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2009

1959 5 0 Jahre für Poing

CHRONIK Ortsverein Poing


Inhalt

Seite

Grußwort Albert Hingerl (Erster Bürgermeister Poing) 3

Grußwort Franz Müntefering 4

Grußwort Franz Maget 5

Grußwort Dr. Hans-Jochen Vogel 6

Grußwort Ewald Schurer 7

Grußwort Eva-Maria Siegel-Persichini 8

Grußwort Maximilian Mundigl 9

Der SPD-Ortsverein im Internet | Wolfgang Gerrer 10

Geschichte des SPD-Ortsvereins | Wolfgang Schubert 12

Wie eine Guerillatruppe im Kommunionanzug | Gottfried Stein 18

Gedicht SPD Sommerfest | Cornelia Gütlich 20

Interview | Dr. Rainer Koch, SPD-Gemeinderat 22

Bilanz des SPD-Ortsvereins Poing 24

Stammtisch, Mitarbeit | Bärbel Kellendorfer-Schmid 26

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Alles Gute zum Geburtstag,
liebes Geburtstagskind!

Für Dich mache ich gerne eine Ausnahme und Doch Vorsicht, am Ende entsteht daraus ein Ein-
gratuliere Dir im Namen der Gemeinde Poing und heitsbrei, den niemand will! Ein ehrliches Lächeln,
persönlich von ganzem Herzen zum Geburtstag. gerade wenn breites Grinsen oder Betroffenheits-
Warum eine Ausnahme, wirst Du fragen? gesten zum neuesten Trend erklärt werden.
Normalerweise gratuliert der Bürgermeister erst
ab dem 80. Geburtstag persönlich. Lieber SPD-Ortsverein, greif‘ nicht zu den Sternen,
bleib‘ am Boden und hilf uns, den richtigen Weg zu
Nicht so bei Dir, denn Du bist einfach etwas Be- finden. Und noch etwas: Ein rotes Parteibuch macht
sonderes. Seit 50 Jahren bist Du für die Menschen noch keinen Sozialdemokraten, die roten Herzen
in der Gemeinde Poing da. Du bist zwar in man- der Bürgerliste schon eher.
chen Dingen eigen, aber berechenbar. Wo andere Danken will ich all denen, die mit ihrem Namen die
ihren Profit sehen, siehst Du den Menschen. Dein Ziele unserer Partei in Poing vertreten.
Name Sozialdemokratische Partei Deutschlands
ist Programm. Dahinter verbirgt sich Deine Moti-
vation und Dein Engagement für die Bürgerinnen Herzlichen Glückwunsch
und Bürger der Gemeinde Poing. Dein Motto
lautet „Immer für Sie da“. Albert Hingerl
Erster Bürgermeister
Die vergangenen Jahre haben jedoch Spuren bei
Dir hinterlassen. Die Zeiten haben sich für Dich
und Deinesgleichen geändert. Politische Parteien
sind nicht mehr in, Solidarität wird zum Fremd-
wort. Es regiert die Individualität. Die Nachfrage
schwindet, die Kompetenz wird bezweifelt. Einige
Parteien reagieren und laufen jeder Strömung
hinterher. Durch „Gesichtsoperationen“ soll die
Attraktivität wiederhergestellt werden.

3
Grußwort zum 50. Jubiläum
des SPD-Ortsvereins Poing

Liebe Genossinnen und Genossen, haben und was die Sozialdemokratie für dieses
Quelle: spdfraktion.de

der SPD-Ortsverein Poing besteht seit 50 Jahren. Land geleistet hat. Wir wollen das soziale Europa
Zu diesem Jubiläum grüße und gratuliere ich als eine demokratisch legitimierte Antwort auf die
Euch ganz herzlich. Jahrestage wie dieser sind wirtschaftliche Globalisierung. Wir wollen eine
Anlass zum Rückblick: Seit 1863 ist die Sozialde- friedliche und gerechte Weltordnung.Wir wollen
mokratie für mehr Demokratie und Gerechtigkeit einen Sozialstaat, der die Menschen stärkt und
eingetreten: Bildung für alle, menschenwürdige gleiche Lebenschancen für alle durchsetzt. Wir
Arbeitsbedingungen, Frauenwahlrecht. Die Sozi- wollen nachhaltigen Fortschritt: wirtschaftliche
aldemokratie hat stets gegen Krieg und Unterdrü- Dynamik, soziale Gerechtigkeit und ökologische
ckung gekämpft. Die SPD war die verlässlichste Vernunft gehören dabei zusammen.
Stütze der ersten deutschen Demokratie. Tapfer Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität prägen
stellten sich Sozialdemokratinnen und Sozialde- dabei unsere politische Arbeit.
mokraten den Nazis in den Weg. Nach 1945 galt Vor 50 Jahren haben sich in Poing zum ersten
es, Freiheitsrechte gegen den Kommunismus zu Mal Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
verteidigen. Auch hier stand die SPD entschlossen versammelt, um für das Soziale und das Demo-
auf der Seite der Demokratie. Kurt Schumacher kratische einzustehen. Sie alle hatten erfahren:
und Erich Ollenhauer haben die SPD nach Verbot Wenn Du was verändern willst, dann musst Du
und Verfolgung wieder aufgebaut. Das Grundge- wissen: allein schaffst Du es nicht. Komm in den
setz wurde von Carlo Schmid wesentlich mit- Verein. Die SPD war seitdem immer eine Partei, in
formuliert.Die Ostpolitik unter Willy Brandt hat der diskutiert wurde, in der Menschen den Mund
geholfen, den Eisernen Vorhang zu überwinden. aufgemacht und sich eingemischt haben. Das hat
Helmut Schmidt hat in schwierigen Zeiten Kurs unsere Partei immer stark gemacht. Diese Arbeit
gehalten und Ökonomie und Soziales zusam- wird weiter gebraucht – nicht als Selbstzweck,
mengebracht. Mit Gerhard Schröder haben wir sondern um gemeinsam mit anderen das Leben
die Erneuerung unseres Landes begonnen und besser zu machen, im Großen und im Kleinen.
eigenständige außenpolitische Verantwortung Lasst uns dafür weiter arbeiten!
bewiesen. Die sozialdemokratische Idee, die Idee
vom Sozialen und Demokratischen, hat unser
Land besser vorangebracht als alle anderen Ideen. Mit einem herzlichen Glück auf
Lasst uns stolz sein auf das, was wir geleistet Euer Franz Müntefering
4
Bürgernah und kompetent –
die SPD vor Ort

Liebe Genossinnen und Genossen, in Bayern. Bürgernah und kompetent gewinnt


im Namen der SPD-Fraktion im Bayerischen die SPD vor Ort immer wieder das Vertrauen. Ich
Landtag gratuliere ich dem Ortsverein Poing sehr wünschte mir, dass dieses kommunalpolitische
herzlich zum Gründungstag vor 50 Jahren. Gütezeichen auch landespolitisch stärker ausstrah-
Euer Gründungsjahr 1959 ist nicht nur für Euch len könnte.
in Poing ein besonderes Datum, sondern für die Poing hat die Gründung eines sozialdemokrati-
gesamte deutsche Sozialdemokratie ein regel- schen Ortsvereins erkennbar zum Nutzen gereicht:
rechtes Epochenjahr. Damals hat sich die SPD (Nicht zuletzt?) Dank sozialdemokratischer Kom-
mit dem Godesberger Programm von einer reinen munalpolitiker entwickelte sich Poing zu einer
Arbeiter- zu einer breiten Volkspartei entwickelt. aufstrebenden und expandierenden Gemeinde.
Erst als linke Volkspartei mit dem Anspruch, Dafür ist allen Beteiligten Respekt zu bezeugen und
die Interessen der arbeitenden Bevölkerung in ihnen zu danken.
besonderer Weise zu vertreten, wurde es der SPD Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt, neben
mit dem jungen Kanzlerkandidaten Willy Brandt den beiden SPD-Bürgermeistern vor allem dem
möglich, Schritt für Schritt so viele Wählerinnen Engagement aller aktiven Sozialdemokratinnen und
und Wähler zu gewinnen, dass sich binnen eines Sozialdemokraten. Denn ohne die ehrenamtliche
Jahrzehnts die Machtfrage in der Bundesrepublik Tätigkeit unserer Genossinnen und Genossen in eu-
stellte. rer Gemeinde wäre die sozialdemokratische Arbeit
Es wäre interessant für mich, wie sich die Genos- vor Ort nicht sichtbar und vorzeigbar.
sinnen und Genossen im jungen Ortsverein Poing Ich wünsche der SPD in Poing auf dem Weg in die
damals zu dieser Neuorientierung stellten. kommenden Jahrzehnte Mut, Stehvermögen, Glück
Der Erfolg hat ihnen jedenfalls Recht gegeben. und das Geschick, die Politik für Poing so zu gestal-
Sie haben sich allem Anschein nach als Volkspar- ten, dass sie weiter zu Recht sozial und demokra-
tei etabliert. Erfolge als eine starke SPD und mit tisch genannt werden kann!
einem roten Bürgermeister wären anders nicht
möglich.
Und ein Zweites zeigt Poing: Die Kommunalpoli- Herzlichst
tik ist das Herzstück sozialdemokratischer Politik Euer Franz Maget

