renden Grünen hat eine gravie- rende Änderung des baden- württembergischen Kommunal- wahlrechts ins Spiel gebracht. Die Partei möchte per Gesetz erlassen, dass Kommunalwahllisten ab 2014 verpflichtend aus ebenso vielen männlichen wie weiblichen Kandi- daten bestehen sollen. Dieser Vor- schlag stellt nach Überzeugung des Bezirksverbandes der Jungen Union einen nicht zu vertretenden Eingriff in die Freiheit der Wahl und die Autonomie der Parteien und Wahl- gruppierungen dar. Diese ideologi- sierte Gängelung sei trotz ver- tretbarer Motive nicht tolerierbar.

„Hier zeigen die Grünen wieder einmal ihr seltsames Demokratie- verständnis“, ärgerte sich der JU-

seltsames Demokratie- verständnis“, ärgerte sich der JU- Bezirksvorsitzende Marcel Bonnet, „Wir sind uns einig,
seltsames Demokratie- verständnis“, ärgerte sich der JU- Bezirksvorsitzende Marcel Bonnet, „Wir sind uns einig,

Bezirksvorsitzende Marcel Bonnet, „Wir sind uns einig, dass wir mehr Frauen in kommunalpolitischer Verantwortung sehen wollen. Dies rechtfertigt es jedoch auf keinen Fall einen solch drastischen Eingriff in die Freiheit der Wahl“.

„Hier zeigen die Grünen wieder einmal ihr seltsames Demokratie- verständnis.“

Der JU-Bezirksverband bezweifle stark, dass die Wahlrechtsänderung verfassungsgemäß sein könne, da sie den Grundprinzipien der freien, geheimen und gerechten Wahl wi- dersprächen. Doch selbst wenn sich

das von den Grünen in Auftrag ge- gebene Gutachten bestätige und der Eingriff in das Wahlrecht prinzipiell möglich sei, dürfe der Zweck hier nicht die Mittel heiligen.

„Natürlich wünschen auch wir uns mehr Frauen in der (Kommu- nal-)Politik, aber zuerst zählen nun mal Befähigung und Kompe- tenz, und dann müssen die Wähler entscheiden, welche Konzepte und Personen sie wählen wollen“, fügte

der stellvertretende Bezirksvorsit- zende Gabriel Fürst ein. Es könne nicht angehen, dass die Grünen allen mit einer Art Gesinnungs- wahlrecht ihr Weltbild aufdrück-

ten.

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ein. Es könne nicht angehen, dass die Grünen allen mit einer Art Gesinnungs- wahlrecht ihr Weltbild
ein. Es könne nicht angehen, dass die Grünen allen mit einer Art Gesinnungs- wahlrecht ihr Weltbild
ein. Es könne nicht angehen, dass die Grünen allen mit einer Art Gesinnungs- wahlrecht ihr Weltbild
ein. Es könne nicht angehen, dass die Grünen allen mit einer Art Gesinnungs- wahlrecht ihr Weltbild

UNTERWEGS IN BW

UNTERWEGS IN BW NATÜRLICH NAGOLD „Grüne Urbanität“ auf der Landesgartenschau Hohennagold ZWISCHEN Gäu und

NATÜRLICH NAGOLD

„Grüne Urbanität“ auf der Landesgartenschau

Hohennagold
Hohennagold

ZWISCHEN Gäu und Schwarzwald

liegt die Stadt Nagold, die auch als „Tor

zum Schwarzwald“ bezeichnet wird.

Nagold befindet sich im Landkreis Calw

und gehört zum Bezirk Nordbaden. Die

Stadt liegt inmitten einer attraktiven

Landschaft, in einem weiten Tal, in dem

Nagold und Waldach zusammenfließen.

voller Blüte erstrahlen. Eine Vielzahl von Ausstellungs- und Freizeitattraktionen machen die Landesgartenschau zu einem Ausflugsziel für die ganze Fami- lie. Das Herzstück der Gartenschau bil- den die Blumenschauen, die in einem ehemaligen Brauereigebäude veranstal- tet werden. Das Meer aus Blumen er- streckt sich über das ganze Garten- schauareal und die Altstadt. Neben den Frühjahrs- und Sommerblumen inspi- rieren verschiedenste Themengärten, Ausstellungen und Pflanzungen. Beson- ders hervorstechend ist dabei der Plata- nenkubus im Riedbrunnenpark. Das begehbare baubotanische Werk verbin- det Technik und Natur, durch stählerne Konstruktionselemente und lebende, pflanzliche Strukturen. Ein weiteres ein- zigartiges Projekt ist die Forstkugel. In der mehrstöckig begehbaren Kugel aus Glas und Holz finden verschiedene Aus- stellungen statt, die zum Verweilen und Mitmachen einladen.

Unweit entfernt befindet sich die spektakulärste Freizeitattraktion. Im Hochseilgarten können Abenteuerlus- tige in 19,5 Meter Höhe fast 500 Meter kreuz und quer in die Tiefe rasen. Mit- ten auf dem Gelände ist das imposante Monument keltischer Kultur, die Nagold geprägt hat, im Krautbühlpark zu be- staunen. Besucher können den „Kraut- bühl“, in dem sich ein keltisches Fürs- tengrab befindet, erkunden.

Platanenkubus Forstkugel
Platanenkubus
Forstkugel

Direkt über der Waldach erstreckt

sich das Viadukt, eines der Wahrzeichen

der Stadt. Neben der Nähe zur Natur be-

sticht Nagolds Altstadt mit historischen

Bauwerken, kleinen Gassen und präch-

tigen Fachwerkhäusern. Die Stadtge-

schichte lässt sich im Steinhaus, dem

ältesten Gebäude Nagolds, auf span-

nende Weise erleben.

