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Nr. 189, 15. KW, 09.04.

2009, Seite 1 von 22

Nr.: 189
15. KW / 09.04.2009
Kostenlos per E-Mail
ISSN 1860-6369 Sehr geehrte Damen und Herren,
Inhaltsverzeichnis ich wünsche Ihnen frohe und geruhsame Ostertage. In den kommenden 12 Monaten
werden viele Unternehmen feststellen, dass das Hamsterrad, das sie mit Freude und
Editorial (Rohmert) 1
sportlichem Ehrgeiz in gutem konjunkturellen Umfeld auf Rekordgeschwindigkeit ge-
Büromärkte entwickeln sich 2
bracht haben, unbemerkt zu einem Kosten-Schwungrad geworden ist, das sich weiter-
deutlich rückläufig
dreht, obwohl man gar nicht mehr mitlaufen kann oder möchte. Die Bremsversuche
- Büromarkt Frankfurt 3
werden die nächsten 12 bis 24 Monate beherrschen. So stellt sich jetzt auch in der
- Büromarkt München 6 Bürovermietung - das aktuelle Zahlenwerk haben wir Ihnen zusammengestellt - her-
- Büromarkt Düsseldorf 7 aus, dass im geübten Blick der Makler, der sich je nach Ausgangssituation optimis-
- Büromarkt Hamburg 8 tisch nach vorne oder nach hinten richtet und der zum Jahresende rückblickend zur
Erbschaftssteuer - Schlag 10
Feststellung „Krise, welche Krise?“ führte, jetzt doch der „Graue Star“ entdeckt wurde.
gegen die Immobilien als Die Talfahrt des letzten Quartals hat sich dramatisch fortgesetzt (Seite 2).
Kapitalanlage (Loritz) Was ist die charmanteste Art, seine Mitarbeiter zu Luschen zu erklären? Die hat
IVG - Fragwürdige Kom- 13 wohl die IVG gefunden. Unser Börsenspezialist Hans Christoph Ries mit mehr als 20
munikation (Ries) Jahren Erfahrung bei der Börsenzeitung, Der Platow Brief, Börse Online u. a. hat sich
Krise trifft Märkte mit 14 den Geschäftsbericht durchgelesen. Die Informationspolitik macht durchaus ärgerlich
beispielloser Geschwindig-
(Seite 13). Bemerkenswert ist aber die Feststellung „Es besteht ein großer Zusam-
keit (Rohmert)
menhang zwischen dem Erfolg unseres Unternehmens und den fachlichen und
Abschwung bei Büro und 16
Investments in großem Stil
persönlichen Qualitäten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Nun ist wohl
klar, wer für die Milliardenvernichtung der letzten Jahre verantwortlich war. Zur Ehren-
6. Fondsrating-Tag - Gute 17
Miene zum bösen Spiel rettung: Einige uns bekannte IVG-Mitarbeiter haben den Einkaufswahn von Leichnitz
genauso kritisch gesehen wie wir es schon nach den ersten 100 Leichnitz-Tagen ta-
Mediation in der Immobi- 18
lienwirtschaft (Breuer) ten. Sie haben ihr Bestes gegeben. Aber wer am Höhepunkt des Marktes gute Ware
einkaufen muss, hat wenig Chancen, auf den Preis zu achten.
Pleiten - neuer Fonds für 19
notleidende Hotels Sicherlich gibt es im Moment für den neuen Vorstand Wichtigeres zu tun, als jedes
Hohe Mieterfluktuation in 19 Standardkapitel des Geschäftsberichtes, „den ja doch niemand liest“, auf seine Au-
deutschen Fußgängerzonen ßenwirkung zu kontrollieren. Aber immerhin ist der Geschäftsbericht die Visitenkarte
efonds group meistert Kri- 19 des Unternehmens, dem gerade in schwierigen Zeiten besondere Aufmerksamkeit
senjahr 2008 zukommt. Solche dämlichen Wortschwämme entstehen halt, wenn man seine Ge-
Logistikmarkt punktet im 20 schäftsberichte entweder an Externe oder eigene „Marketing-Spezialisten“ auslagert,
internationalen Vergleich die „Geschäftsberichte können“ und nichts von der Materie, geschweige denn der Un-
Geschlossene Fonds - Nicht 20 ternehmenssituation verstehen. Man könnte so etwas auch ruhig einmal extern auf
nur Krisenbotschaften Außenwirkung Korrektur lesen lassen.
Credit Crunch - Nur Land- 20
mark wird finanziert Zum Abschluss noch ein „österlicher“ Gedanke: Diese Woche beobachtete ich
Degi investiert 1,7 Mrd. 21 meine beiden „Kleinen“ (9 und 10 J.), als in der Galileo-Bildungsfernsehsendung ge-
1A-Lagen in kleineren Städ- 21
zeigt wurde, wie bei der Eierproduktion die automatisch anfallenden und nach Züch-
ten entwickeln sich positiv tung schon farblich erkennbaren männlichen Küken, die naturgemäß nicht gebraucht
Impressum 22 werden, sofort nach Schlüpfen zu Millionen auf Rutschen in die Häckselmaschine ge-
schickt werden. Natürlich sind das - ebenso wie die unruhige Nacht - Kollateralschä-
den moderner Lebensmittelproduktion. Andererseits versuche ich meinen Kindern
gerade die grundlegenden Werte der Achtung vor dem Leben
generell und vor Leistung, Gefühlen und Privatsphäre anderer zu
vermitteln. Galileo macht‘s nicht einfach.
Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner Catella
Real Estate AG, DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment,
Fairvesta, Garbe Group, Ideenkapital AG und RA Klumpe
Schroeder & Partner.

Werner Rohmert, Herausgeber


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Büromärkte entwickeln sich deutlich rückläufig


André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief“
Die Überschriften aktueller Büromarktberichte der Research-Häuser zum ersten
Quartal 2009 vermitteln ein erstes Bild:
 „Frühlingsgefühle bleiben aus“ Jones Lang LaSalle, Büromarkt Düsseldorf
Personalien  „Büromärkte spüren die Wirtschaftskrise“ Atisreal, Büromarkt Deutschland

London: David Turner (40)  „Die sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 ausweitende Wirtschafts-
ist zum neuen Fondsmanager und Finanzkrise hat ihre Spuren auch am Münchner Büromietmarkt hinterlassen.“
für den 900 Mio. Euro Colliers, Büromarkt München
schweren paneuropäischen  „Der Markt hat sich gedreht“ Jones Lang LaSalle, Hamburg
Einzelhandelsimmobilien-
Fonds Herald bei Hender-  „Potentielle Mieter zurückhaltend“ Jones Lang LaSalle, Frankfurt
son Global Investors be-  „Rezession schlägt auf Bürovermietungsmärkte durch – Flächenumsatz geht stär-
stellt worden. ker als erwartet zurück“ Savills, Büromarkt Deutschland
 „Abschlussfreudige Mieter rar“ Jones Lang LaSalle, Berlin
Atisreal / Jones Lang LaSalle: Büromarktzahlen 1. Quartal 2009
Umsatz (qm) Spitzenmiete (Euro/qm) Leerstand (Tsd.qm) Fertigstellungen Leerst.-Quote
JLL Atisreal JLL AR JLL AR JLL JLL AR
Stadt Q1 2009 Veränd.* Q1 2009 Veränd.* Q1 `09 Veränd.* Q1 `09 Veränd.* Q1 `09 Veränd.* Q1 `09 Veränd.* Q1 `09 Veränd.* 2009 2009 2008
Berlin 73.000 -20,0% 77.000 -1,2% 21 0,0% 20,5 -6,8% 1.475 -6,6% 1.450 -3,9% 8.100 30,6% 8,8% 7,8% 8,1%
Düsseldorf 56.400 -57,8% 54.000 -52,0% 22,5 0,0% 22 -2,2% 934 2,6% 913 -2,1% 15.500 -40,4% 10,9% 10,5% 11,0%
Frankfurt 135.400 26,9% 150.000 29,3% 36 -2,7% 36,5 -2,6% 1.429 -5,0% 1.959 -1,0% 25.400 605,6% 12,2% 12,9% 13,1%
Hamburg 75.000 -36,0% 80.000 -29,2% 23 0,0% 25,5 2,0% 1.038 5,3% 812 -1,9% 64.800 217,6% 7,4% 6,2% 6,3%
München 127.000 -43,8% 128.000 -45,7% 30 0,0% 31,5 -3,0% 1.656 2,9% 1.637 -0,8% 31.100 265,9% 8,6% 8,4% 9,6%
Gesamt 466.800 -30,8% 489.000 -25,5% 6.532 -0,8% 6.771 -1,8% 144.900 147,6%
* Veränderungen zu Q1 2008

Frankfurt: Silvia Schmit- Wenn selbst Makler in ihren eigens ermittelten Büromarktzahlen immer weniger
ten-Walgenbach scheidet Raum für positive Zukunftsinterpretationen lassen, dann scheint an Rezession und
auf eigenen Wunsch und Wirtschaftskrise wirklich was dran zu sein. Hinzu kommt, dass alle Makler gleiche
persönlichen Gründen aus Trends und einen Rückgang auf gleichem Niveau sehen. Bei Atisreal (AR) ist der
der Geschäftsführung der Bürovermietungsmarkt in den Big 5 um 25,5% zurückgegangen, Jones Lang LaSal-
Degi aus.

Wohnungswirtschaft

Um-Frage

Genossenschaften in Hamburg: 600 neue Woh-


nungen, über 370 Millionen Investitionen 2009

XXXXPIOVOHTXJSUTDIBѫIFVUFEF
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le (JLL) sieht einen Rückgang von über 30% und Savills sieht einen Rückgang
von 27%. Dabei sieht die Entwicklung in allen Big 5 Standorten gleich aus.
Einzig Berlin hat stabile Umsätze.
Atisreal sieht in der Hauptstadt nur einen Rückgang von 1,2% auf nunmehr 77 000
qm. Bei Berlin fällt besonders ins Auge, dass JLL nach der Bekantgabe der Zahlen
für das erste Quartal 2008 und den jetzigen Zahlen noch einen Umsatz von über
16 000 qm registrierte. Im April letzten Jahres lagen die Umsatzzahlen für den Büro-
Personalien markt noch bei 75 000 qm, während man nun von einem Umsatz von 91 200 qm für
Bonn: Martin Praum (33) das erste Quartal 2008 ausgeht. (Siehe auch Immobilienbrief Berlin.) Außer für
übernimmt bei der IVG Im- München ist diese Entwicklung an allen Standorten zu beobachten. Hier stellt sich
mobilien ab dem 1. April die also die Frage inwieweit die Zahlen überhaupt aussagefähig sind. Zumindest
Funktion des Leiters Investor besteht lt. Helge Scheunemann, Head of Research bei JLL bei allen Standorten
Relations und Capital Mar- die Chance, dass die Zahlen für das erste Quartal 2009 im Laufe des Jahres eher
kets. Er folgt Sabine Gött- nach oben als nach unten korrigiert werden müssen.
gens, die die IVG Ende 2008
verlassen hat. Ebenfalls neu
bei der IVG ist Steffen Ri- Mega-Deal der Bahn pusht Frankfurter Bürovermietung
cken (38). Er übernimmt ab Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbief“,
dem 1. April neben Bettina Immobilienspezialist „Der Platow Brief“
Gude (28) die Leitung des
Bereichs Unternehmensent- Die Werte der deutschen 1A-Büromarktlagen befinden sich mittlerweile wieder nahe-
wicklung. Gude wird ab Mit- zu auf dem Niveau von Anfang 2004. Das zeigt "Victor", der neue Wertentwicklungs-
te Mai in Elternzeit gehen Frühindikator Jones Lang LaSalle (JLL). Nach dem Indikatorhöchststand Mitte 2007
und ihre Tätigkeit für die mit 123,1 Punkten ist Victor auf einen aktuellen Stand von 102,4 Punkten gefallen.
IVG vorübergehend ruhen Allein in 2008 errechnet sich ein gemittelter Wertverlust von 12,6%. Eine Erholung
lassen. der Märkte sei unter den konjunkturellen Rahmenbedingungen vor 2010 allerdings
eher unwahrscheinlich, meint Andrew Groom, JLL-Leiter Valuation Advisory. Als mit
Abstand volatilster deutscher Markt erweist sich die Frankfurter Bankenlage.

