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Wein aus Spanien – Magazin

Ausgabe 02/2012 unbezahlbar

Wein aus Spanien – Magazin Ausgabe 02/2012 unbezahlbar A K T I V I T Ä
Wein aus Spanien – Magazin Ausgabe 02/2012 unbezahlbar A K T I V I T Ä

A K T I V I T Ä T E N

I N F O R M A T I O N E N

R E G I O N E N

N E W S

P O R T R Ä T S

MeSSen

Spanische Wein- messen setzen neue Impulse

FAchverkoStung Für die PreSSe

Tempranillo im Wandel der Zeit

WettbeWerbe

Spanien-Trophy und V. Copa Jerez glänzen mit Top-Kandidaten

Pure

Frucht

Spanische Rotweine mit wenig Holz

Patricia R. Soto / Copyright ICEX

Copa Jerez glänzen mit Top-Kandidaten Pure Frucht Spanische Rotweine mit wenig Holz Patricia R. Soto /

02

editoriAl

Verehrte Freunde spanischer Weine!

02 editoriAl Verehrte Freunde spanischer Weine! Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns und wir freuen uns,

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns und wir freuen uns, Ihnen mit dieser Ausgabe von VinosVinos interessante Ein- und Rückblicke aus der spanischen Weinwelt der letzten Monate zu geben.

Ungebremst bleibt das große Interesse an spanischen Weinen in Deutschland, wie sich erneut auf der diesjährigen Messe „Ein Tag für Wein aus Spanien“ zeigte. Die 40 Aussteller präsentierten insgesamt über 300 hochwertige spanische Weine. Aktuelle und spannende Themen wie der Ausbau von Weinen ohne starke Holznote lockten über 400 Besucher nach Köln und Berlin. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf Seite 4.

Aktuelle Entwicklungen aus der spanischen Weinwelt zum Thema „Tempranillo“ präsentierten David Schwarzwälder und Spitzen- Önologe Ángel Anocíbar Beloqui (Abadía Retuerta) im Rahmen unseres diesjährigen Rebsorten-Tastings „Tempranillo im Wandel der Zeit“ Vertretern der Presse am 15. November in Frankfurt. Mehr dazu auf Seite 17.

Ein großer Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in der Zusam- menarbeit mit der Gastronomie und der Förderung des Nach- wuchses. In diesem Jahr konnten gleich zweimal Sommeliers aus ganz Deutschland bei der „Spanien Sommelier Trophy“ und dem deutschen Vorentscheid zur „5. Copa Jerez“ ihr Können in puncto spanische Weine unter Beweis stellen. Mit Kreativität, Qualität und Know-how überzeugten die Top-Sommeliers in zwei spannenden Wettbewerben unsere Experten-Jurys. Mehr dazu auf den Seiten 5 und 6.

Wir hoffen, Ihnen einen informativen und interessanten Über- blick über die Trends und Ereignisse rund um spanischen Wein zu geben und wünschen allen Winzern, Importeuren, Händlern, Gastronomen und Journalisten ein erfolgreiches Jahr 2013.

Ihre Rocío Alberdi Alonso Wirtschafts- und Handelsrätin Leiterin der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung Düsseldorf

der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung Düsseldorf Patricia R. Soto / Copyright ICEX 10 Pure Frucht TITElThEma
der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung Düsseldorf Patricia R. Soto / Copyright ICEX 10 Pure Frucht TITElThEma
der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung Düsseldorf Patricia R. Soto / Copyright ICEX 10 Pure Frucht TITElThEma
der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung Düsseldorf Patricia R. Soto / Copyright ICEX 10 Pure Frucht TITElThEma
Patricia R. Soto / Copyright ICEX
Patricia R. Soto / Copyright ICEX

10 Pure Frucht

TITElThEma

inhAlt

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04 MeSSen 05 WettbeWerbe
04 MeSSen
05 WettbeWerbe
Pure Frucht TITElThEma inhAlt 03 04 MeSSen 05 WettbeWerbe 17 FAchverkoStung Im PoRTRäT maRkTPlaTZ In SPanIEn

17 FAchverkoStung

Im PoRTRäT

maRkTPlaTZ In SPanIEn

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PuRE FRuChT

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hIdalgo

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EnoFuSIón mEETS madRIdFuSIón

Spanische Rotweine mit wenig holz

Traditionshaus und Qualitätsmonument

Internationales gipfeltreffen der gastronomie

 

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gRuPo maTaRRomERa

nEwS

kastilischer Spitzenerzeuger setzt maßstäbe in Sachen ökoeffizienz

wEIn & kulTuR

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mESSEn

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CaSTIllo PERElada

Spanische weinmessen setzen neue Impulse

mehr als nur ein weingut

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ICEX-STIPEndIum FüR jungE köChE

 

von spanischer küchenkunst inspiriert

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wETTbEwERbE

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aRaEX

Spanien Trophy 2012 marcel heid ist der Top-Sommelier für spanische weine

dynamische Expansion

RubRIkEn

 

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aguaS dE mondaRIZ

 
 

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wInE & Food maTChIng

Ein Privileg der natur

Spanische weine perfekt kombiniert

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EdIToRIal

 

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ImPRESSum

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FaChvERkoSTung FüR dIE PRESSE

Tempranillo im wandel der Zeit

REgIonEn

 

06 ShERRy

gourmet-Restaurant „first floor“ gewinnt deutschen vorentscheid der v. Copa jerez

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MeSSen

aktuell, niveauvoll, vielfältig

Spanische weinmessen in köln und berlin setzen neue Impulse

Spanien zählt nach wie vor zu den wichtigsten weinlieferanten für den deutschen markt. über 70 Prozent der importierten spanischen weine sind Qualitätsweine. diese hohe Qualität gepaart mit einem ausge- zeichneten Preis-leistungs-verhältnis überzeugte auch die über 400 besucher der diesjährigen weinmesse „Ein Tag für wein aus Spanien“ in köln und berlin.

Die Chance auf spanische Neuentdeckungen gepaart mit aktu- ellen Trends aus erster Hand lockten Fachbesucher und private Weinliebhaber am 22. Oktober ins Excelsior Hotel Ernst in Köln (Foto1) und am 24. Oktober ins Berliner Logenhaus.

Die 40 Aussteller, davon 35 spanische Bodegas und fünf deutsche Importeure, präsentierten über 300 Weine aus ganz Spanien, viele davon noch absolut unbekannt auf dem deutschen Markt. Profis und Gourmets nutzten die Chance, neue, zum Teil mehrfach ausgezeichnete Weine zu verkosten und mit den Produzenten persönlich in Kontakt zu treten. Eine enorme Vielfalt an bereits auf dem deutschen Markt etablierten spani- schen Weinen boten die deutschen Importeure, deren Stände damit zum Treffpunkt für zahlreiche Gäste avancierten und Stoff für lebhaften Erfahrungsaustausch boten.

legendär

Noch nie war das Rahmenprogramm so vielfältig wie 2012. Gleich zwei spannende Veranstaltungen eröffneten den ersten Messetag: Beim Gipfeltreffen der Top-Sommeliers versammelte sich die Spitze der deutschen Sommeliers zur Blindverkostung spanischer Spitzenweine mit Spanien-Experten David Schwarz- wälder und Peer F. Holm (Foto 2) . Mit dem Jahrgangs-Ver- kostungsthema „Der legendäre Jahrgang 2004“ griff ICEX das Reifepotenzial spanischer Weine auf und demonstrierte, wie unglaublich facettenreich Tempranillo daherkommen kann:

So wurde dem Rioja-Flight burgundischer Stil zugeordnet, während einige Weine aus Ribera del Duero trotz ihrer extremen Höhen- lage an Riojaweine erinnerten. Wieder einmal überzeugte Spanien mit Qualität und Vielfalt. Einen Raum weiter lieferten sich drei Profi- Teams aus der Top-Gastronomie ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen beim deutschen Vorentscheid der V. Copa Jerez. Die Aufgabe:

Entwicklung eines Menüs mit korrespondierenden Sherryweinen. Die Umsetzung: überraschend, kreativ und auf höchstem Niveau. Die Gewinner: Karina Appeldorn und Gunnar Tietz vom Restaurant „first foor“ in Berlin. (Gewinnerteam: Foto 3; Teilnehmer: Foto 4). Mehr dazu auf Seite 6 im Heft und auf www.wein-aus-spanien.org).

jenseits des barrique-diktats

Mit dem Themenseminar „Kühle Eleganz – feine Weine aus Tempranillo, Mencía und Co.“ griff ICEX den aktuellen Trend „jenseits des Barrique-Diktats“ auf und zeigte, dass Spaniens Weine sich aufgrund ihrer Ausdrucksstärke, ihres weichen und vollen Tannins, aber auch ihrer Dichte hervorragend für eine Kellertechnik jenseits der Barrique-Dominanz eignen. Anhand von neun ausgewählten Weinen stellte Spanien-Experte David Schwarzwälder Beispiele vor, die ohne starke Holzprägung auskommen. (Foto 5)

Weitere Informationen zu den Seminaren inklusive aller Weine finden Sie auf www.wein-aus-spanien.org.

Spanien Trophy 2012

WettbeWerbe

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marcel heid ist der Top-Sommelier für spanische weine

am 5. november 2012 hieß es für Sommeliers und Restaurantleiter verkosten und überzeugen. ICEX – wein aus Spanien und der meininger verlag luden zum Finale der Spanien Trophy 2012 nach neustadt an der weinstraße, wo sich die fünf größten Spanien-Experten einen wettkampf auf höchstem niveau lieferten. mit seiner genauigkeit und erstklassigen Präsentation von wein- und Speisenkombinationen setzte sich der junge Restaurantleiter marcel heid gegen seine hochkarätigen mitstreiter durch. Plätze zwei und drei gingen an die Sommeliers Pietro d´alto und jan w. buhrmann.

