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Mai 2011 10:00 - 14:00 Uhr

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Mittwoch, 4. Mai 2011

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Geldstrafe für Stalker von „Miss Niedersachsen“
Hannover (hpw). Weil er immer wieder in der Nähe der ehemaligen Miss Niedersachsen auftauchte, ist ein 40 Jahre alter Tankwart aus der Region Hannover am Dienstag zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 35 Euro verurteilt worden. Gianna Rose (24), bis Januar amtierende Miss Niedersachsen, gab vor dem Amtsgericht Hannover zu Protokoll, dass sie „tierische Angst“ vor dem Mann empfunden habe. Zunächst hatte sie vor Gericht erwirkt, dass der 40-Jährige, der sie bei öffentlichen Veranstaltungen angestarrt und fotografiert haben soll, ihr nicht mehr näher als 50 Meter kommen darf. Weil er gegen diese Auflage verstieß und zudem bei einem Tumult einen Ordner mit einem Tritt gegen das Schienbein verletzte, wurde er jetzt zu der Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte selbst sprach im Prozess von einem Missverständnis, er habe von der ehemaligen Schönheitskönigin nichts Seite 15 gewollt.

O sa ma bi n Lad e n

Tod und Freude
VON R EIN H A RD URSCHEL Wir wissen nicht, wie sehr die Bundeskanzlerin in der griechischen Mythologie bewandert ist, aber bestimmt hat sie schon einmal von der „Orestie“ gehört. In der Trilogie des Dichters Aischylos opfert Agamemnon Iphigenie, Klytämnestra tötet daraufhin Agamemnon und Kassandra, der Sohn Orestes tötet Klytämnestra und Aigisthos. Die Rache ist es, die immer neue Mordtaten gebiert, nicht ohne Grund nennen wir ein solches Geschehen eine Tragödie. Seit der Antike hat sich nicht viel geändert im Verhalten der Menschen. Auch die aufgeklärte Moderne kennt das archaische Gefühl der Vergeltung: Kriege lösen neue Kriege aus, das Töten von Angehörigen wird mit dem tödlichen Angriff auf den Feind beantwortet. Vielleicht weil wir uns nicht wirklich frei machen können von solch niedrigen Instinkten, ist am Tag nach dem Tod des meistgesuchten Terroristen der Erde aufmerksam registriert worden, mit welchen Worten Bundeskanzlerin Angela Merkel sein Ende bedacht hat: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.“

HEUTE IN DER HAZ „Falsche“ Witwe kassierte ab
Hannover: Eine 60-Jährige bezog 22 Jahre lang Witwenrente, obwohl sie wieder verheiratet war. Das Amtsgericht Hannover verurteilte sie gestern zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung. Seite 13

Das unwürdige Gefühl
Andere Staatschefs haben Ähnliches verlauten lassen, Australiens Premierministerin Julia Gillard sagte: „Ich begrüße den Tod von Osama bin Laden“, fast wortgleich hat sich der UN-Sicherheitsrat geäußert. Der türkische Präsident Abdullah Gül bekannte: „Ich bin froh.“ Mit ihrer unverhohlenen Freude ist die deutsche Regierungschefin auf der Skala der menschlichen Empfindungen am weitesten gegangen. Streng genommen ist ihre Freude die charakterlich schäbigste aller möglichen Freuden: die, die sich ergötzt am Schaden eines anderen. Sie kann keine reine Freude sein, sondern nur Schadenfreude. Ein einziger unter den Staaten der Erde hält dagegen. Was der Vatikansprecher Federico Lombardi im Namen des Papstes zum Tod von bin Laden sagte, klingt wie eine direkte Antwort auf die Worte der Kanzlerin, obwohl es gewiss nicht beabsichtigt war: „Der Tod eines Menschen ist für einen Christen niemals Grund zur Freude.“ Von der Evangelischen Kirche in Deutschland ist ebenfalls ein starkes Befremden darüber zu hören, wie sehr sich eine christlich geprägte Kultur ein derart unwürdiges Gefühl der Freude zu eigen macht. Ja, die Kirche, bekanntermaßen keine weltliche Macht, hat gut reden. Wer diesen Einwand vorbringt, wird Zuspruch ernten. In der Tat dringen moraltheologische Argumente nur selten ein in den harten politischen Alltag, sie werden niedergebügelt im Krieg der Kulturen und vollends weggeräumt im Krieg mit Waffen. Doch gerade deshalb dürfen die Kirchen, aber auch die Humanisten und die Aufrechten unter den Völkerrechtsexperten nicht müde werden, den Politikern und Führern der westlichen Welt den Spiegel vorzuhalten. Gerade sie, die immer wieder die moralische Überlegenheit des westlichen, demokratischen, aufgeklärten Weltbildes betonen, gegenüber dem mittelalterlichen, menschenverachtenden Wertekanon von selbst ernannten Gotteskriegern, sollten sich mäßigen in ihrer Sprache.

Live-Übertragung ins Weiße Haus: Die Militäraktion gegen Osama bin Laden verfolgten US-Präsident Barack Obama, Vizepräsident Joe Biden, Außenministerin Hillary Clinton und Mitglieder des Sicherheitsteams vor dem Bildschirm. Das Bild wurde gestern von der US-Regierung veröffentlicht. dpa

Feuer zerstört Haus in Limmer
Hannover: Ein Zwölfjähriger hat verhindert, dass bei einem Feuer in Limmer Menschen verletzt worden sind. Der Junge entdeckte einen Brand im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Er alarmierte Seite 13 Feuerwehr und Nachbarn.

Erste Oberschulen genehmigt
Niedersachsen: Die ersten Oberschulen in Niedersachsen sind genehmigt und starten ihre Arbeit im neuen Schuljahr nach den Sommerferien. Allerdings wollen drei Landkreise gegen die neue Schulform klagen. Seite 5

Mission erfüllt? Nach bin Ladens Tod steht Afghanistan-Einsatz zur Debatte
VON M ICH A EL M. G RÜTER Berlin. Rückt der Abzug der internationalen Staatengemeinschaft aus Afghanistan näher, weil Al-Qaida-Führer Osama bin Laden tot ist? In den USA mehren sich die Stimmen für einen Rückzug, auch in Deutschland ist die Afghanistan-Debatte neu entfacht. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier rechnet mit konkreten Auswirkungen auf den Krieg in Afghanistan. „Nachdem die Terrororganisation ihren führenden Kopf verloren hat, wird die geplante Beendigung des Einsatzes realistischer“, sagte der frühere Außenminister am Dienstag. Das Ziel für einen Rückzug spätestens bis zum Ende des Jahres 2014, das sich die USA und andere Nato-Länder gesetzt hätten, halte er deshalb für machbar. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, der CDU-Politiker Ruprecht Polenz, sieht neue Chancen für eine politische Lösung des Afghanistan-Konfliktes. Polenz unterstützt den Appell von US-Außenministerin Hillary Clinton an die afghanischen Taliban, sich von der internationalen Terrororganisation Al Qaida loszusagen. „Das ist einer der wichtigen Punkte, um den es in Afghanistan politisch geht“, betonte Polenz. Man werde „nur dann über Lösungen unter Teilnahme der Taliban verhandeln können, wenn sichergestellt ist, dass die Verbindungen zum internationalen Terrorismus gekappt werden“. Der grüne Außenpolitiker HansChristian Ströbele erklärte gestern: „Der eigentliche Grund für den Krieg in Afghanistan ist weggefallen. Das muss man zur Kenntnis nehmen und seine Schlussfolgerungen daraus ziehen.“ Im Oktober 2001 begann der Afghanistan-Einsatz der internationalen Staatengemeinschaft unter Führung der USA mit einem Mandat der Vereinten Nationen und dem Ziel, die Verantwortlichen für die Terroranschläge am 11. September 2001 zur Rechenschaft zu ziehen und die Strukturen von Al Qaida zu zerschlagen. Derzeit sind 140000 Soldaten der Nato in Afghanistan, davon stellt die Bundeswehr derzeit 4800. Die Niederlande haben ihre Kampftruppen 2010 zurückgezogen, Kanada will diesen Schritt in den nächsten Monaten vollziehen. Von Polen wird das Jahr 2012 als Abzugsdatum anvisiert. Die USA haben angekündigt, in diesem Juli mit dem Rückzug ihrer Soldaten zu beginnen. Die Bundesregierung strebt einen Teilrückzug für Ende des Jahres an – vorausgesetzt, dass die Sicherheitslage das erlaubt. Nato-Generalsekretär Anders Fog Rasmussen spricht vom „Versuchungen“ der Entsendestaaten, ihre Truppen zurückzuziehen. Die Nato-Verbündeten würden noch gebraucht, „um sicherzustellen, dass Afghanistan nie wieder ein sicherer Zufluchtsort für Extremismus wird“. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an afghanische Regierungskräfte soll nach Vereinbarungen der Londoner Afghanistan-Konferenz im Jahr 2014 abgeschlossen werden. Die Bundesregierung sieht derzeit keinen Grund, die Zeitpläne zu ändern. „Wir sind ja nicht nach Afghanistan gegangen, um einen bestimmten Terroristen auszuschalten, sondern weil wir nicht länger zulassen wollten, dass Afghanistan das Rückzugsgebiet für den Weltterrorismus ist“, sagte Außenminister Guido Westerwelle.

Sony-Skandal weitet sich aus
Welt im Spiegel: Sony-Kunden wurden offenbar in größerem Umfang sensible Daten gestohlen als bisher bekannt. Betroffen seien womöglich auch 24,6 Millionen Kunden des Onlinespiele-Netzwerks Sony Online Entertainment. Seite 8

Kritik an VW-Dividende
Wirtschaft: Auf der Hauptversammlung von Volkswagen in Hannover sparten Aktionärsvertreter nicht mit Lob für die Geschäftsentwicklung. Angesichts der „gigantisch guten Zahlen“ sei allerdings die Dividende zu gering. Seite 9
Dax 7500,70 (– 26,94) Dow Jones (20 Uhr) 12 781,44 (– 25,92) Euro (EZB) 1,4780 (1,4837) Dollar

■ Heikle Fragen
an Pakistan
Washington/Islamabad (dpa) Nach der Tötung von Osama bin Laden in Pakistan werden Risse in der angeblichen Anti-Terror-Allianz zwischen den USA und der asiatischen Atommacht deutlich. Die USA hätten Pakistan aus Angst vor Verrat nicht vorab informiert, sagte der CIA-Chef und künftige US-Verteidigungsminister Leon Panetta. „Man hat entschieden, dass alle Versuche einer Zusammenarbeit mit den Pakistanern die Mission gefährden könnten.“ Die USA hätten befürchtet, dass „sie die Ziele alarmieren könnten“. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari räumte ein, die Kommandoaktion sei „keine gemeinsame Operation“ amerikanischer und pakistanischer Sicherheitskräfte gewesen.

■ Freude über Tod ■ Bin Laden war
angemessen?
Frankfurt/Main (epd). Kirchenvertreter haben sich kritisch zu den Freudenausbrüchen nach dem Tod von Osama bin Laden geäußert. Der Tod des Terroristen könne kein Grund zur Freude sein, sagte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms. Der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann kritisierte Äußerungen aus der Bundesregierung, der Tod des Al-Qaida-Anführers sei eine gute Nachricht. „Eine gute Nachricht wäre es gewesen, wenn er festgesetzt worden wäre und einem geregelten Gerichtsverfahren zugeführt worden wäre“. Am Montag hatte bereits der Vatikan vor Freude als Reaktion auf den Tod des Terroristen gewarnt.

nicht bewaffnet

Dritter Sieg auf dem Eis
Sport: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM in der Slowakei auch ihr drittes Vorrundenspiel gewonnen. Nach 0:2-Rückstand schlug sie Slowenien noch mit 3:2 im Penalty-Schießen. Seite 22

Washington (afp/dpa). Al-Qaida-Chef Osama bin Laden war bei seiner Tötung durch US-Elitesoldaten nicht bewaffnet. Allerdings seien andere Männer in seiner Umgebung bewaffnet gewesen, teilte das Weiße Haus in Washington am Dienstag mit. Wegen des Widerstandes sei bin Laden in einem „unberechenbaren Schusswechsel“ ums Leben gekommen. Nach der US-Kommandoaktion in Pakistan hoffen die USA auf neue Erkenntnisse über die Pläne des Terrornetzwerks Al Qaida. US-Geheimdienste setzen vor allem auf mehrere Festplatten, die beim Sturm auf bin Ladens Unterschlupf sichergestellt wurden. Die Datenträger seien an einen geheimen Ort in Afghanistan geschafft worden.

Unchristlich und unpolitisch
Ihre Worte bleiben ja nicht ungehört. Wenn wir die Freudentänze der Amerikaner sehen über das Ende eines Albtraums, entwickeln wir einen gewissen Grad von Verständnis angesichts der schweren Demütigungen, die dieser Mann und seine Mordgesellen dem Land und seinen Bewohnern angetan haben. Müssten wir nicht das gleiche Befremden empfinden, das uns beschleicht, wenn wir das Freudengeheul in einem beliebigen arabischen Land sehen, wenn Stars-andStripes-Fahnen verbrannt werden oder Flaggen mit dem Davidstern mit Füßen getreten werden? Wenigstens das müssen wir einräumen: So unterschiedlich sind die Kulturen offenbar doch nicht, dass sie sich im niedrigen Triumpfgeheul unterscheiden würden. Freude zu empfinden über den Tod eines Massenmörders, der über eine von Hass erfüllte Terroristengruppe befohlen hat, mag unchristlich sein, aber es ist auch unpolitisch. Es sind doch die politisch Verantwortlichen, die bei jeder öffentlichen Äußerung bedenken müssen, was sie bewirken. „Respice finem“ heißt die lateinische Formel, die der aufgeklärte Europäer beherzigen sollte: Bedenke das Ende! Wer dies tut, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass man erleichtert sein kann über das Ende eines Menschenschinders, aber keine Freude empfinden darf über den mutmaßlichen Ausgangspunkt für neue Gewalt. Erst als Orestes begnadigt wurde, ging die Tragödie zu Ende.

Obamas riskante Aktion: Seite 2 ● Angst vor Rache in Berlin: Seite 2 ● Pakistans schwierige Rolle: Seite 3 ● Reaktionen in der arabischen Welt: Seite 3 ● Dossier unter

6 Seiten Verlagsbeilage: „Studieren an der TU Clausthal“
Rätsel Börsen & Märkte Familienanzeigen Roman Medien / TV Täglich (fast) alles Seite 7, 11 Seite 10 Seite 19 Seite 22 Seite 23 Seite 24

Krankenkassen starten neues Internetportal, um Suche nach passender Praxis zu erleichtern
VON G A BI S TIEF Berlin. 17 000 Menschen suchen täglich einen Arzt auf. Wer sich fragt, ob er beim richtigen ist, bekommt nun Hilfe im Netz: 30 Millionen Versicherte von AOK und Barmer GEK sind ab sofort aufgerufen, ihre Ärzte im Internet zu bewerten. Jeder, egal bei welcher Kasse er versichert ist, kann demnächst online nachschauen, welche Praxis von anderen Patienten besonders empfohlen wird. Den Initiatoren geht es allerdings weder um Medizinerranglisten noch um die Vergabe von Schulnoten. „Wir sorgen für Fairness gegenüber den Ärzten“, betonte AOK-Vorstandsvize Jürgen Graalmann am Dienstag bei der Vorstellung des neuen „Arzt-Navis“ in Berlin. Ziel des Portals sei mehr Transparenz und Orientierung im Gesundheitswesen, sagte Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, die gemeinsam mit den beiden Kassen und dem Sozialverband VdK das Projekt entwickelt hat. Herzstück des Portals ist eine OnlineCheckliste. Darin werden Patienten beispielsweise gefragt, ob ihr Arzt sie in Entscheidungen einbezieht, ob er ihnen gut zuhört und ob die Praxis einen gut organisierten Eindruck macht. Weiter wird nach der Wartezeit in der Praxis gefragt und wie lange es dauert, einen Termin zu bekommen. Der Patient kann auch vermerken, ob er den Eindruck hat, dass Privatversicherte bevorzugt behandelt werden, und ob er sich manchmal bedrängt fühlt, zusätzliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, die nicht von der Kasse erstattet werden. Ärzte können die Online-Bewertung ihrer Patienten kommentieren und – wenn erwünscht – sogar sperren lassen. Ausdrücklich wird im Fragebogen auf sogenannte Freitextfelder verzichtet, die der Befragte für eigene Kommentare Zwei Jahre lang haben die Initiatoren an dem Projekt gearbeitet, das in Thüringen, Berlin und Hamburg in den vergangenen Monaten getestet wurde. 35 Prozent aller Allgemeinmediziner und 25 Prozent aller niedergelassenen Ärzte sind in Thüringen mittlerweile mit Bewertungen im Netz vertreten. Wer nun in den anderen Ländern nach dem passenden Arzt per „Navi“ suchen will, muss sich aber noch etwas gedulden: Die Ergebnisse zu einem Arzt werden erst veröffentlicht, wenn mindestens zehn Beurteilungen von Patienten vorliegen. Die Initiatoren haben schon neue Pläne: Demnächst soll es weitere Fragebogen für die Bewertung von Zahnärzten und Psychotherapeuten geben. Anfang 2012 sollen weitere Krankenkassen einsteigen, damit der Kreis der Befragten noch größer wird.
▶ Arzt im Test

„Arzt-Navi“ geht online

13° Nachmittag örtlich Schau1° Nordwestwind. Seite 24
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Viel Sonne, aber bis zum möglich. Schwacher

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Gut beraten? Patienten können ihre Ärzte künftig im „Arzt-Navi“ bewerten. dpa nutzen könnte. Schmähkritik sei nicht erlaubt, sagte Rolf-Ulrich Schlenker, Vorstandsvize der Barmer GEK. Eine Registrierung der Befragten soll vor Manipulation schützen; zugleich bleibe die Anonymität gewahrt, versicherte Schlenker.

* Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 3,9 Cent pro Minute, ein Anruf aus dem Mobilfunknetz höchstens 42 Cent pro Minute.

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Blick in die Zeit

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Lob für Obama im Westen – und noch längst keine Entwarnung
Eine rechtlich zweifelhafte Aktion
Durften die USA bin Laden erschießen?
Von C hristoph d riessen Berlin. Osama bin Laden war ohne Zweifel ein Massenmörder, er hat sich seiner Taten selbst gerühmt. Eine andere Frage ist, ob es rechtens war, ihn zu töten. Die USA hatten nach offizieller Darstellung nicht von vornherein die Absicht, den Terroristenchef zu töten. Bei der nächtlichen Kommandoaktion in Pakistan kam es jedoch zu einem Schusswechsel. Damit könnte Washington argumentieren, dass seine Elitesoldaten in Notwehr handelten, als sie bin Laden erschossen. Der US-Sender CNN berichtete allerdings, es habe sich um eine gezielte Liquidierung gehandelt; eine Festnahme sei nicht das Ziel gewesen. Das wäre wesentlich heikler. Denn der Grundsatz, dass niemand ohne Prozess bestraft werden kann, macht den Kern eines Rechtsstaates aus. Das Völkerrecht sieht nur wenige Ausnahmen dafür vor. Hitler hätte man danach töten dürfen – dies wäre ein Tyrannenmord gewesen. Doch wie der Name schon sagt, versteht man darunter die Tötung eines Diktators, der ein Volk drangsaliert. „Bei bin Laden passt das nicht so sehr“, sagt der Kölner Völkerrechtsprofessor Claus Kreß. Genauso sieht es der Berliner Völkerrechtler Christian Tomuschat: „Bin Laden war ja nicht jemand, der über einen Unterdrückungsapparat verfügt hat.“ Den USA bliebe in diesem Fall noch eine andere Rechtfertigung: Sie könnten die Tötung des Al-Qaida-Chefs als eine kriegerische Operation darstellen. Im Völkerrecht wird anerkannt, dass nicht nur Staaten als Konfliktparteien gegeneinander Krieg führen können, sondern auch nicht staatliche Organisationen. Dies trifft vor allem auf Bürgerkriege zu. „Die Kernfrage ist: War Al Qaida zum Zeitpunkt der Tötungsaktion noch Partei eines bewaffneten Konflikts?“, erläutert Kreß. „Vereinfacht gesagt: War sie eine quasimilitärische Organisation, von der eine kriegsähnliche Gefahr für die USA ausging? Und wurde sie von bin Laden kommandiert?“ Für das Jahr 2001, als Al Qaida in Afghanistan über große Ausbildungslager und starken Rückhalt durch die TalibanRegierung verfügte, könnte dies zutreffen. Aber Al Qaida hat sich seitdem zu einem losen Terrornetzwerk entwickelt. Viele sind davon überzeugt, dass bin Laden zuletzt eher ein „spiritueller Führer“ war. Tomuschat glaubt, dass die USA die Akzeptanz für „targeted killings“ – gezielte Tötungen – erhöhen wollen. „Die Amerikaner versuchen, eine neue Völkerrechtsregelung zu schaffen. Irgendwann kann man eben sagen: ,Das hat sich mittlerweile konsolidiert, niemand hat widersprochen.‘“ Tomuschat selbst lehnt gezielte Tötungen aber grundsätzlich ab. dpa

Höchste Anspannung: Präsident Barack Obama verfolgte live über Satellit die Kommandoaktion gegen Osama bin Laden – und konnte erst nach 40 Minuten sicher sein, dass er tot ist.

dpa

Die Angst vorm „Black Hawk Down“ im Nacken
Die von Obama befohlene Aktion war ein Einsatz ohne Netz und doppelten Boden – und hätte auch schiefgehen können
Von F rank B randm a ier Washington. Morgen besucht US-Präsident Barack Obama Ground Zero in New York – jenen Ort, an dem einst das World Trade Center stand, in das Al-Qaida-Chef Osama bin Laden am 11. September 2001 zwei Flugzeuge hat hineinsteuern lassen. Obama trifft sich dort mit Angehörigen der Opfer dieses Terrorakts – und er wird nach der Tötung bin Ladens zweifellos ihr Held sein. Dabei tritt vier Tage nach der Kommandoaktion immer deutlicher hervor, dass der Angriff durchaus ein Abenteuer mit offenem Ausgang war. „It’s a go“, es kann losgehen, lautete die Formel, in die Obama in der Nacht zum vergangenen Freitag die Entscheidung für die Aktion kleidete, obwohl deren Ende höchst ungewiss war: Am Morgen des 29. April gab Barack Obama seinem Sicherheitsteam trotzdem grünes Licht für die Kommandoaktion gegen Osama bin Laden, von der niemand wusste, ob sie gelingen würde. Wird der Terroristenchef wirklich in dem Anwesen in Abbottabad sein? Wird die Elitetruppe der Navy Seals auf starken Widerstand treffen? Und würde es Tote unter den Spezialkräften geben? Von allen Optionen, um Amerikas Staatsfeind Nummer eins habhaft zu werden, hatte sich der US-Präsident für die riskanteste entschieden. Seine Berater hatten Obama drei Möglichkeiten eröffnet: Elitesoldaten per Helikopter in den vermuteten Unterschlupf schicken, das Anwesen aus der Luft zu bombardieren – oder noch länger zu warten und noch mehr Informationen darüber zu sammeln, ob der Kopf Al Qaidas wirklich dort anwesend ist. Denn das war alles andere als ausgemacht. Auf 60 bis 80 Prozent bezifferten CIA-Experten die Chance, dass das weitläufige Gelände in der sanften Landschaft wirklich der Zufluchtsort des meistgesuchten Mannes der Welt ist. Schon am 22. März hatte Obama seine Berater um ihre Meinungen gebeten. Verteidigungsminister Robert Gates war skeptisch gegenüber der Kommando-Variante, wie die „New York Times“ berichtete. Zu riskant, argumentierte der Pentagon-Chef. Dann berechneten Experten, dass es viele schwere Bomben brauchen würde, um das schwer gesicherte Anwesen zu knacken. „Es hätte einen gigantischen Krater gegeben, und wir hätten ohne Leiche dagestanden“, sagte ein Regierungsbeamter der Zeitung. Doch allen war klar: Dreh- und Angelpunkt des Schlages gegen bin Laden ist ein Beweis, dass er wirklich tot ist. Etwa eine Woche später ordnete Obama an, für den Einsatz der Spezialkräfte zu trainieren. In Afghanistan wurde ein Nachbau des mutmaßlichen Bin-LadenAnwesens errichtet, an dem die SealsSoldaten die Erstürmung probten. Die Hubschrauber mit den Elitesoldaten sollten später auch in Jalalabad in Afghanistan starten. Doch nagten unablässig Bedenken und Nervosität an Geheimdienstlern, Militärs und Politikern. „Es gab kein Treffen, in dem nicht jemand Black Hawk Down erwähnte“, erinnert sich ein Regierungsbeamter – die Formel steht für jenes traumatische Ereignis, bei dem 1993 zwei USHubschrauber von Typ „Black Hawk“ über Somalia abgeschossen und die Mitglieder der Besatzungen grausam umgebracht worden waren. Noch am vorigen Donnerstag, einen Tag vor dem Marschbefehl des Präsidenten, habe es am Planungstisch immer wieder „lange Momente des Schweigens“ gegeben, als Berater wieder und wieder denkbare Szenarien durchspielten. Am Sonntag um 14.05 Uhr beschrieb CIA-Chef Leon Panetta ein letztes Mal die Kommandoaktion dem Beraterstab, am Morgen hatte Präsident Obama der Operation seinen endgültigen Segen gegeben. Eigentlich hätten die Helikopter bereits am Sonnabend starten sollen, doch hatte das Wetter über dem Einsatzgebiet einen Strich durch die Planungen gemacht. Zuvor hatte Panetta mit Vizeadmiral William McRaven telefoniert, dem Chef der Spezialkommados. „Es ist nun in deinen Händen, mein Freund“, sagte der CIA-Direktor. „Ich wünsche dir das Beste. Alles, was ich tun kann, ist höllisch viel zu beten.“ Es war also knapp. Aber der Erfolg hat viele Freunde: Anders als die rechte TeaParty-Bewegung, die ihn Obama nicht gönnt, gratulierten ihm auch politische Gegner – sein Amtsvorgänger George W. Bush ebenso wie der ehemalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Und Bushs einstiger Chefstratege Karl Rove twitterte gar euphorisch: „Alle Amerikaner sind stolz auf unser Militär, die Geheimdienste und die Präsidenten Bush, (mit: afp/dpa/rtr) Obama. USA! USA!“

Islamische Welt kritisiert Seebestattung
Islamabad/Washington (afp). Die Seebestattung des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden durch die US-Armee ist in der islamischen Welt auf Kritik gestoßen. Ranghohe muslimische Geistliche verwiesen darauf, dass im Islam mit wenigen Ausnahmen nur eine Erdbestattung zulässig ist. Das US-Verteidigungsministerium betonte dagegen, die islamischen Gebote seien bei der Bestattung bin Ladens eingehalten worden. An Bord des US-Flugzeugträgers „Carl Vinson“ habe im Arabischen Meer eine Zeremonie nach islamischer Tradition stattgefunden. Der Umgang mit einem Leichnam ist im Islam detailliert geregelt. Tote müssen rasch beerdigt werden. Im Orient werden verstorbene Muslime oft noch am Todestag begraben. Zuvor ist der Leichnam von Angehörigen des gleichen Geschlechts nach bestimmten Regeln zu waschen und in ein weißes Leichentuch zu hüllen. Außerdem verrichten die Gläubigen ein Totengebet. Anders als von deutschen Friedhofsordnungen in aller Regel vorgeschrieben, werden Muslime traditionell nicht im Sarg beerdigt. Das Grab sollte so ausgehoben werben, dass der Verstorbene in Richtung Mekka schaut. Eine Bestattung auf See sieht der Islam generell nicht vor. Es gibt aber eine Ausnahme, wie der einstige Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ömer Nasuhi Bilmen, in seinem islamischen Katechismus erklärte. Wenn der Verstorbene nicht binnen kurzer Zeit an Land gebracht werden könne, dürfe er auf hoher See bestattet werden. Auch dann sollte die Leiche gewaschen und in ein Tuch gehüllt werden. Dann sollte das islamische Totengebet verrichtet und der Leichnam Richtung Mekka ins Wasser gelassen werden. Über die Details der Seebestattung gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen den islamischen Rechtsschulen. Nach einer verbreiteten Tradition sollte die Leiche mit einem Stein beschwert werden, damit sie auf den Meeresboden sinkt. Einer anderen Rechtsmeinung zufolge sollte der Leichnam auf zwei Holzstücken schwimmen. Dann bestehe die Möglichkeit, dass der Verstorbene an Land geschwemmt werde und dort begraben werden könne.

ervöse Anspannung herrscht im Lagezentrum des Weißen Hauses. USPräsident Barack Obama knetet seine Hände, während er den wichtigsten Militäreinsatz der vergangenen Jahre live verfolgt. Mit im „Situation Room“ sitzen an diesem Sonntagnachmittag seine engsten Mitarbeiter. Neonlicht erhellt den klimatisierten Raum, an einer Wand prangt ein riesiger Bildschirm. Darauf verfolgen sie den US-Einsatz gegen Osama bin Laden. Kameras übertragen die Bilder aus Pakistan über Satellit live nach Washington. Vom Weißen Haus später veröffentlichte Fotos und Tonaufnahmen dokumentieren, dass Obama etwas abseits von den anderen sitzt, dass Außenministerin Hillary Clinton sich erschrocken die Hand vor den Mund hält. CIA-Chef Leon Panetta kommentiert aus der nahegelegenen Zentrale des US-Geheimdienstes den Einsatz per Videoschaltung: „Sie haben das Ziel erreicht.“

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US-Regierung verfolgt die Aktion per Liveschaltung
Schüsse fallen, Bin Laden und seine Leute leisten Widerstand. Eine gewaltige Explosion erschüttert die Szene – ein USHubschrauber ist abgestürzt. Dann herrscht plötzlich Stille. „Die Minuten verstrichen, als wären es Tage“, erinnert sich später Anti-Terror-Chef Brennan. Schließlich tönt es aus Pakistan im Lautsprecher: „Geronimo, EKIA.“ Das steht für „Enemy Killed In Action“ – der Feind ist im Gefecht gefallen. Im Lagezentrum kann es offenbar niemand so recht fassen. Nach Brennans Worten herrscht einige Zeit absolutes Schweigen im Situation Room, der mit geballter Politikprominenz gefüllt war. Außer Clinton und Obama waren dessen Vize Joe Biden, Verteidigungsminister Robert Gates, Anti-Terror-Chef John Brennan, Sicherheitsberater Tom Donilon, Stabschef Bill Daley, Admiral Michael Mullen und Audrey Tomason, der Direktor der Nationalen Anti-TerrorZentrale anwesend. Dann brach Obama die Stille: „Wir haben ihn.“ 40 Minuten nach Einsatzbeginn liegt bin Laden von der Kugel eines Elitesoldaten getroffen tot am Boden der dreistöckigen Villa. Am Abend, nachdem die Identität des AlQaida-Chefs mit einer DNA-Probe bestätigt ist, tritt der Präsident vor die Kameras und verkündet die Nachricht. Es ist nicht das erste Mal, dass die USRegierung Einsätze in Echtzeit im Situation Room mitverfolgt. Das erste Lagezentrum wurde im Mai 1961 unter John F. Kennedy eingerichtet – einen Monat nach dem missglückten Invasionsversuch von Exilkubanern in der kubanischen Schweinebucht zum Sturz Fidel Castros. Der Situation Room kommt aber nicht nur in Krisenzeiten zum Einsatz. Bis zu 25 Treffen gibt es hier pro Tag. „Aus dem Raum lassen sich Videokonferenzen zu rund 1800 Orten auf der ganzen Welt herstellen“, sagt der Chef der Zentrale, Jeff Harley. Wichtig ist dabei: Alle Leitungen sind absolut abhörsicher. dpa

In Berlin wächst Angst vor Rache
Al Qaidas dezentrale Struktur treibt Sicherheitsexperten Sorgenfalten auf die Stirn
Von s teFan k oCh aus, die sich in jüngster Zeit in afghanischen und pakistanischen Terrorcamps Berlin. Die ganze Nacht über feierten ausbilden ließen und scheinbar unaufWashingtoner Jugendliche im Stadtpark fällig in Deutschland leben. Darunter vor dem Weißen Haus. Am Dienstag wur- seien mehrere Verdächtige, die mittlerde bekannt, dass Hollywood-Regisseure weile rund um die Uhr bewacht werden. über einen Spielfilm zur Tötung von Osa- Ein ungemein aufwendiges und teures ma bin Laden nachdenken. Diese Leich- Verfahren, aber aus Sicht des BKA untigkeit, mit der einige Amerikaner auf vermeidlich. das Ende des Al-Qaida-Chefs reagieren, Die Experten sind sich einig: Die größist deutschen Sicherheitsexperten fremd. te Gefahr für die innere Sicherheit geht „Wir stehen nicht am Ende, sondern in- weiterhin vom islamistischen Terror aus. mitten einer schweren Auseinanderset- Sie sei auch nach dem Tod des Al-Qaidazung mit dem internationalen Terroris- Chefs nicht gebannt, sagte Schleswigmus“, sagt ein Mitarbeiter des Bundes- Holsteins Innenminister Klaus Schlie nachrichtendienstes in Bergestern bei der Vorstellung lin. des Landesverfassungs„Wir müssen Beim Bundeskriminalschutzberichts 2010 in Kiel. auf alles einen amt, im BundesinnenminisEs gebe zwar keine islamisterium und bei den Geheimtisch motivierten terroristiBlick werfen“ diensten ist von Entspanschen Strukturen in Schlesnung nach dem Fahndungswig-Holstein. Aber eine Reierfolg nichts zu spüren. Ganz im he von Personen habe Kontakte zum Gegenteil: Die Sorge vor Racheakten dschihadistischen Spektrum. Sicherlich prägt die Debatte. Besondere Aufmerk- seien es nur einzelne Personen, aber diesamkeit gilt in Deutschland den Bahn- se würden den Behörden „viel Arbeit“ höfen und Flughäfen. Zusätzliche Ein- machen. satzgruppen sind auch an nahezu sämtliWie schwierig die Lage nach dem Tod che US-amerikanischen Einrichtungen von Osama bin Laden geworden ist, beentsandt worden: Vor der US-Botschaft schreibt Rolf Tophoven, Leiter des Instiam Pariser Platz in Berlin zeigt die Poli- tuts für Terrorismusforschung und Sizei Dauerpräsenz, ein Polizeiwagen steht cherheitspolitik in Essen: „Al Qaida wird direkt vor dem Brandenburger Tor. Uni- weiter kämpfen, weil diese Organisation formierte patrouillieren auch am Kenne- vor allem auf der mittleren und unteren dy-Museum. Massive Kontrollen wurden Kommandoebene angesiedelt ist.“ Bei zudem an den US-Konsulaten in den dieser dezentralen Struktur sei auch die Landeshauptstädten angeordnet. „Wir Gefahr von spontanen Racheakten nicht müssen auf alles einen Blick werfen, das auszuschließen. Jörg Ziercke, Chef des einen besonderen Bezug zu den Verei- Bundeskriminalamtes, sieht zudem die nigten Staaten besitzt“, sagt ein leiten- Gefahr, dass Al Qaida durch neue Ander Mitarbeiter der Sicherheitsbehör- schläge ihre Handlungsfähigkeit deden. monstrieren könnte. Ähnlich äußert sich Die größte Gefahr geht nach Einschät- Wolfgang Bosbach, CDU-Innenexperte: zung der Experten von den Extremisten „Der Kampf gegen den Terror ist keineswegs gewonnen. Al Qaida arbeitet dezentral. Deswegen haben wir in diesen Stunden die Befürchtung, dass Al Qaida möglicherweise darüber nachdenkt, jetzt erst recht zu zeigen, dass man noch terroristische Schlagkraft besitzt und dass auch Deutschland wieder ein Anschlagsziel sein könnte.“ An Führungspersonal dürfte es den Verbrechernetzwerken nicht mangeln. Das zeigt schon ein Blick auf die Fahndungsliste des amerikanischen FBI: 25 Millionen Dollar sind zur Ergreifung von Aiman al-Sawahiri ausgesetzt. Der 59-jährige Ägypter soll die rechte Hand von Osama bin Laden gewesen sein. Fünf Millionen Dollar zahlt die US-Polizei für Hinweise, die zur Festnahme von Saif al-Adel führen, einem 50-jährigen Ägypter, der als Militärchef von Al Qaida gilt. Ebenfalls fünf Millionen Dollar sind auf Fasul Abdullah Mohammed ausgesetzt, einem Terroristen von den Komoren, der die Anschläge auf die USBotschaften in Kenia und Tansania 1998 vorbereitet haben soll. Bei der Suche nach diesen Topterroristen könnten die Amerikaner am Montag allerdings einen großen Schritt vorangekommen sein: Ihren Spezialtruppen fielen bei der Erstürmung des Osama-Verstecks im pakistanischen Abbottabad diverse Computerfestplatten in die Hände. Noch dauert die Auswertung an, aber die Hoffnungen im Weißen Haus sind groß, endlich die Spur dieser Schwerverbrecher aufnehmen zu können. Das US-Onlinemedium „Politico“ spricht bereits davon, dass die Militärs einen wahren Schatz entdeckt hätten. Die Journalisten zitieren einen Regierungsbeamten: „Könnt ihr euch vorstellen, was alles auf Osama bin Ladens Festplatte ist?“

Schwer bewaffnet: Polizist vor der US-Botschaft in Berlin.

dpa

Die deutschen Anti-Terror-Gesetze
ach dem Terror vom 11. September 2001 wurden Anti-Terror-Gesetze beschlossen, von denen einige zum Januar 2012 auslaufen: l Finanzen: Kreditinstitute und Finanzunternehmen müssen Auskünfte geben über Konten, Konteninhaber, Geldbewegungen und Geldanlagen. l Post: Postdienstleister müssen über Namen, Anschriften, Postfächer oder sonstige Umstände des Postverkehrs informieren. l Reisen: Luftfahrtunternehmen sind verpflichtet, Namen, Anschriften und gebuchte Flüge preiszugeben. l Telefon und Internet: Anbieter von Telefon- und Internetdiensten müssen Ver-

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bindungsdaten und Nutzungsdaten offenlegen. l Handy: Hier geht es um den Einsatz technischer Mittel („IMSI-Catcher“), um die Identität und den Standort eines Handys zu ermitteln. l Ausländer: Erfahren das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Ausländerbehörden etwas über extremistische Bestrebungen, müssen sie von sich aus den Verfassungsschutz des Bundes beziehungsweise des Bundeslandes informieren. l Fahrzeuge: Um Fahrzeuge und ihre Halter zu identifizieren, soll weiterhin ein automatischer Abruf aus dem zentralen Fahrzeugregister möglich sein. dpa

NR. 103 · MITTWOCH, 4. MAI 2011

Blick in die Zeit

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Erstaunen in der islamischen Welt – und nur wenig Kritik an den USA
In Abbottabad lebte der Al-Qaida-Chef in „Wasiristan-Haus“ – doch das Militär nebenan will ihn nicht bemerkt haben
VON W ILLI G ERMUND Abbottabad. Es war eine der wichtigsten Zeremonien der pakistanischen Streitkräfte. General Ashfaq Kayani nahm am Sonnabend vor Ostern auf dem Exerzierplatz der Kakul-Militärakademie in Abbottabad die Parade der jungen Kadetten ab, die ihre Abschlussprüfung bestanden hatten. „Wir haben das Rückgrat der Extremisten gebrochen“, verkündete der Armeechef im Beisein von Dutzenden von ausländischen Militärattachés protzig – nur ein paar Hundert Meter entfernt vom „Waziristan House“, wie die Nachbarn das Versteck von Osama bin Laden nannten. Wie vor jedem Besuch Kayanis war zuvor die Umgebung überprüft worden. Gullydeckel wurden hochgehoben, um versteckte Bomben aufzuspüren. Sicherheitspersonal ging von Haus zu Haus und fragte die Bewohner aus. „Die Sicherheitsvorkehrungen grenzten an Schikanen“, beklagte sich gestern ein Arzt in der Stadt. „Es gab Straßensperren, und wir mussten uns ausweisen“, erinnerte sich der 21-jährige Wirtschaftsstudent Saifullah. Doch Islamabad klammert sich eisern an die Behauptung, dass Osama bin Laden in knapp einem Kilometer Entfernung von der Militärakademie übersehen worden sei. Glaubhaft klingt das nicht, schließlich ist Abbottabad keine quirlige Millionenmetropole, in der man unerkannt untertauchen kann. An den Wochenenden zieht das kühle Wetter in dem Städtchen im Orash-Tal Ausflügler an, die die phantastische Aussicht auf die Berge der Umgebung und die saubere Luft genießen. Am Rande des Karakorum-Highways gelegen, gibt es in der beschaulichen Stadt kleine, gemütliche Gästehäuser. Leute wie Sohaib Athar ließen sich in der Garnisonsstadt nieder, weil der Ort einen mehr als guten Ruf hatte. „Ich wollte mit meiner Frau weg aus Lahore“, sagt der Betreiber des „Coffity Café“, eines der wenigen Internetcafés in der Stadt, „in Lahore gab es uns zu viele Bomben.“ Jetzt ist Athar weltberühmt. Er saß zufällig am Computer, als mitten in der Nacht Hubschrauber über seinem Stadtviertel in Bilal Town auftauchten. Er twitterte seine Beobachtungen und ahnte nicht, dass er einer der wenigen Augenzeugen der Aktion wurde, bei der Osama bin Laden ums Leben kam. In Abbottabad, 1853 von einem britischen Major namens James Abbott gegründet, sind die Kolonialzeiten noch allgegenwärtig. Die breiten Straßen säumen Gebäude aus britischen Zeiten. Es gibt drei Kirchen in der Stadt und jede Menge guter Schulen. Wohlhabende Pakistaner, die an Atemwegsproblemen leiden, zieht es wegen der kühlen Temperaturen und der guten Luft nach Abbottabad. „Hier hat es nie Anschläge gegeben“, sagt der Student Saifullah, „und niemand hatte Sorgen.“ Abbottabad gilt als kleines Paradies auf Erden in einem Land, dessen Extremisten nach dem Paradies im Jenseits lechzen und dessen wirtschaftliche und politische Probleme das Leben zur Last machen können. Die Bewohner des Orts haben sich längst daran gewöhnt, dass sie von anderen Pakistanern beneidet werden. Deshalb wunderte sich auch niemand, als es in Bilal Town hieß, ein reicher Mann aus Wasiristan habe sich ein Haus gekauft. Schließlich tobt dort der Krieg. Man wunderte sich zwar, warum immer nur die Kinder zum Einkaufen in die Läden der Umgebung kamen. Nicht einmal die großen Mengen, die von den Kindern eingekauft wurden, verwunderten die Nachbarn. Die US-Truppen fanden Vorräte, die mindestens eine Woche lang für die 22 Menschen genügt hätten, die in im „Wasiristan-Haus“ lebten. Ein Bäcker nahe dem Hochsicherheitsversteck des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden ist stolz darauf, höchstwahrscheinlich zum letzten Abendessen des Terrorchefs beigetragen zu haben. Einer der beiden Männer, die in der Stadt Abbottabad offiziell als Besitzer des Hauses bekannt waren und offenbar als Kuriere für bin Laden arbeiteten, habe am Sonntagabend vor dem US-Angriff noch bei ihm eingekauft, sagte der Bäcker Mohammed Asif. „Arschad kaufte sieben oder acht Brote“, wie er es in der Regel zweimal täglich am Nachmittag und am Abend getan habe. Manchmal sei auch Arschads Bruder Tarik zum Einkaufen gekommen. „Die beiden waren sehr freundlich und respektvoll gegenüber den Menschen, manchmal hatte einer auch ein etwa fünfjähriges Kind dabei“, sagte Asif. Nichts an den beiden habe seltsam oder fremd gewirkt. „Wir sind einfache Leute, und wenn Fremde in der Stadt sind, merken wir das sofort“, sagte Asif. Pakistaner leben häufig in Großfamilien beisammen; bin Ladens Sippe fiel da nicht weiter auf. „Klar“, sagt Saifullah, der in der Nachbarschaft wohnt, „wir waren auch neugierig. Aber wer traut sich schon, bei einem reichen Paschtunen aus Wasiristan zu neugierig zu sein?“ Am Dienstag übernahm die Polizei von der Armee die Kontrolle über das weitläufige Bin-Laden-Anwesen. Der Parkplatz war zerstört, eine Eingangstür zerschlagen und eine Mauer eingestürzt. In den Wänden waren Einschusslöcher zu sehen. Laut Polizei wurde ein Bauer nahe dem Anwesen von der Armee festgenom(mit: afp) men.

Bin Ladens Brot kam vom Bäcker nebenan

Islamisten: Pakistans willige Helfer
Seit Jahren setzt das Land auf Terror gegen Indien
VON W ILLI G ERMUND Islamabad. Das Militär in Pakistan ist ein allmächtiger Machtfaktor, doch ausgerechnet den Al-Qaida-Chef Osama bin Laden will niemand bemerkt haben. „Ich habe keine Erklärung dafür, wieso uns das entgangen ist“, sagt ein hochrangiger Mann des pakistanischen Geheimdienstes ISI, „diesmal waren wir nicht so gut.“ Immer wieder verweist Islamabad darauf, dass 170 000 Soldaten – mehr als die 160 000 ausländischen Truppen am Hindukusch – entlang der zerklüfteten Grenze zu Afghanistan stationiert sind. Mehr als 30 000 Menschen starben während der vergangenen Jahre in Pakistan bei Terroranschlägen. Fast 1000 ausländische Terroristen wurden seit 2001 in Pakistan verhaftet, darunter so prominente Figuren wie Khalid Sheikh Mohammed, einer der Chefplaner der Attentate vom 11. September 2001. Erst im Januar erwischte Islamabad just in Abbottabad jenen indonesischen Umar Patek, der hinter dem Bali-Attentat von 2002 steckte. Militärexperten in Pakistan glauben dennoch daran, dass bin Laden vom Militär des Landes aus strategischen Gründen gedeckt wurde. Während der sowjetischen Invasion Afghanistans kämpften die islamischen Untergrundkämpfer mit westlicher Unterstützung gegen Moskaus Truppen am Hindukusch. Später nutzte Pakistan die gleiche Strategie, um den indischen Teil Kaschmirs zu destabilisieren. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre half Pakistan den radikalislamischen Taliban-Milizen bei dem Versuch, Afghanistan unter Kontrolle zu bringen. Auch nach 2001 zog Pakistan, längst Teil der weltweiten Allianz gegen den Terror, feine Trennungslinien. Einheimische Extremisten, die in Kaschmir eingesetzt waren, wurden in Ruhe gelassen. Ausländische Mitglieder von Al Qaida verhaftet. Die afghanischen Taliban ließ man weitgehend gewähren, weil Islamabad sie für seine poltischen Ziele am Hindukusch einspannte. Der damalige pakistanische Präsident Pervez Musharraf vollzog die Kehrtwende hin zu den USA 2001 ohnehin nicht freiwillig. In seinen 2006 erschienenen Memoiren schilderte der Militärmachthaber die Gründe dafür: Die US-Regierung habe ihm damals gedroht, sein Land „in die Steinzeit“ zu bomben, sollte er nicht kooperieren. Bei der „Kill-Operation“ gegen bin Laden wurde deutlich, wie wenig die USA ihrem Verbündeten trauen. 2001 war bin Laden bei einer von von den USA angeordneten Attacke mit „Cruise Missiles“ entkommen, weil Pakistan ihn gewarnt hatte. Diesmal wurde Pakistans Präsident Asif Ali Zardari erst informiert, als das Unternehmen gelaufen war.

Die Familie
Insgesamt 23 Kinder und neun Frauen sollen sich Medienberichten zufolge während des Kommandoeinsatzes der US-Eliteeinheit auf dem Anwesen befunden haben – darunter drei der vier Ehefrauen bin Ladens. Sie sind inzwischen den pakistanischen Behörden übergeben worden. Ein Sohn des Terrorchefs, zwei Kuriere und eine Frau sollen während des Angriffs ums Leben gekommen sein. Eine weitere Frau, die sich direkt bei dem Terrorchef aufgehalten haben soll, sei verletzt worden. Bei der Getöteten habe es sich nach Angaben der US-Regierung um eine der Ehefrauen bin Ladens gehandelt. Entgegen anderen Medienberichten soll sie allerdings nicht von ihrem Mann oder einem anderen Kämpfer während des Einsatzes als lebendiges Schutzschild missbraucht worden sein. Sie sei bei einem Schusswechsel in einem anderen Teil des Hauses getötet worden, hieß es. Ob die Frauen und Kinder zunächst mit Hubschraubern nach Afghanistan ausgeflogen wurden, ist nicht bekannt.

Die Festung
Das eine Million Dollar teure Anwesen wurde seit 2006 von Osama bin Laden und seinen Familiengehörigen bewohnt. Es ragt aus der Nachbarschaft heraus: Es ist mit 10 000 Quadratmetern Größe um das Achtfache größer als die Nachbarimmobilien. Umsäumt wird es von bis zu sieben Meter hohen Mauern; bin Laden lebte im Haupthaus in den Etagen zwei und drei. Die Gebäude haben nur wenige Fenster, um keine Einblicke von außen zu gestatten. TV- und Internetanschluss gibt es nicht, es sollten keine elektronischen Spuren hinterlassen werden. Auch der Müll wurde aus diesem Grund selbst verbrannt. Der einzige Eingang wurde von bewaffnetem Personal bewacht.

Am Dienstag kamen viele Schaulustige zur gestürmten Bin-Laden-Festung in Abbottabad. afp

blickdichte Fenster an der Nordseite
86 M eter

Tor
eter 117 M

2 Meter hoher Sichtschutz

3,5 bis 5,5 Meter hohe Mauern

Was passiert jetzt auf dem Gelände?
Tor
Die Zukunft des Anwesens ist unklar. Nach einigen Medienberichten war Osama bin Laden Eigentümer der Anlage, nach anderen nur Mieter. Seit Montag ist das Areal Anlaufpunkt für viele Schaulustige. In jedem Fall ist es eine für pakistanische Verhältnisse ungewöhnlich massive Bebauung. USExperten hatten vor dem Einsatz berechnet, dass es 32 Bomben je 2000 Pfund brauchen würde, um das Anwesen zu knacken. Nach Einschätzung von US-Behörden ist es das am besten gesicherte Gebäude der Region.

Die Hubschrauber
Punktlandung: Mit zwei Hubschraubern sei ein kleines Einsatzteam direkt in dem stark gesicherten Komplex abgesetzt worden, hieß es aus USRegierungskreisen. Allerdings sei einer der Helikopter wegen einer „mechanischen Panne“ ausgefallen und deshalb zerstört worden. Beim Rückzug habe die gesamte Einheit mit dem verbleibenden Hubschrauber ausgeflogen werden müssen – samt der Leiche bin Ladens. Verschiedenen Medienberichten zufolge waren zwei weitere Hubschrauber als Reserve in der Nähe.
14612

Absturzstelle eines Hubschraubers

Wer führt künftig das Terrornetz?
ach dem Tod von Osama bin Laden ist nicht klar, wer künftig das Kommando des Terrornetzes übernimmt. Als mögliche Kandidaten gelten Eiman al-Sawahiri, Abu Jahja al-Libi und Anwar al-Awlaki. Der Ägypter Eiman al-Sawahari (Bild oben) gehört wie bin Laden zu den Al-Qaida-Mitgliedern der ersten Stunde und galt bislang als Nummer zwei an der Spitze des Terrornetzes. Der heute 69-Jährige kämpfte mit den arabischen Mudschahedin-Truppen bereits gegen die sowjetische Armee in Afghanistan, wo er auch bin Laden kennenlernte. In religiösen Fragen gilt al-Sawahiri als belesener als bin Laden. Der libysche Terrorist Abu Jahja al-Libi (Mitte) ist den Al-Qaida-Anhängern sowohl als Kommandeur als auch als Predi- dpa (3) ger ein Vorbild. Gemeinsam mit anderen Terrorverdächtigen floh er 2005 aus dem US-Militärgefängnis im afghanischen Bagram und schloss sich wieder den Terroristen an. Der 40-jährige Jemenit Anwar al-Awlaki, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, gilt als besonders gefährlich. Durch seine Jugendjahre in den USA weiß er, wie man kulturell entfremdete Muslime im Westen für den islamistischen Terror gewinnt. Er hatte in den vergangenen zehn Jahren Kontakt zu mehreren Terroristen, die später Selbstmordattentate verübten. dpa

62 Meter

Quelle: CIA, Ne

w York Times, BB

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In der islamischen Welt war Osama bin Laden für viele ein Geist aus der Vergangenheit – und doch löst seine Tötung Unbehagen aus
VON A YA B ATRAW Y, G REGOR M AY ER UND S USANNE G ÜSTEN Kairo/Istanbul. Die muslimische Welt trifft der Tod des meistgesuchten Terroristen der Welt durch ein US-Sonderkommando mitten im gewaltigen Umbruch. Fest gefügte Weltbilder sind ins Wanken geraten, aber noch präsent. „Etwas an Osama bin Ladens Tod berührt mich unangenehm“, meint selbst die DemokratieAktivistin Perihan Abusaid in Kairo. „Möglicherweise ist es der Umstand, dass ihn Amerikaner getötet haben.“ Meinungsumfragen hatten bin Laden in der arabischen Welt zuletzt keine hohen Zustimmungswerte beschert. Nur 22 Prozent der Ägypter, 13 Prozent der Jordanier und 34 Prozent der Palästinenser bekundeten in diesem Jahr Vertrauen zu ihm, ermittelte das Pew Research Center in Washington. Im Jahr 2003 waren es noch 72 Prozent der Palästinenser und 56 Prozent der Jordanier. Doch auch wenn größere Proteste mit dem aus vergangenen Jahren bekannten Verbrennen der US-Flagge ausblieben, sehen viele Araber bin Ladens Ende mit gemischten Gefühlen. Erinnerungen werden wach an das, wofür er anfangs in der Region geschätzt wurde: an sein Rebellentum gegen die amerikanische Weltordnung mit ihrer Bevorzugung Israels gegenüber den Palästinensern, mit ihrem Hätscheln arabischer Diktatoren, die nach der Pfeife Washingtons tanzten. „Er kämpfte für eine gute Sache – mit gar nicht guten Mitteln“, sagt der Kairoer Jungbanker Mahmud Bissari. Die arabischen Gesellschaften sind junge Gesellschaften. Für die heute 30-Jährigen liegen die Anschläge vom 11. September 2001 weit zurück. Sie kämpfen auf andere Weise für andere Ziele. In Ägypten und Tunesien haben sie autoritäre Regime durch gewaltlosen, zivilen Widerstand gestürzt, nicht durch Terror. Sie wollen aufbauen, nicht zerstören. „Die Agenda der arabischen Welt ist heute Würde und Demokratie. Die Bin-Laden-Agenda ist vor Jahren verblichen“, twitterte der junge Saudi Mahmud Sabbagh. Für die jüngere Generation ist bin Laden ein Geist aus der Vorzeit, der vorgeschobene Buhmann der Despoten. So wollte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak in seinem politischen Überlebenskampf die Demokratiebewegung durch das Schüren von Ängsten vor „Extremisten“ schwächen. So wie Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi die Aufständischen als „Al-Qaida-Elemente“ zu diskreditieren versucht. Daneben bleibt aber ein starkes Unbehagen über die US-Politik in der Region. Die ägyptische Muslimbruderschaft, derzeit die bestorganisierte politische Kraft mit blendenden Aussichten für die nächsten Wahlen, bezeichnete die Tötung bin Ladens sogar als „Attentat“. Die islamische Organisation sei „gegen Gewalt im Allgemeinen, gegen Attentate und für faire Gerichtsverfahren“. In der Türkei schießen unterdessen die Verschwörungstheorien ins Kraut. Die Staatsspitze mag den Tod des Al-QaidaChefs als warnendes Beispiel für alle Terroristen begrüßen. Doch auf der Straße und im Internet werden ganz andere Versionen gehandelt. Die einen sagen, bin Laden lebe noch, die anderen behaupten, er sei eines natürlichen Todes gestorben. Hinter all dem steht vor allem eine starke Abneigung gegenüber den USA – die Türken trauen den Amerikanern so ziemlich alles zu. „Ich glaube das nicht“, sagt Mehmet Yildirim. Als Inhaber eines Zeitungsstands in Istanbul hat er an diesem Dienstag viele Blätter mit dem Foto des AlQaida-Gründers vor sich liegen. Viele Fotos – aber keines von der Leiche. Das macht Yildirim ebenso stutzig wie die offiziellen Angaben über die ungewöhnliche Seebestattung für den Terrorchef. „Die sagen, sie hätten die Leiche ins Meer geworfen. Ich glaube das nicht“, bekräftigt er. Mit seiner Meinung, dass an der amerikanischen Version der Ereignisse einiges faul ist, steht Yildirim keinesfalls allein. Yalcin Topcu, der Vorsitzende der kleinen Rechtspartei BBP, verkündet nach seiner Rückkehr von einem Besuch in Pakistan, bin Laden sei nicht von US-Elitesoldaten erschossen worden, sondern schon vergangene Woche in Pakistan an Krebs gestorben. Für die türkischen Verschwörungstheoretiker steht fest, dass alles einem perfiden Plan der USA entspricht. Bin Laden sei für die Amerikaner lange als Feindbild für den Krieg gegen den angeblich terroristischen Islam wichtig gewesen, kommentiert die islamistische Zeitung „Yeni Vakit“. Doch nun habe Washington den Al-QaidaChef beseitigen lassen, um zu verhindern, dass er zum Helden der Volksauf(mit: dpa) stände im Nahen Osten wird.

Kaum Proteste – aber Verschwörungstheorien

NAC HG E FR AGT

„Al Qaida ist auf dem absteigenden Ast“
Hat der Westen also ein zu In der islamischen Welt hat die schematisches Bild von der Tötung Osama bin Ladens islamischen Welt gehabt, in kaum Kritik provoziert. dem religiöser Glaube und Warum? Terrorismus zusammenfallen? Al Qaida hat eine wichtige Zumindest ist es ein sehr kliEntwicklung verschlafen, die scheehaftes Bild. Da gibt es die im arabischen Frühling sichtpittoreske Sicht: Arabien als bar geworden ist. In Ägypten ein Märchen aus Tausendundetwa haben die Menschen den einer Nacht, und dann gibt es Diktator Mubarak nicht mit nur noch den Terror Osama bin Forderungen nach dem GotLadens; die Nuancierungen tesstaat oder der Vernichtung dazwischen hat der Westen in Israels gestürzt, sondern mit Ulrich Kienzle, den vergangenen Jahren nicht den Rufen nach Arbeit, Brot Journalist und wahrgenommen. Der Tod bin und Demokratie – sehr norLadens macht sie nun sichtbar. malen Dingen also, die auch in Islam-Experte Al Qaida hat mit dem 11. Sepder westlichen Welt Verständtember 2001 das arabische nis finden. Einer der Topleute von Al Qaida, Eiman al-Sawahiri, ein Selbstbewusstsein für viele wieder aufgeÄgypter, hat über Jahre hinweg mit Ter- richtet, was Experimente mit Liberalisror versucht, Mubarak zu stürzen. Was mus, Nationalismus und Sozialismus nicht ihm nicht gelungen ist, haben jetzt protes- schafften. Aber nun ist die Terrororganisatierende Jugendliche geschafft. Auch das tion auf dem absteigenden Ast. Es gibt in zeigt, wie weit sich Al Qaida von der ge- der muslimischen Welt ein neues Selbstbewusstsein der Menschen in den aktuellen sellschaftlichen Realität entfernt hat.
dpa

Volksbewegungen – und die wollen sich nicht mehr durch einen elitären Klub von Selbstmordattentätern führen lassen.
Wird Al Qaida bin Ladens Tod rächen? Es ist zu befürchten, aber seit den Anschlägen in London 2005 ist der Terrororganisation kein großer Schlag mehr gelungen. Das zeigt, dass sie sehr geschwächt ist. Allerdings darf man zynisch einwenden: Bin Laden hat immer gesagt, er liebe den Tod mehr als das Leben. So gesehen haben die USA mit seiner Tötung Al Qaida einen Gefallen getan. Jetzt ist er ein Märtyrer. War das Vorgehen der USA rechtsstaatlich akzeptabel? Für rechtsstaatlich denkende Europäer wohl nicht, aber die USA denken eher alttestamentarisch: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Schließlich wurden sie 2001 tief in ihrem Selbstverständnis getroffen.
Interview: Alexander Dahl

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Politik

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Wa h lh ü r d e n

Inland Tiefer Griff in grüne Kasse
Potsdam: Schock für Brandenburgs Grüne: Ihr früherer Schatzmeister Christian Goetjes hat wohl mehr als viermal so viel Geld veruntreut wie bislang angenommen. Einer Rechnungsprüfung zufolge soll der 33-Jährige den Landesverband um rund 202000 Euro gebracht haben. Er sei „mit offensichtlich krimineller Energie systematisch“ vorgegangen, teilte der Vorstand den Mitgliedern am Dienstag mit. Die Partei war bisher von rund 40000 Euro ausgegangen. Nachdem Goetjes wochenlang nicht erreichbar gewesen war, tauchte er Ende März in Berlin auf und wurde festgenommen. dpa

Absenken

D

ie Fünfprozentklausel ist bei Wahlen immer problematisch. Sie ist ein Ein­ griff in das Wahlrecht der Bürger und in die Chancengleichheit der Parteien. Stim­ men, die für eine Partei abgegeben wer­ den, die zum Beispiel nur vier Prozent Wählerzuspruch hat, werden dabei ein­ fach ignoriert. Diese Partei erhält wegen der Sperrklausel eben nicht vier Prozent der Parlamentssitze, sondern gar nichts. Das verzerrt nicht nur nachträglich das Wahlergebnis, sondern manipuliert schon die Entscheidung der Wähler. Wer strate­ gisch denkt, gibt seine Stimme in der Re­ gel gleich einer großen Partei, sodass sie am Ende auch zählt. Bei der Europawahl macht die Hürde besonders wenig Sinn. Dort wird es – mit oder ohne deutsche Fünfprozentklausel – sieben Fraktionen geben. Sollte zum Bei­ spiel die FDP beim nächsten Mal die Hür­ de reißen, dann gibt es in Straßburg zwar eine liberale Fraktion, aber ohne deut­ sche Abgeordnete. Mit der Funktions­ fähigkeit des Parlaments hat das nichts zu tun. Es wäre einfach nur undemokra­ tisch. Sinnvoll wäre deshalb ein Kompromiss. Bei Europawahlen wird die Hürde auf zum Beispiel zwei Prozent abgesenkt. Das können auch kränkelnde Mittelparteien wie die Liberalen schaffen, und es erleich­ tert zugleich den Start für Newcomer. Kleine Splitterparteien, die im Europa­ parlament eh untergingen, blieben aber weiter draußen. Es muss ja nicht immer um „alles oder nichts“ gehen. C hristian r ath

Bundeswehr plant Rückzug
Berlin: Deutschland will seine militärische Präsenz im Kosovo weiter verringern. Die Zahl von bislang 1100 deutschen Soldaten in der Nato-Schutztruppe Kfor solle schrittweise auf 900 sinken, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Das Bundeskabinett werde sich heute mit einer entsprechenden Vorlage befassen, das abschließende Votum des Bundestags werde für Mitte Juni erwartet. Die Nato hatte die Gesamtstärke der internationalen Kfor-Truppe in den vergangenen Monaten bereits von 8500 auf 5500 Soldaten gesenkt. afp

Freispruch für Demjanjuk?

