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BUCHHALTUNG UND STEUERN IN RUSSLAND
BUCHHALTUNG
UND
STEUERN
IN
RUSSLAND

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Paris St. Petersburg Wien Zürich

Inhalt Die russische Buchführung Steuern Seite 3 5 Steuersätze 5 Gewinnsteuer 5 Umsatzsteuer 7

Inhalt

Die russische Buchführung

Steuern

Seite

3

5

Steuersätze

5

Gewinnsteuer

5

Umsatzsteuer

7

Sozialversicherungssteuer

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Betriebsunfallversicherung

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Einkommensteuer/Lohnsteuer

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Vermögensteuer

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Vereinfachtes Besteuerungssystem

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Straf- und Bußgelder

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Barzahlungen

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Steuerliche Probleme bei der Gesellschaftsgründung

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Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen…………

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Steuerlicher Verlustvortrag

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Kosten in der Startphase ……………

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Vorsteuerüberhang…………

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Devisenkontrolle

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Obligatorischer Währungsverkauf

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Handelspass…

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Ein Land – Drei Währungen

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Exkurs: Personalverwaltung und -dokumentation

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Die russische Buchführung Alle Unternehmen in der Russischen Föderation, einschließlich Niederlassungen und

Die russische Buchführung

Alle Unternehmen in der Russischen Föderation, einschließlich Niederlassungen und Vertretungen ausländischer Gesellschaften ohne kommerzielle Geschäfts- aktivität, sind zur Buchführung verpflichtet. Die Buchführung ist auf Basis gesetzlich vorgeschriebener Formblätter zu gestalten (z.B. ein „Akt“ für alle durchgeführten Leistungen oder eine „Faktura-Rechnung“, die für umsatzsteuerliche Zwecke benötigt wird). Falls das Format eines Dokuments gesetzlich nicht vorgegeben ist, muss das Unternehmen das Dokument selbst entwerfen und durch eine interne Anordnung wirksam werden lassen.

Diese Einleitung mag sehr formal wirken, aber sie charakterisiert die Praxis der russischen Rechnungslegung, die stark durch „Form over Substance“ gekennzeichnet ist. Entscheidend sind in der russischen Rechnungslegungspraxis weniger wirtschaftliche Tatbestände als die formalen Anforderungen. Dies beginnt damit, dass der Kontenplan für ein Unternehmen nicht entsprechend den Anforderungen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit frei wählbar, sondern per staatliche Verordnung fest vorgeschrieben ist. Man kann davon ausgehen, dass bei einem gegebenen Geschäftsvolumen in der russischen Rechnungslegung im Vergleich zu den meisten westlichen Ländern etwa die doppelte Anzahl von Buchungen vorzunehmen ist und ein Vielfaches an Dokumenten gesammelt bzw. selbst erstellt werden muss.

Dies kann an folgenden Beispielen verdeutlicht werden:

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Körperschaftsteuererklärung (im Russischen „Gewinnsteuererklärung“ genannt) sowie die weiteren üblichen Steuererklärungen müssen bei den Behörden nicht jährlich, sondern jedes Quartal abgegeben werden. Ein Vertrag, z.B. ein Mietvertrag mit fest vorgesehenen monatlichen Zahlungen, ist für die Verbuchung als Aufwand nicht ausreichend. Auch die monatliche Rechnung des Vermieters ist nicht hinreichend. Auf Basis dieser Rechnung wird zwar die Zahlung ausgeführt, der Zahlungsabgang von der Bank wird aber zunächst als Vorauszahlung und damit als Forderung an den Vermieter verbucht. Erst wenn der Vermieter am Monatsende die

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sogenannte Rechnungs-Faktura und den sogenannten Akt, eine Art Protokoll über die erbrachte Leistung, vorlegt und