Der von ICEX und Meininger Verlag neu ins Leben gerufene und von Bodegas Lustau unterstützte Wettbewerb hat es in sich. In zwei Runden mussten die Top- Kandidaten ihr Können unter Beweis stellen. Nach einem umfangreichen schriftlichen Test erhielten die fünf Halbfinalisten Viola Bittlmeyer, Jan W. Buhrmann, Pietro d'Alto, Marcel Heid und Ivan Monreal Herrera die Halbfinalisten Viola Bittlmeyer, Jan W. Buhrmann, Pietro d'Alto, Marcel Heid und Ivan Monreal Herrera die kniffige Aufgabe, einen Weißwein und zwei Rotweine in einer Blindverkostung zu analysieren. Gefragt waren neben einer exakten Beschreibung der Weine der Jahrgang, die Rebsorte und das Anbaugebiet.

Danach ging es für die drei Besten Marcel Heid, Pietro d'Alto und Jan W. Buhrmann weiter in die zweite Runde – das Finale. Mit Voranschreiten des Tages stieg auch das ohnehin schon sehr hohe Niveau der Aufgaben: In einer erneuten Blindverkostung mit fünf Weinen – diesmal aus schwarzen Gläsern und einer zeitlichen Begrenzung von 13 Minuten – galt es nicht nur, die fünf Weine zu erkennen und zu beschreiben, sondern on Top Speisenempfehlungen zu diesen abzugeben. Die Kombination von Wein und Speise stand auch im Mittelpunkt der zweiten Aufgabe des Finales. Unter höchstem Einsatz ihrer Kreativität waren die Profis aufgefordert, zu einer Komposition von Gän- sebrust und Maronen in pikanter Sauce je eine Rot- und Weiß- weinempfehlung inklusive Begründung abzugeben. Bei der dritten und letzten Aufgabe der Finalisten lag die Lösung im

Detail: Anhand einer verfälschten Weinkarte mit 20 spanischen Weinen machten sich die Kandidaten daran, herauszufinden, welche zehn Fehler sich in die Karte eingeschlichen hatten, darunter z.B. fehlerhafte Schreibweisen oder Regionenzuord- nungen.

Die Juroren (Foto 1) David Schwarzwälder, Peer F. Holm (beide Spanien-Experten), Pablo Calvo von ICEX – Wein aus Spanien und Kristine Bäder (CR Sommelier Magazin) hatten die schwierige Aufgabe, die herausragenden Leistungen der Finalisten zu verglei- chen und den Gewinner zu ermitteln. Alle waren sich einig über das hohe Niveau der Teilnehmer. „Alle fünf Kandidaten haben absolute Spitzenleistungen gezeigt und ihre fundierten Kennt- nisse rund um spanische Weine mit Leidenschaft eingebracht. Was hier gezeigt wurde, war wirklich allerhöchstes Niveau“, so Pablo Calvo.

In der Gesamtbewertung entschied Marcel Heid (Foto 2) den Wettbewerb für sich. Mit seinem souveränen Auftreten, der Genauigkeit in den Weinbeschreibungen und seiner herausra- genden Präsentation des Food-Matching-Parts überzeugte der Restaurantleiter die Jury. Marcel Heid, der 2011 Dritter beim „Nachwuchssommelier des Jahres“ wurde, ist seit 2012 im Restaurant Buchholz in Mainz tätig. Marcel Heid freut sich nicht nur über den neu gewonnenen Titel, sondern auch über eine Reise nach Jerez auf Einladung des Sherryproduzenten Bodegas Lustau inklusive Besuch eines Sternerestaurants.

Bodegas Lustau inklusive Besuch eines Sternerestaurants. 1 2 1 2 3 4 5 VinosVinos 02/2012 02/2012
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Sherry

Pressemitteilung

karina appeldorn und gunnar Tietz vom gourmet-Restaurant „first floor“ gewinnen deutschen vorentscheid der v. Copa jerez

am 22. oktober 2012 hieß es für Sommeliers und köche wieder experimentieren und überzeugen. ICEX – wein aus Spanien und der Sherry-Exportverband Fedejerez luden zum nationalen vorentscheid der v. Copa jerez nach köln ins Excelsior hotel Ernst. Im Rahmen der wein-aus-Spanien-messen fand hier das Finale der besten drei Restaurants statt. In einem spannenden wettkampf setzten sich karina appeldorn und gunnar Tietz vom berliner gourmet-Restaurant „first floor“ gegen zwei weitere hochkarätige Teams durch.

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gegen zwei weitere hochkarätige Teams durch. 1 2 3 4 5 (1) gewinner: gourmet- Restaurant „first

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(1) gewinner: gourmet-Restaurant „first floor“ (Hotel Palace, Berlin); (2) 2. Platz: „Steinheuers“ (Zur Alten Post, Bad Neuenahr-Ahrweiler); (3) 3. Platz: „Hanse-Stube“ (Excelsior Hotel Ernst, Köln); (4) Der Hauptgang es Gewinnerteams (5) Beltrán Domecq

Es war ein knappes Rennen zwischen den Teams der Restaurants „first foor“ (Hotel Palace, Berlin), „Steinheuers“ (Zur Alten Post, Bad Neuenahr-Ahrweiler) und „Hanse-Stube“ (Excelsior Hotel Ernst, Köln). Im nationalen Finale zeigten sie mit ihren Food- Matching-Kreationen, was Sherry in seiner Vielfalt zu bieten hat. Mit ihren kreativen, außergewöhnlichen Kombinationen gelang es Chef-Patissier Karina Appeldorn und Chef-Sommelier Gunnar Tietz, die Jury zu überzeugen.

Zum Ostsee-Aal mit Miesmuscheln, Paprika und Gurke in Safran- Sherry-Vinaigrette wurde eine Manzanilla gewählt, deren aus- geprägte Flor- und Salznoten die Aromen der einzelnen Zutaten unterstrichen. Der Hauptgang, Étouffée-Taube mit Sherryjus, Kürbisgnocchi und Chicorée auf Maronenpüree wurde in Form der Molekularküche hergestellt und rief zusammen mit dem 30 Jahre alten Oloroso eine Geschmacksexplosion hervor, die die Jury überraschte und schließlich auch zum Sieg führte.

„Wir haben den klassischen Taubenjus mit Oloroso angereichert und eine Shäre aus dem Sherry gefertigt. Das Maronenpüree greift die Walnuss- und Maroninoten des Oloroso wunderbar auf. Gleichzeitig passt die Frische des Sherrys gut zum Chicorée und setzt einen guten Gegenpol zur Cremigkeit des Kürbis“, erklärt die 38-jährige Köchin ihre Auswahl. Zum Dessert „Mousse au Chocolat mit Flake salt und Olivenöl, Sherryeis, Orangen und Bitterschokolade mit rosa Pfefferbeeren“ präsentierte das Siegerteam einen P.X. als Zutat für das Eis, wählte als korres- pondierenden Wein jedoch einen leichteren, weniger süßen Cream und schaffte damit die perfekte Harmonie zur Speise.

Karina Appeldorn, seit Januar 2011 im Berliner Sternerestaurant als Chef-Patissier an Bord, und Gunnar Tietz (Sommelier des Jahres 2011) ist damit ein kleines Meisterstück gelungen. Im „first foor“ sorgt der mehrfach ausgezeichnete Tietz bereits seit

VinosVinos 02/2012

2001 als Chef-Sommelier dafür, dass sich Küche und Wein auf das Treffichste ergänzen.

Das sah auch die Jury so: „Mit seinem Hauptgang hat das Team es geschafft, eine Geschmacksexplosion hervorzurufen, die mich überrascht hat. Fantastisch!“, so Beltrán Domecq, Präsident des Kontrollrates der D.O. Jerez-Xérès-Sherry. Auch Jury-Mitglieder Amaya Beyebach (Handelsrätin der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX), Pablo Calvo (Leiter der Abteilung Wein der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX) und Sherry-Botschafter 2008 Jan Buhrmann stellten sich der schwierigen Aufgabe, die herausragenden Leistungen der Finalisten zu vergleichen und den Gewinner zu ermitteln. Alle waren sich einig über das hohe Niveau und den Einfallsreichtum der Teilneh- mer. „Während des gesamten Wettbewerbs war eine unglaub- liche Dynamik bei allen Teilnehmern zu spüren. Alle drei Teams haben absolute Spitzenleistungen gezeigt und ihre fundierten Sherry-Kenntnisse mit Leidenschaft in vielfältigste Kompositio- nen eingebracht. In diesem Jahr haben die Finalisten in ihren Food-Matching-Kreationen die bereits sehr hohe Messlatte noch einmal übertroffen. Was hier gezeigt wurde, war wirklich aller- höchstes kulinarisches Niveau und zeigt, dass Sherry eine echte Chance der Profilierung auf dem hart umkämpften Markt der gehobenen Gastronomie bietet“, so Pablo Calvo.

Nur knapp hinter Team Appeldorn/Tietz belegten Sebastian Bordthäuser und Andre Wolff vom „Steinheuers“ Platz zwei des Wettbewerbs. Über den dritten Platz freuten sich Thomas Gilles und Sonja Winkels aus dem Excelsior Hotel Ernst.

ICEX – Wein aus Spanien ist begeistert, solche Hoffnungsträger für das internationale Finale 2013 in Jerez de la Frontera in Andalusien für Deutschland ins Rennen schicken zu können.

Andalusien für Deutschland ins Rennen schicken zu können. Sherry und manzanilla at its best iM PortrÄt

Sherry und manzanilla at its best

iM PortrÄt

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bodegas hidalgo-la gitana – Traditionshaus und Qualitätsmonument

bodegas hidalgo-la gitana kann auf über 220 jahre Sherry-geschichte zurückblicken und befindet sich nach wie vor in Familienbesitz. don javier hidalgo de argüeso führt das unternehmen, das über drei bodega-kathedralen am westlichsten Zipfel des Sherry- dreiecks in Sanlúcar de barrameda verfügt.

des Sherry- dreiecks in Sanlúcar de barrameda verfügt. Das Aushängeschild des Hauses ist die weltberühmte

Das Aushängeschild des Hauses ist die weltberühmte Manzanilla La Gitana; sie gilt als Qualitätsreferenz für alle Erzeuger hochwertiger Weine dieser Produktgattung. Rund 7.000 Fässer sind in den Produktionskreislauf für La Gitana eingebun- den und sorgen für eine der homogensten und anspruchsvollsten Manzanilla-Qualitäten auf dem Markt. Das Lesegut stammt aus den Toplagen Balbaina und Mirafores, deren meerzugewandte Seiten optimale Traubenqualität für die Manzanilla-Herstellung hervorbringen. Fast die gesamte Produktion basiert auf freilaufenden Mosten, die schonend ohne Pressung gewonnen werden. Das Traditions- haus bereitet zudem neben den gereiften klassischen Sherrys wie Amontillado, Oloroso und PX auch vier Raritäten-Weine der VORS-Qualität, einen VOS Palo Cortado sowie einen Jahrgangs- Oloroso. Ergänzt wird diese Premium-Produktpalette durch zwei sorgfältig gereifte Brandy de Jerez.

was zeichnet einen hochwertigen Erzeuger von Sherry- bzw. manzanilla-weinen Ihrer mei- nung nach aus?