5
Großer Respekt vor
den Leistungen

Zuletzt habe ich dem Ortsverein Poing im Jahre Das müssen wir den Menschen ebenso nahe brin-
1984 zu seinem fünfundzwanzigjährigen Jubiläum gen wie die Notwendigkeit, die Kluft zwischen Arm
ein Grußwort gewidmet. Heute gratuliere ich ihm und Reich nicht noch breiter und tiefer werden zu
zu seinem fünfzigjährigen Jubiläum. Ich tue das lassen. Dazu gehört aber auch, dass wir unter den
mit großem Respekt vor den Leistungen, die die Menschen präsent sind und uns auch ihrer tägli-
Poinger Sozialdemokraten und Sozialdemokratin- chen Sorgen annehmen.
nen in dieser Zeit erbracht haben. Stellvertretend
für viele denke ich dabei insbesondere an Hans Der Ortsverein Poing könnte für all das ein Beispiel
Deffner, der sechzehn Jahre lang Bürgermeister geben. Jedenfalls wünsche ich ihm das. Und für die
von Poing war und mit dem ich während meiner nächsten fünfzig Jahre alles Gute.
Münchner Oberbürgermeisterjahre gut nachbar-
lich zusammengearbeitet habe.

Heute befindet sich die Sozialdemokratie gerade Dr. Hans-Jochen Vogel


in Bayern in einer einigermaßen komplizierten ehemaliger SPD-Parteivorsitzender
Situation. Ein Blick in unsere Geschichte zeigt
aber, dass wir in der Vergangenheit schon ganz
andere Proben bestanden haben. Auch wird
immer deutlicher, dass zur Behebung der Krise, in
der sich unsere Wirtschaft infolge des maßlosen
Gewinnstrebens nicht weniger Finanzmanager
gegenwärtig befindet, nicht neoliberale Vorstel-
lungen, sondern sozialdemokratische Konzepte
taugen, die wir schon lange vertreten.
Etwa das Konzept eines handlungsfähigen
Staates, der in der Lage ist, den Finanzmärkten
Schranken zu setzen, die geeignet sind, einen von
Helmut Schmidt zu Recht so genannten „Raub-
tierkapitalismus“ zu zivilisieren.

6
Es sind Idealisten, die ihre Freizeit aufbringen,
um etwas zu bewegen und zu gestalten

Im Juli 1959 wurde der SPD-Ortsverein Poing Hans Deffner stand der Gemeinde 16 Jahre als
gegründet. Ein solches Datum ist gewiss ein be- Erster Bürgermeister vor und seit dem Jahr 2000
sonderer Grund zur Freude und ein willkomme- führt Albert Hingerl die Gemeinde als Erster Bürger-
ner Anlass zum Feiern. Doch auch ein Moment, meister. Diese beiden Namen stehen für eine gute
um 50 Jahre Revue passieren zu lassen und einen sozialdemokratische Politik vor Ort.
Blick in die Vergangenheit zu werfen. Ein sozialdemokratischer Ortsverein ist neben
politischer Arbeit auch dazu da, um miteinander
Nicht nur der SPD-Ortsverein Poing feiert dieses zu reden, für andere zur Verfügung zu stehen und
Jahr ein Jubiläum. Vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, die örtliche Gemeinschaft zu stärken. Vor allem
wurde in Bonn das Grundgesetz für die Bundes- aber geht von ihr der so wichtige Dialog mit den
republik Deutschland unterzeichnet. Im Oktober Bürgerinnen und Bürgern aus. Den ehrenamtlichen
1969 wurde Willy Brandt erster sozialdemokrati- Funktionären und den Mitgliedern vor Ort bezeuge
scher Bundeskanzler und im November 1989, 20 ich großen Respekt und Anerkennung.
Jahre nach Beginn seiner Ostpolitik, markierte der Es sind Idealisten, die ihre Freizeit dafür aufbringen,
Fall der Berliner Mauer die Wiedervereinigung Eu- um etwas zu bewegen, zu gestalten und an unserem
ropas. An all diesen historischen Geschehnissen Gemeinwesen teilzuhaben. Die Gemeinde Poing ist
waren Sozialdemokratinnen und Sozialdemokra- – auch dank der SPD vor Ort – ein lebenswerter und
ten maßgeblich beteiligt. schöner Ort. Die Bürgerinnen und Bürger von Poing
wissen dies seit Jahren zu schätzen.
Das diesjährige Jubiläum ist vor allem ein guter Sie werden in diesem Bestreben die Sozialdemokra-
Zeitpunkt, denen Dank und Anerkennung zu tie an ihrer Seite haben.
sagen, die in diesen 50 Jahren für die Sozialdemo-
kratie in Poing gekämpft und sich für ein sozia- In diesem Sinne wünsche ich dem SPD-Ortsver-
les, gerechtes und friedliches Zusammenleben ein Poing weiterhin viel Erfolg und einen schönen
eingesetzt haben. Festtag.

Zwei Persönlichkeiten möchte ich stellvertre- Ewald Schurer


tend für alle anderen herausgreifen. Die beiden Mitglied des Deutschen Bundestags,
SPD-Bürgermeister von Poing: Hans Deffner und Bezirksvorsitzender der SPD-Oberbayern und
Albert Hingerl. Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Ebersberg
7
Immer offen für alle Bürger
Poing mitgestalten

