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Das Magazin für Kunden von Meisterhaft – 1/2013 125 Jahre Frau und Auto Eine Erfolgsgeschichte

Das Magazin für Kunden von Meisterhaft – 1/2013

125 Jahre Frau und Auto

Eine Erfolgsgeschichte

Ihr Meisterhaft-Betrieb

Das Magazin für Kunden von Meisterhaft – 1/2013 125 Jahre Frau und Auto Eine Erfolgsgeschichte Ihr

TRW-Safety

TRW-Safety TRW Cotec Bremsbeläge Weil jeder Meter zählt B r e m s e - L
TRW-Safety TRW Cotec Bremsbeläge Weil jeder Meter zählt B r e m s e - L
TRW-Safety TRW Cotec Bremsbeläge Weil jeder Meter zählt B r e m s e - L
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TRW Cotec Bremsbeläge

Weil jeder Meter zählt

TRW-Safety TRW Cotec Bremsbeläge Weil jeder Meter zählt B r e m s e - L

Bremse - Lenkung - Aufhängung

TRW beschichtet Bremsbeläge ab sofort mit Cotec, einer innovativen Silikatschicht auf der Reibfläche. Insbesondere in der Einfahrzeit zeigen Bremsbeläge mit Cotec eine stark verbesserte Leistung.

Unabhängige Bremstests belegen die hohe Leistungsfähigkeit im Vergleich zu Produkten namhafter Wettbewerber. Mit neuen Cotec-Belägen aus- gestattete Testfahrzeuge kamen bei insgesamt fünf Notbremsungen mindestens drei Meter früher zum Stillstand. Mehr zu den Testergebnissen auf www.trwaftermarket.com/cotec

Das gesamte TRW Bremsbelagprogramm wird derzeit auf die neue Beschichtung umgestellt. Bereits mit Cotec ausgelieferte Bremsbeläge tragen das Cotec-Logo auf der Verpackung.

TRW Cotec - Bremsbeläge die Vertrauen schaffen.

Verpackung. TRW Cotec - Bremsbeläge die Vertrauen schaffen. www.trwaftermarket.com/cotec 7 Liebe Leserinnen und Leser,

www.trwaftermarket.com/cotec

7 Liebe Leserinnen und Leser, 04 Weiter verschärft Fahrverbote Neuer Führerschein Befristung auf 15 Jahre
7
Liebe Leserinnen und Leser,
04 Weiter verschärft
Fahrverbote
Neuer Führerschein
Befristung auf 15 Jahre
An Bord?!
Rettungskarte
10
Frau Benz und Fräulein Stinnes
machen eine Reise
125 Jahre Frau und Auto
das ist schon ein interessantes Phänomen. Wenn
das Thema Frau oder Mann am Steuer auf den
Tisch kommt, sorgt das meistens für hitzige Dis-
kussionen. Die Fronten zwischen den Geschlech-
tern sind klar abgesteckt, die üblichen Argumen-
te und Vorurteile sind wie scharfe Munition.
Mit unserer Titelgeschichte „125 Jahre Frau und
Auto“ gehen wir ganz an den Anfang der Auto-
mobilgeschichte zurück. Und interessanterweise
sind wir dort nicht nur auf Tüftler und Entwickler
gestoßen, sondern auch auf mutige und starke
Frauen, die zwei der wichtigsten Autofahrten der
Geschichte gemacht haben. Schauen Sie mal auf
den Seiten 10 bis 12 vorbei.
13
Werkstatt mit Persönlichkeit
Kfz-Profis verleihen der freien Werkstatt
eine individuelle Note
05 Das bringt 2013
17
Apps rund ums Auto
06 Teures Vergnügen
Benzinpreise
18
Technik ganz einfach
Vorderradaufhängung
07 Für den schnellen Spurt
Die neue A-Klasse von Mercedes im Test
20
Wie geschmiert
Das richtige Motoröl
22
Produkte rund ums Auto
24
Die 3 …
Quersicht
Die Zahl der Ausgabe
25
Verkehr in aller Welt
Gewinnspiel, Impressum
2013 hat jede Menge verkehrstechnische Ände-
rungen im Gepäck. So machen einige Städte ihre
Straßen dicht, zumindest für Fahrzeuge ohne
grüne Plakette. Bei Dieselfahrzeugen hilft da nur
die Nachrüstung eines Partikelfilters. Die Förde-
rung beträgt 260 Euro. Umrüstwillige sollten sich
aber beeilen, denn der Fördertopf ist begrenzt.
Was sich ändert und worauf Sie achten müssen,
können Sie auf den Seiten 4 und 5 nachlesen.
Und wenn Sie sich über die hohen Spritpreise
an den Zapfsäulen aufregen, schauen Sie auf
Seite 6. Dort informieren wir, wie sich der Preis
zusammensetzt.
26
Jugendseite
Die neuen Führerscheinklassen
Es ist wie beim Kartoffelsalat: Zu wenig Öl
ist nicht gut, zu viel auch nicht und billiges
schmeckt meistens nicht. Gleiches gilt für das Öl
im Motor. Rund 25 Prozent aller Fahrzeuge sind
mit der falschen Menge unterwegs. Alles Wis-
senswerte rund um das Thema Motoröl erfahren
Sie ab Seite 20.
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Edith Pisching
Marketing Koordination bei der
20
ATR SERVICE GmbH
Inhaltsverzeichnis
Editorial

Bild: BundesdruckereiBild:

VW

fahrverBote

Weiter verschärft

Foto: Renault Bild: TÜV
Foto: Renault
Bild: TÜV

2013 wird es eng für Fahrzeuge ohne grüne Feinstaubplaket-

te. Nach Berlin, Bremen, Erfurt, Frankfurt am Main, Hanno-

ver, Leipzig, München oder Stuttgart schalten weitere Städte in Baden-Württemberg mit bestehenden Fahrverboten ab

2013 auf Grün. Dann müssen Fahrzeuge mit roter oder gel-

ber Plakette draußen bleiben. Es entsteht neben der bereits eingeführten Umweltzone Ruhrgebiet mit Ludwigsburg ein weiteres zusammenhängendes „Sperrgebiet“. Ohne Plakette rollt 2013 auch kein Auto mehr in Mainz und Wiesbaden. Die Zahl der Umweltzonen erhöht sich damit von derzeit 43 auf 50, die der Städte und Gemeinden mit Fahrverboten darin von 59 auf 71. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass spätestens 2014 fast alle Kommunen mit jetzt schon beschränkter Einfahrt ganz auf Grün flaggen. Welche Plakette ein Auto erhält, hängt vom Schadstoffaus- stoß ab. Aus der Misere hilft die Nachrüstung mit einem Rußpartikelfilter. Diese werden auch 2013 gefördert, die Umweltprämie sinkt pro Fahrzeug aber auf nur noch 260 Euro statt 330. Umrüstungswillige sollten sich beeilen, der Fördertopf ist zum Teil schon ausgeschöpft.

beeilen, der Fördertopf ist zum Teil schon ausgeschöpft. Befristung auf 15 Jahre Neuer Führerschein 110 verschiedene

Befristung auf 15 Jahre

Neuer Führerschein

110 verschiedene Führerscheine gibt es zurzeit in Europa. Einen Schritt zur Harmonisierung macht Deutschland und setzt die sogenannte 3. Führerscheinrichtlinie um. Seit dem 19. Januar gibt es den neuen Führerschein. Dieser gilt für alle Fahrerlaubnisse, die ab diesem Datum erteilt oder verlän- gert werden – auch beim Ersatz eines verloren gegangenen Führerscheins. Neu ist die Befristung des Führerscheins auf 15 Jahre. Keine Angst, damit ist nur die Gültigkeit des Dokuments gemeint, nicht die der Fahrerlaubnis. Früher ausgestellte Führerscheine bleiben bis Januar 2033 gültig und müssen danach ersetzt werden. Es bleiben aber alle bereits erwor- benen Berechtigungen zum Führen unterschiedlicher Fahr- zeugklassen uneingeschränkt erhalten. Teilweise neu ist auch die Einteilung der bisherigen Führerscheinklassen. So wurde die „Anhängerregelung“ grundlegend überarbeitet. Künftig dürfen bei Anhängern mit mehr als 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse mit der Führerscheinklasse B grundsätzlich Zug- kombinationen bis 3,5 Tonnen gefahren werden. Die zulässige Gesamtmasse des Zugwagens und die des Trailers werden ein- fach addiert. Wer noch mehr an den Haken hängen will, muss sich auf den Führerschein der Klasse B die neue Schlüsselzahl 96 eintragen lassen (keine eigene Fahrzeugklasse).

rettungskarte

An Bord?!

Im Falle eines Unfalls zählt jede Sekunde. Doch erschweren Sicherheitssysteme wie Airbags oder hochfeste Materialien häufig die Befreiung eines Unfallopfers. Vielfach wissen die Rettungskräfte nicht, wo Rettungswerkzeuge angesetzt werden sollten. Es besteht die Gefahr, Airbags nachträglich auszulösen, Gasleitungen zu beschä- digen oder Hochvoltbauteile zu treffen. Die Fahrzeughersteller haben deshalb Ret- tungskarten für Einsatzkräfte in Notfällen erstellt. Die Rettungskarte zeigt anhand einer schematischen Darstellung mit genormten Elementen die Lage aller rettungs- technisch relevanten Bauteile und die der Karosserieverstärkungen und Ansatzstel- len für Rettungswerkzeuge wie Spreizer und Scheren. Statistiken des ADAC zufolge dauern die Bergungsarbeiten bei einem Neuwagen länger als bei älteren Fahrzeu- gen. Bei Unfällen mit Autos der Baujahre 1990 bis 1992 lag die Rettungszeit in 40 Prozent der Fälle unter 50 Minuten. Bei Pkw der Baujahre 2005 bis 2007 werden in 80 Prozent der Einsätze mehr als 50 Minuten benötigt. Die Rettungskarten und Scheibenaufkleber gibt es bei allen teilnehmenden Werkstätten.

