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8.4.1 Informationen für Planer, Handwerk und Bauherren 2008-10-D1 Blatt:
8.4.1
Informationen für Planer, Handwerk und Bauherren
2008-10-D1
Blatt:

8.4 Beispiele zur Windlastermittlung gemäß DIN 1055-4,

Ausgabe März 2005, für die statische Bemessung von Trapez-, Kassetten- oder auch Sandwichelementwänden

1 Beispiel 1 Industriehalle in Aurich

1.1 Geografische und geometrische Annahmen

Freistehende

nendruckberücksichtigung

Gebäudehöhe 6,0 m, Gebäudebreite 12,0 m, Gebäudelänge 16,0 m

Halle

in

Aurich,

Vorstadtlage,

geschlossenes

Gebäude,

1.2 Einteilung der Wandflächen

ohne

W
W

a) Wind auf Längswand

b) Wind auf Querwand

W
W

E

ohne W a) Wind auf Längswand b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h

D

D

Grundriss

h = 6,0 m

b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h = 6,0 m Ansicht d =
b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h = 6,0 m Ansicht d =

Ansicht

d = 12,0 m

Grundriss

h = 6,0 m

E

b = 12,0 m

m Ansicht d = 12,0 m Grundriss h = 6,0 m E b = 12,0 m

In-

e

=

16,0 m (e = b)

e

=

12,0 m (e = b)

 

12,0 m (e = 2 · h)

12,0 m (e = 2 · h)

e

=

d = 12,0 m < 5d = 60,0 m

e

=

12,0 m < d = 16,0 m

Ansicht für d e 5d

Ansicht für e < d

m Ansicht für d  e  5d Ansicht für e < d A B e/5

A

B

e/5 =

2,4 m

d - e/5 = 9,6 m

d = 12,0 m

A

B

C

e/5 =

4/5 e = 9,6 m

d - e =

d = 16,0 m

2,4 m

4,0 m

[1], Abs. 12.1.8:

Öffnungsanteil der Außenwände < 1%

Abmessung b im- mer quer zur Wind- richtung!

Abmessung

d

im-

mer parallel

zur

Windrichtung!

Der

ist

bend!

kleinere

e

Wert

maßge-

für

Weitere Möglichkei- ten zur Einteilung der Wandflächen:

[1], Bild 4 oder [2], Abs. 4.2

Abb. 8.4.1 Einteilung der Wandflächen zu Beispiel 1: Wind auf Längswand (links) und Wind auf Querwand (rechts)

www.sandwichbau.de oder www.sandwichbau.com

8.4.2 Informationen für Planer, Handwerk und Bauherren 2008-10-D1 Blatt:
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Ausgabe März 2005, für die statische Bemessung von Trapez-, Kassetten- oder auch Sandwichelementwänden

1.3 Ermittlung der Winddrücke

Aus der Windzonenkarte ist zu entnehmen, dass Aurich in Ostfriesland zur Windzone 4 gehört. Für das vereinfachte Ver- fahren wird „Binnenland“ angenommen, für das genauere Ver- fahren wird aufgrund der Vorstadtlage die Geländekategorie

III angenommen (siehe hierzu Abb. 8.4.12 auf Seite 8.4.7).

h = 6,0 < b = 12,0 m: Winddrücke sind über die gesamte Ge- bäudehöhe konstant!

