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BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166 DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION
BADEN-WÜRTTEMBERG E 1166
DAS JUNGE POLITMAGAZIN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG • MITGLIEDERZEITSCHRIFT DER JUNGEN UNION
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INTERVIEW

NIKOLAS LÖBEL

DER NEUE LANDES-

VORSITZENDE DER JU

BADEN-WÜRTTEMBERG

LANDESTAG

GROSSER WECHSEL & VIEL PROMINENZ HAUK, OETTINGER, SCHÄUBLE & CO.

FÜR S21

BAHNFREI KLARES VOTUM FÜR STUTTGART 21 BEI DER VOLKSABSTIMMUNG

7

2011.3

WWW.JU-BW.DE

JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2

JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN

JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
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JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
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JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
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JU-JAHRESRÜCKBLICK IN BILDERN 2
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INHALT

EDITORIAL

INHALT EDITORIAL

THEMA

Interview. Nikolas Löbel neue Spitze der Jungen Union Baden-Württemberg

4–5

JU BADEN-WÜRTTEMBERG

Stuttgart 21. Das Ende des Schwabenstreichs?!

6–7

JU-Landestag 2011. Großer Wechsel und viel Prominenz

8–9

Europa. Europa der Vaterländer

10–11

Interview. Danke Steffen Bilger

12

IM PROFIL

Interview. Daniel Sander – Geschäftsführer der Ingenieurkammer Baden-Württemberg

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NIKOLAS LEIBHAFTIG

JU-Landesvorsitzender Nikolas Löbel bezieht

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Benjamin Völkel. Neuer Chefredakteur der hg

14

CDU BADEN-WÜRTTEMBERG

CDU-Bundesparteitag 2011

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Rubrik Impressum

16

Rubrik Redaktionsschluss

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Rubrik Termine

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Liebe Leser- innen und Leser,

MIT den vergangenen Wochen liegen aufregende Zeiten hinter der Jungen Union Baden-Württemberg. Am 12. und 13. November fand unser diesjähriger Landes- tag statt. Als Nachfolger von Steffen Bilger MdB, der nach seiner Wahl zum Be- zirksvorsitzenden der CDU Nordwürttem- berg nicht erneut kandidierte, wurde in Singen am Hohentwiel der Mannheimer Stadtrat und ehemalige nordbadische JU- Bezirksvorsitzende Nikolas Löbel zum neuen Vorsitzenden gewählt. In seiner Be- werbungsrede zeichnete er plakativ den zukünftigen Weg unseres Landesverbandes auf: frech und modern. Auf den folgenden Seiten dieser hg-Ausgabe lernt ihr unseren neuen Landesvorsitzenden näher kennen.

Zwei Wochen nach dem Landestag konnten wir als Befürworter mit 58,9% der landesweiten Stimmen, die zukunftswei- sende Volksabstimmung zu Stuttgart 21 für uns entscheiden. Zweifelsfrei ist, dass die überzeugende Prokampagne haupt- sächlich von der Union und im speziellen der Jungen Union in die Städte sowie die Fläche unseres Landes getragen wurde. Hierfür möchte sich der Landesvorstand bei Euch allen für das große Engagement im Vorfeld des Volksentscheids bedanken. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer der JU Baden-Württemberg wäre die Schlag- kraft der NEIN-Sager deutlich geringer ausgefallen. DANKE!

Mit dieser Ausgabe schließt sich auch ein Kapitel unseres Mitgliedermagazins. Parallel zur merklichen Verjüngung des JU-Landesvorstands wird sich auch die Humane Gesellschaft künftig auf ein wei- terentwickeltes Konzept stützen. Seid gespannt.

INHALT

Herzliche Grüße

Euer Redaktionsteam

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THEMA

NIKOLAS LÖBEL

Der neue Landesvorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg

NIKOLAS LÖBEL Der neue Landesvorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg

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hg: Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Wahl zum JU-Landesvorsitzenden. Knappe vier Wochen bist Du nun im Amt. Was hast Du hierbei bis heute schon erlebt?

LÖBEL: Die Position des JU-Landes- vorsitzenden bringt unheimlich viele und spannende Aufgaben mit sich. Es wird einem zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ganz im Gegenteil. Ich merke, man steht auch innerparteilich im Fokus. Natürlich habe ich mich über die vielen Glück-

wünsche und Gesprächsanfragen gefreut. Daher möchte ich mich an dieser Stelle nochmals von Herzen bei jedem Mitglied und jedem Unterstützer für das mir entge- gengebrachte Vertrauen bedanken. Noch mehr habe ich mich über den ungemein großen Zuspruch für meine klaren Worte in Richtung CDU, aber auch an die Adresse der neuen Landesregierung im Rahmen meiner Bewerbungsrede gefreut. Ich merke: die Erwartungen an mich und eine Junge Union Baden-Württemberg sind groß. Und mit dem Landestag haben wir uns als freche CDU-Nachwuchsorganisation positioniert. Das ruft nach mehr.

„Die Erwartungen an mich und an eine Junge Union Baden-Württemberg sind groß.“

1986

in Mannheim geboren

2006

Abitur, Studiert Jura an der Universität in Mannheim; Mitglied des Gemeinderates der Stadt Mannheim

2008

Stellv. CDU-Kreisvorsitzender

2006–2010 JU-Kreisvorsitzender

2010–2011 JU-Bezirksvorsitzender

2011 Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg

JU-Kreisvorsitzender 2010–2011 JU-Bezirksvorsitzender 2011 Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg

sich unter dem Vor-

sitzenden Nikolas Löbel in der Jungen Union Baden-Württemberg verändern?

hg: Was wird

LÖBEL: Ich sehe es als meine Aufgabe, die Junge Union im Land als modernen, fre- chen, eigenständigen und wahrnehmbaren CDU-Nachwuchs zu positionieren. Doch in den ersten Tagen meiner Amtszeit wurde mir sehr schnell klar: die größte Heraus- forderung, vor der ich stehe, wird sein, unsere knappen Kassen mit den steigenden Ansprüchen an den Landesverband in Ein- klang zu bringen. Ich will den Landesver- band in der innerparteilichen Kommuni- kation stärken. Ich will gemeinsam mit Kreisverbänden eine schlagkräftige und kampagnenfähige Junge Union nach außen formen. Und ich will, dass wir dem Lebens- gefühl „Generation JU“ neues Leben einhau- chen. Die Junge Union ist die Herzkammer und das Rückgrat der CDU im Land. Ge- meinsam werden wir für neue Adrenalin- schübe sorgen. Das ist garantiert.

hg: Kurz nach Deinem Amtsantritt fand in Baden-Württemberg die Volksabstim- mung zum Ausstieg aus Stuttgart 21 statt. Wie beurteilst Du das Ergebnis?

