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1959 50 Jahre HNA – Leserbilder 2009

Erinnerungsfotos unserer Leser aus dem Jahr 1959


Silvester 1959: Die
Birgit Dettmar sitzt auf dem Wirtsleute Justus
Opel Rekord ihres Vaters und Elisabeth Gude
Werner Dettmar. Mit die- (geb. Siebert) hinter
sem Wagen fuhren Vater der Theke ihrer
Werner, Mutter Marianne Wirtschaft (ehema-
und Tocher Birgit ein Jahr lige Gaststätte
zuvor in den Urlaub auf die Gude, heute Hotel
Insel Fehmarn. Der Opel Re- Gude) in Kassel-Nie-
kord ist Baujahr 1956. derzwehren. Links
im Bild, etwas ver-
deckt: Tochter Her-
ta Berger, geb.
Gude.

Mai 1959: Die


Schulklasse von
Doris von Kie-
drowski mit ihrer
Lehrerin Margare-
te Löbe in der
Schule am Wall
(Kassel).

Einkaufen, frühstücken, Freunde treffen –


Die Markthalle vereint das Beste, was die Region zu bieten hat
„Alle aneinander gereiht, haben sie eine Länge von fast 100 Arbeit ist vielseitig, abwechslungsreich und interes-
Metern“, sagt Andreas Mannsbarth, Geschäftsführer der sant – Andreas Mannsbarth ist der Geschäftsführer
Markthallen-Gemeinschaft, „und bei jeder Metzgerei der Markthallen GmbH
schmeckt die Wurst anders.“ Im Erdgeschoss der Markthal-
le bündeln die rund 20 Fleischtheken die ganze Angebots- Seit dem Jahr 1999 ist Andreas Mannsbarth Geschäftsführer
Markt in der Altstadt: Auf der Freifläche der Markthalle vielfalt an Fleisch- und Wurstwaren aus Nordhessen und der Markthallen GmbH, dem Zusammenschluss aller Markt- Julia, Carolina, Thomas und Elena Vogt, Martina Schal-
gibt es Pflanzen, Blumen oder Gemüse. den angrenzenden Regionen in Thüringen, Niedersachsen beschicker. Sein Aufgabengebiet umfasst die Leitung des Un- les und Andreas Zimmermann (v.l.) gehören zu einer
Gruppe von sechs jungen Kasseler Familien, die sich re-
und Nordrhein-Westfalen. Dazu reihen sich im Oberge- ternehmens „Markthalle“ von der Vermietung der Stände gelmäßig auf dem Markt treffen.
schoss der Markthalle Obst- und Gemüsestände, Bäckerei- über den Haushalt der Finanzen bis hin zu Marketing und
en, Biohof-, Käse- und Blumenstände aneinander, und auf Werbung. Regelmäßig erstellt er den Kundenbrief „Markt
der Freifläche bietet eine Vielzahl an Gärtnereien Pflanzen, Aktuell“, der über neue Marktbeschicker, Jubiläen an den
Blumen oder Gemüse an. Ständen, saisonale Produkte oder das aktuelle Geschehen
Seit Anfang 1965 sind die beiden ehemaligen Kasseler Märk- informiert. Der studierte Diplom-Ökonom ist der An-
te am Entenanger und auf dem Königsplatz in der Markthalle sprechpartner in allen Belangen rund um die Markthalle.
unter einem Dach zusammengefasst. Die Marktbeschicker „Meine Arbeit ist sehr vielseitig, abwechslungsreich und in-
aus Kassel und der Region kultivieren mit ihrem Angebot teressant“, sagt der 43-Jährige. „Hier passiert immer etwas
zum einen die nordhessische Küche und präsentieren ihren Neues und es gilt, viele gute Ideen zu entwickeln und das ge-
Kunden zum anderen vielseitige Spezialitäten aus der ganzen meinsame Angebot zu planen und umzusetzen.“ Dazu zählen
Fleischermeister Johannes Wiener, der schon als Kind
mit seinem Vater auf den Kasseler Markt gegangen ist, Welt. Hier gibt es sowohl eine einmalig große Auswahl an auch die vielseitigen Aktionen. Nach den Veranstaltungen
Alpha Senli und Helmut Noras (v.l.) genießen ein Glas
regionalen Köstlichkeiten, wie der „Ahlen Wurscht“, Speck- rund um den Spargel im Mai, eröffnet die Markthalle jetzt die „Wir haben gerade Pflanzen für unseren Garten ge-
kauft“, sagt Regine Pohl (l.), die den Markt gemeinsam
Wein in freundschaftlicher Runde. „Wir pflegen die Ge-
sellschaft und mögen die Gemütlichkeit der Markthal- kuchen, Weckewerk, Kartoffelwurst und Kasseler Strünk- „Grillsaison“. (zkr) mit ihrer Tochter Veronika, deren Freundin Clara Hartig
le“, sagen sie. „Seit über zwanzig Jahren treffen wir hier und Oma Luise Pohl (v.l.) besucht. „Und jetzt kaufen wir
Freunde und Bekannte.“ chen, oder an „alten“ Sorten, darunter Äpfel und Kartoffeln, noch für ein schönes Frühstück ein.“
als auch ein umfangreiches Angebot an Besonderheiten, wie
den Flugtee, Exotenfleisch, 20 verschiedene Sorten Pfeffer,
300 Käsesorten oder Weine aus allen Anbaugebieten der
Erde.
„Aber neben einer nordhessenweit einzigartigen Vielfalt an
Produkten hat die Markthalle ihren Besuchern noch viel
mehr zu bieten“, sagt Andreas Mannsbarth. Sie ist ein belieb-
ter Treffpunkt für alle Generationen. „Viele unserer Kunden
besuchen die Markthalle schon seit ihrer Kindheit und haben
ihre Treue über Jahrzehnte entwickelt.“ Auch mit den
Standinhabern pflegen viele Besucher ein zum Teil seit Jah-
Ingrid Röse (m.) an ihrem Obst- und Gemüsestand auf Im Obergeschoss der Markthalle bieten die Obst- und
der Freifläche. Sie besucht den Kasseler Markt seit dem
ren bestehendes freundschaftliches Verhältnis. „Wir sind Gemüsehändler ihre Produkte an.
Jahr 1956 und ist damit eine der drei Standinhaberin- hier wie eine große Familie“, freut sich der Geschäftsführer.
nen, die ihre Produkte seit mehr als fünfzig Jahren auf
dem Kasseler Markt anbieten. „Unsere Kunden wissen die freundliche Ansprache, aber
auch die Transparenz zur Herkunft der Produkte oder un-
sere Serviceangebote, wie die betreute Kinderecke oder
den Kundenbrief „Markt Aktuell“ sehr zu schätzen.“
An drei Tagen in der Woche öffnet die Markthalle ihre
Tore. Jeden Donnerstag, Freitag und Samstag stehen hier
Qualität und Frische, Geschmack und Genuss im Mittel-
punkt. Ihren Besuchern ist die Markthalle ein Ort der
Freundschaft und der Gastlichkeit. Hier kaufen sie ein, früh-
stücken gemeinsam oder treffen Freunde und Bekannte.
Sie haben sich extra im Café Markttreff einen Tisch re-
„Die Markthalle im Zentrum der Altstadt vereint das Beste, serviert und treffen sich immer donnerstags, um gemein-
sam zu frühstücken. „Weil wir alle rund um Kassel woh-
was unsere Region zu bieten hat“, sagt Andreas Mannsbarth. nen, ist die Markthalle für uns wegen ihrer zentralen
Andreas Mannsbarth ist der Geschäftsführer der Markthallen
Im Obergeschoss der Markthalle gibt es von Donnerstag
bis Samstag eine Vielfalt an Blumen, Obst, Gemüse,
Weitere Informationen gibt es unter 0561-780395 oder un- GmbH und Ansprechpartner für Kunden, Marktbeschicker und
Lage ein guter Treffpunkt“, sagt die Frühstücksgruppe.
„Hier kaufen wir ein, schwatzen zusammen und genie-
Käse und Brot aus der Region. ter www.markthalle-kassel.de. (zkr) Mieter. ßen das familiäre Flair.“
1959 50 Jahre HNA – Editorial 2009
WIE ALLES BEGANN SPORT
Editorial
Die Hessische Grundgehalt 160 DM
Allgemeine
Kaum zu glauben:
Was trugen die Sportler vor
50 Jahren? Wie wurde Fußball Zeit für Zeitung
Dass vor 50 Jahren die Hessi- gespielt und wieviel verdien-

I
sche Allgemeine entstehen ten die Kicker damals? Der n diesen Tagen blickt die
ehemalige Spieler des damali- Chefredakteur
konnte, liegt auch an einer HNA auf eine 50-jährige
gen Zweitligisten KSV Hessen, Horst
Männerfreundschaft unter Geschichte zurück. Im Seidenfaden,
drei Studenten. Rolf Fritzsche (heute 75, Foto: Frühjahr 1959 verschmolzen über „50 Jahre
Herzog), erinnert sich. die Kasseler Zeitung und die Hessische
Hessischen Nachrichten zur Allgemeine“
Hessischen Allgemeinen, als
viele Jahre später noch die nie-
WOHNEN KINO dersächsischen Ableger der
Zeitung unter diesem Dach waren und man das Schreiben
Unter einem Dach Süße Verlockung vereint wurden, da kam dann noch auf Schiefertafeln lernte.
Vater, Mutter und zwei Kinder Als Sugar Kane verdrehte Ma- auch das „N“ in den Titel hin- ...als Autos weder Sicher-
glücklich auf 65 Quadratme- rylin Monroe 1959 im Billy- zu. 50 Jahre Zeitungsgeschich- heitsgurt noch Airbag hatten
tern. Den Traum von den ei- Wilder-Film „Manche mögens te in Nordhessen - Anlass ge- und man beim Abbiegen noch
genen vier Wänden erfüllte heiß“ nicht nur den Filmpart- nug, das Rad ein wenig zurück einen Winker setzte.
der soziale Wohnungsbau. nern Tony Curtis und Jack zu drehen. ...als auf den Dörfern in den
Viele Kinder, wenig Geld - Lemmon den Kopf. Nur einer Für die älteren unter unse- Bauernhöfen keiner es als
das schweißte vor 50 Jahren von zahlreichen Kultfilmen ren Leserinnen und Lesern, merkwürdig empfand, zum
zusammen. aus diesem Jahr. die uns in großer Zahl mit Bil- Verrichten seines Geschäfts
dern bei der Gestaltung dieser ein Häuschen im Hof aufzusu-
Beilage geholfen haben, ist chen.
das ein romantischer Trip zu- ...als es aber noch in jedem
INHALTSVERZEICHNIS STADTANSICHTEN rück in eine Zeit, als die Uh- Ort einen Laden und eine
ren, so hat man den Eindruck, Kneipe gab.
Diese Themen erwarten Sie ebenfalls: Blickwinkel nicht nur anders, sondern vor ... als noch nicht in jedem
Wie sahen markante Ecken allem langsamer gingen. Für Haushalt ein Telefon existier-
Kassel 1959 aus? Wie sehen unsere jüngeren Leser sind te und man, wenn man anru-
• Musik: Das klang in unseren Ohren wir sie heute? Wir haben Fo- diese Seiten, die hier vor Ih- fen wollte, mit 20 Pfennig in
• Produktvergleich 1959/2009 tos aus dem Jahr 1959 die ak- nen liegen, beinahe ein Spa- der Tasche sich in eine Warte-
tuelle Ansicht gegenüber ge- ziergang durch eine Art Regio- schlange vor dem Telefon-
• Medizin auf dem Lande stellt. Vieles hat sich stark ver- nalmuseum gedruckter Art. häuschen einreihte und war-
• Eisenbahn-Stadt Bebra ändert, anderes ist „original“ Niemand aus der jüngeren tete, bis man dran kam. Fasse
• Eine Region an der Grenze geblieben. Generation kann sich heute Dich kurz hieß das Motto der
• Schönheit und Mode noch vorstellen, wie das Zu- Post.
sammenleben in jenen Tagen ...als Zeitungen noch im
• Handwerk auf dem Lande funktionierte: Bleisatz produziert wurden,
• Landwirtschaft AUTO ...als es nur wenige Fernseh- Redakteure auf Schreibma-
• Tourismus in Willingen Damit fuhren die
geräte in den Wohnungen schinen schrieben und Fotos
gab, im Radio eine überschau- mit Filmen gemacht wurden.
• Urlaub in den 50er-Jahren Nordhessen bare Zahl von Frequenzen auf Das ist gerade mal 50 Jahre
• Das Ende der Lohntüte Isetta, Borgward, Goggomobil altertümlichen Apparaten in her. Im Jahr 2009 also alle Mal
• Kultur auf dem Lande – auf den Straßen herrschte Wohnzimmern empfangen Anlass, einen Moment inne zu
Vielfalt. Einige Autos erschei- wurde, deren Einrichtung aus halten und sich auf diese im
• Spielzeug: Das hat sich getan heutiger Sicht gewöhnungsbe- Übrigen ja nicht immer guten
nen aus heutiger Sicht kurios.
• Leserfotos: Hochzeit und Geburt, Wir zeigen, womit die Nord- dürftig waren. alten Zeiten zu besinnen. Und
1. Schultag, Badevergnügen und Reisen hessen unterwegs waren. ...als in den Schulen Klassen sich Zeit für die Zeitung zu
nach Geschlechtern getrennt nehmen. hos@hna.de