1.3.1 Vereinfachtes Verfahren

Ge- bäudehöhe konstant! 1.3.1 Vereinfachtes Verfahren Windzone 4, Binnenland (vereinfachte Annahme) Winddruck w
Windzone 4, Binnenland (vereinfachte Annahme) Winddruck w e [kN/m 2 ] Annahme: geschlossenes Gebäude, kein
Windzone 4,
Binnenland (vereinfachte Annahme)
Winddruck w e [kN/m 2 ]
Annahme: geschlossenes Gebäude, kein Innendruck
Wandfläche A
Wandfläche B
Wandfläche C
Wandfläche D
Wandfläche E
Gebäude-
h / d
höhe [m]
w e,10
w e,1
w e,10
w e,1
w e,10
w e,1
w e,10
w e,1
w e,10
w e,1
≥ 5
-1,33
-1,62
-0,76
-1,05
-0,48
-0,67
0,76
0,95
-0,48
-0,67
6
1
-1,14
-1,33
-0,76
-1,05
-0,48
-0,48
0,76
0,95
-0,48
-0,48
≤ 0,25
-1,14
-1,33
-0,76
-1,05
-0,48
-0,48
0,67
0,95
-0,29
-0,48
Abb. 8.4.2 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 13
Der w e,10 -Wert gilt für eine Lasteinzugsfläche A > 10 m 2 , der w e,1 -Wert für eine Lastein-
zugsfläche A ≤ 1 m 2 . Der Winddruck für eine Lasteinzugsfläche 1 m 2 < A ≤ 10m 2
darf nach der Formel w e = w e,1 + (w e,10 - w e,1 ) ∙ lg A ermittelt werden.
1.3.1.1 Wind auf Längswand
Als Wandbekleidung kommt ein Thermowandelement mit der Baubreite b = 1,0 m zum
Einsatz. Das Sandwichelement wird als Zweifeldträger über jeweils 3,0 m verlegt,
überschlägig ermittelt ergibt sich bezogen auf das innere Auflager eine Lastein-
zugsfläche A = 1,0 ∙ 3,0 = 3,0 m 2 .
Auf die Ermittlung des Winddruckes w e,A unter Berücksichtigung der halben Stützweite
im Endauflagerbereich wird aufgrund der kleinen Lasteinzugsfläche von A = 1,5 m 2
verzichtet, bei der späteren Bemessung der Verbindungsmittel am Endauflager wird
der w e,1 -Wert angesetzt.
h/d = 6,0 / 12,0 = 0,50 < 1  Winddruck w e,10 kann der Zeile 1 entnommen werden
(auf der sicheren Seite liegend), es darf aber auch zwischen den Werten aus Zeile
h/d = 1 und h/d = 0,25 interpoliert werden.
Lastein-
Wand-
Winddruck w e,10
Winddruck w e,1
Winddruck w e,A
zugs-
fläche
fläche A
[kN/m 2 ]
[kN/m 2 ]
[kN/m 2 ]
[-]
[m
2 ]
A
-1,14
-1,33
-1,33+(-1,14+1,33)∙lg 3,0 = -1,24
B
-0,76
-1,05
-1,05+(-0,76+1,05)∙lg 3,0 = -0,91
+0,76
0,95+(0,76-0,95)∙lg 3,0 = +0,86
D
3,0
+0,95
0,67+(0,76-0,67)∙0,25/0,75 = +0,70
0,95+(0,70-0,95)∙lg 3,0 = +0,83
-0,48
-0,48
E
-0,48
-0,29+(-0,48-(-0,29))∙0,25/0,75 = -0,35
-0,48+(-0,35+0,48)∙lg 3,0 = -0,42

Abb. 8.4.3 Ermittlung des Winddruckes auf Längswand

[1] Bild A.1 oder [2] Abs. 1

[1] Tabelle B.1 [2] Abs. 2, im Zweifelsfalle

immer die flachere

Geländekategorie

[1] Bild 4 [2] Abs. 4.1

w e,10 -Werte werden unabhängig von der

Lasteinzugsfläche

A zur Bemessung

der Wandbeklei-

dung herangezo-

gen.

w e,1 -Werte sind

ausschließlich für

die Bemessung der

Verbindungsmittel

einschließlich deren

Unterkonstruktion

zu verwenden.

Durch Interpolation oder aber auch durch die Ermitt- lung des w e,A -Wer- tes werden in die- sem Beispiel 10% - 20% niedrigere Werte ermittelt, der Mehraufwand lohnt sich in diesem Fall.

w

e,10 aus Zeile 1

w

e,10 interpoliert

w

e,10 aus Zeile 1

w

e,10 interpoliert

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1.3.1.2 Wind auf Querwand

Als Wandbekleidung kommt das gleiche Sandwichwandelement wie bei der Längs- wand zum Einsatz, auch wird das Wandelement wie vor als Zweifeldträger über jeweils 3,0 m verlegt.

h/d = 6,0 / 16,0 = 0,38 < 1

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-1,14

-1,33

-1,33+(-1,14+1,33)lg 3,0 = -1,24

B

-0,76

-1,05

-1,05+(-0,76+1,05)lg 3,0 = -0,91

C

-0,48

-0,48

-0,48

D

3,0

+0,76

+0,95

0,95+(0,76-0,95)lg 3,0 = +0,86

0,67+(0,76-0,67)0,13/0,75 = +0,69

0,95+(0,69-0,95)lg 3,0 = +0,83

E

-0,48

-0,48

-0,48

-0,29+(-0,48-(-0,29))0,13/0,75 = -0,32

-0,48+(-0,32+0,48)lg 3,0 = -0,40

Abb. 8.4.4 Ermittlung des Winddruckes auf Querwand

w e,10 aus Zeile 1

w e,10 interpoliert

w e,10 aus Zeile 1

w e,10 interpoliert

w e , 1 0 aus Zeile 1 w e , 1 0 interpoliert Abb. 8.