Den Weg nach Nagold weisen schon

von weit her die buntbemalten Kunst-

leitpfosten der Landesgartenschau. Die

besondere Attraktion im Jahr 2012 fin-

det vom 27. April bis zum 07. Oktober

unter dem Motto „Grüne Urbanität“

statt. Die künstlerischen und gärtneri-

schen Meisterwerke lassen die Stadt in

Hoch über der Stadt thront die Burg- ruine Hohennagold auf dem sagenum- wobenen Schlossberg. Von dort aus hat man eine herrliche Aussicht und kann die mittelalterliche Bepflanzung im Burggarten genießen. Die Hohennagold ist ein idealer Ausgangspunkt für Wan- der- und Radtouren. Während der Gar- tenschau finden besondere Veran- staltungen, wie das Burgkonzert, ein mittelalterlicher Markt und das Kelten- fest, statt. Auf dem gesamten Garten- schaugelände werden über 3000 Veran- staltungen für Jung und Alt angeboten. Die Kabarett-, Theater- und Konzertauf- führungen werden durch den besonde- ren Charme der Kulisse zu einem ein-

zigartigen Erlebnis. Als Highlight findet zwischen dem 16. Juni und 19. August

der „Nagolder Sommerzauber“ statt.

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REGION: Nordschwarzwald FLÄCHE: 63,09 km² EINWOHNER: 22.542

Quelle: wikipedia

INFOS: www.nagold.de und www.landesgartenschau-nagold.de

JULIA RAPP 23 Jahre, Pressereferentin der JU Calw
JULIA RAPP
23 Jahre,
Pressereferentin der JU Calw

OLYMPIA 2012

Die Jugend der Welt trifft sich in London

SPORT UND POLITIK – was oft so gegensätzlich erscheint ist doch enger verknüpft als man auf den ersten Blick vermutet. Nicht nur die Proteste im Vorfeld der Fußball-Europameister- schaft in der Ukraine im Fall Julia Ti- moschenko, nein auch die Boykott- aufrufe beim diesjährigen Formel 1- Rennen in Bahrain binden Sport und Politik in der öffentlichen Wahrneh- mung aneinander.

Seit der Antike sind es jedoch vor allem die Olympischen Spiele, welche als Synonym für einen politisierten Sport dienen, und dies gilt auch bis heute für die Spiele der Neuzeit. Schon 3000 v. Chr. wurden solche Spiele auf der Peloponnes abgehalten und begei- sterten alle 4 Jahre die Bürger in

Auch die Olympischen Spiele der Neuzeit werden immer wieder von politischen Begleitumständen flankiert, in Erinnerung bleiben etwa die Siege des farbigen US-Leicht- athleten Jesse Owens bei den Spielen 1936 in Berlin unter den Augen Adolf Hitlers, die Geiselnahme und Ermordung israelischer Athleten bei den Spielen in München 1972, die Boykott-Spiele in Moskau 1980 und Los Angeles 1984, wie auch die Men- schenrechtsproteste 2008 in Peking. So blickt die Welt ab dem 27. Juli für knapp zwei Wochen gespannt und voller Vorfreude nach London, wo zum dritten Mal nach 1908 und 1948 die Olympischen Sommerspiele statt- finden werden.

und 1948 die Olympischen Sommerspiele statt- finden werden. Olympia, Delphi, Korinth und Nemea. Auch damals waren

Olympia, Delphi, Korinth und Nemea. Auch damals waren diese panhelleni- schen Spiele stets politisch begleitet und dienten nicht nur als Forum für Politiker und Diplomaten der griechi- schen Welt, sondern der „heilige Frie- den“ und das Verbot jeglicher Kriegs- handlungen während der Dauer der fünfttägigen Spiele verliehen den „Spielen für die Götter“ einen expo- nierten Charakter.

10.500 Sportler messen sich in 26 Sportarten und küren in 302 Wettbe- werben ihre Olympiasieger, mehr als 200 Nationen werden eine Athletende- legation nach Großbritannien entsen- den und unterstreichen die globale und auch weltpolitische Bedeutung dieser Spiele der Jugend!

Knapp 390 deutsche Athleten wer- den in der Stadt an der Themse um

AUSBLICK OLYMPIA

wer- den in der Stadt an der Themse um AUSBLICK OLYMPIA Gold, Silber und Bronze kämpfen,

Gold, Silber und Bronze kämpfen, angeführt von den Schwimm-Stars Paul Biedermann und Britta Steffen gilt es für die deutsche Mannschaft die Me- daillenbilanz von den Spielen in Pe- king 2008, als Deutschland Platz 5 im Medaillenspiegel mit 41 Medaillen (16 Gold, 10 Silber und 15 Bronze) belegte. Neben den deutschen Sportgrößen werden aber auch weitere internatio- nale Sportstars in London an den Start gehen. Ein Highlight wird sicher der Auftritt des schnellsten Manns der Welt, Usain Bolt aus Jamaika, und man wird ebenfalls verfolgen können, ob Rekord-Schwimmer Michael Phelps seine 8 Goldmedaillen von Peking noch einmal übertrumpfen kann.

