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INHALT
Wallis
Neuer Chef
Seit 1. Juli ist Markus Trogeraus Raron neuer Standortlei-ter der Société Suisse des Ex-plosifs in Gamsen.
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Wallis
Starke Kletterer
Arnold Heynen hat vor 50 Jahren als erster Ober-walliser die Eigernordwanddurchstiegen.
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Sport
Schwierig
Veroljub Salatic und GCmüssen auf dem Weg in dieChampions League in Lyonantreten.
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KOMMENTAR
Peinlicher «Luftkrieg»
In der Deutschschweiz herrschtseit Monaten ein «Luftkrieg» zwi-schen der Schweizerischen Ret-tungsflugwacht und dem TCS. Im Berner Oberland sind sichnun auch die Air-Glaciers unddie Rega in die Haare geraten. Die zwei privaten Konkurrenten warten mit happigen Vorwürfenauf. Die Rega wolle lieber selber retten, statt Helikopter anderer Organisationen einen Einsatz fliegen zu lassen. Jetzt will die Politik für einheit -liche Standards sorgen. Sogar von einer Forderung nach einer nationalen Koordination der Luftrettung ist die Rede. Ob dasSinn macht? Sicher ist, dass im Notfall wirtschaftliche Interessenkein Kriterium sein dürfen. Der wirtschaftliche Druck istaber hoch. Die Heliunternehmenmüssen bei den Luftrettungenmit nicht kostendeckenden Tari- fen fliegen. Die ständige Bereit-schaft kostet ebenfalls viel Geld. Diese Probleme kennt auch die Air Zermatt. Die Verantwortli-chen haben dies immer wieder kritisiert, zuletzt an der GV im Juni. Tarife aus den 1990er-Jah-ren, steigende Kosten für Menschund Maschine und immer mehr gesetzliche Vorschriften –daskann nicht aufgehen. Wenn nun der Schweizer Alpen-Club oder die Umweltverbändeauch noch die Gebirgslande - plätze reduzieren wollen, dannschraubt man den Unternehmen zusätzlich den Geldhahn zu. Die Politik sollte deshalb dafür sor- gen, dass die Rahmenbedingun- gen besser (oder zumindest nichtstets schlechter) werden. Dannsoll der Wettbewerb spielen. Die Air Zermatt darf diesem mit Zu- versicht entgegenblicken.
Herold Bieler
Oberwallis | Keine grösseren Schäden nach heftigen Niederschlägen
Bedrohliche Wassermassen
Starke Niederschläge liessen ges-tern die Gewässer im Oberwallis gefährlich anschwellen. Vereinzeltmussten Strassen und Bahnstre-cken gesperrt werden. Gegen Abend beruhigte sich die Lage wieder.
Die ganze Schweiz wurde gestern von kräf-tigem Gewitterregen heimgesucht. Ammeisten Regen fiel zwischen Sonntagnach-mittag und Montagnachmittag in Cres-sier NE. Über 117 Liter pro Quadratmeter wurden in diesem Gebiet gemessen. Meteo-rologe Marco Stoll bezeichnete die Regen-fälle als «intensiv». Gemäss MeteoNews seiin 24 Stunden mehr Regen gefallen als imganzen Monat Juli. Auch mit Hagel hattenmanche Regionen in der Nacht auf Montagzu kämpfen. Über die Stadt Genf etwa zogein Hagelzug, weitere Hagelniederschläge wurden entlang der Voralpen und im Mit-telland registriert. Auch das Oberwallis blieb von denWassermassen nicht verschont. In Raronund Steg mussten Strassen gesperrt wer-den. Auch der Furkapass wurde wegenSteinschlags auf beiden Seiten geschlossen.Im Lötschental donnerten mehrere Mur-gänge ins Tal.
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Hochwasser.
Die ganze Schweiz hatte gestern mit starken Regenfällen zu kämpfen.
FOTO KEYSTONE
Oberwallis | «Sommer-Begegnungen»
Gibt es mehr zwischenHimmel undErde?
Diesseits –Jenseits. Glau- ben und was es zu bewei-sen gilt: Ein Medium undeine Freidenkerin disku-tieren.