sogenannte Rechnungs-Faktura und den sogenannten Akt, eine Art Protokoll über die erbrachte Leistung, vorlegt und der Generaldirektor des Mieters diesen ebenfalls unterschrieben und abgestempelt hat, kann die Buchhaltung die Mietkosten vom Vorauszahlungskonto auf das Aufwands- konto umbuchen. Zahlungen aus dem Ausland und ins Ausland unterliegen der Währungskontrolle. Für alle Zahlungen mit einem Betrag ab 5000 USD (inkl. Umsatzsteuer) müssen vor deren Ausführung der zugrunde liegende Vertrag, die konkrete zugrunde liegende Rechnung und darüber hinaus umfangreiche Formblätter (ein so genannter Handelspass) bei der Bank eingereicht werden. Aufgrund der Fülle von z.T. nicht eindeutigen Vorschriften sind die Anforderungen der einzelnen Banken oftmals unterschiedlich. Neben den üblichen handelsrechtlichen Abschlüssen, Steuererklärungen und Berichten an die Sozialversicherungsbehörden, müssen überdies umfangreiche Berichte an die Statistikbehörden geliefert werden. Zum Ende des Quartals ergibt dies mehr als 15 Berichte, die bei Behörden abgegeben werden müssen. Eine Übersicht dieser Berichte senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu. Da in gewissem Umfang auch Wahlrechte existieren, sowohl in der handelsrechtlichen als auch in der steuerrechtlichen Handhabung, muss jedes Unternehmen seine Buchhaltungsprinzipien jährlich niederschreiben und dann auch strikt nach diesen Regeln verfahren. Diese Prinzipien sind auch der Steuerbehörde mitzuteilen. Aufwandsabgrenzungen, wie sie im Westen üblich sind, werden in Russland bisher nur sehr rudimentär praktiziert. Es ist zwar gesetzlich schon erlaubt, nach IAS zu bilanzieren, aber davon ist in der Praxis gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen bisher wenig zu sehen.

Die russische Buchhaltung ist stark durch steuerliche Vorschriften geprägt. Dies ist ein Erbe der Sowjetzeit, denn damals waren Abschlüsse ausschließlich für staatliche Institutionen bestimmt.

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Steuern Steuersätze Gewinnsteuer (Körperschaftsteuer) 20% Umsatzsteuer 0%/10%/18% Dividendensteuer

Steuern

Steuersätze

Gewinnsteuer (Körperschaftsteuer)

20%

Umsatzsteuer

0%/10%/18%

Dividendensteuer (Quellensteuer)

15%, je nach Doppelbesteuerungsab-

Vermögensteuer (auf Anlagevermögen)

Einkommensteuer (keine Progression, kaum Ausnahmen)

Sozialversicherungssteuer

Gewinnsteuer

kommen Reduzierung bis auf 5% möglich

bis zu 2,2%

13% (Steuer-Resident)

30% (nicht Steuer-Resident)

26%

max.

-

2%

(Beitragsbemessungsgrenze

Rubel)

min.

415.000

Russische und ausländische Unternehmen unterliegen der Gewinnsteuer (vergleichbar mit der Körperschaftsteuer in Deutschland). Der Gewinn wird als Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben definiert. Der Steuersatz beträgt einheitlich 20%. Die Vorschriften für die Steuerbuchführung unterscheiden sich oftmals von den Regelungen der handelsrechtlichen Buchführung, so z.B.:

In der handelsrechtlichen Buchführung werden Zölle, die von einem Unternehmen beim Import gezahlt werden, den Anschaffungskosten zugerechnet. In der Steuerbuchführung kann der Zoll hingegen als Ausgabe der laufenden Periode verbucht werden. Ähnliches gilt für Transportkosten, die bis zum Erreichen der russischen Föderation entstehen. Zölle auf importiertes Anlagevermögen werden sowohl in der Handels- als auch in der Steuerbilanz verbucht. Zinsen eines Kredites zum Wareneinkauf sind in der handelsrechtlichen Buchführung in die Anschaffungskosten einzurechnen. In der Steuerbuch- führung werden sie als Ausgaben der laufenden Periode angesetzt. Innerhalb Russlands sind Reisekosten nur teilweise steuerlich abzugsfähig. Seit Januar 2009 ist für Geschäftsreisen innerhalb und außerhalb von

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Russland durch eine interne Anweisung ein maximaler täglicher Spesenbetrag festzulegen. Taxikosten und Fahrten mit

Russland durch eine interne Anweisung ein maximaler täglicher Spesenbetrag festzulegen. Taxikosten und Fahrten mit Nahverkehrsmitteln sind oftmals nicht abzugsfähig. Voll abzugsfähig sind dagegen Bahn- und Flugkosten und Hotelkosten auf Grundlage von Belegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der reisende Mitarbeiter am Zielort vom besuchten Unternehmen ein Reiseformular mit Stempel abzeichnen lassen muss. Seit Januar 2005 gibt es bei Reisen ins Ausland unterschiedliche Höchstsätze für steuerlich anrechenbare Hotelkosten; für Deutschland liegen diese bei 200 Euro bei der Budgetierung einer Reise, die Abrechnung erfolgt aber auf Basis der Rechnung. Für die meisten Kategorien von Anlagevermögen ist zum Zeitpunkt des Erwerbs eine einmalige Abschreibungsprämie von 10% (und in bestimmten Fällen 30%) zulässig. Wenn ein Steuerzahler diese Abschreibungsprämie nutzt, werden nur noch 90% bzw. 70% des historischen Buchungswertes als Verrechnungsbasis für die künftige Abschreibung angesetzt. Es ist zu beachten, dass die 30% Abschreibungsprämie von den Steuerbehörden zurückgenommen werden kann, falls das Anlagevermögen innerhalb von 5 Jahren stillgelegt wird. Zahlungen an die Mitglieder des Vorstands sind nicht von der Gewinnsteuer abzugsfähig.