LÖBEL: Das war ein Erfolg für Baden- Württemberg, ein Erfolg für die Junge Union, die als Pro S 21-Organisation lan- desweit über Monate hinweg für dieses so wichtige Projekt gekämpft hat und es war auch ein Erfolg für die repräsentative Demokratie. Denn jeder, der behauptet hat, die gewählten Volksvertreter hätten über Jahre hinweg über das Volk und die Men- schen hinwegregiert, wurden eines Besseren

belehrt. Nur die CDU und die Junge Union standen immer geschlossen hinter Stuttgart 21 und damit für eine überwältigende 2/3 Mehrheit der Menschen im Land. Und Schlachtrufe wie „Lügenpack“ kehren nun hoffentlich ganz schnell wieder in die Kehlen zurück, die sie lautstark ausgerufen haben.

„Es gibt viel zu tun. Packen wir es also gemeinsam an.“

hg: Ein Sprichwort lautet: Neue Besen kehren gut. Auf was dürfen sich JUler im Land im neuen Jahr freuen?

LÖBEL: Auf einen aktiven, fleißigen und präsenten Landesvorsitzenden, der als An- sprechpartner jederzeit und überall im Land unterwegs sein wird. Doch natürlich kön- nen wir unsere definierten Ziele nur als Team erreichen. So haben wir uns als Landesvorstand vorgenommen, verstärkt mit Veranstaltungen des Landesverbandes nach innen und außen zu wirken, gemein- sam mit der Senioren Union einen Generationengipfel zum Thema Europa durchzuführen und wir planen schon jetzt eigenständige Kampagnen, die wir gemein- sam mit Kreisverbänden landesweit aufset- zen wollen. Außerdem wollen wir eine „Humane Gesellschaft“ neu aufstellen und weiterentwickeln. Gleiches gilt für den Freundeskreis der Jungen Union Baden- Württemberg. Hier liegen große Potenziale, die wir bisher noch nicht genügend aus- schöpfen. Es gibt viel zu tun. Packen wir es also gemeinsam an.

hg: Hast Du persönlich gute Vorsätze für das neue Jahr 2012?

LÖBEL: Ich habe mir klare Ziele gesteckt:

Studium beenden, Berufseinstieg suchen und die Erfolgsgeschichte der Jungen Union Baden-Württemberg fortschreiben.

„Wir müssen die Vergangenheit endlich hinter uns lassen und uns mit den Fragen der Zukunft befassen.“

THEMA

hg: Du bist auch Mitglied im CDU- Landesvorstand. Wie willst Du die Junge Union in diesem Gremium positionieren und welche Rolle wird die JU in der Oppositionsrolle spielen?

LÖBEL: Ich habe mich schon bisher als gewähltes Mitglied des CDU-Landesvor- standes aktiv in den Erneuerungsprozess unserer Partei einbringen dürfen. Jetzt als Landesvorsitzender der Jungen Union ist es meine Aufgabe, verstärkt innerparteilich für die richtigen Weichenstellungen zu sorgen:

es gilt, notwendige Kurskorrekturen einzu- fordern und überflüssige Kehrtwenden auf Kosten eines eigenständigen CDU-Profils zu kritisieren. Dafür braucht eine Junge Union Mut und Selbstbewusstsein. Denn in Zeiten der Opposition ist eine Junge Union mehr denn je treibende und mahnende Kraft zugleich. So habe ich bereits in den ersten Wochen als JU-Landesvorsitzender die erneuten Äußerungen des ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus zum Thema EnBW-Ankauf im CDU-Landesvor- stand kritisiert. Nicht nur, dass es sich nicht gehört, auf dem Rücken der Partei um seine eigene Ehre kämpfen zu wollen, sondern es kann auch nicht sein, dass solche Äuße- rungen unabgestimmt und zur Unzeit kurz vor der Volksabstimmung getätigt werden. Wir müssen die Vergangenheit endlich hin- ter uns lassen und uns mit den Fragen der Zukunft befassen.

hg: Hinter welchem Fußballverein stehst Du als „Kurpfälzer“?

LÖBEL: Ich bin Mitglied beim SV Waldhof Mannheim, war schon bei einigen Spielen der TSG 1899 Hoffenheim und freue mich über jeden Sieg des VfB Stuttgart.

hg: Was lösen die Farben grün und rot in Deinem Kopf aus?

LÖBEL: Ab und zu Kopfschmerzen, immer wieder Assoziationen an Steinewerfer und Schotterer und je länger grün-rot im Amt ist, immer öfter den grün-roten Schlachtruf „Lügenpack“. Der passt nämlich ganz gut zur neuen Landesregierung. 6

immer öfter den grün-roten Schlachtruf „Lügenpack“. Der passt nämlich ganz gut zur neuen Landesregierung. 6 5
immer öfter den grün-roten Schlachtruf „Lügenpack“. Der passt nämlich ganz gut zur neuen Landesregierung. 6 5
immer öfter den grün-roten Schlachtruf „Lügenpack“. Der passt nämlich ganz gut zur neuen Landesregierung. 6 5

STUTTGART 21

DAS ENDE DES SCHWABENSTREICHS !?

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STUTTGART, Landtag von Baden-Würt- temberg, 27. November 18.00 Uhr: Der zweite Wahlkampf des Jahres 2011 ist vorbei und von dieser Minute an wird es in ersten Meldungen über Twitter, Facebook und direkt aus den Wahllokalen klar: Die Bürger haben mehrheitlich NEIN zum Kündigungs- gesetz gesagt und sich FÜR Stuttgart 21 aus- gesprochen. 7,6 Millionen Baden-Würt- temberger waren zur Volksabstimmung auf- gerufen, 58,9% der Stimmen waren ein NEIN - ein großer Erfolg für die JU und CDU im ganzen Land.

Doch was bleibt übrig nach über sechs Monaten Kampf und Kompetenzgerangel um ein Infrastrukturprojekt, welches Baden-Württemberg weiterhin einen wichtigen Wirtschaftsstandort garantiert?

Es bleibt die Staatsauffassung der Landesregierung in Erinnerung – ein Ver- kehrsminister der als erste Amtshandlung an den Bauzaun geht und sich mit Park- schützern und anderen Demonstranten soli- darisiert anstatt den Polizisten seinen Dank für die schwierige Arbeit auszusprechen.

