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Zukunftsprogramm 2006 – 2011

Für 10.600 Menschen, 17 Ortschaften = 1 Gemeinde


aufgestellt im Juli 2006 von den CDU-Kandidaten
für den Gemeinderat Kirchlinteln

Vorfahrt für Kinder- und Familien-Freundlichkeit


KINDER- und FAMILIEN-
FREUNDLICHKEIT wird in
unserer Gemeinde groß
geschrieben! Das wird so
bleiben. Der Erhalt und die
Weiterentwicklung der 6
Kindergärten der Gemeinde
werden angesichts
sinkender Kinder-Zahlen nicht leicht - bleibt aber unser oberstes Ziel. Wir wollen auch
künftig „kurze Wege für kurze Beine“ und dies durch flexible Verteilung der KiGa-Plätze
und neue Betreuungs-Angebote (wie z.B. „freies Spielen“) erreichen. Die Elternbeiträge
sollen bezahlbar unter 30 % der Gesamtkosten bleiben. Familien mit mehreren Kindern
wollen wir stärker entlasten. Für eine Beitragsfreiheit der Kindergärten wären wir sofort,
wenn der Einnahmeausfall bei der Gemeinde durch Landes- oder Bundesmittel ausge-
glichen würde, was z.Zt. aber wenig realistisch ist. Wahlversprechen durch neue
Schulden zu Lasten der nächsten Generation zu finanzieren, wäre keine ehrliche und
verantwortungsvolle Politik.

Frühkindliche Bildung und Betreuung der Kinder


Frühkindliche Bildung schon im Kindergarten und eine Verbesserung der Zusammen-
arbeit zwischen Kindergarten und Grundschule gewinnt zunehmend an Bedeutung für
die Zukunftsfähigkeit unserer Kinder und Enkel. Die Landesregierung hat beschlossen,
in den Jahren 2007 bis 2010 jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen für
Maßnahmen der frühkindlichen Bildung und Betreuung. In Ergänzung zum umfassenden
Kindertagesstätten-Angebot sollen damit die Betreuungsangebote für Kinder unter drei
Jahren nachhaltig verbessert werden. Tagesmüttermodelle und andere individuelle
Betreuungsformen sowie flexible Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten sollen die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Die Landesregierung unterstützt deshalb
insbesondere unterschiedliche Modelle mit Tagesmüttern und stärkt deren Qualifizierung.
Jährlich fünf Millionen € stehen bereit für die Verbesserung der Zusammenarbeit von
Kindertagesstätten und Grundschulen, für die Qualitätsarbeit in den Kindertagesstätten
und die verstärkte Fort- und Weiterbildung der Erzieherinnen. In Ergänzung zum Eltern-
geld werden die frühkindliche Bildung und Betreuung familien-
politisch und arbeitsmarkt-politisch spürbare Vorteile bewirken.
Die Gemeinde Kirchlinteln wird diese neuen Chancen für Kinder
und Eltern nutzen.

Im Gegensatz zur Kirchlintelner SPD-Fraktion setzen wir uns


nicht nur für zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebote
(auch für unter 3-jährige Kinder) in unseren Kindergärten oder in
separaten Kinderhorten ein, sondern wollen ergänzend dazu
auch Betreuung durch engagierte Tagesmütter fördern. Dadurch
wird ein flexibles Betreuungsangebot möglich, dass sich zeitlich
an den Bedürfnissen der Eltern orientiert. Die Kinder profitieren
durch die Betreuung in Kleingruppen.
Bildung für unsere Kinder und Enkel: Grundstein für die Zukunft
Als Schulträgerin wird die Ge-
meinde Kirchlinteln auch in
Zukunft das Schulzentrum
„Schule am Lindhoop“ und
unsere beiden Grundschulen
sachgerecht und zukunfts-
orientiert ausstatten und alle
drei Schulen gemeinsam
mit den Schulleitungen, Eltern- und Schülervertretern positiv entwickeln. Durch weitere
freiwillige Angebote von Ver- einen und Betrieben sollte die Ganztagsschule weiter ent-
wickelt werden. Durch eine Verbesserung der Schulbusverkehre in die Ortschaften
wollen wir die Akzeptanz der Nachmittags-Angebote in den Schulen steigern.