Einzelne Ausgabenarten mindern den steuerpflichtigen Gewinn nur bis zu gewissen Höchstsätzen, so z.B.:

Diverse Marketing- und Werbekosten sind nur begrenzt abzugsfähig.

Bewirtungskosten bis zu 4% der Lohnkosten.

Beiträge des Arbeitgebers zu freiwilliger Lebens- und Rentenversicherung der Mitarbeiter bis zu 12% der gesamten Lohnkosten.

Beiträge des Arbeitgebers zu einer freiwilligen Krankenversicherung der Mitarbeiter bis zu 6% der gesamten Lohnkosten (seit dem 1.Januar 2009).

Erstattungen von Schulungs- oder Ausbildungskosten von künftigen Mitarbeitern sind steuerlich absetzbar, sofern innerhalb von 3 Monaten nach Schulungsende ein Arbeitsvertrag unterzeichnet wird, und das Arbeitsverhältnis mindestens ein Jahr dauert. Die Voraussetzung, die

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erhöhte Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters zu beweisen, um die Kosten steuerlich absetzen zu können, besteht nicht

erhöhte Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters zu beweisen, um die Kosten steuerlich absetzen zu können, besteht nicht mehr. Gehaltsbestandteile für die Zahlung von Hypothekenzinsen sind bis zu 3% der gesamten Lohnkosten absetzbar.

Vorauszahlungen auf die Gewinnsteuer sind vierteljährig zu leisten, ausgehend vom Gewinn im vorhergehenden Quartal. Wenn allerdings der Umsatz in den vier vorangegangenen Quartalen im Durchschnitt über 3.000.000 Rubel (etwa 66,5 T€) lag, ist die Vorauszahlung monatlich durchzuführen. Ein Unternehmen hat auch das Recht, die Gewinnsteuer monatlich auf Basis der tatsächlichen Gewinne und Verluste zu zahlen.

Gewinnsteuererklärungen sind vierteljährlich einzureichen, und zwar jeweils bis zum 28. des auf das Quartal folgenden Monats. Die Jahressteuererklärung ist bis zum 28. März des Folgejahres abzugeben. Innerhalb dieser Frist muss auch die Steuer entrichtet werden.

Umsatzsteuer

Unternehmen (außer umsatzsteuerbefreiten Unternehmen) müssen Umsatzsteuer verrechnen und zahlen. Die meisten Waren und Dienstleistungen sind umsatzsteuerpflichtig. Der Regelsteuersatz beträgt 18%, der verminderte Umsatzsteuersatz beträgt 10%, auf Warenexporte 0%.

Allgemein folgt das Umsatzsteuerrecht in der Russischen Föderation dem gleichen Prinzip wie in der EU. Es gibt jedoch einige wesentliche Unterschiede.

Um sich die Vorsteuer vom Finanzamt erstatten lassen zu können (d.h. mit der abzuführenden Umsatzsteuer zu verrechnen), ist die so genannte Faktura-Rechnung des Lieferanten erforderlich, die wichtige Informationen wie zum Beispiel die Steuernummer beinhaltet. Beim Import von Waren aus dem Ausland muss Einfuhrumsatzsteuer entrichtet werden. Diese ist sofort zu zahlen, andernfalls gibt der Zoll die Ware nicht frei. Diese Einfuhrumsatzsteuer kann als Vorsteuer geltend

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gemacht werden, aber erst nach Erhalt der Ware und der gesamten Zollabwicklung. D.h. eine sofortige

gemacht werden, aber erst nach Erhalt der Ware und der gesamten Zollabwicklung. D.h. eine sofortige Verrechnung der Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer ist nicht möglich. Vorsteuer, die auf Gegenstände des Anlagevermögens oder Anlagen im Bau bezahlt wird, kann erst geltend gemacht werden, wenn das Anlagegut als solches verbucht ist und auch genutzt wird. Alle Anschaffungen müssen zunächst als Anlagen im Bau in der Kontenklasse 08 verbucht werden, wenn sie dann genutzt werden und somit fertig gestellt sind, werden sie umgebucht auf die Kontenklasse 01. Dazu ist ein formelles Dokument erforderlich. Auf Werbegeschenke, auch Kataloge, muss Umsatzsteuer auf den Marktwert berechnet werden, auch wenn sie kostenlos abgeben werden. Falls es keinen Marktwert gibt, sind mindestens die Kosten als Basis anzusetzen. Im Rahmen des Antikrisenpakets für das Jahr 2009 hat die russische Regierung eine Reihe von Ausnahmen für die Umsatzsteuer auf importierte Technologie eingeführt.

