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„Sachbericht“

Antirassistisches Bildungsjahr 2012

„Sachbericht“ Antirassistisches Bildungsjahr 2012 AKuBiZ e.V.

AKuBiZ e.V.

27. Januar 2012 - Kranzniederlegung zum Gedenktag

Wie jedes Jahr fand auch 2012 eine Gedenkveranstaltung der Stadt Pirna zum 27. Januar statt. Dabei waren über 100 Menschen anwesend und gedachten den Opfern des Nationalsozialismus. Auch in und um Pirna waren hunderte Menschen von den Verbrechen der Nazis betroffen. So bestand ein kleines Außenlager des bayrischen KZ Flossenbürg.

KZ Pirna Zatzschke-Mokethal

Von Januar bis April 1945 bestand in Pirna ein kleines Lager, in dem unter ande- rem jüdische Häftlinge zur Arbeit gezwungen wurden. Über 130 Menschen waren in Zatzschke-Mockethal interniert. Ein kleiner Gedenkflyer erinnert heute an das Lager. Zwei Gedenkplätze erinnern an die Opfer des Lagers, geben aber keinen Hinweis auf seinen Standort.

Wir legten an verschiedenen Stellen in Pirna Blumen im Gedenken nieder. Auch 2012 nahmen wir an der offiziellen Veranstaltung am VVN-Denkmal teil. Außerdem auch an der kleinen Zeremonie am Denkmal in Copitz und legten Blumen am KZ-Mahnmal auf dem Lohmener Friedhof nieder.

auch an der kleinen Zeremonie am Denkmal in Copitz und legten Blumen am KZ-Mahnmal auf dem
auch an der kleinen Zeremonie am Denkmal in Copitz und legten Blumen am KZ-Mahnmal auf dem
auch an der kleinen Zeremonie am Denkmal in Copitz und legten Blumen am KZ-Mahnmal auf dem

13./18. Februar 2012 - Anti-Nazi-Proteste in Dresden

Protest gab es - wie bereits in den ver- gangenen Jahren - am 13.02.2012 in Dresden. Bereits am Vormittag fand der Rundgang „Täterspuren“ statt. Er ging vorbei an der ehemaligen Villa des Dresdener NSDAP Politikers Mar- tin Mutschmann. Ab 1935 war Mutsch- mann sächsischer Ministerpräsident. Am Stadtrundgang nahmen über 2000 Menschen teil. Zu Blockaden gegen den Naziaufmarsch kam es dann im Anschluss. An mehreren Stellen wa- ren diese errichtet wurden. Am World Trade Center gab es unter anderem Livemusik. Mehrere tausend Menschen verhinderten so, dass die Nazis ihre an- gemeldete Route durchführen konnten. Auch das städtische Gedenken wurde thematisiert.

Zu einer der größten Antifademonst- rationen in der deutschen Nachkriegs- geschichte versammelten sich am 18. Februar in Dresden mehr als 10.000

Menschen. Die Demonstration war nö- tig geworden, nachdem in Sachsen die Ermittlungsbehörden schon seit Mona- ten die Jagd auf mutmaßliche Antifa- schistinnen und Antifaschisten eröffnet hatten. Am Block der “antisächsischen Extrem_ist_innen” beteiligten sich fast 3.000 Menschen, um damit ihren Un- mut “Gegen das sächsische Demokra- tieverständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus” auf die Straße zu tragen. Auch das Aktionsbündnis “Dres- den Nazifrei” und mehrere Antifagrup- pen hatten sich einem gemeinsamen

einen antifaschistischen

Aufruf “

Konsens!” eingesetzt und zur Großde- monstration mobilisiert.

für

Eigentlich wollten auch an diesem Tag Nazis marschieren, sagten dies aber ab!

zur Großde- monstration mobilisiert. für Eigentlich wollten auch an diesem Tag Nazis marschieren, sagten dies aber
zur Großde- monstration mobilisiert. für Eigentlich wollten auch an diesem Tag Nazis marschieren, sagten dies aber
zur Großde- monstration mobilisiert. für Eigentlich wollten auch an diesem Tag Nazis marschieren, sagten dies aber

20.02.2012 - Dynamo Dresden unterstützt AKuBiZ

Dynamos Aufstiegsheld Dani Schahin kehrte am Freitagabend, dem 03.02.2012, mit Greuther Fürth erstmals nach seinem Weggang im Sommer nach Dresden zurück. Bereits im Vorfeld der Partie freute sich Dani auf das Wiedersehen mit seinen alten Mannschaftskollegen, die sich vor dem Spiel etwas Besonderes für ihn einfallen ließen.

„Meine Aufstiegsschuhe habe ich nach den erfolgreichen Relegationsspielen ge- gen Osnabrück als persönliche Erinnerungsstücke aufgehoben und gebe sie jetzt gern für einen guten Zweck her. Und hoffe natürlich, dass die Versteigerung mög- lichst viel Geld einbringt.“ sagt Dani Schahin

Die Schuhe von Dynamos Aufstiegsheld werden ab Montag, dem 06.02.2012, auf www.dynamo-dresden.de versteigert. Der Erlös wird dem AKuBiZ e.V. aus Pirna zur Verfügung gestellt, der sich aktiv mit den Themen Rassismus und Antisemitis- mus in unserer Gesellschaft auseinandersetzt. AKuBiZ e.V. betreibt aktiv Aufklä- rungsarbeit in der Region, organisiert Ausstellungen, Begegnungsfahrten, Buch- lesungen oder kleinere Konzerte. Seit dem Jahr 2006 veranstaltet AKuBiZ e.V. den Antirassistischen Fußball-Cup in der Sächsischen Schweiz und jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit ein Solikonzert für Asylsuchende. Mit den Einnahmen unterstützt der AKuBiZ e.V. die Arbeit der AG Asylsuchende in der Sächsischen Schweiz.

Die Versteigerung endete am 20.02.2012 und brachte 1001 Euro.

die Arbeit der AG Asylsuchende in der Sächsischen Schweiz. Die Versteigerung endete am 20.02.2012 und brachte

Veranstaltungen im Februar

25.02. - Gespräch und Film: Brigadistas

DIE LINKE Sächsische Schweiz - Osterzgebirge zeigte gemeinsam mit AKuBiZ e.V. den Dokumentarfilm „Brigadistas“ des Filmemachers Daniel Burkholz. Er war selbst in Pirna und hat mit den Anwesenden über die Entstehung des Films, die Brigadistas und seine künftigen Projekte gesprochen. Auch nach dem Film gab es eine interessante Diskussion, auch zum Thema Neonazis. Nach wie vor ist unsere Region bundesweit dafür bekannt eine Hochburg der Nazis zu sein. Daniel Burkholz wohnt in Bochum.

70 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs kehren die letzten noch lebenden in- ternationalen Freiwilligen, die für Freiheit und Demokratie und gegen den Faschismus des Generals Franco gekämpft haben, nach Spanien zurück. Die Brigadistas, 36 Frauen und Männer – die Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt –, begeben sich auf eine Reise, die sie von Madrid über Zaragossa nach Barcelona quer durch Spanien führt. Einem Land, in dem sie auch nach so langer Zeit noch begeistert gefeiert werden. Diese Reise ist für viele von ihnen die letzte und die Brigadistas wissen das. Sie berichten über das Erlebte und wollen ihre Ideen und Ideale weitergeben. „Brigadistas“ ist ein intensives und einfühlsames Portrait dieser Menschen. Der Film zeichnet ein Bild, in dem Begeisterung aber auch Nachdenklich- keit ihren Platz haben.

26.02. - Vortrag bei der Grünen-Jugend in Coswig

Der Bundesausschuss der Grünen Jugend (Bundesverband) tagte für ein Wochenende in Coswig, um sich mit verschiedenen Themen auseinander zu setzen. Dazu zählte auch die Beschäftigung mit antirassistischer arbeit in der Zeiten der Extremismusklausel. Dazu hatten sie uns eingeladen. Es spielte die Geschichte der Einführung, die Debatte zur Ablehnung des Förderpreises und der aktuelle Stand der Gegenproteste eine Rolle.