www.city-point-kassel.de
1959 50 Jahre HNA – Wie alles begann 2009

Eine Freundschaft unter Männern


Die Hessische Allgemeine entstand vor 50 Jahren, weil sich drei Studenten gut kannten
Paul Dierichs: Am besten, Du
beantragst gar keine Lizenz Erster Verleger
Das Thema mehr für den Bochumer An- der Hessischen
zeiger. Dafür bekommst Du ei- Allgemeinen:
Was passierte eigentlich nen Anteil an der WAZ. Dr. Paul
Gesagt, getan: Die WAZ war Dierichs
vor 50 Jahren, als die Ge-
einen Konkurrenten im Ver- Foto: nh
burtsstunde der Hessi- breitungsgebiet los und Paul
schen Allgemeinen Dierichs war Anteilseigner der
schlug? Wir waren selbst größten deutschen Regional-
überrascht - es ist eine zeitung. Allerdings hatte er als
Anteilseigner ohne Geschäfst-
ganz besondere Ge- bereich kaum etwas zu tun.
schichte, die die Presse- „Das widersprach natürlich
landschaft in Nordhes- dem Naturell dieses aktiven
sen veränderte. und tatkräftigen Mannes“, er-
innert sich Dr. Dietrich Batz,
früher Verleger und Mithe-
rausgeber der HNA und Sohn
VON FRANK THONICKE des damaligen Verlegers der
Kasseler Post, Wilhelm Batz.
KASSEL. Dass vor 50 Jahren Für den rast- und ruhelosen
durch den Zusammenschluss Dierichs traf es sich gut, dass
der Kasseler Zeitung mit den in Kassel der Mit-Verleger der
Hessischen Nachrichten die Hessischen Nachrichten sei-
Hessische Allgemeine entste- nen Mehrheitsanteil an der
hen konnte, lag vor allem an Zeitung verkaufen wollte.
einer Männerfreundschaft Gustav Römer, so ist überlie-
Wilhem Batz, Rolf Ippen fert, fürchtete einen neuen
und Paul Dierichs studierten Weltkrieg und trat sozusagen
vor dem Krieg zusammen. Sie die Flucht an: Er siedelte nach
waren nicht nur Kommillito- Gran Canaria um, wo er als
nen, sondern auch Freunde. Plantagenbesitzer Bananen
Und: Sie sollten alle in der Zei- anbaute.
tungsbranche landen.
Rolf Ippen, Vater des heuti- Zu einem Spottpreis
gen HNA-Herausgebers Dr. Seine Anteile der Hessi-
Dirk Ippen, wurde nach dem schen Nachrichten wanderten Zusammenschluss: Aus den Hessischen Nachrichten und der Kasseler Zeitung wurden die Hessischen Nachrichten. Foto: Koch/Repro: HNA
Krieg Geschäfstführer der schließlich zur WAZ - zum
Westdeutschen Allgemeinen Spottpreis, heißt es: Die Buch- Paul Dierichs wusste natür- meine WAZ-Anteile, Du gibst streckte er gleich seine Fühler ten noch bestehen, kam aber
(WAZ). In deren Verbreitungs- halterin in Kassel soll überfor- lich von dem Handel und woll- mir die Zeitung in Kassel. nach den anderen Zeitungen teilweise mit ins Boot. Anteile
gebiet lag der Bochumer An- dert gewesen sein und hatte te nun unbedingt Verleger in Gesagt, getan: Dr. Paul Die- aus: Die Hessischen Nachrich- am damaligen Verlag Die-
zeiger - und bei dieser Zeitung für die Zeitung einen Verlust Kassel werden, wovon er sich richs wurde Verleger der Hes- ten und die Kasseler Zeitung richs: Paul Dierichs 70 Pro-
hatten als Verleger die Familie errechnet. Daraus resultierte reichlich Arbeit versprach. sichen Nachrichten. Und da er fusionierten schließlich. zent, Adolf W. Diehl (Kasseler
Dierichs das Sagen. ein niedriger Verkaufspreis. In Also sagte er zu seinem zwar nun die größte Zeitung Die Kasseler Post der Verle- Zeitung) 20 Prozent, Wilhem
Also sprach Rolf Ippen nach Wirklichkeit aber machte die Freund Rolf Ippen: Wir tau- in Kassel und Nordhessen be- gerfamilie Batz blieb trotz Batz (Kasseler Post) 10 Pro-
Kriegsende zu seinem Freund Zeitung Gewinn. schen einfach - ich gebe Dir saß, aber expandieren wollte, wirtschaftlicher Schwieriglie- zent.

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Galeria Kaufhof Kassel gratuliert der HNA zum 50-jährigen


Jubiläum mit einer Zeitreise durch die eigene Historie
Der Kaufhof-Gründer Der Grundstein des heutigen Warenhaus in Kassel eröffnet. Der Er- Verfügung standen. Im Jahr 1954 ent- einen großen Teil des 3. Obergeschos- schnitte wieder geschlossen, sämtliche
Erfolges folg anläßlich der Eröffnung war so schied man sich schließlich für ein voll- ses mit einbezog und auch im Unterge- Böden im Verkaufsraum erneuert, die
Leonhard Tietz (1849–1914) groß, dass die Einkäufer bereits am kommen neues Gebäude und während schoss weitere Verkaufsfläche schaffte Decken mit neuen Leuchtsystemen
Visionen, Mut Im April 1891 eröffnete Tietz auch ein
Geschäft in der Kölner Hohe Straße: die dritten Tag zum Einkauf neuer Waren der Abriss- und Neubauzeit fand der – insgesamt zusätzliche 2.550 m2. Die- versehen und die gesamte Hausklima-
und Unternehmensgeist. verreisen mußten. Die Tageszeitung se Baumaßnahmen machten auch ei- tisierung überarbeitet, die Elektrik,
Keimzelle der Galeria Kaufhof, die in
Vor 125 Jahren begann die Erfolgsstory Köln auf heute über 36.000 Quadrat- vermerkte treffend: ... nun hat Kassel nen Umbau der beiden Rolltreppen- Elektronik und der Brandschutz auf den
der Kaufhof Warenhaus AG. Sie ist un- metern Verkaufsfläche alles bietet, was ein mit allem Komfort eingerichtetes häuser und den Einbau eines zusätzli- allerneuesten Stand gebracht. Hinter
trennbar verbunden mit den Visionen das Herz begehrt. Köln wurde schon Warenhaus. Es besaß mit seinem ca. chen Lastenfahrstuhls nötig und die den Kulissen wurden Betriebsräume
des Firmengründers Leonhard Tietz. Er damal zum Zentrum des Tietz-Imperi- 9200 m2 Geschäftsfläche auf 3 Ver- jetzt 14.507 m2 Ladenfläche mit Ware verlegt und neu geschaffen um im 4.
setzte für den Handel in Deutschland ums und ist bis heute Sitz der Kaufhof kaufsetagen, immerhin schon 6 Aufzü- Obergeschoss noch weitere Verkaufs-
neue Maßstäbe. Shopping heißt heute Warenhaus AG. ge für Kunden und Waren. Außerdem räume zu erhalten. So hat nun die neu
eine bunte Warenwelt erleben. Und es wurde der Tietz Neubau auch als „Tri- gestylte Galeria Kaufhof Kassel insge-
heißt auch preisbewusst einkaufen. Galeria Kaufhof Kassel umpf des Casseler Handwerks gewür-
Der alte Kaufhof vor dem Abriss
Beides sind aber keine Erfindungen der Opernplatz und Friedrichsplatz haben digt, da über 40 ortsansässige Firmen
Neuzeit, sondern gehen bis weit ins 19. im Laufe der letzten 150 Jahre zwar an dem Bau beteiligt waren. 400 Mitar- Verkauf in einer 2200 m2 großen Aus-
Jahrhundert zurück. des Öfteren ihr Gesicht gewandelt, sie weich-Baracke am Opernplatz statt.
blieben aber jedoch immer eines: Herz- Schon am 21. Oktober 1955 konnte die
Kalkulierbarkeit und
stück von Kassels Stadtmitte. Wiedereröffnung gefeiert werden. Die-
Transparenz
als Geschäftsprinzip ser Neubau wies im Erdgeschoss und
100 Jahre Kaufhof
im 1. und 2. Obergeschoss eine Ver-
Begonnen hatte alles vor gut 150 Jah- zu versorgen. Natürlich wurden auch
ren in Paris mit dem „Bon Marche“, ur- Lüftung, Stromversorgung und Be-
sprünglich ein Modegeschäft. Schon bald leuchtung den Bedürfnissen der Acht-
wurde daraus ein Warenhaus mit immer ziger angepaßt und im September Neues Branding 2008
größerem Sortiment. Das Geheimnis Tietz Herrenartikel 1979, zum 100. Kaufhof-Konzern-Ge- samt stolze 18.000 m2 Verkaufsfläche.
des Erfolgs waren völlig neuartige Ge- beiter kümmerten sich damal um die burtstag und Jubiläumsverkauf war Aber auch nach außen präsentiert sich
schäftsprinzipien: feste Preise, Barzah- Kunden, Waren und Verwaltung. 1927 schon beinahe alles wieder fertig. die Galeria brillanter – mit neuer Au-
lung, Möglichkeit des Umtauschs und ge- erhielt das Haus eine aus 2000 Glüh- ßenwerbung, neuen Eingängen und ei-
ringe Handelsspanne bei großem Umsatz. Neueröffnung 1955 Erst wieder im Jahr 1996, nach einer
birnen bestehende Konturenbeleuch-
Tietz Kassel Sanierung der denkmalgeschützten
Das überzeugte einen jungen Mann aus tung, die man sogar aus den umliegen- kaufsfläche von insgesamt 6.450 m2 Außenfassade in der Opernstraße und
Deutschland namens Leonhard Tietz so Hier trafen sich vor allem am frühen den Ortschaften noch erkennen konnte. auf und besaß daneben noch Lager der Neuen Fahrt wurde der ursprüngli-
sehr, dass er sein 1879 in Stralsund er- Abend die Besucher des alten Casseler In Kassels schwerster Bombennacht und Betriebsräume von nochmals che Kaufhof zur „Galeria Kaufhof“ und
öffnetes „Garn-, Knopf-, Posamentier- Hoftheaters. Als die darstellenden des 22. Oktobers 1943, brannte das 6.700 m2 . das erforderte einen vollkommenen
und Weißwarengeschäft“ bald auf die Künste in das neu erbaute Theater am Haus beinahe vollkommen aus, konnte 1964 konnte das benachbarte Grund- Umbau und Ausbau der Verkaufsetagen.
neuen Prinzipien umstellte. Sein öko- unteren Ende des Friedrichsplatz um- aber noch während der Kriegsjahre im stück in der Oberen Königsstraße da- Im Jahr 2008 wurde dann ein weiteres
nomisches Grundrezept lautete „feste zogen, wurde 1908 das alte Hoftheater enttrümmerten Erdgeschoss und im 1. zugepachtet werden und so konnte der mal grundlegend umgebaut. In einer
Preise, kleiner Aufschlag, großer Um- abgerissen und Platz geschaffen für ei- Obergeschoss mit vorsorglich ausgela- Kaufhof mit seinem Anbau und einer Zeit von knapp einem halben Jahr wur- Haupteingang 2008
satz“, Alles was mit festen Preisen aus- nen Neubau, einem Warenhaus und gerter Ware notdürftig den Verkauf Aufstockung auf 5 Etagen großzügig de nun im Haus beinahe rund um die ner weltstädtischen Schaufensterfront.
gezeichnet und musste bar bezahlt zwar der 14. Filiale der Leonhard Tietz wieder aufnehmen. auf insgesamt 11.000 m2 Verkaufsflä- Uhr gearbeitet um das Eröffnungsziel
werden. Tietz kalkulierte zudem seine Aktiengesellschaft Köln. Pünktlich am 13. November 2008
Nach dem Kriegsende ging das Aufräu- che erweitert werden. im November 2008 einhalten zu kön-
Preise schärfer als die Konkurrenz und konnte das komplett erneuerte Haus an
setzte auf dauerhaft günstige Angebote Nach einer Bauzeit von einem Jahr men weiter, so dass 1950 schon wie- Im Jahr 1979 begann ein weiterer nen. In dieser Zeit wurden Decken auf- unsere Kunden übergeben werden.
und höheren Umsatz. wurde am 5. Oktober 1911 das neue der 2700 m2 auf 2 Verkaufsetagen zur grundlegender Umbau, der nun auch gebrochen und alte Rolltreppenaus-