Wahrnehmungsstörungen, Lese-Rechtschreibe-Schwäche oder Rechen-Schwächen


sollten bei Kindern frühzeitig erkannt werden. Für die dann erforderlichen Fördermaß-
nahmen außerhalb der regulären Schulzeit, wird die Gemeinde künftig geeignete
Räumlichkeiten bereitstellen, damit die Förderung der Kinder vor Ort stattfinden kann.

Jugend und Beteiligungs-Projekte fördern


Die Gesellschaft „altert“, der Alterdurchschnitt in Vereinen und Organisationen erhöht
sich und die Zahl der jungen Leute wird geringer. Wie sichern wir die Zukunft unseres
Vereins und unseres Dorfes? Wie binden wir die junge Generation besser ein? „Wach-
machen fürs Dorf“ oder „Jugendbeteiligungs-Projekt“ hießen die Antworten auf diese
Fragen in unserer Nachbargemeinde Süderwalsede und in Otersen.

Derartige Jugendbeteiligungs-Projekte „aus dem Dorf – für das Dorf und die Jugend“
wollen wir künftig stärker fördern und werden dafür Fördermittel in Höhe von ca. 5.000
€ in den Haushalt 2007 einstellen – im Interesse der Jugend und im Interesse unserer
Dörfer. Mit einem „Belohnungssystem“ wollen wir die Zuverlässigkeit der Jugend fördern
und stärker mit der Jugend – statt nur über die Jugend zu reden. Für künftige Ferien-
programme wünsche wir uns mehr bedarfsgerechte Angebote für „Ü14“-jährige Jugend-
liche.

Fit machen für die berufliche Zukunft


Durch stärkere Kooperationen zwischen Schule und Mittelstand wollen wir die Zukunfts-
fähigkeit der jungen Generation verbessern, sie frühzeitig an die Praxis heranführen und
den Übergang ins Berufsleben erleichtern. Unternehmen können Defizite in der Schul-
bildung aufzeigen und die Schule kann die Lerninhalte praxisorientiert anpassen.

Nahversorgung in den Dörfern sichern


„Sterbende Dörfer“ lassen sich am Besten durch eine gute Nahversorgung vor Ort ver-
hindern. Mit drei Bäckereien in Kirchlinteln, Holtum (Geest) und Luttum, mit den Lebens-
mittel-Einzelhändlern in Neddenaverbergen, Hohenaverbergen und Kirchlinteln sowie
den beiden Supermärkten in Kirchlinteln und den Dorfläden „von Bürgern für Bürger“ in
Bendingbostel und Otersen sind die Einwohner in unserer Gemeinde vergleichsweise
noch gut versorgt. Aber: In Armsen wurde das letzte Lebensmittelgeschäft geschlossen.
Dankbar sind wir auch unseren Ortsvorstehern, die unsere Bürger mit Verwaltungs-
Dienstleistungen vor Ort versorgen. Vergleichsweise gut ist auch die Versorgung mit
Bank-Dienstleistungen durch insgesamt 7 Sparkassen- und zwei Volksbank-Filialen. Für
den Erhalt dieser Nahversorgung mit Waren und Dienstleistungen werden wir uns ein-
setzen, um ein Stück Lebensqualität „nah und gut“ zu erhalten.
Senioren-Programm
In vertrauter Umgebung den 3. Lebensabschnitt
genießen, dass ist auch weiterhin unser Ziel für
eine immer größer, älter und aktiver werdende
Bevölkerungsgruppe der Senioren. Die mobilen
Dienstleistungen für die Senioren in den Ort-
schaften sollen weiter verbessert werden. Die
Diakonie-Station und andere Anbieter von
Dienstleistungen haben die Unterstützung
der Gemeinde verdient. 2007 soll von der Gemeinde ein Senioren-Programm erstellt
und allen Senioren angeboten werden. Darin sollen alle Angebote, Dienstleistungen
und Veranstaltungen für Senioren transparent dargestellt werden.