Die Umsatzsteuererklärung ist quartalsweise abzugeben. Die Steuer ist spätestens bis zum 20. der drei auf ein ablaufenes Quartal folgenden Monate zu zahlen, und soll jeweils als ein Drittel der Umsatzsteuer eines Quartals betragen.

Sozialversicherungssteuer

Das neue Modell der „Sozialabgabe“ ersetzt ab dem 01. Januar 2010 das bisherige System der „Einheitlichen Sozialsteuer“ in der Russischen Föderation. Die weitreichenden Änderungen der Prozentsätze treten ab 2011 in Kraft. Die administrative Kontrolle ist ab 2010 von der Steuerbehörde auf die Renten- und Sozialfonds übertragen und ähnelt somit dem ehemaligen Modell der russischen Sozialabgabe bis zum Jahr 2001.

Bisher war der Prozentsatz der einheitlichen Sozialsteuer regressiv, d.h. bei einem jährlichen Einkommen bis zu 280.000 Rubel betrug der Gesamtsatz 26%, für das

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280.000 Rubel überschreitende Gehalt 10% und über 600.000 Rubel wurden mit 2% des Gehalts besteuert.

280.000 Rubel überschreitende Gehalt 10% und über 600.000 Rubel wurden mit 2% des Gehalts besteuert.

Sowohl bisher als auch unter dem neuen Sozialabgabesystem sind die Abgaben im vollen Umfang durch den Arbeitgeber zu tragen. Dazu gehören:

Zahlungen an die Rentenversicherung Zahlungen in den Sozialversicherungsfond Zahlungen in den Föderationsfond für
Zahlungen an die Rentenversicherung
Zahlungen in den Sozialversicherungsfond
Zahlungen in den Föderationsfond für Krankenversicherung sowie
Zahlungen in den Regionalfond für Krankenversicherung

Abschaffung der regressiven Besteuerung Das neue Gesetz zur Sozialabgabe in der Russischen Föderation schafft die bisherige regressive Staffelung der Besteuerung der Gehälter ab und führt eine Flatrate ein. Demnach sind Unternehmen dazu verpflichtet, Sozialabgaben bei Löhnen bis 415.000 Rubel pro Jahr zu entrichten, alle Gehälter die über dieser Summe liegen sind von der Sozialabgabe befreit. Die Russische Regierung kann diese Gehaltsstufe ab dem 01. Januar 2011 im Falle steigender Durchschnittslöhne anpassen. Der einheitliche Prozentsatz liegt ab dem 01. Januar 2010 bei 26%, ab 2011 sind 34% vorgesehen.

Die Sozialabgaben werden folgendermaßen aufgeteilt:

Aufgrund der Krise wurden für das Jahr 2010 Übergangsraten festgelegt.

20%

2,9% in den Sozialversicherungsfond 1,1% in den Föderationsfond für Krankenversicherung 2,0% in den Regionalfond für Krankenversicherung

26%

gehen in den Rentenfond

Insgesamt

Prozentsätze ab 2011

26%

2,9% in den Sozialversicherungsfond 2,1% in den Föderationsfond für Krankenversicherung 3,0% in den Regionalfond für Krankenversicherung

34%

in den Rentenfond

Insgesamt

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Dabei ist folgende Berichtdokumentation von den Arbeitgebern einzuhalten: Vierteljährlich müssen die Unternehmen die

Dabei ist folgende Berichtdokumentation von den Arbeitgebern einzuhalten:

Vierteljährlich müssen die Unternehmen die Erklärung über die berechneten Beiträge an die Renten- sowie Krankenversicherungsfonds am ersten Tag des zweiten Monats einreichen. Vierteljährliche Einreichung einer Erklärung über die berechneten Beiträge an den Sozialversicherungsfond am 15. des Folgemonats

Am 30. März 2010 müssen die Unternehmen eine Deklaration über die Zahlung der Rentenabgaben bei den Steuerbehörden einreichen. Nach einem dokumentarischen Audit werden die Resultate dem Rentenfond übergeben.

Sonderregelungen Für gewisse Wirtschaftssubjekte gelten reduzierte Prozentraten der Sozialabgaben. Die Artikel 57 und 58 listen diese Gruppen auf (zum Beispiel:

Residenten technisch innovativer Wirtschaftszonen oder Unternehmen, die die „Einheitliche Agrarsteuer“ bezahlen usw.)