Abb. 8.4.5 Einwirkungen infolge Wind können zu erheblichen Gebäudeschäden und auch zur Gefährdung von Gesundheit und Leben führen. Die Bilder zeigen ein vom Orkantief "Kyrill" im Januar 2007 zerstörtes Hochregallager in Deutschland - nach Firmenangaben etwa acht Millionen Euro Schaden. Das Gebäude sowie rund die Hälfte der Produktion sind zerstört.

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1.3.2 Genaueres Verfahren

Windzone 4,

Geländekategorie III

Winddruck w e [kN/m 2 ]

Annahme: geschlossenes Gebäude, kein Innendruck

Gebäude-

Wandfläche A

Wandfläche B

Wandfläche C

Wandfläche D

Wandfläche E

höhe [m]

h / d

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

 
 

Abb. 8.4.6 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 38

1.3.2.1 Wind auf Längswand

h/d = 6,0 / 12,0 = 0,50 < 1

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-1,01 (-1,14)

-1,18 (-1,33)

-1,18+(-1,01+1,18)lg 3,0 = -1,10 (-1,24)

B

-0,67 (-0,76)

-0,92 (-1,05)

-0,92+(-0,67+0,92)lg 3,0 = -0,84 (-0,91)

D

3,0

+0,67 (+0,76)

+0,84 (+0,95)

0,84+(0,67-0,84)lg 3,0 = +0,76 (+0,86)

0,59+(0,67-0,59)0,25/0,75 = +0,62 (+0,70)

0,84+(0,62-0,84)lg 3,0 = +0,74 (+0,83)

E

 

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

-0,25+(-0,42-(-0,25))0,25/0,75 = -0,31 (-0,35)

-0,42+(-0,31+0,42)lg 3,0 = -0,37 (-0,42)

Abb. 8.4.7 Genauere Ermittlung des Winddruckes auf Längswand

1.3.2.2 Wind auf Querwand

h/d = 6,0 / 16,0 = 0,38 < 1

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-1,01 (-1,14)

-1,18 (-1,33)

-1,18+(-1,01+1,18)lg 3,0 = -1,10 (-1,24)

B

-0,67 (-0,76)

-0,92 (-1,05)

-0,92+(-0,67+0,92)lg 3,0 = -0,84 (-0,91)

C

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

D

3,0

+0,67 (+0,76)

+0,84 (+0,95)

0,84+(0,67-0,84)lg 3,0 = +0,76 (+0,86)

0,59+(0,67-0,59)0,13/0,75 = +0,60 (+0,69)

0,84+(0,60-0,84)lg 3,0 = +0,73 (+0,83)

E

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

-0,42 (-0,48)

-0,25+(-0,42-(-0,25))0,13/0,75 = -0,28 (-0,32)

-0,42+(-0,28+0,42)lg 3,0 = -0,35 (-0,40)

Abb. 8.4.8 Genauere Ermittlung des Winddruckes auf Querwand

Der jeweilige Wind- druck der verein- fachten Berech- nung wird zum Ver- gleich in Klammern aufgeführt, der klei- nere Wert darf an- gesetzt werden.

Das genauere Ver- fahren liefert nicht immer die niedrige- ren Winddrücke, ein Vergleich mit dem vereinfachten Verfahren ist sinn- voll.

Der jeweilige Ex- tremwert von Wind- druck bei “Wind auf Längswand“ bzw. bei „Wind auf Quer- wand“ ist doppelt unterstrichen.

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1.4 Zusammenstellung der Windlasten für die statische Bemessung

Es werden jeweils für Winddruck die Maximal- bzw. für Windsog 1) die Minimalwerte angegeben.

Grundsätzlich gilt: w e,10 -Werte sind für die Wandbauteilbemessung anzusetzen, w e,1 bzw. w e,A -Werte sind für die Bemessung der Verbindungsmittel einschließlich deren Unterkonstruktion anzusetzen.

Winddruck: w e,10 = +0,62 kN/m 2

Doppelt unterstri- chenen Werte der

Tabellen 8.4.7 und 8.4.8 von Seite

8.4.4

Wandfläche D

Die Windanströmung kann aus allen Richtungen erfolgen, von daher gelten die Werte für alle Flächen.

Windsog, Wandelemente: Gemäß der Trapez- und Kassettenprofilnorm DIN 18807 T3 Abschn. 3.1.4 müssen bei der Trapez- und Kassettenprofilbemessung die nach den technischen Baubestimmungen anzusetzenden zusätzlichen Windlasten im Bereich der Schnittkanten von Dächern und Wänden nur beim Nachweis für die Tragfähigkeit der Verbindungen berücksichtigt werden.