Öffentlicher Personennahverkehr: Mobilität erhalten – Angebote bündeln


In unserer flächengroßen Gemeinde Kirchlinteln ist der Öffentliche Personennahverkehr
von besonderer Bedeutung. Das jetzige Angebot mit Schulbussen, Linienbussen, Stadt-
bus und Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist beispielhaft für eine ländliche Gemeinde. Bei den
Stadtbus-Linien haben wir Verbesserungen angestrebt und sind vom Konzept der
Gutachter enttäuscht, weil die Nachteile eher überwiegen, einige Dörfer „abgehängt“
werden sollen und der Gemeinde zusätzliche Kosten entstehen würden. Da werden wir
nicht zustimmen!

Wir wollen weiterhin gute Bus-Verbindungen für alle 17 Ortschaften und trotzdem Ver-
besserungen bei den Stadtbus-Linien. Bevor neue (Ersatz-)Angebote wie z.B. „Anruf-
Linien-Taxi“ (ALT) oder „Bürger-Bus“ realisiert werden, müssen die bestehenden Ange-
bote künftig nicht nebeneinander, sondern stärker vernetzt und optimiert angeboten
werden.

in Regionen und Netzwerken denken – lokal handeln


Kirchturmsdenken bringt uns im 21. Jahrhundert nicht weiter. Wir wollen lokal handeln,
die Herausforderungen der Zukunft aber in Regionen und mit Hilfe von Netzwerken
meistern. Die Zusammenarbeit in den Regionen „Aller-Leine-Tal“ und „Hohe Heide“
wollen wir konsequent fortsetzen. Das „Niedersächsische Dorfladen-Netzwerk“ mit Sitz in
unserer Gemeinde und mit Ministerpräsident Christian Wulff als Schirmherr pflegt in-
zwischen bundesweite Kontakte. Die dort gesammelten Erfahrungen werden uns helfen,
die Nahversorgung mit Waren und Dienstleistungen in unserer Gemeinde zu sichern und
zu verbessern.

Bürgergesellschaft und Ehrenamt


Mit der Gemeindereform 1972 und dem Zusammenschluss von 17 ehemals selbst-
ständigen Gemeinden zur „Groß-Gemeinde“ Kirchlinteln ging auch ein Stück Identifi-
kation und Eigenverantwortung in den Ortschaften verloren. „Das soll ´mal Kirchlinteln
machen“, hieß es damals. Die Zeiten, in denen die Gemeinde / der Staat alles richten
konnte, sind aber in Zeiten knapper Kassen längst vorbei. Dörfer und Gemeinden,
ƒ in denen sich Einwohner in Bürgergesellschaften organisieren und die ihre eigene
Zukunft selbst gestalten
ƒ in denen sich viele Bürger ehrenamtlich im sozialen Bereich, in Sport- und
Schützenvereinen, für die Feuerwehr und in der Kirchengemeinde engagieren
haben sich positiv entwickelt.
„Frage nicht, was das Dorf/die Gemeinde für Dich tun kann,
frage was Du für das Dorf und die Gesellschaft tun kannst“
wird zunehmend zum Leitspruch werden müssen. Aus „Du bist Deutschland“ dürfte
zunehmend die Erkenntnis „Du bist Kirchlinteln“ werden.
In den Dörfern und in unserer Gemeinde müssen wir die Probleme im ländlichen Raum
als Herausforderung begreifen, gemeinsam mit den Bürgern Ideen entwickeln und
gemeinsam anpacken, um die Zukunft vor Ort positiv und lebenswert zu gestalten.
Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement werden wir künftig noch stärker
fördern.

Feuerwehren helfen Bürgern: Freiwillig ist unbezahlbar


Die Aufgabenstellungen für unsere 13
Ortsfeuerwehren werden immer vielfältiger
und anspruchsvoller. Längst geht es nicht
mehr nur um „Löschen“, sondern immer
öfter um „Retten“, „Schützen“ und
„Bergen“. Unsere Freiwilligen Feuerwehren
haben es deshalb verdient, dass wir die zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Mittel und
das technische Gerät zur Verfügung stellen. Wir freuen uns über die bevorstehende
Gründung der 8. Jugendfeuerwehr, wollen alle 13 Ortsfeuerwehren erhalten und haben
die finanzielle Mittel für ein neues Tanklöschfahrzeug in Kirchlinteln und für ein neues
Feuerwehrhaus in Weitzmühlen fest eingeplant. Wir statten die Feuerwehren angemes-
sen aus, damit unsere ehrenamtlichen Helfern den in Not geratenen Mitbürgern auch in
Zukunft optimal helfen können.