Der SPD-Ortsverein Poing feiert in diesem Jahr Für die Arbeit des SPD-Ortsvereins war es immer
sein 50-jähriges Bestehen. Dies ist ein Anlass, wichtig, Frauen in die politische Arbeit einzubezie-
auf die politische Geschichte in Poing zurückzu- hen. Die Poinger SPD hat sich nach außen geöff-
blicken. 1959 haben sich Poinger Bürger unter net, indem sie parteilose Bürgerinnen und Bürger
der Leitung von Jackl Geißel und Hans Deffner einlud, Poing mitzugestalten.
zusammengeschlossen, um den Poinger SPD-
Ortsverein zu gründen. Im gleichen Jahr fand in Unser Ortsverein hat dadurch viele Mitstreiter
Bad Godesberg der außerordentliche Parteitag der gefunden. Durch diese konstruktive Zusammen-
SPD statt. Das Godesberger Programm war rich- arbeit können wir auf die größte SPD-Bürgerliste
tungsweisend für die SPD, die sich als Ziel setzte, landkreisweit blicken. Bei den Kommunalwahlen
für soziale Gerechtigkeit, soziale Marktwirtschaft 2008 konnten wir zehn Mandate im Poinger Ge-
und für die Gleichstellung der Frauen einzutreten meinderat erringen, sechs Frauen und vier Männer.
und zu kämpfen. Dem Godesberger Programm gemäß ist somit in
Zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl 1960 Poing die Gleichstellung von Frauen voll umgesetzt
stellte die Poinger SPD bereits eine eigene Kandi- worden. Mancher Spötter meint sogar, wir bräuch-
datenliste. Mit auf dieser Liste kandidierte Jutta ten einen Gleichstellungsbeauftragten für unsere
Kriegel. Sie war damals die erste Frau, die sich für Männer.
ein Mandat im Gemeinderat Poing bewarb.
Zu den Wahlen 1966 stellte die SPD mit Hans So ist die SPD-Bürgerliste mit unserem Bürgermeis-
Deffner einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ter Albert Hingerl die größte Fraktion im Gemein-
auf. Dieser war daraufhin, bis zu seiner Erkran- derat Poing. Das ist das Ergebnis einer beispielhaf-
kung, 16 Jahre lang Bürgermeister in Poing. 18 ten Zusammenarbeit unseres SPD-Ortsvereins mit
Jahre später Millenium auch in der Poinger SPD: der Bürgerliste.
Albert Hingerl wird im Jahr 2000 zum Ersten Bür- Unser Mottto „ Immer für Sie da“ wird sich der
germeister in Poing gewählt. Fast die Hälfte ihrer Poinger SPD-Ortsverein immer vor Augen halten.
jetzt 50-jährigen Ortsvereinsgeschichte stellt die Damit wir auch weiterhin immer für Sie da sind.
SPD die Bürgermeister von Poing. Das ist schon
was. 1972 wurden Johanna Olbrich und Inge Ihre
Kupferschmidt als erste Frauen für die SPD in den Eva-Maria Siegel-Persichini
Poinger Gemeinderat gewählt. Erste Vorsitzende SPD-Ortsverein Poing
8
Mit solidarischem Verhalten
SPD Anzing unterstützt

Liebe Freunde der SPD Poing,

Ihr feiert den 50. Geburtstag Eueres Ortsvereins.


Wir von der SPD Anzing freuen uns mit Euch anlässlich dieses Jubiläums.
Und dies ganz besonders, da wir vor 31 Jahren aus Euerem Ortsverein her-
vorgegangen sind.

Am 4. Oktober 1978 hat Wolfgang Schubert, Ehrenvorsitzender der SPD


Poing, unsere Gründungsversammlung geleitet. Ihr habt uns mit einer Spen-
de aus Euerem Vereinsvermögen mit auf die Beine gestellt. Für dieses Euer
solidarisches Verhalten sind wir Euch noch heute dankbar verbunden.

Die SPD Poing zeichnet sich durch Vitalität und große Erfolge in der Poinger
Kommunalpolitik aus. Dazu gratulieren wir Euch ganz herzlich und wün-
schen Euch, dass Ihr diesen Weg erfolgreich weiter geht.

In Freundschaft

Maximilian Mundigl
SPD Anzing

9
Der SPD-Ortsverein im weltweiten Netz
10 Jahre www.spd-poing.de

„Wir brauchen eine nicht üblich bzw. noch nicht vorhanden. Karin
Homepage...“, soviel Wild-Mayer und ich waren die Webmaster. Knapp
stand für Gottfried 1.500 NutzerInnen besuchten unsere Web-Präsenz
Stein, Buck Hingerl bereits während des ersten Quartals ihres Bestehens
und mich fest, als wir – ein großer Erfolg.
uns im Sommer 1999
zu einer Wahlkampf- Im Jahr 2005 erfuhr die Seite einen Relaunch:
vorbesprechung für Rupert Lönner entwickelte mit HotKey Webservice
die Bürgermeisterwahl ein neues Design und richtete ein Open source-
2000 trafen. Wir wollten Redaktionssystem ein, mit dem die Pflege der Seite
damit alle Poingerin- erleichtert wurde. Da sich die Gemeinderatsfraktion
nen und Poinger rasch zur Bürgerliste erweitert hatte, wurde nun auch eine
und unkompliziert zusätzliche URL eingerichtet: www.spd-poing.de
über Hingerls politi- wurde mit www.spd-buergerliste.de zusammenge-
Die aktuelle Website
www.spd-poing.de sche Ziele, über das legt. Im übrigen gilt heute und auch in Zukunft wie
Wahlkampfgeschehen und über die beteiligten vor 10 Jahren: Wir freuen uns über Ihre Mitwirkung
Personen informieren und zugleich Interessierte und Meinungsbekundungen.
zum Mitmachen anregen. Nach vielen Vorentwür- Über www.spd-poing.de sind wir immer erreichbar.
fen und Änderungen war es im September 1999 Eine E-Mail an info@spd-poing.de genügt!
so weit: Die erste Web-Präsenz des Ortsvereins Wolfgang Gerrer
- www.hingerl.de - ging online.

Informationen der Poinger SPD fristeten zunächst


noch ein Schattendasein, erreichbar nur über die
Navigationsleiste von hingerl.de. Dies sollte sich
im Laufe des Jahres 2000 ändern. Größtmögliche
Kompatibilität und schneller Seitenaufbau waren
die technische Zielstellung, denn DSL, Breitband-
verkabelung oder auch Bildschirme, die über
mehr als 15 Zoll Fläche verfügten, waren noch
10 So fing alles an: Die erste Website www.hingerl.de ging 1999 online
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Die erste Adresse für Übernachtungen,
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Tagungen und kulinarischen Genuß
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. moderne Komfort-Zimmer ����� �����������
. Sauna, Dampfbad, Fitnessraum
. direkt am S-Bahnhof Poing S2 ���� ����� ������������� ������ ������������������� ������������
. 8 Minuten zur Messe Riem ���������� �� � ����� ����� � ���� � �� ����� ��
. 25 Minuten zum Flughafen ����������������������������
. Restaurant / Bistro Bar
. Tagungsräume
. Biergarten
www.communication-media.de

. Tiefgarage

„Zur Summe meines Lebens


gehört im Übrigen, dass es
Ausweglosigkeit nicht gibt.“
Gruber Straße 40
85586 Poing
Tel. 08121 / 9880
Fax 08121 / 988188
www.poinger-hof.de
Willy Brandt, einer der beeindruckendsten
Optimisten und auch Querdenker in der Geschichte

Am 19. Dez. 1919 gründete das Mitglied der „Nationalversammlung“ und


späteres Mitglied des Reichstages, Frau Maria Juchacz als „Hauptausschuss für
Arbeiterwohlfahrt in der SPD“ die AWO. 1966 gründete der „Vater“ der Poinger
SPD, Jakl Geißel die AWO, Ortsverein Poing e.V.

Wir gratulieren der SPD Poing recht


herzlich zum 50-jährigen Bestehen!

Wolfgang Schubert, 1. Vorsitzender der AWO Ortsverein Poing e.V.


11
Geschichte des SPD-Ortsvereins Poing

1959
Das „Godesberger Programm“ der SPD wird ver-
abschiedet. Die Landesverteidigung wird befür-
wortet, die Frauengleichstellung festgeschrieben;
die SPD bekennt sich zur Freien Marktwirtschaft
und zur staatlichen Mindestrente.

