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DAS ÖSTERREICHISCHE JOURNAL FÜR VORSTUFE, DRUCK, MEDIENTECHNIK Heft 3–4 · März 2013
DAS ÖSTERREICHISCHE
JOURNAL FÜR VORSTUFE,
DRUCK, MEDIENTECHNIK
Heft 3–4 · März 2013
VORSTUFE, DRUCK, MEDIENTECHNIK Heft 3–4 · März 2013 Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel Von der
VORSTUFE, DRUCK, MEDIENTECHNIK Heft 3–4 · März 2013 Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel Von der
VORSTUFE, DRUCK, MEDIENTECHNIK Heft 3–4 · März 2013 Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel Von der

Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel

· März 2013 Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung Online ist das
· März 2013 Österreich ist Vorreiter beim EU-Ecolabel Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung Online ist das

Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung

beim EU-Ecolabel Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung Online ist das neue Print Von Grubenhunden und Zeitungsenten

Online ist das neue Print

EU-Ecolabel Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung Online ist das neue Print Von Grubenhunden und Zeitungsenten 8

Von Grubenhunden und Zeitungsenten

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Wussten Sie, dass Zeitungspapier in Österreich zu rund 90 Prozent aus Altpapier hergestellt wird?

Zeitungen und Magazine wirken doppelt nachhaltig: Sie werden aus der erneuerbaren Ressource Papier erzeugt und mehrmals gelesen. Gute Nachrichten für die Umwelt und Sie als Leser!

Mehr Fakten über die Nachhaltigkeit von Printmedien erfahren Sie unter www.twosides.at

für die Umwelt und Sie als Leser! Mehr Fakten über die Nachhaltigkeit von Printmedien erfahren Sie

Das Österreichische Grafische Gewerbe Offizielles Organ des Fachverbandes und der Fachgruppen Druck sowie des Verbandes Druck & Medientechnik und aller seiner Landesorganisationen

Heft 3–4/2013

¤

April 2013

DRUCKBRANCHE

 

Leitartikel 50 Jahre Xerox in Österreich Digitales Donau-Druckforum VFG Aktuell: Online – Die Zukunft der Druckbranche?

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UMWELT

 

Nur Drucke aus Europa sichern höchste Umweltstandards Österreich ist Vorreiter beim neuen EU-Ecolabel Auch bvdm kritisiert Google und Go-Paperless-Kampagne

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TECHNIK

 

Zur Notwendigkeit einer prozessunab-

hängigen Bildqualitätsbewertung

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BUSINESS

Die zulässige Privatkopie ist totes Recht Personal Kanban – Das bessere Selbstmanagement Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung Online ist das neue Print Von Grubenhunden und Zeitungsenten Anziehend wirken

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NEWS

Neues aus der Graphischen Typo St. Gallen: Weißraum Neue Medien Wie sehen Design und Kreativität im Jahr 2023 aus?

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Impressum gegenüber Seite 26

15 24 25 26 Impressum gegenüber Seite 26 Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! H aben wir in

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

H aben wir in der Zukunft noch genügend Fachpersonal? Oder werden wir uns gegenseitig um Fachkräfte streiten? Die nachfolgende Tabelle

zeigt Ihnen, wie viele Lehrlinge des jeweiligen Schuljahres zur Schule gingen.

Die Zahlen in Klammern (+) stehen für Lehrlinge mit Doppellehre.

Druckvorstufentechniker

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Burgenland

 

4

 

3

 

2

 

2

 

1

 

2

Kärnten

 

9

 

5

 

5

 

4

 

4

 

4

Niederösterreich

22

(+7)

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(+6)

17

(+5)

7 (+5)

7 (+2)

7

(+1)

Oberösterreich

12

(+1)

 

13

13

(+1)

13

(+1)

11

(+1)

15 (+1)

Salzburg

8 (+1)

 

8

 

4

 

6

 

8

 

7

Steiermark

12

(+1)

9 (+1)

5 (+1)

 

5

 

10

 

10

Tirol

 

20

 

17

 

17

 

12

 

10

9

(+2)

Vorarlberg

 

21

 

20

 

21

 

20

 

20

 

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Wien

 

12

 

18

 

16

 

13

 

13

 

10

Drucktechniker (Schwerpunkt Flachdruck und Digitaldruck)

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Burgenland

 

1

 

2

 

4

 

4

 

3

 

1

Kärnten

 

10

 

12

 

11

 

11

 

9

 

6

Niederösterreich

39

(+2)

43

(+3)

36

(+2)

34

(+2)

25

(+1)

 

19

Oberösterreich

28

(+1)

 

31

 

31

 

29

 

18

 

19

Salzburg

 

18

 

21

 

18

 

11

 

10

 

8

Steiermark

20

(+1)

 

25

 

21

 

2

 

8

 

13

Tirol

13

(+1)

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(+1)

13

(+1)

 

15

 

13

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(+2)

Vorarlberg

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(+1)

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(+1)

21

(+1)

 

20

 

20

 

17

Wien

 

22

 

34

 

29

 

21

 

17

 

13

Quelle: Lehrlingsstatistik, Fachverband Druck der Wirtschaftskammer Österreich (Datenabfrage 11. März 2013, Zahlen in Klammer: Doppellehre)

DRUCKBRANCHE

Drucktechniker (Schwerpunkt Rollenoffsetdruck)

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Burgenland

 

8

 

8

 

8

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4

Kärnten

 

2

 

3

 

2

2

1

 

0

Niederösterreich

 

6

 

8

 

6

2

0

 

0

Oberösterreich

 

0

 

0

 

0

0

0

 

0

Salzburg

 

4

 

4

 

3

2

3

 

3

Steiermark

 

1

 

0

 

0

0

0

 

0

Tirol

 

0

 

0

 

0

0

0

 

0

Vorarlberg

 

2

 

4

 

4

3

2

 

1

Wien

 

2

 

4

 

4

3

2

 

1

Drucktechniker (Schwerpunkt Siebdruck)

 
 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Keine Lehrlinge im Burgenland und in Kärnten

 

Niederösterreich

1

(+1)

2

(+1)

1

(+1)

2 (+1)

2

 

2

Oberösterreich

 

5

 

7

 

5

2

1

 

2

Salzburg

 

3

 

4

 

3

3

2

 

2

Steiermark

 

1

 

2

 

2

0

1

 

4

Tirol

 

1

 

1

 

0

0

0

 

0

Vorarlberg

 

0

 

0

 

1

1

1

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(+1)

Wien

 

9

 

13

 

9

5

4

 

2

Buchbinder

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Burgenland

 

Keine Lehrlinge im Burgenland

 

Kärnten

 

4

 

4

 

2

5

2

 

3

Niederösterreich

10 (+1)

9

(+1)

9

(+1)

6

9

 

8

Oberösterreich

 

4

 

4

 

3

1

0

 

1

Salzburg

 

5

 

5

 

3

1

2

 

3

Steiermark

0

(+1)

 

1

 

1

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2

 

5

Tirol

 

4

 

3

 

3

1

0 (+1)

0

(+1)

Vorarlberg

 

6

 

6

 

6

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8

 

9

Wien

 

3

 

4

 

7

7

4

 

3

Quelle: Lehrlingsstatistik, Fachverband Druck der Wirtschaftskammer Österreich (Datenabfrage 11. März 2013, Zahlen in Klammer: Doppellehre)

Wenn es in Zukunft leider auch weniger Betriebe geben wird, so glaube ich dennoch, dass wir insgesamt zu wenige Lehrlinge ausbilden. Denken Sie selbst darüber nach, wie viele Facharbeiterinnen und Facharbeiter in nächster Zeit in Ihrem Betrieb in Pension gehen werden. Handeln Sie bitte danach!

Betrieb in Pension gehen werden. Handeln Sie bitte danach! Ihr Fachverbandsobmann KommR Wolfram Wieder 50 Jahre

Ihr Fachverbandsobmann KommR Wolfram Wieder

50 Jahre Xerox

in Österreich

„Wir, das Team von Xerox Austria

sind sehr stolz auf den Fortschritt, den wir in den vergangenen 50 Jahren dem österreichischen Markt

ermöglicht haben. Als Teil eines

globalen Unternehmens leisten wir lokal einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft und unterstützen unsere Kunden dabei, erfolgreich zu sein und sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren“, erklärt Sandra Kolleth.

Viele Meilensteine der technologi- schen Entwicklung stammen aus

dem 1970 gegründeten Xerox Palo

Alto Research Center. Im Jahr 1973 entwickelte Xerox die LAN-Tech- nologie Ethernet. Wegweisend für

die Entstehung unserer heute ver-

wendeten Computer war der eben- falls 1973 in PARC entwickelte Pro- totyp des Personal Computers, der Xerox Alto. Xerox investiert konti- nuierlich in Forschung und Ent- wicklung und hält derzeit über

10.000 Patente.

„Nicht der technologische Fort- schritt allein ist für den Erfolg von

Xerox verantwortlich. Kunden-

orientiertes Handeln ist ebenso

Xerox in Öster­

reich: Sandra

Kolleth, stv. General Managerin Xerox Austria

Foto: Xerox Austria

wichtig wie entsprechende Geschäftsmodelle“, betont Kolleth.

Bereits 1959 revolutionierte Xerox

den Markt mit der Idee, Kopierge- räte zu vermieten statt zu verkaufen und einen Seitenpreis anzubieten.

Ύ www.xerox.at

zu verkaufen und einen Seitenpreis anzubieten. Ύ www.xerox.at 4 Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013

TRENDS

Digitales Donau-Druckforum

Am 12. März hat der Verein „For­ schung für die graphischen Medien“ in Zusammenarbeit mit dem Verband Druck & Medien­ technik Österreich in der Indus­ triellenvereinigung in Wien ein Digitaldruck­Forum veranstaltet. Bei diesem ging es um die Veran­ schaulichung von aktuellen Geschäfts­ und Erfolgsmodellen im Digitaldruck.

V ortragende waren unter ande- rem Branchenkenner von HP,

Xeikon, Xerox, Agfa, Lenzing, Canon, Mondi, Ingede, Sepiax, Durst, Kodak und Dataform.

Ύ www.vfg-forschung.at

Ύ www.druckmedien.at

Dataform. Ύ www.vfg-forschung.at Ύ www.druckmedien.at Freuen sich über die gelungene Veranstaltung: Dr. Werner

Freuen sich über die gelungene Veranstaltung: Dr. Werner Sobotka, Verein Forschung für

die graphischen Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik

Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5

Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013

Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
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Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5

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Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
Medien, und Mag. Christian Handler, Verband Druck & Medientechnik Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 5
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VFG AKTUELL

Ein Kommentar von Dr. Werner Sobotka

Online – Die Zukunft der Druckbranche?

Immer wieder wird der Online­ markt als große Chance für die doch stagnierende Druckindustrie hingestellt. Unternehmen wie der Fotobuchgigant CEWE dienen als markante Beispiele für den Erfolg.

D och sind sie wirklich die dru- ckenden Überflieger der Bran-

che? Betrachtet man die aktuellen Erkenntnisse von Bernd Zipper, so sind die großen Anbieter von heute fast alle schon vor rund zehn Jahren gestartet und haben einen langen Entwicklungs- und Erfahrungsweg hinter sich. Das Internet ist eigent- lich das Spiegelbild unseres Lebens:

schnell Geld zu verdienen ist ebenso selten wie ein Lottogewinn.