Kassel | Obere Königsstraße


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1959 50 Jahre HNA – Journalismus 2009

„Heintel, was ist da eigentlich los?“


Hans Heintel: Als rasender Reporter war er täglich 60 Kilometer mit dem Fahrrad im Schwalm-Eder-Kreis unterwegs
all - problematisch war es al-
Das Thema lenfalls, die beschafften Nach-
richten und Storys überhaupt
Sie sind Zeitungs-Vete- loszuwerden. Papier war kon-
tigentiert, die Hessischen
ranen, und damit Zeu- Nachrichten erschienen ab-
gen der Geschichte. Und wechselnd mit der Kasseler
sie können Geschichten Zeitung, und die Lokalteile
erzählen - vom Zeitungs- wurden nicht nach Seiten,
sondern nach Zeilen gezählt.
machen, wie sich der Be- Zwei ode drei Spalten über der
ruf in den letzten 50 Jah- Kultur waren die Regel für das
ren verändert hat. Wir Lokale, und nicht selten muss-
sprachen mit drei Män- te sich Heintel den Befehl von
Koordinator Eberhard Heine-
nern der ersten HNA- mann in der Kasseler Zentrale
Stunde. anhören: „100 Zeilen, für al-
les, dann ist Schluss.“

VON FRANK THONICKE „In den 70er-Jahren wa-


ren wir doch fast rund
KASSEL. Es war im Jahr 1948, um die Uhr im Ein-
als Hans Heintel, heute 87 Jah- satz.“
re alt, ein für einen Journalis- HANS HEINTEL
ten damals überaus wichtiges
Arbeitsutensil erstand: Er be-
kam auf Bezugsschein ein Die Seitenzahlen der Zei-
Fahrrad. 47 Mark kostete das, tung kletterten im Lauf der
und er konnte es in Borken Jahre wie das Wirtschaftswun-
(Schwalm-Eder-Kreis) kaufen. der in ungeahnte Höhen, und
Damit wurde Heintel zum für Hans Heintel stieg der
ersten rasenden Reporter des Stress. „In den 70er-Jahren wa-
Schwalm-Eder-Kreises: Von ren wir doch fast rund um die
Borken über Frielendorf nach Uhr im Einsatz“, erinnert sich
Homberg, von Homberg nach der Pensionär. „Heintel, was
Wabern, von Wabern nach ist da eigentlich los?“, lautete
Fritzlar. An die 60 Kilometer Liebe zu Norwegen: Eine Flagge auf seinem Schreibtisch zeugt davon, wo Hans Heintel sich seine ersten journalistischen Sporen ver- oft genug die Frage aus der
war er jeden Tag mit dem Rad diente. Fotos: Thonicke Zentrale in Kassel, wenn es
unterwegs. Bei Wind und Wet- mal wieder - auch im übertra-
ter, bei Sonne und Schnee. war er in der Lage, einen Fern- Also vollzog der Reporter sich in allen Gassen des Krei- dokumentieren. Mit dem genen Sinn - im Schwalm-
schreiber zu bedienen. sozusagen die Vereinigung der ses auskannte. Und so wech- Fahrrad fing alles an, es folgte Eder-Kreis brannte.
Start als freier Mitarbeiter Nur hatte die Kasseler Zei- beiden Zeitungen lange vor selte Hans Heintel 1950 zu den ein Motorrad, dann ein Mes- Und vielleicht dann sehnte
Dass Hans Heintel ein Jahr tung gar keinen - der nächste dem offiziellen Datum 1959. Hessischen Nachrichten. serschmitt Kabinenroller so- sich Hans Heintel nach den al-
vor dem so wichtigen Radkauf erreichbare stand in der Re- Heintel, Mitarbeiter der Kasse- 50 Mark betrug das erste wie eine Isetta. Als Krönung ten, doch viel ruhigeren Zei-
als freier Mitarbeiter (Zeilen- daktion der Konkurrenz. Die ler Zeitung, bediente den Gehalt, und der langsame, steuerte Hans Heintel einen ten am Beginn der Zeitungs-
honorar zehn Pfennig) bei der Hessischen Nachrichten in Fernschreiber der Hessischen aber stetige Aufstieg des Lan- Fiat 500 über die damals noch ära, als er der rasende Repor-
Kasseler Zeitung anfangen Fritzlar besaßen so ein Gerät - Nachrichten. des, der Region und der Zei- holprigen nordhessischen ter auf dem Fahrrad war. „Da
konnte, lag an seinen speziel- aber niemanden, der in dessen Dort hatte man nicht nur tung lässt sich am besten an- Straßen. konnte man es sich auch mal
len Kenntnissen. Zum einen Bedienung so perfekt war wie deswegen ein Auge auf den hand der Fahrzeuge des rasen- Geschichten, die sich zu er- einteilen und eine Veranstal-
konnte er Steno, zum anderen Hans Heintel. flinken Hans geworfen, der den Reporters Hans Heintel zählen lohnten, lauerten über- tung auslassen.“

Nur drei „ä“ im Setzkasten Einer musste


Schuld sein
Eberhard Heinemann: Sechs Kilometer zu Fuß zur Stadtverordnetensitzung
VON FRANK THONICKE Früher war natürlich nicht alles
besser. Sagt Eberhard Heinemann.
che.“ Eberhard Heinemann machte.
Und aus der Woche wurden Jahre.
KASSEL. Früher war natürlich alles
besser. Da mussten sich Journalis-
Der 81-Jährige muss es wissen -
schließlich fing er 1946 bei den
Als Lokaljournalist in Rotenburg
fing er an, später koordinierte Eber-
Jakob Röse und sein stressiger Job als Faktor:
ten noch nicht mit Fehlern (fatale „Hessischen Nachrichten“ als Jour- hard Heinemann in Kassel die Be- Er war für den pünktlichen Andruck zuständig
error!) herumschlagen, die der Com- nalist an. Das Fazit des Mannes der zirksausgaben und produzierte die
puter macht. Da schrieb man keine ersten Stunde lautet. „Früher hat „Hessen-Seite“. Als rasender Repor- VON FRANK THONICKE Fehler in der Zeitung - ein zugege-
Mail an einen Kollgen, sondern die Arbeit Spaß gemacht und man ter musste man vor allem gut zu ben leidiges Thema. Und da kann sich
stand auf, ging ins Nebenzimmer hat sich über sie beklagt. Und später Fuß sein in den Anfangsjahren der KASSEL. Wenn die geplante Andruck- der betagte Röse, der 1947 bei der Zei-
und sagte: „Wie geht‘s ?“ Da guckte hat die Arbeit Spaß gemacht und Zeitung. Tagte in Bebra die Stadtver- zeit nicht erreicht wird, die Zeitung tung anfing, noch immer fast in Rage
man nur in den Bildschirm, wenn man hat sich auch beklagt.“ ordnetenversammlung, lief Eber- somit später ausgeliefert wird und reden. Sein Motto lautet bis heute:
man Samstags die Glotze wegen Pe- hard Heinemann von Rotenburg aus nicht pünktlich beim Leser ankommt, „Lieber eine Zeitung mit Fehlern als
ter Frankenfeld anmachte. Wollte Förster werden zur Sitzung. Sechs Kilometer weit. dann muss es einen geben, der Schuld überhaupt keine Zeitung.“
Ja, damals:. Da schrieb man mit Dass Eberhard Heinemann, der Nachts ging es dann per Pedes zu- hat. Einen, der Verantwortung über- Und der 95-Jährige erinnert sich
einer Schreibmaschine und das Te- wie sein Vater eigentlich Förster rück, dann wurde geschrieben. nimmt, der den Kopf hinhält. noch genau an den bösen Brief eines
lefon hatte kein Display, sondern werden wollte, überhaupt zur Zei- So einer war Jakob Röse. Der heute Studienrates, in dem sich der Lehrer
eine Wählscheibe. Die Zeitung hatte tung kam, lag an den Ferien eines Keine Kameras 95 Jahre alte Kasseler war jahrzehnte- über die Fehler in der Zeitung monier-
zuweilen nur acht Seiten und er- Freundes. Der war in Rotenburg bei Der Text wurde in Blei von Set- lang Faktor unserer Zeitung - der te. Pech, dass er mit dem Schreiben
schien nur drei Mal in der Woche. der Zeitung, und als er in Urlaub zern an Maschinen hergestellt, gro- Mann also, der dafür bei dem in Grammatik
Gab es früher eigentlich schon das ging, sagte er zu seinem Spezi Eber- ße Überschriften entstanden per verantwortlich war, und Rechtschreibung
Wort Stress? hard: „Mach Du das mal die Wo- Hand. Manche erschienen nie. Etwa dass alles in der Setze- überaus kundigen Röse
die Zeile „Täglich Ärger mit dem rei lief wie am Schnür- landete. Der nämlich
Nähkästchen“. Bei den Hessischen chen. nahm den Leserbrief des
Nachrichten gab es zunächst nur Faktor, dass war zu Studienrates genau un-
drei „ä“. Mit dem Fotografieren war Zeiten, als die Zeitung ter die Lupe und zählte
es auch so eine Sache - private Ka- noch mit Bleilettern ge- in dessen Zeilen nicht
meras waren von der Besatzungs- setzt wurde, eine Art weniger als 16 Fehler.
macht konfisziert worden. Mitarbei- Höllenjob. Da hatte Und Jakob Röse rechne-
ter der wenigen Fotogeschäfte man es jeden Abend te nach: Die 16 Fehler
sprangen als Bildreporter ein. mit Zeitungssetzern zu im Brief des Lehrers
Manchmal passierten im Eifer des tun, die unter den Fach- würden, hochgerechnet
Gefechts Missgeschicke. Bei den arbeitern etwas Beson- auf die Zeilen in der ge-
Hersfelder Festspielen wurden Perü- deres waren oder sich samten Zeitung, 13 000
cke und Kostüm des Schauspielers zumindest dafür hiel- Fehler in einer einzigen
Attila Hörbiger mit einem Pulver- ten. Fast Künstler am HNA-Ausgabe bedeuten.
blitz in Brand gesetzt. Setzkasten also, die Röse schrieb das dem
Die Zeitungen hießen auch ganz mitunter auch ihre Al- Eiserne Nerven: Jakob Röse Studienrat - daraufhin
anders als heute. Die Ausgabe der lüren auslebten. schwieg der Lehrer.
Hessischen Nachrichten in Melsun- Und da waren die Journalisten, die 1977 hatte Röse das Rentenalter er-
gen und Fritzlar-Homberg nannte minutenlang über eine Formulierung reicht. „Als die Bleizeit zu Ende ging,
sich etwa Heimat-Bote. Die in Hers- im Leitartikel brüteten und darüber ging auch ich“, sagt er. Der HNA und
feld und Rotenburg hieß Fuldabote, die pünktliche Abgabezeit ihrer geisti- dem Verlag Dierichs blieb er dennoch
die in Waldeck-Frankenberg Eder- gen Ergüsse vergaßen. treu: Bis 1994 machte Jakob Röse noch
bote - immer benannt nach dem ört- Mittendrin saß also Jakob Röse - und Führungen für Interessierte durch das
lichen Fluss. Nur in Wolfhagen und behielt die Ruhe. Auch, wenn er sich Presse+Druckzentrum. 26 000 Besu-
Hofgeismar musste man einen an- außerdem noch vom Verleger anhö- cher erklärte er dabei alles übers Zei-
deren Namen wählen. Dort fließt ren musste, dass ein Faktor nicht nur tungsmachen. Und warum man man-
die Warme, und „Warmer Bote“ für die pünktliche und schnelle Pro- chen Fehler doch verzeihen sollte –
kam nicht infrage. Die Zeitung dort duktion der Zeitung, sondern auch für andere machen schließlich auch wel-
Hobby und Beruf: Eberhard Heinemann liebt auch das Fotografieren. hieß „Nordhessischer Spiegel.“ die Fehler darin verantwortlich ist. che.
WIR GRATULIEREN ZU

Bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern bedanken


wir uns für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit.