Schröder will das Image der Jugendämter verbessern
Bundesfamilienministerin Kristina Schrö­ der (CDU) will zu einem positiveren Blick auf die Jugendämter beitragen. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, in wie vielen Bereichen die Jugendämter Hilfe leisten“, sagte Schröder am Dienstag zum Auftakt der bundesweiten Aktions­ wochen „Das Jugendamt. Unterstüt­ zung, die ankommt“ in ihrem Ministeri­ um in Berlin. Durch ein neues Kinder­ schutzgesetz, das 2012 in Kraft treten soll, wolle die Bundesregierung den Kin­ derschutz in Deutschland weiter voran­ bringen und ein mögliches Verbergen von Kindesmisshandlungen verhindern, sagte Schröder. Die Aktionswochen dau­ ern bis zum 8. Juni und sehen mehr als 550 regionale Aktionen vor. Über 300 Jugendämter wollen sich daran beteili­ gen. kna/dpa

andere anSIchten
zur Reaktion auf den Tod von Osama bin Laden: „Der Jubel auf den Straßen Amerikas wirkte für Beobachter in Europa befremdlich. Verstehen werden ihn wohl am ehesten jene, die selbst Opfer religiöser Fanatiker geworden sind. Wir Deutsche gönnen uns eine Diskussion aus der Ferne. Ein Luxus, der uns hoffentlich lange erhalten bleibt.“

Kampf um die „verlorenen Stimmen“
Verfassungsgericht prüft Fünfprozenthürde bei Europawahlen
zent, Republikaner 1,3 Prozent, Tierschützer 1,1 Prozent, Familienpartei 1 Prozent, Piraten 0,9 Prozent, Rentnerpartei 0,8 Prozent. Deren Mandate gingen stattdessen an die etablierten Parteien. Eine „krasse Ungerechtigkeit“ sei das, schimpfte Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim. „Da fallen die Stimmen von 2,8 Millionen Wählern einfach unter den Tisch“. Das verstoße gegen den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Auf insgesamt 10,8 Prozent addiere sich der Anteil der „verlorenen Stimmen“. Dabei gälten die üblichen Gründe für die Fünfprozenthürde bei einer Europawahl gar nicht. „Das Europaparlament muss schließlich keine Regierung wählen und stützen“, erklärte von Arnim. „Jede weitere Zersplitterung schwächt das Europaparlament gegenüber dem Ministerrat“, entgegnete der Europaabgeordnete Klaus-Heiner Lehne (CDU). „Auch bei uns braucht man stabile Mehrheiten, wenn man etwas bewirken will.“ Derzeit sind im Europäischen Parlament 164 Parteien vertreten, die sich in sieben Fraktionen zusammengefunden haben (Christ- und Sozialdemokraten, Liberale, Grüne, Linke, Konservative und Europagegner). Falls künftig auch deutsche Kleinparteien Abgeordnete bekommen, dürften sich auch diese überwiegend einer der großen Fraktionen anschließen – so wie zurzeit etwa der schwedische Vertreter der Piratenpartei in der Grünen-Fraktion mitarbeitet. Die Zahl der fraktionslosen Abgeordneten würde sich also nur unwesentlich erhöhen. Die Funktionsfähigkeit des Europaparlaments hängt damit, das wurde in der Verhandlung deutlich, nicht von der deutschen Fünfprozenthürde ab. Deshalb setzten die Vertreter der Altparteien in Karlsruhe ganz auf die natioVon C hristi an r ath Karlsruhe. Muss die Europawahl in Deutschland wiederholt werden? Darüber verhandelte gestern das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Drei Wähler, darunter der Rechtsprofessor Hans Herbert von Arnim, hatten gegen das Wahlgesetz geklagt. Es gebe bei Europawahlen keine Rechtfertigung für die übliche Fünfprozenthürde, sie verzerre deshalb unzulässig das Wahlergebnis. Eigentlich verliefen die letzten Europawahlen im Juni 2009 unspektakulär. Die etablierten Parteien nahmen die Fünfprozenthürde mühelos (CDU: 30 Prozent, SPD 20 Prozent, Grüne zwölf Prozent, FDP elf Prozent, Linke 7,5 Prozent, CSU 7,2 Prozent). Ohne Sperrklausel hätten aber auch sechs Kleinstparteien zumindest einen Abgeordneten nach Europa schicken können: Freie Wähler 1,7 Pronale Karte. „Ein Verzicht auf die Fünfprozenthürde würde die Durchsetzung deutscher Interessen schwächen“, sagte der CDU-Abgeordnete Elmar Brok. Derzeit seien deutsche Abgeordnete zum Beispiel ungewöhnlich oft Fraktions- oder Ausschussvorsitzende. Dies sei bei einer Zersplitterung des deutschen Abgeordnetenkontingents in Gefahr. Die Richter zeigten sich über die nationale Argumentation freilich verwundert. „Ist das Europaparlament nicht der gemeinsamen europäischen Sache verpflichtet?“, fragte der Senatsvorsitzende Andreas Voßkuhle. Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet, der Ausgang ist offen. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht 1979 die Fünfprozenthürde bei Europawahlen gebilligt. Da die Richter aber vor drei Jahren die Hürde bei Kommunalwahlen kippten, hofft von Arnim nun auf einen Erfolg seiner Klage.

München: Die Verteidigung des mutmaßlichen KZ-Wachmanns John Demjanjuk sieht zum Ende des fast eineinhalbjährigen Prozesses vor dem Münchener Landgericht keine Grundlage für einen Schuldspruch. Schon in früheren Verfahren seien deutsche, israelische und polnische Ermittler zu dem Schluss gekommen, dass die Beweise gegen Demjanjuk wegen Verbrechen im NS-Vernichtungslager Sobibor nicht ausreichten, sagte Anwalt Ulrich Busch am Dienstag in seinem Plädoyer. Die Staatsanwaltschaft ist hingegen überzeugt, dass der gebürtige Ukrainer an der Ermordung von mindestens 27900 Juden beteiligt war. Sie verlangt sechs Jahre Haft. dpa

dpa

Militärtransporter abgefackelt
Rostock: Sieben Kleintransporter der Bundeswehr sind in Rostock von Unbekannten angezündet und zerstört worden. Es gebe kaum Zweifel an einer kriminellen Handlung, da die Fahrzeuge in der Nacht zu Dienstag in zwei Gruppen auf einem Parkplatz der Dekra-Prüfstelle standen, hieß es von der Polizei in der Ostsee-Stadt. dpa

zum selben Thema: „Die Debatte um den Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan ist voll entbrannt. Vor allem in den Vereinigten Staaten wird die Frage nach dem Sinn des Milliarden von Dollar und Tausende von Menschenleben verschlingenden Einsatzes am Hindukusch immer bohrender gestellt. Die Symbolfigur des Terrors ist tot – die Verbündeten werden es dadurch nicht leichter haben, ihre Afghanistan-Missionen zu rechtfertigen.“

aUSl and 1000 Festnahmen in Syrien
Damaskus: Die syrischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in den vergangenen zwei Tagen mehr als 1000 Menschen festgenommen. „Die massiven Festnahmen dauern vor allem in den Bezirken um Daraa und in den Provinzen Damaskus und Idleb an“, erklärte die nationale Organisation für Menschenrechte. Syrien werde in „ein großes Gefängnis“ verwandelt. Trotz des massiven Einsatzes von Gewalt rief die Protestbewegung erneut zu Sitzstreiks in allen Städten Syriens auf. afp

ZUr perSon
Bilkay Öney, gebürtige Türkin, soll neue Integrationsministerin in Baden-Württemberg werden. Das verlautete am Dienstag aus Parteikreisen in Stuttgart. Die 40-Jährige lebt seit 1973 in Deutschland und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Berlin. 2006 zog sie mit einem Mandat der Grünen ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Drei Jahre später wechselte sie zur SPD-Fraktion. Öney zählt nicht zur ersten Riege der Berliner Landespolitiker, hat sich aber mit abgewogenen Positionen einen Namen gemacht. Öney arbeitet mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit in der Steuerungsgruppe Integration beim SPD-Bundesvorstand und vertritt einen breiten Integrationsbegriff: Nicht nur Zuwanderer würden ausgegrenzt, auch Arme, Alte, Arbeitslose, Behinderte. Die neue grün-rote Landesregierung soll heute Nachmittag in Stuttgart vorgestellt werden. Vor einer Woche hatten sich Grüne und SPD auf den Koalitionsvertrag für die bundesweit erste grün-rote Landesregierung geeinigt. Für den 12. Mai ist im Landtag die Wahl Winfried Kretschmanns zum ersten Ministerpräsidenten der Grünen in der Geschichte der Bundesrepublik geplant. afp/dpa

CDU und SPD: Pendlerpauschale erhöhen
Grüne warnen: Aufstockung könnte Spritkosten weiter nach oben treiben
Berlin (afp/p). Vor dem Hintergrund immer neuer Benzinpreisrekorde fordern Vertreter der Koalitions- und Oppositionsparteien eine Anhebung der Pendlerpauschale. Angesichts der massiv steigenden Spritkosten müssten Auto fahrende Berufspendler mit einer höheren Pendlerpauschale entlastet werden, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Karl Holmeier (CSU), der „Mitteldeutschen Zeitung“. Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Garrelt Duin, fordert eine Anhebung der Pauschale. Die Bundesregierung sei gefragt, ein Gesamtkonzept zur Entlastung der Berufspendler vorzulegen, sagte der niedersächsische Politiker. Auch der Bund der Steuerzahler sprach sich dafür aus, eine Anhebung der Pauschale zu prüfen. Zuvor hatte bereits Linken-Chef Klaus Ernst für eine Anhebung der Pauschale von 30 auf 45 Cent pro Kilometer plädiert. Für Bezieher niedriger Einkommen wünscht er die Einführung eikommen zu lassen. „Steigt der Spritpreis um zehn Cent, nimmt der Staat 1,9 Cent pro Liter zusätzlicher Mehrwertsteuern ein. Dieses Geld sollten wir den Pendlern zurückgeben“, sagte Holmeier. Auch müsse das Bundeskartellamt endlich entschlossen gegen etwaige Preisabsprachen der Mineralölkonzerne vorgehen. Die Grünen wenden sich gegen Überlegungen, die Kilometerpauschale für Fahrten zum Arbeitsplatz zu erhöhen. Eine Anhebung der Pauschale könnte „die Ölkonzerne ermuntern, noch weiter am Preisrad zu drehen“, sagte GrünenFraktionsvize Bärbel Höhn dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Dienstag. Auf Dauer ließen sich steigende Preise für das knapper werdende Erdöl ohnehin nicht durch Subventionen oder höhere Pendlerpauschalen auffangen, führte die Politikerin weiter aus. „Stattdessen muss die Politik dafür sorgen, dass sparsamere Autos und mehr Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen.“ Zudem solle „mehr gegen die Ölspekulation an den Warenbörsen getan werden“.

Widerstand gegen Brüderle wächst
Berlin (afp). In der FDP formiert sich der Widerstand gegen eine erneute Wahl von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zum stellvertretenden Parteivorsitzenden. Sollte sich Brüderle beim Rostocker Parteitag Ende kommender Woche erneut um einen Vizeposten bewerben, werde der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Daniel Bahr gegen ihn antreten, verlautete am Dienstag aus FDP-Kreisen. Dass der Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium für einen der drei Stellvertreterposten kandidieren will, ist zwar bereits bekannt. Von einer gegen Brüderle gerichteten Kampfkandidatur war bislang nicht die Rede. Brüderle ist parteiintern umstritten. Er wird für das schlechte Abschneiden der Liberalen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und RheinlandPfalz mitverantwortlich gemacht. Nach den Landtagswahlen hatte Brüderle angekündigt, den Landesvorsitz der rheinland-pfälzischen FDP abgeben zu wollen. Ob er in Rostock erneut als Vize der Bundespartei kandidiert, hat er bislang offen gelassen.

Konservative siegen deutlich
Ottawa: Eine historische Wahl hat das Regierungs- und Parteiensystem Kanadas kräftig durcheinandergeschüttelt. Nach sieben Jahren mit Minderheitskabinett gibt es im zweitgrößten Land der Erde künftig wieder eine Regierung mit eigener Mehrheit. Im dritten Anlauf schaffte Premier Stephen Harper endlich die 50-Prozent-Marke. Zweiter Gewinner ist die linksradikale Neue Demokratische Partei (NDP), die zweitstärkste Kraft wurde. Die Liberalen verloren dramatisch und wurden nur noch drittstärkste Kraft. dpa

Polizist schwer beschuldigt
London: Überraschende Wende im Fall des beim G-20-Gipfel in London getöteten Demonstranten: Eine am Dienstag in London veröffentlichte gerichtliche Untersuchung ergab, dass ein 47-Jähriger von einem Polizisten „unrechtmäßig“ angegriffen und getötet worden war. Der Polizist habe rücksichtslos und gefährlich gehandelt, als er den Mann während der Demonstration 2009 mit einem Schlagstock attackiert und auf den Boden gestoßen hatte. Er habe „überzogene und unangemessene“ Kraft eingesetzt. Der Mann habe keine Gefahr dargestellt. dpa

Auto fahren wird immer teurer.

dpa

nes neuen Pendlergelds: „Wer wenig oder keine Steuern zahlt, hat nichts von der Pendlerpauschale, weil er auch nichts absetzen kann“, sagte der Parteichef den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Zur Gegenfinanzierung der erhöhten Pauschale schlägt Holmeier vor, die steigenden Mehrwertsteuereinnahmen, die mit den massiven Benzinpreiserhöhungen der vergangenen Monate verknüpft seien, der Pendlerpauschale zu-

tomIcek

BlIc kpU n k t ägy p ten

Kairo geht neue Wege in der Außenpolitik
Neue Regierung sucht Annäherung an den Iran – und beendet Blockade des Gazastreifens
Von M a rtin G ehlen Kairo. Ägypten fährt einen neuen Kurs. Kaum aber hatte der Großtanker vom Nil begonnen, seine alte außenpolitische Route zu verlassen, schlugen in der Region bereits die Wellen hoch. Dabei wirken die beiden Drehungen an dem diplomatischen Steuerrad auf den ersten Blick gar nicht besonders spektakulär. Zum einen kündigte Kairo an, es wolle seine seit 1979 eingefrorenen Beziehungen zum Iran normalisieren. Zum anderen will die neue Führung den ägyptischen Grenzübergang in Rafah wieder komplett öffnen und so die Blockade des Gazastreifens nach vier Jahren beenden. Gleichzeitig nutzten Ägyptens Diplomaten die Öffnung des Schlagbaums geschickt als diplomatisches Lockmittel, um Hamas und Fatah zur Unterschrift unter den neuen Versöhnungspakt zu bewegen. Das am Dienstag in Kairo unterzeichnete Abkommen wurde in Kairo ausgehandelt. Es sieht die Bildung einer Übergangsregierung unabhängiger Persönlichkeiten vor, die innerhalb eines Jahres Präsidentschafts- und Parlamentswahlen organisieren soll. Während Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu das Abkommen scharf kritisierte, deutete Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy unmissverständlich seine Bereitschaft an, einen unabhängigen Palästinenserstaat anzuerkennen. Die Entscheidungen Kairos werden das über Jahre zementierte nahöstliche Nationengefüge kräftig in Bewegung bringen. Denn mit dem Iran reicht die neue Führung in Kairo ausgerechnet jenem Regime die Hand, das von den kleinen arabischen Ölstaaten, von Mubaraks langjährigem Hauptverbündeten SaudiArabien sowie von dem sensiblen Nachbarn Israel als Hauptbedrohung, Sponsor radikaler Terrorgruppen und mögliche Atomwaffenmacht gefürchtet wird. Sie alle werden die neue Achse zwischen den beiden bevölkerungsreichsten NatioVerschreckt Israel: nen des Nahen Ägyptens Außenminis- und Mittleren ter Nabil al-Arabi. afp Ostens mit Argwohn beobachten, während es am Nil lapidar heißt, man wolle einfach nur mit allen wichtigen Mächten der Region diplomatische Beziehungen unterhalten. Bei der Verteidigung der neuen Gazapolitik dagegen wurde Ägyptens neuer Außenminister Nabil al-Arabi sehr viel deutlicher. „Eine Schande“ nannte er die jahrelang von Kairo mitgetragene Blockade des Küstenstreifens. Der gestürzte Präsident Hosni Mubarak hatte das Tor immer nur einige Tage lang und dann einen Spalt weit geöffnet. 2010 konnten im Durchschnitt rund 3000 Palästinenser pro Monat das Nadelöhr passieren, meistens Menschen, die medizinische Hilfe brauchten. Vor der Blockade waren es im Schnitt 40 000. Zugleich wird durch Kairos Entscheidung der Warenverkehr, der bislang illegal durch die rund 800 Tunnel lief, wieder an die Erdoberfläche geholt. Israel reagierte gestern alarmiert. In Tel Aviv fürchtet man vor allem, dass die Hamas jetzt „ihre terroristische Militärmaschine“ weiter ausbauen und ihre internationale Isolierung aufweichen kann.

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Niedersachsen

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Kurz gemeldet Arbeiter von Platte erschlagen
Wolfsburg: Eine sechs Tonnen schwere Betonplatte hat einen 27 Jahre alten Arbeiter in Wolfsburg unter sich begraben und getötet. Aus noch ungeklärter Ursache habe sich die Platte am Montag bei Arbeiten an einer neuen Halle im Volkswagen-Werk gelöst und sei in die Tiefe gestürzt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Mann war auf der Stelle tot. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. lni

Erste Oberschulen genehmigt
Althusmann liegen bereits 68 Anträge vor / Drei Landkreise prüfen Klage
zur Neugründung einer Gesamtschule fünf parallele Klassen erforderlich sind, für eine Oberschule aber nur drei.“ In ihrer Kritik berufen sich Ehlers und seine Amtskollegen aus Schaumburg und Northeim auch auf die Landtagsjuristen. Anfang Februar hatte der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst des Landtags verfassungsrechtliche Bedenken gegen die neue Schulform geäußert, weil sie möglicherweise gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoße. Ein Normenkontrollverfahren beim OVG könnte hier für Klärung sorgen. Die drei Landkreise wollen in den nächsten Wochen entscheiden, ob sie diesen Schritt gehen. Ina Korter, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, sagte gestern, dass sie die Kreise dabei unterstützen werde: „Die Landesregierung erhält nun die Quittung dafür, dass sie versucht, den Landkreisen Schulformen aufzuzwingen, die vor Ort nicht gewollt sind.“ Mit je acht Anträgen ist das Interesse für Oberschulen in den Landkreisen Hildesheim und Stade landesweit am größten. „In der Fläche haben wir stark rückläufige Schülerzahlen“, sagt Karl-Heinz Brinkmann vom Fachdienst Schule in Hildesheim, „um die Standorte zu sichern, wollen wir nun die organisatorisch bereits zusammengefassten Haupt- und Realschulen zu Oberschulen machen.“ Beim Landkreis Stade heißt es, mit der Oberschule werde nun der gesetzliche Rahmen für das geschaffen, was man ohnehin schon praktiziere: „Haupt- und Realschulen arbeiten bei uns schon lange
Wittmund Aurich 5 Leer Cuxhaven 8 Friesland Ammerland 6 Wesermarsch Stade

Säugling nach Schüttelattacke in Lebensgefahr
Lüneburg (kor). Ein sieben Monate altes Mädchen aus Lüneburg ringt mit dem Tod, nachdem es offenbar von seinen Eltern durch massives Schütteln schwer verletzt worden ist. Wie die Staatsanwaltschaft in Lüneburg gestern mitteilte, liegt das Kind bereits seit Ostern im Krankenhaus. Das Mädchen hat ein schweres Schütteltrauma erlitten. „Es ist zu erwarten, dass das Kind sterben wird“, sagte gestern Staatsanwältin Angelika Klee. Die Behörde ermittelt nun gegen die Eltern wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung. Ärzte des Lüneburger Klinikums hatten die Polizei informiert, nachdem das schwer verletzte Baby am Sonnabend vor Ostern ins Krankenhaus gebracht worden war. Das Mädchen wurde inzwischen in das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verlegt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die Eltern Anfang 20 und haben ein weiteres Kind, einen fünfjähren Jungen. Er ist seit Ostern bei einer Pflegefamilie untergebracht. Das Paar sei dem Jugendamt bisher nicht negativ aufgefallen, eine Betreuung durch die Behörde habe es nicht gegeben, sagte Staatsanwältin Klee.

Von M a rina K orM baK i Hannover. Die Vorbereitungen zur Einrichtung der neuen Oberschule gehen in die finale Phase. Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) hat am Dienstag die ersten zehn zu Oberschulen zusammengefassten Haupt- und Realschulen genehmigt. Die neuen Schulen werden in Dannenberg und Lüchow im Wendland, Hessisch Oldendorf (Kreis Hameln-Pyrmont), in Kirchdorf, Lemförde, Rehden und Schwaförden (Kreis Diepholz), Selsingen (Kreis Rotenburg), Wendeburg (Kreis Peine), und Thedinghausen (Kreis Verden) nach den Sommerferien starten. Als einziger unter den ersten zehn Oberschulstandorten wird Thedinghausen über ein gymnasiales Angebot verfügen. Insgesamt liegen vier Wochen vor Ablauf der Frist 68 Anträge zur Gründung einer Oberschule vor – darunter 13 mit einem gymnasialen Zweig. Bei der Vorstellung der Zahlen sprach Althusmann vor Journalisten in Hannover von der Oberschule als einem „Erfolgsmodell für ganz Niedersachsen“ – eine Einschätzung, die nicht überall im Land geteilt wird. So prüfen derzeit die SPD-geführten Landkreise Oldenburg, Schaumburg und Northeim, ob sie gegen die neue Schulform Klage beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg einreichen. „Mit dem neuen Schulgesetz werden Gesamtschulen gegenüber Oberschulen benachteiligt“, sagt der Leiter des Oldenburger Schulamts, Maik Ehlers: „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb

Oster- Rotenburg Roten Rot holz (Wümme)

Harburg

Lün neb Lüneburg LüchowDannenberg

Jäger müssen zahlen
Göttingen/Lüneburg: Jäger müssen nicht nur für den Jagdschein, sondern auch für eine regelmäßige waffenrechtliche Überprüfung Gebühren bezahlen. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden. Die Richter verwarfen die Berufung eines Jägers gegen ein gleichlautendes Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen. Der Jäger sei verpflichtet, die Gebühr für die Überprüfung seiner persönlichen Zuverlässigkeit zum Führen von Waffen in Höhe von 25,56 Euro zu zahlen, entschied das Oberverwaltungsgericht. Die Überprüfung des Jägers nach dem Waffenrecht sei auch dann rechtmäßig, wenn dieselbe Genehmigungsbehörde zuvor bereits den Jagdschein verlängert habe. lni

4 Olden Oldenburg n Cloppeng burg Vechta Osnab üc c brück

Verd Verden

SoltauFallingbostel

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Emsland Grafsch. Bentheim

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Nienburg

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Han Hannover (Region) 7 Schaumburg HamelnPyrm Pyrmont Pein Peine Hildesheim 2 1

3 Helmstedt

Wolfenbüttel Kreisfreie Städte 1 Braunschweig 2 Salzgitter 3 Wolfsburg 4 Delmenhorst 5 Emden 6 Oldenburg 7 Osnabrück 8 Wilhelmshaven

Anträge auf die Einrichtung von Oberschulen in Niedersachsen
Genehmigt Beantragt

Holzminden Northeim

Gosla Gos oslar Goslar

Osterode Göt Göttingen

Schostok setzt auf Rot-Grün
Norderney (doe). Rund 18 Monate vor der nächsten Landtagswahl hat sich die SPD-Fraktion im Landtag zu einer dreitägigen Arbeitsklausur getroffen, um „einen weiteren Schritt in Richtung Regierungsfähigkeit und Regierungsübernahme zu machen“, wie der Vorsitzende Stefan Schostok am Dienstag auf der Nordsee-Insel Norderney sagte. Schwerpunkte der Klausur sind die Schieflage der kommunalen Finanzen und die Sozialpolitik. Mit beiden Themen habe die SPD „hervorragende und gute Chancen, 2013 die schwarz-gelbe Landesregierung abzulösen“. Das soll laut Schostok gemeinsam mit den Grünen geschehen: „Rot-Grün hat eine Perspektive.“ Wer Spitzenkandidat der Sozialdemokraten wird, ist noch offen. Neben Schostok werden auch Parteichef Olaf Lies und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil gehandelt. Auf Reisen haben sich gestern auch die Freidemokraten begeben. Die Landtagsfraktion der FDP besucht die Schweiz, wo sich die Liberalen unter anderem das Atommüllzwischenlager Würenlingen anschauen.

zusammen“, sagt Schuldezernent Eckart Lantz. Aber nicht bei allen acht Standorten soll es bloß auf eine Auswechslung des Türschilds hinauslaufen: Drei Oberschulen sind mit gymnasialem Zweig bean-

tragt. Als einzige Stadt in der Region Hannover hat Gehrden die Gründung einer Oberschule beantragt. Überlegungen dazu gibt es aber auch in Laatzen und Burgwedel.

Bürgermeister verteidigt sich
Göttingen (pid). Northeims Bürgermeister Harald Kühle hat die gegen ihn in einer anonymen Strafanzeige erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In dem Verwaltungsgerichtsverfahren um den geplanten NPD-Parteitag in Northeim sei „weder etwas falsch an Eides statt versichert“ noch seien „irgendwelche Fälschungen vorgelegt“ worden, sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Tatsächlich sei ein Protokoll einer Dienstbesprechung nachträglich ergänzt worden, weil dieses unvollständig gewesen sei. Eine solche Änderung sei zulässig. Die jetzt gegen ihn erhobenen Vorwürfe, dass Niederschriften manipuliert und „nachträglich passend gemacht“ worden seien, seien ungeheuerlich und unbegründet, sagte Kühle. Die Staatsanwaltschaft Göttingen will jetzt die Unterlagen des Verfahrens beim Oberverwaltungsgericht auswerten. Dieses hatte kürzlich entschieden, dass die Stadt Northeim der NPD die Stadthalle zur Verfügung stellen muss, weil die Benutzungsordnung erst nach deren Anfrage geändert wurde.

Mann im Frauengefängnis eingesperrt
Hildesheimer Bürgermeister rettet vermeintlichen Gefangenen, der auf Abwege geriet
Von H agen e icHler Hildesheim. Diese Mauern sind dazu da, niemanden heraus- und niemanden hereinzulassen. Grauer Stein ragt in die Höhe, auf den Mauern liegen Rollen mit Nato-Draht. „Justizvollzugsanstalt für Frauen, Abteilung Hildesheim“ prangt auf dem Schild neben dem Stahltor. Eine Kamera nimmt jeden ins Visier, der hier klingelt. Und dennoch: Am Montagnachmittag ist ein junger Hildesheimer einfach durch diese Pforte spaziert, weil er dort eine Abkürzung zu einem nebenliegenden Stadtpark vermutet hat, wie er sagt. Doch die Pforte fiel zu, sodass der Mann aus dem Vorhof des Frauengefängnisses nicht mehr herauskam, bis ihn schließlich Hildesheimer Lokalprominenz aus der Bredouille holte. Zum Retter in der Not wurde Klaus Aleith, ein 75-jähriger Sozialdemokrat. Der stieg vom Fahrrad, als er die Hilferufe hörte, und drückte auf die Klingel, um Gefängnispersonal herbeizurufen. „Ich bin ein unbescholtener Hildesheimer Bürger, Sie müssen hier jemanden herauslassen!“, rief er in die Gegensprechanlage. Da entdeckte der zufällig vorbeifahrende Erste Bürgermeister Henning Blum (SPD) seinen am Gefängnistor stehenden Parteifreund und rief über ein Mobiltelefon die Polizei. Zwölf Minuten später trafen Zivilbeamte ein – und ließen sich die Personalausweise zeigen. Die Polizeibeamten mussten damit rechnen, dass hier Gefangene befreit werden sollten. In einem der vermeintlichen Fluchthelfer aber erkennen die Beamten den Bürgermeister. Wie konnte überhaupt jemand auf das Gefängnisgelände kommen? Diese Frage interessiert nun auch das Justizministerium in Hannover. Als Ursache der Panne hat die JVA eine fehlende Schraube im Türschloss ausgemacht. „Dadurch konnte das Schloss zunächst nicht einrasten“, erklärt ein Justizsprecher. Das Problem sei behoben. Dem „Retter“ Klaus Aleith haben gestern viele Hildesheimer auf die Schulter geklopft. Sein Einsatz sei, sagt

Retter in der Not: Klaus Aleith.

Eichler

er, eine Selbstverständlichkeit: „Für den Mann hätten sie im Frauengefängnis auch gar keine Unterkunft gehabt.“

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Kultur

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

a, dann hören wir doch mal kurz rein: „Hier kommt sie / die Straße runter / hier kommt sie / durch meine Tür / hier kommt sie / die Treppe hoch / in einem tollen roten Kleid / und, boah, sie sieht so gut aus / und, boah, sie sieht so toll aus / und ich krieg wieder dieses verrückte Gefühl, dass ich Ein schwedisches sie zu der Meinen mache.“ Nun ja. „Gloria“ ... Ein paar Zeilen später heißt es dann: „Und ihr Name ist und ihr Name ist und ihr Name ist und ihr Name ist: G-l-o-r-i-a.“ Den Namen vergisst man nicht, denn er wird sehr oft buchstabiert und gesungen. Aber wie! Darauf kommt es an. Patti Smith kann das wie keine andere. Immer noch. Ihre Stimme ist dreckig und schwebend, rau, hart und irrsinnig gefühlvoll. Rock ’n’ Roll halt. Und unerreicht. Jetzt wurde die Rocksängerin Patti Smith mit dem schwedischen Polar Music Prize (mit finanzieller Unterstützung des frühe... für ren Abba-Managers Patti Smith Stig Anderson) ausgezeichnet. Gestern erklärte die Jury in Stockholm, warum Patti Smith den Preis bekommt: „Indem sie ihr Leben der Kunst in all ihren Formen widmete, hat Patti Smith gezeigt, wie viel Rock ’n’ Roll in Poesie und wie viel Poesie in Rock ’n’ Roll steckt.“ Rock-’n’-Roll-Poesie, natürlich. Gloria also, derjenigen, die Gloria gesungen hat. rom

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INITIAL

Kätzchen im Wörterwald
Ein deutsch-polnischer Abend mit Steffen Möller
VON K ERSTIN H ERGT Friedrich ist nicht zufällig hier. Er ist der Mann einer polnischen Frau. Und an diesem Abend, so lässt der Geräuschpegel aus weichen Zischlauten und warmherzigem Gelächter vermuten, sind sämtliche Polinnen zwischen 30 und 65 Jahren, die in Hannover leben, in den Pavillon am Raschplatz gekommen. Sie lauschen mit Hingabe einem gebürtigen Wuppertaler, der über ihre Heimat plaudert, als handle es sich um das letzte Fleckchen unerforschten Urwalds auf diesem Planeten. Steffen Möller lebt nach einem spontanen Sprachferienaufenthalt seit 1994 in Polen. Was er da als „deutscher Gastarbeiter“ bisher erlebt hat, lässt sich unter anderem nachlesen in „Viva Polonia“, seinem 2008 erschienenen Bestseller. Möller ist nicht nur hierzulande bekannt, sondern dank eines Dauerengagements in einer beliebten polnischen Telenovela auch in seiner Wahlheimat. Und so tritt er hier wie dort vor ausverkauften Sälen als Mittler zwischen zwei Welten auf. Für seine Bemühungen um das deutsch-polnische Verhältnis bekam er bereits das Bundesverdienstkreuz. An diesem Abend im Pavillon klärt Möller wieder mal unterhaltsam auf über polnische Gepflogenheiten, wie etwa die Manie, jedem Gast Hausschuhe zu verpassen oder stündlich Komplimente zu verteilen. Darüber hinaus macht er mit Nuschellauten und Weichheitszeichen vertraut. Denn das Programm „Expedition zu den Polen“ ist vor allem eine Tour durch den Wörterwald der polnischen Sprache. Mittendrin steht Friedrich, der auf einmal Polonaise auf der Bühne tanzen soll und vor Schreck seinen Kosenamen verrät. In Polen wer- Steffen Möller den Vornamen konsequent verniedlicht. Da Friedrich nicht dazu taugt, nennt ihn seine Frau „Kotek“ – Kätzchen. Kotek ist ein Mann wie ein Baum, und seine Bewegungen sind alles andere als katzenhaft. Trotzdem tanzt Kotek tapfer die Polonaise. Das deutschpolnische Verhältnis ist doch recht herzlich.

Arbeitsplatz im Grünen: Nicole Balschun in ihrer Wohnung in Hannover.

Meyer-Arlt

Von den Schwierigkeiten der Liebe
Mit „Ada liebt“ hat Nicole Balschun aus Hannover einen ganz ungewöhnlichen Roman geschrieben
VON R ONALD M EY ER -A RLT ls der Verleger anrief und als sie endlich realisierte, dass es auch wirklich der Verleger und nicht irgendein Freund mit verstellter Stimme war, und als klar war, dass er Ada wirklich haben wollte, da hat Nicole Balschun geweint. Vor Freude natürlich. Aber nicht nur. Ein bisschen hat sie auch geweint, weil sie wusste, dass jetzt für sie ein anderes Leben beginnt. Und das ist zwar schön, aber eben auch erschreckend. Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis sich Jo Lendle, Verleger des DuMontBuchverlags, bei Nicole Balschun in Hannover gemeldet hat. Sie hatte ihm das Manuskript von „Ada liebt“ geschickt, ihrem ersten Roman. Mit 16 Jahren hatte sie nach einigen Kurzgeschichten schon mal etwas Umfangreicheres geschrieben. Das hatte zwar die Länge eines Romans, war aber keiner. Und dann hatte die 1975 geborene Schriftstellerin irgendwann „Ada liebt“ fertig. Ein Freund hat sie darin bestärkt, das Manuskript an einen großen literarischen Verlag zu schicken. Nicole Balschun, die zu der Zeit als Lehrerin gearbeitet hat, zögerte, dann hat sie’s doch getan. Und lange nichts vom Verlag gehört. Sie ist umgezogen, hat ihre Telefonnummer geändert, und beinahe wäre sie für den Verlag ganz unerreichbar geworden. Aber Jo Lendle wollte das Buch ma-

Braunschweig experimentiert
Als Versuchslabor für ungewöhnliche KulturaktivitätensollsichBraunschweigs Zentrum vom Wochenende an präsentieren.UnterdemTitel„experiment:STADTRAUM 2011“ laufen dort einmal monatlich künstlerische Projekte, die das Publikum einbeziehen. Dabei gehe es darum, dass die Künstler „in einen Dialog mit dem Stadtraum und den Menschen eintreten“, sagte Bianca Winter vom städtischen Kulturinstitut am Dienstag. Sechs Projekte aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz stehen auf dem Programm. Vorgesehen sind unter anderem Tanzperformances sowie Raum- und Klanginstallationen. Veranstaltungsorte sind unter anderem Parks und die Fußgängerzone. Den Auftakt macht das Berliner Theater Anu am Freitag mit der Premiere von „Come to MoraLand“ im Museumspark. dpa

A

Rechtschreibung jetzt gratis
Der Duden ist immer noch das wichtigste Nachschlagewerk für die deutsche Rechtschreibung – jetzt gibt es ihn auch kostenlos im Internet. Über die Suchfunktion auf der Startseite von www.duden.de finden Internetnutzer Informationen zu wichtigen Fragen der deutschen Sprache, teilte das Bibliografische Institut am Dienstag in Mannheim mit. Der Online-Duden bietet über die klassischen Wörterbuchfunktionen hinaus einige weitere Informationen, unter anderem Hörbeispiele, Bilder oder typische Wortverbindungen. Der Verlag will mit dem ständig aktualisierten Angebot vor allem junge Menschen erreichen, die das Internet stark nutzen. dpa

chen, und nach einigen Schwierigkeiten hat er sie am Ende doch erreicht. Vor Nicole Balschun hat es noch kein Autor geschafft, den DuMont-Verlag mit einem unverlangt eingesandten Manuskript davon zu überzeugen, dass das auch ein Buch werden muss. Bei „Ada liebt“ war es anders. Kurz vor dem Umzug in ein anderes Büro hatte sich Verleger Lendle den Stapel der ungelesenen Manuskripte noch einmal vorgenommen; die meisten Buchprojekte gingen dann in die Ablage für die Rücksendung, aber an „Ada liebt“ hat er sich festgelesen. Dass man sich festliest, kann schnell passieren bei diesem Roman. Es ist eine unmögliche Liebesgeschichte: Ada studiert Literaturwissenschaft und ist ziemlich verschlossen. Bo hat einen Bauernhof und ist recht praktisch veranlagt. Wenn Ada bei Bo ist, riecht ihre Kleidung nach Schweinestall, und ihre Füße fangen an zu jucken. Trotzdem ist sie gern bei Bo. Jedenfalls für eine gewisse Zeit. „Ada liebt“ erzählt von den Schwierigkeiten der Liebe und von den Schwierigkeiten des Lebens. Ada hat einen recht eigenen Blick auf die Welt und eine recht eigene Sprache für sie. Es ist eine klare, liebevolle, ganz und gar unkitschige Sprache. Der Leser ist nah bei Ada. Man wünscht ihr Glück und weiß doch, dass sie es nicht so leicht hat mit dem Glück. Bauer Bo wünscht man nichts. Der ist

großartig, so wie er ist. Dieser Bo ist eine wunderliche Erfindung. Nach dem Lesen denkt man, man würde ihn von irgendwoher kennen. Beim Schreiben, sagt Balschun, die ihren Beruf als Lehrerin zurzeit ruhen lässt, habe sie eine eigenartige Realität in den von ihr erfundenen Figuren empfunden: „Ich durfte nicht zu lange von dieser Geschichte weg sein, die Figuren wollten immer die ganze Aufmerksamkeit.“ Wenn sie über das Schreiben redet, wirkt es, als spreche sie über einen magischen Prozess: „Es war ein Flow, ich hatte keinen Plan, kein Konzept, die Figuren haben getan, was sie wollten.“ Nur schwer konnte sich die Autorin von ihrem Werk trennen. Als das Manuskript fertig war, hat sie es einem Freund zum Lesen gegeben. Der Freund, ansonsten ein scharfer Kritiker ihrer Werke, war begeistert und hat das Manuskript auf eigene Faust an einen Kleinverlag weitergeleitet. Der Verleger wollte es herausbringen; er hat sich mit der Autorin getroffen – doch die hatte ein ungutes Gefühl und verzichtete auf die Zusammenarbeit. „Es hat sich nicht richtig angefühlt“, sagt sie. Es ist selten, dass sich Autoren so etwas leisten, bevor ihr erster Roman veröffentlicht ist. Nicole Balschun aber leistete sich sogar zweimal den Luxus, ein Manuskript zurückzuziehen. Ihr zweites Werk war eine Auftragsarbeit für einen größeren Verlag. Sie hatte die vereinbar-

te Seitenzahl geliefert, der Verlag wollte drucken, doch die Autorin weigerte sich. Diesmal fühlte es sich nicht nur falsch an, diesmal war es falsch. Der Verlag wollte Unterhaltungsliteratur für Frauen, die Autorin lieferte, was gefordert war. Doch bei der Abgabe des Manuskripts war ihr klar, dass sie aus diesem Genre wohl nie mehr herauskommen würde. Also hat sie das Buch gestoppt. Zwei zurückgezogene Manuskripte, noch bevor der erste Roman erschienen ist – die meisten Schriftsteller beginnen ihre Karriere anders. Aber bei Nicole Balschun hat Schreiben eben viel mit dem Leben zu tun. „Das war wie eine Schwangerschaft im Kopf“, sagt sie, als sie von der Zeit erzählt, in der sie „Ada liebt“ geschrieben hat. Damals war sie auch tatsächlich schwanger, und ihr erstes Kind war noch ganz klein und hat viel geschlafen. Die Schlafphasen hat sie zum Schreiben genutzt. Und weil sie mit der Geburt ihres zweiten Kindes auch den Schlusspunkt unter „Ada liebt“ setzen konnte, betrachtet sie den Roman auch irgendwie als ihr Kind. Es ist ein eigensinniges Kind. Das Ende, sagt die Autorin, findet sie immer noch ganz schön traurig. Aber etwas anderes hätten die Figuren eben nicht zugelassen.
Von Freitag an ist „Ada liebt“ in der HAZ als Fortsetzungsroman zu lesen.

„Alles anders“ beim 48. Berliner Theatertreffen
„Alles anders, alles neu!“ heißt es beim 48. Berliner Theatertreffen, das von Freitag an die „bemerkenswertesten“ Inszenierungen“ der Saison zeigt. Zehn Stücke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bei dem traditionsreichen Festival (bis 23. Mai) zu sehen. „Die Auswahl der Jury ist radikal anders als alle Jahrgänge zuvor“, sagten die Festivalmacher am Dienstag, „weniger bekannte Namen, kaum große Bühnen, dafür ein Triumph des Off-Theaters und der Newcomer.“ Jahrzehntelang seien immer wieder dieselben Regisseure wie Peter Zadek, Claus Peymann oder Luc Bondy eingeladen worden, sagte Theatertreffen-Leiterin Iris Laufenberg. Mittlerweile habe sich aber eine neue Generation mit eigener Handschrift durchgesetzt. „Es ist einfach mehr Bewegung drin heute“, meinte Laufenberg. „Die großen Theatermetropolen sind nicht schlechter als sie sonst waren. Aber das Augenmerk liegt nicht mehr nur auf ihnen.“ In 18 Tagen bietet das Festival 82 Veranstaltungen rund um das Theater – neben den Aufführungen auch Diskussionen, Workshops und szenische Lesungen junger Dramatik. Regisseure wie Stefan Pucher, Stefan Bachmann, Roger Vontobel, Karin Henkel und Karin Beier zeigen ihre Arbeiten. Auf der Bühne werden unter anderem Schauspieler wie Burghart Klaußner, Caroline Peters, Robert Hunger-Bühler und Manfred Zapatka zu sehen sein. Mit gleich zwei Inszenierungen ist der seit einiger Zeit auch als Regisseur arbeitende Schauspieler Herbert Fritsch vertreten. Das Schauspiel Köln eröffnet das Treffen am Freitag mit Karin Beiers dreiteiligem Jelinek-Abend „Das Werk/Im Bus/ Ein Sturz“. dpa

Verzauberte Nacht
Schubert und Schönberg als funkelnde Kammermusik bei Pro Musica
VON R A IN ER WAGN ER Nachtschattengewächse tragen manchmal nicht nur exotische Blüten, sondern bergen auch verhaltensändernde Substanzen. Die einen senken Fieber, die anderen sorgen für Rauschzustände. Musikalische Beispiele für solche Schattenspiele präsentierten die Pianistin Mitsuko Uchida, die Schauspielerin Barbara Sukowa und ein kleines Kammerensemble jetzt im Pro-Musica-Konzert im sehr gut besuchten, aber doch nicht ausverkauften NDR-Sendesaal. Vor der Pause Schubert, nach der Pause Schönberg: Wiener Schule gegen Neue Wiener Schule. Der Kontrast barg Spannung, die sich in Bravorufen entlud. Begonnen hatte es allerdings eher zögernd. Der Anfang mit Schuberts BDur-Klaviertrio glich einem Herantasten. Während Mitsuko Uchida mit klarer und doch mitschwingender Diktion den Ton angab, mussten sich der Geiger Mark Steinberg und der Cellist Clemens Hagen den Klangraum erst erobern. Doch die Balance stellte sich schnell ein, die Beschwingtheit konnte sich entfalten. Das Andante widmete sich der Klangschönheit und der Struktur gleichermaßen, das war feinherb und exquisit. Im Scherzo drehten sie dann auf, ohne zu überdrehen. Und das Rondo hatte eloquenten Charme. Mitsuko Uchida ist mittlerweile als Schubert-Interpretin (und nicht nur hier) die rechtmäßige Erbin des Throns von Alfred Brendel. Sie gab hier die Marschrichtung vor, doch der feinsinnige Geiger Mark Steinberg und der kantilenenfreudige Cellist Clemens Hagen waren mehr als nur Mitläufer. Alle drei zusammen bescherten anschließend mit Schuberts zartbitterem Notturno Glücksmomente. Dieses Stück ist durchaus zerbrechlich. Aber hier war das Mondlichtflackern dieser Nachtmusik ebenso stimmungsstark wie der kurze Spuk, der aus den Klangwellen steigt. Noch spukhafter ging es nach der Pause mit Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“ weiter. Fast genau 100 Jahre nach der Uraufführung wirkt die kammermusikalische Phantasmagorie musikalisch noch immer modern, textlich aber doch etwas angestaubt. Aber Barbara Sukowa als Sprechsängerin verstand es virtuos, jeden Staub wegzublasen. Vor 20 Jahren hat sie das Werk schon einmal eingespielt, jetzt tönt sie in Nuancen noch expressiver. Sie macht aus diesen dichterischen Traumgebilden Scherenschnitte, die das um Klarinette (Anthony McGill) und Flöte (Marina Piccinini) erweiterte Kammerensemble mit kostbaren Klängen hinterlegt. Sukowa flüstert und flirrt, serviert das „krystallne Seufzen“ und die kühle Kantilene. Selbst wenn man manches Wort mehr ahnt als hört, ist sie immer präsent: Die Schauspielerin meistert dieses Konstrukt für eine Sprechstimme und fünf Musiker staunenswert. Das ist so artifiziell wie die Komposition: ein Kunststück eben. Nicht von jedem geliebt, aber von allen bewundert.

Kelten mit Verlängerung
Die Kelten-Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat seit dem Start im November 100 000 Besucher angezogen – und wird nun wegen des großen Interesses um drei Monate bis zum 21. August verlängert. Ursprünglich hätte die Schau bis 22. Mai laufen sollen. Die Ausstellung informiert auf etwa 6000 Quadratmetern über Kultur und Leben der ersten großen Hochkultur Europas in der Eisenzeit vor 2500 Jahren. Insgesamt sind in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes 1650 Exponate von 41 Leihgebern aus neun europäischen Ländern zu sehen – unter anderem wertvolle Waffen, Helme und Goldschätze. Nach Veranstalterangaben ist es die weltweit größte Keltenausstellung. dpa

K U LT U R N O T I Z E N Fleischhauer bei Lehmanns
„Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ (erschienen im Verlag Droemer Knaur) heißt der neue Roman von Wolfram Fleischhauer. Die Geschichte über eine junge deutsche Tänzerin, die auf der Suche nach ihrem mysteriösen Geliebten durch Buenos Aires irrt, liest der Autor am 5. Mai um 20.30 Uhr im hannoverschen Buchhaus Lehmanns, Georgstraße 10. VON JOH ANNA D I B LASI

Kraftvolles aus Hannover im Kubus – von den befreundeten Künstlern Leiv Donnan und János Nádasdy
arilyn Monroes Mund ist geöffnet. Ist das Ausdruck von laszivem Begehren, von sexueller Ekstase? Oder schreit der Star wie die eingesperrten Päpste von Francis Bacon? Es ist kaum zu sagen, denn das Gesicht des unendlich oft abgelichteten Stars ist wie hinter hellem Nebel verborgen. Dafür exponiert sich der weiße Rock Marilyns vor einem hellgrauen Bildhintergrund umso mehr. Wild bauscht er sich oder klafft auf wie eine Amaryllisblüte. Nicht die Frau, sondern ihr entfesselt tanzender Rock verführt und bannt den Betrachterblick. Die Marilyn-Serie – zwei Gemälde daraus sind im Kubus ausgestellt – gehört zu den stärksten Arbeiten des 1938 in Australien geborenen Wahlhannoveraners Leiv Donnan. Der Maler und Grafiker war 1964 Mitglied der legendären

Ekstase und Engagement
auftrag für Aktzeichnen an der HBK Braunschweig. Hauptsächlich aber war er im Schuldienst tätig – an der IGS Linden und später an der Tellkampfschule. Donnan holt seine Motive aus der sekundären Realität der Massenmedien. Von den filmischen und fotografischen Vorlagen – Kino-Ikonen, Soldaten, asiatische Kampfsportler – rettet der Maler das Flüchtige und eilig Bewegte auf seine großformatigen Gemälde. Gleichzeitig steigert er die Figuren, die sich mitunter nur als dunkle Schatten abzeichnen, ins Allgemeine und Metaphorische. So entstehen spannungsreiche Kürzel für Menschsein, Leben, Leiden, aber auch eindringliche Zeichen der Bewegung an sich. Donnans Gemälde und Tuschebilder stehen im Kubus im Dialog mit Objekten und großformatigen Drucken eines ande-

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Schäfer im Kanapee
Chansons von Jacques Brel bis Edith Piaf singt Dirk Schäfer, begleitet von Karsten Schnack am Akkordeon, am 5. und 6. Mai in Hannover. Die Konzerte mit Schäfer, der als Musicaldarsteller an mehreren Bühnen engagiert ist, im Kanapee in der Edenstraße 1 beginnen jeweils um 20 Uhr.

Leiv Donnan: „Tusche auf Papier“, 2003. Berliner Künstlergruppe „Großgörschen 35“, der auch Markus Lüpertz angehörte. In den achtziger Jahren hatte Donnan, der sich einer expressiv-figürlichen Malweise verschrieben hat, einen Lehr-

ren Protagonisten der hannoverschen Kunstszene: dem 1939 in Ungarn geborenen und nach einer abenteuerlichen Odyssee (mit längerer Station in Montevideo) in den sechziger Jahren nach Hannover gelangten János Nádasdy. Bekannt geworden ist dieser vor allem mit seinen umstrittenen „Leine-Entrümpelungen“ 1977, 1980, 1887 und 1990. Manche Beobachter verwechselten die daraus hervorgegangene Pressfigur am Hohen Ufer mit einem Müllhaufen. Dem Anheimelnden und Hübschen widersetzt sich der Künstler auch in den allerjüngsten Werken. Als „eine Art Hinterglasmalerei“ bezeichnet er die grellbunten, aggressiv wirkenden Bilder aus ungemischten Farbflecken auf zerbrochenen Glasscheiben. Als sensiblen Grafiker kann man den engagierten Gesellschaftskritiker Nádasdy in einer Serie mit Darstellungen

von Weltkriegsbunkern an dänischen und französischen Stränden kennenlernen: Bizarre Blöcke in poröser Farbigkeit von Beton und Rost versperren den Horizont, schaffen klaustrophobisch enge Bildräume. „Ich möchte nicht anklagen, was die Nationalsozialisten gemacht haben, sondern Metaphern für eine bestimmte menschliche Situation schaffen, für übertriebene Selbstbezogenheit, die in die Selbstvernichtung führt“, sagt der Künstler. In ihren Temperamenten sind Leiv Donnan und János Nádasdy höchst unterschiedlich, es vereint sie aber ein gemeinsames Ringen um prägnanten Ausdruck.
Städtische Galerie Kubus, Theodor-Lessing-Platz 2, bis 29. Mai, dienstags bis freitags 11 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags bis 16 Uhr.


HEUTE IM RADIO

NR. 103 · MITTWOCH, 4. MAI 2011

Welt im Spiegel

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

7

G ESAGT IST G ESAGT Wenn die Kohle stimmt, spiele ich auch ein Pferd.

Ist mein Arzt empfehlenswert?
! AOK und Barmer GEK starten
heute den „ Arzt-Navigator“
Berlin (gst). Die Grundidee ist nicht neu: Wer einen passenden Arzt sucht, fragt bereits heute andere Patienten. Bislang ist es der Freund oder der Nachbar; demnächst könnte der Kreis der Tippgeber deutlich größer sein. Gut 30 Millionen Versicherte zählen AOK und Barmer GEK; seit gestern sind sie aufgefordert, im Internet ihre Ärzte – sei es in Hannover, München oder Dannenberg – zu bewerten. Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung und dem Sozialverband VdK starteten die beiden Kassen gestern nach einer einjährigen Testphase in Hamburg, Thüringen und Berlin den neuen bundesweiten „Arzt-Navigator“. Das gemeinsame Produkt ist gleich dreimal im Netz vertreten – als http://arztnavi.barmer-gek.de, www.aok-arztnavi.de und www.weisse-liste.de. Ab sofort finden Versicherte dort eine 33 Fragen umfassende Liste, die nicht nur wissenschaftlichen Standards folgt, sondern auch die Kriterien der Ärzteschaft zur Qualität von Arztbewertungsportalen erfüllen soll. Bei den Fragen wird kein medizinisches Wissen oder eine Note über die Behandlungsqualität verlangt. Im Vordergrund stehen statt dessen Aspekte, die jeder Patient beurteilen kann. Wie lange dauert es, um einen Termin zu bekommen? Erkundigt sich der Arzt regelmäßig nach der Verträglichkeit der verordneten Medikamente? Nimmt er sich genug Zeit für die Behandlung? Am Ende wird nach dem Gesamteindruck gefragt und eine Einordnung von „schlecht“ bis „ausgezeichnet“ verlangt. Schließlich soll der Versicherte angeben, ob er den Arzt seinem besten Freund empfehlen würde. Alle niedergelassenen Ärzte sind im Portal vertreten. Doch erst wenn zehn Beurteilungen eines Arztes vorliegen, werden die Ergebnisse für jeden Nutzer sichtbar. „Wir bieten ein Informationsportal und keine Versorgungsforschung“, sagt RolfUlrich Schlenker, Vorstandsvize der Barmer GEK. Patienten sei besonders die Kommunikation mit dem Arzt wichtig, sagt Jens Kaffenberger vom Sozialverband VdK. „Wird die Kommunikation mit dem Arzt als gut beurteilt, ist die Zufriedenheit insgesamt hoch.“ Die Initiatoren waren sehr bemüht, die Ärzte für das Projekt zu gewinnen. Der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Roland Stahl, lobte gestern, dass rein subjektive Bewertungen verhindert würden. Dennoch sind die Vorbehalte noch nicht überall ausgeräumt. Die AOK in Baden-Württemberg beteiligt sich vorerst nicht an der Befragung, weil sie noch in Gesprächen mit der Ärzteschaft ist. Nur eine Frage der Zeit, hieß es gestern. Fest steht: Die neue Arztsuche ist nichtkommerziell, kostenlos und werbefrei – und soll es auch bleiben.

! Aktion ist nicht kommerziell,
kostenlos und werbefrei

! Keine medizinischen, sondern
allgemeinere Kriterien

Letzter „Endeavour“-Start weiter verzögert
Washington, (afp). Der letzte Weltraumflug des US-Shuttles „Endeavour“ verzögert sich weiter. Da die Behebung eines Problems an der Elektrik der Raumfähre mehr Zeit in Anspruch nehme als gedacht, könne die „Endeavour“ nicht vor dem 10. Mai abheben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mit. Auch ein noch späterer Termin sei denkbar. Die „Endeavour“ hätte eigentlich am vergangenen Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida zu einer zweiwöchigen Mission abheben sollen. Wegen eines technischen Defekts wurde der Start zunächst auf diesen Montag verschoben, am Sonntag hieß es dann, die „Endeavour“ könne nicht vor dem 8. Mai abheben. Ursprünglich wurden Probleme mit einer Heizvorrichtung für die Treibstoffleitungen der Raumfähre als Ursache für die Verschiebung des Starts angegeben. Eine genauere Untersuchung ergab nach Angaben der Nasa nun, dass diese Probleme von einem Defekt in einer elektrischen Verteilerbuchse im Motorbereich verursacht wurden. Eine neue Buchse muss nun eingebaut und getestet werden. Die „Endeavour“ soll als vorletzter Space-Shuttle ins All reisen und eine Messanlage für kosmische Strahlung zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Bereits im März war die Raumfähre „Discovery“ letztmalig zur ISS geflogen. Ende Juni steht noch der letzte Raumflug der „Atlantis“ an, dann ist das ShuttleProgramm der USA nach 30 Jahren vorerst Geschichte. Sollte der „Endeavour“Start bis zum 10. Mai stattfinden, wäre die „Atlantis“-Mission nach Aussage der Nasa vom Sonntag nicht betroffen. Werde es später, sei eine Verschiebung nicht auszuschließen.
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Die englische Schauspielerin Emily Watson (44, „Breaking the Waves“) hat nach zwei Oscar-Nominierungen und mehr als 30 Filmrollen eine beeindruckend pragmatische Einstellung zu ihrem Beruf

DIE WISSENSCHAFT H A T F E S T G E S T E L LT . . . ... dass Fledermäuse nicht gerne im Regen fliegen
Fledermäuse bleiben bei schlechtem Wetter lieber daheim. Der Grund sei, dass die Tiere sich nicht gerne das Fell nass machen, berichtet Christian Voigt vom Berliner Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in den „Biology Letters“ der britischen Royal Society. Die Fledermäuse benötigen der Studie zufolge mit nassem Fell mehr Energie, weil es nicht so gut schützt wie ein trockenes. Zudem könnte sich die Aerodynamik beim Flug verändern, was ebenfalls Energie koste. Bislang dachten die Forscher, dass die Flattertiere bei Regen zu wenig Nahrung fangen oder die Echo-Ortung bei der Jagd nicht funktioniert. Voigt und seine Mitarbeiter arbeiteten mit zehn Fledermäusen der Art Carollia sowelli aus Costa Rica, wo die nur 18 Gramm schweren Tiere oft heftigen Regenfällen ausgesetzt sind. Die Forscher ließen die Tiere in einem Käfig trocken und mit feuchtem Fell fliegen. Dabei bestimmten sie deren Energieverbrauch durch Atemluftmessungen. dpa

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Indien – „Titanic“ mit 1,2 Milliarden Passagieren
Die Weltbevölkerung wächst stärker als erwartet – in den ärmsten Ländern Afrikas, aber auch auf dem indischen Subkontinent
VON C HRISTINE M ÖLLHOFF Neu-Delhi/Berlin. Mindestens vier Kinder wünscht sich Lakshmi. „Am liebsten Söhne“, sagt die 23 Jährige, die in einem Armenviertel Delhis lebt. „Kinder“, sagt sie, „sind die Seele einer Familie.“ In Indien, wo es kein effektives soziales Netz gibt, sind Kinder aber noch mehr – die Alterssicherung der Armen. Das gilt in Indien vor allem für die Söhne. Denn Mädchen gehören mit der Heirat zur Familie des Mannes. Von Verhütung weiß Lakshmi nicht viel. Denn im prüden Indien ist das ein Tabuthema. Auch deshalb wächst Indiens Bevölkerung weiter. Nach der jüngsten Volkszählung ist die Bevölkerungsexplosion längst nicht gestoppt: Auf dem Subkontinent leben heute 1,21 Milliarden Menschen, 17 Prozent oder 181 Millionen mehr als noch 2001. In 25 Jahren wird Indien China überholen und zur größten Nation der Welt aufsteigen, prognostizieren Statistiker. Gewiss, dies ist nur ein Teil des Wachstums, das der UN-Bevölkerungsbericht voraussagt, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gestern in Berlin vorstellte. Danach wird die Zahl der Menschen bis 2050 auf 9,3 Milliarden wachsen, um 200 Millionen mehr als bislang angenommen. Hauptursache ist das rasante Wachstum in besonders armen afrikanischen Ländern wie Liberia, Niger oder Uganda, wo nach Darstellung der DSW bis 2100 fünfmal mehr Menschen leben werden als heute. Entscheidend für den Kampf dagegen sind Frauenrechte, Aufklärungskampagnen und die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln. Die aber fehlen nicht nur in Subsahara-Afrika, sondern weitgehend auch in Indien. Dort ist das Wachstum freilich Fluch und Segen zugleich. Einerseits gehört Indien politisch und ökonomisch zu den aufgehenden Sternen an Asiens Himmel. Andererseits wirkt es bisweilen wie eine „Titanic“ mit 1,2 Milliarden Passagieren an Bord. Obgleich die Wirtschaft seit Jahren um satte acht bis neun Prozent wächst, schafft es Indien nicht, seine Bevölkerung sattzubekommen. Täglich sterben auf dem Subkontinent fast 5000 Kinder an Hunger. Die Städte sind übervoll und platzen aus allen Nähten. Auch die Umwelt ächzt unter der Last. Die Riesenbevölkerung produziert riesige Müllberge. Weil immer mehr Inder Autos kaufen und immer mehr Fabriken entstehen, steigt die Luftverschmutzung vor allem in den Metropolen dramatisch. Die Hauptstadt Delhi müsste eigentlich immer wieder über Tage evakuiert werden, weil die Werte so hoch sind. Indiens Bevölkerungspolitik greife nicht ausreichend, urteilen Experten und fordern „mutigere Initiativen“. Anders als China, das eine rigide Ein-KindPolitik verfolgt, setzt das demokratische Indien auf eher sanfte Wegen zur Senkung der Geburtenzahlen. Abtreibungen sind in Indien legal und in Staatskliniken sogar kostenlos. Doch vor allem Sterilisationen werden zur Geburtenkontrolle genutzt. Doch gerade dieses Thema ist in Indien ein hochsensibles Feld. Denn die massenhaften Zwangssterilisationen in den siebziger Jahren sind vielen noch in übler Erinnerung. Damals karrten übereifrige Gesundheitsbeamte ganze Busladungen voller Menschen zu Sterilisationskliniken. Und auf dem Lande wurden Analphabeten ohne ihr Wissen und ohne ihre Einwilligung sterilisiert. Experten sind sich einig, dass Frauen eine Schlüsselrolle dabei spielen, das Bevölkerungswachstum zu bremsen – Frauen wie Lakshmi. Bereits heute lassen sich viele Inderinnen sterilisieren, wenn sie keine weiteren Kinder mehr wollen. Allerdings tun sie dies in der Regel erst, wenn sie mindestens einen Sohn geboren haben. Mädchen dagegen zählen wenig in Indien. So zeigte der jüngste Zensus einen weiteren traurigen Trend: Der Anteil der Mädchen am Nachwuchs ist erneut alarmierend abgestürzt – auf den tiefsten Stand seit der Unabhängigkeit Indiens vor 63 Jahren. So kommen in der Altersgruppe bis sechs Jahren nur noch 914 Mädchen auf 1000 Jungen. Auffallend ist, dass vor allem in reicheren Regionen die Zahl der Mädchen abnimmt, wo sich immer mehr angehende Eltern Ultraschall leisten können. Zwar ist es den Ärzten verboten, das Geschlecht des Kindes zu verraten. Doch gegen ein wenig Bargeld geben viele Doktoren gerne versteckte Hinweise. In den reicheren Vierteln Delhis etwa sieht man immer mehr Ein-Sohn-Familien. Schon heute finden junge Männer aus besonders mädchenarmen Gegenden Indiens keine Bräute mehr. Oft kaufen sie Frauen aus armen Regionen ein, die sie nicht selten wie Sklavinnen behandeln oder bisweilen sogar mit anderen männlichen Verwandten teilen. Ähnlich wie in China könnte der wachsende Frauenmangel daher massive soziale Probleme schüren. Experten warnen, dass ganze Generationen frustrierter Junggesellen heranwachsen, die soziologischen Studien gemäß oft weitaus aggressiver seien als verheiratete Männer.

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Hormone machen nicht jünger
Wiesbaden (dpa). Hormontherapie kann zwar die Beschwerden von Frauen in den Wechseljahren lindern, doch ein jüngeres Aussehen kann sie ihnen nicht verschaffen. Weder wird die Hautalterung aufgehalten noch gibt es Belege dafür, dass andere unangenehme Nebenerscheinungen des Alters wie Bartwuchs und Haarausfall zurückgehen, wie der Hamburger Mediziner Eberhard Windler am Dienstag in Wiesbaden am Rande des Internistenkongresses sagte. Hormontherapie sei entgegen verbreiteter Vorstellungen kein Jungbrunnen, mahnte der Professor. Auch eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit sei nicht belegt, sagte Windler. Zwar wirken die Hormone günstig auf den Knochenbau, doch der Effekt verpufft, sobald sie abgesetzt werden. Da vor allem wesentlich ältere Frauen von vermehrten Knochenbrüchen betroffen seien, sehe er auch hier keinen Grund für die Einnahme von Hormonen in den Jahrzehnten davor, sagte Windler. Viele Patientinnen fühlten sich zwar mit den zusätzlichen Hormonen wohler, doch müssten besonders wegen des erhöhten Krebs-, Thrombose- und Schlaganfallrisikos Nutzen und Risiken einer Hormontherapie genau abgewogen werden.