Bei den bauaufsichtlichen Zulassungen für die Sandwichelemente verhält es sich anders. Diese sind seitens des DIBt seit Oktober 2007 inhaltlich daraufhin geändert worden, dass die Winddrücke der jeweiligen Wand- bzw. Dachfläche auch bei der Bauteilbemessung anzusetzen sind. Siehe hierzu auch die IFBS-Empfehlung zur Anwendung von DIN 1055 /4 (3/2005) http://www.ifbs.de

w

w

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

A = -1,01 kN/m 2 C = -0,42 kN/m 2

Windsog, Verbindungselemente:

Endauflager

Für alle übrigen Flächen Zwischenauflager Eckbereich Für alle übrigen Flächen

Eckbereich

w

w

e,10,

e,10,

w e,1

w e,1

w e,A

w e,A

=

=

=

=

Wandfläche

Wandfläche

B = -0,67 kN/m 2 E = -0,31 kN/m 2

-1,18 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 2,4 m

-0,92 kN/m 2

-1,10 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 2,4 m

-0,84 kN/m 2

Zum Vergleich die Windlasten gemäß alter Windnorm:

Winddruck

Windsog,

Wandelemente

Windsog, Verbin-

dungselemente

Für alle Flächen

Für alle Flächen

w e

w

e

Fläche A

Für alle übrigen Flächen w e

w

e

=

+0,50 kN/m 2

=

-0,35 kN/m 2

=

-1,00 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 2,0 m

=

-0,35 kN/m 2

Wandfläche A

Wandfläche B

Wandfläche A

Wandfläche B

Eckbereich der Wand nach alter Norm maximal 2,0 m

1) Für den Begriff „Windsog“ wird nach neuer Norm der Begriff „negativer Winddruck“ verwendet.

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von Trapez-, Kassetten- oder auch Sandwichelementwänden Abb. 8. 4 . 9 Wind- zonenkarte nach [2] Böengeschwindig-

Abb. 8.4.9 Wind- zonenkarte nach [2]

Böengeschwindig-

keitsdruck q mul-

tipliziert mit den

Außendruckbei-

werten c pe der ein-

zelnen Wandflä- chen ergibt den je- weiligen Wind- druck w e .

2 Beispiel 2 Industriehalle in Wilnsdorf

2.1 Geografische und geometrische Annahmen

Freistehende Halle in Wilnsdorf, sonst wie Beispiel 1. Dieses Beispiel soll den Einfluss der unterschiedlichen Windzonen darlegen.

2.2 Einteilung der Wandflächen

Wie Beispiel 1 auf Seite 8.4.1.

2.3 Ermittlung der Winddrücke

Aus der Windzonenkarte ist zu entnehmen, dass Wilnsdorf in Nordrhein Westfalen zur Windzone 1 gehört. Auf die detaillierte Ermittlung der Werte soll in diesem Beispiel verzichtet werden, es wird einfachheitshalber aus den Böengeschwindigkeitsdrücken für die entsprechenden Windzonen lediglich ein Umrechnungsfaktor ermittelt, womit dann, multipliziert mit den Werten des Beispiels 1, die Winddrücke ermittelt werden können.

2.3.1 Vereinfachtes Verfahren

Böengeschwindigkeitsdruck q [kN/m 2 ]

Vereinfachte Annahmen für den Böengeschwindigkeitsdruck bei Bauwerken

Annahmen für den Böengeschwindigkeitsdruck bei Bauwerken Windzone 4 Nord / bis zu einer Höhe von 25

Windzone 4

Nord /

bis zu einer Höhe von 25 m über Grund

 

Küste und

Küste und

Binnenland

Binnenland

Inseln der

Binnenland

Inseln der

Binnenland

 

Ostsee

Ostsee

Inseln der Binnenland   Ostsee Ostsee 5 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 6 0,50
Inseln der Binnenland   Ostsee Ostsee 5 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 6 0,50

5 0,50

0,65

0,85

0,80

1,05

0,95

6 0,50

0,65

0,85

0,80

1,05

0,95

7 0,50

0,65

0,85

0,80

1,05

0,95

1,05 0,95 6 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95
1,05 0,95 6 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95
1,05 0,95 6 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95
1,05 0,95 6 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95
0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 Ostsee- Küste und Ostseeinsel Inseln der
0,95 7 0,50 0,65 0,85 0,80 1,05 0,95 Ostsee- Küste und Ostseeinsel Inseln der

Ostsee-

Küste und

Ostseeinsel

Inseln der

Nordsee

1,25

1,40

1,25

1,40

1,25

1,40

1,25 1,40 1,25 1,40 1,25 1,40
1,25 1,40 1,25 1,40 1,25 1,40

Windzone 1

Windzone 2

Windzone 3

Abb. 8.4.10 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 6

Der Umrechnungsfaktor für das vereinfachte Verfahren beträgt

0,50 / 0,95 = 0,53.