Des Weiteren wurde im Gesetz festgelegt, dass gewisse Ausgaben von bestimmten Berufsgruppen (Musiker, Künstler) die Höhe der Sozialabgaben mindern. Dies erfordert eine spezifische Dokumentation.

Betriebsunfallversicherung

Neben den bisher aufgelisteten Zahlungen an die Fonds müssen alle Unternehmen auch Zahlungen für die Betriebsunfallversicherung leisten. Der Beitragssatz beträgt 0,2% bis 8,5% und hängt von der Tätigkeitsart des Arbeitnehmers ab. Für Handelsunternehmen beläuft sich der Satz z.B. auf 0,2%, für Verkehrs- und Speditionsunternehmen auf 0,7%.

Einkommensteuer / Lohnsteuer

Wenn ein Unternehmen den Mitarbeitern Gehalt auszahlt, muss es Einkommen- steuer/Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen. Der Steuersatz

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beträgt pauschal 13%, ohne wesentliche Freibeträge. Steuerausländer, d.h. Personen, die weniger als 183 Tage in

beträgt pauschal 13%, ohne wesentliche Freibeträge. Steuerausländer, d.h. Personen, die weniger als 183 Tage in Russland verbringen, haben eine Einkommensteuer von 30% ihres Einkommens in Russland zu zahlen.

Jedes Unternehmen ist verpflichtet, für alle Mitarbeiter einen Bericht über die angerechneten und ausgezahlten Gehälter und über die Summe der abgezogenen Steuer zu führen.

Innerhalb des Jahres sind die Unternehmen verpflichtet, die einbehaltene Steuer an die Steuerbehörde zu überweisen. Die Steuer ist an dem Tag zu entrichten, an dem das Gehalt überwiesen wird bzw. von der Bank abgehoben wird, sofern es den Mitarbeitern in bar ausgezahlt wird.

Am Ende des Jahres müssen die Unternehmen eine Auflistung der abgezogenen Summen in einem speziellen Formblatt bei den Steuerbehörden vorlegen. Diese Formblätter enthalten Informationen zu jedem einzelnen Mitarbeiter.

Vermögensteuer

Alle russischen und ausländischen Unternehmen, die Anlagevermögen in Russland besitzen, müssen Vermögenssteuer entrichten. Besteuert wird das Netto-Anlagevermögen, d.h. abzüglich Abschreibungen, es findet also anders als in den meisten westlichen Ländern, in denen eine Vermögensteuer noch existiert, keine Verrechnung von Aktiva und Verbindlichkeiten statt.

Der Steuersatz ist regional geregelt und kann bis zu 2,2% betragen. In Moskau wird der Höchstsatz erhoben.

Steuererklärungen sind Quartalsweise bis zum 30. des Folgemonats abzugeben. In Moskau ist die Steuerzahlung quartalsmäßig innerhalb von 30 Tagen nach Quartalsende fällig, und muss auch zum Jahresende bis zum 30. März des folgenden Jahres bezahlt werden.

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Vereinfachtes Besteuerungssystem Unternehmen, die nur einen Sitz und keine weiteren Niederlassungen oder Vertretungen in

Vereinfachtes Besteuerungssystem

Unternehmen, die nur einen Sitz und keine weiteren Niederlassungen oder Vertretungen in Russland haben, können ein vereinfachtes Besteuerungsver- fahren wählen. Dieses Verfahren sieht nur eine einzige Steuer vor, anstelle der sonst üblichen Steuern, wie der

Gewinnsteuer,

Umsatzsteuer (außer „Einfuhrumsatzsteuer“),

Sozialversicherungssteuer (außer Rentenversicherungsbeiträge),

Vermögenssteuer.

Bei Einführung des vereinfachten Systems muss das Unternehmen folgende Kriterien erfüllen:

Der Erlös darf 30 Mio. Rubel (666.000 Euro in Januar 2009) nicht übersteigen.

Der Restbuchwert des Anlagevermögens und der immateriellen Wirt- schaftsgüter darf 100 Mio. Rubel nicht übersteigen.

Andere Unternehmen sind am Stammkapital mit nicht mehr als 25% beteiligt. Für die meisten ausländischen Investoren scheidet die verein- fachte Besteuerung daher aus.

Im Durchschnitt werden weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Gewisse Unternehmen, wie zum Beispiel Banken und produzierende Unternehmen, dürfen die vereinfachte Besteuerungsmethode nicht anwenden.