Es bleibt in Erinnerung, dass die Landesregierung es durch eine Fragestellung bei einer Volksabstimmung schaffen wollte, das JA NEIN und NEIN JA heißt und somit Bürger wissentlich getäuscht wurden.

Es bleibt in Erinnerung, dass die Grünen es geschafft haben, eine nie dagewesene Konfrontation in der baden-württembergi- schen Bevölkerung zu erzeugen, wohlwis- send, dass nicht einmal klar ist, ob das Land

überhaupt Kündigungsrechte, wie auf dem Stimmzettel formuliert, ausüben darf.

Ich persönlich war immer von einem Gewinn der Volksabstimmung überzeugt. Das er aber so deutlich wird, hätte ich mich nicht gewagt zu träumen. Dies ist der Lohn für den Einsatz der Befürworter – allen voran auch der Jungen Union Baden-Württemberg. ES IST AUCH UNSER ERFOLG!

ENDGÜLTIGES ERGEBNIS DER VOLKSABSTIMMUNG AM 27.11.2011 über die Gesetzesvorlage "Gesetz über die Ausübung von
ENDGÜLTIGES ERGEBNIS
DER VOLKSABSTIMMUNG AM 27.11.2011
über die Gesetzesvorlage "Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten
bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21
(S 21-Kündigungsgesetz)"
Land Baden-Württemberg (alle 44 Kreise)
Gegenstand der Nachweisung
Anzahl
%
Mehrheit Ja-Stimmen?
Nein
Quorum*) erreicht?
Nein
*) Ja-Stimmen von mindestens einem Drittel der Stimmberechtigten auf Landesebene.
Stimmberechtigte
7.624.302
Abstimmende
3.682.739
Abstimmungsbeteiligung
48,3
Ungültige Stimmen
14.367
0,4
Gültige Stimmen
3.668.372
99,6
davon
Anzahl
% der gült.
Stimmen
% der Stimm-
berecht.
Ja-Stimmen
1.507.961
41,1
19,8
Nein-Stimmen
2.160.411
58,9
28,3
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011

STUTTGART 21

STUTTGART 21 Wie geht es nun weiter im Land mit Stuttgart21 aber auch mit der allgemeinpo-

Wie geht es nun weiter im Land mit Stuttgart21 aber auch mit der allgemeinpo- litischen Lage?

FAKT IST: Die Grünen, deren Minister- präsident nun durch Volksvotum endgültig Stuttgart 21 bauen muss, sind bis heute nicht aus dem Aktionsbündnis mit Linken und anderen Extremisten ausgetreten.

FAKT IST: Die „Bürgerregierung“ hat von den Bürgern deutlich gesagt bekommen, dass Fortschritt und Weichenstellung bisher und auch künftig ohne Grün-Rot funktionieren, notfalls eben durch Volksentscheid.

FAKT IST: Wir haben eine Landesre- gierung in ihren ersten sechs Monaten erlebt, die sich anhand eines Projekts so entkräftet hat, dass ein weiteres Regieren nur mit großen Wunden und gegenseitiger Skepsis möglich sein wird.

Die Abgeordneten der CDU-Landtags- fraktion, aber auch die ganze CDU und Junge Union Baden-Württemberg muss nun gemeinsam versuchen, dieser „Bürgerre- gierung“ den Spiegel vorzuhalten und dem Bürger die politischen Alternativen aufzuzei- gen. Wir stehen für eine ideologiefreie Bildungspolitik, ideologiefreie Wirtschafts- und Verkehrspolitik und keine ausufernde Verschuldungspolitik. Es wäre einfach jetzt zu sagen: „Jammert uns nichts vor, hättet Ihr doch CDU gewählt“. So einfach machen wir es uns nicht, weil wir zu unserer Verant- wortung für dieses Land stehen.

Baden-Württemberg darf nicht das Land der Zögerer und Zauderer, das Land der

darf nicht das Land der Zögerer und Zauderer, das Land der Blockierer und Verhinderer werden, Baden-Württemberg

Blockierer und Verhinderer werden, Baden-Württemberg muss TROTZ Grün-Rot weiterhin immer einen Schritt vor den ande- ren Bundesländern bleiben – dafür werden

wir als CDU in der Landtagsfraktion kämpfen und dafür bittet Euch die gesamte CDU-

Landtagsfraktion um Eure Unterstützung!

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die gesamte CDU- Landtagsfraktion um Eure Unterstützung! 6 7 Hier gibt es schöne Bilddateien zum neuen

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Hier gibt es schöne Bilddateien zum neuen Bahnhof:

http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

JU BADEN-WÜRTTEMBERG

der Bewerbungsrede von Nikolas Löbel Steffen Bilger lauscht Landestag im Zeichen der Volksabstimmung zum
der Bewerbungsrede von Nikolas Löbel
Steffen Bilger lauscht
Landestag im Zeichen der Volksabstimmung zum S21-Kündigungsgesetz

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JU-LANDESTAG 2011

Der Wechsel an der Spitze der JU und eine Schar an prominenten Rednern machten den diesjährigen Landestag in Singen zu einem besonderen.

VIEL los war auf dem diesjährigen Landestag der JU Baden-Württemberg vom 11. bis 13. November. Namenhafte Redner gaben sich in Singen die Ehre und besuch- ten zum ersten Mal einen Landestag in der veränderten Oppositionsrolle im Land. Neben dem Landesvorsitzenden, Thomas Strobel MdB war auch der Fraktions- vorsitzende im Landtag, Peter Hauk MdL zu Gast. Beide lobten zugleich das herausra- gende Engagement der JUler im ganzen Land beim Wahlkampf zur Volksabstim- mung über das Kündigungsgesetz. Publi- kumsliebling unter den Gästen war für die rund 300 Delegierten aber klar der Alt- ministerpräsident Günther Oettinger, der zu den passenden Klängen des Liedes „Der Kommissar“ von Falco in die Halle einmar- schierte und frenetisch gefeiert wurde. In seiner Position als EU-Kommissar für Energie konnte er dem Landestag wichtige

Frisch gewählt: Der JU-Landesvorsitzende Nikolas Löbel nimmt EU- Kommissar Günther Oettinger bei seiner Ankunft in Singen im Empfang

inhaltliche Impulse geben – schließlich behandelte der Leitantrag in diesem Jahr das Thema Energie.