2.3.2 Genaueres Verfahren

Windzone 1

Gebäude-

Böengeschwindigkeitsdruck q [kN/m 2 ]

höhe [m]

GK I

5 0,73

6 0,76

7 0,78

GK I, GK II GK II GK II, GK III GK III GK IV 0,61
GK I, GK II GK II GK II, GK III GK III GK IV 0,61

GK I, GK II

GK II

GK II, GK III

GK III

GK IV

0,61

0,57

0,48

0,48 0,48 0,48
0,48
0,48
0,48

0,42

0,64

0,59

0,48

0,42

0,67

0,62

0,48

0,42

Abb. 8.4.11 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 6

Windzone 4

Gebäude-

Böengeschwindigkeitsdruck q [kN/m 2 ]

höhe [m]

GK I

5 1,28

6 1,32

7 1,36

1,07 1,00 0,84 0,84 0,84 0,84 0,73 1,12 1,04 0,84 0,73 1,17 1,08 0,84 0,73

1,07

1,00

0,84

0,84 0,84 0,84
0,84
0,84
0,84

0,73

1,12

1,04

0,84

0,73

1,17

1,08

0,84

0,73

1,07 1,00 0,84 0,84 0,84 0,84 0,73 1,12 1,04 0,84 0,73 1,17 1,08 0,84 0,73

GK I, GK II

GK II

GK II, GK III

GK III

GK IV

Der Umrechnungsfaktor für das genauere Verfahren beträgt

0,48 / 0,84 = 0,57.

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8.4 Beispiele zur Windlastermittlung gemäß DIN 1055-4,

Ausgabe März 2005, für die statische Bemessung von Trapez-, Kassetten- oder auch Sandwichelementwänden

2.4 Zusammenstellung der Windlasten für die statische Bemessung

Es werden jeweils für Winddruck die Maximal- bzw. für Windsog die Minimalwerte angegeben.

Winddruck:

w e,10 = +0,62 ∙ 0,57 = +0,35 kN/m 2

Windsog, Wandelemente:

= -1,01 ∙ 0,57 = -0,58 kN/m 2

=

= -0,42 ∙ 0,57 = -0,24 kN/m 2

w e,10, Wandfläche E = -0,31 ∙ 0,57 = -0,18 kN/m 2

-0,67 ∙ 0,57 = -0,38 kN/m 2

w e,10, Wandfläche A w e,10, Wandfläche B w e,10, Wandfläche C

Windsog, Verbindungselemente:

Endauflager

Für alle übrigen Flächen Zwischenauflager Eckbereich Für alle übrigen Flächen

Eckbereich

w e,1

w

w

w

e,1

e,A

e,A

=

=

=

=

-1,18 ∙ 0,57 = -0,92 ∙ 0,57 = -1,10 ∙ 0,57 = -0,84 ∙ 0,57 =

-1,18 ∙ 0,57 = -0,92 ∙ 0,57 = -1,10 ∙ 0,57 = -0,84 ∙ 0,57 =
-1,18 ∙ 0,57 = -0,92 ∙ 0,57 = -1,10 ∙ 0,57 = -0,84 ∙ 0,57 =
-1,18 ∙ 0,57 = -0,92 ∙ 0,57 = -1,10 ∙ 0,57 = -0,84 ∙ 0,57 =

2

-0,67 kN/m -0,52 kN/m 2 -0,63 kN/m -0,84 kN/m 2

2

,

,

Breite b Fläche A

Breite b Fläche A

Zum Vergleich die Windlasten gemäß alter Windnorm:

Winddruck

Windsog,

Wandelemente

Windsog, Verbin-

dungselemente

Für alle Flächen

Für alle Flächen

w e = +0,50 kN/m 2

w

=

-0,35 kN/m 2

=

-1,00 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 2,0 m

=

-0,35 kN/m 2

e

w

e

Fläche A

Für alle übrigen Flächen w e

kN/m 2 e w e Fläche A Für alle übrigen Flächen w e Abb. 8. 4

Abb. 8.4.12 Geländekategorien nach [1]

Geländekategorie GK I Offene See; Seen mit mindestens 5 km freier Fläche in Windrichtung; glat- tes, flaches Land ohne Hindernisse

Geländekategorie GK II Gelände mit Hecken, einzelnen Gehöf- ten, Häusern

Geländekategorie GK III Vorstädte, Industrie- oder Gewer- begebiete

Geländekategorie GK IV Stadtgebiete, bei denen mindestens 15% der Fläche mit Gebäuden be- baut sind, deren mittlere Höhe 15 m überschreitet