NICHT OHNE ... ... Gestank
Pflanzenkenner warten auf eine kleine Sensation: Die größte Blume der Welt wird im Botanischen Garten Berlin voraussichtlich noch in dieser Woche blühen. Die Titanenwurz (Amorphophallus titanum) habe eine Knospe gebildet, teilte der Garten am Dienstag mit. Die gigantische Blume sei eine große Seltenheit. Das Blütenspektakel dauere nur drei Tage. Schön, aber stinkend: Von der Titanenwurz gehe dabei ein intensiver Aasgeruch aus, so Sprecherin Gesche Hohlstein. Wann genau das nachtblühende Gewächs aus Indonesien im Großen Tropenhaus seine botanische Vorstellung beginnt, wissen auch die Experten nicht. dpa

SUDOKU
S101

GRÖSSER-KLEINER-SUDOKU

9 5 4 8 3 1 6 8

6 7 9 2 8 6 5 3 6 9 6 8 4 3 6 1

Tragen Sie die Zahlen von 1 bis 9 so in das Diagramm ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem fett umrandeten Gebiet jede Zahl genau einmal vorkommt.

S102

A104

5 9 9 3 6 1 9 6 7

9 6

7

3 6

6 5 9 1 9 7 7 8 3 4

9 8 7 1 6 4 2 3 7 8 5 3 7 6 1 5 4 9

5

Beim Sudoku-Diff oder auch „Größer-kleiner-Sudoku” gelten die gleichen Regeln wie beim klassischen Sudoku: Die Ziffern 1 bis 9 dürfen jeweils nur einmal in die Senkrechte, die Waagerechte und den umrandeten 9er-Block eingetragen werden.

3 1 7

6 8 3

7 5

4
U35
A B B R U C H U U R A E C H E R S U D E L A U F S E E T A N G A E S S I G C R U N T A N R E I S B E L T A N E T O K Z I D E N T R O E M E R E H D R A I S I N E E S R A K E I M R E L A I S N A

9 5
Die Auflösung finden Sie in der morgigen Ausgabe.

5 8

2 6 2 2

6

1

5

9

Die Auflösung des Rätsels von gestern.

8

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Welt im Spiegel

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Stimmenrekorder von Flug AF 447 geborgen
Paris (dpa). Auf dem Meeresboden des Südatlantiks hat ein Expertenteam jetzt auch den Stimmenrekorder des vor knapp zwei Jahren abgestürzten Air-France-Airbus entdeckt. Das Gerät zur Aufzeichnung der Gespräche im Cockpit wurde in der Nacht zum Dienstag aus 3900 Metern Tiefe an die Meeresoberfläche geholt, teilte die französische Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) mit. Bereits am Sonntag war der Flugdatenschreiber geborgen worden. Die beiden Geräte gelten als Schlüssel zur Aufklärung des Unglücks mit 228 Toten, darunter auch 28 Deutschen. Beide sind äußerlich in einem guten Zustand. „Das ist ein weiterer entscheidender Schritt vorwärts“, sagte Air-France-Chef PierreHenri Gourgeon am Dienstag. Er hoffe von ganzem Herzen, dass die Daten auslesbar seien. Sie könnten Antworten auf all die Fragen liefern, die sich die Hinterbliebenen und die gesamte Flugzeugindustrie seit zwei Jahren stellten. Noch nie zuvor war eine moderne Langstreckenmaschine wie der Airbus A330-200 aus voller Flughöhe unerklärlich abgestürzt. Die mithilfe eines Tauchroboters geborgenen Flugschreiber sollen nun schnellstmöglich nach Frankreich gebracht und untersucht werden. Die BEA forderte dazu bei der französischen Marine die Entsendung eines Patrouillenboots an. Es wird die versiegelt aufbewahrten Aufzeichnungsgeräte an die südamerikanische Atlantikküste überführen. Von Cayenne in Französisch-Guayana bringt sie ein Flugzeug dann nach Paris. Ein Beamter der Kriminalpolizei überwacht den Transfer, der voraussichtlich zehn Tage dauern wird.

Hackerangriff betrifft jetzt bis zu 100 Millionen Nutzer / Auch Bankdaten gestohlen
Von F rerk S ch enk er Hannover. Der Datenskandal bei Sony zieht immer weitere Kreise. Nachdem vergangene Woche der Diebstahl von bis zu 77 Millionen Kundendaten aus dem Playstation-Netzwerk bekannt geworden ist, räumte der japanische Konzern am Dienstag einen weiteren Hackerangriff ein. Von der Attacke seien diesmal fast 25 Millionen Nutzer von Sony Online Entertainment (SEO) betroffen. Der Computerspieledienst wurde bis auf Weiteres vom Netz genommen. Laut Sony knackten die Hacker auch bei diesem Angriff sensible Kundeninformationen wie Name, Anschrift, EMail-Adresse, Geburtsdatum und Telefonnummer. Besonders beunruhigen dürfte die Sony-Kunden jedoch der Diebstahl von Daten von 12 700 Kreditkarten und 10 700 Bankkonten. Diese entstammten einer „veralteten“ Datenbank aus dem Jahr 2007, hieß es. Betroffen seien auch Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Die sicherheitsrelevanten Prüfnummern von Kreditkarten seien aber nicht gestohlen worden, teilte Sony mit. Die dreistellige Zahlenkombination wird zum Beispiel abgefragt, wenn eine Kreditkarte beim Einkauf im Internet eingesetzt wird. Thomas Schlüter, Sprecher des zentralen Kreditausschusses, schätzt das Missbrauchsrisiko im Internet und beim Telefonbanking deshalb auch als relativ gering ein. „Wir empfehlen unseren Kunden aber trotzdem, ihre Kontoauszüge genau zu prüfen“, sagte Schlüter. Bei Unstimmigkeiten sollte man umgehend seine Bank informieren. Sollten Betrüger tatsächlich Geld von einem fremden Konto abheben, springe das jeweilige Kreditinstitut ein und erstatte den Betrag. Der Einbruch in die Systeme von Sony Online Entertainment hatte sich bereits am 16. und 17. April ereignet – also noch vor dem Angriff auf das PlaystationNetzwerk. Da die Hacker ihre Attacke offenbar gut getarnt hatten, wurde diese erst im Zuge der Untersuchung der ersten Datenpanne entdeckt. Ob auch bei dem Playstation-Angriff Bank- und Kreditkartendaten entwendet wurden, ist noch immer unklar. Ein Sony-Sprecher wies allerdings Berichte zurück, wonach die Täter dem Unternehmen angeboten haben sollen, Kreditkartendaten zurückzukaufen. Die Passwörter der Kunden seien zwar nicht verschlüsselt gespeichert worden, aber auch nicht im Klartext entwendet worden – vielmehr seien sie mit einer sogenannten kryptologischen Hash-Funktion verschleiert worden. Dies ist weniger sicher als eine umfassende Verschlüsselung. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) kritisierte am Dienstag die „völlig inakzeptable“ Informationspolitik des Konzerns. „Millionen Verbraucher werden mit ihren Fragen alleingelassen“, sagte sie. An Stelle einer Hotline müssten sich die betroffenen Verbraucher „umständlich durchklicken und durchfragen, um Informationen zu erlangen“. Kritik kommt auch von Sicherheitsexperten. Bereits vor einer Woche war Sony ein schlampiger Umgang mit dem Datenschutz attestiert worden. Zwar soll sich bei den Japanern künftig ein „Chief Information Security Officer“ um die Sicherheit kümmern, nach Ansicht des IT-Sicherheitsspezialisten Holger Heimann ist der Schritt aber längst überfällig: „Das, was eingeführt wird, sollte eigentlich Standard sein“, betonte Heimann. Die gestohlenen Kundendaten dürften derweil bereits auf dem Schwarzmarkt verkauft worden sein. Nach Angaben von Sascha Pfeiffer von der Internetsicherheitsfirma Sophos zahlen Kriminelle pro gültige E-Mail-Adresse bis zu zehn Cent. Noch interessanter seien die gestohlenen Kreditkartendaten: „Erfahrene Betrüger warten ab, bis der Datenskandal nicht mehr in den Medien ist“, sagte Pfeiffer dieser Zeitung. Erst dann würden die Profis zuschlagen. SonyKunden sollten daher über einen längeren Zeitraum hinweg ihre Bankkonten (mit: dpa) kritisch prüfen.

Neues Datenleck bei Sony

B o u l e va r d John Galliano? Traurig!
Karl Lagerfeld (77), Modezar, geht mit dem ehemaligen Dior-Designer John Galliano hart ins Gericht. „Seine Geschichte hat gezeigt, in welche Richtung es nicht gehen darf“, sagte er der „Gala“. Galliano habe mit der Zeit die Bodenhaftung verloren. „Es war deprimierend, wie er am Ende seiner Shows wie eine alte Puppe auf dem Laufsteg stand. Er tat mir leid. Und ich fand es trostlos zu sehen, wie er abends in einer Bar sitzt, betrunken ist und sich provozieren lässt. Wer so alt ist wie er und so viel Geld verdient hat, sollte ein zivilisiertes Leben führen und nicht dasitzen wie ein besoffener Obdachloser. Traurig! Mir könnte so etwas nicht passieren.“ vm

Ich, Gott
Mike Tyson (44), ehemaliger USBoxweltmeister, hält sich manchmal für den Größten. Wie die Boulevardzeitung „The Sun“ im Internet meldet, verriet Tyson dem Magazin „GQ Sport“: „Hin und wieder denke ich fälschlicherweise, dass ich ein Gott bin, weil mir das als Kind immer gesagt wurde.“ Bis heute habe er überdies Schwierigkeiten, mit seiner Wut umzugehen: „Ab und zu flammt sie auf, aber ich unterdrücke sie jetzt, weil ich weiß, dass sie ansonsten eskaliert.“ dpa

Mutter muss fünf Jahre ins Gefängnis
Trier (dpa). Sogar die Nachbarn hörten die Schreie des Kindes, aber die Mutter reagierte nicht. Weil eine 23-Jährige es zuließ, dass ihr Mann den acht Monate alten Sohn der beiden zu Tode misshandelte, hat das Trierer Landgericht die Frau am Dienstag zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. „Es wäre als Mutter ihre Pflicht gewesen, ihrem hilflosen Kind zu helfen“, sagte die Vorsitzende Richterin. Der Junge war im Oktober 2010 an den Folgen der Gewalt gestorben. Sein Körper wies elf Knochenbrüche und schwere Verbrennungen auf. Außerdem hatte der Junge einen irreparablen Hirnschaden. Der Vater des Kindes, ein US-Soldat, habe im August und September 2010 den Jungen mehrfach heftig geschüttelt und geschlagen. „Das Kind hat einen großen Teil seines kurzen Lebens unter Schmerzen gelitten, die vermeidbar gewesen wären“, sagte die Richterin. Das Gericht sprach die Mutter, eine US-Amerikanerin, der Misshandlung und Körperverletzung mit Todesfolge, jeweils durch Unterlassen, schuldig. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Vater ist als Soldat auf dem USFlugplatz Spangdahlem in der Eifel stationiert und muss sich dort vom 27. Juni an vor einem Militärgericht verantworten.

Mississippi verschont Cairo
Die Sprengung eines Damms am Mississippi hat den Ort Cairo vor verheerenden Überschwemmungen bewahrt. Nach tagelangen Regengüssen waren die Wasserstände gefährlich gestiegen. Das umgeleitete Hochwasser überflutet nun Tausende Hektar Farmland. Straßen mussten wegen der Flutung gesperrt werden. Die Maßnahme ist vor allem bei Bauern und Landbesitzern umstritten. Um den 2800-Einwohner-Ort Cairo an der Mündung des Ohio in den Mississippi vor den Fluten zu bewahren, mussten fast 100 Häuser geräumt werden. dpa

Musical über Leben und Werk
Kylie Minogue (42), Popsängerin, plant ein Musical über ihr Leben und ihre Musik. Wie die Musikzeitschrift „NME“ auf ihrer Internetseite meldet, sammelt sie mit ihrem Stylisten William Baker bereits eifrig Ideen. Das Projekt werde „mit Sicherheit umgesetzt“, sagte Kylie Minogue der irischen Zeitung „Evening Echo“. Wann und wo das Stück uraufgeführt wird, ist noch nicht klar, im Gespräch ist das kommende Jahr und London. dpa

Sieben stille Jahre
Gary Barlow (40), Sänger, hat die ersten sieben Jahre nach der Trennung von Take That im Jahr 1996 nicht öffentlich gesungen. „Ich habe zwar im Studio gesungen, aber niemals öffentlich, weil ich dachte, ich sei schon abgeschrieben“, verriet er dem Boulevardblatt „The Sun“. Take That hatten sich 1996 im Streit getrennt. Im Jahr 2006 fand sich Barlow mit drei Sängern zu einem Comeback zusammen, Weltstar Robbie Williams kam erst 2010 zurück. shm

Kampusch bekommt keine Entschädigung
Wien (afp). Der österreichische Staat hat Natascha Kampusch eine Entschädigung für ihre jahrelange Geiselhaft verweigert. Das Innenministerium in Wien sei zu dem Schluss gekommen, dass es keine schwerwiegenden Ermittlungsfehler gegeben habe, die eine Befreiung seiner Mandantin unmöglich gemacht hätten, erklärte Kampuschs Anwalt Gerald Ganzger am Dienstag. Die heute 23-Jährige hatte im Februar beim Innenministerium eine Entschädigung in Höhe von einer Million Euro beantragt. Sie begründete ihre Forderung damit, dass die Polizei Ermittlungsfehler begangen und einige Spuren nicht verfolgt habe, sodass sie sich erst nach achteinhalb Jahren aus ihrer Gefangenschaft habe befreien können. Kampusch war 1998 als Zehnjährige entführt worden. „Diese Ablehnung kommt nicht unerwartet“, sagte Kampuschs Anwalt. Seine Mandantin habe aber „angesichts der zahlreichen Schlampereien und Ermittlungsfehler“ auf eine „symbolische Geste der Entschädigung“ gehofft.

Japan fährt Atomkraftwerk Tsuruga herunter
Defekte Brennstäbe im Reaktor an Westküste / Bis zu 1000-fach erhöhte Radioaktivität im Meer vor AKW Fukushima
Von T ak ehiko k a m bayaShi und T hilo r eSen hoeF T Tokio. Probleme mit den Brennstäben haben den Betreiber des Atomkraftwerks Tsuruga 2, die Japan Atomic Power Co., dazu veranlasst, den Meiler herunterzufahren. Jeder der insgesamt 193 Brennstäbe soll nun auf Löcher oder andere Schäden untersucht und wenn nötig ausgetauscht werden. „Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt“, versicherte ein Mitarbeiter der japanischen Atomsicherheitsbehörde Nisa dem Sender MBS News in Osaka. Das Atomkraftwerk liegt außerhalb der Erdbeben-Katastrophenzone in der Präfektur Fukui an der Westküste des Landes. Am Montag hatte ein Anstieg radioaktiver Substanzen im Kühlwasser des Reaktors Hinweise auf leicht defekte Brennelemente gegeben. Nach Einschätzung der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln ist dies kein ungewöhnlicher Vorgang. Ähnliches komme auch in Reaktoren weltweit vor. Unterdessen hat sich Nisa-Chef Nobuaki Terasaka für die Reaktorkatastrophe von Fukushima entschuldigt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. „Als die Person, die die Sicherheit der Atomkraftwerke regelt, entschuldige ich mich“, sagte Terasaka dem Gouverneur der vom Unglück schwer getroffenen Präfektur Fukushima, Yuhei Sato. Fast zwei Monate nach Erdbeben, Tsunami und dem Reaktorstörfall leben rund 130 000 Menschen weiter in Notunterkünften. „Es gibt wenig Anzeichen für eine Verbesserung“, berichtete die Zeitung „The Kahoku Shimpo“ aus der schwer getroffenen Präfektur Miyagi. Die Lebensumstände seien vielfach „abgrundtief schlecht“. Die Menschen lebten in Schulen oder Gemeindezentren, ohne Privatsphäre. Nach Regierungsangaben müssen 72 000 Häuser gebaut werden, um die Menschen unterzubringen. Wer in ein neues Heim umziehen wolle, soll dies bis Mitte August auch tun können, hatte Japans Ministerpräsident Naoto Kan zuvor zugesichert. Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima will erstmals seit dem Unglück wieder Arbeiter in den Reaktorblock 1 schicken. Wie Tepco am Dienstag mitteilte, wird derzeit ein Ventilationssystem installiert, um die verseuchte Luft in dem Gebäude zu reinigen. Anschließend sollen Experten in das Gebäude gehen, um die endgültige Stilllegung des Reaktors vorzubereiten. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März waren große Mengen radioaktiv belasteten Wassers aus dem am Ufer des Pazifiks gelegenen Kraftwerk ins Meer gelaufen. Im Wasser wurde daraufhin eine stark erhöhte Radioaktivität gemessen. Die Radioaktivität im Meeresgrund vor dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 liegt 100- bis 1000-fach höher als im Normalfall. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf Atomkraft-Betreiber Tepco.

Kurz Gemeldet Lehrverbot wegen Nacktfotos
Wellington: Rachel Whitwell, neuseeländische Grundschullehrerin, ist wegen eines Nacktfotos im „Penthouse“-Magazin die Lehrerlaubnis entzogen worden. Die 29-Jährige war im Januar 2010 in dem Männermagazin zu sehen, wie sie sich hüllenlos auf einem Schulpult räkelte. Im begleitenden Text wurde sie mit den Worten zitiert: „Ich bin im Schlafzimmer unterwürfig, weil ich tagsüber im Klassenzimmer die Kontrolle haben muss.“ Die Disziplinarstelle des neuseeländischen Lehrerverbandes stufte dies als ernsthaftes Fehlverhalten ein und erklärte ihre Lehrberechtigungsnachweise für ungültig. afp
Keno Gewinnzahlen: 5, 6, 10, 11, 14, 15, 17, 19, 22, 23, 25, 37, 40, 43, 47, 48, 52, 59, 61, 69 Plus 5: 1 1 8 0 6 (Ohne Gewähr)

Nach Problemen mit Brennstäben wird das Atomkraftwerk Tsurunga abgeschaltet. dpa
l Greenpeace hat am Dienstag nahe dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima mit Messungen der Wasserqualität begonnen. Es geht um den Verschmutzungsgrad von Meeresflora und -fauna und möglichen Auswirkungen auf die Nahrungskette. Die japanische Regierung habe keine unabhängige Untersuchung in einem 20-Kilometer-Radius um das AKW erlaubt, erklärte die Umweltorganisation.

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NoThIlfE auS aSIEN
Chinesisches Unternehmen rettet schwedische Automarke Saab P Seite 11

Wirtschaft
SEITE 9 – MITTwoch, 4. MaI 2011 – NR. 103

ES wIRd wIEdER INvESTIERT
Aussteller auf der Fachmesse CeMAT in Hannover berichten über gute Geschäfte P Seite 12

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Gejagte
W mag die Rolle des Jägers. Das motiviert und erleichtert die Zieldefinition. Vor Jahren galt Mercedes als Lieblingsgegner, es ging um Qualität und Premiumanspruch. Später wurde in Wolfsburg systematisch Toyota zum Lieblingsgegner hochgeredet. Das entwickelte man weiter zur hinlänglich strapazierten „Strategie 2018“. In jenem Jahr will VW führender Autokonzern der Welt werden – ökonomisch, ökologisch und überhaupt. Es sieht so aus, als tauge das Ziel nicht mehr so recht. Der Konzern kommt auf seinem Weg so glatt voran, dass den Kleinaktionären auf der Hauptversammlung gestern kaum Kritisches einfiel. Der Absatz läuft besser als erwartet, die Kosten bleiben im Gegensatz zu früheren Boom-Phasen unter Kontrolle, Finanzchef Hans Dieter Pötsch hütet den Geldspeicher. Gleichzeitig leidet Toyota schwer unter der japanischen Katastrophe. So zweifelt im Moment kaum jemand daran, dass VW deutlich vor 2018 an der Spitze stehen wird. So weit verbreitet ist diese Überzeugung, dass VW nicht mehr der Jäger ist – noch bevor die Wolfsburger die Spitze erreicht haben, sind sie bereits die Gejagten. Toyota wird sich wieder berappeln, Hyundai ist auf der Überholspur nicht langsamer unterwegs als VW. So gibt es doch ein Ziel für 2018: VW sollte dann immer noch an der Spitze sein. Stefan Winter
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MAN und Scania sollen Eigenständigkeit behalten / Aktionäre bejubeln „gigantisch gute Zahlen“
Von S tefan W inter Hamburg. Volkswagen versucht die Widerstände bei Scania und MAN gegen einen Zusammenschluss abzubauen. „Alle Geschäftsfelder und die markenspezifischen Eigenschaften“ beider Unternehmen „bleiben unantastbar“, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am Dienstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Hamburg. Eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ biete große Chancen. Die beiden LkwHersteller arbeiten seit Jahren ohne greifbare Erfolge an Gemeinschaftsprojekten. Als wesentliches Hindernis gilt die Sorge auf beiden Seiten, sich in einem Bündnis unterordnen zu müssen. An Scania ist Volkswagen mit einer Mehrheit, an MAN mit knapp 30 Prozent beteiligt. Der Wolfsburger Konzern macht inzwischen kein Geheimnis mehr daraus, dass es mit Kooperationsversuchen allein nicht getan sein wird. Auch die Beteiligungsverhältnisse müssten sich ändern, wenn man die maximalen Synergien in diesem „hochinteressanten, strategischen Geschäftsfeld“ erreichen wolle, sagte Winterkorn. Als wahrscheinlichste Lösung gilt im Moment eine Übernahme von MAN durch Scania. Mit der Ansage, dass die Geschäfsfelder nicht angetastet werden, will Winterkorn den Münchenern offenbar die Sorge vor einer Zerschlagung nehmen. Details zu seinen Lkw-Plänen wollte der VW-Vorstand jedoch ebenso wenig nennen wie einen Zeitplan. Auf mehrere Nachfragen der Aktionäre wurden praktisch wortgleiche Stellungnahmen verlesen. In VW-Aufsichtsratskreisen wird allerdings erwartet, dass das Thema zum Jahresende wieder Schwung bekommen wird. Das Lkw-Projekt bezeichnete Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) als letzte große Baustelle des Konzerns neben den Verzögerungen bei der PorscheFusion. Beides konnte die Stimmung der rund 5000 versammelten Aktionäre aber nicht nachhaltig trüben. Als „Riesen von gewaltiger Kraft und Solidität“ bezeichnete Hocker den Konzern. Sein Kollege Hansgeorg Martius von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) bejubelte sogar „gigantisch gute Zahlen“. Als einzige schlechte Zahl in der Volkswagen-Bilanz machten beide die Dividende aus. Die 2,20 Euro je Stammaktie und 2,26 Euro je Vorzugsaktie seien – obwohl gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht – zu wenig, sagten beide Aktionärsvertreter unter Beifall. Ihre Organisationen fordern die Ausschüttung des halben Gewinns an die Anteilseigner. Bei rund 15 Euro Gewinn je Aktie sei VW davon weit entfernt. Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch begründete die Zurückhaltung mit Kontinuität in der Dividendenpolitik. Man wolle nicht alle Ergebnisschwankungen nach oben

VW umgarnt Lkw-Hersteller

Auto-Boom beflügelt Infineon
Nachfrage zieht an
München (rtr). Der Chiphersteller Infineon peilt zum ersten Mal seit elf Jahren wieder einen Milliardengewinn an. Durch den Erlös aus dem Verkauf der Mobilfunksparte und wegen brummender Geschäfte mit Auto- und Industriekunden werde das Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr die Milliardenmarke überschreiten, sagte Vorstandschef Peter Bauer am Dienstag. Das Unternehmen stockte zum zweiten Mal im laufenden Geschäftsjahr (Ende September) seine Prognose auf: Der Umsatz werde um ein Fünftel auf nahezu 4 Milliarden Euro wachsen, hieß es. Die operative Rendite werde auf dem Rekordniveau von 20 Prozent bleiben. Eine Trendumkehr sei bis ins kommende Jahr nicht zu erwarten: Die Orderbücher seien dick und füllten sich weiter. Daher erwäge Infineon eine Ausweitung seiner Investitionen, um der Nachfrage Herr zu werden. Sollte die Japan-Krise sich nicht doch noch gravierend auf das Geschäft auswirken, werde sein Haus im Geschäftsjahr 2011/12 mehr als 4,1 Milliarden Euro Umsatz machen, sagte Bauer. Vor allem die Umsätze mit der Autobranche und mit Komponenten zur Erzeugung erneuerbarer Energie seien zuletzt stark gestiegen, hieß es. Die Atom-Havarie in Fukushima habe Investitionen in alternative Energietechnik beschleunigt. Der auf Auto-, Industrie- und Sicherheitschips spezialisierte Konzern hat im vergangenen Quartal seine Einnahmen um 27 Prozent auf 994 Millionen Euro nach oben geschraubt. Der Überschuss vervielfachte sich auch dank des fast 400 Millionen Euro schweren Erlöses aus dem Verkauf der Mobilfunksparte auf 572 Millionen Euro.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (links) und VW-Chef Martin Winterkorn begutachten den neuen VW Beetle. oder unten voll an die Aktionäre durchreichen. An der Börse war von der Begeisterung der Aktionäre gestern nicht so viel zu spüren. Im Zuge allgemeiner Gewinnmitnahmen gerieten auch die Autohersteller unter Druck. Die Vorzugsaktien von Volkswagen sanken zwischenzeitlich um 3,86 Prozent auf 129,55 Euro. Winterkorn hatte zuvor vom zurückliegenden Rekordjahr des Konzerns berichtet und für 2011 „ein gutes Jahr für VW und für die Autoindustrie“ vorausgesagt. VW werde es Verbesserungen bei Absatz, Umsatz und operativem Gewinn bringen, erklärte der Konzernchef, den die Aktionäre mehrmals mit Applaus unterbrachen. Es waren deutlich weniger Aktionäre als in früheren Jahren nach Hamburg gekommen, die großen Fonds meldeten sich überhaupt nicht zu Wort. Mit nahezu 100 Prozent der Stimmen wurden die schwedische Bankchefin Annika Falkengren und Khalifa Jassim al-Kuwari aus Katar in den Aufsichtsrat gewählt. Michael Gaul und Jürgen Großmann scheiden aus.

dpa

Viel Nachfrage bei MAN
München (rtr). Der Lkw-Bauer MAN hat im ersten Quartal dank der regen Nachfrage aus Europa und den boomenden Schwellenländern ein sattes Gewinnplus eingefahren. Das Münchener Unternehmen verdiente operativ 325 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, wie MAN am Dienstag mitteilte. Die Vorzeichen für die kommenden Monate stehen gut: Der Auftragseingang stieg zu Jahresbeginn um gut ein Viertel auf 4,4 Milliarden Euro. „Gerade die Zahlen aus dem Nutzfahrzeuggeschäft belegen deutlich die konjunkturelle Wende“, schrieb Firmenchef Georg Pachta-Reyhofen in einem Brief an die Aktionäre. Im vergleichsweise neuen Geschäft mit Dieselmotoren für Kraftwerke rutschte MAN hingegen wegen höherer Rückstellungen mit 63 Millionen Euro in die Verlustzone. Der gesamte Bereich Diesel & Turbo, in dem der Konzern Motoren für Schiffe und Kraftwerke baut, werde im laufenden Jahr aber dennoch eine gut zweistellige operative Rendite abwerfen. Konzernweit erwartet MAN für das laufende Jahr weiterhin ein Umsatzplus zwischen 7 und 10 Prozent. Die operative Umsatzrendite soll auf mindestens 8,1 Prozent zulegen. Mit dem rasanten Wachstum im LkwGeschäft ist MAN nicht allein: Auch die schwedische Konkurrenz bei Volvo und Scania hatte ihren Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert. Bei MAN stand im ersten Quartal vor Steuern ein Plus von 763 Millionen Euro zu Buche. Darin enthalten ist ein positiver Effekt durch eine höhere Bewertung der Scania-Beteiligung von 495 Millionen Euro. Ein Stolperstein für eine Fusion mit der VW-Tochter Scania ist der Schmiergeldskandal bei der ehemaligen MANTochter Ferrostaal: Der derzeitige Mehrheitseigentümer, der arabische Staatsfonds IPIC, weigert sich wegen des Skandals, die restlichen 30 Prozent am Unternehmen zu kaufen und will vor einem Schiedsgericht eine Rückabwicklung des Deals erwirken.

Nicht verpassen: „Handwerk“ am 6. 5. in Ihrer HAZ.

Kfz-Zulassungen deutlich im Plus
Frankfurt (rtr). Die Pkw-Nachfrage in Deutschland ist im April langsamer gewachsen als zu Jahresbeginn. Die Zulassungen seien gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf 266 000 gestiegen, teilte der Importeursverband VDIK am Dienstag mit. Arbeitstagsbereinigt hätte die Nachfrage aber um 8 Prozent höher gelegen. In den ersten drei Monaten hatten die Neuzulassungen jeweils zweistellig zugelegt. Nach vier Monaten liegt der Markt den Angaben zufolge 11 Prozent über dem Vorjahresniveau. Als Grund nannte der Verband die mit 28 Prozent kräftig gestiegene Nachfrage nach Dieselfahrzeugen. Immer gefragter seien Autos mit alternativen Antrieben. Die Nachfrage nach Hybridfahrzeugen habe gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 3800 Fahrzeuge zugelegt.

Am 6. Mai ist mehr drin:

Handwerk in der Region Hannover.
In unserem Magazin geben wir Einblicke in das regionale Handwerk. Profitipps machen den Ratgeber zu einem wichtigen Nachschlagewerk, dazu gibt es Informationen zu Handwerkern in Ihrer Nähe.

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kuRz gEMEldET Deutsche Bank im Visier
New York: Die US-Regierung wirft der Deutschen Bank und ihrer 2007 gekauften Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vor und will Klage einreichen. Das teilte die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan am Dienstag mit. Die Staatsanwälte werfen der Deutschen Bank „rücksichtslose Praktiken bei der Vergabe von Hypothekenkrediten“ vor. Die Bank wollte das nicht kommentieren: Es lägen keine Informationen vor, hieß es. dpa

Branche trotzt dem starken Euro / Wachstum hält an
Frankfurt (dpa). Der deutsche Maschinenbau bleibt auf Wachstumskurs. Obwohl der starke Euro die Produkte am Weltmarkt zunehmend verteuert, steigerte die deutsche Schlüsselindustrie ihren Auftragseingang im März real um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt berichtete. Das Geschäft legte im In- und Ausland im Gleichschritt zu. Damit ist die Branche mit 913 000 Beschäftigten fulminant ins Jahr gestartet: Auf Dreimonatssicht ergibt sich ein Orderplus von 32 Prozent im Vorjahresvergleich. Zu den Zugpferden der Branche zählen die Werkzeugmaschinen, die aktuell mit einem dreistelligen Wachstum im Quartalsvergleich voran laufen. Hingegen verbuchen etwa die Bergbaumaschinen, die Verfahrenstechnik oder auch der Bereich Motoren und Systeme noch immer ein leichtes Minus. Die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika sowie die steigenden Ölpreise wirkten sich bisher nicht spürbar auf das Geschäft der Maschinen- und Anlagenbauer aus. Auch Lieferengpässe nach den Katastrophen in Japan blieben den Angaben zufolge bis dato aus. Der VDMA erwarte im Gesamtjahr weiter ein Produktionsplus von 14 Prozent, sagte der Konjunkturexperte des Verbandes, Olaf Wortmann. Die Betriebe werden nach Wortmanns Prognose bis zum Jahresende 20 000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Dass die Wachstumsrate im März deutlich niedriger war als zuletzt – im Februar stiegen die Auftragseingänge noch um 38 Prozent –, begründet VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers mit dem guten Vorjahresmonat.

Maschinenbau brummt

US-Industrie im Aufwind
Washington: Die Auftragslage der USIndustrie hat sich im März kräftig verbessert. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 3 Prozent gestiegen nach revidiert plus 0,7 Prozent im Februar, teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. Analysten hatten für März lediglich mit einem Plus von 1,9 Prozent gerechnet. Die Auftragslage hat sich nunmehr fünf Monate in Folge verbessert. rtr

SONDERANGEBOT

Gribkowskys Geld eingefroren
BayernLB erringt Etappensieg im Streit mit ihrem früheren Vorstand
kassiert hat und sie damit der BayernLB zustehen. Gribkowsky war beim Verkauf der Formel 1 im Jahr 2005 Risikovorstand der Landesbank und im Management direkt für die Rennsportbeteiligung zuGribkowsky dpa ständig. Der BayernLB waren die Anteile nach der Pleite des Medienimperiums von Leo Kirch als Pfand zugefallen. Zunächst fuhr Gribkowsky einen Konfrontationskurs mit Formel-1-Macher Bernie Ecclestone. Dann wurden die Anteile überraschend für 837 Millionen Dollar an den Ecclestone nahestehenden Investor CVC verkauft, und der Vater des Rennsportspektakels blieb im Spiel. Das zivilrechtliche Urteil ist auch wichVon t hom aS m agen heim München. Die BayernLB hat im Kampf um Schadensersatz von ihrem früheren Vorstand Gerhard Gribkowsky einen Etappensieg vor Gericht errungen. Vor dem Landgericht München I setzte sich die Bank am Dienstag mit einem „Arrestantrag“ durch, mit dem das vorhandene Vermögen Gribkowskys in Höhe von 31,4 Millionen Euro gesichert wird. „Der Beklagte kann auf sein Vermögen weder zugreifen noch hierüber verfügen“, erläuterte Richterin Isabell Liesegang. Gribkowsky behauptet, die Millionen rechtmäßig als Beraterhonorar in einem nicht näher erläuterten Zusammenhang mit der Formel 1 erhalten zu haben. Richterin Liesegang dagegen hält es für wahrscheinlicher, dass entsprechende Beraterverträge fingiert wurden. Das Gericht ist überzeugt, dass der Banker die Millionen „in unmittelbarem Zusammenhang“ mit dem Verkauf der Formel-1-Anteile tig, weil parallel die Münchener Staatsanwaltschaft gegen Gribkowsky strafrechtlich Beweise sammelt. Lange war gerätselt worden, wofür der Banker die außerordentlich hohe Millionensumme erhalten hat und von wem. Über Details schweigt Gribkowsky bis heute. Mehrere Erklärungsversuche machten die Runde, darunter eine mögliche Erpressung Ecclestones. Nun zeichnet sich ein sogenanntes Kick-back-Geschäft als wahrscheinlichste Variante ab. Denn Ecclestone hat von der BayernLB für die Vermittlung des Käufers CVC seinerzeit eine Provision von 67 Millionen Dollar erhalten. Davon sollen 50 Millionen Dollar verschleiert über Adressen in der Karibik und Mauritius weiter an Gribkowsky geflossen sein. Durchgesickert ist auch, dass der Risikovorstand seinerzeit von der BayernLB ein über seine Vorstandsbezüge hinausgehendes Sonderhonorar für den Verkaufserfolg mit der Formel 1 gefordert, aber nicht erhalten hat.

Buchen Sie bis zum 05.05.11 um Mitternacht. Reisezeitraum: Montag-Donnerstag. Inkl. Steuern und Gebühren. Angebot gilt nur nach Verfügbarkeit, es gelten die Geschäftsbedingungen von Ryanair. Weitere Informationen finden Sie auf www.ryanair.de. Es können Gebühren für Gepäck anfallen. Es können Verwaltungsgebühren anfallen (6e pro Flugstrecke).
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Aktien aus Dax, MDax, TecDax und SDax mit dem größten Kursverlust des Tages (in %) Kursgewinn des Tages (in %)
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D A X EUROSTOXX 50 ohne Dax-Werte ÖFF. ANLEIHEN ........................................................................................................................................................................................................... ..................................................................................................................................... .................................................................
03.05. adidas Allianz** BASF* Bayer* Beiersdorf BMW St.* Commerzbank Daimler* Deutsche Bank* Deutsche Post Deutsche Telekom* Dt. Börse* e.on** Fres. Med. Care Fresenius SE Heid. Cement Henkel Vz. Infineon K+S Linde Lufthansa MAN St. Merck Metro St. Münchener Rück* RWE St.* SAP* Siemens** ThyssenKrupp Volkswagen Vz. 50,23 106,35 68,62 58,55 43,73 63,37 4,41 51,65 43,25 13,38 11,31 55,65 23,26 51,39 70,97 51,63 46,36 7,92 55,73 122,25 15,21 93,32 73,64 48,37 111,05 44,01 43,75 97,39 30,91 132,50 02.05. Veränderung Tagesin % Hoch Tief 50,20 105,90 68,62 58,13xD 44,01 64,44 4,44 52,51 44,20 13,36 11,27 56,32 23,17 52,50 71,05 52,02 46,16 7,74 56,10 121,90 15,17 93,92 72,01 49,44 110,90 44,12 43,92 97,83 31,31 134,75 0,06 0,42 0,72 -0,62 -1,66 -0,68 -1,64 -2,14 0,15 0,35 -1,19 0,39 -2,11 -0,11 -0,75 0,43 2,33 -0,66 0,29 0,23 -0,64 2,26 -2,16 0,14 -0,26 -0,39 -0,45 -1,26 -1,67 50,63 106,45 68,92 58,55 44,20 63,98 4,48 52,23 44,18 13,41 11,31 56,40 23,39 53,01 71,66 52,40 46,36 8,01 56,16 122,35 15,26 94,00 73,74 49,09 112,10 44,55 44,35 97,88 31,30 133,70 49,75 104,40 67,80 57,86 43,59 62,17 4,37 51,03 42,58 13,29 11,16 55,57 23,10 51,24 70,51 50,94 45,77 7,73 55,25 120,60 15,10 92,36 71,86 47,80 110,60 43,85 43,69 96,55 30,76 128,20 52-Wochen- Börsenwert KGV(Schätzung) DiviHoch Tief (Mrd.Euro) 2010 2011 dende 51,55 108,85 69,49 59,35 49,36 65,49 7,37 59,09 51,61 14,18 11,35 62,48 28,77 53,26 71,66 54,00 48,59 8,32 58,85 122,35 17,93 97,85 73,74 58,71 126,00 63,43 46,15 99,39 32,32 139,45 38,42 75,82 39,94 43,27 39,67 34,64 4,15 35,30 35,93 11,01 8,51 46,33 20,21 37,95 48,45 30,86 35,69 4,13 35,55 80,27 10,19 63,01 57,10 39,09 98,38 42,25 33,60 67,00 19,68 64,02 10,51 48,27 63,03 48,42 11,02 38,15 5,90 54,81 40,20 16,18 49,33 10,85 46,54 15,18 9,10 9,68 8,26 8,61 10,67 20,63 6,96 13,16 4,76 15,68 21,92 23,03 53,63 89,03 15,90 13,94 21,84 9,91 16,78 19,78 19,88 29,47 4,32 16,82 7,06 7,08 20,20 16,76 8,13 20,64 19,82 16,29 18,92 20,84 30,29 26,87 58,48 30,40 23,99 22,50 8,91 6,38 22,55 17,33 30,30 37,01 18,33 9,52 15,52 17,48 18,00 18,37 8,64 14,15 7,72 9,77 15,93 12,91 8,19 19,10 19,13 11,55 17,90 17,22 21,94 23,15 21,42 24,18 19,59 15,86 7,81 6,33 20,54 15,36 15,23 20,38 0,80 v 4,50 v 2,20 v 1,50 0,70 1,30 v 0,00 v 1,85 0,75 v 0,65 v 0,70 v 2,10 v 1,50 v 0,65 v 0,86 v 0,25 v 0,72 0,10 1,00 v 2,20 v 0,60 2,00 v 1,25 1,35 v 6,25 3,50 0,60 v 2,70 0,45 2,26 Div.Div. 03.05. 02.05. ING Groep 8,94 8,99 Rend. Air Liquide Intesa Sanp. 0,08 2,23 2,24 2,35 v 99,85 100,25 L’Oreal 1,80 86,20 86,40 1,59 v Alstom 1,24 43,87 44,48 LVMH 2,10 120,20 120,90 42,80b 42,97b 4,23 v Anh.-Busch Inbev 0,38 Nokia 0,40 6,28 6,26 0,54 24,82 24,96 3,21 v ArcelorMittal Philips Elec. 0,75 20,57 20,20 Ass. Generali 0,45 v 16,16 2,56 Repsol 0,85 23,87 24,41 AXA 0,69 15,20 15,22 Saint Gobain 1,15 v 46,88 1,60 Banco Bilbao Vizc. 0,42 8,66 8,71 Sanofi-Aventis** 2,40 53,86 53,99 2,05 v Banco Santander** 0,60 8,31 8,44 Schneider El. 3,20 117,70 118,55 0,00 v BNP Paribas** 2,10 v 53,46 53,64 Soc. Générale 1,75 v 45,62 45,66 3,58 Carrefour 1,08 31,84 32,06 Telecom Italia 0,06 1,01 1,01 0,45 v 11,18 11,31 1,73 v Credit Agricole Telefon. de Esp.** 1,40 v 18,15 18,24 0,62 v 16,83b 16,48G Total Fina Elf** 2,28 42,82 43,22 4,86 v CRH 1,30 v 49,30 49,37 Unibail Rod. 8,00 157,68G 158,00b 6,19 v Danone Enel 0,28 4,80 4,80xD UniCredit 0,03 1,72 1,74xD 3,77 v Unilever 0,83 22,30 22,47 ENI** 1,00 17,80 17,97xD 6,45 v France Télécom Vinci 1,67 44,73xD 45,01 1,40 15,82 15,88 1,26 v Gaz de France Suez 1,47 Vivendi 1,40 21,00 21,30 27,88 27,79 **Global-Titans-50-Wert 1,21 v Iberdrola 0,33 6,29 6,33 0,48 v 1,55 ohne EuroStoxx-Werte 1,26 ..................................................................................................................................... 1,79 v Land 03.05. 02.05. Johnson & Johnson USA 44,73 44,45 1,80 v JP Morgan Chase USA 30,52 30,78 Abbott Laborat. USA 35,19G 35,49b 3,95 Merck & Co USA 24,26 24,48 Apple USA 234,65 233,15 2,14 v AT&T Microsoft Corp. USA 17,20 17,34 USA 21,20 21,08 1,70 Mitsubishi UFJ JP 3,20G 3,30bB Bank of America USA 8,47 8,36 2,79 v BHP Billiton Nestlè S.A. CH 42,39 41,98 AUS 33,45 34,23 Novartis CH 40,30 39,88 BP Plc GB 5,10 5,18 5,63 Oracle USA 24,60b 24,48b Chevron Corp. USA 72,07b 73,46b 7,95 Pepsico USA 46,79b 46,59b USA 11,73 11,74 1,37 v Cisco Systems Petroleo Brasileiro BRA 24,56 25,20 Coca-Cola USA 45,57 45,66 2,77 Pfizer USA 13,74 14,20 ConocoPhillips USA 49,99b 52,54b 1,46 Philip Morris Int. USA 46,55 46,50 Exxon Mobil USA 57,99 58,80 1,71 Procter & Gamble USA 44,11 43,85 Gazprom RUS 11,05 11,54
Zins 3,5 4 4,25 3,5 4 2,25 2,5 2,5 2,25 1,75 5 5 5 3,75 4,5 4,25 4,25 3,75 3,25 3,5 4 5,625 6 3,75 4,25 4 4,25 3,75 3,5 3,25 2,25 3 6,25 6,5 4,75 5,625 6,25 5,5 4,75 4 4,25 4,75 1 4,25 4,125 1,191 5,125 4,875 Titel/Laufzeit Bobl. 06/11 (149) Bobl. 07/12 (150) Bobl. 07/12 (151) Bobl. 08/13 (152) Bobl. 08/13 (153) Bobl. 09/14 (154) Bobl. 09/14 (155) Bobl. 10/15 (156) Bobl. 10/15 (157) Bobl. 10/15 (158) Bundesanl. 01/11 Bundesanl. 02/12 Bundesanl. 02/12 II Bundesanl. 03/13 Bundesanl. 03/13 Bundesanl. 03/14 Bundesanl. 04/14 Bundesanl. 04/15 Bundesanl. 05/15 Bundesanl. 05/16 Bundesanl. 06/16 Bundesanl. 86/16 Bundesanl. 86/16 Bundesanl. 06/17 Bundesanl. 07/17 Bundesanl. 07/18 Bundesanl. 08/18 Bundesanl. 08/19 Bundesanl. 09/19 Bundesanl. 09/20 Bundesanl. 10/20 Bundesanl. 10/20 Bundesanl. 94/24 Bundesanl. 97/27 Bundesanl. 98/28 Bundesanl. 98/28 Bundesanl. 00/30 Bundesanl. 00/31 Bundesanl. 03/34 Bundesanl. 05/37 Bundesanl. 07/39 Bundesanl. 08/40 BSA 10/12 (16.03.12) Kurs 101,01 102,36 103,55 103,19 104,76 100,47 100,80 100,45 99,41 96,84 100,64 102,47 103,91 103,91 104,55 105,64 106,16 104,89 103,08 104,06 106,28 113,90 115,28 105,07 107,66 106,42 108,02 104,78 102,86 100,82 92,55 98,50 127,96 133,63 112,83 123,09 133,27 123,33 114,26 103,49 108,49 117,59 99,66 Rendite 1,15 1,45 1,70 1,81 1,96 2,08 2,25 2,37 2,41 2,51 0,72 1,23 1,53 1,87 1,70 2,05 2,20 2,34 2,45 2,56 2,67 2,79 2,75 2,77 2,87 2,92 2,98 3,04 3,09 3,14 3,18 3,19 3,48 3,69 3,72 3,73 3,74 3,79 3,81 3,78 3,75 3,74 1,40 2,30 2,58 1,05 2,30 2,96

Dax 7500,70 (7527,64) ......................................... .......................................... L-Dax 7477,57 (7520,35) ......................................... .......................................... M-Dax 10752,05 (10799,53) ......................................... .......................................... TecDax 922,54 (932,63) ......................................... .......................................... S-Dax 5363,47 (5365,79) ......................................... .......................................... Nisax 20 2628,32 (2654,40) ......................................... .......................................... Eurostoxx 50 3000,39 (3008,89) ......................................... ..........................................
Dow Jones (20 Uhr) 12762,06 (12807,36) ......................................... .......................................... Nasdaq (20 Uhr) 2832,43 (2864,08) ......................................... ..........................................

Dax beendet Handel mit leichten Einbußen
Nach der jüngsten Rally am deutschen Aktienmarkt haben einige Anleger am Dienstag Gewinne mitgenommen. Ein freundlicher Leitindex in den USA half dem Dax allerdings, seine Verluste zu begrenzen. Mit minus 0,36 Prozent bei 7500,70 Punkten beendete das deutsche Börsenbarometer den Tag. Autowerte kamen unter Druck. Die BMW-Aktie schloss mit minus 1,66 Prozent auf 63,37 Euro, Daimler-Papiere gaben um 1,64 Prozent auf 51,650 Euro nach, die VW-Vorzugsaktie verlor 1,67 Prozent. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank wurden davon belastet, dass die US-Regierung dem deutschen Branchenprimus Betrug beim Geschäft mit Hypothekenkrediten vorwirft und klagt. Die Aktien schlossen mit minus 2,14 Prozent auf 43,250 Euro. Weiter aufwärts ging es dagegen für Infineon mit plus 2,33 Prozent auf 7,920 Euro. Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der Bundeswertpapiere bei 3,04 Prozent. Die EZB errechnete den Euro-Referenzkurs mit 1,4780 (1,4837) Dollar.

Nikkei geschl. (10004,20) ......................................... .......................................... US-Treasuries 30 J. .......................................... 4,38 % (4,40 %) ......................................... Umlaufrendite Bundesanl. 3,04 % (3,04 %) ......................................... .......................................... Bundesschatzbriefe 2,53 % ......................................... .A ......................................... Bundesschatzbriefe 2,85 % ......................................... .B ......................................... Bundesobl. S160 (5 J.) 2,63 % (2,62 %) ......................................... .......................................... Finanzierungsschätze (1 Jahr) 1,25 % ......................................... .......................................... Leitzins Europ. Zentralb. 1,25 % ......................................... .......................................... EONIA (Vortag) 1,26 % ......................................... .......................................... Basiszins n. § 247 BGB 0,12 % ......................................... .......................................... Euro in Dollar (EZB) .......................................... 1,4780 $ (1,4837 $) ......................................... Unze Feingold (London) 1546,50 $ (geschl.) ......................................... .......................................... Rohöl (London/1 Barrel).......................................... 123,71 $ (125,97 $) .........................................

GLOBAL TITANS 50

*EuroStoxx-50-Wert; **EuroStoxx- u. Global-Titans-50-Wert

M D A X SDAX ........................................................................................................................................................................................................... .....................................................................................................................................
Div. Aareal Bank Aurubis Axel Springer BayWa Bilfinger Berger Boss Vz. Brenntag Celesio Continental Demag Cranes Deutsche Wohnen Douglas Dt. Euroshop EADS ElringKlinger Fielmann Fraport Fuchs Petrolub Vz. Gagfah GEA Group Gerresheimer Gildemeister Hamburger Hafen Hann. Rück Heidelb. Druck 0,00 v 1,00 4,80 0,50 v 2,50 v 2,03 v 1,40 v 0,50 v 0,60 0,20 v 1,10 1,10 v 0,22 v 0,35 v 2,40 v 1,25 v 2,70 v 0,10 0,40 0,50 0,00 v 0,55 v 2,30 03.05. 21,47 40,08 109,90 31,33 64,62 67,00 81,70 16,59 66,96 46,90 10,58 39,50 27,25 20,76 23,54 71,34 53,27 110,80 6,07 24,77 32,85 17,50 32,13 40,65 3,05 02.05. 21,33 40,15 110,25 31,85 64,93 67,15 83,75 16,52 68,48 45,00 10,67 39,64 27,17 20,74 23,66 71,15 54,09 113,00 6,07 25,06 32,97 17,32 32,53 41,07 2,95 52-WochenHoch Tief 27,20 12,57 46,84 30,85 125,75 77,58 35,06 26,26 65,62 40,75 68,37 28,23 85,00 48,12 25,76 15,69 69,37 35,30 46,90 22,68 11,57 6,03 43,36 32,62 29,00 21,66 22,30 13,06 27,70 16,83 74,00 51,60 54,45 33,96 113,45 62,61 8,99 5,06 25,44 14,49 34,15 23,16 17,63 7,45 35,81 23,44 43,49 30,63 5,49 2,87 Div. Hochtief IVG Kabel Deutschland Klöckner & Co. Krones Lanxess Leoni MTU Aero Engines Praktiker ProSieben.Sat.1 Puma Rational Rheinmetall Rhön-Klinikum St. Salzgitter SGL Carbon Sky Deutschland Stada Südzucker Symrise Tognum TUI Vossloh Wacker Chemie Wincor Nixdorf 2,00 v 0,00 v 0,30 v 0,40 v 0,70 v 0,70 v 1,10 v 0,10 v 1,14 v 1,80 9,00 v 1,50 v 0,37 v 0,32 v 0,37 v 0,45 0,60 v 0,50 v 2,50 v 3,20 v 1,70 03.05. 64,84 5,62 42,45 24,79 55,55 63,00 36,57 50,74 7,60 18,72 223,15 188,70 60,95 15,46 53,72 34,27 2,92 29,88 21,09 22,14 25,96 8,46 95,45 172,80 54,67 02.05. 63,34 5,67 42,19 24,90 55,51 63,00 38,57 52,00 7,83 19,47 222,65 186,00 60,31 15,47 53,69 35,96 2,98 29,80 20,85 22,32 25,95 8,53 96,12 166,80 55,40 52-WochenHoch Tief 76,85 45,09 7,97 4,65 43,25 22,00 25,65 13,51 55,77 36,01 63,00 29,77 38,40 14,95 56,60 38,16 9,00 5,19 25,12 10,33 267,10 195,05 192,45 110,10 66,90 41,79 19,49 14,89 65,64 45,77 39,90 22,49 3,31 0,81 32,49 20,60 21,19 13,90 22,64 15,92 26,30 13,26 11,05 6,67 102,75 65,75 174,30 93,62 63,45 42,83 Div. Air Berlin alstria office REIT Amadeus Fire Balda Bauer Bertrandt Biotest Vz. C.A.T. Oil Centrotec CeWe Color Colonia Real Est. Comdirect Constantin Medien CTS Eventim Delticom Deutz DIC Asset Dt. Beteiligungs AG Dürr Elexis Gerry Weber Gesco GfK SE Grammer Grenkeleasing 0,44 v 1,67 v 0,00 v 0,60 v 1,20 0,44 v 0,10 v 0,10 v 1,25 v 0,42 v 0,87 v 2,72 0,00 v 0,35 v 1,40 0,30 v 0,37 v 1,10 v 1,30 0,48 v 0,00 v 0,70 v 03.05. 3,05 10,59 32,50 8,84 35,85 54,42 44,57 8,12 22,00 33,13 5,12 8,53 2,03 49,96 73,95 6,24 9,10 20,00 27,65 17,14 44,00 57,95 38,03 18,96 41,00 02.05. 2,99 10,54 32,20 9,05 36,48 49,80 44,50 8,20 22,66 33,40 5,15 8,57 2,07 50,48 75,31 6,07 9,16 19,99 27,69 17,10 44,20 57,40 38,67 19,10 40,65 H&R Wasag Hamborner Reit Hawesko Highlight Com. Homag Hornbach Hld. Indus Holding Jungheinrich Koenig & Bauer KUKA KWS Saat Medion MLP MVV Energie Patrizia Immob. SAF Holland Sixt SKW Stahl Ströer TAG Immob. Takkt Tipp24 Tom Tailor VTG Wacker Neuson 0,65 v 0,37 v 1,75 v 0,17 0,30 v 1,34 0,90 v 0,55 v 0,30 v 0,00 v 1,90 0,23 v 0,30 v 0,90 1,40 v 0,50 v 0,32 v 0,00 v 0,33 v 0,17 v 21,19 7,46 36,10 4,64 16,68 102,50 22,85 32,22 16,42 18,55 160,00 9,75 6,66 27,26 5,10 8,00 33,73 19,30 22,56 7,06 11,70 33,00 12,91 17,30 12,56 21,15 7,49 35,90 4,69 16,85 101,70 22,52 31,65 16,35 18,53 159,50 9,88 6,66 27,28 5,10 8,18 34,50 19,37 22,33 7,15 11,64 32,55 13,07 17,47 12,69

General Electric GlaxoSmithkline Goldman Sachs Google Hewlett Packard HSBC Holdings Plc IBM Intel Corp.