Ein besonderes Highlight für die JUler war der Besuch von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble MdB. Die CDU im Bezirk Württemberg-Hohenzollern hatte im An- schluss an den Landestag zum „Bürgerdialog Europa“ geladen. Schäuble referierte aus seiner Sicht über die EU-Schuldenkrise und die damit einhergehenden Probleme. Er dis- kutierte dabei mit den JUlern und den hin- zugekommenen Gästen, in der randvollen Halle, mehrere Stunden lang.

Neben den prominenten Gastrednern stand natürlich ein Thema im Vordergrund, das alle Delegierten und Gäste bewegte: Der Wechsel an der Spitze des JU-Landesver- bandes. Nach einer fünfjährigen Amtszeit

und der Wahl an die Spitze des CDU-Bezirks- verbandes Nordwürttemberg stellte sich Steffen Bilger MdB nicht mehr zur Wahl. Für seine Nachfolge bewarb sich der 25-jährige Nikolas Löbel, der bereits durch einen frechen Landtagswahlkampf im einzigen traditionell „roten“ Wahlkreis Baden-Württembergs in seiner Heimatstadt Mannheim zwar kein Mandat erringen konnte, aber durch einen Achtungserfolg auf sich aufmerksam machte. Mit einer 45-minütigen Rede bewarb er sich um das Amt des Landesvorsitzenden. Er betonte darin, dass die JU im Land als Oppositionsjugend lauter als bisher werden müsse, um der CDU einige Adrenalinschübe zu verpassen. Außerdem prangerte er die Abkehr vieler alter Kern-Positionen, wie jüngst eine Bejahung des Mindestlohns, innerhalb der CDU an. Nach seiner erfolgrei- chen Wahl wurde Löbel vom Bundesvor- sitzenden, Philipp Mißfelder MdB, für seine

Steffen Bilger und Nikolas Löbel mit Günther Oettinger und Peter Hauk (v.l.)
Steffen Bilger und Nikolas Löbel mit Günther Oettinger und Peter Hauk (v.l.)

Emanuel Ionescu und Dennis Mauch

JU BADEN-WÜRTTEMBERG

Der neue Landesvorstand: 12 1. Maria-Lena Weiss 11. Nikolas Löbel Stv. Landesvorsitzende Landesvorsitzender 2.
Der neue Landesvorstand:
12
1. Maria-Lena Weiss
11. Nikolas Löbel
Stv. Landesvorsitzende
Landesvorsitzender
2. Simon Weißenfels
13
Beisitzer
Nicht auf dem
Gruppenbild und so-
3. Raid Gharib
mit mit kleinem Foto:
5 8
Stv. Landesvorsitzender
10
12. Fabian Gramling
14
4. Matthias Kutsch
Finanzreferent
Beisitzer
2 4
13. Julia Strunk
5. Stefan Buhmann
1
Pressesprecherin
3
7
Beisitzer
15
11
14. Christian Natterer
6. Birgit Flaig
Beisitzer
6 9
Stv. Landesvorsitzende
15. Felix Schreiner
7. Mark Fraschka
16
Beisitzer
Beisitzer
16. Ivo Odak
8. Lutz Kiesewetter
Beisitzer
Beisitzer
17
17. Mario Wied
9. Jessica Kulitz
Beisitzer
Medienreferentin
10. Carl Sanders
Schriftführer
18. Benjamin Koch
Beisitzer
18

forsche und unkonventionelle Rede gelobt. Dieser war zu Besuch angereist und richtete danach die Grüße des Bundesverbandes aus. Viele Landesvorsitzende waren ebenfalls nach Singen gereist, um sich vom alten Vorsitzenden zu verabschieden und den neuen kennenzulernen und zu beglückwün- schen.

und den neuen kennenzulernen und zu beglückwün- schen. Inhaltlich beschäftigte sich der JU-Lan- destag mit dem

Inhaltlich beschäftigte sich der JU-Lan- destag mit dem Thema Energie. Maria Lena Weiß, Leiterin des AK-Energie, war feder- führend für den Leitantrag verantwortlich. Diskutiert wurde vor allem über die verän- derte Rolle der Kernenergie und einen künf- tigen Energie-Mix, der ohne diese auskom- men müsse. Zudem ist dieser so zu gestalten, dass bis zum Jahr 2050 eine CO2-neutrale Bilanz für die Bundesrepublik vorliegt. Ver- sorgungssicherheit für die Bürger und die Wirtschaft im Land stehen für die JU dabei im Vordergrund. Energie darf auch in Zu- kunft nicht zum Luxusgut werden.

Natürlich kam auch das Feiern nicht zu kurz! Hoch über den Dächern von Singen wurde diesmal der traditionelle „Bunte Abend“ zelebriert. Der Kreisverband im Kreis Konstanz organisierte für den Landes- tag eine ganz besondere Location: Die ober-

ste Etage des „Hegau-Towers“. Die JUler fei- erten vor einmaliger Kulisse die ganze Nacht zu coolen Beats.

Die Beisitzerwahlen und die abschließen- de Forenarbeit am Sonntagvormittag kom- plettierten einen erfolgreichen und zu- kunftsweisenden JU-Landestag in Singen.

Nicht in Singen und trotzdem live dabei? Was zunächst komisch klingt wurde mit einem Livestream über die JU-Internetseite

ermöglicht. Interessierte Zuschauer konnten den gesamten Landestag von zu Hause aus mitverfolgen. Außerdem beteiligten sich die JUler fleißig über Facebook und Twitter, wo ständig aktuelle Inhalte des Landestags zu

finden waren.

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bei einer Abstimmung

Zwei Landesvorsitzende: Thomas Strobl (CDU) und Nikolas Löbel (JU)
Zwei Landesvorsitzende: Thomas Strobl (CDU) und Nikolas Löbel (JU)

Wolfgang Schäuble stellte sich der Diskussion beim CDU-Bürgerdialog, der im Rahmen des JU-Landestags stattfand

EUROPA

EUROPA

DER VATERLÄNDER

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MAN könnte fast meinen, aus europäischer Sicht habe die gegenwärtige Staatsschulden- krise auch etwas Gutes. Fristete die Europa- politik in den vergangenen Jahren in den Medien und der deutschen Öffentlichkeit eher ein stiefmütterliches Dasein, so steht sie nun dort, wo sie eigentlich schon längst hingehört hätte: Im Zentrum der öffentlichen Aufmerk- samkeit. Allein, es ist wahrlich kein positiver Anlass, der ihr zu dieser Aufmerksamkeit ver- holfen hat.

lands in Europa und die Zukunft Europas in seiner Einigkeit - das ist weithin unbestritten. Mehr Europa also soll es sein, auch hierin ist man sich parteiübergreifend einig, mit Ausnahme der CSU freilich, aber Störfeuer aus Bayern ist ja mittlerweile auch nichts Ungewöhnliches mehr. Doch was heißt das eigentlich, "mehr Europa"?