Ich möchte noch einmal Bernd Zip- per zitieren, der von sechs großen Irrtümern in Sachen E-Business Print spricht:

1. Im Internet ist immer alles billig

2. Onlinevertrieb bedeutet billiges Personal (Die Erwartung: wird von einem Teilzeitstudenten erle- digt)

3. Online-Print bedeutet, dass Qua- lität nicht notwendig ist.

4. Die Software entwickle ich selbst (Profis verlangen nur viel Geld, ich verstehe davon viel mehr)

5. Die Programmierung erledigt der schon angesprochene Teilzeitstu- dent (ein „Wunderwuzzi“ bzw. ein „Superstudent“).

6. Als Unternehmer brauche ich mich ins Internet nicht „hinein- denken“- dafür kaufe ich mir einen Spezialisten.

Drucker zu sein und den Druck- markt zu kennen, ist einfach zu

wenig im Onlinebusiness, um erfolg- reich operieren zu können. Jeder Unternehmer, der im Internet erfolg- reich sein will, muss die Regeln und Gesetzmäßigkeiten des Netzes ken- nen. Aus einem Drucker wird nicht sofort ein Internetexperte und das bedeutet eben, dass fast 40 % aller Online-Projekte am Unternehmer, an der klassischen Druckphiloso- phie scheitern, weil neue Regeln nicht akzeptiert werden. Der Kunde wird genauso behandelt, als ob er nicht online, sondern konventionell einen klassischen Druckauftrag vergibt.

Im Online-Business gibt es eigene Regeln und aus dem ach so freundli- chen Druckkunden wird ein mit völlig anderen Erwartungen an den Job herangehender Onlinekunde. Die Wertschöpfungskette in der Net Economy ist eben völlig anders auf- gestellt als das klassische Druckge- schäft. Aus dem schwarzen Block der klassischen Druckerei ist auf einmal eine gläserne Kugel gewor- den, in der man kaum etwas seinen Kunden verheimlichen kann. Die

größte Herausforderung ist, mög-

lichst große Transparenz an den Tag zu legen, damit eine neue Online- „Marktplatz“-Strategie entwickelt werden kann.

Worauf muss man nun als Online-

drucker. als Printer im Netz und als einer, der die neuen Medien optimal nützt. unbedingt achten?

Benutzerfreundlichkeit ist eines der obersten Gebote in diesem Geschäft und sollte durch regelmäßige

Updates gesichert werden, sodass eine gleiche Optik für B2B und B2C entsteht. Sind Multichannel und Multishop angesagt, sodass eine integrierte Plattform für M-Com- merce und Themenshops aufgebaut werden kann?

Das Thema Social Media muss ernst genommen und auch richtig einge- setzt werden, sodass man über Sie spricht. Stellen Sie eine Verknüpfung mit Ihrem Shop unbedingt sicher. Besonders wichtig im Online-Print- Shop ist die personalisierte Kommu- nikation.

Multimedia ist ist das Mittel der Wahl, um komplexe Druckprodukte über Videos, Animation, Chat, Webinar und 3D-Ansichten dem Kunden besser sichtbar zu machen. Für all diese neuen Angebote ist „Konsistenz“ ein unbedingtes „Muss“! Produktbeschreibungen müssen auf allen Plattformen ident sein, nur dadurch schaffen sie Vertrauen beim Kunden.

So wie das Web wächst, muss auch die Software-Architektur mitwach- sen. Nützen Sie die Gelegenheit der 100%-Analyse, damit Sie immer wissen, was ihr Kunde mag und was nicht und wo er bei Angeboten aus- steigt.

Verkauf von Print im Web ist bereits ein sehr komplexes Thema geworden und kann nicht mehr so nebenbei abgehandelt werden. Sie brauchen ein funktionierendes Team, damit Sie erfolgreich in diesem Konzert mitspielen können. Und wenn Sie Ihr Print-Know-How mit neuestem IT- und Web-Wissen anreichern, kann dies ein Schlüssel zum Erfolg für Online im klassischen Printum- feld sein.

Es ist sicherlich mühsam, diesen Weg zu gehen, doch wenn Sie es ernst meinen und dementsprechend betreiben, wird sich auch der kom- merzielle Erfolg bald einstellen.

wird sich auch der kom- merzielle Erfolg bald einstellen. Aktuell Direkt zum VFG: QR-Code scannen! von

Aktuell

Direkt zum VFG:

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von Prof. Dr. Werner Sobotka

Direkt zum VFG: QR-Code scannen! von Prof. Dr. Werner Sobotka 6 Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013

EUTR

Nur Drucke aus Europa sichern höchste Umweltstandards

EUTR Nur Drucke aus Europa sichern höchste Umweltstandards Gedrucktes aus Europa stellt sicher, dass die Konsu­

Gedrucktes aus Europa stellt sicher, dass die Konsu­ menten Produkte erhalten, die höchsten Umwelt­ Standards entsprechen. Diese Standards werden gerade jetzt durch die EU Holzhandelsverordnung (EUTR) verbessert, die mit 3. März in Kraft trat. Diese Verordnung stellt sicher, dass alle Holz­ und Papierprodukte, die von europäischen Druckern gekauft werden, nicht aus illegaler Schlägerung stammen.

S o ist gewährleistet, dass europä- ische Drucker ihren Kunden nur

Druckprodukte liefern, die nicht aus illegaler Schlägerung stammen. Beachten Sie dabei, dass Druckpro- dukte, die in die EU importiert wer- den, damit außerhalb dieser Ver- ordnung liegen und aus Papier her- gestellt sein können, das aus Holz aus illegaler Schlägerung stammen

kann.

Zusätzlich zu der verstärkten Sicherheit vor illegalen Waldschlä- gerungen wird Gedrucktes aus Europa unter strengen Umweltvor- schriften produziert. Das wird von einem strengen europäischen Umweltschutz-Rechtsrahmen gere- gelt. Dieser beinhaltet die Kontrolle von VOCs (Volatile Organic Com- pounds – flüchtige organische Komponenten), die ambitionierte europäische Abfallpolitik sowie die rigorose Kontrolle der eingesetzten Chemikalien.

Die europäische Druckbranche setzt über die gesetzlichen Anfor- derungen hinaus viele Anstrengun- gen zur weiteren Verbesserung der Umweltleistung. Beispiele hierfür sind das Engagement der Industrie bei der Erreichung hoher Papier- Recycling-Ziele, die Entwicklung

von CO 2 -Emissions-Rechnern, die eine Reduktion des Kohlenstoff- Fußabdrucks zum Ziel haben, sowie die Veröffentlichung eines Leitfa- dens zur Verbesserung der Energie- effizienz für die Druckindustrie.

Es gibt viele weitere freiwillige Maßnahmen auf nationaler und betrieblicher Ebene. Dazu gehören die Einhaltung von Chain-of-Cust- ody-Zertifizierungen wie FSC und PEFC, die sicherstellen, dass Druck- produkte mit Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern herge- stellt werden und die Einhaltung der strengen europäischen und nationalen Öko-Labels garantiert ist. Das Ergebnis all dieser Anstren- gungen sind Druckprodukte, die den höchsten Umweltstandards gerecht werden.

Sicherheit für den Konsumenten

„Drucken in Europa“ stellt sicher:

• Die Einhaltung der strengen europäischen umweltrechtlichen Anforderungen.

• Viele zusätzliche freiwillige Initi- ativen der europäischen Druck- industrie.

• Vollständiger Schutz gegen ille- galen Holzschlägerung aufgrund der EU Holzhandelsverordnung.

Weitere Informationen

Ύ www.intergraf.eu/print-in-europe

Zur Intergraf-Seite „Drucken in Europa“

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Österreich ist Vorreiter beim neuen EU-Ecolabel Am 6. März 2013 wurde im Lebensministerium die neue

Österreich ist Vorreiter beim neuen EU-Ecolabel

Am 6. März 2013 wurde im Lebensministerium die neue Richtlinie des EU­Umweltzeichens für Druck­ erzeugnisse präsentiert. Das neue Logo soll es Kon­ sumenten zukünftig leicht machen, umweltfreundli­ che Druckerzeugnisse auf einen Blick zu erkennen. Österreich ist Vorreiter in diesem Bereich, die ersten österreichischen Druckereien werden im Herbst aus­ gezeichnet.

Ö sterreich gehört im Bereich der unabhängigen Umweltzei-

„Es ist gut und wichtig, dass es mit

dem EU Umweltzeichen nun mög- lich ist, sich europäisch zu positio- nieren“, ist sich DI Andreas Tschulik sicher, der als Leiter der Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz und Technologie“ im Lebensministe- rium für das Österreichische und das EU Umweltzeichen zuständig ist.

Umweltfreundliche Druckerzeugnisse erkennen

chen zu den Vorreitern und bietet

DI

Christian Kornherr vom Verein

mit dem Österreichischen Umwelt-

für

Konsumenteninformation,

zeichen bereits seit Jahren eine erfolgreiche Richtlinie für umwelt- schonende Druckerzeugnisse an. Es ist die erste Richtlinie für Drucker- zeugnisse, die den gesamten Lebenszyklus berücksichtigt. Einzig das Nordische Umweltzeichen bie- tet eine ähnlich gelagerte Richtlinie für Druckerzeugnisse an. Das EU Umweltzeichen ergänzt nun die nationalen Umweltzeichen mit sei- ner europäischen Dimension und

Experte für die Kriterien und zuständig für die Abwicklung der Anträge, betont: „Das Logo des EU-Umweltzeichens ist wichtig, um den Lesern die Bemühungen um die Umwelt zu zeigen. Es bietet ihnen eine wichtige Orientierungs- hilfe beim Erkennen eines umwelt- schonend produzierten Drucker- zeugnisses, bei dem der gesamte Produktlebenszyklus betrachtet wurde.“ Tatsächlich konnte dies

Bekanntheit.

bisher nicht nachgewiesen werden

dies Bekanntheit. bisher nicht nachgewiesen werden und beispielsweise ein FSC- oder PEFC-Logo auf einer

und beispielsweise ein FSC- oder PEFC-Logo auf einer Broschüre hat den Lesern fälschlicherweise glau- ben lassen, dass das gesamte Druckerzeugnis umweltfreundlich ist. Dabei handelt es sich bei diesen Logos nur um den Nachweis, dass das Papier aus Holz gefertigt wurde, das von nachhaltig arbeitenden Holzfarmen, also aus unbedenkli- cher Quelle, stammt.

Österreich als Best-Practice-Beispiel

Um das EU Umweltzeichen europäischen Druckereien nahe zu

DI

Christian Kornherr vom Verein

für

Konsumenteninformation ist

auch für das EU­Ecolabel der erste Ansprechpartner.

bringen, fand im Lebensministe- rium der erste Workshop statt. Im Herbst wird es die ersten österrei- chischen Druckereien geben, die alle Kriterien erfüllen und Druck- werke nach der neuen Richtlinie anbieten können.

