Sie sind auf Seite 1von 10

Schulaufgabe BWR

Erstellung eines Blog

Unsere Arbeitsgruppe besteht aus acht Schülerinnen. Folgende


Themen wurden erarbeitet:

I) Der Kauf von Anlagegüter / Hansel, Anna und Wortzfeld,


Linda
II) Ursachen und Auswirkungen der Abschreibung auf
Sachanlagen / Gnatz, Theresa
III) Berechnung und Buchung der Abschreibung / Schmidbauer,
Stefanie
IV) Der Verkauf gebrauchter Anlagegüter / Weitzer, Julia

Diese Ausarbeitungen stellen teilweise die Grundlage für meinen Blog


dar.
I. Der Kauf von Anlagegütern

Grundsätzliche Definition von Anlagegütern

Alle Vermögensgegenstände eines Unternehmens, die dazu bestimmt sind, dem Unternehmen für einen
längeren Zeitraum oder auch dauerhaft zu dienen. Der Gegenbegriff zum Anlagevermögen ist das
Umlaufvermögen.

Die Notwendigkeit von Neuanschaffungen und der Investitionsbegriff

Die Notwendigkeit von Neuanschaffungen ergibt sich aus

 Erstanschaffungen (z. B. bei Firmengründung, Produktionserweiterung)


 Abnutzung
 das Wirtschaftsgut wird den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht (z. B. EDV-Bereich)
 das Wirtschaftsgut funktioniert nicht mehr

Folgen, bzw. mögliche Folgen nach Neuanschaffungen

 weniger liquide Mittel


 evtl. höhere Schulden
 Personalabbau bzw. gegebenenfalls Neueinstellungen
 Höhere Produktivität

Der Investitionsbegriff

Investition = Kapital wird langfristig in Anlagevermögen umgesetzt


Zweck einer Investition = Das Unternehmen will höhere Erträge erzielen/konkurrenzfähig
bleiben

Ein Investitionsgut - muss in das Inventar und in die Bilanz aufgenommen werden
- zählt als Wertgegenstand
- wird über den erwarteten Lebenszeitraum abgeschrieben
- bleibt als Anlagevermögen im Betrieb
Unterscheidung nach Zweck der Investition:

• Gründungsinvestition (bei Firmengründung)


• Erweiterungsinvestition (z. B. Vergrößerung des Unternehmens, Erhöhung der Produktion)
• Ersatzbeschaffung (veraltete Wirtschaftsgüter werden durch aktuelle ersetzt)
• Rationalisierungsinvestition

Unterscheidung nach Gegenständen:

• Immaterielle Investition (Lizenzen, Patente etc.)


• Sachinvestition (Gebäude, Grundstücke etc.)

• Finanzinvestition (Geldanlagen, Aktien, Beteiligungen etc.)

Unterscheidung nach Funktionen:

• Forschungsinvestition
• Absatzinvestition
• Fertigungsinvestition

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Anschaffungskosten sind Aufwendungen, die geleistet werden, um

• einen Vermögensgegenstand zu erwerben


• ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen

Zu den Anschaffungskosten gehören

• Anschaffungspreis netto
• Anschaffungsnebenkosten netto
Zu den Anschaffungsnebenkosten gehören z. B. Transport, Versicherung, Programmierung Software.
Speziell beim Kauf von Immobilien oder Grundstücken fallen noch weitere Nebenkosten wie
Grunderwerbssteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten an.

Nicht zu den Anschaffungskosten gehören z. B. Geldbeschaffungskosten (Zinsen) und


Bearbeitungsgebühren. Das sind laufende Aufwendungen (Kontenklasse 7)

Merke:
Anschaffungskosten sind Nettokosten
Anschaffungspreisminderungen sind abzusetzen
Verbuchung der Anschaffungskosten

Die Buchung lautet:

Aktivkonto Anschaffungskosten (netto) an Verbindlichkeiten oder Bank oder Kasse (brutto)


Vorsteuer (anteilige Steuer)

Geringwertige Wirtschaftsgüter und Kleingüter

Geringwertige Wirtschaftsgüter und Kleingüter des Anlagevermögens sind:

• Abnutzbar
• Beweglich
• Zu einer selbständigen Nutzung fähig

Zu den geringwertigen Wirtschaftsgütern zählen nur Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einer Höhe
von 410 €. Die Buchung erfolgt auf dem aktiven Bestandskonto 0890 GWG; die Abschreibung erfolgt in
voller Höhe, gesammelt zum Jahresende.

