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Erneuerbare Energien schützen Umwelt und Klima

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Mengen des Treibhausg Mengen des Treibhausgases Kohlen- erändert sich, mit kaum absehbaren 8 im Auftrag
Mengen des Treibhausg
Mengen des Treibhausgases Kohlen-
erändert sich, mit kaum absehbaren
8 im Auftrag der Vereinten Nati-

Das Verfeuern von Erdöl, Kohle und Erdgas führt weltweit zum Ausstoß riesiger

dioxid (CO ² ). Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre auf und unser globales Klima verändert sich, mit kaum absehbaren

Folgen für Mensch und Natur. Das ist unter den Wissenschaftlern des bereits seit 1988 im Auftrag der Vereinten Nati-

onen arbeitenden Weltklimarates (IPCC) unumstritten. Das mit führenden Wissenschaftlern aus allen Teilen der Erde besetzte Gremium hat die Welt gerade erst im Frühjahr 2007 mit den neuesten Berichten zu den globalen Klimaverän- derungen wachgerüttelt. Noch nie waren sich die Forscher dabei so einig und haben so eindringlich vor den Folgen des vom Menschen gemachten Klimawandels gewarnt wie heute. Um katastrophale Klimaschäden zu verhindern, müsste nach Angaben des IPCC der weltweite Ausstoß von CO ² bis zum Jahr 2050 halbiert werden. Für die Industrieländer be- deutet das eine Minderung um 80 Prozent. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel dafür.

Klimaschützer Erneuerbare Energien:

Vergleich der CO ² -Bilanz bei der Stromerzeugung

1200 g CO ² /kWh ohne KWK 1000 800 mit KWK 600 400 200 0
1200 g CO ² /kWh
ohne
KWK
1000
800
mit
KWK
600
400
200
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703-
508-
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61
89
39
23
-414
1142
897
398
-200
-400
Braun-
Stein- Erdgas
Atom-
Photovoltaik
Wasser-
Wind- Biogas
kohle
kohle
kraft
kraft
energie
(BHKW)

Durch Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) verbessert sich die CO ² -Bilanz der thermischen Kraftwerke um bis zu 70%

Quelle: Öko-Institut

Da Erneuerbare Energien kaum Treibhausgase entstehen lassen, müssen sie Schritt für Schritt fossile Energieträger ersetzen. Für die Stromerzeugung verdeutlicht eine aktuelle Studie des Freiburger Öko-Instituts den Unterschied. Die Wissenschaftler haben den gesamten Lebensweg einzel- ner Energieträger von der Förderung bis zur Kilowattstunde Strom untersucht. Danach setzen die Erneuerbaren Energien nur einen Bruchteil der Kohlendioxidmengen von Kohle und Erdgas frei. Wird mit landwirtschaftlicher Gülle Biogas pro- duziert und in einem Blockheizkraftwerk eingesetzt, ist die CO ² -Bilanz besonders positiv. Das liegt daran, dass ein BHKW nicht nur Strom, sondern auch Wärme produziert und so zusätzlich Heizöl ersetzt. Außerdem kommt die Gülle nicht unbehandelt auf den Acker, wodurch vermieden wird, dass das stark Klima schädigende Methan in die Atmosphäre ent- weicht.Die Analyse zeigt aber auch, dass entgegen häufiger Annahmen die Atomenergie nicht CO ² -frei ist, sondern sogar mehr verursacht als die meisten Erneuerbaren Energien. Wie wichtig es ist, nicht nur den heutigen Stand, sondern auch die Entwicklungspotenziale zu sehen, zeigt das Beispiel Photo- voltaik. Neue Solarzellen mit höheren Wirkungsgraden und optimierte Herstellungsverfahren werden deren CO ² -Bilanz künftig noch verbessern.

Klimaschutzziele sind nur durch Sonne, Wind & Co. zu erreichen

In Deutschland leisten Erneuerbare Energien heute schon einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Im Jahr 2006 haben sie den Ausstoß von insgesamt 101,5 Millionen Tonnen CO ² vermieden. Das heißt: Wäre die gleiche Energiemenge mit fossilen Energiequellen bereitgestellt worden, hätte der deut- sche CO ² -Ausstoß um knapp 12 Prozent höher gelegen als es mit 878 Millionen Tonnen tatsächlich der Fall war. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und ihr Klimaschutz- beitrag waren damit größer als die Erneuerbare-Energien- Branche selbst erwartet hat. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausbau von Sonne, Wind & Co. bis zum Jahr 2020 so weit voranzutreiben, dass dann jährllch mindestens 250 Millionen Tonnen CO ² vermieden werden. Ohne die konsequente Förde- rung der Erneuerbaren Energien sind die Klimaschutzziele in Deutschland und Europa unerreichbar. Andere Klimaschutz- instrumente haben bisher nur unzulänglich gegriffen. Bei- spielsweise senkt der Emissionshandel die CO ² -Emissionen zwischen 2005 und 2007 lediglich um zwei Millionen Tonnen im Jahr – eine bescheidene Menge gegenüber dem wachsen- den Klimaschutzbeitrag Erneuerbarer Energien.