Wir freuen uns auf die Olympischen Sommerspiele sowie auf die anschlie- ßenden Paralympischen Spiele in Lon- don und werden das Motto der Spiele verinnerlichen – „Inspire a genera- tion!“ 6

SIMON WEISSENFELS 25 Jahre, Triathlet, Kreisvorsitzender JU Göppingen, Mitglied im Landesvorstand
SIMON WEISSENFELS
25 Jahre, Triathlet,
Kreisvorsitzender JU Göppingen,
Mitglied im Landesvorstand

AUS’M LÄNDLE

JU HEIDELBERG

MATTHIAS KUTSCH EINSTIMMIG WIE- DERGEWÄHLT

ALLE 32 anwesenden Mitglieder stimmten am 21.6.2012 für den 28-Jährigen. Der alte und neue Kreisvorsitzende der Jungen Union Heidelberg konnte in seinem Be- richt vor über 50 Gästen im gefüll- ten Saal des Heidelberger Ruder- klubs auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Darin hat die JU ihre Aktivität mit im Schnitt mehr als fünf Veranstaltungen im Monat deutlich erhöht: „In unseren regel- mäßigen offenen Politik-Runden und fünf Arbeitsgruppen haben wir viele gute Gespräche geführt, Posi- tionspapiere geschrieben, Aktionen geplant und Ideen geschmiedet, die wir dann gemeinsam in die Tat umgesetzt haben.“

die wir dann gemeinsam in die Tat umgesetzt haben.“ Der neu gewählte Kreisvorsitzende Fabian Weiler mit

Der neu gewählte Kreisvorsitzende Fabian Weiler mit dem Vorstand der Jungen Union Enzkreis/Pforzheim und der ehemaligen Vorsitzenden Nicole Schreiber.

JU ENZKREIS/PFORZHEIM

NEUER KREISVORSTAND GEWÄHLT

Die JU Enzkreis/Pforzheim stellt die Weichen neu. Die bisherige Kreis- vorsitzende Nicole Schreiber gibt das Amt weiter an Fabian Weiler.

BIRKENFELD. Bei der Kreishauptver- sammlung der Jungen Union Enz- kreis/Pforzheim in Birkenfeld wurde der bisherige stellvertretende Kreisvorsit- zende Fabian Weiler unter der Leitung des Bezirksvorsitzenden David Ruf ein- stimmig zum neuen Chef des JU-Kreis- verbands gewählt.

Er löst die bisherige Vorsitzende Ni- cole Schreiber ab, die aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidierte. „Wir werden mit viel Herzblut unsere Heimat und unsere Zukunft mitgestalten und die Themen besetzen, die gerade junge Menschen betreffen“, so der 21-jährige Kreisvorsitzende. Zu seinen Stellvertre- tern zählen nun Patrick Frühwirt aus

Mühlacker, der auch die Position des Fi- nanzreferenten übernimmt, sowie Peter Olszewski und Alexandra Knoth aus Pforzheim. Generalsekretär Martin Ge- genheimer aus Remchingen und die Kreisgeschäftsführerin Cathrin Schick aus Pforzheim wurden in ihrem Amt bestätigt. Louis Goldmann löst Dr. Andre Stuber als Pressereferent (beide Pforzheim) ab. Das Amt der Schriftfüh- rerin begleitet nun Franziska Pfisterer aus Pforzheim. Zu Beisitzern wurden gewählt: Pascal Baumgartner (Neulin- gen), Marie Drachsler (Pforzheim), Franciska Engeser (Pforzheim), Kon- stantin März (Neuenbürg), Jorge Petri (Neuenbürg), Natalie Riede (Mühlacker)

und Kristina Wesle (Pforzheim).

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JUNGE UNION: KREISTAG MIT NEUWAHLEN

THOMAS BENING MIT STARKEM ERGEBNIS IM AMT BESTÄTIGT

AM Freitag, 15. Juni, fand der Kreistag der Jungen Union (JU) Rhein- Neckar statt. Knapp sechzig Delegierte und zahlreiche Gäste fanden sich im Rose-Saal in Oftersheim ein, um ihren Kreisvorstand neu zu wählen und ge- meinsame Ziele zu definieren. Der Kreisvorsitzende Thomas Bening machte in seinem Rechenschaftsbe- richt deutlich, dass sich die JU durch Plakataktionen, Wahlkämpfe sowie zahlreiche Informationsveranstaltun- gen in der vergangenen Amtszeit sehr

gen in der vergangenen Amtszeit sehr aktiv zeigte. Zudem wurden einige Ortsverbände durch

aktiv zeigte. Zudem wurden einige Ortsverbände durch Unterstützung des Kreisvorstands reaktiviert und auch auf Bezirks-, Landes - und Bundes-

ebene ist die JU Rhein-Neckar stark vertreten.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Thomas Bening (Walldorf) in seinem Amt als Kreisvorsitzender mit einem starken Ergebnis von rund 98 Prozent bereits zum vierten Mal in

Folge bestätigt. Seinen Stellvertretern Christian Mildenberger (Brühl) und Boris Schmitt (Epfenbach/Schwarz- bachtal) wurde ebenfalls wiederholt

das Vertrauen ausgesprochen.

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KV BÖBLINGEN

THOMAS DORSCH IST NEUER KREISVORSITZENDER

AUF der Jahreshauptversammlung der Jungen Union Kreisverband Böblin- gen am Samstag, den 28.04.2012, wurde der 22-jährige Böblinger Student mit 96 % der Stimmen ins Amt gewählt. Er tritt die Nachfolge von Christian Kühn an, der die Kreis-JU zwei Jahre lang geführt hatte. Als Ziel der JU nannte er, den Menschen die eigene Po- litik zu erklären und näher zu bringen.

die eigene Po- litik zu erklären und näher zu bringen. „Prostest-Parteien mit wenigen Inhal- ten, wie

„Prostest-Parteien mit wenigen Inhal-

ten, wie die Piraten, dürfen wir nicht

ohne Gegenwind segeln lassen.“

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KV OSTALB

THOMAS HÄFELE EINSTIMMIG WIEDERGEWÄHLT

DIE Junge Union Ostalb hat bei ihrer Kreisjahreshauptversammlung am 16. Juni ihren Kreisvorsitzenden Thomas Häfele im Amt bestätigt. Häfele erhielt von den 97 Teilnehmern der Versamm- lung in Böblingen an der Rems ein ein- stimmiges Ergebnis. In seiner Rede erklärte Thomas Häfele, er wolle im kommenden Jahr eine Ortsverbands- gründungsoffensive ins Leben rufen,

Jahr eine Ortsverbands- gründungsoffensive ins Leben rufen, um die JU noch flächendeckender auf- zustellen. 6 KV

um die JU noch flächendeckender auf-

zustellen.