Die Teilnehmenden beschlossen die Unterstützung der Proteste fortzuführen.

aktuelle Stand der Gegenproteste eine Rolle. Die Teilnehmenden beschlossen die Unterstützung der Proteste fortzuführen.

02.03.2012 - Eröffnung der K2 - Kulturkiste auf der Kirchgasse 2 in Pirna

Am 02. März 2012 eröffnet nun in Pirna unser Infotreff - dieser ist das Ergebnis einer lan- gen Suche nach Räumen für antifaschistische Bildungsarbeit. Die Räume liegen zentral in der Nähe des Marktes und bieten Platz für kleinere Ausstellungen, Vorträge, Filmbespre- chungen, Lesungen und Seminare. In einem weiteren Raum ist eine Bibliothek mit über 700 Büchern eingerichtet. Dort gibt es auch einen offenen PC-Arbeitsplatz und verschie- dene kostenfreie Informationsmaterialien.

Getragen wird der Infotreff durch die Pirnaer Ortsgruppe des Roten Baum e.V. und AKuBiZ e.V. - beide Vereine haben eine lange Tradition. Ist der Rote Baum e.V. vor allem durch die Ausrichtung von offener Jugendarbeit in Dresden sowie die Durchführung von Jugendwei- he und Ferienfahrten bekannt, steht AKuBiZ e.V. für Geschichtsprojekte und Bildungsver- anstaltungen.

Wir feierten mit rund 100 Gästen, die zur Eröffnung der K2 - Kulturkiste gekommen wa- ren. Zuvor waren etwa 50 Menschen dem Aufruf zum historischen Stadtrundgang gefolgt. Dabei waren der Ernst-Thälmann-Platz, das ehemalige Volkshaus und die Gedenktafel im Friedenspark Punkte, an denen über die Zeit im Nationalsozialismus informiert wurde. Wir bedanken uns bei allen Gästen für ihr Kommen und die vielen Glückwünsche.

bei allen Gästen für ihr Kommen und die vielen Glückwünsche. Zwei Zeitungsartikel aus den Dresdener Neuste
bei allen Gästen für ihr Kommen und die vielen Glückwünsche. Zwei Zeitungsartikel aus den Dresdener Neuste
bei allen Gästen für ihr Kommen und die vielen Glückwünsche. Zwei Zeitungsartikel aus den Dresdener Neuste
bei allen Gästen für ihr Kommen und die vielen Glückwünsche. Zwei Zeitungsartikel aus den Dresdener Neuste

Zwei Zeitungsartikel aus den Dresdener Neuste Nachrichten

März-Veranstaltungen in der Pirnaer K2-Kulturkiste

März-Veranstaltungen in der Pirnaer K2-Kulturkiste Kurz nach der Eröffnunung der Pirn- aer Kulturkiste starteten wir mit
März-Veranstaltungen in der Pirnaer K2-Kulturkiste Kurz nach der Eröffnunung der Pirn- aer Kulturkiste starteten wir mit
März-Veranstaltungen in der Pirnaer K2-Kulturkiste Kurz nach der Eröffnunung der Pirn- aer Kulturkiste starteten wir mit
März-Veranstaltungen in der Pirnaer K2-Kulturkiste Kurz nach der Eröffnunung der Pirn- aer Kulturkiste starteten wir mit

Kurz nach der Eröffnunung der Pirn- aer Kulturkiste starteten wir mit einer Reihe von Veranstaltungen durch. Au- ßerdem beleben wir seit unserer Eröff- nung die historische Gasse mit neuem Leben.

Eine Reihe kostenfreie Bücher stehen Pirnaer_innen und Besucher_innen der Stadt zur Verfügung. Daneben gibt es jede Menge Informationen zu den Themen Demokartie und Diskriminie- rung.

Wir starteten am 16. März mit einer Veranstaltung zu „NPD in den Par- lamenten“. Lutz Richter resümierte, dass die NPD ihre Sitze kaum nutzt und auf kommunaler Ebene keine Er- folge zu verzeichnen hat. Ausnahmen seien die Gemeinden Ratmannsdorf und Schöna.

21. März: „Roma Hetze nebenan!“ ge-

stalteten Antifaschist_innen aus Zit- tau, die Einblicke in die Übergriffe in Tschechien haben. Dort demonstrie-

ren seit Monaten Rassist_innen gegen die Roma-Bevölkerung. Es werden Vorurteile geschürt und zu Übergrif- fen aufgerufen. Auch deutsche Nazis beteiligen sich an den Protesten in Tschechien.

Zum 1. Kulturkisten-Quiz spielten am

24. März fünf Teams gegeneinander.

In fünf Kategorien wurden je 10 Fra- gen gestellt. Nach eineinhalb Stunden setzte sich das Team „Arktischer Früh- ling“ durch und qualifizierte sich damit für die Ausrichtung des nächsten Qui-

zes.

Alles in allem war der März recht gut besucht und mit Veranstaltungen aus- gebucht. Über diesen Zeitraum war auch die Ausstellung „Spanischer Bür- gerkrieg zu sehen“. Wir freuen uns auf weitere Monate

30. März 2012 - Das braune Netz Lesung mit Markus Bernhardt

„Naziterror – Hintergründe, Verharm- loser, Förderer“ - Buchvorstellung

Als im November 2011 eine neofa- schistische Terrorgruppe aufflog, die mehr als dreizehn Jahre lang unge- hindert morden und bomben durfte, wurde ein Skandal ruchbar, der so mancher Verschwörungstheorie den Rang abläuft. Die Terroristen waren nicht etwa nur von den Strafverfol- gungsbehörden nicht behelligt, son- dern von den Inlandsgeheimdiensten auch noch gefördert worden. Während Regierungspolitiker den größten Ge- heimdienstskandal der BRD als tech- nische Panne verharmlosen und sein wahres Ausmaß verschleiern, leuchtet Markus Bernhardt die Hintergründe des Zusammenwirkens der Geheim- dienste und militanten Neonazis aus und nennt Verharmloser, Vertuscher und Förderer beim Namen. Wird dem Treiben des braunen Netzes mit sei- nen Fäden bis in den Staatsapparat hinein nicht energischer Widerstand entgegengesetzt, so steht zu befürch- ten, dass sich die zuständigen Be- hörden auch künftig mit Vorliebe der Kriminalisierung von Antifaschisten widmen, während die Nazis ungestört ihr blutiges Handwerk üben.

Markus Bernhardt (Jahrgang 1977) ist Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschis- tinnen und Antifaschisten (VVN - BdA) und lebt in Berlin.

tinnen und Antifaschisten (VVN - BdA) und lebt in Berlin. Artikel aus der DNN, Eine Veranstaltung

Artikel aus der DNN, Eine Veranstaltung in Koopera- tion mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ver-di-Ju- gend Sachsen in der K2 - Kulturkiste.

Eine Veranstaltung in Koopera- tion mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ver-di-Ju- gend Sachsen in der K2 -
Eine Veranstaltung in Koopera- tion mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ver-di-Ju- gend Sachsen in der K2 -

20. April - 04. Mai 2012 „Rechts rockt Sachsen“ in Torgau

‚‘Rechts rockt Sachsen‘‘

- Neonazi-Musik und Subkultur - 20. April bis 4. Mai 2012: Sonderausstellung im ‚‘Evangelischen Jugendbildungsprojekt wintergrüne‘‘, Torgau

Das „Evangelische Jugendbildungsprojekt wintergrüne“ in Torgau zeigt unter dem Titel „Rechts rockt Sachsen“ eine Sonderausstel- lung zu Musik der Neonazi-Szene. Die Aus- stellung präsentiert auf zwölf Tafeln Hinter- grundinformationen zu rechtsextremer Musik und Symbolen.

„Wenn Neonazis versuchen, Jugendliche mit Musik für ihre menschenverachtende Ideologie zu gewinnen, ist das besonders schmerzlich“, sagt Beate Senftleben, Leiterin des Evange- lischen Jugendbildungsprojektes. „Genau an dieser Stelle möchte die provokante Ausstel- lung „Rechts rockt Sachsen“ aufklären“.