Jugend- und Sportförderung garantiert


Die Förderung der 1.800 Jugendlichen in den Sport- und Schützenvereinen mit 10 € pro
Jugendlichem jährlich werden wir beibehalten. Eine Garantie übernehmen wir auch für
die Zuschüsse für Übungsleiter und Jugendfreizeiten, weil die gute, ehrenamtliche
Jugendarbeit der Vereine nie durch hauptamtliche Kräfte ersetzt werden könnte –
geschweige denn so kostengünstig. Die Sportförderung mit jährlich 25.000 € Zu-
schüssen in die Sportstätten werden wir fortschreiben und damit für unsere Bürger
unverändert in die Infrastruktur investieren.

mehr Eigenverantwortung für die 17 Ortschaften


Die Eigenverantwortung in unseren 17 Ortschaften wollen wir stärken. Dazu zählen auch
die Erweiterungen der Befugnisse der Ortsvorsteher. Kleine Reparaturen und Erhaltungs-
maßnahmen sollen ohne die jetzigen bürokratischen Verwaltungswege vor Ort schnell
entschieden und erledigt werden. Über Dorf-Etats und Ortschaftsmittel entsprechend der
Einwohnerzahl wollen wir beraten. Die Verschlankung von Verwaltung spart Kosten und
stärkt die Eigenverantwortung unserer Dörfer und Bürger.

Neues Leben in alten Gebäuden


Der Strukturwandel in der Landwirtschaft sorgt zunehmend für Leerstehende,
ungenutzte Gebäude entlang der Dorfstraßen. In größeren Dörfern und Grundzentren
wie Kirchlinteln sorgt jetzt auch der Strukturwandel im Einzelhandel für „Leerstand“.
Negative Veränderungen des Dorfbildes im alten Ortskern sind die Folge. Das fördert
nicht gerade die Attraktivität eines Dorfes und einer Gemeinde.

Wir wollen nicht nur Fachwerkgebäude erhalten, sondern „Neues Leben“ und neue
Nutzungen in alter Bausubstanz ermöglichen. Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir
ƒ die Dorferneuerung
ƒ die neuen EU-Förderungen ab 2007 („Aller-Leine-Tal“ und „Hohe Heide“)
sowie die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus nutzen.

„Da lebe ich – da gehöre ich gerne hin“


Ein intaktes Dorfbild, lebendige Ortskerne mit Dienstleistungs-Angeboten, Einkaufsmög-
lichkeiten und einem kulturellen Angebot bieten vielfältige Vorteile für
ƒ die Identifikation der Einwohner mit ihrem Wohnort
ƒ die Nutzung der Chancen des Sanften Tourismus
„Da lebe ich – da gehöre ich gerne hin“ beschrieb ein Bürger aus Kirchlinteln die Not-
wendigkeit zur positiven Entwicklung der „Historischen Ortsmitte“ in Kirchlinteln.
Das „Fundament“ für das Projekt „Historische Ortsmitte“ wurde von Einwohnern beim
CDU-Bürgerforum im Sommer 2005 auf dem Hof von Ortsvorsteher Joachim Köhler in
Kirchlinteln gelegt und von der CDU weiterentwickelt. Wir haben die Chancen ausgelotet,
konkrete Ideen-Skizzen erstellt, Behörden eingebunden und das Projekt im Gemeinderat
diskutiert.