Ihr Einkaufszentrum
1959 50 Jahre HNA – Wohnen & Leben 2009

Das Thema
Die eigenen vier Wände
waren vor 50 Jahren der
Glücklich über Traumwohnung
Vater, Mutter, zwei Kinder: Leben auf 65 Quadratmetern im Neubau der Gewobag in Helleböhn
größte Traum für viele
junge Familien. Der so- VON THOMAS SIEMON
ziale Wohnungsbau bot

S
ie kennt die Barackenla-
damals die Chance, die- ger noch, in denen die
sen Traum zu verwirkli- Flüchtlinge einquartiert
chen. Im vom Krieg im- waren. „1959 herrschte in Kas-
mer noch gezeichneten sel immer noch Wohnungs-
not“, sagt Ursel Kühn (74). Sie
Kassel entstanden große, war glücklich als sie mit ih-
neue Siedlungen. Wir ha- rem Mann Wolfgang und ih-
ben am Beispiel der Fa- rer kleinen Tochter Christiane
milie Kühn im Stadtteil endlich aus der engen Dachge-
schosswohnung am Warte-
Helleböhn eine Zeitreise berg ausziehen konnte. Das
in die Vergangenheit ge- zweite Kind war unterwegs,
macht. und das war ein doppeltes
Glück.

„1959 herrschte in Kas-


sel immer noch Woh-
nungsnot“
URSEL KÜHN

„Ansonsten hätten wir kei-


ne Chance gehabt, Flüchtlinge
und Familien mit mindestens
zwei Kindern wurden bevor-
zugt“, erinnert sie sich. Den
Vorrang für die Flüchtlinge
habe sie damals gut verstehen
können. „Die hatten ja nichts,
wir konnten im Notfall we-
nigstens vorübergehend bei
Verwandten wohnen.“ Familienglück im Neubau der Gewobag: Ursel Kühn (links) mit ihrem Mann Wolfgang, der als stolzer Papa seine Tochter im Arm hält.
Bezahlbarer Wohnraum
war überall in der Region ge- lungen. Die Gemeinnützige bergstraße in Helleböhn“, sagt das habe sie nicht gestört. wohnten in dem Haus. In der
Großbaustelle: Die Mietwoh- fragt.In Kassel mit seinen gro- Wohnungsbaugenosenschaft Ursel Kühn. Erster Stock, 65 „Wir haben uns richtig wohl Nachbarschaft sah es ähnlich
nungen waren begehrt. ßen Zerstörungen im Krieg Gewobag (heute GWH) feierte Quadratmeter groß, mit Bal- gefühlt“, sagt Ursel Kühn. aus.
war der Bedarf besonders das größte Richtfest Nordhes- kon, den Spielplatz direkt vor Einen Fernseher hatten die
Das war typisch groß. Vom Auefeld über den sens. Über 1055 Wohnungen der Tür. Die Küche sei zwar so Viele Kinder Kühns anfangs noch nicht.
Mattenberg und Oberzwehren im Stadtgebiet schwebte der eng gewesen, dass sie beim Ko- Sie erinnert sich noch an Wichtiger war die Waschma-
1500 Mietwohnungen bis nach Waldau und Helle- Richtkranz. „Unsere Traum- chen die Kinder auf den Kühl- die Nachbarn von damals. schine, die im Badezimmer
KASSEL. Vor 50 Jahren entstan- böhn entstanden große Sied- wohnung lag an der Heiligen- schrank setzen musste, aber Acht Parteien mit 15 Kindern stand. NÄCHSTE SEITE
den im sozialen Wohnungsbau
überall in der Region neue Sied-
lungen. Eins Schwerpunkt war
Kassel mit dem großen 'Wohn-
park Helleböhn. Zum ersten
Spatenstich titelte die Kasseler
Post „Signal für Helleböhn –
Siedlung im Südwesten der
Stadt wird zu den größten Tra-
bantenstädten des Bundesge-
bietes zählen.“ Bis 1963 entstan-
den in drei Bauabschnitten 1500
Mietwohnungen und 140 Rei-
henhäuser. Im Jahr 1959 waren
bereits die ersten 400 Mieter
eingezogen. (tos)
 


 

   
 


 



   



 


 

 


 
 




 







 



Turnübungen zwischen den Kinderbetten: Je- Sonntagsspaziergang mit Papa: Wolfgang Kühn mit Tochter Christiane Regalbrett als Rutscche: Es war nicht


der Zentimeter wurde genutzt. Fotos: Privat/nh bei einem Ausflug durch das neue Wohnquartier. schwer, Spielkameraden zu finden.

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tigen Preise. Das Familienun-
ternehmen wurde 1952 von
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1959 50 Jahre HNA – Wohnen & Leben 2009

Ganz private Einblicke


in die Wohnzimmer

Vor 50 Jahren entstand dieses Familienfoto in einer Miet-


wohnung an der Helmut-von-Gerlach-Straße (Wehlheiden,
Kassel). „Der Puppenwagen war mein sehnlischster
Wunsch“, hat uns Elisabeth Bonn (59) erzählt. Sie hieß da-
mals noch Pöhl und ist hier zsuammen mit Vater Rudolph
Hochbetrieb auf dem Spielplatz: Allein im Achtfamilien-Haus der Kühns (ganz links im Bild) wohnten 15 Kinder. In der Nachbar-
und Mutter Hanne zu sehen. Zum Baden wurde eine Zinkba-
schaft der neuen Wohnsiedlung in Helleböhn sah es ähnlich aus. Foto: Privat/nh
dewanne in der Küche mit warmen Wasser gefüllt, erinnert
sie sich. (tos) Foto: Privat/nh

Jede Menge Platz zum Spielen


Waschmaschine wichtiger als Fernseher - Unterstützung durch die Nachbarn
KASSEL. Da waren sich die Handwerker, VW-Arbeiter vor 50 Jahren nicht so viele der an, halbtags zu arbeiten.
jungen Eltern ebenso einig der ersten Stunde und Stra- Autos wie heute. In der knappen Freizeit be-
wie in der Einschätzung, ßenbahnfahrer. Fast alle hat- Dennoch war sie froh, dass reitete sie sich auf eine Prü-
dass die neue Wohnung mit ten Kinder und wollten sich einer der Nachbarn mit dem fung vor. Sechs Monate lang
ihrem Umfeld ein Glücksfall etwas aufbauen. Arbeitslosig- Auto zur Stelle war, als sie wurde sie von einer Nachba-
war. Die gelernte Kauffrau keit war damals ein Fremd- dringend Hilfe brauchte. Ihre rin unterstützt, die für ihre
Ursel und der Maurermeister wort. Tochte hatte sich an dem eigene Familie und die
Wolfgang Kühn fühlten sich Klapptisch auf dem Balkon Kühns kochte.
wohl in der neuen Siedlung. Mit der Kanne zum Konsum den Finger schlimm ge- Kein Wunder, dass es den
400 Wohnungen hatte die Ursel Kühn musste sich klemmt. Der Nachbar habe Kühns schwer fiel, an einen
Gemeinnützige Wohnungs- keine Sorgen machen, wenn das mitbekommen und kei- Umzug zu denken. Doch die
baugesellschaft Gewobag im sie ihre Tochter Christiane ne Sekunde gezögert. „Wir Töchter wuchsen heran und
Nein, lesen konnte die fünfjährige Monika noch nicht. Aber Kasseler Stadtteil Helleböhn mit der Kanne zum Milchho- fuhren wie die Wilden mit beanspruchten mehr Platz.
sie hat sich schon die Bilder in der Kasseler Zeitung angese- bereits gebaut. Es sollten len ins Konsum um die Ecke seinem Lloyd Alexander zum Die 65-Quadratmeter-Woh-
hen. Kurze Zeit später kam die erste Hessische Allgemeine noch weitere hinzu kom- schickte. Von der Heiligen- Kinderarzt in die Fünffens- nung wurde zu klein. 1977
auf den Markt. Das Foto hat uns Erich Höhmann (Fuldatal) ge- men, darunter auch mehrere bergstraße zur Meißnerstra- terstraße“, erinnert sie sich. kehrten die Kühns mit viel
schickt. Foto: Privat/nh Hochhäuser. Die neuen ße war es nur ein Katzen- Als die Kinder etwas größer Wehmut ihrer Siedlung den
Nachbarn waren Beamte, sprung. Außerdem fuhren waren, fing Ursel Kühn wie- Rücken. (tos) NÄCHSTE SEITE

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1959 50 Jahre HNA – Wohnen & Leben 2009

Die Mischung
muss stimmen
Besuch bei den ehemaligen Nachbarn -
Die Siedlung hat sich verändert
VON THOMAS SIEMON hätten eine ganze Reihe von
Wohnungen leer gestanden,
KASSEL. Es ist ein Besuch bei die Mischung habe nicht mehr
den ehemaligen Nachbarn. gestimmt. „Das hat sich zum
„Weißt du noch, wie die Chris- Glück wieder geändert“, sagt
tiane damals immer über den der Rentner, der früher als Ab-
Balkon zu euch rübergeschaut teilungsleiter im Bilka-Kauf-
hat?“, fragt Ursel Kühn. Klar haus am Friedrichsplatz gear-
wissen das Anneliese (71) und beitet hat.
Gerhard Jochims (73) noch.
Die Jochims gehören im Mehr Spätaussiedler
Wohnpark Helleböhn zu den Die GWH als Vermieter
Mietern der ersten Stunde. habe in den vergangenen Jah-
Vor einigen Jahren hätten ren viel in die Modernisierung
sie einmal kurz überlegt, ob der Wohnungen und in das
sie nicht doch ausziehen sol- Umfeld investiert. Das mache
len, sagt Gerhard Jochims. Da sich jetzt bezahlt.