Mehr Europa heißt zunächst einmal: Die Nationalstaaten übertragen mehr Kompe- tenzen auf die Europäische Ebene. Wir beugen uns beispielsweise gewissen haushaltspoliti- schen Spielregeln, damit es die übrigen Staaten auch tun. Manches wird dann even- tuell nicht mehr in Berlin, sondern in Brüssel entschieden werden - für einen überzeugten Patrioten ein kleiner Stich ins Herz. Dafür wird aber auch Vieles nicht mehr in Rom oder Athen entschieden werden - für einen über- zeugten Europäer wie Weihnachten und Ostern auf einmal. Wenn mehr Europa zu weniger dolce vita und Fakelaki-Mafia führt, dann sollten wir diesen Tausch eingehen.

Diskrepanz geschaffen, die sich regelmäßig in allenfalls durchwachsenen demoskopischen Meinungsbildern in Bezug auf Europa nieder- schlägt. Vielleicht wäre es vor diesem Hintergrund auch an der Zeit, jene ohnehin durch das Weltgeschehen beschleunigt fort- schreitende Entwicklung nicht noch künstlich weiter anzutreiben, sondern zunächst einmal bei den Bürgern mehr Verständnis für das bis- her bereits Erreichte zu wecken.

Gewiss nicht hilfreich dabei ist es, wenn in Brüsseler Kreisen bereits mehr oder weniger offen über die Schaffung eines "postnationa- len" Europas diskutiert wird. Das Modell des

Nationalstaats ist wohl eine der größten Errungenschaften der jüngeren Menschheits- geschichte und sollte nicht vorschnell auf dem Altar auch noch so gutgemeinter Visionen geopfert werden. Dies gilt umso mehr, als man bei ehrlicher Betrachtung wohl zugestehen muss, dass aus den Völkern Europas wahrlich noch kein "europäisches Volk" geworden ist. Selbst im Falle Deutschlands hat es mehrerer Jahrhunderte bedurft, bis aus Bayern und

EUR

an einem Scheideweg.

Europa steht an einem Scheideweg. Niemals

noch seit dem Beginn der europäischen

Einigung war die Möglichkeit eines Scheiterns

der europäischen Idee so gegenwärtig, wie sie

es heute ist. Droht die Spaltung Europas? Oder

ist es gar schon gespalten? In nördliche und

südliche Länder, in Länder mit und Länder

ohne Euro? In einer sich rasant wandelnden,

globalisierten Welt liegt die Zukunft Deutsch-

10

Doch auch wenn wir Ja zu Europa sagen -

Europa soll und Europa muss auch ein Europa

der Bürger bleiben. Vor lauter Gipfeldiplomatie

scheint bisweilen in Vergessenheit zu geraten,

dass eine großer Teil der Bevölkerung entwe-

der, um eine Politikerfloskel zu bemühen, "sich

nicht mitgenommen fühlt", oder aber - und

auch davor sollten wir die Augen nicht ver-

schließen - schlichtweg anderer Meinung ist.

Das rasante Tempo, in dem die europäische

Integration in den vergangen Jahren vorange-

schritten ist, und das gleichzeitige Defizit an

qualifizierter Information hat hier eine

stisch, um nicht zu sagen naiv.

Europa steht

Preußen, Sachsen und Hessen ein deutsches

Volk gewachsen ist, und dabei war dieser

lange Prozess noch ungeheuer begünstigt

durch das einende Moment einer gemeinsa-

men Sprache und einer zumindest weithin

gemeinsamen Kultur. Zu meinen, dass

Finnland und Griechenland, Lettland und

Portugal, Rumänien und Italien mit ihren viel-

fach größeren kulturellen und sprachlichen

Unterschieden in einer ungleich kürzeren

Spanne in einer "postnationalen" EU aufgehen

werden, erscheint daher hochgradig unreali-

Solange aber kein "europäisches Volk" besteht, ist die Diskussion um eine "Ent- nationalisierung" Europas müßig. Ver- schiedene Völker, die friedlich und gedeihlich in einem Staat zusammenleben, sind histo- risch betrachtet, um es gelinde auszudrücken, nicht gerade der Regelfall. Man muss nicht erst auf China oder Russland verweisen, wo ein zahlenmäßig deutlich überlegenes Volk die übrigen dominiert - zumal einige unserer europäischen Freunde es ja bereits als uner- trägliche deutsche Dominanz empfinden, wenn wir unser Geld nicht zum Nulltarif in Richtung Ägäis oder Adria schicken wollen. Man muss auch nicht erst nach Afrika schau- en, wo die kolonialgeschichtlich bedingte Bildung von Staaten ohne Rücksichtnahme auf Volkszugehörigkeiten die bis heute andau- ernde Malaise eines ganzen Kontinents verur-

sacht hat. Es reicht nämlich schon aus, wenn man den Blick in Richtung Belgien wendet, wo Flamen und Wallonen sich dermaßen emsig beharken, dass das Land knapp zwei Jahre lang nicht einmal eine Regierung hatte - damit kann nicht einmal Sierra Leone mithalten.

In jeder Krise liegt auch eine Chance.

Manch eine Brüsseler Vision überlebt also den ersten Ausflug in die Realität nicht, wenn auch vielleicht nur noch nicht. Doch ohnedies gilt, um einmal mit Helmut Schmidt zu spre- chen: "Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen". Der Mann ist zwar in der falschen Partei, doch völlig Unrecht hat er wohl nicht. Statt in hehren Zukunftsträumen zu schwel-

EUROPA

gen, ist nun also mehr denn je Überzeugungs- arbeit gefragt. Es ist nicht schwer, die Menschen par ordre du mufti zu ihrem Glück zu zwingen, doch in einer Demokratie muss man die Menschen davon überzeugen, sich selbst für ihr Glück zu entscheiden. In jeder Krise liegt auch eine Chance, und diese Chance sollten wir nutzen. Mehr Europa? Ja - aber kein Europa von oben, sondern ein Europa der der Bürger und ein Europa der

Vaterländer.