Ludwig Germaier ist Erster Bürgermeister in


Poing. Im Juli 1959 trafen sich Jakl Geißel, Alfred
Olbrich, Ludwig Faltermaier, Martin Stocker,
Jakob Horvarth, Hermann Garholz, Werner Weber
und gründeten den SPD-Ortsverein Poing. 1969: 10-jähriges Jubiläum
Jakl Geißel, Alfred Olbrich und Jakob Horvarth
waren bereits SPD-Mitglieder im Ortsverein Markt
Schwaben.
Interessant sicher die Monatsbeiträge: DM 1,20;
Hausfrauen und Fürsorgeempfänger DM 0,60. Be-
reits im Oktober 1959 war der Mitgliederbestand
auf 16 Mitglieder angewachsen. Kassenbestand
am 31.12.1959: DM 4,92.
Ohne dass es einen SPD-Ortsverein in Poing gab,
gab es dennoch bereits 1952 eine SPD-Liste, die
einen Bewerber in den Gemeinderat sandte:
Matthias Grimbs.
v. l. n. r.:
Adolf Bille, Rudi Adametz, Dr. Hans-Jochen Vogel, Hans Deffner

12
Kommunalwahl 1978 Kommunalwahl 1978 Frauenpower in der SPD, Kandidatinnen Kommunalwahl 1978:
A. Einsiedler, L. Neufeldt, H. Olbrich, Dr. M. Flügge, H. Gottinger

1960 – 1966
1960 (Poing hatte 2.225 Einwohner) waren wie- Die „Geburtsur-
kunde“ des SPD-
der Kommunalwahlen. Zum 2. Mal wurde eine Ortsvereins
SPD-Liste mit 13 Personen erstellt, u. a. mit Jutta Poing aus dem
Jahre 1959
Kriegel als erste Frau, die sich in Poing zur Wahl
stellte. Die SPD erhielt 4.750 Stimmen. (Einheit:
8.957, Wählergruppe: 5.972). Die SPD unterstütz-
te den damaligen Ersten Bürgermeister Ludwig
Germaier. Gemeinderäte wurden Jakl Geißel und
Hans Deffner. Interessant: Die SPD erhielt bei der
Kreistagswahl mit 13.722 die meisten Stimmen,
die CSU 13.155, die BHE 12.645 und Wählergrup-
pe 3.299 Stimmen.

1966 (Poing mit 3.663 Einwohner und einer regio-


nalen Planung mit Erweiterung auf bis zu 18.000
Einwohner) waren erneut Kommunalwahlen.
Die SPD stellte mit Hans Deffner einen eigenen
Bürgermeisterkandidaten auf. Hans Deffner trat
gegen den CSU-Kandidaten Hans Seidl (Bäcker-
meister) an und erreichte 63% aller abgegebenen
gültigen Stimmen. In der SPD-Liste waren alle
Bevölkerungsschichten Poings, also auch Nicht-
parteimitglieder vertreten. Die SPD-Bürgerliste
war geboren. Die SPD hatte bereits 46 Mitglieder,
darunter 7 Frauen und wurde mit 6 Gemeinderä-
ten stärkste Fraktion.

13
SPD-Bundes-Parteitag 1982 in München SPD-Kinderfest 1976 Seminar: W. Schubert, A. Einsiedler, H. Reichel

1968 – 1981
1968 errichtete der SPD-Ortsverein Poing auf 1972 waren die nächsten Kommunalwahlen.
einem alten Kiesgrubengelände (hinter der jetzigen Hans Deffner wurde ohne Gegenkandidaten
Polizeistation), das zunächst urbar gemacht werden Erster Bürgermeister.
musste, einen Kinderspielplatz mit in eigener Regie
gefertigten modernen Spielgeräten. Der Spielplatz Die SPD Fraktion hatte folgende Mitglieder:
wird heute noch benutzt! Ferdl Diefenthaler war der Adolf Bille, Jakl Geißel, Josef Heiß, Dr. Günter
Mann, unter dessen Regie der Spielplatz entstand. Koch, Josef Koch (Nachrücker 1975 für Kupfer-
Im Gebäude davor und auf dem Spielplatz veran- schmidt), Inge Kupferschmidt, Florian Meier
staltete die SPD Poing jahrelang Kinderfaschingsbäl- (Nachrücker 1976 für Bille), Hanna Olbrich, Hans
le und Sommerfeste mit oft über 250 Teilnehmerin- Reichel, Karl Zweck.
nen und Teilnehmern, vor allem Kindern. Mit vielen
Spielmöglichkeiten waren die Sommerfeste d i e 1973 wurde der Gedanke, Familien mit Kindern
Attraktionen Poings. preiswerte Kinderkleidung anzubieten, in die
Tat umgesetzt. Im Mai 1973 gründeten Frauen
Jakob Geißel war bis 1968 1. Vorsitzender. Hans des SPD-Ortsvereins Poing (Luise Schmidt, Eva
Deffner löste ihn ab und Jakl, wie er liebevoll Reichel, Erika Schubert und andere) die „Ver-
genannt wurde, wurde zum Ehrenvorsitzenden mittlungsstelle für gebrauchte Kinderkleidung“.
ernannt. Er kam 1945 beidbeinamputiert aus dem Einige Zahlen: von 1973 bis 1984 wurden 45.342
Krieg zurück, gründete auch den AWO-Ortsverein Stücke angenommen und stellten einen Vermitt-
Poing e. V. und war jahrelang in Poinger Vereinen lungswert von 163.816,65 DM dar. Nach 30 Jahren
(z.B. im TSV Poing) ehrenamtlich tätig. Betrieb wurde die Vermittlungsstelle 2003 an den
Verein Familienzentrum weitergegeben, der sie
Im Bericht zur 10-Jahres-Feier am 31.10.1969 stand, noch heute mit großem Erfolg betreibt. Über-
dass die Festansprache der Münchner Oberbür- schüsse der Kleidervermittlungsstelle gingen an
germeister Dr. Hans-Jochen Vogel, ein persönlicher etliche soziale Einrichtungen, wie z.B. Frauenhäu-
Freund von Erstem Bürgermeister Hans Deffner, ser, Kindereinrichtungen, ausländische Hilfsak-
gehalten hat. tionen.

14
Kreistagskandidaten 1978: Hermund Göttner, Bärbel Narnhammer, Wolfgang Wahlplakat Wahlplakat Plakat: Einladung zum Fasching
Schubert, Hans Reichel, Hanna Olbrich, Heinz Ritter, Hans Deffner, Franz Bisutti (JZP=Jugendzentrum Poing) eine
Initiative der SPD Poing

Auch wurden mit den Überschüssen Kinderver- Hauptsächlich die unterschiedlichen Vorstellun-
anstaltungen, wie Kinderfasching zu Kinderprei- gen über die geplante Entwicklung „Poing-Nord“
sen, Sommerfeste mit vielerlei Unterhaltungen führten zu den Differenzen innerhalb der Poinger
bestritten. Beide Feste wurden sicher mehr als SPD. Aber auch solche innerparteilichen Aus-
fünfzigmal durchgeführt. Die Leiterin der letzten einandersetzungen gehören zum Meinungsbil-
25 Jahre, Erika Schubert, erhielt aufgrund ihrer so- dungsprozess einer lebendigen Partei, welcher die
zialen Leistung das „Ehrenzeichen des bayerischen SPD, im Gegensatz zu anderen Parteien, immer
Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Frauen geprägt hat.
und Männer“.
In der Wahlperiode 1972 bis 1978 entwickelte sich Der eine Teil mit Jakl Geißel, Dr. Günter Koch,
Poing stark. Ein Flächennutzungsplan wurde in Florian Meier und Hanna Olbrich stimmte für
Auftrag gegeben, der für Poing eine Einwohnerzahl den Flächennutzungsplan, den Hans Deffner dem
von 19.000 vorsah. Auch 1978 blieb Hans Deffner Gemeinderat vorlegte. Den anderen Mitgliedern,
Erster Bürgermeister, dazu kamen neue SPD-Leute Annemarie Einsiedler, Hans Reichel und Wolfgang
in den Gemeinderat: Neben Jakl Geißel, Hanna Schubert war das Riesengebilde Poing-Nord zu
Olbrich, Dr. Günter Koch (Zweiter Bürgermeister groß und sie stimmten mit den Freien Wählern
von 1972 – 1978, dann wieder von 1982 bis 1989), (Dr. Hans Steinbigler, Jörg Höllrigl) und dem FDP-
Florian Meier, Hans Reichel waren neu: Annemarie ler Ewald Silberhorn gegen den Flächennutzungs-
Einsiedler (Geschäftsinhaberin), Rupert Ruhstorfer plan. Die CSU war auf der Seite von Hans Deffner.
(Klärmeister – Nachrücker 1982 für Reichel) Wolf-
gang Schubert (Einkäufer). Die ersten Jahre waren Am 4. Oktober 1978 gründeten Mitglieder der SPD
geprägt durch Diskussionen und Abstimmungen aus Anzing, die bisher im OV Poing organisiert
im Gemeinderat über den Flächennutzungsplan. waren, einen eigenen Ortsverein, dessen 1. Vor-
Mitten durch die Fraktion ging eine Spaltung, die sitzende die spätere Landtagsabgeordnete Bärbel
die Arbeiten des Ersten Bürgermeisters und der Narnhammer wurde.
Fraktionsmitglieder stark behinderte.