Beim vereinfachten Steuersystem sind zwei Varianten der Besteuerung möglich:

1. Alle Einnahmen werden pauschal mit 6% besteuert. Als Einnahme gilt jeglicher Geldeingang (außer Eigenkapitaleinzahlungen und Darlehen) in der Kasse oder auf dem Bankkonto (Cash-Methode).

2. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ist steuerpflichtig. Der Steuersatz beträgt 15%. Dabei werden die Ausgaben erst nach ihrer Bezahlung berücksichtigt (Cash-Methode). Falls die Ausgaben mehr als die Einnahmen ausmachen, muss eine Mindeststeuer in Höhe von 1% der Einnahmen entrichtet werden. Ausgaben in diesem

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Zusammenhang sind genau definiert und nicht so umfassend wie im all- gemeinen Besteuerungssystem, d.h. ein

Zusammenhang sind genau definiert und nicht so umfassend wie im all- gemeinen Besteuerungssystem, d.h. ein größerer Teil der tatsächlichen Ausgaben ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die jährliche Steuererklärung muss bis zum 31. März des folgenden Jahres abgegeben werden. Die Steuerzahlung ist zum selben Termin zahlungspflichtig, und Quartalszahlungen müssen zum 25. des folgenden Monats bezahlt worden.

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Straf- und Bußgelder Bei Verletzung der Buchhaltungs- und Steuergesetzgebung der Russischen Föderation sind verschiedene

Straf- und Bußgelder

Bei Verletzung der Buchhaltungs- und Steuergesetzgebung der Russischen Föderation sind verschiedene Strafgelder vorgesehen, z.B.:

Bei Verletzung der Buchführungsregel (z.B. wenn vorgeschriebene Formblätter nicht erstellt wurden oder Transaktionen nicht korrekt erfasst wurden) beträgt die Strafe zwischen 5.000 und 15.000 Rubel für das Unternehmen und 2.000 bis 3.000 Rubel persönlich für den Hauptbuchhalter und/oder den Generaldirektor. Dabei geht es nicht um die Frage, ob eine Buchführungsregel zum Nachteil des Fiskus verletzt wurde. Entscheidend ist der Regelverstoß an sich, selbst wenn er zum Vorteil des Fiskus ist.

Bei Nichtzahlung (oder nicht vollständige Entrichtung) 20% der nicht ge- zahlten Summe.

Bei nicht fristgerecht eingereichter Steuererklärung 5% des zu entrichtenden Steuerbetrages pro Monat.

Falls ein Unternehmen die Steuer zu spät bezahlt, muss es Verzugszinsen in Höhe von 1/300 auf den Refinanzierungssatz der Zentralbank (derzeit 13 Prozent) für jeden Verspätungstag entrichten.

Wenn ein Unternehmen innerhalb von 2 Wochen nach dem festge- setzten Datum die Steuererklärung nicht abgegeben hat, ist der Leiter der Steuerbehörde berechtigt, die Girokonten des Unternehmens bei den Banken sperren zu lassen.

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Barzahlungen Wenn ein Unternehmen Geschäfte mit Bargeld abwickelt (Gehaltauszahlungen, Auslagenerstattungen an

Barzahlungen

Wenn ein Unternehmen Geschäfte mit Bargeld abwickelt (Gehaltauszahlungen, Auslagenerstattungen an Mitarbeiter etc.), muss es vorgeschriebene Kassen- dokumente für diese Geschäfte (Kasseneinnahmebeleg, Kassenausgabebeleg, Vorschussbeleg) anfertigen und ein sehr formales Kassenbuch führen. Für jede Transaktion muss ein sogenannter „Avansovij Otschjot“ erstellt werden, was in etwa einer Spesenabrechnung ähnelt.

Damit ein Unternehmen Bargeld in der Kasse halten darf, muss erst von der Hausbank ein so genanntes Kassenlimit genehmigt werden. Bei der Festsetzung des Limits wird von der Bank die Höhe der üblichen Bartransaktionen berücksichtigt. Wenn ein Unternehmen Geld für einen gewissen Zweck z.B. Gehaltszahlungen, die über dem Limit liegen, abhebt und nicht innerhalb von 3 Tagen auszahlt, muss das Geld wieder bei der Bank einbezahlt werden.

Wenn ein Unternehmen Bargeld aus Verkaufserlösen erzielt, muss es eine Registrierkasse besitzen. Dies gilt auch bei Einnahmen durch Kreditkarten. Ein- nahmen und Ausgaben dürfen nicht verrechnet werden, die Einnahmen müssen bei der Bank einbezahlt werden.

Barzahlungen zwischen Firmen oder zwischen einer Firma und einem unabhängigen Unternehmer dürfen 100.000 RUR (ca. 2.100 Euro in Januar 2009) nicht übersteigen.