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Personalien
Berlin: Dr. Jürgen
Leibfried (55) scheidet als
geschäftsführender Gesell-
schafter bei apellasbauwert
aus und gibt die Gründung
der Bauwert Investment
Group bekannt, deren Fokus
zukünftig auf der Realisie-
rung von Einzelhandelspro-
jekten in Bestlagen ausge-
wählter deutscher Städte so-
Das Zahlenwerk des ersten Quartals sieht vor diesem Hintergrund positiv aus. Die
wie Wohn- und Büroobjek-
Bahn macht's möglich. Ihre Anmietung von 72 000 qm im Silver Tower, der ehemali-
ten in Berlin liegt. Die apel-
gen Dresdner Bank Zentrale, puscht das Umsatzvolumen auf dem Frankfurter Büro-
lasbauwert property group
vermietungsmarkt (inklusive Eschborn und Kaiserlei) im 1. Quartal 2009 lt. JLL auf
erhält eine neue Führungs-
135 000 qm und lt. Atisreal mit einem größeren Einzugsbereich auf 150 000 qm
und Gesellschafterstruktur:
(+29%). Ohne den Bahn-Deal wäre das aber mit einem Rückgang von über 40% so-
Dr. Ulrich Weber (42) wird
wohl gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres als auch im Vergleich zum 10-
CEO, Patrick Reich (39)
Jahresdurchschnitt der jeweils ersten drei Monate das zweitschlechteste Ergebnis in
wird COO. Weiterhin gehö-
den letzten 10 Jahren.
ren der GF Oliver Kraxner
(36) als CFO und Claus Beim Leerstand ergeben sich deutliche Unterschiede der Researcher. Bei Atisreal ist
Merten (48) als Syndikus an. er im Vergleich zum 1. Quartal 2008 um knapp 1% auf 1,96 Mio. qm gesunken, hat in
den ersten drei Monaten 2009 aber wieder zugenommen. Moderne Leerstandsflä-
chen machen knapp 37% des Gesamtleerstands aus. Die Leerstandsquote liegt im

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gesamten Marktgebiet bei 12,9% und im engeren Marktgebiet bei


13,9%. JLL ermittelt einen Volumenrückgang im Jahresvergleich
von rund 5% und seit Ende Dezember letzten Jahres von 2% auf
1,4 Mio. qm. Die Flächen im Bau haben im letzten Jahr um gut
36% auf 532 000 qm angezogen. Hiervon stehen dem Vermie-
tungsmarkt nur noch knapp 42%, zur Verfügung. Das insgesamt
verfügbare Büroflächenangebot (Leerstand plus verfügbare Flä-
Personalien chen im Bau) hat sich innerhalb eines Jahres kaum verändert und
liegt bei 2,18 Mio. qm. Auch bei der Spitzenmiete wird es im Ver-
Hamburg: Erhard Flint lauf des Jahres einen weiteren Rückgang geben. Sie liegt jetzt
(62) ist aus dem Vorstand der nach 37 Euro in der Spitze bei 36 Euro (JLL) bzw. 36,50 (Atisreal). Dresdner Bank wird
Bau-Verein zu Hamburg 73% der Mietvertragsabschlüsse lagen zwischen Januar und En- Deutsche Bahn
Aktien-Gesellschaft sowie de März bei unter 20 Euro.
aus dem Vorstand der TAG
ausgeschieden. Nach dem
Ausscheiden von Flint setzen Büromarkt München – Umsatz fast halbiert
sich die Vorstände aus And-
reas Ibel und Hans-Ulrich „Leichtigkeit ade“ meint Jones Lang LaSalle zum Büromarkt München. In der Tat
Sutter zusammen. hat sich die bayrische Landeshauptstadt an den Takt von Rezession und Wirtschafts-
krise angepasst. Auch wenn Colliers den Markt als „robust“ bezeichnet, darf dies
doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Vermietungsleistungen um die 127 000 qm
Düsseldorf: Michael Kohl im ersten Quartal 2009 einen Rückgang von fast 50% gleich kommen. Einzig Düssel-
wechselte Anfang April von dorf verzeichnete einen stärkeren Rückgang. Der Umsatz liegt, lt. JLL um 27% unter
der Berliner Niederlassung dem 10-jährigen Mittel. Eigennutzer trugen, lt. Colliers sogar nur 900 qm zur Umsatz-
von Ernst & Young zur leistung bei. Vor allem kleinteilige Anmietungen sind in München zu beobachten. Die
Commerz Real, wo er als einzige Großanmietung machte Bosch Sicherheitssysteme aus, die 20 000 qm im
Bereichsleiter Geschlossener südöstlichen Umland anmieteten. Überproportional rückläufig waren auch die Ab-
Fonds den ausgeschiedenen schlüsse zwischen 1 000 qm und 2 500 qm. Insgesamt lag die Anzahl der Mietverträ-
Siegfried Ley ablöst. ge, lt. JLL um ein Drittel unter der des Vorjahres. Potenzielle Mieter suchen heute
länger nach Flächen und hoffen darauf, dass die Mieten weiter sinken werden. CB
Richard Ellis registriert zudem Neuanfragen, die von Unternehmen aus Gründen der

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Kostenreduktion initiiert werden. Auch JLL sieht derzeit vor allem Kostenreduktion
und Flächenanpassung als Hauptmotiv der meisten potentiellen Mieter. Während vor
12 Monaten mehr als die Hälfte des angemiete-
ten Volumens auf Flächen der Kategorie A ent-
fiel, waren es im ersten Quartal 2009 65% in Flä-
chen durchschnittlicher Qualität. Dem entspre-
chend ging nicht nur die Spitzenmiete leicht
Personalien zurück (AR: 31,5 €/qm; -3%) sondern auch die
Durchschnittsmiete sank um 8,7% und liegt nun
Hamburg: Karl Hagen, bei 14,15 €/qm (Colliers).
Mitbegründer, Vorstandsmit-
glied und Großaktionär der Beim Leerstand tat sich kaum etwas. Ca. 1,6 Mio.
CWI Real Estate, ist in den qm stehen in München derzeit leer. Die Leer-
Vorstand der Hamburgische standsquote liegt zwischen 6,8% (Colliers) und München – wenig zu holen
Immobilien Invest berufen 8,6% (JLL). Die Fertigstellungen stiegen, lt. JLL
worden. Er folgt auf Sebasti- deutlich auf 31 100 qm. Das dürfte den Büromarkt zusätzlich belasten. Für das lau-
an Siemers. fende Jahr erwarten alle Makler einen Umsatz zwischen 550 000 qm bis zu 600 000
qm, was ein deutliches Minus gegenüber 2008 ausmachen würde. An der Isar wird
Stuttgart: Hans Strudel es in diesem Jahr auf dem Bürovermietungsmarkt wohl kaum einen Grund zu feiern
(59) Vorsitzender der GF der geben. Zumindest für Makler wird das Geschäft hart werden. Für Mieter könnte
LBBW Immobilien, verlässt das Jahr mit sinkenden Mietpreisen und größerer Auswahl allerdings doch ein
das Unternehmen. Zu seinem Jahr der Freude werden. (AE)
Nachfolger wurde Markus
Pflitsch bestimmt. Er wird
zunächst als stellvertretender Büromarkt Düsseldorf – Die rote Lampe leuchtet hell
Vorsitzender in die GF ein- In Düsseldorf hat die rheinische Frohnatur in diesem Jahr eher wenig Grund zu la-
treten und übernimmt nach chen. Karneval ist bereits vorbei und nun lassen auch noch die Bürovermietungszah-
dem Ausscheiden von Stru- len für das erste Quartal 2009 nichts Gutes erahnen. Mit 54 000 qm (AR) bzw.
del den Vorsitz der GF. 56 400 qm (JLL) lag der Flächenumsatz um 52% (AR) bzw. 57,8% (JLL) unter dem

LHI
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des Vorjahres. Makler hatten in Düsseldorf in den ersten drei Monaten des Jahres
offenbar eher wenig zu tun. CB Richard Ellis nennt das dann „überschaubare An-
zahl von Nachfragen“. Zudem werden in Düsseldorf zur Zeit rd. 20 000 qm zur Unter-
vermietung angeboten. Das höchste Anmietungsvolumen zeigte die Telekommunika-
tionsbranche mit 13 000 qm angemieteter Fläche. Im 10-Jahresvergleich liegt der
derzeitige Umsatz sogar um 28% unter dem Durchschnitt. Vor 4 Jahren gab es zu-
letzt einen solch schlechten Start ins Jahr. Am Ende standen 254 000 qm auf der
Unternehmens-News Bürovermietungsuhr. Das wären dann ca. 40% weniger als Ende 2008.
Die größte Anmietung im ersten Quartal machte Siemens mit ca. 10 000 qm. Zwi-
München: Corpus Sireo schen 3 000 qm und 8 000 qm registrierte JLL einen Vertrabsabschluss. Den im Ver-
sucht für Telekom-Grund-
gleichszeitraum des Vorjahres insgesamt 30 getätigten Anmietungen über 1 000 qm
stück mit ca. 2 100 qm Flä-
standen im ersten Quartal 2009 fast dreimal weniger gegenüber. Düsseldorf hat zu-
che Investoren für ein neues,
dem mit knapp 290 000 qm Bürofläche das größte Fertigstellungsvolumen der Ge-
gemischt genutztes Gebäude,
schichte. Das wird zusätzlich Druck auf die Mieten ausüben. Die Spitzenmiete liegt
das hier mittelfristig entste-
zwar noch konstant bei 22 bis 22,50 €/qm, jedoch kann davon ausgegangen werden,
hen soll und eine Verbindung
dass die Spitzen- genau wie die Durchschnittsmiete im laufenden Jahr fallen wird.
zwischen dem neugestalteten
Unter Berücksichtigung von Incentives, die leicht die ersten 20% Mieteinbruch abfan-
Hackenviertel und der Fuß-
gen können, dürfte die Nominalmiete auch nur noch geringe Aussagefähigkeit haben.
gängerzone herstellen soll.
Die Leerstandsquote liegt bei ca. 10,5%. JLL verzeichnete sogar einen leichten An-
Unterstützt wird Corpus da-
stieg des Leerstandes. (AE)
bei von der IMMOCON
Gesellschaft für Immobi-
lienberatung.
Hamburger Büromarkt – Rückgang stärker als erwartet
Noch zu Anfang des Jahres hatten auch wir gedacht, dass der Büromarkt zwar leiden
Berlin: Rückwirkend zum wird und die Umsätze zurück gehen werden, allerdings hatten auch wir nicht erwar-
Januar 2009 erhält die im tet, dass bereits im ersten Quartal, was traditionell zwar das schwächste ist, die Um-
Open Market gelistete CR sätze so sehr zurück gehen. Das Bild kann auch Frankfurt nicht ändern.
Capital den Vor-Reit-Status.
In Hamburg verzeichneten die Maklerhäuser einen Rückgang des Umsatzvolumens
Für 2010 ist die Umwand-
von bis zu 36% gegenüber dem Vorjahr. Atisreal sieht hier „nur“ einen Rückgang
lung in einen Reit geplant.
von 29,2%. Das Quartalergebnis bedeutet gleichzeitig das schlechteste Ergebnis seit
Ende 2003. Auch hier achten Mieter verstärkt auf Kostenoptimierung und agieren