Nun, entscheidend für die Qualität eines Sherrys ist natürlich der Ausbau im Holzfass, den „botas“. Die Weine verbringen schließlich 90 % ihrer Entste- hungszeit im Fass. Um ein gewisses Volumen mit gleichbleibend hoher Qualität bereiten zu können, benötigt man ein Team mit enormer Erfahrung, erst recht, wenn es um so sensible Qualitäten geht, wie die Weintypen, die ganz oder auch nur teilweise unter dem Hefefor reifen wie Manzanilla, Manzanilla Pasada oder Amontillado. Die Erfahrung, der Ort, bis zu einem gewissen Maße die Weinberge, das Mikroklima und die ganze mikrobiologische Situation in den alten Kellergebäu- den, dies alles entsteht nicht von heute auf morgen. Das Zusam- menspiel dieser Faktoren macht im Endeffekt die qualitative Größe eines echten Traditionshauses aus.

die qualitative Größe eines echten Traditionshauses aus. don javier, die manzanilla la gitana ist einer Ihrer

don javier, die manzanilla la gitana ist einer Ihrer bekanntesten und erfolgreichsten weine. auf was kommt es bei der Produktion an?

Der Hefefor, der sich in Sanlúcar de Barrameda bildet, ist sehr speziell und braucht mehr „escalas“, d.h. mehr Umfüllungen und damit mehr Dynamik innerhalb der Solera. So kann der Hefefor stetiger mit frischem Grundwein versorgt werden und zeigt sich stabiler, was wiederum die Frische und Spritzigkeit unserer Manzanilla gewährleistet. Das Durchschnittsalter, wenn man dies überhaupt so festmachen kann, liegt etwa bei sechs bis sieben Jahre und damit deutlich über dem Durchschnitt. Entsprechend fein und strukturiert präsentiert sie sich. Wir haben unser Angebot in puncto Manzanilla noch einmal erweitert. Wir bieten je eine Frühjahrs- und Herbstabfüllung einer Manzanilla en Rama, also einer ungefilterten Manzanilla an.

auf welchen märkten sind Sie bislang am erfolgreichsten?

Unser stärkster Markt ist Großbritannien, gefolgt von Japan und den USA. Inzwischen beläuft sich unser Exportanteil auf 30 %.

japan? wie hat sich dieser markt so stark entwickelt?

Gerade unsere Manzanilla-Qualität passt hervorragend zur feinen und puristischen japanischen Küche. Hinzu kommt, dass die Japaner dazu neigen, trocken zu trinken. Japan hat ein beträcht- liches Volumen erreicht und legt Jahr für Jahr weiter kräftig zu.

bodegas hidalgo-la gitana, S.A. C / banda de la Playa nº 42 11540 Sanlúcar de barrameda (Cádiz)

Tel.: +34 956 385304 Fax: +34 956 363844 bodegashidalgo@lagitana.es hidalgolagitana@gmail.com www.lagitana.es

956 385304 Fax: +34 956 363844 bodegashidalgo@lagitana.es hidalgolagitana@gmail.com www.lagitana.es 02/2012 VinosVinos

02/2012 VinosVinos

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iM PortrÄt

ökologische kompetenz

grupo matarromera – der kastilische Spitzenerzeuger setzt maßstäbe in Sachen ökoeffizienz

die matarromera-gruppe hat sich längst einen namen als einer der besten Produzenten kastiliens gemacht. Seit einigen jahren macht das weinunternehmen, das von Carlos moro 1988 gegründet wurde, auch mit seiner ökokompetenz Schlagzeilen.

Schon mit seinem ersten Wein machte Carlos Moro die Fach- welt auf sich aufmerksam, und der Name Matarromera avancierte zu einer der zuverlässigsten Premium-Marken der D.O. Ribera del Duero. Schon bald nahm der umtriebige und energische Kastilier die Nachbargebiete ins Visier und machte aus seinem Stammhaus über dem Nordufer des Duero die am besten aufgestellte Weingruppe der Region Kastilien und León. Heute umfasst das edle Kellereikonglomerat, das nach wie vor den Namen des Stammhauses trägt, sieben Kellereien in den wichtigsten Anbaugebieten der Region.

Mit der zügigen Expansion der Gruppe – in Rueda ist die vorläufig letzte Kellerei entstanden – wuchs auch das ökologische Engage- ment. Carlos Moro dachte von Anfang an zweigleisig und beschäf- tigte sich einerseits mit der Thematik geeigneter Rebsorten bei anhaltender Klimaerwärmung, andererseits trieb ihn die Frage nach alternativen Energien um. 2005 stellte das Team der Matar- romera-Gruppe schließlich einen Strategieplan vor, der sich „Matarromera sostenible en el Planeta Tierra 2005 – 2015“ nennt.

Heute zählt die Gruppe zu den engagiertesten „grünen“ Wein- unternehmen der Welt und unterhält im Rahmen des Strategie- plans zahlreiche Forschungsprojekte. Alleine das Investitions- volumen in nachhaltige Bewirtschaftung und Forschung beträgt nahezu ein Drittel des Gesamtumsatzes der Matarromera-Gruppe und wird sich bis Ende 2014 auf über sieben Mio. belaufen.

sich bis Ende 2014 auf über sieben Mio. € belaufen. Rebsortenforschung und klimawandel Schon seit Jahren
sich bis Ende 2014 auf über sieben Mio. € belaufen. Rebsortenforschung und klimawandel Schon seit Jahren

Rebsortenforschung und klimawandel

Schon seit Jahren unterhält die Gruppe einen Versuchsweinberg mit 60 Sorten, der Aufschluss geben soll, welche Traubensorten und Klone sich im ökologischen Anbau am besten an die sich verändernden Klimaverhältnisse anpassen. Die Ergebnisse sollen die Klonspiegel in den eigenen Rebanlagen optimieren, von denen schon über 100 Hektar in den Appellationen Ribera, Rueda und Toro im zertifizierten biologischen Anbau stehen. Die Gruppe hat zudem fast drei Mio. in ein Forschungsprojekt investiert, das sich Cénit Demeter nennt und von 26 spanischen Firmen des Weinsektors getragen wird. Das Projekt beschäftigt sich ge- zielt mit der Optimierung von Erziehungsmethoden und Keller- arbeit im Zuge des Klimawandels, wobei die Matarromera-Gruppe ein besonderes Augenmerk auf die Rebsorte Verdejo richtet.

alternative Energien und Co 2 -bilanz

Ein wesentlicher Fokus liegt natürlich auf dem Aspekt der erneuerbaren Energien. Die sieben Kellereien der Gruppe sind nach den Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit gebaut. Um höchstmögliche Ökoeffizienz zu erreichen, werden 60 % des Lichtbedarfs über natürliche Lichtquellen erreicht. Mit der Installation von Solartechnik ist das gesamte Unternehmen inzwischen energetisch autark geworden. Neben der Photo- voltaik konzentriert man sich auf die Windkraft sowie auf Biomasse. Inzwischen können in den Kellereien 141 Tonnen Biomasse in Energie umgewandelt werden. Vor dem Hinter- grund der immer länger währenden Trockenperioden in Zentral- spanien soll nun auch der Wasserverbrauch bei der Produktion um 40 % pro Flasche gesenkt werden. Nicht außer Acht gelassen wurde natürlich die CO 2 -Bilanz des Unternehmens. So hat Matarromera zunächst für drei Weine den CO 2 -Fingerabdruck vorgelegt. Weitere sollen folgen.

CO 2 -Fingerabdruck vorgelegt. Weitere sollen folgen. Castillo Perelada iM PortrÄt 09 weinbau in einer beliebten

Castillo Perelada

iM PortrÄt

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weinbau in einer beliebten urlaubsregion

an der Costa brava gibt es nicht nur traumhaft schöne Strände, die jedes jahr zahlreiche Touristen aus deutschland anlocken. auch als weinbauregion ist Empordà, wie die gegend vor ort genannt wird, eine Reise wert. bestes beispiel hierfür ist Castillo Perelada.

Reise wert. bestes beispiel hierfür ist Castillo Perelada. garbet malaveïna la garriga Pont de molins Espolla

garbet

malaveïna

la garriga

Pont de molins

Espolla

garbet malaveïna la garriga Pont de molins Espolla Das Kastell von Perelada wurde im 14. Jahrhundert

Das Kastell von Perelada wurde im 14. Jahrhundert direkt neben einem Karmeliterkloster mit gotischem Kreuzgang errichtet. Im Jahre 1923 kaufte Miguel Mateu Pla die Burg mit dem Ziel, die Weintradition, die hier über Jahrhunderte gepfegt worden war, wiederzubeleben. Eine Tradition, die ihren Ursprung zu der Zeit hatte, als die Mönche im benachbarten Kloster ausgezeichnete Weine produzierten und diese in ihren Kellern unter dem Kloster lagerten. Heute reift in diesen Räumen der Spitzencava von Castillo Perelada, der „Cava Gran Claustro“.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig neue Weinberge in der Region erworben und mit verschiedenen Rebsorten bestockt. Immer auf Grundlage genauer Analysen eines Önologenteams, mit dem Ziel die Qualität kontinuierlich zu verbessern. So verwundert es nicht, dass die Weine und Cavas von Castillo Perelada regelmäßig bei renommierten internatio- nalen Wettbewerben Preise und Medaillen einheimsen.

befindet sich die Lage „Pont de Molins“, wo auf ebenem Sand- boden vornehmlich die Trauben für die Rotwein-Cuvée „Gran Claustro“ sowie die Reservas des Hauses gedeihen. Die Lage „Espolla“ ist die letzte neu hinzugenommene Fläche von Castillo Perelada. Die Hang- und Terrassenanlagen mit Schieferboden liegen weiter nördlich, in den Ausläufern der Pyrenäen.