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Steuerliche Probleme bei Gesellschaftsgründung Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen Wie in Deutschland (§8a KStG),

Steuerliche Probleme bei Gesellschaftsgründung

Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen

Wie in Deutschland (§8a KStG), gibt es auch in Russland so genannte Unterkapitalisierungsregeln. Dabei geht es darum, wie hoch ein Darlehen von einem Gesellschafter sein darf, damit die durch die Tochtergesellschaft zu zahlenden Zinsen dort steuerlich voll abzugsfähig sind. Die Kalkulation ist etwas komplexer, kann aber grob auf die Formel gebracht werden, dass das Darlehen nicht mehr als das 3-fache des Eigenkapitals betragen darf. Zinsen auf den darüber hinaus gehenden Darlehensanteil sind steuerlich bei der Tochtergesellschaft in Russland nicht abzugsfähig. Davon unabhängig muss die Höhe des Zinssatzes die Marktbedingungen widerspiegeln. Falls zum Zeitpunkt der Zinszahlung eine Unterkapitalisierung besteht, wird die Zinszahlung anteilig als Dividende angesehen und die Dividendensteuer von 15% bzw. 5% für Deutschland ist einzubehalten (der niedrige Satz gilt nur wenn der Investor mindestens EUR 82.000 als Eigenkapital in das Unternehmen gebracht hat und mindestens 10% hält). In anderen Doppelsteurerabkommen sind reduzierte Sätze vorgesehen.

Steuerlicher Verlustvortrag

Grundsätzlich können Verluste, die steuerlich anerkannt werden, bis zu 10 Jahre vorgetragen werden. Laufende Gewinne dieser 10 Jahre können seit 2007 vollständig durch Verlustvortrag der Vorjahre zu Null ausgeglichen werden.

Kosten in der Startphase

Die russische Steuerverwaltung argumentiert, dass Betriebsausgaben erst dann von der Gewinnsteuer abzugsfähig sind, wenn die operative Tätigkeit des Unternehmens begonnen hat. Dieser Beginn der operativen Tätigkeit wird seitens der Behörden oftmals anhand der „ersten operativen Einnahmen“ interpretiert. Die

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in nicht-operativen Betriebsausgaben enthaltene Umsatzsteuer kann nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden. Diese Praxis

in nicht-operativen Betriebsausgaben enthaltene Umsatzsteuer kann nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden. Diese Praxis der Steuerbehörden ist zwar nicht durch das Steuergesetzbuch untermauert, diese sind aber aufgrund einer internen Regelung angehalten, dies so zu handhaben.

Vorsteuerüberhang

Ein Vorsteuerüberhang, d.h. die in eingehenden Rechnungen enthaltene Um- satzsteuer ist höher als die Umsatzsteuer, die in ausgehenden Rechnungen an Kunden enthalten ist, wird durch die Steuerbehörden in der Regel nicht erstattet, auch wenn dies gesetzlich nicht untermauert ist. Vor Gericht gewinnt meistens der Steuerpflichtige, er muss jedoch in der Regel durch drei Gerichtsinstanzen gehen, bevor die Steuerverwaltung tatsächlich eine Auszahlung tätigt.

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Devisenkontrolle Als Devisengeschäft gilt der Zahlungsverkehr mit dem Ausland, und zwar sowohl in ausländischer Währung

Devisenkontrolle

Als Devisengeschäft gilt der Zahlungsverkehr mit dem Ausland, und zwar sowohl in ausländischer Währung als auch in Rubel. Zum 01. Juli 2006 sind die Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr von Kapital in und nach Russland weitestgehend aufgehoben worden. Nicht aufgehoben sind die umfangreichen Melde- und Dokumentations-pflichten.

Obligatorischer Währungsverkauf

Seit dem 07. Mai 2006 ist der Zwangsumtausch von Valutaerlösen aufgehoben. Auch können Rubelbezüge unbegrenzt in andere Währung umgetauscht werden.

Handelspass

Bei jeder Transaktion mit einer nicht-russischen Gesellschaft (d.h. Gesellschaften im Ausland, aber auch Repräsentanzen und Niederlassungen von ausländischen Gesellschaften in Russland), die ein Volumen von 5.000 USD Brutto überschreitet, muss für den Geldein- oder Geldausgang ein Handelspass angefertigt werden. Dies ist ein umfangreiches Dokument mit Fragebögen. Als Anlage ist jeweils der zugrunde liegende Vertrag und die konkrete Rechnung beizufügen.

