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Messdatenerfassungslabor Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler

Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler LABOR MESSDATENERFASSUNG Versuch 5BSR

LABOR MESSDATENERFASSUNG

Versuch 5BSR

USB-Messdatenacquisition

Thierry Barb und Nicolas Drigalsky

20.05.2013

Messdatenerfassungslabor Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler

Inhalt

Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Inhalt 1. Einleitung 2 2. Lernziele 2 3.

1. Einleitung

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2. Lernziele

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3. Aufgabenstellung

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4. Ni DAQPad 6015 testen

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5. Generierung von Messwerten testen

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6. Testen des IDC5-Modul Einganges

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7. Funktionstest des Gleichspannungsschalters

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8. Erfassen einer Impulsfolge mithilfe eines Zählers

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9. Erfassung und Generierung von Rampensignalen

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10. Aufnahme eines Temperatursprungs für ein Thermoelement Typ K

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11. Frequenzmessung

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12. Quellen

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1. Einleitung

Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler 1. Einleitung In vielen Anlagen ist es heute üblich

In vielen Anlagen ist es heute üblich Messdaten mit dem Computer zu erfassen und

auszuwerten. Dabei ist es wichtig ein möglichst Ursprungsgetreues Abbild des

Messsignals an den Computer zu erhalten. Durch äußere Einflüsse und einem

unbedachten Messaufbau kann ein Messsignal verfälscht werden. Bei einer

Temperaturmessung mit einem Thermoelement entstehen zum Beispiel nur sehr

geringe Spannungen, die sehr schnell verfälscht werden können. Die so entstanden

Messdaten können zum Teil um mehrere °C von der eigentlichen Temperatur

abweichen.Um dem entgegenzuwirken müssen die elektrischen Signale der

Sensoren aufbereitet und für die Verarbeitung auf dem Rechner digitalisiert werden.

Im Laufe des Versuchs soll ein kleiner Teil des Umgangs mit einem USB-

Messwerterfassungsmodul, dem USB-DAQ-Modul erlernt werden. Die im Labor zum

Test verwendeten Daten werden über einen Multikalibrator erstellt und in das System

weitergegeben. Dabei sollen Kenntnisse und Anwendung eines solchen Kalibrators

erlernt werden. [1]

2. Lernziele

Kenntnisse in der Erfassung von analogen Signalen bis 20 kHz

Kenntnisse im Umgang mit einem Multikalibrator

Kenntnisse über die Beschaltung der Messfühler an das USB-DAQ-Modul

Kenntnisse über die Methoden zur Linearisierung von Messsignalen

Verstehen und vermeiden von Aliaseffekten

3. Aufgabenstellung

Überprüfung der Funktion des NI DAQPad 6015

Beschaltung und Funktionstest der SSR-Module

Erfassen von generierten Impulsen mit Hilfe eines Zählers

Generierung und Auswertung von Analogsignalen

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4. Ni DAQPad 6015 testen

Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler 4. Ni DAQPad 6015 testen Es soll kontrolliert werden ob das

Es soll kontrolliert werden ob das USB-DAQ-Modul NI DAQ-6015 mit dem Computer kommuniziert. Hierfür wird das Programm „Measurement & Automation“ von National Instruments („NI MAX“) ausgeführt. Im linken Navigationsfenster des Programms wird die Rubrik „Geräte & Schnittstellen“ ausgeklappt, nun ist das NI als Unterpunkt aufgeführt. Durch auswählen des Ni wird das Programm wie in Abb.1 ausgeführt und geöffnet. Wird das NI DAQ angezeigt, so wird zunächst ein „Selbsttest“ zur Kommunikationsüberprüfung durchgeführt.

5. Generierung von Messwerten testen

Als nächstes sollen einige Werte zum Test generiert werden. Hierfür wird der Multikalibrator TRXII benötigt. Zunächst wird der TRXII wie in Abb. 1 mithilfe der Klemmleiste am korrekten Verstärker an den A/D-Wandler angeschlossen. Der Minuspol kommt in die Buchse Nr. 2 der Klemmleiste und der Pluspol in die dafür vorgesehene Buchse Nr.3.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 1 Anschluss des TRXII an die Klemmleiste
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 1 Anschluss des TRXII an die Klemmleiste

Abb. 1 Anschluss des TRXII an die Klemmleiste eines 5B-Blocks zur Signalkonditionierung.