Zur Ausstellungseröffnung (20. April, 16 Uhr) wird Susanne Feustel vom Verband Christli- cher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Sachsen ein Referat halten. Die Torgauer Jugendband „TeilzeitOptimisten“ wird die Eröffnung musi- kalisch umrahmen. Während der zweiwöchi- gen Ausstellungszeit ist es nach Absprache möglich, Workshops zum Thema Neonazi- Musik zu besuchen. Die Ausstellung im Ju- gendbildungsprojekt „wintergrüne“ ist eine Kooperation mit dem Alternativen Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz e.V., dem a.l.i.a.s. Dresden sowie der Bürgerinitia- tive für Demokratie Torgau.

Wintergrüne ist nicht nur ein Name, sondern auch die Adresse (Wintergrüne 2). Sitz ist das Gebäude der Alten Superintendentur, einem Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert. Hier vollendeten im März 1530 Martin Luther, Jo- hann Bugenhagen, Justus Jonas und Philipp Melanchthon in Vorbereitung auf den Augs- burger Reichstag die Torgauer Artikel.

www.reformiert-info.de

Reichstag die Torgauer Artikel. www.reformiert-info.de Foto: Wütende Nazis des Aktionsbündnis Nord- sachsen zur
Reichstag die Torgauer Artikel. www.reformiert-info.de Foto: Wütende Nazis des Aktionsbündnis Nord- sachsen zur

Foto: Wütende Nazis des Aktionsbündnis Nord- sachsen zur Ausstellungseröffnung

20.-22. April 2012 - Wanderung auf den Spuren der „Roten Bergsteiger“

Vom 20.04. - 22.04. wanderten wir auf den Spuren der sogenannten „Roten Bergsteiger“. Am Freitagabend gab es einen kurzen Einführungsvortrag zum Thema. Dabei ging es auch um den Begriff und welche Schwierigkeiten mit ihm verbunden sind. Es wurde diskutiert, wie sich die Gedenkpolitik in den letzten Jahren veränderte und warum eine Reihe von Er- innerungstafeln abmontiert wurden.

Am Samstag fand dann die erste Tour statt, die uns von Stadt Wehlen, durch den Uttewal- der Grund, Lohmen, Mockethal und Dorf Wehlen wieder zurück führte. Dabei gab es Infor- mationen an der Gedenktafel des ehemaligen Chorleiters Kurt Schlosser. Dieser wurde von den Nazis in Dresden hingerichtet, weil er sich Widerstandsaktionen angeschlossen hatte.

Am Sonntag besuchten wir weitere Orte, an denen Widerstand gegen Faschisten gelebt wurde, aber auch Orte der Verfolgung von Antifaschist_innen. So gab es ein Referat am Hockstein über das ehemalige Lager auf der Burg Hohnstein. Rund 5000 Häftlinge waren dort interniert - einige von ihnen starben an den Folgen von Mißhandlung, andere sprangen von den Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht mehr.

Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht
Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht
Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht
Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht
Burgmauern in den Tod, um Folter zu entgehen. Eine Ausstellung über das frühe Konzentrationslager existiert nicht

24.-26. April 2012 -

zur

Extremismusklausel

- Podium, Prozess, Diskussion -

- zur Extremismusklausel - Podium, Prozess, Diskussion - Verwaltungsgericht Dresden erklärt Extremismusklausel für

Verwaltungsgericht Dresden erklärt Extremismusklausel für komplett rechtswidrig

Gemeinsame Pressemitteilung von AKuBiZ e.V. / Amadeu Antonio Stiftung / BAGD / BAGKR

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Dresden hat nach heutiger Verhandlung die Extre- mismusklausel des Bundes in Gänze für rechtswidrig erklärt. Geklagt hatte das Alternative Kultur- und Bildungszentrum (AKuBiZ e.V.) aus Pirna.

Steffen Richter, Vorsitzender des AKuBiZ e.V.: „Bei aller Freude über das Urteil, so ist es traurig, dass wir es überhaupt erstreiten mussten. Die Extremismusklausel ist eine aktive Be- hinderung der wichtigen Arbeit gegen Rechts vor Ort. Die Auffassung des Gerichts bestätigt, dass Demokratiearbeit nicht mit Misstrauen begegnet werden darf.“

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung (BAGD), der größte Zusammen- schluss von Initiativen im Bereich von Demokratieförderung und Engagement gegen rechte Ideologien und Neonazis zeigt sich hoch erfreut über die wegweisende Entscheidung.

Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung zur heutigen Verhandlung:

„Das Urteil bestätigt unsere Auffassung, dass solche Staatsbekenntnisse und Bespitzelungs- aufforderungen nicht rechtskonform sind.“

Friedemann Bringt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR): „Demokratie muss gelebt werden. Frau Schröder ist aufgefordert, diese rechts- widrige Klausel sofort zurückzunehmen. Eine Entschuldigung bei den Initiativen, die sich tagtäglich vor Ort für Demokratie einsetzen, wäre angebracht.“

Fast in jeder regionalen und überregionalen Zeitung erschienen Artikel über den Prozess, den Verein und die Extremismusklausel (Foto: Artikel am 26. April in der DNN)

25.-28. Mai - Pfingstcamp der Linksjugend Sachsen in Doksy/ Tschechien

- Pfingstcamp der Linksjugend Sachsen in Doksy/ Tschechien Schon traditionell organisiert AKuBiZ und andere Initiativen
- Pfingstcamp der Linksjugend Sachsen in Doksy/ Tschechien Schon traditionell organisiert AKuBiZ und andere Initiativen

Schon traditionell organisiert AKuBiZ und andere Initiativen ein Cafézelt auf dem pfingstcamp der Linksjugend Sachsen. Im Zelt - beziehungsweise davor - gibt es Ausstellungen, eine Le- seecke, Verkaufsstände und Fair-Trade-Kaffee. Wie in jedem Jahr wurden auch Vorträge angeboten bzw. nahmen wir an einigen interes- santen Workshops teil. Nach den Ereignissen zum gewonnen Prozess gegen die Extremis- musklausel war klar, dass dies Bestandteil eines Vortrages werden sollte. Unter der Rubrik „Neues aus der Anstalt“ berichtete AKuBiZ von der Klage vor dem Verwaltungsgericht Dres- den gegen die sogenannte Demokratieerklärung von Bundesministerin Kristina Schröder. Wir informierten über den aktuellen Stand und die Diskussionen in der bundesweiten Zivil- gesellschaft. Kristina Schröder: „Die Klausel wird bleiben. Ich werde meinen Weg da unbeirrt fortsetzen.“ (Welt Online 26.11.11) Wir sagen: die Klausel wird nicht bleiben! Die Fortsetzung des Weges ist nicht Unbeirrbarkeit – er führt gemeinsam mit Extremismustheorie die Sack- gasse. In weiteren Vorträge ging es um den Spanischen Bürgerkrieg. Er war/ist eine der bedeu- tendsten Konflikte in der Geschichte der antifaschistischen Bewegung. Wichtig ist aber auch die Analyse der Auseinandersetzungen im antifaschistischen Lager. Vor dem aufziehenden „Zweiten Weltkrieg“ wird die Iberische Halbinsel zum Testfeld der faschistischen Kriegsma- schinerie, für Antifaschist_innen zur letzten Möglichkeit den Faschisten, Nazis und Falangis- ten entgegenzutreten. Ein Grundlagenvortrag mit einer Übersicht der beteiligten Seiten und einem chronologischen Ablauf. Grundlage auch für spannende Diskussionen. „Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine.“ - George Orwell Wir werden auch gern im nächsten Jahr wieder mit Vorträgen zur Verfügung stehen und versuchen die Gemütlichkeit des Cafézeltes weiter auszubauen. Wir freuen uns über Unter- stützung und jeden Menge netter Menschen!

