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I.P. ksl - aktuell Mai 2013 Mitteilungsblatt Ausgabe 2 Der Vorsitzenden das Wort Berufs(un)zufriedenheit Der

I.P.

I.P. ksl - aktuell Mai 2013 Mitteilungsblatt Ausgabe 2 Der Vorsitzenden das Wort Berufs(un)zufriedenheit Der KSL

ksl - aktuell

Mai 2013

Mitteilungsblatt

Ausgabe 2

Der Vorsitzenden das Wort

Berufs(un)zufriedenheit

Der KSL hat sich anlässlich der Jah- resversammlung im März 2013 mit der Berufszufriedenheit auseinander- gesetzt und dazu junge und erfahre- ne Lehrpersonen aus ganz Südtirol eingeladen, sich in einem kurzen Statement aus persönlicher Sicht da- zu zu äußern. Auf den Seiten 3 bis 6 dieses Mitteilungsblattes sind die Stellungnahmen in Kurzform abge- druckt, zum Nachlesen und zur Anre- gung einer weiteren Diskussion unter Lehrerinnen und Lehrern sowie in den Lehrerkollegien. Es gab in den Statements sehr kritische Stimmen, welche vor allem die häufigen Refor- men der letzten Jahrzehnte, die büro- kratischen Auflagen und das ver- meintlich geringe Image des Lehrer- berufsstandes betreffen.

INHALT

Vorwort

1

Die Bundesleitung informiert

2-6

Termine zum Vormerken

7-11

Informationen

12-13

Rückblicke

14-15

In Memoriam

16

Die Faktoren, welche aber zur Be- rufszufriedenheit beitragen, wür- den in der pädagogischen und kreativen Arbeit des Lehrberufes erfahren, hörte man in allen Stel- lungnahmen. Monika Grassl schreibt in ihrer Abschlussarbeit des Laureatsstu- diengangs der Bildungswissen- schaften für den Primarbereich (2012), die „berufliche Zufrieden- heit hängt mit der Lebenszufrie- denheit eng zusammen und hat Auswirkungen auf den pädagogi- schen Erfolg“. Zufriedenheit mit sich selbst und seiner eigenen Le-

bensbiografie sind demnach wich- tig für eine erfolgreiche pädagogi- sche Arbeit. Grassl erhob die Um- fragen für ihre empirische Studie zur Berufszufriedenheit im Jahr

2012 bei Lehrpersonen im Raum

Bruneck und Umgebung.

Diese zeigt auf, dass laut ihrer Er- hebung 86,7 % der Lehrkräfte ei- ne allgemeine Berufszufriedenheit aufweisen, sodass sie wiederum den Lehrberuf ergreifen würden. Als Hauptgründe der Wiederwahl wurde bei der Umfrage am häu- figsten „Freude/Erfüllung bei der Arbeit mit Kindern und Jugendli- chen“ genannt. Es konnten keine bedeutsamen Unterschiede in der allgemeinen Berufszufriedenheit

der Lehrkräfte aus verschiedenen Schulstufen aufgezeigt werden. So- wohl mit den pädagogischen als auch mit den systemischen Komponenten (z. B. mit der Qualität der Kooperati- on mit der Schulleitung und mit dem Lehrerkollegium) würden sich Lehr- personen aller Schulstufen in gleicher Weise zufrieden zeigen.

Dass aber die Lehrkräfte der Primar- stufe bezüglich der standespoliti- schen Komponenten des Lehrberufs signifikant höhere Zufriedenheitswer- te erreichen als die Lehrkräfte der Sekundarstufe II, wird durch die Un- tersuchungsergebnisse bestätigt; die Lehrkräfte der Grund- und Mittelschu- le sind mit den standespolitischen Komponenten des Lehrberufs deut- lich zufriedener als die Lehrkräfte der Oberschule. So resümiert Monika Grassl in ihrem Thesenpapier zur Laureatsarbeit, dass die Berufszufrie- denheit der Lehrkräfte in Südtirol - trotz der medialen Krisenberichter- stattung - ungebrochen hoch sei: „Sie ist - den Aussagen der Probanden aus den Schulen im Raum Bruneck und Umgebung nach zu urteilen - über alle Schulstufen hinweg höher als in der Gesellschaft angenom- men.“ Das Thesenpapier zur Laureats- arbeit von Monika Grassl ist auf der KSL-Homepage nachzulesen (www.ksl.bz.it).

Unsere Homepage:

www.ksl.bz.it

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Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Berufszufriedenheit und Belastung würden sich nicht ausschließen, meint Monika Grassl,

Berufszufriedenheit und Belastung würden sich nicht ausschließen, meint Monika Grassl, solange die Belastungen nicht zu langfristigen Überforderungen werden.

Zur Erhaltung der allgemeinen Be- rufszufriedenheit sei die Zufrieden- heit mit den pädagogischen Kompo- nenten des Lehrberufs zentral und die Unzufriedenheit mit den stan- despolitischen Aspekten würden

sich nicht entscheidend negativ auswirken. Als auslösende Fakto- ren von Berufszufriedenheit, so zeigt die Erhebung, könnten in ers- ter Linie interne Faktoren des Lehr- berufs genannt werden, die in der Verantwortung der Lehrkräfte selbst liegen. Die pädagogische und di- daktische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, die Kreativität im Rahmen der Lehrfreiheit, die Arbeit im Team, der Arbeitsplatz und die

Arbeitszeiten, die Möglichkeiten zur

Fortbildung sind nur einige Faktoren, welche zur allgemeinen Berufszu- friedenheit beitra-

gen,

Kolleginnen und Kol- legen in ihren State- ments bei der KSL- Jahresversammlung.

meinten die

State- ments bei der KSL - Jahresversammlung. meinten die Die Vorsitzende Sonia Spornberger 10.14 Pädagogische

Die Vorsitzende Sonia Spornberger

meinten die Die Vorsitzende Sonia Spornberger 10.14 Pädagogische Großtagung für Lehrpersonen aller

10.14 Pädagogische Großtagung

für Lehrpersonen aller Schulstufen zum Thema

Großtagung für Lehrpersonen aller Schulstufen zum Thema Kinder und Jugendliche verstehen und motivieren: Schule und

Kinder und Jugendliche verstehen und motivieren:

Schule und Erziehung aus Sicht der Hirnforschung

Samstag, 7. September 2013 um 9.30 Uhr in Bozen, Neues Stadttheater

Wie kommt es zu einer Aktivierung des Motivationssystems im menschlichen Gehirn, so dass Kinder und Jugendliche bereit sind, sich anzustrengen? Untersuchungen zeigen, dass die Beziehung zu Kindern und Jugendlichen einen entscheidenden Einfluss auf deren Motivation hat. Doch worauf kommt es in der pädagogischen Beziehung an? Univ.-Prof. Joachim Bauer zeigt, dass Spiegelungs- und Resonanzvorgänge dabei eine wichtige Rolle spielen. Außerdem befasst er sich mit dem Thema Aggression und legt dar, worauf es ankommt, damit Kinder und Jugendliche soziale Kompetenz entwickeln.

damit Kinder und Jugendliche soziale Kompetenz entwickeln. Referent: Univ. - Prof. Dr. Joachim Bauer, Freiburg (D)

Referent: Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer, Freiburg (D) - Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut

Leitung: Sonia Klotz Spornberger, Maria Aloisia Muther

Veranstalter: KSL und ASM

Spornberger, Maria Aloisia Muther Veranstalter: KSL und ASM Die Veranstaltung kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Veranstaltung kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

Keine Anmeldung erforderlich! Heuer keine zweite Veranstaltung in Brixen.

Seite 2

Verkehrsmitteln erreicht werden. Keine Anmeldung erforderlich! Heuer keine zweite Veranstaltung in Brixen. Seite 2

Die Bundesleitung informiert

KSL-Jahresversammlung 2013

Lehrpersonen hielten Statements über die Berufs(un)zufriedenheit im Lehrberuf. Den vollständigen Text aller Beiträge finden Sie auf unserer Homepage.

Text aller Beiträge finden Sie auf unserer Homepage. Judith Gasser, Klassenlehrerin an der Grundschule Jenesien

Judith Gasser, Klassenlehrerin an der Grundschule Jenesien

Ich bin seit 6 Jahren Klassenlehrperson in der Grundschule und ich bin mit meinem Beruf so zufrieden, dass ich ihn mit keinem anderen tauschen würde. Die Rahmenbedin- gungen - dazu zählen das Gehalt, der Ar- beitsplatz in der Nähe, der Urlaub, die flexib- len Arbeitszeiten - entsprechen meinen Be- dürfnissen und die Arbeit mit den Kindern macht mir großen Spaß. Außerdem fühle ich mich in meinem Team sehr wohl, erhalte Wertschätzung von Eltern/ Kindern/ der

Schulführungskraft und genieße eine gro- ße Lehr- und Gestaltungsfreiheit.

Ein wenig Unmut bereitet mir die Tatsa- che, dass die Schule in den letzten Jahren mit immer mehr Aufgaben aus der Gesell- schaft und den Familien überhäuft wird. Der Bildungsauftrag der Schule wird durch die zusätzlichen Lernbereiche zunehmend schwieriger zu erfüllen.

Lernbereiche zunehmend schwieriger zu erfüllen . Nach über zwanzig Jahren an der Grund- schule (Tätigkeit,

Nach über zwanzig Jahren an der Grund- schule (Tätigkeit, die mich nach wie vor zufrieden machte), nahm ich durch Zufall eine neue Herausforderung an und arbeite- te drei Jahre lang an der Fakultät für Bil- dungswissenschaften. Dadurch hatte ich Gelegenheit, bis zu dreißig Schulbesuche

Der Unterschied zwischen Zufriedenheit und Glück von Irmtraud Kuntner, Grundschullehrerin in Bozen, Gries

im Jahr zu unternehmen. …und so entdeck- te ich Orte, von denen ich bisher nur gehört, gelesen, geträumt hatte, es gab sie aber auch bei uns in Südtirol, Schulen, an denen die Kinder sich frei in den Räumen beweg- ten, Lernen überall stattfand, alle frei waren miteinander zu sprechen…trotzdem oder gerade deswegen strahlten diese Schulen eine wohltuende Ruhe aus, kein Hauch von Druck, weder bei Kindern noch bei Lehrper- sonen…Zeit füreinander und für das We- sentliche, starke Individuen, ohne Angst… intensive Lernarbeit, weil es das einzelne Kind will, braucht, und nicht, weil es im Schulbuch steht. Ich konnte es nicht erwarten, diesen für mich

neu entdeckten Weg an meiner Schule einzuschlagen und ich war nicht alleine mit diesen Ideen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, doch meine Freude an der Arbeit mit Kindern konnte so noch mehr wachsen und ich lebte sie offen, leidenschaftlich. Kollegin Sonia Spornberger fragte mich:

„Aber früher war deine Freude hier nicht so groß, woher kommt das?“ Meine Antwort: „Durch diesen Weg, der getragen ist durch die Gedanken der Re- formpädagogik und ganz und echt am Kind ist, habe ich den Kern der Freude an meinem Lehrerin-Sein gefunden, da liegt der Unterschied zwischen Zufriedenheit und Glück.“

liegt der Unterschied zwischen Zufriedenheit und Glück.“ Sozialverhalten Der Lehrberuf ist eine interessante und

Sozialverhalten

Der Lehrberuf ist eine interessante und emotional bereichernde Tätigkeit. Sein Ansehen variiert je nach allgemeinem Wohlbefinden, eigenen Erfahrungen und Klischeedenken der Gesellschaft. Im Um- gang mit anderen zeigt sich der Lehrberuf aufgeschlossen und kommunikativ. Er bemüht sich sichtlich um ein gutes Verhält- nis zu seinem Umfeld. Daher soll er auch immer wieder für neue, mannigfaltige Tätig-

Globalurteil für den Lehrberuf von Ilse Tschenett, Grundschullehrerin in Matsch

keitsfelder offen sein, auch wenn er dies manchmal zeitlich nicht unter einen Hut bringt.