Fünf Jahrzehnte später: Ursel Kühn (Mitte) und ihr Mann Wolfgang (rechts) besuchen die früheren Nachbarn Anneliese und Gerhard Jo-
chims, die immer noch in der gleichen Wohnung wie damals leben. Foto:s Koch

Was hat sich in den vergan- ans Fernwärmenetz ange- die Bäume gewachsen sind. mals im Haus, heute sind es
genen Jahrzehnten verändert? schlossen. Optimal sei die An- Aus dem Sandkasten mit ei- drei.
Anfangs seien viele Flüchtlin- bindung an den öffentlichen nem großen Spielgerät ist ein Gerhard Jochims erzählt,
ge eingezogen, in der jünge- Nahverkehr. Abenteuerspielplatz gewor- dass vor kurzem ein Jugendli-
ren Vergangenheit deutsche Früher konnten die Jochims den. In einem Grünstreifen cher erwischt worden sei, der
Spätaussiedler aus Russland. von ihrem Balkon den Herku- von 400 Metern Länge reiht eine frisch gestrichene Haus-
„Unsere direkten Nachbarn les sehen. Mittlerweile sind sich eine Spielmöglichkeit an wand beschmiert habe. Das
haben Wurzeln in Polen und die Bäume so groß geworden, die andere. sei immer wieder ein Ärger-
Russland“, sagt Anneliese Jo- dass das nicht mehr möglich Im Vergleich zu anderen nis, aber weder neu noch ty-
chims. Man komme gut mitei- ist. „So viel Grün, das ist doch Wohngebieten gibt es hier im- pisch für das Quartier. Darü-
nander aus, in anderen Häu- wie im Paradies“, sagt Ursel mer noch viele Kinder. Aller- ber hat er sich vor 30 Jahren
sern sei das nicht immer so. Kühn. Der Spielplatz, auf dem dings ist das kein Vergleich zu schon aufgeregt, als die Fassa-
Der Ofenheizung mit Koks sie mit ihren Kindern viel Zeit den Zeiten als die Kühns und de des Bilka-Kaufhauses am
Der Spielplatz heute: Es gibt nicht mehr so viele Kinder wie da- weint niemand ein Träne verbracht hat, erkennt man die Jochims noch Nachbarn Friedrichsplatz immer wieder
mals, aber immer noch mehr als in anderen Quartieren. nach. Heute ist das Quartier kaum wieder. Nicht nur, weil waren. 15 Kinder lebten da- besprüht wurde.

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1959 50 Jahre HNA – Statistisches 2009

Dienstleistungen statt
Land- und Forstarbeit
Berufsverteilung in Nordhessen hat sich in den vergangenen 50 Jahren stark verändert
VON MARC RADKE randgebiet. Der zügig voran- viele Betriebe ihren Bedarf Dienstleitungssektor. Das
schreitende Wiederaufbau der nicht meldeten, weil es aus- durchschnittliche Jahresein-

F
rüher war alles besser. Kasseler Innenstadt, die Ent- sichtslos war, die gesuchten kommen lag bei 5200 Mark.
Ein Satz, der längst zur stehung großer Wohnsiedlun- Arbeitskräfte vom Amt zu be- Im Vergleich zu heute deut-
Floskel geworden ist, an gen am Stadtrand und die gute kommen. Gastarbeiter vor al- lich schlechter: 2007 lag das
dem volkswirtschaftlich gese- Arbeitslage ermöglichten, lem aus den Mittelmeerlän- Jahreseinkommen bei durch-
hen jedoch etwas dran ist. Ver- dass der Kasseler Raum erst- dern wurden angeworben. schnittlich 33 730 Euro.
gleicht man die damaligen Be- mals in der Nachkriegszeit Anfang der 60er-Jahre leb- Die meisten Nordhessen ar-
völkerungs- und Beschäfti- nicht mehr hinter der Ent- ten im Regierungsbezirk Kas- beiten heute in öffentlichen
gungszahlen Kassels mit den wicklung anderer Bundeslän- sel 1 256 353 Menschen. Gut Verwaltungsstellen und im
heutigen, kommt einem zu- der lag. die Hälfte davon hatte feste Dienstleistungssektor. Das
mindest für einen kurzen Au- Ende der 50er-Jahre, als das Arbeitsstellen. Das ist in der verarbeitende Gewerbe ist an
genblick dieser meist vom äl- Zwei-Pfund-Brot noch 82 Pfen- Tat besser als heute: Bis Ende die zweite Stelle gerutscht.
teren Semester zitierte Spruch nig kostete und das Bier in der 2007 ist die Bevölkerung laut Die größten Verluste verzeich-
in den Sinn. Kneipe an der Ecke für 34 Statistischem Landesamt auf nete die Land- und Forstwirt-
Früher begann in diesem Pfennig zu haben war, wurden 1 241 905 Menschen zurück- schaft.
Fall Ende der 50er-Jahre. Der im Bereich des Arbeitsamtes gegangen. Nur noch 394 626 Für die Immobilienbranche
allgemeine Konjunkturauf- Kassel nur 2000 Arbeitslose sind berufstätig. hingegen gilt dies nicht. Das
schwung war endlich auch in gezählt – ein Teil davon waren Damals fanden die meisten Grundstückswesen, die Ver-
Nordhessen, im damaligen Re- schwer vermittelbare Kriegs- Nordhessen im verarbeiten- mietung und Dienstleistun-
gierungsbezirk Kassel, zu spü- opfer. Die Zahl der offenen den Gewerbe Arbeit, gefolgt gen für Unternehmen sind
ren. Kassel war nicht mehr Stellen war höher. Sie lässt von der Land- und Forstwirt- nämlich erst später hinzu ge-
nur ein unbeliebtes Zonen- sich nicht genau ermitteln, da schaft, dem Handel und dem kommen.


            PREISE IM VERGLEICH
 
   

      
Damals und heute in Nordhessen
0
*

 !   ! Durchschnittliches Durchschnittliches


0
& 0
 !   Jahreseinkommen 1959: Jahreseinkommen 2007:

       5200 DM Brutto 33 730 Euro Brutto
0
1   & 0
 !  
     Preise 1959: Preise 2009:
/ 0 1
 ' 1 !    1 Kilo Mischbrot - 0,82 DM 2 bis 4 Euro
)0
 
 &   20  !!   1 Kilo Zucker - 1,24 DM 70 bis 90 Cent
(0
     1 Kilo Butter - 7,11 DM 3,20 bis 6 Euro
$0 1 !   ! 100 g. Schokolade - 1,30 DM etwa 1 Euro
/  
 +02 2
1 
      1 Liter Vollmilch - 0,44 DM 70 Cent bis 1,50 Euro
%
 


 !     1 Ei - 0,22 DM ab 10 Cent

2 / 0
 Bier in Gaststätte - 0,34 DM 2 bis 3,50 Euro
$0


 / 2 

 !  ! 1 Glühbirne- 1,20 DM etwa 50 Cent
' 
 2  
 / 
  #   Herrenhaarschnitt - 1,59 DM ab 10 Euro
.

 

 
 1 kWh Strom - 0,11 DM etwa 20 Cent Quelle: Destatis
," -0  2 )0
 0  Kundgebung: 1. Mai 1959 vor dem Kasseler Rathaus. Foto: Archiv

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1959 50 Jahre HNA – Einzelhandel 2009

Tante-Emma-Laden ist in jedem Dorf


Fisch vom Fass und andere Feinkost: Einkaufen und Einzelhandel in Nordhessen im Jahr 1959
VON KIRA FRENK oder eine Kinokarte zweiter band erklärt, waren die meis-
Klasse. Ihrem Gatten konnte ten Geschäfte sehr klein und

E
inmal in der Woche sie dafür auch einen Haar- spezialisierten sich auf be-
steht Einkaufen auf dem schnitt spendieren. stimmte Waren. Das typische
Plan. Am besten in ei- Lebensmittelgeschäft 1959
nem Vollsortimenter, wo man Frische gab’s auf dem Markt war auch in Nordhessen noch
alles Nötige unter einem Dach Doch wo kaufte der Nord- ein wohnzimmergroßer Ein-
findet. Und zwar günstig. So hesse ein? Im Regelfall gestal- Mann-Betrieb.
ist das heute. Von dem Alltag tete sich der Einkauf Ende der Doch gab es auch erste
der Menschen in Nordhessen 50er-Jahre relativ umständlich. Märkte mit Selbstbedienung
Ende der 50er-Jahre ist das Um Brot zu bekommen, ging (SB). Der Vorreiter in Nordhes-
weit entfernt. Weder die Löh- man zum Bäcker, fürs Fleisch sen war Edeka mit 38 Läden
ne noch die Preise sind die al- zum Metzger, Bier wurde in mit Teilselbstbedienung und
ten. Ein Ausflug ins Jahr 1959: der Gaststätte je nach ge- 189 SB-Märkten. Hinzu kamen
Ein Industriearbeiter in wünschter Menge abgefüllt. 47 so genannte Freiwahlläden,
Nordhessen konnte sich für Gemüse kauften die Kasseler die ihre Waren dem Kunden in
seinen Stundenlohn von 2,50 auf dem Markt, zum Beispiel Vitrinen präsentierten. In den
Mark gerademal zwei Kilo Zu- auf dem Ständeplatz und in genossenschaftlichen Märkten
cker kaufen. Noch weniger der Großmarkthalle. Ge- wie Rewe bekam der Nordhes-
konnte sich eine Frau im sel- mischtwarenläden waren eine se frisches Obst und Gemüse
ben Beruf leisten: Sie kam mit Ausnahme. und sogar Tiefkühlkost. Edeka
1,60 Mark pro Stunde nur auf Wie Heiner Dippel vom hatte 1959 noch keine Fleisch-
fünf Kilogramm Kartoffeln Hessischen Einzelhandelsver- und Wurstabteilung.
Kolonialwarenhändler
EINZELHANDEL IM VERGLEICH In kleineren Kommunen
prägten Kolonialwarenläden Ein Kolonialwarengeschäft mit Verkaufstresen in den 50er-Jahren: Auf dem Tisch ist eine Flasche
Damals und heute in Nordhessen das Stadtbild. Entstanden als Maggi Würze zu sehen. Fotos: dpa
Stand 1959 Stand 2009 Vertriebsstelle für Waren aus
17 505 Arbeitsstätten im 17 801 Betriebe im Handel den europäischen Kolonien wurde aber immer noch be-
Handel und Großhandel mit und Großhandel mit 79 136 (Kaffee, Reis, Tabak, Gewürze), dient. Die Preise waren für da-
insgesamt 69 958 Beschäftig- sozialversicherungspflichtig war der Kolonialwarenladen malige Verhältnisse hoch.
ten Beschäftigten (Registerstand Ende der 50er-Jahre ein ge- Eine Männerhose war mit 39
2007) wöhnlicher Gemischtwaren- Mark oder acht Prozent des
274 Edeka-Märkte und Kun- handel oder auch Tante-Emma- Monatslohns eines Industriear-
denläden der Einkaufsgenos- 650 Edeka-Supermärkte Laden. Hier gab es Lebensmit- beiters ein teure Anschaffung,
senschaft ausschließlich in in Hessen, Niedersachsen tel – außer Frischfleisch – aber Nylonstrümpfe für die Dame
Nordhessen und Thüringen auch Seife, Waschmittel und waren mit vier Mark das Paar
anderen Haushaltsbedarf. Ab- purer Luxus.
142 Rewe-Märkte und Kun- 70 Rewe-Supermärkte gepackte Ware war damals sel- Doch schon 1959 beschäftig-
denläden und Nahkauf-Supermärkte ten. Zucker und Kaffee wurden ten den Einzelhandelsverband
abgewogen, Fisch und Salzgur- laut seiner Festschrift „die
Beide Unternehmen mit 30 Beide Unternehmen mit ken lagerten in Fässern. wirtschaftliche Konzentration
bis 40 Quadratmetern und mindestens 400 Quadratme- Der Textileinzelhandel war und die Ausbreitung der Super-
meist einem Beschäftigten. tern und bis zu 40 000 Pro- ähnlich strukturiert. Zwar gab märkte“ – auch in Nordhessen Stoffwarenladen in den 50er- Für ein trockenes Brötchen rei-
Quelle: Rewe, Edeka, Destatis dukten. es in Kassel schon Kaufhäuser, war die neue Welt des Einkau- Jahren: Viele nähten noch chen die Pfennige gerade noch:
in kleinen Fachgeschäften fens im Anbruch. selbst. das Jahr 1960.