„Der österreichische Weg ist sehr erfolgreich und soll wegbereitend für andere EU-Mitgliedsstaaten sein. Wir werden Best-Practice- Beispiele aus Österreich sammeln und anderen Ländern zur Verfü- gung stellen, damit der erfolgreiche Weg EU-weit fortgesetzt werden kann“, meint Ernst Leitner von der G&L Werbe- und Verlagsgesell- schaft mbH., Leiter des EU-Pro- jekts, dessen Ziel die Umsetzung der neuen Richtlinie in EU-Mit- gliedsstaaten ist.

Umweltzeichen beachten den gesamten Produktlebenszyklus

Das EU-Umweltzeichen für Druck- erzeugnisse beinhaltet Produkte jeder Art aus bedrucktem Papier, die zumindest zu 90 Prozent aus Papier, Pappe oder Substraten auf Papierbasis bestehen. Beilagen, Deckel und sämtliche aus bedruck- tem Papier bestehende Komponen- ten des Endprodukts werden mit- einbezogen. Zu verwenden ist ein mit dem EU-Umweltzeichen ausge- zeichnetes Papier.

Die Kriterien fördern vor allem die ökologische Effizienz bei der Druckfarbenentfernung, erhöhen die Wiederverwertbarkeit von Druckerzeugnissen, verringern die Emissionen schädlicher flüchtiger Stoffe, reduzieren die Abfallmenge und schonen so die Umwelt sowie

EU ECOLABEL

die Abfallmenge und schonen so die Umwelt sowie EU ECOLABEL Fotos: Kukla, G&L Gesundheit der Mitarbeiter

Fotos: Kukla, G&L

Gesundheit der Mitarbeiter und Konsumenten.

Das EU-Umweltzeichen hilft, Umweltschäden zu vermeiden

Seit 1992 hilft das EU-Umweltzei- chen dabei, Produkte und Dienst- leistungen zu erkennen, die über den Lebenszyklus betrachtet die Umwelt weniger schädigen – von der Gewinnung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zu Gebrauch und Entsorgung. In ganz Europa bekannt, steht das Logo des-EU Umweltzeichens für umfangreiche Umweltbemühungen.

Weitere Informationen Ύ ec.europa.eu/environment/ecola- bel/facts-and-figures.html Weiter zum EU-Ecolabel: QR-Code
Weitere Informationen
Ύ
ec.europa.eu/environment/ecola-
bel/facts-and-figures.html
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Basisinfo Druckerzeugnisse:

Ύ

ec.europa.eu/environment/

ecolabel/documents/

printed_paper_fctsh.pdf

 

Weiter zur

  Weiter zur

Basisinfo:

Fakten zum EU-Umweltzeichen

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Das EU-Umweltzeichen wurde 1992 ins Leben gerufen. Die Euro- päische Kommision entschied, ein europaweites, freiwilliges System zu entwickeln, dem Konsumenten vertrauen können. Seitdem hat sich die Zahl der ausgezeichneten Pro- dukte und Dienstleistungen jährlich erhöht. Heute ist das EU-Umwelt- zeichen bereits auf mehr als 17.000 Produkten sichtbar.

Ύ www.euecolabel.eu

Ύ www.ecolabel.eu

Richtlinie Druckerzeugnisse:

 

Ύ

eur-lex.europa.eu/LexUriServ/

LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:223:0

055:0065:DE:PDF

Weiter zur Richtlinie:

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Weiter zur Richtlinie: QR-Code scannen!

Umweltargumentation ist fragwürdig

Auch bvdm kritisiert Google und Go-Paperless-Kampagne

Auch bvdm kritisiert Google und Go-Paperless -Kampagne Der deutsche Bundesverband Druck und Medien (bvdm) kriti­

Der deutsche Bundesverband Druck und Medien (bvdm) kriti­ siert die aktuelle Google Kampa­ gne „Go Paperless 2013“ und ruft Google auf, die inhaltlich frag­ würdige Argumentation zu unter­ lassen.

I n Googles aktueller Initiative fordert der Suchmaschinenkon-

zern zum Papierverzicht auf und argumentiert dabei mit Umwelt- schutz. Tatsächlich gehe es aber um die Bewerbung eigener Google-

Services wie die Nutzung von elek- tronischen Clouds, Online-Rech- nungen und elektronischen Signa- turen.

Aus Sicht des bvdm erscheint ein solches Vorgehen unseriös. Der Hauptgeschäftsführer des bvdm, Dr. Paul Albert Deimel: „Google verwendet eine Umweltbotschaft, um eigenen Technologien zu för- dern, nicht, um die Umwelt zu schützen.“

Die Argumentation Googles steht nach Ansicht des Verbandes auf sehr wackeligen Beinen. Digitale Medien verzichten zwar auf Papier. Demgegenüber stehe jedoch der enorme Verbrauch wertvoller Res- sourcen zur Herstellung elektroni- scher Geräte. Diese sind nur mit großem Aufwand oder gar nicht dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen. Elektronische Geräte sind in der Regel umweltschädlicher Sondermüll. Die Nutzung elektroni-

scher Dienste verbraucht während der Bereitstellung, der Übermitt- lung und des Abrufes Energie. Ser- verparks und Endgeräte haben einen enormen Energiebedarf.

Grundlage von Papier bzw. Print- produkten ist Holz, ein nachwach- sender Rohstoff. Nachhaltig bewirt- schaftete Wälder, eine hohe Recy- clingquote und verantwortungsbe- wusstes Energiemanagement machen Papier zu einem nachhalti- gen Medium.

Die Klimainitiative der Druck- und Medienindustrie setzt darüber hin- aus auf eine umweltgerechte Druckproduktion und klimaneut- rale Herstellung von Print. Die Ver- bände Druck und Medien beraten die Branche zur ressourceneffizien- ten Produktion und zum Einsatz umweltfreundlicher Farben. Der Erfolg dieser Beratungsangebote zeigt nach Ansicht des Verbandes das Bemühen der Druckindustrie um eine nachhaltige Produktion. Deimel: „Googles Kampagne dage- gen ist kein Aufruf zum Umwelt- schutz, sondern der Versuch, Papier und Druckwerke in Misskredit zu bringen, um eigene Vorteile am Markt zu erzielen.“ Quelle: bvdm

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AUS DER FORSCHUNG

LITERATUR ZU CS5

AUS DER FORSCHUNG LITERATUR ZU CS5 Abb. 1: Simulation des Druckergebnisses, wenn Offsetdaten „1:1“, d. h.

Abb. 1: Simulation des Druckergebnisses, wenn Offsetdaten „1:1“, d. h. auf Basis von vier eindimensionalen Tonwertkurven

(„Device Mode Transform“) auf unterschiedlichen Digitaldrucksystemen ausgegeben werden.

Aus der Forschung

Bild: CGS

Zur Notwendigkeit einer prozessunabhängigen Bildqualitätsbewertung

einer prozessunabhängigen Bildqualitätsbewertung Von Dr. Andreas Kraushaar, Fogra Die technologische Vielfalt

Von

Dr. Andreas

Kraushaar,

Fogra

Die technologische Vielfalt des Digitaldrucks, insbesondere in Hinsicht auf die Bebilderungs­ technologie und die damit ver­ bundene Bedruckstoffauswahl, spiegelt sich zunehmend in den Anwendungsfällen wider.

I m Gegensatz zum Offsetdruck, der eine weitgehend flexible und

unabhängig voneinander standardi- sierte Auswahl an Maschinen,

Bedruckstoffen und Farbmitteln ermöglicht, sind Digitaldruckma- schinen aus technischen und zum Teil wirtschaftlichen Gründen zum Großteil stark an das Farbmittel

gebunden. Tintenstrahldrucker und tonerbasierte Druckmaschinen werden dabei dediziert auf ein kon- kretes Farbmittel mit dem Ziel, eine möglichst große Bedruckstoffviel- falt bedienen zu können, optimiert.

Diese Vielfalt reicht von der bedarfsorientierten Bedruckung auf Holz, Fliesen oder Metall über den variablen Datendruck für das One- to-One-Marketing oder den Groß- formatdruck auf Textilien bis hin zum statischen Kleinauflagendruck auf Papier. Unabhängig von den Geschäftsfeldern muss sich jede Drucktechnologie als Gesamtsys-

tem der Kosten-Nutzen-Relation stellen, wobei festzustellen ist, dass in den meisten Fällen der Offset- druck als Referenz hinsichtlich wirtschaftlicher und bildmäßiger Leistungsfähigkeit herangezogen wird. Jedes Geschäftsfeld bzw. jeder Anwendungsfall hat individuelle Marktanforderungen, die sich mit- unter deutlich unterscheiden. Bei- spielsweise soll der Druck eines Fotobuchs vom vorhandenen Farb- umfang des Drucksystems best- möglich Gebrauch machen, wäh- rend Vorabauflagen oder Nachbe- stellungen von Akzidenzen (z. B. Kataloge oder Geschäftsberichte)

eine möglichst identische Farban- mutung aufweisen sollen wie die „Hauptauflage“, die meist in einem anderen Druckverfahren hergestellt wird.

Beim Zeitungsdruck auf sehr leichte und qualitativ wenig hoch- wertige Papiere gilt es auch darauf zu achten, dass der Bedruckstoff mit Bleistift bzw. Kugelschreiber beschreibbar ist oder das Tragen der Zeitung unter dem verschwitz- ten Arm nicht zu Farbabrieb führt.

Anwendungen im Transaktions- druck fordern zumeist lediglich eine Lesbarkeit der Information (OCR-Schrifterkennung oder Bar- code), während hochwertige Werbe- bzw. Verpackungsdrucksachen große Anforderungen an die Auflö- sung und Farbgenauigkeit stellen. Die zuvor genannte Kosten-Nut- zen-Relation bedingt, dass gegen- wärtig Druckprodukte beispiels- weise im Rollenoffsetdruck vorge- druckt werden, um anschließend im Tonerdruck personalisiert zu wer- den. Somit ist eine direkte Zuord- nung zu einer Drucktechnologie nicht mehr möglich. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, welche Bedeutung einer prozess- und herstellerunabhängigen Bildqualitätsbewertung zukommt.

Es kann also festgestellt werden, dass zum einen die Anforderungen von Anwendungsfall zu Anwen- dungsfall unterschiedlich sind und zum anderen, dass die jeweilige Messlatte durch die vorhandene Qualität der Konkurrenzdruckver- fahren bestimmt wird. Eine syste- matische Klassifizierung bzw. eine eindeutige Abgrenzung der Anwen- dungsfälle untereinander ist bis in letzter Konsequenz wohl nicht umsetzbar. Grund hierfür sind zu viele verschiedene Aspekte, nach denen Digitaldrucktechnologien typischerweise im Markt verglichen werden: Dies sind die Druckqualität, die Kosteneffizienz, die Produktivi- tät, die Bedruckstoffvielfalt, die Beständigkeit (Abrieb, Alterung etc.) und die Nachhaltigkeit (z. B. Deinkbarkeit).

Die Anforderung aus der Praxis lautet, in unterschied­ lichstenen Druckverfah­ ren identisch anmutende Ergebnisse zu erzielen.