Arbeitsverhalten:

Beim schriftlichen Arbeiten ist der Lehrberuf sehr fleißig, er organisiert, plant, gestaltet, referiert, moderiert, entscheidet und entwi- ckelt auch gerne Eigeninitiative. In seinen Ausführungen beweist er bei Bedarf Kreativi- tät und Spontaneität. All diese Tätigkeiten hält er schön säuberlich und gewissenhaft in zahlreichen Amtsschriften fest, damit nichts undokumentiert bleibt und die Rahmenrichtli- nien nie aus dem Auge verloren werden. Doch nach wie vor bereitet das Arbeiten mit Kindern dem Lehrberuf sichtlich am meisten Freude und diese Möglichkeit spornt ihn tagtäglich aufs Neue an. Außerdem verrich-

tet der Lehrberuf auch außerschulisch pflichtbewusst seine Hausaufgaben und er nimmt dafür gerne die zahlreichen Fortbil- dungsmöglichkeiten in Anspruch.

Lernverhalten:

Der Lehrberuf hat sich im Laufe der Zeit umfassend und verantwortungsvoll immer wieder neue Kompetenzen angeeignet. Er ist teamfähig, kann in variierenden Sozial- formen arbeiten und lässt sich auf flexible Art und Weise immer wieder auf Neuerun- gen ein. Abschließend ist zum Lehrberuf zu sagen, dass er fleißig und umsichtig bei der Arbeit ist. Er sollte daher die unterrichts- freie Zeit im Sommer nutzen, um sich zu erholen, damit er auch die nächsten Jahre mit Elan und Engagement seine wertvolle Arbeit fortsetzen kann.

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Statement über die Berufs(un)zufriedenheit von Carmen Ploner, Religionslehrerin an der
Die Bundesleitung informiert Statement über die Berufs(un)zufriedenheit von Carmen Ploner, Religionslehrerin an der

Statement über die Berufs(un)zufriedenheit von Carmen Ploner, Religionslehrerin an der Grundschule Bruneck

Im Großen und Ganzen ist Religionslehrer/in sein ein bunter, erfüllen- der und sehr schöner Beruf, vor allem mit Blick auf jene, die wir in ih- rem Wachsen begleiten dürfen: die Kinder.

Was macht mich, was macht uns als Religionslehrer und Religionslehrerinnen unzufrieden? Was belas- tet uns und kratzt an unserer Zufriedenheit?

die Überforderung und das sich Hin- und Hergerissen fühlen zwischen mehreren Schulstellen, Kollegen, denen wir wohlwol- lend begegnen sollten, vielen Schülerinnen und Schülern, denen wir gerecht werden sollen und zwischen Kirche und Staat, die immer wieder Erwartungen an uns stellen und wo noch viele Unklarheiten herrschen

bei aller Belastung und Zerrissenheit sollten wir immer froh die frohe Botschaft vermitteln, immer ruhig und meditativ sein, aber auch wieder interessant, und dem Anspruch genügen, dass Religion Lieblingsfach sein muss

dieser Spagat ist oft schwer zu schaffen…

auch wird der Religionsunterricht immer wieder in Frage gestellt:

Stunden werden gekürzt, Unterrichtsminister, Landtagsabgeord- nete stellen ihn in Frage und es wird hinterfragt, ob die Zeit nicht anders genutzt werden sollte

über uns Religionslehrer/innen bricht oft der Frust an der Amts- kirche herein: bei Elternsprechtagen laden oft Eltern ihre Enttäu- schungen mit der Kirche ab und auch wir selbst sind oft ent- täuscht und würden uns Änderungen wünschen

belastend ist auch, dass Religionslehrer/innen immer wieder automatisch und ganz selbstverständlich für Krisen und schwieri- ge Situationen an der Schule zuständig sind: bei Todesfällen, Krankheiten, Konflikten

Religionslehrer/innen sind auch immer ganz gefragt, mit ihrer ganzen Persönlichkeit; mathematische Formeln bleiben gleich, in Lebensfragen muss ich mich immer wieder selbst hinterfragen und daran arbeiten

trotzdem erfüllt der Beruf und gibt uns das Gefühl, eine lebens- nahe und lebensfördernde Botschaft weitergeben zu können.

Was macht mich, was macht uns als Religionsleh- rer und Religionslehrerinnen zufrieden? Was macht uns Freude an unserem Beruf, was erfüllt uns?

die Arbeit mit den Kindern in ganzheitlicher Form: mit Herz, Hand und Verstand

wir unterrichten nicht nur abfragbares Wissen, sondern können eine Botschaft vermitteln, die mit dem Leben ganz konkret und in all seinen Farben und Facetten zu tun hat, das Leben und der Glauben kommen im Religionsunterricht zur Sprache, wir kön- nen Lebenshilfe aus dem Glauben vermitteln, das erfüllt uns und macht zufrieden

wir haben auch Zeit, das Kleine wachsen und werden zu lassen

im Religionsunterricht berühren sich Himmel und Erde: wir holen den Himmel auf die Erde und schicken das zum Himmel, das uns auf Erden erfreut und bedrückt, aufgehoben in einem gro- ßen Ganzen und in den Fußspuren von Jesus von Nazareth

das Leben und Erleben der Kinder, ihre Lebens- und Umwelt stehen im Mittelpunkt: ihre Gedanken, Ängste, Sorgen, ihre Freude, ihr Dasein, ihre Gefühle … die Kinder werden damit nicht allein gelassen, sondern wir können ihnen eine frohe Bot- schaft und Antwortmöglichkeiten aus dem Glauben bieten, das macht zufrieden

sehr bereichernd ist für uns auch die Herzensbildung und das Gefühl, etwas für das Leben und Zusammenleben in der Schule tun zu können

das Leben und Zusammenleben in der Schule tun zu können Ich unterrichte heuer in zwei ersten
das Leben und Zusammenleben in der Schule tun zu können Ich unterrichte heuer in zwei ersten

Ich unterrichte heuer in zwei ersten Klassen mit liebenswerten und lernwilligen Schülern, habe Kollegen, mit denen ich im Team gut zusammenarbeiten kann, die Eltern sind aufgeschlossen für die Belange der Schule,

Warum ich mit meinem Beruf nicht zufrieden bin.

Otto Obermarzoner, Lehrer an der Grundschule Villanders

ohne sich jedoch besserwissend einzumi- schen. Ich habe einen sicheren Job, was in Zeiten der Krise auch nicht hoch genug einzuschätzen ist, und mein Gehalt kommt bisher auch noch regelmäßig auf mein Konto.

Eigentlich müsste ich zufrieden sein mit meinem Beruf. Doch als Lehrer bin ich kein Individualist, der nur auf sein eigenes Wohl- befinden schauen braucht, sondern ich bin Teil eines Ganzen, nämlich der Schule. Und nur wenn es der Schule gut geht, kann

auch ich zufrieden sein in meinem Beruf.

Der Schule jedoch geht es nicht gut. Schauen wir mal, was in den letzten Jahren alles in die Schule hineingepackt wurde:

Pflichtquote, Wahlfach, Englisch, Lig , Kit usw. und das alles bei gleichbleibender Stundenzahl. Als Krönung hat man das Ganze noch auf fünf Tage komprimiert. Dass das für Lehrer und Schüler irgend- wann nicht mehr zu schaffen ist, ist nicht zu verwundern.

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Dazu kommt noch der gesellschaftliche Druck. Die Schule ist, meiner Meinung nach, zum

Dazu kommt noch der gesellschaftliche Druck. Die Schule ist, meiner Meinung nach, zum Müllkübel der Nation geworden, in der alles hineingepackt wir, was in der Gesell- schaft schief läuft.

Wird zu viel geraucht oder getrunken, heißt es sofort, die Schule muss eine Aufklärungs- kampagne starten; wird im Schulhof gerauft und gestritten, bedeutet das sofort Gewalt- prävention an der Schule; wird ein Erwach- sener nicht höflich gegrüßt, rufen alle, da muss die Schule was tun. Sind Kinder mit Migrationshintergrund an der Schule, soll die Integration nur über die Schule passieren;

liegt ein bisschen Müll auf der Straße herum, hört man sofort einige nach einem Müllpro- jekt an der Schule rufen. Diese Aufzählung könnte ich noch lange weiterführen.

An diesem Anforderungsprofil und an der mangelnden Wertschätzung von Seiten der Gesellschaft zerbrechen manche Lehrer. Da hilft es auch nicht, wenn die Politiker in ihren Sonntagsreden die Arbeit der Lehrer würdi- gen, hinterher aber keine Gelegenheit aus- lassen, die Lehrer zu diffamieren und ihnen Jammer auf hohem Niveau vorwerfen. Ich kenne leider schon zu viele Kolleginnen und Kollegen, die diesem Druck nicht mehr

standhalten konnten und ihren Beruf für eine Zeit lang oder für immer aufgeben mussten. Wenn ich das alles sehe, dann kann ich mit meinem Beruf nicht zufrieden sein.

Doch dann gibt es auch die Zeit, wo ich mit meinen Schülern in der Klasse arbeite und sehe, wie sie dankbar alles was ich mit ihnen mache, mitmachen und aufneh- men, dann muss ich mir eingestehen, dass ich einen schönen Beruf habe, mit dem ich zufrieden sein kann.

Otto Obermarzoner

habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP
habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP
habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP
habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP
habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP
habe, mit dem ich zufrieden sein kann. Otto Obermarzoner Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP

Gerda Graiss und Evi Mitterer vom SSP Meran/Untermais

Schüler/innen

Freude verbessert das Lebensgefühl. Sich selbst und den Schülern und Schü- lerinnen Freude zu machen, ist doppelte Freude. Schule muss nicht „Spaß ma- chen“. Zu den Freuden für Schüler/innen gehört das Wachstumserlebnis: „Das kann ich jetzt“ und für die Lehrperson:

„Das haben wir gemeinsam erreicht.“ Dort wo wir solche Erfahrungen machen, blühen wir im wahrsten Sinne des Wor- tes auf.