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preissensibel. Laut JLL wollen Mieter keine 10


Jahresverträge mehr sondern verlangen mehr
nach Mietvertragslaufzeiten ab 3 Jahren. Auch in
der Stadt an der Elbe ist zu beobachten, dass
Mieter lieber ihre Mietverträge zu besseren Kon-
ditionen verlängern als umzuziehen.
Unternehmens-News Die Mietpreise in den Spitzenlagen erweisen sich
unterdes als stabil. Auch wenn davon auszuge-
Frankfurt: Jones Lang La- hen ist, dass die Spitzenmiete im laufenden Jahr
Salle übernimmt das Proper- Immobilienmarkt Hamburg
sinken wird. Die Durchschnittsmiete liegt derzeit
ty– und Center Management ebenfalls (noch) stabil bei 13,5 €/qm. JLL geht davon aus, dass 2009 ein Umsatz-
des Deutschland-Portfolios rückgang deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 450 000 qm zu verkraften
von Resolution Property. sein wird. Die Spitzenmiete werde ebenfalls um 6% nachlassen und die Leerstands-
Das Portfolio besteht aus quote werde um 1% steigen. Das wäre allerdings wohl dann der „best-case“. (AE)
insgesamt 66 Objekten in
ganz Deutschland, darunter
Shopping Center, Fachmarkt- Die neue Erbschaftssteuer – Ein (weiterer) Schlag gegen die
zentren sowie Supermärkte
mit namhaften Mietern wie
Immobilie als Kapitalanlage
Edeka, REWE, Netto, OBI Univ.-Prof. Dr. jur. habil. Karl-Georg Loritz, Bayreuth, Steuerberater
und Kik. Die Gesamtfläche 1. Das am 1.1.2009 in Kraft getretene neue Erbschaftsteuerrecht entspringt dem
umfasst ca. 320 000 qm. Druck des Bundesverfassungsgerichts. Dessen 1. Senat hatte in seiner Entschei-
dung aus dem Jahr 2006 zwei gravierende, m. E. unnötige „Pflöcke“ eingeschlagen,
Frankfurt: Degi investiert mit denen er dem Gesetzgeber gleichsam eine „Steilvorlage“ zur massiven Höherbe-
40 Mio. Euro für die ökologi- steuerung vor allem der Immobilien gab: Die Bewertung, so heißt es, müsse mit ei-
sche Modernisierung der nem Annäherungswert an den gemeinen Wert erfasst werden. Eine steuerliche Be-
Immobilie WestendGate. günstigung dürfe nicht auf der Ebene der Bewertung, sondern nur auf der Ebene der
Besteuerung stattfinden. Die Bundesregierung stellte ihrerseits die Forderung auf,

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Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 11 von 22

dass keine Steuerausfälle eintreten dürften. Die in diesem Punkt viel zu „weiche“
CDU/CSU bezog, von der Kanzlerin wie so oft in steuer- und wirtschaftspolitischen
Fragen im Stich gelassen, keine eindeutige Position. Anders als in Österreich, wo
sich die österreichische Volkspartei mit ihrem damaligen Koalitionspartner, der sozia-
listischen Partei Österreichs, auf keinen Kompromiss geeinigt hatte, mit der Folge,
dass es in Österreich seit August 2008 keine Erbschaftsteuer mehr gibt, ließ sich in
Deutschland die CDU/CSU von der SPD und von Teilen der eigenen Partei in eine
Unternehmens-News Sackgasse treiben. Musste man einerseits die Erben unternehmerischer und land-
wirtschaftlicher Vermögen entlasten und war man andererseits nicht zu einem Ver-
zicht auf Steuereinnahmen bereit, so blieb nur die Mehrbelastung der Erben von Im-
Belgrad: MPC Properties
mobilien-, Geld- und Wertpapiervermögen und von nicht begünstigtem Unterneh-
d.o.o, ein Joint Venture von
mensvermögen übrig. Diese haben wir nun in massiver Form.
MPC Holding d.o.o und
Merrill Lynch Global Real 2. Für Erben von Einzelunternehmen, Personengesellschaftsanteilen und Kapitalge-
Estate Principal Invest- sellschaftsanteilen (bei letzteren nur, wenn der Anteil alleine oder per „Pool-
ments, eröffnet das 130 000 Vereinbarung“ zusammen mit weiteren Gesellschaftern 25% übersteigt), ist bei Vor-
qm Fläche umfassende Usce liegen zusätzlicher Voraussetzungen eine erbschaftssteuerliche Verschonung von
Shopping Center in der serbi- 85% des Vermögens (sog. Regelverschonung) erreichbar. Unter engeren Vorausset-
schen Hauptstadt. Das Usce zungen gibt es auf Antrag sogar eine 100%-ige Verschonung des Unternehmensver-
Shopping Center wird von mögens (sog. Verschonungsoption). Bei der Regelverschonung muss die Lohnsum-
ECE gemanagt, der erstmals me der folgenden sieben Jahre mindestens 650% der durchschnittlichen jährlichen
in Serbien aktiv wird. Das Lohnsumme betragen. Bei der Verschonungsoption muss diese Summe in 10 Jahren
Investmentvolumen beläuft mindestens 1000% der durchschnittlichen jährlichen Lohnsumme erreichen.
sich auf 150 Mio. Euro. Der Verkehrswert für Unternehmen wird wie folgt berechnet: Der jährliche Durch-
schnittsertrag (berechnet anhand der Erträge der letzten drei Jahre abzüglich 30%
Wiesbaden: Aareal Bank Abschlag für Steuern) wird multipliziert mit einem Faktor von derzeit 12,31. Dieser
schloss das GJ 2008 im Kon- Faktor besteht aus dem Kehrwert der Summe aus Basiszinssatz der Deutschen Bun-
zern mit einem Vorsteuerer- desbank + 4,5. Je schlechter die Konjunktur, desto niedriger ist der Basiszins, desto
gebnis von 117 Mio. Euro höher wird der Kapitalisierungsfaktor. Derzeit beträgt der Basiszinssatz 3,61%. Betrü-
ab, der Vergleichswert des ge er 2%, stiege der Kapitalisierungsfaktor auf 15,38! Wer zahlt solche Preise für Un-
Vorjahres (380 Mio. Euro) ternehmen in schlechten Zeiten?
war maßgeblich von positi-
ven Sondereffekten in Höhe Für Wohnimmobilien gibt es einen 10%-igen Abschlag vom Verkehrswert. Dieser
von 221 Mio. Euro geprägt. wird entsprechend dem Ertragswert errechnet. Unbebaute Grundstücke richten
Bereinigt um Sondereffekte sich nach den Bodenrichtwerten der Gutachterausschüsse. Es kommt also zu
lag das Vorsteuerergebnis einer massiven Mehrbelastung der privaten Immobilien und der fremd vermieteten
2008 bei 153 Mio. Euro und Unternehmensimmobilien.
damit knapp unter dem ent- 3. Eine skandalöse Änderung ist die massive Erhöhung der Steuersätze für alle, die
sprechenden Vorjahreswert außerhalb der „engsten“ Familie (also Eltern, Kinder, in gewissen Fällen Enkel und
159 Mio. Euro. Großeltern) stehen. Selbst Geschwister sowie Neffen und Nichten zahlen den Min-
deststeuersatz von 30% und sogar von 50% ab einem vererbten bzw. verschenkten
Frankfurt: Franco- Wert von über 6 Mio. Euro! Der Verwandtschaftsgrad zählt nicht. Sie zahlen ebenso
noRheinMain hat im GJ viel wie Fremde. 50% bedeuten eine Teilenteignung. Wo bleibt die grundgesetzliche
2008 ein Konzernergebnis Garantie des Erbrechts, wenn der Staat die Hälfte des Vermögens „enteignet“. Muss
vor Zinsen und Steuern der Erbe das Vermögen veräußern, um seine Steuern zu bezahlen, so kann zusätz-
(EBIT) nach IFRS von 6,9 lich Einkommensteuer bis zu 45% zuzüglich Soli und Kirchensteuer anfallen.
Mio. Euro erzielt. (Vj: 11,7
Mio. Euro). Die Mieteinnah- Für die Vererbung des eigengenutzten Hauses gibt es eine „Feigenblattregelung“.
men erhöhten sich von 6,4 Der Ehegatte kann es steuerfrei erben, wenn er es weiterhin 10 Jahre bewohnt. Aber
Mio. Euro auf 11,4 Mio. Eu- wenn ein Ehegatte im hohen Alter verstirbt, wird die weitere Eigennutzung oft aus
ro infolge eines höheren Im- finanziellen Gründen nicht möglich sein. Bei Kindern sind bei einer 10-jährigen Eigen-
mobilienbestandes von 169,2 nutzung gerade einmal 200 qm Wohnfläche erbschaftsteuerfrei, der Rest ist „voll“ zu
Mio. Euro (Vj.: 146,7 Mio. versteuern. Da die meisten Kinder nicht am Ort ihrer Eltern leben und sich vielleicht
Euro), jedoch stiegen auch auch das Haus nicht leisten können, nützt ihnen auch diese Regelung nichts.
die Zinsaufwendungen von Das Vererben oder Verschenken schuldenfreien vermieteten Immobilieneigentums ist
2,7 Mio. Euro auf 7,6 Mio. damit ab mittlerem Vermögen, vor allem außerhalb der „engsten“ Familie wirtschaft-
Euro. Das Ergebnis vor Steu- lich uninteressant, mitunter sogar ruinös. Die Steuerstundungsreglung hilft nur be-
ern stellte sich auf -0,2 Mio. grenzt, weil die Steuer ja dennoch bezahlt werden muss. Vor dem Hintergrund, dass
Euro (VJ: 9,2 Mio. Euro). von den über 9 Bio. Euro geschätzten deutschen Privatvermögens, zwischen 45 und
2008 weist das Unternehmen über 50% in Immobilienvermögen angelegt ist, wird das von der Bundesregierung
einen Fehlbetrag von 1,9 verursachte Debakel vollends deutlich. Gemildert werden kann die Belastung durch
Mio. Euro aus.
Nr. 56, 02. KW, 11.01.2008, Seite 7

Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 12 von 22

Verschenken zu Lebzeiten unter Vorbehalt des Nießbrauchs. Der Wert des Nieß-
brauchs ist nämlich nach neuem Recht wieder abzugsfähig und kann den erb-
schaftsteuerlichen Wert erheblich mindern.
4. Wird Unternehmensvermögen vererbt, so kann bis zu 2 Jahre vor dem Erbfall pri-
vates Immobilienvermögen in das Betriebsvermögen eingelegt und auf diese Weise
Unternehmens-News bis zur unschädlichen Grenze von 50% Verwaltungsvermögen in den Genuss der
Regelverschonung gebracht werden. Den meisten Immobilieneigentümern steht aber,
weil sie kein Unternehmen zu vererben haben, dieser Weg aber nicht offen. Es würde
Frankfurt: Deutsche Woh- nichts nützen, das private Immobilienvermögen in eine steuerlich gewerbliche
nen hatte im Geschäftsjahr Gesellschaft einzubringen; denn dann hätte diese überwiegend steuerlich nicht be-
2008 einen Verlust von -256 günstigtes Verwaltungsvermögen. Dazu gehören u.a. vermietete und verpachtete
Mio. Euro zu verzeichnen. Grundstücke, es sei denn, der Hauptzweck des Betriebs besteht in der Vermietung
Während der Wohnungsbe- von Wohnungen und er hat die Größe eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs.
stand um 276,5 Mio. Euro Auch herkömmliche geschlossene Immobilienfonds mit Gewerbeobjekten können
(8,7%) abgewertet wurde, nicht in den Genuss der Begünstigung kommen.
stieg das Ebidta um 30% auf In den Genuss der Begünstigung kommen Kapitalgesellschaften sowie gewerbliche
131 Mio. Euro. Eine Kapital- oder gewerblich geprägte Personengesellschaften einschließlich geschlossener
erhöhung wird nicht ausge- Fonds mit unternehmerischen Aktivitäten; wenn sie z. B. unbebautes Land entwickeln
schlossen, da das Unterneh- und veräußern oder den Status des Finanzdienstleistungsinstituts (i. S. d. KWG) ha-
men 300 bis 400 Mio. Euro ben und mit dem Handel von Wertpapieren, Finanzinstrumenten oder Gesellschafts-
benötige. beteiligungen ihr Geld verdienen. Auch die Erben von Factoring-, Flugzeug- oder
Schiffsfondsanteilen werden begünstigt; solche Assets sind nämlich kein Verwal-
tungsvermögen. Es ist offensichtlich, dass hier der Gleichbehandlungsgrundsatz, der
eine Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit gebietet, vernachlässigt wird.

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Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 13 von 22

Loritz-Fazit: Insgesamt hat der Gesetzgeber dem beliebtesten Anlagegegenstand


der Deutschen, der Immobilie im Privatvermögen, einen schweren Schlag versetzt.
Die Bundeskanzlerin hat wie fast immer in finanzpolitischen Fragen geschwiegen. Sie
versteht nichts davon und interessiert sich offenbar nicht dafür. Die meisten Politiker
der Union schätzen sich glücklich, der SPD für Unternehmensvermögen überhaupt
Unternehmens-News einen, wenngleich äußerst bürokratischen und verwaltungsaufwendigen Kompromiss
abgetrotzt zu haben. Die linken Unionspolitiker sind ebenso wie weite Teile der SPD
Siek: GWB macht im GJ froh, spätestens im Schenkungs- und Erbfall diejenigen „zur Kasse bitten“ zu können,
2008 mit 10,1 Mio. Euro die durch Aufbau von Vermögen zu unserer aller Wohlstand beigetragen und Arbeits-
mehr Umsatz (+ 43%), aber plätze geschaffen haben.
deutlich weniger Gewinn; Die Zukunft ist leicht vorherzusagen: Für die Leistungsträger ab einem mittleren Ver-
das Ebit betrug 7,4 Mio. Eu- mögen sind Immobilieninvestments, ja es ist generell Privatvermögen unter dem As-
ro (-37%), der Jahresüber- pekt des Vererbens nur noch in besonderen „Konzeptionen“ interessant. Wer in
schuss ging auf knapp 75% Deutschland vor dem Hintergrund, dass privates Immobilienvermögen nur mit großen
auf 1,7 Mio. Euro zurück. Steuerlasten in die nächste Generation übertragen werden kann, die vielen Milliarden
Verantwortlich für mehr Um- EURO für energetische Gebäudesanierung aufbringen soll und wer künftig das
satz waren die angestiegenen Geld für eine wieder ausreichende Neubautätigkeit und Altbausanierung
Mieterlöse um rd. 50% auf investieren soll, bleibt unerfindlich.
9,1 Mio. Euro.

MPC INDIEN 2
IVG - Fragwürdige Kommunikation
Wenn er könnte, würde Hans Christoph Ries, Finanzjournalist/
er shoppen gehen! Investmentanalyst (DVFA)
„Für eine erfolgreiche Kapitalmarkttätigkeit ist ein offener,
kontinuierlicher und zeitnaher Austausch mit institutionellen
und privaten Anlegern von besonderer Bedeutung“. Dieser
Satz entstammt dem 2008er Geschäftsbericht der IVG Im-
mobilien AG. Bei der Entwicklung des net asset value der
Bonner kommen einem Zweifel, ob dieser Satz eine allge-
meingültige Aussage ist, oder ob er den Anspruch der IVG-
Kapitalmarktkommunikation widerspiegeln soll. Hinter-
grund: Der Zwischenbericht zum 3. Quartal, der am
13.November 2008 veröffentlicht wurde, wies einen net
asset value pro Aktie nach Umstellung der Berechnungs-
systematik und unrealisierten Wertänderungen von 23,59
Euro pro Aktie aus. Gut sechs Wochen später war das Ge-
schäftsjahr zu Ende und der Wert belief sich auf 12,70 Eu-
ro pro Aktie. Ein dramatischer Rückgang, der sicherlich
nicht mit realwirtschaftlichen Veränderungen allein in die-
ser Periode zu begründen ist.
Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass nach dem
Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden Wolfhard Leich-
nitz und dem Beginn der
Amtszeit von Gerhard
Niesslein die Verant-
wortlichen sich die Opti-
on offenlassen wollten,
Aber Tiger müssen leider draußen bleiben. Auch Indiens auf­ eine Dividende zu zah-
strebende Mittelschicht wünscht sich moderne Konsum­ und
Unterhaltungstempel. Aber diese sind in Indien bislang rar.
len. So nahm man dann
Verhelfen Sie den konsumfreudigen Indern mit dem Immobilien­ erst zum Jahresende das
fonds MPC Indien 2 zum Shopping­Glück. Und von den attrak­ Gros der Abschreibun-
tiven Rückflüssen können Sie dann so richtig shoppen gehen. gen vor. Offenbar hat
Das öffentliche Angebot des Beteiligungsangebotes ist erst einen Werktag nach Veröffentlichung eines Ver­
man zudem die zum 30.
kaufsprospektes zulässig, die der Gestattung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
bedarf. Der Verkaufsprospekt ist ab der Veröffentlichung beim Anbieter des Beteiligungsangebotes, der
September umgestellte
MPC Capital Investments GmbH, erhältlich. Grundlage des öffentlichen Angebotes des Beteiligungsange­
botes und der Beteiligung an der Fondsgesellschaft ist einzig der veröffentlichte Verkaufsprospekt.
Berechnungssystematik bei der Ermittlung des NAV beim
Jahresabschluss nochmals verändert, denn die adjustierte
Größe zum 31.12.2007 wurde mit 21,66 Euro pro Aktie
www.mpc-capital.de angegeben. Da es im Jahresverlauf 2008 zu Abschreibun-
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 14 von 22

gen und einem Gewinneinbruch kam, sind die 23,59 Euro pro Aktie zum Ende
des dritten Quartals nicht zu erklären. Hier sind die Marktteilnehmer an der
Nase herumgeführt worden. Mit offenem und zeitnahem Austausch hat dies
jedenfalls nichts zu tun.
Nach diesen kritischen Worten möchte der Autor den Artikel mit einer Schmunzette
beenden, die wieder einmal belegt, mit welcher zum Teil ausgeprägter „Sensibilität“
Geschäftsberichte geschrieben werden. So steht auf Seite 43 des
Deals Deals Deals IVG-Geschäftsberichts unter Punkt 5.3: „Es besteht ein großer Zusammenhang
zwischen dem Erfolg unseres Unternehmens und den fachlichen und persönli-
Hamburg: Plastic Global chen Qualitäten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von ihnen werden
Network mietet 2 564 qm die wesentlichen und wertschöpfenden Leistungen erbracht.“ Für einen außen
Lagerfläche in der Bredow- stehenden Betrachter haben diese Sätze angesichts des Misserfolgs der Gesell-
straße 16 über Larus Asset schaft sicherlich etwas Belustigendes, ein Mitarbeiter oder ein leidgeprüfter Aktionär
Management und Mertes dürfte sich allerdings verhöhnt vorkommen. (siehe auch Editorial)
Immobilien. Das Objekt mit
einer vermietbaren Fläche
von ca. 6 500 qm ist somit zu Krise trifft Märkte mit beispielloser Geschwindigkeit
über 95% vermietet.
Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbief“,
Immobilienspezialist „Der Platow Brief“
Essen: Hochtief Facility Ma-
nagement mietet 1 100 qm Die Krise an den Kreditmärkten hat inzwischen, lt. aktuellem Deka Immobilien Moni-
Bürofläche im Büropark an tor alle Finanzmärkte erreicht und zu einer globalen Rezession geführt. Die sich dar-
der Ruhrallee 175 von aus ergebenden Produktionseinbrüche vollziehen sich in beispielloser Geschwindig-
keit, Tiefe und weltweitem Gleichlauf. Betroffen sind von der Rezession nicht nur die
MSREF Amanda Essen
Zwei – vertreten durch Cor- westlichen, eng mit den USA verwobenen Industrienationen, sondern auch die Ent-
pus Sireo Real Estate. wicklungsländer. Die Entkoppelungsthese, nach der die Entwicklungsländer über
ausreichende Wachstumskräfte verfügen und eine geringere Exportnachfrage aus
den USA und Europa daher bewältigen können, hat sich damit als falsch erwiesen.
Berlin: Greenlife Value Der damalige Feri-Research-Chef Rainer Rau wies schon vor Jahren darauf hin,
mietet 131 qm Bürofläche in dass im Abschwung die Koppelung an die USA wieder sehr eng werden werde.
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über Engel & Völkers. Besonders stark leiden nun diejenigen Länder, die in den letzten Jahren mit Hilfe von
Kapitalzuströmen hohe Leistungsbilanzdefizite finanzierten. Viele osteuropäische