Einfluss der Datenaufbereitung

Neben dem individuellen Zusam- menspiel der Druckkomponenten kommt der Datenaufbereitung, allgemeiner der sogenannten Ansteuerung * , eine besondere Bedeutung im Digitaldruck zu. Unterschiedliche Bildoptimierungs- algorithmen oder unterschiedliche RIP-Einstellungen sind nur zwei Einflussfaktoren, die Ursache dafür sein können, dass zwei unterschied- liche Ansteuerungen auf Basis der gleichen Druckdatei und der glei- chen Druckmaschine unterschiedli- che Druckergebnisse hervorrufen. Aus diesem Grund wird in diesem Kontext der Begriff „Druck-Kombi- nation“ verwendet. Sie repräsentiert die Systemzusammenstellung, die alle wesentlichen Einflussfaktoren zusammenfasst. Diese primären Komponenten sind:

1. Drucksystem

2. Ansteuerung

3. Ausgabeart (Device Mode oder Simulation Mode)

4. Farbmanagement (Erstellung der Farbtransformation zum Dru- cker)

5. Druckmodus (Geschwindigkeit, Rasterung etc.)

6. Bedruckstoff

7. Farbreferenz (Referenzdruckbe- dingung, z. B. FOGRA39)

Die Ansteuerung bestimmt die Druckqualität

Im Digitaldruck unterscheidet man, im Gegensatz zum Offsetdruck, zwei grundsätzlich unterschiedliche Datentransformationen. Im stan- dardisierten vierfarbigen Offset- druck werden die Daten für die

* Die Ansteuerung umfasst alle datentech- nischen Transformationen für die Umwandlung von der Seitenbeschreibungs- sprache (z. B.: PDF, EPS, PS) in die aufgera- sterten Farbauszüge für die verwendeten Druckwerke. Die bewerkstelligt meist ein Raster Image Processor (RIP) in Kombina- tion mit dem Controller. In Office-Umge- bungen übernimmt der Treiber die Aufgabe des RIP, mit meist eingeschränktem Funkti- onsumfang. Der Controller sorgt für die gerätespezifische Aufbereitung der Daten- ströme innerhalb der Druckmaschine.

konkrete Druckbedingung aufberei- tet – und dienen gleichfalls als Referenz für die Prüfdruckerstel- lung. Konkret heißt dies, dass auf- grund der einheitlichen Volltonfär- bung die Wiedergabe von techni- schen Tönen sehr konsistent ist. Ein Rotverlauf, d. h. die ausschließliche Verwendung von Magenta und Gelb, sieht innerhalb einer Druck- bedingung auf den verschiedenen Offsetpapieren, Druckmaschinen und Druckfarben sehr ähnlich aus. Hierzu zählt die Anpassung der Tonwertzunahme, die mathema- tisch durch vier eindimensionale Korrekturen (4x1D) repräsentiert wird. Umgangssprachlich spricht man von der Korrektur mittels RIP- Kennlinien. Diese Art der Transfor- mation ist gerätebezogen (engl. Device Mode Transform). Wesent- liche Eigenschaft ist hierbei, dass die Farbkanäle „rein“ bleiben, und es somit nicht zu den oft monierten

Verunreinigungen bzw. Verschwärz-

lichungen im Druckbild kommt.

Diese Art der Transformation, d. h.

die alleinige Anpassung der Ton- wertzunahme (auch Gradationskur- ven genannt), führt im Digitaldruck

nur im Ausnahmefall zu überein- stimmenden Druckergebnissen.

Dies liegt darin begründet, dass die

Digitaldrucktechnologien extrem unterschiedliche Druckfarben und Bedruckstoffe einsetzen. Insbeson- dere die Druckfarben, d. h. Tinten bzw. Toner, sind das Ergebnis vieler technischer Kompromisse; sie stim- men nur in seltenen Fällen mit den Farben des standardisierten Offset- drucks überein.

Da diese Vielfalt nicht überschaubar kategorisierbar und somit nicht ohne Weiteres standardisierbar ist, gibt es auch keine Referenzdruck- bedingungen, wie beispielsweise FOGRA39, die explizit eine Digital- druckbedingung charakterisieren. Dies führte zu der bisherigen Praxis, dass Digitaldruckdienstleister Druckdaten bekommen, die für den Offsetdruck aufbereitet sind. Auf- grund der beschriebenen unter- schiedlichen Farbcharakteristik typischer Digitaldrucksysteme führt

AUS DER FORSCHUNG Abb. 2: Vergleich von FOGRA39 (blau) mit einer typischen Digitaldruck­Kombination ähnlicher

AUS DER FORSCHUNG

AUS DER FORSCHUNG Abb. 2: Vergleich von FOGRA39 (blau) mit einer typischen Digitaldruck­Kombination ähnlicher

Abb. 2: Vergleich von FOGRA39 (blau) mit einer typischen Digitaldruck­Kombination ähnlicher Grundfarbcharakteristik in der CIEa*b*­Ebene.

Grafik: Fogra

die Ausgabe von „Offsetdruckdaten“ mittels der beschriebenen gerätebe- zogenen Transformation (umgangs- sprachlich „im Gerätemodus“) zu sehr unterschiedlichen Farbergeb- nissen. Dies ist in Abbildung 1 simuliert.

Aus diesem Grund ist eine mehrdi- mensionale Farbtransformation notwendig, wie sie auch in typi- schen ICC-Ausgabeprofilen ver- wendet wird. Die Nachstellung der durch die Referenzdruckbedingung definierten Farberscheinung nennt man „Simulation Mode“. Dies bedeutet allerdings, dass reine Ver- läufe, wie beispielsweise der erwähnte Rotverlauf, zusätzlich mit Cyan oder Schwarz aufgebaut wer- den können. Für die Wiedergabe von Bildern führt dies zu der gewünschten Farbwiedergabe, wobei die Wiedergabe technischer Töne je nach Rasterungsverfahren zu unerwünschten Fehlerscheinun- gen wie z. B. Farbschillern führen kann.

In der Praxis wird der Gerätemodus für die Kalibrierung verwendet, um einen definierten und reproduzier- baren Grundzustand zu erreichen. Je nach Abweichung der individuel- len Farbcharakteristik werden dar-

auf aufbauend Farbtransformatio- nen im beschriebenen „Simulation Mode“ aufgesetzt, welche die Nach- stellung wichtiger Referenzdruck- bedingungen ermöglichen. Hierbei ist es üblich, DeviceLink-Profile zu verwenden, die eine geeignete Anpassung der Re-Separation und insbesondere des Schwarzkanals ermöglichen.

Farbmetrische Übereinstimmung und reine Farben – Widerspruch?

Je nach Rasterungsverfahren führt die Aufrasterung von Volltonfarben bzw. die Beimischung von Sekun- därfarben zu „reinen“ Primärfarben zu Kundenreklamationen. Dies liegt an den sichtbaren Rasterpunkten, die zu inhomogenen Flächen füh- ren. Vor dem Hintergrund von Kundenanforderungen nach „rei- nen“ bzw. „unverschmutzten“ Farb- tönen steht der Druckdienstleister vor der Herausforderung, zwischen farblicher Übereinstimmung und „Reinheit“ der Druckausgabe abzu- wägen. Je weiter die verwendeten Primärfarben des jeweiligen Druck- systems von denjenigen der Refe- renz abweichen, desto größer ist diese Diskrepanz. Aus diesem Grund gilt in diesem Fall, ein besonderes Augenmerk auf die

Abb. 3: Vergleich von FOGRA39 (Blau) mit einer typischen Digitaldruck­Kombination unähnlicher Grundfarbcharakteristik in der CIEa*b*­Ebene. Eine Reinhaltung der Primärfarben ist hier nicht möglich.

Grafik: Fogra

Fähigkeiten der jeweiligen Druck- bedingung hinsichtlich der primä- ren und sekundären „Farbachsen“ zu legen.

Die Beimi­ schung von Sekundärfar­ ben zu „reinen“ Primärfarben kann zu Kunden­ reklamationen führen.

Die Grenze hängt von der geforder- ten farbmetrischen Genauigkeit ab. Die beiden Abbildungen zeigen zwei charakteristische Beispiele. Während die Druckkombination in Abbildung 2 durchaus eine FOGRA39-Simulation bei gleich- zeitiger „Reinhaltung“ der Primär- farben erlaubt, ist dies für die Kom- bination in Abbbildung 3 auch bei großzügigen Farbtoleranzen nicht möglich

Weiter zur Fogra: QR-Code scannen! Ύ www.fogra.org Der Artikel basiert auf dem Fogra-Forschungsbe- richt 35.003
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Der Artikel basiert auf dem Fogra-Forschungsbe-
richt 35.003 „Grundlagen zur Etablierung der
Normung für den Toner- und Inkjet-basierten
Digitaldruck“, der im Rahmen des Programms zur
Förderung der Industriellen Gemeinschaftsfor-
schung (IGF) vom Bundesministerium für Wirt-
schaft und Technologie über die AiF finanziert
wurde.

URHEBERRECHT

URHEBERRECHT Die zulässige Privatkopie ist totes Recht! Die heiß diskutierte Festplattenabgabe soll nicht einen

Die zulässige Privatkopie

ist totes Recht!

Die heiß diskutierte Festplattenabgabe soll nicht einen Schadenersatz für Urheberrechtsverletzungen schaffen, sondern eine Abgeltung für legale Privatko­ pien auf Computern. Doch diese gibt es aufgrund von technischen und rechtlichen Entwicklungen nicht mehr.

Von Mag. Alex­ ander Schnider, LL.M. und Dr. Lukas Feiler, SSCP

O b Software, Filme oder Musik:

Private Kopien auf Compu-

tern stellen heute fast immer Urhe- berrechtsverletzungen dar. Die derzeit diskutierte Einführung einer Festplattenabgabe soll Rechte- inhabern einen gerechten Ausgleich für rechtmäßige Privatkopien ver- schaffen. Das wirft aber die Frage auf, in welchem Umfang die Nutzer überhaupt noch ein Recht auf digi- tale Privatkopien haben.

Zweck der Festplattenabgabe ist nicht, den Rechteinhabern Scha- denersatz für Urheberrechtsverlet-

zungen zu gewähren. Ein derartiger kollektivierter Schadenersatz, der vom Gesetzgeber statt eines unab- hängigen Gerichts zugesprochen wird, wäre aus rechtsstaatlicher Sicht auch höchst bedenklich.

Bei der Festplattenabgabe geht es tatsächlich nur darum, den Rechte- inhabern einen gerechten Ausgleich für die Möglichkeit der Nutzer zu verschaffen, zulässige digitale Privatkopien zu erstellen, ohne dafür eine Extralizenz erwerben zu müssen.

Kaum zulässige Kopien auf Festplatten

Der Haken daran: Das Recht auf digitale Privatkopien erweist sich zwischenzeitig als totes Recht.

Wenn man den Inhalt einer durch- schnittlichen Festplatte betrachtet, wird man darauf kaum eine zuläs- sige Privatkopie finden.

Von einem Freund kopierte Soft- ware kann keine zulässige Privatko- pie sein, da Computerprogramme vom Recht auf Privatkopie per Gesetz explizit ausgenommen sind. Bei Software-Kopien handelt sich vielmehr entweder um eine – je nach deren Lizenzbedingungen – zulässige Kopie (z. B. bei Open Source) oder um eine klare Urhe- berrechtsverletzung.