4

Rettungskarte hinter Fahrer-Sonnenblende
Rettungskarte hinter
Fahrer-Sonnenblende

Das bringt 2013

Pedelecs

Elektroräder bis 25 km/h und 250 Watt fallen jetzt auch dann unter die Kategorie Fahrrad, wenn sie über eine Anfahrhilfe bis 6 km/h verfügen.

Frankreich

Ab März müssen Autofahrer ohne gültigen Alkoholtes- ter im Fahrzeug mit einem Bußgeld in Höhe von

13 Euro rechnen.

Versicherungstarife

Zum Jahreswechsel stufen die Autoversicherer rund die Hälfte aller Pkw in neue Typenklassen ein, so die Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Grund: Zum ersten Mal werden das Alter des Versicherungsnehmers und das Alter des jüngsten Nutzers des Fahrzeugs bei der Einteilung der Typklasse berücksichtigt. Die Klassen spiegeln die Schaden- und Unfallbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wider. Je

höher die Einstufung ist, desto teurer ist die Versiche- rung. Laut GDV wechseln in der Kfz-Haftpflichtversi- cherung rund 55 Prozent der umgestuften Fahrzeuge in eine höhere Typklasse, ihre Versicherung wird also teurer. Bei der Vollkasko-Versicherung sind es rund

32 Prozent der Fahrzeuge, die in eine höhere Klasse

umgestuft werden.

Falschparken

Das große Geschäft der Kommunen mit Knöllchen für Falschparken wird noch attraktiver. Wer keine vorge- schriebene Parkscheibe oder keinen gültigen Park- schein im Auto sichtbar liegen hat, muss bisher 5 Euro zahlen. Dies gilt auch für abgelaufene Parkuhren oder das Überschreiten der erlaubten Höchstparkdauer um bis zu 30 Minuten. Für das gleiche Vergehen werden ab April dann 10 Euro fällig. Jede weitere Überschrei- tung wird ebenfalls teurer – also 15 statt 10 Euro bei einer Stunde, 20 statt 15 Euro bei bis zu zwei Stunden überschrittener Parkzeit.

Kraftstoffpreise

Zur Jahresmitte wird die sogenannte Markttranspa- renzstelle eingerichtet. Dann können die Verbraucher die Preise aller deutschen Tankstellen im Internet in Echtzeit vergleichen.

Steuerbefreiung für Stromer

Sie wird von fünf auf zehn Jahre verlängert und kommt rückwirkend allen E-Autos zugute, die am 18. Mai 2011 oder danach neu zugelassen wurden.

Fernbus

Das Fernverkehrsmonopol der Deutschen Bahn wird abgeschafft. Fernbusse privater Anbieter können daher im Liniennetz zwischen deutschen Städten verkehren.

Zündspule. NGK Das ganze Universum der Zündspulen. Galaktisch gut.
Zündspule. NGK
Das ganze Universum der
Zündspulen. Galaktisch gut.

Bestens unterwegs mit NGK Zündspulen.

verkehren. Zündspule. NGK Das ganze Universum der Zündspulen. Galaktisch gut. Bestens unterwegs mit NGK Zündspulen.

Bilder: CC/Radis

Quelle: Mineralölwirtschaftsverband e.V

BenzinPreise

Teures

Vergnügen

Millionen Menschen sind täglich auf ihr auto angewiesen. Da bleibt das regelmäßige tanken nicht aus.

Zusammensetzung des Benzin- preises (Stand November 2012)

160,21 Cent

des Benzin- preises (Stand November 2012) 160,21 Cent D och der Blick auf die Preisan- zeigen

D och der Blick auf die Preisan- zeigen an den Tankstellen wird immer unerfreulicher, weil der Benzinpreis stetig ansteigt –

in den letzten zehn Jahren sogar um 70 Prozent. Noch Anfang 1999 kostete ein Liter Super in Deutschland durchschnitt- lich weniger als 79 Cent (1,54 DM), 2011 haben wir bereits 1,48 Euro bezahlt – Tendenz steigend. Deutschland hat bei hohen Spritpreisen immer die Nase vorn. Das liegt zum einen am hohen Steuer- anteil, zum anderen wollen die Mineral- ölkonzerne immer mehr verdienen. Der Anstieg der Kraftstoffpreise ist in den meisten Fällen auf den hohen Ölpreis, den Euro-Dollar-Wechselkurs oder Krisen in der Welt zurückzuführen. Doch wie setzt sich der Benzinpreis eigentlich ge- nau zusammen?

13,64 Cent

Deckungskosten Kosten für Transport, Lagerhaltung, Verwaltung, Vertrieb und die Gewinne der Konzerne.

25,58 Cent

Mehrwertsteuer Die Mehrwertsteuer beträgt auch beim Benzin 19 Prozent.

Die Mehrwertsteuer beträgt auch beim Benzin 19 Prozent . 55,54 Cent Einkaufspreis Der Preis pro Liter
55,54 Cent Einkaufspreis Der Preis pro Liter Erdöl wird am euro- päischen Großmarkt für Ölprodukte
55,54 Cent
Einkaufspreis
Der Preis pro Liter Erdöl wird am euro-
päischen Großmarkt für Ölprodukte in
Rotterdam festgelegt.
Fazit:
Stolze 60 Prozent des Benzin-
preises gehen an den Staat.
40 Prozent bekommt die Mi-
neralölwirtschaft: zur Kosten-
deckung und als Gewinn.
65,45 Cent
zur Kosten- deckung und als Gewinn. 65,45 Cent Energiesteuer Die Höhe der Energiesteuer unterscheidet

Energiesteuer Die Höhe der Energiesteuer unterscheidet sich nach der Treibstoffart. Für Benzin beträgt sie beispielsweise 65,45 Cent pro Liter.

Die neue a-kLasse von MerceDes iM test

Für den schnellen Spurt

Bewertung

 

Fahrspaß

Fahrspaß
Fahrspaß
Fahrspaß
Fahrspaß
Fahrspaß

Trend

Trend
Trend
Trend
Trend
Trend

Übersichtlichkeit

Übersichtlichkeit
Übersichtlichkeit
Übersichtlichkeit
Übersichtlichkeit
Übersichtlichkeit

Sympathie

Sympathie
Sympathie
Sympathie
Sympathie
Sympathie

Umwelt

Umwelt
Umwelt
Umwelt
Umwelt
Umwelt

vom „Baby-Benz“ zum „Power-Player“ in der kompakt- klasse: Mercedes macht mit der neuen a-klasse vieles richtig. Wir haben sie unter die Lupe genommen.

S o ein ungünstiger Start ins Autoleben hallt lan- ge nach: Mit dem Elchtest war die frisch gebo- rene A-Klasse 1997 auf einen Schlag bekannt. Doch ein auf dem Dach liegender Wagen hat es mit dem Ruf schwer. Wir müssen dem Baby-Benz aber dankbar sein, denn er brachte ein wichtiges Thema auf die Tagesordnung. Gut, es hat noch

14 Jahre gedauert, bis das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) zur Pflichtausstattung wurde. Die Mühlen der Bürokratie mahlen eben langsam. Ein Erfolg wurde die A-Klasse aber den- noch. Wegen der hohen Sitzposition und guten Rundumsicht vor allem bei Ruheständlern. 57,1 Jahre war der Altersdurchschnitt der A-Klasse-Käufer 2011. Das wird sich jetzt wohl schnell än-

dern. Denn die neue A-Klasse soll ein ganz anderes, neues Pu- blikum ansprechen: jung, hip und mit dem nötigen Kleingeld.

Vom Kasten zum Auto

Über Design lässt sich ja bekanntlich streiten. Doch die beiden vergangenen A-Klasse-Generationen, so gut und fortschrittlich die Fahrzeugkonzeption an sich auch war, fuhren stilistisch dem Trend hinterher: hoch, kantig, schmalschultrig, ohne richtiges Heck. Damit ist jetzt Schluss. Die neue A-Klasse sieht schon rich- tig geil aus: gestreckter, flacher, keilförmiger. Kein Wunder, denn sie ist 18 Zentimeter niedriger, fast einen halben Meter länger und das Heck läuft flacher aus. Die Wechsel aus konvexen und konkaven Wölbungen samt der scharfen Kanten erzeugen ein

eigenes, dynamisches und „lautes“ Erscheinungsbild. Diese Designfloskeln stammen nicht von mir, sie passen aber. Ich finde, von vorne betrachtet sieht die A-Klasse größer aus, als sie ist.

Kein Knopf zu viel

Das muss ich überprüfen und werfe meine zwei Meter auf den Fahrersitz. Fühlt sich gut an, woran die Leder-Integralsitze maß-

geblichen Anteil haben. Man sitzt sportlich tief, die Sitze bieten einen ordentlichen Seitenhalt und sind beim Testwagen, ein

A 250 mit AMG-Sportausstattung, also mit allem Schnick-

schnack inklusive. Nachteil: Die Kopfstützen sind fix und lassen

sich nicht individuell einstellen. Auch als langer Fahrer ist man schön eingebettet, was auch an der relativ hohen Gürtellinie liegt. Auf den hinteren Sitzen habe ich definitiv keinen Platz, außer vielleicht querliegend. Menschen von geringerem Wuchs befanden die Rücksitzbank auch bei längeren Fahrten als be- quem. Aber mehr als zwei Personen passen hinten wirklich nicht rein. Wir sind ja auch in der Kompaktklasse, das darf man nicht vergessen. Ausgezeichnet ist das Bedienkonzept der A-Klasse. Die Tasten der Audio- und Klimaanlage in der Mittelkonsole sind über- sichtlich in Gruppen zusammengefasst und griffgünstig plat- ziert. Auf der Mittelkonsole sitzt der Drehknopf für Entertain- ment, Kommunikation sowie Navigation. Alles andere (etwa Assistenzsysteme, Bordcomputermenüs) lässt sich über die zwölf Tasten im Multifunktionslenkrad bedienen. Kein Symbol ist missverständlich, kein Knopf zu viel oder an der falschen Stelle. Die Kommandozentrale ist auch nachts problemlos zu bedienen. Das Interieur wirkt und ist in dieser Ausstattung mit Leder, Silberchromzierelementen, Carbonoptik und den Turbi- nenluftdüsen natürlich sehr hochwertig. Da es komplett aus der B-Klasse kommt, die sich ja an ein anderes Publikum richtet, ist

es dennoch sehr gediegen. Ein Widerspruch zum Exterieur.