USA GB USA USA USA GB USA USA

13,88 14,63 361,00 26,93 7,38 116,45 15,78

13,75 14,62 104,00 365,20 27,13 7,36 116,25 15,46

Roche Hldg. Gen. Royal Dutch Shell A Samsung Electr. Schlumberger Toyota Motor Verizon Comm. Vodafone Group Wal-Mart Stores

CH GB KOR USA JP USA GB USA

112,00 25,82 291,00b 27,06 25,47G 1,92 37,25

110,55 26,15 290,94b 60,90 27,14 25,87bB 1,96 36,99

W EITERE AUSLANDSAKTIEN .....................................................................................................................................
Land 3M ABB Adobe Systems Aegon Agilent Techn. AIG Air France Akzo Nobel Alcatel-Lu. Alcoa Amazon American Express Amgen Applied Materials BAE Systems Baker Hughes Barrick Gold Biogen Boeing Bombardier Brit. Am. Tobacco BT Group bwin party Cable and Wireless Canon Caterpillar China Mobile Citigroup Crèdit Suisse Diageo Plc Dow Chemical Du Pont Ebay Electrolux EMC Ericsson Erste Gr. Bank Fiat Ford Gas Natural General Motors Halliburton Heineken Hennes&Mauritz Holcim Home Depot Honda Motor Honeywell KPN Kraft Foods USA CH USA NL USA USA FR NL FR USA USA USA USA USA GB USA CAN USA USA CAN GB GB GI GB JP USA HK USA CH GB USA USA USA SE USA SE AT IT USA ESP USA USA NL SE CH USA JP USA NL USA 03.05. 65,81b 18,03b 22,35b 5,35b 33,56b 20,82b 11,67b 52,47b 4,33b 11,98b 136,16b 33,49G 38,94b 10,19G 3,82b 49,80G 32,69b 66,20b 54,18b 4,76b 29,64b 2,22b 1,71b 0,49G 32,33b 76,98b 6,18b 3,06b 29,49b 13,90b 27,26b 37,80b 22,72b 17,30b 18,56b 10,07b 34,79b 7,36b 10,32b 13,89b 22,22b 32,81b 40,62b 24,60b 58,86b 25,20b 26,50b 41,39G 10,71b 22,80b 02.05. 65,23b 18,31b 22,65G 5,39b 34,24b 20,78b 12,03b 52,82b 4,40b 11,69b 135,00b 33,36G 38,27b 10,34b 3,70G 52,21b 33,65b 66,00b 53,55b 5,00b 29,58b 2,20b 1,75b 0,51b 32,40b 77,02b 6,23b 3,03b 30,60b 13,93b 28,13b 38,30b 22,77b 17,02G 19,10b 10,26b 34,40b 7,50b 10,43b 14,07b 21,65b 33,74b 40,61b 24,36b 58,74b 25,06G 26,65b 41,22G 10,81b 22,76b Lloyds TSB GB Lukoil RUS Marks & Spencer GB McDonald’s USA Mediobanca IT Michelin FR Morgan Stanley USA Motorola USA Nike USA Nippon Steel JP Nissan Motor JP Nomura Hold. JP Nordea SE Norsk Hydro NOR Panasonic JP Pelikan Hold. CH Peugeot FR Pirelli IT Prudential Plc GB Qualcomm USA Rio Tinto GB Royal Bk. of Scotl. GB Sandisk USA Sappi ZA Sauer-Danfoss USA Schweizer Rück CH SCM Microsyst. USA Softbank Corp. JP Solvay BEL Sony JP Starbucks USA Statoil NOR Stora Enso FIN Surgutneftegaz RUS Swisscom CH Symantec USA Takeda Pharm. JP Technicolor FR Tesco Plc GB Thales FR TNT NL Turkcell TR UBS CH United Technologies USA Veolia Environnement FR Volvo SE Walt Disney USA Wells Fargo USA Wienerberger AT Yahoo! USA Zurich Financial CH 0,67b 46,01b 4,34b 52,85b 7,68G 66,79b 17,74b 30,50b 55,96b 2,16b 6,69b 3,45b 7,75b 5,83b 8,35b 37,41G 30,41b 6,95G 8,67G 37,93b 47,50b 0,47b 32,33b 3,45G 39,03b 40,06b 2,44 27,47b 97,20b 19,50b 24,36b 18,91b 7,94b 6,86b 311,65b 13,16b 32,50G 5,11G 4,60b 30,19b 16,34G 9,86G 13,29b 60,68b 22,60b 12,83b 29,11b 19,53b 14,71 12,28b 190,23b 0,67b 46,77b 4,40G 52,82b 7,71G 66,95b 17,65b 30,55b 56,09b 2,13G 6,72b 3,41G 7,57G 5,96b 8,58b 37,41G 30,78b 6,90b 8,57G 38,58b 49,06b 0,48b 32,95b 3,51G 39,68b 39,63b 2,29 27,51b 98,27b 19,58b 24,77b 19,74b 8,14b 7,17b 308,70b 13,22b 32,25b 5,10b 4,64b 29,75G 15,54b 10,15b 13,22b 60,57b 22,73b 13,27b 29,35b 19,52b 14,55 12,12b 189,99b

Nied.Ld.Schatz 03/13 104,17 Nied.Ld.Schatz 04//14 104,09 Nied.Sch. 08/13 Post 02/12 Post 03/14 99,88 103,84 104,95

U NTERNEHMENSANLEIHEN .....................................................................................................................................
Zins 4,75 5 4,5 3,75 6 4,625 4,75 5 6,125 8,5 7,5 6,125 7,75 7,875 4,375 5,125 4 5,75 6 4,875 5,5 5,125 7 4,375 4,875 5,25 5 5,75 5,75 7,5 4,626 5 4,75 Titel/Laufzeit Adidas 09/14 Allianz 08/13 BASF 06/16 BASF 09/12 Bayer 02/12 Bayer 09/14 Bertelsm. 06/16 BMW 08/15 BMW 09/12 Conti-Gum. Fin. 10/15 Conti-Gum. Fin. 10/17 Daimler 08/15 Daimler 09/12 Daimler 09/14 Dt. Bahn 09/21 Dt. Bahn Fin. 01/13 Dt. Telekom 05/15 Dt. Telekom 08/14 Dt. Telekom 09/17 EON 09/14 EON 09/16 Ev. Degussa 03/13 Evonik 09/14 EWE 04/14 EWE 04/19 Fraport 09/19 Fresenius 06/13 Hannover Fin. 04/24 Hannover Fin. 10/40 Heidelb. Cem. Henkel 09/14 K+S 09/14 Linde 07/17 Kurs 104,06 104,15 105,37 102,21 103,50 105,60 103,80 106,15 103,54 110,40 106,10 110,50 104,90 112,10 103,03 106,35 102,65 106,21 111,40 104,80 108,55 104,60 110,10 103,15 103,22 105,35 103,80 101,30 94,07 109,30 104,60 105,70 106,10 Rendite 3,37 2,64 3,33 2,13 2,15 2,86 3,94 3,34 2,14 5,61 6,29 3,47 2,11 3,12 4,01 2,53 3,22 3,28 3,74 3,01 3,49 3,24 3,79 3,38 4,41 4,46 2,72 5,60 6,19 4,13 2,93 3,18 3,60 6,5 3,75 5,75 6,75 6,375 3,875 6,25 5 6,5 4,125 5,125 5,75 4,125 4,375 6,75 8,5 6,625 5,125 4,875 3,5 5,375 6,875 5,375 5,625 7 Lufthansa 09/16 Merck 05/12 Metro 09/14 Munich Re 03/23 Otto 09/13 Porsche 06/16 RWE 01/16 RWE 09/15 RWE 09/21 Siemens 09/13 Siemens 09/17 Südzucker Int. 02/12 Symrise 10/17 Thyssen 05/15 Thyssen 09/13 Thyssen 09/16 TUI 04/11 TUI 05/12 VW 03/13 VW 09/15 VW Fin. 02/12 VW IFin 09/14 VW Int. 03/18 VW Int. 09/12 VW Int. 09/16 109,65 101,91 107,03 105,20 106,60 101,22 111,74 105,74 117,37 103,06 108,10 102,92 96,50 103,49 106,70 117,20 100,00 102,45 104,50 101,15 102,38 109,69 108,00 102,65 114,64 4,36 2,49 3,37 6,12 3,59 3,59 3,62 3,35 4,35 2,36 3,56 2,08 4,76 3,40 2,89 4,44 3,50 3,50 2,56 3,17 2,01 3,07 4,04 2,08 3,60

D EVISENMARKT .................................................................
Devisen 1 Euro =
Australien(Austr.-$) Dänemark(dkr) Großbrit.(Pfund) Japan(Yen) Kanada(Kan.-$) Neuseel.(NZ-$) Norwegen(nkr) Polen(poln. Zloty) Schweden(skr) Schweiz(sfr) Südafrika(Rand) Tschechien(Kr) Türkei(Lira) Ungarn(Forint) USA(US-$)

Sorten Ank./Verk.
1,27/1,44 7,11/7,82 0,85/0,90 1,30/1,44 1,61/2,01 7,37/8,21 3,59/4,33 8,53/9,36 1,25/1,33 8,75/11,01 22,52/28,07 2,05/2,33 1,38/1,47

T ECDAX ...........................................................................................................................................................................................................
Div. Adva Aixtron BB Biotech (Schweiz) Bechtle Carl Zeiss Meditec centrotherm AG Dialog Semicond. Drägerwerk Drillisch Evotec Freenet Gigaset Jenoptik Kontron MorphoSys 0,00 v 0,60 v 1,95 0,75 v 0,55 0,70 v 1,19 v 0,50 v 0,80 v 0,00 v 0,00 v 0,20 v 0,00 v 03.05. 5,25 27,95 50,69 32,35 14,53 38,35 14,04 70,26 7,60 3,01 8,47 4,14 5,43 8,23 19,72 02.05. 5,46 28,74 50,83 31,95 14,77 40,00 14,06 72,50 7,75 3,04 8,61 4,08 5,44 8,20 19,87 52-WochenHoch Tief 7,90 3,53 34,08 18,71 50,93 39,49 32,82 20,11 15,14 10,94 44,00 23,35 19,85 7,56 72,78 43,37 7,77 4,21 3,48 1,82 9,23 7,24 4,81 0,90 6,10 3,85 9,47 5,28 22,07 13,35 Div. Nordex Pfeiffer Vac. Tech. Phoenix Solar Q-Cells Qiagen QSC Roth & Rau Singulus Tech. SMA Solar Techn. Software Solarworld Stratec Süss MicroTec United Internet Wirecard 0,00 v 2,90 v 0,35 v 0,00 v 0,00 v 3,00 v 1,30 v 0,19 v 0,50 0,20 v 0,10 v 03.05. 6,72 94,85 20,60 2,79 14,60 2,41 23,08 4,72 79,70 125,65 10,45 29,75 11,20 13,28 12,35 02.05. 6,61 95,00 21,45 2,79 14,50 2,53 23,15 4,73 79,80 127,60 10,55 30,50 11,39 13,32 12,70 52-WochenHoch Tief 9,65 4,25 104,50 52,52 36,28 19,16 5,73 1,97 17,80 12,06 3,84 1,29 26,80 10,65 6,68 3,05 104,20 61,25 130,00 75,73 11,96 6,89 34,14 25,20 13,77 3,59 13,61 8,60 13,05 6,73

Geld/Brief
1,3507/1,3707 7,4367/7,4767 0,8938/0,8978 1,4029/1,4149 1,8320/1,8560 7,7770/7,8250 3,9190/3,9670 8,9214/8,9694 1,2784/1,2824 9,7000/9,9400 23,780/24,580 2,2360/2,2860 1,4736/1,4796

119,13/119,61 114,14/123,54

262,68/267,88 238,14/300,14

W EITERE DEUTSCHE AKTIEN ...........................................................................................................................................................................................................
Div. 7 days music JWP 0,00 v AD Pepper Media 0,05 v AdCapital St. 0,50 Agennix 0,00 v Ahlers St. 0,55 v Ahlers Vz. 0,60 v Aigner AIRE GmbH & Co. KGaA ALBIS Leasing 0,00 v Aleo Solar All for One Midm. 0,30 Allerthal-W 0,75 Alno Anzag Aragon Arcandor AS Creation 1,35 v Audi 2,20 v Augusta Techn. 0,45 v Baader Wertp. 0,12 v Beate Uhse Berentzen 0,13 v Bijou Brigitte 6,50 v Biolitec 0,10 Biotest St. 0,38 v BMP BMW Vz. 1,32 v Böwe Syst. Borussia Dortmund Boss St. 2,02 v Brilliant Caatoosee cash life 0,27 v CCR Logistics 0,00 v Cenit 0,15 v Centrosolar 0,00 v CinemaxX Computec Media Conergy Cor&FJA Creaton 0,10 Curanum DAB Bank 0,20 v Data Modul 0,40 v Derby Cycle Deufol 0,03 v Deutsche Postbank 0,00 v Dr. Hoenle 0,30 Drägerwerk St. 1,13 v Dt. Forfait 0,15 v Dürkopp Adler DVB-Bank 0,60 v Dyckerhoff St. 0,50 v Dyckerhoff Vz. 0,50 v Eckert&Ziegler 0,60 v Edel 0,00 v Einbecker Einhell Germ. 0,80 v Elmos Semicond. 0,20 v Energie Bad.-Württ. 1,53 Energiekontor 0,00 v EOP Biodiesel Epigenomics Essanelle 0,50 v Fabasoft 0,15 Fres. Med. Care Vz. 0,63 Friwo 0,25 Fuchs Petrolub St. 2,64 v 03.05. 1,05 1,91 9,70 3,57 10,81b 150,00B 0,49 23,85 7,80 14,90G 2,54 28,02G 0,09 29,90 633,00 19,70 2,99 0,34 5,90 97,10 3,41b 46,40 1,13 41,98 0,31b 2,67 62,93 23,00b 0,72 3,50b -G 5,45 5,03 3,45b 10,40b 0,38 1,93 -b 2,30 4,40 14,49 15,40 1,60 21,58 10,86 57,30 5,49 7,05G 25,40b 38,49b 37,50b 29,79 2,60 11,41b 41,39 10,90 39,60 5,62b 0,17b 1,63 9,00B 44,95 11,20 99,52 02.05. 1,08 1,94 10,35 3,59 10,22 10,89b 149,00b 9,70 0,46 23,95 7,80 14,90G 2,65 28,02G 9,85 0,08 29,66 636,95 19,69 3,01 0,34 6,00 96,65 3,50b 47,13 1,14 42,32 0,26b 2,86 63,40 26,00b 0,72 3,50b 8,12G 5,45 5,23 3,55b 9,50b 0,37 1,98 30,71G 2,30 4,46 14,49 15,49 1,60 21,67 10,80 58,50 5,60 6,60bG 24,90G 37,18G 37,50b 29,15 2,68 11,27b 41,25 10,81 38,60 5,43b 0,16b 1,65 8,67G 3,31 45,50 12,00 100,80 Funkwerk 0,00 v GBK Beteiligungen 0,10 Gelsenwasser 17,74 v Generali Dt. 3,75 v GFT Technologies 0,15 v Girindus Graphit Kropfmühl 0,00 v HCI Capital Helma Eigenb. Herlitz Höft & Wessel 0,10 v Holcim 0,00 v Hornbach Baumarkt 1,00 Hymer IKB Interhyp 0,00 v Interseroh 0,25 v Intershop Com. Isra Vision 0,20 Jaxx AG 0,00 v JK Wohnbau Joyou Kampa Kizoo 0,00 v Kromi Logistik 0,15 KSB St. 12,00 v KSB Vz. 12,26 v Landesb. Berlin 0,14 Leica Leifheit 3,00 v Löwe 0,00 v Logwin LPKF Laser & Elec. 0,40 v M.A.X. Aut. 0,10 v MAN Vz. 2,00 v Mannheimer Hldg. 0,00 v Manz Autom. Marseille-Kliniken Masch. B. Hermle 3,05 v Masterflex Maternus Kliniken MCS 0,00 v Mediclin 0,05 v MediGene Mensch u. Maschine 0,10 v Metro Vz. 1,48 v MeVis Micronas MIFA 0,00 v Moksel MPC Mühlbauer Hold. 1,30 v Nemetschek 1,00 v Neschen Nexus 0,00 v Norcom Norddt. Steingut Nürnberger Bet. 2,50 OHB Technology 0,30 v Old. Landesbank 1,00 v Onvista OVB Hld. 0,50 v P&I Pers. & Inform. 1,10 Paion 0,00 v Pankl Racing Paragon 0,00 v Pfleiderer Pilkington Dt. 19,30 6,80 5,91B 520,00G 88,51 4,38 0,79G 23,20b 1,88 10,75 1,91b 4,05 30,50B 49,59 43,60b 0,70 70,01bG 51,20 2,16 17,40 1,35 8,20 13,52 0,09G 8,50G 595,45 587,95 4,30b 17,45b 25,30 6,16 1,35 14,35 4,48 68,70 4,03b 45,94 2,67 78,49b 6,35 0,94G 72,52G 4,22G 2,00 5,10 31,43 6,51 3,50G 7,82b 4,10 42,21 33,26 0,48G 7,10 1,45 5,59 60,50 12,77 38,00b -bB 18,65G 27,50 2,10 18,10b 9,22 0,71 444,00G 6,80 5,93B 511,10G 88,81 4,49 0,78G 23,50b 1,96 10,66 1,91b 4,23 31,00b 49,35 45,25b 0,69 69,99b 51,99 2,16 17,40 1,37 8,20 13,48 0,09G 8,72 8,50G 609,00 590,70 4,18b 18,00bB 25,60 6,05 1,35 14,40 4,48 69,26 4,05b 46,70 2,69 77,51b 6,04 0,94G 72,52bG 4,21b 2,04 5,20 32,41 8,20 6,42 3,51b 7,65b 4,18 42,33 32,49 0,48G 7,06 1,50 5,67 60,00 12,83 38,10b 18,00b 18,65G 27,49 2,10 19,20b 9,20 0,70 444,00G PNE Wind Porsche primion Technol. Progress PSI Pulsion Quanmax R.Stahl Repower RIB Software Rofin Sinar Rosenthal Ruecker RWE Vz. S.A.G. Solarstrom Sanacorp Pharma Sanochemia Sartorius St. Sartorius Vz. SCA Hygiens Schlott Gr. Secunet Security Sedlmayr SinnerSchrader Sixt Vz. Smartrac Solar Millennium Solar-Fabrik Solon Solutronic Sto AG Stöhr Strabag Sunways Surteco Sygnis Pharma Syzygy TDS Informations. Technotrans Telegate Teleplan Teles Thielert Üstra Umweltbank Utimaco Safeware Uzin Valora Eff. Varta VBH Holding Ver. Schmirgel Versatel Vestcorp Villeroy & Boch Viscom Vivacon Vivanco VK Mühlen Vogel AG f.Bet. Volkswagen St. Vtion Wireles T. W.E.T. WCM WMF Vz. WMF St. Wüst. & Württ. AG Your Familiy Ent. Zapf Creation 2,28 2,18 48,61 49,05 4,50G 4,50G 1,00 v 46,95 46,20 0,23 20,43 20,10xD 0,00 v 5,00 2,84 2,77 0,70 v 31,25 31,82 1,57 144,15 142,00 0,00 v 7,28 7,30 28,70 29,00 0,89G 0,89G 0,45 v 15,30 15,35 3,50 40,97 41,03 0,12 v 4,58 4,70 0,99 18,10b 17,85b 0,00 v 3,17 3,20 0,60 34,50 33,13 0,62 36,00 35,85 15,15 350,00bG 355,00bG 0,17 0,18 0,00 v 10,15 10,26 26,00 1300,00G 1320,00b 0,08 2,53 2,55 1,42 v 27,25 27,60 15,09 15,10 0,00 v 20,15 20,12 3,80 3,90 4,00 4,03 0,00 v 7,30 7,30 2,37 115,80 114,70 3,25G 3,00G 1,04 202,00 5,73 5,77 0,90 v 28,50 28,50 2,40 2,35 0,20 v 3,85 3,86 4,50 4,50 0,00 v 6,80 6,84 0,50 v 8,60 8,55 1,80b 1,92b 0,57 0,57 0,51 0,54 0,05 3,50-T 3,50-T 0,72 23,70b 22,95b 18,86b 18,86b 1,00 v 26,70 26,35 0,30 v 2,30b 2,29b 8,10G 8,10G 0,06 v 4,94 4,85 3,00 143,45G 115,00G 7,00 6,80 0,00 v 0,93b 0,95b 0,33 v 7,20 6,98 7,18 7,40 0,93 1,00 1,45b 1,44b 1,04 -bG 71,20G 14,75 v 280,00-T 280,00-T 2,20 121,45 121,55 4,18 4,18 40,20b 41,30b 0,17 0,17 1,30 v 26,99b 27,40b 1,30 v 30,22b 30,62b 0,50 v 18,99 18,60 0,02 -b 1,12b 1,52 1,58 0,04 v 0,10

Kurse in Euro
Australien Dänemark Großbrit. Japan Kanada Neuseel. Norwegen Polen Schweden Schweiz Südafrika Tschechien Türkei Ungarn USA 1 Austr.-$ 100 dkr 1 Pfund 100 Yen 1 Kan.-$ 1 NZ-$ 100 nkr 100 poln. Zloty 100 skr 100 sfr 1 Rand 100 Kr 1 Lira 100 Forint 1 US-$

Geld/Brief
0,7296/0,7404 13,375/13,447 1,1138/1,1188 0,8361/0,8394 0,7068/0,7128 0,5388/0,5459 12,780/12,858 25,208/25,517 11,149/11,209 77,979/78,223 0,1006/0,1031 4,0683/4,2052 0,4374/0,4472 0,3733/0,3807 0,6759/0,6786

Ank./Verk.
0,69/0,79 12,78/14,07 1,11/1,18 0,81/0,88 0,70/0,77 0,50/0,62 12,18/13,56 23,11/27,88 10,69/11,72 75,45/79,89 0,09/0,11 3,56/4,44 0,43/0,49 0,33/0,42 0,68/0,72

G ENUSSSCHEINE .................................................................
Aareal Bk. Bertelsmann Bertelsmann 2001 Drägerwerk Dt. Pfandbr. 96/11 Sixt 04/11 Stadtw. Hannover Volksw. Bank 02/11 6,75 7,23 v 15,00 v 3,50 7,65 9,05 77,90 7,15 106,50b 129,00G 226,50G 191,00b 110,00G 114,50G 825,00 104,50B 106,00G 128,00G 228,00b 191,00b 110,60bG 114,50G 823,50 104,50B

I NVESTMENTFONDS ...................................................................................................................................................................................................................................................................................
03.05. 03.05. 02.05. A Ausg. Rückn. Rückn. Allianz-dit All.-dit Value Global 1,00 81,41 77,53 77,78 All.P. Bondspezial 0,58 42,89 41,64 41,57 All.P. Euro Rentenfds. 1,29 51,72 50,46 50,45 All.P. Euro Rentenfs. K 0,94 42,44 41,61 41,60 All.P. Europazins 1,13 45,84 44,50 44,50 All.P. Int.Rentenf. 0,55 39,14 38,00 37,93 All.P. Rentenfds. 1,68 73,89 72,09 72,10 All.R. Aktien Dt. 0,21 132,78 126,46 128,01 All.R. Aktien Europa 0,63 63,39 60,37 60,77 All.R. Biotechnologie 57,04 54,32 53,72 All.R. Eur. Alpha 114,14 108,70 109,56 All.R. Glob.Int.Cap. 1,26 44,92 42,78 42,50 All.R. Informationst. 0,02 84,13 80,12 80,33 All.R. Interglobal 0,21 150,39 143,23 143,66 All.R. Reale Werte 55,23 53,11 53,00 All.R. Thesaurus 589,50 561,43 570,11 All.R. Vermög.bild. Gl. 0,12 30,18 28,74 28,83 All.R. Vermögensb. Dt. 0,09 120,96 115,20 117,16 All.R. Wachst. Eurol. 65,58 62,46 62,98 All.R. Wachst. Europa 68,93 65,65 66,05 Concentra 0,01 69,99 66,66 67,72 Industria 0,71 79,58 75,79 76,23 Kapital Plus 0,69 46,88 45,51 45,57 Cominvest Adirenta 0,37 13,38 12,99 12,99 Adireth 82,37 79,97 80,05 All. Europe Balanced 1,09 57,82 58,05 All.P. Fondirent 0,36 40,03 38,86 38,82 All.P. Geldm. Spez. 17,02 977,84 977,84 977,77 All.R. Adifonds 0,72 81,25 77,38 78,55 All.R. Adiverba 0,62 91,84 87,47 87,84 All.R. EuropaVis. 0,25 22,32 21,26 21,42 All.R. US L.Cap Gr. 0,06 33,20 31,62 31,60 C.B. All.Anl. Chance 50,84 49,36 49,27 cominvest Adikur 1,24 45,12 45,11 Convest 21 VL 0,26 30,25 28,81 28,90 Fondak P 1,00 122,10 116,29 118,08 Fondis 0,46 42,91 40,87 41,03 Fondra 1,51 104,31 100,30 101,07 Nürnberger Eurol. A 0,71 89,19 84,94 85,84 Plusfonds 1,24 116,19 110,66 111,89 Deka AriDeka 0,26 54,70 51,97 52,31 Deka-EuropaBond TF 1,31 37,84 37,84 37,85 Deka-EuropaPot. TF 70,30 70,30 70,75 Deka-EuropaSelect 0,05 39,69 38,26 38,53 Deka-EuroStocks CF 33,30 32,10 32,50 Deka-Genüsse+Renten 0,50 33,93 32,70 32,63 Deka-Immoflex Global 60,52 58,33 58,42 Deka-Techn. TF 10,36 10,36 10,38 Deka-TeleMed. TF 0,05 37,05 37,05 37,12 Deka-Wertkonzept 1139,63 1106,44 1106,45 DekaFonds 0,19 79,40 75,43 76,65 DekaL.Team-Em.Mar.CF 0,34 108,28 102,87 103,58 DekaL.Team-Glob.Sel.CF 0,35 106,02 102,19 102,61 DekaLux-BioTech CF 127,97 123,34 123,14 DekaLux-Bond 1,82 60,23 58,48 58,46 DekaLux-Deut. TF 90,58 90,58 92,00 DekaLux-Euro. TF DekaLux-Gl.Value-CF DekaLux-Japan* DekaLux-Ph.Te.TF DekaLux-USA TF DekaRent-internat. DekaSpezial DekaStr. 2 ChancePl. DekaStr. 3 Chance DekaStr. 3 Ertrag Pl. DekaStr. 3 Wachstum DekaStrukt. Chance DekaStrukt. Ertrag Pl. DekaStrukt. Wachst. DekaTresor RenditDeka CF DWS DWS Akkumula DWS Biotech DWS Deutschland DWS Diskont Basket DWS Dt. Aktien Typ 0 DWS Euro Strategie DWS Euro-Bonds (Med.) DWS Europ. Aktien DWS Eurorenta DWS Eurovesta DWS Finanzwerte DWS Glob.Met.&Min. DWS Health Care 0 DWS Inrenta DWS Inter Genuss DWS Inter-Renta DWS Intervest DWS Inv. Chin. Eq.* DWS Investa DWS Japan Opp.* DWS Panda Renditef.* DWS Provesta DWS Rendite Garant DWS Rendite Spezial DWS Ring Aktf. DWS Ring Rentf. DWS Russia DWS Technologie DWS Telemedia DWS Top 50 Asien DWS Top 50 Europa DWS Top 50 Welt DWS Vermögensb. I DWS Vermögensb. R Pioneer P.F. Gl. Ecology* P.F. Core Eur.Eq.* P.F. Dyn. Hybr. 80* P.F. EmEur.&Med.Eq.* P.F. Eur. Pot.* P.F. Glob. Bal. 50 A* P.F. Glob.Select A* 0,13 47,67 47,67 48,01 34,91 33,65 33,75 398,57 378,65 371,46 114,40 114,40 113,49 48,81 48,81 48,85 16,89 16,40 16,36 200,99 190,95 191,43 31,50 30,88 30,70 44,43 43,56 43,36 48,39 47,44 47,37 48,53 47,58 47,46 45,57 44,68 44,48 46,30 45,39 45,32 47,13 46,21 46,09 81,93 79,93 79,91 20,51 19,91 19,89 P.I. Akt. Rohst.* 101,30 97,40 96,59 P.I. Aktien Dt.* 121,65 116,97 115,92 P.I. German Eq.* 1,46 142,28 135,50 134,02 P.I. Top World* 75,85 72,24 71,66 Union Investment GenoEuroClassic* 0,77 48,05 46,65 46,64 GenoEuroClassic II* 0,86 44,95 43,64 43,63 Invest Euroland* 0,50 43,55 42,28 42,24 Uni Mid&Sm.-Caps: Eur.*0,03 33,57 32,28 32,20 Uni21.Jahrh.net.* 0,02 22,08 22,08 22,15 UniAsia* 44,21 42,10 42,10 UniDeutschland* 138,93 133,59 133,30 UniDividendenAss* 1,24 50,90 48,94 48,94 UniDynamic Euro.* 0,04 58,04 55,81 55,78 UniDynamic Global* 0,21 32,41 31,16 31,25 UniEM Osteuropa* 4,012766,95 2635,19 2639,62 UniEuroAktien* 0,60 52,68 50,17 50,13 UniEuroAspirant A* 1,89 52,37 50,84 50,80 UniEuroKapital* 1,72 67,67 66,34 66,35 UniEuropa* 1449,21 1380,20 1378,22 UniEuropa -net-* 0,47 46,13 46,13 46,06 UniEuropaRenta* 1,32 42,81 41,56 41,57 UniEuroRenta* 2,11 64,56 62,68 62,68 UniEuroStoxx 50 A* 0,93 44,10 42,40 42,37 UniFavorit: Aktien* 0,08 64,94 61,85 61,86 UniFonds* 0,39 42,86 40,82 40,73 UniGlobal* 1,04 117,06 111,49 111,64 UniGlobalTitans 50 A* 0,30 24,18 23,25 23,30 UniJapan* 29,31 27,91 27,52 UniKapital* 2,05 107,68 105,57 105,59 UniNordamerika* 122,83 116,98 117,68 UniRak* 0,71 85,47 82,98 82,98 UniRenta* 0,41 18,06 17,53 17,55 UniSector:BioPhar.A* 0,01 47,93 46,09 45,89 UniSector:HighTech* 0,01 35,79 34,41 34,46 Sonstige Fonds ACM Gl. Gr. Tr. A $* 50,14 47,64 47,78 AL Trust Fonds A 1,61 90,54 86,23 87,07 Albatros Fonds OP 0,91 63,61 60,58 60,90 AXA World II Cont. Eur.* 7,50 7,11 7,09 Baring German Gr.* 5,50 5,24 5,17 Chart High Val./Yield Fd. 16,19 15,87 15,86 CS Aktien Plus* 0,83 51,30 48,86 48,84 CT Welt Portfolio MAT 36,45 34,71 34,66 Deutschl.-Inv. 0,82 73,05 69,57 70,60 Direct Inv. Expl. Sel.* 114,22 108,78 109,84 Fidelity Em. Mark. ($)* 24,45 23,23 23,13 Fidelity Eur. Gr. (A)* 0,05 10,90 10,36 10,34 Fidelity Intern. Fd.* 38,21 36,30 36,16 FT Fr. Effekt.-Fds. 1,85 179,77 171,21 173,70 FT Interspezial 0,03 23,18 22,08 22,16 Gartmore Cont. Eur.* 6,07 5,78 5,76 Gerling Global Rent. 0,51 17,02 16,40 16,43 Gerling Kompakt 143,04 136,23 136,09 Gerling Rendite 0,64 19,78 19,20 19,20 GlobalSar (Eur.)* 3,18 262,65 250,14 249,92 Hansaintern. 0,67 18,75 18,12 18,11 Hansarenta 0,79 23,63 22,83 22,83 JB Spec.Germ.StockB* 0,50 77,19 77,26 MEAG EuroErtrag MEAG Eurokapital MEAG Eurorent Metzler Akt. Euro.* Metzler Wachst. Int.* Millenium-Inv. MK Variozins Monega Eurobonds Monega Euroland Multirent-Inv. Nordinternet* Nordlux Pro 100* Nordlux Pro 30* Nordlux Pro 60* OP Euro Stoxx 50 Postbank Balanced Postbank Dyn. DAX Postbank Dyn. Innov. Postbank Dyn. Vision Postbank Europa Postbank Europaf. Akt. Postbank EuroRent Postbank Global Player Postbank Megatrend Postbank TriSelect RWS Aktf. Veritas* RWS Dachf. Veritas RWS Wachs.MI* Sauren Gl. Growth SEB Inv. Aktien* SEB Inv. Europa* SEB Inv. Zinsglob.* Templ. Em.Markets($)* Templ. Global Growth* Templ. Growth ($)* Templ. Growth (Euro)* Threadneedle Eur. Gr. Threadneedle Eur. Sel. UBS(D)Key Sel.Fd.* Veri-Valeur Verifonds Veritas SG Ertrag Warburg Select Fds. Warburg US Divers. Fds. Warburg-Multi-Genuss Zürich Inv. Euroland ÖkoW. ÖkoVisionCl. Immobilienfonds Axa Immoselect* Deka-Immob.Europa Deka-ImmobilienGlobal grundbesitz europa grundbesitz global Hansaimmobilia HausInvest Int.ImmoProfil SEB ImmoInvest UniImmo: Deutschland* UniImmo: Europa* UniImmo: Global* 54,69 52,84 52,77 58,09 55,32 55,23 30,96 29,91 29,91 90,93 86,60 86,46 97,36 92,72 92,99 20,77 19,78 19,75 73,95 73,58 73,58 1,72 55,38 53,77 53,77 36,51 35,28 35,66 1,28 38,52 37,40 37,34 32,67 31,11 31,07 890,00 890,00 887,73 1118,94 1118,94 1116,83 1097,25 1097,25 1094,58 61,24 58,32 58,94 0,97 54,71 52,10 52,28 97,51 94,44 95,53 20,10 19,37 19,49 50,87 49,03 49,30 0,65 39,74 37,85 38,21 0,86 47,40 45,58 45,79 1,48 53,71 52,15 52,15 0,18 25,89 24,89 24,96 47,78 45,50 45,96 1,09 47,86 45,58 45,79 66,71 63,53 63,29 23,48 22,36 22,30 81,62 77,73 77,54 19,40 18,48 18,45 0,87 76,16 73,23 73,22 0,44 45,24 43,50 43,46 0,37 26,79 25,76 25,81 42,16 39,95 40,03 0,04 12,45 11,80 11,80 0,28 21,26 20,04 20,01 10,34 9,80 9,80 1,72 1,63 1,63 1,84 1,75 1,74 0,50 97,92 94,15 94,05 83,41 78,69 79,64 139,69 133,04 132,97 0,16 13,58 13,18 13,17 60,80 57,90 57,80 30,81 29,07 29,05 1,25 39,69 38,53 39,01 0,11 52,28 49,79 50,33 93,20 88,76 89,34 1,85 1,40 1,25 1,30 1,30 1,00 1,75 2,00 2,10 3,50 2,10 1,40 57,18 54,46 54,45 49,16 46,70 46,70 59,79 56,80 56,81 43,25 41,18 41,18 55,27 52,63 52,62 49,36 47,01 47,00 45,00 42,86 42,86 57,62 54,88 54,87 59,00 56,06 56,06 100,66 95,87 95,86 59,99 57,13 57,12 54,18 51,60 51,59 *Fondkurse vom Vortag 1,40 0,83 1,13 0,50

Quelle: LBBW. Kurse können von Bank zu Bank abweichen.

0,12 0,50 0,86 0,02 0,06 0,88 0,71 0,10 0,84 0,69 0,56

M ETALLPREISE .................................................................
03.05.
Deutsche NE-Metalle (Euro je 100kg)
Elektrolytkupfer (DEL) MK Kupfer Grade ’A’ Blei in Kabeln Aluminium (99,7%) Messing MS 58 I Messing MS 58 II Messing MP 58 Metallbasis 63/37 Blei Zinn Zink Kupfer ’A’ Aluminium Nickel Ankauf (mind. 1 kg) Gold (g) Silber (kg) Platin (g) Palladium (g) 32,72 948,80 38,11 15,74 unverarb. 35,47 1051,00 41,51 17,33 634,03–636,33 725,58 193,02 206,00 520,00–528,00 569,00–569,00 511,00 547,00–549,00 2545 31875 2219 9245 2741 26410 Verkauf verarbeitet 37,15 1100,10 42,73 18,69 —731,03 ——530,00–530,00 —514,00 550,00–552,00 -

02.05.

598,86 570,34 573,18 55,04 55,04 54,83 126,02 120,01 121,88 110,95 107,72 107,82 229,72 229,72 233,39 2,26 41,55 40,53 40,54 1409,15 1381,51 1381,09 164,47 164,47 165,84 1,62 50,84 49,36 49,37 0,66 100,76 95,96 97,30 0,05 36,04 36,04 36,25 89,84 89,84 91,41 89,34 89,34 88,77 1,31 36,56 35,67 35,67 0,75 35,82 34,77 34,77 0,50 13,39 12,99 12,98 0,60 125,31 119,34 119,98 159,63 151,65 152,17 0,92 114,15 108,71 110,56 32,94 31,67 31,12 1,35 46,75 44,52 44,55 1,33 175,56 167,19 168,04 81,92 81,10 81,10 1,57 27,11 26,32 26,29 0,33 52,22 49,86 50,55 0,64 22,31 21,30 21,30 241,73 230,21 234,18 61,68 61,68 61,88 1,15 82,89 82,89 83,25 107,05 102,93 103,76 1,06 100,22 96,36 97,43 0,16 58,38 56,13 56,90 0,76 94,10 89,61 90,12 0,51 16,80 16,31 16,30 163,45 155,67 156,41 7,15 6,81 6,81 53,33 51,28 51,18 20,88 19,89 19,94 93,70 89,24 89,06 51,43 48,98 48,92 56,68 53,98 53,96

NE-Metalle London ($/Tonne Settlement)

Edelmetalle Industriepreise (Euro)

Quelle: W.C.Heraeus GmbH

A GRARFUTURES .................................................................
Börse Eurex 03.05. Schweine 8000kg (Euro/kg) Mai 11 Jun 11 Jul 11 Mai 11 Jun 11 Jul 11 Jun 11 Nov 11 Apr 12 1,6450 20,200 12,300 15,800 02.05. 1,6400 1,6850 1,6700 50,000 50,000 49,500 20,500 12,400 16,500

Ferkel 100 Stück à 25kg (Euro/Stück)

Veredelungskart. 250 Dezitonnen (Euro/Dezit)

Alle Aktienkurse sind Xetra-Schlusskurse, soweit die Aktien in Xetra gehandelt werden, ansonsten Parkett-Schlusskurse der Deutschen Börse in Frankfurt oder einer deutschen Regionalbörse. Alle Wertangaben in Euro, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben. Abkürzungen: Div. = letzte gezahlte Dividende, v = aktueller Dividendenvorschlag, A = letzte Ausschüttung. Kurszusätze und -hinweise: G= Geld (nur Kaufaufträge), B = Brief (nur Verkaufaufträge), b = bezahlt (Angebot und Nachfrage ausgeglichen), bG = bezahlt und Geld (zu diesem Kurs limitierte Kaufaufträge wurden nur zum Teil ausgeführt), ebG = etwas bezahlt und Geld (zu diesem Kurs limitierte Kaufaufträge wurden nur zum kleinen Teil ausgeführt), bB = bezahlt und Brief (zu diesem Kurs limitierte Verkaufaufträge wurden nur zum Teil ausgeführt), ebB = etwas bezahlt und Brief (zu diesem Kurs limitierte Verkaufaufträge wurden nur zum kleinen Teil ausgeführt). T = Taxkurs (geschätzter Kurs), xD = ohne Dividende, xB = ohne Bezugsrecht. (Alle Angaben ohne Gewähr) Kurslieferant: AID Aktieninformationsdienst, Hannover, www.aid-net.de

London Potatoes 250 Dezitonnen (Euro/Dezit) Apr 12 20,000 Weizen, (Euro/t), Börse: Euronext Matif, Paris Mai 11 Aug 11 Nov 11 248,75 217,25 213,75 247,00 215,50 214,00

Quelle: www.dowjones.de

NR. 103 · MITTWOCH, 4. MAI 2011

Wirtschaft

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

11

Lufthansa verschärft Sparkurs
Belastungen durch Krisen in Japan und Nahost
Berlin (dpa). Die Lufthansa will trotz Millionenbelastungen wegen der Unruhen in Nahost und der Japan-Katastrophe in diesem Jahr weiter an Höhe gewinnen. Dafür muss Europas größte Fluggesellschaft aber stärker sparen und effizienter werden, wie Vorstandschef Christoph Franz auf der Hauptversammlung am Dienstag in Berlin sagte. Das Atomunglück in Japan habe gezeigt, dass ein dauerhaft normaler Geschäftsbetrieb wohl die Ausnahme bleiben werde. Franz bekräftigte die Prognose, Umsatz und operativen Gewinn zu steigern. So soll erneut eine Dividendenzahlung ermöglicht werden. Im ersten Quartal drückten die internationalen Krisen mit knapp 40 Millionen Euro auf das operative Ergebnis, wie Franz vor rund 1500 Aktionären erläuterte. Auch in den kommenden Monaten sei mit Auswirkungen auf die Bilanz zu rechnen. Die seit Jahresbeginn für Starts in Deutschland fällige Flugsteuer dürfte das Ergebnis bis Ende März mit knapp 15 Millionen belasten. Etwa bei 99-EuroSondertickets sei die Steuer nicht eins zu eins aufzuschlagen. Stark betroffen sei auch Germanwings, der Billigflieger des Konzerns. Höhere Kerosinkosten, zusätzliche Kapazitäten im Markt und nur langsam zu steigernde Ticketpreise seien weitere Herausforderungen, sagte Franz. Um gegenzusteuern, sollten in der gesamten Gruppe noch stärker Kosten gesenkt werden. Verbessert werden müssten unter anderem die Ergebnisse im defizitären Europaverkehr. Die Nachfrage habe sich zum Start ins Jahr positiv entwickelt. Der Vorstand bekräftigte daher, dass der operative Gewinn 2011 den Vorjahreswert von 876 Millionen Euro übertreffen soll. Der Umsatz von zuletzt 27,3 Milliarden Euro soll ebenfalls zulegen. Die Hauptversammlung sollte für 2010 eine Dividende von 60 Cent je Aktie beschließen. Für das Jahr zuvor hatte es keine Ausschüttung gegeben.

Hannover Rück im ersten Quartal stark durch Naturkatastrophen belastet / Gewinnziel reduziert
Von A lbrecht S cheuerm Ann Hannover. Die Hannover Rückversicherung hat das erste Quartal 2011 trotz massiver Belastungen durch das Erdbeben in Japan und andere Naturkatastrophen mit Gewinn abgeschlossen. Wie am Dienstag, pünktlich zur gestrigen Hauptversammlung, mitgeteilt wurde, beendete der drittgrößte Rückversicherer der Welt die ersten drei Monate mit einem Konzerngewinn von 52 Millionen Euro. Er fiel damit zwar erheblich geringer aus als geplant und erreichte nur rund ein Drittel des Vorjahreswertes, aber angesichts der Umstände zeigte sich Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin zufrieden: „Dennoch kann positiv vermerkt werden, dass wir immerhin noch einen Gewinn in diesem schwierigen Quartal erreichen konnten.“ Andere Rückversicherer sind in die roten Zahlen gerutscht. Die teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten, das Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami in Japan, hinterließen in dem Zahlenwerk jedoch unübersehbare Spuren. So verbuchte die Hannover Rück im ersten Quartal eine Großschadenbelastung von 572 Millionen – womit schon das für das ganze Jahr kalkulierte Großschadenbudget von 530 Millionen Euro übertroffen wurde. Selbst wenn es also im weiteren Jahresverlauf keinerlei Großund Katastrophenschäden mehr geben sollte, wäre die Schadenbelastung schon höher als kalkuliert. Die finanziellen Folgen des Japan-Bebens für das eigene Haus beziffert Hannover Rück auf 232 Millionen Euro Nettoschaden. Teuer zu stehen kam auch das Erdbeben in Neuseeland mit 152 Millionen Euro. Die Überschwemmungen in Australien kosteten den Rückversicherer demnach 52 Millionen Euro. Hinzu kamen eine Reihe weiterer kleiner und mittlerer Schäden. Positiv zu Buche schlugen im Quartal der Anstieg der Konzernprämieneinnahmen um gut 10 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro und der sprunghafte Anstieg beim Kapitalanlageergebnis um plus 40 Prozent auf fast 400 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der zum Talanx-Konzern in Hannover gehörende Rückversicherer trotz der hohen Belastungen immer noch einen Gewinn von einer halben Milliarde – statt der ursprünglich geplanten 650 Millionen Euro. Wallin verwies auf die guten Geschäftschancen und die günstige Situation an den Rückversicherungsmärkten. Für das Geschäftsjahr 2010 beschlossen die Aktionäre die Dividendenhebung um 20 Cent auf 2,30 Euro. Hannover Rück hatte 2010 einen Rekordgewinn von 748,9 Millionen Euro erzielt. Die Hauptversammlung billigte auch ein neues Vergütungssystem für die Aufsichtsratsmitglieder. Wegen neuer gesetzlicher Vorgaben muss dieses stärker auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet sein.

Schwarze Zahlen trotz Japan-Schäden

AWD punktet vor allem im Heimatmarkt
Vermittlerzahl jedoch weiter gesunken
Hannover (ash). Der hannoversche Finanzdienstleister AWD profitiert von der günstigen Geschäftsentwicklung insbesondere im Heimatmarkt Deutschland, leidet jedoch weiterhin unter den Problemen in Österreich. Das erste Quartal 2011 beendete der zum Swiss-Life-Konzern gehörende Vermittler von Versicherungen und Geldanlagen mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 9,5 Millionen Euro – und damit etwas unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Erlöse der Gruppe waren mit gut 135 Millionen Euro geringfügig höher als vor einem Jahr. Insbesondere die vier deutschen Gesellschaften AWD Deutschland, Horbach, tecis und Proventus erwiesen sich als Ergebnisstütze. Immerhin lieferten sie fast 12 Millionen Euro operativen Gewinn ab (plus 40 Prozent), ihr Umsatz stieg um 2,4 Millionen Euro auf 86 Millionen Euro. Dagegen ist AWD mit der Entwicklung in Österreich unzufrieden: „Die Geschäftsentwicklung von AWD Österreich konnte in den ersten drei Monaten 2011 die Erwartungen nicht erfüllen.“ In der Region, zu der auch Länder in Mittel- und Osteuropa gehören, sanken die Erlöse um eine Million Euro auf jetzt noch knapp 19 Millionen, der Ergebnisbeitrag war mit minus 1,2 Millionen Euro anders als im Vorjahr negativ. Auch in der Schweiz sanken Umsatz und Gewinn, während in Großbritannien zumindest der Umsatz mit plus 12,7 Prozent auf mehr als 12 Millionen Euro kräftig nach oben ging. Nach wie vor tut sich AWD schwer damit, die Vermittlermannschaft wie geplant aufzustocken. Im Gegenteil geht der Schwund weiter: Ende März waren in der Gruppe knapp 5200 selbstständige Vertreter für das Unternehmen tätig, etwa 100 weniger als Ende 2010. Ein AWD-Sprecher erklärte dazu, dass man nicht auf Kosten der Beratungsqualität die Beraterzahl steigern wolle.

Chinesen springen Saab bei
Autobauer Hawtai steigt bei Mutter Spyker ein
Von h AnneS G A millScheG Kopenhagen. Der kleine, kaum bekannte chinesische Autohersteller Hawtai soll nun die schwedische „Industrieikone“ Saab vor der Pleite retten. Hawtai steigt als Teileigner bei der niederländischen Saab-Mutter Spyker Cars ein und gewährt den Schweden einen Sofortkredit, um die Liquidität des Traditionskonzerns zu sichern. Seit Anfang April steht die Produktion bei Saab still, weil die Zulieferer nicht mehr bezahlt werden konnten. Nun sollen die Fließbänder morgen wieder anlaufen. Die gestern in Peking bekannt gegebene Lösung kommt für Saab in letzter Minute. Im Vorjahr hatte das Unternehmen nur 32 000 Autos gebaut, und auch im laufenden Jahr wird man das Produktionsziel von 80 000 Einheiten nicht erreichen. Wegen des Produktionsstopps konnte Saab auch den gegenwärtigen Boom auf dem Automarkt nicht ausnutzen. Nun bekommt Saab einen Kredit von Hawtai über 30 Millionen Euro, der mit einer Rate des Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB) in etwa gleicher Höhe für den Neustart ausreichen soll. Mittelfristig will Hawtai 120 Millionen Euro in Saab investieren und erhält dafür einen Aktienanteil von 29,9 Prozent. Der Deal muss noch von den chinesischen Behörden und der EIB abgesegnet werden. Das alte schwedische und das junge chinesische Unternehmen vereinbarten ein Gemeinschaftsunternehmen für Produktion, Technik und Vertrieb. SpykerChef Victor Muller sprach von einer „technologischen Zusammenarbeit mit einem starken chinesischen Hersteller“, die Saabs mittelfristige Finanzierung sicherstelle und die Chance biete, auf den China-Markt zu kommen. Laut Muller soll das Saab-Modell 9-3 ab 2013 auch in China gebaut werden. Hawtais Vizekonzernchef Zhang nannte Saab eine „Ikone unter den Automarken“.

Metro verbessert Ergebnis
Gewinn steigt trotz stagnierender Umsätze
Düsseldorf (rtr). Der Handelskonzern Metro hält trotz gedämpfter Konsumlaune in Deutschland und den finanzschwachen Ländern Südeuropas an seinen Jahreszielen fest. Vorstandschef Eckhard Cordes schöpft seine Zuversicht vor allem aus den florierenden Geschäften in Osteuropa, der Region Asien/Afrika und den Erfolgen des Sparprogramms. Zudem soll ein verschärftes Expansionstempo dem Umsatz auf die Sprünge helfen. Cordes malte am Dienstag ein weniger düsteres Bild als noch vor sechs Wochen, als er Schockwellen als Folge der Reaktorkatastrophe in Japan und der Krise in Nordafrika befürchtete. Die Umsatzzuwächse des Konzerns im April von 4 Prozent spiegelten eine solide Entwicklung wider. An der Börse überwog indes die Skepsis: Mit einem Abschlag von rund 3 Prozent gehörte Metro zu den größten Verlierern im Dax. Der Konzern verbuchte im ersten Quartal stagnierende Umsätze bei 15,5 Milliarden Euro, konnte aber dank des rigiden Sparprogramms das Vorsteuerergebnis vor Sonderfaktoren um 6,6 Prozent auf 145 Millionen Euro verbessern. „Wir haben trotz des späten Ostergeschäfts unseren Gewinn deutlich gesteigert. Dies belegt unsere höhere Ertragskraft“, erklärte Cordes. Mit Blick auf die ersten vier Monate – also inklusive Ostergeschäft – liege auch der Umsatz um ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Rund 60 Prozent seiner Umsätze erzielt Metro im Ausland. Dort stiegen die Erlöse im Quartal um 1,7 Prozent auf 9,5 Milliarden, während sie in Deutschland um 2,6 Prozent auf 6 Milliarden Euro schrumpften. Vor allem Osteuropa mit einem Plus von 2,5 Prozent und die Region Asien/Afrika mit einem Zuwachs von 22,5 Prozent machten dem Vorstand Freude. Sorgenfalten treiben Cordes indes die finanzschwachen Länder Südeuropas auf die Stirn, allen voran Spanien.

kurz gemeldet Pfizer steigert Gewinn
New York: Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im ersten Quartal 2011 dank seines Sparkurses mehr Gewinn als im Vorjahr eingefahren. Während der Umsatz in den ersten drei Monaten auch wegen rückläufiger Erlöse auf dem Heimatmarkt USA mit 16,5 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, kletterte der Überschuss um 10 Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar, wie der Konzern gestern mitteilte. dpa

Swiss Life schaltet in den Rückwärtsgang
Zürich (rtr). Swiss Life hat im ersten Quartal das Ende des Booms mit steuerbegünstigten Lebensversicherungen für vermögende Privatkunden zu spüren bekommen. Die Prämieneinnahmen sanken gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 6,81 Milliarden Franken (5,3 Milliarden Euro), wie der größte Schweizer Lebensversicherer am Dienstag mitteilte. Nach dem Ende der italienischen Steueramnestie brach das Geschäft mit den sogenannten Versicherungsmänteln weg – das Prämienvolumen sackte hier um zwei Drittel ab. Im klassischen Lebensversicherungsgeschäft wuchs Swiss Life nur im Heimatmarkt Schweiz, während die Einnahmen in Deutschland und Frankreich rückläufig waren. An der Börse kam der Zwischenbericht nicht gut an. Swiss-Life-Aktien fielen in Zürich um 6 Prozent auf 148,30 Franken und waren damit die größten Verlierer unter den europäischen Versicherungswerten.

Spyker-Chef Victor Muller (Mitte) und Zhang Ruijun (rechts), Vizepräsident von Hawtai Motor, besiegeln in Peking ihre Zusammenarbeit. rtr Hawtai Motor wurde erst im Jahr 2000 gegründet und hatte bis ins Vorjahr eine enge Kooperation mit dem koreanischen Hyundai-Konzern, für den sie produzierte. Nebenher baute Hawtai eigene Kombis und spezialisierte sich später auf SUV sowie Dieselmotoren. 2010 verkaufte man 81 000 Autos, 95 Prozent davon das SUV-Modell Santa Fe, angeblich einst der meistverkauften seiner Klasse in China. Die Produktionskapazität der Fabriken wird von Hawtai mit 200 000 Einheiten angegeben und zählt damit zu den Kleinen der Branche. Mit dem Joint Venture mit einem namenlosen Partner zieht Saab die Option, die man vermeiden wollte, als es 2010 um die Trennung von General Motors ging. Damals fürchtete man die Auslagerung von Jobs und einen Technologie-Ausverkauf, der dazu führen werde, dass die besten Zulieferer Saab nicht mehr mit der neuesten Technik versorgen würden. Die Kommentare in Schweden drücken dennoch Erleichterung aus. „Die Leute sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte Mads Odell, der Vorsitzende des parlamentarischen Wirtschaftsausschusses.

MTU erhöht Umsatz
München: Getrieben vom starken Wachstum des Geschäfts in der zivilen Luftfahrt hat der Triebwerkshersteller MTU den Umsatz im ersten Quartal um 4 Prozent auf knapp 665 Millionen Euro gesteigert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, legte der um Währungsund Sondereffekte bereinigte Gewinn unter dem Strich lediglich um 0,7 Prozent auf 40,4 Millionen Euro zu. dpa

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Wirtschaft

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Delticom rüstet sich für Expansion
Vorstand darf Kapital um 50 Prozent erhöhen
Von l a rS r uzic Hannover. Der Onlinereifenhändler Delticom wappnet sich für mögliche Quantensprünge in den kommenden Jahren. Die Hauptversammlung hat den Vorstand gestern in der Börse Hannover ermächtigt, falls nötig das Grundkapital um 50 Prozent zu erhöhen sowie Wandelanleihen auszugeben, um Geld ins Unternehmen zu holen. Legt man den aktuellen Börsenkurs des hannoverschen Konzerns zugrunde, könnte Delticom auf diesem Weg mehr als 600 Millionen Euro einspielen. „Nicht, dass wir jetzt etwas auf der Agenda hätten“, sagte Finanzvorstand Frank Schuhardt. „Aber wir wollen uns mit ausreichend Muskelkraft ausstatten, falls wir ein großes Gewicht heben müssen.“ Ein solcher sogenannter Vorratsbeschluss, der dem Vorstand in den kommenden fünf Jahren freie Hand gibt, stößt bei Aktionärsvertretern regelmäßig auf Ablehnung – so auch gestern. „Das Unternehmen kann nach den Kapitalmaßnahmen eine völlig andere Eigentümerstruktur als vorher haben“, warnte Peter Tschirner von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. „Das sind Maßnahmen ohne konkretes Ziel“, monierte Volker Heinze von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Schuhardt entgegnete: „Es könnte Situationen geben, in denen wir schnell reagieren müssen.“ Die aktuelle Eigentümerstruktur werde zudem den Vorstand „vor Entscheidungen bewahren, die zulasten der Aktionäre gehen“. Die Mehrheit an Europas größtem Internetreifenhändler halten die beiden Gründer Rainer Binder und Andreas Prüfer, heute Vorstands- beziehungsweise Aufsichtsratschef des Unternehmens. Delticom hat bislang noch keine Kapitalerhöhung vornehmen müssen, um das eigene Wachstum zu finanzieren. Selbst die Einnahmen aus dem Börsengang vor fünf Jahren schlummern teils noch im Unternehmen, das zudem über eine Eigenkapitalquote von fast 50 Prozent verfügt und von keinerlei Bankschulden gedrückt wird. Das sind nicht die einzigen Daten, die die rund 100 Aktionäre in der hannoverschen Börse in Entzücken versetzten. Der Wert der Aktie hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt, der Rekordgewinn von 32 Millionen Euro wird komplett ausgeschüttet, sodass den Anlegern heute 2,72 Euro pro Aktie überwiesen werden – ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast 18 Millionen Euro Dividende fließen dabei übrigens auf die Konten der Gründer. „Wenn alle Firmen solche Zahlen abliefern würden“, lobte Tschirner, „müssten wir Aktionärsschützer gar nicht mehr zu den Hauptversammlungen kommen.“

Clevergy bleibt hinter den Zielen zurück
Stadtwerke-Tochter tut sich in Leipzig schwer
Von JenS H eitm ann Hannover. Die Stadtwerke Hannover tun sich beim Aufbau ihrer Alternativmarke Clevergy schwerer als gedacht. Die Tochter mit Sitz in Leipzig zählt drei Jahre nach dem Start erst 50 000 Kunden und hat 2010 mit einem Minus von rund 4 Millionen Euro einen 25 Prozent höheren Verlust verzeichnet als ursprünglich geplant war. Das geht aus Unterlagen der Stadtwerke hervor, die dieser Zeitung vorliegen. Vorstandschef Michael Feist bestätigt die Zahlen – er sieht das Unternehmen, an dem die Stadtwerke Nürnberg (NEnergie) zur Hälfte beteiligt sind, inzwischen aber wieder auf Kurs. Im vergangenen Jahr habe Clevergy beim Wachstum eine Pause eingelegt, um die internen Abläufe zu optimieren, erklärte Feist. Im Januar sei die Akquise neuer Kunden wieder angelaufen: „Unsere Planziele werden wir aber voraussichtlich zwei Jahre später erreichen.“ Mit der neuen Marke wollen Hannover und Nürnberg den Verlust von Kunden im eigenen Versorgungsgebiet ausgleichen, der durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck allmählich größer wird. Ursprünglich sollte die Tochter bis 2015 rund 350 000 Kunden anlocken. Da beide Stadtwerke aktuell weniger Abnehmer an die Konkurrenz verlieren als seinerzeit befürchtet, könne man eventuell auch mit einer geringeren Zahl zufrieden sein, heißt es. Clevergy tat sich von Anfang an schwer. Die Gesellschafter wollten Strom und Gas vor allem über das Internet verkaufen, der erste Geschäftsführer setzte dem Vernehmen nach stärker auf den Direktvertrieb durch Drückerkolonnen an der Haustür oder über Stände in Baumärkten. Die Folge seien hohe Provisionen und hohe Stornoquoten gewesen, berichten Insider. Ende 2009 zogen die Eigentümer die Reißleine und tauschten die Geschäftsführung aus. Inzwischen werde mehr als die Hälfte der Neukunden via Internet gewonnen, die Bedeutung des Direktvertriebs sei deutlich zurückgegangen.

Nach der Wirtschaftskrise modernisieren viele Firmen ihre innerbetriebliche Logistik – davon profitieren Anbieter wie Toyota Material Handling.

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„Die Firmen investieren wieder“
Auf der CeMAT präsentieren sich auch fast 80 Aussteller aus Niedersachsen
Ganz so euphorisch klingen andere Aussteller aus der Region nicht, doch sie berichten ebenfalls davon, dass die Geschäfte deutlich besser laufen. „Es geht aufwärts“, sagt Achim Serak, Vertriebsleiter bei Konecranes. Der finnische Konzern, dessen Deutschland-Zentrale mit rund 80 Beschäftigten ebenfalls in Langenhagen ist, präsentiert Gesamtlösungen für Kran- und Hebetechnik, Neuentwicklungen zur Datenferndiagnose oder für Kranbahnvermessung. Von D irk S telzl Hannover. In der Wirtschaftskrise blieb auch Hans-Walter Jung ein Umsatzrückgang nicht erspart. Der erfolgsverwöhnte Langenhagener Mittelständler, dessen Firma Industrie-ServiceJung Kunden im In- und Ausland mit Gabelstapler-Ersatzteilen beliefert, stellt aber klar, dass die Einbußen 2009 anders als bei anderen Unternehmen noch „im einstelligen Bereich“ geblieben seien. 2010 hätten die Erlöse wieder um fast 19 Prozent zugelegt und damit an die gewohnten zweistelligen Wachstumsraten der Vergangenheit angeknüpft. Industrie-Service-Jung platze am Firmensitz inzwischen „aus allen Nähten“. Ein Neubau soll bald die Raumnot beheben. Damit das Wachstum weitergeht und möglichst viele neue Kunden auch aus dem Ausland gewonnen werden können, hat sich das 48-Mitarbeiter-Unternehmen für die Intralogistik-Messe CeMAT in Hannover einiges vorgenommen. Vor allem in osteuropäischen Staaten sieht Firmengründer Jung gute Exportchancen: „Im gesamten Ostblock ist noch Potenzial für uns.“ Damit potenzielle Kunden aus verschiedensten Ländern am Stand gut betreut werden, sind dort auch Mitarbeiter aus Polen, Russland, Brasilien, Spanien oder Sri Lanka im Einsatz. Mit dem Auftakt der CeMAT ist Jung hochzufrieden: Am ersten Tag sei die Resonanz „sensationell“ gewesen. Fast 80 der 1100 CeMAT-Aussteller stammen aus Niedersachsen. Darunter sind auch die hannoverschen Häfen, die an ihrem kleinen Stand für Hannover als Drehscheibe für den Seehafenhinterlandverkehr werben. Die Firma Forbo Siegling stellt unter anderem ein Transportband vor, das eine Energieersparnis von bis zu 40 Prozent bei der Stückgutförderung ermöglicht. Das Unternehmen, das 1780 Mitarbeiter – davon mehr als 400 in Hannover und Garbsen – beschäftigt, registriert eine zunehmende Nachfrage: „Seit 2010 geht es wieder so weiter, wie es 2008 war“, sagt ForboSiegling-Manager Bernd Langreder. Auch die Umsätze von Toyota Material Handling sind zuletzt wieder kräftig gestiegen. Die Kunden hätten nicht nur während der Krisenjahre versäumte Investitionen nachgeholt, „sondern investieren jetzt auch wieder in die Zukunft“, sagt Matthias Fischer, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Deutschland in Langenhagen. Dort hat der japanische Konzern 120 Beschäftigte. An seinem 1500 Quadratmeter großen Stand auf der CeMAT zeigt Toyota unter anderem ein Konzept für die automatisierte Kommissionierung, neue SchmalgangStapler und einen serienreifen Hybridstapler. Die Produkte für den europäischen Markt stellt das Unternehmen fast ausschließlich in Frankreich, Schweden und Italien her. Nach dem Erdbeben in Japan gebe es hier deshalb kaum Lieferverzögerungen, erklärt der Konzern.

stichwort

Intralogistik
ür Lkw ist die CeMAT nicht der richtige Ort. Vielmehr stehen auf der Intralogistik-Messe jene Transportmittel im Vordergrund, die Waren innerhalb eines Betriebs oder auch am Hafen bewegen. Dazu gehören Gabelstapler, Hebebühnen oder Kräne. „Intralogistik“ ist sozusagen die Organisation des innerbetrieblichen Materialflusses. Neben den Herstellern von Flurfördergeräten zählen auch Systemanbieter aus dem Bereich der Logistiksoftware zur Branche. Sie wollen die Lagerverwaltung mit Computerprogrammen wie SAP verbessern und so die Warenströme optimieren. Dabei kann es darum gehen, Leerfahrten von Gabelstaplern zu vermeiden. Die CeMAT war bis 2002 ein Teil der Hannover Messe und wird alle drei Jahre veranstaltet. Unter den Herstellern von Flurförderzeugen, die ihre Produkte auf der
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CeMAT zeigen, gehören auch bekannte Namen wie Linde oder Toyota. Aus dem Kreis der Staplerhersteller kommt in diesem Jahr auch der größte Aussteller: Jungheinrich belegt 5000 Quadratmeter. Nach einer Schätzung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau wird die Intralogistik-Branche in diesem Jahr mit 16,1 Milliarden Euro 9 Prozent mehr umsetzen als im vergangenen Jahr. Damit geht es nach der Weltwirtschaftskrise langsam wieder bergauf. Im Jahr 2009 hatte der globale Konjunkturabschwung auch auf die Branche durchgeschlagen. Der Umsatz fiel damals auf 16 Milliarden Euro, nachdem 2008 noch 21,1 Milliarden Euro erlöst wurden. Die Beschäftigung ging im gleichen Zeitraum von 105 000 Mitarbeitern moderat auf 99 500 zurück. shm

BLG erklärt Krise für beendet
Bremen (dpa). Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2009 ist der Bremer Hafendienstleistungskonzern BLG wieder auf Wachstumskurs. Die Krise sei vorbei, der Welthandel steige erneut, sagte Vorstandschef Detthold Aden am Dienstag bei der Vorstellung der Bilanz 2010. Ab 2014 werde die BLG die Logistik für die Onlinegeschäfte des Hamburger Handels- und Kaffeekonzerns Tchibo übernehmen. 40 Millionen Euro würden die Unternehmen in den Standort Bremen investiert, den Großteil der Summe übernehme BLG. Das Vorsteuerergebnis des Bremer Konzerns verdoppelte sich 2010 auf 34,1 Millionen Euro. Die Umsätze beliefen sich auf knapp 900 Millionen Euro, das war ein Plus von 9,6 Prozent.
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Auf lauten Pfoten: „Cats“ reißt bei der Premiere in Hannover die Zuschauer mit ▶ Seite 18

Hannover
SEITE 13 – MITTWOCH, 4. MAI 2011 – NR. 103

Stadt & Land

TÄG L I C H (FA ST ) A LL E S
Termine und Veranstaltungen ▶ Seite 24

L Ü T TJ E L A G E

Späßle

Auf dem Frühlingsfest dreht sich heute alles um die Familie

I

ch habe vor etwa vier Monaten den Tarif meiner Zahnzusatzversicherung gewechselt. Das Unternehmen hat eine Zweigstelle in der Innenstadt. Man erklärte mir freundlich, dass der Vorgang umgehend an die Zentrale in Stuttgart weitergeleitet werde. Es tat sich aber leider nichts. Von meinem Konto wurde ein ums andere Mal zu viel abgebucht. Vor ein paar Tagen fragte ich in der Schwabenmetropole mal nach. Die Dame am Telefon erklärte mir, dass mein Antrag just eingegangen sei und in Kürze bearbeitet werde. Ich fragte ein wenig giftig, ob die Akte mit der Postkutsche unterwegs gewesen sei. Die Dame sagte „Ach, Sie machet a Schpäßle.“ „Nein, das war kein Späßle.“ Ich verabschiedete mich. Tags darauf erzählte ich meiner Freundin Isabell davon. „Das ist doch unglaublich“, hörte ich mich sagen. Sie antwortete, dass sie derzeit mit einem weit skandalöseren Vorgang befasst sei. Als Wirtschaftsprüferin ist sie gegenwärtig damit beschäftigt, die steuerlichen Dinge einer Tochtergesellschaft ihres Arbeitgebers in Österreich zu regeln. Nach einem umfangreichen Schriftwechsel, der unterdessen einen halben Aktenordner füllt, musste sie schließlich selbst nach Wien fahren, um ein paar Unterschriften zu leisten. Dort versprach ihr dann ein Herr Magister Strobl, das Notwendige in drei Tagen auf den Weg zu bringen. Sie hörte nichts mehr von ihm. Über Wochen. Dann griff sie zum Hörer und erkundigte sich bei Magister Strobl, warum er sich nicht melde. Er sagte, es täte ihm leid. Aber in Österreich sei eine neue Verordnung in Kraft getreten, die es den Finanzbeamten verbiete, ins Ausland zu telefonieren oder dorthin zu schreiben. Um in ihrer Angelegenheit voranzukommen, müsse Isabell deshalb eine österreichische Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragen. Sie fragte, ob sie im Komödienstadel gelandet sei. Magister Strobl legte auf. shi

Jazz am Ballhof ist wieder da
Sonnabend erstes Konzert
VON S TEFANIE K AUN E Der Jazz kommt zurück auf den Ballhof: Bereits am Sonnabend, 7. Mai, wird die kostenlose Reihe mit Jazzkonzerten auf dem historischen Platz wieder belebt. Die Veranstaltung war im vergangenen Jahr nach einer Auseinandersetzung mit Anwohnern über die Lärmbelästigung von den bisherigen Organisatoren abgesagt worden. Erstmals tritt nun der Jazz-Club als Veranstalter von „Jazz am Ballhof“ auf. Als Sponsor konnte die Stiftung Sparda-Bank zurückgewonnen werden, die die Konzerte in der Vergangenheit unterstützt hatte und jetzt 10 000 Euro bereitstellt. „Die Reihe ,Jazz am Ballhof‘ steht traditionell für hannoversches Altstadtambiente“, meint Sparda-Chef Winfried Blecking. „Wir freuen uns sehr, dass die Bank die Konzerte jetzt wieder mit einer beträchtlichen Summe fördert“, sagt Bernd Strauch, Vorsitzender des JazzClubs. Voraussetzung für das Engagement sei aber gewesen, dass die in einem Kompromiss zwischen Anliegern und Stadt ausgehandelten Einschränkungen wie das Einpegeln der Musikanlage durch einen Lärmgutachter, eine zeitliche Entzerrung der Konzerte und eine Obergrenze für die Zahl der Veranstaltungen auf dem Ballhof eingehalten werden. Wie berichtet, waren die Auflagen sowohl Ballhof-Gastronom Günther Bohnecke, der die Jazz-Reihe viele Jahre organisiert hatte, als auch einer Gruppe möglicher neuer Veranstalter um GOP-Chef Dennis Meyer am Ende zu hoch. „Wir haben alles mit dem Anwalt der Anlieger besprochen“, betont Strauch. Insgesamt zehn sonnabendliche Konzerte mit lokalen Musikern wird es bis zum 24. September geben, zwischen zwei Veranstaltungen sind in der Regel zwei Wochen Pause. Auftakt ist am 7. Mai mit dem Knut Richter Swingtett, gespielt wird von 11 bis 14 Uhr. „Das Konzept basiert auf dem ausgehandelten Kompromiss“, sagt Anwalt Hanns-Christian Fricke. „Es ging uns nie darum, keine Veranstaltungen zuzulassen, sondern darum, dass die Regeln eingehalten werden.“

Hurra! So eine Fahrt im Kettenkarussell auf dem Frühlingsfest macht einfach gute Laune. Der zehnjährige Vincenz (vorne)

und sein achtjähriger Bruder Laurenz haben den Dreh raus und testen begeistert die Fliehkraft in den Gondeln. Wer es so

machen will wie die Brüder und heute auf dem Schützenplatz ins Kettenkarussell steigt, kann dabei ordentlich sparen:

Am heutigen Familientag kostet es nur die Hälfte. Das gilt natürlich auch für alle anderen Fahrgeschäfte. ste/Hagemann

„Falsche“ Witwe kassiert 22 Jahre Rente
Sie war längst wieder verheiratet / Richter verurteilt 60-Jährige zu Freiheitsstrafe auf Bewährung
VON H ANS -P ETER W IECHERS Eine 60-jährige ehemalige Stenotypistin hat die Rentenkasse um 149 000 Euro geprellt. 22 Jahre bezog sie eine Witwenrente, obwohl sie wieder verheiratet war. Das Amtsgericht Hannover verurteilte die Frau gestern wegen gewerbsmäßigen Betruges zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem muss sie fünf Jahre lang monatlich 30 Euro an den Rententräger zurückzahlen. Mehr Schadenswiedergutmachung wollte ihr Richter Detlef Süßenbach nicht zumuten. Die Frau bezieht heute reguläre Renten von knapp 600 Euro im Monat. Die 60-Jährige aus Eldagsen ist wegen mehrerer schwerer Krankheiten arbeitsunfähig. Sie trägt einen Herzschrittmacher, ist lungenkrank und leidet unter schwerer Gicht. Der Richter machte ihr gleich zu Beginn der Verhandlung klar, wie schwer er die Verfehlungen der Angeklagten einschätzt. „Die Justizvollzugsanstalt Hannover hat auch eine Frauenabteilung“, drohte Süßenbach. Die Rentnerin zeigte sich daraufhin schuldbewusst: „Da habe ich wohl einen Fehler gemacht.“ Angeblich hatte sie vor 22 Jahren der Rentenkasse ihre damals neue Heiratsurkunde geschickt und, als die Rente trotzdem weitergezahlt wurde, auch noch eine Kopie hinterhergesandt. Danach will sie sogar noch einmal angerufen und den Sachbearbeiter auf den Fehler hingewiesen haben. Alle Versuche, den Geldfluss zu stoppen, blieben aber vergeblich, sodass sich die Frau dann mit ihrem Schicksal abgefunden haben will. Schließlich hätte sie auch zwei Kinder zu versorgen gehabt und das Geld gut gebrauchen können. Man merkte dem Richter an, dass er erhebliche Zweifel an diesen Ausführungen hatte. „Ich kann Ihnen das aber heute auch nicht mehr widerlegen.“ Unstrittig ist allerdings, dass die ehemalige Stenotypistin, die lange in Rechtsanwaltskanzleien arbeitete, zumindest einmal die Rentenkasse belogen hat. Als auch der zweite Ehemann starb, stellte sie einen neuen Antrag auf Witwenrente und versicherte darin, dass sie keine andere Rente beziehen würde. Und dass, obwohl in dem Formular ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass falsche Angaben als Straftaten verfolgt werden. Die Betrug flog schließlich auf, als ein Datenabgleich mit der Krankenkasse gemacht wurde. Das Gericht hatte als Zeugen den zuständigen Sachbearbeiter des Rentenversicherungsträgers geladen und erfuhr von dem Landesoberverwaltungsrat Überraschendes. Innerhalb seiner Behörde werden die Angaben auf solchen Rentenantragsbögen nicht mit Daten zum Beispiel aus den Einwohnermeldeämtern abgeglichen. Man verlässt sich weitgehend auf die Ehrlichkeit der Bürger und belässt es bei dem Hinweis auf die Strafbarkeit von falschen Angaben. Der Zeuge berichtete allerdings auch, dass inzwischen eine Gesetzesänderung in Arbeit sei. Der Verteidiger der zweifachen Witwe deutete an, dass man seiner Mandantin den Betrug auch sehr leicht gemacht habe. Für Richter Süßenbach war das kein Argument: „Der Staat muss sich auf die Ehrlichkeit seiner Bürger verlassen können.“ Und der verurteilten Frau gab er eine Mahnung mit auf den Weg: „Sie haben die Gemeinschaft der Rentenversicherten um 150 000 Euro betrogen. Diesen Schaden müssen jetzt andere für sie tragen.“

Smart rammt Schulbus in Gehrden
Eine 65-jährige Autofahrerin ist am Dienstagmorgen in Gehrden mit einem mit 55 Kindern besetzten Schulbus zusammengestoßen. Die Frau wurde dabei verletzt. Die Insassen des Busses blieben unversehrt. Der Fahrer von Regiobus war gegen 7.45 Uhr auf dem Weg zum Schulzentrum Wennigsen. An der Kreuzung Lemmier Straße/Schulstraße wollte er geradeaus weiterfahren. Die Smart-Fahrerin, die von links kam, missachtete das für sie geltende Rotlicht der Ampelanlage und prallte frontal in den Regiobus. Die Unfallverursacherin kam mit Beckenverletzungen ins Klinikum Robert Koch Gehrden. Die Schüler wurden nur wenige Minuten nach dem Zusammenprall mit einem Ersatzbus zum Schulzentrum gefahren. „Dabei gab es Verspätungen von bis zu zehn Minuten“, sagte RegiobusSprecher Tolga Otkun. tm

VERKEHRSTIPP Jordanstraße voll gesperrt
Im vergangenen Jahr war die Südstädter Jordanstraße wegen Rohrarbeiten ständig blockiert, jetzt erhält sie eine neue Fahrbahndecke. Von heute früh bis Sonnabend spätabends ist sie allerdings voll gesperrt, nur die großen Kreuzungsbereiche in der Mitte bleiben offen, sodass das Einkaufsgebiet An der Weide/Südbahnhof oder der Wertstoffhof Tiestestraße über Umwege erreichbar bleiben. med

Feuer zerstört Haus in Limmer
VON T OBI AS M ORCHN ER Der Aufmerksamkeit eines zwölf Jahre alten Jungen ist es zu verdanken, dass bei einem Feuer am Dienstag in Limmer keine Menschen verletzt worden sind. Der Schüler hielt sich gegen 17 Uhr allein in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Eppersstraße auf. Als er plötzlich ungewohnte Knistergeräusche vom Spitzboden des Gebäudes vernahm, ging er auf die Terrasse. Sofort bemerkte er die Rauschschwaden, die unter den Dachziegeln hervorquollen. Geistesgegenwärtig verständigte der Junge die Feuerwehr, rannte dann aus dem Gebäude und machte durch laute Rufe die Nachbarn aufmerksam. Alle Bewohner konnten sich ins Freie retten. In der Zwischenbereits aus der Dachkonstruktion“, sagte Feuerwehrsprecher Christoph Bahlmann. Autos, die vor dem Gebäude standen, wurden durch herunterfallende Ziegel beschädigt. Die Einsatzkräfte bekämpften den Brand von zwei Drehleitern aus. Zeitgleich drangen Löschtrupps über das Treppenhaus in die betroffene Wohnung vor. Auch zwei Stunden später war das Feuer noch nicht vollständig gelöscht. Die Helfer mussten die gesamten Ziegel abdecken, weil sich in der Dachkonstruktion immer wieder kleine Glutnester bildeten. Der Grund für das Entstehen des Feuers, das einen Schaden von mindestens 100 000 Euro verursacht hat, ist vollkommen unklar. Die Brandermittler werden frühestens heute mit ihrer Arbeit beginnen können.