= 2,4 m

= 2,4 m

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8.4 Beispiele zur Windlastermittlung gemäß DIN 1055-4,

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3 Beispiel 3 Hochregallager in Magdeburg

3.1 Geografische und geometrische Annahmen

Vereinzelte Industriehallen, Landwirtschaft, geschlossenes Gebäude, ohne Innen- druckberücksichtigung

[1], Abs. 12.1.8:

Öffnungsanteil der Außenwände < 1%

Gebäudehöhe 18,0 m, Gebäudebreite 40,0 m, Gebäudelänge 66,0 m

3.2 Einteilung der Wandflächen

W
W

a) Wind auf Längswand

b) Wind auf Querwand

W
W

E

W a) Wind auf Längswand b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h =

D

D

Grundriss

h = 18,0 m

b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h = 18,0 m Ansicht d =
b) Wind auf Querwand W E D D Grundriss h = 18,0 m Ansicht d =

Ansicht

d = 40,0 m

Grundriss

h = 18,0 m

E

b = 40,0 m

m Ansicht d = 40,0 m Grundriss h = 18,0 m E b = 40,0 m

e

=

66,0 m (e = b)

e

=

40,0 m (e = b)

 

36,0 m (e = 2 · h)

36,0 m (e = 2 · h)

e

= 36,0 m < d = 40,0 m

e

= 36,0 m < d = 66,0 m

Ansicht für e < d

Ansicht für e < d

d = 66,0 m Ansicht für e < d Ansicht für e < d A B

A

B

C

e/5 =

d - e =

7,2 m

4,0 m

4/5 e = 28,8 m

d = 40,0 m

A

B

C

e/5 =

d - e =

7,2 m

30,0 m

4/5 e = 28,8 m

d = 66,0 m

Abmessung b im- mer quer zur Wind- richtung!

Abmessung d im- mer parallel zur Windrichtung!

Der kleinere Wert ist für e maßge- bend!

Weitere Möglichkei- ten zur Einteilung

der Wandflächen:

[1], Bild 4 oder [2], Abs. 4.2

Abb. 8.4.13 Einteilung der Wandflächen zu Beispiel 3: Wind auf Längswand (links) und Wind auf Querwand (rechts)

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8.4.9 Informationen für Planer, Handwerk und Bauherren 2008-10-D1 Blatt:
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3.3 Ermittlung der Winddrücke

Aus der Windzonenkarte ist zu entnehmen, dass Magdeburg in Sachsen-Anhalt zur Windzone 2 gehört. Für das vereinfachte Verfahren wird „Binnenland“ angenommen, für das genauere Verfahren wird das Mischprofil der Geländekategorie II und III angenommen (siehe hierzu Abb. 8.4.12 auf Seite 8.4.7).

h = 18,0 < b = 40,0 m:

Winddrücke sind über die gesamte

Gebäudehöhe konstant!

3.3.1 Vereinfachtes Verfahren

Gebäudehöhe konstant! 3.3.1 Vereinfachtes Verfahren Windzone 2, Binnenland (vereinfachte Annahme) Winddruck w e

Windzone 2,

Binnenland (vereinfachte Annahme)

Winddruck w e [kN/m 2 ]

Annahme: geschlossenes Gebäude, kein Innendruck

Gebäude-

Wandfläche A

Wandfläche B

Wandfläche C

Wandfläche D

Wandfläche E

höhe [m]

h / d

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

 
 

Abb. 8.4.14 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 9

[1] Bild A.1 oder [2] Abs. 1

Im Zweifelsfalle immer die flachere Geländekategorie annehmen

[1] Bild 4 [2] Abs. 4.1

3.3.1.1 Wind auf Längswand

Als Wandbekleidung kommt eine Kassettenwand zum Einsatz. Die Kassettenwand wird als Zweifeldträger über jeweils 6,5 m verlegt, überschlägig ermittelt ergibt sich bezogen auf das innere Auflager eine Lasteinzugsfläche A = 1,0 ∙ 6,5 = 6,5 m 2 .

Auf die Ermittlung des Winddruckes w e,A unter Berücksichtigung der halben Stützweite im Endauflagerbereich wird verzichtet, die Lasteinzugsfläche beträgt A = 3,25 m 2 .