Von solch unterschiedlichen Lagen kommen auch entsprechend vielfältige Weine. Von frischen Jungweinen über Rebsortenweine aus Chardonnay, Sauvignon Blanc, Garnacha Blanca oder Cabernet Sauvignon, Weine der Fincas und Cuvées wie Gran Claustro bis hin zu experimentellen Weinen der Kollektion „Ex Ex“. Hinzu kommt ein breites Spektrum an Cavas, vom traditionellen Brut Reserva über die beiden renommierten Cuvées „Gran Claustro“ bis hin zum „Torre Galeta“, einer speziellen Cuvée, die an den berühmtesten Künstler der Region, Salvador Dalí, erinnert.

Aktuell gehören dem Familienunternehmen rund 150 Hektar Weinberge in der D.O. Empordà. Diese sind hauptsächlich auf fünf Lagen verteilt, die – typisch für die Region – unterschied- lichste Böden und Mikroklimata aufweisen. Die 12 Hektar große Lage „Garbet“ ist das Kronjuwel des Hauses. Direkt an der Steil- küste zum Mittelmeer, im Norden des Naturschutzgebietes „Cap de Creus“ gelegen, profitieren die Reben zum einen von der Lichtrefexion des Meeres, aber auch von der temperatur- ausgleichenden Wirkung. Die besten Trauben der Schieferter- rassen werden für den Spitzenwein des Hauses, den „Finca Garbet“, verwendet.

Die Lage „Malaveïna“ liegt beim Ort Garriguella, zwischen dem Meer und dem Kastell in Perelada im Hinterland. Der fruchtbare und lockere Boden ist von Granitsteinen durchzogen. Nur fünf Kilometer nordwestlich befindet sich die Lage „La Garriga“. Hier wachsen die ältesten Rebstöcke von Castillo Perelada auf sandigem Kiesboden. Die Garnacha- und Cariñena-Reben, die hier stehen, sind über 50 Jahre alt. Noch weiter im Landesinneren

Vor Ort kann man neben dem Weingut und dem Kastell auch das angeschlossene Museum besuchen. Ausfüge in die Wein- berge sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Zudem kann man sich im Wine-Spa mit Trauben- und Weinprodukten verwöhnen und anschließend im dazugehörigen 5-Sterne-Hotel die Seele baumeln lassen. Ein Ausfug zum Castillo Perelada lohnt sich also in vielerlei Hinsicht!

zum Castillo Perelada lohnt sich also in vielerlei Hinsicht! castillo Perelada Wines & cavas Plaça del
zum Castillo Perelada lohnt sich also in vielerlei Hinsicht! castillo Perelada Wines & cavas Plaça del

castillo Perelada Wines & cavas

Plaça del Carme, 1 17491 Perelada (girona)

Tel.: +34 972 538011 Fax: +34 972 538277 perelada@castilloperelada.com www.castilloperelada.com

Patricia R. Soto / Copyright ICEX

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Wein iM PortrÄt & WiSSen

Wein iM & PortrÄt WiSSen

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Pure Frucht

Spanische Rotweine mit wenig holz

Frucht und Terroir – so lauten die Schlüsselwörter der zeitgenössischen weinbereitung. ganz in diesem Sinne richten Spaniens winzerinnen und winzer ihr augenmerk immer mehr auf klare und puristische weinstile. So verwundert es nicht, dass den Rotweinen ohne kräftigen holzeinsatz eine immer stärkere Rolle zukommt. dabei sind es nicht nur die jungen Roten, denen mehr aufmerksamkeit und mehr aufwand bei der bereitung zukommen. auch im Premiumbereich gibt es beispiele zuhauf, die dem Trend der Feinheit, Eleganz und einer leckeren Frucht-Transparenz folgen.

Ein richtig leckerer Trend

Man könnte es auch so formulieren: endlich mal ein Trend, der für den normalen Weinkonsumenten nachvollziehbar ist. Insbesondere das jüngere Publikum, das heute viel mehr Vergleichsmöglichkeiten hat als die alten „Weinnasen“ in früheren Jahren, verlangt nach natürlicheren und klarer ausge- richteten Gewächsen, bei denen nicht das Beiwerk Holz ent- scheidend mitbestimmt, sondern die Traube selbst, so dass Frucht und Boden zu bestimmenden Faktoren werden. In ge- wisser Weise wirkt der Verzicht auf Holz entmystifizierend, der Wein legt sein Korsett ab und zeigt sich so, wie er eigent- lich aus der Kelter läuft, frisch, duftig, ein Feuerwerk aus purer Natur. Insofern rennt der „Weg-vom-Holz-Trend“ gerade bei der nachrückenden Generation offene Türen ein. Denn Wein pur ist einfach eine leckere Sache.

Spanischer wein – ein Synonym für Frucht

Spaniens autochthone rote Sorten haben einen gemeinsamen Nenner: Sie zeichnen sich allesamt durch einen intensiven Fruchtausdruck aus. Ob die Rede von den klassischen warm- gewachsenen Sorten des mediterranen Ostens wie Garnacha, Bobal oder Monastrell ist oder von den kühleren Sorten der Hochebenen und des nördlichen Zentrums wie Mencía oder Prieto Picudo, stets dominiert eine duftige Beerigkeit das Bukett. Kein Wunder also, dass die Garnacha ebenso wie die Monastrell schon vor Jahrhunderten Liebhaber auf der ganzen Welt gefunden und sich zu einem Rebsorten-Exportschlager entwickelt haben. In Spanien haben sich die Weinmacher in den letzten beiden Jahrzehnten intensiv mit dem Charakter ihrer heimischen Reb- sorten auseinandergesetzt, was dazu geführt hat, dass man sich verstärkt auf die charakterlichen Stärken der jeweiligen Traube konzentriert. Und um diese verstärkt in den Vordergrund zu stellen, überdenken die Winzer ihre Weinbereitungskonzepte.

die neuen Puristen im Priorato

Nahe liegt natürlich, dass es eher die subtilen und feinen Reb- sorten sind, die es dem Weinmacher besonders danken, wenn er sich beim Holzeinsatz zurückhält. Umso mehr mag erstaunen, dass gerade in einem Anbaugebiet wie dem Priorato mit seinen mächtigen und konzentrierten Weinen die neuen Puristen zumindest momentan noch stärker auftreten als am Ebro oder im Süden des Landes. Dies erklärt sich jedoch zum

einen aus der Erzeugerstruktur heraus, die das Priorato aufweist:

junge und freie Weingeister, die sich wenig um starre Profile und das Diktat des Mainstreams scheren. Zum anderen steht natürlich dem muskulösen Priorato-Typ ein purer Stil besonders gut, denn ungeschminkte Frucht und Terroir können bei aller Kraft durchaus erfrischend und agil wirken. In diesem Licht gesehen erscheint gerade im Priorato die Tendenz einiger Wein- macher, sich vom Ausbau im Barrique zu distanzieren, ganz und gar nicht paradox.

garnacha kraftvoll …

Der Tonus bei immer mehr Weinmachern des Priorato lautet des- wegen weg vom manipulierenden Holztannin hin zu mehr Reb- sortenausdruck und Klarheit. Im Grunde ist dieser Schritt schon lange überfällig, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Gar- nacha, die die wichtigste Rebsorte im Gebiet ist, durch den Ausbau im kleinen Holz nicht unbedingt immer eine Verbesserung erfährt. Schon seit 2006 setze er keine neuen Barriques mehr ein, versichert Terroir-Al-Limit-Weinmacher Dominik Huber, im darauffolgenden Jahr habe er sich dann zunächst gebrauchte Fuder aus Deutschland und dann schließlich in Frankreich auch neue Fuder bestellt. Huber wie auch andere Weinmacher sind zur Überzeugung gelangt, dass die Garnacha entgegen ihrem Ruf eine ausgeprägt feine Sorte sei und als solche auch behan- delt werden sollte, nämlich indem man einen viel schonenderen Ausbau im Fuder statt im kleinen Holz vornimmt. Mit seinen Weinen der letzten Jahrgänge – hervorragend das „große Gewächs Schwarze Kapsel“ Les Manyes sowie der Einzellagenwein Arbossar – gibt der Deutsche einen Trend vor, der das Verständ- nis für Priorato-Weine neu definieren könnte. Frucht, Eleganz, Komplexität, weniger offensichtliche Konzentration und aus- balancierte PH-Werte, soll heißen eine festere natürliche Säure. Diese theoretischen Vorgaben sind indes nicht gleichbedeutend mit leichten Weinen. Die Garnacha zeigt sich weiterhin kraftvoll, nur schöpft sie ihre Ausdruckskraft aus sich selbst heraus.

In die gleiche Richtung geht die erfahrene Önologin und Beraterin Sara Pérez. Für die Chefweinmacherin des Pionierbetriebes Mas Martinet, die ebenfalls für ihre Lagenweine mit dem Einsatz von Fudern begonnen hat, liegt die Zukunft ohnehin jenseits des Barriques. „Ich habe gleich den Stier bei den Hörnern gepackt und bei unserem Vorzeigewein Clos Martinet 2009 nur noch im Zementtank und fast ohne Schwefel gearbeitet. Die Tannine unserer Weine fallen in den meisten Jahren so kraftvoll aus, dass ich den Versuch wagen kann. Der 2009 ist kein Manifest

Patricia R. Soto / Copyright ICEX

12 Wein & WiSSen

sondern ein Experiment. Aber ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg.“ Auch René Barbier jr., einer der erfahrensten Jungwinzer Spaniens und inzwischen verantwortlich für die Weine des gleich- namigen Familienweingutes, reduziert Fremdsorten und Holzeinsatz. Für die letztjährige Ernte wurden bei Clos Mogador erstmals in der Geschichte des Gutes keine neuen Barriques gekauft. Sara Pérez, ihr Mann René und Dominik Huber zählen zu den wichtigen Trendsettern des Gebietes. Alleine stehen sie mit ihren Ideen nicht mehr. Die junge Katalanin Esther Nin feilt seit Jahren an einem eigenen Projekt, um die Erfahrungen umzusetzen, die sie als Außenwirtschafterin und Kellertechnikerin beim Kultbe- trieb Clos Erasmus gemacht hat. Ganz auf Holz will sie bei ihrem grandiosen Wein Nit de Nin noch nicht verzichten, liebäugelt aber mit der Möglichkeit, den großen Holzgebinden mehr Pro- tagonismus zu geben – auf Kosten der Lagerzeit im Barrique, versteht sich.