15
Frauenoffensive in der SPD Äpfelverteilung für Erstklassler am 1. Schultag Brückenwerbung für ein l(i)ebenswertes Poing

1982 – heute
1982, als Hans Deffner wegen Erkrankung von sei- Lauterbach und Mitbewerber Silberhorn. Bereits
nem Amt zurück trat und Franz Bisutti, geschäfts- bei diesem Wahlkampf konzentrierten sich die
führender Beamter der Gemeinde Poing, sich als SPD-Mitglieder auf die Gemeinderatswahlen
Kandidat für das Bürgermeisteramt zur Verfügung 1990. Die SPD baute eine starke Mannschaft auf
stellte, einigte sich die Fraktion wieder. Mit nur und Gottfried Stein übernahm für 12 Jahre den
knapp 60 Stimmen Unterschied verfehlte Franz Bi- Ortsverein. Mit Albert Hingerl und Dr. Rainer
sutti das Bürgermeisteramt. Dr. Günter Koch wurde Koch (heutiger Präsident des Bayerischen Fuß-
2. Bürgermeister. Der Konflikt in der SPD und in ballverbandes und DFB Vize-Präsident) stießen
der SPD-Fraktion hat dazu geführt, dass – trotz zwei Männer zu uns, die künftig die SPD Poing
gutem Wahlkampf aller SPD Mitglieder – 1982 Rai- und die Gemeinde Poing stark prägen sollten.
ner Lauterbach (CSU) Erster Bürgermeister wurde. Renate Stein, Gründerin und lange Jahre Vorsit-
Bei den Kommunalwahlen 1984 konnte die SPD zende des heutigen Vereins „Familienzentrum
mit Jakl Geißel, Dr. Günter Koch, Johanna Olbrich, e.V.“ passte sehr gut in das Führungsgremium.
Anton Resch, Rupert Ruhstorfer und Wolfgang Seit 1993 gibt die SPD Poing in mittlerweile über
Schubert nur noch sechs Gemeinderäte stellen. 20 Ausgaben das Infoblatt „Das Krokodil“ heraus
Jakl Geißel schied 1988 aus, dafür rückte Johanna – ein aktuelles, unterhaltsames, manchmal
Gottinger nach und Dr. Günter Koch, seit 1984 sarkastisches und ironisches Informationsblatt.
erneut 2. Bürgermeister, zog 1989 von Poing weg. Bei den Bürgermeisterwahlen 1994 fehlten Albert
Hier rückte Uwe Ritter nach. 1989 wurde Christa Hingerl nur wenige Stimmen, um den amtie-
Stewens (CSU) 2. Bürgermeisterin, Johanna Olbrich renden Bürgermeister abzulösen. 2000 war es
3. Bürgermeisterin. Von 1984 bis 1990 war Dieter dann soweit: Die konzentrierten Bemühungen
Knautz (Gründer der „Gomel-Hilfe“) 1. Vorsitzen- hatten nun Erfolg: Albert Hingerl, genannt Buck,
der des Ortsvereins. Die SPD Poing einigte sich in wurde Erster Bürgermeister. 2006 wurde er mit
den Folgejahren, zumal einige Personen zur Partei einem sensationellen Ergebnis von fast 80% der
kamen, die wesentlich die künftige Entwicklung Stimmen durch die Poinger Bevölkerung im Amt
der SPD Poing prägten. 1988 kandidierte Wolfgang bestätigt. Einen ebenso großen Erfolg erzielte die
Schubert zum Ersten Bürgermeister, unterlag mit SPD-Bürgerliste bei den Kommunalwahlen 2008.
knapp 20% der Stimmen gegen den Amtsinhaber Unter dem Vorsitz des jüngsten ersten Vorsitzen-
16
Plakat: Kinderfest 1985 Plakat: Kommunalwahl 2007 Das „neue“ Krokodil 2008 Plakat: Bürgermeisterwahl 2006 Plakat: Kommunalwahl 2008

den in der Geschichte der SPD Poing, Florian Stern, Bärbel Kellendorfer-Schmid und Peter Maier immer
wurden 10 Personen in den Gemeinderat gewählt: die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern
Christine Bloch, Angelika Ertl, Claudia Demmel, der anderen Fraktionen. Auf den Vorschlag unse-
Bärbel Kellendorfer-Schmid, Dr. Rainer Koch, Peter rer Fraktion wurden ohne Gegenstimmen Franz
Maier, Wolfgang Schubert, Sonja Schoenle, Eva-Ma- Langlechner (CSU) zum zweiten Bürgermeister und
ria Siegel-Persichini (die auch seit 2008 ebenso einstimmig Karin Kölln-Höllrigl (FWG) als
1. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Poing ist) und 3. Bürgermeisterin gewählt. So war ein gedeihliches
Florian Stern. Die SPD öffnete sich für Nichtmit- Wirken für Poing garantiert.
glieder, um alle Interessen Poinger Bürgerinnen Wolfgang Schubert
und Bürger vertreten zu können. Großen Anteil Ehrenvorsitzender des SPD-Ortsvereins Poing
am Erfolg der SPD-Bürgerliste hatten besonders
parteifreie Frauen, die sich für Poings Kommu- Erste Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Poing:
nalpolitik interessierten. Erfolge, die unter dem 01.06.1959 – 02.03.1968 Jakl Geißel
Ersten Bürgermeister Albert Hingerl und seiner 02.03.1968 – 07.03.1970 Hans Deffner
SPD-Bürgerliste-Fraktion zustande kamen, waren 07.03.1970 – 16.07.1971 Adolf Bille
– um nur Einige zu nennen: Poing wird kinder- 16.07.1971 – 04.03.1972 Hans Thum
freundlichste Gemeinde und errichtet mehrere 04.03.1972 – 08.04.1975 Hans Reichel
Kindertagesstätten. Poing erhält ein Einkaufszen- 08.04.1975 – 28.03.1980 Wolfgang Schubert
trum, das Seniorenzentrum mit Wohneinheiten 28.03.1980 – 23.04.1982 Hans Deffner
für das „Betreute Wohnen“ wird gebaut. Der erste 23.04.1982 – 04.05.1984 Wolfgang Schubert
Bauabschnitt des Bürgerhauses steht allen Poinger 04.05.1984 – 29.05.1990 Dieter Knautz
Vereinen – insbesondere dem „Familienzentrum“ 29.05.1990 – 15.06.2002 Gottfried Stein
- zur Verfügung. Der Badesee entsteht und soll 15.06.2002– 01.04.2008 Florian Stern
bald erweitert werden. Als neuester Erfolg gilt die seit 01.04.2008 Eva-M. Siegel-Persichini
zweistufige Realschule, die wahrscheinlich 2012
fertig gestellt werden wird. Wichtig waren unserem Ehrenvorsitzende des SPD-Ortsvereins Poing
Ersten Bürgermeister Albert Hingerl und der Frak- 02.03.1968 bis zum Tode am 19.11.1993: Jakl Geißel
tion der SPD-Bürgerliste mit der Fraktionsspitze seit 15.06.2002 Wolfgang Schubert
17
Wie eine Guerillagruppe im Kommunionanzug
Die wilden Jahre vor 2000