Bei der späteren Bemessung der Verbindungsmittel am Endauflager kann auf der sich eren Seite liegend der w e,1 -Wert angesetzt werden. h/d = 18,0 / 40,0 = 0,45

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-0,96

-1,12

-1,12+(-0,96+1,12)lg 6,5 = -0,99

B

-0,64

-0,88

-0,88+(-0,64+0,88)lg 6,5 = -0,68

C

6,5

-0,40

-0,40

-0,40

D

0,56+(0,64-0,56)0,20/0,75 = +0,58

+0,80

0,80+(0,58-0,80)lg 6,5 = +0,62

E

-0,24+(-0,40-(-0,24))0,20/0,75 = -0,28

-0,40

-0,40+(-0,28+0,40)lg 6,5 = -0,30

Abb. 8.4.15 Ermittlung des Winddruckes auf Längswand

3.3.1.2 Wind auf Querwand

Wandbekleidung wie vor! h/d = 18,0 / 66,0 = 0,27

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-0,96

-1,12

-1,12+(-0,96+1,12)lg 6,5 = -0,99

B

-0,64

-0,88

-0,88+(-0,64+0,88)lg 6,5 = -0,68

C

6,5

-0,40

-0,40

-0,40

D

0,56+(0,64-0,56)0,02/0,75 = +0,56

+0,80

0,80+(0,56-0,80)lg 6,5 = +0,60

E

-0,24+(-0,40-(-0,24))0,02/0,75 = -0,24

-0,40

-0,40+(-0,24+0,40)lg 6,5 = -0,27

Abb. 8.4.16 Ermittlung des Winddruckes auf Querwand

Interpolation zwischen h/d = 1 und h/d = 0,25

Interpolation zwischen h/d = 1 und h/d = 0,25

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3.3.2 Genaueres Verfahren

Windzone 2,

Mischprofil der Geländekategorie II und III

Winddruck w e [kN/m 2 ]

Annahme: geschlossenes Gebäude, kein Innendruck

Gebäude-

Wandfläche A

Wandfläche B

Wandfläche C

Wandfläche D

Wandfläche E

höhe [m]

h / d

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

w e,10

w e,1

 
 

Abb. 8.4.17 Tabellenausschnitt aus [2], Seite 25

3.3.2.1 Wind auf Längswand

h/d = 18,0 / 40,0 = 0,45

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-0,99 (-0,96)

-1,15 (-1,12)

-1,15+(-0,99+1,15)lg 6,5 = -1,02 (-0,99)

B

-0,66 (-0,64)

-0,91 (-0,88)

-0,91+(-0,66+0,91)lg 6,5 = -0,71 (-0,68)

C

6,5

-0,41 (-0,40)

-0,41 (-0,40)

-0,41 (-0,40)

D

0,58+(0,66-0,58)0,20/0,75 = +0,60 (+0,58)

+0,82 (+0,80)

0,82+(0,60-0,82)lg 6,5 = +0,64 (+0,62)

E

-0,25+(-0,41-(-0,25))0,20/0,75 = -0,29 (-0,28)

-0,41 (-0,40)

-0,41+(-0,29+0,41)lg 6,5 = -0,31 (-0,30)

Abb. 8.4.18 Genauere Ermittlung des Winddruckes auf Längswand

3.3.2.2 Wind auf Querwand

h/d = 18,0 / 66,0 = 0,27

Der jeweilige Wind- druck der verein- fachten Berech- nung wird zum Ver- gleich in Klammern aufgeführt.

Achtung, das ge- nauere Verfahren liefert diesmal die etwas höheren Winddrücke!

Wand-

Lastein-

     

fläche

zugs-

Winddruck w e,10

Winddruck w e,1

Winddruck w e,A

fläche A

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[kN/m 2 ]

[-]

[m

2 ]

A

 

-0,99 (-0,96)

-1,15 (-1,12)

-1,15+(-0,99+1,15)lg 6,5 = -1,02 (-0,99)

B

-0,66 (-0,64)

-0,91 (-0,88)

-0,91+(-0,66+0,91)lg 6,5 = -0,71 (-0,68)

C

6,5

-0,41 (-0,40)

-0,41 (-0,40)

-0,41 (-0,40)

D

0,58+(0,66-0,58)0,02/0,75 = +0,58 (+0,56)

+0,82 (+0,80)

0,82+(0,58-0,82)lg 6,5 = +0,62 (+0,60)

E

-0,25+(-0,41-(-0,25))0,02/0,75 = -0,25 (-0,24)

-0,41 (-0,40)

-0,41+(-0,25+0,41)lg 6,5 = -0,28 (-0,27)

Abb. 8.4.19 Genauere Ermittlung des Winddruckes auf Querwand

3.4 Zusammenstellung der Windlasten für die statische Bemessung

Es werden jeweils für Winddruck die Maximal- bzw. für Windsog die Minimalwerte angegeben.