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KV ESSLINGEN

HAUPTVERSAMMLUNG UND HOCKETSE MIT GÜNTHER H. OETTINGER

Günther H. Oettinger, Andreas Deuschle MdL und Tim Hauser bei der JU-Hocketse
Günther H. Oettinger, Andreas Deuschle MdL
und Tim Hauser bei der JU-Hocketse

GLEICH zwei Veranstaltungen stan- den beim JU-Kreisverband Esslingen am 30. Juni auf dem Programm: Am Nachmittag wurde bei der Kreisjahres-

hauptversammlung in den Räumen der Denkendorfer Firma Westermann der Vorsitzende Tim Hauser im Amt bestä- tigt. Im Anschluss fand am selben Ort eine öffentliche JU-Hocketse mit EU- Kommissar Günther H. Oettinger statt. Dieser forderte vor rund 145 Gästen eine „Geschwindigkeitsbegrenzung“ für den Ausbau nicht-grundlastfähiger Energien und ein deutliches Bekenntnis

zu Europa.

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AUS’M LÄNDLE

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KV HEIDENHEIM

„MEHR ALS CURRY-

WURST. BADEN- WÜRTTEMBERG“

DIE Landesdelegiertenkonferenz der Jusos in der Festhalle Mergel- stetten nahmen einige Mitglieder der JU Heidenheim zum Anlass, dem SPD-Landeschef Dr. Nils Schmid stellvertretend eine Curry- wurst zu überreichen. In Anlehnung an die „Currywurst ist SPD“-Wahl- werbung der nordrhein-westfäli- schen Sozialdemokraten wünschten sie dem Wirtschaftsminister, dass ihm für den Standort Baden-Würt-

temberg mehr einfalle als derart in- haltslose Aussagen und übergaben einen Plakatentwurf mit dem Slo- gan „Mehr als Currywurst. Baden- Württemberg“. Der Minister be- dankte sich für die „Wegzehrung“ und ließ augenzwinkernd verlauten, für den Fall eines SPD-Sieges in NRW seinerseits eine „Maulta- schen-Kampagne“ in Erwägung zu

ziehen.

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für den Fall eines SPD-Sieges in NRW seinerseits eine „Maulta- schen-Kampagne“ in Erwägung zu ziehen. 6

AUS’M LÄNDLE

Im Gewölbekeller konnten die Überlinger das Spiel verfolgen

Dem Spiel folge eine gut besuchte Party in der Überlinger Gruft
Dem Spiel folge eine gut besuchte Party
in der Überlinger Gruft

JU ULM

VORLÄUFIGER STOPP FÜR ACTA BEGRÜSST

Gruft JU ULM VORLÄUFIGER STOPP FÜR ACTA BEGRÜSST DIE Junge Union Ulm begrüßt die Entscheidung der

DIE Junge Union Ulm begrüßt die Entscheidung der Bundesre- gierung, ACTA vorerst nicht zu unterzeichnen. Grundsätzlich sei Ziel, geistiges Eigentum insbe- sondere in der Realwirtschaft des Technologiestandorts Deutsch- land zu schützen, unterstützens- wert. Allerdings dürfe dies nicht auf Kosten von Intransparenz und der Gefahr einer Internetüberwa- chung geschehen. Besonders kri- tisierte die JU Ulm, dass grund- legende Auswirkungen von ACTA, wie etwa die geplante Haf- tung der Internetanbieter für Ver- stöße ihrer Nutzer, noch ungeklärt seien. Diese ließe sich nach An- sicht der JUler de facto nur durch

eine permanente Überwachung des Internetverhaltens eines jeden Kun den ver- meiden. Die JU Ulm sieht deshalb Bedarf zur Nachbesse- rung im Bereich des Urheberrechts und fordert daher die Debatte in Patent- und Mar- kenschutz einerseits sowie Urhe-

berrechtsfragen andererseits zu trennen, um das Urheberrecht zeitgemäß zu gestalten. Gleich- zeitig fordert sie die Bundesregie- rung auf, die Auswirkungen von ACTA klar aufzuzeigen und so Transparenz zu schaffen. Dadurch ließe sich dann auch die immer hysterischere Züge annehmende Debatte wieder auf ein sachliches

JU ÜBERLINGEN

VERANSTALTET PUBLIC VIEWING

SEIT der Fußballweltmeisterschaft 2006 erfreut sich das Phänomen des Public Viewings, also des gemeinsamen öffentlichen Verfolgens von Meister- schaftsspielen, großer Beliebtheit. Um diese Tradition zur EM 2012 nicht ab- reißen zu lassen, übernahm die JU Überlingen die anstrengende und hoch bürokratische Organisation einer sol- chen Veranstaltung vom örtlichen Kreisjugendring. Am 9. Juni 2012 wurde das Vorrundenspiel der deut- schen Nationalelf gegen die portugie- sische Mannschaft im Gewölbekeller „Gruft“ unterhalb der Zunftstube in Überlingen übertragen. Wie schwierig es sein kann, eine bei der Stadtverwal-

tung nicht beliebte Großveranstaltung zu organisieren, mussten die JUler bei der Organisation der Veranstaltung er- fahren. Nur in wochenlagen Auseinan- dersetzungen mit dem Überlinger Ordnungsamt konnten die Erlaubnis zur Bewerbung der Veranstaltung, Aus- schankgenehmigung und sonstige Konzessionen errungen werden. Trotz der Schwierigkeiten lohnte sich die Veranstaltung des Public Viewings für die Überlinger. Bis zu 150 Gäste, unter ihnen der örtliche Bundestagsabgeord- nete Lothar Riebsamen, verfolgten den