Manchmal fällt mein Blick auf alte Poinger verein und Gemeinderat, ein anderes Element, das
Zeiten. Im Schrank meines Büros in Buenos nicht nur Zustimmung fand (dabei war es wirklich
Aires lümmeln immer noch Ordner mit Artikeln, schwer, Frauen zur Mitarbeit in einer Männerdo-
Programmen, Flugblättern und was sonst noch mäne zu begeistern. Eine derjenigen, die sich nach
zum Betrieb eines Ortsvereins gehört, dessen langem Zögern bereiterklärten, war meine Frau Re-
Vorsitzender ich 13 Jahre war: Ein Panoptikum nate, damals als Vorsitzende des Familienzentrums
kommunalpolitischer Kämpfe, die die Kräftever- eher skeptisch gegenüber Politikbetrieben).
hältnisse zwischen den allmächtigen „Schwar- Es waren Zeiten öffentlich ausgetragener Hah-
zen“ und den siechenden „Roten“ auf den Kopf nenkämpfe mit der CSU, die vor allem die Presse
stellen wollten. Von allem etwas: Zum Staunen, freuten, weil’s ordentlich was zu schreiben gab:
Schmunzeln, und auch zum Erröten. Es war die Der Skandal ums „Eingeweihtenbauland“, der
Zeit, als die CSU mit dem Bürgermeister an der Kopiergeldskandal“, mein Scharmützel mit dem
Spitze jeden Versuch, Mehrheitsverhältnisse damaligen Pfarrer („Die Radieserlaffäre“, die uns
umzustülpen, als Majestätsbeleidigung ahnde- das Pseudonym „Don Camillo und Pepone“ ein-
te. Umgekehrt machte sich 1990 ein um die 20 handelte) – Landkreiszeitungen und unser Ortsver-
Prozent krebsender SPD-Ortsverein auf den Weg, einsblatt „Krokodil“ jedenfalls hatten gut zu fressen.
mit neuen Kräften und einer Langzeitstrategie Manches ging unter die Gürtellinie, Attackierer und
den schwarzen Ort rot zu tünchen: „Poing 2000“, Attackierte schossen bisweilen kräftig übers Ziel
das Programm zur Kommunalwahl, war der erste hinaus. Erst viel später brach das Eis, ich erinnere
zaghafte Versuch, angeblich „gottgegebene“ Ver- mich an eine Nacht im Wahlkampfendspurt, als
hältnisse umzudrehen. Manchmal ein Gefühl wie ich in Straße x die Bäume auf der linken Seite mit
eine Guerillagruppe im Kommunionanzug: Albert Plakaten bepflasterte, während auf der rechten
Hingerl, der künftige Bürgermeisterkandidat, Seite der damalige CSU Vorsitzende und leider so
Rainer Koch, die Speerspitze im Gemeinderat, ich früh verstorbene Becker Schorsch die rechte Seite
als Leiter der Abteilung Attacke. Und als Organi- bediente. Das wiederholte sich in Straße y und z, bis
sator und Ruhepol Wolfgang Schubert. Dazu viele wir fast im gleichen Atemzug rausplatzten: „Es sind
bewährte und neue Gesichter, denen Manches immer die gleichen Deppen, die die Sch...arbeit
abverlangt wurde. Zum Beispiel die Öffnung der machen“. Tatsächlich ist das meine wichtigste Er-
Partei, die Aufnahme von Nichtmitgliedern in die kenntnis aus der Kommunalpolitik: Veränderungen
Kandidatenlisten, die manchen Traditionalisten sind in Deutschland auch deshalb so schwer, weil
18 verzweifeln ließ. Die Stärkung der Frauen in Orts- es immer nur ganz wenige Menschen gibt, die sich
– egal welcher politischen Couleur – ehrenamtlich
fürs Gemeinwohl einsetzen und engagieren, und
sie auch untereinander mehr Respekt verdienen,
als wir das in den wilden Jahren praktizierten.
Heute ist das Schnee von Gestern, Albert Hingerl
ist mit fast 80 Prozent wiedergewählter Bürger-
meister, die SPD stärkste Fraktion im Gemein-
derat, und „Poing 2000“, das Programm aus dem
vorigen Jahrhundert, ist längst bis auf Punkt und
Komma Poinger Realität (sieht man einmal vom
Thema Bahnunterführung Ortsmitte ab: Gegen
die Borniertheit der Bahnverantwortlichen ren-
nen sich auch Langzeitstrategien die Köpfe ein).
Heute, aus der Distanz meines derzeitigen Le-
bensmittelpunktes zwölftausend Kilometer Luft
(nicht: Herz)linie entfernt, kommt mir Poing wie
ein Kleinod vor, in dem das Leben noch weitge-
hend in Ordnung scheint (ich meine das nicht
bezogen auf das derzeitige politische Kräftever-
hältnis, gesunde Demokratien leben von politi-
schen Wechseln, die wird es auch in Poing wieder
geben).
Ich wünsche diesem Ort, all den Ehrenamtlichen
in den Kirchen, Vereinen, sozialen Organisatio-
nen, den demokratischen politischen Parteien
und „meinem“ SPD-Ortsverein anlässlich seines
Jubiläums alles Gute für die Zukunft.
Gottfried Stein

19
Sommerfest 2007
Ein Spaß für Jung und Alt
Als Pirat, als Löwe oder als Hund,
ging‘ s beim Sommerfest für die kleinen Gäste rund!
Ein Gedicht von Sie wurden je nach Wunsch geschminkt,
Conny Gütlich was nach einer Menge Arbeit klingt!
Doch mit Feuereifer waren wir zu Gange,
und uns wurde gar nie Bange,
denn so brav und geduldig wurde gewartet,
und dann mit Volldampf losgestartet!
Die wildesten Tiere waren mit von der Partie,
und Langeweile gab es nie!
Friedlich saßen Löwen, Bären und Tiger beieinand‘,
das ist doch wirklich allerhand!
Auch ganz besonders edle Damen gaben sich ein Stell-dich-ein,
Meeresprinzessin oder Blumenfee, na was darf es denn wohl sein?
Unermesslich waren die Ideen,
reichten vom Vampir, bis hin zu Feen,
alles unseren ungeübten Händen entsprang,
waren überrascht, dass es so gut gelang!
Den Kindern diese Gaudi wirklich gefiel,
das war ja schließlich auch unser Ziel!
Zwar wurde manche Entscheidung zur Qual
Doch wir freuen uns aufs nächste Mal!

20
21
Interview
Im Dialog mit Dr. Rainer Koch

Seit wann und warum bist du in der SPD? raubenden Achtzigerjahre ausgezehrten Ortsverein,
Ich war kommunalpolitisch drei Lebensjahr- stieß aber zugleich auf sehr motivierte politische
zehnte lang nicht sehr interessiert und habe nicht Mitstreiter wie unter anderem Dieter Knautz, Wolf-
selten meinen Vater belächelt (durchaus aber gang Schubert, Gottfried Stein und Albert Hingerl.
auch bewundert), weil er sich als 2. Bürgermeis- Wir hatten eine Idee – „Poing 2000“ und gründeten
ter und Gemeinderat am Ort so sehr politisch das langfristige politische Projekt einer SPD-Bür-
engagierte. Dann musste er mit meiner Mutter gerliste. Wir wollten Poing kommunalpolitisch
1989 aus Poing wegziehen und schied aus dem verändern, wirklich gestalten, die Familie und das
Gemeinderat aus. Das nutzte die Poinger CSU, um Leben am Ort in den Mittelpunkt allen Handelns
das Rathaus komplett zu übernehmen und auch stellen und vor allem für fraktionsübergreifende
den Posten des 2. Bürgermeisters durch die CSU Zusammenarbeit einstehen. Und vor allem wollten
zu besetzen. Nur aus optischen Gründen wurde wir – damals noch fast ein reiner SPD-Männerclub
Johanna Olbrich (SPD) zur 3. Bürgermeisterin ge- - ein politisches Engagement von Frauen und von
wählt. Die CSU hatte die absolute Mehrheit (mit Parteifreien. Was politischen Erfolgen oft im Weg
11 von 21 Gemeinderäten, inkl. Ersten Bürger- stand, glückte uns – die Arbeit im Team. Albert Hin-
meister). Das fand ich so ärgerlich und unver- gerl wurde Spitzenkandidat und 2. Bürgermeister,
antwortlich, dass ich am nächsten Tag zu Dieter Gottfried Stein Ortsvorsitzender und ich Fraktions-
Knautz, dem damaligen Ortsvorsitzenden, fuhr, vorsitzender, sowie Sportreferent im Gemeinderat.
meinen Mitgliedsantrag unterschrieb und mein Über die Jahre hinweg wurden wir immer stärker
Engagement als Kommunalpolitiker begann. Ab und im Poinger Gemeinderat zur führenden Kraft.
2000 – seit der Amtszeit von Albert Hingerl als 2000 war der „Traum“ Realität: Albert Hingerl wurde
Erster Bürgermeister – setzte ich als Fraktionsvor- zum Ersten Bürgermeister gewählt, 2008 schafften
sitzender durch, dass stets sein Stellvertreter von wir die Sensation: die SPD wurde stärkste Frak-
der CSU und der 3. Bürgermeister von den Freien tion im Gemeinderat, 6 Frauen, 4 Männer und 1
Wählern kommt. Bürgermeister! Ich selbst blicke heute zufrieden auf
nunmehr 19 Jahre für die SPD im Gemeinderat und
Was hast du in der SPD erreicht? 8 Jahre, von 1996 bis 2004, im Kreistag zurück.
„Über Nacht“ fasste ich damals den Entschluss,
für eine andere Kommunalpolitik in Poing zu Wie siehst du die Verbindung Fußball und SPD?
sorgen. Eine „CSU-Alleinregierung“ lehnte ich Direkt gibt es keine Verbindung. Aber der Mensch
22 entschieden ab. Ich traf auf einen durch die kraft- Rainer Koch gibt natürlich seine Überzeugungen
Koch