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Europa? Ja - aber kein Europa von oben, sondern ein Europa der der Bürger und ein

OPA 11

INTERVIEW

INTERVIEW DANKE STEFFEN BILGER hg: Du bist im November nicht erneut als JU-Landesvorsitzender angetreten. Was waren
INTERVIEW DANKE STEFFEN BILGER hg: Du bist im November nicht erneut als JU-Landesvorsitzender angetreten. Was waren
INTERVIEW DANKE STEFFEN BILGER hg: Du bist im November nicht erneut als JU-Landesvorsitzender angetreten. Was waren
INTERVIEW DANKE STEFFEN BILGER hg: Du bist im November nicht erneut als JU-Landesvorsitzender angetreten. Was waren

DANKE

STEFFEN BILGER

hg: Du bist im November nicht erneut als JU-Landesvorsitzender angetreten. Was waren die Gründe?

BILGER: Nach meiner – auch auf die tolle JU-Unterstützung zurückzuführenden – Wahl zum CDU-Bezirksvorsitzenden war klar, dass ich nicht beide Vorsitzendenämter zugleich ausüben könnte. Aber unabhängig davon sind fünf ereignisreiche Jahre als JU- Landesvorsitzender natürlich eine lange Zeit, so dass sich die Frage des Aufhörens wahr- scheinlich ohnehin gestellt hätte.

„Die Junge Union ist auf jeden Fall ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens.“

hg: Inwieweit hat die Junge Union Dein Leben geprägt?

BILGER: Ich bin jetzt mein halbes Leben lang JU-Mitglied. Angefangen vom Engage- ment im Ortsverband und in der Schüler Union konnte ich mich immer mehr in den verschiedenen Ebenen einbringen und umso mehr hat die JU auch mein Leben geprägt. Ohne die JU könnte ich jetzt sicherlich nicht Politik im Bundestag gestalten, so dass die Junge Union auf jeden Fall ein wesentlicher Bestandteil meines bisherigen Lebens ist.

hg: Die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 ist gewonnen. Wie beurteilst Du die Leistung der JU Baden-Württemberg in die- sem Wahlkampf?

BILGER: Die JU im Land kann wirklich stolz auf ihre Leistung bei Stuttgart 21 sein. Wir haben schon dafür gekämpft, als viele in der CDU noch gedacht haben, wir müssten nichts mehr für das Projekt machen. Vieles, was für den Stimmungsumschwung pro S21 gesorgt hat, wäre ohne JUler nicht möglich gewesen. Ich denke dabei nicht nur an unser Engage- ment in den beiden Wahlkämpfen dieses Jahr im ganzen Land, sondern auch an Aktivitäten im Internet oder bei Demonstrationen.

hg: Als neugewählter CDU-Bezirksvor- sitzender in Nordwürttemberg stehst Du vor neuen Herausforderungen. Wo sind die größten Baustellen in der Union?

BILGER: Abgesehen von den großen Herausforderungen der Bundes- und Europa- politik müssen wir uns im Land noch immer auf die neue Oppositionsrolle einstellen. Dazu gehört auch eine andere Form der Partei- arbeit: mehr Beteiligung der Mitglieder, das Zugehen auf Vereine und Verbände, Bürger- protest gegen grün-rote Politik organisieren, die kommunale Ebene als Basis für den Weg zurück in die Verantwortung stärken und vie- les mehr. Auch für den Bezirksverband Nord- württemberg ist jetzt alles anders, denn bisher waren die Bezirksverbände ein Rädchen im Getriebe der Regierungspartei CDU, jetzt sind wir wichtiger Bestandteil der Oppositionsarbeit.

hg: Was wünscht Du Dir zukünftig von einer Jungen Union Baden-Württemberg?

BILGER: Sie soll weiterhin streitbar sein, wenn es um die Anliegen der jungen Generation geht und mutig im Umgang mit der Mutterpartei. Das ist zwar manchmal unangenehm, hat aber weder mir noch dem Verband in den letzten Jahren geschadet. Die JU sollte immer offen sein für neue Leute und neue Ideen und damit ihren Anspruch als die politische Jugendorganisation im Land schlechthin untermauern. Mit weiteren Wünschen halte ich mich aber besser zurück, denn jede JU-Generation hat noch immer ihren eigenen Weg zum Erfolg gefunden.

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IM PROFIL

DANIEL SANDER IM PROFIL

Geschäftsführer der Ingenieurkammer Baden-Württemberg

Geschäftsführer der Ingenieurkammer Baden-Württemberg hg: Du bist Geschäftsführer der Ingenieurkammer

hg: Du bist Geschäftsführer der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. Welche Bedeutung hat eine solche Ver- bandsarbeit für ein wirtschaftlich erfolg- reiches Baden-Württemberg?

SANDER: Eine sehr große. Für freiberuf- lich Tätige, wie eben Ingenieure, ist es wich- tig, dass ihre Interessen in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts gebündelt sind. Da- durch haben sie zum einen eine starke poli- tische Vertretung beim Landesgesetzgeber und zum anderen können sie sich selbst verwalten.

1973 in Aalen/Württemberg geboren

2002–2009 Kreisvorsitzender der JU Freiburg

seit 2003

stellv. Kreisvorsitzender der CDU Freiburg

seit 2009

CDU-Stadtrat der Stadt Freiburg im Breisgau

seit 2011

Geschäftsführer der Ingenieurkammer BW

hg: Hat der Regierungswechsel für die Ingenieurkammer Baden-Württemberg direkte Folgen?

SANDER: Möglicherweise: Die Ingenieur- kammer Baden-Württemberg setzt sich seit der Gründung dafür ein, dass die sicher- heitsrelevanten Ingenieurberufe im Bau- wesen wie beispielsweise Tragwerksplaner, Entwurfsverfasser oder Brandschutzin- genieure Pflichtmitglieder der Ingenieur- kammer werden. Dies ist ein Beitrag zum Verbraucherschutz und zur Sicherheit. Bis- her ist dieser Vorschlag hauptsächlich an der mitregierenden FDP gescheitert.

„Das Land braucht gute Ingenieure um eine funktionierende Infrastruktur und ökologisch sanierte Gebäude zu erhalten.“

hg: Was wünscht sich der Geschäfts- führer eines solchen Verbandes von der grün-roten Landesregierung?

SANDER: Jetzt muss ich etwas richtigstel- len: Wir sind kein Verband! Ein Verband ist ein Zusammenschluss von Freiwilligen. Die Ingenieurkammer ist aber eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das heißt, die Kammer ist aufgrund eines Gesetzes, dem Ingenieurkammergesetz, gegründet worden und erfüllt hoheitliche Aufgaben. Als solche fordern wir vom Land Baden-Württemberg, dass weiterhin sowohl Straßen als auch Schienenwege ausgebaut werden und in lan- deseigene Gebäude investiert wird. Das Land braucht gute Ingenieure um eine funktionie- rende Infrastruktur und ökologisch sanierte Gebäude zu erhalten und die Ingenieure brau- chen die Aufträge der öffentlichen Hand.

hg: Ehrenamtlich bist Du CDU-Stadtrat im grünen Freiburg? Wie erlebst Du die dortige Kommunalpolitik?