Führungskräfte, Kolleginnen & Kollegen Ein achtsamer Umgang und eine kooperative Beziehung im kollegialen Miteinander tragen für uns auf jeden Fall zur Berufszufriedenheit bei. Gleichgesinnte zu finden und mit ihnen zusammen zu arbeiten, bereichert die per- sönlichen Beziehungen, erleichtert den Schulalltag und lässt so manche Blüte innerer Zufriedenheit aufgehen.

Eltern erwarten von uns eine Vorbereitung ihrer Kinder auf das Leben nach der Schul- zeit. Im Mittelpunkt steht alles, was ihre Zu- kunft sichert. Das verstehen wir auch! Wie die einzelnen Blätter einer Blüte diese erst zum Entfalten bringen, braucht es aber von allen Seiten eine gute Zusammenarbeit und Vertrauen. Wo wir dies erleben, blühen wir auf.

Die Gesellschaft erwartet von Lehrpersonen Unterstützung in erzieherischen Belangen der Eltern. Hier geht es insbesondere um die Vermittlung von Regeln und Normen, die für das Leben in der Gemeinschaft unerlässlich sind. Schüler und Schülerinnen sollen in der

Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gefördert werden. Wir glauben, dass diese Blüte dort aufblüht, wo wir in unserem Bemühen, Kinder best- möglich zu begleiten, wahrgenommen, wert- geschätzt und unterstützt werden.

Eine Knospe, deren Entfaltung zur Blüte noch Zeit benötigt, ist das DRUMHERUM. Manchmal empfinden wir Beschlüsse, Dek- rete und Richtlinien als zu starr und unflexi- bel, weil sie unsere Energie rauben und eine gute, verantwortungsvolle, pädagogische Begleitung unserer Schüler und Schülerin- nen eher behindern anstatt sie zu fördern.

Vergleichen möchten wir am Schluss den Lehrberuf mit einem bunten Blumenstrauß. Darin eingebunden findet sich zwar die eine oder andere Knospe der Unzufriedenheit, die nicht so recht blühen will. Bunt machen unseren Strauß die Blüten der Freude und Zufriedenheit in der Begleitung mit unseren Schülerinnen und Schülern aber auf jeden Fall.

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert was ein lehrer alles können sollte was ein lehrer heute alles sein sollte

was ein lehrer alles können sollte

was ein lehrer heute alles sein sollte

tränen trocknen mäuse fangen morgens um die schüler bangen schultern klopfen hände halten in jungen jahren und mit falten wangen streicheln zöpfe flechten jeden loben niemand knechten pferde stehlen witze machen und auch manchmal tränen lachen beim fußballspielen wenigstens ein tor erzielen fabulieren korrigieren musizieren imitieren märchen und geschichten erzählen und dichten forscher sein und krankenpfleger burgenbauer kammerjäger zerbrochene vogelflügel schie- nen schmetterlinge käfer bienen erkennen und benennen mittwochs um die wette rennen ganz verzwickte rätsel lösen in kinderaugen ängste lesen knoten öffnen schuhe knüpfen in den kreis als häschen hüpfen feste feiern nicht versäumen mit den kindern träume träumen

retuschierer schulgestalter und auch ein gesetzbuchhalter stundenlanger lernberater als vater und auch urgroßvater schulinterner alleskönner und auch paragrafenkenner

manchmal so als unterrichter ist er auch ein einfülltrichter ist gewiefter meinungsbilder und auch manchmal bodybuilder engagierter tolerierer keineswegs ein mutverlierer

engagierter tolerierer keineswegs ein mutverlierer Ludwig Schöpf junggeblieb’ner grundschullehrer ist

Ludwig Schöpf

junggeblieb’ner grundschullehrer ist zugleich naturverehrer

tag ein tag aus ein sauberer

namen merker tiere zeichner und auch feiner hände reicher

transparenter optimierer autonomer praktizierer

außendienste kalibrierer nicht gemeiner lamentierer

ein klitzekleiner zauberer

spesen großteils reduzierer wohlbedachter bilanzierer

so gäbe es für jeden tag für sonntag und auch feiertag etwas was das lehrersein bereichert heut so ungemein doch schleicht sich mal ein fehler ein dann hauen alle auf ihn ein

titulierte menschenkenner sind dabei die dauerbrenner verbürokratisierte messzylinder weisen sich als straferfinder professionelle nichtverzeiher reden schon von abschiedsfeier

so ist es halt im lehrerleben man kann so viel ja alles geben was geleistet ward in jahren wird nicht immer selbst erfahren so liegt`s auch an der lehrerschaft zu zeigen was ein lehrer schafft

ls früher war ein teil der säulen die die schule tragen auch ein teil des lehrerkollegiums heute bleibt zu hoffen dass dies weiterhin so sein mag und die entwicklung nicht dahin geht dass sich jener teil so weit vom kollegium entfernt dass er von diesem nur mehr als

fremdkörper empfunden wird

helene olga ergänzt und erweitert ludwig

empfunden wird helene olga ergänzt und erweitert ludwig Was macht mich im Lehrberuf noch zufrieden? 

Was macht mich im Lehrberuf noch zufrieden?

Offenheit, Neugier und Begeisterungsfä- higkeit der Schüler

Bereitschaft und Motivation der Schüler zum Lernen

Gute Zusammenarbeit im Team

Wunsch nach didaktischer Kontinuität bei Integrationsstellen

Gute Zusammenarbeit mit allen Eltern vermittelt Sicherheit und Wertschätzung

wenn Engagement für soziales Lernen Früchte trägt

vielfältiges Fortbildungsangebot

ls

Was macht mich heute nach 33 Dienstjahren im Lehrberuf noch zufrieden? von Gertraud Amort, Grundschule Leifers

Belastungen:

Viele Schreibarbeiten zur Dokumentati- on unserer Arbeit

Sorgen bereitet mir die derzeitige Situa- tion an den Kindergärten und Grund- schulen in einigen Städten und Dörfern unseres Landes, wo immer mehr italie- nischsprachige Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund in die deutschen Strukturen eingeschrieben werden. Die Förderung der Sprachkompetenzen wird zum Großteil dem Kindergarten und der Grundschule übertragen siehe Zunahme der Einschreibung in Ganztageskindergarten und Ganztags- schule. Das Sprachniveau nimmt dadurch merklich ab und im Schulalltag muss das Lehrerteam darauf achten, allen Schülern gerecht zu werden und

alle zu fördern, was oft eine große Herausforderung darstellt.

Starre und stark reglementierte Struk- turen im Schulwesen Unser Beruf endet nicht mit den 24 Wo- chenstunden. Wer begeistert und enga- giert ist, wird viel mehr Zeit in Vorberei- tung, Nachbereitung und Gespräche in- vestieren, damit er selbst zufrieden ist und es in der Schulklasse gut läuft, sowohl vom Klassenklima her, als auch von unse- rer ureigensten Aufgabe der Schaffung von verschiedenen Zugängen zu Bildung und Lernen. Ich empfinde es als große Chance, dass wir Lehrpersonen viele Möglichkeiten haben, Werte, die uns wichtig sind, zu vermitteln und positive Lebenseinstellun- gen weiterzugeben.

Termine zum Vormerken Sich fortbilden im KSL Im Sommer 2013 bietet der KSL 45 Seminare
Termine zum Vormerken
Sich fortbilden im KSL
Im Sommer 2013 bietet der KSL 45 Seminare an. Sie finden
diese in unserem Jahresprogramm 2013, auf unserer Homepage
www.ksl.bz.it und im Landesplan der Fortbildung 2013/2014.
Die Anmeldungen werden in der Geschäftsstelle des KSL weiterhin entgegenge-
nommen, solange noch Plätze frei sind
Ausgebucht sind die Seminare 10.01, 10.02,
Zum Herausnehmen!
10.08, 15.04, 15.16, 16.02, 17.02, 17.04, 10.07, 15.16, 33.02, 36.02, 41.01, 43.01,
43.03, 59.04, 64.02, 64.04, 69.01.
Nach wie vor übernimmt der KSL die Kosten für Unterkunft und Verpflegung,
soweit keine anderen Informationen im Programm aufscheinen.
Die Teilnehmer/innen müssen also keine Vorauszahlung leisten.
Bei den nachfolgend aufgelisteten Seminaren sind noch mehrere Plätze frei.
Bei anderen Seminaren aus unserem Angebot können Sie auf Anfrage eventuell einen
Restplatz erhalten, z.B. aufgrund einer Abmeldung.
15.01 Werte als Wegweiser für Kinder & Lehrkräfte
10.09 Meine Eltern haben sich
Seminar für 20 Lehrpersonen der GS
SCHWERPUNKTE:
sich Seminar für 20 Lehrpersonen der GS SCHWERPUNKTE: Kinder wie auch Lehrkräfte brauchen ein Schul -

Kinder wie auch Lehrkräfte brauchen ein Schul- Klima, in dem sie sich wohl fühlen. Eine Pädagogik des Verste- hens, des Vertrauens und der „ZuMUTung“ wäre dabei eine wichti- ge Voraussetzung. Kinder haben enorme Kapazitäten und Ressourcen. Sie so zu fördern, wie es ihre Ent- wicklung braucht, wäre nach modernen Erkenntnissen der Hirnforschung ganz wichtig. Es braucht eine „WERT- volle“ Erziehung. Ein Wert ist ein persönliches Anliegen und Voraussetzung für Sinn. Die Verwirkli- chung von Werten steigert das Selbstwertgefühl und die persönliche Lebensqualität. In diesem Seminar geht es vor allem um Erlebniswerte und schöpferische Werte und wie sie für Lehrkräfte und Kinder umgesetzt werden können. Vorträge, Übungen und Gedankenaustausch sind eingeplant. REFERENTIN: Margitta Bukovski (Scheffau, Salzburg) ZEIT: Di 2. - Do 4. Juli 2013 (bis 12.30 Uhr) ORT: Goldrain, Bildungshaus „Schloss Goldrain“ KURSLEITUNG: Christine Telser

„Schloss Goldrain“ KURSLEITUNG: Christine Telser 10.04 Starke Kinder, authentische Lehrpersonen - Erziehung

10.04 Starke Kinder, authentische Lehrpersonen -

Erziehung zu Selbstwert und Sein Seminar für 25 Lehrpersonen der Grundschule SCHWERPUNKTE:

Ganz zentral beschäftigen wir uns in diesem Seminar mit der Förderung von Persönlichkeit und der Stärkung des Selbstwerts von Kindern. Wie fördern wir Selbst- kompetenz, nämlich die Fähigkeit, mit sich selbst um- gehen zu können? Ist Selbstverwirklichung nicht egois- tisch? Und wie schaffen wir einen Ausgleich zwischen Individuum und Gemeinschaft? Die Selbstgestaltung des Kindes versus der Machbar- keit von Erziehenden sowie die Bedeutung der Lehr- person sind Schwerpunktthemen in diesem Seminar. REFERENTIN: Eva Maria Waibel (Dornbirn, D) ZEIT: Mo 15. – Di 16. Juli 2013 ORT: Bozen, Kolpinghaus KURSLEITUNG: Helga Pircher

getrennt und ich verstehe die Welt nicht mehr. Wie Lehrpersonen betroffenen Kin- dern helfen können. Seminar für 14 Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule SCHWERPUNKTE:

In der Trennungssituation können Eltern ihren Kindern oft nicht mehr helfen. Kinder fühlen sich schuldig, allein gelassen und auch "abnormal". Sie zeigen das auf un- terschiedliche Weise: Einige ziehen sich zurück, andere weinen und verzweifeln, andere schreien oder schla-

gen

durch Verhaltensänderungen oder durch Abfall ihrer schulischen Leistungen. In diesem Augenblick sind ein- fühlsame und kompetente Lehrpersonen gefragt, denen es gelingt, sich auf dieses Thema einzulassen und be- wusst sich damit auseinander zu setzen. REFERENTIN: Marion Griessmair ZEIT: Mi 24. – Do 25. Juli 2013

ORT: Brixen/Sarns, Haus St. Georg KURSLEITUNG: Daniela Plankl

Viele

Kinder fallen in der Schule auf, entweder

15.02 „Vom äußeren Gleichgewicht zur inneren Balance“

Seminar für 30 Lehrer/innen der Grundschule SCHWERPUNKTE:

Leben findet im Spannungsfeld zwischen emotionaler Erregung und der stabilen Kraft der Mitte statt. Manchmal bringt uns nichts aus der Ruhe - ein anderes Mal reicht eine Kleinigkeit, um uns aus dem Lot zu bringen. Mit Übungen aus dem Körpertheater werden wir Emotionen erkennen, benennen und dar- stellen. Wir experimentieren mit dem Körper- schwerpunkt und arbeiten an der Klarheit der Darstellung. So lernen wir bewusst „Stellung“ zu beziehen und den authentischen Einklang zwischen Emotion und Körpersprache zu füh- len. Der Kraft der inneren Mitte nähern wir uns mit spielerischen Gleichgewichtsübungen bis hin zu ers- ten Schritten auf dem Drahtseil. Wir erleben, wie sich äußeres Gleichgewicht und innere Balance gegenseitig

ten Schritten auf dem Drahtseil. Wir erleben, wie sich äußeres Gleichgewicht und innere Balance gegenseitig Seite
ten Schritten auf dem Drahtseil. Wir erleben, wie sich äußeres Gleichgewicht und innere Balance gegenseitig Seite
ten Schritten auf dem Drahtseil. Wir erleben, wie sich äußeres Gleichgewicht und innere Balance gegenseitig Seite

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ten Schritten auf dem Drahtseil. Wir erleben, wie sich äußeres Gleichgewicht und innere Balance gegenseitig Seite

Termine zum Vormerken

Kurse

 

bedingen. So können wir allmählich lernen, freudvoll zwischen den Polen Erregung und Ruhe zu navigieren. REFERENTEN: Gudrun Jäger, Veronica Reichert (Bayern) ZEIT: Do 25. – Fr 26. Juli 2013 ORT: Meran/Obermais, Haus der Salvatorianerinnen KURSLEITUNG: Sonja Reinstadler

17.03 Kooperative Abenteuerspiele in der Klasse

17.03

Kooperative Abenteuerspiele in der Klasse

Seminar für 25 Lehrpersonen der Grundschule SCHWERPUNKTE:

 

Kooperative Abenteuerspiele fördern die konstruktive Zusammenarbeit, spielerisches Problemlösen und Ver- antwortung in der Gruppe/Klasse. Nach dem Grundsatz „Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten ein“ und „Gemeinsam sind wir stark!“ werden soziale Kompeten- zen wie gegenseitiger Respekt, zuhören können oder Teamgeist spielerisch gefördert. Das gemeinsame Erle- ben von Spielfreude und Erfolg wirken sich im Schulall- tag meist förderlich aus. Die im Kurs vorgestellten Abenteuerspiele machen viel Spaß und brauchen großteils wenig Vorbereitung und Material. Sie eignen sich für „zwischendurch“ im Unter- richt und können gut an die räumlichen und zeitlichen Situationen angepasst werden. REFERENT: Alois Hechenberger (Innsbruck, A) ZEIT: Di 23. – Mi 24. Juli 2013 ORT: Meran, MS Rosegger KURSLEITUNG: Brigitte Kaserer Hellweger Anmerkung: Ohne Übernachtung

59.03 Landeskundliche Tagung

59.03

Landeskundliche Tagung

(Detailprogramm als Beilage) Beiträge zur Landeskunde des Oberen Vinschgaus Seminar für 30 Lehrpersonen aller Schulstufen SCHWERPUNKTE:

 

Der obere Vinschgau ist eine der interessantesten Kul- turlandschaften im Raum des alten Tirol. Das Seminar behandelt die geografischen Gegebenheiten, die Sied- lungsgenese und die Kulturgeschichte des Raumes zwi- schen Nauders und Laas. Möglichkeiten der didakti- schen Umsetzung im Unterricht werden aufgezeigt und diskutiert. REFERENT/EN: Marian Cescutti u.a. ZEIT: Mi 24. – Fr 26. Juli 2013 (bis 12.00 Uhr) ORT: Goldrain, Schloss Goldrain KURSLEITUNG: Paul Peter Niederwolfsgruber VERANSTALTER: Katholischer Südtiroler Lehrerbund in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Kulturinstitut

16.01 Sicher auftreten – überzeugend sprechen

16.01

Sicher auftreten – überzeugend sprechen

Nachmittagsveranstaltungen für 14 Lehrpersonen der Grundschule SCHWERPUNKTE/Detailprogramm:

 

Vor der eigenen Klasse zu sprechen, gehört für Lehr-

personen zum beruflichen Alltag. Vor dem Kollegium das Wort zu ergreifen oder Elternabende zu gestalten wird

von vielen als Herausforderung erlebt. In diesem Seminar erleben Sie, wie Sie in solchen Situa- tionen sicher und überzeugend Informationen weiterge- ben und Ihre Meinungen mitteilen können. Sie lernen, wie Sie sich in herausfordernden Situationen souverän und stimmig verhalten können. Inhalte:

- Eigene Haltung und Selbstverständnis

- Umgang mit der eigenen Aufregung

- Authentische Körpersprache und Sprechweise

- Verständlich und wertschätzend informieren und argumentieren

- Teambesprechungen, Elterngespräche, Eltern- abende … gut vorbereiten REFERENTIN: Susanne Steidl ZEIT: Di 30. – Mi 31. Juli 2013 ORT: Meran, Kolpinghaus KURSLEITUNG: Ursula Pixner

43.02 „All’Improvviso“ Musik bewegend gestalten Seminar für Lehrpersonen der GS mit eigenen Kindern im Grundschulalter SCHWERPUNKTE:

Diese Fortbildung richtet sich an Lehrer/innen, die Kinder in ihrer Le- bendigkeit und Bewegungsphantasie in Verbindung mit Musik auf spieleri- sche Weise fördern möchten. Die Kinder lernen einerseits, Musik genauer zu hören, Unterschiede und Feinheiten in Rhythmus, Melodie und Instrumentierung wahrzunehmen und diese körperlich in Bewegung zu er- fahren. Die Musik ist einerseits Im- pulsgeberin für die Entwicklung von Bewegungsideen und kleinen Ge- schichten, anderseits führen auch wiederholbare kleine Bewegungsab- läufe zu kleinen Choreographien und Minigeschichten. Gearbeitet wird mit unterschiedlichster Musik von Aufnah- men als auch mit Schlaginstrumenta- rium. Reaktionsspiele und Aufwärmübungen runden das Gan- ze ab. Der eigene Körper als kreatives Ausdrucksmittel steht im Vordergrund. REFERENTIN: Sabine Federspieler ZEIT: Di 30. – Mi 31. Juli 2013 ORT: Brixen, Musikschule KURSLEITUNG: Adelinde Schieder Anmerkung: Ohne Übernachtung