Kleingüter, deren Anschaffungskosten netto 60 € nicht übersteigen, sind sofort als Betriebsausgaben
abzugsfähig und werden auf dem Aufwandskonto 6890 Büromaterial gebucht.
II. Ursachen und Auswirkungen der Abschreibung auf Sachanlagen

Grundsätzliche Definition des Begriffes „Abschreibung“

Unter Abschreibung versteht man den jährlichen Wertverlust, der bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern des
Anlagevermögens auftritt.

Ursachen der Abschreibung

Der ständige Wertverlust der Anlagegüter muss genau erfasst und einkalkuliert werden. Mögliche Ursachen
für den Wertverlust sind:

• Technischer Fortschritt (z. B. Erfindungen, Computer und Software)


• Natürlicher und technischer Verschleiß
• Außerordentliche Umstände (z. B. Unfall, Feuer-, Sturm- oder Wasserschaden)

Dieser Wertverlust muss handelsrechtlich als Abschreibung erfasst werden. Steuerrechtlich spricht man von
„Absetzung für Abnutzung“ (AfA).

Auswirkungen der Abschreibung

• Die Anlagegüter müssen mit dem Zeitwert in der Buchhaltung ausgewiesen werden. Die Werte in der
Bilanz würden sonst nicht dem tatsächlichen Wert entsprechen. Aktiviert wären nur die
Anschaffungskosten. Für das Unternehmen selbst, aber auch für Geschäftspartner, ist es wichtig, die
wirtschaftliche Lage des Unternehmens richtig einschätzen zu können.

• Abschreibungen sind Aufwand und mindern den Gewinn - dadurch zahlt das Unternehmen weniger
Steuern. Die geringere Steuerbelastung erhöht die liquiden Mittel, die das Unternehmen für
Neuanschaffungen einsetzen und somit die Betriebssubstanz erhalten kann.
• Die Abschreibungen werden in den Verkaufspreis der Produkte einkalkuliert und fließen als
Umsatzerlöse in das Unternehmen zurück. Dies führt ebenfalls zu mehr flüssigen Mitteln für Ersatz-
und Erweiterungsinvestitionen.

Merke:

Durch die Abschreibungen wird der Wert des Unternehmens richtig dargestellt und der Betrieb in
seiner Substanz erhalten

Abschreibungstabellen zur Ermittlung der Nutzungsdauer

Die Abschreibungstabellen dienen dazu, eine einheitliche Mindestnutzungsdauer für vergleichbare


Wirtschaftsgüter festzulegen. Sie werden vom Bundesfinanzministerium erstellt und für alle Unternehmen
verpflichtend festgelegt.

Dies schließt aber nicht aus, dass Anlagegüter länger, als in der AfA-Tabelle vorgesehen, genutzt werden. In
der Regel stehen diese dann mit einem Erinnerungswert von 1 € in den Büchern des Unternehmens.
III. Berechnung und Buchung der Abschreibung

Man unterscheidet im Wesentlichen folgende Abschreibungsvarianten:

• Lineare Abschreibung
• Degressive Abschreibung

In beiden Fällen wird die Wertminderung direkt auf dem Aktivkonto des Anlagegutes im Haben gebucht. Das
aktive Bestandskonto nimmt dadurch in seinem Bestand ab (direkte Abschreibung).

Die lineare Absetzung für Abnutzung

Die lineare Absetzung für Abnutzung verteilt die Anschaffungskosten gleichmäßig über den Zeitraum der
voraussichtlichen Nutzungsdauer gemäß AfA-Tabelle und wird nach folgender Formel berechnet:

Anschaffungskosten (netto)
Jährliche Abschreibung = ---------------------------------------
Nutzungsdauer in Jahren

Vorteil ist eine einfache Berechnung der Abschreibung durch jährlich gleichbleibende AfA-Beträge.
Nachteilig ist, dass die Abschreibungsbeträge nicht dem tatsächlichen Verlauf der Wertminderung
entsprechen, da die Anlagegüter anfänglich mehr an Wert verlieren.