Ein selbst geschossenes Urlaubsfoto darf man als Urheber beliebig ver- vielfältigen, jenes des Freundes nur mit dessen Zustimmung. Die beim Streaming eines Filmes entstandene temporäre Kopie ist ebenfalls keine

Privatkopie: Hier handelt es sich nämlich um eine bloß flüchtige und begleitende Vervielfältigung, die von anderen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes für zulässig erklärt wird. In all diesen Fällen bleibt für die Privatkopie kein Raum.

Damit bleiben zum einen Privatko- pien von Kinofilmen oder Fernseh- serien übrig, die der Nutzer auf DVD- oder Bluray-Discs erworben hat. In der Praxis ist das Kopieren dieser Discs aber weder möglich, noch zulässig, da sie überwiegend mit technischen Kopierschutzme- chanismen ausgestattet sind, die die Erzeugung von Privatkopien ver- hindern. Auch wenn sich derartige Kopierschutzmaßnahmen leicht umgehen lassen, stellt deren Umge- hung jedenfalls eine Urheberrechts- verletzung dar. Kopien von derart geschützten Originaldatenträgern können daher keinesfalls zulässige Privatkopien sein.

Unbezahlte Musik

Zum anderen ist an Privatkopien von Musikwerken zu denken: Auf- grund der leichten – legalen! – Ver- fügbarkeit von Musik im Internet (z. B. über iTunes) ist es aber höchst selten geworden, dass sich Freunde gegenseitig Musik-CDs auf ihre Festplatten „rippen“. Wer ohne Bezahlung an Musik gelangen will, lädt diese zumeist von offensicht- lich rechtswidrigen Quellen (wie z. B. Pirate Bay) herunter. Genau dies soll nach dem Entwurf der Urhe- berrechtsgesetznovelle aber keine zulässige Privatkopie mehr sein, sondern explizit als Urheberrechts- verletzung gelten.

Letztlich könnte man noch an Fest- platten denken, die in Festplattenre- kordern verbaut sind. Für diese wird aber bereits eine eigene Urhe- berrechtsabgabe eingehoben, sodass dieser spezielle Festplatten- Einsatz bereits abgedeckt ist und keiner zusätzlichen Abgabe bedarf, die Festplatten allgemein betrifft.

Damit bleibt der zulässigen digita- len Privatkopie kein Anwendungs- bereich mehr – es handelt sich praktisch um totes Recht. Es erscheint kaum nachvollziehbar, für dieses tote Recht auch noch eine neue Abgabe einzufordern.

In der Diskussion über die Festplat- tenabgabe ist daher auch das Recht auf digitale Privatkopien miteinzu- beziehen. Denn das eine ist ohne das andere nicht zu rechtfertigen. Wer eine Festplattenabgabe befür- wortet, muss daher auch für eine radikale Wiederbelebung der digita- len Privatkopien plädieren.

Mag. Alexander Schnider, LL.M. ist Rechtsanwalt Dr. Lukas Feiler, SSCP ist Rechtsanwaltsanwärter bei der
Mag. Alexander Schnider,
LL.M. ist Rechtsanwalt
Dr. Lukas Feiler, SSCP ist
Rechtsanwaltsanwärter bei
der Wirtschaftskanzlei
Baker & McKenzie.
Der Artikel ist ursprünglich am
12. Februar 2013 der Tageszei-
tung „Der Standard“ erschie-
nen. Nach aktuellen Berichten
wird eine Festplattenabgabe
in Österreich derzeit nicht
eingeführt.

Neues aus der Graphischen

Konica Minolta bizhub C70hc für den Unterricht

Konica Minolta stellt der Graphischen für die Aus- bildung eine Konica Minolta bizhub C70hc zur Ver- fügung. Franz Gepp und Peter Karasegh übergaben die Digitaldruckmaschine noch im Vorjahr an Dir. Gustav Linnert und AV Manfred Niedl.

Durch den High-Chroma-Toner kommt der Farb- raum der bizhub C70hc dem sRGB-Farbraum sehr nahe. Die Maschine wird daher nicht nur in der Abteilung Druck eingesetzt, sondern auch für Schü- lerarbeiten der Fotografie und der Abteilung Grafik Design.

print fair 13 an der Graphischen:

23. und 24. Oktober

Seit 2009 organisiert die Abteilung für Druck- und Medientechnik die print fair, die sich inzwischen als größter grafischer Marktplatz Österreichs etabliert hat. Heuer wird die print fair am 23. und 24. Okto- ber stattfinden.

Die Graphische mit rund 1.350 Schülerinnen und Studierenden aus den Bereichen Grafik Design, Fotografie, Multimedia und Druck- und Medien- technik konnte während der print fair 12, die am 23. und 24. Oktober stattfand, knapp 800 Besucher und 77 Aussteller begrüßen.

Ύ www.graphische.net

800 Besucher und 77 Aussteller begrüßen. Ύ www.graphische.net Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013 15

SELBSTMANAGEMENT

Personal Kanban Das bessere Selbstmanagement

Die Ist­Situation im Zeitmanagement ist bekannt:

To­do­Listen erdrücken den Benutzer und die lau­ fende Abarbeitung der Listen erzeugt im besten Fall das Gefühl, im Hamsterrad zu laufen. Je mehr erle­ digt wird, desto mehr neue Aufgaben entstehen.

Von Christian

Handler

P ersonal Kanban erhebt den Anspruch, den gordischen Kno-

ten des Zeitmanagements zu durch- schlagen. Die Methode des Kanban stammt aus den modernen, soge- nannten agilen Methoden des Pro- jektmanagements. Das Wort „Kan- ban“ bedeutet „Karte“, die Kanban- Methode stammt ursprünglich aus der Produktionssteuerung.

Im Software- und Projektmanage- ment konnte sich Kanban bereits als sinnvolle Methode durchsetzen. Eine der zentralen Erkenntnisse ist hier, dass jede Person oder jedes Team nur eine begrenzte Anzahl von Jobs gleichzeitig durchführen kann. Vereinfacht gesehen funktio- nieren auch Teams und Personen wie Autobahnen. Wenn zu viel los ist, entsteht ein Stau. Ist aber genauso viel los, dass optimal gear- beitet werden kann, entsteht der berühmte „Flow“, die optimale Arbeitsgeschwindigkeit.

Personal Kanban nutzt diese Erkenntnisse für das Selbst- Management. Zwei wesentliche Grundlagen helfen dabei:

Erstens werden die Aufgaben visua- lisiert – je nach persönlicher Veran- lagung entsteht am Computer, am Flipchart oder auf einer Tafel eine visuelle Darstellung der persönli- chen Wertschöpfungskette. Die Position der Karten zeigt den Status der Aufgabe.

Die zweite Grundlage ist die Forde- rung: Mach nicht zu viel auf einmal! Aus der Fülle der Aufgaben werden

– je nach persönlicher Präferenz

– maximal eine bestimmt Anzahl

von Aufgaben gleichzeitig bearbei- tet. Diese Limitierung der gleichzei- tig in Bearbeitung befindlichen Aufgaben ermöglicht es, schneller

und übersichtlicher zu arbeiten.

Gut geeignet ist Personal Kanban auch als Ausgangspunkt für die transparente Steuerung von ganzen Teams.

Ein weiterer Vorteil der Anwendung ist das aktive Auswählen von Auf- gaben und damit eine positive Dar- stellung der eigenen Aufgaben.

Waren frühere Zeit- und Selbstma- nagementsysteme noch von Res- sourcenoptimierung geprägt – und nahmen ihre Anleihen damit oft auch von Kriegsherren (siehe Eisen- hower-Prinzip oder Sun Tsu), so wurde in weiterer Folge der Mensch in den Mittelpunkt gesetzt (siehe dazu Steven Covey und seine „Seven Habits of Highly Effective People“).

Mit der Anwendung von Personal Kanban sind agile und schlanke Methoden aus dem Software- und Projektmanagement im Personal Management angekommen.

Die Bearbeitung der eigenen Aufga- ben im Rahmen eines Kanban- Boards kann im Gegensatz zu vielen anderen Methoden sehr schnell zu einer positiven Wahrnehmung der eigenen Arbeit führen und damit ebenso die eigene Zufriedenheit verbessern.

und damit ebenso die eigene Zufriedenheit verbessern. Lesetipp Jim Benson / Tonianne Barry Personal Kanban Die
Lesetipp Jim Benson / Tonianne Barry Personal Kanban Die Autoren beschreiben anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie
Lesetipp
Jim Benson / Tonianne Barry
Personal Kanban
Die Autoren beschreiben
anhand zahlreicher Fallbeispiele,
wie Personal Kanban funktionie-
ren kann. Als Grundlagenwerk
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Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013

/ 21 94 | Fax: 2878 e-mail:office@dockner.com | www.dockner.com 17 Das Österreichische Grafische Gewerbe 3–4/2013

Serie Kostenrechnung und Kalkulation, Teil 2: Kosten- und Leistungsrechnung

Von der Buchhaltung zur Kostenrechnung

Von Ulrich

Preisbildung und Kostenkalkula­

Smets

tion sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Preisbildung erfolgt am Markt durch Angebot und Nachfrage. Die Kostenkalkulation liefert die Basis für die Ausarbei­ tung von Angebotspreisen. In der Realität stimmen beide Seiten wertmäßig selten überein. Ohne ausreichendes Wissen über die eigenen Kosten, die tatsächlich bei der Herstellung eines Druck­ produkts entstehen, kann ein Druck­ und Medienbetrieb die Wirtschaftlichkeit eines Auftrags nicht effektiv feststellen.

E ine vollständige Kosten- und Leistungsrechnung besteht aus

Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung auf der einen Seite und der Leistungsrechnung auf der anderen Seite. Die Planbe- triebskostenrechnung bildet das interne Rechnungswesen im Gegensatz zur Geschäftsbuchfüh- rung und Bilanzierung, die das externe Rechnungswesen darstellen. Ziel der Kosten- und Leistungsrech- nung ist, Kosten für Leistungen zu planen, zu erfassen und zu überwa- chen.

Die Kalkulation von Aufträgen ist dabei Bestandteil der Kostenträger- rechnung und stellt das Bindeglied zwischen betrieblichen Leistungen und dem dabei entstehenden Wer- teverbrauch, als Kosten bewertet in Euro, dar. Unter dem Begriff des Kostenträgers ist das Produkt und

Externes Rechnungswesen

Internes Rechnungswesen Leistungs- rechnung Kostenarten- Erträge rechnung Kostenstellen- rechnung Leistungen
Internes Rechnungswesen
Leistungs-
rechnung
Kostenarten-
Erträge
rechnung
Kostenstellen-
rechnung
Leistungen
Kostenträger-
rechnung
Betriebsergebnis
Gesamtergebnis
Aufwendungen
Kosten

Grundzusammenhänge der Planbetriebskostenrechnung (Quelle:

Guido Leidig, Ulrich Smets ­ „Kalkulations­ und Projektmanagement“, Wiesbaden 2008)

die Dienstleistung eines Betriebes zu verstehen, das alle Kosten tragen muss.