… und garnacha fein.

Als eine der wichtigsten Figuren unter den spanischen Barrique- Rebellen gilt der „junge Wilde“ Daniel Jiménez-Landi. Zunächst machte sich der Weinhandwerker, wie er sich selbst bezeichnet, einen Namen als Pionier der Garnacha-Renaissance, um dann bald auch den traditionellen Ausbau im Holz zu modifizieren. Seit fünf Jahren bereitet er Weine von großer Eleganz und Finesse, die auf subtile Weise den Boden der Weinberge widerspiegeln sollten, die er von der Familie mütterlicherseits im Anbaugebiet Méntrida übernommen hat. Heute entstehen seine Parzellen- Weine alle im biodynamischen Anbau, und die Traubenverar- beitung im Keller verläuft extrem schonend. Für Daniel Jiménez Landi ist der Verzicht auf Barriques keine Weltanschauungsfrage, sondern vielmehr eine Notwendigkeit. „Warum sollte ich all die Anstrengungen, die wir im Weinberg und bei der Selektion im Keller haben, auf mich nehmen, wenn ich im Anschluss den Charakter durch zu viel Holztannin zerstören würde“, gibt der gebürtige Manchego zu bedenken. Folglich ist der Verzicht auf neues Holz ebenso wie auf das klassische kleine Barrique Programm. Alle Weine reifen in Gebinden von 500 l Fassungs- vermögen und mehr. Bei aller Sorgfalt und Arbeit, die er den Weinen angedeihen lässt, sind seine Gewächse dennoch nicht einfach verständlich. Trotz oder gerade wegen ihrer Finesse brauchen sie Zeit, um ihre jugendliche Unruhe und Energie etwas zu zähmen.

Wichtiger Wegbegleiter des Jungstars ist beispielsweise Fernando García, der mit seinem Premium-Garnacha Peña Caballera mit einem Schlag bekannt wurde. Alte Reben und große Höhe sind die Schlüsselparameter, die es dem Madrilenen erlauben, einen der feinsten Garnachas des Landes zu produzieren. Beachtlich vor allem die feine Saftigkeit, die aufgrund der eleganten Säure zustande kommt. Im selben D.O.-Bereich hat sich schon seit einigen Jahren der Erzeuger Bernabeleva einen Namen für auffallend feine und puristische Garnacha-Gewächse gemacht. Der Erstwein läuft unter der Marke Viña Bonita und stammt aus der gleichnamigen Parzelle umgeben von Pinien und Tannen- wäldern auf fast 800 Meter Höhe. Hier sorgen Granitabraum-

VinosVinos 02/2012

böden für einen sehr feingliedrigen Wein, der in einer Blindprobe wohl kaum als Spanier durchgehen würde. Insgesamt entstehen vier Garnacha-Weine, drei davon aus Einzellagen im Allein- besitz. Auffallend bei nahezu all diesen neuen Garnachas ist, dass die Weinmacher technisch gesehen einen Retrostil prakti- zieren, der an traditionell französische Kellerarbeit anlehnt. Insbesondere das Vergären in offenen Holzgebinden erinnert an französische Klassik. Dieses Vorgehen wäre vor einem Jahrzehnt

Patricia R. Soto / Copyright ICEX
Patricia R. Soto / Copyright ICEX

noch undenkbar gewesen, war doch die herablassende Haltung der meisten spanischen Winzer gegenüber der Garnacha in ihrer Neigung zur schnellen Oxidation begründet. Bei Viña Bonita leistet sich Kellermeister Marc Isart noch eine zusätzliche Extra- vaganz. Der Katalane lässt das Lesegut mit den Füßen treten. Beide Weinmacher, sowohl Fernando García als auch Marc Isart, setzen zwar Barriques ein, bauen aber parallel in großen Gebinden aus, um etwaige Holzexzesse in der finalen Cuvée ausgleichen zu können. Selbstverständlich zeigen die Weine der drei hochtalentierten Weinmacher verwandte Charaktere auf. Die auffälligsten Übereinstimmungen lassen sich jedoch hinsichtlich des Fruchtausdrucks sowie an der Säure fest- machen. Insbesondere das Säurespiel am Gaumen ist bei allen Weinen eine Offenbarung, da es ungestört durch Holzadstrin- genz einen Eindruck von delikater Saftigkeit hervorruft.

Prädestiniert für Eleganz

Eine andere Art von Eleganz als die der lange unterschätzten Garnacha hat eine Rebsorte zu bieten, die heutzutage im kühlen Nordwesten Spaniens eine fast hegemoniale Dominanz unter den roten Sorten ausübt. Bis dahin gänzlich unbekannt, tauchte die rote Mencía in den neunziger Jahren des vergange-

nen Jahrhunderts wie aus dem Nichts auf und begeisterte schnell ein elitäres Publikum, das sich für Neues außerhalb der ausgetretenen Pfade des Mainstreams interessierte. Die späte Wiedergeburt dieser Sorte muss in puncto Vinifizierung bzw. Ausbau als großes Glück betrachtet werden, denn die unkon- trollierte Barrique-Mode brach nie massiv über die Mencía- Anbaugebiete herein. Dies hat sicherlich auch mit dem Charak- ter der Rebsorte zu tun, denn der mittelschwere Körper und das eher locker gewobene Tannin-Netz laden nicht zu Überextrak- tionen bzw. zu betont ausgedehnten Maischestandzeiten ein. Ähnliches gilt in diesem Sinne auch für den Holzeinsatz.

non-Interventionismus

Die D.O. Bierzo erwies sich im Laufe der zwei vergangenen Jahrzehnte als idealer Nährboden für Weinabenteurer aller Art. Niemand wunderte sich folglich über Eigenbrötler wie Gregory Pérez oder Raúl Pérez, die im Laufe der Zeit zu Stars des modernen spanischen Weinbaus avancierten. Auch wenn in dieser mythischen kleinen Appellation am Nordwestrand der Provinz León kein einheitlicher Trend auszumachen ist, fällt doch auf, dass von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen fast alle Mencía-Weinmacher deutlich von holzgeprägten Weinen Abstand nehmen. Allen voran die Leitfigur Rául Pérez, der mit seinen delikaten und betont mineralischen Weinen in allen spanischen Weinführern ganz oben in der Bestenliste geführt wird. Seine Arbeit mit der Mencía beschreibt sich am besten als respektvoll; respektvoll gegenüber dem Terroir und seiner Traube. Dass sich bei den Weinen seiner Bierzo-Marke Ultreia ebenso wie bei seinen anderen Kreationen wie dem Ribeira Sacra- Rotwein El Pecado das Holz im Hintergrund hält, versteht sich von selbst. Man könnte seinen Arbeitsstil, der unter den jungen spanischen Weinmachern immer mehr Anhänger findet, als Non-Interventionismus bezeichnen, d.h., der Weinmacher formt den Wein so wenig wie möglich und lässt den „reinen“ Wein für sich selbst sprechen. Inzwischen gibt es im Bierzo auch Projekte wie das kleine Weingut Compañía Santa Trinidad XXI, die ganz auf den Holzausbau verzichten. Der Wein Corro das Xanas wurde mit Hilfe des Albariño-Magiers Gerardo Méndez (Albariño Do Ferreiro) aus der Taufe gehoben und zeigt die ungeschminkte Mencía in all ihrer Pracht.

große Eichengebinde auf dem vormarsch

Viele Kellereien Spaniens, die während der technikhörigen Jahrzehnte nur mit Edelstahl arbeiteten, haben sich zurückbe- sonnen auf große Holzgebinde, in denen mittlerweile die gehobenen roten Qualitäten vergoren werden. In gewisser Weise zeigt diese Rückkehr zur traditionellen Gärung im Holz den angenehmen Nebeneffekt, dass so mancher Weinmacher diese großen Holz-Cuves auch als Alternative zum Barrique begreift. Simón Arina, verantwortlicher Önologe bei Bodegas Baigorri in der baskischen Rioja, bereitete schon vor einigen Jahren eine Edition seines Spitzenweines Baigorri de Garaje nur im großen Holz, ein Gewächs von bemerkenswerter Eleganz und Transparenz. Dieser Retro-Stil wird nach Ansicht spanien- erfahrener Marktbeobachter in naher Zukunft viele Weine vor allem aus kleinen und mittelgroßen spanischen Kellereien prägen. Denn wenn unter den vielen Neuschöpfungen, die das spa- nische Weinangebot in den vergangenen Jahren bereichert haben, ein klarer Trend auszumachen ist, dann ist es die Bekenntnis zur Klarheit, zur Feinheit und wenn man so will zu einem „reineren Wein“.

Feinheit und wenn man so will zu einem „reineren Wein“. neu! Wein & WiSSen Weitere Informationen
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Wein & WiSSen

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iM PortrÄt

dynamische Expansion

Ein Interview mit javier galarreta, geschäftsführer der baskisch-spanischen Exportgruppe The grand wines – araex & Spanish Fine wines

don javier, mit araex fing alles an. woher stammte die Idee?

