Treibhauseffekte

Ulrich Wolff
Mai 2013


Ein Treibhaus entsteht durch die Verwendung von Glas oder vergleichbarer Materie als
Einschluss mit der Folge, dass die mittlere Temperatur im Inneren über das Niveau der
Umgebung ansteigt. Ursache ist eine durch den Einschluss verursachte Verzögerung
des Energieflusses durch die Materie des Treibhauses obwohl Reflexion an und
Extinktion in der Materie des Einschlusses die Energiezufuhr aus der Solarstrahlung
verringern.

Die Umschließung sammelt und wandelt alle weiteren Energieflüsse als Wärme und
verliert kontinuierlich Energie in Form von IR Strahlung, durch Wärmeleitung,
Konvektion und ggf. Verdampfung von Niederschlag. Ihre Temperatur folgt ihrer
Energiebilanz. Auch die Enthalpie (Temperatur) der Materie im Inneren des Treibhauses
folgt den Schwankungen ihrer Energiebilanz im Tagesverlauf.

In der Atmosphäre übernehmen Wassertropfen und Eispartikel die Funktion des
Einschlusses der darunter liegenden Materie und lassen den „atmosphärischen
Treibhauseffekt“ entstehen. Beobachtung und Messung kennzeichnen den „Einschluss“
durch die Tropopause, ein Temperaturminimum, das den gesamten Erdball umschließt.
Vergleichbar zum Einschluss des Treibhauses verringern Wasser und Eis den solaren
Energiefluss zur Erdkruste durch Umleitung in den Weltraum und Extinktion. Wasser
und Eis sammeln und wandeln weitere Energieflüsse als Wärme. Das beinhaltet auch
Energie, die der Atmosphäre oberhalb der Tropopause z. B. durch Ionisierung als Folge
der Interaktion von Gasatomen mit dem extrem kurzwelligen Anteil der Solarstrahlung
zufließt.

Wasser- und Eispartikel emittieren kontinuierlich einen Energiefluss in Form von IR
Strahlung in den Raumwinkel von 360 Grad. Die in Form von IR Strahlung emittierte
Energie fließt daher jeweils etwa hälftig in Richtung Weltraum und Erdkruste.
i
Die
Änderung der Temperatur und/oder der Wasser/Eismenge folgt ihrer Energiebilanz und
die Menge auch der Wirkung der Schwerkraft.

Unter sichtbaren Wolken erreicht die Projektion der Partikel auf eine Kugelfläche stets
die Größe des darunter liegenden Flächenanteils. Mit großer Wahrscheinlichkeit
schließen sehr kleine Eispartikel in gleicher Weise auch in den zeitweise wolkenfreien
Bereichen der Atmosphäre ein dort vermutetes Fenster für IR Strahlung.
ii


Vergleichbar zum Treibhaus bewirkt die Verzögerung des durchlaufenden solaren
Energieflusses einen Anstieg der Temperatur der Erdkruste. Ihre Enthalpie (Temperatur)
folgt den Änderungen ihrer Energiebilanz in gleicher Weise, wie die der Materie im
Inneren eines Treibhauses.
Eine Quantifizierung der Wirkung des atmosphärischen Treibhauseffektes ist weder
durch Messung noch durch Rechnung ebenso wenig möglich, wie die mathematische
2
Beschreibung des offenen Systems Erdkruste/Atmosphäre/Weltraum selbst.
iii
Ein
Nachweis des atmosphärischen Treibhauseffektes kann sich daher hilfsweise lediglich
auf eine Reihe von Indizien stützen.

Die Größenordnung der globalen Wirkung des atmosphärischen Treibhauseffektes wird
bekanntlich in der Literatur irreführend aus dem Vergleich einer fiktiven mittleren
Emissionstemperatur des Strahlungsflusses in den Weltraum von 255 K und einer aus
Messwerten errechneten mittleren Temperatur an der Oberfläche der Erdkruste von 288
K mit 33 K angegeben.
iv


Die Interaktion mehr als zweiatomiger Gase mit dem Kreislauf der langwelligen
Strahlung hat keinen Einfluss auf die Größe der Energieflüsse, sondern betätigt über
Änderungen der Spektren lediglich ihre Existenz.

Schlussfolgerung

Ohne Wasser und Eis in der Atmosphäre würden die gegenwärtig gemessenen
Temperaturen in Erdkruste und Atmosphäre signifikant absinken.