90 Jahre Einrichtungshaus Hämel in Frielendorf Anzeige

Von der Schreinerei zum modernen Einrichtungshaus


FRIELENDORF. Das bekannte Einrich- liche Unternehmen und der Möbel- dig. Die Geschäftsleitung wurde an die machen Lust auf Veränderung. „Ne-
tungshaus Hämel feiert in diesem Jahr handel wurde von nun an kontinuier- Kinder Annette Hämel und Friedrich ben dem großen Angebot gibt es jetzt
sein 90-jähriges Jubiläum. Dahinter lich erweitert. Der Grundstock für das Hämel übergeben, die nun in der drit- besondere Jubiläumsangebote in allen
steht ein Unternehmen, das sich mit Möbelhaus am heutigen Standort, an ten Generation das Familienunterneh- Abteilungen, die Sie keinesfalls ver-
einem ausgesuchten Markensortiment der B 254, wurde mit dem Bau eines men führen. passen sollten“ empfiehlt der Inhaber
und fachlicher Kompetenz einen Na- Ausstellungsgebäudes 1967 geschaf- Heute ist Hämel das größte Einrich- Friedrich Hämel.
men als modernes Einrichtungshaus fen. Damit hatte das Ehepaar Erna und tungshaus im Schwalm-Eder-Kreis und Für die Qualität von Hämel sprechen
gemacht hat. Fritz Hämel den richtigen Weg für die beschäftigt fast 40 Mitarbeiter in Ver- auch Angebote wie der Planungsser-
Zukunft des Unternehmens einge- kauf, Verwaltung und Montage. Mit vice. Mit fachlicher Beratung durch die
Historie schlagen. Denn hier konnten nun Mö- einem ausgesuchten Sortiment, be- Einrichtungsberater und Innenarchi-
Das Familienunternehmen kann auf bel und Küchen auf großer Fläche prä- kannten Marken und bestem Service tekten wird für den Kunden ein Kon-
eine lange Geschichte zurückblicken. sentiert werden. Das Sortiment wurde hat das Unternehmen einen Kunden- zept entwickelt. Auf Basis des Raumes
Hämel wurde 1919 als Möbelschreine- immer mehr erweitert und bereits in stamm in ganz Nordhessen gewon- und der Kundenwünsche wird eine in-
rei von Friedrich Hämel gegründet. Der diesen Jahren mit bekannten Marken nen. dividuelle Planung erarbeitet. Profes-
Schreinermeister errichtete in der wie Musterring oder Rolf Benz zusam- sionelle Zeichnungen mit verschiede-
Ortsmitte von Frielendorf das erste Be- mengearbeitet. Angebote zum Jubiläum nen Ansichten zeigen, wie die neue
triebsgebäude und bereits Ende der Die positive geschäftliche Entwicklung Zum 90-jährigen Jubiläum zeigt der Einrichtung aussehen wird. Die Kun-
20er Jahre wurde der Möbelhandel machte Anfang der 90er Jahre den Einrichtungsspezialist die neuesten den von Hämel können sich so sicher
angeschlossen. 1962 übernahm Bau eines neuen Lagers und weitere Trends, ausgesuchte Materialien und sein, für Ihr Zuhause die ideale Lösung
Schreinermeister Fritz Hämel das elter- Ausstellungsvergrößerungen notwen- Farben. Attraktive Möbel und Küchen zu gefunden zu haben. Nordhessens größtes Markenmöbelhaus heute.

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1959 50 Jahre HNA – Fernsehen 2009

Das Sandmännchen
wird 50 Jahre
Debüt für Mr. Tagesschau
Karl-Heinz Köpcke war von 1959 bis 1987 das Nachrichten-Gesicht Deutschlands
Dienstälteste deutsche TV-Figur VON WERNER FRITSCH

A
m 22. November 1959

E
hatte das Sandmänn- s war die Zeit, als das ein-
chen seinen ersten Auf- zige, was einen am Fern-
tritt auf ostdeutschen Bild- sehen ärgerte, noch der
schirmen. Moderatorin Käthe schlechte Empfang war: 1959
Zille kündigte die Premiere gab es für die ganze Bundesre-
am Vorabend an: „Um 18.55 publik gerade einen einzigen
Uhr kommt das Sandmänn- Sender: Die ARD, das Deut-
chen und sagt den kleinen Zu- sche Fernsehen. Täglich wur-
schauern Gute Nacht.“ Die den um 20 Uhr die Nachrich-
Fernsehmacher in Adlers- ten der Tagesschau verlesen -
hof hatten damit einen etwas, das bis heute gleich ge-
Wettlauf gewonnen: Denn blieben ist.
wenige Wochen zuvor hatten Andere Nachrichtensen-
sie erfahren, dass der Sender dungen oder gar Nachrichten-
Freies Berlin (SFB) ein Sand- shows gab es nicht. Aber es
männchen produzieren woll- gab einen Sprecher, der we-
te. Und kamen diesem zuvor. gen seiner Allgegenwart, we-
Seit Oktober 1958 hatte gen seiner Seriosität und Kor-
man im Deutschen Fernseh- rektheit bald zum „Mr. Tages-
funk bereits „Abendgrüße“ ge- schau“ wurde: Karl-Heinz Köp-
sendet, allerdings ohne Sand- cke (1922-1991).
mann. Nun wurde mit auf- Ihm wird der Satz zuge-
wändiger Tricktechnik die ers- Die dienstälteste deutsche TV- schrieben, er würde selbst den
te Folge gedreht, Gerhard Beh- Figur: Das Sandmännchen. Dritten Weltkrieg mit der glei- Das Gesicht der Nachrichten: Karl-Heinz Köpcke las rund 5000-mal die Nachrichten der ARD-Tages-
rendt gestaltete dazu eine für aber von süßer Milch, die chen unbewegten Miene ver- schau. Unser Bild zeigt ihn bei seiner letzten Sendung am 10. September 1987. Archivfoto: nh
Puppe, und Wolfgang Richter der emsige Wicht den Kindern künden wie alle anderen
komponierte ein Lied. Um in die Augen sprüht. Den Sand Nachrichten dieser Welt. Nur tensprecher gegenüber dem Sendung durch demonstrati- nur um vier Jahre. 1991 starb
sich vom Westen abzugren- brachten erst deutsche Über- eins brachte Köpcke aus dem Moderator (zuerst: Hanns Joa- ves Rascheln mit Papier und er an Krebs, genau wie kurz
zen, nannte man die neue Rei- setzer in das Märchen. Dass Gleichgewicht: Die Einfüh- chim Friedrichs) in den Hin- durch Räuspern. zuvor seine Frau Gertie Kel-
he „Unser Sandmännchen“. „Ole Augenschließer“ das rung der Tagesthemen im Jahr tergrund rückte. Dagegen pro- Seine Pensionierung im kenberg, die er 1948 geheira-
Die Puppe begeisterte die Schlafengehen mit kleinen 1978, bei denen der Nachrich- testierte Köpcke in der ersten Jahr 1987 überlebte Köpcke tet hatte.
kleinen Zuschauer. Weil das Geschichten versüßt, hat die
Sandmännchen selbst müde Macher der Sandmännchen-

Die neuen Gesichter der TV-Nachrichten


war und am Ende der Sendung Sendung inspiriert.
im Schnee einschlief, schrie- Ende 1991, als der Deutsche
ben ihm viele Kinder Briefe Fernsehfunk seine Tätigkeit
und boten ihm ihre Betten an. einstellte, schien auch das Die Moderatoren-Teams geben den Nachrichten-Magazinen von ARD und ZDF das Gesicht
Für das Sandmännchen Sandmännchen kurz vor sei-
stand eine Märchenfigur Pate: ner Entlassung zu stehen. Al- Der Begriff Verbindung In der deut- Derzeit ge-
Literarischer Vorgänger des lein der große Widerstand sei- stammt aus den bringen. Ver- schen TV-Ge- hen wir entwe-
Fernseh-Sandmännchens ist ner Zuschauer verhinderte die USA: Anchor- trauen sie dem schichte waren der bei Claus
der Sandmann aus dem gleich- Abwicklung des Traumsand- Men bezie- Anker-Mann dies Namen wie Kleber und Ma-
namigen Märchen von Hans streuers. hungsweise Wo- oder der Anker- Hanns Joachim rietta Slomka
Christian Andersen. Dort hieß In diesem Jahr wird das men sind die Frau - so die Friedrichs, Sabi- (Heute-Journal,
der Kobold eigentlich „Ole Lu- Sandmännchen 50 Jahre alt Moderatoren der wörtliche Über- ne Christiansen, ZDF) oder bei
køje“, was soviel heißt wie und kommt im Herbst ins Nachrichtenma- Claus Marietta setzung -, dann Ulrich Wickert, Caren Tom Caren Miosga
„Ole Augenschließer“. Vom Kino: „Das Sandmännchen gazine, die die Kleber Slomka vertrauen sie Anne Will, Klaus Miosga Buhrow und Tom Buh-
Schlafsand ist im dänischen und der verlorene Traum- Zuschauer mit auch dem jewei- Bresser und row (Tagesthe-
Original zwar keine Rede, da- sand“ heißt der Film. (gtr) einem bestimmten Sender in ligen Sender. Wolf von Lojewski. men, ARD) vor Anker.

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1959 50 Jahre HNA – Kino 2009

Eine Szene mit Kultstatus: Marilyn Monroe und Tony Curtis in der Komödie „Manche mögen’s heiß“
von Billy Wilder. Archivfoto: nh

Männer mit Make-Up


„Manche mögens heiß“ – Vom Kinoschlager zum Kultfilm

D
urch diesen Film wurde Joe (Curtis) und Jerry (Lem- wickeln sie ein inniges Ver-
Marilyn Monroes „I mon) mitbekommen. Um hältnis. Doch in Florida war-
wanna be loved by you“ nicht getötet zu werden, ver- ten nicht nur Verehrer auf sie.
berühmt: „Manche mögen’s suchen sie ein Engagement in 1959, als der Film gedreht
heiß“, von Billy Wilder. Trotz einer weit entfernten Stadt zu wurde, kostete ein Drehtag
der Errungenschaft des Farb- ergattern. Doch ihr Agent hat 20 000 Dollar. Monroe
films wurde die Komödie in nur eine Anfrage für zwei Mu- schraubte am Ende die Kosten
Schwarz-Weiß gedreht. In Far- sikerinnen. Und so verwan- zusätzlich hoch, weil sie Sze-
be hätte das Make-up von deln sich die Gejagten in Jose- nen zum Teil 80-mal verpatz-
Tony Curtis und Jack Lemmon phine und Daphne. Mit einer te. „Manche mögens heiß“
neben dem von Marilyn Mon- Mädchenkapelle reisen sie wurde für sechs Oscars nomi-
roe zu maskenhaft gewirkt. nach Florida und freunden niert. Bei der Golden-Globe-
Der Mafioso Gamaschen-Co- sich mit den Musikerinnen an. Verleihung wurde der Film als
lombo lässt einen Verräter Besonders zu der Ukulelespie- beste Komödie ausgezeich-
hinrichten, was die Musiker lerin Sugar Kane (Monroe) ent- net. (gtr)

Vom Freund zum Feind


Wie Brüder aufgewachsen: Ben Hur und Messala in „Ben Hur“

E
in großer Kinohit des Kommandanten
Jahres 1959 war „Ben Quintus Arrius das
Hur“. Als Vorlage für Leben. Aus Dankbar-
den Monumentalfilm von Wil- keit nimmt Arrius
liam Wyler diente der gleich- ihn als Sohn zu sich
namige Roman von Ex-Gene- nach Rom und ebnet
ral Lew Wallace aus dem Jahr ihm den Weg in die
1880. besten Kreise. Doch
Der Film spielt zur Zeit Ben Hur will sich an
Christi: Wie Brüder wachsen Messala rächen. Ein
der Aristokratensohn Ben Hur Wagenrennen wird
und sein Freund Messala auf. zum mörderischen
Später schwört Messala dem Zweikampf.
Judentum ab und wird Statt- 1960 erhielt „Ben
halter des Römischen Reiches. Hur“ gleich in in elf
Als der römische Gouverneur Eine Chance: Ben Hur rettet Quintus Arrius Kategorien den Os-
durch ein Unglück verletzt das Leben und kommt frei. car. Nur „Titanic“
wird, verurteilt Messala Ben und „Der Herr der
Hur als Verschwörer zu lebens- gefangennehmen. Nach drei Ringe“ gewannen später eben-
langer Galeerenhaft. Seine Jahren als Sklave rettet Ben so viele Film-Auszeichnun-
Mutter und Schwester lässt er Hur bei einer Seeschlacht dem gen. (gtr)