Ich hatte einen Bericht eines internationalen Consulting-Unter- nehmens über die wirtschaftlichen Strukturen der damals schon als D.O.Ca. anerkannten Appellation Rioja gelesen, der zu dem Schluss kam, dass das Gebiet abgesehen von den wenigen vor- handenen Großerzeugern zu kleinteilig aufgestellt war, um auf den Exportmärkten effektiv zu agieren. Also beschloss ich, mit der Rioja Alavesa Export Group ein Instrument zu schaffen, welches dynamisch und groß genug war, sich im Ausland durchzusetzen.

warum beschränkten Sie sich auf diesen kleinen bereich der Rioja?

Die baskische Rioja wies ein enormes Qualitätspotenzial auf, aber bis auf Riscal keinen Bigplayer. Über dem Nordufer des Ebro finden sich die besten Tempranillo-Lagen der Welt. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, fügte ich eine Gruppe aus neun kleinen, aber sehr unterschiedlichen Erzeugern zusammen mit dem Ziel, ein breites aber gleichzeitig sehr individuelles Portfolio anbieten zu können.

wann nahm das unternehmen seine heutige Form an?

2006 reduzierte ich die Rioja-Gruppe auf sechs Häuser, erweiter- te das Angebot aber durch einen separaten zweiten Flügel, den ich Spanish Fine Wines nannte. Im Gegensatz zum Araex-Konzept bestand dieses eigenständige Unternehmen aus sechs Produzen- ten ebenso vieler unterschiedlicher Gebiete. Ich hatte einen Motor geschaffen, der sozusagen auf 12 Zylindern fuhr. Auch bei Spanish Fine Wines operieren die Kellereien auf dem heimi- schen Markt individuell und treten nur im Export als gemeinsames Unternehmen konzertiert auf.

war die Qualität der weine das einzige kriterium bei der auswahl der betriebe für Spanish Fine wines?

Nicht nur, im Vordergrund standen natürlich auch die Anbau- gebiete, welche einerseits von ihrer Marktbedeutung her wichtig sein sollten, aber auch von ihrer Reputation. Deshalb Pazo de Señorans aus Rías Baixas, Val de Vid aus Rueda sowie im roten Bereich der Ribera-del-Duero-Erzeuger Valtravieso, das berühmte Navarra-Estate Pago de Cirsus sowie Bodegas Muñoz, die als Erzeuger aus der Provinz Toledo das Zentralgebiet abdeckten.

die beiden vergangenen jahre waren entscheidend für Sie als weinunternehmer.

Letztes Jahr erreichten die sechs Araex-Bodegas einen Anteil von 21,6 % am Gesamtexport der baskischen Rioja. Damit sind wir zum entscheidenden Exportakteur des D.O.Ca.-Bereiches Rioja Alavesa geworden. In diesem Jahr habe ich die Gründung von The Grand Wines vorangetrieben.

was genau muss man sich unter The grand wines vorstellen?

Jeweils zu 50 % partizipieren Araex und Spanish Fine Wines, wobei The Grand Wines als Dachgesellschaft auftritt, welche zudem drei neue Geschäftseinheiten umfasst: Cava Marke Villa Conchi mit fünf verschiedenen Cava-Typen, Gran Sello sowie R&G, was für Rolland & Galarreta steht. Es ist mir mit R&G gelungen, Michel Rolland, den wohl berühmtesten Weinmacher der Welt, als voll integrierten Partner und nicht nur als Berater zu gewinnen und im Rahmen dieser Zusammenarbeit in den drei Anbauge- bieten Ribera del Duero, Rioja und Rueda jeweils einen Wein unter seiner technischen Leitung zu produzieren. Mit diesem Drilling haben wir im Oktober rund 800.000 Flaschen an den Start gebracht. R&G wird sich in kurzer Zeit als eine der führenden spanischen Marken im Premiumbereich konsolidieren.

spanischen Marken im Premiumbereich konsolidieren. aguas de mondariz iM PortrÄt 15 Ein Privileg der natur wer

aguas de mondariz

iM PortrÄt

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Ein Privileg der natur

wer als genussmensch an galicien denkt, hat umgehend die bekannte galicische küche vor augen, mit all ihren kostbarkeiten des meeres. Im gleichen gedankenzug kommen einem die dazu passenden weine aus der Region in den kopf, seien es die albariños der bekannten d.o. Rías baixas oder die weine der noch aufstrebenden Regionen monterrei, Ribeira Sacra, Ribeiro oder valdeorras. aber auch feinstes mineralwasser stammt aus dem nordwesten Spaniens.

feinstes mineralwasser stammt aus dem nordwesten Spaniens. Die Quelle des kleinen Dorfes Mondariz – daher auch

Die Quelle des kleinen Dorfes Mondariz – daher auch der Markenname – liegt in einem Naturschutzgebiet in der galicischen Provinz Pontevedra. Das Wasser entspringt so aus einem Brunnen in einem auf 43 Quadratkilometern geschützten Umkreis. Durch die 60 bis 120 Jahre andauernde Filterungs- und Reinigungsphase des Wassers im Granitgestein der Region entsteht die ausgewogene Zusam- mensetzung und der besondere Geschmack des natürlichen Mineralwassers.

Kurz nachdem ein galicischer Arzt die gesundende Wirkung des Wassers festgestellt hatte, wurde das Wasser zum Verzehr abgefüllt. So entstand im Jahr 1873 die Firma „Aguas de Mondariz“. Der Mineralbrunnen wurde zum Hofieferant der spanischen Königs- familie und das Spa entwickelte sich zum modernsten und wich- tigsten Zentrum für Spa-Kultur in Europa. Es besitzt modernste Techniken zur Behandlung von Sportverletzungen, Störungen des Nervensystem und des Bewegungsapparates. Die Behand- lung von Stress gehört ebenfalls zum Leistungsspektrum, das im Balneario – wie Heilbäder in Spanien genannt werden – angeboten wird.

Das Geschäftsmodell und die Tätigkeiten von Aguas de Mondariz basieren auf Nachhaltigkeit natürlicher Mineralwässer. Daher verpfichtet sich das Unternehmen, die Umwelt zu schützen, sowohl im sozialen wie auch im umgebungsbedingten Kontext. Die Führung der Firma erfolgt nach den Maßstäben der Nach- haltigkeit und Verantwortlichkeit gegenüber der Umwelt, der lokalen Kultur und Gesellschaft. Mit seinem besonderen und eigenen Projekt Green Mondariz hat der Mineralwasserbrunnen eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit eingenommen. Anhand einer ausgiebigen Studie über Produkte und Prozesse strebt Mondariz eine positive Verbesserung der Umwelt durch

strebt Mondariz eine positive Verbesserung der Umwelt durch Reduzierung von Abfall und der Effizienz bei der
strebt Mondariz eine positive Verbesserung der Umwelt durch Reduzierung von Abfall und der Effizienz bei der

Reduzierung von Abfall und der Effizienz bei der Nutzung der natürlichen Ressourcen. Aguas de Mondariz verpfichtet sich weiterhin zu stetiger Innovation, um beste Leistungen bezogen auf Reinheit, Garantien, Service und Handhabbarkeit zu offerie- ren. Daher ist man besonders stolz über die Verleihung des „Crystal Award“ im Jahre 2011 vom „International Taste and Quality Institute“ (iTQi). Das iTQi in Brüssel ist die führende unabhängige, aus Chefköchen und Sommeliers bestehende Organisation, die sich der Bewertung, Auszeichnung und Förderung von Nahrungsmitteln und Getränken mit hervor- ragendem Geschmack widmet.

Ursprünglich wurde das Wasser wegen seiner gesundenden und heilenden Wirkung in Apotheken verkauft. Seit diesen Ursprüngen hat sich aber viel getan und inzwischen wird das Mineralwasser von Mondariz in 29 Länder exportiert. So auch nach Deutsch- land, wo der bekannte Sommelier Arno Steguweit mit seiner Firma „Wine & Waters“ den Vertrieb übernommen hat. „Mondariz ist ein Wasser mit Geschmack“, wie der auch als Wasser- sommelier bekannt gewordene Steguweit schmunzelnd sagt. Die feine Mineralisierung macht dieses Wasser erfrischend und dadurch auch zum optimalen Begleiter von Wein und Speisen.

„Wine & Waters“ hat Arno Steguweit gemeinsam mit seiner Frau im Jahr 2010 gegründet mit dem Ziel, hochwertige Weine und Raritäten der Gastronomie und privaten Weinliebhabern anzubieten. Die in Berlin ansässige Firma zeichnet sich durch die Orientierung zur Dienstleistung aus, wie es der Sommelier aus der Top-Gastronomie gewohnt ist. Die angebotenen Weine und Wässer werden nicht erst geordert, wenn der Kunde etwas kaufen möchte, sondern sind auf Lager und werden umgehend zum Versand gebracht.

kaufen möchte, sondern sind auf Lager und werden umgehend zum Versand gebracht. VinosVinos 02/2012 02/2012 VinosVinos

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gAStronoMie

wine & Food matching

Spanische weine perfekt kombiniert

weißwein zu Fisch und Rotwein zu Fleisch? das war gestern. längst bestimmen nicht mehr nur starre Regeln, welcher wein zu welchem Essen serviert wird. kreativität und Experimentierfreude sind gefragt! wie wein und Speisen im Zusammenspiel eine gute harmonie erreichen, wurde gastronomen am 1. oktober im Rheingauer kronenschlösschen im Rahmen eines „wine and Food matching“-workshops von ICEX – wein aus Spanien vermittelt.

Sommelière Yvonne Heistermann erklärte anhand eines 5-Gänge-Menüs die Wechsel- wirkungen hochwertiger, spanischer Weine zu unterschiedlichen Gerichten und worauf es bei der Kombination ankommt. Einfüsse wie der Säuregehalt in Wein und Speise, Salz im Gericht in Bezug auf die senso- rische Wahrnehmung des Weines, die Verbindung des Alkoholgehalts mit den unterschiedlichen Gewürzen sowie Süße und Bitterstoffe auf verschiedene Zube- reitungsarten spielen genauso eine Rolle wie die Auswirkungen der Tageszeit des Verzehrs auf den Geschmack.

Bereits der Aperitif sorgte bei den Teil- nehmern für Aha-Erlebnisse. Entgegen der gängigen Praxis wurde der Sherry Fino en Rama nicht nur als Aperitif gereicht, sondern startete direkt als Begleiter zur Vorspeise „Variationen von Blätterteig- gebäck“ und wurde damit zum Star des Abends.