April/ Mai 2012 - Veranstaltungen in der K2 Kulturkiste

Am 02. April erhielten wir Besuch von der Europaabgeordneten Conny Ernst (LIN- KE). Nach einem Gespräch zur aktuellen Situation der Asylsuchenden im Landkreis, folgte ein Vortrag zur Rechten im Europa- parlament. Am 05. April referierte Lutz Rich- ter über die Geschichte des „Spanischen Bürgerkrieges“. Zu unseren Referenten zählte aber auch der Professor der Evan- gelischen Hochschule Uwe Hirschfeld. Er sprach über die Grundlagen des materialis- tischen Geschichtsverständnisses.

Am 01. Mai 2012 wurde die Ausstellung „Gedenkplätze – Gegen die Idee der Ge- walt setzen wir die Gewalt der Idee!“ eröff- net und am 08. Mai folgte eine Veranstal- tung zum Tag der Befreiung im Anschluss an das Gedenken im Friedenspark. Dabei wurden Lieder des Widerstands und der Verfolgung vorgestellt. Mit Betroffenen rechter Gewalt beschäftigten wir uns am 11. Mai – an diesem Tag stellte sich die RAA-Opferberatung Dresden vor. Zum 2. Großes Kulturkisten-Quiz rätselten aus- geloste Teams, um den Sieg. Ein kleiner Büchermark unterstützte von 18. Mai – 01. Juni unsere Arbeit. Über 700 verschiedene Bücher wurden gegen Spende vergeben bzw. verschenkt. Viele Menschen nutzten die Chance. Am 23. Mai gab es einen Info- nachmittag des Roter Baum e.V.

vergeben bzw. verschenkt. Viele Menschen nutzten die Chance. Am 23. Mai gab es einen Info- nachmittag
vergeben bzw. verschenkt. Viele Menschen nutzten die Chance. Am 23. Mai gab es einen Info- nachmittag
vergeben bzw. verschenkt. Viele Menschen nutzten die Chance. Am 23. Mai gab es einen Info- nachmittag
vergeben bzw. verschenkt. Viele Menschen nutzten die Chance. Am 23. Mai gab es einen Info- nachmittag

01. und 02. Juni 2012 Veranstaltungen am Markt der Kulturen

Am 02. Juni fand – wie in jedem Jahr – der Markt der Kulturen statt. Der ausschließlich kul- turellen Veranstaltung wollen wir inhaltliche Themen entgegen stellen. Sachsen als weltoffe- nes Land? Wir haben Zweifel. Drei Vorträge stellen sich verschiedenen Frage:

01. Juni 2012 – 18 Uhr – Zeigen wir den Film „Tod eines Vertragsarbeiters“ im Gedenken an

Jorge Gomondai. Der Mosambikaner wurde im April 1991 von Nazis in Dresden ermordet. Der Abend wir begleitet von Emiliano Chaimite, der 1991 nach Dresden kam und sich seither gegen Rechts engagiert.

02. Juni 2012 – 11 Uhr – Erklärt die Kampagne Sachsens Demokratie, wie Nazisgegner_in-

nen in Sachsen geschätzt werden. Die selben Politiker_innen, die Engagement fordern, for- cieren dann Hetzkampagnen, wenn ihnen dies zu politisch wird.

02. Juni 2012 – 15 Uhr – Erzählt der Journalist Fritz Burschel, wie Medienvertreter_innen in

das Visier der Geheimdienste geraten können. „Systemfehler Verfassungsschutz“ heißt der

Vortrag über eine dringende Frage: Brauchen wir den VS?

Die Spenden der beiden Tage kommen der Familie von Jorge Gomondai zu Gute. Jahrelang warteten sie in Mosambique auf eine offizielle Entschuldingung. Die drei Veranstaltungen waren einer von wenigen politischen Beiträgen zum Markt der Kulturen.

Entschuldingung. Die drei Veranstaltungen waren einer von wenigen politischen Beiträgen zum Markt der Kulturen.
Entschuldingung. Die drei Veranstaltungen waren einer von wenigen politischen Beiträgen zum Markt der Kulturen.
Entschuldingung. Die drei Veranstaltungen waren einer von wenigen politischen Beiträgen zum Markt der Kulturen.
Entschuldingung. Die drei Veranstaltungen waren einer von wenigen politischen Beiträgen zum Markt der Kulturen.

Juni und Juli in der K2 Kulturkiste

Juni und Juli in der K2 Kulturkiste Der Juni startete am 09. um 10 Uhr mit
Juni und Juli in der K2 Kulturkiste Der Juni startete am 09. um 10 Uhr mit
Juni und Juli in der K2 Kulturkiste Der Juni startete am 09. um 10 Uhr mit
Juni und Juli in der K2 Kulturkiste Der Juni startete am 09. um 10 Uhr mit

Der Juni startete am 09. um 10 Uhr mit einer Weiterbildung zu Asylverfahren. Diese wur- de geleitet durch Ali Moradi vom sächsischen Flüchtlingsrat. Ali ist außerdem Mitglied der Här- tefallkommission, die Stellungnahmen zu Ab- schiedungen erstellt. Am gleichen Abend fand dann die Lesung „Träu- me Digitaler Schläfer“ mit der Autorin Anja Küm- mel statt. Anja stellte ihr neues Buch vor - einen Zukunftsroman. Die Frage, „Was sind Kommunalparlamente?“ versuchte Lutz Richter am 15. Juni in der Kultur- kiste zu beantworten. Macht es Sinn, sich in ein Gremium wählen zu lassen? Welche Entschei- dungsmöglichkeiten haben diese? Mit solchen Fragen setzten sich die Teilnehmenden ausein- ander. Im Gedenken an den 22. Juni organisierten wir eine Veranstaltung zum Überfall auf die Sowje- tunion. Mit dem Film „Komm und Sieh“ wurde an den Tag 1941 erinnert. Ein Vortrag einer Leip- ziger Geschichtsinitiative des Conne Island um- rahmte den Abend. Erneut widmeten wir uns den Situationen in anderen Ländern am 27. Juni. Der Vortrag „Rechtspopulismus in den Niederlanden“ erzähl- te über die Strukturen rechter Parteien und ihre Protagonisten. Die Referentin Lotte Caudri ist Mitglied des Jugendrings. Am 30. Juni starte dann in Pirna die erste Rad- tour über Copitz - Jessen - Liebethal nach Por- schendorf. Dort bogen wir ein in den Radweg der ehemaligen Bahntrasse nach Schönfeld und weiter über Reizendorf nach Pillnitz und an der Elbe zurück nach Pirna. Die Strecke war mit ca. 40 km eine Aufwärmrunde - ganz schön warm :) Die Tour endete in der K2 mit lecker Essen und dem Film „9 Tage hinter Barrikaden“. Am 11. Juli gab es dann den Vortrag „Der 1. Mai in der DDR“. Darin setzte sich der Referent der TU Dresden mit der Umsetzung der Veranstal- tungen vor 1990 auseinander. Er hat dabei ei- nen kritischen Blick auf den Umgang. Am 18. Juli gab es dann noch einen Vortrag zu „Griechenland und der Finanzkrise“. Stathis Soudias wurde in Griechenland geboren und lebt heute in Dresden. Er ist Mitglied des Kommunal- politischen Forum und erklärte seine Sicht auf die griechische Politik und den Umgang deut- scher Medien.

Wieder einmal also ein volles Programm!

14. Juli 2012 - Der erste CSD in Pirna

In vielen Städten der Bundesrepublik und Europas wird jedes Jahr der CSD gefeiert. Der “Christopher Steet Day” ist mittlerweile ein Aktionstag, an dem für die Gleichberechti- gung und die Akzeptanz verschiedener Lebensweisen und Liebesweisen gestritten und gekämpft wird. Die Ausgrenzung verschiedener sexueller Identitäten ist für uns, auch in Pirna und im Landkreis nicht hinnehmbar. Es ist wichtig, sich auch in ländlichen Region gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- gendern und intergeschlechtlichen Menschen zu engagieren. Aller Orten begegnen uns Diskriminierung von Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Die finanzielle Benachteiligung von gleichgeschlechtlichen Paaren – ob im Standesamt, in Kultur- und Freizeiteinrichtungen, oder Anderorts – sind nur ein Ausschnitt, einer ganzen Reihe von Ungerechtigkeiten.