Gute Ideen von Bürgern wollen wir auch künftig aufgreifen und realisieren. Wir setzen
uns für eine positive Entwicklung unserer Wohnorte ein, damit über 10.600 Einwohner
gerne in ihrer Heimatgemeinde leben.
„Historische Mitte“ & Lintler Krug: Vision – Realisation - Kritik
Wer in Deutschland „Neue Wege“ gehen will,
ungewöhnliche Ideen hat oder besondere
Projekte anschieben will, wird leider allzu oft
mit Kritik belegt und hört „Das geht nicht, weil
…“. Während es viele Menschen gibt, die
genau wissen, warum etwas nicht geht –
beschreiten wir einen anderen Weg. Wir
lassen uns von Bedenkenträgern nicht beirren.
Wir entwickeln Visionen für die Menschen in unserer Gemeinde und arbeiten intensiv an
deren Verwirklichung. Konstruktive Kritik binden wir mit ein und optimieren das Konzept.
Wir wollen nicht wissen, warum etwas nicht geht –
sondern wir wollen viel tun, damit aus Visionen Wirklichkeit wird.
Das Projekt „Historische Ortsmitte“ in Kirchlinteln mit dem 4.000 qm großen Grundstück
und über 1.000 qm Nutzfläche in mehreren Ortsbildprägenden Gebäuden ist eine ein-
malige Chance, die wir nutzen sollten.
In vielen Ortschaften sind in den letzten Jahrzehnten viele beispielhafte Investitionen in
die Zukunft unserer Dörfer getätigt worden:
ƒ Müllerhaus an der Schmomühle in Brunsbrock,
ƒ Dörpshus in Sehlingen,
ƒ Feuerwehrhaus-Neubau neben dem Schützenhaus = neues Dorfzentrum Heins,
ƒ Ausbau „Alte Schule“ mit Kindergarten und Sportraum in Otersen,
ƒ Dorfgemeinschaftshaus in Holtum (Geest),
ƒ Sportanlage des Schützen- und Sportvereins Neddenaverbergen,
ƒ Dorfscheune in Luttum,
ƒ Neues Feuerwehrhaus mit Jugendraum in Hohenaverbergen
ƒ und aktuell das neue Dorfgemeinschaftshaus in Armsen
Alle genannten Projekte waren nur möglich und finanzierbar weil:
9 Mutige Vereinsvorstände und Bürger Visionen für die Zukunft entwickelten,
9 der Gemeinderat diese Zukunftspläne mit Augenmaß unterstützte,
9 Bürger und Vereinsmitglieder erhebliche Eigenleistungen erbrachten und
9 die Gemeinde EU-Zuschüsse und Dorferneuerungsmittel nutzen konnte.
Dies sind auch die erforderlichen „Zutaten“, um das neue Zukunftsmodell „Historische
Ortsmitte“ in Kirchlinteln zu realisieren. Wenn sich die Kirchlintelner Bürger für das
„Neue Leben“ in ihrem alten Ortszentrum engagieren, dann wird aus diesem Projekt ein
Modell-Projekt des Landes Niedersachsen und für unsere ganze Gemeinde ein Gewinn.
Wir versprechen:
¾ Finanziell wird sich die Gemeinde bei der Ortsmitte nicht übernehmen,
¾ deshalb soll das „Aula-Grundstück“ in der Schulstraße verkauft werden!
¾ Steuererhöhungen für Ortsmitte und „Lintler Krug“ wird es nicht geben!
¾ Die Gemeinde wird keine Gastwirtschaft betreiben oder subventionieren!
¾ Die Ortsmitte und das Krug-Grundstück sollen neue Angebote für Familien,
Touristen, für die Jugend, für Senioren …. für alle bieten!
Bau von Radwegen
Wir setzen uns im Gemeinderat, im Kreistag und gegenüber dem Land Niedersachsen
in den nächsten fünf Jahren für den Bau von neuen Radwegen entlang der
• Kreisstraßen
¾ von Kirchlinteln-Deelsen nach Holtum (Geest)
¾ von Armsen nach Luttum und weiter nach Weitzmühlen
¾ von der L 160 nach Armsen
• Landesstraßen
¾ von Klein-Linteln über Kohlenförde, Bendingbostel, Schafwinkel bis Kreisgrenze
ein, um Schulwege „per Rad“ sicherer zu gestalten, den Kleinbahnbezirk auch für
Radfahrer besser mit Kirchlinteln und der „Lintler Geest“ zu verbinden und um den Rad-
Tourismus weiter zu fördern.

Neue Wege beim Radweg-Bau wollen wir an der Kreisstraße zwischen der Abzweigung
Neuenförde über Kükenmoor möglichst bis Kohlenförde gehen. Wir wollen prüfen, ob
hier ein gut verdichteter, so genannter „touristischer“ Radweg entstehen kann, ähnlich
wie der auf der alten Bahntrasse zwischen Hülsen und Rethem ausgebaute Aller-Rad-
weg. Örtliche Grundstückseigentümer könnten bezüglich des Flächenbedarfs zum
Gelingen beitragen, damit ein Langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen kann.