Spur führt nach Hannover
VON T OBI AS M ORCHN ER Die Eltern und Freunde der 18-jährigen Elena D. sind in großer Sorge. Seit Sonnabend ist die Berufsschülerin verschwunden. Ihr Handy ist ausgeschaltet. Gemeldet hat sie sich bislang bei niemandem. Durch eigene Recherchen haben die Angehörigen herausbekommen, dass sich Elena am Nachmittag des 30. April in ihrer Heimatstadt Oschersleben (in der Nähe von Magdeburg) in einen Zug gesetzt hat und nach Hannover gefahren ist. „Sie hat in einem Forum im Internet jemanden kennengelernt, deshalb glauben wir, dass sie sich bei ihm oder ihr aufhält“, sagt eine Freundin der Gesuchten. Der Freundeskreis der jungen Frau, die Kauffrau für Bürokommunikation werden möchte, wollte noch am Tag ihres Untertauchens eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgeben. Doch die Beamten lehnten ab, da Elena D. volljährig sei und bislang keinerlei Hinweise auf eine Straftat vorlägen. Das Umfeld der 18-Jährigen will sich damit nicht zufriedengeben: „Sie ist noch nie von zu Hause abgehauen, hat noch nie die Schule geschwänzt, es ist für sie untypisch, sich nicht zu melden.“ Auf Facebook haben sie den Fall öffentlich gemacht. Dort bitten sie vor allem die hannoverschen Besucher der Seite um Mithilfe. Sollte die 18-Jährige trotzdem nicht innerhalb der nächsten zwei Tage wieder auftauchen, wollen die Freunde nach Hannover kommen, um im Bahnhof Zettel mit Fotos der Vermissten zu verteilen. Elena D. ist 1,60 Meter groß, hat vermutlich eine blaue Handtasche bei sich und trägt eine rot-schwarze Brille.

Keine Linken über 100?
VON F ELIX H A RBA RT Luk List, Ratsherr der Linken, ist 74 Jahre alt. Für einen Ratsherren ist das aber nicht zu alt, wie List vorführt. Zuletzt hat er im Protest gegen geplante Fällungen an der Ihme noch einen Baum bestiegen, und auch sonst zeigt sich der Kommunalpolitiker nimmermüde. Jetzt aber ist List sauer auf seinen Parteivorstand – weil der ihn habe alt aussehen lassen wollen, wie er meint. Schließlich habe das Gremium einen Antrag erwogen, nach dem die ersten beiden Kandidaten auf einer Wahlliste für die Kommunalwahl im September zusammen nicht älter hätten sein dürfen als 100 Jahre. Ganz klar eine „Lex List“, meint der rüstige Ratsherr, der sicher ist: „Die wollen mich loswerden – außer, ich finde eine 26-jährige Mitkandidatin.“ Tatsächlich aber habe man den Gedanken an die 100-Jahre-Regelung längst verworfen, sagt die Linken-Vorsitzende Maren Kaminski. „Einen solchen Antrag wird es nicht geben.“ Abgesehen davon seien Quotenregelungen in Parteien ganz normal – und diese sicher nicht gegen List gerichtet. sorgt, etwa mit der, die Stadt solle für ihre Kredite einfach keine Zinsen mehr zahlen. Auf ein solches Unikum kann der Parteivorstand offenbar gut verzichten. Nicht auf List verzichten will indes die zuständige Basisorganisation in seinem Wahlkreis Linden-Limmer – sie hat den Ratsherren trotz allem auf den ersten Listenplatz gewählt. Der Kreisparteitag muss dieses Votum am 7. Mai noch bestätigen. Nun aber kursiert ein vom Parteivorstand unterstützter Aufruf, nicht List, sondern seinen Ratskollegen Oliver Förste auf die Poleposition zu setzen. In einer internen Stellungnahme begründen das die Parteivorsitzende damit, dass es in Linden „zu Ausgrenzungsversuchen gegen unliebsame Bewerber“ gekommen sei. Damit konfrontiert habe List damit gedroht, der Partei Schaden zuzufügen, wenn es Schwierigkeiten mit seiner Kandidatur gebe. Er habe hierfür genug in der Hand, habe er gesagt. 60 Unterzeichner hat der Aufruf bereits. Die Drohungen bestreitet List. „Ich habe nur gesagt, wenn mir wer vors Schienbein tritt, dann kann ich auch mal zurücktreten.“ Und 160 Unterschriften habe er auch.

Schaarschmidt

18-jährige Schülerin vermisst

Mehr als zwei Stunden benötigte die Feuerwehr für die Bekämpfung des Brandes. zeit war auch die Feuerwehr, die Alarmstufe drei ausgelöst hatte, vor Ort. „Als wir eintrafen, schlugen die Flammen

Luk List (links) zu alt für den Rat? Der Parteivorstand würde lieber Oliver Förste an der Spitze der Kandidatenliste sehen. Die Posse um den Kandidaten reiht sich ein in eine Serie von Aufgeregtheiten, die die Linke zuletzt hingelegt hat. Mehrfach waren der Partei in letzter Zeit Mandatsträger bis hin zum damaligen Ratsfraktionsvorsitzenden Michael Höntsch von der Fahne gegangen, verbale Schlammschlachten waren die Folge. Derweil hatten tonangebende Genossen längst beschlossen, den bunten Vogel List bei der Wahl nicht mehr aufstellen zu wollen. Nicht selten hat der 74-Jährige mit abstrusen Ideen für Furore ge-

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Hannover

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Tagung zu Herrenhausen hat begonnen
Von s iMon B enn e Zwei Tage lang ist Herrenhausen das Zentrum für Gartenexperten aus aller Welt: Mehr als 200 Wissenschaftler fanden sich gestern in der Orangerie zur Eröffnung der Tagung „Herrenhausen im internationalen Vergleich“ ein. Das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität (CGL) geht dabei der Frage nach, welche Rolle die Herrenhäuser Gärten im internationalen Kontext spielen. „Es geht nicht darum nachzuweisen, dass Hannovers Gärten am schönsten sind – es geht ums Verstehen“, sagt CGL-Chef Joachim Wolschke-Bulmahn. „Das Interesse an den Gärten wächst“, sagte Kulturdezernentin Marlis Drevermann bei der Eröffnung. Die Stadt gebe jährlich sieben Millionen Euro aus, um die Gärten zu pflegen – und verzeichnet inzwischen 650 000 zahlende Besucher. Gesponsert wird die Tagung von der Volkswagen-Stiftung, die auch das Schloss zum Ort wissenschaftlicher Reflexion machen will, wie Generalsekretär Wilhelm Krull sagte: „Wir sind zuversichtlich, dass der Grundstein im Juni gelegt wird.“ Zum Auftakt der Tagung sprach John Dixon Hunt von der University of Philadelphia, der als Koryphäe der Gartenforschung gilt, über die Rezeption von Gartenerlebnissen im Wandel der Zeit. Heute wird die Tagung in der Orangerie um 9 Uhr mit einem Vortrag von Georg Ruppelt zur Königlichen Gartenbibliothek fortgesetzt.

Wirbel um FDP-Kandidatenkür
Kampfabstimmung um Wahlkreis Langenhagen / Ratsherr Tilsen setzt sich durch
Von A ndreAs s chink el Eigentlich sollte alles in ruhigen Bahnen verlaufen. Die Kandidatenlisten für die Regionsversammlung standen lange fest, und die Mitglieder des FDP-Regionsverbands hätten am Dienstagabend nur gleichmütig einen Stimmzettel nach dem anderen ausfüllen müssen. Doch es kam anders. Um den ersten Listenplatz im aussichtsreichsten Wahlkreis der Liberalen, der die Städte Langenhagen, Isernhagen und Burgwedel umfasst, entbrannte zur Überraschung aller ein Wettstreit zwischen dem nominierten Kandidaten Holger Hotje und Nils Tilsen, Mitglied der FDP-Ratsfraktion. „Ich will beide Fraktionen, im Rat und in der Region, besser miteinander verzahnen“, sagte Tilsen zur Begründung. Schließlich gebe es auch viele Themen, die sich überschneiden. Außerdem könne es nicht angehen, dass der derzeitigen Regionsfraktion nur ein Mitglied aus Hannover angehöre. Tatsächlich konnte Tilsens kühner Auftritt die Partei überzeugen, mit 68 zu 49 Stimmen gewann er den Listenplatz. Hotje zog seine Kandidatur zurück. Nun hat die Kampfabstimmung ein Nachspiel. Drei FDP-Politiker, die ebenfalls auf der Liste für den Wahlbereich Langenhagen, Isernhagen, Burgwedel standen, verzichten auf ihre Kandidatur. Man habe den Langenhagener Hotje, immerhin langjähriges Mitglied der Regionsfraktion, nicht ohne Grund aufgestellt, und eigentlich sei es „gute Sitte, dem Vorschlag der jeweiligen Ortsverbände zu folgen“, sagt Marcel Niemann, Vorsitzender der FDP in Isernhagen. Viele Liberale im Wahlkreis seien „schockiert“ über Tilsens Husarenstück, die Unterstützung für den Hannoveraner tendiere gegen null. Auf die Hilfe seiner Parteifreunde vor Ort ist Tilsen jedoch im Wahlkampf angewiesen, er hofft, dass sich die Wogen dort wieder glätten. Die Kampfabstimmung zwischen dem 54-jährigen Tilsen und dem 71-jährigen Hotje ist auch eine Auseinandersetzung zwischen Alt und Jung, sie markiert den Generationenwandel, den die hannoversche FDP derzeit durchmacht. Dass sich dieser Wandel nicht immer geräuschlos vollzieht, zeigte schon Anfang des Jahres der Führungswechsel in der FDP-Ratsfraktion. Der 35-jährige Jens Meyburg löste den 60-jährigen Wilfried Engelke überraschend ab, in Politikerkreisen sprach man von „Absägen“. Aber es geht auch anders. Am Dienstagabend wurde der langjährige Chef der Regionsfraktion, der 72-jährige Dieter Lüddecke, unter großem Beifall verabschiedet. Zur Kommunalwahl im Herbst tritt für ihn der 51-jährige Armin Pollehn aus Burgdorf an. Innovation für Radler: Gestern wurden Ständer des neuen Typs installiert. Surrey

Mehr Platz für Fahrräder am Hauptbahnhof
Die Stadt hat gestern gegenüber vom Hauptbahnhof begonnen, reihenweise Fahrradständer eines neuen Typs zu installieren. Die schlangenförmigen Modelle bieten vier Rädern Platz, also doppelt so vielen wie bisher. Nachdem ein erster Versuch erfolgreich verlaufen war, soll der neue Typ nun flächendeckend eingesetzt werden, um das Problem wild abgestellter Räder am Bahnhofsplatz zu verringern. Im Gegensatz zur Fläche direkt vor dem Hauptbahnhof, wo massenhaft wild abgestellte Schrotträder wertvolle Stellflächen blockieren, kann die Bauverwaltung vor Kaufhof und Rossmann zwischen den Einmündungen von Luisen- und Schillerstraße jetzt mehr Platz schaffen. Dieser Bereich gehört nicht der Deutschen Bahn. Das Modell habe sich gut bewährt, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Gestern wurden die ersten zwölf Bügel ausgetauscht. In 14 Tagen sollen weitere der am Ende 32 „Doppelparker“ folgen. Insgesamt lässt sich die Stadt die Investition med/ste rund 6500 Euro kosten.

t H e m A d e s Tag e s

Werbe-Anhänger sollen weichen
Der Ratspolitik sind Reklame-Fahrzeuge am Maschsee ein Dorn im Auge / Stadt kontrolliert verstärkt

Anzeige gegen Weil wird geprüft
Mit der Strafanzeige gegen Oberbürgermeister Stephan Weil und Regionspräsident Hauke Jagau beschäftigt sich jetzt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle. „Wir sehen in Hannover keine Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen“, sagte Oberstaatsanwältin Irene Silinger gestern. Die Weiterleitung des Falles nach Celle gehöre zum üblichen Prozedere. Damit hat die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen beide Verwaltungschefs zum zweiten Mal abgelehnt. Oberstudiendirektor Ingo Conrad hatte seine Anzeige wegen Veruntreuung von Steuergeld bereits im Herbst 2010 eingereicht. Anlass war die umstrittene Personalversammlung von Stadt- und Regionsbeschäftigten Ende Oktober, die unter dem Motto „Sicherung der Gemeindefinanzen“ stand und von Demonstrationen begleitet wurde. Arbeitszeit im Wert von 570 000 Euro fiel aus. Die Staatsanwaltschaft sah dennoch keine Pflichtverletzung von Weil und Jagau, daraufhin legte Conrad Beschwerde ein, die nun abgeschmettert worden ist – zumindest von der hannoverschen Staatsanwaltschaft. Der Bund der Steuerzahler begrüßt das juristische Nachspiel. „Es ist falsch, politische Themen zum Gegenstand von Mitarbeiterversammlungen zu machen“, meint Vorsitzender Bernhard Zentgraf. Dem stimmt die FDP zu, kritisiert aber, das Thema tauge nicht für eine rechtliche Auseinandersetzung. Die CDU wartet noch immer auf eine Erklärung Weils. asl

Messerstecher in Klinik gebracht
Der 22-jährige Mann aus Wunstorf, der am Montag seinen Vater niedergestochen hatte, ist in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden. Zwischen den beiden Männern war es in der gemeinsamen Wohnung in der Munzeler Straße zum Streit gekommen. Dabei soll es um die Drogenabhängigkeit des Sohns gegangen sein. Der Vater forderte, er solle sich deswegen in ärztliche Behandlung begeben. Der junge Mann lehnte ab. Im Verlauf der Auseinandersetzung holte der 22-Jährige ein Küchenmesser und verletzte seinen Vater damit schwer. Kurz danach wurde er festgenommen. tm

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Restaurants, Autowerkstätten und Anwaltskanzleien: Zahlreiche Firmen werben am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee auf parkenden Kleinbussen, Anhängern und Autos. Von A ndreAs s chink el ls würde man das Branchenbuch Hannovers durchblättern, so mutet die Autofahrt am Maschseeufer inzwischen an. Anhänger und Kleinbusse mit bunter Reklameaufschrift reihen sich auf dem Parkstreifen am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer aneinander und werben für Anwaltskanzleien, Restaurants oder Autowerkstätten. Etwa 13 Reklamegefährte sind derzeit Dauerparker entlang der Strecke. „Die Dinger verschandeln die Landschaft und nehmen etwa 20 bis 25 Parkplätze weg“, ärgert sich SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. An sonnigen Wochenenden sei jeder Parkplatz am Maschsee heiß begehrt. Für die Unternehmen, die an der viel befahrenen Straße auf sich aufmerksam machen wollen, ist es ein gutes Geschäft. Sie umgehen die hohen Kosten für Plakatwerbung an den offiziellen Anschlagtafeln und Litfaßsäulen der Stadt. Nicht nur das Maschseeufer gerät in diesem Frühjahr zur Werbemeile, auch an der Vahrenwalder Straße und in einzelnen Stadtteilen, etwa in der Südstadt und der Calenberger Neustadt, wurden die Gefährte bereits gesichtet. Ratspolitiker von Rot-Grün wollen diese Tendenz zum Werbemobil jetzt eindämmen und fordern die Stadt heute im Bauausschuss auf, Möglichkeiten zu finden, wie das Parken von Reklame-Anhängern am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wirksam unterbunden werden kann. Schon jetzt ist die Stadt nicht untätig. „Wir kontrollieren den Bereich am Maschsee derzeit verstärkt“, sagt Sprecher Dennis Dix. Da die Parkplätze am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer überwiegend Autos vorbehalten sind, dürfen Politessen schon jetzt Knöllchen an die Anhänger heften. „Es wird geprüft, was darüber hinaus noch möglich ist, wie also eine weitere Handhabe aussehen könnte“, sagt Dix. Vorschläge aus der Ratspolitik gibt es genug. CDU-Ratsherr Dieter Küßner meint, dass die Stadt das Maschseeufer zur Parkscheibenzone erklären sollte. „Für Spaziergänger und Museumsbesucher müsste man eine lange Zeit von sechs Stunden einräumen“, sagt Küßner. Die Werbe-Anhänger dürften dann nicht mehr tagelang auf einem Fleck stehen. Um zu verhindern, dass die Reklamegefährte dann einfach in regelmäßigen Abständen den Stellplatz wechseln, müsste nach Ansicht Küßners zusätzlich ein Schild mit der Aufschrift „Anhänger verboten“ installiert werden. Verwundert ist der CDU-Mann, dass die Stadt nicht schon längst eingeschritten ist, schließlich sei das Problem nicht neu. Auch SPD und Grüne können sich mit einer Parkscheiben-Lösung anfreunden. „Der beste Zeitpunkt dafür ist im Grunde kommende Woche“, sagt GrünenBaupolitiker Michael Dette. Denn zum Hannover-Marathon am Sonntag gilt auf dem gesamten Parkstreifen am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer striktes Halteverbot, alle Werbe-Anhänger müssen also entfernt werden. „Wir sollten verhindern, dass die Fahrzeuge nach dem Marathon wieder abgestellt werden“, sagt Dette. Ob die Stadtverwaltung tatsächlich die Gunst der Stunde nutzt und in wenigen Tagen eine Parkscheibenregelung einführt, bleibt zweifelhaft. Spätestens Ende Juli, so hofft Hannovers Tourismus-Chef Hans Nolte, sollte die Parkzone am Rudolf-von-BennigsenUfer von Anhängern befreit sein. Dann steigt das Maschseefest, „und für die rückwärtige Belieferung der Gastronomien brauchen wir die Stellflächen“, sagt Nolte.

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Debatte auch um Verkehr am Ufer
Nicht nur die leidigen Werbeanhänger bringen das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer immer wieder in den Fokus der Kommunalpolitik. Auch die Verkehrssicherheit entlang der Wasserkante ist des Öfteren Thema im hannoverschen Rat. Zuletzt fachte ein schwerer Unfall am Maschsee Ende März die Debatte um mögliche Sicherheitsmaßnahmen an. Damals hatte eine 18-jährige BMW-Fahrerin beim Ausscheren die Kontrolle über ihr Auto verloren und einen anderen Wagen gerammt. Zwei Menschen wurden schwer, zwei leicht verletzt. Die Grünen nahmen das zum Anlass, in Person von Fraktionsvize Michael Dette ihre Forderung nach Tempo 30 und einer Verengung der Fahrbahn zu erneuern. Zudem forderte Dette die Polizei auf, die Zahl der Tempokontrollen am Ufer deutlich zu erhöhen. Die Polizei zieht das in Erwägung, weist aber auch darauf hin, dass das Ufer kein spezieller Unfallschwerpunkt ist. 2010 kam es hier zu 59 Unfällen – und nur einmal sei überhöhte Geschwindigkeit der Grund gewesen. fx

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Sturz im Theater war Unglück
Beim Sturz des Schauspielers Bernd Grawert im Schauspielhaus vor mehr als zwei Wochen geht die Polizei von einem Unglücksfall aus. „Wir haben die Ermittlungen abgeschlossen“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Der Schausspieler selbst konnte sich bei der Befragung durch die Polizei nicht mehr an den Vorfall erinnern. Auch das Gewerbeaufsichtsamt hat bei seiner Untersuchung der technischen Anlage und der Unfallverhütungsvorschriften im Theater kein Fremdverschulden festgestellt. „Bei diesem Unfall war technisch alles in Ordnung“, sagte Behördenleiter Bernd Reese. Dem Schauspielhaus sei kein Vorwurf zu machen. „Der Schauspieler hat sich nicht an die Anweisungen gehalten, an die er sich halten sollte“, sagte er. Grawert war im Bühnenraum sechs Meter in die Tiefe gestürzt. mak

Stradivari-Fall gibt weitere Rätsel auf
40-Jähriger steht wegen Hehlerei vor Gericht / Bekannter zeigt ihn an, erscheint aber nicht als Zeuge
Von V i V ien -M A rie d rews Im Oktober 2008 stahlen Einbrecher eine millionenteure Stradivari-Geige vom Rittergut Bennigsen – zweieinhalb Jahre später beschäftigt der Fall, der weltweit Schlagzeilen machte, weiterhin die Justizbehörden. So muss sich seit gestern ein 40-jähriger Mann aus der Region Hannover vor dem Amtsgericht Hannover wegen des Verdachts der Hehlerei verantworten. Er soll versucht haben, über einen Mittelsmann an die Stradivari zu gelangen, um sie unter der Hand für teures Geld weiterzuverkaufen. Der Mann bestreitet die Vorwürfe, nach seiner Darstellung entstand der Kontakt zu dem Mittelsmann rein zufällig. Ein Bekannter soll ihn daraufhin dazu animiert haben, sich auf ein Scheingeschäft einzulassen. Gemeinsam hätten die Männer das Instrument der Versicherung der Familie von Bennigsen überlassen wollen, um die ausgelobte Belohnung in sechsstelliger Höhe zu kassieren. Letztlich sei der Plan geplatzt, sagte der 40-Jährige gestern vor Gericht aus, und daraufhin habe die Geschichte eine unerwartete Wendung genommen: Sein Bekannter, der ihn ursprünglich zu dem Geschäft ermuntert habe, zeigte ihn bei der Polizei an. Der 40-Jährige arbeitet für ein hannoversches Handelsunternehmen und verkauft nebenbei Antiquitäten. Im Juli 2009 habe er sich aus diesem Grund mit einem Mann getroffen, dessen vollständiger Name ihm allerdings nicht bekannt sei, sagte der Angeklagte vor Gericht aus. Der aber soll ihm nur überteuerten Plunder angeboten haben, ein Geschäft sei nicht zustande gekommen. Allerdings habe der Mann erwähnt, dass er ein sehr exklusives Stück zu vermitteln hätte. „Einiges deutete darauf hin, dass es sich um die gestohlene Stradivari handelt“, sagte der Angeklagte gestern. Der Mittelsmann habe ihm schließlich bestätigt, dass er an das wertvolle Instrument gelangen könnte. Als der 40-Jährige seinem Bekannten von der Stradivari berichtete, soll dieser die Idee gehabt haben, ein Scheingeschäft einzufädeln. Vor Gericht beteuerte der 40-Jährige gestern, die Sache sei ihm von Anfang an „zu gefährlich“ gewesen, dennoch arrangierte er weitere Treffen mit dem Mittelsmann. Als der Deal schließlich zustande kommen sollte, habe der Verkäufer plötzlich 400 000 Euro gefordert, 100 000 Euro mehr als zuvor vereinbart. Das Geschäft platzte, seitdem will der 40-Jährige nichts mehr von dem Unbekannten gehört haben. Unterdessen brachte sein Bekannter die Sache zur Anzeige. Er war gestern als Zeuge geladen, erschien aber nicht vor dem Amtsgericht. Ihm drohen nun drei Tage Haft oder eine Ordnungsstrafe von 175 Euro. Der Prozess wird am 24. Mai fortgesetzt, dann soll der Mann vorgeführt werden. „Wir sind alle sehr gespannt, was er zu sagen hat“, sagte die Vorsitzende Richterin. Die Stradivari mit einem Versicherungswert von 1,5 Millionen Euro war im Oktober 2008 vom Rittergut Bennigsen gestohlen worden. Im September 2009 nahm die Polizei zwei Männer fest, in deren Wohnung in Linden sie die Geige und weiteres Diebesgut fanden. Die Männer haben stets bestritten, hinter dem Einbruch zu stecken. Im März 2010 nahm sich einer der beiden das Leben.

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Hannover

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Axel Freund beobachtet als einer von fünf Phänologen in der Region für den Deutschen Wetterdienst die Pflanzenentwicklung
orsichtig greift Axel Freund eine der unscheinbaren Buchenblüten und klopft sie leicht auf seinen Notizblock. „Die stäubt schon“, sagt er und ist ziemlich überrascht. Dasselbe macht er dann auch noch mit zwei anderen Blüten – auch diese beiden stäuben. Seit 18 Jahren beobachtet Freund Jahr für Jahr unter anderem diese Rotbuche. Noch im Schatten des Baumes macht er eine Eintragung in sein Notizbuch. „Das muss ich heute Abend noch melden“, sagt der 68-Jährige aus BarsinghausenEgestorf. Axel Freund ist Phänologe. Das Wort Phänologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre von den Erscheinungen“. Im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach beobachtet Freund das ganze Jahr über den Entwicklungsstand von Pflanzen. Dazu gehören zum Beispiel der Beginn der Blüte, der Zeitpunkt der Blattentfaltung und der Beginn der Blattverfärbung. „Ich bin fast jeden Tag unterwegs“, berichtet Freund auf einem Weg oberhalb von Egestorf am Rand des Deisters. Es ist also nicht verwunderlich, dass er hier jeden Baum und jeden Strauch kennt: „Das ist meine Schlehe, das ist meine Birke, das ist meine Eiche“, stellt er die Objekte seiner Beobachtung vor. Besonders wichtig sind die Meldungen von Freund und den bundesweit insgesamt rund 1300 Phänologen derzeit für die Allergiker, die vom Pollenwarndienst des Deutschen Wetterdienst täglich über die Belastung informiert werden. Im Moment gilt die höchste Stufe: „starker Flug von Birkenpollen“. Der frühere Vermessungsingenieur Freund schnippst mit einem Finger gegen eine der länglichen Birkenblüten. Eine dichte Wolke aus Pollen fliegt heraus. „Da ist noch einiges drin“, sagt er. Biologie war in der Schule sein Lieblingsfach, berichtet der Phänologe. Damals musste er auch die botanischen Namen lernen, und noch heute kennt Freund die wissenschaftlichen Bezeichnungen etlicher Pflanzen. Und er war schon immer viel und gerne in der Natur. „Das war auch in meinem Beruf so, da war ich oft an der frischen Luft.“ Trotzdem ist er kein zurückhaltender Mensch. Der 68-Jährige redet gern und viel und kommt mit den Menschen schnell ins Gespräch. Im Moment hat Freund – einer von insgesamt fünf Phänologen in der Region Hannover – viel zu tun. „Heute Morgen habe ich bei der Stileiche die Blattentfaltung festgestellt“, erzählt er. Am Vortag begannen die spätreifenden Äpfel zu blühen, ebenso wie der Wiesen-Fuchsschwanz. „Jetzt ist die Hochphase der Blüte“, berichtet er. „Das schaffe ich gar nicht mehr zu Fuß, da muss ich das Fahrrad nehmen.“ Meist ist der Phänologe am frühen Nachmittag unterwegs. „Da ist die Sonneneinstrahlung am intensivsten“, verrät er. „Wenn die Blüten an einem bestimmten Tag zum allerersten Mal aufgehen, dann machen sie das in dieser Zeit.“ Für Freund ist bereits seit einiger Zeit „Vollfrühling“, denn die Phänologen kennen insgesamt zehn Jahreszeiten. „In diesem Jahr ist alles extrem früh dran“, berichtet der Experte. Das liege natürlich an den milden Temperaturen. Gewöhnlicherweise beginnt der Vollfrühling erst Anfang Mai. Urlaub erlaubt sich Freund gerade mal eine Woche lang im Hochsommer, wenn sich in der Vegetation gar nicht so viel tut. „Eigentlich bräuchte ich einen Vertreter, aber da findet sich niemand.“ Der Rentner hört sich aber gar nicht so an, als ob ihm der Verzicht auf längere Reisen leidtäte. Die Beobachtungen von Freund und den anderen ehrenamtlichen Phänologen braucht aber nicht nur der Pollenwarndienst. Mit den Hinweisen berät der Deutsche Wetterdienst die Landwirte, ob zum

Den Jahreszeiten auf der Spur

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VON M ATHI AS K LEIN

Internetkenner der ersten Stunde: Sascha Lobo beim HAZ-Expertenforum. Hagemann

Das Netz als Spiegel der Gesellschaft
Sascha Lobo im Expo-Wal
VON F RERK S CH ENK ER acebook, Xing oder Twitter – soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Doch wissen wir, was sich hinter den Onlinediensten verbirgt? Nein, sagt Sascha Lobo. Selbst vermeintliche Profis hätten erstaunlich wenig Ahnung, wie diese Netzwerke tatsächlich funktionieren. Lobo ist Internetkenner der ersten Stunde. Der Mann mit dem rot gefärbten Irokesenschnitt lebt im Netz und seinen Netzwerken. Seit Jahren betreibt er erfolgreiche Internetprojekte, darunter das mehrfach ausgezeichnete Blog Riesenmaschine. Was läge also näher, als einen wie ihn zu fragen: „Wie verändert das Netz die Gesellschaft?“ Die Antworten, die etwa 400 Gäste gestern Abend beim HAZ-Expertenforum im Expo-Wal bekamen, fielen denn auch umfassend und fundiert aus. Locker und entspannt gewährt der 35-Jährige Einblick in die Welt von Facebook und Twitter; gibt Tipps, zeigt Fallstricke auf und erklärt, dass sich hinter Social Media mehr als nur eine Worthülse versteckt. Der Begriff bezeichne vielmehr den aktuellen Stand des Internets. „Im Netz entsteht eine digitale Gesellschaft“, sagt Lobo, und diese sei ein Spiegel der „normalen“ Gesellschaft – „allerdings mit vielen elektronischen Extras“. Lobo will Verständnis für die sozialen Seiten des Netzes wecken und die Faszination vermitteln, die sie hervorrufen können – ohne zu beschönigen. Und so lässt er auch das Thema Datenschutz nicht außer Acht. Lobo, der auf den ersten Blick vermeintlich freizügig im Internet unterwegs ist, hat eine simple Faustregel parat, mit der jeder leicht seine Privatsphäre schützen könne: „Was ich nicht auf der ersten Seite einer Zeitung über mich lesen möchte, sollte ich auch nicht in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter veröffentlichen“, lautet sein Rat.

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Eine Arbeit in mehreren Schritten: Axel Freund sucht nach den Blüten einer Rotbuche, die er seit 18 Jahren beobachtet (oben). Er klopft eine Blüte auf seinem Notizbuch aus (Bild rechts). Das Resultat notiert der ehrenamtliche Helfer des Deutschen Wetterdienstes sofort in sein Büchlein (ganz rechts). Surrey (3)

Beispiel Felder bewässert werden müssen oder gegen Schädlinge gespritzt werden sollte. Insgesamt 30 unterschiedliche Pflanzenarten, aus deren Entwicklung Rückschlüsse gezogen werden, stehen auf der Beobachtungsliste der Phänologen in Deutschland. „Nur Wein, Heidekraut und Roggen kann ich mir nicht ansehen, das gibt es hier nicht“, erzählt Freund. Am Jahresende verfasst der Egestorfer Pflanzenbeobachter einen großen Bericht, die Jahresmeldung. Da sind dann alle Daten der verschiedenen Vegetationsstufen aufgeführt. Mit den Angaben will der Deutsche Wetterdienst langfristige Trends vorhersagen, zum Beispiel, ob die Apfelblüte früher einsetzen wird als in den vergangenen Jahren. Und die Klimaforscher erhoffen sich Hinweise auf die Geschwindigkeit des Klimawechsels. Hier hat der Freizeitforscher in den 18 Jahren seiner Tätigkeit übrigens noch

keinen Trend festgestellt. „Aber 18 Jahre ist für so etwas auch eine sehr kurze Zeit“, sagt er. Aber es ist nicht nur die Beobachtung von Pflanzen – insgesamt spielt das Wetter eine bestimmende Rolle im Leben von Freund. Mit der Satellitenschüssel auf dem Dach empfängt er die Bilder des Wettersatelliten „Eumetsat“ und in einem großer Teil des kleinen Reihenhausgartens steht ein regelrechter Park meteorologischer Instrumente. Zum Beispiel zur Niederschlagsmessung, zur Aufzeichnung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit und zur Messung der Erdtemperatur in verschiedenen Tiefen. Seine Frau – Lehrerin von Beruf – lasse ihn gewähren, berichtet Freund. „Wenn ich mal ein neues Thermometer brauche, sagt sie nicht Nein.“ Er reagiere schließlich auch nicht ablehnend, wenn sie neue Schuhe haben wolle.

Der Norden holt auf
xel Freund hat eine genaue Liste mit den Pflanzen, die er beobachten muss. Und diese Liste ist für alle Phänologen gleich. Darauf ist zum Beispiel der Beginn der Schneeglöckchen-Blüte verzeichnet, die ersten Früchte beim Holunder und der Beginn der Weizenernte. „Das Frühjahr zieht von Südwesten nach Nordosten“, berichtet Freund. Aber die Region Hannover zählt nicht – wie landläufig angenommen – unbedingt zu den klimatisch benachteiligten Gebieten Deutschlands. Das zeigt sich vor allem, wenn man anhand der Ergebnisse der phänologischen Beobachtungen die Entwicklung der Vegetation nach dem Früh-

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jahr vergleicht, die von den rund 1300 ehrenamtlichen Phänologen und 50 Wetterstationen in ganz Deutschland aufgezeichnet wird. Denn offenbar holen die Pflanzen im Sommer mächtig auf – auf einen Zeitpunkt, der den Werten am klimatisch in Deutschland am günstigsten gelegenen Oberrheingraben fast nahekommt. Beispielsweise war im vergangenen Jahr der Beginn der sogenannten Pflückreife bei Süßkirschen am Oberrhein knapp einen Monat früher als in und um Hannover. Beim Beginn der Kirschblüte hatte dagegen der Südwesten noch einen zeitlichen Vorsprung von eineinhalb Monaten und mehr. mak

Viele Leser suchen Namen für die kleinen Löwen
„Uzuri“ heißt „die Schöne“ und „Tamu“ heißt „die Süße“. Oder soll das kleine Löwenmädchen aus dem Zoo vielleicht doch lieber „Basha“ genannt werden? Das bedeutet „Gottes Akt“. Gemeinsam mit dem Unternehmen Johnson Controls, das die Patenschaft für die beiden Löwenbabys übernommen hat, suchen die Leser der HAZ derzeit Namen für die Jungtiere. Die Mitarbeiter der Firma suchen den Namen des Männchens aus, die Leser der HAZ den des Weibchens. Erwünscht sind afrikanische Namen, aber natürlich ist auch jeder andere Vorschlag willkommen. Die Suche bewegt die Hannoveraner und die Bewohner des Umlandes. In wenigen Tagen gingen bereits über 200 E-Mails beim Zoo ein. Wer mag, kann noch mitmachen. Einsendeschluss ist der 9. Mai. Dann entscheidet eine Jury darüber, welcher Vorschlag das Rennen macht. Mailen Sie Ihre Ideen unter dem Stichwort „Löwen“ an: presse@zoo-hannover. de. Per Post senden Sie Vorschläge an den Zoo Hannover, Presseabteilung, Adenauerallee, 30175 Hannover. shi

Berufungsklagen gegen Umweltzone vor dem OVG
Der Streit um die Umweltzone in Hannover hält an. Jetzt muss das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg über die Klage der Besitzerin eines 1982 zugelassenen Autos entscheiden. Sie argumentiert, dass die Umweltzone nicht geeignet sei, die Verminderung von Luftschadstoffen zu bewirken. Die Fahrzeugbesitzerin hat zwar bereits eine Ausnahmebewilligung, diese reiche zur Wahrung ihrer Rechte jedoch nicht aus, behauptet die Klägerin. Auch der Betreiber einer Kälteklimatechnik-Firma aus der Region Hannover fühlt sich von der Umweltzone benachteiligt, weil 70 Prozent seiner Kunden im Innenstadtbereich lägen. Er besitzt sechs Dieseltransporter mit roten und gelben Plaketten. Seit vergangenem Jahr ist die Umweltzone nur noch mit grüner Plakette befahrbar. Das Verwaltungsgericht Hannover hatte beide Klagen abgewiesen. Am Donnerstag, 12. Mai, entscheidet nun das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg über die Berufung. Trotz Umweltzone war Hannover 2010 landesweit Spitzenreiter bei der Feinstaubbelastung und überschritt die Grenzwerte an 33 Tagen. Die vorgegebene Höchstmarke der EU liegt bei 35 Tagen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Luftverschmutzung in der Landeshauptstadt damit drastisch erhöht. 2009 wurden die zulässigen Werte nur an sieben Tagen überschritten, auch 2008 waren es mit 13 Tagen deutlich weniger. mb

Tankwart wird wegen Verfolgung der ehemaligen Miss Niedersachsen zu einer Geldstrafe verurteilt
VON H ANS -P ETER W IECHERS Die ehemalige Miss Niedersachsen, Gianna Rose, zeigte sich gestern im hannoverschen Amtsgericht nach dem Ende ihres Prozesses einigermaßen erleichtert. Sie hoffe, dass sie nun wieder ohne Angst durch die Stadt gehen könne, sagte sie in die Fernsehkameras. Aber es schwang auch Skepsis mit. Wird sich Stefan L., der die junge Frau während mehrerer Misswahlen penetrant beobachtet und unablässig fotografiert haben soll, von der Entscheidung des Gerichtes beeindrucken lassen? Wegen Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz und wegen Körperverletzung hat Richter Ulrich Kleinert den 40-Jährigen zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen á 35 Euro verurteilt. Obwohl das Amtsgericht Wennigsen ihm ein Annäherungsverbot auferlegt hatte, hatte der Mann weiterhin Kontakt zu der Schönheitskönigin gesucht und bei einem Tumult einem Security-Mitarbeiter gegen das Schienbein getreten. Die Verhandlung begann mit einer ausführlichen Aussage von Gianna Rose. Es wurde ein sehr emotionaler Auftritt der 24-Jährigen. So gefühlsgeladen, dass Richter Ulrich Kleinert sie mehrfach behutsam zurück zu den Fakten führen musste. Von Stalking war im Prozess bald nicht mehr die Rede. Die ersten Begegnungen der beiden fanden in aller Öffentlichkeit bei Veranstaltungen statt, bei denen Gianna Rose entweder auf dem Laufsteg stand oder mit am Tisch ganz anderes Bild ab. In einem Internetportal, das sich unter anderem mit der Vermittlung von Models beschäftigt, tritt er als „Sonny Crockett“ auf. Damit spielt er vermutlich auf die Fernsehserie Miami Vice an, die in den achtziger Jahren Erfolge feierte. Sonny Crockett war einer der beiden Titelhelden, die sich unter anderem durch eine farbenfrohe Mode profilierten. Auch Stefan L. schätzt offensichtlich ein auffälliges Äußeres. Er trat gestern im Prozess im schwarz-weißen Ringelshirt auf und trug darunter weißes Hemd und ein pinkfarbene Krawatte. In seinem Internetprofil heißt es unter anderem, er wolle als Fotograf Kunstwerke für die Ewigkeit schaffen. Das passt vielleicht nicht so ganz zu einem Tankwart, der noch im Haus seiner Eltern wohnt und sich seinen Lohn mit dem Sammeln von leeren Flaschen aufbessert. Stefan L. behauptete, von Gianna Rose nichts zu wollen und sie auch nie fotografiert zu haben. Seine Annäherungen seien einfach nur missverstanden worden. Ihm sei es nur darum gegangen, eben dieses Missverständnis auszuräumen. Seit mehreren Monaten hat L. keinerlei Kontakt mehr zu der Schönheitskönigin. Mit dem Urteil ist Richter Ulrich Kleinert zwei nicht ganz einfachen Persönlichkeiten gerecht geworden. Er hat die Ängste der jungen Frau respektiert und ihr Schutz gewährt, aber er hat den ungeliebten Verehrer auch nicht gleich zu einem kriminellen Stalker gestempelt.

Die Angst der Schönheitskönigin

Info-Tag zur Gewebespende
Von der Möglichkeit einer Organspende haben viele Menschen bereits gehört. Dass man auch Gewebe spenden und damit anderen Menschen helfen kann, ist noch nicht so gut bekannt. Um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, läuft heute eine Veranstaltung in der Medizinischen Hochschule (MHH). Von 17.30 bis 19 Uhr informieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG), einem in Hannover ansässigen bundesweiten Netzwerk, über Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Spende von Herzklappen, Blutgefäßen oder Augenhornhäuten. Anlass des Infotages in der MHH, Carl-NeubergStraße 1, Gebäude J1, Hörsaal H, ist die Auszeichnung der DGFG im Rahmen des bundesweiten Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. jk

„Meine Annäherungen wurden missverstanden“: Stefan L. (links vorne im Bild) soll Gianna Rose (rechtes Bild) gestalkt haben. Gestern wurde er verurteilt. Wiechers/Wilde einer Jury saß. Der Angeklagte habe sie dermaßen angestarrt, dass sie eine „tierische Angst“ empfunden habe, sagte die Schönheitskönigin. Die Panik der jungen Frau war für Außenstehende nicht immer nachvollziehbar. Auch die Staatsanwältin deutete in ihrem Plädoyer eine leichte Skepsis an. Andere Menschen würden in solch einem Fall möglicherweise anders reagieren. Und die ehemalige Miss Niedersachsen genießt schließlich auch ihre öffentlichen Auftritte. Sie spricht bereitwillig in jede Fernsehkamera und lässt sich auch gern fotografieren. Vor Gericht wurde sie in jeder Minute von zwei Bodyguards begleitet. Auch im Saal, der von zwei Justizwachtmeistern gesichert wurde, mochte die Zeugin nicht auf ihre Bewacher verzichten, die beide mit einem Funkknopf im Ohr ausgestattet waren. So geriet ihr Auftritt dramatischer als es eigentlich nötig war. Von zwei Bodyguards lässt sich auch der ehemalige Bundeskanzler bewachen. Der Angeklagte gab sich zunächst schweigsam. Er scheint eine etwas exzentrische Persönlichkeit zu sein. Er arbeitet als Tankwart und sammelt nebenbei Leergut. In seiner Freizeit gibt er ein

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Die Region von ihrer schönsten Seite
10 Jahre wird die Region Hannover in diesem Jahr alt – ein schöner Anlass, alle Städte zu besuchen. Heute stellen wir Pattensen vor.
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MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

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Hohes Haus: Knapp eine Viertelmillion Gäste besuchen jedes Jahr das Schloss Marienburg.

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er Tag, an dem Stephan Veits zählen die Damen vom „Erzählcafé Zeit„Ovation“-Gitarre verglühte los“ im Pattenser Mehrgenerationenin dem Feuer in der Scheune haus begeistert, hat „der Gerhard“ auch neben der Pizzeria, er hätte mal das E-Piano aus der Ecke gerückt das Ende der „Small Town Cowboys“ und einen Walzer gespielt. „Da haben sein können. Aber er war es nicht. Ein wir hier alle getanzt.“ gutes Jahr später sitzt Veit im „Café Jeden Freitag treffen sich im ErzählAnno“ am Pattenser Marktplatz und café Angehörige von Demenzkranken, sagt mit Spuren der Rührung im Blick: manche bringen auch ihren erkrankten „Man macht ja nicht alles richtig im LePartner mit. Die Gruppe ist nur eine von ben, aber nach Pattensen zu ziehen war vielen im Mehrgenerationenhaus, das das Beste, was mir passieren konnte.“ Angebot des Vereins „Mobile“ reicht von Nicht nur wegen der „Ovation“. Einfach der Selbsthilfegruppe für Eltern behinwegen allem. derter Kinder über den Treff für HerzStephan Veit ist 53 Jahre alt, Verwalkranke bis hin zur Trauergruppe für Ertungsangestellter bei der Üstra und wachsene. Längst hat sich das Haus an Countrysänger der Pattenser Wildwestder Göttinger Straße in Pattensen unband „Small Town Cowboys“. Er kann verzichtbar gemacht. keine kulturgeschichtliche Tour durch Noch leitet Anne Hellmann die „ZeitPattensen geben. Dafür kann los“-Gruppe, ehrenamtlich Veit spätestens seit dem Feuer natürlich, aber lange wird sie im Probenraum etwas sagen das nicht mehr können. Zurüber, sagen wir mal, die Patzeit ist die Krankenschwester tenser Seele. noch in Elternzeit, zu Hause Es ist wohl ein technischer kümmert sie sich um drei Defekt in einer Elektroleitung kleine Kinder, aber jeden gewesen, der im Mai verganFreitag eben auch ums Ergenen Jahres die Übungszählcafé. Heute ist sie ein scheune der Countryband abbisschen knapp in der Zeit brennen ließ. Fünf Gitarren gewesen, weil der Treff im und ein Schlagzeug waren Mehrgenerationenhaus zu Geschichte; wie genau das dieser Jahreszeit mit dem passieren konnte, weiß man Fußballtraining ihres Grobis heute nicht. Entscheidend ßen kollidiert. Man kann sich VON UNSEREM für Veit und seinen Blick auf vorstellen, dass der Freitag R EDAKTEU R Pattensen aber ist nicht, was eine ziemliche Hetzerei für vor, sondern was nach dem Anne Hellmann ist. Aber was F ELI X H A RBA RT Brand geschah. soll es? „Nur zu Hause zu sitDie Cowboys nämlich trauzen ist einfach nicht mein erten noch ihrem Inventar im Ding“, sagt sie. Wert von rund 13 000 Euro nach, als die Inge Brachetti ist 84 Jahre alt. Sie Kleinstadt ihretwillen schon in Wallung kommt nicht nur freitags ins Mehrgenegeriet: Geschäfte im Ort stellten Samrationenhaus, sondern auch an Donnersmelbüchsen auf ihren Verkaufstresen, tagen, wenn Kaffeeklatsch ist. Dann Fans ließen Solidaritäts-T-Shirts drukann man beim Plaudern durch die cken, und Wildfremde kamen und spenGlastür einer Eltern-Kleinkind-Gruppe deten der Band Geld oder was sie sonst zusehen. Ist das nicht schön, fragt sie, eben so besaßen. „Es waren Leute dabei, wenn man als alter Mensch noch so viel die selbst nicht viel hatten“, erzählt Veit. Kontakt zu jungen Leuten hat? Einer sagte, das nächste Mal, wenn er Heute erzählt Inge Brachetti davon, die Finger an eine Kiste Bier bekomme, dass sie sich E-Mail hat beibringen laswürde er die vorbeibringen. Das tat er. sen. Das ist ungeheuer praktisch, findet „So etwas ist mir noch lieber, als wenn sie, weil sie so ständig mit ihren Lieben mir ein Geschäftsmann einen Hunderin Kontakt sein kann. Von ihrer 90-jähter in die Hand drückt“, sagt Veit. rigen Schwester etwa kriegt sie über den Zum Schluss ließen die Pattenser auf Computer „immer so schöne Bildchen dem Parkplatz des Rewe-Marktes noch rübergefaxt“. Sie zieht die Fotos ihrer ein Benefizkonzert steigen. Menschen in Enkel aus dem Portemonnaie. Oma auf „Cowboys“-Shirts aßen Bratwurst zum dem Sofa, die Enkel wie die Orgelpfeifen Wohle der Bandkasse, und ganz nebendahinter. Über solche Dinge reden sie im bei hatte der Ort eine außerplanmäßige Erzählcafé. Über die Kinder und die EnParty zu feiern. „Kleine Stadt hilft ihkel und den schönen Film am Wochenren Cowboys“ titelten die örtlichen „Leiende in der ARD. „Dieses Haus“, sagt ne-Nachrichten“. „Das war schon unInge Brachetti und schaut sich voller Zuglaublich“, sagt Countrysänger Veit und friedenheit um, „ist etwas, das ich mein schaut über den Marktplatz. „Aber das ganzes Leben gesucht habe.“ war Pattensen.“ Fotos hat Akkordeonspieler Jagow Der Pattenser Marktplatz gibt der auch, und zwar auf seiner Digitalkame14 000-Einwohner-Stadt so etwas wie ra. Und noch viel mehr. Der 89-Jährige eine Mitte, auch wenn der Bäcker von lässt das Gerät piepsen, dass Inge Braeinst einem Pizza-Bringdienst gewichen chetti denkt, auf der Fensterbank sitze ist. Der Altstadt steht ein ausgiebiges ein Vögelchen. Dann startet er einen ViSanierungsprogramm ins Haus, Bürdeofilm. „Vor 21 000 habe ich neulich gegermeister Günther Griebe verspricht spielt“, sagt Jagow. Er reicht die Kamera sich viel davon. Rund ums „Anno“ steherüber. „Jahrhundertfest, St. Pauli. hen die zweigeschossigen FachwerkhäuKennen Sie nicht?“ Die Damen kichern. ser, die nach einem anderen großen Ja, sagen sie, der Gerhard ist ein richtiBrand, dem von 1733, hier entstanden ger Star. sind. Hinter der Theke des Cafés hängt Auf dem kleinen Bildschirm sind in einem Bilderrahmen das signierte Männer in Seemannshemden zu sehen, Werder-Bremen-Trikot des Pattenser grauköpfige Herren mit geknoteten Nationalspielers Per Mertesacker. HandHalstüchern auf der Bühne eines werker im Blaumann sitzen beim MitFußballstadions. Einer hat eine Totentagessen, an einem Ecktisch hält eine kopfflagge in der Hand. Vor der Bühne Seniorenrunde Kaffeeklatsch. Abends, stehen Punks und Lederjackenträger, sagt Veit, kommen die jungen Leute ins sie jubeln und grölen, man traut seinen „Anno“, trinken ihr Bier und gucken Augen nicht. „Das war was“, sagt Jagow Fußball. Im „Anno“ trifft sich das Dorf. und greift nach dem Käsekuchen. Auch Gerhard Jagow kennt das Leider hat seine Kamera keinen Ton, „Anno“, wenngleich er hier noch niebis aufs Piepsen eben. Ansonsten könnte mals aufgespielt hat. Ansonsten hat Jaman hören, was der Seemannschor Hangow kaum einen Saal ausgelassen in den nover mit Gerhard Jagow am Akkordevergangenen Jahrzehnten. Mit seinen on im vergangenen Sommer bei der 89 Jahren ist er noch immer ein begehr100-Jahr-Feier des Hamburger Kultter Akkordeonspieler. Und neulich, erFußballklubs FC St. Pauli so alles zum

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Im Dorf unterm Berg …

„Das Beste, was mir passieren konnte“: Stephan Veit (oben) ist froh, nach Pattensen gezogen zu sein. Auch Inge Brachetti, eigentlich aus Bennigsen, ist glücklich bei ihren Besuchen im Mehrgenerationenhaus (u. l.). Nicht wegzudenken aus Pattensen ist die Marienburg, wo Klaus Dräger (u. r.) zu Führungen bittet, bei denen auch die Schlossküche zu sehen ist. Finn (4), Surrey (2), lkab, dpa Die Unterhaltung eines Schlosses allerdings ist teuer, was man auch daran sieht, dass der vergangene harte Winter deutliche Spuren im Mauerwerk der Welfenresidenz hinterlassen hat. Und weil auch irgendwie Geld hereinkommen muss, ist die ehemalige Zaumzeugkammer heute die „hochmoderne Schlossküche“, wie Dräger sagt. In Prinzessin Marys Ziegenstall findet sich der Babywickelraum, und neulich hat ein Verliebter das Turmzimmer gemietet, in dem Königs dereinst Verwandtschaft unterbrachten. Dort hat er seiner Angebeteten erst von livriertem Personal ein Abendessen auftragen lassen und ihr dann einen Heiratsantrag gemacht. Angereist war das Paar per Hubschrauber. Früher, so heißt es, haben die Burgangestellten nach der letzten Führung des Tages in dem alten Turmzimmer auch mal Skat gespielt. Der Bürgermeister sagt, er hätte gerne ein bisschen mehr von der Marienburg, Günther Griebe meint es vermarktungstechnisch – aber der Schlossverwalter sei da reserviert. So ganz können sie zueinander nicht kommen, die Welfen, die nur noch selten auf ihrem Burgberg anzutreffen sind, und die gut 14 000 Pattenser im Tal. Und doch, im Pattenser Einwohnermelderegister kann man es nachlesen, dort sind sie alle irgendwie eins: die Cowboys, Anne Hellmann, Akkordeonspieler Jagow, die die Stellung halten. Und Ernst August, der zumindest auf dem Papier dazugehört. Als Pattenser.

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Wilde Jungs: Die „Small Town Cowboys“ unterhalten Pattensen – und die Region.

Besten gegeben hat. „,Wir sind Zecken, asoziale Zecken‘ haben wir gesungen“, erzählt Jagow. Jene selbstironische Hymne der linksalternativen St.-PauliFans. „Die Leute haben gegrölt, sag’ ich Ihnen.“ Jagow schlägt sich auf den Schenkel. Wer will, kann ihn noch heute auf YouTube Akkordeon auf St. Pauli spielen sehen. Als der 89-Jährige den Film gezeigt und den Käsekuchen gegessen hat, erkundigt er sich nach dem Stand der Recherche. „Schon auf der Marienburg gewesen? Das ist ja nu’ Pflicht.“ Die ganze Würde des hohen Hauses spiegelt sich in der Haltung von Klaus Dräger. Dräger ist Schlossführer auf der

Marienburg, seit vielen Jahren schon. Sein graues Haar ist kurz geschnitten, der Schnurrbart akkurat gestutzt, das Hemd weiß, der Anzug schwarz. Drägers Stimme hat das würdige Crescendo eines Hofausrufers, wenn er so erzählt von Königin Marie und dass die Marienburg ursprünglich nur ein kleiner Landsitz für sie hätte werden sollen. „Meine Frau will auch ein Schloss“, sagt ein Besucher, „und ich sach: Du kriegst ein Vorhängeschloss.“ Dräger lächelt höflich. Etwa 230 000 Gäste kommen jedes Jahr auf Schloss Marienburg, das König Georg V. zwischen 1857 und 1867 für seine Gattin Marie errichten ließ. Heute

hat Dräger die Führung „Hinter den Kulissen“ im Angebot, was dazu führt, dass er es unter den Besuchern mit Experten zu tun hat, die den Teil vor den Kulissen längst kennen. Die Ritterrüstung im Speisesaal, das Bild von der Schlacht bei Langensalza – echte Fans haben das schon Dutzende Mal gesehen. Seit die Welfen vor einigen Jahren Teile ihres Tafelsilbers mit großem Brimborium versteigern ließen, hört Dräger auch immer wieder den einen oder anderen spöttischen Kommentar. „Mal sehen, wie lange die versilberten Stühle hier noch stehen“, sagt ein Besucher, und Dräger schreitet voran, um die Fußbodenheizung zu erklären.

PATTENSEN
Gesamtfläche: 67 Quadratkilometer Bevölkerungsdichte: 219,5 Einwohner je Quadratkilometer Höhe: 63 Meter ü.N. Stadt Pattensen Auf der Burg 1–2 30982 Pattensen Internet: www.pattensen.de E-Mail: rathaus@pattensen.de Einwohnerzahl: 14 706 Einwohner der Stadtteile: Pattensen-Mitte 8107 Schulenburg 2287 Jeinsen 1335 Hüpede 1329 Koldingen 696 Reden 375 Vardegötzen 313 Oerie 264 Bürgermeister: Günther Griebe (SPD)

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AUS DER GESCHICHTE
mit den Welfen-Herzögen im 13. Jahrhundert, als die Stadt das Prägerecht hatte und zum wichtigen Handelsplatz aufstieg. Mitte des 13. Jahrhunderts ließ Otto der Strenge in Schulenburg die Feste Calenberg bauen, die dem Calenberger Land seinen Namen gab. Sie diente als Residenz und Verwaltungssitz der Welfenherzöge. Zur Zeit der Reformation gewann Pattensen dadurch an Bedeutung, dass Antonius Corvinus als Landessuperintendent seinen Sitz in der Stadt hatte. Er wurde drei Jahre lang auf der Feste Calenberg eingekerkert, als die Gegenreformation einsetzte. Im Zuge der Hildesheimer Stiftsfehde, einer Auseinandersetzung zwischen dem Hochstift Hildesheim und den welfischen Fürstentümern Braunschweig-Wolfenbüttel und Calenberg, wurde Pattensen mehrfach zerstört, während des Dreißigjährigen Krieges viermal geplündert. Mehrere Brände suchten den Ort heim, die schlimmsten in den Jahren 1655 und 1733. Zwischen 1857 und 1866 ließ König Georg V. von Hannover auf dem Schulenburger Berg für seine Gemahlin Marie das Schloss Marienburg als Sommerresidenz errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Pattensen, zeitweise stellten sie ein Drittel der Bevölkerung. Heute leben gut 14 000 Menschen in den acht Stadtteilen Pattensens, das knapp hinter Wennigsen die kleinste Kommune der Region Hannover ist. fx

rste urkundliche Erwähnungen heutiger Pattenser Stadtteile sind bereits aus dem 11. Jahrhundert zu finden. Dort gibt es Hupida (Hüpede), Oride (Oerie), Tiadikashem (Thiedenwiese) und Fritegotessin (Vardegötzen) Stadtrechte bekam die Bürgerschaft im 12. Jahrhundert. Dort, wo heute das Pattenser Rathaus steht, ließen die Grafen von Hallermundt eine Burg bauen, um von dort aus die Handelswege überwachen zu lassen. Vollwertige Stadtrechte erhielt Pattensen allerdings erst

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Einsamer Hof: In Oerie ist die Landwirtschaft noch stark vertreten.

Alter Turm: Der Bau der Kirche St. Georgen in Jeinsen datiert aus dem 13. Jahrhundert.