Leistungsdatenerfassung

Die Leistungsrechnung befasst sich mit der Effizienz und den Ergebnis- sen des Produktionsbereichs. Im Wesentlichen zeigt sie den Zusam- menhang zwischen Art und Zeiten der Kapazitätsnutzung, produkti- ven Nutzungszeiten und den ausge- brachten Mengen auf. Hier erfolgt die Erfassung und Auswertung der betrieblichen Leistungswerte für jeden einzelnen Arbeitsschritt im Produktionsprozess. Unter Leistung

ist dabei einerseits die produzierte Menge, andererseits aber auch die eingesetzte Zeit für die Produktion einer Mengeneinheit zu verstehen. Diese Leistungswerte werden in der Kalkulation mit Kostensätzen bewertet.

Abgrenzungsrechnung

Die Kostenartenrechnung stellt die Grundlage der gesamten Kosten- rechnung dar. Dort werden alle Kosten, die bei der Erstellung und Verwertung der Kostenträger ent- stehen, erfasst. Es handelt sich hier- bei nicht um eine besondere Rech- nung, sondern um eine analytische

Kostenstrukturierung. Datenquelle ist vor allem die Betriebsbuchhal- tung. Da dort andere (gesetzliche) Vorgaben zur Strukturierung von Ausgaben und Aufwand bestehen, übernimmt die Kostenartenrech- nung die Abgrenzung des externen Rechnungswesens zur internen Kostenrechnung, für die der Betriebszweck im Mittelpunkt steht.

Nach der Kostenstrukturierung und Klassifizierung müssen diese für die Kalkulation aufbereitet und ver- dichtet werden. Einzelkosten wer- den direkt übernommen. Gemein- kosten, die nicht direkt und eindeu- tig einem Kostenträger zugeordnet werden können, werden über die Kostenstellenrechnung in Kosten- bzw. Stundensätze „gegossen“. Die Stundensätze ermöglichen die Ver- rechnung der Gemeinkosten über die Zeit der Beanspruchung der einzelnen Kostenstelle durch den jeweiligen Auftrag.

Ohne ausrei­ chendes Wissen über die eige­ nen Kosten, die tatsächlich bei der Herstellung eines Druck­ produkts ent­ stehen, kann ein Druck­ und Medienbetrieb die Wirtschaft­ lichkeit eines Auftrags nicht effektiv feststel­ len.

Produktionswert

Diese Verrechnung erfolgt in der Kalkulation durch die Bewertung der Leistungszeiten mit den Stun- densätzen. Das Ergebnis der Kalku- lation ist der Produktionswert. Nun sind die betrieblichen Gemeinkos- ten näherungsweise der jeweiligen Produktion zugerechnet. Hinzu kommen die Einzelkosten, in der Druckindustrie sind dies vor allem die Materialkosten. Nach den Grundsätzen der Industrie- und Handelskalkulation werden über prozentuale Hinzurechnung von Skonto, Provision und Gewinn der Angebotspreisvorschlag ermittelt, der die Grundlage für Preisver- handlungen mit dem Kunden bildet.

Für die Umsetzung der Kosten- und Leistungsrechnung in die Praxis sind einige Kostendefinitionen und Begriffe wichtig.

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Einzelkosten

sind Kosten, die dem Verbrauch durch einen Kostenträger eindeutig zugerechnet werden können. Sie werden auch als direkte Kosten bezeichnet. Typische Einzelkosten der Druckproduktion sind Papier, Farbe und Druckplatten. Ein zent- rales Merkmal besteht darin, dass der in der Kostenartenrechnung erfasste leistungsbezogene Güter- verbrauch unmittelbar, d.h. ohne Berücksichtigung in der Kostenstel- lenrechnung, den Kostenträgern zugerechnet wird.

Gemeinkosten

können dem Kostenträger nicht eindeutig zugerechnet werden. So werden zwar bei der Produktion Strom, Wasser und andere Betriebs- und Hilfsstoffe verbraucht, aber die genaue Verrechnung der Kosten für diese Verbräuche ist, wenn über- haupt, nur mit großem Aufwand auf die einzelnen Produkte möglich. Diese Kosten werden daher über die Kostenstellenrechnung pau- schaliert.

Variable Kosten

entstehen in Abhängigkeit der Beschäftigungsmenge. Sie fallen an, wenn produziert wird. Je mehr Pro- dukte hergestellt werden, umso höher ist der jeweilige Verbrauch, z.B. vom Auflagenpapier.

Fixe Kosten

sind von der Herstellungsmenge unabhängig. Sie fallen auch an, wenn nicht produziert wird. Hier- unter fallen oft langfristige Verträge, etwa für die Miete der Produktions- hallen, für Versicherungen oder die Abschreibung für die Maschinen und Anlagen.

oder die Abschreibung für die Maschinen und Anlagen. Der Autor   Ulrich Smets unterstützt als frei-

Der Autor

 

Ulrich Smets unterstützt als frei- beruflich tätiger Druckingenieur und Experte für Betriebswirt- schaft Verbände und Beratungs- gesellschaften bei der betriebs- wirtschaftlichen Beratung von Unternehmen der Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein Kerngebiet ist die Kosten- und Leistungsrechung, hierzu leitet er regelmäßig Semi- nare.

Ulrich Smets war nach seinem Studium der Druckereitechnik an der Hochschule der Medien in Stuttgart fast zwölf Jahre als Referent für Betriebswirtschaft beim Bundesverband Druck und Medien in Deutschland tätig. In dieser Zeit war er unter anderem zuständig für die Weiterentwick- lung der Grundlagenwerke zur Kosten- und Leistungsrechnung.

Kontakt Controllingbüro Ulrich Smets Ruländerstraße 13, 55129 Mainz Deutschland

 

T +49 / 61 31/ 894 72 04

Ύ u.smets@t-online.de

Ύ Twitter: @Ulrich_Smets

Foto: Fogra

Online-Print ist der Wachstumsmarkt in der Druckindustrie: bvdm, Fogra und zipcon consulting zeigten die Trends für die Branche

Online ist das neue Print

Der Online­Handel mit Printprodukten hat enorme Zuwachsraten. Die Online­Drucker sind die aktuel­ len Gewinner der Druck­ und Medienindustrie. Dies ist das Ergebnis des Online­Print­Symposiums am 21. und 22. Februar in München. Mit mehr als 200 Besuchern war die erste gemeinsame Leitveranstal­ tung von bvdm, Fogra und zipcon consulting ein herausragender Erfolg. Geschäftsfelder, Lösungen und Trends im Online­Druck standen auf der Agenda des Symposiums.

E ine wichtige Erkenntnis steht zu Beginn: „Online-Print steht

nicht nur großen Unternehmen, sondern auch kleinen Unternehmen offen. Der Marktzugang zu diesem Geschäft ist aber auch völligen Newcomern möglich. Darin liegt ein Risiko für etablierte Drucke- reien. Diese müssen also die Her- ausforderungen erkennen und annehmen und dürfen sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen“, appellierte Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsfüh- rer des Bundesverbandes Druck und Medien an die Unternehmer. Bereits jeder zweite Deutsche kauft

online. Dies hat auch Einfluss auf den Online-Print-Markt. Nach der Studie von zipcon consulting erreicht Online Print im Jahr 2014 ein Umsatzvolumen von rund 2,3 Mrd. Euro des gesamten Druck- volumens in der DACH-Region. Auch international werden für die kommenden Jahre große Steigerun- gen erwartet.

Dr. Eduard Neufeld, Institutsleiter der Fogra, führt weiter aus: „Unab- hängig vom enormen Tempo des Wandels kann man sich daran ori- entieren, dass die Steigerung des Komforts und der individuellen Ansprache sich als zentrale Erfolgs- faktoren erwiesen haben. Was die Musikindustrie schmerzlich lernen musste, ist auch für die Druckin- dustrie gültig.“

Bernd Zipper bekräftigt dies: „Im Online-Print-Geschäft gelten andere Regeln, die man kennen sollte. Achten Sie auf unbedingte Benutzerfreundlichkeit, Multicha- nel-Tauglichkeit, flexible E-Com-

merce-Architekturen, Kundensup- port rund um die Uhr, auch am Wochenende.“ Denn der Verdrän- gungswettbewerb ist schon gestar- tet. Etwa 64 Prozent des Online- Print-Umsatzes werden von den großen Anbietern generiert. Daher wird für alle, die in diesem Wachs- tumsmarkt mitwirken wollen, der Markt enger. Anbieter von Online- Print-Angeboten müssen neue Kompetenzen erlernen. Dies betrifft alle Aspekte des Unternehmensma- nagements, von der Handhabung der Prozesse, der Produktion, des Internets, der Serviceangebote und des Online-Marketings.

Die Nachfrage nach Online-Pro- dukten betrifft alle Printbereiche, vom Shootingstar Fotobuch über Plakate, Werbemittel aller Art bis hin zu Verpackungsdrucken und

3D-Drucken.

Der nächste Termin für das Online Print Symposium steht bereits fest:

der 14. und 15. Mai 2014 in München.

PUBLISHING

Von Grubenhunden und Zeitungsenten

Ein Grubenhund ist per defini­ tionem zunächst nichts anderes als eine spezielle Form der Zei­ tungsente. Damit stellt sich aber sogleich die nächste Frage: Was genau ist denn eigentlich eine Zeitungsente?

W oher der Begriff „Zeitungsente“ kommt, ist nach wie vor ein

Von Johanna

kleines Diskussionsthema unter Publizisten. Die bekannteste Vari- ante ist, dass das Wort durch die Abkürzung „n. t.“ (der Begriff stammt aus dem Englischen; not true, not

Handler;

testified bzw. ursprünglich aus dem

Studentin der

Lateinischen: non testatum), die vor

Publizistik­

oder nach einem ungeprüften Arti-

wissenschaft

kel gesetzt wurde, entstanden ist.

und Kommuni­

Schnell ausgesprochen hört sich „n. t.“

kationswissen­

dann wie „Ente“ an. So wurde aus

schaft

„nt“ die „Zeitungsente“: heute eine Falschmeldung oder ein Artikel mit unglaubwürdigem Inhalt.

Früher wurde der Begriff natürlich viel häufiger verwendet, da es weder Telefon noch Internet oder Fax gab und das Überprüfen von Zeitungs- meldungen sehr schwer war, vor allem, wenn es mal schnell gehen musste.

Neben der Zeitungsente existiert der weit weniger bekannte Grubenhund. „Der Grubenhund ist das Symbol der Verulkung vorgetäuschten Uni- versalwissens, der Protest gegen die angemaßte Autorität der Drucker- schwärze in allen, besonders aber in technischen Dingen.“ (Vgl. Schütz, Der Grubenhund, S. 38)

Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie lesen in Ihrem „Spezialgebiet“, sei es die Technik, sei es das Kochen, einen Zeitungsartikel, der völlig überhäuft von falschen oder absolut unnötigen Tatsachen ist. Sie müssen sich wäh- rend des Lesens sehr ärgern, da es doch eigentlich absoluter „Unsinn“ ist, den der Journalist da von sich gibt. Genauso muss sich der Ingeni- eur Arthur Schütz, der Erfinder des Grubenhundes, im Jahre 1911 geär- gert haben.

Im November 1911 erlebte Wien nämlich wieder einmal einen klei- nen Erdstoß und die „Neue Freie Presse“ beschäftigte sich mehr als ausführlich mit diesem Geschehnis.