SANDER: Spannend: In einer Stadt, die mittlerweile mehrheitlich Grün wählt, ist es ambitioniert, für die CDU Kommunalpolitik zu gestalten.

hg: Was ist Dir aus Deiner aktiven JU- Zeit in Erinnerung geblieben?

SANDER: Das interessanteste, das ich als Kreisvorsitzender erlebt habe, war eine Reise der JU Freiburg nach Israel, um eine Städtepartnerschaft zwischen Tel Aviv und Freiburg zu begründen. Geblieben sind hof- fentlich lebenslange Freundschaften und die politische Erfahrung, die ich in acht Jahren als JU-Kreisvorsitzender und CDU- Bundestagskandidat in Freiburg sammeln

konnte.

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Erfahrung, die ich in acht Jahren als JU-Kreisvorsitzender und CDU- Bundestagskandidat in Freiburg sammeln konnte. 6
Erfahrung, die ich in acht Jahren als JU-Kreisvorsitzender und CDU- Bundestagskandidat in Freiburg sammeln konnte. 6
NIKOLAS LEIBHAFTIG 5 Liebe Leserinnen und Leser, AM Ende dieser Ausgabe darf ich mich Euch

NIKOLAS LEIBHAFTIG

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Liebe Leserinnen und Leser,

AM Ende dieser Ausgabe darf ich mich Euch als neuen Chefredakteur der Humanen Gesell- schaft vorstellen. Die neue Aufgabe

nehme ich - verbunden mit großem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen - sehr gerne an. Zweifels- frei ist die hg eines der besten Mit- gliedermagazine im Bundesverband. Diesen Anspruch haben wir auch wei- terhin. Um uns dennoch weiterzuent- wickeln, arbeite ich mit meinem Re- daktionsteam an einer neuen Kon- zeption, die die Verständigung und Verbindung unserer Mitglieder unter- einander miteinbezieht. Drei Säulen werden fortan die Grundlage einer jeden hg bilden: Inhalt, Information und Kommunikation.

jeden hg bilden: Inhalt, Information und Kommunikation. Ich freue mich auf viele Beiträge aus unseren Reihen

Ich freue mich auf viele Beiträge aus unseren Reihen und gute Dis- kussionen mit Euch allen.

Beste Grüße

und gute Dis - kussionen mit Euch allen. Beste Grüße Benjamin Völkel Chefredakteur der hg 5

Benjamin Völkel Chefredakteur der hg

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NL – NIKOLAS LEIBHAFTIG

Liebe Freundinnen und Freunde,

für das neue Jahr 2012 wünsche ich euch viel Glück, Freude, Gesundheit und uns allen viel Erfolg bei unserer gemeinsamen politischen Arbeit im Sinne der Jungen Union. Ich möchte mich bei euch allen für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die großartige Unterstützung im Rahmen meiner Wahl zum Landesvorsitzenden so- wie für die zahlreichen Glückwünsche und Komplimente bedanken. Es ist mir Ehre, Freude und Verpflichtung zugleich, einem solch traditionsreichen politischen Jugend- verband wie dem der Jungen Union Baden- Württemberg als Landesvorsitzender vor- stehen zu dürfen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmals im Namen von euch allen bei meinem Vorgänger Steffen Bilger MdB bedanken. Nach seiner Wahl zum neuen Bezirksvorsitzenden der CDU Nordwürttem- berg hatte er sich entschlossen, seine aktive JU-Zeit zu beenden. Steffen hat den Ver- band geprägt wie kaum ein zweiter. Er war stets ansprechbar und hat dem Verband ein neues Image gegeben. In seine Fußstapfen zu treten, ist daher keine einfache, aber eine umso spannendere und reizvolle Aufgabe zugleich.

Meine Ziele sind klar: ich möchte eine fre- che, eigenständige und selbstbewusste Junge Union formen, die durch eine Politik geprägt von Herz, Biss und Verstand auf sich aufmerksam macht. Dabei bietet die neue grün-rote Landesregierung genügend Angriffsfläche: Da glänzt eine Kultus- ministerin Gabriele Warminski-Dings-Bums eher durch Abwesenheit und Dienst nach Vorschrift als durch Sacharbeit. Ähnlich ihr Kollege im Verkehrsministerium, Winfried Hermann. Trotz des klaren Votums für den Bau von Stuttgart 21 und der damit ver- bundenen schallenden Ohrfeige für seine arrogante Blockadepolitik, sieht sich Minister Herrmann immer noch in der Lage, die in seinem Sinne richtigen verkehrspolitischen Weichenstellungen für Baden-Württemberg vorzunehmen und beweist dadurch seine Abneigung gegen jeglichen modernen Fortschritt. Fazit: mit ihrer vorgespielten Politik des Gehört Werdens und einer ideo- logisch geprägten Bildungspolitik drohen Grün-Rot die erfolgreiche Regierungsarbeit von CDU und FDP in nur wenigen Monaten zu ruinieren.

Das Jahr 2012 soll ein erfolgreiches Jahr für die Junge Union werden. Lasst uns alle gemeinsam daran arbeiten. Ich freue mich auf möglichst viele Begegnungen mit euch in den kommenden Monaten.

Viele Grüße

Euer Nikolas Löbel
Euer
Nikolas Löbel

Wir sind mit über 11.600 Mitgliedern nicht nur viel größer als FDP oder Bündnis 90/Die Grünen im Land, sondern durch unsere lan- desweite Präsenz und das Engagement unserer Mitglieder die drittstärkste politi- sche Kraft. Nun ist es an uns, diesem

6 Anspruch durch neue Akzente und eine nachhaltig freche Oppositionspolitik Nach- druck zu verleihen.

CDU BADEN-WÜRTTEMBERG

CDU-BUNDESPARTEITAG IN LEIPZIG

7 Bildung – Wirtschaft – Europa

MIT dem Leitantrag „Bildungsrepublik Deutschland“, dem Europakonzept „Starkes Europa – gute Zukunft für Deutschland“ sowie der Diskussion um die Lohnunter- grenze wurden auf dem 24. Bundesparteitag der CDU drei thematische Schwerpunkte gesetzt.

der CDU drei thematische Schwerpunkte gesetzt. 7 Erfolgreiche junge Positionen Als Junge Union konnten wir

7 Erfolgreiche junge Positionen

Als Junge Union konnten wir gute Erfolge erzielen. Dem Antrag „keine Euro-

bonds“ stimmte der Parteitag zu und sagte somit Nein zu einer Schuldenunion. Auch dem Antrag für das Gedenken der Opfer der deutschen Teilung am 13. August wurde zugestimmt. Die JU-Position zur Erhaltung kerntechnischer Kompetenz konnte eben- falls erfolgreich vertreten werden.