Im sechsten Teil der WB-Serie«Sommer-Begegnungen» ha-ben sich das Briger MediumConny Giammarresi und dieFreidenkerin Melanie Hart-mann aus Susten an einenTisch gesetzt. Die angeregteDiskussion unter anderemüber Spiritualität, die Kirche,freies Denken, Vorurteile unddie Frage, ob es mehr gibt zwi-schen Himmel und Erde, zeig-te: Die beiden Oberwalliserin-nen haben trotz unterschiedli-cher Ansichten auch einiges ge-meinsam. Sie sind beide ausder Kirche aus getreten undHundebesitzerin.
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O
ff
en.
Conny Giammarresi (links) und Melanie Hartmann.
FOTO WB
Auf dem Eis | Mit dem neuen Star Alex Kowalew
Ein Hauch NHL beimEHC Visp
Ex-NHL-Star Alex Kowa-lew ist da, gestern stander in Visp erstmals mitseinen neuen Teamkolle- gen auf dem Eis.
Somit wehte ein Hauch NHLdurch die Litternahalle. Dermittlerweile 40-jährige Russehat in rund 1300 NHL-Spielenüber 1000 Skorerpunkte gesam-melt, gewann den Stanley Cupund wurde mit Russland Welt-meister und Olympiasieger.Weil er in Leukerbad ein Nach- wuchs-Camp auf die Beine stel-len will, engagiert sich Alex Ko- walew im Oberwallis. Und willnach seiner grossen Karriere inder Schweizer NLB nochmals et- was beweisen. «Ich will auchhier immer gewinnen und binnoch hungrig auf Eishockey.» Die EHC-Visp-Verantwort-lichen, die mit einem 3,4-Mio.-Budget in die kommende Sai-son steigen, erhoffen sich durchihren neuen Star ein bisschenmehr Glanz.
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Über 1000 NHL-Skorerpunkte.
Alex Kowalew trainierte gesternerstmals beim EHC Visp.
FOTO WB
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Dienstag, 30. Juli 2013
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Walliser Bote, 30. Juli 2013, S. 1 [und S. 6/6]
Walliser Bote
Dienstag, 30. Juli 2013
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Was passiert, wenn sich ein Medi-um und eine Freidenkerin an ei-nen Tisch setzen? Während einerlebhaften Diskussion entdeckensie trotz unterschiedlicher Ansich-ten einige Gemeinsamkeiten.
An was glauben Sie?
Conny Giammarresi:
«Ich glaube an den frei-en Willen. An ein Leben nach dem Tod, dieWiedergeburt. Vor allem aber an die Seele.»
Melanie Hartmann:
«Ich glaube an nichtsSpezifisches. Ich halte viele Sachen fürnicht unmöglich. Bis jetzt hat mich abernoch nichts so sehr gepackt oder über-zeugt, dass ich mich daran festhaltenkönnte.»
Melanie Hartmann, Sie sind eine Frei-denkerin. Also auch eine Atheistin?
«Nein, Atheisten sind überzeugt, dass es kei-nen Gott gibt. Bei den Freidenkern gibt esaber auch Menschen, die an Gott glaubenund in die Kirche gehen oder –so wie ich –die Frage unbeantwortet lassen. Die Frei-denker verbindet letzten Endes die Über-zeugung, dass die Institution Kirche mitdem Staat nichts zu tun haben soll: Es gehtalso in erster Linie um die Trennung zwi-schen Kirche und Staat.»
Glauben Sie denn an Gott?
Melanie Hartmann:
«Ich weiss nicht, ob es ei-nen gibt oder nicht. Mit 13 hatte ich einesehr religiöse Phase. Aber irgendwannreichte es nicht mehr, um das Glas zu fül-len, wie man so schön sagt.»
Conny Giammarresi:
«Ich bin vor sieben Jah-ren auch aus der Kirche ausgetreten, dennich kann mich mit ihr nicht identifizieren.Kirche ist für mich nichts anderes als dieLeute unter Dach und Fach halten.»
Auch eine Freidenkerin. Frau Hart-mann, das dürfte Ihnen gefallen?
Melanie Hartmann:
«Es kommt darauf an, obsie auch findet, dass Kirche und Staat ge-trennt werden sollten, damit insbesonderedie römisch-katholische Kirche ihre Privile-gien verliert und ein normaler Verein wird.Wenn sie dies auch fordert, dann kommtsie uns sehr nahe, beziehungsweise wir ar-beiten zu ihren Gunsten.»