Es soll ein Spannungssignal generiert werden, weshalb der Verstärker 5B41 (range ±0,5 V bis ±10 V) gewählt wird. Wurde der Aufbau kontrolliert, so kann der TRXII eingeschalten werden. Über das Menü werden die folgenden Einstellungen vorgenommen: OUTPUT VOLT DIRECT. Über das Nummernpad wird die gewünschte Spannung eingestellt und mit der Taste „exe“ generiert. Es wurden die Testwerte 2,5 V, 5 V und 8 V als Ausgabe erstellt. Vom Rechner wurden die Werte 1,25 V, 2,5 V und 4 V ausgegeben. Beispiel für 8 V Eingangssignal siehe Abb. 2.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 2 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 2 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der

Abb. 2 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der Ausgabe für ein 8 V Eingangssignal.

Generierte

Gemessene

Spannung /V

Spannung /V

2,5

1,25

5

2,5

8

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Tab. 1 Ausgabewerte des TRXII und die Anzeigewerte des Tespannels.

Die Werte wurden immer zur Hälfte vom Rechner wiedergegeben, was darauf zurückgeführt wird, dass es sich bei dem Verstärker 5B41 um einen Verstärker mit dem Faktor 0,5 handelt.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 3 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 3 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der

Abb. 3 Testpanel des NI QADPad-6015 mit der Ausgabe für ein 0 V Eingangssignal.

In Abb. 2 wurde das Ausgangssignal eines 0 V Eingangssignals stark vergrößert dargestellt, wodurch Schwankungen aufgezeigt wurden. Diese Schwankungen bzw. Fehler werden durch äußere Einwirkungen beeinflusst, wie z.B. Umgebungsstrahlung von anderen Geräten. Diese kann nicht komplett verhindert werden.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler 6. Testen des IDC5-Modul Einganges Mit dem nächsten

6. Testen des IDC5-Modul Einganges Mit dem nächsten Laborabschnitt soll überprüft werden, ab welcher Spannung der

Eingang des IDC5-Modules schaltet. Dazu wurde bei einer Eingangsspannung von 1

V begonnen und Schrittweise erhöht bis der Eingang schaltete. Das gleiche wurde

nochmal Rückwärts durchgeführt wobei festgestellt wurde, dass der Eingang bei

verschiedenen Spannungen schaltet. Zum Anzeigen der Messsignale wird das

LabVIEW-Programm „Lesen_Schreiben_SSR_Module.vi“ ausgeführt. Beim Erhöhen

der Spannung ab 1 V schaltete der Moduleingang zum ersten Mal bei 2,5 V. Wobei

im Gegensatz dazu bei der Messung mit abnehmender Spannung von 5 V abwärts

der Eingang erst bei 2,4 V schaltete.

von 5 V abwärts der Eingang erst bei 2,4 V schaltete. Abb. 4 Bedienoberfläche des Programmes

Abb. 4 Bedienoberfläche des Programmes „Lesen_Schreiben_SSR_Module.vi“ zum Testen des IDC5-Moduls Einganges.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler 7. Funktionstest des Gleichspannungsschalters Um die

7. Funktionstest des Gleichspannungsschalters

Um die Funktion des ODC5 Gleichspannungsschalters zu überprüfen wurde eine Kontrolllampe mit dem Schalter und einer 12 V Gleichspannungsquelle in Reihe geschaltet. Dabei wurde die Schaltung so aufgebaut, dass vom Plus- Ausgang der Spannungsquelle aus, zuerst die Kontrolllampe und dann das ODC5 Modul verbunden wurden.

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Kontrolllampe und dann das ODC5 Modul verbunden wurden. . Abb. 5a Versuchsaufbau zum Funktionstest eines

Abb. 5a Versuchsaufbau zum Funktionstest eines Gleichspannungsschalters. Anschluss der 12 V Lampe mit dem Netzgerät.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 5b Versuchsaufbau zum Funktionstest eines
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 5b Versuchsaufbau zum Funktionstest eines

Abb. 5b Versuchsaufbau zum Funktionstest eines Gleichspannungsschalters. Anschluss der 12 V Lampe und des Netzgeräts (links im Bild) an das ODC5 SSR Modul