7 Baden-Württemberg enttäuscht

Diese Erfolge täuschen jedoch nicht darü- ber hinweg, dass wir als Baden-Württem- berger mit unseren Anträgen zum Bildungs- papier keinen Erfolg erzielen konnten. Stellte Bundesbildungsministerin Anette Schavan auf unserem Landesparteitag in Stuttgart noch klar, dass unser gegliedertes Schulsystem zu erhalten sei, war die baden- württembergische Bildungspolitik am Bun- desparteitag scheinbar gänzlich aus dem Gedächtnis der Frau Minister verschwun- den. Kein Lob für das erfolgreiche baden- württembergische Schulsystem und ein kla- res Nein der Ministerin zum Antrag Schulstruktur enttäuschte nicht nur die JU- Delegierten aus Baden-Württemberg. Hier hätten wir uns eine deutlichere Positio- nierung der Ulmer Bundestagsabgeordneten gewünscht.

nierung der Ulmer Bundestagsabgeordneten gewünscht. 7 Deine Stimme zählt Um auch in Zukunft junge Ideen

7 Deine Stimme zählt

Um auch in Zukunft junge Ideen erfolg- reich auf Parteitagen der CDU umsetzen zu können, benötigen wir Dich! Nutze die Chance und lass‘ Dich bei den nächsten Delegiertenwahlen in Deinem Kreisverband

aufstellen. Mitmachen lohnt sich!

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Chance und lass‘ Dich bei den nächsten Delegiertenwahlen in Deinem Kreisverband aufstellen. Mitmachen lohnt sich! 6
7 MITARBEITER/IN GESUCHT! Wir suchen ab dem 01. Januar 2012 eine/n Mitarbeiter/in zur Unterstützung der

7 MITARBEITER/IN GESUCHT!

Wir suchen ab dem 01. Januar 2012 eine/n Mitarbeiter/in zur Unterstützung der Arbeit auf der Landesgeschäftsstelle der Jungen Union Baden-Württemberg.

Wir bieten ein attraktives und spannendes Aufgabenfeld. Du bist in die alltägliche Arbeit der Landesgeschäftsstelle und des Landesverbandes stark eingebunden und damit gefordert. Viele heutige Verantwortungsträger waren früher auch einmal Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle und konnten sich durch ihre Tätigkeit ein breites Netzwerk aufbauen. Die Bezahlung ori- entiert sich an den Vorgaben einer geringfügigen Beschäftigung.

7 Was solltest du vorweisen:

• gute Kenntnisse in Sachen Outlook, Excel, Power Point etc.

• ausgeprägte Fähigkeiten und Leidenschaft in Fragen der graphischen Gestaltung (z.B. Flyer-, Plakatgestaltung)

• ausgeprägte Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Gestaltung und Betreuung von Websites, Blogs u.ä.

• ausgeprägte Kenntnisse und Fähigkeiten in der Erstellung von Videos, deren Erarbeitung und Bearbeitung

• Freude und Spaß an der selbständigen Arbeit

• große Zuverlässigkeit sowie zeitliche und örtliche Flexibilität

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann sende eine kurze Bewerbung inkl. Lebenslauf und einigen Stichworten zu dir und deinen Fähigkeiten an:

Junge Union Baden-Württemberg Landesgeschäftsstelle Hasenbergstraße 49b 70176 Stuttgart

oder per E-Mail an: lgs@ju-bw.de

www.ju-bw.de

WIR WÜNSCHEN EIN GUTES NEUES JAHR 2012!
WIR WÜNSCHEN
EIN GUTES NEUES
JAHR 2012!

IMPRESSUM

Herausgeber:

Druck:

Junge Union Baden-Württemberg, Hasenbergerstraße 49 b, 70176 Stuttgart Tel. 0711/66904-53, Fax 0711/66904-45 hg@ju-bw.de, www.ju-bw.de

Rösler Druck GmbH, Gmünder Straße 100, 73614 Schorndorf Tel. 07181/939-930, Fax 07181/939-939 info@roeslerdruck.de, www.roeslerdruck.de

Chefredakteur:

Benjamin Völkel

Chefin vom Dienst:

Layout und Satz:

DOGMA 360° Communications Ingo Sombrutzki Falkengasse 4, 73614 Schorndorf Tel. 07181/40698-0, Fax 07181/40698-20 hg@dogma.info, www.dogma.info

Volker Zaiss

Verwaltung und Archiv:

Meike Kemper

Redaktion:

Auflage/Erscheinungsweise 13.000 Exemplare, vierteljährlich

Thomas Schwenke, Hannes Griepentrog, Boris Schmitt, Fabian Müller

Weitere Autoren:

Für JU-Mitglieder ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Bastian Schneider, Felix Schreiner MdL, Birgit Flaig

Fotonachweis:

Jaques Grießmaier, Hendrik Warda, Claudia Thannheimer

REDAKTIONSSCHLUSS

REDAKTIONSSCHLUSS

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19. Februar 2012

Alle Beiträge sind in digitaler Form und einschließlich Fotos mit einer Bildauflösung von min. 300

Alle Beiträge sind in digitaler Form und einschließlich Fotos mit einer Bildauflösung von min. 300 dpi an hg@ju-bw.de zu senden. Die Redaktion behält sich Änderungen und Kürzungen der eingereichten Beiträge vor. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung von Herausgeber und Redaktion wieder.

 

TERMINE 2012

JANUAR

 

FEBRUAR

28.-29.

Bezirkstag der JU Südbaden am Kaiserstuhl u.a. mit Bundesfinanz minister Dr. Wolfgang Schäuble MdB, Bezirksvorsitzender Andreas Jung MdB und Dr. Andreas Schwab MdEP

 

11.

Orts- und Kreisvor- sitzendenkonferenz der JU BW Seminar zu den Themen "Finanzen" & "Medien"

APRIL

24.

Generationengipfel mit der Senioren Union Baden-Württemberg

 

AUGUST

16.–19. Cadenabbia-Kolloquium

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Weitere aktuelle Termine auf

www.ju-bw.de