Nachhaltiger Umgang mit Natur und Landschaft


„Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern nur von unseren Kindern
gepachtet“ – nach dieser Weisheit alter Indianer wollen wir Natur und Landschaft
nachhaltig entwickeln und schonen. Unser Ziel ist weiterhin ein Flächen-Pool für Aus-
gleichsmaßnahmen - statt eines Flicken-Teppichs von kleinen Ausgleichsflächen. Natur
und Landschaft sind ein wertvoller Schatz in unserer Gemeinde, der waldreichsten im
ganzen Landkreis. Diesen „Schatz“ wollen wir bewahren und positiv entwickeln.
Wir setzen uns auch weiterhin für Naturschutz und Landschaftsschutz mit den Land-
wirten und nicht gegen die Landwirte ein, weil die heimische Landwirtschaft auch einen
großen Beitrag für die Kulturlandschaft leistet.
Unsere „grünen“ Dörfer wollen wir
gemeinsam mit den Bürgern ent-
wickeln und sind stolz auf unsere
Niedersächsischen Modelldörfer
Bendingbostel und Hohenaverbergen
beim Projekt „Bäume erhalten –
Dörfer gestalten“. Auf den Erlass einer Baumschutz-Satzung wollen wir auch künftig
verzichten und unsere Bürger und Eigentümer der alten Bäume und Eichenhaine bei
Pflege und bei Neuanpflanzungen unterstützen.

Neue Wohnbauflächen für junge Familien in den Dörfern

Junge Familien wollen wir in unseren Ortschaften halten und in


unserer Gemeinde insgesamt Platz zum Bauen und Leben geben,
damit wir den Folgen des demographischen Wandels, also der
Überalterung der Gesellschaft, begegnen und unsere Dörfer jung
halten können. Neue Wohngebiete wird es in den nächsten Jahren
in Kirchlinteln, Luttum, Bendingbostel, Neddenaverbergen,
Hohenaverbergen und Armsen geben. Aber auch in kleineren
Dörfern wie Kükenmoor, Sehlingen oder Wittlohe wollen wir
Neubauten ermöglichen. Innenbereichssatzungen wollen wir er-
weitern und Bauen in der 2. Reihe oder im Garten der Eltern
ermöglichen, wo es sinnvoll ist. Die Umnutzung alter Bausubstanz
zu Wohnzwecken wird ein weiterer Schwerpunkt zur Belebung der
alten Dorfkerne.
Beim Energieverbrauch sparen und Bio-Energie fördern
Für Haus-Eigentümer, Mieter und die Gemeinde als Eigentümerin vieler großer Gebäude
sowie für alle Kraftfahrer explodieren die Energiekosten. Wir wollen uns stärker aus der
Abhängigkeit der teuren Energieträger wie Öl und Gas aus den Krisenregionen dieser
Welt verabschieden und konsequenter Erneuerbare Bio-Energien (Sonne, Holz, Biogas
und Bio-Kraftstoffe) nutzen. Damit immer mehr Bürger die umweltfreundlichen Energien
von der Sonne, aus dem Wald und vom Acker nutzen können, wollen wir die Rahmen-
bedingungen schaffen. Unsere Ziele sind
ƒ in neuen Wohngebieten stärkere Ausrichtung der Neubauten zur Sonnenseite,
damit Passivhäuser, Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung und Solarthermie-
Anlagen zur Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung optimaler genutzt
werden können
ƒ möglichst Realisierung einer Solar-Siedlung
ƒ Baugebiete mit Nahwärme-Versorgung aus Biomasse-Heizwerken (Holz-Heizungen
oder Wärme aus Biogas-Anlagen)
ƒ Bauliche Maßnahmen zur Energie-Einsparung
ƒ Tankstelle(n) mit Bio-Kraftstoffen
Die Ausgaben für Energie sollen stärker im heimischen Wirtschaftskreislauf bleiben und
nicht im Wüstensand in Krisengebieten versickern.

Wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze


Die Gemeinde Kirchlinteln soll keine Gemeinschaft von Schlafdörfern werden, deshalb
sind wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze in unserer Gemeinde und in Nachbar-
gemeinden bzw. –Städten wie Verden wichtig. Wir hoffen, die gemeinsame Planung
mit Verden für das Gewerbegebiet Finkenberg-Weitzmühlen endlich zum Erfolg führen
zu können. Potenziale sehen wir auch nahe der Autobahn-Abfahrt Verden-Ost auf
Kirchlintelner Gebiet, die baldmöglichst genutzt werden sollen. Wir wollen alles tun, um
das in unserer Gemeinde ansässige Handwerk und Gewerbe, den Handel, die Dienst-
leister und den Mittelstand in unserer Gemeinde zu halten.

Schlanke, effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung


An der Spitze des Rathauses ist zum 1.11.2006 unbedingt ein Wechsel erforderlich,
damit die Verwaltungsmitarbeiter künftig wieder besser informiert und motiviert werden.
Als neue Rathaus-Chefin benötigen wir eine Persönlichkeit, die vertrauensvoll und
gemein- sam mit Mitarbeitern und Ratsmitgliedern die Zukunft aktiv gestaltet. Die
Gemeinde-verwaltung wünschen wir uns schlank, effizient und bürgerfreundlich.
Kosteneinsparun-gen ist unser Ziel. Maßnahmen, die der jetzige Amtsinhaber nicht
angepackt hat, müssen schnellstens erledigt werden. Dazu zählt u.a. auch die Ein-
führung eines Betrieblichen Vorschlagwesens, damit wir endlich das Wissen und die
Kreativität engagierten Mitarbeiter in Rathaus, Bauhof, Schulen und Kindergärten nutzen
können. Gute Vorschläge wollen wir honorieren.

Den Bauhof wollen wir von unnötiger Verwaltung und langen Entscheidungswegen be-
freien. Im Interesse der Bürger muss eine Kosten- und Aufgabenkritik durchgeführt
werden. Betriebswirtschaftliche Grundsätze werden allein schon durch die Einführung der
kaufmännischen Buchführung für mehr Transparenz sorgen.

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld der Bürger:


Die CDU-Mehrheiten im Gemeinderat seit 1972 haben stets einen verantwortlichen
Umgang mit dem Geld der Bürger praktiziert, deshalb sind
¾ die Steuer-Hebesätze unter dem Landes-Durchschnitt
und
¾ die Pro-Kopf-Verschuldung sogar deutlich unter dem Landes-Durchschnitt.
Diese Tradition einer soliden Haushaltsführung wird sich die neue CDU-Ratsfraktion
verpflichtet fühlen. Kostensenkungen sind dabei das Gebot der Stunde. Zukünftige
Steuererhöhungen können wir zwar nicht ausschließen, sind aber das letzte Mittel.
Um Steuererhöhungen vermeiden oder zumindest maßvoll halten zu können, werden
wir gegensteuern. Intensiv werden wir die Möglichkeit einer Privatisierung des Schmutz-
wasser-Kanals prüfen. Eine „meistbietende Versteigerung“ zu Lasten der Bürger an
irgendeinen Privat-Anbieter ist damit auf keinen Fall gemeint. Wir denken an eine
Übertragung des Schmutzwasser-Kanals z.B. an den Trinkwasserverband Verden.
Dieser kommunalen Körperschaft (Tochter-Unternehmen der Gemeinde) haben die
kreisverdener Gemeinden ja bereits die Versorgung der Bürger mit Frischwasser und
die Abrechnung von Frischwasser und Schmutzwasser übertragen. Wir lassen uns
dabei von folgenden Zielsetzungen leiten:
• kein Verkauf um jeden Preis
• keine Verschlechterung bei Qualität und Leistung
• durch Verkauf keine Gebühren-Erhöhungen für Bürger
• jährliche Einsparungen für die Gemeinde, um daraus
• Steuer-Erhöhungen für Bürger vermeiden, zumindest
aber maßvoller gestalten zu können.

In wichtige Zukunftsprojekte werden wir investieren und dabei Prioritäten setzen,


damit wir die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde nicht aufs Spiel setzen.

Kirchlinteln, im August 2006

für die Richtigkeit:

Günter Lühning
Fraktionsvorsitzender