Wir sind zudem empört über die sexistischen und homophoben Ausfälle einer Bad Lau- sicker Stadträtin gegenüber einem bekennenden homosexuellen Bundestagsabgeordne- ten. Sie glaubt sich in ihren hasserfüllten Einlassungen auf der Seite der Mehrheit der Be- völkerung. Und leider ist vielerorts ein Klima zu spüren, in denen sich solche Menschen einer breiten Unterstützung wähnen. Dies zeigt sich auch in der aktuellen Diskussion der Evangelischen Kirche. Dort lehnen es hunderte Einzelpersonen und Gemeinden ab, dass homosexuelle Pfarrer_innen mit ihren Partner_innen in Pfarrhäusern wohnen dürfen. Der Protest kommt dabei vor allem aus dem konservativen Erzgebirge.

Das Motto, welches wir gewählt haben, heißt: “Liebe ist für alle da!”. Dabei sind wir uns dessen bewusst, dass auch Liebe verschiedene Formen haben kann. Wir wollen, dass Menschen die schwul, lesbisch, bi-, trans-, und intersexuell leben und lieben auch re- spektiert und entsprechend gleich behandelt werden.

Kommt deshalb am 14.07. ab 15 uhr auf den Pirnaer Markt! Wir streiten gemeinsam für gleiche Rechte! Im Anschluss wird ab 19 Uhr im Grünen Laden auf der Schlossstraße 4 in Pirna der Film “Coming Out” gezeigt. Der Eintritt ist frei.

ab 19 Uhr im Grünen Laden auf der Schlossstraße 4 in Pirna der Film “Coming Out”

21. Juli 2012 6. Antirassistischer Fussball-Cup in Lohmen

25 Teams, so viele wie noch nie zuvor, hatten sich zum 6. Antirassistischen Fußball-Cup in Lohmen angemeldet. Letztendlich erschienen waren nur 19 Teams und das sollte sich wegen der üblichen Verspätungen auch als gut erweisen. Der Sportplatz in Lohmen verfügt zwar über eine erstligataugliche Flutlichtanlage, diese wollten wir aber nicht erst austesten.

Der Spaß stand beim Turnier an erster Stelle. Obwohl es in der Einladung hieß: „Gegen- seitiger Respekt und Akzeptanz ist unser Grundsatz für dieses Event. Es geht hierbei nicht um Nationalität, Religion, Geschlecht und sexuelle Vorlieben. Wer mitspielen will, sollte vor allem Fairness zeigen und Spaß am Spiel mitbringen,“ musste das Team der Elbkickers aus Pirna leider nach Hause geschickt werden und wurde auch für das kommende Jahr vom Turnier ausgeschlossen.

Neben dem Fußball war Raum für Gespräche mit Freund_innen, die wir viel zu selten sehen. Das Team von 1953International bereicherte das Turnier mit einer Ausstellung über ihre an- tirassistische Arbeit bei Dynamo Dresden. Daneben gab es lecker vegetarisches Essen und selbst für die Kleinsten gab es einen Spielplatz, eine Tischtennis-Platte und die Möglichkeit zu basteln oder sich schminken zu lassen.

Kurz schwappte Oberliga-Atmosphäre beim Klassiker Chemie Leipzig gegen die Dynamos von 1953International durch die Lohmener Arena, begleitet von einer Pyro-Einlage, lieferten sie die beiden Teams ein unterhaltsames Spiel.

Den Fairplay-Pokal gewann das Team der Chemie Leipzig-Ultras. Letztendlich hat das Team „Alter Friedhof Sebnitz“ in einem packenden 9-Meter-Schießen-Finale vor „Chemie Leipzig“ und „Makabi Dresden“ das Turnier gewonnen. Hier bewies es sich als weitsichtig mit Schiris zu spielen, so konnte der Ball geschätzte 10-20 Mal noch einmal passgenau auf den 9-Me- ter-Punkt gelegt werden und niemand mußte mit dem Gefühl, benachteiligt worden zu sein, einen der Pokale entgegen zu nehmen.

Der Antira-Cup finanziert sich dieses Jahr übrigens aus Mitteln des Freistaates Sachsen (ohne eine Klausel unterschreiben zu müssen), aus dem Spendentopf der Linksfraktion im SLT und zum Teil aus dem Erlös, der bei der Versteigerung der Aufstiegsschuhe von Dani Schahin (Dynamo Dresden) zusammen gekommen ist. Vielen Dank an Alle, die uns unter- stützt haben: die Vokü für die Top-Verpflegung, die Schiris für ihre umsichtigen Entscheidun- gen ohne Torkameratechnik oder Chips im Ball, die Sanis - die leider wieder viel zu oft im Einsatz waren und an den FSV Lohmen.

Torkameratechnik oder Chips im Ball, die Sanis - die leider wieder viel zu oft im Einsatz

Juli 2012 - Treffen mit Überlebenden des Nationalsozialismus

Da habe ich noch einmal Glück gehabt, eine sehr allgemeine Phrase, die oft fällt und auf- gehoben in diesem Gespräch eine völlig neue Konnotation erhält, denn „Glück gehabt“ so sagte es Martha, eine Überlebende, bezieht sich auf das am leben sein. Sie verbrachte ihre Kindheit ab 1942 in Theresienstadt und zwei Jahre später wurde sie nach Auschwitz depor- tiert und hat dort ihren Vatern sowie ihre Mutter verloren. Von „Glück“ sprach sie, als Martha in der Nähre von Zittau in einem Arbeitslager sehr schwere Arbeit, in einer Textilfabrik, ver- richten musste und die Rote Armee sie befreite bevor sie auf einen Todesmarsch geschickt wurde. Sie arbeitete später als Zahnarzttechnikerin und konnte sich darüber freuen, dass ihr Bruder den Holocaust überlebte. Das Glück was Ihr widerfuhr und auf das sich ein derartiger Genozid nie wiederholen wird, teilt Sie ihre Geschichte mit Kindern und Jugendlichen an Schulen.

1933 kam Michal Salomonovic auf die Welt. In Ostrau wo er damals lebte zwangen die Nazis die jüdische Kultusgemeinde ihnen 1000 Mitglieder ihrer Gemeinde für den Bau eines Ar- beitslagers zur Verfügung zu stellen. Unter diesen befand sich sein Vater, das Lager wurde grenznah erbaut und bei Überschreitung der Grenze sollte geschossen werden. Aufgrund dessen das die Jüdinnen und Juden keine Papiere hatten und es vereinzelt dennoch schaff- ten die Grenze zu überqueren wurden sie vom russischen Militär verhaftet. Sein Vater wollte nicht über die Grenze fliehen, selbst wenn sich eine Gelegenheit geboten hätte, er kehrte immer wieder nach Hause zurück, wo ihn später die Nazis töteten. Michal selbst kam als erstes nach Litzmannstadt, einem Ghetto in Lodz. Von dort aus wurde er nach Ausschwitz deportiert, anschließend kam er als Zwangsarbeiter nach Dresden und als die Rote Armee von Osten her sich Dresden näherte wurde die Menschen Richtung Westen gebracht. Nach der Befreiung befand er sich in Böhmen und bekam Kartoffeln geschenkt, die erste aß er mit Schale, Sand und Allem, bei der zweiten jedoch begann er die Kartoffeln vorher zu schälen, so berichtete er. Von diesem Tag an isst er am liebsten Kartoffeln und es hat sich bis heute nichts daran geändert.