Weiter ging es mit einem frischen Weiß- wein aus der Trendtraube Xarel-lo aus der D.O. Penedès und einem fruchtigen Roten aus einer Cuvée von Garnacha und Samso aus der D.O. Montsant. Hier waren nun die Weinprofis selbst gefragt, herauszufinden, welcher Wein für sie der bessere Begleiter zum zweiten Gang (Wachteln mit Schwarzwurzeln und Walnüssen) war und diese Wahl anhand der Grundlagen zu begründen.

Beim dritten Gang (Ravioli vom Muskat- kürbis mit Tomate und Parmesansud) standen die „jungen Tintos“ im Mittel- punkt. Im ersten Glas ein junger Garnacha aus der D.O. Vinos de Madrid, daneben ein Mencía aus der D.O. Bierzo. Anhand der einzelnen Geschmackskomponenten wurden Aspekte wie Säure im Wein und im Essen sowie Alkohol im Wein und Würze einer Speise veranschaulicht und diskutiert.

Den vierten Gang begleiteten zwei sorten- typische, im Barrique gereifte kräftige Rotweine: ein Tempranillo aus der D.O.Ca.

Rioja und ein Garnacha Vino de la Tierra de Castilia y Leon. In der Gegenüberstel- lung der beiden „Premium-Tintos“ zum herbstlichen Wildgericht „Rehhaxe mit Spitzkohl, Birne und Preiselbeeren“ hatten die Teilnehmer erneut die Chance, unter fachkundiger Anleitung die Harmonien und Gegensätze herauszuarbeiten.

Krönender Abschluss war das Dessert, begleitet von zwei Cavas. Wie schon beim Sherry, sorgte die außergewöhnliche und neue Kombination eines Aperitifs mit einer

Speise für Begeisterung. Gleichzeitig pola- risierte die Auswahl stark: Während der erste Schaumwein, ein klassischer Jahr- gangs-Cava mit glasklarer Struktur, leben- diger Säure und fruchtig-nussig-blumiger Aromatik pur gekostet als Favorit galt, erlebte der zweite, ein Rosado mit beerigem Aroma in der Kombination mit dem Dessert seine Sternstunde und wurde von den meisten als perfekter Begleiter zur Passionsfruchtkugel im weißen Schoko-ladenmantel mit Zitrone und Ingwereis gekürt.

Schoko-ladenmantel mit Zitrone und Ingwereis gekürt. Wein 1 Wein 2 Speise Fino en rama gonzález byass
Wein 1 Wein 2 Speise Fino en rama gonzález byass • blätterteiggebäck in vier variationen
Wein 1
Wein 2
Speise
Fino en rama
gonzález byass
• blätterteiggebäck
in vier variationen
d.o. jerez
Weintyp: Sherry
calcari Xarel-lo 2011
bodega Parés baltà
Acústic 2009
• wachtel
bodega Acústic
• Schwarzwurzel
Xarel-lo • d.o. Penedès
garnacha, Samso • d.o. montsant
• walnuss
Weintyp: Weißwein
Weintyp: Rotwein
la bruja Averia 2011
comando g
corro das Xanas 2011
compañía Santa trinidad XXi
• Ravioli vom
muskatkürbis
garnacha • d.o. vinos de madrid
mencía • d.o. bierzo
• Tomate
Weintyp: Rotwein
Weintyp: Rotwein
• Parmesansud
(junger Tinto)
(junger Tinto)
baigorri reserva 2006
bodegas baigorri
kaoS 2008
• Rehhaxe
bodegas canopy
• Spitzkohl
Tempranillo • d.o.Ca. Rioja
garnacha • v.T. Castilia y leon
• birne
Weintyp: im Barrique
gereifter Rotwein
(premium Tinto)
Weintyp: im Barrique
gereifter Rotwein
(premium Tinto)
• Preiselbeere
gran reserva Particular 2003
bodegas recaredo
Sumarroca gran brut rosado
bodegues Sumarroca S.l.
• Passionsfruchtkugel
im weißen
Schokoladenmantel
macabeo, Xarel-lo • d.o. Cava
Pinot noir • d.o. Cava
• Zitrone
Weintyp: Cava
Weintyp: Cava
• Ingwereis

PreSSe

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Fachverkostung mit Spitzenönologe Ángel anocíbar beloqui

Tempranillo im wandel der Zeit

Tempranillo und ihr Facettenreichtum standen im Fokus der diesjährigen Presseveranstaltung „grape variety“, zu der ICEX – wein aus Spanien am 15. november 2012 ins hotel Roomers nach Frankfurt einlud. Spitzenönologe Ángel Anocíbar beloqui und Spanien-experte david Schwarzwälder präsentierten dem Fachpublikum zwölf ausgewählte Top-weine und erläuterten die langjährige Entwicklung der Tempranillo-Traube und deren Erfolgsgeschichte.

der Tempranillo-Traube und deren Erfolgsgeschichte. Tempranillo nimmt im spanischen Weinsektor eine Schlüssel-
der Tempranillo-Traube und deren Erfolgsgeschichte. Tempranillo nimmt im spanischen Weinsektor eine Schlüssel-

Tempranillo nimmt im spanischen Weinsektor eine Schlüssel- stellung ein, historisch wie qualitativ. Wagt man einen Blick zurück in die spanische Weingeschichte der vergangenen eineinhalb Jahrhunderte, dann lässt sich anhand der Tempranillo der Weg in die Moderne und damit auch in den beispiellosen Boom, den Spaniens Weine auf den internationalen Märkten erfahren haben, auf beeindruckende Weise nachzeichnen.

Das Tasting zeigte, wie sich das Verständnis der spanischen Wein- macher in Bezug auf ihre große autochthone Sorte in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt hat. Als Beispiel dienten Weine, die als Meilensteine in der Entwicklung der Tempranillo fungieren.

Dazu verkosteten die Teilnehmer zunächst einen 1994er sowie drei 2004er und einen 2005er Tempranillo. Stilistik, die tech- nische Umsetzung bestimmter Tempranillo-Charaktere sowie das berühmte Lagerpotenzial standen bei diesen Gewächsen im Vordergrund. Es folgten sechs 2009er-Jahrgänge aus den Anbau- gebieten Rioja, Ribera del Dureo, Castilla y Léon und Toro.

Die verschiedenen Verkostungsblocks gingen auf die unter- schiedlichen Terroirs, oder besser spanisch ausgedrückt, terruños

ein, welche der Rebsorten die größten Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Der Fokus lag auf Gewächsen, die ausschließlich aus den namhaften Appellationen entlang der beiden großen Wein- füsse des Landes, dem Ebro im Norden sowie dem Duero im zentralen Westen stammen. Anhand der präsentierten Weine wurden zudem der Einfuss der Klimaerwärmung und die damit zusammenhängenden Maßnahmen, die von den Winzern und Weinmachern in diesem Zusammenhang getroffen werden sowie der eventuelle Einfuss, den diese wiederum auf die zukünftigen Weinstile haben könnten, erläutert.

Spitzenönologe der Bodega Abadia Retuerta, Ángel Anocíbar Beloqui gilt als Spezialist für Tempranillos in Extremklimata und bereitet auf dem Südufer des Duero-Flusses einen legendären Single-Vineyard-Tempranillo. Besonders hervorgetreten ist Ano- cíbar Beloqui durch die konsequente Weiterentwicklung des Einzellagengedankens, indem er aus dem Nichts ein Modellwein- gut mit Lagenweinen (vino de pago) anlegte, das heute einige der besten spanischen Weine hervorbringt. Von der Qualität der Weine konnten sich die Teilnehmer bei Verkostung selbst überzeugen.

sich die Teilnehmer bei Verkostung selbst überzeugen. Wein bodega region Prado enea gran reserva

Wein

bodega

region

Prado enea gran reserva

bodegas muga

d.o.Ca. Rioja

torremilanos gran reserva 1994

bodegas Peñalba lópez

d.o. Ribera del duero

Señorío de San vicente reserva 2004

Señorío de San vicente

d.o.Ca. Rioja

Abadía retuerta Pago negralada 2004

abadía Retuerta

v.T.Cyl

barón de chirel reserva

herederos del marqués de Riscal

d.o.Ca. Rioja

Finca la emperatriz Parcela n° 1 2009/2010

bodegas la Emperatriz

d.o.Ca. Rioja

la Poza de ballesteros 2009

artadi

d.o.Ca. Rioja

Pico cuadro original 2009

Pico Cuadro

d.o. Ribera del duero

la viña de Amalio 2009

Cillar de Silos

d.o. Ribera del duero

Abadía retuerta Pago negralada 2009

abadía Retuerta

v.T.Cyl

Paydós 2009

viñedos alonso del yerro

d.o. Toro

Abadía retuerta Petit verdot 2002

abadía Retuerta

v.T.Cyl

18 MArktPlAtz in SPAnien

EnoFusión meets madridFusión

Internationales gipfeltreffen der gastronomie

Seit nunmehr zehn jahren wird madrid im januar dank des stattfindenden kongresses „madridFusión“ zur gastronomischen hauptstadt der welt. hierher kommen köche aus aller welt, um in die Zukunft zu schauen. 2013 findet dazu passend zum dritten mal gemeinsam die „EnoFusión“ statt. wie der name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen kongress zum Thema wein in der gastronomie.

dabei um einen kongress zum Thema wein in der gastronomie. Das Programm der EnoFusión 2012 lässt
dabei um einen kongress zum Thema wein in der gastronomie. Das Programm der EnoFusión 2012 lässt

Das Programm der EnoFusión 2012 lässt erahnen, was Sie 2013 erwarten wird: Drei vollgepackte Tage mit unterschiedlichsten Podiumsdiskussionen und thematischen Verkostungen lassen keine Langeweile aufkommen. Beim personenbezogenen Thema „Wein der Eltern und der Kinder“ wurden in einer Verkostung beispielsweise die Weine von René Barbier neben denen seines Sohnes René Barbier Junior verkostet. Zur Verkostung und Diskus- sionsrunde rund um das Thema ökologischer Weinbau traten neben dem französischen Gast Nicolas Joly auch spanische Wein güter wie Bodega F. Schatz, Bodegas Ruiz Villanueva und Descendientes de J. Palacios an. Auf allerhöchstem Niveau be- wegte sich unter anderem auch die „Cata de Leyenda“, also die legendäre Probe, bei der es eine Vertikale der Weine Numanthia und Termanthia gab, die vom Önologen und Weingutsdirektor Manuel Louzada selbst kommentiert wurde. So ging es Schlag auf Schlag während der dreitägigen Veranstaltung. Weinstile, Regionen und Rebsorten wurden in die Waagschale geworfen.