Sieg der Nationalelf und feierten diesen

bei der anschließenden Party.

und feierten diesen bei der anschließenden Party. 6 JU SIGMARINGEN SCHWÄBISCHER MOZZARELLA- HERSTELLER

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JU SIGMARINGEN

SCHWÄBISCHER MOZZARELLA- HERSTELLER MELILLO BEEINDRUCKT

IN einer Reihe von Unternehmensbe- suchen hat der Kreisverband der Jungen Union Sigmaringen die Mozzarella-Ma- nufaktur „Latticini & Mozzarella Me- lillo“ in Hohentengen besichtigt. Giovanni Melillo, Gründer und Inhaber des jungen Unternehmens, hat mit sei- ner kleinen Mozzarella-Produktion in der aufwendig umgebauten, eigenen Garage eine klassische Marktlücke ent- deckt. Sein Ziel ist es, Qualität mit sehr guter Frische ohne Konservierungs- stoffe zu liefern und damit den Indu- strieprodukten aus den Regalen der Discounter Marktanteile in der Region abzunehmen.

Der gelernte Schreinermeister ist als Quereinsteiger zur Mozzarella-Herstel- lung gekommen und beeindruckt auch durch sein ökologisches Gewissen. „Mein CO2-Footprint kann sich sehen lassen. Ich beziehe meine frische Milch von einem Bauern wenige Kilometer weiter, meine Kunden sind in der Re- gion. Wir fahren die Milch nicht tau- sende von Kilometern durch die Gegend, um einige Cent im Einkauf zu sparen. Das schont die Umwelt!", be- tonte Melillo. Dass er voll und ganz hinter seinem Produkt steht, merkten

die jungen Zuhörer schnell, später durf-

ten sie es auch schmecken.

6 Niveau zurückführen.

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JU SÜDBADEN SOWIE JU UND CDA ROTTWEIL

ZU BESUCH IM „ROTTENMÜNSTER“

Ambiente und spirituelle Ausstrahlung des Vinzenz von Paul Hospitals geeigneter Ort für gesundheitspolitische Diskussion

DER JU-Bezirksausschuss, die Kreis- verbände von Junger Union und CDA Rottweil sowie Thomas Brobeil – eine gelungenere Allianz kann man sich kaum vorstellen, wenn es um die ge- sundheitspolitischen Herausforderun- gen und deren Lösungsansätze geht. Und dies im Vinzenz von Paul Hospital in Rottweil, dort wo eben Thomas Bro- beil als Geschäftsführer seit nunmehr 16 Jahren tätig ist. „Basis unseres Han- delns ist das christliche Menschenbild“, sagt Thomas Brobeil, gemäß der vin- zentinischen Tradition, um in ihr hilfs- bedürftigte Menschen zu unterstützen. Was auf Schritt und Tritt zu spüren ist.

Eine bessere Grundlage als diese Er- läuterungen und die Hinführung zur Thematik konnte es gar nicht geben für die anschließende, gut eineinhalbstün- digen Gesprächsrunde, an der auch der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel teilnahm, als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion bestens be- traut mit der gesamten Materie. So bei der Debatte um die Beibehaltung der dualen Finanzierung, für die die CDU- Fraktion im baden-württembergischen Landtag oder die Umstellung auf das

monistische System. So bei den Her- ausforderungen der Tarifkostensteige- rungen, die auch das „VvPH“ zu gewaltigen Anstrengungen zwingt. Diskutiert wurde auch der von Johan- nes Rothenberger, dem südbadischen JU-Vorsitzenden, angesprochene, so genannte Hamsterradeffekt, wonach die Krankenhäuser immer mehr Lei- stung erbringen müssen, um auf ihre Kosten zu kommen. Was bei kleineren Häusern zu manchmal nicht lösbaren Problemen führt. Viel Nachdenkliches wurde in die Debatte eingeführt, Vor- schläge für eine Gesundheitspolitik der Zukunft gemacht, die das System fi- nanzierbar hält, die Eigenverantwor- tung stärkt und eine leistungsfähige Grundsicherung beinhaltet. „Es ist mutig, was sie fordern“, lobte Thomas Brobeil die „Gedankensammlung“ der Jungen Union und der Sozialaus- schüsse.

Mehr als drei Stunden hatte sich der sicherlich nicht unterbeschäftigte Ge- schäftsführer vom „Rottenmünster“ Zeit genommen für Führung und Ge- spräch. Sehr zur Freude der Gäste aus

ganz Südbaden.