Winddruck:

w e,10 = +0,58 kN/m 2

Windsog, Wandelemente:

w

w

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

A = -0,96 kN/m 2 C = -0,40 kN/m 2

w

w

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

B = -0,64 kN/m 2 E = -0,28 kN/m 2

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8.4.11 Informationen für Planer, Handwerk und Bauherren 2008-10-D1 Blatt:
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Ausgabe März 2005, für die statische Bemessung von Trapez-, Kassetten- oder auch Sandwichelementwänden

Windsog, Verbindungselemente:

Endauflager

Eckbereich

Für alle übrigen Flächen w e,1

w e,1

Zwischenauflager Eckbereich

w e,A

=

= -0,88 kN/m 2 -0,99 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 7,2 m

=

-1,12 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 7,2 m

Für alle übrigen Flächen w e,A =

-0,68 kN/m 2

Zum Vergleich die Windlasten gemäß alter Windnorm:

Winddruck

Windsog,

Wandelemente

Windsog, Verbin-

dungselemente

Für alle Flächen

Für alle Flächen

w e

w

e

Fläche A

Für alle übrigen Flächen w e

w

e

=

+0,80 kN/m 2

=

-0,56 kN/m 2

=

-1,60 kN/m 2 , Breite b Fläche A = 2,0 m

=

-0,56 kN/m 2

Eckbereich der Wand nach alter Norm maximal 2,0 m

4 Beispiel 4 Ermittlung der Windlasten in Windeseile

Dieses Beispiel zeigt eine auf der sicheren Seite liegenden Kurzform der Windlast- ermittlung mittels Windlasttabellen nach [2].

Grundsätzlich gilt auch hier: w e,10 -Werte sind für die Wandbauteilbemessung anzuset- zen, w e,1 -Werte sind für die Bemessung der Verbindungsmittel einschließlich deren Unterkonstruktion anzusetzen.

Es erfolgt bei Kurzform keine Interpolation zwischen Zeile h/d = 1 und Zeile h/d = 0,25 und es wird eine Lasteinzugsfläche A ≤ 1,0 m 2 angenommen, d.h. w e,A -Werte werden nicht ermittelt, sondern nur die auf der sicheren Seite liegenden w e,1 -Werte.

4.1 Geografische und geometrische Annahmen

Wie Beispiel 3 auf Seite 8.4.8.

4.2 Vereinfachtes Verfahren

h/d = 18,0 / 40,0 = 0,45 > 0,25 Werte nach [2], Seite 9, in Zeile h/d = 1 und Spalte w e,10 bzw. w e,1 ablesen!

Winddruck:

w e,10 = +0,64 kN/m 2 , gültig für alle Flächen

Windsog, Wandelemente:

w

w

A = -0,96 kN/m 2 C = -0,40 kN/m 2

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

w

w

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

B = -0,64 kN/m 2 E = -0,40 kN/m 2

Nachfolgend

immer:

d = Schmalseite

des Bauwerks

Wandfläche D

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Windsog, Verbindungselemente:

End- und Zwischenauflager

Breite Für alle übrigen Flächen

w e,1

e

b Fläche A

w e,1

=

-1,12 kN/m 2

=

40,0 m

(e = b)

=

36,0 m

(e = 2∙h)

=

7,2 m

(= e/5 = 36,0 / 5 )

=

-0,88 kN/m 2

Wandfläche A

b immer

Schmalseite des

Bauwerks

Wandfläche B

4.3 Genaueres Verfahren

h/d = 18,0 / 40,0 = 0,45 > 0,25  Werte nach [2], Seite 25, in Zeile h/d = 1 und Spalte w e,10 bzw. w e,1 ablesen!

Winddruck: w e,10 = +0,66 kN/m 2 , gültig für alle Flächen

Windsog, Wandelemente:

w e,10, Wandfläche A

w

e,10, Wandfläche C

= -0,99 kN/m 2

= -0,41

kN/m

2

w

w

e,10,

e,10,

Wandfläche

Wandfläche

B

E

Windsog, Verbindungselemente:

-0,66

=

= -0,41

kN/m 2

kN/m 2

End- und Zwischenauflager

Breite Für alle übrigen Flächen

w e,1

e

b Fläche A

w e,1

=

-1,15 kN/m 2

=

40,0 m

(e = b)

=

36,0 m

(e = 2∙h)

=

7,2 m

(= e/5 = 36,0 / 5 )

=

-0,91 kN/m 2

Autor

Bernd Meier

Literatur

/ 5 ) = -0,91 kN/m 2 Autor Bernd Meier Literatur [1] DIN 1055-4:2005-03: Einwirkungen auf

[1]

DIN 1055-4:2005-03: Einwirkungen auf Tragwerke Teil 4: Windlasten

[2]

Meier, T.: Windlasttabellen für nicht schwingungsanfällige Bauten, 2007

www.sandwichbau.de oder www.sandwichbau.com