KURSLEITUNG: Adelinde Schieder Anmerkung: Ohne Übernachtung Alle Anmeldungen zu den Bildungsfahrten werden im KSL -
KURSLEITUNG: Adelinde Schieder Anmerkung: Ohne Übernachtung Alle Anmeldungen zu den Bildungsfahrten werden im KSL -
Termine zum Vormerken Kurse Angebote für Pensionisten LIEBESERKLÄRUNG AN DIE NATUR- Besuch im Kräuterschlössl in
Termine zum Vormerken
Kurse
Angebote für Pensionisten
LIEBESERKLÄRUNG AN DIE NATUR-
Besuch im Kräuterschlössl in Goldrain
Im Kräuterschlössl in Goldrain inmitten von Obst-
bäumen hat die Familie Gluderer ein Kräuterbio-
top geschaffen. Hier werden ungefähr 200 Kräu-
Fit!
Frisch!
SCHWERPUNKTE:
Frohgelaunt!
Das Seminar hat eindeutig pädagogischen Charakter, die
Ziele liegen einerseits im Bereich der Sozial- und Selbst-
kompetenz, wie Kooperationsfähigkeit, Verbesserung der
Wahrnehmung, des Selbstbewusstseins, der Kommunikati-
on. Weitere Schwerpunkte sind den Körper kennenzulernen,
die Ausdrucksfähigkeit zu steigern und das Sinnesgedächt-
nis zu entwickeln.
Wer ist an der Schule für soziales Lernen zuständig, betrifft
es den Klassenlehrer, den Turnunterricht oder doch Musik?
Es liegt auf der Hand, dass für diese elementare Aufgabe
alle Lehrenden verantwortlich sind.
Das Kursprogramm bietet Spiele und Übungen voller Ab-
wechslung und Heiterkeit.
ter nach strengen biologischen Richtlinien mit viel
Fleiß und Liebe gepflegt, händisch geerntet, schonend ent-
feuchtet, getrocknet und zu Qualitätsprodukten veredelt, die
im Hofladen auch erstanden werden können.
Mit Führung erleben wir im Schaugarten die Vielfalt der ver-
REFERENTEN: Alexandra Hofer u.a.
ZEIT: Mo 19. – Di 20. August 2013
ORT: Kurtinig, Haus Curtinie
KURSLEITUNG: Christine Tengler
VERANSTALTER:
Katholischer Südtiroler Lehrerbund in Zusammenarbeit mit
dem Südtiroler Kulturinstitut/Sprachstelle
schiedensten Heil- und Gewürzpflanzen, hören von der Be-
triebsgeschichte, von der Lebensphilosophie Bioanbau, Erklä-
rungen vom Anbau bis zum fertigen Produkt. Auf dem Dach
des Kräuterschlössls mit dem Liebesgarten erleben wir die
aphrodisische Duftwirkung von 30 besonderen Kräutern. Hier
können wir bei herrlichem Ausblick Kaffee und Kuchen genie-
ßen.
Datum: Do 05. September 2013 von 14.30 bis 17.30 Uhr
Ort: Goldrain, am Eingang des
Martelltales
Treffpunkt: Kräuterschlössl, 15
Gehminuten vom Bahnhof Goldrain
Führung: Familie Gluderer
Unkostenbeitrag: 12,00 Euro für
Begrüßungsgetränk, Führung, Kaffee
und hausgemachten Kuchen.
Koordination: Herlinde Reitsamer Lorenzini
Anmeldungen ab sofort und innerhalb 20. August 2013 im
KSL-Büro unbedingt erforderlich!
Detailprogramm: Dieses Seminar bietet die Möglichkeit im
Hier und Jetzt zu sein und achtsam die innere Mitte zu stär-
ken – „Einsatz ja – auch für mich“:
LITERATUR-CAFÉ
Begegnung mit der Künstlerin Sieglinde Tatz-Borgogno
 Wir erkennen (wieder), spüren, achten und nützen unse-
re Kraft-Quellen
 Wir setzen Prioritäten
 Wir schöpfen Kraft aus der Gruppe
 Wir erfahren neue Perspektiven
durch (Erfahrungs-)Austausch
 Wir lernen Entspannungsübungen
Viele der Übungen können eigenstän-
dig im Berufsalltag umgesetzt und
eingebaut werden, um in Verbindung
mit der gestärkten inneren Mitte zu
bleiben.
Die Bozner Künstlerin Sieglinde Tatz-
Borgogno begann vor etwa 10 Jahren in
einem Waldstück in Buchholz bei Salurn ihr
Lebenswerk, den Skulpturengarten, zu
schaffen. „Es ist meine Seele, die in meiner
Skulptur lebt“, meint sie. Wer den Garten
betritt, fühlt sich mit einem Schlag in eine
Märchenwelt versetzt. Überall im Wald
verteilt, stecken sie, ihre teilweise lebens-
großen Skulpturen. Da die Künstlerin in
letzter Zeit den Sprung in die Literatur wag-
 Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation und den
eigenen Ansprüchen
 Stressabbau durch Rituale und Planung
 Achtsamkeitsübungen
Durch praktische Übungen, Austausch von
Erfahrungen und mittels Theorie-Inputs wird
der Lernprozess gestaltet.
REFERENTIN: Sandra Lanthaler
ZEIT: Fr 23. August 2013
ORT: Meran, Schloss Pinzenau
KURSLEITUNG: Ursula Pixner
te, stoßen wir auch an inspirative Sprüche und Gedichte, alles
in Bronze.
Alle können hier die Seele baumeln lassen und für ein paar
Minuten frei sein, die Woche gelassen ausklingen lassen.
Datum: Freitag, 18. Oktober 2013 nachmittags
Treffpunkt: Skulpturengarten in Buchholz bei Salurn um
14.00 Uhr
Anmeldung im KSL-Büro (Tel. 0471 978293) innerhalb 4.
Oktober 2013 erforderlich!
Unkostenbeitrag: 10,00 Euro
Koordination:
Sieglinde Niederstätter Fauster
Da Buchholz mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreich-
bar ist, bitten wir Fahrgemeinschaften zu bilden.

21.01 Fit ins neue Schuljahr Theater – Der Körper der Worte (Detailprogramm als Beilage) Seminar für Lehrpersonen der Grundschule Theater – Der Körper der Worte (Detailprogramm als Beilage) Seminar für Lehrpersonen der Grundschule

15.12 Weniger Stress & mehr Gelassenheit im Schulalltag Seminar für 20 Grundschullehrer/innen mehr Gelassenheit im Schulalltag Seminar für 20 Grundschullehrer/innen

Termine zum Vormerken

Fahrten

Tagesfahrt: Villaggio Crespi d’Adda, die Arbeitersiedlung (UNESCO-Weltkulturerbe)

und die historische Altstadt von Bergamo

am Samstag, 5. Oktober 2013

Altstadt von Bergamo am Samstag, 5. Oktober 2013 Am Vormittag erreichen wir mit dem Bus die

Am Vormittag erreichen wir mit dem Bus die Arbeiter- siedlung VILLAGGIO CRE- SPI D’ADDA, die von der Baumwollfabrikanten-Familie Crespi am Ende des 19. Jhd. am Ufer des Flusses Adda für die beschäftigten Arbeiter und deren Familien errichtet wurde, eine sog. „Arbeiter-Ideal-Stadt“, in der diese „von der Wiege bis zum Grab“ lebten. 1995 wurde CRESPI D’ADDA in das UNESCO- Weltkulturerbe eingetragen als „außergewöhnliches Beispiel des Phäno- mens Arbeiterstadt, als vollständigstes und am besten erhaltenes in Süd- europa“. Mit Führung besichtigen wir die Zeugen der Vergangenheit: die Fabrik, das „Schloss“, die Arbeitervillen, die Kirche, die Schule, das Ge- meinschaftszentrum, das Waschhaus und den Friedhof.

Zu Mittag essen wir im Agritur „Cascina San Marco“ in Arcene selbstgemach- te typische lokale Spezialitäten. Am Nachmittag besichtigen wir die Oberstadt CITTÀ ALTA di BERGAMO mit ihren gewaltigen Venezianischen Stadtmauern. In den engen mittelalterlichen Gassen fühlt man die Atmosphäre der Vergangenheit und trifft auf Zeitzeugnis- se der Menschen, die hier einst lebten: Adelige, Händler, Ordensbrüder, Musi- ker, Maler, Bildhauer und Architekten. Wir erreichen das monumentale Zent- rum der Piazza Vecchia und Piazza del Duomo mit der Basilika Santa Maria Maggiore und der Colleoni Kapelle. Von der Rocca eröffnet sich ein wunderba- res Panorama auf die Umgebung.

Kostenbeitrag: 75,00 Euro für Busfahrt, Reisebegleitung, Führungen/Eintritt im Villaggio Crespi d’Adda und in Bergamo Alta, Mittagessen im Agritur. Anmeldungen ab sofort und innerhalb 29. August 2013 im KSL-Büro

Auf euer Mitfahren freut sich Herlinde Reitsamer Lorenzini

Auf euer Mitfahren freut sich Herlinde Reitsamer Lorenzini Fahrt mit Bruno Feldner Auf den Spuren der
Fahrt mit Bruno Feldner Auf den Spuren der Gebrüder Grimm – 200 Jahre Grimm’sche Märchen
Fahrt mit Bruno Feldner
Auf den Spuren der Gebrüder Grimm –
200 Jahre Grimm’sche Märchen
Bamberg - Kassel - Deutsche Mär-
chenstraße - Frankfurt am Main
So 18. - Fr 23. August 2013
Weitere Informationen erhalten Sie im KSL-Büro.

Mit dem Frecciargento nach Rom

Termin: Mo 28. bis Do 31. Oktober 2013 Abfahrt von Bozen um 17.00 Uhr

Rom, die ewige Stadt ist außerordentlich reich an bedeutenden Bauten und Museen und Ziel zahlreicher Touristen. Die Altstadt von Rom, der Pe- tersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahr 1980 zum Weltkul- turerbe erklärt. Wir haben leider nur weni- ge Tage zur Verfügung, um die Stadt zu besichtigen. Das Wichtigste und Interes- santeste haben wir aber auf unserem Programm. Und man kann ja mal wieder- kommen…

Leitung: Emmerich Senoner

man kann ja mal wieder- kommen… Leitung: Emmerich Senoner Anmeldung ab sofort und innerhalb 20. September
man kann ja mal wieder- kommen… Leitung: Emmerich Senoner Anmeldung ab sofort und innerhalb 20. September

Anmeldung ab sofort und innerhalb 20. September 2013

ASM - Lehrfahrten

Venedig - Rudolf Stingel Sa 25. Mai 2013 Leitung: Susan Hotter

Mongolei - Auf den Spuren Dschingis Khans Do 25.7. - So 4.8.2013 Leitung: Frieda Pichler Gruber

Radreise: Ostsee - von Kiel zur Hansestadt Lübeck Sa 27.7. - So 4.8.2013 Leitung: Max Großrubatscher

Schottland Mo 29.7. - Di 6.8.2013 Leitung: Alois Sparber

Anmeldungen in der Geschäftsstelle des ASM.

Schottland Mo 29.7. - Di 6.8.2013 Leitung: Alois Sparber Anmeldungen in der Geschäftsstelle des ASM. Seite

Informationen

Fragebogen zu den Reisen und Fahrten Die Arbeitsgruppe Fahrten & Reisen hat Ende des vergangenen
Fragebogen zu den Reisen und Fahrten
Die Arbeitsgruppe Fahrten & Reisen hat Ende des vergangenen Jahres einen
Fragebogen verteilt, um Anregungen für zukünftige Reiseziele und –dauer zu
erhalten. Rund 150 Fragebögen sind zurückgekommen, wofür wir uns bedanken.
Zu den Fragen nach den günstigen Wochentagen und der bevorzugten Dauer
gab es folgende Rückmeldungen:

Aktive Lehrpersonen

 

sehr

kann

eher

kommt kaum

günstig

passen

schwierig

in Frage

Ein-Tagesfahrt am Samstag

50

49

4

3

Ein-Tagesfahrt am Sonntag

14

42

23

15

Zwei-Tagesfahrt Samstag/Sonntag

20

48

22

9

Drei-Tagesfahrt Fr-Nachm./Sa/So

12

26

40

15

Wochenreise

11

34

25

30

Auch längere Reisen (10 14 Tage)

5

17

33

40

Mehrtätige Reise über Neujahr

3

18

23

50

Lehrpersonen in Pension

 
 

sehr

kann

eher

kommt kaum

günstig

passen

schwierig

in Frage

Ein-Tagesfahrt am Samstag

15

11

   

Ein-Tagesfahrt am Sonntag

3

8

10

2

Zwei-Tagesfahrt Samstag/Sonntag

9

9

5

3

Drei-Tagesfahrt Fr-Nachm./Sa/So

2

16

4

2

Wochenreise

12

7

5

1

Auch längere Reisen (10 14 Tage)

 

5

12

8

Mehrtätige Reise über Neujahr

2

2

2

18

Vollversammlung der APZ

Arbeitsgemeinschaft Päd. Zeitschrift“

Es stimmt auch unsere pädagogische Zeitschrift „forum schule heute“ hat ihre Vollversammlung. Heuer fand sie am Montag, den 13. Mai im Schatten von „MysteriX“ statt. Die APZ sucht sich nämlich jedes Jahr einen anderen Ort aus, ihre Bilanz offen zu legen, und diesmal traf man sich in Räumen des Archäologischen Museums. Die Anwe-

senden hatten dabei Gelegenheit, von

Frau Dr. Vera Bedin durch die Sonder- ausstellung „MysteriX“ geführt zu wer- den und zu sehen, was für Familien konzipiert worden ist: es gibt für alle Altersgruppen etwas zu entdecken. (Ein Besuch lohnt sich!) Lohnend war und ist auch die Lektüre unserer Zeitschrift,

deren „Seiten zum Herausnehmen“ nun

sogar in Wiener Lehrerzimmern hängen. Die Redaktion wird sich weiter bemü-

hen, interessante Hefte zu gestalten; Verwaltung und Vorstand unterstützen sie dabei. Es gilt weiterhin zu überlegen,

wie man mit enger werdenden Mitteln zurecht kommen kann. Allen ein großer

Dank im Namen der lesenden Lehrerin-

nen und Lehrer.