nicht in der Umkleidekabine des Stadions ab. ist vor dem nächsten Spiel – das gilt in der Politik
Dr. Rainer Koch
„Fußball“ ist strikt parteipolitisch neutral, das und in meinen Fußballfunktionen beim DFB und
wurde am 18. Dezember 1958 in
ist gerade seine Stärke. Fußball integriert Alt und BFV. Alles sind Wahlämter und man muss sich die Kiel geboren – die Mutter kam
Jung, Deutsch und Nichtdeutsch, Mann und Frau, Zustimmung der Wähler und Delegierten immer aus Berlin, der Vater aus Kiel.
Seit 1964 lebt der Richter am
Katholik und Moslem, Rot und Schwarz (und wieder neu erarbeiten. Darüber hinaus hat man in Oberlandesgericht München
nicht nur beim 1. FC Nürnberg). Aber „Fußball“ ist einem Ehrenamt vor jeder Neuwahl auch immer das in Poing, er ist verheiratet und
Vater einer 16-jährigen Tochter.
gerade deshalb sehr stark „gesellschaftspolitisch“. Recht, sich zu überlegen, ob man noch einmal kan- Rainer Koch ist DFB-Vizepräsident
Egidius Braun, langjähriger DFB-Präsident hat didieren will. Die nächsten Wahlen sind aber noch und Präsident des Bayerischen
Fußball-Verbandes. Seit 1989 ist
einmal gesagt: „Fußball ist mehr als 1:0“. Fußball fern und beschäftigen mich deshalb jetzt nicht. Ich er Mitglied der SPD, von 1990 bis
steht eben auch für soziales Engagement, für bin im Moment sehr zufrieden, darf ich doch das 2004 war er Fraktionsvorsitzender
im Poinger Gemeinderat. Die
Toleranz, für Respekt vor dem Mitmenschen, für tun was ich immer wollte: für Gerechtigkeit und SPD-Landtagsfraktion entsendet
Gleichheit, für Integration, Antirassismus, usw... Gleichheit aller Menschen, für den Fußball, die ihn am 23.5.2009 als Delegierten
zur Wahl des Bundespräsidenten
Für diese Themen steht auch unsere Partei. schönste und bedeutendste Nebensache der Deut- nach Berlin.
schen und für meinen Heimatort Poing zu arbeiten.
Deine Zukunftsplanung in SPD und Fußball? Das Interview führte Albert Hingerl.
Das kann man nicht planen. Nach dem Spiel 23
Bilanz & Ausblick
Was uns bewegt

Uns bewegt ein neues Verkehrskonzept. Gewerbeflächen in der Hauptstraße stärker mit der
Der SPD-Bürgerliste ist es gelungen, auch die Ortsmitte vernetzen.
anderen Parteien am Ort zu überzeugen, Poings
Verkehrssituation zu verbessern. Unser Verkehrs- Mit uns bleibt Poing die Nr. 1 für
konzept wird fortgeschrieben. Wir fordern, den Familien und Kinder.
Verkehrsfluss auf Poings Straßen für Verkehrsteil- Poings Zukunft sind die Kinder. Daher hat die SPD-
nehmer komfortabler zu gestalten und gleichzei- Bürgerliste schon in den 90er Jahren die Weichen
tig die Belastung für die Anwohner, insbesondere für eine kinderfreundliche Politik gestellt. Wir sind
durch Lärm, so gering wie möglich zu halten. Spitze bei Kinderkrippen, -gärten und -horten.
Durch den Bau von Fuß- und Radwegen werden Wir möchten den Spitzenplatz bei der Familienpo-
wir die Verkehrssituation deutlich verbessern. litik auch künftig beibehalten. Wir setzen auf die
In der Gruber Straße brauchen wir zusätzliche Beteiligung der Jugendlichen im Jugendbeirat, wo
Ampeln und deren Synchronisierung, um das Ab- Heranwachsende eigenverantwortlich über ihre Zu-
biegen beispielsweise aus der Kirchheimer Allee kunft entscheiden. Mit ehren- und hauptamtlichen
zu ermöglichen. Nur so können wir die Staus zu Kräften gelingt es, unseren hohen Standard weiter
den Stoßzeiten reduzieren. auszubauen. Wir unterstützen die Jugendszene mit
dem Einsatz einer Streetworkerin (aufsuchende
Wir werden die S-Bahn-Situation verbessern. Jugendarbeit)
Auf unsere Forderung hin wurden bereits die
Bahnhofsausstattungen in Grub und Poing mo- Bildungspolitik
dernisiert. Wir bleiben weiter dran und setzen uns Wir sind am Ziel. Poing erhält eine Realschule.
dafür ein, dass auch die neue Express S-Bahn in Bildung gepaart mit Bürgerengagement siegt über
Poing hält und der 10-Minuten-Takt eingeführt CSU-Starrsinn. Das Schlüsselwort heißt Koopera-
wird. Ebenso wichtig ist die Erhöhung der Sicher- tionsschule. Die Hauptschule kooperiert mit einer
heit an den Bahnhöfen z. B. durch Videoüberwa- Realschule, die in Poing nun gebaut werden kann.
chung. Gut beleuchtete und sichere Bahnhöfe Auch wenn die Schulen weiterhin eigenständig ar-
sind für eine Gemeinde in Großstadtnähe von beiten, wird die „Poinger Modellschule“ alle Schüler
enormer Bedeutung. Die behindertengerechte in eine bessere Zukunft führen. Unsere Grund- und
und kinderwagenfreundliche Bahnüberführung Hauptschule genießt einen sehr guten Ruf. Dafür
wird in Zukunft die Ortsteile besser verbin- und für den Ausbau der Ganztagesschule werden
24 den – vor allem wird sie Alt-Poing und dessen wir uns auch weiterhin engagieren.
Wir setzen uns für wohnortnahe stärken. Das kommunale Energiekonzept wird in
Einkaufsmöglichkeiten ein. Zukunft für die finanzielle Entlastung des Gemein-
Ob Alt-Poing, Neu-Poing oder Ortsmitte: Die dehaushalts sorgen. Beispielsweise mit Geothermie
Möglichkeiten, wohnortnah einzukaufen, müssen wollen wir zusätzlich nachhaltige Rahmenbedin-
in Poing Bestand haben. Dafür haben wir bereits gungen schaffen, die es dem Bürger ermöglichen,
neue Flächen für Einkaufsmöglichkeiten in Neu- unter mehreren Energieträgern auszuwählen und
Poing durchgesetzt und kämpfen auch weiterhin zukunftsweisend CO2-Emissionen einzusparen.
für Alt-Poing. Die neue Postfiliale sichert dabei
den Standort des REWE-Marktes im Poinger Wir denken voraus:
Süden. Wichtig ist es, auch weiterhin die Haupt- Poing 2020
straße als Wohn- und Geschäftsstraße attraktiv zu
halten. Die neue Bahnüberführung ist dabei ein
entscheidender Schritt, um die Anbindung der Ein l(i)ebenswertes Poing heute und in Zukunft ist
Ortsmitte an Alt-Poing zu verbessern. In Zukunft das Ziel der SPD-Bürgerliste. Das Ehrenamt ist die
vergrößern die Erweiterung des City-Centers, Stütze alles Erreichten und Erreichbaren. Daher
Geschäfte im neuen V-Haus und der neue Lidl- müssen Vereine, Bürgerinitiativen und alle freiwilli-
Markt das Angebot Poings. gen Helfer gefördert werden. Das Bürgerhaus ist ein
wegweisender Schritt, um geeignete Entfaltungs-
Kultur räume zu bieten. Der zweite Bauabschnitt ist unser
Das Jahr 2010 wird zum kulturellen Höhepunkt. erklärtes Ziel. Damit werden im neuen Bürgersaal z.
Poing feiert 1150-jähriges Bestehen. B. kulturelle Veranstaltungen der Musikkapelle oder
des Poinger Forums möglich. Unabhängig von der
Ihre Wahl, unser Versprechen: Realschule braucht Poing eine neue Dreifachturn-
Eine verantwortliche Gemeindepolitik halle für die Sportvereine. Auch die Erweiterung des
Gute Kommunalpolitik lässt sich in Zahlen be- Seniorenzentrums gehört zu den zukunftsweisenden
schreiben. Unsere Gemeinde ist heute durch die Aufgaben der Gemeinde.
Arbeit von Bürgermeister Albert Hingerl schul-
denfrei. Wir haben einen Gewerbesteuersatz, der
weit unter dem bayerischen Durchschnitt liegt.
Damit gelingt es, Arbeitsplätze in Poing zu halten
und auszubauen sowie die lokale Wirtschaft zu 25
Der SPD-Stammtisch –
austauschen, engagieren, bewegen