Die tschechische Staatssicherheit hat sie 1969 auf ihre politische Gesinnung hin überprüft, damit musste sie ihre Arbeit als Leiterin aufgeben und unterrichtete weiterhin in einem Kur- ort. In der Tschechischen Republik wurde eine Liste veröffentlicht in welcher festgehalten wurde, welche Menschen von wem in Zeiten der Satellietenstaaten denunziert wurde. Sie hat überlegt nachzusehen wer ihr das Leben erneut erschwerte und hat sich dagegen ent- schieden, da es ebenso Freund_innen sein konnten oder gar Bekannte die schon verstorben sind. Es blieben viele Fragen offen bzw. wurden aufgeworfen aber vielleicht ist es genau das, was so ein Treffen ausmacht.

sind. Es blieben viele Fragen offen bzw. wurden aufgeworfen aber vielleicht ist es genau das, was
sind. Es blieben viele Fragen offen bzw. wurden aufgeworfen aber vielleicht ist es genau das, was

22. Juli - Geschichte erwandern! Gedenkwanderung um Pirna

22. Juli - Geschichte erwandern! Gedenkwanderung um Pirna Über 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche
22. Juli - Geschichte erwandern! Gedenkwanderung um Pirna Über 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche
22. Juli - Geschichte erwandern! Gedenkwanderung um Pirna Über 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche

Über 18 Kilometer erstreckte sich die dritte geschichtliche Wanderung in diesem Jahr. Eingeladen waren Freund_innen und Interessierte. Startpunkt war am Sonntag der Parkplatz am Forstamt in Graupa, wo es eine kleine Einführung in die Situation vor den Reichstagswahlen im März 1933 gab. So gehörte die Gemeinde Graupa zu denen, wo die NSDAP auf Platz 1 gekommen war. Damit kam es zu einer langen Reihe von gewalttätigen Aktionen in der damaligen Amtshauptmann- schaft Pirna. Bücher wurden verbrannt, Naturfreundehäuser besetzt und Antifaschist_innen verhaftet. Einer von ihnen war Fritz Richter, Kopf der Graupaer KPD. Erster Halt war auf der Lohngrinstraße, wo die Familie damals wohnte. Nach langer Haft in Zwickau und dem KZ Sachsenburg musste er in einem Strafbataillon dienen. Seither verliert sich seine Spur.

Von Graupa ging es über Jessen nach Mockethal, wo ein ehe- maliges Außenlager des KZ Flossenbürg bestand. Genau wie die anderen Außenlager in in der Region Sächsische Schweiz - Königstein und Porschdorf - unterstand das Lager in Pirna/ Mockethal-Zatzschke dem Geilenberg-Stab. Bewacht wurde das Außenlager durch den Kommandoführer und SS-Ober- scharführer Erich von Berg sowie durch weitere SS-Bewacher. Gegen Berg ermittelte die Staatsanwaltschaft Würzburg, die Ermittlungen stellte sie aber 1979 wegen Verjährung ein.

In Lohmen besichtigten wir dann den Gedenkplatz für ehema- lige Häftlinge. Ein Gedenkstein erinnert auf dem Friedhof an die Opfer, ohne dass der Ort der Verbrechen benannt wird. Lohmen war außerdem der Arbeitsort von Gerhard Schubert, dem ehemaligen Direktor der Schule. Nach Denunziation wur- de das SPD-Mitglied verhaftet und auf die Burg Hohnstein ge- bracht. Nach Folterungen stürzte er sich von der Burgmauer. Vor 1990 trug die Schule seinen Namen.

Die letzten Kilometer führten durch den Liebethaler Grund, vor- bei an Mühlsdorf und Liebethal, nach Bonnewitz. Dort gründe- te Martin Kretschmer eine Einrichtung für geistig Behinderte Menschen. Sie arbeitete, während nur wenige Kilometer weg auf dem Pirnaer-Sonnenstein gemordet wurde. Erst nach Be- endigung der so genannten Aktion T4, gerieten die Bonnewit- zer ins Visier der Gestapo. Martin Kretschmer wurde verhaftet und im KZ Klinkerwerk (Außerlager des KZ Sachsenhausen) ermordet. Das Haus wurde beschlagnahmt und als Kriegswai- senhaus fortgeführt. Heute gibt es wieder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Das letzte Stück ging es dann noch einmal durch den Bon- newitzer Wald nach Graupa. Dort endete die Wanderung am Staatsbetrieb Sachsenforst. Wir danken Allen für ihre Teilnah- me.

05. September - Gedenkfeier und Broschüre zu Martin Kretschmer

September - Gedenkfeier und Broschüre zu Martin Kretschmer Gedenkbroschüre über Martin Kretschmer erschienen Mehr als
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Gedenkbroschüre über Martin Kretschmer erschienen

Mehr als 70 Jahre nach der Ermordung des Pirnaer Heilpädagogen Martin Kretschmer er- schien nun eine Broschüre, die an sein Leben und Wirken erinnert. Im Sommer 1935 kam er nach Pirna, um eine Einrichtung für geistig behinderte Menschen zu eröffnen. Dazu kaufte er die alte Villa in Bonnewitz, die im Besitz der Stadt Pirna war.

Fast sechs Jahre gelang es ihm, das Haus zu führen und so auch Menschen eine Bleibe zu geben, die von den Nazis verfolgt wurden. Dazu gehörte die Berliner Geigerin Gerda Bischof, die in Bonnewitz als Lehrerin arbeiten konnte. Im Sommer 1941 geriet Martin Kretschmer dann ins Visier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), die ihn verhaftete und ins Polizeigefängnis Dresden brachte. Von dort aus deportierten sie ihn ins Konzentrati- onslager Sachsenhausen. Im Außenlager Klinkerwerk starb er dann am 19. Februar 1942. Die Einrichtung selbst wurde enteignet und der Hitlerjugend übergeben, die das Heim als Kriegswaisenhaus führte.

Die 36-Seitige Broschüre zeigt bisher unveröffentlichte Bilder und fasst erstmalig das Le- ben des Heilpädagogen zusammen, der in Deutsch-Ostafrika geboren wurde. Heraus- gegeben wurde sie von der Heilpädagogik-Bonnewitz gemeinnützige Stiftung und dem AKuBiZ e.V. Die Broschüre kann über uns für 5 € (plus Versand) erworben werden.

05.-10. September - Sentieri Partigiani

05.-10. September - Sentieri Partigiani „Es war eine wirkliche Befreiung“ Zum 19 Mal fand in der
05.-10. September - Sentieri Partigiani „Es war eine wirkliche Befreiung“ Zum 19 Mal fand in der

„Es war eine wirkliche Befreiung“

- Sentieri Partigiani „Es war eine wirkliche Befreiung“ Zum 19 Mal fand in der Nähe von
- Sentieri Partigiani „Es war eine wirkliche Befreiung“ Zum 19 Mal fand in der Nähe von

Zum 19 Mal fand in der Nähe von Reggio Emilia die Sentieri Partigiani statt und wieder reiste eine Gruppe aus Pirna und Dresden nach Reggio Emilia. Organisiert durch die Naturfreundejugend konnte so ein Eindruck von den Geschehnissen während der deutschen Besetzung Italiens gegeben werden. Fünf Zeitzeug_innen berichteten über die Resistenza, den Widerstand und die Verbrechen der Nazis und Faschisten. Der Mix aus Gesprächen und Wande- rungen ist eine seltene Variante sich mit Geschichte an authentischen Plätzen auseinander zu setzen.

Zu den Gesprächspartner_innen gehörte wieder einmal der Vorsitzende des lokalen Verband der Partisan_innen: A.N.P.I. Giacomo Notari ist seit vielen Jah- ren bei den Sentieri Partigiani dabei. Unter dem Decknamen „Willi“ schloss er sich im Mai 1944 der Resistenza an und war Partisan in einer kommunis- tischen Garibaldi-Einheit. Er kam aus einem Bergdorf im Apennin, aus einem sehr katholisch geprägten Umfeld. Insofern hatte er keine besondere anti- faschistische Vorbildung - wie er selbst sagt. „Wir lebten in ganz ärmlichen Verhältnissen und betrieben Landwirtschaft. Wir erwirtschafteten gerade so viel, dass es zum Überleben reichte. Unsere faschistische Regierung ging zwar in Nordafrika Länder besetzen und führte in Spanien Krieg, aber in unseren Dörfern gab es nicht einmal fließend Wasser oder Elektrizität.“ erzählt Giaco- mo vor über 100 Teilnehmenden.

15. September 2012 - taz-Panter-Preis

15. September 2012 - taz-Panter-Preis
15. September 2012 - taz-Panter-Preis
15. September 2012 - taz-Panter-Preis
15. September 2012 - taz-Panter-Preis

02. November 2012 - Protest gegen Brandstifter-Tour der NPD

STELLUNGNAHME ZUR RASSISTISCHEN ANTI-ASYL UND ANTIMUSLIMISCHEN KAMPAGNE DER NPD SACHSEN.