Helmut Kiem

Daraus geht also hervor, dass Tagesfahrten am Samstag sehr erwünscht sind, Drei-Tages- Fahrten hingegen nicht (bei den Aktiven). Auch längere Reisen und eine Reise über Neujahr stoßen auf geringes Interesse.

Vielleicht spielt auch die Kostenfrage eine Rolle. Der KSL wird sich jedenfalls darum bemühen, im Interesse der Mitglieder kostengünstige Angebote zu finden und zu erstellen.

Bei den Tagesfahrten wurden fast alle oberitalienischen Städte und Städtchen genannt. Vene- dig und der Gardasee sind dabei sehr beliebt.

Als Städtereisen werden viele europäische Hauptstädte und andere Städte quer durch Europa gewünscht. Paris, Berlin, London, Wien, Prag und Rom sind die meistgenannten Ziele.

Bei den Anregungen war kein deutlicher Trend spürbar. (Einige Meldungen zeigen den Wunsch nach Wandertagen auf.) Die Arbeitsgruppe wird die einzelnen Meldungen gern berücksichtigen.

Für die Arbeitsgruppe Fahrten & Reisen im KSL Helmut Kiem

NB: Der KSL wird in Zukunft öfter um Rückmeldungen ersuchen, um eure Anregungen berück- sichtigen, neue Ideen aufgreifen und allfällige Mängel rechtzeitig erfahren zu können.

Anregungen berück- sichtigen, neue Ideen aufgreifen und allfällige Mängel rechtzeitig erfahren zu können. Seite 11

Informationen

Aus der Schulgewerkschaft

LANDESKONGRESS der Schulgewerkschaft SGBCISL

Gemeinsam die Schule der Zukunft gestalten“ war das Motto des 4. Landeskongresses der Fachgewerkschaft SGBCISL Schule. Er fand am 5. April 2013 im Schloss Maretsch in Bozen statt. Der Landeskongress ist das höchste Gremium der Fachgewerkschaft und stellt die Weichen für die Gewerkschaftsarbeit in den kommen- den vier Jahren. Die über 120 Delegierten aus allen Landesteilen verabschiedeten Thesen und Resolutio- nen zu den wichtigen Themen „Autonomie – Professio- nalität – Gewerkschaft“. Große Bedeutung wurde der Aufwertung und Wertschätzung des Lehrberufes bei- gemessen, ein Schwerpunkt, der auch dem KSL ein zentrales Anliegen ist.

Schwerpunkt, der auch dem KSL ein zentrales Anliegen ist. Hubert Kainz, SGB CISL Schule, Mitglied der

Hubert Kainz, SGBCISL Schule, Mitglied der KSL-Bundesleitung

Dem Landeskongress obliegt auch die Aufgabe, aus den De- legierten den neuen Vorstand zu wählen. Dieser bestimmt dann seinerseits in seiner ers- ten Einberufung das neue Lan- dessekretariat. Dabei wurden Sandro Fraternali und Hubert Kainz als Landessekretäre wie-

derbestätigt. Sie werden für wei- tere vier Jahre die Geschicke des SGBCISL Schule leiten.

KSL und ASM bei Dr. Günther Andergassen, Abteilung für Bildungsförderung, Universität und Forschung

für Bildungsförderung, Universität und Forschung Abteilungsdirektor Dr. Günther Andergassen erinnert an die

Abteilungsdirektor Dr. Günther Andergassen erinnert an die Diplomfeier der Fakultät für Bildungswissenschaften: 120 Absolventinnen, kein einziger männlicher Studierender feierte die Sponsion.

Vor allem im Kindergarten und in der Grundschule fehlen heu- te männliche Lehrpersonen. In den Oberschulen sei das Ver- hältnis zwischen den Ge- schlechtern (noch) ziemlich ausgewogen, meint Chris- toph von Hartungen, der den ASM vertritt. Heute sei es aber für viele Männer nicht mehr attraktiv mit (kleinen) Kindern zu arbeiten, u. a. auch deshalb, weil Karriere- denken und Rahmenbedingungen in der Schule den männlichen Vorstellungen vom Beruf nicht entsprä- chen. Männer würden sich mehr über fachliche Kompe- tenzen bzw. über Fachwissen definieren als über päda- gogisch-didaktische Kompetenzen.

Sonia Spornberger, Vorsitzende des KSL, sieht die ge- schlechtsspezifische Entwicklung des jungen Lehrper- sonals mit Bedenken und betont, dass sich der KSL für mehr Männer an den Schulen einsetzt. Über die Per- sönlichkeitsbildung in der Fortbildung und über ein gu- tes Lehrer/innenbild in der Öffentlichkeit würde der Be- ruf attraktiver und auch wieder für Männer interessan- ter. Gute Rahmenbedingungen, feste Anstellung und fixes Gehalt sowie Möglichkeiten der Karriere und des Laufbahnwechsels würden die Berufswahl für Lehrerin- nen und Lehrer begünstigen. Auch der Dialog zur Be- rufszufriedenheit (siehe Vorwort im ksl-aktuell) soll für den Lehrberuf sensibilisieren.

Der KSL als Berufsverband steht für das Berufsbild nach außen und für das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit. Deshalb werden diese Themen im KSL weiterhin aktuell und zusammen mit dem ASM und mit der Abteilung für Bildungsförderung, Universi- tät und Forschung im Fokus einer neuen Berufsent- wicklung sein.

Sonia Spornberger

Wir halten ständig die Augen offen nach qualifizierten ReferentInnen mit interessanten Angeboten für unse- re

Wir halten ständig die Augen offen nach qualifizierten ReferentInnen mit interessanten Angeboten für unse- re Weiterbildungstätigkeit. Wenn auch Sie unser viel- fältiges Angebot mit Ihrem Wissen und Können berei- chern möchten, dann melden Sie sich bei uns:

info@vhs.it oder 0471 061 444. Als eine der größten Weiterbildungseinrichtungen sind wir in 20 Ortsstellen südtirolweit vertreten. Unser Auftrag ist es, Bildung der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dabei neh- men wir den Mensch als Ganzes wahr, von Kopf bis Fuß. Dementsprechend breit gefächert ist unser Pro- gramm: Unser Angebot reicht von kulturellen Veran- staltungen, über Sprachkurse, berufliche Weiterbil- dung und EDV, bis hin zu Kursen in den Bereichen Ge- sundheit und Hobby. Weitere Informationen und un- ser aktuelles Kursprogramm finden Sie auf www.vhs.it.

Informationen

Informationen KSL und ASM bei Schullandesrätin: „ Ausreichende Ressourcen für Bildung bereitstellen“ Die

KSL und ASM bei Schullandesrätin:

Ausreichende Ressourcen für Bildung bereitstellen“

Die Südtiroler Schule musste bereits Einsparungen beim Außen- dienst und bei Überstunden in Kauf nehmen. Die weiteren im Bil- dungsbereich angedrohten Sparmaßnahmen hatten im Herbst 2012 in der Lehrerschaft zu berechtigten Unruhen geführt. Deshalb fand Anfang März 2013 bei Landesrätin Sabina Kasslatter Mur ein Tref- fen mit den Lehrerverbänden statt.

Von den Lehrerverbänden nahmen an der Aussprache die Vorsit- zenden Sonia Spornberger (KSL) und Maria Aloisia Muther (ASM), sowie Frau Direktor Veronika Rieder als Vorsitzende des Kollegiums

der Schulführungskräfte und Schulamtsleiter Peter Höllrigl teil. Alle Beteiligten dieses Treffens waren einhellig der Meinung, dass die Bildung für die Zukunft unseres Landes steht und deshalb im Bil- dungsbereich die Sparmaßnahmen mit größter Sensibilität ange- wandt werden müssen. So sei von Einsparungen beim Lehrpersonal abzusehen; im äußersten Falle müsse man Möglichkeiten der Ein- sparungen auf verwaltungstechnischer und bürokratischer Ebene suchen.

Landesrätin und Schulamtsleiter bedankten sich bei den Lehrerver- bänden für das tagtägliche kompetente Wirken der Berufsgruppen in allen Schulen des Landes.

Sonia Spornberger

Blick über den Tellerrand - Fahrt des ASM und KSL nach Starnberg zum Besuch der Montessori-Schule Biberkor

Im Februar 2013 fuhren 24 Lehrerinnen der Grund-, Mittel- und Oberschule, welche an der Reformpädagogik besonders interessiert sind, nach Starnberg in Bayern. Einen ganzen Schultag lang wurde die Südtiroler Gruppe in das Leitbild der Montessori-Schule eingeführt, durch das Schulgelände begleitet und zur Hospitation in den Unterricht eingeladen. Es folgt ein kurzer Einblick in das Leitbild der Schule:

Auf Biberkor können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vom Kindergarten bis zum Abitur Bildung und individuelle Entfaltung nach den Grundsätzen von Maria Montessori erfahren. Biberkor ist eine Ganztagsschule mit jahrgangs- übergreifenden Gruppen, die von 434 Schülerin- nen und Schülern besucht wird. Die Schule liegt mitten im Grünen auf einem Hügel in der Nähe

des Starnberger Sees und bietet ein weitläufiges Gelände mit Spielflächen, Fußballwiese und Gärten.