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spräch. Sehr zur Freude der Gäste aus ganz Südbaden. 6 AUS’M LÄNDLE KV LÖRRACH JU LÖRRACH
spräch. Sehr zur Freude der Gäste aus ganz Südbaden. 6 AUS’M LÄNDLE KV LÖRRACH JU LÖRRACH

AUS’M LÄNDLE

KV LÖRRACH

JU LÖRRACH STEHT ZUR AUTOBAHN- MAUT

DIE Junge Union im Kreis Lörrach steht hinter der Forderung von Bun- desverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), eine Maut auf Deutschlands Autobahnen einzuführen. Die Ver- kehrsinfrastruktur ist in Deutschland größtenteils sehr leistungsfähig. Damit das so bleibt, muss jedes Jahr viel Geld in unsere Straßen gesteckt werden. Bisher kommt dieses Geld allein aus den Taschen der deutschen Autofahrer und Steuerzahler. Die vie- len ausländischen Autos auf unseren Autobahnen, die von dieser Infra- struktur profitieren, leisten aktuell keinen Beitrag dazu. Dies würde sich mit der Einführung einer PKW-Maut ändern. In den meisten europäischen Ländern werden schon heute alle zur Kasse gebeten, Deutschland bildet hierbei die Ausnahme. Länder wie die Schweiz und Österreich zeigen, dass mit einer bürokratisch nicht aufwendigen Methode, wie einer Vi- gnette, eine Maut gut und schnell umzusetzen ist. Bei Einführung einer PKW-Maut müsste man allerdings darüber nachdenken, die deutschen Straßennutzer auf anderem Wege zu entlasten, beispielsweise über die Steuer.

Wir fordern die Verantwortlichen dazu auf, die Einnahmen durch die Maut vorrangig in das öffentliche

Straßennetz zu stecken, um die Ab- gabe nachvollziehbar zu gestalten. Wir hoffen, dass sich die schwarz- gelbe Koalition in Berlin auf ein sol- ches Projekt einigen kann, und dass Deutschlands Autofahrer in Zukunft nicht mehr alleine für den Unterhalt ihres vielgenutzten Straßennetzes

aufkommen müssen.

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IM PROFIL

DER MARK ZUCKERBERG DER JUNGEN UNION

Interview mit dem kaufDA-CEO Christian Gaiser

Wir alle kennen es. Wir kommen nach Hause. Der Briefkasten quillt über. Nicht vor lauter Post, sondern weil tausende Werbeprospekte den Briefkasten sprengen. Der Ärger ist groß. Doch irgendwie lieben wir Deut- schen es doch, auf Schnäppchen-Jagd zu gehen. Und dafür sind die Werbe- prospekte von Media Markt, EDEKA und Co. der richtige Wegweiser. Seit ei- niger Zeit sorgt das Internetunterneh- men kaufDA für großes Aufsehen. Die Geschichte zu kaufDA ist die Ge- schichte eines erfolgreichen JUlers.

Der 26-jährige Jung-Unternehmer Christian Gaiser aus dem Schwarzwald gab 2005 sein Amt als JU-Kreisvorsit- zender in Freudenstadt auf und be- gann eine rasante Karriere. Erst ein Job als Investment-Banker bei Goldman Sachs in London, dann ein Ausflug in das bekannte amerikanische Silicon- Valley, dem Ort, wo Internet lebendig wird und Google, Facebook, Apple und Co. groß geworden sind. Dann kam Christian Gaiser nach Deutschland zu- rück, um in Deutschland eine innova- tive Idee zu verwirklichen: Ihm gelang es, das Unternehmen kaufDA als Ge- schäftsführer vom Start-up im Früh- jahr 2010 – zum "Schrecken der Verlage" im Sommer 2010 – hin zum "Star unter den standortbezogenen Diensten in Deutschland“ im Herbst 2010 zu positionieren – und dem klas- sischen Printprodukt "Prospekt" mit einer digitalen Version eine völlig neue

Bedeutung in der Öffentlichkeit zu geben. Christian Gaiser wurde für seine Leistung Anfang 2011 von der deut- schen Fachpublikation W&V von 0 auf Platz 35 der Top-Manager Deutsch- lands gewählt und darf als der Newco- mer im Medienbereich gelten. Seit März 2011 gehört kaufDA zur Axel

CEO von kaufDA, Christian Gaiser
CEO von kaufDA, Christian Gaiser

Springer AG, einem in Europa führen- den multimedial integrierten Medien- unternehmen. Im Dezember 2011 hat kaufDA mit der Internationalisierung seines Erfolgskonzepts begonnen:

Unter der neuen Dachmarke "Bonial International Group" startete der "Star unter den standortbezogenen Diens- ten" in Frankreich, sowie Russland, Spanien und Brasilien. Heute ist Chris- tian im Interview mit der hg.

hg: Christian, du bist im besten JU- Alter. Doch für ehrenamtliches Enga- gement bleibt dir nicht viel Zeit. Interessiert dich Politik heute noch? Und verfolgst du die Aktivitäten der Jungen Union?

noch? Und verfolgst du die Aktivitäten der Jungen Union? Gaiser: Um ehrlich zu sein, fällt es

Gaiser: Um ehrlich zu sein, fällt es schwer, allen inhaltlichen Entwicklun- gen im Detail zu folgen, dafür fehlt mir einfach die Zeit, aber mehr noch die Geduld. Da ich im Rahmen unserer Company gesehen habe, dass die bes- ten Manager meist sogar noch mehr emotionale als inhaltliche Intelligenz mitbringen, stufe ich die Frage „welche Persönlichkeit führt unser Land“ wich- tiger ein als den Gedanken, „welche in- haltlichen Themen in einem Pro- grammheft stehen“. Die JU verfolge ich dabei natürlich „digital“: Für mich ist Facebook mittlerweile zu einem wich- tigen Informationsmedium geworden. Über die vielen Kontakte zu den JU- Kollegen von damals bin ich daher stets bestens informiert.

hg: kaufDA gilt in der Fachpresse als "Star unter den standortbezoge- nen Dienstleistungen in Deutsch- land". Was genau ist denn kaufDA?