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In turbulenten Zeiten hilft nur eine langfristige Betrachtung der realen Werte,
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Seit Jahrzehnten haben diverse politisch und wirtschaftlich bedingte Krisen zu erheblichen
Kursschwankungen an den Finanzmärkten geführt. Anlagen aus dem Hause FLEX Fonds
hingegen konnten auch in Krisenzeiten stets eine stabile Vorsteuerrendite zwischen 4,59 %
und 6,29 % erzielen. Dies veranschaulicht die obere Infografik, die die DAX-Performance im
Verhältnis zur FLEX Fonds-Entwicklung darstellt. Während die Investment- und Aktienmärkte
derzeit erneut empfindliche Verluste verkraften müssen, bleiben die Erträge der FLEX Fonds-
Beteiligungen auf gewohnt stabilem Niveau.
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meist in deutschen Mittelzentren gelegene Immobilien. Im Vordergrund stehen dabei
werthaltige Erträge für die Anleger. Die als Portfoliofonds aufgelegten KG-Beteiligungen
bestehen vorrangig aus Wohn- und Gewerbeimmobilien, denen seit 2005 Energierohstoffe,
Edelmetalle und Wertpapiere beigemischt werden.
Alle Investitionen werden mit einem hohen Anteil von Eigenkapital getätigt. Bis zum
Jahr 2001 wurde auf die Aufnahme von Fremdkapital gänzlich verzichtet, was sich in Zeiten
der Finanzkrise bezahlt macht, da keine Abhängigkeit von Kreditmärkten besteht.
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Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 16 von 22

Länder gehören in diese Kategorie. In fast allen Industrieländern rechnet die Deka mit
negativen Wachstumsraten, sodass erstmals seit dem 2. Weltkrieg auch das Welt-BIP
sinken dürfte. Auch kommende Wachstumsjahre werden generell nicht das Potenzial
der Jahre 2003-2007 erreichen, da strukturelle Anpassungsprozesse im Nachgang
der aktuellen Krise die Wirtschaftsdynamik bremsen sollten. Aus unserer Sicht resul-
tiert ein geringeres Wachstumspotential allein schon aus dem im Vergleich weniger
expansiven Finanzbereich, der erheblich zum BIP-Wachstum beigetragen hat. Rech-
Deals Deals Deals net man die Bubble-Effekte in den USA aus der Internet-Bubble, der Aktien-Bubble,
der Immobilien-Bubble und der Derivate- und Verbriefungs-Bubble überschlagsweise
Frankfurt-Niederrad: Dea- aus dem Wachstum der US-Volkswirtschaft heraus, so wird schon für die letzten 15
lis Fund Operations mietet Jahre eine eklatante Wachstumsschwäche der „Realwirtschaft“ deutlich. Abge-
rd. 9 000 qm im Herriot’s , schwächt trifft das auch auf Europa zu.
Herriotstr. 1, aus dem Be- Angesichts der ausgetrockneten Finanzmärkte und der gestiegenen Risikoprämien
stand des Publikumsfonds verzeichnen die Immobilienmärkte weltweit bröckelnde Preise. In den europäischen
Deka-ImmobilienFonds Topmetropolen sind die Nettoanfangsrenditen schon um bis zu 275 Basispunkte an-
über Deka Immobilien. gestiegen. Schon bei Mietkonstanz bedeutet das ein Einbruch von bis zu 30%. Wenn
im Konjunktureinbruch sich die Vermietungssituation erschwert, dürften zur
Essen: Steuerberatungsge- Neuvermietung anstehende Gebäude durchschnittlicher Qualität leicht die Hälf-
meinschaft Prabucki, te oder auch mehr ihres Investmentwertes des Jahres 2007 verlieren. Das führt
Schlechter und Alonzo mie- meist schon zu dramatischen Bewertungsaspekten. Während die Deka im Vorläufer-
ten rd. 183 qm im Stadtteil markt UK 2009 nur noch einen weiteren Renditeanstieg um 50 Basispunkte erwartet,
Rüttenscheid, Rüttenscheider rechnet das Unternehmen in Westeuropa mit mindestens 100 Basispunkten und in
Str. 104 von Privat über Zentraleuropa mit zum Teil noch deutlich stärkeren Preisverfall. Viele Transaktionen
Brockhoff & Partner. kamen bislang wegen der stark divergierenden Preisvorstellungen und alternativen
Prolongationsmöglichkeiten nicht zustande. Wenn es aber Druck von den Banken o-
der Liquiditätsprobleme gibt, wird sich wieder ein Marktpreis bilden. US-Optimismus
Berlin: Avanti (C&A) mie- setzt die Deka einen Dämpfer entgegen. Der Stillstand dürfte auch der Grund für die
tet 1 900 qm Fläche in der in den USA bislang vergleichsweise moderaten, erkennbaren Preiskorrekturen sein.
ehem. AppelrathCüpper-
Filiale in der Tauentzienstra- Die trägeren und vor allem konjunkturabhängigen Mietmärkte hinken den Investment-
ße 14 über Lührmann. A- märkten hinterher. Frühzeitige Verlierer mit ersten kräftigen Mietrückgängen schon in
vanti eröffnet somit die 13. der zweiten Jahreshälfte 2008 waren weltweite Topstandorte wie New York, Tokio,
deutsche Filiale in 1A-Lage. Hongkong, London oder Paris, wo Finanz- und unternehmensnahe Dienstleister die
Mieten zuvor gepusht hatten. Angesichts der globalen Rezession rechnet die Deka
Bonn: Hauptverwaltung der 2009/10 weltweit mit Leerstandsanstiegen und Mietrückgängen. Innerhalb Europas
Bosch Sicherheitssysteme wird erwartet, dass im laufenden Abschwung neben Paris und Mailand die stärksten
mietet für 10 Jahre ca. Mietkorrekturen an den zuvor überhitzten spanischen Standorten und in London, wo
22 000 qm Büro- u. Lagerflä- die auch 2009 anhaltende rege Bautätigkeit die rezessionsbedingt einbrechende
che am Standort Grasbrunn- Nachfrage verstärkt, stattfinden werden. Im asiatisch-pazifischen Raum sind vor allem
Nekeferloh von IVG Asset Tokio, Singapur, Hongkong und Shanghai betroffen. In den USA werden Houston und
Management. Dallas die besten Perspektiven eingeräumt. New York, Seattle und Boston trifft es lt.
Deka am härtesten.
Unterschleißheim: Hypo Positiv: "Das Risikopotential für einen Mietpreiseinbruch in den deutschen Immobi-
Real Estate mietet ca. lienhochburgen ist in der Abschwungphase vergleichsweise begrenzt", so Helge
13 000 qm Bürofläche über Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.
Colliers Schauer & Schöll.
Bezug wird im 3. Quartal
2009 sein. Abschwung auf Büro- und Investmentmärkten in großem Stil
Italien: Union Investment Auch wenn der Vermietungsmarkt den Investmentmärkten hinterherhinkt, zeigt die
Real Estate mietet für ihren Statistik doch schon kräftige Einbrüche im vergangenen Jahr an den Finanzstandor-
Offenen Immobilienfonds ten. Der Umsatzindex für europäische Büroflächen gab in 2008 insgesamt um 19%
UniImmo: Deutschland das gegenüber 2007 nach. Das ausführliche Tabellenwerk stellt der „European Office Mar-
vollvermietete Shopping ket 2009“ zu den wichtigsten europäischen Büro- und Investmentmärkten von Atisreal
Center „Monza“ mit rd. vor. Während Den Haag mit -66%, Madrid mit -49% und London mit -30% die größten
28 000 qm Mietfläche für rd. Einbrüche hatten, fielen in Paris und Amsterdam mit jeweils -12% die Rückgänge ge-
142,6 Mio. Euro von Immo- ringer aus. Die deutschen Standorte zeigten sich stabiler, obwohl der Abschwung
biliarEuropea S.p.A. CB auch hier spürbar war.
Richard Ellis war für den Der europäische Spitzenmieten-Index blieb statistisch 2008 stabil, da das Flächen-
Verkäufer und Jones Lang angebot in den Central Business Districts (CBD) der wichtigsten Städte gering ist. Nur
La Salle für den Käufer be- in London ließ der rasche und ausgeprägte Angebotsanstieg die Leerstandsraten auf
ratend tätig. über 5% steigen und führte damit zu einem erheblichen Rückgang der Höchstmieten.
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 17 von 22

In den Stadtzentren von Paris, Athen und an führenden deutschen Standorten fiel
das Leerstandsvolumen 2008 dagegen über noch weite Strecken merklich. Die
Höchstmieten blieben hier deshalb konstant und stiegen in München sogar an.
Bei den Investmentmärkten brachen alle dagegen alle Dämme. Die wichtigen euro-
päischen Standorte 2008 mit Ausnahme von Moskau und Madrid, wo das Investiti-
onsvolumen von einer Handvoll großer Transaktionen im Bankensektor gestützt wur-
Deals Deals Deals de, stürzten um mehr als die Hälfte ein. Der
Markt in Zentral-London verlor 66%, während
Investmentvolumen in € Mio.
die Investmentumsätze in Zentral-Paris und in 2008 2007 Änd.
Portimão/Portugal: TMW Lissabon um jeweils 53% fielen. An den großen Centr. London 10,402 30,494 -66%
Pramerica Property Invest- deutschen Märkten brachen im vergangenen Centr. Paris 8,261 18,281 -55%
ment erwirbt für ihren Spezi- Jahr etwa 70% des Investitionsvolumens weg. Madrid
alfonds EuRetail ein vollver- 3,735 2,308 62%
Die Renditedifferenz zwischen den führenden Moskau
mietetes Fachmarktzentrum deutschen Büromärkten und London liegt jetzt
2,872 2,441 18%
mit 12 000 qm Einzelhan- bei 75 Basispunkten. Folglich wird es an den
Berlin 2,287 6,885 -67%
delsfläche. In unmittelbarer deutschen Märkten 2009 voraussichtlich zu ei- Hamburg 1,920 5,089 -62%
Nachbarschaft zum Fach- nem weiterem Preisverfall kommen. Derzeit München 1,457 6,690 -78%
marktzentrum soll in 24 Mo- liegen die Spitzenrenditen an allen Standorten Frankfurt 1,453 7,909 -82%
naten ein ca. 35 000 qm gro- über 5%. Sie stiegen in Westeuropa innerhalb Atisreal 3/2009
ßes EKZ entstehen. eines Jahres durchschnittlich um 90 Basispunk-
te. Das entspricht einem Preiseinbruch von knapp 20% und korrespondiert so auch
Bristol/UK: SEB Asset Ma- mit der Bandbreite der Deka-Recherche, die sich auf durchschnittliche Objektqualitä-
nagement erwirbt für einen ten bezieht. Den größten Flop gab es in Kiew, wo die Spitzenrenditen in nur einem
Offenen Immobilienspezial- Jahr um 525 Basispunkte kletterten. Auch 2009 wird es lt. Atisreal nur wenige Groß-
fonds den Hauptsitz der transaktionen geben. Der Preisverfall geht weiter. Die Erwartung weiter steigender
Kanzlei Osborne Clarke mit Spitzenrenditen führen zu Attentismus. Gleichzeitig wird der Arbeitsplatzabbau 2009
8 130 qm Mietfläche für 27,8 den Umsatz mit Büroflächen erheblich unter Druck bringen. (WR)
Mio. GBP Gesamtinvestiti-
onskosten von Invista Real
Estate Investment Manage-
ment Ltd. Der Mietvertrag
6. Deutscher Fondsrating-Tag – Gute Miene zum bösen Spiel
mit der Anwaltssozietät hat André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief“
eine Laufzeit von über 13
Bereits zum 6. Mal trafen sich im Hamburger Sofitel am 1. April die Entscheider der
Jahren.
geschlossenen Fondsszene zum Fondsrating-Tag von Organisator Ratingwissen.
Von Solarfonds in Spanien über den klassischen Immobilienfonds bis hin zum Exoten
Essen: Böhnisch erwirbt rd.
Patentfonds waren alle Assetklassen vertreten. Alle Anbieter haben derzeit eines ge-
2 600 qm Grundstück auf
meinsam: Der geschlossene Fonds steckt in einer der schwersten Krisen seiner Ge-
dem Areal der Zeche Ewald
schichte. Seit Anfang 2009 herrscht beinahe Stillstand. Anleger sind zunehmend ver-
1/2/7 von RAG Montan
unsichert und bunkern ihr Geld lieber unter dem Kopfkissen als in
Immobilien.
Immobilien, Schiffen oder Flugzeugen.
Hamburg: Performance Der Anleger möchte derzeit vor allem eins; Sicherheit. Dabei verzich-
Media Deutschland mietet tet er gern auf den einen oder anderen Prozentpunkt bei der Rendi-
ca. 700 qm Bürofläche im te. Das gilt für den Privatanleger genauso wie für den Institutionellen.
ABC 21 von RREEF Spezi- So ist aus Kreisen der Generali zum Beispiel zu hören, dass man
al Invest über Angermann. lieber in ein sicheres Kapitalanlageprodukt in Europa investiert, als
auf dem asiatischen Markt auf Renditejagt zu gehen, wo zudem die
Düsseldorf: Landkreistag politischen Risiken nicht kalkulierbar sind.
NRW mietet rd. 1 500 qm Zurückhaltung bedeutet aber nicht, dass Anleger den Markt derzeit Gastgeber:
Bürofläche in der Kavalle- nicht genau beobachten. So stehen vor allem für den britischen Jürgen Braatz
riestr. 8-10 von Privat über Markt die ersten Investoren wieder in den „Investitions-Startlöchern“.
Atisreal. Allerdings gehen die meisten Initiatoren derzeit noch davon aus, dass die Preise in
UK noch weiter sinken werden. Das Warten auf den richtigen Zeitpunkt wird wohl
Karlsruhe: Mittelständi- noch bis zum zweiten Jahreshälfte dauern. Erst dann wird davon ausgegangen, dass
scher Unternehmer erwirbt Banken aus ihrem Dornröschenschlaf kommen. Anleger sollten sich derzeit vor allem
Hochlagerhalle mit 6 237 qm durch den vokabularen Einheitsbrei vieler Initiatoren nicht täuschen lassen. Solange
Industriefläche in der Bran- dem Anleger nicht deutlich gemacht wird, dass der geschlossene Fonds kein Produkt
denkopfstr. 1 über Engel & für die rosarote Brille ist, sondern auch mit teils erheblichen Risiken verbunden ist,
Völkers. wird der geschlossene Fonds nicht aus der Absatzkrise kommen.
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 18 von 22