Der Tagesablauf der „rhythmisierten Ganztags- schule“ auf Biberkor erstreckt sich von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr an fünf Tagen der Woche. Die Schülerinnen und Schüler werden mit Bussen aus dem Raum München in die Schule gebracht. Am Vormittag wechselt der Unterricht zwischen Freiarbeit und fachgebundenem Unterricht, am Nachmittag finden die Wahlkurse statt. Das Ler- nen erfolgt nach dem Kompetenzmodell. Im Laufe des Schuljahres gibt es viele Projekte und Lernen erfolgt auch an außerschulischen Lernor- ten, z. B. in Schullandheimen oder auf Alpenver- einshütten.

z. B. in Schullandheimen oder auf Alpenver- einshütten. Die ASM/KSL-Gruppe bedankt sich bei der Leitung und

Die ASM/KSL-Gruppe bedankt sich bei der Leitung und bei den Lehrpersonen der Biberkor- Schule für die gastfreundliche Aufnahme und für das offene authentische Gespräch zur Bildungs- arbeit an ihrer Schule, deren pädagogische Arbeit auf den demokratischen Wertevorstellun- gen in Verbindung mit der Pädagogik von Maria Montessori beruht.

Sonia Spornberger

Ein Wort zum Mitdenken Ein Wort zum Mitdenken – etwas ver- ändert und gekürzt –
Ein Wort zum Mitdenken
Ein Wort zum Mitdenken – etwas ver-
ändert und gekürzt – von Altbischof
Reinhold Stecher.
Ein SINGEN geht über die ERDE:
Vielleicht klingt dieser Satz in manchen
Ohren wie eine Provokation: Ein SIN-
Was s i n g t?
Ja was singt? ES singt etwas – nämlich die
HOFFNUNG – das Gute – der Glaube und der
Gedanke an die – Auferstehung!
Jesus hat in seinem Erden Dasein auch keine
Symphonien gespielt – er hat auch das Leid gese-
hen und erlebt. Manches Leid hat er gelindert und
geheilt.
GEN geht über die ERDE
- riecht das
nicht nach einem frommen Deodorant, das die
faulen Gerüche der Welt überlagern soll? Oder
wirkt es nicht wie ein rosa Anstrich, um die hässli-
che Wand der Wirklichkeit zu überpinseln?
Seine Melodie war eine leise – für manche Men-
schen - eine zu leise Melodie. Er wollte uns hinweisen auf
das große Singen, das große Konzert; das oft sehr langsam
beginnt
oft nicht von allen gehört wird
und kleine Untertö-
WAS – singt denn schon über die ERDE?
Was singt denn schon über vertrocknete Äcker,
die Nahrung geben sollten; was singt über einem
Flüchtlingslager? Was singt in einem Kranken-
haus bei der Diagnose Krebs im Endstadium bei
einem Kind? Was singt über Naturkatastrophen,
die Lebensräume von Millionen von Tieren zerstö-
ren? Was singt über das Weinen einer Mutter, die
plötzlich alleine mit ihren Kindern ist, weil ihr Ehe-
mann sie im Stich gelassen hat?
ne hat, die aber große Wirkung haben, wenn man genau
hinhören kann !
Ein SINGEN geht über die ERDE – das GUTE - spielt meist
piano oder pianissimo. Es gehört zur Lebenskunst, diese
kleinen Konzerte aus dem lauten Lärm des Alltags heraus
zu hören.
Ein SINGEN geht über die ERDE – jeden Tag!
Ich wünsche euch gute Ohren!
Alles Liebe und schöne „ Konzerterlebnisse“
wünsche ich euch
Sonja Reinstadler

Rückblicke

Rückblicke Das unbekannte Kastelruth Ob es nun 299 oder 301 bestens erneuerte Stu- fen bis hinauf

Das unbekannte Kastelruth

Rückblicke Das unbekannte Kastelruth Ob es nun 299 oder 301 bestens erneuerte Stu- fen bis hinauf

Ob es nun 299 oder 301 bestens erneuerte Stu- fen bis hinauf in die Zwiebelkuppel des Kas- telruther Kirchturms sind, ist zweitrangig: Jeden- falls haben alle Teilneh- mer unter der Begleitung des Kollegen Edi Profan- ter die 82 Meter ge- schafft und den Rund- blick übers Schlerngebiet genossen. Ein glücklicher Zufall ermöglichte dann auf dem Rundgang um den Kofel (Kalvarienberg) den Besuch der St. Antonkapelle. Bei einem Imbiss in einem bekannten Gasthof versprach man, sich bei ähnlichen Angeboten wieder zu treffen.

Hans Walder

Villa Manin in Codroipo di Udine mit Austellungsbesuch “TIEPOLO – Luce, forma, colore, emozione“

Lang war die Fahrt nach Codroipo im Friaul zur imposanten Villa Manin, in der Napoleon und Kaiser Franz II den Frieden von Campo Formio unterzeichnet haben! Sie hat sich aber reichlich bezahlt gemacht, denn die ausgewählten Werke der Ausstellung "Giambattista Tiepolo - luce, forma, colore, emozione" haben uns alle begeistert. In Heldenepen, Opernszenen, Götterfesten und Altarbildern hat der venezianische Meister die Leichtigkeit des ausklingenden Barocks und Rokokos festgehalten.

Hunger und Durst konnten wir uns bei einem mit typischen Spei- sen reichlich gedeckten Tisch in einem "agritur" stillen.

Hans Walder

Tagesfahrt am 13. April 2013

Das unbekannte Verona und Borghetto sul Mincio

Ah, welch ein Morgen, nach so vielen grauen Tagen. Die Stimmung war bereits da, bevor es so richtig los ging. Das gewohnte Sprüchel, das Schokoladele, einen detaillierter Text, alles hatte Herlinde bereit. Sogar für einen Reisesegen hatte sie gesorgt. Nicht so ganz umsonst sollte Reinhard Demetz unter uns sein. Ja, wenn wir so an Verona denken, kommen uns die Arena, verschiedene Messen, oder auch die vielen Einkaufsmöglichkeiten in den Sinn. Nix von all dem. Die Basilika San Zeno, eine imposante Kirche, stand als erster Programmpunkt da. Sara Brambilla, unsere Reiseleiterin, konnte begeistern und in ihrem so klangvollen Italienisch bezaubern. Die Fahrt ging dann weiter, an der Etsch entlang, an noblen Wohnvierteln und der Steinbrücke vor- bei, zum Archäologischen Museum im Römischen Theater.

Abgesehen von den überlieferten Mosaiken und Steinmonumen- ten erfreuten wir uns am herrlichen Blick über Verona. Glück ge- habt, denn ab Mai wird das Museum für mehrere Jahre schließen, denn es muss saniert und den Sicherheitsbestimmungen ange- passt werden. Mehrere Kilometer auf der A4, bis Peschiera, ging die Fahrt an einem fruchtbaren Landstrich am Mincio entlang bis Borghetto di Valeggio sul Mincio, einem winzigen Ort mit einer malerischen alten Mühle und idyllischen Spazierwegen, aber vor allem Ziel vieler Feinschmecker. Die hausgemachten Teigwaren, einer Legende nach Liebesknoten genannt, werden von Jung und Alt genussvoll verspeist. Auch wir genossen sie und erfreuten uns an der stimmungsvollen Atmosphäre. Wichtiges noch ganz am Rande, Herlinde hatte Geburtstag und wir feierten alle mit.

Sieglinde Fauster

Portugal, Land der reizvollen Kontraste“,

war Ende April das Ziel einer vom KSL in Zusammenarbeit mit Schenkertravel organi- sierten Reise. Dieser Staat am westlichen Rande Euro- pas, von einer Wirtschaftskrise gebeutelt und führend in der Erkundung der Welt im ausgehenden Mittelalter, hat viel Interes- santes zu bieten an Kunst, Kultur und Land- schaft. Eine Gruppe von 25 pensionierten Mitgliedern des KSL unter der bewährten Leitung von Herlinde Reitsamer konnte sich auf einer Reise von Lissabon nach Porto davon überzeugen. Unsere kompetente Führerin vor Ort, Joana, wusste an jedem der besuchten Orte, Lissabon, Obidos, Al- cobaca, Tomar mit seiner Templerburg, Fatima, Coimbra, Braga und Porto detail-

seiner Templerburg, Fatima, Coimbra, Braga und Porto detail- reich aus der Geschichte zu erzählen. Meh- rere

reich aus der Geschichte zu erzählen. Meh- rere Klöster, Kirchen und Burgen als gegen- wärtige Zeugen der Vergangenheit standen auf unserer Besichtigungsliste, sie hier alle anzuführen würde den Rahmen dieses Be- richtes sprengen. Viele Baustile ergänzen sich in den Baudenkmälern; typisch jedoch sind der Manuelismus, ein verspielter „Architektur- und Dekorationsstil“ und die Azulejos, gemusterte Fliesen, die sowohl kirchliche als auch weltliche Gebäude ver-

zieren. Auch dem Atlantik machten wir unsere Aufwartung: am sturmumtosten Cabo de Roca, am weitläufigen Sand- strand von Nazare, an der felsigen Mün- dung des Duoro bei Porto. Wohl keiner hat es versäumt, vom Ginja, einem Kirschlikör, vom Portwein oder dem Vinho Verde zu probieren. Mutige haben sich an Stockfisch- oder Kuttelgerichten versucht. Haben Unterkunft und Verpflegung nicht immer den Erwartungen entsprochen, so sind wir doch alle mit einem reichen Schatz an neuen Erlebnissen und Eindrücken von dieser Reise zurückgekehrt. Dass der Wet- tergott sich nicht lumpen ließ bis auf ei- nen halben Tag nur Sonnenschein und angenehme Temperaturen trägt sicher auch dazu bei, dass wir diese Reise nicht so schnell vergessen.

Paul Putz

Rückblicke

Rückblicke KSL – Busreise in den Harz vom 15. – 21. April 2013 Sepp Krismer ist

KSL Busreise in den Harz vom 15. 21. April 2013

Sepp Krismer ist als Reiseleiter ein Garant für ausgezeichnete Planung und Organisation. Unter den 38 PensionistInnen befanden sich, wie meistens, viele „Krismer – Fans“, die es sehr zu schätzen wissen, dass er einige Wanderun- gen einplant. Das ist nicht ganz einfach, es gibt gute Geher, langsame Geher und solche, die nicht mehr gut bei Fuß sind. Unser Sepp wurde allen gerecht. Die mit 700 km eher lange Anfahrt hat sich sehr gelohnt. Hier ist nicht der Platz über all die Se- henswürdigkeiten, die meist zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, im Einzelnen zu berich- ten. Ich möchte nur einige kurz in Erinnerung rufen. Wir waren hingerissen von den schönen Fachwerkbauten in den Kaiserpfalzen Goslar und Quedlinburg. Bei der Schauführung durch das Bergwerk Rammelstein erfuhren wir, welch

wichtiger Wirtschaftszweig der Bergbau früher war. Weitere Höhepunkte waren das Kyffhäu- ser- Denkmal, die eindrucksvolle Führung im Zisterzienserkloster Walkenried, die Stadt Stol- berg mit dem Thomas- Müntzer- Denkmal und das riesige Panoramagemälde bei Bad Fran- kenhausen. Und am letzten Tag - dulcis in fundo der sa- genumwobene Brocken! Wenn man bedenkt, dass er - obwohl nur 1142 Meter hoch - an 300 Tagen des Jahres von Stürmen umtobt wird oder sich in Nebel hüllt, hatten wir ein unwahr- scheinliches Glück und konnten eine herrliche Rundsicht genießen. Es war ziemlich kalt und stellenweise lag noch Schnee. Wenn die Dampflok der Brockenbahn herankeuchte, zück- te jeder den Fotoapparat. Unsere Gehtüchtigen bestiegen den Brocken natürlich zu Fuß. Das Hexentreiben, das in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai stattfindet, hat, den Prospekten nach, unwahrscheinliche Ausmaße angenommen. Wir waren dafür zu früh dran

Ausmaße angenommen. Wir waren dafür zu früh dran Auf dem Brocken aber vermutlich wäre das für

Auf dem Brocken

aber vermutlich wäre das für uns auch nicht das Richtige gewesen, uns genügten die vielen Hexenpuppen, die in den Bäumen hingen. Oskar, dem charmanten Busfahrer und dem allzeit begeisterten Sepp gilt unser herzlicher (und „harzlicher“) Dank.