Leserbriefe berichteten dabei über extrem detaillierte und mehr als unwesentliche Beobachtungen. Ein grandioses Beispiel liefert der Bericht von Herrn Hofschneider Simeon Karpels: „Ich hatte gerade einen sehr angesehenen Kunden bedient und verließ mein Atelier, um mich durch die kleine Schiff- gasse in meine in der Floßgasse gelegene Wohnung zu begeben, wo mich meine Gattin schon erwartete,

). (

vernahmen wir ein merkwürdiges

Klirren der Fenster. (

Beim Verlassen der Wohnung

)“

So entstand die Wette von Arthur Schütz und seinen Freunden. Er schrieb „den haarsträubendsten technischen Unsinn, der ihm gerade einfiel“ wie zum Beispiel: „Völlig

unerklärlich ist jedoch die Erschei- nung, daß mein im Laboratorium schlafender Grubenhund schon eine halbe Stunde vor Beginn des Bebens auffallende Zeichen größter Unruhe gab“. Er wettete dann, dass die „Neue Freie Presse“ diesen Unsinn tatsächlich drucken würde. Seine Freunde schüttelten sich vor Lachen und glaubten kaum, dass die „Neue Freie Presse“ diesen „Schwachsinn“ abdrucken würde.

Doch Arthur Schütz gewann die Wette, der Leserbrief wurde tatsäch- lich am 18. November 1911 veröf- fentlicht.

Blinder Glaube an das Gedruckte?

Der Grubenhund zerstört, genauso wie die Zeitungsente, den blinden Glauben an das gedruckte Wort. Schon bald beschwerten sich Juris- ten bei Arthur Schütz, dass es keine Kunst sei, die Presse mit einem tech- nischen Bericht einer solchen Art auszutricksen, da sich wenige in diesem Bereich auskennen. Schütz erwiderte damals, dass eine ernste Zeitung nur das zu bringen hat, was sie begreifen und überprüfen kann.

Quelle

Schütz, Arthur (1996): Der Gruben- hund. Experimente mit der Wahr- heit. Herausgegeben und eingeleitet von Walter Hömberg. (Erstausgabe 1931) München: Fischer. Die Geburt des Grubenhundes: Seite 37 bis 47.

Anziehend wirken Thomas Weegen, geschäftsführen­ der Gesellschafter des Organisati­ onsentwicklungs­Spezialisten

Anziehend wirken

Thomas Weegen, geschäftsführen­ der Gesellschafter des Organisati­ onsentwicklungs­Spezialisten Coverdale Team Management Deutschland GmbH, München, erläutert im Interview mit Hart­ mut Volk den Zusammenhang von Führung und betrieblicher Leistungsfähigkeit.

Herr Weegen, weshalb ist das Führungsverhalten so wichtig für die Leistungskraft eines Betriebes?

Weil sich kein Betrieb heute mehr über Wasser hält ohne Menschen, die

sich mit dem Betrieb identifizieren! Weil Betriebe heute zum Überleben unbedingt auf Menschen angewiesen sind, die ganz bestimmte unverzicht- bare Eigenschaften aufweisen.

Sie müssen den Mut zu eigenständi- gem Denken haben und den Mut, dazu auch zu stehen. Und „Mut zu eigenständigem Denken“ heißt immer notwendiger zum einen zu unabhän- gig-kritischem Denken und Mitden- ken und zum anderen, in Alternati- ven zu denken und Probleme aus jeweils unterschiedlichen Blickwin- keln zu betrachten. Naheliegend, dass dazu das Rückgrat gehört zu

widersprechen und gegen den Wind von vorne zu argumentieren. Nur wenn sich zumindest die Mitarbeite- rinnen beziehungsweise Mitarbeiter in den Schlüsselpositionen so verhal- ten und sich so in das Betriebsgesche- hen einbringen, beugt der Betrieb der Gefahr vor, befangen im „Obrigkeits- denken“ die Zeichen der Zeit zu igno- rieren und sich im Gewohnten fest- zufahren. Fehlen solche Menschen, bekommt er unweigerlich Probleme mit der wachsenden Komplexität, also der für einen Einzelnen kaum mehr gegebenen Durchschaubarkeit des Geschehens, mit den sich häufig daraus ergebenden Zielkonflikten,

mit der Entscheidungsfindung unter wachsender Ungewissheit. Was in der täglichen Beanspruchung und Anspannung von betrieblicher Seite in selbstschädigender Weise meist übersehen wird: Menschen, von denen so ein Leistungsprofil und so eine Einsatzbereitschaft erwartet wird, haben natürlich auch entspre- chende Erwartungen an die Führung.

Welche sind das?

Ob kompetente und entsprechend selbstbewusste junge Kraft oder gestandene ältere mit ausgewiesener Leistungsbilanz: beide legen Wert auf ein gutes Arbeitsklima, beide wollen als Mitgestaltende und nicht ledig- lich als Ausführende und, im Prob- lemfall, nicht als automatische Sün- denböcke angesehen und behandelt werden. Sie wollen Zeit haben und Raum, um Dinge zu besprechen, zu bedenken und zu diskutieren. Sie wollen gehört werden! Sie wollen widersprechen können! Und sie erwarten, dass zwangsläufig in Denk- wie Arbeitsprozessen auftretende Fehler als Lern- oder Verbesserungs- anstöße und nicht sofort als persönli- ches Versagen gewertet werden. Sie sind bereit, den Kopf hinzuhalten, aber nicht, ihn ergeben zu senken. Ganz unverkennbar ist auch die wachsende Verwobenheit von Leis- tungsbereitschaft mit Sinnvermitt- lung und einer ausgewogenen Balance aller Lebensbereiche.

Work-Life-Balance wird zunehmend als mitbe-stimmendes Element, ja Voraussetzung hoher Einsatzbereit- schaft angesehen. Stimmt diese Mischung nicht, wird sich ein Betrieb zunehmend schwer tun, die Leis- tungsträger auf sich aufmerksam zu

Dipl.­B‘wirt

Hartmut Volk

arbeitet als

selbstständiger

Wirtschafts­

publizist.

Er lebt in Bad Harzburg.

DER VOLK

Wirtschafts­ publizist. Er lebt in Bad Harzburg. DER VOLK machen und an sich zu binden, die

machen und an sich zu binden, die er heute braucht, um sich zu entwickeln, Krisen zu trotzen und einem in mancherlei Hinsicht unfairer wer- denden Wettbewerb die Stirn bieten zu können.

Praktisch heißt das was?

Dass Unternehmer wie Führungs- kräfte nur dann effizient und – was angesichts der offenbar geradezu sprunghaft ansteigenden Arbeits- ausfälle infolge psychischer Prob- leme an Bedeutung gewinnt – die eigenen wie die Kräfte ihrer Leute schonend führen, wenn sie diesen Ansprüchen entsprechen. Wer Iden- tifikation mit dem Betrieb will, muss Identifikation ermöglichen. Und möglich wird Identifikation mit dem Betrieb, wenn Stufe für Stufe von oben herab gute Beziehungen zu den Belegschaftsangehörigen aufge- baut werden, wenn ihnen Sinn und auch Visionen, sprich nachvollzieh- bare Ziel- und betriebliche Wunsch- vorstellungen vermittelt werden.

Und nun kommt etwas, was man- chen Chefs, ob Unternehmer oder Führungskraft, erkennbar nicht leicht fällt: Dazu müssen sie selber offener und ihren Leuten zugewandter auftreten. Also sich die Zeit nehmen, zuzuhören, Meinun- gen zu erkunden, zu diskutieren, unterschiedliche Sichtweisen nach- zuvollziehen. Und – nicht nur Lau- nen und Stimmungen einigermaßen im Griff haben, sondern auch unmittelbar freundlich sein! Wenn etwas für ganz viel Demotivation und Frustration in den Betrieben sorgt, dann, dass Chefs ihre Leute nicht zur Kenntnis nehmen: indem sie grußlos an ihnen vorübergehen,

indem sie nie ein persönliches Wort an sie richten, sich nie nach deren Befinden erkundigen.

Kurz und gut: wenn Sie Ihren Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern nicht fühl- oder spürbar signalisie- ren, dass Sie sie wertschätzen, wenn Sie sich hinter Führungstechniken verschanzen, anstatt sich als Mensch, als Führungspersönlichkeit zu zeigen. Die so dringend gebrauchte, leider aber kaum noch in ausreichendem Maße vorhan- dene Identifikation mit dem Betrieb läuft maßgeblich über diese Schiene.

Der zum Kostenfaktor degradierte arbeitende Mensch ist ein Wesen aus Fleisch und Blut. Wer als Füh- render Effizienz will, muss sich an seine eigenen diesbezüglichen Bedürfnisse erinnern und sie ande- ren zubilligen und ihnen zumindest ein Stück weit entsprechen.

Weshalb betonen Sie die Bedeu­ tung der Führungspersönlichkeit so sehr?

Weil die bessere Leistung erwiesener- maßen das Ergebnis der besseren Wirkung als Führungsmensch ist! Heute wird, vielleicht aufgrund eines weit verbreiteten Machbarkeits- wahns, viel zu stark das Gewicht auf Führungstechniken gelegt. Darauf wies schon der zu seiner Zeit hochge- achtete Rhetoriker und Manage- mentberater Rupert Lay in seinem gemessen an einem Teil der heute zirkulierenden Führungsliteratur doch recht anspruchsvollen Buch „Führen durch das Wort“ hin: „Men- schenführung ist nur aus einer Grundstimmung der Alterozentrie- rung möglich, d. h. der Führende

Management

muss in der Lage sein, sich selbst hinter den anderen, hinter die Sache zurückzustellen … Techniken sind sekundär. Die Persönlichkeit ist das primäre, nicht immer die charisma- tische, sondern sehr viel häufiger die gebildete.“

Also: Auf die Persönlichkeit kommt es an, nicht auf die Techniken, die sind sekundär, die Persönlichkeit ist das Primäre. Wenn es einen Ausweg aus der wachsenden Entfremdung der Belegschaft von „Ihrem“ Betrieb und dem damit einhergehenden Effizienz- verlust gibt, dann weist dieser Satz den Weg in die einzuschlagende Richtung. Wer andere führen will, muss sich selbst führen können. Um diese Selbstführung aber ist es in vielen Fällen jämmerlich bestellt. Der Chef, ob Vorgesetzter oder Unterneh- mer, muss seine Leute für sich ein- nehmen können. Und dazu braucht er, wie Lay zutreffend feststellt, ein gewisses Maß an Persönlichkeitsbil- dung. Um Führungseffizienz zu bekommen, brauchen wir also zuerst die Einsicht: diese Effizienz bekom- men wir nicht auf der Technikschiene, die bekommen wir nur auf der Per- sönlichkeitsschiene. Es gibt da ein schönes altes Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus.

Entscheidend ist die Frage nach dem Wirkungsgrad der Kosten, vor allem der Personalkosten.

Ihr abschließender Rat an die Führungskräfte?

Die heutige Arbeitsbelastung fordert ein mit Bedacht gestaltetes, wechsel- seitig entlastendes Miteinander! Die heute überall anzutreffende Konfron- tationshaltung, das Gegeneinander, das Betonen von Übereinander, das

– aberwitziger Weise oft erwartete

– brandgefährliche Nach-dem

Munde-Reden ist irrsinnig kontra- produktiv. Der archimedische Punkt effizienter Unternehmensführung ist ja beileibe nicht die Herrschaft der Controller, das penible Kostenmana- gement, heute im Wesentlichen ver- standen als Personalabbau.