Menschenrechte sind das Fundament demokratischer Werte. Deshalb setzen sich die Unter- zeichner_innen dieser Stellungnahme für menschenwürdige Bedingungen für Asylsuchen- de sowie die Gewährleistung der Religionsfreiheit und die Wertschätzung der Religionen ein. Rassismus ist alltägliche Realität in Sachsen. Unterhalb von körperlicher Gewalt und (Neo)Nazi- Kampagnen erfahren People of Color* (POC) und Migrant_innen z.B. auf dem Ar- beits- und Wohnungsmarkt oder bei Disco-Einlass-Kontrollen rassistische Ausgrenzung und sind in gesellschaftlichen und politischen Institutionen unterrepräsentiert. Die Ablehnung des Grundrechts auf Asyl und der antimuslimische Rassismus sind ein Teil dieser alltäglichen Re- alität. Die Unterzeichnenden engagieren sich für eine demokratische und diskriminierungs- freie Gesellschaft und solidarisieren sich mit den Betroffenen von Rassismus.

Wir weisen die NPD-Kampagne gegen Asylsuchende sowie gegen muslimische Glaubens- stätten und Vereine in Sachsen entschieden zurück. Wieder versucht die NPD, die z.T. ras- sistischen Debatten zu Asyl und zum Islam anzuheizen: Seit etwa einem Jahr widmet sie sich verstärkt ihrer Anti-Asyl-Kampagne in den sächsischen Regionen - wie etwa in Schneeberg, Leipzig, Pirna, Gröditz, Chemnitz oder Dresden. Parallel dazu potenzierte die NPD die weit verbreitete Muslimfeindlichkeit, so z.B. mit ihrer Kampagne gegen den Bau von Moscheen in Sachsen. Mit der Tour in der kommenden Woche spitzt sie ihre Strategie zu und verbindet die Ablehnung von Asyl und Islam zu einem Themenkomplex. Damit versucht sie, Resonanz in weiten Teilen der Gesellschaft zu finden.

Die rassistischen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen bzw. Hoyerswerda jähren sich zum 20. bzw. 21. Mal. Gewaltbereite (Neo)Nazis dürften sich durch die NPD-Tour bestärkt fühlen, ihre Ideologie in Angriffe umzusetzen. Täglich sind People of Color Ziel von rassistischen Angriffen. Ebenso Geschäfte, Restaurants oder Imbisse, die von nicht-weißen Menschen betrieben werden; darüber hinaus Unterkünfte für Asylsuchende sowie muslimische Vereine oder Glaubensstätten. Deshalb solidarisieren wir uns mit Betroffenen von Rassismus, Asyl- suchenden und Mitgliedern von muslimischen Religionsgemeinschaften.

wir uns mit Betroffenen von Rassismus, Asyl- suchenden und Mitgliedern von muslimischen Religionsgemeinschaften.

06. November 2012 - Jüdisches Leben in Pirna und der Sächsischen Schweiz

Seit langer Zeit steht die Geschichte von Esra Jurmann zentral für die Verfolgung der Jüd_ innen aus Pirna und unserer Region. Doch neben seiner Familie gab es viele weitere, die unter den Nazis gelitten haben.

Am 6. November 2012 wird in der K2-Kulturkiste die Ausstellung „Jüdisches Leben in Pirna und der Sächsischen Schweiz“ eröffnet. Die Ausstellung möchte einen Überblick über das jüdische Leben in der Sächsischen Schweiz vermitteln und wird wieder in Erinnerung rufen, wie vielfältig dieses gewesen ist. „Wir möchten mit diesem Projekt für das jetzt schon fast vergessene jüdische Leben sensibilisieren.“, so Anne Nitschke von der Jugendinitiative Pirna.

Die Ausstellung zeigt das jüdische Leben in Pirna vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Beschreibungen reichen vom „Frühen Antisemitismus“ bis hin zu „Pirna und die „Endlösung der Judenfrage“. Weitere fünf Tafeln stellen beispielhaft einige Pirnaer jüdische Familien und deren Schicksale dar.

„Wir haben die Ausstellung so konzipiert, dass in den nächsten Monaten und Jahren wei- tere Tafeln für andere Stadte in der Sächsischen Schweiz ergänzt werden können. In kon- kreter Arbeit ist eine Tafel für die Stadt Neustadt/Sachsen, zu der wir auch schon eigene Forschung betrieben haben. Am Ende soll eine Ausstellung stehen, die einen Einblick in jüdisches Leben in der Sächsischen Schweiz gibt. Wir möchten dabei auch Menschen dazu anregen, selbst zu dem Thema weiter zu forschen.“, beschreibt Anne Nitschke von der Jugendinitiative Pirna ihre Motivation. „Für die Erweiterung der Ausstellung wünschen wir uns die Hilfe von interessierten Menschen aus dem Landkreis, die genauso wie wir ein Interesse an der Aufarbeitung der lokalen Geschichte haben.“

Das Projekt wurde durch die Jugendinitiative Pirna und mit Unterstützung des AKuBiZ e.V. erstellt und wurde teilweise mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Pro- gramm JUGEND IN AKTION finanziert. Es entstand auch ein Stadtplan.

Ausstellungseröffnung am 6. November 2012 - Beginn: 18 Uhr. Ort: Kulturkiste K2, Kirchgasse 2, 01796 Pirna

Die Ausstellung kann bis zum 21. Dezember 2012 jeden Montag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 15 bis 20 Uhr besucht werden. Im November zusätzlich jeden Dienstag von 9 bis 16 Uhr.

Einige Wochen später konnten 2 weitere Tafeln präsentiert werden.

November zusätzlich jeden Dienstag von 9 bis 16 Uhr. Einige Wochen später konnten 2 weitere Tafeln
November zusätzlich jeden Dienstag von 9 bis 16 Uhr. Einige Wochen später konnten 2 weitere Tafeln

10. November - Lesung mit Küf Kaufmann

10. November - Lesung mit Küf Kaufmann
10. November - Lesung mit Küf Kaufmann
10. November - Lesung mit Küf Kaufmann

15. Dezember - Soli-Konzert für Asylsuchende im AZ Conni

15. Dezember - Soli-Konzert für Asylsuchende im AZ Conni Bereits zum achten Mal fand im Dresdener
15. Dezember - Soli-Konzert für Asylsuchende im AZ Conni Bereits zum achten Mal fand im Dresdener

Bereits zum achten Mal fand im Dresdener AZ Conni ein Soli-Konzert des AKuBiZ für Asylsuchende statt - in diesem Jahr war das Netzwerk „Asyl, Migra- tion, Flucht“ aus Dresden unser Kooperationspartner. Die beiden Künstler_innen gaben ihre Gage, um die AG Asylsuchende zu unter- stützen, die so ihre Arbeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mitfinanziert. Als Bands waren diesmal mit dabei:

breakdown aus Heidenau (Hardrock) und Micropho- ne Mafia aus Köln (Hip Hop).

Über 100 Gäste besuchten das Konzert und konnten sich an Infotischen infor- mieren. Außerdem gab es Filmvorführungen, Essen und einen Merchandise- Stand von Microphone Mafia. Kutlu - einer der Sänger der Band - stell- te außerdem das neue CD Projekt vor. Dabei gehen die beiden Hop-Hoper aus Köln mit der Auschwitz- Überlebenden Esther Beje- rano ins Studio, um alte Lieder im neuen Stil aufzu- nehmen. Die CD erscheint am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Aus- chwitz.

Ein schöner Abend - dank des Engagements von vielen Eh- renamtlichen und Menschen, denen das Leben von Asylsu- chenden wichtig ist.

Ein spezieller Dank an kutlu und Microphone Mafia!

August - Dezember 2012 - Veranstaltungen in der K2 -

Die K2 Kulturkiste bietet seit einem halben Jahr verschiedene Veranstaltungen an. Neben dem Kulturkistenquiz, in dem verschiedene Teams ge- geneinander rätseln, fanden auch Vorträge statt.

