SEPTEMBER 2009

REGION

KÖNIZER ZEITUNG DER SENSETALER

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Brückenschlag zwischen den Kantonen
Bern und Freiburg wollen die Zusammenarbeit verstärken
REGION – Der Regierungsrat des Kantons Bern und der Staatsrat des Kantons Freiburg haben beschlossen, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Die gemeinsame Stellung als Brückenkantone zwischen französischer und deutscher Schweiz und die Region um die Hauptstadt soll gefestigt werden.
Die Herausforderungen der Gesellschaft und die grossen politischen Dossiers haben immer häu ger kantonsübergreifende Folgen. Aufgrund der heutigen Lebensweise werden politische Grenzen zunehmend überschritten. Deshalb haben der Regierungsrat des Kantons Bern und der Staatsrat des Kantons Freiburg beschlossen, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Ziel ist es, die Stellung Berns und Freiburgs als Brückenkantone zwischen französisch- und deutschsprachiger Kultur und als zentrale Region rund um die Hauptstadt der Schweiz zu stärken. Die beiden Räte wollen damit ein langfristiges Vorgehen einleiten, von dem die Bevölkerung beider Kantone pro tieren soll. Dienstleistungen verbessern In einem ersten Schritt sollen die vielen Gebiete der heutigen ZuANZEIGE

Der Regierungsrat des Kantons Bern prüft seinerseits, wie er gewisse Projekte, die für Freiburg von Bedeutung sind, unterstützen kann. Im Vordergrund stehen beispielsweise Verbesserungen beim S-Bahn-Angebot sowie bei Vorhaben im Rahmen der Dezentralisierung der Bundesverwaltung. Autonomie soll erhalten bleiben Die beiden Regierungen sind sich der Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit bewusst. Sie wollen daher über die Konferenz der Westschweizer Regierungen und die Fachkonferenzen dazu beitragen, dass die Romandie als einheitlicher Lebensraum wahrgenommen wird. Beide Kantone behalten angesichts ihrer Besonderheiten und Möglichkeiten ihre volle Autonomie, wenn es darum geht, mit anderen Partnern zusammenzuarbeiten. Eine Delegation aus Mitgliedern der Freiburger und der Berner Regierung, die unter der Leitung der beiden Volkswirtschaftsdirektoren steht, wurde beauftragt, konkrete Vorschläge vorzulegen und zuhanden der beiden Regierungen einen Aktionsplan auszuarbeiten. BI

Zwischen französischer und deutscher Kultur: Bern und Freiburg rücken zusammen.

sammenarbeit untersucht werden: Bildung, Gesundheitswesen, Verkehr, Raumplanung, Landwirtschaft und Ernährung sowie die Bereiche Umwelt und Energie. Es geht darum, die Zusammenarbeit dort auszudehnen, wo sie bessere Dienstleistungen für die Bevölkerung der Kantone Bern und Freiburg ermöglicht. Die beiden Regierungen haben sich ferner verp ichtet, zum Projekt «Raumkonzept Schweiz», von dessen ersten Version sie in keiner Weise befriedigt sind, eine gemeinsame Stellungnahme auszuarbeiten. Über die politischen Grenzen Der Staatsrat des Kantons Freiburg ist daran interessiert, im Pro-

jekt «Hauptstadtregion Schweiz», das vom Kanton und von der Stadt Bern ins Leben gerufen worden ist, mitzuwirken. Dieses Projekt, das mehrere Kantone umfasst, will Initiativen und die Formen der Zusammenarbeit innerhalb eines Raums, der die politischen Grenzen übersteigt, fördern und verstärken. Die Hauptstadtregion Schweiz soll dank einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Freiburg und Bern ein wichtiger wirtschaftlicher Motor sein. Sie soll Aufgaben übernehmen, die auf dem gleichen Niveau anzusiedeln sind, wie diejenigen der drei Metropolitan-Regionen der Schweiz.

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