Anhang

i
Die aus dem oberen Halbraum an der Erdoberfläche eintreffende IR Strahlung wird als
„Langwellige Einstrahlung“ zusammen mit anderen Wetterdaten z. B. am Hamburger
Wettermast kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet:

http://wettermast-hamburg.zmaw.de/AktDatIndex.htm
Eine solche Messreihe ist Grundlage der folgenden Überlegungen:
Die Abb. 1 zeigt die Intensität der gemessenen Gegenstrahlung, die Abb. 2 die jeweilige
zugehörige Wolkenbedeckung.

Abb. 1: Langwellige Einstrahlung.

3

Abb. 2: Wolkenbedeckung.
Die Radianz der langwelligen Einstrahlung variiert im Beobachtungszeitraum zwischen
einem Minimum bei etwa 230 W/m
2
aus wolkenfreiem Himmel und Höchstwerten von
375 W/m
2
aus dichter Bewölkung. Aus jeweils wolkenfreiem Himmel am 20., 24.,und 25.
9. Ist die Intensität dieser Wärmestrahlung nicht konstant, sondern variiert zwischen 230
und 290 W/m
2
.
Folgend wird daher versuchsweise unterstellt, dass auch in wolkenfreier Atmosphäre
sehr kleine und daher unsichtbare Eispartikel existierten, deren Projektion auf eine
Kugelschale eine geschlossene Fläche ergab. Dann lassen sich den gemessenen
Werten der Radianz mit Hilfe des Stefan-Boltzmann Gesetzes jeweils
Emissionstemperaturen zuordnen:
Danach emittieren Eispartikel 230 bis 290 W/m
2
bei Temperaturen zwischen – 20 bis – 6
℃, Wassertropfen 315 bis 375 W/m
2
bei Temperaturen zwischen 0 bis 12 ℃.
Das sind plausible auch zu den am Wettermast in Abb.3 aufgezeichneten Temperaturen
konsistente Werte innerhalb des vertikalen Temperaturverlaufes unterhalb der
Tropopause



Abb. 3: Vertikaler Temperaturverlauf 0 - 280 m Höhe
ii
Die Beobachtung des Wasserkreislaufes in der Atmosphäre bestätigt, dass stets eine
hinreichend große Dichte von Kondensations-/Sublimationskeimen für Wasserdampf
vorhanden ist. Daher muss sich beim Unterschreiten von 0 ℃ Wasserdampf an solche
Keime anlagern und Eispartikel bilden, die als sehr kleine Schwebeteilchen unsichtbar
bleiben. Dichte und Größenverteilung solcher Partikel sind nicht bekannt. Eine
quantitative Aussage, ob ihre gesamte Oberfläche ausreicht, um das atmosphärische
Fenster für IR Strahlung zu schließen, ist daher nicht möglich. Der Zusammenhang
zwischen Eismenge, Partikelradius und gesamter Oberfläche macht das jedoch sehr
4

wahrscheinlich: Wenn z. B. in einer Luftsäule von 1000 m Höhe bei einem Druck von 0,5
bar 100 ppm Wasserdampf über längere Zeit zu Partikeln mit einem Radius von ≈
1/1000 mm sublimieren, erreicht ihre wirksame Oberfläche bereits 50 m
2
über jedem m
2

einer darunter liegenden Kugelschale

iii
Mit Hilfe von vereinfachten mathematischen Modellen und der kontinuierlichen
Beobachtung gelingt es, die deterministische Komponente von Zustandsänderungen in
Erdkruste und Atmosphäre zu erkennen und daraus eine Prognose mit einer Reichweite
von etwa einer Woche zu erstellen. Eine Statistik der Beobachtung definiert das sog.
Klima der Vergangenheit. Eine Prognose der Veränderungen dieser Statistik ist
grundsätzlich nicht möglich.

http://de.scribd.com/doc/133241574/Variations-of-the-Earth’s-Energy-Budget-are-
driving-Increases-of-Ocean-Water-Levels-and-Temperatures


iv
Mit einer konstanten Temperatur an der Oberfläche der Erdkruste von 288 K würde die
Radianz des emittierten IR Energieflusses etwa 390 W/m
2
, die Gegenstrahlung bei einer
einheitlichen Emissionstemperatur von 255 K etwa 240 W/m
2
betragen. Dieser Wert von
255K ist lediglich eine obere Schranke. Als Folge der räumlichen Verteilung der Größe der
lokalen Energieflüsse liegt der tatsächliche Mittelwert der Emissionstemperatur stets
deutlich unter 255K. Die Größenordnung des Beitrages der übrigen Komponenten zum
mittleren Energieflusses von der Erdkruste zu Wasser und Eis in der Atmosphäre aus
Verdampfung, Konvektion und Wärmeleitung beträgt daher ≈ 90 W/m
2
.

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