ist es dennoch sehr gediegen. Ein Widerspruch zum Exterieur. Für lange Menschen ist die Rücksitzbank der

Für lange Menschen ist die Rücksitzbank der neuen A-Klasse zu eng. Toll ist das Bi-Xenon-Licht mit dem intelligenten Lichtsystem ILS. Besonders beim Abbiegen bringt das ein ordentliches Sichtplus. Die Distronic Plus arbeitet sehr zuverlässig und ist gerade bei Auto- bahnfahrten eine Erleichterung.

und ist gerade bei Auto- bahnfahrten eine Erleichterung. „Würdest ich so ein Auto kaufen? Ja. Wenn

„Würdest ich so ein Auto kaufen? Ja. Wenn ich keine Kinder hätte, 20 Zentimeter kürzer wäre und es mit einem sparsamen, aber agi- len Dieselmotor ausgestattet wäre, könnten wir Freunde werden.“

Jan Peters

Nicht wirklich gut gelöst ist die Sache mit dem Bildschirm auf der Mittelkonsole. Der ist zwar übersichtlich, wirkt aber wie ein Fremdkörper. Die Wettbewerber haben integrierte Lösungen. Apropos Übersichtlichkeit: Der kleine Monitor schaltet beim Einlegen des Rückwärtsganges automatisch auf die Rückfahrka- mera um. Und das ist auch dringend nötig, denn die Sicht nach hinten ist aufgrund der hohen Gürtellinie, kleinen Heckscheibe und breiten C-Säule stark eingeschränkt.

Heckscheibe und breiten C-Säule stark eingeschränkt. Was ich von Anfang an vermisse, ist der Automatikwahlhebel

Was ich von Anfang an vermisse, ist der Automatikwahlhebel in zentraler Lage zwecks entspannter Ablage der rechten Hand. Der Hebel befindet sich bei der A-Klasse rechts hinterm Lenkrad und ist für das Einlegen von Leerlauf, Parken, Fahren und Rück- wärtsgang zuständig. Das ist gewöhnungsbedürftig, denn hin und wieder bin ich in den Leerlauf gekommen, wenn ich den Scheibenwischer einschalten wollte.

Stadt, Land, Autobahn

So, nun aber auf die Straße, denn fahren kann die A-Klasse auch. Unser Testwagen hat einen 211 PS starken 2,0-Liter-Vierzylin- der-Turbo-Benziner unter der Haube. Also Motor an und Wahl- hebel auf „D“. Im rollenden Stadtverkehr ist der Motor sehr unauffällig und leise. So kann man gemütlich mit dem Strom dahincruisen. Der Motor kommt auch aus dem Umdrehungs- keller rasant schnell auf Touren und klingt auch bei 5.000 Um- drehungen nicht angestrengt. Zwischenspurts auf Landstraßen und Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn machen einen Riesenspaß. Man muss nur die Tachonadel im Auge behalten. Der Umgang mit dem Doppelkupplungsgetriebe hingegen ist Übungs- und Gewöhnungssache. Im Eco-Modus schaltet das Getriebe bei sachtem Gasgeben schon bei um die 2.000 Um- drehungen in den nächsten Gang. Wer allzu hektisch aufs Gas- pedal tritt, kann schon mal mehrere Gänge auf einen Schlag überspringen und sich komplett in einem anderen Drehzahl- bereich befinden. Das ist nicht immer lustig. Mein Motto: Wer zum Überholen ansetzt oder flott eine Kurve anfährt, schaltet am besten mit der linken Schaltwippe einen Gang runter. Dann ist man in der Lage, schnell vorbeizuziehen oder sauber aus der Kurve heraus zu beschleunigen. Die A-Klasse kann also fast alles: niedertourig durch die Stadt cruisen, entspannt mit 200 über die Autobahn brettern und wie an der Schnur gezogen bergauf und bergab durch enge Kurven zirkeln. Bei unseren Straßenverhältnissen und der Verkehrslage ist der 2,0-Liter-Turbobenziner aber eine teure Spaßmotorisie- rung. Denn trotz größter Disziplin konnte ich den Verbrauch nie unter 8,3 Liter pro 100 Kilometer drücken. Und das finde ich ein- deutig zu viel für einen Kompakten.

Tolle Unterstützer

A-Klasse mit Vollausstattung heißt auch jede Menge Assistenz- systeme, die es bis dato nur in der Oberklasse gab. Nach ein paar Tagen des Durchprobierens haben sich folgende vier Un- terstützer bei mir durchgesetzt: Ein Muss in der Stadt und auf

Mercedes A 250 Blue Efficiency Limousine

Leistung

155

kW/211 PS

Hubraum

1.991

cm³

Getriebe

7-G-Doppelkupplungsgetriebe

Höchstgeschwindigkeit

240

km/h

Beschleunigung (0 –100 km/h in s)

6,6

Kraftstoffverbrauch, kombiniert

6,2 l/100 km (Herstellerangabe)

CO2-Ausstoß, kombiniert

145

g/km

Energieeffizienzklasse

C

Maße (Länge × Breite × Höhe)

4.292

× 1.780 × 1.433 mm

Preis

Ab 33.498,50 Euro

4.292 × 1.780 × 1.433 mm Preis Ab 33.498,50 Euro Bild oben: Das Armaturenbrett ist aufgeräumt,
4.292 × 1.780 × 1.433 mm Preis Ab 33.498,50 Euro Bild oben: Das Armaturenbrett ist aufgeräumt,

Bild oben: Das Armaturenbrett ist aufgeräumt, alle Schalter und Knöpfe sind gut erreichbar. Nur der Navi-Bildschirm passt nicht so recht ins Konzept.

Bild unten: Der Tote-Winkel-Assistent als Zusatzausstattung lohnt sich. Das ist ein echtes Sicherheitsplus.

der Autobahn ist der Tote-Winkel-Assistent – schon allein, weil es in der A-Klasse an Übersichtlichkeit hapert. Dieser erkennt über zwei Radarsensoren Fahrzeuge in dem schlecht einsehba- ren Bereich unmittelbar neben und hinter dem Fahrzeug. Beim Geschwindigkeitslimit-Assistent registriert eine integrierte Ka- mera ausgeschilderte Tempolimits und zeigt diese im zentra- len Display an. Gerade bei Autobahnfahrten top. Praktisch und ausgesprochen zuverlässig ist der adaptive Fernlicht-Assistent. Er sorgt immer für die größtmögliche Leuchtweite des Abblend- lichts. Erkennt das System entgegenkommende oder voraus- fahrende Autos, passt es die Leuchtweite kontinuierlich dem Abstand an. Generell sind die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kur- venlicht etwas, dass ich ungern missen möchte. Noch nie waren Nacht und Kurven so hell. Der Top-Assistent ist für mich die Distronic Plus: ein Tempomat mit Abstandshalter speziell für Kolonnenfahren und Stop-and- go-Verkehr. Der funktioniert auch in lang gezogenen Autobahn- kurven mit Lkw-Verkehr auf der rechten Spur oder auf engen zweispurigen Straßen tadellos. Der Fahrer gibt über einen Hebel am Lenkrad wie beim Tempomaten die Geschwindigkeit ein. Die Distronic hält automatisch Distanz zum Vordermann und

bremst die A-Klasse ab. Aufpassen muss ich trotzdem. Denn wechsle ich auf die freie rechte Spur, beschleunigt die Distronic das Fahrzeug flugs auf die eingestellte Geschwindigkeit. Rechts vorbei ist aber auch verboten.

Bilder: Daimler, Fotolia.com (JackF, dred2010, suzannmeer)

Bilder: Daimler, Fotolia.com (JackF, dred2010, suzannmeer) Die Autopionierin: Bertha Benz 125 Jahre frau unD auto Frau

Die Autopionierin: Bertha Benz

125 Jahre frau unD auto

Frau Benz und Fräulein Stinnes machen eine Reise

carl Benz, gottlieb Daimler, ferdinand Porsche, niki Lauda, Michael schuma- cher – die Liste berühmter autofahrer ist schier endlos. Wer jetzt jedoch denkt, autofahren sei Männerdomäne, hat weit gefehlt. Denn zwei der wichtigsten autofahrten der geschichte haben frauen gemacht.

10 E

s begann 1888, vor genau 125 Jahren. Und es begann mit einer Verschwörung. Bertha Benz wollte von Mannheim nach Pforzheim, um ihre Mutter zu besuchen. Und sie wollte die Reise nicht im Zug und nicht in der Kutsche antreten. Carl Benz hatte zwei Jahre zuvor das erste Automobil zum Patent angemeldet. Sei- ne Erfindung erregte viel Aufsehen, nur durchsetzen konnte sie sich nicht. Das Automobil galt als noch nicht ausgego- ren und für lange Strecken ungeeignet.