Helga Bacher Federspieler

„Aus der Schule geplaudert“

Lehrerinnen erzählen Heiteres und Besinnliches aus ihrem Schulalltag

Worüber reden Lehrerinnen und Lehrer vorzugs- weise, wenn sie zusammentreffen? Selbstver- ständlich über die Schule. Während bei den aktiven Kolleginnen und Kollegen mehr das „Evaluieren“ des Schulsystems im Mittelpunkt steht, sind es bei den Pensionisten vor allem die Anek- doten aus dem Schulleben, die für Gesprächsstoff sorgen. Solche Anekdoten wurden auf Initiative der umtriebigen Pensionistenver- treterin im KSL, Herlinde Reitsa- mer Lorenzini, in einer Schreib- werkstatt sprachlich aufbereitet und dann in einem Büchlein ge- sammelt, das unter dem Titel „Aus der Schule geplaudert“ Ge- schichten aus dem Lehrerleben erzählt. Neun Lehrerinnen und ein Lehrer hatten sich an der Schreib- werkstatt beteiligt und unter der Leitung von Lena Adami so manchen Schatz aus der Erinnerung gehoben. Am 11. April bekamen die Pensionistinnen und Pensionisten aus Bruneck und Umgebung die Gelegenheit, die äußerst erfolgreiche Neuer- scheinung, die innerhalb kürzester Zeit bereits vergriffen war, näher kennen zu lernen. Melitta Irschara Feichter und Brigitte Baur, die beiden Pensionistenvertreterinnen des Bezirks, hatten nämlich in die Öffentliche Bibliothek von St. Lorenzen zu einem literarischen Nachmittag geladen, in dessen Rahmen das Buch vorge- stellt wurde. In Anwesenheit der Kulturreferentin der Gemeinde St. Lorenzen Luise Eppacher und der Bibliotheksleiterinnen Birgit Weissteiner und Anni Gasser überraschten gleich drei Autorin- nen, nämlich Herlinde Reitsamer Lorenzini, Lena

Adami und Elsabeth Mair Laner das interessier- te Publikum mit allerhand vergnüglichen Ge- schichten aus dem eigenen Schulleben, wobei aber auch Besinnliches und Bedenkliches zu hören war. Lena Adami, die als Leiterin der Werkstatt die TeilnehmerInnen zur Schreiblust animierte, erzählte in ihrer heiteren, lockeren und offenen Art nicht nur über das Zustande- kommen der Publikation, sondern auch über ihre recht bewegte Biografie, wobei sie auch einige „pikante“ Stellen nicht aussparte. Herlinde Reitsamer Lorenzini ließ mit einigen berührenden Geschich- ten aus ihrer Ehe mit dem inzwi- schen verstorbenen Italienisch- lehrer Aldo Lorenzini aufhor- chen. Dass sie, die als junge Lehrerin vorhatte, einen „Walschen“ zu heiraten, teilwei- se auf ziemliches Unverständnis stieß, löste zugleich Verwunde- rung und Betroffenheit aus. Elisabeth Mair Laner aus Rasen erzählte hingegen, wie sie zum Lehrerberuf kam. Sie wollte nämlich gar nicht studieren und auf diese Wei- se die Brieftasche des Vaters schonen, aber dann erreichte sie doch über die Abendmittel- schule und die Abend-LBA ihre Bestimmung und den letztendlich geliebten Beruf. So beka- men die Zuhörerinnen und Zuhörer im Laufe von knapp zwei Stunden einen bunten Bogen aus ebenso verschiedenen wie auch unter- schiedlichen Lehrerbiografien präsentiert, was zudem bewirkte, dass so manche eigene Erin- nerung an frühere Lehrerzeiten aus der Ver- senkung geholt wurde.

Musikalisch ergänzt wurde der ebenso anspre- chende wie belebende Nachmittag von Josef „Pepi“ Elzenbaumer aus St. Lorenzen, der mit seiner Gitarre einige Lieder, die früher einfach

der mit seiner Gitarre einige Lieder, die früher einfach zum Lehrplan gehörten, aber auch einige schöne

zum Lehrplan gehörten, aber auch einige schöne „neuzeitliche“ Kompositionen zum Besten gab. Der gefällige Raum, die Erzählungen, die Musik, der Dank der Gastgeberinnen, alles trug zu einer äußerst gelungenen Veranstal- tung bei und macht Appetit auf mehr.

Paul Peter Niederwolfsgruber

bei und macht Appetit auf mehr. Paul Peter Niederwolfsgruber Die Zuhörerinnen und Zuhörer ließen immer wie-

Die Zuhörerinnen und Zuhörer ließen immer wie- der erkennen: Die „Geschichten aus dem Lehrer- leben“ hören sich bisweilen auch als die eigenen Geschichten an.

hören sich bisweilen auch als die eigenen Geschichten an. Josef Elzenbaumer sang mit den anwesenden Lehr-

Josef Elzenbaumer sang mit den anwesenden Lehr- personen einige Lieder aus der früheren Schulzeit.

Lehr- personen einige Lieder aus der früheren Schulzeit. Lena Adami gestaltete mit Herlinde Reitsamer Lorenzini und

Lena Adami gestaltete mit Herlinde Reitsamer Lorenzini und Elisabeth Mair Laner (v. rechts) einen interessanten literarischen Nachmittag.

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In Memoriam

Das viel zu frühe Ableben von Christoph Hartung von Hartungen hinterlässt eine große Lücke in der Schulwelt Südtirols. Er war Lehrer am klassischen Lyzeum in Bozen, Vollblut-Historiker, eine auch wegen seines politischen Engagements landesweit bekannte Persönlichkeit. Zudem war er Gewerk- schaftsdelegierter im SGBCISL Schule, hat verantwortungsvolle Aufgaben in der Organisati- on übernommen und war in Vertretung des SGBCISL Schule – viele Jahre lang geschätzter Vorsitzender des Landesschulrates.

Neben seinen intellektuellen Fähigkeiten, seinem breit gefächerten Wissen, seiner berufliche Kompetenz, erinnern wir an seine große Menschlichkeit, seine höflichen Manieren und seinen milden Charakter, seinen nüchternen Stil und seine sorgfälti- ge Ausdrucksweise. Er stand uns in heiklen Momenten für die Schule und für die Schulgewerkschaft zur Seite: vom Übergang des Schulpersonals an die Landes- verwaltung bis hin zur jüngsten Schulreform. Seine natürliche Prädisposition zum Dialog und sein analytischer Verstand haben ihn zu einem glaubhaften und über- zeugenden Gesprächspartner gemacht, für Kollegen, Landesräte und Schulamts- leiter. Wir werden all dies in Erinnerung behalten.

leiter. Wir werden all dies in Erinnerung behalten. Peter Köllemann, Lehrer in St. Valentin auf der

Peter Köllemann, Lehrer in St. Valentin auf der Haide

Peter wurde am 5. Okto- ber 1963 in Mals als erstes von zwei Kindern geboren. Seine Kindheit hat er in einem wohl behüteten und liebevollen Eltern- haus in Kaschon ver- bracht. Die Grund- und Mittelschule hat er in St. Valentin besucht. Da- nach ist er nach Meran gegangen, um seine Ausbildung als Volkschullehrer zu absolvieren. Dort hat er dann Monika kennen gelernt und geheiratet. Drei Kinder sind aus dieser Ehe hervorgegangen.

Peter hat im Herbst 1991 deine Arbeit in der Grund- schule St. Valentin begonnen, nachdem er an verschie- denen Schulstellen im Vinschgau gearbeitet hat. Schon bald hat er die Leitung der Grundschule übernommen

und dann alte Traditionen neu belebt. In der Schule hat Peter oft selbst Hand angelegt und beispielsweise eigenhändig einen Computerraum eingerichtet. Er war bei seinen Schülern und Kollegen sehr beliebt, durch seine ruhige und be- sonnene Art hat er so manche Wogen geglättet. Zwar war Peter kein Mann der vielen Worte, doch die humorvollen Sprüche werden uns immer in Erinnerung bleiben. Nach getaner Arbeit hat er gerne ein Karterle gemacht und in den letzten Jahren hat er das Motorradfahren für sich entdeckt. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer, war Peter auch Bauer mit Herz und Seele. Auf den Feldern und im Wald hat er neue Energie geschöpft. Im Jahr 2010 ist er zum ersten Mal Opa geworden und glücklich mit dem Kinderwagen durch das Dorf spaziert. Zwei Jahre später hat er sein zweites Enkelkind in den Arm nehmen dürfen. Seine Familie war für ihn das Wichtigste in seinem Leben.

Der letzte Lebensabschnitt Peters war geprägt von Schwäche und Hilflosigkeit, und als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil, der Schmerz zu groß und der Atem zu schwer wurde, legte er den Arm um ihn und sprach: Komm heim. In dieser schweren Zeit hat ihn seine Frau Monika liebevoll gepflegt.

Lieber Peter, du hinterlässt eine große Lücke und wirst immer in unseren Herzen weiterleben.

Deine Kolleginnen und Kollegen

unseren Herzen weiterleben. Deine Kolleginnen und Kollegen VBB - Vereinigte Bühnen Bozen www.theater - bozen.it Beim

VBB - Vereinigte Bühnen Bozen www.theater-bozen.it Beim Vorzeigen der Mitgliedskarte erhalten Mit- glieder der Lehrerverbände KSL und ASM ermä- ßigte Eintrittskarten.

Der KSL druckt das Mitteilungsblatt ksl-aktuell mit dem Farbdrucker Sharp der Firma Gruber-OFFICE aus Bozen.

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30.12.1948

Presserechtlich verantwortlich: Luis Mahlknecht, St. Ulrich Erscheint zweimonatlich