Zum Steuern des SSR-Moduls wurde das Programm “Lesen_Schreiben_SSR_Module.vi“ gestartet (Abb. 7). Das hier verwendete Modul befand sich an Position 6 im Programm und konnte mit dem darüberliegenden Schalter gesteuert werden. Nachdem der Schalter einmal gedrückt wurde war auf dem Monitor zu erkennen wie sich die visuelle Anzeige des Schalters verändert. Außerdem hat sich die Kontrolllampe eingeschaltet wodurch dieser Test erfolgreich war. Um das System wieder in die Ausgangslage zurück zu setzten wurde der Schalter im Programm ein weiteres Mal gedrückt und es war zu beobachten wie die Kontrolllampe ausging. Dies wurde noch einige Male wiederholt um die Reproduzierbarkeit zu testen. Es gab immer das gleiche Ergebnis. Das ODC5 Modul hat also einwandfrei geschaltet.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 6 Programmoberfläche
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 6 Programmoberfläche

Abb. 6 Programmoberfläche „Lesen_Schreiben_SSR_Module.vi“ zum Testen des ODC5-Moduls.

Damit auch das OAC5A-Modul getestet werden konnte, wurde eine Tischlampe in die angeschlossene Steckdose gesteckt. Durch betätigen des Schalters an der Position 4 im Programm leuchtet die Lampe. Somit funktioniert auch das OAC5A- Modul wie vorgesehen.

8. Erfassen einer Impulsfolge mithilfe eines Zählers

Um Impulsfolgen zu generieren wurde der Multikalibrator verwendet. Dieser wurde an den Klemmblock des Versuchsbrettes angeschlossen. Dabei wurde Minus mit “DGND“ und Plus mit “PFI8/GPCTR0_SOURCE“ angeschlossen. Die Pinbelegung des Klemmblocks konnte der Bedienungsanleitung [2] entnommen werden. Am Multikalibrator wurde eine Impulsanzahl von Zehn eingestellt mit einer Spannungsamplitude von 3 V. Um die generierten Impulse zu zählen wurde das

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Programm “Zaehle digitale Ereignisse.vi“ verwendet. Das

Programm “Zaehle digitale Ereignisse.vi“ verwendet. Das Programm wurde so eingestellt, dass es die sinkenden Flanken der Impulse von Null aufwärts zählt.

die sinkenden Flanken der Impulse von Null aufwärts zählt. Abb. 7 Programmoberfläche "Zaehle digitale

Abb. 7 Programmoberfläche "Zaehle digitale Ereignisse.vi" mit Einstellungen für den A/D-Wandler, den Anfangszählwert, die Zählrichtung, der zu zählenden Flanke und dem Messergebnis.

Wie in Abb. 7 zu sehen, wurden vom A/D-Wandler nur Neun Impulse aufgenommen und verarbeitet. Um sicher zu gehen, dass der erste Impuls nicht als Null gezählt wird, wurden weitere Tests mit mehr Impulsen durchgeführt. Diese ergaben noch drastischere Abweichungen der Impulsanzahl. Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen wurde ein Oszilloskop zur Hilfe gezogen. Damit wurde überprüft ob der Multikalibrator auch wirklich alle geforderten Impulse liefert. Das Ergebnis war positiv. Das heißt also, dass irgendwo im Versuchsaufbau Impulse verloren gingen.

9. Erfassung und Generierung von Rampensignalen

Zur Generierung eines Rampensignals wurde der TRX-II Multikalibrator verwendet. Dieser wurde an das 5B41-Modul am Versuchsbrett angeschlossen. Nachdem das

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Programm “Einkanal-Erfassung-Analog.vi“ auf dem Computer

Programm “Einkanal-Erfassung-Analog.vi“ auf dem Computer gestartet wurde, konnte das Signal vom Multikalibrator eingestellt werden. Nachdem die Steig- und Haltezeit programmiert waren konnte das Signal generiert werden. Da das Programm nur den aktuellen Spannungswert anzeigte musste es um ein Signalverlaufsdiagramm erweitert werden damit das komplette Signal aufgenommen werden konnte. Außerdem wurde für die Auswertung ein Signalverlaufsgraph in das Programm eingefügt.

ein Signalverlaufsgraph in das Programm eingefügt. Abb. 8 Blockdiagramm des bearbeiteten Programms

Abb. 8 Blockdiagramm des bearbeiteten Programms "Einkanal_Erfassung_Analog.vi" mit dem Bedienelement für die Abtastung und den Anzeigeelementen für die erreichbare Schleifenfrequenz und das Signal.