Mediation in der Immobilienwirtschaft


Lars-Oliver Breuer (FRICS),
Managing Director Investment Savills Immobilien Beratungs-GmbH
Mediation ist ein Prozess, durch den Konflikte außergerichtlich gelöst werden können.
Mit Hilfe eines Mediators tauschen Konfliktparteien ihre Standpunkte aus und be-
leuchten die jeweiligen Interessen. Ziel einer Mediation ist es, eine gemeinsame Lö-
Deals Deals Deals sung zwischen den Konfliktparteien zu erarbeiten und einen Fahrplan zur Umsetzung
des Lösungsweges aufzustellen.
Neuss: Athlon Car Lease
Germany mietet ca. 3 400 Die RICS bietet als Immobilien-Fachverband eine Ausbildung zum Mediatoren (RICS)
qm großes Areal mit 1 138 an, der allen Mitgliedern der RICS offensteht. Es ist geplant, einen Mediatoren-
qm Hallen- u. Verkaufsfläche Pool bei RICS zu installieren, um so alternative Konfliktlösungen professionell
und ca. 111 qm Bürofläche in anbieten zu können.
der Moselstr. 5 von einem In der Immobilienbranche gibt es zahlreiche Konfliktherde. So kommen beispielswei-
Privatinvestor über Jones se bei komplexen Bauprojekten eine ganze Reihe verschiedener Parteien in Ge-
Lang LaSalle. schäftskontakt und eine Vielzahl von z. T. weitreichenden Entscheidungen und Ab-
stimmungen müssen - unter anderem auch für die Zukunft und somit mit einem ho-
Hannover: Dänische Immo- hen Grad an Ungewissheit getroffen werden. Erwartungshaltungen der jeweiligen
bilienverwaltungsfirma Core Parteien, die wirtschaftliche Situation, die Marktlage sowie andere externe Faktoren
Property Management er- können sich innerhalb eines langen Bauprozesses deutlich verändern, so dass Kon-
wirbt ein Wohn- u. Ge- flikte zwischen den Parteien entstehen können. Fragestellungen nach erhöhten Kos-
schäftshaus mit ca. 1 913 qm ten, verlängerten Bauzeiten, reduzierten Ertragssituationen etc. können dazu führen,
Nutzfläche in der Großen dass eine verantwortliche Partei gesucht wird und somit zwei oder auch mehrere Par-
Düwelstraße von Privat über teien in Streit geraten. Eine klassische Konfliktsituation kann auch zwischen Anwoh-
Engel & Völkers. nern und Projektinitiatoren entstehen, da entsprechende Projekte Baulärm, Schmutz
und ein verändertes Mikroumfeld nach sich ziehen. Typische Konfliktparteien sind
München: Versicherungsun- auch Auftragnehmer/Auftraggeber, Verkäufer/Käufer, Mieter/Vermieter, Bank/
ternehmen mietet 3 300 qm Darlehensnehmer, die öffentliche Hand, Öffentlichkeit, Nachbarn/Projektinitiatoren
Bürofläche im Munich City etc. Mediationsfähige Streitpunkte sind beispielsweise Schadenersatz- und Vertei-
Tower von einer australi- lungsfragen sowie deren Bewertung. Auch die meisten innerbetrieblichen Konflikte
schen Investmentbank über lassen sich ideal mittels Mediation schlichten.
JLL. Ellwanger & Geiger
Eine Mediation bietet für solche Fälle einen strukturierten Prozess. Grundvorausset-
war für den Mieter beratend
zung ist das Interesse der beteiligten Konfliktparteien, den Konflikt gemeinsam zeit-
tätig.
nah lösen zu wollen.
Dillenburg: Institutionelle 1. Phase: Vorstellung des Verfahrens und Auftragsabklärung
Investoren erwerben ein 2. Phase: Fakten klären und Themen sammeln
Fachmarktzentrum mit rd. 3. Phase: Interessensabklärung
2 700 qm Mietfläche von der 4. Phase: Optionen entwickeln
DIPFA Deutsche Immobi- 5. Phase: Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung
lien Pfand über Lammer- 6. Phase :Vereinbarung und Umsetzung
ting Immobilien Solutions. Die Vorteile der Mediation gegenüber den klassischen Konfliktlösungen
Ankermieter sind Penny, (Gerichtsbarkeit/Schiedsgutachten) liegen auf der Hand. Bei Wirtschaftsmediation
Rossmann, KiK und Tedi. liegt der Hauptvorteil darin, dass die Konfliktparteien Herren des Verfahrens sind und
bleiben und Lösungen des Konflikts nur im Konsens gefunden werden können. D. h.
Hamburg: Iglo mietet 1 367 kein Dritter entscheidet und bestimmt, welcher Weg beschritten werden soll, sondern
qm Büro- u. Showküchenflä- die Parteien vereinbaren miteinander den zukünftigen Weg.
che in der AlsterCity von
Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Zudem ist ein Mediationsprozess sach- und zukunftsorientiert, da er sich auf den
und Prof. Dr. h. c. Hanne- Sachverhalt und nicht auf Gesetzeslagen bezieht und die Lösung schließlich die Mög-
lore Greve. Fides Grund- lichkeit schafft, in Zukunft erneut erfolgreich zusammenzuarbeiten. Insbesondere der
stücks- u. Wohnungsgesell- Einsatz von Fachleuten/Sachverständigen als Mediatoren bietet gegenüber der ge-
schaft war für den Vermieter richtlichen Auseinandersetzung den Vorteil, dass der Konflikt auf sehr fachbezogener
und Engel & Völkers für Ebene bearbeitet wird.
den Mieter beratend tätig. Ein weiterer Vorteil ist die kurze Vorbereitungszeit einer Mediation. Auch hier haben
die Parteien es in der Hand und können nahezu sofort den Prozess anstoßen.
Stuttgart: Tally Weijl mie-
tet ein ca. 1 100 qm großes Die Mitglieder der RICS mit Mediationsausbildung können bei Konflikten im Bereich
Ladenlokal in der Königstr. der gewerblichen als auch wohnwirtschaftlichen Immobilie zu Rate gezogen werden.
56 über storescouts. SAVILLS bietet mit zwei ausgebildeten Mediatoren als erstes Immobilien-
Beratungsunternehmen mit der Mediation einen eigenen Dienstleistungszweig an.
Hier wird ein klarer Fokus auf Konflikte im Zusammenhang mit Gewerbeimmobilien,
Projekten und Transaktionen gelegt.
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 19 von 22

Pleiten erwartet, neuer Fonds für notleidende Hotels


Notleidende Objekte stehen jetzt im Visier mancher Investoren. Im Einkauf liegt be-
kanntlich der Gewinn. Erwartete, günstige Zinsen bei guter Bonität erhöhen die
Chancen. Da bieten Bankverwertungen oder fire sales natürlich gute Perspektiven.
Wie die Immobilien Zeitung meldet, erwartet der Immobilienberater Christie + Co
infolge der schwachen Konjunktur sinkende Preise für Hotelimmobilien. Das negative
Deals Deals Deals Wirtschaftswachstum senkt den Cash Flow der Hotels. Das verbilligt neben steigen-
den Renditeanforderungen der Investoren zusätzlich die Hotels. Die Berater rechnen
Augsburg: Berufsgenossen- weiterhin im laufenden Jahr mit deutlich mehr Insolvenzen im Gastgewerbe als 2008.
schaft Elektro Textil Fein- Das Branchenblatt Hospitality Inside berichtet, dass notleidende Luxushotel-
mechanik mietet 7 054 qm Immobilien ins Visier der Investoren geraten. Mit einem Volumen von 500 Mio. Euro
Büro- sowie 935 qm Lager- wurde gerade einer neuer Fonds unter dem Namen "Global Hospitality Recovery
flächen und Bayard Media Fund' für den Erwerb von Luxushotels aufgelegt. Waldeck Capital, ein familienge-
mietet 1 049 qm Büro- sowie führter Investment-Trust aus Delaware/USA, will sich auf das obere Ende des Luxus-
90 qm Lagerflächen im Atri- marktes konzentrieren. Institutionelle wie individuelle Investoren sollen sich beteili-
um-Palast im Atrium-Palast gen. Gesucht sind notleidende Immobilien mit einem negativen Cash-flow, überfälli-
in der Böheimstr. 8 von Ig- ge, verkaufte Assets, im Wert gefallene Immobilien mit negativer Equity und Immobi-
naz Walter über Immobi- lien, deren Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Der
lien A. Wörl. Fonds wird als Private Discretionary Fund auf der Isle of Man registriert sein. (WR)

