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Internet World BUSINESS

E-COMMERCE

14. April 2009

8/09

SEVENLOAD

Neuer Kinoshop

Das Videoportal Sevenload will ab sofort nicht nur über Werbung, sondern auch mit einem integrierten Shoppingmodell verdienen. Die Videoplattform will ihren Nutzern mit Trailern Lust auf Filme machen, die anschließend über das Videodown- loadportal der Deutschen Telekom, Video- load, heruntergeladen werden können. Für jeden vermittelten Kunden erhält die Plattform eine Provision. dz

TUIFLY.COM

Mehr Spaß beim Buchen

Emotion hat auch bei Tuifly.com oberste Priorität. Die Internetagentur Sinner Schra- der konzipierte eine neue Startseite, die als „große Bühne“ mit Motiven aus Offline- kampagnen, Aktionen und Interaktions- möglichkeiten bespielt werden kann. Überarbeitet wurde auch die Flugsuche. Sie führt Kunden leichter zum Ziel, soll aber auch weniger bekannte Ziele mit Kar- ten, redaktionellen Berichten und Bildern schmackhaft machen. dz

redaktionellen Berichten und Bildern schmackhaft machen. dz Große Bühne: Tuifly.com setzt auf der Startseite auf

Große Bühne: Tuifly.com setzt auf der Startseite auf Emotionalität und Spaß

BVDW-FACHGRUPPE E-COMMERCE

Neuer Vorsitz

Die Fachgruppe E-Commerce im Bundes- verband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat mit Achim Himmelreich einen neuen Vorsitzenden gewählt. Himmelreich ist Engagement Manager beim Beratungs- unternehmen Mücke Sturm & Company, München. Seine Stellvertreter in der BVDW-Fachgruppe sind Thorben Fasching (HMMH Multimediahaus) und Jan Pohle (Taylor Wessing). Himmelreich will in den kommenden zwei Jahren „mehr Sicherheit für Käufer und Betreiber“ schaffen. dz

OPODO.DE

Weniger Bearbeitungsgebühr

Auch der Onlinereiseservice Opodo begibt sich in den Preiskampf der Web- reisebüros und kürzt seine Servicegebüh- ren. Für einen Aufpreis von 14,90 Euro bekommen Opodo-Kunden künftig mehr Flexibilität bei der Reisebuchung und kön- nen E-Tickets umbuchen oder stornieren lassen. Auch Namensänderungen sind möglich, sofern die Fluggesellschaften dies erlauben. Bislang schlugen Flug- änderungen mit Kosten von mindestens 25 Euro zu Buche. dz

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Multichannel mangelhaft

Obwohl Multichannel-Kunden mehr Geld ausgeben, werden sie schlecht bedient

D ie Zukunft des Han- dels liegt im Multi-

channel, doch vielen Händ- lern mangelt es hier noch an einer durchdachten Strategie. Das zeigt eine ak- tuelle Studie der Unterneh- mensberatung Accenture unter 1.000 Verbrauchern. Die Mängel liegen im De- tail, enthüllen die Studien- autoren: So machte jeder vierte Verbraucher, der sich vor dem Kauf im Ladenge- schäft im Web über Pro- duktmerkmale und Rabatte informierte, schon einmal die Erfahrung, dass Anga-

ben des Händlers auf seiner Webseite nicht mit den tatsächlichen Ver- hältnissen im Ladengeschäft überein- stimmten. Auch wäre vielen Kunden sehr damit geholfen, wenn sie auf der Webseite erfahren könnten, ob ein bestimmter Arti- kel gerade im Laden vorrätig ist.„Aber nur

Was wird wo nachgefragt?

Über welche Kanäle Produkte gekauft werden 84 Ladengeschäft Internet Katalog 73 72 67 67 61
Über welche Kanäle Produkte gekauft werden
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Ladengeschäft
Internet
Katalog
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© INTERNET WORLD Business 8/09
Quelle: Accenture;
Stand: März 2009; Basis: n = 1.000
Drogerieartikel
Männerkleidung
Möbel
Kinderkleidung
Damenkleidung
Heim & Garten
Sportartikel
Spielwaren
Elektronik/Foto
Bücher/Musik
Computer/
Software

ganz wenige Handelsunternehmen bieten diesen Dienst in Deutschland an, weil ihre alten IT-Systeme dazu gar nicht in der Lage sind“, sagt Christoph Schwarzl, Geschäftsführer im Bereich Handel & Konsumgüter bei Accenture.