Die Welt der Tiere


Mit „Serengeti darf nicht sterben“ zum Oscar
Die deutsche Kinodokumenta- angenommen. Mit atemberau-
tion von Bernhard Grzimek benden Kameraaufnahmen
und seinem Sohn Michael er- machten die Filmer auf die zu-
zählt von den Anfängen des nehmende Zerstörung eines
Serengeti-Nationalparks in der letzten afrikanischen Tier-
Tansania. Um sich ein Bild paradiese aufmerksam. Der
über die Tierwanderungen zu Lohn: Ein Oscar für den besten
machen, reisten die Grzimeks Dokumentarfilm. Michael
1957 dorthin. Mit einem neu- Grzimek kam während der
en Zählverfahren mit zwei Dreharbeiten bei einem Flug-
Flugzeugen fanden sie heraus, zeugabsturz ums Leben, als
Das Plakat zum Film: „Serenge- dass die Wanderungen der ein Geier gegen die Tragfläche
ti darf nicht sterben.“ Herden anders verliefen als seines Flugzeugs prallte. (gtr)

Quer durch die USA Dieses Jahr


„Der unsichtbare Dritte“: Hitchcock-Triller im Kino
In seinem Thriller „Der un- existenten Spion George Ka- Überraschungsschlager
sichtbare Dritte“ hat Alfred plan, erfunden vom amerikani-

D
Hitchcock gleich zu Anfang ei- schen Geheim- er in Indien gedrehte
nen seiner berühmt geworde- dienst, um ei- Film „Slumdog Millio-
nen Kurzauftritte: Als Mann, nen Gangster när“ erzählt vom größ-
dem der Bus vor der Nase da- zu schnappen. ten Tag im Leben des Jamal
vonfährt. Doch auch wegen Irrtümlich ge- Malik, an dem er den Haupt-
der schauspielerischen Leis- rät Roger preis – 20 Millionen indische
tung von Cary Grant besuch- Thornhill (Cary Rupien – in der Fernsehsen-
ten zahlreiche Zuschauer die Grant) in den dung „Wer wird Millionär?“
Cary
Kinos, um den Hitchcock- Verdacht, Ka- gewinnt. Das Drama von Dan-
Grant
Thriller zu sehen. plan zu sein, ny Boyle wurde mit insgesamt
„Der unsichtbare Dritte“ be- und befindet sich bald auf der acht Oscars ausgezeich-
zieht sich aber auf den nicht Flucht quer durch die USA. (gtr) net. (gtr)
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1959 50 Jahre HNA – Literatur, Architektur 2009

Die Kunst-Schnecke
Im Jahr 1959 wurde in New York das Guggenheim-Museum eröffnet
VON WERNER FRITSCH von Malerei, angefangen beim
Impressionismus bis hin zur

D
as Gebäude war eine abstrakten Malerei der Moder-
Sensation, und bis heu- ne. Maler wie van Gogh, Cézan-
te ist das New Yorker ne und Gauguin sind ebenso
Guggenheim-Museum eines vertreten wie Arbeiten von Ko-
der berühmtesten Bauwerke koschka, Kandinsky und Picas-
der Architektur-Moderne. Ent- so.
Trommeln und lautes Schreien: Der Blechtrommler Oskar Matze- worfen hat es der amerikani- Der Bau ist terrassenförmig
rath (David Bennent) macht sich bemerkbar. Foto: dpa sche Architekt Frank Lloyd in Form einer Rotunde ange-
Wright, der bereits 1943 mit legt. Die Besucher werden auf

Oskar trommelt
der Planung beauftragt worden ihrem Rundgang über eine an-
war. steigende Rampe geführt. Der
Doch es kam zu vielen Ver- Bau ist eine viel bewunderte
zögerungen, teils weil die New Attraktion für New-York-Besu-
1959 erschien der Roman „Die Blechtrommel“ Yorker Behörden immer neue cher. Eben dies kritisierten ei-

E
inen Paukenschlag, oder Im Alter von drei Jahren be- Planungspunkte beanstande- nige Künstler: Der Bau stehle
vielmehr einen Trom- schließt Oskar, nicht mehr zu ten, teils weil die Auftraggeber den darin gezeigten Werken
melwirbel in der deut- wachsen und wird zu einem neue Wünsche äußerten. So die Show. Inzwischen hat die
schen Nachkriegsliteratur lös- hellsichtigen Sonderling. Sei- wollte Wright zunächst einen Solomon R. Guggenheim Foun-
te 1959 das Erscheinen des Ro- ne Schilderung umfasst die roten Außenanstrich, musste dation Museen in verschiede-
mans „Die Blechtrommel“ von Vorkriegszeit, den aufkom- dann aber der Farbe Weiß zu- nen Teilen der Welt. Vor allem
Günter Grass aus. menden Nationalsozialismus stimmen. der spektakuläre Bau von
Im Zentrum des von einer und die Kriegszeit und das 1959 wurde das Gebäude Frank O. Gehry in Bilbao setzt
überreichen erzählerischen Schicksal seiner kaschubi- schließlich eröffnet. Es enthält die Guggenheim-Tradition be- Das Meisterwerk des Architekten Frank Lloyd Wright: Das Gug-
Fantasie bestimmten Romans schen Familie, die den Polen eine hochkarätige Sammlung deutender Architektur fort. genheim-Museum in New York. Foto: dpa
steht die Figur des Oskar Mat- nicht polnisch und den Deut-
zerath, der im Jahr 1924 in schen nicht deutsch genug ist.

Neubau oder Rekonstruktion?


Danzig, der Heimatstadt des Günter Grass wurde mit die-
Autors, zur Welt kommt. sem Buch auf einen Schlag
weltberühmt, erhielt aber erst
vierzig Jahre später, 1999, da- Die Berliner Gedächtniskirche von 1959 schließt die Turmruine ein - später war Wiederaufbau Trumpf
für den Literaturnobelpreis.
Weltweit populär wurde die Es ist bis heute ein Streitfall ge- Zentralbau des Architekten
„Blechtrommel“ mit der Ver- blieben: Sollen im Zweiten Egon Eiermann.
filmung durch Volker Schlön- Weltkrieg zerstörte Gebäude Heute gibt es eine starke
dorff. Der Streifen mit David wieder aufgebaut werden, oder Tendenz zum Wiederaufbau
Bennent in der Rolle des Oskar soll man neu bauen? Und was kriegszerstörter Bauten. Be-
Matzerath erhielt 1979 die geschieht mit den Ruinen? rühmtestes Beispiel ist die
Goldene Palme bei den Film- Im Jahr 1959 wurde die neue 2005 geweihte wieder errichte-
festspielen in Cannes und Berliner Gedächtniskirche auf te Dresdener Frauenkirche. In
1980 einen Oscar als bester dem Breitscheidplatz einge- Berlin wird derzeit das zu DDR-
fremdsprachiger Film. weiht. Von der alten Kaiser- Zeiten abgerissene Stadt-
Einen ähnlichen literari- Wilhelm-Gedächtniskirche schloss wieder aufgebaut. Al-
schen Welterfolg hat seither war die Tumruine erhalten lerdings wird nur die Fassade
nur Patrick Süskind 1985 mit worden. Sie wurde einge- rekonstruiert, innen entsteht
seinem literarischen Welthit schlossen vom neuen Turm Aufbau 1959: Die neue Berliner das Humboldt-Forum als zeit- Aufbau heute: Dresdens Frau-
Günter Grass. Foto: dpa „Das Parfüm“ erzielt. (w.f.) und dem neuen achteckigen Gedächtniskirche. 2 Fotos: dpa gemäße Architektur. (w.f.) enkirche wiederhergestellt.

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HNA und E.ON Mitte – wichtige Impulsgeber für die Entwicklung der Region
Energieversorger kann in diesem Jahr auf sein 80-jähriges Bestehen zurückblicken
gungsanlagen waren überwie- zwölf Landkreise in Hessen, Nie- Energieversorgung der Region in-
gend während des Ersten Welt- dersachsen, Westfalen und Thü- vestiert, cirka 1,2 Milliarden Euro
krieges und in den Folgejahren ringen. Vertriebsgesellschaft der Konzessionsabgaben an die
gebaut worden. Mit hohem Kapi- E.ON Mitte AG ist seit 1. Septem- Kommunen gezahlt und etwa 350
talaufwand mussten diese Anla- ber 2008 die E.ON Mitte Vertrieb Millionen Euro Gewerbesteuer
gen modernisiert und zu einem GmbH. entrichtet. Auch nach acht Jahr-
regionalen Gesamtnetz verknüpft Gelebtes Beispiel für Stadt- zehnten haben die Visionen der
werden. Die Ingenieure, Bau- Land-Solidarität Gründungsväter Bestand: Über
trupps und Monteure der EAM Seit die EAM vor 80 Jahren das
entwickelten aus den reinen 200 Kommunen vertrauen auf die
Lichtnetzen Licht- und Kraftnetze Licht der Welt erblickte, wurden Partnerschaft mit E.ON Mitte – ein
– die Wegbereiter des Zeitalters von dem Unternehmen etwa gutes Beispiel für eine auch in die
der Elektrizität. Der ständig stei- 2.200 junge Leute ausgebildet, Zukunft gerichtete Stadt-Land-
gende Strombedarf erforderte rund drei Milliarden Euro in die Solidarität. gmb
eine fortwährende Verstärkung
der Strom-Übertragungsanlagen:
Ringverbindungen wurden ge-
schlossen, neue Schaltstationen
errichtet, durch Kauf oder Pacht Von Anfang an
übernommene, mit Gleichstrom
betriebene Ortsnetze auf Dreh-
strom umgestellt.
Das Netzgebiet der E.ON Mitte
gemeinsam für die Region
AG und ihrer Weiterverteiler um-
fasst rund 12.000 Quadratkilome-
ter zwischen Einbeck in Südnie- Erfahrung ist die Grundlage für eine
dersachsen und Hanau in Süd- sichere Energieversorgung. In den letz-
hessen. Unmittelbar bzw. mittel- ten acht Jahrzehnten haben unsere
bar sind über 200 Stadt- und „Pioniere“ das Strom- und Erdgasnetz
Landgemeinden in das Netz von
E.ON Mitte eingebunden. Das zusammen mit Landkreisen und Kom-
Traditionell hat die Ausbildung bei E.ON Mitte einen hohen Stellenwert: Bereits seit über 70 Jahren bildet Stromnetz ist 44.075 Kilometer munen in der Mitte Deutschlands auf-
E.ON Mitte bzw. zuvor EAM den eigenen Nachwuchs aus. Die Ausbildungsquote liegt mit 8,6 Prozent deut- lang, das Erdgas-Leitungsnetz gebaut. Regelmäßig investieren wir in
lich über dem Bundesdurchschnitt von etwa fünf Prozent. Unser Foto zeigt einen Ausbildungsplatz in der hat eine Länge von 4.700 Kilome- unsere Netze und Anlagen. Dadurch
zentralen Lehrwerkstatt in Baunatal. (Foto: nh) tern. E.ON Mitte beschäftigt rund schaffen wir auch die Voraussetzun-
1.000 Mitarbeiter, davon über 100 gen für die regionale Nutzung von Er-
Die Hessisch-Niedersächsische cup oder der E.ON Mitte Kassel- Ausbau der Netze sorgt für Auszubildende. Aktionäre des
Allgemeine (HNA), als regionale Marathon. Beide Unternehmen schwierigen Start Unternehmens sind die E.ON neuerbaren Energien aus Sonne, Wind
Tageszeitung und E.ON Mitte, als können in diesem Jahr einen run- Die von den Kommunen bei der Energie AG (73,3 Prozent), Mün- und Wasser.
Regionalversorger, verbindet ihr den Geburtstag feiern: die HNA EAM eingebrachten Stromversor- chen, die Stadt Göttingen sowie
jahrzehntelanges Engagement für wird 50 Jahre alt, E.ON Mitte feiert Mehr über Sicherheit durch Erfahrung
die Region in Südniedersachsen, ihren 80. Geburtstag. unter: www.eon-mitte.com
Nord- und Mittelhessen: Mit ihren 1929 wurde die Elektrizitäts-Ak-
zahlreichen Lokalredaktionen tiengesellschaft Mitteldeutsch-
sorgt die HNA für eine aktuelle land EAM, die heutige E.ON Mitte
und interessante Berichterstat- AG, von Landkreisen in Hessen,
tung über die Ereignisse in den Südniedersachsen, Ostwestfalen
Kommunen, auch wenn es um In- und Thüringen sowie der Preußi-
vestitionen in die Energieversor- schen Elektrizitäts-AG aus der
gung geht. E.ON Mitte bzw. die Taufe gehoben, um für die Men-
frühere EAM hat mit dem Aufbau schen in der Region gemeinsam
und der Weiterentwicklung der eine leistungsfähige und sichere
Energieversorgung in Stadt und Energieversorgung aufzubauen.
Land ebenfalls eine wichtige 33 kommunale Vertreter unter-
Grundlage für die Entwicklung der schrieben vor 80 Jahren im ersten
gesamten Region geschaffen. Verwaltungsgebäude der EAM an
Beide Unternehmen sind wichtige der Wilhelmshöher Allee 2 in Kas-
Wirtschaftsfaktoren, Arbeitgeber sel den Gründungsvertrag. Das
und Ausbildungsbetriebe, die Ziel der Visionäre in den Landkrei-
auch gemeinsam zahlreiche Pro- sen und Kommunen war es, eine
jekte und Initiativen der Men- sichere und leistungsfähige Ener-
schen in der Region fördern. Eini- gieversorgung mit gleich günsti- Vor über 80 Jahren begannen die Pioniere von E.ON MItte das
ge Beispiele sind die HNA-Aktion gen wirtschaftlichen Rahmenbe- Energienetz in der Region aufzubauen. Diese Erfahrung ist eine
„Kinder für Nordhessen“, der dingungen in Stadt und Land auf- wichtige Basis, um die heutigen Herausforderungen eines intelligenten
HNA/E.ON Mitte-Mitte-Jugend- zubauen. Netzbetriebes zu bewältigen. (Foto: nh)
1959 50 Jahre HNA – Musik 2009