Essen: Medizinisches Ver-


sorgungszentrum der Ruhr- Hohe Mieter-Fluktuation in deutschen Fußgängerzonen
landklinik mietet rd. 900 qm
Praxisfläche am Handelshof Knapp 10% der Einzelhandelsmieter in deutschen Fußgängerzonen wechseln im
1 von der Allianz Lebens- Normalfall ihren Standort pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt Brockhoff & Partner
versicherung über Allianz nach einer Auswertung des Handelsbesatzes sämtlicher deutscher Fußgängerzonen.
Real Estate. Wichtiger Grund für den häufigen Wechsel waren die Umstrukturierungen im deut-
schen Einzelhandel. Immer häufiger geben eigentümergeführte Unternehmen auf.
Duisburg: Leffek Industrie- Die von ihnen freigegebenen Flächen werden von nationalen und internationalen Fili-
Service mietet rd. 1 100 qm alisten übernommen.
Büro-, Service- u. Lagerflä- Viele Einzelhändler verändern oder erweitern aber auch ihr Sortiment und suchen
che in der Lehmstr. 1-3 über deutlich größere Mietobjekte. Sie nutzen die Gelegenheit, wenn ein Objekt in der
Cubion. Nachbarschaft zur Verfügung steht. Wenn jedoch ein Einkaufscenter angekündigt,
gebaut oder in Betrieb genommen wird erhöht sich dieser durchschnittliche Prozent-
Darmstadt: Privatinvestor satz schnell um ein Mehrfaches. Sobald ein Einkaufszentrum auch nur angekündigt
erwirbt ein voll vermietetes wird, verlassen manche Filialisten die Fußgängerzonen zu Gunsten der Einkaufs-
Geschäftshaus in der Elisa- zentren. Oft bleibt den Gebäudeeigentümern dann kaum etwas anderes übrig, als die
bethenstraße für knapp unter Mieten deutlich zu senken oder an die ungeliebten 1-Euro-Shops zu vermieten. In
5 Mio. Euro von Privat über einigen Klein- und Mittelstädten führte die Errichtung eines EKZ im Extremfall zu ca.
Brockhoff & Partner. 40-50%igen Wechselraten. (WR)

Köln: Verband der priva-


ten Krankenversicherung eFonds Group meistert Krisenjahr 2008
(PKV) mietet 8 000 qm Bü-
rofläche im Cologne Oval Trotz der in Folge der Finanzmarktkrise sehr ungünstigen Marktlage setzte die
Offices am Gustav- eFonds Group, München, mit 2 503 angebundenen Finanzdienstleistern 21 787 Be-
Heinemann-Ufer von teiligungen und damit 532 Mio. Euro Eigenka-
MEAG, die das Büroen- pital bei geschlossenen Fonds um. eFonds24
semble realisieren. GmbH vermittelte 407 Mio. Euro Eigenkapital,
davon 38 Mio. Euro als Kurswert im Zweit-
Erding/ München: DeWAG markt. Die Vermittlungsplattform hat drei Ge-
kauft Wohnungspaket mit schäftsfelder geschlossene Fonds, Anlagebe-
insgesamt 122 Wohnungen ratung/Wertpapiere und Plattformlösungen.
auf rd. 8 500 qm Wohnfläche abs Fondsplattform GmbH administrierte
von HGA Wohnportfolio zusätzlich 125 Mio. EUR Eigenkapital und wei-
Deutschland I, einer Toch- tere Serviceleistungen für eine stetig steigen-
tergesellschaft der HSH Real de Anzahl institutioneller Kunden. Der auf
Estate. Die angekauften Be- Plattformen der eFonds Group verwaltete Be-
standsobjekte aus den 60er stand geschlossener Fonds erhöhte sich auf
Jahren werden von der De- über 11 Milliarden Euro Eigenkapital. eFonds
WAG weiter entwickelt. Financial Services AG stellte ihre elektronische Plattform für Anlageberatung und
Wertpapiervertrieb fertig. (WR)
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 20 von 22

Logistikmarkt punktet im internationalen Vergleich


Im internationalen Vergleich ist der deutsche Logistikmarkt sehr gut aufgestellt. Dem
World Bank Logistics Performance Index 2007 zufolge belegt Deutschland im
weltweiten Ranking den dritten Platz. Die geografische Lage als Drehscheibe zu den
Märkten im Osten, insbesondere zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten und die sehr gut
ausgebaute, moderne und flächendeckende Infrastruktur punkten besonders. King
Fonds-News Sturge recherchiert im „European Industrial Property Markets 2009“, dass die Nach-
frage nach modernen Lagerhäusern im Umfeld strategischer Knotenpunkte steigen
werde. Momentan werde aufgrund der globalen Finanzkrise die Nachfrage nach Lo-
Hamburg: HCI Capital gistikimmobilien aber überwiegend durch „Restrukturierungen“ in Form von Fusionen,
bietet ab sofort mit dem HCI Übernahmen und Firmenumzügen generiert statt durch Wachstum.
Energy 1 Solar einen Solar- Im Umfeld der Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am M., Hamburg und München
fonds an, der in zwei Photo- gibt es etwa 10,8 Mio. qm Lagerfläche. Hamburg ist mit etwa drei Mio. qm der Spit-
voltaikanlagen in Süd- zenreiter in Deutschland. Die Korrektur der Marktpreise wird auch dieses Jahr anhal-
deutschland investiert. Damit ten, prognostiziert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge. So seien
erweitert HCI seine Produkt- aufgrund der abnehmenden Transaktionen beispielsweise in Frankfurt die Renditen
palette um das attraktive Seg- für große Lagerflächen ab 5 000 qm um 60 Basispunkte auf 7,5% gestiegen. Der Lo-
ment Erneuerbare Energien gistikmarkt werde in Deutschland mittelfristig weiter an Bedeutung gewinnen. Wichti-
und ermöglicht es Anlegern, ge Infrastrukturprojekte sind die Expansion des Hamburger Hafens, die Entwicklung
von den Chancen einer staat- des Container-Terminals JadeWeserPort, der Bau des Flughafens Berlin-
lich geförderten Zukunfts- Brandenburg International (BBI) sowie die Erlaubnis zum Bau einer neuen Lande-
technologie zu profitieren. bahn des Frankfurter Flughafens. Die Mieten sind in Deutschland moderat. Während
sich Frankfurt mit 72 Euro/qm/Jahr im oberen Mittelfeld bewegt, werden in London
als teuerstem Logistikflächenstandort Europas in erstklassigen Lagen für Flächen
Eschborn: Commerz Real unter 5 000 qm in hochwertigen Logistik-Gebäuden bis zu 161 Euro fällig. (WR)
startet mit dem neuen Spezi-
alfonds Commerz European
Office. Er soll ein Vermögen Geschlossene Fonds – es gibt nicht nur Krisenbotschaften
von 800 Mio. Euro aufbauen
(davon 400 Mio. Euro Eigen- Die Branche der geschlossenen Immobilienfonds freut sich derzeit sogar über Er-
kapital von institutionellen folgsmeldungen des Wettbewerbs. Schließlich belegt das die generelle Investitions-
Investoren), Zeichner ab 2 bereitschaft und eröffnet Perspektiven für ein Aufbrechen des Anleger-Attentismus.
Mio. Euro akzeptieren und Positive Botschaften kommen von Hannover Leasing (HL) oder Real I.S. aus Mün-
eine Ausschüttung von mehr chen. Gut läuft auch Solarfonds wie Voigt & Collegen oder auch Spiele-Fonds, z. B.
als 5% p.a. bringen. Poten- der BVT, die auch mit dem Absatz des neuen Immobilien-Ertragswertfonds zufrieden
zielle Anlagemärkte des Co- sind. HL dürfte bei dem Luxemburg Fonds deutlich jenseits der 140 Mio. Euro liegen.
re/Core-plus-Fonds sind ne- In den ersten 3 Monaten konnte Real I.S. bereits 164 Mio. Euro bei Anlegern einsam-
ben den 27 Mitgliedsstaaten meln. Vor allem die Australien-Fonds liegen in der Anlegergunst ganz oben. Das
der Europäischen Union auch Thema Sachwerte kommt lt. Andreas Heibrock, Mitglied der Geschäftführung bei
die Schweiz und Norwegen. Real I.S, bei Anlegern gut an. Allerdings wollen die Kunden derzeit aktiv angespro-
chen werden. Erst vor kurzem hat die Gesellschaft aus der Best-Asset-Reihe den
zweiten Fonds aufgelegt. Das ist ein Portfoliofonds, der in unterschiedliche Sachwer-
Frankfurt: SEB ImmoPort- te wie Immobilien, Flugzeuge oder regenerative Energien investiert. Für 2009 erwar-
folio Target-Return, ein tet Heibrock eine Platzierungsleistung von mindestens 400 Mio. Euro. (WR)
global ausgerichteter offener
Fonds für Großanleger, hat
im abgelaufenen GJ 2008 Credit Crunch in Europa, nur Landmark wird finanziert
eine Performance von 7,1%
erzielt. Bei einem Nettomit- 59% der 83 größten Banken in Europa lehnen derzeit jegliche Finanzierung von Ge-
telzufluss von 178,6 Mio. werbeimmobilien ab. Nur 22 Banken geben an, Finanzierungen auch für neue Kun-
Euro erreichte betrug das den durchzuführen. Die Bedingungen sind aber für das klassische Geschäft prohibi-
Fondsvermögen 553,3 Mio. tiv. Das ergibt eine von Cushman & Wakefield (C&W) durchgeführte Befragung.
Euro. Der Verkehrswert des Neben positiven Leistungsnachweis hat sich der Beleihungsauslauf (loan-to-value
Immobilienbestandes beträgt ratio) gesenkt. In Großbritannien beträgt er derzeit 60 bis 70% gegenüber 80 bis 85%
821,8 Mio. Euro, der Anteil vor der Finanzkrise. In Westeuropa werden 40 bis 50% Eigenkapital verlangt. 10 bis
an deutschen Bestandsimmo- 15% waren es während des Hypes. Ab 50 Mio. Euro ist Schluss. Je die Hälfte der
bilien beträgt 34%. Banken geht bis 20 bzw. 50 Mio. Euro. Fehlendes Funding und knappes Eigenkapital
sind die Gründe. Um 59% auf 435 Mrd. US-Dollar insgesamt ist weltweit das Invest-
mentvolumen von Gewerbeimmobilien im vergangenen Jahr zurückgegangen. C&W
rechnet weiter sinkenden Transaktionsvolumen. (WR)
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 21 von 22