Junger Star: Nach der WM 2006 feiern die Pattenser ihren Nationalspieler Per Mertesacker.

Ein Fest für 1025 Jahre
m besten gefällt ihm das Familienfest der Stadt seine Stadt, sagt Stemit einem verkaufsoffenen phan Veit von der CountrySonntag sein. band „Small Town Etwas weniger traditioCowboys“, wenn gefeiert nell soll das „Picknick mit wird. Unnötig zu erwähHut“ im Fuchsbachpark nen, dass es in Pattensen ausfallen. Derzeit basteln selbstverständlich ein Pattenser KindergartenSchützenfest gibt. Ein sehr und Schulkinder an 1025 traditionelles, bei dem beiBlumen, die zum Fest am spielsweise Frauen nicht in 26. Juni in der Wiese steUniform auf dem Festplatz cken sollen. Außerdem wolerscheinen dürfen. len die Bäckerei OppenDie Jahre 2011 und 2012 born und der Landschlachstehen allerdings im Zeiter Gramann, beide aus chen ganz besonderer Fei- Festlich: Pattensens Bür- Pattensen, Bürgermeister erlichkeiten: In diesem Jahr germeister Günther Griebe Günther Griebe in Brot begeht die – der Einwoh- (l.) mit seinem französi- aufwiegen, namentlich in nerzahl nach – kleinste Ge- schen Amtskollegen Jean- einem eigens kreierten Cameinde der Region Hanno- Pierre Blanquet. lenberger Schinkenbrot. ver ihren 1025. Geburtstag. Die geeignete Waage wird Und im kommenden Jahr steht das noch gesucht, fest steht indes schon, dass 35-jährige Jubiläum der Städtepartnerdas Brot am Ende für einen guten Zweck schaft mit dem französischen Städtchen an die Festgemeinde verkauft werden Saint-Aubin-lès-Elbeuf an. soll. Und wer noch keinen Hut besitzt, Mit einigem Pomp hat die Stadt vor kann sich beim „Picknick mit Hut“ ei25 Jahren ihr 1000. Gründungsjahr genen basteln lassen. feiert – nun werde man mit Blick auf das Und dann wäre da ja noch der ewige Stadtsäckel ein wenig bescheidener sein, Spruch „Peine, Pattensen, Paris“. Was es sagt Stadtsprecherin Andrea Steding: damit auf sich hat, wird möglicherweise „Wir werden lieber mehrmals kleiner der hannoversche Entertainer und Zauund feiner feiern als einmal riesig.“ Aufberer Desimo mit seinem Programm takt der Feierlichkeiten wird am 22. Mai „Peine, Pattensen, Paris“ am 29. Sep-

… wird groß gefeiert
tember ergründen. Offiziellen Angaben zufolge wird er damit auch in Peine gastieren – nur Paris sei noch nicht sicher. Apropos: „,Peine, Pattensen, Paris‘ hört sich immer nur nach spöttischem Stabreim an, basiert aber auf der alten Trasse eines Handelsweges Magdeburg– Dortmund“, sagt Stadtsprecherin Steding. Dieser hieß „Helweg vor dem Sandforde“, zu seiner Sicherung wurde Anfang des 13. Jahrhunderts die Pattenser Burg errichtet. „Die Straße lief durch Pattensen, am Steintor in die Stadt eintretend, am Dammtor sie wieder verlassend, also heute Steinstraße–Dammstraße“, sagt Steding. So jedenfalls habe es der anerkannte Stadthistoriker Hermann Schuhrk herausgefunden. Im kommenden Jahr erwartet Pattensen dann 150 Gäste aus Saint-Aubinlès-Elbeuf. Mit der 8000-EinwohnerStadt in der Normandie verbindet die Calenberger eine sehr innige Partnerschaft. Den Besuchern aus Frankreich will man ein besonderes Wochenende widmen: am Sonnabend ein Sportfest mit Tanz und Musik am Abend, am Sonntag ein Hoffest auf dem Gelände der Kooperativen Gesamtschule – französisch angehaucht mit Porträtmalern wie am Montmartre. Womit die Nähe zwischen Pattensen und Paris erneut bewiesen wäre. fx Herrje, haben sie den Mertesackers gesagt, als ihr Sohn Per plötzlich berühmt war, da müsst ihr aufpassen. Möglichst keinen reinlassen. Kamerateams etwa, die zusehen wollten, wie die Familie im Pattenser Einfamilienhaus jubelt über Siege bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land. „Haben wir nicht drauf gehört“, sagt Stefan Mertesacker und zuckt die Schultern: „Und alle, die hier waren, waren nett und freundlich.“ Jahrelang war der Schüler Per Mertesacker ein sehr guter, aber scheinbar kein überragender Jugendfußballspieler. Sein Vater Stefan, gelernter Bankkaufmann, war selbst ambitionierter Fußballer; heute leitet er ehrenamtlich die Amateurabteilung von Hannover 96. Und so schickte er zwei seiner Söhne in die Jugendabteilung des Klubs: den mittleren, Per, und den jüngsten, Timo. Timo, heute 23, bekam im Wachstum massive Rückenprobleme, heute spielt er beim TSV Pattensen in der Landesliga. Und Per, heute 26, schaffte es lange in keine erste Mannschaft bei 96. „Er war groß, schlaksig, galt als langsam“, erinnert sich Mutter Bärbel. Auch der Vater glaubte nicht recht an eine Profikarriere. „Er hat mich

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Wenn der mittlere Sohn plötzlich Fußballstar wird, muss sich das Leben in Pattensen nicht unbedingt ändern, finden Bärbel und Stefan Mertesacker.
früh abgeschrieben“, soll Per selbst einmal grinsend gesagt haben. „Ja, das stimmt“, sagt Stefan Mertesacker. Wenn es so weitergelaufen wäre, wäre Per heute vielleicht das, was Bruder Timo geworden ist: Bankkaufmann. Aber eines Tages bekam Hannover 96 einen Trainer namens Ewald Lienen, und der erkannte, was die Fußballwelt bisher bei zwei Weltmeisterschaften und einer Europameisterschaft demonstriert bekam: In dem Pattenser Schlaks steckte das Potenzial zu einem der besten Innenverteidiger der Welt. Heute ist Per Mertesacker seit mehr als sechs Jahren Nationalspieler, er ist einer der wenigen Hannoveraner, die deutschlandweit auf der Straße erkannt werden, er ist ein bisschen nationales Gemeingut. Der Jungstar selbst, seit fünf Jahren bei Werder Bremen unter Vertrag und seit Ostersonntag Vater eines Sohnes, pflegt einen zurückhaltenden Umgang mit den Medien, er gilt als bodenständig und als keiner, der für Skandalgeschichten taugt. Zentrale und Rückzugsort bleibt das Einfamilienhaus in Pattensen-Mitte, wo Mertesackers Eltern und sein älterer Bruder Denis (Bild) wohnen und wo hin und wieder Nachbarskinder an der Haus-

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Gewinnen Sie F Pattensen!

HAZ-AKTION

Pattensen sportlich
ußball, natürlich, spielen sie auch in Pattensen. Doch wenn es einen typischen Pattenser Sport gibt, dann ist das Motoball. Motoball ist, kurz gesagt, Fußball auf Motorrädern. Ein Team besteht aus einem Torwart, acht Feldspielern, von denen vier gleichzeitig auf dem Platz sind, zwei Mechanikern und dem Mannschaftsleiter. Ein Motoballspiel dauert viermal 20 Minuten, dazwischen gibt es je zehn Minuten Pause. Das spielen sie beim MSC Pattensen mehr oder weniger seit Bestehen des Vereins – seit 1928. Zunächst standen Ziel- und Orientierungsfahrten im Vordergrund, doch irgendwann begannen die Kradfahrer auch mit dem Ballspiel. Mittlerweile spielt die Mannschaft seit Jahrzehnten in der nationalen Spitze mit. Schon 1961 stand der MSC Pattensen im Finale um die deutsche Motoballmeisterschaft. Bis heute feierte der Klub zahllose Male die Nord- oder Nordwestmeisterschaft. Zuletzt wurde der MSC 2006 Nordmeister, Vizepokalsieger und Dritter der deutschen Meisterschaften. Wer das MSC-Team von Trainer Peter Görgen in Aktion sehen möchte, schaut am Platz in der Rudolf-Harbig-Straße vorbei. Im Internet zu finden ist der Verein unter www.msc-pattensen.info. fx

n ihren bunten Kostümen ist sie kaum zu übersehen – die Stedtische Scharwache in Pattensen. Für die HAZ-Leser wird sie zum besonderen Blickfang: Am Donnerstag, 19. Mai 2011, haben 20 Leser mit Begleitperson die Chance, mit der historischen Scharwache einen Rundgang durch Pattensen zu unternehmen. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der evangelischen Kirche am Corvinusplatz, von dort geht es in 90 Minuten durch die Altstadt mit ihren schmucken Fachwerkhäusern, etwa dem Wieterschen Haus, dem ältesten Haus der Stadt. Zur Erinnerung an ihren Ausflug erhalten die HAZ-Leser einen Trinkbecher mit den Rabenau-Figuren, die sie aus ihrer täglichen Zeitungslektüre kennen. Wir verlosen 40 Plätze für die Stadtführung, an der 20 Gewinner plus Begleitperson am 19. Mai von 15 Uhr an teilnehmen dürfen. Um zu gewinnen, rufen Sie am heutigen Mittwoch oder am morgigen Donnerstag unter der Telefonnummer 01 37 – 8 88 50 05

Pattensen kulturell
Geburtstag mit Hut: Am 26. Juni feiert sich Pattensen mit einem „Picknick mit Hut“ im Fuchsbachpark. Bürgermeister Günther Griebe wird in Brot aufgewogen, die Backwaren werden für einen guten Zweck verkauft. Sieben Weltwunder: Die Schauspielerin Christiane Hess nimmt sich Pattensen am 22. Juli, 20 Uhr, vor – unter anderem fabuliert sie in der Kulturfeste, Südstraße 9, über die „Sieben Weltwunder“. PS-starker Zwischenstopp: Am 30. Juli ist der Marktplatz Station von „2000 Kilometer durch Deutschland“, der größten Oldtimer-Rallye Deutschlands, die am 23. Juli in Hannover startet. Zurück ins Mittelalter: Am 3. und 4. September lässt Pattensen das Flair seiner Gründungszeiten mit einem historischen Mittelaltermarkt am Hallenund Freibad aufleben. Peine, Pattensen …: „Peine, Pattensen, Paris“ – dieser geflügelte Spruch hat Comedian Desimo zu einem eigenen Programm inspiriert – zu erleben am 29. September im Pattenser Ratskeller. Blick ins Rathaus: Den Stadtoberen auf die Finger, respektive in die Amtsstuben schauen kann man am 9. Oktober beim Tag der offenen Tür im Rathaus ausgiebig – während auf dem Vorplatz der 3. Calenberger Herbstmarkt stattfindet. dab

an. Ein Anruf kostet 50 Cent aus dem Festnetz der Telekom, andere Netze können abweichen. Die 20 Gewinner werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

Pattensen gastronomisch
astronomisch wagt der Pattenser nicht allzu viele Experimente, und wir tun es für unsere Stichprobe der Pattenser Kochkunst auch nicht. Im Restaurant „Zur Lüchte“ ist gut aufgehoben, wer regionale, gerne deftige Küche mag – aber auch die eine oder andere Überraschung. Zum Zander etwa gibt es in der „Lüchte“ ein untypisches, aber leckeres Rahmsauerkraut. Eine Kombination, für die man sonst Mousse T.s „Funky Kitchen“ aufsuchen müsste. Die „Lüchte“ liegt im Souterrain des „Leine Hotels“, die Wände sind teils holzvertäfelt, die Deckenpfeiler bauchig, hier gibt es Eck-

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ZUR LÜCHTE
Schöneberger Straße 43 30982 Pattensen Telefon (0 51 01) 91 86 12. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 12 bis 14 Uhr sowie 18 bis 22 Uhr. Preiskategorie: moderat

bänke und einen Tresen, an dem die Pattenser ihr Bier trinken können – ohne, dass die „Lüchte“ dadurch Kneipencharakter bekäme. Um auch kulinarisch bodenständig zu bleiben, wählen wir einen „Lüchtetopf“, drei Schweinefilets auf einem Mount Everest aus Bratkartoffeln und Marktgemüse, darüber ein Schwung Sauce hollandaise. Das schmeckt so, wie es klingt: saftig und kräftig und gut. Die Bratkartoffeln werden mit reichlich Speck und Zwiebeln gereicht, die Hollandaise wird vorsichtig aufgetragen, sodass der Rest des Topfes nicht in ihrem Aroma verschwindet.

Was die Menge angeht, ist der „Lüchtetopf“ selbst für einen ehrgeizigen Esser zu viel. Die überaus freundliche Bedienung fragt am Ende nach, ob man die übrig gebliebenen Kartoffeln und das Gemüse mit nach Hause nehmen möchte, was irgendwie urig wirkt. Dass der Topf am Ende zu groß ist, liegt auch an der Vorspeise, einem zarten Rindercarpaccio, das ebenfalls eine Freude war. Wer nicht jeden Abend in die „Lüchte“ will, bekommt auch im Restaurant „Zur Linde“, Göttinger Straße 14, gutbürgerliche Küche und einen gemütlichen Abend geboten. Etwas feiner geht es in „Das Kleine Restaurant“ in Schulenburg, Hauptstraße 28, zu. Als Restaurant mit Biergarten empfehlen Pattenser gerne das Gasthaus „Zu den Linden“ in Jeinsen, Calenberger Straße 7. Hier lässt es sich vor allem im Sommer gemütlich draußen sitzen. fx

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tür Autogrammwünsche vorbringen. „Wir nehmen alles, was signiert werden soll, mit nach Bremen, und Per macht das dann“, sagt Vater Stefan. Vor allem aber behält der Bankfachmann im Auge, was seinem Sohn in Bremen geraten wird. Die Finanzen bleiben Familiensache. Ansonsten macht bei den Mertesackers jeder das, was er gemacht hätte, wenn der Mittlere nicht Fußballstar geworden wäre: Vater Stefan arbeitet als Dozent in der Sparkassenakademie, Mutter Bärbel als Schulverwaltungskraft in der Pattenser KGS, Bruder Denis in einem Metall verarbeitenden Betrieb und Bruder Timo in der Bank. Vor dem Haus stehen ein Mittelklasse- und ein Kleinwagen, nichts mit Felgen in Höhe einer mittelgroßen Hundehütte, und wenn Bremen gegen Dortmund spielt wie jetzt am Sonnabend, liegt Spannung in der Luft. „Denis ist Dortmund-Fan“, sagt Vater Stefan. Nichts gegen Werder, aber Fan ist Fan, sagen die Eltern. „Damit muss der Bruder klarkommen.“ fx

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Hannover
G E S I C H T E R & G E S C H I C H T E N

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Auf lauten Pfoten
„Cats“ reißt bei der Galapremiere auf dem Waterlooplatz die Zuschauer mit – und kommen ihnen manchmal ganz nah.
er hätte gedacht, dass sich der altehrwürdige Waterlooplatz mal in eine Schrotthalde verwandeln würde, auf der herrenlose Tiere herumstreunen! Nun ist es so weit, aber es ist alles halb so wild. Aber auch halb so wild ist noch wild, und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum diese Halde so viele Neugierige anlockt, die sogar noch Geld dafür bezahlen. Denn: Auf der Müllkippe ist richtig was los. Des Rätsels Lösung steckt unter einer großen Plane in müllkompatibel beschichtetem Schwarz – und heißt natürlich „Cats“. Mit großen, gelben Augen starrt das Zelt einen an, mit großem Brimborium ist Andrew Lloyd Webbers Mutter aller Popmusicals auf Tournee, Hannover ist nach Hamburg die zweite Station in Norddeutschland. Gestern war nach einigen Voraufführungen am Wochenende nun die Galapremiere und lockte auch einige prominente Katzenfreunde oder einfach nur Show- und Eventfans an. Dass wegen der großen Nachfrage nicht hinten, sondern vorne Vorstellungen angehängt wurden und somit die Galapremiere einfach vorverlegt wurde, sagt auch etwas über die Beschaffenheit dieses Stücks Unterhaltungsgeschichte aus: Hier ist eine Vorstellung wie die andere, nicht erst seit Sonnabend oder seit Tourneestart, sondern seit 30 Jahren. Und auch gestern bekamen die Gäste das, wofür „Cats“ seit mehr als einem Vierteljahrhundert steht: Qualität und Professionalität, buchstäblich bis in die Haarspitzen. Ob Kostüme, Schminke, Gesang oder Tanzchoreografie – hier weicht nichts und niemand von den ursprünglichen Vorgaben ab, diese Katzen stehen unter strengstem Artenschutz. Das ergibt auf der Bühne ein großes Stück Nostalgie, das fast stur allen Entwicklungen der Szene zu trotzen vermag. Vom ersten Moment, als die Katzen im zirkusartigen Rund vor den rund 1800 Menschen auf der Bühnenhalde zu ihrem „Jellicle Ball“ zusammenströmen, fühlt man sich zurückversetzt in die Achtziger, als „Cats“ allgegenwärtig und eine echte Musiktheatersensation war. Die „Jellicle Cats“, als die sich die Streuner in einer ersten Ensemblecho-

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VON U W E JANSSEN

reografie besingen und betanzen, erinnern heute an Massenszenen aus Michael Jacksons „Thriller“-Video. Die Posereinlage des eitlen Katzengockels Rum Tum Tugger könnte auch aus der Rocky Horror Picture Show stammen. Und die weichen Synthesizerteppiche in Kombination mit Elementen aus Big-Band-

Diese Katzen stehen unter strengem Artenschutz: Die „Cats“-Darsteller haben die Zuschauer gestern Abend bei der Galapremiere begeistert. Dröse (3)

Sound, Disko und Artrock verweisen auch unumwunden auf die Zeit, in der sie komponiert wurden. Das wirkte lange überholt, mittlerweile nimmt man es wieder als schicken Retrotrend. Und als absolut familientaugliches Kulturspektakel. Da nehmen die Eltern gern die

Kinder mit. Vielleicht ist es sogar umgekehrt. Zu handlungskomplex geht es jedenfalls nicht zu auf dem Schrottplatz. Die Katzen feiern ihr alljährliches großes Fest, um schließlich einen unter ihnen zur Wiedergeburt auszuwählen. Bis dahin dürfen sich die vielen Charaktere der Reihe nach in Tanz und Gesang vorstellen. Auffällig sind neben Rum Tum Tugger vor allem Grizabella, eine ehemalige Glamourkatze, deren beste Tage längst gezählt sind, die alte gemütliche Gumbie-Katze, Alt-Deuteronimus, weiser Seniorkater im Clan, oder das agile Paar Mungojerry und Rumpleteazer, die mit einer furiosen Vorstellung für ein bejubeltes Highlight vor der Pause sorgen. Um sich alle Katzen mit ihren absonderlichen Namen (Jenny Fleckenfell, Shimbleshanks, Munkustrap, Mistoffelees) merken zu können, muss man schon Edelfan sein. Deren Zahl sollte man nicht unterschätzen: Von Beginn an wird auf vielen Plätzen mitgesungen, als ob hier die Rolling Stones spielten. Ein bisschen ist sogar dran an diesem Vergleich. Nur dass man in das MickJagger-Kostüm keinen jungen Darsteller stecken kann. Später taucht auf der Bühne ein Störenfried auf, aber so richtig böse wirkt hier keiner, Konflikte haben auf der Katzenfete keinen Platz, sie werden flugs weggezaubert oder mitreißend weggetanzt – manchmal toben die Akteure gar halsbrecherisch in den Publikumsgängen. Für Melancholie ist aber immer Zeit. „Memories“, singt Grizabella, mit der die Sippe schließlich auch wieder ihren Frieden findet. Es ist die größte Schnulze des Abends – und einer der größten Hits, die der Musicalmarkt je abgeworfen hat. Als Alt-Deuteronimus schließlich Victoria ein zweites Leben im Himmel schenkt und eine pathetische Rede ans Premierenvolk richtet, nehmen alle ein paar gut gemeinte Lebensratschläge mit vom Schrottplatz nach Hause – und das Gefühl, dass manche Katzen auch mehrere Leben haben, ohne im Himmel gewesen zu sein.
Aufführungen bis zum 21. Mai. Karten und Infos gibt es unter Telefon 0 18 05 – 15 2530 oder unter www.kartenkaufen. de.

Geiger Charly macht sich warm.

Surrey

Das Fest der Flaneure beginnt
VON JAN S EDELIES m den Schorsenbummel zu erklären, braucht es manchmal keine Worte. Als Geiger Charly Neumann mit Mitgliedern des Hannöverschen Tradition-Corps gestern für das Pressefoto zum Maschteich eilte, kamen sie schon, die Schaulustigen mit Kameras. Immer wieder sollten die Traditionalisten in den festlichen Kleidern für Touristen posieren. „Schon früher ging es beim Flanieren um sehen und gesehen werden“, sagte der Corps-Vereinsvorsitzende Reinhard Meiselbach. In diesem Jahr haben Interessierte dreimal die Chance dazu. Der Schorsenbummel wird jeweils am Sonntag 15. Mai, 19. Juni und 11. September, auf dem Opernund Georgsplatz gefeiert. Der Verein organisiert die gastronomischen Angebote, für Kulturprogramm und Finanzierung sorgt das Kulturbüro. Dabei treten unter anderem die Big-Band der Musikschule, das Heeresmusikkorps 1 und das Polizeikorps Niedersachsen auf – und natürlich auch Geiger Neumann, der auch in diesem Jahr als König Georg III. zum Fest kommen wird. Am Sonntag, 15. Mai, geht es um 13 Uhr los.

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Sängerin Valeria hat ihre CD fertig.

privat

Erst Kindergedichte, dann Musicalgeschichte
VON U W E JANSSEN

Valeria singt jetzt auf Italienisch
VON JAN S EDELIES

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igentlich ist „Cats“ Kinderkram: Das Musical basiert auf dem Gedichtzyklus „Old Possum’s Book of Practical Cats“, das T. S. Eliot 1939 verfasste. Knapp 40 Jahre später nahm sich Andrew Lloyd Webber einige Gedichte aus dem Werk vor und begann, sie zu vertonen und die Gedichte durch eine Handlung zu verbinden, die es bei Eliot noch nicht gab. Bald stellte sich heraus, dass der Stoff genug für ein Musical neuen Typs hergab. „Cats“ wurde eine Art Brückenstück von klassischen und Rockmusicals à la „Mary Poppins“, „West Side Story“ und „Hair“ zum durchkomponierten Popmusical – ohne mit den Vorgängermodellen zu brechen. Im Jahr 1981 feierte das Katzenstück mit seinen aufwendig choreografierten Tanznummern und den bis ins Detail ausgefeilten Katzenkostümen aus Büffelhaar Premiere. Sie ging am 11. Mai im New London Theatre über die Büh-

Musical-Schöpfer: Andrew Lloyd Webber mit der bekannten „Cats“-Darstellerin Elaine Paige 2002 in London. ne. Unter anderem mit Elaine Paige, Paul Nicholas und – allerdings nur in einer kleineren Rolle – Sarah Brightman. Der Erfolg war von Beginn an überwältigend. Das Stück zog 1982 an den Broadway, wo gegenüber der Urfassung

Feuerwerk am Broadway: Die Party für die am längsten laufende Show im New Yorker „Winter Garden“ gab‘s bereits 1997. einige Charaktere wegfielen, im deutschsprachigen Raum wurde es 1983 im Theater an der Wien unter der Leitung von Peter Weck erstmalig aufgeführt – mit Ute Lemper und Angelika Milster, deren „Memories“-Fassung

Unvergessene Katze: Angelika Milster ist mit ihrer „Memories“-Fassung in Erinnerung geblieben. Archiv (3) („Erinnerung“) immer noch am nachhaltigsten in Erinnerung ist. In Hamburg, wo die Tourneeproduktion im Januar dieses Jahres startete, gastierte „Cats“ als Standortfaktor von 1986 an fast 15 Jahre im Operettenhaus.

Der Rest sind Rekorde und fast unglaubliche Zahlen. Im Londoner Westend wurde „Cats“ in 21 Jahren 9000mal aufgeführt, zum letzten Mal 2002 – wieder an einem 11. Mai. Bis heute haben rund 50 Millionen Besucher das Musical gesehen, es ist eines der erfolgreichsten aller Musical-Zeiten. Es gab verschiedene Tourneeproduktionen, auch in Deutschland, teilweise in englischer Originalfassung, teils in der deutschen Übersetzung. Der Musicalproduzent Maik Klokow verantwortet die aktuelle Tournee, die zu einer der größten in der Geschichte von „Cats“ zählt. Und erstmals auch in einem eigens dafür angefertigten Theaterzelt stattfindet. Der Waterlooplatz in Hannover ist die dritte Station auf der Tournee, die auf drei Jahre Mindestlaufzeit angelegt ist, möglichst aber noch weiter geführt werden soll. Weitere Stationen sind unter anderem Mannheim, Luxemburg, Zürich und Wien.

S

ie ist die Abräumerin des Songwettbewerbs „Hören!“: Valeria Piepenbrock. Zwei Jahre hintereinander gewann sie den Jurypreis und sicherte sich so eine CD-Aufnahme. Um sich weiterzubilden, besuchte die Studentin des „Popular Music“-Studiengangs in Hannover einen Workshop in Hamburg, wo sie ihre Band fand. „Die drei talentierten Jungs haben mich gefragt, ob das jetzt nur ein Projekt ist oder ob wir weitermachen wollen – das war für mich der Jackpot!“, sagt Valeria. Gemeinsam nahmen sie ihre erste CD auf, die jetzt unter Valeria Frattini erschienen ist. „Auf der CD singe ich auf Italienisch – und Piepenbrock passt nicht wirklich“, sagt die 22-Jährige. Frattini ist der Geburtsname ihrer Mutter, sie selbst ist Halbitalienerin. „Mit deutschen Texten kann ich mich nicht so recht ausdrücken, Englisch singt jeder, ich wollte etwas Besonderes machen“, sagt sie. Ihre CD ist im Internet oder im Plattenladen 25 Music in der Lister Meile erhältlich.

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Meine liebe Mutter, unsere Schwester, Schwägerin und Tante

Hildegard Steinborn
geb. Schwenger * 27 . Februar 1926 † 29. April 2011 hat uns nach kurzer, schwerer Krankheit für immer verlassen. In Liebe und Dankbarkeit: Winfried Steinborn im Namen aller Angehörigen 30926 Seelze-Letter, Fritz-Erler-Straße 9
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. Mai 2011, um 11 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes in Letter (Parkplätze Hölderlinstraße und Porschestraße) aus statt. Behrens Bestattungen, Seelze-Letter, Telefon (05 11) 40 39 90.
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Alfred Bredthauer
* 3. Dezember 1930 † 29. April 2011
Traurig, dass du nicht mehr bei uns bist. Erleichtert, dass du nicht mehr leiden musst. Dankbar, dass du immer für uns da warst. In Liebe Deine Inge Alfred und Britta mit Claudia und Kathrin Peter und Barbara mit Andre, Tobias und Franziska Andreas und Petra mit Fabian und Nils 30966 Hemmingen-Arnum, Sonnenweg 6 Die Beisetzung findet am Freitag, dem 6. Mai 2011, um 12 Uhr von der alten Kapelle des Stadtfriedhofes Ricklingen, Göttinger Chaussee, aus statt.
Betreuung durch Heinz Birnbaum, Bestattungen, Pattensen, Telefon (0 51 01) 1 30 01.
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Bäckermeister

Unseren Kindern Sven und Ivonne wünschen wir viel Freude mit Mia! Die glücklichen Großeltern Peter und Renate Schmitz, Onkel Max und Tante Sina
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Unser Marius Joshua wird bereits 1 Jahr alt.
Alles Liebe und Gute wünschen wir Dir, kleiner Prinz, zu Deinem heutigen Ehrentag. Wir lieben Dich! Deine Eltern, Carla & Sven Nettelmann
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Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus. Joseph von Eichendorff In tiefster Dankbarkeit für Deine innige Liebe und aufopfernde Fürsorge nehmen wir Abschied von unserer lieben Mama, Schwester, Tante und Cousine

Angela Zimmermann
geb. Meissner * 29. 11. 1921 † 30. 04. 2011 Hohndorf / Schlesien Hannover In unseren Herzen stirbst Du nie

Lieber Rolf, Lieber Papa!
Wir wünschen Dir Alles Liebe und Gute zu Deinem heutigen 75. Geburtstag!

Hey! Hey! Hey!

Dieter und Silke Patricia und Uwe

Der Tod mag kommen, wann er will – stets kommt er zu früh und unerwartet.

Mareike hat Geburtstag!
Alles Liebe für Dich von Heike
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Liesbeth, Silke & Carsten
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30459 Hannover, Distelkamp 16 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. Mai 2011, um 10.00 Uhr von der Kapelle des Michaelisfriedhofes in Hannover-Ricklingen, An der Bauerwiese, aus statt. Das Requiem erfolgt am selben Tage um 9.00 Uhr in der Klosterkirche St. Monika, Hahnensteg 53. Jürges Bestattungen, Willführstraße 6 und Wallensteinstraße 1 in 30459 Hannover. Telefon: 0511- 421269
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und alle Angehörigen

Mein lieber Mann, Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel

Karsten (Hein) Lüder
* 17. 9. 1963 † 28. 4. 2011

Heinz Pollmann
* 29. 2. 1924 wurde von seinem Leiden erlöst. In stiller Trauer: Gisela Pollmann geb. Ebeling Werner und Helga Bruns geb. Pollmann Thorsten und Kathrin Bruns geb. Schneider mit Arne und Eike Helga Köppen geb. Pollmann Traueranschrift: Helga Bruns, Moorhoffstraße 9, 30419 Hannover
Die Urnentrauerfeier und anschließende Urnenbeisetzung findet am Dienstag, dem 10. Mai 2011 um 10 Uhr von der Kapelle des Stadtfriedhofes Hannover-Stöcken, Stöckener Str. 68, aus statt. Best.institut Isenbarth, 30419 Hannover-Stöcken, Broyhanstr. 5, Tel.(0511)795204

Wir sind sehr traurig Sigrid und Peter Lüder sowie alle Angehörigen
30926 Seelze, Bachstraße 41 Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Freunden und Bekannten unseres Sohnes, die ihm in den letzten Jahren hilfreich zur Seite standen. Karsten’s erfolgt anonym. Wunsch entsprechend die Urnenbeisetzung

† 17. 4. 2011

Liebe Alt-Azubis,
wir wünschen euch alles, alles Gute für die Abschlussprüfungen und drücken euch alle Daumen. Ihr schafft das !!!

Wilhelm Schmidt
* 20. 9. 1933 † 2. 5. 2011 In Erinnerung

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von meinem Lebenspartner, unserem Vater, Schwiegervater, Opa und Uropa

Walter Runge
* 13. 10. 1934 † 17. 4. 2011 Im Namen der Familie: Eckhard Ellen, Heike und Familien Ellen Runge, Burgdorferstr. 48, 31275 Lehrte
Die Urnentrauerfeier und Beisetzung findet am 10.Mai 2011 um 14 Uhr von der Kapelle des Stadtfriedhofes HannoverStöcken aus statt. Von freundlichst zugedachten Kränzen und Blumen bitten wir abzusehen.

Sigrid Schmidt
† 5. 8. 1995

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Danke sagen

Alex, Jana, Martin, Steffy und Vanessa
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Arnd, Ulf, Rüdiger und Georg
30655 Hannover, Klingerstraße 23
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. Mai 2011, um 10.30 Uhr von der Kapelle des Stadtfriedhofes Bothfeld aus statt.
Best.-Inst. A. Behling, Sutelstraße 69, Hannover-Buchholz

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Am 24. April 2011 verstarb unser ehemaliger Gruppenleiter der Abteilung Personal-Vertrieb

Wir trauern um unsere liebe und kluge Schwester, Tante und Schwägerin

Xenia Julia Maria Rajewsky
Diplomsoziologin geb. 24. April 1939 in Frankfurt am Main gest. 29. April 2011 in Hannover Du bist uns vorangegangen, aber Du bleibst in unseren Herzen Manfred Rajewsky Klaus Rajewsky Alice Rajewsky Irina Rajewsky Gregor Rajewsky Nikolaus Rajewsky Christine Kocks Helga Rajewsky

Am 17.04.2011 verstarb

Willy Gerhardt
im Alter von 97 Jahren. Der Verstorbene gehörte der Landschaftlichen Brandkasse Hannover mehr als 17 Jahre an. Seine Aufgaben in unserer Inkassoabteilung und zuletzt im Bereich Personal-Vertrieb erfüllte er mit hoher Einsatzbereitschaft und großem Erfolg. Von seinen Vorgesetzten, Kollegen und den Mitarbeitern wurde er sehr geschätzt. Gemeinsam mit seiner Familie trauern wir um ihn. Vorstand und Mitarbeiter der VGH Versicherungen
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Herr Heinz Pollmann
im Alter von 87 Jahren. Herr Pollmann war bis zum Eintritt in den Ruhestand über 38 Jahre in der Geschäftsstelle Hannover tätig. Wir haben Herrn Pollmann stets als zuverlässigen, kompetenten und pflichtbewussten Mitarbeiter kennen und schätzen gelernt. Wir trauern um den Verstorbenen und denken an ihn in Anerkennung und Dankbarkeit. Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeiter 

rinnerungen, die unser erz berúhren, gehen niemals žerloren 

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geb. erschke Ù 1. Februar 1921 Ö 1. ai 2011 ank fúr die gemeinsame, schâne eit, die žoller iebe Ÿar.

Die Beisetzung findet am 10. Mai 2011 um 13.00 Uhr auf dem Südfriedhof in Frankfurt am Main statt.
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Psalm 31, 16

Wir trauern um unsere liebe Cousine und Tante

Gisela Gronwald
* 13. März 1928 † 29. April 2011

Am 29. April 2011 verstarb unsere langjährige Mitarbeiterin

Frau Ute Rodenkirchen
im Alter von 54 Jahren. Frau Rodenkirchen war seit 1974 beim Finanzamt HannoverNord beschäftigt. Von ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen war Frau Rodenkirchen sehr geschätzt und geachtet. Mit ihr verlieren wir eine engagierte, freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterin. Betroffen und in Trauer nehmen wir Abschied. Vorsteher und Personalrat des 

—š–”‘‰ ú–œš geb. ischka •‘œ ”—š‘‰– –Œ š‘›œ—˜š ”‰Œ‘‰ ‰šŒš geb. ischka š ”‰Ž ‰šŒš •‘œ ‰š‘— –Œ ‰”” –âš‘– 
ie rauerfeier findet am Samstag, dem . ai 2011, um 11 Uhr in der Kapelle des auses Wiese Bestattungen, Baumschulenallee 32 á sterfelddamm, 3062 annožer, elefon 011 9 , statt. Statt Blumen und Kr¦nze bitten Ÿir um eine Spende fúr die ktion Kindertraum, Kto. 13 196 302, ostbank annožer, B  20 100 30, KennŸort dith ischka.
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Bernhard und Heike Kanstein
im Namen der Familien

AachenMünchener
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Gronwald, Kanstein, Sohns
30177 Hannover, Slevogtweg 3
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 12. Mai 2011, um 14.00 Uhr in der Kapelle des Hauses Wiese Bestattungen, 30625 Hannover, Baumschulenallee 32 / Osterfelddamm, Telefon: 05 11 - 957 857, statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt in Schwarzenau - Bad Berleburg.
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Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Antoine de Saint-Exupéry

Für alle Beweise der Anteilnahme, die mir zum Tode meines Mannes

Finanzamts Hannover-Nord
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Gekämpft, gehofft und doch verloren.

Hans Hornemann
† 09.04.2011
auf vielfältige Art zuteil wurden, sage ich aufrichtigen Dank.

Heiner Otten
* 15. 6. 1958 † 28. 4. 2011 In tiefer Liebe Anja mit Mae Anni Otten Georg und Hermine Otten Familie Irene und Klaus Maczassek
31020 Salzhemmendorf-Oldendorf, Auegrund 1 Die Trauerfeier ist am Samstag, dem 7. Mai 2011, um 12 Uhr in der Friedhofskapelle Osterwald. Die Urnenbeisetzung findet im Familienkreis statt.
Betreuung: Bestattungsinstitut Freimann, Telefon (0 51 53) 10 82.

Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Opa und Bruder ist nach neuer Lebenskraft unerwartet von uns gegangen. Du warst ein großartiger Mensch.

Günter Freitag
* 9. 8. 1932 † 1. 5. 2011
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Heidi Hornemann
Langenhagen, im Mai 2011

Heinrich Schmidt
* 25. 1. 1935 † 25. 4. 2011 Wir werden dich sehr vermissen. Brigitte Schmidt geb. Adler Uwe und Sandra Schmidt mit Kai-Uwe, Dirk und Fabian Arne und Tanja Klingenhagen mit Laura Gerd und Monika Schmidt Martina und Wolfgang Breitung Markus und Kerstin Bachert
Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.
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Wir sind sehr traurig

Helga Freitag geb. Wolleben Karsten und Sabine Matthias und Kristina Marlon, Marvin, Mario und Tom
30966 Hemmingen-Arnum, Moulineauxplatz 11 Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 6. Mai 2011, um 15.00 Uhr in der Kapelle des Arnumer Friedhofes, Wilkenburger Straße, statt. Anstelle freundlich zugedachter Blumen und Kränze bitten wir um eine Spende an die Palliativstation im Seniorenpflegeheim Mittelfeld, Kto. 039 720 3800, BLZ 251 900 01, Hannoversche Volksbank. Stichwort: Günter Freitag. Jürges Bestattungen, 30459 Hannover. Telefon 0511/421269
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Am 16. 4. 2011 verstarb im Alter von 30 Jahren unsere Mitarbeiterin

Frau Polizeioberkommissarin

Melanie Watzlaw
Angehörige der Bundespolizeiinspektion Hannover Wir werden der Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Der Leiter der Bundespolizeiinspektion Hannover Jö r d e n i n g
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Für den Personalrat

Alle Traueranzeigen auch im Trauerportal der HAZ und NP

Glinke
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Farnkappe

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wei Spieltage noch, und es gibt eine schlechte und eine gute Nachricht aus Sicht der „Roten“. Die schlechte: Die Meisterschaft ist weg, zumindest für diese Saison. Die gute: Die Bayern laufen trotz des Sieges gegen Schalke immer noch nicht rund. Jüngstes Beispiel ist Franz Beckenbauer, der für Manuel Neuer auch gern 50 Millionen Euro bezahlen würde. Was Beckenbauer offensichtlich nicht weiß – für 50 Millionen bekommt er den ganzen Verein und Wanne-Eickel obendrauf. Schalke-Manager Horst Heldt will dringend mit Beckenbauer sprechen, er würde die Anreise auch selbst zahlen. Wer in diesen Tagen auf der Suche nach einer exklusiven Meinung ist, könnte behaupten, Borussia Dortmund habe die Meisterschaft völlig unverdient mit langweiligem Konterfußball gewonnen. Das stimmt zwar nur bedingt, ist aber immer noch spannender, als ewig zu hören, dass der Titel für den BVB mindestens so verdient sei wie die Meisterschaft des FC Bayern München 1971/1972. Irgendwann ist auch mal gut. Bei Hannover 96 haben sie im Endspurt um Platz 3 zur Überraschung aller die Taktik gewechselt. Statt Heimsieg mit Zauberfußball haben sich die Mannen um Trainer Slomka für Schonwetterfußball und die kräfteschonende Variante Windschatten entschieden und damit nicht nur Mike Hanke eine große Freude gemacht. Etwas weiter südlich können sie ihr Glück kaum fassen, erst fährt 96 rechts ran und macht die Überholspur frei, und dann stellt sich am selben Tag auch noch ein sichtlich abwesender FC Schalke in München vor. Die Leistung der Schalker ist dermaßen desolat, dass Manuel Neuer nach dem Spiel nur mit viel Mühe bewegt werden kann, in den blauen Mannschaftsbus zu steigen. Der diensthabende „Sky“-Reporter spricht noch in der 1. Halbzeit alle Spieler und Spielzüge der Bayern selig und beantragt für sich die doppelte Staatsbürgerschaft, deutsch/bayerisch. Und während die Bayern auf Wolke 3 der erhofften Champions-LeagueTeilnahme entgegenschweben, hat Hannover 96 auf Farnkappe umgestellt: Schwarz-Weiß-Grün ist die Hoffnung. Die Hoffnungen heißen St. Pauli und Stuttgart. Von den Stuttgartern wünscht man sich bei 96 ehrlicherweise, dass sich diese bereits ab heute auf das Saisonabschlussspiel, den großen Südgipfel, vorbereiten mögen. St. Pauli braucht man nur an 2002 erinnern: Pauli Letzter, Bayern Weltpokalsieger, Pauli gewinnt 2:1 und feiert. Und 96? Feiert auch. Denn Hannover spielt im August auswärts, tendenziell irgendwo Richtung Sonnenaufgang. Sorgen im Sturm werden die „Roten“ kaum haben, zur Not stellt sich Mirko Slomka selbst auf. Am Sonnabend hat der 96-Coach als Referenz einfach mal drei Dinger in der ZDF-Torwand versenkt, für die Trefferquote bräuchte Theofanis Gekas die gesamte Saison. Zum Schluss der erste Teil des Sprachkurses „96 в пути“ (96 unterwegs): Osteuropäische Frikadelle? Russisch Boulette. D ER P L AT Z WART
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Raue Töne, harte Zweikämpfe, hohes Tempo: Das 96-Training hat es in sich
VON JÖRG G RU ß ENDORF Hannover. Dieses Training hatte es in sich. Von der ersten bis zur letzten Minute. Bissige Kommentare von Mirko Slomka, Wortgefechte, hartes Einsteigen, nicklige Fouls, dazu große Laufarbeit und ein unerhörtes Tempo in den intensiven Spielformen. Hannover 96 hat noch einiges vor in den verbleibenden zwei Spielen. Diese Schärfe verblüffte dennoch – und zum Schluss bekam Emanuel Pogatetz auch noch einiges zu hören von Slomka. Der 96-Trainer schnappte sich den Innenverteidiger noch auf dem Platz zu einem persönlichen Gespräch. Von Weitem ähnelte das Ganze mehr einem Monolog Slomkas, Pogatetz kam nämlich nur selten zu Wort, oft zuckte der Österreicher, der auf dem Spielfeld keinem noch so harten Duell aus dem Weg geht, nur mit den Schultern. Er wirkte wie ein braver Schulbub. Über den Inhalt dieses Gesprächs kann nur spekuliert werden. Ging es noch um Pogatetz’ Fehler vor dem entscheidenden Treffer der Mönchengladbacher am Sonnabend, als er den Torschützen Marco Reuss nicht schnell genug und dann auch nur halbherzig angegriffen hatte? Oder war Slomka mit der Trainingseinstellung des Verteidigers nicht zufrieden? Der Trainer gab überhaupt keine Stellungnahme ab. „Wir haben nur allgemein gesprochen“, sagte Pogatetz, „aber zum Inhalt möchte ich mich nicht äußern“, um dann noch schnell anzuführen: „Es ist alles okay.“ Na, ja. Diese Szene zwischen Slomka und Pogatetz, dazu die harten Zweikämpfe und rauen Töne in der Trainingseinheit, lassen nur einen Schluss zu: Zufrieden mit dem 4. Platz ist bei 96 niemand. Es waren schöne Grüße an den FC Bayern München, die man auch so übersetzen könnte: Ihr seid noch lange nicht durch. Hier wird nichts hergeschenkt, schon lange kein Champions-League-Platz, hier wird gekämpft bis zur letzten Minute der Saison. Ein kleiner Patzer von euch, und wir sind da! Es entstand ein komplett anderer Eindruck als noch am Sonnabend. Zwischen den Zeilen hatten die Hannoveraner da dem FC Bayern bereits zu Tabellenplatz 3 gratuliert. Der Frust über das 0:1 gegen Mönchengladbach hatte sehr, sehr tief gesessen. Die absolute Überzeugung von der eigenen Leistung war nicht mehr herauszuhören. Doch Kampfgeist und Aggressivität, die gegen die „Fohlen“ bei allem Bemühen ein wenig gefehlt hatten, waren spätestens gestern bei der ersten richtigen Trainingseinheit dieser Woche zurückgekehrt. Da war sofort wieder jenes Feuer in den Aktionen zu spüren, das die „Roten“ in dieser Saison so oft versprüht haben. „Gegen Gladbach hatten wir einige Probleme“, bekannte Kotrainer Norbert Düwel, der nicht mit der Einstellung („Die war vollkommen in Ordnung“) der Elf haderte, wohl aber mit dem spielerischen Auftritt. „Wir müssen ganz schnell wieder zu der Spielweise zurückkehren, die uns in dieser Saison ausgezeichnet hat“, sagte Düwel. „Darum haben wir heute besonders hart und ausführlich an unseren Stärken gearbeitet.“ Die da heißen: direktes Umschalten nach dem Ballgewinn, Tempodribbling und den schnellen Torabschluss suchen. Mit diesen Eigenschaften will man versuchen, diese ohnehin grandiose Saison noch zu toppen. „Der Kampf um Platz 3 ist nach dem 0:1 schwieriger geworden“, sagt Düwel, „aber nicht aussichtslos.“ Bayern hat zwei Spieltage vor Schluss zwei Punkte Vorsprung und das weitaus bessere Torverhältnis. Aber auch im Kampf um Platz 4 dürfe man sich keine Nachlässigkeit erlauben, meinte der Kotrainer, „um da sicherzugehen, brauchen wir noch zwei Punkte“. Am besten soll schon am Sonnabend beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr) alles klargemacht werden. „Das wird schwer“, sagt Innenverteidiger Pogatetz, „aber wir haben oft genug gezeigt, dass wir es können.“ Mönchengladbach ist abgehakt, die „Roten“ stürzen sich unternehmenslustig ins Saisonfinale.

Das Feuer ist zurück

Wundern über das Wunderpferd
Das Rätsel Totilas
VON M ICH A EL R OSSM ANN Mühlen/Hagen. Totilas gibt Rätsel auf. Ist das teuerste Dressurpferd der Welt noch nicht richtig fit? Ist der neue Reiter Matthias Rath mit dem schwarzen Hengst überfordert? Die Szene spekuliert und spottet. Die Absage des geplanten Debüts, das an diesem Wochenende in Hagen bei Osnabrück geplant war, hat die Spannung und die Skepsis erhöht. Und zugleich den Druck für die Reiter-Pferd-Kombination, die als Traumpaar vermarktet werden soll. „Das passt wunderbar“, versicherte Paul Schockemöhle über das Duo. Er hatte den als „Wunderpferd“ geltenden Hengst im vergangenen Oktober für rund zehn Millionen Euro gekauft. Der Pferdehändler betont: „Matthias ist ganz cool.“ Die Absage des Starts in Hagen, die mit einem Hufgeschwür und der dadurch notwendigen medikamentösen Behandlung begründet wurde, verteidigte Schockemöhle: „Wir wollen kein Risiko eingehen.“ Die Zeit wird allerdings knapp. „Das Ziel ist nach wie vor die Europameisterschaft“, erklärte Schockemöhle. Dazu sind Starts bei den deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Balve und beim CHIO in Aachen Mitte Juli notwendig. In der Dressurszene wird bereits getuschelt und spekuliert. Das Debüt sei verschoben worden, weil Rath mit Totilas nicht zurechtkomme, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Öffentlich sagen mag das so deutlich allerdings keiner. Bisher gab es nur einen kleinen Show-Auftritt im Februar in Vechta vor rund 2000 Zuschauern. „Totilas soll mal so langsam an die Sonne kommen“, hat die zweimalige Mannschaftsolympiasiegerin Ulla Salzgeber zuletzt beim Weltcupfinale in Leipzig gefordert. „Es wäre schön, wenn jetzt mal etwas über ihn geschrieben würde, was man auch sehen kann.“ Isabell Werth gibt zu: „Mich amüsiert das eher.“ Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt hatte es abgelehnt, das Pferd zu reiten. Der Wirbel um Totilas sei „marketingtechnisch wohl gewollt“, meinte Werth. Betreut wird die Familie Rath, die mit Schockemöhle inzwischen eine Besitzergemeinschaft bildet, von der Agentur vom Gatten des deutschen Außenministers Guido Westerwelle (FDP), Michael Mronz. Der arbeitet vor allem für die CHIO-Veranstalter in Aachen und will nun auch an der Totilas-Vermarktung verdienen. Bisher dürfte das ein ordentliches Zuschussgeschäft gewesen sein. Der Totilas-Effekt droht umzuschlagen. Das Turnier in Hagen konnte zunächst mit dem spektakulären Pferd werben und freute sich auf die prima PR. Nun aber hat die ARD die geplante Fernsehübertragung vom Turnier kurzfristig abgesagt, weil Totilas nicht startet. Die Erwartungshaltung, so viel ist sicher, ist durch die verschobene Premiere nicht geringer geworden. Nur 1. Plätze helfen Rath, egal wann und wo das Debüt stattfindet. Edward Gal, der mit Totilas im vergangenen Jahr bei der WM alle drei möglichen Goldmedaillen gewann, ist ohnehin skeptisch. „Es wird schwierig für Matthias“, sagte der Niederländer: „Läuft es gut, ist es das Pferd. Läuft es nicht gut, liegt es am Reiter.“ dpa

Klärungsbedarf: 96-Trainer Mirko Slomka im Gespräch mit Emanuel Pogatetz.

-NOTIZEN
CARLITOS WIRD GESCHONT Carlitos muss noch zuschauen. Der Portugiese, der unter einer Reizung in seinem operierten Knie leidet, soll weiter im Rehabereich arbeiten, wie Kotrainer Norbert Düwel sagt. Die Saison, die ja nur noch zwei Spiele zählt, sei für den 28-Jährigen aber noch nicht beendet. KIND SCHLÄGT MIT KIEFER AUF Anlässlich der Feier des 100-jährigen Bestehens der Tennissparte der „Roten“ am 13. Mai wagt sich auch Klubchef Martin Kind auf den Court. Er wird gemeinsam mit der ehemaligen deutschen Nummer 1, Nicolas Kiefer, der auch bekennender 96-Fan ist, auf der Anlage in der Clausewitzstraße im Doppel spielen. Gegner sind Benjamin Bethmann (Tennistrainer) und Mark Decker (Nummer 1 der 96-Herren). TRAINING HEUTE ... ... um 10 Uhr, Mehrkampfanlage, und um 15.30 Uhr (nicht öffentlich). gru

Da staunt der Kollege: Beobachtet von Mohammed Abdellaoue zeigte Didier Ya Konan gestern im Training eine artistische Einlage. zur Nieden (2)

Ein frühes Tor muss her
Schalke heute in Manchester
Manchester (dpa). Schalke 04 braucht heute Abend in der Fußball-Champions League das „Wunder von Old Trafford“, sonst ist nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel gegen Manchester United die Europareise im Halbfinale zu Ende. „Entscheidend ist, ob wir es uns selber zutrauen“, sagt Ralf Rangnick. Der Trainer setzt heute beim Halbfinalrückspiel in Manchester (20.45 Uhr, live bei SAT.1) auf die Rolle des krassen Außenseiters: „Mit uns rechnet kaum jemand. Warum sollten wir kapitulieren? Im Fußball sind schon viele Dinge passiert.“ Doch die Skepsis überwiegt. „Wenn wir so auftreten wie am Wochenende beim 1:4 in München, dann können wir nichts holen“, sagt Torwart Manuel Neuer, der im Hinspiel eine höhere Niederlage mit Glanzparaden verhindert hatte. Die Reise nach England begann für den Bundesligisten gestern mit Hindernissen und fast zweistündiger Verspätung, weil die Pass-Unterlagen der Nicht-EU-Bürger Jefferson Farfan, Atsuto Uchida, Ali Karimi, Junmin Hao und Edu nicht komplett waren. So mussten die Behörden in aller Eile Ersatzdokumente ausstellen, ehe die Mannschaft in Düsseldorf abheben konnte. Schalkes letzte Chance basiert auf einer simplen Vorgabe: ein frühes Tor erzielen und „körperlich noch einmal über das Limit gehen“, wie Innenverteidiger Christoph Metzelder forderte.
Die voraussichtlichen Aufstellungen: Manchester United: Van der Sar – Rafael, Smalling, Vidic, Evra – Valencia, Scholes, Carrick, Nani – Berbatov, Rooney (Owen). Schalke 04: Neuer – Uchida, Matip (Höwedes), Metzelder, Sarpei – Kluge, Papadopoulos – Farfan, Jurado (Baumjohann) – Raul, Edu.

Phänomen mit Nummer 7
Sein 144. Champions-League-Auftritt könnte Rauls letzter sein
heute im „Theater der Träume“ von Old Trafford gegen den englischen Rekordmeister aus, wird eines der ruhmreichsten Kapitel europäischer Fußballgeschichte wohl für immer geschlossen. 143 Einsätze für Real Madrid und für Schalke, 71 Tore – das soll es nicht gewesen sein für den Rekordmann des Kontinents. Bis zuletzt träumt Raul vom Finale am 28. Mai im Londoner WembleyStadion – getreu seinem Credo: „Fußball ist Fußball. Da ist alles möglich.“ Das hat der Fanliebling in seiner illustren Karriere oft genug erlebt. Unmittelbar nach der ersten BegegManchester (dpa). So hat sich der König der „Königsklasse“ sein Abdanken nicht vorgestellt. Wird das erwartete Aus im Champions-League-Halbfinale bei Manchester United die letzte große Fiesta von Schalkes Superstar Raul auf internationaler Bühne? Nach drei Champions-League-Triumphen mit Real Madrid hofft der Spanier bis zuletzt auf eine Sensation, aber sein 144. Auftritt in Europas Beletage könnte heute sein letzter sein. „Für uns wird es sehr, sehr schwierig“, gab Raul bereits nach der 0:2-Hinspielpleite zu. Scheidet der 33-Jährige mit den Gelsenkirchenern nung mit den „Red Devils“ aus dem Nordwesten Englands und der ersten Schalker Champions-League-Heimniederlage 2010/2011 hatte der in Düsseldorf lebende Raul an seine Schalker Verehrer gedacht: „Für die Fans tut es mir leid.“ Es hatte fast den Anschein, als wolle er sich dafür entschuldigen, dass die Erfolgstournee quer durch Europa vor dem krönenden Abschluss ein Ende haben könnte. „Natürlich ist das enttäuschend und fühlt sich schlecht an.“ Doch auch wenn Raul mit dem FC Schalke 04 das „Wunder“ nicht schaffen sollte, bleibt die Nummer 7 das Phänomen, das seit 1995 ganz Europa verzückt. Immer eine Gefahr für das gegnerische Tor, nie ganz auszuschalten, immer in der Lage, die entscheidenden Treffer zu erzielen. Fünf waren es für Schalke in dieser Champions-LeagueSaison, jedes Tor hat er genossen. „Das ist ein historischer Moment für alle. Für solche Momente bin ich nach Schalke gekommen“, schwärmte Raul nach dem Einzug in Europas Fußballadel der besten vier Klubs, den er und sein Team mit der magischen Nacht von Mailand (5:2) und dem 2:1 gegen Inter im Rückspiel perfekt gemacht hatten. Mit geradezu kindlicher Freude hatte er da sein 71. Champions-League-Tor gefeiert, mit dem der Coup gegen den Titelverteidiger vollendet wurde. Manchesters Schlussmann Edwin van der Sar hat allerhöchsten Respekt vor dem, was Raul geleistet hat und noch immer zu leisten imstande ist. Er sei „ein sagenhafter Spieler“, einer, den man keine Sekunde aus dem Auge lassen dürfe – zu Recht. Mit Real Madrid traf Raul in drei Champions-League-Partien gegen Manchester United viermal. Und deshalb freut er sich auf den vermeintlich unlösbaren Großauftrag: „Spiele gegen United sind immer etwas ganz Besonderes.“

Butt bleibt, Kraft geht
Fußball: Zwei Entscheidungen für das Tor beim FC Bayern München sind gefallen: Thomas Kraft geht, Jörg Butt bleibt. Der 36-jährige Butt verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr bis zum 30. Juni 2012. Kraft dagegen verlässt den Klub am Saisonende ablösefrei, der 22-Jährige ist bei Hertha BSC und dem Hamburger SV im Gespräch. Nummer 1 in München soll Schalkes Manuel Neuer werden. r

Matthias Rath und Totilas.

dpa

Allofs appelliert an Profis
Fußball: Werder Bremens Klubchef Klaus Allofs hat vor den beiden ausstehenden Bundesligaspielen Alarm geschlagen. „Ich will spüren, dass die Mannschaft weiß: Für uns geht es um unsere Existenz“, sagte der Geschäftsführer. Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen Borussia Dortmund warnte Allofs: „Für uns geht es um alles.“ dpa

WUNDERPFERDE
Rembrandt und Nicole Uphoff prägten in den achtziger und neunziger Jahren eine ganz neue Generation des Dressurreitens. Mit 21 Jahren reiste Uphoff mit dem jungen Halbblüter nach Seoul zu den Olympischen Spielen – sie kehrte zurück als jüngste Olympiasiegerin aller Zeiten im Reiten. Halla und Hans Günther Winkler machten in den fünfziger Jahren die Springparcours der ganzen Welt unsicher. Zur Legende wurden die beiden jedoch, als Halla den verletzten „HGW“ bei Olympia 1956 zum Sieg trug. Shutterfly, 1993 geborener HannoveranerWallach und als bestes Springpferd aller Zeiten bezeichnet, wuchs mit Meredith Michaels-Beerbaum zu einer echten Einheit zusammen. gru

H A Z - KO N TA K T
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Für Raul könnte es heute in Manchester das letzte große Spiel seiner Karriere werden.

dpa

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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Sport

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

TSV verpflichtet Mario Clößner
Hannover (r). Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich für die neue Saison den Kapitän des Handball-Bundesliga-Konkurrenten HSG Ahlen-Hamm geangelt. Mario Clößner hat gestern einen Zweijahresvertrag bei der TSV unterschrieben. Der 27-Jährige gilt als harter Kreisläufer, der aus dem Rückraum sehr torgefährlich ist. Der 1,97 Meter große Akteur ist auf dem Spielfeld als Freund klarer Töne bekannt. „Barry“, wie er von Freunden und Mario Clößner Mitspielern gerufen wird, spielt seit Januar 2007 für die Ahlener, davor war er bei der HSG Wetzlar aktiv, wo er erste Erstligaerfahrung sammelte. Clößner, so ist es zumindest auf der Internetseite der HSG, die in dieser Saison höchstens noch einen Relegationsplatz erreichen dürften, zu lesen, ist ein ausgesprochener Anhänger zünftiger Blasmusik.

Die HAZ gibt Tipps für einen erfolgreichen Wettkampf beim Hannover-Marathon am kommenden Sonntag
Von n orbert F et t back Hannover. Das Kribbeln vor dem großen Tag hat bei den meisten längst eingesetzt, die letzten Tage bis zum LaufSonntag in Hannover dürften bei vielen für zusätzliche innere Unruhe sorgen. Ob zehn Kilometer, Halbmarathon oder gar die „Königsdistanz“: Alle, die in vier Tagen an der Startlinie stehen werden, hoffen auf einen erfolgreichen Wettkampf. Was kann man bis dahin noch tun, um sich in guter Form zu präsentieren? Und was sollte man besser sein lassen, um nicht übers Ziel hinauszuschießen? Die HAZ gibt Tipps, ehe es nach hartem, wochenlangem Training auf die Zielgerade geht. Marathon: Wie für die zehn Kilometer und den Halbmarathon gilt auch mit Blick auf die 42,195 Kilometer: Wer auf den letzten Drücker versucht, sich durch Zusatztraining in Form zu bringen, der kann eigentlich nur verlieren. Der aber, der das Gegenteil beherzigt, dürfte eher zu denen gehören, die nach dem Zieleinlauf mit sich zufrieden sind. Die Beine in der letzten Woche vor dem Wettkampf hochlegen, das schade nicht, sagt Stephane Franke, mit einer Bestzeit von 2:11:26 Stunden in den neunziger Jahren einer der besten deutschen Marathonläufer: „Sammeln Sie Ihre Kräfte, Sie werden sie brauchen.“ Paula Radcliffe, Marathon-Weltrekordlerin, fährt nach eigenen Angaben immer gut damit, wenn sie „in den Tagen vor dem Rennen nur abhängt“, wie sie diese Regenerationsphase bezeichnet. Statt also noch mal bei einer Runde ums Steinhuder Meer die Form zu testen, sollte am besten schon jetzt ein Schlussstrich unter die Vorbereitung gezogen werden. Markus Pingpank, Lauftrainer aus Barsinghausen, der eine große Gruppe von HAZ-Lesern auf den Lauf in Hannover vorbereitet hat, rät dazu, heute letztmals zwischen drei und sechs Kilometer im angestrebten Marathontempo zu absolvieren. „Nur keine langen Läufe mehr“, lautet einer seiner Tipps. Damit nämlich würden Ausdauerreserven verpulvert, die am Sonntag gebraucht werden. Was zugleich bedeutet: Die Kohlenhydratspeicher, wichtig für die körperliche Leistungsfähigkeit, müssen bis Sonnabend aufgefüllt werden. Bei der Ernährung sollte der Anteil der Kohlenhydrate mehr als 60 Prozent betragen; es heißt also, auch ein wenig zu rechnen. Mit der Faustformel „acht bis zehn Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm KörpergePingpank empfiehlt für heute, drei Kilometer in dem Tempo zu absolvieren, das am Sonntag angeschlagen werden soll. Das habe zwar keinen Trainingseffekt, sei aber wichtig für die Psyche mit Blick auf den bevorstehenden Wettkampf. Bis Sonntag heißt es dann, sich auszuruhen. Guter und ausreichender Schlaf hat vor einem Wettkampf – egal, über welche Strecke – noch nie geschadet. Zehn Kilometer: Für nicht wenige Läufer ist dieses Rennen am Sonntag der erste Wettkampf überhaupt – und die Aufregung bei ihnen deshalb besonders groß. Wer im Vorfeld regelmäßig etwas für seine Form getan hat, dem muss nicht bange sein. Jetzt geht es allein noch darum, ein Gefühl für das Tempo zu bekommen. Pingpank empfiehlt für heute oder morgen einen 3x1000-Meter-Lauf mit kurzer Pause. Wer seinen „Zehner“ zum Beispiel in einer Stunde schaffen will, der sollte den Kilometer beim letzten Test jeweils in sechs Minuten zurücklegen – so weiß man, wie man sich während des Rennens anstrengen muss, um sein angestrebtes Zeitziel zu erreichen. Ob Marathonläufer oder Zehn-Kilometer-Renner: Seine „Körner“ sollte man vorab nicht bei einem zu ausgedehnten Besuch der Marathon-Messe verpulvern, sagt Pingpank. Die eingesparte Zeit kann man dazu nutzen, um sich etwa den Streckenplan genauer anzuschauen und zusammen mit der Familie oder Freunden Treffpunkte festzulegen, wo diese postiert sind. Ein großer Schluck aus der Pulle, die einem dort gereicht werden kann, hilft mindestens ebenso wie die Anfeuerung am Streckenrand.