Gaiser: kaufDA informiert Verbrau- cher tagesaktuell rund ums lokale Ein- kaufen. Unsere Nutzer können Prospekte, Angebote und Öffnungszei- ten aus ihrer direkten Umgebung on- line, auch unterwegs zum Beispiel auf dem iPhone, durchsuchen und verglei- chen. Und das ist natürlich auch für jeden Einzelhändler sehr interessant, da er den Verbraucher gerade dann vor Ort seine Angebote präsentieren kann, wenn dieser ein Kaufinteresse hat. So-

bald ein Nutzer bei kaufDA dann eine Prospektseite öffnet, bezahlt der Händ- ler dafür einen kleinen Betrag. In der Summe ist das für alle ein sehr lukra- tives Geschäft.

hg: Wie kamst du auf diese Ge- schäftsidee und wie schwer war es, diese Idee in Deutschland auf den Markt zu bekommen?

Gaiser: Die Idee ist entstanden, als wir im Silicon Valley recherchiert haben. Wir hatten dort eine Studie ent- deckt, die aufzeigte, wie viele Milliar- den Euro jährlich in Printwerbung des stationären Handels fließen, und wie verschwindend gering dabei der On- line-Anteil war. Diese Idee dann zu verwirklichen war natürlich zu Beginn eine Herkules-Aufgabe, da zunächst niemand daran glaubte. Aber davon haben wir uns nicht beirren lassen.

hg: Ist Deutschland noch immer das Land der Dichter, Denker und Tüftler oder haben dich Verwaltung und Bürokratie beim Aufbau deines Unternehmens gestört?

Gaiser: Aus unternehmerischer Sicht finde ich, dass sich Deutschland über- haupt nicht verstecken muss, im Ge- genteil. Gerade im Zuge unserer Internationalisierung lernen wir die Vorzüge Deutschlands immer stärker zu schätzen. Das höre ich auch von vielen befreundeten Internet-Unter- nehmern. So sind zum Beispiel die Lohnnebenkosten für uns in Deutsch- land im Vergleich zu allen anderen Märkten, in denen wir präsent sind, am niedrigsten. Wir werden im Ausland immer wieder sehr positiv als „solid success model made in Germany“ wahrgenommen, was uns gerade beim Markteintritt sehr hilft. Dieses Quali- täts-Image sollte Deutschland aus mei- ner Sicht noch viel stärker und selbstbewusster nutzen.

hg: Was hast du in der JU gelernt, was du heute in deinem Job gebrau- chen kannst?

Gaiser: Das Engagement in der JU hat mich in drei wichtigen Faktoren vorbereitet: Als Pionier im Internet braucht man eisernes Durchhaltever- mögen: Die ersten Jahre bestehen nur daraus, Menschen zu überzeugen – In- vestoren, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter. Man fängt mit nichts an und muss stets Menschen für sich ge- winnen.

Zweitens muss man lernen, mit Nie- derlagen umzugehen und nach diesen Rückschlägen immer wieder strahlend aufzustehen. Das Team beobachtet den Gründer sehr genau, der es mit seinem starken Glauben und mit seiner Vision immer wieder neu motivieren muss.

Drittens ist auch ein Unternehmen keine politikfreie Institution. Es gibt immer verschiedene Meinungen – etwa über den strategischen Kurs, die es zu abzuwägen gilt. Oder auch die Frage, wie man ein Thema durchsetzt. Gerade im Umgang mit großen Kon- zernen hilft es, Erfahrung darin zu haben, wo genau man ansetzen muss, um seine Ziele zu erreichen und sich letzten Endes auch den Respekt ihrer Organisation zu verdienen.

hg: Wie beurteilst du heute das ak- tuelle politische Geschehen. Was würdest du als erfolgreicher Unter- nehmer in der Politik gerne ändern?

Gaiser: Ich sehe hier ganz konkret zwei Punkte: Zum einen ist es erschre- ckend und aus meiner Sicht wirt- schaftlich gesehen schon nahezu gefährlich, wie fortschrittsfeindlich viele Volksentscheidungen zu Groß- projekten in letzter Zeit ausgefallen sind bzw. wie lange diese dauern. Ich habe dabei nicht den Eindruck, dass

IM PROFIL

die breite Bevölkerung über ausrei-

chend wirtschaftlichen Sachverstand

und Weitsicht verfügt. Im Gegenteil:

Ich sehe hier Anzeichen einer Wohl-

standsbehäbigkeit – und diese ist mit-

telfristig sehr gefährlich für eine

Volkswirtschaft. Zum anderen sollte –

gerade aus den genannten Gründen –

aus meiner Sicht der wirtschaftliche

Sachverstand bei den Jugendlichen be-

reits an den Schulen stärker gefördert

werden.

hg: Nun zum Schluss ergänze bitte

folgende Sätze: Wenn ich heute noch

JU-Kreisvorsitzender wäre, …

Gaiser: … würde ich mehr Wert auf

den Austausch mit Kollegen aus dem

Ausland legen.

hg: Die Entscheidung, in die Junge

Union einzutreten, …

Gaiser: … war gut, weil ich viele Per-

sönlichkeiten kennen gelernt habe, die

eine Mission haben und etwas bewe-

gen wollen.

hg: Um heutzutage ein erfolgrei-

cher Geschäftsmann zu werden, …

Gaiser: … braucht man Überzeu-

gungskraft, Durchsetzungsvermögen

und den Mut, Fehler zu machen.

hg: Wenn ich die Junge Union mit

drei Begriffen in Verbindung bringe, …

Gaiser: … wären das wert-konserva-

tiv, wirtschaftsliberal und mutig.

