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Sein „Hobby“ ist helfen: Manfred Fesl berichtet für die Kindernothilfe aus den Slums von Südafrika – und trotzt dort allen Gefahren . . .

Er wurde zwei Mal überfallen, musste um sein Leben fürchten – und bereut dennoch keine Sekunde: Fotograf Manfred Fesl (44) aus Mattighofen hat zwei Wochen lang für die Kindernothilfe Österreich den Alltag von Kindern in der Township Cato Manor bei Durban in Südafrika eindrucksvoll dokumentiert. Und das nicht nur kostenlos, sondern der „Reporter VON CHRISTOPH GANTNER aus Nächstenliebe“ hat sogar die Flugkosten aus eigener Tasche bezahlt. „Wenn meine Bilder etwas bewegen, ist das der schönste Lohn für meine Arbeit“, meint Fesl bescheiden. Bereits 2010 hatte er ebenfalls für die Kindernothilfe einen Buben und ein Mädchen bei ihrem

In dem Township Cato Manor in Südafrika haben die Kinder einen schlechten Start ins Leben.

täglichen Überlebenskampf auf den Müllbergen der philippinischen Hauptstadt Manila fotografiert, bekam dafür eine internationalen Auszeichnung. In Südafrika berichtete Fesl über das Programm „iThemba Lethu“ – das heißt auf Deutsch „Ich habe eine Bestimmung“. Es geht um die Aids-Prävention für Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren. Warum das nötig ist? In Cato Manor leben etwa

93.000 Menschen, die HIV-Infektionsrate ist die höchste in ganz Südafrika. Untersuchungen bei Schwangeren haben gezeigt, dass 40 Prozent aller werdenden Mütter infiziert sind. Die Hauptgründe liegen in der frühen sexuellen Aktivität und in der mangelnden Aufklärung. Mit „iThemba Lethu“ wird versucht, gegenzusteuern. Allein im heurigen Jahr werden 1335 Kinder in diesem Programm betreut.

Fotograf Manfred Fesl

„iThemba Lethu“ soll die Aids-Rate senken und Kindern eine Zukunft schenken

Fotos: Manfred Fesl

Reporter aus Nächstenliebe

› OBERÖSTERREICH ›

Sonntag, 21. Juli 2013

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