Abb. 8 zeigt das Blockdiagramm des Programms. Es wurde so programmiert, dass die Abtastfrequenz manuell eingestellt werden konnte. Außerdem wurde eine Anzeige eingefügt, die die maximale mit USB erreichbare Schleifenfrequenz darstellte. Während der Messung war zu erkennen, wie die Schleifenfrequenz bei Mausbewegungen schwankte. Es lässt sich daraus schließen, dass der USB-Bus voll ausgelastet ist und Interrupts durch die Maus die Messung leicht beeinflussen.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 9 Signalverlaufsdiagramm. Eingestellt wurde eine
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 9 Signalverlaufsdiagramm. Eingestellt wurde eine

Abb. 9 Signalverlaufsdiagramm. Eingestellt wurde eine Abtastfrequenz von 10 Hz bei einer berechneten maximalen Schleifenfrequenz von 9,70874 Hz. Die Schwankungen der Messwerte sind auf den A/D-Wandler zurück zu führen.

Zur Auswertung des Signals wurde in ein kleiner Teil des Verlaufsdiagramms heraus- vergrößert (Abb. 9). Da die einzelnen Messpunkte einen Schwankenden Verlauf zeigten wurde das Signal im Signalverlaufsgraph mit Hilfe von 2 Cursor genauer untersucht (Abb. 10). Dabei konnte herausgefunden werden, dass die kleinste Änderung der Spannung genau 0,30517 mV betrug. Dieses Ergebnis verträgt sich gut mit der berechneten Digitalisierungsgenauigkeit des A/D-Wandlers von 0,30517578125 mV für einen Spannungsbereich von 20 V.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 10 Signalverlaufsgraph des Rampensignals. Die
Abb. 10 Signalverlaufsgraph des Rampensignals. Die Differenz der beiden mit den Cursor erfassten Spannungen ergibt
Abb. 10 Signalverlaufsgraph des Rampensignals. Die
Differenz der beiden mit den Cursor erfassten
Spannungen ergibt die Digitalisierungsgenauigkeit.

Um das vom Multikalibrator generierte Signal noch einmal genauer zu beobachten, wurde dieser an das Oszilloskop angeschlossen und das Signal so dargestellt.

an das Oszilloskop angeschlossen und das Signal so dargestellt. Abb. 11 Verlauf des Rampensignals auf dem

Abb. 11 Verlauf des Rampensignals auf dem Oszilloskop

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Der Multikalibrator schaffte es scheinbar nicht ein

Der Multikalibrator schaffte es scheinbar nicht ein durchgehend lineares Spannungssignal zu generieren. Man erkennt auf Abb. 11 gut wie die Spannung in Sprüngen zunahm.

10. Aufnahme eines Temperatursprungs für ein Thermoelement TypK

Ein Thermoelement Typ K (NiCr-Ni) wurde mit einem 5B47-Modul auf dem Versuchsbrett verbunden. Das Thermoelement wurde dann in einen mit Eiswasser gefüllten Behälter gelegt. Damit auch wirklich nur die Wassertemperatur gemessen wurde, wurde darauf geachtet, dass es sich so gut wie möglich in der Mitte des Behälters befand. Um das Messsignal zu erhalten wurde das Programm “Einkanal- Erfassung-Analog.vi“ auf das verwendete 5B-Modul eingestellt und gestartet. Schnell hat sich der Verlauf wie in Abb. 12 dargestellt gezeigt.

hat sich der Verlauf wie in Abb. 12 dargestellt gezeigt. Abb. 12 Signalverlaufsdiagramm der Temperaturmesswerte

Abb. 12 Signalverlaufsdiagramm der Temperaturmesswerte gemessen mit einem Thermoelement Typ K.

Die einzelnen Messpunkte schwanken etwa um 0 °C, doch es sind auch Ausreißer zu erkennen. Um nun einen Temperatursprung auf 100 °C aufnehmen zu können wurde ein Wasserkocher eingeschaltet und das Thermoelement nach einer kurzen Zeit in das kochende Wasser gehoben. Es wurde darauf geachtet, das Thermoelement so schnell wie möglich aus dem Eiswasser in das kochende Wasser

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler zu bringen. Abb. 13 zeigt den Verlauf des

zu bringen. Abb. 13 zeigt den Verlauf des Signals bei zwei Temperatursprüngen. Einmal von 0°C auf 100°C und später wieder zurück.