Die Buchung lautet:

Abschreibungen auf Sachanlagen an aktives Bestandskonto

Die degressive Absetzung für Abnutzung

Die degressive Absetzung für Abnutzung verteilt die Anschaffungskosten in fallenden Beträgen über den
Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauer und wird nach folgender Formel berechnet:

Anschaffungskosten x Abschreibungssatz %
Abschreibung im 1. Jahr = -------------------------------------------------------------
100

Restbuchwert x Abschreibungssatz %
Abschreibung ab 2. Jahr = -------------------------------------------------------------
100
Die degressive Abschreibung kann bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens
angewendet werden. Der Abschreibungssatz entspricht dem doppelten AfA-Satz der linearen AfA, höchstens
20 %.
Vorteil ist, dass die Abschreibungsbeträge den tatsächlichen Verlauf der Wertminderung widerspiegeln. Die
anfängliche höhere Abschreibung vermindert sich im Laufe der Nutzungsdauer.
Nachteilig ist die umständlichere Berechnung der Abschreibung.

Die Buchung lautet:

Abschreibungen auf Sachanlagen an aktives Bestandskonto

Übergangsmöglichkeiten zwischen den Abschreibungsarbeiten

Ein Wechsel zwischen den aufgezeigten Abschreibungsarten ist möglich, aber nur von der degressiven zu der
linearen AfA. Der Wechsel kann für jedes Wirtschaftsgut nur einmal durchgeführt und nicht mehr rückgängig
gemacht werden.

Die neue, lineare AfA berechnet sich nach folgender Formel:

Restbuchwert
Lineare AfA bei Übergang = ------------------------------------------------------
Restnutzungsdauer

Sinnvoll ist der Wechsel, wenn der Restbuchwert, verteilt auf die restliche Nutzungsdauer höhere AfA-
Beträge ergibt, als der degressive AfA-Satz.

IV. Verkauf gebrauchter Anlagegüter

Mögliche Auswirkungen beim Verkauf von Anlagegütern

Beim Verkauf von Anlagegütern kommen drei verschiedene Möglichkeiten in Betracht

1. Verkauf zum Buchwert


Der Nettoverkaufserlös entspricht genau dem Buchwert. Es entsteht weder ein Gewinn noch ein Verlust.

2. Verkauf über dem Buchwert

Der Nettoverkaufserlös liegt über dem Buchwert. Es wird ein Veräußerungsgewinn erwirtschaftet.

3. Verkauf unter dem Buchwert

Der Nettoverkaufserlös liegt unter dem Buchwert. Es entsteht ein Veräußerungsverlust.

Buchungen beim Verkauf von Anlagegütern

Die Verbuchung beim Verkauf von Anlagegütern erfolgt immer in zwei Schritten.

Im ersten Schritt wird in allen drei aufgezeigten Möglichkeiten der Nettoverkaufserlös auf dem
Übergangskonto 5410 Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen verbucht. Zu beachten ist, dass
Verkauf eines Anlagegutes für den Unternehmer umsatzsteuerpflichtig ist.

Der Buchungssatz lautet:

2800 Bank (oder 2880 Kasse) an 5410 Nettoverkaufserlös


4800 anteilige Umsatzsteuer

Im zweiten Schritt wird untersucht, ob der Verkauf neutral, gewinn- oder verlustbringend ist.
Dabei wird das in der Buchführung des Unternehmens erfasste Anlagengut ausgebucht und das
Übergangskonto 5410, auf dem der Nettoverkaufserlös zunächst gebucht wurde, wieder aufgelöst.

Die entsprechenden Buchungssätze lauten:

1. Verkauf zum Buchwert

5410 Nettoverkaufserlös an Aktivkonto Anlagegut

Aktivtausch – Keine Auswirkungen auf die Bilanzsumme

2. Verkauf über dem Buchwert


Der Veräußerungsgewinn ist zu errechnen und über das Konto 5460 Erträge aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen zu buchen

5410 Nettoverkaufserlös an Aktivkonto Anlagegut


5460 Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen

Aktivtausch/-verlängerung - Die Bilanzsumme steigt um den Gewinnbetrag

3. Verkauf unter dem Buchwert

Der Veräußerungsverlust ist zu errechnen und über das Konto 6960 Verluste aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen zu buchen.

5410 Nettoverkaufserlös an Aktivkonto Anlagegut


6960 Verluste aus dem Abgang
von Vermögensgegenständen

Aktivtausch/-verkürzung – Die Bilanzsumme sinkt um den Verlustbetrag

Verena Leger
26.04.2009