Kein Wunder also, dass Berthas Mann ihr so eine lange Fahrt nie erlaubt hätte. Deshalb standen Bertha und ihre beiden Söhne um 3 Uhr frühmorgens auf, als das Familienoberhaupt noch schlief, und fuhren los. Es sollte die erste Überlandfahrt in der Geschichte des Automobils werden. Bis zu diesem 4. August 1888 war Autofahren etwas für kurze Strecken auf ebenen, festen Straßen. Und bis dahin hatten sich nur Männer getraut, diese stinkenden, öligen „Hexenkarren“ zu lenken. Autofahren war damals noch eine schmutzige Angele- genheit. Die Ungetüme zu lenken oder gar nur zum Laufen zu bekommen, war körperlich anstrengend. Blutige Hände vom Starten mittels des Schwungrads und verbrannte Beine, weil

heißes Motoröl durch den Motorraum spritzt, waren damals keine Seltenheit – und nicht besonders damenhaft. Aber Ber- tha Benz kämpfte. Führten die erdigen, teilweise matschigen Straßen beispielsweise bergauf, hieß es für sie und ihren äl- teren Sohn Richard: schieben, schieben, schieben. „Unterwegs hatten wir ausgiebig Rast gemacht, denn ich wollte so schmut- zig, wie wir geworden waren, nicht bei Helligkeit in Pforzheim ankommen.“ Zwei Pannen hatte es auf der Fahrt gegeben, bei denen die Herren der Schöpfung wohl aufgeschmissen ge- wesen wären: „Das eine Mal war die Benzinleitung verstopft – da hat meine Hutnadel geholfen. Das andere Mal war die Zündung entzwei. Das habe ich mit meinem Strumpfband re- pariert“, erzählte Bertha Benz später. Als die pfiffige Autopio- nierin nach der anstrengenden Reise in Pforzheim ankam, war ihre Mutter allerdings verreist. Dennoch stand die ganze Stadt kopf und alle wollten mit „Benzine“ fahren, wie der Wagen von den Einheimischen genannt wurde. Bertha blieb drei Tage in der Stadt, bevor sie sich wieder auf den Rückweg machte. Die Überlandfahrt sprach sich herum und das Auto konnte hernach seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Immer die Ersten

So alt wie Berthas Überland-Benz, der heute noch im Londo- ner Science Museum zu bewundern ist, ist auch der Streit da- rüber, wer denn nun besser fährt: Frau oder Mann. Fest steht, dass es Frauen waren, die das Autofahren professionalisiert haben. Die französische Herzogin Anne d’Uzès war 1898 der erste Mensch, der eine Führerscheinprüfung abgelegt hat – Punkt für die Frauen also. Trotz aller Begeisterung der Damen für die technischen Wunderwerke, herrscht bei den Männern

für die technischen Wunderwerke, herrscht bei den Männern Vor genau 125 Jahren startete Bertha Benz die
für die technischen Wunderwerke, herrscht bei den Männern Vor genau 125 Jahren startete Bertha Benz die

Vor genau 125 Jahren startete Bertha Benz die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte.

Veranstaltungen 2013

Zum 125. Jubiläum der Benz-Ausfahrt findet vom 23. bis 26. Juni eine Oldtimer-Rallye von Mannheim nach Pforzheim und zurück statt. Infos: www.bertha-benz-fahrt.de

Spannende Infos zu Stinnes‘ Weltreise bietet die Ausstellung „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“. Infos: www.fraeulein-stinnes-ausstellung.de

zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch immer Skepsis gegenüber Frauen am Steuer. So schreibt etwa die Allgemeine Automobil- Zeitung 1902: „Man darf wohl, ohne ungalant zu werden, die Behauptung wagen, dass sich bei den wenigsten Vertreterinnen des zarten Geschlechts jene Eigenschaften finden, die eine gute Automobilistin unbedingt haben muss: Kaltblütigkeit, rasches Auffassen der Situation, blitzartiges Entschließen, Vorsicht, Niederzwingen des in jedem Automobilisten schlummernden Schnelligkeitswahnsinns.“ Frauen sind also nicht in der Lage, langsam Auto zu fahren? Gewagte These, jedoch ebenfalls von Herzogin d’Uzès bestätigt: Sie war nämlich auch die erste Per- son, die einen Strafzettel für zu schnelles Fahren bekommen hat. Auf unglaubliche 15 Stundenkilometer hat sie ihren Boli- den in Paris hochgejagt. Erlaubt war lediglich Tempo 12. Wie das damals gemessen wurde, ist leider nicht überliefert. Klar ist nur:

Punkt für die Männer.

Frauen und Autos – anfangs oft nur auf Werbeanzeigen ein salonfähiges Duo.

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Bilder: CC/Ramic

Bilder: taglicht media | Film- & Fernsehproduktion GmbH

Einmal um die ganze Welt

Auch in der weiteren Geschichte des Automobils waren es meist die Frauen, die Maßstäbe setzten und an seine Zukunft glaub- ten, während beispielsweise Kaiser Wilhelm II. zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch wähnte: „Ich glaube an das Pferd. Das Auto- mobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ Eine ganz beson- dere Wegbereiterin für die glänzende Automobilzukunft war Clärenore Stinnes, Tochter des Großindustriellen Hugo Stinnes. Clärenore war wohlhabend, eine Tochter aus gutem Hause, und hätte ein langweiliges, sorgenfreies Leben führen können. Statt- dessen liebte sie das Abenteuer und wollte zeigen, dass Frauen zwar grundsätzlich nicht besser sind als Männer, „aber mindes- tens genauso gut“. Ihre Liebe zum Automobil erkannte sie früh. Mit 24 fuhr sie ihr erstes Rennen und wurde prompt Dritte. Mit zahlreichen Siegen in den darauffolgenden Jahren stieg sie bald zur besten Rennfahrerin Europas auf – und das „trotz aller Mühe, die meine Mutter anwandte, um in mir die Liebe zu frau- lichen Arbeiten zu wecken“, wie sie später schrieb.

frau- lichen Arbeiten zu wecken“, wie sie später schrieb. Mehr als einmal musste Clärenore Stinnes zur

Mehr als einmal musste Clärenore Stinnes zur Schaufel greifen, um ihren Wagen aus dem Schlamm zu bekommen.

Cowboys und Indianer? Stinnes sog die Lebenswelt fremder Kulturen regelrecht auf.

Stinnes sog die Lebenswelt fremder Kulturen regelrecht auf. Die Weltumrunderin: Clärenore Stinnes Berühmtheit erlangte

Die Weltumrunderin: Clärenore Stinnes

Berühmtheit erlangte sie mit der ersten Weltumrundung mit dem Automobil. Mit dem Fotografen Carl-Axel Söderström, den sie erst kurz vor der Abfahrt kennengelernt hatte, zwei Techni- kern und einem Begleitlastwagen startete sie am 25. Mai 1927 in einem serienmäßigen Adler Standard 6 mit 35 PS die aben- teuerliche Reise. Die Strecke führte von Frankfurt am Main über Damaskus bis nach Moskau. Dort gaben ihre beiden Techniker auf. Stinnes und ihr Fotograf blieben jedoch standhaft und fuhren weiter durch Sibirien. Die Reise war nervenaufreibend. In der Mongolei gerieten sie mit Räubern aneinander, bevor sie die Fahrt nach Peking fortsetzen konnten. Weiter mit dem Schiff über Japan und Hawaii nach Amerika. Durch die USA ging die Reise über Washington, D. C., wo die patente Fahrerin so viel Aufsehen erregte, dass es sich sogar Präsident Herbert Hoover nicht nehmen ließ, sie zu empfangen. Zurück nach Europa ging es wieder mit dem Schiff. Stinnes und Söderström, die später heiraten sollten, legten in Le Havre an und fuhren weiter nach Berlin. Nach genau 46.758 gefahrenen Kilometern erreichten sie am 24. Juni 1929 die Hauptstadt. Zwei Jahre und einen Monat waren sie unterwegs gewesen.

Nur ein Mädchen

Selbst nach Stinnes’ beeindruckender Reise hat es noch Jahr- zehnte gedauert, bis Frauen hinterm Steuer nicht nur auf Wer- beplakaten zum Alltag gehört haben. Zumindest auf deutschen Straßen. Noch immer gibt es Länder, in denen es Frauen bei An- drohung von harten Strafen verboten ist, Gas zu geben. Allen voran Saudi-Arabien. Damit sich etwas ändert, bedarf es muti- ger Frauen wie Bertha Benz und Clärenore Stinnes. „Leider nur ein Mädchen“, hatte die Mutter von Bertha in die Familienbibel geschrieben, nachdem sie ihre dritte Tochter zur Welt gebracht hatte. Ein Ansporn für die junge Frau, Großes zu leisten. Auch ohne Hutnadel und Strumpfband: Die Autowelt wäre ohne Frauen um einiges ärmer.

VoR oRT BEI MEISTERHAFT BERBEN

Guter Service und gute Laune

Der Meisterhaft-Betrieb Berben im hessischen Kirchhain überzeugt seine Kunden mit Topservice und einer gehö- rigen Portion Herzlichkeit.

im hessischen Kirchhain überzeugt seine Kunden mit Topservice und einer gehö- rigen Portion Herzlichkeit. 12 1313

A usladende Gesten, eine freundliche Stimme

mit hessischem Einschlag, ein herzlicher Blick

wer Karl-Heinz Berben gegenübersitzt, den

zieht er gleich in seinen Bann. „Geschäft läuft super, Kunden sind super, Stimmung ist super

was will man denn mehr?“, sagt der 60-Jäh-

rige lächelnd. Gemeinsam mit seiner Frau Doris führt er die Meisterhaft-Werkstatt Berben im mittelhessischen Kirchhain. Und das Geschäft brummt. Warum das so ist? Berben hat die Antwort darauf gefunden: „Ganz einfach: Qualität ist das A und O. Wer das beherzigt, der hat Erfolg.“

Viel gewagt, viel gewonnen

Schon 1986 wagten Doris und Karl-Heinz mit einem Kfz-Betrieb, der sich auf Lackierung und Unfall-Instandsetzung spezialisiert hat, den Sprung in die Selbstständigkeit. Es sei damals ein gro- ßer, aber kein schwerer Schritt gewesen, sagt der Chef. Er hatte

aber kein schwerer Schritt gewesen, sagt der Chef. Er hatte Der Meister erklärt: sichere Stoßdämpfer „Schlechte
aber kein schwerer Schritt gewesen, sagt der Chef. Er hatte Der Meister erklärt: sichere Stoßdämpfer „Schlechte