Wem das nicht genug war, konnte zwischendurch an der „enoBar“ eine Auswahl renommierter Weine diverser Regionen, Rebsorten und Stile verkosten. Wie im Londoner Hyde Park ging es in der „Wine Corner“ zu. Spontaneität ist Trumpf, wenn Winzer zehn Minuten Zeit haben, um ihre Weine zu präsentieren. Ruhiger geht es dagegen im Bereich „Expobodegas“ zu, der dazu geschaffen wurde, um den Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern zu fördern und Handelsbeziehungen zu knüpfen.

Und was genau ist passiert beim „Köche-Kongress“? Während des Festivals können Sie die Köche an vielen Ständen in Aktion sehen. Sie – Gäste, Gastronomen sowie Köche selbst – entdecken ungewöhnliche Rezepte, Gerichte und unerwartete Aromen aus nah und fern. Sie können Talente von morgen entdecken, moderne Techniken der Vor- und Zubereitung von Speisen und die gewag- testen Kombinationen erleben. Es ist teils eine Konferenz und teils eine Messe, wo einfussreiche Köche aus der ganzen Welt

VinosVinos 02/2012

ihre neuesten Rezepte und Techniken auf einer Hightechbühne demonstrieren. Und das Ganze nicht hinter verschlossenen Türen, sondern vor einem Auditorium mit Hunderten von Kolle- gen, aufstrebenden Köchen und der Presse. Es wirkt wie eine Kreuzung aus Haute-Couture-Show und Chirurgen-Kongress, wobei natürlich Food-Trends in den Vordergrund gerückt werden und nicht die aktuelle Modekollektion oder die Arbeitsweise in der plastischen Chirurgie.

Mit der dritten Aufage der EnoFusión im Jahr 2013 wollen die Veranstalter den Kongress zu einer festen Größe in der Wein- szene etablieren. Es wird wieder ein exquisites Programm mit großen Weingütern und Winzern vorbereitet, um dem gastro- nomischen Fachpublikum den Besuch zu einem leidenschaft- lichen Erlebnis zu machen. Die Madrid Fusión 2013 ist der Küche des „alten Europa“ gewidmet, womit laut Veranstalter vor allem die für unsere Gaumen unbekannteren kulinarischen Länder wie Polen, Russland und Irland gemeint sind. Als Gastland wird Brasilien mit seinen Spezialitäten fungieren.

Gastland wird Brasilien mit seinen Spezialitäten fungieren. termin: 21.–23. januar 2013 Webseite:

termin: 21.–23. januar 2013

Webseite: www.enofusion.net + www.madridfusion.net

Facebook: www.facebook.com/enofusion www.facebook.com/madridFusionCongreso

Anreise: madrid ist von deutschland aus sehr gut erreichbar. die ausstellung findet im „Palacio municipal de Congresos“, direkt am messegelände „IFEma“ statt, das in der nähe des Flughafens madrid-barajas ist. die haltestelle „Campo de las naciones“ der metro (linie 8) ist direkt am Eingang zur kongresshalle und messe.

übernachtung: In madrid stehen hotels in allen Preisklassen zur verfügung. Eine gute übersicht über die übernachtungsmöglich- keiten und sonstigen kulturellen aktivitäten in madrid bekommt man über das Tourismus-Portal www.esmadrid.com, das auch in engli- scher Sprache verfügbar ist.

ICEX-Stipendium für junge köche

Wein & kultur

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von spanischer küchenkunst inspiriert

Seit 2007 werden junge köche aus dem ausland mit unterstützung vom spanischen Institut für außenhandel (ICEX) in gehobener spanischer küche weitergebildet. anstoß für dieses Stipendienprogramm war der wachsende internationale Einfluss der spanischen küche, die in der letzten dekade zu einem der vorreiter für kreativität und Innovation in kulinarischen Techniken geworden ist. das Ziel des Programms ist es, das bewusstsein für die große vielfalt und die Qualität der bekanntesten Produkte Spaniens zu schaffen und ein internationales netzwerk von Fachleuten zu etablieren, die sich der gehobenen küche Spaniens, die weltweit zu den avantgardistischsten zählt, verbunden fühlen.

Das Trainingsprogramm dauert acht Monate und besteht aus drei Stufen. Im ersten Schritt erhalten die Teilnehmer einen Intensiv- kurs in der spanischen Sprache und beginnen in dieser Einarbei- tungszeit, in die spanische Kultur und die gastronomische Geschich- te einzutauchen. Dabei lernen sie auch die Produkte des Landes besser kennen. In der zweiten Phase geht es für einen Zeitraum von sechs Monaten in eines der renommiertesten Restaurants Spa- niens. Auch in absoluten Spitzenbetrieben wie dem „El Bulli“, „Arzak“ oder „El Celler de Can Roca“ konnten die Stipendiaten in den letzten Jahren Er- fahrungen sammeln. Als dritte und letzte Stufe des Trainingsprogramms steht ein Wettbewerb auf dem Programm. Hier zeigen die jungen Köche die Kennt- nisse, die sie in der spa- nischen Küche und mit den heimischen Zutaten erwor- ben haben.

Die beiden deutschen Teil- nehmer des Jahres 2012, Hannah Lindemann und Bernd Mantzsch, haben unabhängig voneinander in vier Betrieben an ihrem Können gefeilt. So war Hannah Lindemann zunächst im Restaurant „Bal d’Onsera“ in Zaragoza, um dann nach Andalusien zum „Aponiente“ in Puerto de Santa María zu wechseln, während Bernd Mantzsch im Restaurante „Ramón Freixa“ in Madrid begann und sich anschlie- ßend im „El Cenador de Amós“ in Kantabrien weiterbildete. Als finale Vorbereitung auf den Wettbewerb hat das deutsche Duo am 17. Juli 2012 ein Degustationsmenü in der deutschen Botschaft in Madrid gekocht. Dabei haben die beiden ausschließlich spa- nische Produkte wie Fleisch vom Ibérico-Schwein (Presa),

St. Petersfisch, Safran, Sobrassada, Honig und Lamm verwen- det. Die begleitenden Weine stammten sowohl aus Spanien als auch aus Deutschland und standen so für das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung, auf der das Weiterbildungspro- gramm aufbaut.

Der abschließende Wettbewerb fand am 18. September 2012 in der Madrider Hotelfachschule „Escuela Superior de Hostelería y Turismo“ unter den Augen einer aus Fachleuten der spanischen Gastronomie bestehenden Jury statt. Die Teilnehmer hatten dabei die Aufgabe, ein eigenes Gericht zu kreieren, das die Beherr- schung der während der Fortbildung in spanischen Spitzenrestaurants erworbe- nen Kochtechniken und die Kenntnis der spanischen Spitzenprodukte widerspie- gelt. Durchgesetzt hat sich dabei der aus Singapur stammende Jungkoch Chee Kok Sen. Er überzeugte die Jury mit seiner stimmungsvollen Kreation „Sobre del Mar“ (übersetzt „Auf dem Meer“), einer mit Baby-Tintenfischen, Mandeln und eingelegten Zwiebeln gefüllten Rotbarbe, angerichtet auf „Ajoblanco“, einer der Gazpacho verwandten spanischen Suppe, die vor allem der andalusischen Küche zuzuordnen ist.

Ein ausführlicher und lesenswerter Artikel über den Wettbewerb ist in englischer Sprache auf der ICEX-Webseite „Foods from Spain“ (www.foodsfromspain.com) zu finden. Direkt zum Artikel über diesen Link: www.bit.ly/ICEX-Kochstipendium.

Artikel über diesen Link: www.bit.ly/ICEX-Kochstipendium. iMPreSSuM Herausgeber Spanische Wirtschafts- und

iMPreSSuM

Herausgeber Spanische Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX Jägerhofstraße 32, 40479 Düsseldorf Tel.: 0211 49366-31 Fax: 0211 49366-35

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Chefredaktion

Text/Redaktion David Schwarzwälder Sonja Overhage-Mrosk Peer F. Holm Pablo Calvo Integra Communication GmbH

vinos.dusseldorf@comercio.mineco.es www.winesfromspain.com www.wein-aus-spanien.org

Rocío Alberdi Alonso Wirtschafts- und Handelsrätin, Leiterin der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX

Konzeption Spanische Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX, Düsseldorf

Bilder Spanische Wirtschafts- und Handelsabteilung – ICEX, Abteilung Wein, Düsseldorf; ICEX / Pix of Spain;

Pablo Calvo

230 Volt /André Allerdisse;

Stellvertretende Chefredaktion Sonja Overhage-Mrosk

Renate Weber; Bodegas Hidalgo; Grupo Matarromera;

Castillo Perelada; Araex; Aguas de Mondariz; Meininger Verlag GmbH; Enofusión

Layout/Design/Realisation 230 Volt – Agentur für Werbung und Kommunikationsdesign, Fischerstraße 87, 40477 Düsseldorf

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02/2012 VinosVinos

In Spanien gibt es mehr als 10.000 verschiedene Weine und mindestens genau so viele Orte,

In Spanien gibt es mehr als 10.000 verschiedene Weine und mindestens genau so viele Orte, in denen man sie genießen kann.

Wo es mehr als 90 Rebsorten, über 10.000 fantastische Weine und 71 geschützte Herkunftsregionen gibt, die in aller Welt großes Ansehen genießen, ist die Fülle von Restaurants, Tavernen, Weinbars und Gasth ä usern nicht verwunderlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.wein-aus-spanien.org

Weinbars und Gasth ä usern nicht verwunderlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.wein-aus-spanien.org
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