Und auch andere Wünsche der Kunden bleiben uner- füllt: So würden es 37 Pro- zent der von Accenture

befragten Verbraucher be-

grüßen, wenn sie Ware, die

online bestellt wurde, im

Ladengeschäft abholen

könnten. Im Gegenzug

würde fast jeder Dritte Um- frageteilnehmer auch gerne

online bestellte Waren in Geschäften wieder zurück- geben können. Hier hätte der Händler die Chance, beim Kunden den Grund der Retoure zu erfragen und darauf zu reagieren.

Eine weitere Forderung:

kanalübergreifende Informationen. Vier- zig Prozent der Kunden wünschen sich im Internet Empfehlungen von Verkäufern, die sie aus dem Laden kennen. Im Laden hätten sie gerne Zugriff auf Erfahrungsbe- richte und Bewertungen von Kunden. dz

Erwartungshaltung an Online

Wo Online mit Offline mithalten muss 34 % Preis 58 % Liefer- 70 % geschwindigkeit
Wo Online mit Offline mithalten muss
34 %
Preis
58 %
Liefer-
70 %
geschwindigkeit
75 %
Produkt-
78 %
verfügbarkeit
79 %
45 %
Sortiment
54 %
Männer
Frauen

Frauen haben höhere Erwartungen als Männer

© INTERNET WORLD Business 8/09

Unterschiede zwischen Kanälen

Wie oft Abweichungen negativ auffielen 3 % 17 % 1 % 2 % 76 %
Wie oft Abweichungen negativ auffielen
3 %
17 %
1 %
2 %
76 %
nie
zehn Mal und mehr
sieben bis neun Mal
vier bis sechs Mal
ein bis drei Mal

Jeder vierte Kunde bemängelte schon Unterschiede

Multichannel-Services

Welche Dienste Kunden wollen

21 % 57 % 63 % 67 % 35 % 12 % 17 % 17
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Internet-
Laden-
Abholung
Rückgabe
infos im
infos via
im Laden-
von Online-
Laden
Internet
geschäft
bestellungen
im Laden
kein Interesse
bereits genutzt

Interesse vorhanden, Angebot fehltbestellungen im Laden kein Interesse bereits genutzt Ladeninformationen im Netz stehen hoch im Kurs Quelle:

Ladeninformationen im Netz stehen hoch im Kurs

Quelle: Accenture; Stand: März 2009; Basis: n = 1.000

Hemd sucht Bluse

Neckermann.de experimentiert mit Community und Kommerz

D er Versandhändler Neckermann.de erweitert seine interaktive Kunden-

community N-Lounge ab sofort um ein Flirtmodul: Unter dem Motto „Hemd sucht Bluse – Shoppen, Flirten & Verlieben mit Neckermann.de“ will die Plattform Singles mit gleichen Interessen und glei- chem Geschmack zusammenbringen. Dazu müssen sich die paarungswilligen Nutzer mit Foto und Interessen in der N-Lounge registrieren und erhalten dann passende Partnervorschläge, die anhand von Eigen- schaften und Lieblingsprodukten aus- gewählt werden. Unterstützt wird die Aktion von der Singlebörse Neu.de, von der sich die Frankfurter vor allem Reich- weite und neue Kontakte zu insgesamt 32 Millionen Mitgliedern versprechen. „Wir holen die Kunden bei ihren Bedürfnissen und Internetgewohnheiten ab und bieten ihnen interaktive Erlebnisse über das Shoppen hinaus“, sagt Neckermann.de-

Marketingleiter Timo Beyer. „Indem wir Community-Aktivitäten mit dem Sorti- ment verknüpfen, wird unser Angebot

emotionalisiert.“ dz

verknüpfen, wird unser Angebot emotionalisiert.“ dz ❚ Partner gesucht – mithilfe von Neckermann.de Konsumlust

Partner gesucht – mithilfe von Neckermann.de

Konsumlust per Gutschein

D as Münchner Internet-Start-up Deal United will die Kaufanreize in On-

lineshops erhöhen. Die Idee hinter dem neuen Incentive-Modul: Kunden, die bereits Kaufinteresse signalisiert haben, jedoch im Begriff sind, den Kauf abzubre- chen, wird eine Meldung angezeigt, in der ihnen drei Gutscheine von selbst gewählten Partnershops angeboten werden, sollten sie sich doch zum Kauf entschließen. Zu den Gutscheinanbietern zählen Partner wie Otto, Valentins oder Myprinting. Kauft der Kunde daraufhin das Produkt tatsäch- lich, berechnet Deal United zur Marktein- führung eine Provision im unteren ein- stelligen Prozentbereich des Nettotransak- tionswerts oder eine niedrige Fixgebühr. Das neue Anreizsystem ergänzt das bis- herige Geschäftsmodell der Münchner, bei dem Webshops Kunden ein Produkt kosten- los zur Verfügung stellten, wenn sie dafür bei einem Werbepartner einkauften. dz