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NL– NACHRICHT VON LÖBEL

NL

7 NACHRICHT VON LÖBEL

NL– NACHRICHT VON LÖBEL NL 7 NACHRICHT VON LÖBEL Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde, die

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,

die politische Sommerpause hat begonnen. Nach einer

Fußball-EM, die von Spannung und leider auch Enttäu-

schung geprägt war, blicken wir in diesen Wochen ge-

spannt nach London zu den Olympischen Spielen. Diese

großartigen Sportereignisse führen regelmäßig in

Deutschland zu Debatten über Nationalstolz und Patrio-

tismus, angefacht von unqualifizierten Äußerungen der

politischen Linken.

Wir als Junge Union sind jeden Tag stolz auf unser Land

In Zeiten von Fußball-EM und -WM ist es normal gewor-

den, sich zu den schwarz-rot-goldenen Farben zu beken-

nen. Dann zeigen alle, egal welcher Herkunft, gerne

Flagge. Nur die Grüne Jugend scheint zum Lachen und

Jubeln in den Keller zu gehen. Sie verunglimpfen Patrio-

tismus als etwas Schlechtes. Vielleicht ist auch das ein

Grund, warum die Grüne Jugend im Ländle gerade einmal

900 – zumeist an der eigenen Identität zweifelnde – Mit-

glieder hat. Die Junge Union Baden-Württemberg, das

sind über 11.551 Mitglieder, die zu dem Land, in dem sie

leben, stehen. Denn die Junge Union bekennt sich zur

deutschen Geschichte, ist stolz auf die deutsche Einheit

und die europäische Integration. Wir sind stolz auf die

Leistungen unserer Eltern und Großeltern und wir bringen

das auch gerne zum Ausdruck. Daher ist es gut, dass auch

diese hg-Ausgabe sich mit dem Thema Patriotismus be-

schäftigt.

Hey GEMA – lass uns noch ein bisschen tanzen!

Daneben beschäftigen wir uns als Landesverband zurzeit

intensiv mit der anstehenden GEMA-Tarifreform. Was als

Tarifvereinfachung getarnt ist, entpuppt sich bei genaue-

rem Hinsehen als blanke Abzockerei. Dagegen zeigen wir

in einer landesweiten Kampagne unter dem Motto „Hey GEMA, wir woll’n noch ein bisschen tanzen“ Flagge. Denn wer die Abgaben für Gastronomen und Discothekenbe- treiber erhöht, der weiß ganz genau, dass wir Jungen als Besucher und Gäste die Zeche werden zahlen müssen. Das ist eine Sauerei!

Wie schon bei der erst kürzlich aufgekommenen Schufa- Diskussion, in der wir als Junge Union klar Position be- zogen und dadurch mitgeholfen haben, den gefährlichen Einstieg der Schufa in die Überwachung sozialer Netz- werke zu verhindern, kämpfen wir auch in Sachen GEMA für die Interessen der jungen Generation.

Landespolitisch beschäftigt uns leider noch immer der Rückkauf der EnBW-Aktien. An dieser Stelle sollten wir allen CDU-Landtagsabgeordneten im EnBW-Untersu- chungsausschuss ein großes Kompliment aussprechen. Die CDU-Abgeordneten leisten in diesem U-Ausschuss her- vorragende Arbeit und zeigen damit, dass die CDU Baden- Württemberg sich für die Zukunft rüstet und konsequent den Blick nach vorne gerichtet hat. Auch der CDU-Lan- desparteitag hat hierzu seinen Beitrag geleistet. Die Kreis- und Bezirksverbände haben den Landesverband in seiner neuen Funktion gestärkt und die CDU im Land schreitet voran, sich von der Bürgerpartei Baden-Württemberg zur Mitmachpartei weiterzuentwickeln.

Wir als Junge Union werden auch in der politischen Som- merpause nicht untätig bleiben und in den kommenden Wochen mit unserer „Hey GEMA, wir woll’n noch ein bisschen tanzen“-Kampagne für Aufmerksamkeit sorgen. Dabei seid ihr aufgerufen mitzumachen. Informiert euch unter www.ju-bw.de/GEMA.

Herzliche Grüße

Euer Nikolas Löbel
Euer
Nikolas Löbel
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IMPRESSUM

Herausgeber:

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Junge Union Baden-Württemberg, Hasenbergerstraße 49 b, 70176 Stuttgart, Tel. 0711/66904-53, Fax 0711/66904-45, hg@ju-bw.de, www.ju-bw.de

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(Verantwortung für Be- zirksteile): Tobias Rösch (SB), Boris Schmitt (NB), Thomas Schwenke (WH), Hannes Griepentrog (NW)

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13.000 Exemplare,

vierteljährlich

Für JU-Mitglieder ist der Bezugspreis im Mitglieds- beitrag enthalten.

Ulrich Willenberg,

Benjamin Völkel,

Hannes Griepentrog

Willenberg, Benjamin Völkel, Hannes Griepentrog BEZIRKSTEILE ANSTÖSSE Herausgeber: Bezirksverband JU

BEZIRKSTEILE

ANSTÖSSE Herausgeber: Bezirksverband JU Südbaden Redaktion: Tobias Rösch E-Mail: anstoesse@ju-suedbaden.de

SCHEIBENWISCHER Herausgeber: Bezirksverband JU Nordwürttemberg Redaktion: Hannes Griepentrog E-Mail: scheibenwischer@ju-nw.de

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GELBFÜSSLER Herausgeber: Bezirksverband JU Nordbaden Redaktion: Boris Schmitt E-Mail: boris.schmitt@ju-rnk.de

SCHWARZERGRAT Herausgeber: Bezirksverband JU Württemberg-Hohenzollern Redaktion: Thomas Schwenke E-Mail: schwarzer.grat@ju-wueho.de

Bezirksverband JU Württemberg-Hohenzollern Redaktion: Thomas Schwenke E-Mail: schwarzer.grat@ju-wueho.de