Einmal von 0°C auf 100°C und später wieder zurück. Abb. 13 Signalverlaufsdiagramm mit Darstellung von zwei

Abb. 13 Signalverlaufsdiagramm mit Darstellung von zwei Temperatursprüngen. Zuerst aus einem Eis-Wasser-Gemisch in kochendes Wasser und später nach kurzem halten in der Luft wieder zurück.

Der Verlauf des Signals von 100°C auf die Temperatur des Eis-Wasser-Gemisches zeigt dabei zwei kombinierte Abkühlverläufe. Von 100°C bis etwa 70°C konnte eine Anhäufung von Messwerten erkannt werden die eine langsamere Abkühlung anzeigen. Das Thermoelement wurde hier etwas länger in der Luft gelassen, wodurch sich der Ansatz einer Abkühlkurve für Luft einstellte. Kurz darauf wurde das Thermoelement wieder in das Eis-Wasser-Gemisch gebracht. Außerdem wurde der Verlauf für das eintauchen des Thermoelements in kochendes Wasser genauer untersucht.

des Thermoelements in kochendes Wasser genauer untersucht. Abb. 14 Signalverlaufsdiagramm mit Darstellung der

Abb. 14 Signalverlaufsdiagramm mit Darstellung der Annäherung auf 100 °C

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Es ist zu erkennen, dass das Thermoelement eine

Es ist zu erkennen, dass das Thermoelement eine kleine Zeit braucht bis es Umgebungstemperatur annimmt.

11. Frequenzmessung

Da hohe Frequenzen mit den bestehenden Programmen nicht gemessen werden konnten wurde ein neues Programm entwickelt. Das Programm “Signaldarstellung.vi“ besteht im Wesentlichen aus Zwei teilen, dem Hauptprogramm und einem Unterprogramm zur Konfiguration.

dem Hauptprogramm und einem Unterprogramm zur Konfiguration. Abb. 15 Blockdiagramm "Signaldarstellung.vi" Damit

Abb. 15 Blockdiagramm "Signaldarstellung.vi"

Damit die Abtastfrequenz und die Anzahl der Werte manuell eingestellt werden konnte musste das Unterprogramm “daq_config.vi“ um zwei Ausgänge erweitert werden, wodurch es möglich war die erforderlichen Werte vom Hauptprogramm aus zu steuern.

möglich war die erforderlichen Werte vom Hauptprogramm aus zu steuern. Abb. 16 Blockdiagramm "day_config.vi" 17

Abb. 16 Blockdiagramm "day_config.vi"

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Nachdem die gewünschten Einstellungen erfolgt waren konnte

Nachdem die gewünschten Einstellungen erfolgt waren konnte das Programm gestartet werden. Die Messwerte wurden nach Stoppen des Programms als Paket vom Wandler an den Rechner zurückgeschickt und dort ausgewertet und dargestellt.

Der Multikalibrator wurde wieder mit dem 5B41-Modul verbunden und so eingestellt, dass im ersten Messversuch eine Frequenz von 100 Hz generiert wurde. Das Ausgangssignal des TRXII wurde mit einem Oszilloskop überprüft.

des TRXII wurde mit einem Oszilloskop überprüft. Abb. 17 Anzeige des Oszilloskops mit dem vom Multikalibrator

Abb. 17 Anzeige des Oszilloskops mit dem vom Multikalibrator generierten Signal

Gleichzeitig wurde über das Programm eine Abtastrate von 100 kHz eingestellt bei einer Werteanzahl von 1000.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 18 Abgetasteter Spannungsverlauf des 100 Hz Signals
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 18 Abgetasteter Spannungsverlauf des 100 Hz Signals

Abb. 18 Abgetasteter Spannungsverlauf des 100 Hz Signals bei einer Abtastfrequenz von 100 kHz.

Beim Vergleich der beiden Signalverläufe erkennt man wie das Digitale Signal an den Enden der Flanken etwas zu weit geht. Nach kurzem Überlegen muss es sich hier um das Einschwingverhalten des 5B41-Systems handeln, welches nicht schnell genug reagieren kann und dadurch diese Spannungsüberläufe entstehen lässt.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Nachdem die Frequenz des Multikalibrators auf 1 kHz

Nachdem die Frequenz des Multikalibrators auf 1 kHz erhöht wurde konnte man auf der Anzeige des Oszilloskops schon sehr geringe Veränderungen erkennen.

des Oszilloskops schon sehr geringe Veränderungen erkennen. Abb. 19 Generiertes 1kHz-Signal des Multikalibrators Das