Der Meister erklärt:

sichere Stoßdämpfer

„Schlechte oder defekte Stoßdämpfer sind ein echtes Sicherheits- problem“, weiß Christian Berben, Kfz-Meister bei Meisterhaft Berben in Kirchhain. „Eigentlich sollte ein Fahrzeug immer Fahrbahnkontakt haben – dafür sorgen gut gewartete und hochwertige Qualitätsdämp- fer. Ist jedoch nicht alles optimal, verlängert sich der Bremsweg und die Schlingergefahr nimmt zu.“ Dabei ist es für den Autofahrer gar nicht so einfach zu erkennen, wann der Stoßdämpfer noch okay ist und wann nicht. „Das ist ein schleichender Prozess, vergleichbar mit der Sehkraft beim Menschen: Nimmt sie stetig ab, merkt man das gar nicht – bis man dann eine Brille aufsetzt und sieht, wie es sein soll“, sagt Berben. Für die Augen gibt’s den Optiker – für Stoßdämpfer den Kfz-Profi. Denn einen Dämpfer als Laie selbst auszutauschen oder zu reparieren, ist heute kaum noch möglich. Oft ist Spezialwerkzeug notwendig, hinzu kommt die immer sensiblere Technik. Die Folgeschä- den durch einen falschen Einbau sind zudem oft viel teurer als die ursprüngliche Reparatur in der Werkstatt.

in den Jahren zuvor Know-how in der Branche gesammelt – das Fachwissen sei ihm quasi im Elternhaus in die Wiege gelegt worden. 1992 fand der Betrieb in dem damals neu erschlosse- nen Industriegebiet in Kirchhain seine Heimat. „Wir waren da- mals eines der ersten Unternehmen, das hier ansiedelte. Das war natürlich gewagt, weil wir nur ahnen konnten, wie sich die Geschäftslage entwickelt“, sagt Berben. Heute weiß er: Der Mut hat sich gelohnt, das Geschäft läuft prima. So prima, dass auch die Söhne Olaf und Christian, die 2001 und 2004 dazugestoßen sind, immer viel zu tun haben. 2006 entschlossen sich Doris und Karl-Heinz Berben schließlich, dem Meisterhaft-Werkstattkon- zept beizutreten.

„Beste Werkstatt, wo gibt“

Über die Jahre kam immer mehr Service dazu, und heute bietet der Betrieb dem Autofahrer alles, was sein Herz begehrt: von der Lackierung über Unfallinstandsetzung und Reparatur bis hin zur Wartung. Natürlich sind für so viel Sachverstand auch jede Menge Lehrgänge notwendig. Teure Investitionen für die Mitar- beiter, die man bei Meisterhaft Berben allerdings gerne tätigt. Es zeigt auch, wie hoch die Wertschätzung für die eigenen Mit- arbeiter ist – früher oder später werden hier alle zu Spezialisten. Kein Wunder also, dass die Stimmung bei den Angestellten gut ist. Dazu tragen natürlich auch gelungene Teamaktionen bei wie gemeinsame Kurztrips nach Skandinavien oder einfach ein spontaner Grillabend nach Feierabend. „Wir ziehen alle an ei- nem Strang“, sagt Berben. 14 Mitarbeiter sorgen heute dafür, dass die Kunden die Werkstatt glücklich verlassen. Dabei sind auch zwei Auszubildende. „Wir bilden sehr gerne aus. In unse- ren Augen ist das der beste Weg, an gute Mitarbeiter zu kom- men. Schauen Sie sich unsere Mannschaft doch mal an: Das sind alles gestandene Profis“, sagt Karl-Heinz Berben stolz. Da fällt es auch nicht schwer, das Kundenlob, das regelmäßig per Post oder E-Mail eintrudelt, an die Kollegen weiterzuleiten. „Manchmal richten sich die Worte auch ans gesamte Team“, sagt Doris Ber- ben und zeigt freudestrahlend einen E-Mail-Ausdruck, auf dem steht: „Meisterhaft Berben – beste Werkstatt, wo gibt!“

Die Besten ihres Fachs

3.000 Quadratmeter misst das riesige Gelände, allein das Ge- bäude nimmt 820 Quadratmeter Raum ein. Platz genug für insgesamt sieben Hebebühnen und ein großes Lager, in dem die findigen Hessen beispielsweise mehr als 100 Reifensätze für ihre Kunden einlagern. Die kommen dann auch blitzblank geputzt aufs Auto, wenn der Reifenwechsel ansteht. „Die Reini- gung berechnen wir natürlich nicht extra – das ist ein kleiner Bonus für unsere Kunden“, sagt Olaf Berben. Auch sonst ist gu- ter Service Teil der Unternehmensphilosophie der Berbens, sei es etwa mit dem kostenlosen Hol- und Bringdienst oder den vier flotten Werkstattersatzwagen. Wie rund es beim Service läuft, konnte der Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass sie zu den Meis-

Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass
Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass
Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass
Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass
Betrieb auch bei der Wahl zur „Werkstatt des Jahres 2011“ beweisen. Hier zeigten die Hessen, dass

Apps rund ums Auto

Apps rund ums Auto „Schauen Sie sich unsere Mann- schaft doch mal an: Das sind alles

„Schauen Sie sich unsere Mann- schaft doch mal an: Das sind alles gestandene Profis.“

Karl-Heinz Berben, Geschäftsführer Meisterhaft Berben

Karl-Heinz Berben, Geschäftsführer Meisterhaft Berben Hilfe! Was tun bei Panne oder Unfall? Welche Apotheke hat

Hilfe!

Was tun bei Panne oder Unfall? Welche Apotheke hat Not- dienst? Welche Nummer wählen, wer kommt schnell und hilft? Die App „Notruf-Kurzwahl“ fasst alle Notruf-Nummern im In- und Ausland zusammen und stellt mit der integrierten Kurzwahlfunktion direkt eine Verbindung mit den zuständigen Stellen her. Die wichtigsten Notfälle wie Brände, Verletzungen, Vergiftungen oder Verkehrsunfälle sind abgedeckt sowie die passende Telefonnummer zum Sperren einer gestohlenen Kreditkarte. Die Funktion „Position“ ermöglicht zudem per GPS die schnelle Ermittlung des eigenen Standorts und gibt die Koordinaten einfach ablesbar wieder, damit der Benutzer im Notfall schnell gefunden wird. Die App gibt es für iOS und kostet 1,79 Euro.

Im Wagen vor mir …

Woher kommt der Fahrer im Auto vor mir? Welches Ziel haben die Staunach- barn? Mit der App „Kfz-Kennzeichen (LicensePlate 3)“ findet man das alles schnell heraus. Die App kennt Kfz-Kennzei- chen-Formate aus mehr als 30 Ländern. Eine kurze Erklärung zum Aufbau der Kennzeichen zu jedem Land hilft beim Erkennen der richtigen Buchstaben- und Zahlen- kombinationen. Die App zeigt die Kennzeichen in der direkten Umgebung an, zu jeder gefundenen Region ist ein direkter Link zu einer Umgebungskarte vorhanden. Suchen kann man entweder mit der Volltext- oder Kürzelsuche. Die App gibt es fürs iPhone und kostet 1,79 Euro.

tern ihres Fachs zählen: Sie landeten in den Top Ten der besten freien Kfz-Betriebe in Deutschland. Und auch was die Technik angeht, besticht die Werkstatt mit modernster Ausrüstung:

von den topaktuellen Diagnosegeräten bis hin zur 360-Grad- Achsvermessung. Obwohl die Kirchhainer wahre Tausendsassa sind: Das Herzstück ist und bleibt die Lackierung mitsamt dem Karosseriebereich.

„Die Kunst ist, sich auch dann genug Zeit für jeden einzelnen Kunden zu nehmen, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat“, sagt der Chef. „Ganz gleich, welches Auto der Kunde fährt. Die Leute, die uns ihr Auto anvertrauen, müssen sich hier natürlich auch gut aufgehoben fühlen.“ Wie das funktioniert? Beispiels- weise indem die Mechaniker den Kunden nach einer Wartung oder Reparatur immer die ausgetauschten Bau- und Verschleiß- teile zeigen. Guter Service und gute Laune – zwei Eigenschaften, die bei Meisterhaft Berben Hand in Hand gehen. Für viele Kun- den sogar vom ersten Tag an. Aus manchen Familien bringen gar drei Generationen Autofahrer ihren Wagen zu den netten Mittelhessen. Und auch sonst wächst und wächst der Kunden- stamm. Auch immer mehr Neuwagen rollen zur Wartung oder zur Reparatur auf den Hof.

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Treue Kundschaft

Kein Wunder also, dass die Kunden auch von weither anreisen, um ihr Auto bei Meisterhaft Berben richten zu lassen – vom jungen Fahrer des klapprigen Kleinstwagens über den coolen Besitzer eines riesigen US-amerikanischen Pickups bis hin zum Manager mit seinem Flügeltürer von Mercedes. Viel zu tun also.

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Stoßdämpfer-Profi!
Stoßdämpfer defekt?

Quelle: Apps2Go GmbH

Nicht ohne meine Schneeketten

Winter in den Bergen – Skifahren und Spaziergänge in der Son- ne und gutes Essen. So stellen sich viele den Winterurlaub vor. Wäre da nur nicht die Anreise. In bergigen und schneereichen Regionen werden Schneeketten öfter gebraucht, als man denkt. Um die Schneeketten einfach und sicher zu montieren, hat Pewag zusammen mit Excelsis die App „pewag snox“ entwickelt. Die App zeigt mit Grafikabbildungen Schritt für Schritt das richtige Montieren und Demontieren der Schneeketten. Dazu kommen noch ein Montier-Video und eine Taschenlampen- Funktion. Die App gibt es für iOS, Android, Windows sowie für Blackberry und ist kostenlos.

Quelle: Solid Apps GmbH

Der Berg ruft!

Im Skiurlaub mehr Berge kennen als jeder Einheimische? Die App „PeakFinder“ macht es möglich. Die App zeigt von jedem beliebigen Ort im Alpenraum ein 360-Grad-Panorama mit den Namen aller wichtigen Berge. Via GPS wird die Position des Benutzers und durch den integrierten Kompass die Blickrich- tung bestimmt. So erscheinen die Namen der gesuchten Berge sofort auf dem Display. Mit mehr als 30.000 Bergnamen kennt PeakFinder auch den kleinsten Hügel. PeakFinder Alps kostet 3,59 Euro und ist für iOS und Android erhältlich.