Entscheidend ist die Frage nach dem Wirkungsgrad der Kosten, vor allem der Personalkosten. Und dieser Wir- kungsgrad liegt in den Händen der Führungskräfte. Das bessere Kosten- Leistungs-Verhältnis anzustreben, heißt immer auch, die bessere Füh- rung anzustreben, den Betrieb von der menschlichen Seite her geschmei- diger, reibungsloser in seinen Abläu- fen, unkomplizierter in seinem Schnittstellenverhalten, kurz und gut, ihn durchgehend williger zu machen.

In der Nahaufnahme sind viel zu viele Betriebe heute von der Perso- nalseite her, von deren Willigkeit her gesehen, außerordentlich bockbeinige, in sich verstrickte, widerspenstige Gebilde. Zentrales Streben der Füh- rungskräfte sollte also sein, diesen inneren Widerstand aus dem Geschehen zu nehmen. Und dazu müssen sie anziehend auf ihre Leute wirken, was nicht mit anbiedernd zu verwechseln ist.

Nehmen wir das Wort ‚Führungs- Kraft‘ einmal ganz wortwörtlich, dann kommt diese Kraft der Füh- rung daraus, sich auf der Verhaltens- ebene in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unterstützer zu erobern, Verbündete, Mitmacher, selbstbewusste wohlgemerkt. Die überlegene Leistungseffizienz hat zwei Quellen: Wissen und Können und ein gutes Gefühl bei der Arbeit!

20. bis 23. September 2013

Weiß-

raum

Die Tÿpo St. Gallen geht von 20. bis zum 23. September 2013 in die zweite Runde. Die Wechsel- beziehung zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Bedruck- tem und Unbedrucktem wird die Referenten diesmal intensiv beschäftigen.

So wird sich das diesjährige Typografie-Symposium mit dem Thema Weißraum auseinander- setzen. In der Typografie spielt der Weißraum eine entschei- dende Rolle, denn dieser bestimmt über die unbedruckte Fläche einer Seite. Das richtige Maß an Leerraum zwischen verschiedenen grafischen Ele- menten sorgt für gute Lesbarkeit und sichtbare Ordnung, wodurch die Gestaltung erst ihre ästhetische Wirkung entfaltet.

Der Typograf Jan Tschichold nannte den Weißraum beispiels- weise „die Lungen eines guten Designs“ und zeigte damit unmissverständlich die Wichtig- keit dieser Leere auf.

Fachreferenten aus aller Welt

Am dreitägigen Typografie-Kon- gress werden sich am Freitag und Samstag zahlreiche hochka- rätige Fachreferenten aus der Schweiz, Deutschland, Öster- reich, England, Tschechien, den Niederlanden und den USA mit dem Thema Weißraum ausein- andersetzen. Neben einer Füh- rung durch die Ausstellung der Stiftsbibliothek St. Gallen dürfen sich die Teilnehmer außerdem auf einen Buchstabenspazier- gang durch die Stadt St. Gallen mit Florian Hardwig (Myfonts) freuen.

Ύ www.typo.ch

Gevatter, Annette / Siegle, Annette Druckreif Ein Begleiter durch Vorstufe, Druck, Veredelung, Verarbeitung

Gevatter, Annette / Siegle, Annette

Druckreif

Ein Begleiter durch Vorstufe, Druck, Veredelung, Verarbeitung

„Druckreif“ ist für Gestalter sowie Interessierte aus Werbung, Druck- vorstufe, PR und Verlagen gedacht. Es führt sachlich und unaufgeregt in die wesentlichen Themen aus der Sicht von Gestaltern ein. Wichtiges Wissen aus der Druckbranche und der Druckvorstufe wird hier auf schlanken 130 Seiten zusammenge- fasst. Damit ist dieses kleine Werk als Geschenk für alle gestaltenden Kunden einer Druckerei hervorra- gend geeignet.

Für die nächste Auflage empfehlen wir nur mehr Hinweise auf medien- neutrale Workflows, die dazugehö- rigen Normenwerke wie PDF/X-4 (ISO 15930-4) und auf die für den modernen Druck grundlegende Normenreihe ISO-12647-Reihe.

130 Seiten, deutsch, Broschüre, zahlreiche Illustrationen und far- bige Abbildungen, fünf Papiermus- terseiten, 13,6 × 21 cm, 19,90 Euro

Ύ www.avedition.de

Buch bei

AV-Edition

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NEUE MEDIEN

bei AV-Edition bestellen: QR-Code scannen! NEUE MEDIEN Jim Williams / Gesine Hildebrandt Schrift wirkt! Einfache

Jim Williams / Gesine Hildebrandt

Schrift wirkt!

Einfache Tipps für den täglichen Umgang mit Schrift

Alle paar Jahre tut es einfach gut, dass wieder einmal ein grundlegen- des Werk zum Thema Typografie erscheint, das sich vor dem Zeit- geist verbeugt und dann den nach Wissen dürstenden Designern die- ser Welt die ewig geltenden Regeln von Mikro- und Makrotypografie nahebringt.

Jim Williams hat mit „Type Matters!“ ein solches Buch geschrieben, dem Verlag Hermann Schmidt aus Mainz ist es zu verdanken, dass dieses Buch nun in einer deutschen Über- setzung und Ergänzung vorliegt. Es ist das schönste Typografiebuch seit etwa 20 Jahren, wunderbar gestaltet, mit viel Liebe zum Detail, eine Freude und ein Quell des Wissens für die Leserin und den Leser!

160 Seiten, zweifarbig, Format 22 × 17 cm, Soft-Flex-Band mit runden Ecken, Kunstledereinband, zwei Lesebändchen und einem vertikalen Gummibandverschluss, 19,80 Euro

Ύ www.typografie.de

Buch bei

Hermann Schmidt

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Buch bei Hermann Schmidt bestellen: QR-Code scannen! Grüblbauer / Kammerzelt Werbewirkung und Mediaplanung

Grüblbauer / Kammerzelt

Werbewirkung und Mediaplanung

Media- und Kommunikationspla- nung hat die Aufgabe, Werbegelder zur richtigen Zeit, in der richtigen Art und Weise, an die richtige Ziel- gruppe und in den richtigen Medien zu platzieren.

In der täglichen Praxis dieser ange- wandten Wissenschaft besteht jedoch immer die Gefahr, Fehlein- schätzungen aufzusitzen. Die Auto- ren stellen auf Grundlage der neu- esten Forschungsergebnisse alles infrage, was wir gemeinhin über das Thema Werbung zu wissen glauben. Sie räumen mit allen Irrtümern auf und präsentieren die aktuellen Erkenntnisse der Werbeforschung. Empfehlenswert!

Die Autoren, Gerhard Turcsanyi und Robert Schützendorf, sind Praktiker, und lehren an der Fach- hochschule St. Pölten in Nieder- österreich

2013, 205 Seiten, Broschüre, 34 Euro

Ύ www.nomos-shop.de

Buch beim

Nomos-Verlag

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Buch beim Nomos-Verlag bestellen: QR-Code scannen! Neue Medien Das Österreichische Grafische Gewerbe

Neue Medien

NEUE MEDIEN Ihlenberger Erfolgsfaktoren printmarken- basierter Online-Angebote Online-Angebote für Printprodukte gibt es

NEUE MEDIEN

NEUE MEDIEN Ihlenberger Erfolgsfaktoren printmarken- basierter Online-Angebote Online-Angebote für Printprodukte gibt es

Ihlenberger

Erfolgsfaktoren printmarken- basierter Online-Angebote

Online-Angebote für Printprodukte gibt es genug, nach wie vor gibt es ebenso viel Bedarf an erfolgreichen Stra- tegien für Verlage, die ihre Printmarke auch im Online- Markt platzieren wollen.

Auf Basis einer Befragung leitete die dem Buch zugrunde liegende Studie Handlungsempfehlungen für Verlage ab, die Online-Angebote als Markenerweite- rungen entwickeln wollen.

Es geht bei den Ergebnissen – kurz gefasst – um Mar- kenmanagement, User Experience und kanalunabhän- gige Zielgruppenansprache.

Neue Medien

Der Autor, Rolf Ihlenberger, hat hier seine Dissertation im Rahmen der Schriften zur Medienwirtschaft und zum Medienmanagement als Buch herausgegeben. Vom Leser wird damit viel verlangt, die Ergebnisse und Schlussfolgerungen jedoch lohnen den hohen Aufwand.

Es handelt sich hier um Grundlagenforschung auf höchstem Niveau, um Informationen, die in einer sol- chen Dichte wohl sonst nicht zu erhalten sind. Für den Strategen aus dem Verlags- oder Druckbereich also ein äußerst lohnenswertes Werk.

344 Seiten, Broschüre, 54 Euro

Ύ www.nomos-shop.de

Buch beim

Nomos-Verlag

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Arjowiggins lädt zum Blick in die Zukunft ein

Wie sehen Design und Kreativität im Jahr 2023 aus?

Mit dieser Frage ruft Arjowiggins, das Schwesterun- ternehmen der Antalis Austria, kreative Köpfe aus allen Bereichen der Kunst und des Designs dazu auf, sich mit ihrer Vision an der Initiative „The Blank Sheet Project Time Capsule“ zu beteiligen.

Kreative aus aller Welt sind dazu aufgerufen, den Blick in die Glaskugel zu wagen und die kollektive Vision von Design und Kreativität aktiv mitzugestal- ten. Die Idee: In einer Zeitkapsel werden die besten Beiträge aufbewahrt und nach zehn Jahren sprich- wörtlich wieder ausgegraben. Beteiligen können sich Interessierte mit jedem künstlerischen Format. Ganz egal ob als Plastik, Gemälde oder Film – ein- reichen können Teilnehmer ihre visionären Lösun- gen in den nächsten sechs Monaten online. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass jeder Beitrag mit einem leeren Blatt Papier beginnen muss.

Zu besichtigen sind alle Werke bis Ende diesen Jah- res auf einer Website-Galerie. Nach Ablauf der Ein- sendefrist gibt eine Jury aus angesehenen Kunstbe- ratern bekannt, welche Beiträge die Reise in die Zukunft antreten. Anschließend werden die Expo- nate von Arjowiggins für die Zukunft bewahrt. Erst zehn Jahre später wird die Zeitkapsel – und mit ihr ein Fenster in die Vergangenheit – wieder geöffnet. Sowohl der Inhalt der Kapsel als auch die virtuelle Galerie werden Besuchern und ‚Ausstellern‘ 2023 erneut zugänglich sein.

Das „Blank Sheet Time Capsule“ Projekt wurde erstmals 2010 von Arjowiggins umgesetzt und bietet eine Plattform für inspirierende und kreative Leis- tungen. Die zentrale Fragestellung der Initiative lautet: „Wie setzt Du Dein Zeichen?“. 2012 wurde das erste globale Projekt initiiert.

Einsendeschluss für das „Blank Sheet Time Capsule“ Projekt ist der 30. Juni 2013.

Ύ www.theblanksheetproject.com/timecapsule

Zur

Projektwebsite:

QR-Code scannen!

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