Was Sie noch tun können

kurZ GeMeldet Euphorie in Braunschweig
Fußball: Die Euphorie in Braunschweig ist nach dem Zweitligaaufstieg der Eintracht riesengroß. Innerhalb von wenigen Stunden waren sämtliche 25 000 Karten für das Saisonfinale am 14. Mai gegen den 1. FC Heidenheim vergriffen. Anschließend ist eine große Party mit mehr als 10 000 Fans auf dem Schlossplatz geplant. Zwei Spieltage vor dem Saisonende steht neben der frühzeitig gesicherten Zweitligarückkehr des Traditionsklubs auch die Meisterschaft in der 3. Liga bereits fest. An diesem Sonnabend spielt Braunschweig noch bei Carl Zeiss Jena. dpa
Nachholspiele, landesliga: TSV Mühlenfeld – TSV Burgdorf, TuS Kleefeld – SSG Halvestorf /H., SV Holzminden – TSV Pattensen, VfL Bückeburg – TSV Stelingen, TuS Wettbergen – 1. FC Wunstorf. Bezirksliga 2: TuS Altwarmbüchen – TSV Engensen.

Kregehr zu Gast im Expertenforum
Trinken spielt eine immens wichtige Rolle bei Ausdauerläufen. wicht“ liegt man dabei nicht falsch. In der Rangliste der Kohlenhydratquellen liegen Vollkornbrot (Anteil von 36 Gramm pro 100 Gramm), Nudeln (32) und Reis (27) vorn; auch Kartoffeln, Müsli, frisches Obst und Gemüse, Joghurt oder Putenfleisch bieten sich an. Die Faustregel heißt aber nicht: Viel hilft viel. „Zum üblichen Wettkampfgewicht vor einem Marathon sollten höchstens zwei Kilogramm hinzukommen“, rät Pingpank. Auch Trinken will mit Blick auf den Sonntag gelernt sein und wird eine Hauptrolle nicht nur während des Wettkampfs spielen, zumal die Prognosen für den Sonntag nicht gerade marathonfreundliche Temperaturen jenseits von 20 Grad avisieren. Pro Kilogramm Gewicht benötigt der menschliche Körper am Tag normalerweise 40 Milliliter Wasser, da kommen nicht selten drei Liter zusammen. Wer sich sportlich intensiv betätigt, der verliert pro Stunde rund 1,5 Liter Flüssigkeit, dieses gilt es zusätzlich zu kompensieren. Das isotonische Elektrolytgetränk vorher zu testen, das einem Vertraute an der Strecke reichen, ist besser als zu experimentieren. dpa Halbmarathon: „Carboloading“ durch erhöhte Kohlenhydratzufuhr wie beim Marathon ist kein unbedingtes Muss, schadet in angemessener Form in der Regel aber nicht. Für Ingalena Heuck etwa, mit 1:14:54 Stunden nationale Spitzenklasse auf dieser Distanz, gehört Vollkornbrot mit körnigem Frischkäse, Honig und ein wenig frischem Ingwer zum Lieblingsfrühstück vor einem Wettkampf. Die neue Bestzeit kann man sich auch über die 21,1 Kilometer vier Tage vor dem Rennen nicht mehr erarbeiten. Markus Hannover (hop). Für alle, die vor dem Start beim Hannover-Marathon am Sonntag noch Fragen haben, laden die Veranstalter am Freitagabend zum sogenannten Expertenforum. Von 18 Uhr an stehen im Mosaiksaal des Neuen Rathauses in Hannover der Orthopäde und frühere Mannschaftsarzt von Hannover 96, Wego Kregehr, Physiotherapeut Stefan Herzog und die erfahrene Marathonläuferin Sandra Wallenhorst für Fragen zur Verfügung. Schwerpunkt der Diskussionen sollen unter anderem typische Läuferverletzungen, Vorbeugungsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten sein. Der Eintritt zum ersten MarathonExpertenforum ist frei.

SCL zu Gast in Northeim
Fußball: Fünfmal muss der SC Langenhagen in seinen nächsten sechs Partien auswärts antreten, den Auftakt macht der Oberligist heute Abend bei Eintracht Northeim (Anpfiff: 18.45 Uhr). Verzichten muss Trainer Hilger Wirtz dabei auf die rotgesperrten Niklas Tasky und Sevkan Bulut, während Torben Deppe wieder spielberechtigt ist. Unterdessen hat Abstiegskandidat Northeim den für Sommer geplanten Trainerwechsel von Lutz Lilig zu Wolfgang Schmidt nun bereits zu Beginn dieser Woche vollzogen. dh

Langer Anlauf für den Sieg
Eishockey-Nationalteam gewinnt 3:2 gegen Slowenien
Bratislava (dpa). Wenig Glanz, viel Moral und dank Super-Torhüter Dennis Endras sowie Penaltyschütze Frank Hördler der dritte Sieg im dritten Spiel: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat auch das sportlich wertlose WM-Vorrundenpartie gegen Slowenien gewonnen. Die Auswahl von Trainer Uwe Krupp musste dafür allerdings etwas „nachsitzen“, und gewann 3:2 erst nach Penaltyschießen (0:1, 1:1, 1:0). Als Sieger der Gruppe A stand das Team schon vorher fest. Kapitän Michael Wolf in seinem 100. Länderspiel (36. Minute), Felix Schütz (46.) und Hördler drehten nach einem 0:2-Rückstand das Match zugunsten der DEB-Auswahl, die gegen den Aufsteiger auch im zehnten Match ungeschlagen blieb und den achten Sieg feierte. Ziga Jeglich (5.) und Rok Ticar (29.) trafen für Slowenien. Am Freitag startet das KruppTeam in die Zwischenrunde. Nachdem die Deutschen gegen Russland (2:0) und Slowakei (4:3) noch als Außenseiter angetreten waren und vor allem bei Kontern glänzten, waren gegen den Aufsteiger Spielaufbau und -gestaltung gefragt. Damit tat sich die Mannschaft, die beim bisher letzten WM-Vergleich die Slowenen 2005 in Innsbruck 9:1 vom Eis gefegt hatte, schwer. Zudem stand die Abwehr vor Torhüter Endras, der nach einem Spiel Pause wieder auflief, lange unsicher. Der Augsburger war zu vielen Glanztaten gezwungen. Schön war das, was Deutschland vor 8010 Zuschauern auf dem Eis zeigte, nicht. Viel Gestochere im Angriff und Unsicherheiten in der Abwehr prägten lange das Spiel. Erst nach einer halben Stunde intensivierte der lange lustlos aufspielende Favorit seine Bemühungen, wenn auch weiterhin wenig einfallsreich. Immerhin versetzten sie Robert Kristians Tor in einen Belagerungszustand, aus dem sich der Weltranglisten-19. kaum noch befreien konnte. Zählbares sprang indes lange nicht heraus – von der dreifachen Anzahl an Torschüssen nach zwei Dritteln mal abgesehen.Im Penaltyschießen hatte Hördler beim 16. Penalty schließlich die stärksten Nerven.

sport iN ZAhleN
BAsketBAll NBA, Play-off-Viertelfinale (best of seven): Chicago – Atlanta 95:103 (Stand: 0:1), LA Lakers – Dallas 94:96 (0:1). eishockey Nhl, Play-off-Viertelfinale (best of seven): Philadelphia – Boston 2:3 n.V. (Stand: 0:2). FussBAll „u 17“-WM in serbien, Deutschland – Niederlande 0:2, Tschechien – Rumänien 1:1, Serbien – Dänemark 2:3, Frankreich – England 2:2. teNNis Atp-turnier in Madrid, 1. Runde: Mayer (Bayreuth) – Troicki (Serbien) 4:6, 7:5, 6:4 – 2. Runde: Tsonga (Frankreich) – Riba (Spanien) 6:4, 6:2, Anderson (Südafrika) – Rochus (Belgien) 6:2, 6:4.

Erst gesperrt, dann Weltmeister
John Higgins ist zum vierten Mal Snooker-Weltmeister. Der Schotte setzte sich in einem hochklassigen Finale mit 18:15 gegen den Engländer Judd Trump durch. Mit seinem Erfolg am späten Montagabend, für den er einen Siegerscheck in Höhe von 279 955 Euro erhielt, krönte Higgins seine erfolgreiche Rückkehr in den Profisport. Der Snooker-Weltverband WPBSA hatte den 35-Jährigen im Frühjahr 2010 wegen möglicher Verwicklungen in einen Wettskandal für ein halbes Jahr gesperrt. Am Finaltag der vergangenen WM hatte eine britische Boulevardzeitung ein Video veröffentlicht, in dem Higgins scheinbar darüber spricht, Spiele absichtlich verlieren zu wollen und wie einfach es sei, im Snooker zu betrügen. Er wurde zwar von den Anschuldigungen freigesprochen, tatsächlich Spiele manipuliert zu haben, der Verband sperrte ihn aber dennoch bis November 2010, weil er den Bestechungsversuch nicht gemeldet hatte. „Es waren unglaubliche zwölf Monate“, sagte Higgins nun im Beisein seiner Familie, „das ist bisher der größte und beste Titel, den ich gewonnen habe.“ r/afp (2)

sport iM tV
Eishockey: WM in der Slowakei, Dänemark – Lettland, 19.15 uhr: Handball: Bundesliga, SC Magdeburg – THW Kiel 21 uhr: Eishockey: WM in der Slowakei, Schweden – USA und Finnland – Tschechien eurosport 16 uhr: Tennis: WTA-Turnier in Madrid , sAt.1 20.15 uhr: Fußball: Champions League, Manchester United – Schalke 04 (Alle Sendungen live) sport1 16 uhr:

Gruppe A
Slowenien – Deutschland Russland – Slowakei 1. Deutschland 2. Slowakei 3. Russland 4. Slowenien 3 2 2 3 2:3 n.P. 9:5 8 6:5 3 6:6 3 7:12 1

Gruppe B
Kanada – Schweiz Frankreich – Weißrussland 1. Kanada 2. Schweiz 3. Frankreich 4. Weißrussland 4:3 n.V. 3 17: 5 8 3 8: 5 6 2 1:10 1 2 2: 8 0

51. Fortsetzung 48 Voormann wusste eindeutig nicht, was er sagen sollte. Beide Polizisten hatten ausdruckslose Mienen aufgesetzt. Einer kaute Kaugummi. „Möchten Sie allein mit ihm sprechen?“, fragte Voormann. Der mit dem Kaugummi sah Voormann erstaunt an, hörte kurz mit Kauen auf und zuckte die Schultern. Als wollte er sagen: Uns doch wurscht. „Möchten Sie einen Raum, wo Sie ungestört sind?“, setzte Voormann nach. „Ist nur kurz“, sagte Polizist Nummer zwei. „Ist ja keine Vorladung. Wir kommen praktisch nur vorbei, weil wir eh vorbeikommen.“ Schweigen, Blicke. Ich kratzte mich hinterm Ohr. „Ich hab ein Telefonat unterbrochen“, sagte Voormann schließlich unsicher. Und im Gehen rief er noch: „Ich hoffe, das klärt sich alles auf!“ Und dann ging es los. Nummer eins fragte: „Maik Klingenberg?“ „Ja.“ „Nauenstraße 45?“ „Ja.“ „Du kennst Andrej Tschichatschow?“ „Ja. Ist ein Freund von mir.“ „Wo ist er?“ „In Bleyen. Bleyener Anstalten.“ „In dem Heim?“

„Ja.“ „Hab ich doch gesagt“, sagte Nummer zwei. „Seit wann?“, fragte Nummer eins und guckte mich an. „Seit dem Prozess – kurz davor. Also seit zwei Wochen oder so.“ „Habt ihr Kontakt?“ „Ist was passiert?“ „Die Frage lautet: Habt ihr Kontakt?“ „Nee.“ „Ich denk, ist dein Freund?“ „Ja.“ „Und?“ Worauf zum Geier wollten die hinaus? „Das ist so ein Heim, wo man die ersten vier Wochen keinen Kontakt haben darf. Die ersten vier Wochen werden die abgeschnitten von der Außenwelt. Müssten Sie doch eigentlich besser wissen.“ Nummer eins kaute mit offenem Mund. Nach dem geisteskranken Zeichentrickbären war das eine echte Erleichterung. „Was ist denn passiert?“, fragte ich. „Ein Lada“, sagte Nummer zwei. Er ließ das auf mich wirken. Ein Lada. „Da ist ein Lada verschwunden in der Annenstraße.“ „Kerstingstraße“, sagte ich. „Was?“ „Wir haben den in der Kerstingstraße geklaut.“ „Annenstraße“, sagte der Polizist. „Vorgestern. Alter Schrott. Kurzgeschlossen. Heute Nacht bei Königs Wusterhausen wiedergefunden. Totalschaden.“

Tschick
VON WOLFGANG HERRNDORF
„Gestern“, sagte Nummer eins. Er kaute zweimal auf seinem Kaugummi. „Gestern gefunden. Vorgestern geklaut.“ „Also, es geht jetzt nicht um unseren Lada?“ „Was meinst du mit unseren?“ „Wissen Sie doch.“ Das Kaugummi knallte in seinem Mund. „Es geht um die Annenstraße.“ „Und was hab ich damit zu tun?“ „Das ist die Frage.“ Und da dämmerte mir so langsam, dass Tschick und ich jetzt wahrscheinlich für die nächsten hundert Jahre für jedes beschissene Auto verantwortlich sein würden, das jemand in Marzahn kurzschloss. Aber das in der Annenstraße konnte ich nicht gewesen sein, weil ich den ganzen Tag die Mongos am Hals gehabt hatte und abends Fußballtraining, und es war nicht sehr schwer, die Polizisten davon zu überzeugen, dass auch Tschick in seinem geschlossenen Heim nichts damit zu tun hatte. Schienen sie merkwürdigerweise auch vorher schon geahnt zu haben. Besonders Nummer zwei meinte die ganze Zeit, dass sie sich nur die Vorladung hatten sparen wollen und einfach mal vorbeigucken, sie machten sich nicht mal Notizen. Ich war fast ein bisschen enttäuscht. Denn in diesem Moment klingelte es zum Ende der Stunde, und die Tür zum Klassenzimmer ging auf. Dreißig Augenpaare, Zeichentrickbär inklusive, glotzten raus, und irgendwie wäre es doch toller gewesen, wenn sie mich gerade mit dem Schlagstock gewürgt hätten. Maik Klingenberg, der Schwerverbrecher. Aber sie wollten sich nur verabschieden und gehen. „Soll ich Sie noch zum Auto begleiten?“, fragte ich, und Nummer zwei explodierte sofort: „Findest du das cool vor deinen Mitschülern oder was? Willst du noch Handschellen angelegt kriegen?“ Wieder diese Erwachsenensache. Wie schnell die einen durchschauen. Ich hielt es für das Lässigste, es nicht abzustreiten. Aber da war nichts zu machen. Und ich wollte dann auch nicht aufdringlich sein. Sie hatten schon genug für mich getan. 49 Irgendwann musste ich ins Sekretariat und einen Brief abholen. Einen richtigen Brief. Ich hab in meinem Leben vielleicht drei Briefe bekommen. Einen, den ich in

der Grundschule an mich selbst schreiben musste, weil wir das lernen sollten, und dann noch einen oder zwei von meiner Großmutter, bevor sie Internet hatte. Die Sekretärin hielt den Brief in der Hand, und ich sah, dass vorne drauf eine komische kleine Kugelschreiberzeichnung von einem Auto war, in dem ein paar Strichmännchen saßen, und rund um das Auto ein paar Strahlen, als wäre das Auto die Sonne, und dadrunter stand: Maik Klingenburg Schüler am Hagecius-Gymnasium neunte Klasse ungefähr Berlin Dass das angekommen war, war schon ein Wunder. Aber weil ich nicht Klingenburg hieß und sie in der fünften Klasse auch noch einen Maik Klinger hatten, wollte die Sekretärin erst mal wissen, ob ich den Absender kennen würde. „Andrej Tschichatschow“, sagte ich, denn der Brief konnte logisch nur von Tschick sein, der es irgendwie geschafft hatte, an der Kontaktsperre vorbei zu schreiben, und ich freute mich wahnsinnig. „Anselm“, sagte die Sekreträrin. „Anselm“, sagte ich. Ich kannte keinen Anselm. Die Sekretärin hielt den Kopf schief, und nach einer Weile sagte ich: „Anselm Wail?“, und die Sekreträrin gab mir den Brief. Wahnsinn. Anselm Wail,

Auf dem hohen Berg. Ich riss ihn sofort auf, um zu gucken, wer der wahre Absender war, und dann war ich viel zu aufgeregt zum Lesen und packte ihn wieder ein und las ihn erst eine Stunde später, als ich zu Hause war und auf dem Bett lag. Weil, er war natürlich von Isa. Und ich freute mich riesig. Ich freute mich fast genauso, wie wenn der Brief von Tschick gewesen wäre. Ich lag den ganzen Nachmittag damit auf dem Bett und dachte darüber nach, ob ich jetzt eigentlich mehr in Tatjana verliebt war oder mehr in Isa, und ich wusste es nicht. Im Ernst, ich wusste es nicht. Hallo du Schwachkopf. Habt ihrs noch in die Walachei geschafft? Ich wette nicht. Ich hab meine Halbschwester besucht und kann dir jetzt das Geld wiedergeben. Ich hab einen Lasterfahrer verprügelt und meinen Holzkasten verloren. Ich fand es gut mit euch. Ich fands schade, dass wir nicht geküsst haben. Ich fand am besten die Brombeeren. Nächste Woche komm ich nach Berlin. Sonntag den 29. um 17 Uhr unter der Weltzeituhr, wenn du nicht noch fünfzig Jahre warten willst. Kuss – Isa.
Fortsetzung folgt „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, © Rowohlt Verlag, Erscheinungsjahr 2010

NR. 103 · MITTWOCH, 4. MAI 2011

Medien

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t V-Vorsc hau

Terror aus Mannheim
Eine ARD-Doku auf der Spur des Kongo-Konfliktes
Von PatrIck t. n eum ann ie Demokratische Republik Kongo ist ein zerrissenes Land. Bürgerkriege, die brutale Unterdrückung der Bevölkerung und die diktatorischen Gewaltherrschaften der vergangenen Jahrzehnte haben das zentralafrikanische Land trotz seiner reichen Rohstoffvorkommen zum Armenhaus der Welt gemacht. Die ersten freien Wahlen seit mehr als 40 Jahren brachten im Jahr 2006 ganz leichte Entspannung, dennoch ist vor allem der Osten des Landes von andauernden Kämpfen betroffen. Dieser Konflikt ist für deutsche Zeitungsleser und Fernsehzuschauer meist weit weg, doch in Wirklichkeit ist er viel näher als man denkt. Das zeigt eine ARD-Dokumentation heute Abend um 23.30 Uhr. „Die Kriegstreiber von nebenan – wie der Krieg im Kongo von Deutschland aus gesteuert wurde“ heißt der 45-minütige Film von Susanne Babila. Sie beschreibt, wie der ruandische Rebellenführer Ignace Murwanashyaka von seinem Wohnort Mannheim aus den Krieg im Osten Kongos gesteuert haben soll. Mit Laptop und Handy habe der Präsident der Hutu-Miliz FDLR die Rebellen im Grenzgebiet zu Ruanda gelenkt, sie zu Mord und Terror angetrieben. Ende 2009 wurde er zusammen mit seinem Stellvertreter Straton M. verhaftet. Der Bundesgerichtshof wirft dem Milizenchef Verbrechen gegen die Menschlichkeit und weitere Kriegsverbrechen vor; der Prozess beginnt heute vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. In der sehenswerten SWR-Dokumentation sprechen die Opfer dieses Terrors: Kindersoldaten, vergewaltige Mädchen und ehemalige Söldner der Rebellentruppe. Die Autorin zeigt zudem, dass der deutsche Verbraucher unwissentlich Mord und Totschlag mitfinanziert hat: Die Rebellen bezahlen ihren Kampf vor allem mit den Rohstoffen aus dem Kriegsgebiet – Gold, Zinn und das Erz Coltan. Ohne diese Rohstoffe sind Handys, Computer und Spielkonsolen nicht denkbar. „Die Kriegstreiber von nebenan – Wie der Krieg im Kongo von Deutschland aus gesteuert wurde“ | ARD
Doku, heute, 23.30 Uhr

Das ZDF hat seinen Theaterkanal zum Popkultur-Ableger ZDFkultur umgebaut – aber wofür gibt’s dann ZDFneo?
Von I mre G rImm an kann schon mal durcheinanderkommen bei den digitalen Ablegern des ZDF: Da gibt es also das Mutterschiff ZDF mit seinem hochaufgelösten Zwilling „ZDF HD“, das ist noch einfach. Dazu aber leistet sich das Zweite ein üppiges Digitalpaket namens „ZDFvision“, bestehend aus: ZDFinfo (seit 1997), ZDFneo (seit 2009, davor ZDFdokukanal) und dem ZDFtheaterkanal. Letzterer flimmerte seit 1999 weitgehend unbeachtet vor sich hin – mit staubigen Ibsen-Inszenierungen, mit Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“ von 1972, mit einem Kulturbegriff, der die künstlerischen und musikalischen Strömungen der vergangenen 25 Jahre gerne ausklammerte. Damit soll jetzt Schluss sein. Zwei Jahre lang hat das ZDF intern an einem neuen Theaterkanal gebastelt. Am kommenden Sonnabend nun startet das reformierte Programm unter dem Namen ZDFkultur. Und gleich am ersten Sendetag zeigt die Truppe, worum es gehen soll: Popkultur, Netzkultur, junge Literatur, Spiel, auch Theater, Gaming. Um 20.15 Uhr gibt’s einen Rihanna-Konzertfilm („Good Girl Gone Bad“), um 22.30 Uhr eine Doku über die irakische HeavyMetal-Band Acrassicauda aus Bagdad, und um 23.55 Uhr den schräg-schaurigen Horrorklassiker „Das Ding aus einer anderen Welt“ von 1951. Man hat sich viel vorgenommen: „ZDFkultur ist das Spiegelbild eines veränderten Lebensgefühls und Kulturverständnisses, das Hochkultur und Popkultur miteinander verbindet“, wünscht sich Koordinator Wolfgang Bergmann (48). Zusammen mit Daniel Fiedler (44) ist er der Herbergsvater des ZDFkultur-Teams. Heißt im Klartext: weg vom Feuilleton, „U“ verschmilzt mit „E“, raus aus dem „geriatrischen Elfenbeinturm eines überkommenen Kulturfernsehbegriffs“ (Bergmann). Fiedler: „Für Menschen zwischen vierzig und fünfzig spielt das, was man Popkultur nennt, eine ganz entscheidende Rolle für das Selbstverständnis. Die Popkultur steht gleichberechtigt neben dem Goethe-Gedicht. Intelligente Menschen heute hören Snow Patrol und Rihanna und lesen dann ein schlaues Buch am Abend.“ Klingt prima. Die Frage aber wird sein, ob es einem Popkulturkanal überhaupt noch gelingen kann, ähnlich wie anno dazumal MTV „die Jugend“ in der Breite zu erreichen, oder ob ein solches Unterfangen in Zeiten hoch individualisierter Geschmacksverästelungen und zahlloser Nischenszenen zum Scheitern verurteilt

M

D

Weg vom Feuilletonfernsehen: Der Sender ZDFkultur würde ganz gern „E“ mit „U“ versöhnen – US-Star Rihanna (großes Bild) soll dabei helfen, ebenso die beiden jungen Moderatoren Pegah Ferydoni (27, „zdf.kulturpalast“, oben), nebenbei Frontfrau der Band Shanghai Electric, und ihr Kollege Rainer Maria Jilg (32, „Der Marker“, unten). ZDF (3)

Marmor will kooperieren
Leipzig: NDR-Intendant Lutz Marmor hat sich für eine stärkere Kooperation der öffentlich-rechtlichen Sender mit den Tageszeitungen ausgesprochen. „Die Zeitungen haben die Kompetenz im Lokalen, wir bei den Videos“, sagte Marmor beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. Bei der Digitalisierung im Internet müsse man „einen gemeinsamen Weg finden“. Verlage und Öffentlich-Rechtliche liegen seit Jahren im Clinch über die Onlineaktivitäten von ARD und ZDF. MDRSprecher Dirk Thärichen sagte, der MDR stelle seine Beiträge bereits auf Onlineseiten mehrerer Zeitungen im Sendegebiet zur Verfügung, um auch junge Menschen zu erreichen. „Dort werden sie deutlich öfter angesehen als auf unserer eigenen Internetseite“, sagte Thärichen. dpa

HD+ kommt gut an
Köln: Knapp eineinhalb Jahre nach dem Start nutzen rund 769 000 Haushalte in Deutschland die Plattform HD+, um hochauflösende Fernsehprogramme über Satellit zu empfangen. Während die Angebote von ZDF und ARD kostenlos sind, wird für diejenigen der Privaten nach einem kostenlosen Jahr eine „Servicepauschale“ in Höhe von 50 Euro für ein weiteres Jahr fällig. Gut 66 Prozent der Kunden würden ihren Zugang gegen Gebühr verlängern, teilte HD+ am Montag mit. Die Tochter des Satellitenbetreibers SES Astra zählte zum Stichtag am 31. März 114 000 zahlende Kunden. dpa

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ist. Niemand ist für etablierte Medien so schwer zu erreichen wie 20-Jährige. Denen kann man nicht so leicht alte „Dalli, Dalli“-Folgen als „Kult“ unterjubeln oder Eric-Clapton-Shows aus dem Konzertarchiv als Pop der Gegenwart. Zu den neuen Eigenformaten gehört ein tägliches, 15-minütiges Magazin „Der Marker“ parallel zur ARD-„Tagesschau“ um 20 Uhr sowie der Themenabend „Montage“ jeweils am Montag oder das Netzmagazin „Pixelmacher“ immer freitags um 21.30 Uhr. Üppig berichtet wird auch von den Sommerfestivals, von „Hurricane“ in Scheeßel (live am 18. Juni) bis zu „Glastonbury“ (live am 25. Juni), von „Roskilde“ (live am 2. Juli) bis „Wacken“ (live am 6. August). Zu den Moderatoren gehören unter ande-

rem die iranischstämmige Schauspielerin Pegah Ferydoni („Türkisch für Anfänger“), Rainer Maria Jilg („DASDING. tv“) und Lukas Koch („neues“). Mit dem Kanal will das ZDF die 20- bis 40-Jährigen erreichen, während ZDFneo die 30- bis 50-Jährigen ansprechen soll. Das wird den Privaten nicht schmecken, dass ZDFkultur mit Gebührenmillionen an ihrer Zielgruppe knabbert. RTL & Co. sehen die Digitalambitionen von ARD und ZDF ohnehin mit Argwohn. Die 20-Jährigen und das ZDF – kann das gut gehen? Tatsächlich ist es dem ZDF (Altersschnitt der Zuschauer: 61 Jahre) zuletzt immer mal gelungen, sich den Grauschleier abzustreifen, mit jungem, experimentellem Fernsehen. ZDFneo etwa ist zwar kein Massenphänomen, aber doch inzwischen eine feste Größe bei den 30- bis 40-Jährigen. Da stellt sich die

Frage: Warum macht das ZDF den Theaterkanal nicht einfach dicht und zeigt die Inhalte auf ZDFneo? Oder – ein ganz verwegener Gedanke – gar im ZDF-Hauptprogramm? Auf dem Mainzer Lerchenberg versichert man hoch und heilig, dass ZDFkultur den Gebührenzahler keinen Euro extra koste. Der Jahresetat von zunächst zwölf, im kommenden Jahr dann 18 Millionen Euro – 0,9 Prozent des ZDF-Jahresetats – werde durch interne Haushaltsumschichtungen aufgebracht. Viele Sendungen sind ohnehin Zweitaufgüsse vom Muttersender ZDF, von 3sat oder arte: etwa „Bauerfeind“, „Kulturzeit“, „Tracks“ oder „Aspekte“. Es wird nicht leicht, den neuen Sender zu etablieren. Fiedler weiß das: „Viele denken, es muss eine Wackelkamera sein, und dann ist es hip. So einfach ist die Welt leider nicht.“
H Spielfilm A Schwarz-weiSS

HHHHH HHHHH HHHHH HHHHH HHHHH

Zeitverschwendung verunglückt ganz ordentlich sehenswert ein Fernsehereignis

E-Mail: medienseite@haz.de

Das Fernsehprogramm am mittwoch, 4. mai arD ZDF
5.30 morgenmagazin 9.05 rote rosen 9.55 bundesverfassungsgericht (VpS 9.54). live 10.25 Um himmels willen 11.15 in aller freundschaft 12.00 heute 12.15 arD-buffet. zuschauerfragen zum thema: borreliose und zecken / Jacqueline amirfallah bereitet heute zu: gekochter Spargel mit Sauce hollandaise, kartoffeln und nussbutter 13.00 mittagsmagazin 14.00 Tagesschau 14.10 B Rote Rosen telenovela 15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe telenovela 16.00 J Tagesschau 16.10 Giraffe, Erdmännchen & Co. zwei mamas für den kleinen tiger 17.00 J Tagesschau 17.15 J Brisant 17.50 Eurovision Song Contest 18.00 B Verbotene Liebe Daily Soap 18.25 Marienhof Daily Soap 18.50 Das Duell im Ersten 19.20 Das Duell im Ersten 19.50 Wetter 19.55 Börse im Ersten 5.30 morgenmagazin. mod.: nicole Diekmann, Jochen breyer, anja heyde, wulf Schmiese 9.00 heute 9.05 Volle kanne – Service täglich. mod.: ingo nommsen 10.30 lena – liebe meines lebens. kapitel 148. telenovela 11.15 reich und Schön. Daily Soap 11.35 reich und Schön. Daily Soap 12.00 heute 12.15 drehscheibe Deutschland 13.00 mittagsmagazin 14.00 heute – in Deutschland 14.15 Die Küchenschlacht Johann lafer sucht den Spitzenkoch 15.00 heute 15.05 Topfgeldjäger 16.00 heute – in Europa 16.15 J B Herzflimmern – Die Klinik am See Daily Soap 17.00 J heute – Wetter 17.15 hallo deutschland 17.45 J Leute heute magazin mod.: karen webb 18.00 SOKO Wismar Stromschlag. krimiserie 18.50 Lotto Ziehung am Mittwoch 19.00 J heute 19.25 Küstenwache Das Spiel beginnt. krimiserie

G zweikanalton

J Untertitel

C Dolby

B hDtV

nDr
6.00 lindenstraße 6.30 elefant, tiger & co. 6.55 Sesamstraße 7.20 rote rosen 8.10 Sturm der liebe 9.00 nordmagazin 9.30 hamburg Journal 10.00 Schleswig-holstein magazin 10.30 buten un binnen 11.00 hallo niedersachsen 11.30 Sambia – im wilden herzen afrikas 12.15 in aller freundschaft 13.05 naturnah 13.35 brisant 14.00 J NDR aktuell 14.15 Bilderbuch Deutschland Die nidda 15.00 J NDR aktuell 15.15 Unterwegs im Süden Afrikas Vom isimangaliso park nach Johannesburg 16.00 J NDR aktuell 16.10 Mein Nachmittag 17.10 Verrückt nach Meer 18.00 Niedersachsen 18.00 18.15 J So ein Tag papenburg 18.45 J DAS! DaS! tut gut: bei verspannten nackenmuskeln zu Gast: Judith rakers (moderatorin beim eurovision Song contest am 14. mai) 19.30 Hallo Niedersachsen

rtL
5.35 explosiv. moderation: Janine Steeger 6.00 punkt 6 7.30 alles was zählt. Daily Soap 8.00 Unter uns. Daily Soap 8.30 Gute zeiten, schlechte zeiten. Daily Soap 9.00 punkt 9 9.30 mitten im leben!. Dokusoap 10.30 mitten im leben!. Dokusoap 11.30 Unsere erste gemeinsame wohnung. Dokusoap 12.00 punkt 12. moderation: katja burkard 14.00 Mitten im Leben! Dokusoap 15.00 Verdachtsfälle Dokusoap 16.00 Familien im Brennpunkt Dokusoap 17.00 Betrugsfälle Dokusoap 17.30 Unter uns Daily Soap 18.00 Explosiv moderation: Janine Steeger 18.30 Exclusiv moderation: frauke ludowig 18.45 RTL Aktuell 19.03 Wetter moderation: christian häckl 19.05 Alles was zählt Daily Soap 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten Daily Soap

sat.1
5.30 frühstücksfernsehen. moderation: karen heinrichs, matthias killing, Jan hahn und Simone panteleit 10.00 britt talkshow. ausgenutzt: warum missbrauchst Du meine liebe? 11.00 richterin barbara Salesch 12.00 richter alexander hold 13.00 britt talkshow. kein Job, hartz iV und schwanger – warum versaust Du Dir Dein leben? 14.00 Zwei bei Kallwass beziehungskonflikte im Gespräch. Um ein haar hätte Josephine ihre sechs wochen alte tochter amelie in die babyklappe gegeben – und das, obwohl sie die kleine über alles liebt 15.00 Richterin Barbara Salesch 16.00 Richter Alexander Hold 17.00 Niedrig und Kuhnt 17.30 Live aus Hannover 18.00 Hand aufs Herz telenovela 18.30 Anna und die Liebe telenovela 19.00 K 11 – Kommissare im Einsatz Sexfalle internet 19.30 K 11 – Kommissare im Einsatz nur über eure leiche

arte
8.00 Sarah und die küchenkinder. Gast: Sarah wiener 8.45 X:enius 9.15 tierische Schauspieler 9.55 auf der Jagd nach dem blauen Diamanten. Dokumentarfilm, f 2010 11.25 tiere, die Geschichte schrieben 12.15 Global 12.45 arte Journal 13.00 mit Schirm, charme und melone 13.45 Die katzenkrallentheorie. kurzfilm, f 2007 14.00 B Manege frei! robben mit Gefühl 14.45 H B Frühlingserzählung (VpS 14.44) liebeskomödie, f 1989. mit anne teyssèdre u. a. regie: eric rohmer 16.25 Kleider und Leute (VpS 16.15) brasilien 16.55 Wespen hautnah 17.40 X:enius Überleben in der isolation – wie wirkt totale abschottung auf uns? 18.05 Mit Schirm, Charme und Melone puzzlespiel 19.00 Arte Journal 19.30 B Gartenträume Das Grün der provence

pro7
6.25 U20 – Deutschland, deine teenies 7.20 the big bang theory 8.10 how i met your mother 9.05 Scrubs – Die anfänger 10.50 eUreka 11.45 malcolm mittendrin 12.30 the big bang theory 13.05 the big bang theory 13.30 how i met your mother 14.20 Scrubs – Die anfänger 15.10 Scrubs – Die anfänger 15.40 Scrubs – Die anfänger 16.05 Ghost Whisperer freier fall 17.00 taff Öko-liebespaare in hollywood 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons Das Schlangennest / marge wird verhaftet 19.10 Galileo webphänomen: i-Doser 20.15 Grey’s Anatomy loslassen 21.20 Private Practice was mit charlotte king geschah 22.15 How I Met Your Mother angst vorm Dreirad / kleine Jungs 23.15 TV total. late-night-Show 0.10Das PokerStars.de Ass (6/11) zu Gast: Jury: Sandra naujoks 1.10How I Met Your Mother angst vorm Dreirad

VoX
5.50 Die nanny 6.10 Gilmore Girls 7.05 ’til Death 7.30 ’til Death 8.00 Die nanny 8.30 Die nanny 8.55 o.c., california 9.55 Gilmore Girls 10.50 vox nachrichten 10.55 prominent! 11.15 Das perfekte Dinner im Schlafrock 12.20 Unter Volldampf 12.50 mieten, kaufen, wohnen 13.55 mieten, kaufen, wohnen 15.00 wildes kinderzimmer 16.00 Menschen, Tiere & Doktoren Dokusoap 18.00 mieten, kaufen, wohnen Dokusoap 19.00 Das perfekte Dinner tag 3: aysel (43) aus bremen. Dokusoap 20.00 Prominent! 20.15 Law & Order: Special Victims Unit Gezeichnet 21.15 Lie to Me Undercover 22.10 Crossing Jordan Scheintot 23.05 Crossing Jordan Der henker 0.00Law & Order: Special Victims Unit Gezeichnet 0.55vox nachrichten 1.15Lie to Me Undercover

20.15 | Die Spätzünder wolfgang murnberger, D/a 2009. tV-komödie. rockmusiker rocco (Jan Josef liefers) gründet mit den bewohnern eines altersheims eine band. Sissi (bibiana zeller) möchte singen. 20.00 J Tagesschau 20.15 J B G Die Spätzünder tV-komödie, D/a 2009 21.45 J hart aber fair altern als aufgabe – gibt es ein leben mit happy end? zu Gast: Joachim fuchsberger (Schauspieler, rita Süssmuth (ehem. bundestagspräsidentin), Dietrich hollinderbäumer (Schauspieler), peter hahne (Journalist), katja thimm (Spiegel-autorin) 23.00 Tagesthemen 23.30 Die Kriegstreiber von nebenan 0.15Nachtmagazin

22.15 | Ein starkes Team peter fratzscher, D 2007. tV-kriminalfilm. Die polizei findet wolfshaare an leichen. Verena (maja maranow) vermutet den mörder auf einem campingplatz und ermittelt verdeckt. 20.15 J B Rette die Million! 21.45 J heute-journal 22.15 J Ein starkes Team Unter wölfen. tV-kriminalfilm, D 2007. mit maja maranow, florian martens, kai lentrodt u. a. regie: peter fratzscher 23.45 Abenteuer Wissen Dunkle kräfte – rettung aus dem Schwarzen loch 0.15heute nacht 0.30 J Selig in der Krise Die katholische kirche auf dem prüfstand. zu Gast: Ursula fehling (bund der deutschen katholischen Jugend) u. a.

20.15 | Expeditionen ins Tierreich Dokureihe. Über mehrere monate hat der tierfilmer thomas behrend den Silberrücken makumba und seine flachlandgorilla-familie im nationalpark Dzanga Sangha begleitet. 20.00 J Tagesschau 20.15 J Expeditionen ins Tierreich Unter Gorillas 21.00 J Menschen und Schlagzeilen. mod.: Susanne Stichler 21.45 Großstadtrevier Undercover 22.35 Panorama – Die Reporter einsatz vor laufender kamera 23.05 J Panorama – Die Reporter einsatz vor laufender kamera mod.: inka Schneider 23.35 Sportclub Stars willi bogner 0.05 J Zimmer frei! zu Gast: wolfgang fierek (Schauspieler). mod.: christine westermann, Götz alsmann

20.15 | Let’s Dance D 2011. Show. Die musicaldarstellerin maite kelly tanzt mit christian polanc um den begehrten titel. Jede woche müssen sie mindestens einen neuen tanz einstudieren. 20.15 Let’s Dance Show mod.: Sylvie van der Vaart und Daniel hartwich live 22.30 stern TV Das bildungspaket – ein gewaltiger flopp? / wenn Väter ihre eigenen kinder töten / Schluss mit dem Stottern: wie eine intensivtherapie helfen kann / rehkitz gefunden: was tun mit verwaisten wildtierbabys? / Darf man blumen umtauschen? live 0.00Nachtjournal 0.30Extra – Das RTL-Magazin mod.: birgit Schrowange 1.40CSI: Miami

20.15 | ran – UEFA Champions League fußball. Schalke kämpft heute bei manchester United um den einzug ins champions-league-finale. nach der 0:2-niederlage im hinspiel wird es äußerst schwer. 20.00 Nachrichten 20.15 ran – UEFA Champions League halbfinale, rückspiel: manchester United – fc Schalke 04. anschließend: highlights des 2. halbfinals, moderation: Johannes b. kerner, experte: franz beckenbauer, kommentar: wolf-christoph fuss. live 0.0024 Stunden reportage 0.50Akte Spezial 20.11 mod.: Ulrich meyer 2.00Richter Alexander Hold 2.30Richter Alexander Hold 3.20Richterin Barbara Salesch 4.10Zwei bei Kallwass

22.30 | Der Mann aus London béla tarr, h/f/D 2007. kriminalfilm. arbeiter maloin (miroslav krobot) beobachtet einen mord. am tatort findet er einen Gedkoffer, der ihn in ein moralisches Dilemma bringt. 20.15 H François Mitterrand Sozialist, patriot, weltpolitiker Dokumentarfilm, f 2011 regie: patrick barbéris 21.35 B 1945 – Als die Franzosen Deutschland besetzten (VpS 21.45) berührende einzelschicksale der zeitzeugen 22.30 H Der Mann aus London (VpS 22.40) kriminalfilm, h/f/D 2007. mit miroslav krobot, tilda Swinton, Ági Szirtes u. a. regie: béla tarr 0.45 H Kasachstan, Geburt einer Nation (VpS 0.55) Dokumentarfilm, f 2008

20.15 | Grey’s Anatomy tony phelan, USa 2010. krankenhausserie. callie (Sara ramirez) und arizona bereiten ihre abreise nach afrika vor. mark versucht callie zu überreden, in Seattle zu bleiben.

20.15 | Law & Order: Special Victims Unit USa 2010. krimiserie. benson (mariska hargitay) und Stabler (c. meloni) ermitteln in einem mordfall, der parallelen zu einer mordserie aus den Siebzigern aufweist.

KaBeL 1
9.30 Unsere kleine farm 11.25 charmed – zauberhafte hexen 12.20 Die bill cosby-Show 13.20 what’s up, Dad? 14.10 two and a half men 15.00 eine schrecklich nette familie 16.00 what’s up, Dad? 16.50 news 17.00 two and a half men 17.55 abenteuer leben 18.45 neu für null 19.15 achtung, kontrolle! 20.15 H Signs – zeichen. thriller, USa 2002 22.10 H Scream. horrorfilm, USa 1996 0.00 blockbuster tV – making of 0.10 H Signs – zeichen. thriller, USa 2002 2.00 blockbuster tV

rtL ii
11.05 Die Schnäppchenhäuser – Der traum vom eigenheim: wir ziehen ein 12.05 X-Diaries 13.05 big brother 14.00 king of Queens 14.30 king of Queens 14.55 immer wieder Jim 15.25 immer wieder Jim 15.50 king of Queens 16.15 king of Queens 16.45 Still Standing 17.05 Still Standing 17.30 Still Standing 18.00 X-Diaries – love, sun & fun 19.00 big brother 20.00 news 20.15 warehouse 13 22.00 Stargate Universe 22.55 bionic woman 23.50 Stargate 0.50 Stargate

wDr
14.15 markt 15.00 planet wissen 16.00 aktuell 16.15 daheim & unterwegs 18.05 hier und heute 18.20 Servicezeit 18.50 akt. Stunde 19.30 lokalzeit 20.00 tagesschau 20.15 Das nrw-Duell 21.00 Das Schlagzeilenquiz 21.45 aktuell 21.55 bericht aus brüssel 22.10 elvis und der kommissar 23.00 tatort. bestien. tV-kriminalfilm, D 2001 0.25 Dittsche – Das wirklich wahre leben 1.00 Domian. live

mDr
14.30 lexitV 15.30 biwak 16.00 hier ab vier 16.30 hier ab vier 17.00 hier ab vier 17.40 hier ab vier 18.00 aktuell 18.07 brisant 18.50 Sandmann 19.30 aktuell 19.50 tierisch, tierisch 20.15 exakt 20.45 herrmann & Voss 21.45 aktuell 22.05 polizeiruf 110. Jugendwahn. tVkriminalfilm, D 2001 23.35 klinik unter palmen – philippinen (1/3). tV-melodram, D/a 1995 1.10 flusslandschaften in mitteldeutschland

Br
16.45 rundschau 17.00 Die burg im Strom 18.00 abendschau 18.45 rundschau 19.00 stationen. Dokumentation 19.45 Dahoam is dahoam. familienserie 20.15 Jetzt red i – europa 21.00 rundschau 21.15 kontrovers – Das politikmagazin 21.45 Das haus ihres Vaters. tV-Drama, D 2010 23.15 kino kino 23.30 rundschau 23.40 arrangiertes Glück. Dokumentarfilm, D 2009 1.10 on3-südwild

ZDF neo
15.10 tierisch extrem 15.55 tierisch extrem 16.40 Dawson’s creek 17.25 beverly hills, 90210 18.10 raumschiff enterprise 19.00 iss oder quizz 19.30 expedition erde 20.15 the future is wild – Die welt in Jahrmillionen 21.00 kommissarin lucas. Vergessen und Vergeben. tVkriminalfilm, D 2009 22.30 Six feet Under 23.20 weeds – kleine Deals unter nachbarn 23.50 miami Vice 0.40 Die Deutsche hanse

phoeniX
13.00 thema. arbeit ohne Grenzen 14.15 auf euch wartet keiner 15.00 Vor ort 16.00 reportage 16.30 thema. atomausstieg – wie? wann? Und dann? 17.45 Vor ort 18.00 aktuelle reportage 18.30 chinas Grenzen 19.15 chinas Grenzen 20.00 tagesschau 20.15 37°: immer mit herzblut 21.00 37°: immer mit herzblut 21.45 heute-journal 22.15 phoenix runde 23.00 Der tag 0.00 phoenix runde

3sat
13.15 wüsten im Vormarsch 14.00 wüsten im Vormarsch 14.45 Der basar von Urfa 15.30 Das Geheimnis des wassers 16.15 bis zum anfang der welt 17.00 bangladesh 17.45 bangladesh 18.30 nano 19.00 heute 19.20 kulturzeit 20.00 tagesschau 20.15 auf und davon 20.55 auf und davon 21.45 ruhe sanft 22.00 zib 2 22.25 H once. musikfilm, irl 2006 23.50 10vor10 (VpS 21.50) 0.15 37º: fremd im eigenen Viertel

KiKa
12.05 Das Dschungelbuch 12.30 clifford 12.55 Garfield 13.20 tracey mcbean 13.45 Gloria und ihre familie 14.10 Schloss einstein – erfurt 15.00 Die mädchen-wG 15.30 elephant princess – Die rettung von manjipoor 16.20 kurz+klick 16.30 enyo 17.10 Die Schule der kleinen Vampire 17.35 chi rho – Das Geheimnis 18.00 yakari 18.15 pinocchio 18.40 tom und das erdbeermarmeladebrot mit honig 18.50 Sandmann

sUper rtL
15.20 coop gegen kat 15.50 mr. bean – cartoon 16.20 Sally bollywood 16.50 Superschurken-liga 17.20 kick buttowski – keiner kann alles 17.45 cosmo und wanda 18.15 Disneys tauschrausch 18.45 phineas und ferb 19.15 zeke und luther 19.45 meine Schwester charlie 20.15 Die bullenbraut 2 – Der tod hat 17 karat. tV-kriminalfilm, D 2006 22.15 ritas welt 23.15 Die nanny 23.45 Golden Girls 0.20 Shop24Direct: Schlagernacht

dpa

MTV vom Lerchenberg

Die Nac h ric hteN Wettkönige behalten Auto
Mainz: Die „Wettkönige“ der „Wetten, dass ...?“-Sendung vom vergangenen Sonnabend dürfen ihren Preis trotz der von der „Bild“Zeitung erhobenen Schummelvorwürfe behalten. Das berichtet die „Nordwest Zeitung“ unter Berufung auf einen ZDF-Sprecher. Malte Poppinga (Bild) und Julia Thiele gewannen bei Thomas Gottschalk ein Audi-Cabrio, nachdem sie sich durch rhythmisches Schulterzucken vier Musiktitel übermittelt hatten. Bei „Pretty Woman“ soll Poppinga, der den Song über Kopfhörer hörte, laut „Bild“ seiner Partnerin das Wort „Pretty“ zugeflüstert haben. Die Fernsehzuschauer wählten das Paar am Ende zum Tagessieger. shm

24

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Täglich (fast) alles
13 1
St. Petersburg

MITTWOCH, 4. MAI 2011 · NR. 103

Viel Sonnenschein und dabei überwiegend trocken,Temperaturen um 13 Grad
WETTERLAGE Am Rande eines umfangreichen Hochdruckgebietes wird trockene und kühle Meeresluft in unsere Region geführt. VORHERSAGE Heute klingen die örtlichen Schauer bis zum Nachmittag ab. Oft zeigt sich die Sonne. Es bleibt trocken. Um 13, nachts um 1 Grad. Schwacher Nordwestwind. Am Donnerstag überwiegt zwischen dünnen Wolken der Sonnenschein, es bleibt niederschlagsfrei. Am Freitag bleibt es meist sonnig. BIOWETTER, POLLENFLUG Der Wettereinfluss ist gering, so dass kaum wetterbedingte Beschwerden zu erwarten sind. Nur bei sehr empfindlichen Menschen besteht eine leicht erhöhte Neigung zu Kopfschmerzen. Bewegung im Freien fördert die Gesundheit. Der Flug von Birkenpollen ist überwiegend stark, der von Gräserpollen noch schwach. SONNE UND MOND
auf unter 4. 5. 11 5. 5. 11 5.47 20.52 5.45 20.54 auf unter 5.57 22.37 6.35 23.37

16 5
Donnerstag
Cuxhaven

20 8
Freitag

23 10
Sonnabend
Windstärke 3

1 0 0 0 1005 1010 1015 1020 1020

1020

H T

T

Vorhersage der Höchsttemperaturen

12 14 18
London

Oslo

Stockholm

9

Dublin

9 12

10

22
Riga Moskau

REISEWETTER Deutsche Küste: Veränderlich, teils Schauer, 8 bis 14 Grad. Harz: Bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer, 8 bis 12 Grad. Schwarzwald, Bodenseegebiet: Verbreitet Sonne, örtlich einige Wolken, 11 bis 18 Grad. Südbayern: Sonnig, an den Alpen auch wolkig, nur örtlich Schauer, 13 bis 16 Grad. Österreich, Schweiz: Vor allem in Tirol einige Wolken, sonst meist Sonne, 13 bis 18 Grad. Südskandinavien: Sonne und Wolken, trocken, 6 bis 13 Grad. Großbritannien, Irland: Sonne, Wolken, Westirland Schauer, 12 bis 18 Grad. Italien: Sonne und Wolken, Südund Mittelitalien Regen, Tageshöchstwerte 18 bis 22 Grad. Spanien, Portugal: Sonne, 19 bis 23, am Fuße der Pyrenäen 26, Atlantik 18 Grad. Griechenland, Türkei, Zypern: Wolken, Nordgriechenland Regenschauer, teils Gewitter, 20 bis 26 Grad. Benelux, Nordfrankreich: Vielfach Sonne, örtlich einige Wolken, trocken, 14 bis 20 Grad. Südfrankreich: Verbreitet Sonnenschein, 19 bis 25 Grad. Mallorca, Ibiza: Sonnig, niederschlagsfrei, um 23 Grad. Madeira, Kanarische Inseln: Auf Teneriffa dichte Wolken, sonst auch heiter, niederschlagsfrei, 19 bis 25 Grad. Tunesien, Marokko: Vielerorts freundlich, örtlich auch wolkig, meist trocken, 21 bis 26 Grad.

Heute

Nordwest

Hamburg

Berlin

10
Warschau

Emden

11 0

10 6 13 1 13 1 Hannover 13 1 12 0

9

H T
1010
Ostsee 5-10º

1005

Paris

16 Frankfurt 13 21
Nizza Rom Dubrovnik München Wien

T
24
unter –4° Lissabon –4º bis 0º 21 1º bis 5º 6º bis 10º 11º bis 15º 16º bis 20º 22 21º bis 25º Las Palmas 26º bis 30º

19
Bordeaux

13

22

Budapest

14 17
Istanbul

Meppen Osnabrück

14 1

Oldenburg

Bremen

Lüneburg

13 0

Nienburg

Celle

12 0 14 1 12 1

H
Bewölkung und Luftdruck heute Mittag

1015

Varna

14 2

Stadthagen Peine

Madrid

Palma

23 25

22

19

20

Braunschweig Hildesheim

Nordsee Nordsee 9 5–6° –11º

9 4

Kiel Hamburg

Bremen

12 1

Rostock

13 1

Hannover

15 3

Dortmund

12 –1

Hildesheim

13 1

8 5

25

Algier

Tunis

20 24

Palermo

23

Athen

23
Antalya

DER GANZE TAG
20 10 0
Uhr 1

14 1

Göttingen

12 –1

Vorhersage mit Höchstund Tiefsttemperaturen

Berlin

14 1 11 1

10 2

WEITERE VORHERSAGEN VON HÖCHSTTEMPERATUREN
Europa Amsterdam Barcelona Bornholm Bozen Florenz Hammerfest Kiew Kopenhagen La Coruña Larnaka Locarno 14 21 11 24 21 3 17 11 19 23 22 heiter wolkig wolkig sonnig wolkig bedeckt bedeckt wolkig wolkig bedeckt heiter

Göttingen Erfurt

10 1

Leipzig

Dresden

1. Viertel 10.5. Ltz. Viertel 24.5. Warmfront Kaltfront Okklusion

Vollmond 17.5. Neumond 1.6.

Nürnberg –1

20° 10° 0° –10°

Temperaturen

16 2

Frankfurt

16 3

5 Std. 10 Std.

Sonnenscheindauer (5,0 Std.)*

13

Tageshöchsttemperatur (12,7°)* Tagestiefsttemperatur (2,9°)* April Mai Niederschlagsmenge (1,7 l/m2)*

T

Tiefdruck Isobaren in hPa

Freiburg

13 3

10 l/m2 5 l/m2 0 l/m2

Vorhersage mit Höchstund Tiefsttemperaturen

31. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.26. 27. 28.29.30. 1. 2.

Wir gratulieren
91 Jahre: Hella Heuermann in Hannover. 88 Jahre: Hildegardt Eidt im Clementinenhaus.

Heute im Kino
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Mittwoch, 8.30 bis 22 Uhr: Buchholzer, Podbielskistr. 390/396, Tel. 649547 Geibel, Geibelstr. 54, Tel. 8091581 Leine, Ernst-August-Galerie, Tel. 1694410 Landwehr, Arnum, Göttinger Str. 69, Tel. (05101)4141 Mittwoch, 8.30 Uhr, bis Donnerstag, 8.30 Uhr: Doc Morris, Limmerstr. 2 D, Tel. 441030 Luisen, Theaterstr. 14, Tel.12370790 Weiler Vital, Kronsberg, Wülferoder Str. 15, Tel.70033610

notrufe
Stadt Hannover: Allgemeiner Notruf (Polizei) 1 10 Feuerwehr 1 12 Rettungsleitstelle Krankentransp. 1 92 22 Gift-Notrufzentrale (05 51) 1 92 40 Notfallsprechstunde (Zentrum) 38 03 80 Notfallsprechstunde (Nordstadt) 1 23 83 43 Notfallsprechstunde (Laatzen) 9 82 25 74 Kinderärztliche Notfallambulanz 81 15 33 00 Mobiler ärztlicher Notdienst 31 40 44 Augen-, HNO-, Frauenarzt 31 40 44 Neurologe/Psychiater 31 40 44 Zahnärztlicher Notdienst 31 10 31
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Veranstaltungen und termine
Theater 18.30 Uhr: Waterlooplatz: Cats, Musical. 19.30 Uhr: Mittwoch-Theater (Am Lindener Berge 38) Geschlossene Gesellschaft, von JeanPaul Sartre. 20 Uhr: Pavillon (Lister Meile 4) Wofür wir brennen, Präsentation des interkulturellen Kunstund Theaterprojekts. 20 Uhr: Werkstatt-Galerie Calenberg (Kommandanturstr. 7) Die Mausefalle: ausverkauft. 20.15 Uhr: Neues Theater (Georgstr. 54) Schöne Geschichten mit Papa und Mama, von Alfonso Paso. Va r i e t é , K a b a r e t t , K l e i n k u n s t 20 Uhr: GOP (Georgstr. 36) FUNtastisch, Varieté. 20 Uhr: TAK (Am Küchengarten 3–5) Die BertEngel-Show, Matthias Brodowy und Detlef Wutschik mit Kabarett. Ko n z e r t e 19.30 Uhr: Musikhochschule (Emmichplatz 1) Studenten mit Kammermusik von Schubert. Jazz, Rock, Pop 20 Uhr: Marlene (Prinzenstr. 10) Judith Ahrends, Diplomkonzert. 21 Uhr: Café Glocksee (Glockseestr. 35) Groove Session, offene Bühne für Musiker; Eintritt frei. 21 Uhr: Rocker (Reuterstr. 5) Dokmalou & reMember. Museen und Galerien halle) 10–17 Uhr Jugendworkcamp Bergen-Belsen – Fotoarbeiten. Stiftung Ahlers / Kestner Pro Arte (Warmbüchenstr. 16) 12–17 Uhr Francois Dufrêne, Raymond Hains: Freundschaft zwischen Kunst und Wort – Plakate.
März, Katharina Sickert, Zoppe Voskuhl: Wo Wie Wer. HEUTE

19.30 Uhr: Eisfabrik (Blaue Halle, Seilerstr. 15 D) hub:kunst.diskurs: Nachbarn – Abgrenzung und Gemeinsamkeit; Eröffnung. Vo r t r ä g e , L e s u n g e n 15 Uhr: Liberale Jüdische Gemeinde (Fuhsestr. 6) Die weiße Runde, Matthias Horndasch im Gespräch mit Matthias Weber und Matthias Kessler. 16 Uhr: Clementinenhaus (Lützerodestr. 1) Minimalinvasive Therapiemöglichkeiten der Arthrose des Kniegelenks, Vortrag von Markus Tröger. 17 Uhr: Nordstadtbibliothek (Engelbosteler Damm 57) Erzählcafé, Jutta Krause liest. 18.15 Uhr: Universität (Welfengarten 1) Warum die Atomkraft in Deutschland zu Unrecht ein schlechtes Image hat, Vortrag von Hans-Georg Willschütz. 18.30 Uhr: Ka-Punkt (Grupenstr. 8) Stress und Krebs – Forschungsergebnisse und deren Bedeutung, Vortrag von Stefan Zettl. 19 Uhr: Kunstverein (Sophienstr. 2) Die Freiheit der Metapher und ihre Manipulation – Die Metapher des Wirtschaftswachstums im Kontext, Vortrag von Bernhard H. F. Taureck. 19 Uhr: Krankenhaus Siloah (Roesebeckstr. 15) Der Zauber Indiens, Erzählung und Livemusik, mit Olaf Steinl und dem Duo Svara. 19 Uhr: Liberale Jüdische Gemeinde (Fuhsestr. 6) Nesthäkchens Weg in die Gaskammer, Peter Japtokl liest. 19.15 Uhr: Kath. Hochschulgemeinde (Leibnizufer 17) Die Führung eines Bundesligavereins, Vortrag und Gespräch mit Martin Kind. 19.30 Uhr: SofaLoft (Jordanstr. 26) Verbrannt, verboten, nicht vergessen – Keun, Kaleko und Co., Vortrag. 20 Uhr: Schauspielhaus (Prinzenstr. 9) Wofür stehst du?, Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo lesen. Ve r a n s t a l t u n g e n 11 Uhr: Tourist-Information (Ernst-August-Platz 8) Stadtrundfahrt. Ab 14 Uhr: Schützenplatz: Frühlingsfest. 15 Uhr: Marktkirche: Turmführung. 15.30 Uhr: Schauspielhaus (Prinzenstr. 9) Führung durchs Schauspielhaus. 16.30 Uhr: Stadionbrücke (Stammestr.) Stars of Cinema, Circus Belly. 18 Uhr: Freizeitheim Döhren (An der Wollebahn 1) Everyday life in Britain and Germany, Hannover-Bristol-Gesellschaft. 19.30 Uhr: Künstlerhaus (Sophienstr. 2) Pflegestützpunkte als Mittel der umfassenden und unabhängigen Pflegeberatung, Diskussion. Morgen früh 9–18 Uhr: Messegelände: CeMAT, Weltmesse für Intralogistik. 11 Uhr: Tourist-Information (Ernst-August-Platz 8) Stadtrundfahrt. Ab 11 Uhr: Galerie Herrenhausen (Herrenhäuser Str. 3 A) Antique & Kunstsalon Herrenhausen.

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Sie möchten ein gebrauchtes Handy verkaufen? Suchen Sie einen Babysitter? Dann nutzen Sie unseren virtuellen Marktplatz unter www.haz.de/marktplatz. Dort können Sie unter mehreren Tausend Angeboten wählen – von Antiquitäten über Kinderkleidung bis zu Fahrrädern oder Computern – oder selbst Artikel zum Verkauf anbieten. Leibniz-Bibliothek (Waterloostr. 8) 9–16 Uhr Max Marek: Dressuren – Papierschnitte und Künstlerbücher; Die Familie in Fibeln aus aller Welt. Unternehmerinnen-Zentrum (Hohe Str. 11) 10– 17 Uhr Studenten des Studiengangs Fotojounalismus und Dokumentarfotografie – Fotos. Museum für Energiegeschichte (Humboldtstr. 32) 9–16 Uhr Bernstein, Blitz und Batterie – die Entdeckung der Elektrizität. Museum für textile Kunst (Borchersstr. 23) 11–18 Uhr Reise durch die Welt der Textilien. Kloster Marienwerder (Quantelholz 62) 14-18 Uhr Künstlerinnengruppe Hai: Farben Klang – Malerei. Galerie Bodek (Burgdorfer Damm 35) 15–17 Uhr Andreas Amrhein, Kerstin Overhoff, Henrich Rauschning: Arbeiten auf Leinwand und Papier. Galerie E-Damm (Engelbosteler Damm 13) 17–20 Uhr Rosemarie Würth: Von der Transzendenz der Natur – Zeichnungen. Galerie Holbein4 (Holbeinstr. 4) 16–20 Uhr Reinhard Stangl: Marika, Malerei, Druckgrafik, Zeichnung. Galerie im Lichthof (Verwaltungsgericht, Eintrachtweg 19) 8–15.30 Uhr Birgit Dziudzek: Striche – Installationen. Galerie Drees (Weidendamm 15) 10–18.30 Uhr Perti Kekarainen: Raum:Prinzip:Raum – Fotografien und Skulpturen. Galerie Depelmann (Langenhagen, Walsroder Str. 305) 10–18.30 Uhr Andreas Kramer: Metamorphosen – Malerei. Kunstverein Langenhagen (Walsroder Str. 91 A) 14–18 Uhr Jérôme Chazeix: Fashion Weeks – Installationen. Kunstkreis Laatzen-Rethen (Hildesheimer Str. 368) 11–17 Uhr Karin Hess: Alles in Farbe – Malerei. Luftfahrt-Museum (Laatzen, Ulmer Str. 2) 10–16.45 Uhr Geschichte der Luftfahrt. Imago-Kunstverein (Wedemark, Am Markt 1) 11–13 und 15–18 Uhr Dagmar Brand: Himmel, Stern, Vogel, Bombe, Haus, Mensch, Tod und Käfer – Malerei. Hermannshof Springe-Völksen (Röse 33) 18–21 Uhr Studierende der HAWK Hildesheim: Raumbewegung – Multimedia, Installation, Projektion, Video. Schloss Landestrost (Neustadt) 15–18 Uhr Hart-

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im Weserbergland

AUSSTELLUNGEN

Landesmuseum (Willy-Brandt-Allee 5) 10–17 Uhr Das neue Münzkabinett. Historisches Museum (Pferdestr. 6/Burgstr.) 10–17 Uhr, Kaffee, Tee und Kakao in Norddeutschland. Museum August Kestner (Trammplatz 3) 11–20 Uhr Die Essenz der Dinge – Design und die Kunst der Reduktion (17.30 Uhr: Führung). Sprengel Museum (Kurt-Schwitters-Platz) 10–18 Uhr Richard Deacon: The Missing Part – Skulpturen, Zeichnungen (16.30 Uhr: Künstlergespräch). Wilhelm-Busch-Museum (Georgengarten) 11–18 Uhr Jean-Maurice Bosc: Der fröhliche Pessimist – Cartoons; Steve Bell: Im Auge des Zeichners – Karikaturen und Comics. Theatermuseum (Prinzenstr. 9) 14–19.30 Uhr Janosch phantastisches Universum; Stefanie Scharnberg: Kinderbuch-Illustrationen; Künstler sehen Tiere – Grafiken. Kestnergesellschaft (Goseriede 11) 11–18 Uhr (13 Uhr: Führungen) David Lachapelle: Earth laughs in flowers – Fotografien; Julian Göthe: The Shadows took shape – Skulpturen, Wandarbeiten, Zeichnungen. Kunstverein (Sophienstr. 2) 12–19 Uhr Rachel Sussman, Peter Buggenhouts, Michel Blazys, Gerda Steiner, Jörg Lenzlinger: Über die Metapher des Wachstums – Installationen (12.30 Uhr: Kurzführung). Kubus (Theodor-Lessing-Platz 2) 11–18 Uhr János Nádasdy – Bilder, Objekte, Installationen. Landtag (Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz, Wandel-

der tagestiPP

Hannover zum halben Preis bei

Als Kaffee, Tee und Kakao Einzug hielten
Auf einem Wandkalender von 1898, überreicht als Werbegeschenk, preist die hannoversche Firma Sprengel „Chocoladen, Cacao, Zuckerwaren, Cakes u. Biscuit“ aus ihrer Produktion. Nicht nur die Rechtschreibung hat sich seither geändert, längst kommt Süßes der Marke Sprengel nicht mehr aus Hannover. „Die heißen 3“ ist eine Ausstellung über die Kulturgeschichte von Kaffee, Tee und Kakao in Norddeutschland betitelt, die noch bis zum 8. Mai im Historischen Museum, Pferdestraße 6/Burgstraße, zu sehen ist. 1702 war in Hannover das erste Kaffeehaus eröffnet worden, natürlich nur für bessere Kreise. Als der heiße Kaffee am Morgen später in breiten Volksschichten das bis dahin übliche Kaltgetränk ablöste, änderten sich die Ernährungsgewohnheiten radikal: Brot und Brötchen traten an die Stelle der Morgensuppe oder des warmen Breis. Darüber und auch über allerlei speziell hannöver-

Ein Online-Service der HAZ und NP
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radio leineHertZ
(Kanal 106,5) 6 Uhr: Die Christian-SchmidtShow. 9 Uhr: Musik. 12 Uhr: Der Tag in der Region. 14 Uhr: Schule on Air. 15 Uhr: Der Nachmittag mit Carsten Steckel. 17 Uhr: Musik. 18 Uhr: Musik. 19 Uhr: Handicap on Air. 20 Uhr: Musik. 23 Uhr: Tonjuwelen.

h1-BÜrgerfernseHen
(Auf Kanal Euronews) 15.30 Uhr: Frühlingsfest Hannover. 16.30 Uhr:Cybrix, Jugendmagazin. 18.30 Uhr: Lüttje Lage. 18.45 Uhr: 0511-tv.lokal. 19 Uhr: Steilpass, Sport aus Hannover. 20 Uhr: Lüttje Lage. 20.15 Uhr: Aufgekreuzt, die Sendung mit dem „K“. 20.45 Uhr: Wh. v. 18.45 Uhr. 21 Uhr: Wh. v. 19 Uhr. 22 Uhr: Wh. v. 18.45 Uhr.