Quelle: Fabio Soldati, PeakFinder GmbH

Quelle: www.pewag-group.com

3,59 Euro und ist für iOS und Android erhältlich. Quelle: Fabio Soldati, PeakFinder GmbH Quelle: www.pewag-group.com

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Quelle: TRW, Illustration/Montage: CC/Radis

technik ganz einfach: vorDerraDaufhängung

Nicht geschüttelt, geführt

robustes sitzfleisch brauchten die Menschen zu zeiten der ersten automobile. ein bisschen wie in der achterbahn muss autofahren damals gewesen sein: holprig, mit dem gefühl, in kurven herauszufliegen. im vergleich dazu fährt es sich heute wie auf Wolken. Möglich macht’s die vorderradaufhängung.

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A ls Teil des Fahrwerks

eines Autos ist die Vor-

derradaufhängung da-

für da, die vorderen Rä-

der mit der Lenkung zu

schwenken, zu führen

und zu federn. Das ermöglicht stabiles Fahrverhalten, komfortable Dämpfung von Straßenunebenheiten sowie eine geringe Schwingungs- und Geräusch- übertragung während der Fahrt. Es gibt verschiedene Arten der Vorderradauf- hängung. Man unterscheidet prinzipiell danach, ob die Vorderräder fest miteinan- der verbunden sind (Starrachsen) oder ob sie sich unabhängig voneinander federn lassen (Einzelradaufhängung). Während Lkw meist Starrachsen besitzen, hat sich bei Pkw die Einzelradaufhängung durch- gesetzt. Bei den meisten Fahrzeugen der Kleinwagen- und Mittelklasse kommt das sogenannte McPherson-Federbein zum Einsatz. Diese Form der Einzelradaufhän- gung an der Vorderachse wurde bereits 1949 vom US-amerikanischen Erfinder Earl S. McPherson entwickelt und paten- tiert. Die Besonderheit: Stoßdämpfer, Fe- derung und Achsschenkel sind integriert und sparen somit Gewicht und Platz.

Lenkspurstange

und sparen somit Gewicht und Platz. Lenkspurstange Dreiecksquerstange Stoßdämpfer Federung Achsschenkel Die
und sparen somit Gewicht und Platz. Lenkspurstange Dreiecksquerstange Stoßdämpfer Federung Achsschenkel Die

Dreiecksquerstange

Stoßdämpfer Federung
Stoßdämpfer
Federung
Lenkspurstange Dreiecksquerstange Stoßdämpfer Federung Achsschenkel Die Bestandteile im Einzelnen Achsschenkel

Achsschenkel

Dreiecksquerstange Stoßdämpfer Federung Achsschenkel Die Bestandteile im Einzelnen Achsschenkel

Die Bestandteile im Einzelnen

Achsschenkel beziehungsweise Radträger:

Wie der Name bereits vermuten lässt, hat dieses Bauteil die Aufgabe, das Rad zu befestigen. Es ist gleichzeitig die Verbindung zu allen wichtigen Feder- und Lenkbauteilen. Die Lenkspurstange überträgt die Bewegung des Lenkrads auf die Vorderräder und bewegt sie nach links oder rechts in horizontaler Richtung.

Der Dreiecksquerlenker ist ein vertikal bewegliches Bindeglied zwischen Karosserie und Radträger. Am Radträger wiederum ist der Stoßdämpfer mit integrierter Federung befestigt. Das Zusammenspiel dieser drei Teile ermöglicht komfortables Fahren auf unebener Straße: Durch den Dreiecksquerlenker kann sich das Rad etwa bei einer Bodenwelle auf und ab bewegen. Bei einem Stoß auf das Rad drückt sich die Federung zusammen. Sie verhindert, dass sich der Stoß auf das gesamte Fahrzeug überträgt. Der Stoß- dämpfer wiederum verringert die Schwingung der Feder. Das führt zu einer gleichmäßigen Bodenhaftung des Rads und ermöglicht ruhiges Fahren auf der Straße.

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Bild: Liqui Moly

Bilder: Castrol

Quelle: ADAC

Das richtige MotoröL

Wie geschmiert

sae, 5W/40, Longlife und Leichtlauf? autofahrer verstehen beim Motoröl oft nur Bahnhof. Dabei ist es wichtig, den Motor nicht nur mit einem guten schmierstoff zu versorgen, sondern auch mit einem, der zu ihm passt.

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F akt ist: Jedes vierte Auto in Deutschland ist mit zu we- nig oder zu viel Öl unterwegs – das zeigt die Öl-Studie der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und des Schmierstoffherstellers Castrol. Befindet sich zu wenig Öl in der Ölwanne, werden die Kolben nicht

mehr ausreichend geschmiert. Zu viel Öl dagegen führt dazu, dass das Öl von der oberhalb der Wanne sitzenden Kurbelwelle aufgenommen und wie mit einem Schaumschläger durchge- mischt wird. In das Öl gelangt dadurch Luft, was die Qualität des Öls senkt. Öl ist extrem wichtig für den Motor – ohne das schwarze Gold läuft nichts. Es reduziert die mechanische Reibung der beweg- lichen Teile im Motor, es kühlt die Komponenten, die durch Rei- bung warm werden, und dient auch als Feinabdichtung zwi- schen Kolben, Kolbenringen und Zylinderlaufflächen. Weiter ist es Schutzschild vor Korrosion und reinigt sogar den Motor. Doch woher weiß ich bei all den Bezeichnungen auf der Fla- sche, welches das richtige Öl für mein Fahrzeug ist? Ein Tipp:

Im Bedienungshandbuch des Autos stehen alle Informationen, die man braucht, um das korrekte Motoröl zu kaufen. Unter dem Abschnitt „Technische Daten“ stehen die Motoröldetails, die auch auf dem Etikett zu finden sind. Zudem packt die Werk- statt des Vertrauens beim nächsten Ölwechsel sicherlich eine Flasche des richtigen Öls mit ins Auto. Kostentechnisch sollte sich dies ohnehin lohnen, da Öle bei Werkstätten und im Fach- handel günstiger sind als an Tankstellen. Zudem sparen die Au- tobesitzer Zeit und Nerven, sich erst einmal auf die Suche nach dem richtigen Öl zu machen.

Angaben auf den Motoröl-Etiketten

Rein äußerlich ist ein Motoröl von einem anderen kaum zu un- terscheiden. Deshalb sind auf jeder Flasche Angaben, wie Spe-

zifikationen oder die Erfüllung bestimmter Normen eines Auto- mobilherstellers oder einer Zertifizierungsgesellschaft. Wichtig ist: Herstellerangaben haben Priorität. Liqui Moly bietet auf seiner Website www.liqui-moly.de auch einen Ölwegweiser mit einer Beschreibung der Motorenöle und einer Auflistung der aktuellen Freigaben und Spezifikationen. Was steckt aber beispielsweise hinter 5W – 30? Dies ist eine An- gabe der Society of Automotive Engineers, oft auf den Flaschen als SAE abgekürzt. Mit der Zahlenkombination dahinter wird die Viskositätsklasse angegeben. Zur kurzen Erklärung: Viskosi- tät ist ein Maß für die Zähflüssigkeit des Öls. Der Buchstabe W steht für Winter und je kleiner die Ziffer davor, beispielsweise 0W, 5W, 10W, 15W oder 20W, desto flüssiger bleibt das Motoröl bei kalten Temperaturen. Je größer der Wert, desto zähflüssiger das Öl. Die zweite Viskositätsklasse 20, 30, 40, 50 oder 60 zeigt das Verhalten bei hohen Temperaturen. Bei Kälte sollten die Öle so dünnflüssig wie möglich sein, damit der Anlasser den Mo- tor leichter starten kann und so schnell wie möglich Öl an alle Schmierstellen gelangt. Gleichzeitig darf der Schmierfilm aber auch bei voller Belastung nicht abreißen und muss hohen Tem- peraturen standhalten.

Jede Menge Abkürzungen

Neben der SAE-Viskositätsklasse, die das Maß für die innere Rei- bung einer Flüssigkeit angibt, findet man auf der Verpackung auch manchmal die API-Klassifikation sowie die ACEA-Spezi- fikation. In den „API-Klassifikationen“ (American Petroleum Institute) sowie den „ACEA-Spezifikationen“ (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) ist das Leistungsver- mögen von Ölen festgelegt. Beispiel: Ein A1/B1-04 wäre ein Motoröl für Ottomotoren (Klasse A) und Dieselmotoren (Klasse B) in Standardqualität (1), geprüft nach der im Jahre 2004 (-04)

ausgegebenen ACEA-Klassifikation. Um den Laien endgültig zu verwirren, aber eben auch, um die höchste Qualität bieten zu können, haben deutsche Automobilhersteller meist ihre eige- nen Spezifikationen, wie unter anderem Volkswagen (VW). VW 504 00 steht hierbei beispielsweise für eine neue VW-Norm für Fahrzeuge mit und ohne Longlife-Service.

Spritsparen durch Leichtlauföle

Leichtlauföle sind speziell entwickelte synthetische Motoröle, die über die Reibungsverringerung im Motor, an der Kurbel- welle, an den Kolben, in den Zylindern und an der Nockenwelle, den Kraftstoffverbrauch verringern können. Die Öle sind dünn- flüssige Motoröle, angereichert mit hochwertigen Additiven. Unter Additiven versteht man öllösliche Zusätze beziehungs- weise Wirkstoffe, die den angesprochenen Basisölen zugege- ben werden. Die Öle liegen in den SAE-Bereichen 0W-30, 0W- 40, 5W-30 und 5W-40. Ob sich der Kauf des teuren Öls lohnt,

Wie belastbar ist das Öl?