Am 21. September näherten wir uns mit Dr. Uwe Hirschfeld (Evang. Hochschule Dresden) der Frage „Was ist der Staat?“. Am 12. Oktober brachte Patrick Pritscha Beispiele, die belegen sollen, dass es einen Zusammenhang zwischen Faschismusphilosophie und rechtsoffener Eso- therik gibt. Und Ronald Blaschke vom Netzwerk Grundeinkommen gab einen Überblick auf das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkom- mens. Die Vorträge waren gut besucht und es entstanden wichtige Diskussionen.

Im November traf sich in den Räumen zum ers- ten Mal der Vorbereitungskreis zum Pirnaer CSD für das Jahr 2013. Dem folgte am 30. November ein Vortrag von Suse Feustel zu „Politisch mo- tivierter Gewalt“. Sie ging der Frage nach, wie Statistiken entstehen und was sich hinter der „lin- ken Gefahr“ verbirgt.

Zu einer Filmvorführung lud die K2 am 07. De- zember ein. Es wurde der Film „Die Geige von Cervarolo“ gezeigt, der über deutsche Kriegs- verbrechen in Italien berichtet und Zeitzeug_in- nen zu einem Prozess begleitet. Zum Film gab es italienisches Büfet mit Lambrusco aus Reggio Emilia.

Zu einer anderen Veranstaltung luden die Pira- ten des Landkreises ein und stellten die Frage „Wie wollen die Piraten Aussen- und Sicherheits- politik gestalten?“. Der Referent erklärte, unter welchen Voraussetzungen Bürger_innen diese Politik mitgestalten können. Er sprach auch von seinen persönlichen Erlebnissen als Mitglied der Bundeswehr.

Die letzte Veranstaltung fand dann mit rund 40 Gästen am 21. Dezember statt. Es wurde „Im Schatten des Panters“ der Gewinn des taz-Prei- ses gefeiert. Außerdem wurden zwei neue Ta - feln der Ausstellung „Jüdisches Leben in Pirna“ eingeweiht. Diese konnten durch Spendengel- der gedruckt werden. Bis dahin hatten über 100 Menschen die Schau besucht.

M e n s c h e n d i e S c h a u
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Bericht aus den Dresdener Neusten Nachrichten

Die AG Asylsuchende 2012

Die AG Asylsuchende 2012 2012 startete die AG Asylsuchende mit einer neu- en Internetseite. Auf www.ag-asylsuchende.de
Die AG Asylsuchende 2012 2012 startete die AG Asylsuchende mit einer neu- en Internetseite. Auf www.ag-asylsuchende.de
Die AG Asylsuchende 2012 2012 startete die AG Asylsuchende mit einer neu- en Internetseite. Auf www.ag-asylsuchende.de

2012 startete die AG Asylsuchende mit einer neu- en Internetseite. Auf www.ag-asylsuchende.de gibt es jetzt schicker und aktuellere Geschehnisse rund um die AG.

Neben den regelmäßigen Projekten konnte in die- sem Jahr eine ganz besondere Kooperation be- gonnen werden, die auch im nächsten Jahr weiter so gut laufen soll. Mit Unterstützung des Fanpro- jektes 1953international konnte Dynamo Dresden als Partnerin gewonnen werden.

Seither können Asylsuchende Spiele der SG be- suchen und Kinder können an kleinen Camps teil- nehmen. Diese Kooperation wurde auch durch die Medien gewürdigt.

Außerdem sorgten Besuche der Europaabgeord- neten Cornelia Ernst (LINKE) und des Bundes- tagsabgeordneten Ilja Seifert (LINKE) für Aufse- hen. Beide kritisierten öffentlich die Zustände im Heim für Asylsuchende in Langburkersdorf bei Neustadt.

Bei einer Weiterbildung konnten sich Mitglieder der AG und Freund_innen über die Grundlagen des Asylrechts informieren. Dazu besuchte uns Ali Moradi vom Sächsischen Flüchtlingsrat. Über die Situation in den großen Flüchtlingscamp in Afrika berichtete Cornelia Ernst, die erst kurze Zeit vorher die Lager besuchte. Auch im nächsten Jahr sollen weitere Fortbildungen folgen.

Cornelia Ernst, die erst kurze Zeit vorher die Lager besuchte. Auch im nächsten Jahr sollen weitere

Sonstiges:

Veröffentlichungen, Veranstaltungen,

Sonstiges: Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Auch 2012 versuchte AKuBiZ e.V. weiter in ver- schiedenen Bereichen aktiv
Sonstiges: Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Auch 2012 versuchte AKuBiZ e.V. weiter in ver- schiedenen Bereichen aktiv

Auch 2012 versuchte AKuBiZ e.V. weiter in ver- schiedenen Bereichen aktiv zu sein. Wir unter- stützten dabei auch Aufrufe zu Demonstratio- nen oder Soli-Schreiben für Initiativen. An einer Reihe Demonstrationen gegen Nazis nahmen wir teil.

Auf diversen Tagungen und Weiterbildungen versuchten wir uns zu schulen und neue Er- kenntnisse für unsere Arbeit zu bekommen. Im Besonderen sei hier die Konferenz der Bun- desarbeitsgemeinschaft Kirche für Demokra- tie zu erwähnen. Diese fand im November in Nürnberg statt und war mit über 150 Teilneh- menden sehr erfolgreich. In der Abschlusser- klärung hieß es:

„Wir fordern die Abschaffung der Residenz- pflicht, das Recht auf Freizügigkeit sowie zur Arbeits-aufnahme für Asylsuchende, wie von den bundesweiten Flüchtlingsprotesten ge- fordert. Die Abschaffung von Gesetzen, die zu einer Ausgrenzung von tausenden von Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben führen, ist überfällig und würde zudem rassis- tischen Zuschreibungen und Vorurteilen den Boden entziehen.“

Auch eine Reihe Veröffentlichungen konnten wir organisieren. Dabei ist der Stadtplan zu jüdischem Leben in Pirna zu erwähnen. Au- ßerdem gaben wir die 3. Auflage des Comics „Jetzt re(i)chts in Sachsnitz“ heraus, von dem noch einmal 2500 Stück gedruckt wurden.

In verschiedenen Zeitschriften und Broschüren gab es Texte zu den Aktivitäten gegen die Ex- tremismusklausel, so zum Beispiel in der antifa der VVN-BdA oder der BÜZ. Andere Magazi- ne berichteten zum Beispiel über den Antira- Cup in Lohmen. Es bleibt eines unserer Anlie- gen mit Veranstaltungen und Projekten auch in die Öffentlichkeit zu kommen. Im Jahr 2012 erschienen rund 100 Berichte über AKuBiZ in Print, Hörfunk und Fernsehen.

AKuBiZ e.V.: das Alternative Kultur- und Bildungszentrum hat seinen Sitz in Pirna. Seit 2001 organisieren

AKuBiZ e.V.: das Alternative Kultur- und Bildungszentrum hat seinen Sitz in Pirna. Seit 2001 organisieren anti- faschistische Menschen in ihrer Freizeit im Verein Bil- dungsveranstaltung. Diese Veranstaltung finden sowohl in der Region statt, als auch Überregional. Die ehrenamt- liche Arbeit wurde schon mehrfach von verschiedenen Gruppen, Parteien und Initiativen gewürdigt. Ohne die Hilfe anderer Gruppen und Einzelpersonen würde es das AKuBiZ schon lang nicht mehr geben, des- halb gilt ihnen wieder einmal unser Dank. Wir sind uns aber auch unserer Verantwortung für andere Initiativen bewusst und werden immer versuchen Hilfe zu geben.

bewusst und werden immer versuchen Hilfe zu geben. „Um das Herz und den Verstand eines anderen

„Um das Herz und den Verstand eines anderen Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt.“ (Khalil Gibran 1883 - 1931; Libanesischer Dichter, dessen zentralen Motive die Gedanken um das Le- ben und die Liebe waren)

Gibran 1883 - 1931; Libanesischer Dichter, dessen zentralen Motive die Gedanken um das Le- ben und