DEGI investiert 1,7 Mrd. Euro in Objekte


Christina Winckler, „Der Immobilienbrief“, Frankfurt
Die DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH, Teil von Aberdeen
Property Investors erwarb für die Offenen Immobilienfonds im Jahr 2008 Objekte im
Wert von 1,7 Mrd. Euro. Auch für 2009 plant die Gesellschaft weitere Investitionen.
„Wir werden die aktuellen Marktchancen für Neuinvestitionen nutzen“, kündigte Bär-
Veranstaltungs-Tipp bel Schomberg, Vorsitzende der DEGI-Geschäftsführung, an. Im Fokus der Gesell-
Wohn-Dialog: schaft stehen beispielsweise Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Kölner Wohnvielfalt Die Vermietungsquoten der Offenen Immobilienfonds per Ende Februar 2009 lagen
alle – bis auf den DEGI EUROPA mit 93,3% - über 97%.Trotz der Marktturbulenzen
„Wer nicht das richtige Pro- erzielten die Fonds Einjahres-Wertentwicklungen zum 28. Februar 2009 zwischen
dukt am richtigen Ort hat und 4,4 und 5,3% und verfehlten damit knapp das Vorjahresniveau. „Zwar werden auch
gut vermarktet, kann Proble- unsere Fonds im Laufe des Jahres die Wirtschaftsabschwächung stärker spüren,
me bekommen“, so Andreas dank langfristig abgeschlossener Mietverträge erwarten wir jedoch weiterhin Rendi-
Schulten von der Bulwien- ten über dem Niveau festverzinslicher Vergleichsanlagen“, betonte Schomberg.
Gesa AG zur derzeitigen Aufgrund der anhaltend stark schwankenden und vor allem schwachen Aktienmärkte
Situation am Wohnimmobi- sowie der historisch niedrigen Zinsen für Rentenpapiere erwartet das DEGI-
lienmarkt. Management ein großes Anlegerinteresse an sicherheitsorientierten Anlageformen
Wie steht es dabei um den und damit wieder gute Absatzchancen für die Offenen Immobilienfonds.
Kölner Markt? Wird die he- Laut des aktuellen DEGI-Research-Reports „Market Outlook Deutschland“ haben
terogene Kundenschaft mit sich die deutschen Märkte für Büro- und Einzelhandelsflächen gut behauptet. Im Jahr
der entsprechenden Band- 2008 wurden in den deutschen Zentren etwa 3 Mio. qm Büroflächen umgesetzt.
breite an Angeboten bedient? Durch diese hohe Nachfrage, die nur vom Rekordjahr 2007 übertroffen wurde, sank
Wie erreiche ich meine Ziel- der Leerstand um 4,6%. Daraus folgerte ein Anstieg der Spitzenmieten um 2,6%.
gruppe und wo investiere ich
Vor dem Hintergrund einer prognostizierten Wirtschaftsbelebung im Jahr 2010 sei
am besten?
zeitversetzt ab 2011 mit einer Erholung der Immobilienmärkte und erneut steigenden
Diesen und weitern Fragen Mieten zu rechnen. Allerdings seien bis dahin vor allem 2009 steigende Leerstände
geht der Wohn-Dialog und sinkenden Mieten zu erwarten.
„Kölner Wohnvielfalt“ nach.
Kapitalanleger schätzen vor
allem die sichere Wertsteige- 1A-Lagen in kleineren Städten entwickeln sich positiv
rung in Köln, denn wie nur in
wenigen Städten kann hier Nach der deutschlandweit angelegten Studie Lührmann Cityfacts des Immobilienun-
mit einem weiteren deutli- ternehmens Lührmann war 2008 für die Innenstädte kleinerer Städte wie Plauen,
chen Bevölkerungswachstum Görlitz oder Zweibrücken ein hervorragendes Jahr. Die
und damit einem Anstieg der 1A-Lagen der genannten Städte haben eine erstaunli- Top 10 der Wertentwicklung
Nachfrage gerechnet werden. che Entwicklung vollzogen: Mit einer durchschnittlichen in 1A-Lagen
Für die Eigennutzer ist neben Mietpreissteigerung von 66,7% liegt in der Innenstadt Wertentw.
der Wertschöpfung der Im- von Plauen die Einkaufslage mit der deutschlandweit 07/08 in %
mobilien meist die Lust am höchsten Mietpreissteigerung in 2008. Plauen ist auch 1 Plauen 56,8
Besonderen ausschlagge- im Vergleich der Wertsteigerungen einzelhandelsgenutz- 2 Görlitz 27,9
bend. ter Immobilien in 1A-Lage spitze. Ein Zuwachs von 3 Zweibrücken 26,4
Können die aktuellen Projek- 56,8% bedeutet ebenfalls Platz 1 im deutschlandweiten 4 Lüneburg 16,5
te da mithalten? Machen Sie Wertsteigerungsranking. Die zweit- und drittplatzierten 5 Trier 16,2
sich ein Bild und reden Sie Städte Görlitz und Zweibrücken verzeichneten ebenfalls
6 Göttingen 16,1
mit? hohe Wertzuwächse und Mietsteigerungen. So kletterten
7 Cuxhaven 13,2
Informationen: die Mieten in Görlitz um 25%, in Zweibrücken um 13,6%.
8 Krefeld 12,8
Der Wertzuwachs lag bei 27,9% beziehungsweise
Heuer Dialog GmbH 26,4%. Zwar gilt noch immer, je größer die Stadt, desto 9 Kaufbeuren 12,5
Postfach 300451 - 40404 wahrscheinlicher ist ein hoher Mietpreis, dennoch holen 10 Stade 12,4
Düsseldorf viele kleinere Städte auf. Filialisten mieten zunehmend Quelle: Lührmann
Mail: booking@heuer- auch jenseits der großen Städte. Gute 1A-Lagen in kleineren und mittelgroßen Städ-
dialog.de
ten sind für die führenden expansionswilligen Unternehmen hochattraktiv. Die Mieten
www.heuer-dialog.de
sind einerseits nicht so hoch wie in den Großstädten, andererseits lässt sich dort ein
guter Umsatz erwirtschaften. (MGö)
Nr. 189, 15. KW, 09.04.2009, Seite 22 von 22

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden:


Aaral Bank (11), Angermann (17), apellas property group (5),
apellasbauwert (5), Athlon Car Lease Germany (18), Atisreal
(2,3,8,16,17), Avanti (16), Bau-Verein zu Hamburg AG (6), bau-
wert Investment group (5), Bayard Media (19), Böhnisch (17),
Impressum Bosch (16), Brockhoff & Partner (16,19), BulwienGesa AG (21),
Rheda-Wiedenbrück, T: 05242-
901250, F: 05242-901251 BVT (20), C&A (16), CB Richard Ellis (6,8,16), Colliers (2,6,16),
info@rohmert.de,
www.der-immobilienbrief.de,
Commerz Real (6,20), Core Property Management (18), Corpus
Chefredaktion: André Eberhard
Sireo (8,14), CR Capital (8), Cushman & Wakefield (20), CWI
(V.i.S.d.P.) Real Estate (7), Degi (2,20,21), Deka (14,16), Deutsche Bahn (5),
stellv.: Dr. Karina Junghanns Deutsche Wohnen (12), DeWag (19), DIPFA Deutsche Immo-
Immobilienredaktion: Thorge
Albat, Michael Beck, Dr. Thomas
bilien Pfand (18), Dresdner Bank (5), ECE (11), Edeka (10),
Beyerle, Daniel T. Borger, Dr. eFonds (19), Elektro Textil Feinmechanik (19), Ellwanger & Gei-
Gudrun Escher, Marion Götza,
Ergin Iyilikci, Uli Richter, Werner ger (18), Engel & Völkers (14,17,18), Ernst & Young (6), Feri (14),
Rohmert, Martina Rozok, Frank Fides Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft (18), FranconoR-
Peter Unterreiner, Petra Rohmert,
Constanze Wrede heinMain (11), Generali (17), Greenlife Value (14), GWB (13),
Immobilienaktien: Hans Chris-
toph Ries, Berlin: Karin Krentz,
Hamburgische Immobilien Invest (7), Hannover Leasing (20), HCI
Frankfurt: Christina Winckler, Capital (20), Hendersond Global Investors (2), Heuer Dialog (21),
München: Thomas Döbel (u.v.a.),
Einzelhandel: Dr. Ruth
HGA (19), Hospitality Inside (19), HSH Real Estate (19), Hypo
Vierbuchen, Volkswirtschaft: Dr. Real Estate (16), Iglo (18), ImmobiliarEuropea S.p.A. (16), Immo-
Günter Vornholz
Hrsg.: Werner Rohmert
bilien A. Wörl (19), Immocon Gesellschaft für Immobilienberatung
Recht / Anlegerschutzrecht: (8), Invista Real Estate Investment Management (17), IVG (3,13),
Dr. Philipp Härle - Tilp RA, Ber- IVG Asset Management (16), Jones Lang LaSalle
lin; Dr. Wolfgang Schirp - RA
Schirp & Apel, Berlin (2,3,6,10,16,18), Kik (10,18), King Sturge (20), Lammerting Im-
Redaktl. Beirat: Klaus Ansmann
(Deutsche Post Immobilien), Dr.
mobilien Solutions (18), Larus Asset Management (14), LBBW
Kurt E. Becker (BSK), Jürgen Immobilien (7), Lührmann (16,21), Meag (19), Merril Lynch Global
Böhm (ImmobilienScout24),
Joachim Bücker, Hartmut Bul- Real Estate Principal Investments (11), Mertes Immobilien (14),
wien (Bulwien AG), Bernhard MPC Holding d.o.o (11), MPC Properties d.o.o (11), MSREF
Garbe (Stilwerk/Garbe Logistik),
Franz Lucien Mörsdorf (Deka Amanda Essen Zwei (14), Netto (10), Obi (10), Osborne Clarke
Immobilien) Dr. Karl Hamberger
(Ernst & Young), Klaus Hoh-
(17), Penny (18), Performance Media Deutschland (17), Plastic
mann, Prof. Dr. Jens Kleine, Global Network (14), Prabucki (16), Ratingwissen (17), Real I.S.
Frank Motte, Prof. Dr. Wolf-
gang Pelzl (Uni Leipzig), Fritz (20), Resolution Property (10), Rewe (10), RREEF Spezial Invest
Salditt (Stb.), Carl-Otto Wenzel (17), Savills (2,3,18), Schlechter und Alonzo (16), SEB (17,20),
(Wenzel Consulting AG)
Wissenschaftliche Partner: Siemens (8), storescouts (18), TAG Immobilien (6), Tally Weijl
Prof. Dr. Hanspeter Gondring (18), Tedi (18), Telekom (8), TMW Pramerica Property Invest-
FRICS (Studiendekan, Duale
Hochschule Baden-Württemberg ment (17), Union Investment Real Estate (16), Verband der pri-
Stuttgart) vaten Krankenversicherung (19), Voigt & Collegen (20), Waldeck
Prof. Dr. Thomas Kinateder
(Hochschule für Wirtschaft und Capital (19).
Umwelt Nürtingen -Geislingen)
Verlag: Research Medien AG,
33378 Rheda-Wiedenbrück,
Repkestr. 5, T.: 05242 - 901-250,
F.: 05242 - 901-251
Vorstand: Werner Rohmert
Aufsichtsrat: Prof. Volker Har-
degen (Vorsitz), Univ. Prof. Dr.
jur. habil. Karl-Georg Loritz,
(Bayreuth), Petra Rohmert
Bank: KSK Wiedenbrück (BLZ
478 535 20) Kto.-Nr.: 53 207
Namens-Beiträge geben die Meinung
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