April Regen

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Stuttgart

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GESTERN MITTAG IN DEUTSCHLAND
Berlin Braunlage Brocken Braunschweig Dresden Erfurt 10 4 –2 10 4 7 heiter heiter bedeckt wolkig Regen wolkig Frankfurt Freiburg Göttingen Hamburg Hannover Köln 12 12 9 10 11 14 heiter wolkig wolkig wolkig heiter heiter Konstanz München Norderney Oberstdorf Rostock Sylt 12 8 9 9 8 10 wolkig bedeckt heiter bedeckt wolkig wolkig

München

mut Bohl, Jens Hoff, Katharina Ismer, Maren

sche Aspekte des Themas informiert die Schau, die am heutigen Mittwoch von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat. ard / pr.

* Tageswert aus dem langjährigen Monatsmittel

Sonne

Köln

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6º bis 8º 9º bis 11º 12º bis 14º 15º bis 17º 18º bis 20º 21º bis 23º 24º bis 26º

Madeira 21 wolkig Malaga 25 wolkig Rhodos 22 bedeckt Teneriffa 22 bedeckt Venedig 20 heiter Zürich 16 heiter Außereuropäische Städte Bangkok 36 bedeckt Buenos Aires 21 wolkig Delhi 41 heiter Hongkong 25 Schauer Izmir 23 bedeckt

Johannesburg Kairo Kapstadt Los Angeles Mexiko City Mexiko-Stadt Miami New York Peking São Paulo Sydney Tel Aviv Tokio

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STUDIEREN MIT ENERGIE
AN DER TU CLAUSTHAL
Hannoversche Allgemeine Zeitung | Neue Presse Mittwoch, 4. Mai 2011

IN H A LT

Große Vorhaben: Pumpspeicherwerke unter Tage sollen künftig Energie aus Windparks speichern können.

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Die TU Clausthal will ein altes Ölfeld neu beleben – der hohe Ölpreis könnte das inzwischen wirtschaftlich machen.

Neue Wege in der Energietechnik: Im EFZN-Labor in Goslar werden smarte und intelligente Netze geknüpft.

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Energie im Schiefer: Wissenschaftler forschen nach neuen Fördermethoden für unkonventionelles Erdgas.

TU Clausthal/Alpha Ventus/Fotolia (2)

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Erneuerbare Energien: Ohne Ausbau der Netze geht es nicht – warnt BDEW-Chefin Hildegard Müller.

Jobs mit Perspektive und Verantwortung
Die TU Clausthal bietet zehn Studiengänge zur Energieversorgung von morgen an

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VON MARC SCHWARZENBERGER

ie Energieversorgung ist ein großer Wachstumsmarkt für unser Land: saubere, sichere und möglichst preiswerte Energie.“ Bundesumweltminister Norbert Röttgen prophezeit all denjenigen, die sich in der Energiebranche ausbilden lassen, eine hervorragende berufliche Zukunft. Rund 500 Ingenieur- und Wirtschaftsingenieurstudierende, die an der Technischen Universität Clausthal diese Route eingeschlagen haben, wird die Einschätzung des Experten freuen. Einer davon ist Mark Wesemann. Der 22-Jährige ist eingeschrieben im Bachelorstudiengang „Energie und Rohstoffe“,

der auf sechs Semester angelegt ist. „Die TU Clausthal ist die einzige Uni in Deutschland, die diese zukunftsorientierte Ausrichtung anbietet. Und sie hat noch dazu einen guten Ruf“, begründet der gebürtige Celler seine Entscheidung für die Universität im Oberharz. Inzwischen im vierten Semester, möchte er nach dem Bachelorabschluss gleich ein zweijähriges Masterstudium anschließen. Die gewünschte Fachrichtung lautet: Petroleum Engineering (Erdöl- und Erdgastechnik). „Mich interessieren die innovativen Ansätze beim Thema Erdgas“, sagt Wesemann, „demnächst werde ich ein mehrwöchiges Industriepraktikum in diesem Bereich absolvieren.“ Die Berufsnähe, also das Zu-

sammenwirken von Theorie und Praxis in der akademischen Ausbildung, ist ein Markenzeichen der TU Clausthal. „Auch Exkursionen und Firmenvorstellungen gehören zum Unialltag“, berich-

tet Wesemann. Überhaupt orientiert sich die Universität bei ihrem Studienangebot am Bedarf der Wirtschaft und stimmt das Lehrangebot mit Branchenexperten ab. „Die Kooperation zwischen

S T UDI E NGÄNGE I M B E RE IC H E N E R G IE
BACHELOR: Energie und Rohstoffe Energietechnologien Rohstoff-Geowissenschaften (neu) MASTER: Petroleum Engineering Energie- und Rohstoffversorgungstechnik Rohstoff-Geowissenschaften Energiesystemtechnik Energiewissenschaft (neu) Wirtschaftsingenieurwesen (Schwerpunkt Energie und Rohstoffe) Technische Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkt Energiemanagement) Weitere Informationen: www.studium.tu-clausthal.de

der Industrie und der Hochschule ist für beide Seiten eine fruchtbare Verbindung“, sagt Klaus Homann. Der frühere Chef der Thyssengas GmbH ist Honorarprofessor an der TU Clausthal. Neben ihm unterstützen eine Reihe weiterer Dozenten aus der Wirtschaft, beispielsweise von E.ON, Baker Hughes oder Wintershall, die Lehrveranstaltungen. So können die Studierenden schon früh erste Kontakte zur späteren Arbeitswelt knüpfen. Insgesamt bietet die TU Clausthal zehn Studiengänge an, die sich der Energieversorgung der Zukunft widmen. „Wir decken dabei die Bereiche Rohstoffe, Technik/Systeme, Wirtschaft und Wissenschaft ab“, erläutert Professor Hans-Peter Beck, Direktor am TU-

Institut für Elektrische Energietechnik und Chef des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) in Goslar. Die wissenschaftliche Kompetenz auf dem Gebiet von Energie und Rohstoffen reicht im Harz lange zurück. Andererseits werden immer wieder innovative Ideen umgesetzt. Ganz neu startet im Oktober der Masterstudiengang Energiewissenschaft, der mit seinem fächerübergreifenden, forschungsnahen Ansatz in Niedersachsen einmalig ist. Die Entwicklung neuer regenerativer Energiequellen, moderne Speichermöglichkeiten, aber auch die Steigerung der Energieeffizienz sind Herausforderungen, die in diesem Studiengang thematisiert werden.

Egal, für welches Fach sich die „Energie-Ingenieure von morgen“ an der international geprägten Universität im Harz entscheiden, die Studienbedingungen sind immer dieselben. „Clausthal steht als Uni im Grünen für kurze Wege und eine familiäre Atmosphäre“, erzählt Student Wesemann. „Man kommt hier schnell mit den Professoren ins Gespräch, das Verhältnis ist unkompliziert, die Dozenten antworten sogar schnell auf E-Mails.“ Wer sich als Oberstufenschüler oder Abiturient schon vor dem Studium davon überzeugen möchte, kann die TU Clausthal besuchen, beispielsweise Ende Juli zum Sommerkolleg „Grüne Energien im Harz“ (www.we. tu-clausthal.de/sommerkolleg).

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studieren mit energie

an der TU ClaUsThal

ein einmaliges Projekt
Kombination aus Pumpspeicherwerk unter Tage und Windpark wäre vorbildlich für den ausbau

Wenn die Flügel nerven zeigen
Wie lasertechnologie Wartungsarbeiten auf hoher see erleichtert
von cHristine scHAAde eit draußen im Meer stehen sie: riesige OffshoreWindräder, die die energie der Zukunft liefern. ein Flügel dieser Windkraftanlagen mit einer leistung von 10 Megawatt kann eine länge von 100 Metern haben. sie müssen Wind und Wetter, eis und schnee trotzen, und man kann nicht mal eben mit einem Boot vorbeifahren und schauen, ob alles in Ordnung ist. da ist es hilfreich, wenn die Windkraftanlage selbst merkt, dass etwas nicht funktioniert, dass sich eis am Flügel gebildet hat und die heizdrähte zur enteisung aktiv werden müssen. Wolfgang schade forscht mithilfe von faseroptischen sensoren an dieser entwicklung. ,,Wir bauen ein nervensystem in die Windräder“, beschreibt dr. schade, Professor am Institut für energieforschung und Physikalische Technologien an der TU Clausthal und leiter der außenstelle Faseroptische sensorsysteme des Fraunhofer heinrich-hertz-Institutes auf dem energieCampus in Goslar, seine arbeit. der schlüssel für dieses nervensystem sind optische Gitter, sogenannte Faser-Bragg-Gitter. ,,an lichtleiterkabeln wird licht angekoppelt, mithilfe von Brechzahlenänderungen können Temperaturen und mechanische Belastungen, wie Verbiegungen, gemessen werden. Mit ultrakurzen lichtpulsen kann man lichtwellenleiter derart verändern, dass sie als sensoren arbeiten“, erklärt dr. schade das Prinzip. In der Medizin und Umweltanalytik hat dieses Prinzip bereits seinen festen Platz gefunden, im Bereich der energietechnik wird neuland betreten: die lasertechnologie ermöglicht Temperaturmessungen bei anwesenheit starker elektromagnetischer Felder, beispielsweise bei der schnellladung von Batterien. dies sei unerlässlich für die realisierung von elektromobilität, wie elektroautos. Bei Offshore-Windkraft-anlagen werden die faseroptischen sensoren gleich in die Flügel mit eingegossen. sie erkennen, wenn sich risse und Vereisungen bilden. sie können, werden sie auch am Turm installiert, Vibrationen messen. Und merken so beispielsweise, ob an der nabe lager kaputt sind. ,,die anlagen sollen wirtschaftlicher und effizienter funktionieren“, beschreibt schade das Ziel. sie sollen wartungsfreundlicher werden. Und die energiequelle Wind soll, geht es nach dem Physiker, dadurch stärker genutzt werden. derzeit werden Windräder ab einer Windgeschwindigkeit von 25 Metern pro sekunde abgestellt. dank moderner sensorik können sich die Blätter wie segel

M

von tHomAs scHwArze

arko schmidt ist in diesen Wochen ein vielgefragter Mann. Im Zuge der angestrebten Wende zu mehr erneuerbaren energien wollen etliche Politiker, Wirtschaftsvertreter und Journalisten mit dem diplomWirtschaftsingenieur am energieForschungszentrum niedersachsen (eFZn) in Goslar ins Gespräch kommen. die meist gestellten Fragen: Was hat es mit einem Pumpspeicherkraftwerk unter Tage auf sich? Und wird demnächst ein Pilotprojekt im harz gebaut? der Koordinator des Projektes „Windenergiespeicherung durch nachnutzung stillgelegter Bergwerke“, so der etwas sperrige name, will keine anfrage abweisen: denn angesichts der debatte um die energiewende kommt diese zukunftsweisende Idee seiner Meinung nach gerade zur richtigen Zeit. Warum also benötigt deutschland in Zukunft mehr Pumpspeicherkraftwerke – und noch dazu unter Tage? Insbesondere in den Küstenregionen werden immer mehr Windkrafträder aufgestellt. die stromerzeugung aus Wind ist allerdings starken schwankungen unterworfen. ein stabiles, von ausfällen möglichst freies stromnetz braucht hingegen eine gleichmäßige Produktionsbilanz. Wird zu wenig strom durch Wind erzeugt, so müssen bisher atomund Kohlekraftwerke den Bedarf ausgleichen, damit das netz stabil bleibt. Pumpspeicherkraftwerke können diese aufgabe übernehmen. Ihr Funktionsprinzip: Mittels der überschüssigen energie aus einem Windpark wird Wasser in

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neue pumpspeicherkraftwerke sind notwendig – doch sie sollen die natur nicht weiter beeinträchtigen. höhere lagen gepumpt. Wird anschließend energie vom Verbraucher benötigt, lässt man das Wasser über Turbinen wieder in tiefere lagen stürzen und erzeugt dadurch strom, der ins netz eingespeist werden kann. der Bau von großen Pumpspeicherkraftwerken in Wäldern und Wiesen stellt allerdings einen starken eingriff in die natur dar. solche Pläne rufen in der Bevölkerung oft erheblichen Widerstand hervor – wie derzeit in atdorf im schwarzwald. Gegen ein Projekt unter Tage hätten die Bürger indes kaum einwände. aber: Taugen alte Bergwerke als neue Zwischenspeicher für Windenergie? „Pumpspeicherkraftwerke unter Tage zu errichten ist eine anspruchsvolle, aber lösbare aufgabe. das in deutschland dafür vorhandene Potenzial ist bedeutend“, ist eFZn-Chef Professor hans-Peter Beck von der Technologie überzeugt. Projektkoordinator schmidt ergänzt die Vorteile der ambitionierten Idee: „die Bergwerke weisen unter Tage meist geordnete strukturen auf, außerdem sind durch unterschiedliche stollentiefen große Fallhöhen für das abzulassende Wasser vorhanden.“ laut der eFZn-Potenzialstudie, deren abschlussbericht gerade erstellt und dem Bundesumweltministerium Mitte des Jahres vorgelegt wird, bieten sich hierzulande insbesondere drei regionen für ein Modellbergwerk an: der harz, das erzgebirge und der hessische lahn-dill-Kreis. Für ein geplantes 100-Megawatt-Kraftwerk unter Tage rechnen die Planer mit Kosten von mehr als 100 Millionen euro. allein im harz kommen fünf ehemalige Bergwerke für eine Pilotanlage in Betracht, unter anderem in Bad Grund, st. andreasberg oder Clausthal-Zellerfeld. Um einen der möglichen standorte zu einem vorbildlichen Projekt in hinblick auf die speicherung erneuerbarer energien auszubauen, wird die Verknüpfung mit einem Windpark im harz angestrebt. erste Informationsveranstaltungen, einen solchen Park im Vorharz anzusiedeln, haben stattgefunden. „die Kombination eines Pumpspeicherwerks unter Tage mit einem Windpark wäre gegenwärtig weltweit einmalig“, unterstreicht der energie-experte und Clausthaler Professor Beck. die „Initiative Zukunft harz“, die den Westharz im auftrag des landes niedersachsen strukturell voranbringen will, und der landkreis Goslar befürworten die

Inga F./Fotolia.com Pläne. „Wir wollen diese wichtigen und innovativen ansätze nach Kräften unterstützten“, sagt landrat stephan Manke. Ziel ist es, das Mittelgebirge zu einer führenden energie-effizienz-region auszubauen. auch historisch gesehen ist der Weg naheliegend. denn schon vor Jahrhunderten war der harz führend in der energieversorgung des damaligen Bergbaus. Mit einem aufwendigen system aus Teichen, Gräben und Wasserrädern wurde die energie zum Fördern der erze regenerativ bereitgestellt. das weitgehend erhaltene Wassersystem ist 2010 zum Weltkulturerbe ernannt worden. dazu beschäftigt sich die Technische Universität Clausthal im Oberharz seit mehr als 230 Jahren wissenschaftlich mit rohstoffen und energie. „ein untertägiges Pumspeicherwerk würde bestens in die region passen“, sagt Projektkoordinator schmidt. Obendrein böte es den studierenden jede Menge ansätze für Projekt- und abschlussarbeiten.

große pläne: Hightech soll windräder wartungsfreundlicher machen. Rebel/Fotolia.com so in den Wind stellen, dass sie auch bei stärkerem Wind weiterlaufen können. diese Zustandsüberwachung und aktive steuerung ist keine Zukunftsmusik. Professor schade ist ein Praktiker, schließlich leitet er neben der außenstelle des Fraunhofer-heinrich-hertz-Instituts auch die Universitätsarbeitsgruppe ,,angewandte Photonik“. Im Mai wird ein erstes Windrad in den Usa mit dieser Technologie ausgerüstet. Gemeinsam mit dem Wind Technology Testing Center in Boston, Massachusetts, wird das Fraunhofer-heinrich-hertz-Instituts einen Prototypen bauen.

Mehr als 30 Pumpspeicherkraftwerke stehen in Deutschland. Sie funktionieren nach diesem Prinzip:

Puffer im Stromnetz

Strommangel
Staumauer wird geöffnet Wasser treibt Turbinen an Generatoren erzeugen Strom Speicher leert sich Stausee (oberes Becken) Beck ken) Staumauer Generator Turbine
Schematische Darstellung Quelle: Deutsche Energie-Agentur

Stromüberschuss
Pumpen befördern Wasser aus dem unteren in das obere Becken Speicher wird aufgeladen

Transformator Pumpe

(unteres Becken)

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Mit rosen Weltrekorde brechen
In einem einzigen lauf hat das Unternehmen die langeled Pipeline untersucht
osen hat die längste Unterwasser-Pipeline der Welt in einem einzigen lauf untersucht. ende august 2009 hat ein 42/44-Zoll-Kombo-Molch eine erfolgreiche Untersuchung der langeled Pipeline zwischen nyhamna (norwegen) und easington (Großbritannien) mit einer länge von 1173 Kilometern absolviert. abgesehen von der Weltrekordlänge war der durchmesser eine zusätzliche herausforderung. Über die ersten 635 Kilometer betrug der durchmesser bis zur sleipner-Plattform 42 Zoll (dn 1050). die verbleibenden 538 Kilometer musste der Molch in 44 Zoll (dn 1100) zurücklegen. Um die hohen Fließgeschwindigkeiten von 8 m/s auszugleichen, war der Kombo-Molch mit einer Geschwindigkeitskontrolleinheit ausgestattet, die den Molch auf unter 3 m/s laufen ließ. Bevor sich der Kombo-Molch auf eine solche abenteuerliche reise begeben konnte, wurde ein Kalibermolch (reinigungsmolch bestückt mit einer aluminiumplatte) durch die Pipeline geschickt. Beide wurden speziell von rosen entwickelt, entworfen und gefertigt. rosen europe ist ein Unternehmen der rosen Gruppe und operativ tätig in den regionen europa, inklusive den GUs-staaten, südamerika, afrika und Zentralasien. rosen europe wird durch ein netzwerk von diversen agenten und agenturen vertreten, um einen engen Kontakt zu den Kunden welt30596001_11050400100000111

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STUDIEREN MIT ENERGIE

AN DER TU CLAUSTHAL

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Studium mit eigenem Ölfeld
Das Institut für Erdöl- und Erdgastechnik an der TU Clausthal will eine verlassene Förderstätte nördlich von Hannover neu beleben
VON LEONHARD GANZER

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iese Dimension ist ungewöhnlich: Seit einiger Zeit verfügt das Institut für Erdöl- und Erdgastechnik über die Möglichkeit, ein verlassenes Ölfeld wieder neu zu erschließen. Die Studenten des viersemestrigen Petroleum Engineering Masterstudienganges erstellen Konzepte zur verbesserten Ausbeute dieses alten, bereits in den neunziger Jahren verschlossenen Ölfeldes, das sich nördlich von Hannover, im Raum Nienburg, befindet. Bereits im nächsten Jahr könnte möglicherweise aufgrund des von Studentengruppen erarbeiteten Vorschlages eine Bohrung erfolgen. Die Studenten können auf diese Art bereits während der Ausbildung mit realen Daten arbeiten, in interdisziplinären Teams Erfahrungen sammeln und lernen, komplexe Projekte unter Zeitdruck zu bearbeiten. VERSTÄRKTER PRAXISBEZUG UND MEHR KOOPERATION Durch die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor/Master-System gibt es eine verstärkte Konkurrenzsituation an den deutschen Hochschulen um die größten Talente. Daher ist ein attraktives Studienangebot und Umfeld besonders wichtig. Das Institut für Erdöl- und Erdgastechnik (ITE) der TU Clausthal setzt in seinem Petroleum Engineering Masterstudiengang insbesondere auf verstärkten Praxis-

Neue Wege in der Förderung: Der hohe Ölpreis ermöglicht es, auch stillgelegte Felder wieder betreiben zu können. bezug und auf Kooperation mit der Industrie. Schon seit vielen Jahren werden deshalb in Bereichen, die sich neu oder sehr schnell entwickeln, Lehrbeauftragte aus der Industrie in die Ausbildung eingebunden. Seit Kurzem hat das ITE als Besonderheit ein „eigenes“ Ölfeld, das Mitte der neunziger Jahre aufgrund des niedrigen Ölpreises nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte und verschlossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 35 Prozent des Ölinhaltes des Fel-

iStockphoto/David Jones

des gefördert. Dieser sogenannte Ausbeutefaktor liegt damit ziemlich genau am mittleren Wert aller Ölfelder in Deutschland und auch weltweit. Durch Einsatz verbesser-

ter Technologien und dem derzeitigen Ölpreis muss es möglich sein, diesen Wert zu steigern und somit mehr Öl aus vorhandenen Feldern zu fördern. Dies ist neben einer Verbesserung der Ausbildung der Studenten das Hauptziel dieses Projektes. Und weil auch die Industrie starkes Interesse an besonders gut ausgebildetem Nachwuchs hat, unterstützt sie dieses Projekt nicht nur finanziell, sondern besonders durch Offenlegung aller notwendigen Daten des Ölfeldes für das Institut. Im Rahmen der Ausbildung erhalten die Studenten von den Fachprofessoren Aufgaben zur Ölfeldwiedererschließung, die sie unter Vorgabe von zeitlichen Fristen bearbeiten müssen. Dazu werden sie in Gruppen eingeteilt, die sich aus Studenten verschiedener Spezialausrichtungen zusammensetzen. Zur Unterstützung bei der Bearbeitung wird den Gruppen ein Betreuer aus dem Mitarbeiterstab des Institutes zugeteilt. Sie erhalten zusätzliche Unterstützung von Spezialisten aus der Industrie, die zum großen Teil selbst in dem betroffen Ölfeld gearbeitet hatten und das Projekt mit Erfahrung und Sachverstand begleiten. Die Zusammenarbeit der ehemaligen Ölfeldspezialisten mit den Studenten, die an der Revitalisierung dieses Ölfeldes aktiv mitarbeiten können, funktioniert hervorragend. Am Ende der Bearbeitungsfrist werden die Er-

gebnisse der Gruppen präsentiert und von einem Panel von Fachleuten und Institutsmitarbeitern beurteilt. Für alle Beteiligten ergibt sich ein einmaliges Spannungsfeld, das in jedem Jahr für überraschende Vorschläge und Fortschritte sorgt. Die nunmehr in Planung befindlichen Bohrungen werden zu neuen Ergebnissen führen, die in Zukunft Anstoß zu weiteren Forschungsprojekten geben werden. Bei wirtschaftlichem Erfolg ist mit einer Vorbildwirkung zu rechnen, die die Industrie dazu veranlassen sollte, weitere ähnliche Projekte zu ermöglichen. Die Anzahl an „alten“ Ölfeldern in Deutschland ist relativ hoch. NUR RUND EIN DRITTEL WURDE BISLANG GEFÖRDERT Insgesamt werden die ursprünglichen Ölvorkommen in Deutschlands Untergrund auf etwa 1000 Millionen Tonnen geschätzt, von denen bisher etwa ein Drittel gefördert wurde. Eine Erhöhung des Ausbeutefaktors um zehn Prozent bedeutet für Deutschland daher in etwa 100 Millionen Tonnen Öl. Sowohl der wirtschaftliche Wert dieses Volumens (etwa 70 Mrd. Dollar) als auch der Vergleich mit der derzeitigen gesamten Inlandsproduktion von etwas weniger als drei Millionen Tonnen pro Jahr zeigt das Potenzial dieses Projektes am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal.

Grabenlos durch Granit
Max Streicher quert in umweltschonendem Verfahren die Freiberger Mulde

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achhaltigkeit und umweltfreundliches Bauen waren die großen Themen auf der diesjährigen BAU – der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme. Auch im Ingenieurbau spielt dieser Aspekt eine immer wichtigere Rolle. Bei der Streicher-Gruppe zählt Nachhaltigkeit längst zur Firmenphilosophie. Beim Bau der Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL), bei dem Streicher von der WINGAS GmbH & Co. KG mit zwei Doppellosen beauftragt wurde, sind fünf von sieben klassifizierten Flüssen im Trassenbereich im naturschonenden grabenlosen Verfahren gequert worden. KAUM BEEINTRÄCHTIGUNG DER NATUR Lediglich die Sonderbauwerke Flöha- und Elbdüker errichtete Streicher in offener Bauweise. Die Sonderstrecken Pulsnitz, Schwarze Elster, Große Röder und Gimmlitz konnten dagegen im grabenlosen Verfahren verlegt werden. Auch den letzten klassifizierten Düker auf der Strecke zwischen Lichtenberg und Olbernhau, die Freiberger Mulde, verlegte Streicher im geschlossenen Verfahren. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war unter anderem, dass neben dem Fluss auch noch angrenzende Bauwerke – die Staatsstraße 209 von Lichtenberg nach Mulda, die DB-Strecke 6618 und ein Abwasserkanal DN 2000 – gequert werden mussten. Streicher ist mit zwei Doppellosen am Bau der OstseePipeline-Anbindungs-Leitung beauftragt. Streicher Für die geschlossene Bauweise sprachen auch die deutlich geringeren Eingriffe in die Natur. Anstelle eines kompletten Rohrgrabens muss beim angewandten Bohrpressverfahren nur die Start- und Zielgrube ausgehoben werden. Das schont Flora und Fauna. Aufwendige Renaturierungsmaßnahmen beschränken sich auf ein Minimum. Menschen und Tiere in der Nähe der Baustelle werden zudem weniger durch Lärm, Staub und Baufahrzeuge belästigt. METER FÜR METER MIT HOCHDRUCK Das Baugebiet im Bereich der Freiberger Mulde wies einen sehr komplexen Untergrund auf. Der Boden besteht überwiegend aus Granit. Damit eignete sich das geschlossene Bohrpressverfahren nicht nur wegen des Umweltaspekts, sondern auch wegen des schwer durchdringbaren Untergrunds besonders als Technik. Ein Bohrgerät mit einer Druckkraft von bis zu 800 Tonnen war nötig, um die etwa 100 Meter lange Bohrstrecke mit einer Tagesleistung von circa einem Meter zu bewältigen. Die Querung der Freiberger Mulde und der angrenzenden Bauwerke ist eine der letzten Etappen für Streicher auf der OPAL-Baustelle. Das größte deutsche Erdgasinfrastrukturprojekt soll im Herbst dieses Jahres fertiggestellt werden.

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studieren mit energie

an der TU ClaUsThal

Wenn der strom andersherum fließt
neue Wege in der energietechnik: Im eFZn-labor in Goslar werden smarte und intelligente netze geknüpft
so, dass die energie nur in eine richtung – vom Kraftwerk über mart sollen sie sein und in- höchst- und hochspannungsnettelligent noch dazu: die ze über längere entfernungen, langweilige leitung, die dann durch Mittel-und niederden strom nur in eine richtung spannungsnetze zum Verbrauschicken kann und allenfalls Vö- cher – floss, so fließt der strom geln gute aussichtsplätze bie- heute auch mal andersherum, tet, hat ausgedient. Wenn dr. weil dezentral strom beispielsJens zum hingst vom energie-For- weise durch viele Windanlagen schungszentrum niedersachsen produziert wird. ,,die stromnetze (eFZn) in Goslar von den strom- haben heute vollkommen andere netzen der Zukunft spricht, dann aufgaben als die, für die sie einist viel hightech im spiel. der In- mal geplant wurden“, so der Wissenschaftler. spangenieur für enernung, ströme, leisgietechnik forscht tung – die neuen darüber, wie enernetze werden clegie über lange strever geplant. cken transportiert Intelligente Komwerden kann, ohne ponenten, die die dabei zu viel enerspannung regeln, gie zu verlieren. und Informations,,die Zeit, dass technik sollen das zentrale Kraftwerim efZn-labor entwinetz smart machen ke das ruhrgebiet ckeln dr.-ing. Jens zum und dafür sorgen, oder süddeutschhingst und seine kolledass die netze besland versorgten, gen die szenarien am ser ausgelastet sind wird sich ändern“, computer. Tietze – kostengünstiger erklärt der Projektbetrieben werden entwickler. ,,Zukönnen. denn die Forscher rechkünftig muss der strom zum einen für die Zukunft weiterhin danen von Offshore-Windanlagen mit, dass der strom einen großen, an der Küste in norddeutschland zum Teil über weite entfernun- wahrscheinlich sogar steigengen zum Verbraucher transpor- den anteil am energiebedarf detiert werden. Zum anderen spei- cken wird: Für sie ist das elektrosen bereits heute dezentrale klei- auto oder der elektroroller schon ne erzeuger strom ein“, erklärt so selbstverständlich, wie für norzum hingst die wichtigsten Ver- male stromverbraucher die eneränderungen. Gleichzeitig machen giesparlampe. ,,eine große hedie Forscher auch eine Bestands- rausforderung“, kommentiert dr. aufnahme. ,,Wir wissen wenig zum hingst. dabei könnte der gute alte über die bestehenden netze“, reWechselstrom in den hochspansümiert zum hingst. In den bestenungsleitungen bald ausgedient henden leitungen sei teilweise haben. die Wissenschaftler arnur wenig Messtechnik installiert. beiten an Themen oder ansätWar es in der Vergangenheit VOn christine schAAde

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tanz der Bevölkerung berücksichtigen, Ängste vor neuen Technologien erfassen und verringern. die Besonderheit des eFZn , einer wissenschaftlichen einrichtung der TU Clausthal in Kooperation mit den Universitäten Braunschweig, Göttingen, hannover und Oldenburg, ist die gemeinsame arbeit der Wissenschaftler der unterschiedlichen disziplinen an einem Ort – in Goslar. Beste ZukunftschAncen für studienABsOlVenten ,,Mich persönlich haben regenerative energien wie Wind- und solarenergie schon früh interessiert“, beschreibt zum hingst seinen Werdegang in die Forschung an den netzen. nach seinem studium der energiesystemtechnik an der TU Clausthal arbeitete der 33-jährige an einem Projekt zum dezentralen energiemanagement. heute ist er Projektentwickler. Zum hingst empfiehlt interessierten studienanfängern ein studium der energietechnologien mit Bachelorabschluss und einen Masterstudiengang in energiesystemtechnik. der Bachelorstudiengang vermittele gerade wegen der Verankerung der nichttechnischen Fächer, wie Wirtschaft oder recht, eine gute Grundlage. Gerade der fächerübergreifende systemgedanke mache die Forschung auch praxisnah. die Zukunftschancen für absolventen schätzt zum hingst künftig als sehr gut ein. Ob in der Windenergie, Biogastechnik oder Photovoltaik, bei Komponentenherstellern oder den großen energieversorgern: Ingenieure für energietechnik werden in Zukunft gebraucht.

die Zukunft: in goslar forscht man an möglichkeiten, energie über lange strecken ohne viel Verlust zu transportieren.
zen wie beispielsweise Gleichspanungsnetze, die die Blindleistung, also die energie, die für den Transport der energie benötigt wird, um ein Vielfaches senkt. Gleichzeitig werden weitere Möglichkeiten zur energieübertragung wie beispielsweise gasisolierte unterirdische leitungen erforscht, die vielleicht althergebrachten und auch heiß diskutierte hochspannungsfreileitungen ergänzen könnten. ,,Bei uns im energieforschungszentrum arbeiten Ingenieure, so-

iStockphoto/Woods

zialwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und Juristen miteinander“, erklärt zum hingst. diese transdisziplinäre arbeit an einem Ort soll auch die akzep-

Weltweit verankert
Forschung und ausbildung sind in Clausthal international geprägt
bieten. Kräftigen rückenwind erhoffen sich die Beteiie energieversorgung ligten durch eine eU-Fördeder Zukunft ist nicht rung. darüber hinaus wolnur ein nationales, sondern len die Partner Forschungsentwicklungsprojekein globales Thema. Um den und weltweiten herausforde- te gemeinsam vorantreiben rungen gerecht zu werden, und dabei das energie-Forniedersind gerade in Forschung schungszentrums und lehre grenzüberschrei- sachsen in Goslar einbezietende Partnerschaften erfor- hen. „Wir freuen uns, dass es derlich. aus diesem Grund haben die staatliche erdöl- zur Verlängerung des Vertrages gekomund erdgasunimen ist“, unterversität Tyumen ein wichtiger aus russland und PArtner für die streicht Professor Kurt reinidie TU Clausthal tu clAusthAl cke, direktor des ende april ihre Zusammenarbeit bekräftigt. Instituts für erdöl- und erddie Präsidenten beider Uni- gastechnik der TU Clausthal. versitäten, die Professoren „die Universität Tyumen ist Thomas hanschke und Vla- für uns ein wichtiger Partdimir novosolov, unterzeich- ner.“ die freundschaftlichen neten einen neuen KooperaBeziehungen zwischen beitionsvertrag. Ziel der Übereinkunft ist den seiten bestehen seit es unter anderem, den stu- 2002. Vor fünf Jahren war dierendenaustausch zu ver- die Zusammenarbeit der Wissenschaftstärken, gemeinsame Mas- Oberharzer terprogramme zu entwi- ler mit der Universität hinter ckeln und einen doppelab- dem Ural erstmals vertragschluss im studienfach erd- lich geregelt worden. den öl- und erdgastechnik anzu- anlass bot die russlandreiVOn thOmAs schwArZe se einer niedersächsischen delegation um den damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff. In der 570 000 einwohner zählenden stadt Tyumen studieren allein 8000 junge Menschen im Bereich der erdöl- und erdgastechnik. die region, in der kontinentales Klima herrscht, liegt im südwesten sibiriens. In dem Gebiet befinden sich zwei drittel der russischen erdölvorkommen und 90 Prozent der erdgaslagerstätten. außer mit ihren russischen Partnern sind die Wissenschaftler der TU Clausthal mit mehr als 100 Institutionen auf allen Kontinenten vernetzt. so unterhalten die energieforscher etwa Beziehungen in die Usa, nach China oder zur norwegischen Universität stavanger. Im rahmen einer deutschnorwegischen energiepartnerschaft baut die TU Clausthal mit den skandinaviern einen Partnerlehrstuhl mit schwerpunkt energie und Umwelt auf.

Kein Job für Prinzessinnen
Grenzenlose herausforderungen beim e&P-starter-Program von e.On ruhrgas e&P
chweres Gerät, lautes Generatorenbrummen, heiße Temperaturen, sand, staub und lange arbeitstage in fremden Welten – der arbeitsplatz von Freya schlichting und Monika Mörtl symbolisiert für die meisten nicht gerade das, was man sich gemeinhin unter einem arbeitsplatz für Frauen in Führungspositionen vorstellt: die beiden jungen Frauen suchen mit e.On ruhrgas e&P in der algerischen Wüste nach Gas, viele hundert Meter unter der erde. aber wie gestaltet sich die arbeit in einer sogenannten „Männerdomäne“ und in einem islamisch geprägten land und wie bereitet man sich auf eine solche Tätigkeit vor? Freya schlichtings Berufsbezeichnung heißt „night drilling surpervisor“. der schöne Titel bringt mit sich, dass sie mitten in der Wüste in einem Camp schläft und lebt, das keine 60 Meter neben der von ihr nachts beaufsichtigten Bohrung von rhourde Yacoub entfernt ist. sie ist die einzige Frau unter 150 Mitarbeitern. die zweite im Bunde, Monika Mörtl, absolviert derzeit noch das e&P-starter -Programm für junge Berufseinsteiger von e.On ruhrgas e&P und arbeitet hauptsächlich im lokalen Büro in der ostalgerischen stadt hassi Messaoud. die Verständigung geschieht Auf englisch Für Freya schlichting beginnt der arbeitsalltag als night drilling supervisor um 18 Uhr und wird erst um 6 Uhr am nächsten Morgen zu ende sein: „Ich bin immer etwas früher im Büro, um mich mit meinem Tagespendant abzustimmen. Zusammen kümmern wir uns abwechselnd darum, wie die anstehenden arbeiten planmäßig und sicher durchgeführt werden. Insgesamt arbeiten etwa 150 Mitarbeiter an der Bohrung; die meisten davon sind algerier. aber es gibt unter den verantwortlichen Personen

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s

deres, für uns ist das einfach nur unser Job“, sagt Monika Mörtl. die Frage an Freya schlichting, ob sie denn als Chefin in einem muslimischen land akzeptiert würde, beantwortet sie mit einem spontanen lachen und meint dann: „Bisher habe ich keine negativen reaktionen erlebt und habe mit der akzeptanz meiner autorität auch noch nie Probleme gehabt.“ erfAhrungen im AuslAnd sAmmeln Freya schlichting wollte schon immer einen Beruf ergreifen, bei dem sie nicht den ganzen Tag im Büro sitzt. dass es sie nach Ihrem studiengang Petroleum engineering mit der Fachrichtung drilling/Production an der TU Clausthal an exotische Orte wie die algerische Wüste oder eine Förderplattform in der nordsee führen würde, war ihr zwar bewusst, dass es allerdings so zeitnah der Fall sein wird hätte sie sich bei studienbeginn auch nicht träumen lassen. Beide sehen das e&P-starter-Programm von e.On ruhrgas e&P als eine wunderbare Möglichkeit an, im e&P-Bereich Fuß zu fassen und erfahrungen in norwegen, Großbritannien und algerien zu sammeln. Freya schlichting ergänzt: „dass mir e.On ruhrgas e&P bereits während der letzten beiden Jahre meines Masterstudiums die Möglichkeit gab, ein sogenanntes duales studium zu absolvieren, war einfach klasse und hat mir den Berufseinstieg wesentlich erleichtert.“ Was Frauen mitbringen sollten für einen solchen Job? „eine passende ausbildung, hohe sozialkompetenz und eine absolute Offenheit gegenüber anderen Kulturen“, antwortet Freya schlichting. „Fremdsprachen sind von Vorteil“, findet Monika Mörtl, die an das arbeitsleben im algerischen Camp mit 50 Grad heißen Tagen im sommer denkt und an das leben im Container, „und auf gar keinen Fall darf man eine Prinzessin sein.“

erfahrungen vor Ort: e&P starter sind bei e.On ruhrgas e&P auch in Algerien im einsatz. E.ON Ruhrgas E&P auch norweger, engländer, Franzosen und Belgier im Team. die Verständigung funktioniert auf englisch.“ Wie man sich gut vorstellen kann, ist das leben im Bohrcamp nicht ohne entbehrungen: Vor allem der ständige lärmpegel – laute Generatoren sorgen für energie und auch die Bohrung selbst geht mit schwerem Gerät alles andere als leise vonstatten – ist etwas, von dem sich Freya schlichting in ihren „Off-Zeiten“ erholen muss: „dann genieße ich in deutschland oder auf reisen einfach ein paar Tage lang die ruhe um mich herum.“ Immerhin gelingt es ihr trotz der kurzen entfernung zur Bohrung in ihrem fensterlosen Container ganz gut zu schlafen. „Ich fühle mich hier im Camp sehr wohl, die arbeit macht mir spaß und ich verstehe mich gut mit den leuten der Crew.“ sie ist die einzige Frau „auf rotation“, was bedeutet, dass Freya schlichting vier Wochen in algerien arbeitet und dann wieder vier Wochen frei hat. allein unter Männern zu leben und zu arbeiten sei kein Problem, versichert sie, denn per e-Mail kann sie sich mit ihrer Familie und mit Freunden regelmäßig austauschen. Monika Mörtls leben in algerien gestaltet sich im Vergleich zum Bohrcamp etwas konventioneller. sie wohnt und arbeitet auf einer „Base“, einem Camp etwas außerhalb von hassi Messaoud, etwa 250 Kilometer nordwestlich vom Bohrcamp entfernt. die Österreicherin kam vor eindreiviertel Jahren zum Unternehmen und absolviert noch das e&P-starter -Programm, das e.On ruhrgas e&P für junge Berufseinsteiger ins leben gerufen hat sowohl Freya schlichting als auch Monika Mörtl sehen sich keineswegs als weibliche Pioniere, die sich in der von Männern dominierten Öl- und Gaswelt algeriens erst ihren Platz suchen müssen. Für sie ist das leben in der Wüste ein stück normalität. „Wir betrachten uns nicht als etwas Beson-

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studieren mit energie

an der TU ClaUsThal

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eine unkonventionelle schatzsuche
schiefergas: Geowissenschaftler und Ingenieure der TU Clausthal forschen nach modernen Fördertechniken für unkonventionelles erdgas
Von Christine sChAAde

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er schatz schlummert seit Millionen Jahren im Muttergestein, er lagert dort in dichten Gesteinsschichten wie schiefer oder Kohle: erdgas in großen Mengen. Wissenschaftler des Instituts für erdöl- und erdgastechnik der TU Clausthal forschen nach modernen Techniken, um diesen schatz zu heben. das schlagwort ,,unkonventionelles erdgas“ trifft den Kern jedoch nur halb. nicht das erdgas ist unkonventionell, sondern die Fördertechnik ist es. ,,erdgas ist in den Gesteinsporen geologischer schichten enthalten“, erklärt Professor dr. Kurt M. reinicke, direktor des Institutes für erdöl- und erdgastechnik der TU Clausthal. Bei konventionellem erdgas handele es sich in diesen schichten um verfestigte sandsteine oder Karbonate mit Poren, die ausreichend groß und gut miteinander verbunden sind und sich gut durchströmen lassen, so der Wissenschaftler. Im Gegensatz dazu sitzt das unkonventionelle erdgas in Mikroporen und kleinsten Bruchzonen der geologischen schichten, deren Fließwiderstand um mehr als das Tausendfache größer ist als der Betonbelag auf unseren autobahnen, vergleicht reinicke die situation tief im Gestein. Mit anderen Worten ausgedrückt: an dieses schiefergas oder shale Gas ist sehr schwer heranzukommen.

Für die erdgasförderung von interesse: Wissenschaftler erwarten große Vorkommen im schiefer. Mit speziellen und unkonventionellen Verfahren soll dieser schatz gehoben werden: dabei wird zunächst mit üblichen Verfahren ein loch in die Tiefe gebohrt. erreicht der Bohrer schieferschichten, wird er in die horizontale abgelenkt und über 1000 Meter und mehr waagerecht durch die schieferschichten getrieben. Zur Verbesserung des Zuflusses in die horizontalbohrstrecke werden ,,Fracmaßnahmen“ eingesetzt. Beim ,,hydraulic Fracturing“ werden mithilfe einer mit spezialsand vermengten Flüssigkeit und hohen drücken risse im Gestein erzeugt, die das Gas herausströmen lassen. erst diese Technik macht das aufspüren und Fördern des schiefergases wirtschaftlich interessant. neben dem schiefergas unterscheiden die Wissenschaftler Kohleflözgas (Gas, das in den Kohleflözen enthalten ist) und Tight Gas, das sich in wenig durchlässigen sandschichten befindet. der aufwand der Förderung von schiefergas ist groß und bedeutet eine herausforderung für Geowissenschaftler und Ingenieure in der aufsuche und entwicklung von Vorkommen, in der Planung und in der ausführung von

myfoto/Fotolia.com Projekten. ,,die arbeiten müssen nicht nur technologischen und ökonomischen, sondern auch ökologischen Gesichtspunkten rechnung tragen“, so reinicke. die herstellungskonzepte für Bohrungen müssen eine gute Gewähr für eine gasdichte Verbindung zwischen Oberfläche und

Vorkommen bieten. dichtigkeitsnachweise des deckgebirges richtung Biosphäre erfordern eine gute Charakterisierung des Untergrundes. Und vor allem die Fracmaßnahmen und der Folgebetrieb müssen sicher und umweltverträglich durchgeführt werden, beschreibt reinicke die hauptanliegen der Wissenschaftler der TU Clausthal. Ziel der Forschung ist auch eine großflächige erschließung des Untergrundes ohne viele Bohrungen von der Oberfläche. dafür werden von einer horizontalbohrstrecke wie bei einer Gabel weitere Äste ins Gestein getrieben, die dann durch Fracmaßnahmen wieder miteinander verbunden werden - nur so können wirtschaftliche Produktionsraten erreicht werden. derzeit werden im rahmen des europäischen Forschungsverbundes ,,Gas shales in europe“ (Gash) europäische schiefergasvorkommen erfasst und bewertet. Besonders große Vorkommen erwarten die Wissenschaftler in deutschland, Polen und schweden. In deutschland, so erste schätzungen, könnte sich das zweitgrößte Gasvorkommen europas befinden. Im rahmen des Gash-Projektes werden neue Bohrungen angesetzt, bisher verfügbare daten ausgewertet und in Modellen umgesetzt. dazu reinicke: ,,die hoffnungen der Industrie sind groß, in deutschland bald neues erdgas zu fördern.“

sChieFergAs in niedersAChsen und nordrhein-WestFAlen
er energiekonzern exxonMobil hat bereits in 2008 ein explorationsprogramm zur suche nach schiefergas in niedersachsen und nordrhein Westfalen begonnen. es wurden in damme (landkreis Vechta) und Oppenwehe (Kreis Minden-Kübbecke) Probebohrungen nach schiefergas

d

durchgeführt. darüber hinaus hat der Konzern in niedernwöhren (landkreis schaumburg), schlahe (Kreis diepholz) und lünne (landkreis emsland) Kernbohrungen hergestellt, bei welchen Gesteinsproben aus möglichen lagerstättenformationen entnommen wurden, um diese in laboren auf Gasfüh-

rung und ihre physikalischen eigenschaften zu untersuchen. Gründe für das steigende Interesse an dem aufwendig zu fördernden unkonventionellem shale Gas (schiefergas) sind die steigenden erdgaspreise und das streben nach Unabhängigkeit von erdgasexporten aus anderen ländern. r

Ihre Zukunft bei uns

Zurück in die Zukunft
energietransport: Künstliches erdgas statt stromleitungen
Von Christine sChAAde as werden wir später einmal statt Kohle verbrennen?“, fragte der seemann. „Wasser“, antwortete smith. „Wasserstoff und sauerstoff werden für sich oder zusammen zu einer unerschöpflichen Quelle von Wärme und licht werden, von einer Intensität, die die Kohle überhaupt nicht haben könnte; das Wasser ist die Kohle der Zukunft.“ als Jules Verne in „die geheimnisvolle Insel“ im Jahr 1874 diesen satz schrieb, bewies er sich fast als Prophet. heute – knapp 140 Jahre später – arbeiten Ingenieure mit hochdruck an einer realistischen Variante genau dieser Idee. Vielleicht haben sie als kleine Jungen und Mädchen die abenteuergeschichten des Franzosen, der immer-

W

hin als Begründer der science-Fictionliteratur gilt, verschlungen. steven hotopp, Wirtschaftsingenieur an der TU Clausthal, hat „die geheimnisvolle Insel“ auf jeden Fall gelesen. „das Problem ist doch, dass wir die energie möglichst verlustfrei dorthin transportieren, wo sie gebraucht wird, und in den Zeiten speichern, wenn mehr produziert werden kann, als wir gerade brauchen“, bringt hotopp die wesentliche herausforderung auf den Punkt. die erdgasnetze könnten genau diese arbeit leisten, wenn die energie nicht als strom, sondern als künstliches erdgas auf die reise von den OffshoreWindkraftanlagen an der Küste nach süddeutschland geschickt wird. ein Blick ins Chemie-Buch hilft beim Verständnis des Prozesses: aus Wasser entsteht in der elektrolyse sauerstoff und Wasserstoff, aus Wasserstoff und

spezialist für energie und rohstoffe: steven hotopp, Wirtschaftsingenieur und wissenschaftlicher mitarbeiter an der tu Clausthal. Ania Schulz

Kohlendioxid entsteht dann sehr reines Methan und Wasser. dieses Methan – quasi künstliches erdgas – kann dann genauso genutzt werden wie erdgas. Wird also bislang Gas in strom umgewandelt, so kann es nach den Überlegungen der Forscher künftig auch andersherum funktionieren: strom wird in Gas umgewandelt. strom wird in den Offshore-Windkraftanlagen in manchen Zeiten im Überschuss produziert. der Prozess der elektrolyse – er funktioniert wie eine umgekehrte Batterie – könnte, so hotopp, bereits direkt vor Ort stattfinden. dann wird das synthetische erdgas transportiert. Mit dieser Technologie könnten vielleicht einige sehr umstrittene hochspannungstrassen quer durch die republik überflüssig werden, erläutert der Wirtschaftsingenieur einen weiteren Vorteil des Windmethans. darüber hinaus ist die speicherkapazität des erdgasnetzes um ein Vielfaches höher als die des stromnetzes. Und mit riesigen Kavernen stehen noch größere speicher bereit, die das stromnetz entlasten können. steven hotopp, 30 Jahre alt, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Clausthal. seine spezialität sind energie und rohstoffe, wobei er heute besonders im Bereich Gastransport und -verteilung forscht. als Wirtschaftsingenieur besteht seine aufgabe darin, zu beobachten, ob technische Probleme nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gelöst werden können und ob wirtschaftliche erfordernisse sich im Bereich des technisch Machbaren realisieren lassen. die Frage bleibt, welche science-Fiction-Bücher hotopp noch gelesen hat.

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studieren mit energie

an der TU ClaUsThal

„ein neuer energiepolitischer Konsens“
erneuerbare energien sind mehr denn je im Kommen – nicht zuletzt durch die atomkatastrophe von Fukushima. doch es fehlen noch immer die notwendigen netzkapazitäten.
Von HiLdegArd müLLer

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rst vor wenigen Monaten hat die Bundesregierung ein außerordentlich ambitioniertes energiekonzept vorgelegt, das der ausgangspunkt für die energiepolitik der kommenden Jahrzehnte sein sollte. doch schon ein halbes Jahr später stehen wesentliche Grundlagen dieses Konzeptes erneut zur debatte. der Grund dafür ist die schreckliche Katastrophe in Fukushima, die zu einer neubewertung der Kernenergie geführt hat. damit ändert sich nicht nur die Grundlage des energiekonzepts erheblich, da-

Hildegard müller

bdew

mit rückt ein Jahrzehnte währender Konflikt vielleicht zum letzten Mal auf die Tagesordnung der energiepolitischen debatte. alle energieversorger – groß oder klein – sind sich darüber bewusst, dass die ereignisse in Japan eine Zäsur sind. die im BdeW organisierte deutsche energiewirtschaft spricht sich daher für den schnellen und vollständigen ausstieg aus der Kernenergienutzung – bei sicherstellung von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit – bis 2020, spätestens aber entsprechend den Vorgaben des ausstiegsbeschlusses von 2002 (2022/2023) aus. Mit klaren politischen rahmenbedingungen und mit gewaltigen Investitio-

nen in Infrastruktur und hocheffiziente Gas- und Kohlekraftwerke, die als ergänzung der erneuerbaren energien noch für lange Zeit unverzichtbar sein werden: denn Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit müssen auch in Zukunft sichergestellt werden. diese Trias der energiewirtschaft muss Grundlage jeder entscheidung bleiben, auch wenn manch ein akteur der energiepolitischen debatte das gerne ausblendet. Mit dieser neubewertung hat sich die Branche der aktuellen diskussion gestellt. sie ist ein angebot und eine Chance. Politik in Bund und ländern muss diese Chance nutzen und einen echten tragfähigen Konsens erarbeiten. rechtsicherheit, Planungssicherheit und ein funktionierender Wettbewerb sind die Maxime jeglichen wirtschaftlichen handelns. das muss auch bei der energiepolitik, dem rückgrat der Wirtschaftspolitik, in Zukunft wieder so sein. ein neuer Konsens muss auch dafür sorgen, dass die Bereitschaft in der Gesellschaft wieder wächst, Maßnahmen, die für den Umbau der energiewirtschaft erforderlich sind, auch vor Ort umzusetzen. Klar ist aber auch: die neubewertung der Kernenergie kann nur der anfang einer neuen Kraftanstrengung sein, um die energiewende zu schaffen. Zusammen mit dem Beschluss zur Kernenergie hat die Branche deshalb wesentliche schwerpunkte für die politische arbeit benannt und an die Verantwortlichen in Bund und länder kommuniziert. Vom Traum zur Wirklichkeit ist es ein harter Weg. Klar ist dabei: der Umbau der energieversorgung hat erhebliche finanzielle auswirkun-

neue Leitungen für neue Windräder: Verbände und Politik fordern den weiteren Ausbau. gen auf die gesamte Volkswirtschaft, auf jeden Bürger und die Industrie. die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sollte aber unter allen Umständen erhalten bleiben. nach einer ersten Phase, in der erfolgreich der quantitative aufbau der erneuerbaren im Vordergrund stand, muss nun eine zweite Phase beginnen. eine statische Betrachtung der energieversorgung reicht nicht aus. Zuverlässige Versorgung mit energie muss in jedem Moment und in jeder region sichergestellt sein,

iStockphoto/Stephen Strathdee nicht nur im Jahresdurchschnitt. Versorgungssicherheit ist Grundlage für Wohlstand und arbeitsplätze. Ideologisch aufgeladene Verirrungen und angst vor Kom-

plexität dürfen das nicht gefährden. der BdeW hat sich mit allen relevanten Fragen befasst. die Beschlüsse, hinter denen sich die Unternehmen vor allem in den vergangenen zwei Jahren versammelt haben, zeigen, dass wir das Tor in richtung Umbau der energieversorgung weit aufgestoßen haben. Bis 2050 wollen wir eine CO2-neutrale energieversorgung erreichen. Wir sind überzeugt, dass die erneuerbaren das leitsystem der Zukunft sind. Wir stehen hinter dem einspeisevorrang und wir betrachten den konventionellen Kraftwerkspark zunehmend als ergänzung der regenerativen – wohl wissend, welche herausforderungen sich daraus ergeben. Wir arbeiten an Vorschlägen zur Beschleunigung des netzausbaus, zum zukünftigen Marktdesign und zum komplexen Miteinander von erneuerbaren und konventionellem Kraftwerkspark. aber wir weisen auch auf die notwendigkeit hin, dass wir noch für lange Zeit auf konventionelle Gasund Kohlekraftwerke angewiesen sind. die Branche ist für die energiewende bereit. aber sind es auch Politik und Gesellschaft, wenn es an die konkrete Umsetzung geht? Kaum ein Politikfeld ist so ideologisch aufgeladen wie die energiepolitik. dabei sind sich eigentlich alle über die langfristigen Ziele einig. Was fehlt, ist ein belastbarer gesellschaftlicher Konsens über den Weg dahin. leider wird in der energiedebatte häufig die Komplexität der Materie verleugnet. die Zielkonflikte von Klimaschutz und naturschutz, die Frage der Finanzierbarkeit der energiewende, die notwendigkeit konventioneller ergänzungskraftwerke – all dies braucht jetzt eine ehrliche debatte. Hildegard Müller ist Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

RWE Dea

„Umfassender service aus einer hand“
ein Gespräch mit Jörg Burkhardt, Geschäftsführer der GasVersorgung süddeutschland
Bisher drehte sich im erdgasmarkt alles nur um den Handel. technische dienstleistungen waren „all inklusive“. Wie bei vielen unternehmen gibt es in diesem Bereich auch bei der gVs Veränderungen. ihr unternehmen vertreibt diese dienstleistungen ganz professionell. Ziehen ihre Kunden da so einfach mit? die Veränderungen im Gasmarkt betreffen die gesamte Branche. auch bei den stadtwerke-Kunden gelten die „Unbundling“-Grundsätze, das heißt: Gaslieferung und technischer service werden nicht mehr als ein Paket betrachtet, sondern man trennt die sparten handel und technische services. Im Zuge dessen gibt es auch viele dienstleistungen nicht mehr zum nulltarif. das ist für energieversorger nichts neues und dies gilt auch für den technischen Bereich. aber die Kunden schauen genau hin, wo sie Geld investieren und was ihnen einen Mehrwert verschafft. Und genau hier sehen wir unsere Chancen. und die wären? Wir betreiben seit 50 Jahren ein erdgashochdrucknetz mit allem, was dazugehört. neben unserer jahrzehntelangen erfahrung verfügen wir auch über entsprechend fachliches Know-how. das schätzen unsere Kunden, denn es spart ihnen Zeit für aufgaben, die nicht in ihrem hauptfokus liegen, wie zum Beispiel arbeiten im Bereich hochdruck durch netzmonteure. Unsere Kunden können sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. außerdem garantieren wir ihnen maximale sicherheit durch unsere fachliche Kompetenz. Unsere vom dVGW geprüften und von der aufsichtsbehörde zugelassenen sachverständigen arbeiten unabhängig und weisungsfrei. Wir sind zudem staatlich anerkannt als Prüfstelle für Messgeräte und verfügen über modernste Technik. es wäre für ein stadtwerk oder ein Industrieunternehmen kostenaufwendig, entsprechend ausgerüstet zu sein und Fachpersonal vorrätig zu halten. das würde bedeuten, dass sie als großer netzbetreiber auch vom aktuellen trend der rekommunalisierung profitieren? hier sehen wir eine zusätzliche Chance für die Vermarktung unserer technischen services. denn je mehr Unternehmen es gibt, desto größer wird auch die nachfrage sein. Was zeichnet ihr unternehmen aus, was andere nicht haben? Wir bieten umfassende services aus einer hand und sind bei allem was Gashochdruck betrifft die spezialisten in Baden-Württemberg. das reicht beispielsweise von der Projektierung einer erdgashochdruckanlage über den Bau bis zur Instandhaltung. dabei kümmern sich unsere experten auch um die einhaltung rechtlicher Vorgaben und um alle sicherheitsrelevanten anforderungen. Wir übernehmen auch die Überwachung inklusive der Befliegung von erdgashochdrucknetzen regionaler Versorger oder von Industriebetrieben. dieser rund-umdie-Uhr-service kann ein Unternehmen deutlich entlasten und stellt seine erdgasversorgung jederzeit sicher. Wird erdgas künftig an Bedeutung gewinnen? erdgas ist einer der umweltschonendsten energieträger. leider hat das Image in den vergangenen Monaten auch durch die Preisdebatte gelitten. Ich bin sicher, dass sich das wieder ändern und auch die Politik ein deutlicheres Bekenntnis zu erdgas abgeben wird. Ohne erdgas sind die ehrgeizigen Ziele, die sich deutschland beim einsatz erneuerbarere energien gesetzt hat, nicht zu erreichen. neben dem erdgashochdrucknetz betreibt die gVs ein fast 2000 Kilometer langes Lichtwellenleiternetz. machen

dr.-ing. Jörg Burkhardt, geschäftsführer der gVs. GVS sie den telekommunikationsunternehmen Konkurrenz? Ich würde uns nicht als Konkurrenten bezeichnen, sondern als Partner von Gemeinden, Kommunen, stadtwerken und Telekommunikationsanbietern. Wir nutzen das lichtwellenleiternetz zuallererst für die steuerung und Kontrolle des Gashochdrucknetzes. darüber hinaus sorgen wir im ländlichen raum auch dafür, dass Gemeinden, Gewerbe- und Industriebetriebe mit innovativer Breitbandtechnologie versorgt werden können. erstaunlich ist, dass es im Vorzeigemarkt Telekommunikation noch immer viele Menschen auf dem land gibt, die ohne schnelle Internetverbindung sind. Unser leitungsnetz liegt dazu noch im schutzstreifen unseres Gasnetzes, der besonderen sicherheitsanforderungen unterliegt, und ist deshalb besonders geschützt.

MIT EXPERTISE ZU MEHR GAS UND ÖL.
RWE Dea ist eine der leistungsstarken Gesellschaften zur Exploration und Produktion von Erdgas und Erdöl. Das Unternehmen wendet modernste Bohr- und Produktionstechniken an und nutzt dabei das umfangreiche Knowhow aus einer 112-jährigen Firmengeschichte. Hinsichtlich Sicherheit und Umweltschutz setzt RWE Dea Maßstäbe. Die Gesellschaft gehört zum RWE-Konzern – einem der größten europäischen Energieunternehmen. Angesichts des zunehmend steigenden weltweiten Energiebedarfs setzt RWE Dea auf den Ausbau ihrer Position im internationalen UpstreamGeschäft. Grundlage für dieses Wachstum sind hoch qualifizierte Mitarbeiter, mit denen das Unternehmen die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen wird. RWE Dea stellt dafür junge Hochschul-Absolventen ein, deren Leistungsfähigkeit, Motivation und Individualität gezielt gefördert wird.
RWE Dea AG l Überseering 40 l 22297 Hamburg l Germany T +49(0)40 - 63 75 - 0 l E info@rwedea.com l I www.rwedea.com

die gVs im ü BerBLicK
ie GasVersorgung süddeutschland (GVs), die vor genau 50 Jahren gegründet wurde, ist Partner von stadtwerken und regionalversorgern in deutschland und im angrenzenden ausland. Kernaufgaben sind handel, speicherung und Transport von erdgas. Gesellschafter der GVs sind die enBW und der italieni-

d

sche energiekonzern eni. das erdgashochdrucknetz der GVs erstreckt sich über eine länge von fast 2000 Kilometern. darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein fast ebenso langes Glasfaserkabelnetz. die netzbetreiberfunktion übt das Tochterunternehmen, die GVs netz Gmbh, aus.

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