Abb. 19 Generiertes 1kHz-Signal des Multikalibrators

Das Signal zeigte immer noch eine sehr gute Rechteckspannung, jedoch war auf der Aufwärtsflanke schon ein kleiner knick (Abb. 19) zu erkennen. Klarer wurde das ganze nachdem die Werte vom A/D-Wandler auf dem Bildschirm zu sehen waren. Das Einschwingverhalten war wieder gut zu erkennen und außerdem neigten sich dieses Mal die Flanken etwas nach außen.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 20 Abgetasteter Spannungsverlauf des 1 kHz Signals
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 20 Abgetasteter Spannungsverlauf des 1 kHz Signals

Abb. 20 Abgetasteter Spannungsverlauf des 1 kHz Signals bei einer Abtastfrequenz von 100 kHz.

Nach heranzoomen einer steigenden Flanke zeigte sich folgendes Ergebnis.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 21 Verlauf der aufsteigenden Flanke des 1
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 21 Verlauf der aufsteigenden Flanke des 1

Abb. 21 Verlauf der aufsteigenden Flanke des 1 kHz Signals. Das Einschwingverhalten ist deutlich zu erkennen.

Auch hier sind ganz klare Unterscheide zu dem mit dem Oszilloskop aufgenommen Signal zu erkennen. Der kleine knick im Signalverlauf des Multikalibrators zeigte hier seine Wirkung. Um den Aliaseffekt zu erkennen, wurde die Abtastfrequenz auf den gleichen Wert wie die Frequenz des Multikalibrators gestellt. Eine Messung ergab folgendes Ergebnis.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 22 Wenn die Abtastfrequenz gleich der Signalfrequenz
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 22 Wenn die Abtastfrequenz gleich der Signalfrequenz

Abb. 22 Wenn die Abtastfrequenz gleich der Signalfrequenz ist, entsteht ein Aliaseffekt.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Dieser Signalverlauf unterscheidet sich komplett von dem im

Dieser Signalverlauf unterscheidet sich komplett von dem im Oszilloskop dargestellten. Durch die zu gering gewählte Abtastfrequenz war es nicht mehr möglich Verlauf Originalgetreu darzustellen. Es wurden schlicht zufällige Werte aufgenommen und dargestellt. Eine weitere Messung bei gleichen Einstellungen würde ein komplett anderes Ergebnis liefern. Abb. 23 zeigt einen Ausschnitt des Signalverlaufs und es war deutlich, dass die Werte keinen wirklichen Zusammenhang hatten.

dass die Werte keinen wirklichen Zusammenhang hatten. Abb. 23 Durch den Aliaseffekt werden zufällige Messwerte in

Abb. 23 Durch den Aliaseffekt werden zufällige Messwerte in Zusammenhang gebracht.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Im letzten Versuch wurde am Multikalibrator eine Frequenz

Im letzten Versuch wurde am Multikalibrator eine Frequenz von 10 000 Hz eingestellt. Diese wurde mit 200 kHz abgetastet.

10 000 Hz eingestellt. Diese wurde mit 200 kHz abgetastet. Abb. 24 Vom Multikalibrator generiertes Signal

Abb. 24 Vom Multikalibrator generiertes Signal mit einer Frequenz von 10 kHz. Die Flanken sind deutlich abgerundet.

Der Multikalibrator kam hier an seine Grenzen der Signalgenerierung. Die Flanken waren nicht mehr senkrecht sondern zeigten einen Kurven-artigen verlauf.

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Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 25Abgetasteter Spannungsverlauf des 10 kHz Signals bei
Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler Abb. 25Abgetasteter Spannungsverlauf des 10 kHz Signals bei

Abb. 25Abgetasteter Spannungsverlauf des 10 kHz Signals bei einer Abtastfrequenz von 200 kHz. Vom Ursprünglichen Rechtecksignal ist nicht mehr viel übrig.

Das Signal nach der A/D-Wandlung erinnerte mehr an ein Sinussignal als an eine Rechteckspannung.

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12. Quellen

Prof. Dr. M. Wülker Dipl.-Ing. (FH) K. Böhler 12. Quellen [1] Wülker M. Böhler K. Messdatenerfassungslabor

[1] Wülker M. Böhler K. Messdatenerfassungslabor 5B-SSR-Module (5BSR). Hochschule Offenburg. Oktober 2007 [2] National Instruments. Pin-Belegung SC2050. Hochschule Offenburg. Mai 2013

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