Conny Giammarresi:
«Für mich ist diese Tren-nung ganz selbstverständlich. Jeder sollteselber entscheiden können, ob er Kirchen-steuern zahlen will oder nicht.»
Was tut ein Medium, Frau Giammar-resi?
«Vereinfacht gesagt bin ich die Station zwi-schen Diesseits und Jenseits. Die Medialitätist breit gefächert, man kann sehr viel se-hen und erleben. Ich bin der klassisch hell-sichtige Typ. Das heisst aber nicht, dass esimmer besser ist zu sehen, denn das Fühlenist ebenso wichtig. So wie ich arbeite, ist die Beratung sehr vielseitig. Ich sitze aller-dings nicht mit einer Glaskugel da und sageden Leuten, was ihnen 2014 widerfahren wird. Ich arbeite im Hier und Jetzt und versuche Informationen weiterzugeben. Ei-nen grossen Teil von diesen Informationenerhalte ich von verstorbenen Angehörigenmeiner Klienten. Ich will den Menschenhelfen, ihnen aber keine Entscheidungenabnehmen.»
Den Freidenkern sagt man nach, dasssie gerne für alles Beweise hätten.Gilt das jetzt auch für die Arbeit vonFrau Giammarresi?
«Beweise wollen wir doch alle, nicht? Ichkann mir in diesem Fall schon vorstellen,dass es möglich ist, aber ich müsste es erle-ben. Das Übersinnliche geht nun mal übermeine Sinne hinaus und ist deshalb fürmich nicht mehr logisch fassbar. Ichschliesse aber nicht aus, dass jemand seineErfahrungen für mich erfahrbar machenkann. Kurz gesagt, für mich kommt das Erleben eines Phänomens einem Beweis nahe.»
Würden Sie sich auf eine Sitzung mit Conny Giammarresi einlassen?
Melanie Hartmann:
«Im Grundsatz bin ich of-fen, wobei ich kein konkretes Bedürfnis habe, mit Verstorbenen Kontakt aufzuneh-men, denn vom Gefühl her bin ich mit ih-nen im Reinen. Ich wüsste nicht, was ichmit ihnen reden sollte.»
Conny Giammarresi:
«Du bist ja nur ehrlich.Mir ist es sehr wichtig, dass die Leute frei- willig zu mir kommen. Ich würde michfreuen, Melanie Hartmann eine Sitzung zugeben, habe aber nicht das Bedürfnis, ihr et- was beweisen zu müssen. Ich bin nicht einedieser Esoterikerinnen, die meinen, alle,die nicht an die geistige Welt glauben, hät-ten keine Ahnung. Das finde ich arrogant.
1.
Bei meinem Mann und meinen Tieren
2.
Alles
3.
«Seelenlos» aus der Odd-Thomas-Reihe von Dean Koontz
4.
Hör auf dein Herz
5.
Frida Kahlo
6.
Mit mir selber im Reinen sein
«Ich glaube an den freien Willen. Vor allem aber an die Seele»
Conny Giammarresi
Über Sinn und Ü
Das Medium
Die 35-jährige Conny Giammarresiwuchs in Birgisch auf. Nach einerkünstlerischen Ausbildung lebte siemehrere Jahre unter anderem in Ba-sel. Seit 2011 ist sie mit ihrem Mannin Brig zu Hause. Dass sie eine besondere Gabe hat,merkte das Medium bereits in frü-hester Kindheit. Doch jahrelang wardie Gabe eher eine Last. Mit 24 be-suchte sie einen medialen Grund-kurs in Zürich um zu lernen mit ihrerGabe umzugehen und anderen Men-schen zu helfen. Später bildete siesich bei verschiedenen Medien inder Schweiz und Deutschland weiterund arbeitet seither als Medium. Giammarresi gibt mediale und sen-sitive Sitzungen und bietet regel-mässig ö
ff
entliche Jenseitskontakt-demonstrationen an. Sie ist Mitgrün-derin der Psi-Messe Wallis.
1. Wo tanken Si2. Was ins3. Welches Buch liegt 4. Ihr Leb5. Eine Person, welch6. Was bedeute
Nachg
Angeregt.
Conny Giammarresi und Melanie Hartmann waren sich auf Anhieb sympathisch. Die Chemie zwischen
Conny Giammarresi aus Brig und Melanie Hartmann aus Suste
Ihre Neugier belohnen
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