Stark

0W- und 5W-Pro- dukte sind vollsyn- thetisch

Weniger

Kaum

10W-40-Produkte sind

15W-40-Produkte

in der Regel teilsynthetisch

sind in der Regel mineralisch

muss man im Einzelfall entscheiden. Denn nicht für jedes Fahr- zeug und für jede Fahrgewohnheit passt das Öl. Das gilt auch für Long-life-Öle, die zwar keine Spritersparnisse bringen, dafür aber den häufigen Weg zur Werkstatt sparen. Longlife-Öle zäh- len zu den Leichtlauf-Schmierstoffen, meist im SAE-Bereich 0W- 30 oder SAE 0W-40. Laut Hersteller sollen die Öle länger schmie- ren. Ein Steuergerät berechnet die Motorbelastung und damit den nächsten Inspektionstermin anhand eines Datenmix aus Ölstand, Bremsenverschleiß, Geschwindigkeit, Verbrauch und Drehzahl.

Bremsenverschleiß, Geschwindigkeit, Verbrauch und Drehzahl. Das Öl ist freigegeben für verschiedene Auto- marken.
Bremsenverschleiß, Geschwindigkeit, Verbrauch und Drehzahl. Das Öl ist freigegeben für verschiedene Auto- marken.
Bremsenverschleiß, Geschwindigkeit, Verbrauch und Drehzahl. Das Öl ist freigegeben für verschiedene Auto- marken.

Das Öl ist freigegeben für verschiedene Auto- marken.

Das Öl ist freigegeben für verschiedene Auto- marken. Deutsche Autoherstel- ler haben ihre eigenen

Deutsche Autoherstel- ler haben ihre eigenen Spezifikationen. Genaue Angaben stehen auf dem Etikett und im Bedienungshandbuch des Autos.

stehen auf dem Etikett und im Bedienungshandbuch des Autos. Die Zahlen geben die Konsis- tenz des

Die Zahlen geben die Konsis- tenz des Öls bei hoher und niedriger Temperatur an.

 

Was ist der Unterschied zwischen …

 

Öle

 

Vorteil

Nachteil

Mineral-Öl

Mineralisches Motoröl wird aus Grundölen hergestellt

Lassen sich relativ einfach und kosten- günstig aus Erdöl produzieren

Verdampfen schon bei einer Temperatur von 150 Grad Celsius: Bei hohen Ge- schwindigkeiten können aber schon Temperaturen von 200 Grad auftreten

Teilsynthetik-Öl

Teilsynthetisches Motoröl wird aus einer Mi- schung mineralischer und synthetischer Grundöle hergestellt

Belastbarer als Mineralöle

Weniger gut als Synthetik-Öle

Synthetik-Öl

Wie Mineralöle werden auch Synthetik-Öle aus Erdöl hergestellt, nur das Herstellungsverfahren (Synthese) ist aufwändiger und teurer. Während mineralische Öle aus vielen unterschiedlichen Kohlenwasserstoff-Molekülen bestehen, sind vollsynthetische Öle weitgehend aus einheitli- chen geradlinigen Molekülen aufgebaut, die so im Rohöl nicht vorkommen

Besserer Kaltstart bei tiefen Temperatu- ren, weniger Verschleiß durch schnellere Versorgung der Schmierstellen, der Schmierfilm reißt auch bei höherer Belastung und hohen Temperaturen nicht ab

Teurer in der Anschaffung

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Produkte Produkte rund ums Auto

Einfach, kompakt, sicher

Von Westfalia Automotive gibt es einen neuen, TÜV-geprüften Fahrradträger. Der BC 60 vereint einfache Fahrradmontage, Kompakt- und Sicherheit in einem. Bis zu drei Fahrräder (mit Erweiterungsschiene) lassen sich damit bequem transportie- ren. Die Anhängekupplung ist kinderleicht und ohne Werkzeug zu befestigen. Durch verschiebbare „Schuhe“ lassen sich nahe- zu alle Fahrradgrößen problemlos mit dem BC 60 transportie- ren – von Kinderrädern über Mountainbikes und Rennräder bis hin zu Elektro-Fahrrädern mit einem großen Radabstand von bis zu 1.300 Millimetern. Die Zuladung beträgt 60 Kilogramm. Auch der Zugriff auf den Kofferraum ist mit befestigtem Fahr- radträger problemlos möglich. Mit Hilfe des Abklappmechanis- mus lässt sich der BC 60 sogar mit montierten Fahrrädern so abklappen, dass man bei den meisten Fahrzeugen den Koffer- raum öffnen kann. Eine doppelte Sicherung sorgt für maxima- le Sicherheit. Der Clou beim Fahrradträger BC 60 ist jedoch die Kompaktheit. Er lässt sich innerhalb weniger Sekunden und ohne Werkzeug auf die Größe eines Trolleys zusammenfalten und mühelos im Kofferraum oder in der Garage verstauen. Erweiterbar ist der BC 60 mit Transportbox, -plattform oder Ski-/Snowboardhalter.

60 mit Transportbox, -plattform oder Ski-/Snowboardhalter. 22 Wie gelackt Steinschläge und Kratzer lassen sich mit
60 mit Transportbox, -plattform oder Ski-/Snowboardhalter. 22 Wie gelackt Steinschläge und Kratzer lassen sich mit

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mit Transportbox, -plattform oder Ski-/Snowboardhalter. 22 Wie gelackt Steinschläge und Kratzer lassen sich mit einem

Wie gelackt

Steinschläge und Kratzer lassen sich mit einem herkömm- lichen Lackstift meist mehr schlecht als recht kaschieren. Es bleiben Tupfer und Kleckse zurück. Colomatic hat ein Lack- reparaturset für Steinschläge und tiefe Kratzer entwickelt, bei dem kein überschüssiger Lack auf der Reparaturstelle zurückbleibt. Der Lack wird dabei nicht direkt mit dem Stift, sondern mit einer Rakel sparsam auf die beschädigte Ober- fläche aufgetragen, so dass der Lack in den Vertiefungen hängen bleibt. Der überschüssige Lackfilm lässt sich danach mit einem speziellen Fluid durch sanftes Reiben entfernen. Doch auch das ausgeklügelte Lackreparaturset vermag keine Wunder zu vollbringen. Ist die Vertiefung bei Kratzern zu gering, bleibt nicht genug Farbe auf der Grundierung haften. Die besten Ergebnisse zeigen sich bei Steinschlägen auf dunklen Lacken. Die helle Grundierung verschwindet dann unter einem Lackfilm und die Steinschläge sind nur bei näherem Hinsehen noch erkennbar. Das Lackrepara- turset beinhaltet das Fluid, eine Rakel samt Poliertuch und eine CD mit Anleitung. Der Lackstift in der passenden Farbe muss separat im Fachhandel gekauft werden.

Garantiert gut geladen

Eine leere Batterie ist mit Abstand die häufigste Ursache für eine Autopanne. Gerade in der kalten Jahreszeit häufen sich die Ausfälle der Stromspender. Das liegt daran, dass im Winter viel mehr elektrische Verbraucher an der Batterie zehren. Be- sonders bei Kurzstreckenbetrieb reicht die Leistung der Licht- maschinen nicht mehr aus, um den Stromspender ausreichend zu laden. Wer dem Totalausfall vorbeugen will, klemmt die Batterie rechtzeitig an ein Ladegerät. Vom Batterieladespezi- alisten CTEK gibt es mit dem MXS 5.0 Test & Charge ein Gerät, das gleich zwei Funktionen erfüllt: das Testen und Laden von 12-Volt-Batterien. Denn es bringt nichts, eine kaputte Batterie zu laden. Daher hat das MXS Programme zur Prüfung der Bat- teriespannung, der Start- und Lichtmaschinenleistung. Diese geben ein vollständiges Bild des Batteriezustandes und des Fahrzeugladesystems. Beim Laden löst das MXS sogar eine Reihe von Batterieproblemen. So verfügt es über einen Entsulfatierungs-

und einen Rekonditionierungsschritt. Diese stellen Batterien wieder her, in denen sich Säureschichten gebildet haben oder die tief entladen waren. Aber man kann das MXS 5.0 auch einfach an die Batterie von Motorrädern oder Fahrzeugen anklemmen, die in der Garage überwintern. Das Gerät sorgt vollautomatisch dafür, dass die Batterie immer im perfekten Zustand ist. Das MXS 5.0 Test & Charge ist sicher und einfach zu bedienen, funkenfrei, verpolungsgeschützt und kurzschluss- fest. Es schützt somit die Fahrzeugelektronik. Auf das Gerät gibt der Hersteller fünf Jahre Garantie.

Ölexperten

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Cartechnic

Cartechnic macht aus schwarzem Gold das Beste für Motoren, Getriebe und Hydraulik. Die Öle schützen vor Verschleiß und Korrosion und haben dabei hervorragende Eigenschaften: temperaturbeständig, lang- lebig, materialverträglich u. v. m. Mit aktuellen Freigaben und Spezifikationen führender Kfz-Hersteller.

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Bild: DerHessi/Wikimedia

Die 3 gefährlichsten Rennstrecken der Welt

Ein Fahrzeug rast über die Kurve hinaus und prallt gegen die Bande. Den Zuschauern stockt der Atem. Reifen schleudern herum, das Auto überschlägt sich und kommt schließlich zum Stillstand. Ist der Fahrer verletzt? Jeder kennt diese Schreckse- kunden aus der Formel 1. So faszinierend der Sport ist, so ge- fährlich kann er sein. Diese Strecken haben es besonders in sich.

1 Monza
1 Monza

Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Formel-1-Piloten beträgt auf der Stre- cke im italienischen Monza 250 Kilometer pro Stunde. Die Zielgerade ist ein wahres Nadelöhr: Die Fahrbahn verengt sich von 25 auf 12 Meter, wodurch es im Pulk immer wieder zu Kollisionen kommt. 1961 starben bei einem Unfall 15 Zuschauer und der Ferrari-Pilot Wolfgang Graf Berghe von Trips. Bei einer Massenkarambolage 2000 kollidierten fünf Autos und ein Streckenposten starb. Damit ist Monza eine der gefährlichsten Rennstrecken der Welt.

2 Montreal
2
Montreal

Hohe Mauern flankieren die Rennstrecke im kanadischen Montreal. Diese viel zu engen Platzverhältnisse in Kombination mit sechs Bremszonen machen Montreal so gefährlich – die Fahrer müssen teils von 300 auf 100 Kilometer pro Stunde herunterbremsen. In der Vergangenheit gab es viele schwere Unfälle, zuletzt 2007 beim Crash von Robert Kubica. Nirgends gab es bisher so viele Safety-Car- Phasen wie in Montreal.