Ein Land – Drei Währungen

Offizielles Zahlungsmittel in Russland ist der Rubel. Alle Zahlungen, bar oder bar- geldlos, dürfen innerhalb Russlands nur in Rubel abgewickelt werden. Verträge

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innerhalb Russlands dürfen jedoch trotzdem in anderer Währung (meistens US- Dollar oder Euro) abgeschlossen werden,

innerhalb Russlands dürfen jedoch trotzdem in anderer Währung (meistens US- Dollar oder Euro) abgeschlossen werden, wichtig ist nur, dass die Zahlung letztendlich in Rubel stattfindet. Durch diese Praxis kommt es regelmäßig zu Währungskursdifferenzen zwischen dem Datum der Verbuchung, der Leistung und dem Zahlungsdatum. Dies hat sofort eine Verdopplung der Buchungssätze zur Folge.

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Exkurs: Personalverwaltung und -dokumentation als Teil der Buchhaltung Das russische Arbeitsrecht sieht eine Reihe von

Exkurs:

Personalverwaltung und -dokumentation als Teil der Buchhaltung

Das russische Arbeitsrecht sieht eine Reihe von bürokratischen Regelungen im Bereich Personalverwaltung und Gehaltsermittlung vor. Typische Beispiele hierfür sind:

Bei Einstellung und Verlassen des Unternehmens oder Antritt des Urlaubs müssen neben den üblichen Dokumenten wie Arbeitsvertrag, Kündigung und Urlaubsantrag noch interne Anweisungen über diese Tatbestände angefertigt werden und durch den Generaldirektor unterschrieben werden. Hierfür gibt es vorgeschriebene Formblätter.

Für jeden Monat muss eine Matrix mit allen Kalendertagen und allen Mitarbeitern erstellt werden, in welche individuell Anwesenheits- und Abwesenheits- sowie Krankheitstage, etc. eingetragen werden. Jeder Mitarbeiter muss ein so genanntes Arbeitsbuch besitzen. Darin muss der Arbeitgeber die Beschäftigungszeit, Position und den Grund des Verlassens des Unternehmens eintragen. Insgesamt hat der Arbeitsgeber ein Journal über alle Arbeitsbücher zu führen.

Kompliziert wird es, wenn ein Mitarbeiter Urlaub nehmen möchte. Für die Zeit des Urlaubs wird das Gehalt gesondert berechnet. Dies geschieht auf der Grundlage des durchschnittlichen Gehaltes der vergangenen zwölf Monate. Das heißt, Gehaltserhöhungen oder ein 13. Monatsgehalt etc., das in den letzten zwölf Monaten vor Urlaubsantritt liegt, beeinflussen das Gehalt für die Urlaubszeit. Auch muss dem Mitarbeiter für die Urlaubszeit das entsprechende Gehalt bereits vor Antritt des Urlaubs ausgezahlt werden. Das Arbeitsgesetzbuch definiert, dass jedem Mitarbeiter mindestens 28 Kalendertage Urlaub gewährt werden müssen. Dies entspricht jedoch nicht immer vier Wochen und damit 20 Arbeitstagen. Durch geschickte Stückelung des Urlaubs können daraus durchaus mehr Tage werden. Grundsätzlich kann der Urlaub ins neue Jahr übertragen werden. Eine Rückstellungsbildung für diesen Aufwand ist jedoch nicht möglich.

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In Prinzip ist es unmöglich, Überstunden durch zusätzliche Urlaubszeit auszugleichen. Wenn jedoch Arbeitnehmer und

In Prinzip ist es unmöglich, Überstunden durch zusätzliche Urlaubszeit auszugleichen. Wenn jedoch Arbeitnehmer und Arbeitgeber darüber einig sind, ist es dennoch möglich Überstunden durch zusätzliche Abwesenheit auszugleichen. Flexible Arbeitsstunden sind in Prinzip nicht vorgesehen.

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Russland, Juli 2009 Diese Publikation ist eine Kurzübersicht zur - teils simplifizierten - Darstellung von

Russland, Juli 2009

Diese Publikation ist eine Kurzübersicht zur - teils simplifizierten - Darstellung von Regelungen und Vorschriften in der Russischen Föderation. Sie dient lediglich informativen Zwecken und stellt keine offizielle oder verbindliche Beratung zu Fragen der Buchführung und Steuern in Russland dar. Es wird empfohlen vor jeglicher Transaktion bzw. jedem weiterem Vorgehen im Zusammenhang mit der behandelten Thematik auf offizielle Beratung zurückzugreifen. Die Vervielfältigung oder sonstige Weiterverwendung der Inhalte dieser Publikation ist nur mit vorheriger Zustimmung des Autors gestattet.

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