„Immer für Sie da“ ist für uns nicht nur ein Wahl-
kampfslogan, sondern dauerhaftes Programm.
Ein Beispiel dafür ist unser offener SPD-Stamm-
tisch, zu dem der SPD-Ortsverein zusammen
mit der Fraktion der SPD-Bürgerliste einlädt. Zu
unseren regelmäßigen Gästen zählt unser Erster
Bürgermeister Albert Hingerl.
Wir sind ein offenes Bürgerforum, zu dem nicht
nur die Freunde der SPD zugelassen sind. Wer
kommt, übt durchaus auch mal Kritik, bringt eige-
Das Krokodil als Maskottchen: Die
SPD-Bürgerliste ist eine offene Gemein- ne Ideen und Anregungen ein, hat Informations-
schaft, die keine Parteimitgliedschaft
erfordert. Damit haben alle Bürger die bedarf oder möchte sich einfach mal wieder mit
Möglichkeit, Gemeindepolitik aktiv anderen politisch Interessierten austauschen.
mitzugestalten.
Der SPD-Ortsverein informiert in dieser Runde
über die regionale und überregionale Arbeit der
SPD. Die Fraktion berichtet aus dem Gemein-
derat. Wir diskutieren mit den Bürgerinnen und
Bürgern über aktuelle Themen wie beispielsweise
die Problematik zwischen Hundehaltern und
Spaziergängern, der Diskothekenstandort, das Si-
cherheitskonzept im Bereich des S-Bahnhofs, die
Frauenparkplätze im Park&Ride-Gebäude oder
das Dauerthema Realschulstandort Poing.
Die Diskussionen mit unseren Gästen sind uns
ausgesprochen wichtig. Ihre Beiträge und Anre-
gungen sind unser direktes Feedback auf unsere
eigene Arbeit. Sie sind die Inspiration und Grund-
lage für unsere erfolgreiche Politik für Poing.
Bärbel Kellendorfer-Schmid
26
Aufkleber-Museum:

Tel. 08121/78522 · Fax 08121/78626


Eichenweg 4 · 85586 Poing

Griechisches Spezialitäten Restaurant


www.restaurant-afrodite.de
Tel. 08121/76523
Öffnungszeiten: 11:30 - 14:00 Uhr · 17:30 - 24:00 Uhr
Samstag: 17:30 - 24:00 Uhr
Warme Küche tägl. bis 22:00 Uhr
Gruber Str. 46a · 85586 Poing

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27
Gedenken
Der SPD-Ortsverein Poing trauert um
seine verstorbenen Mitglieder und
Freunde und wird ihnen ein ehrendes
Gedenken bewahren.

28
Wir brauchen Sie!

Gestalten Sie die Zukunft Poings mit. Der Ortsverein ist die Bürgerinitiative der SPD. Dort können Sie
Freunde finden, Gemeinsames erleben, Aktionen mitmachen. Dabei geht es oft um naheliegende
Probleme, die direkt angepackt und gemeinsam gelöst werden können. Das verschafft Befriedigung
und zeigt, dass Handeln besser ist als Reden. Über die Ortsvereine werden auch die Kandidaten be-
stimmt, die für den Gemeinderat, für den Kreistag, für den Landtag und den Bundestag kandidieren.
Der Ortsverein ist lebendige und aktuelle Demokratie und letzten Endes auch die Grundlage für das,
was in der „großen Politik“ geschieht.

Werden Sie Mitglied in der bayerischen SPD.


Gestalten Sie mit in der Poinger SPD-Bürgerliste.

MITREDEN · MITWIRKEN · MITBESTIMMEN


Bitte Zutreffendes ankreuzen, Absender nicht vergessen
und an den SPD-Ortsvorstand schicken unter FAX 08121/79479

Ich interessiere mich für die SPD und wünsche ein persönliches Gespräch
Ich möchte zur nächsten Mitgliederversammlung eingeladen werden.
Ich will Mitglied der SPD werden.

Name: __________________________________________________________ Vorname: ________________________________________________________

Geburtsdatum: __________________________________________________ Telefon: __________________________________________________________

Straße: _________________________________________________________ Ort: ______________________________________________________________

Datum: ________________________________________ Unterschrift: __________________________________________


29
Festprogramm
50-Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins Poing
am Samstag, 25. April 2009 im Liebhartsaal

Einlass: ca. 18:30 Uhr

> Begrüßung, Interviews


> Essen und Musik
> Zeiterinnerungen 1
> Ehrungen
> Zeiterinnerungen 2
> Tanz-Party mit der Band CHECK

Moderation: Susanne Gall-Stöckl, Dr. Rainer Koch

30
SPD Fraktion 2008

v. l. n. r: Christine Bloch, Eva-Maria Siegel-Persichini, Erster Bürgermeister Albert Hingerl, Wolfgang Schubert, Florian Stern, Bärbel Kellendorfer-Schmid, Claudia
Demmel, Peter Maier, Angelika Ertl, Sonja Schoenle, Dr. Rainer Koch

Impressum:
Herausgeber und verant- Druck: Alle weiteren Bilder:
wortlich für den Inhalt: Druck+Verlag E. Vögel, SPD-Ortsverein Poing
SPD-Ortsverein Poing, vertreten durch 93491 Stamsried Alle Angaben erfolgen nach
Eva-Maria Siegel-Persichini, www.verlag-voegel.de bestem Wissen und Gewissen,
Lindacher Straße 3, 85586 Poing jedoch unter Ausschluss jeglicher
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Ortsverein Poing
Lindacher Straße 3
85586 Poing