3 Monaco
3 Monaco

Ebenso berühmt wie berüchtigt ist die Strecke mitten durch die Straßen von Monaco. Die Fahrer müssen enge Kurven, Unebenheiten und Kanaldeckel meistern, Überholmanöver sind in den engen Gassen praktisch ausgeschlossen. Obwohl die Durchschnittsgeschwindigkeit eher gering ist, gibt es keinerlei Auslaufzonen, was den Fahrern viel abverlangt. So verunglückten am Ausgang des Tunnels etwa Karl Wend- linger 1984 und Jenson Button 2003.

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Die Zahl dieser Ausgabe ist …

82.000

82.000

So viele verschiedene Ausstattungskombinationen gibt es im Innenraum des Kleinwagens Opel Adam. Von außen unterscheidbare Ausstattungsvarianten gibt es immerhin 61.000. Damit hat der Käufer die Qual der Wahl.

Quelle: Autobild, Heft 2-2013

der Käufer die Qual der Wahl. Quelle: Autobild, Heft 2-2013 Quersicht von Andreas Dölker Kauf mich!

Quersicht von Andreas Dölker

Kauf mich!

„Rufen Sie mich an! Ich kaufe Ihr Auto! Tag und Nacht erreichbar!“ Ehrlich jetzt? Das trifft sich ja prima. Der altehrwürdige BMW 316i compact ist nämlich noch nicht alt genug fürs Altenteil, muss aber trotzdem weg. Die Weh- wehchen nehmen zu, der Rost nagt an der Stoßstange, der Kofferraum geht zwar noch geschmeidig auf, aber leider unmittelbar danach auch genauso geschmeidig wieder zu – Kopfschmerz, lass nach. 16 Visitenkarten von mehr oder minder vertrauenswürdigen Händlern haben sich am Scheibenwischer angesammelt. Zufall, dass es genau- so viele sind, wie der rote Blitz Jährchen auf dem Buckel hat? Spielt eigentlich keine Rolle – weil nun plötzlich doch niemand die Kiste haben will. Aber Ihre Karte hing doch an meinem Auto? „Zu alt!“ Vielleicht für 600 Euro? Das ist nun aber wirklich meine Schmerzgrenze. Der hat doch so- gar noch TÜV! „Zu teuer.“ Dann eben nicht. Der 316er hat eh was Besseres verdient als eine letzte Reise ins Ungewis- se. Weg ist er nun trotzdem, verkauft an einen Autofahrer im Landkreis nebenan, für 450 Euro. Wir sehen uns auf der Straße, Baby – ich freu mich drauf!

Wir sehen uns auf der Straße, Baby – ich freu mich drauf! Verkehr in aller Welt

Verkehr in aller Welt

Soda-Brücke

Soda gibt es in verschiedenen Formen. Die bekannteste ist wohl der Bestandteil alkoholischer Erfrischungs- getränke: Bacardi Soda, Whiskey Soda, Campari Soda. Weniger geläufig ist die sogenannte Soda-Brücke. Aller- dings hat dieser Begriff rein gar nichts mit dem blub- bernden Nass zu tun. Vielmehr steht eine Soda-Brücke umgangssprachlich für eine Brücke, die einfach nur „so dasteht“, die also keinen Zweck erfüllt und zum Status quo nicht befahrbar ist. Von diesen bemerkenswerten Artefakten gibt es in Deutschland einige zu bewundern. Etwa die Brücke in Castrop-Rauxel-Merklinde. Schuld ist die Vorgehensweise beim Straßenbau, denn dort haben die Schwergewichte Vorrang: Weil sich Brücken nach ihrer Fertigstellung noch absenken können, baut man sie als Erstes und verbindet sie anschließend mit der eigentlichen Fahrbahn. Es ist also keine Seltenheit, dass Brücken scheinbar nutzlos in der Landschaft herumste- hen. Hin und wieder geht dem Bauherrn dann das Geld aus. Denn die Bauwerke sichern Prestige und Baurecht und werden deshalb gerne vorschnell aus dem Boden gestampft – auch wenn die Finanzierung zu Baubeginn noch nicht steht. Um diese Schmach zu verkraften, hilft den Verantwortlichen dann nur noch ein starker Whiskey Soda. Prost!

Gewinnspiel

2 Hauptgewinn: x 2 Karten für die WTC Championship 2013
2 Hauptgewinn:
x 2 Karten für die WTC
Championship 2013

Gewinnfrage:

Wofür steht das „W“ in der Motorenöl-Bezeichnung?

a) Wiederaufbereitet

b) Winter

c) Wärmeleitkoeffizient

Die Antwort auf diese knifflige Frage ist wie immer im Heft versteckt. Für aufmerksame Leser gibt es diesmal zweimal zwei Karten für die World Touring Car Championship 2013 in Salzburg. Obendrauf gibt es jeweils 100 Euro Taschengeld. Das Rennen findet voraussichtlich am 19. Mai statt.

Senden Sie eine frankierte Postkarte mit Ihrer Antwort an: ATR SERVICE GmbH, Edith Pisching, Postfach 61 01 40, 70329 Stutt- gart. Oder per E-Mail an kundenmagazin@atr.de. Das Stichwort lautet: „Rätsel Kundenmagazin 1/2013“. Einsendeschluss ist der 30. April 2013, es gilt der Poststempel. Der Rechtsweg ist ausge- schlossen. Einsendungen von Glücksspielportalen sind von der Verlosung ausgeschlossen.

Gewinner (Ausgabe 3/2012)

Oldtimer-Rallye zu zweit: Dorothee Faris aus Suhlendorf

Felgen-Pflegesets von Dr. Wack: Kevin Brown aus Berlin, Andrea Niemann aus Wolfsburg, Bernd Dobsraff aus Bad Essen

Impressum

Herausgeber: ATR SERVICE GmbH Verantwortlich: Roland Dilmetz

ATR SERVICE GmbH Otto-Hirsch-Brücken 17 70329 Stuttgart

Telefon: +49 (711) 91 89 79-0 Fax: +49 (711) 91 89 79-70 E-Mail: kundenmagazin@atr.de www.atr.de Anzeigenkontakt:

Edith Pisching (ATR)

Gesamtauflage: 362.000 Titelbilder: Daimler, Fotolia.com (suzannmeer,

dred2010)

Seite 16: mapweazle - Fotolia.com

Redaktion und Gestaltung:

Communication Consultants GmbH Engel & Heinz Jurastraße 8 70565 Stuttgart

Telefon: +49 (711) 9 78 93-0 Fax: +49 (711) 9 78 93-44 E-Mail: atr@postamt.cc

www.communicationconsultants.de

Team: Jan Peters (Ltg.), Marko Ramic, Johanna Quintus, Susanne Mayer, Stephanie Leypoldt, Christiane Lawrence, Nikolaos Radis (Layout, Foto, Illustration)

Die neuen führerscheinkLassen Wann darf ich endlich? endlich bist du 15, 16, 17 Jahre alt.
Die neuen führerscheinkLassen
Wann darf ich endlich?
endlich bist du 15, 16, 17 Jahre alt. endlich bist du nicht mehr ständig
auf die eltern angewiesen – vor allem, wenn’s darum geht, von a nach
B zu kommen. Wir bringen Licht ins führerscheindunkel und zeigen dir,
mit welchem führerschein du welches Bike fahren darfst.
W enn du 15 bist und ein Mofa oder einen Mo-
faroller fahren willst, brauchst du keinen
Führerschein, sondern eine sogenannte
Prüfbescheinigung für Mofas. Die Mofa-
Ausbildung kannst du entweder in einer
Fahrschule machen oder auf einer weiterführenden Schule, die
speziell geschulte Fahrlehrer hat. In der Ausbildung lernst du das
Mofa-Fahren zum einen in der Praxis: In 90 Minuten auf der Stra-
ße machst du dich mit dem neuen Fahrgefühl vertraut. Natürlich
musst du auch ein bisschen büffeln, denn zur Ausbildung gehö-
ren auch sechs Doppelstunden Theorieunterricht. Danach gilt
es, die theoretische Prüfung zu bestehen: Bei einem Fragebogen
mit 20 Fragen darfst du nicht mehr als acht Fehlerpunkte haben.
Eine praktische Prüfung gibt es nicht.
Kleinkrafträder fahren, die eine Höchstgeschwindigkeit von
45
Stundenkilometern haben und einen Hubraum von bis zu
50
Kubikzentimetern. Für den Schein musst du eine praktische
Flotter unterwegs
Wenn dir Tempo 25 nicht schnell genug ist, dann ist vielleicht
der Führerschein der Klasse AM das Richtige für dich. Mit die-
sem Führerschein kannst du ab einem Alter von 16 Jahren
und eine theoretische Prüfung bestehen. Der theoretische Fra-
gebogen enthält 30 Fragen, ab elf Fehlerpunkten hast du die
Prüfung nicht bestanden. Du kannst mit 16 aber auch den soge-
nannten kleinen Motorradführerschein der Klasse A1 machen.
Damit kannst du Leichtkrafträder fahren, also Krafträder der
Klasse A mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 Kubikzenti-
metern und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 Kilowatt
– das sind ungefähr 15 PS. Beim A1 warten zwölf Doppelstunden
Grundstoff und vier Stunden Zusatzstoff auf dich. Dazu kommen
mindestens fünf Überland-, vier Autobahn- und drei Nachtfahr-
stunden. Solltest du 18 sein und den A1 schon seit zwei Jahren
haben, kannst du mit einer praktischen Fahrprüfung die Füh-
rerscheinklasse A2 erhalten. Damit kannst du dann ein Kraftrad
mit bis zu 35 Kilowatt (etwa 48 PS) Motorleistung fahren.
Bilder: Heiko Zocher
Bild: Uwe Diehl

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du dann ein Kraftrad mit bis zu 35 Kilowatt (etwa 48 PS) Motorleistung fahren. Bilder: Heiko
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