Millionen Tonnen im Jahr – eine bescheidene Menge gegenüber dem wachsen- den Klimaschutzbeitrag Erneuerbarer Energien.

Erneuerbare Energien schützen Umwelt und Klima

Erneuerbare Energien haben im Jahr 2006 16 Millionen Tonnen CO ² mehr vermieden als im Vorjahr

- 7,4 -18,7
- 7,4
-18,7

Kraftstoffe

-12,7mehr vermieden als im Vorjahr - 7,4 -18,7 Kraftstoffe Wärme -20,7 Strom -68,1 CO ² -Ausstoß

Wärme -20,7 Strom -68,1 CO ² -Ausstoß 878 Mio. t 2006
Wärme
-20,7
Strom
-68,1
CO ² -Ausstoß
878 Mio. t
2006
-59,6 CO ² -Ausstoß 873 Mio. t 2005
-59,6
CO ² -Ausstoß
873 Mio. t
2005

Angaben in Mio. t CO ² . Quelle: BMU/UBA

Erneuerbare Energien vermeiden teure Umweltschäden

Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, die durch die Nut- zung konventioneller Energien entstehen, sind teuer. Alleine die Klimaschäden schätzen Wissenschaftler auf rund 70 Euro pro ausgestoßene Tonne CO ² . Dazu kommen die Auswirkungen anderer Luftschadstoffe, zum Beispiel auf Gesundheit, Land- wirtschaft und Artenvielfalt. Auch Ressourcen-Konflikte und die militärische Sicherung von Energierohstoffen sind kosten- intensiv. Da diese Kosten nicht in den Preisen für fossile Energie enthalten sind, sondern von der Allgemeinheit ge- tragen werden, spricht man von externen Kosten.

Eine aktuelle Studie beziffert die bei der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle anfallenden externen Kosten auf etwa sechs Cent pro Kilowattstunde im Vergleich zu 0,1-1 Cent pro Kilowattstunde bei den Erneuerbaren Energien. Das zeigt, dass unter Berücksichtigung der externen Kosten ein großer Teil der Erneuerbaren Energien schon heute wettbewerbs- fähig wäre. Insgesamt hat die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr Schäden und damit volkswirt- schaftliche Kosten von etwa 3,4 Milliarden Euro vermieden. Die Erneuerbaren Energien haben den Verbrauchern damit bares Geld gespart, da dieser Betrag über der Fördersumme des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) liegt.

Verborgene Kosten unserer Energieversorgung

Energiepreis auf der Rechnung Konflikte Umweltschäden Gesundheitsschäden Sicherheitskosten Sanierungskosten
Energiepreis auf
der Rechnung
Konflikte
Umweltschäden
Gesundheitsschäden
Sicherheitskosten
Sanierungskosten

Quellen und weitere Informationen:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2006): Erneuerbare Energien – Innovationen für die Zukunft, Berlin Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007): Erneuerbare Energien in Zahlen – nationale und internationale Entwicklung, Stand: Juni 2007. Berlin. DLR/Fraunhofer Institut System- und Innovetionsforschung (2007):

Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern Fritsche U. (2006): Comparison of Greenhouse-Gas Emissions and Abatement Cost of Nuclear and Alternative Energy Options from a Life-Cycle Perspective - updated version* -. Öko-Institut, Darmstadt. Fritsche U. (2007): Treibhausgasemissionen und Vermeidungskosten der nuklearen, fossilen und erneuerbaren Strombereitstellung - Arbeitspapier -. Öko-Institut, Darmstadt. Ifeu (2007) Erneuerbare Energien kompakt - Ergebnisse systemanalytischer Studien. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Mai 2007, Heidelberg ISA, The University of Sydney (2006): Life-Cycle Energy Balance and Greenhouse Gas Emissions of Nuclear Energy in Australia. Krewitt W., Schlomann, B. (2006): Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern. Gutachten im Rahmen von Beratungsleistungen für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Stuttgart und Karlsruhe. Oxford Research Group (2007): Secure Energy? Civil Nuclear Power, Security and Global Warming. Briefing Paper March 2007, London Storm van Leeuwen, J.W., Smith P. (2005): Nuclear Power – The Energy Balance. http://www.stormsmith.nl Paul-Scherrer-Institut (2007): CO ² -Emissionen aus dem nuklearen Kreislauf. PSI-Fachinfos zu Energiefragen, Villigen, Schweiz Parliamentary Office of Science and Technology (2006): Carbon Footprint of Electricity Generation. Postnote Number 268 2006, London, GB. Umweltbundesamt (2007): Presse-Information 016/2007 - Kohlendio- xidausstoß 2006 leicht gestiegen, Dessau. Stand: August 2007

(2007): Presse-Information 016/2007 - Kohlendio- xidausstoß 2006 leicht gestiegen, Dessau. Stand: August 2007