Elvis: Militärdienst
in Friedberg
18 Wochen auf Platz Eins
Freddy Quinn mit seinem Lied „Die Gitarre und das Meer“
Presley als Soldat in Ray Barracks stationiert VON GWENDOLYN TRÄGER

D
er King of Rock and rend dieser Zeit war er in der

J
Roll in Hessen: Von Ok- US-Kaserne Ray Barracks in immy Brown, das war ein
tober 1958 bis März Friedberg stationiert. Seemann, und das Herz
1960 absolvierte der Rockstar Doch das Bett 13 in Baracke war ihm so schwer. Doch
Elvis Presley seinen Militär- 3707, Erdgeschoss links in den es blieben ihm zwei Freun-
dienst in Deutschland. Wäh- Friedberger Ray Barracks, de, die Gitarre und das Meer“:
blieb meist ver- Mit diesen Zeilen aus seinem
waist. Elvis residier- Hit „Die Gitarre und das Meer“
te lieber bequemer, weilte Freddy Quinn ganze
privater, von sei- viereinhalb Monate auf dem
nem Clan umgeben. ersten Platz der deutschen
Er selbst, Vater Ver- Charts. Von April bis Juli
non, Großmutter (1959) schaffte es kein Künst-
Minnie Mae sowie ler, Quinn vom Thron zu sto-
zwei Leibwächter ßen. Doch das ist für den
zogen zunächst in Mann, der über 60 Millionen
das nahegelegene Tonträger verkaufte und mit
Bad Nauheimer zehn Liedern in Deutschland
Park Hotel, dann für Nummer-1-Hits landete, wohl
fast vier Monate in nichts Besonderes.
das Hotel Villa Gru- Sänger, Schauspieler, Enter-
newald. tainer, Zirkusartist, das alles
Die letzten zwölf ist Freddy Quinn, der eigent-
Monate seiner Mili- lich Franz Eugen Helmuth
tärdienstzeit ver- Manfred Niedl-Petzder heißt
brachte Elvis dann und bei Wien geboren wurde. Gitarre, roter Pullover und schwarze Mütze: Freddy Quinn als Sänger (links) und als Schauspieler auf
aber in einem Pri- Doch nicht nur als Künstler dem Plakat für den Film „Freddy, die Gitarre und das Meer“ (rechts). Archivfotos: nh
vathaus in der Goe- machte der heute 77-Jährige
thestraße 14. Regel- Schlagzeilen. Vor fünf Jahren dafür, dass er seinen Haupt- dig und beglich in vollem Um- das am 22. November 2004 er-
Hoher Besuch: Rock-and-Roll-König Elvis mäßig kamen Fans stolperte Freddy Quinn über wohnsitz in der Schweiz zu fang seine Steuerschulden: ging, fiel mit einer zweijähri-
war von von Oktober 1958 bis März 1960 zu seinem Haus und die Steuergesetzgebung: Of- haben behauptet, erstaunlich immerhin hinterzogene gen Bewährungsstrafe und ei-
als amerikanischer Soldat in den Friedber- ließen sich fotogra- fensichtlich ist den Behörden oft in Hamburg aufhält. Vor 900 000 Euro. Das wurde ihm ner Geldbuße von 150 000
ger Ray Barracks stationiert. Archivfoto: dpa fieren. (gtr) aufgefallen, dass Freddy sich Gericht zeigte er sich gestän- zu Gute gehalten: Das Urteil, Euro sehr milde aus.

2009: Potts und Kaufmann


Wer sind die in ten. Der briti-
Ein Stern am Tenorhimmel
Deutschland sche Underdog
Im Jahr 1959 begann die kurze, steile Karriere des Fritz Wunderlich
bekanntesten Paul Potts und Er war der bedeutendste deut- pfälzischen Kusel. Im Jahr 1959 nige Tage vor dem geplanten
Tenöre des Jah- der schöne sche Tenor in der Nachkriegs- ging sein Stern auf: Engage- Auftritt starb er mit nur 36 Jah-
res 2009? Es Deutsche Jonas zeit: Fritz Wunderlich (1930- ment an der Bayerischen ren an einem Schädelbruch,
sind zwei Sän- Kaufmann. Fast 1966). Niemand sang Mozart, Staatsoper und erster Auftritt den er sich bei einem Sturz zu-
ger, die nicht gleichzeitig er- Schubert und Schumann schö- bei den Salzburger Festspielen. gezogen hatte. Er hinterließ
gegensätzli- Paul Jonas scheinen ihre ner, makelloser und ungeküns- Sein Debüt an der New Yorker seine Frau Eva Jungnitsch und
cher sein könn- Potts Kaufmann neuen Alben. telter als der Sänger aus dem Met erlebte er nicht mehr: We- drei Kinder. (w.f.) Fritz Wunderlich Foto: dpa

Herzlichen Glückwunsch HNA – 42 Jahre dabei!


Danke, für eine gute Partnerschaft! Richard Rode
1966–1974 1974 – heute 1975 – heute 1986–1991 1996 – heute 2002 – heute
Architekturbüro Flohmärkte, Messen/Märkte Antiquitätenmesse Chinapark Schwalmstadt Altes Kraftwerk Borken Gartenmesse
Häuser/Wohnen Ausstellungen Sportgeschichte Disko Chinatown Messe/Märkte Ausstellung
Disko Klub Monarchie Kunstausstellung Musikpark ROM 2009 HessenExpo

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1959 50 Jahre HNA – Sport 2009

Nach den Spielen ’ne Runde Bier


Die Sport-Region
vor 50 Jahren
Fußball-Ligen
Irgendwie war damals alles über- Fußball vor 50 Jahren - Ehemaliger KSV-Spieler Rolf Fritzsche berichtet über seine aktive Zeit
sichtlicher. Drittliga-Fußball
wurde noch in der 1. Amateurli- VON GÜNTER GRABS
ga (heute: eingleisige 3. Bundes-
liga) gespielt, Fünftliga-Fußball in KASSEL. „Stress ohne Ende“ -
der Kreisliga (heute neunte Klas- diese drei Worte fallen Rolf
se). Der KSV Hessen, schon da- Fritzsche, einem der Top-Stars
mals das Vorzeigeteam der Regi- des KSV Hessen in den sechzi-
on mit Weltmeister Gala Metz- ger Jahren, spontan ein, wenn
ner, kickte in der Zweiten Liga er auf das Jahr 1959 angespro-
Süd, Traditionsteams wie der chen wird. Da hat sich im Le-
CSC 03 in der drittklassigen 1. ben des damals 25-jährigen
Amateurliga. Frauen-Fußball gab ehemaligen DDR-National-
es nicht. spielers so viel ereignet, „dass
ich ein dickes Buch schreiben
Handball könnte.“ Im September fasste
War 1959 von Handball die Rede, er mit seinem Fußball-Kumpel
meinte man den Feldhandball. von Vorwärts Berlin, dem spä-
Der wurde mit elf Mann auf ei- teren KSV-Rechtsaußen Horst
nem Fußballfeld gespielt. Nord- Assmy, den Entschluss, mit
hessisches Top-Team war Erstli- der S-Bahn von Ost- nach
gist SV Harleshausen, um Spiel- Westberlin zu fahren, der
macher Otmar Sutter. Eine DDR für immer den Rücken zu
Mannschaft bestand aus elf Spie- kehren und sich Tennis Borus-
lern, Strafwürfe wurden aus 14 sia Berlin anzuschließen. „Da-
Metern aufs Tor geworfen. Hal- mals stand ja die Mauer noch
lenhandball gab’s auch, spielte nicht. Dennoch sorgte unsere
aber - wegen fehlender Hallen - Flucht in der deutschen Presse
nur eine untergeordnete Rolle. für Schlagzeilen“, erinnert
Im Winter wurde eine nordhessi- sich Fritzsche. „In Westberlin
sche Hallenrunde in Turnierform lasen wir zum Beispiel ‘DDR-
veranstaltet. Meist in der Kurhes- Stars wählten die Freiheit‘,
sen-Halle in Kassel. während ein Blatt in Ostberlin
titelte: Àssmy und Fritzsche
Volle Häuser versinken im Westberliner
Ob Amateurfußball, oder -hand- Großstadtsumpf‘“.
ball: Alle Spiele waren weit bes- Der Fußball war also zu-
ser besucht als heute. Der CSC nächst einmal Nebensache für
03 in der drittklassigen 1. Ama- Fritzsche. Denn wegen seiner
teurliga meldete beispielsweise Flucht wurde er ein Jahr ge-
sperrt, wechselte 1960 zum FK Andenken an seine aktive Zeit als Fußballer: Rolf Fritzsche (links) mit seinen alten Fußballstiefeln, Trikot und Ball. Rechts der frühere
im Schnitt über 1000 Zuschauer, HNA-Sportredakteur Günter Grabs (67). Foto: Herzog
die SV Harleshausen damals bei Pirmasens und konnte noch
den Endrundenspielen um die vor dem Mauerbau seine El- stimmt nicht schlecht bezahl- Als Fritzsche 1963 von der einen Sieg 500 Mark erhielten,
deutsche Meisterschaft mehrere tern in die Pfalz nachholen. te.“ Und der Mann, der damals Alster an die Fulda wechselte, konnten wir bei den drei Er- Zur Person
tausend im Auestadion. Das Erst jetzt ging‘s für Fritzsche neben seinem Trauzeugen konnte er natürlich auch kei- folgen immerhin 1500 Mark
Halbfinale gegen Lintfort woll- fußballerisch wieder bergauf. Uwe Seeler stürmte und ihn ne Reichtümer anhäufen. einstecken.“ ROLF FRITZSCHE (75), geboren
ten 30 000 Anhänger im Rah- Doch wenn er an die Zeit Ende mit unzähligen Vorlagen füt- „Das sah, verglichen mit heu- Nach dem Training oder ei- in Rositz (Thüringen), kam über
men einer Doppelveranstaltung der fünfziger, Anfang der terte, präzisierte: „400 Mark te, ziemlich mau aus. Wir ner Heim-Partie zerstreuten Vorwärts Berlin, Tennis Borussia,
(zuerst kickte der KSV, danach sechziger Jahre zurückdenkt, Grundgehalt gab‘s. Dazu 50 kriegten ein Grundgehalt von sich die Spieler nicht – wie das FK Pirmasens und den HSV 1963
spielte die SVH) sehen. Die Poli- huscht ihm ein Schmunzeln Mark für einen Sieg und 25 gerade mal 160 Mark, dazu für heutzutage meist der Fall ist – zum KSV Hessen, für den er in
zeipräsenz bei diesen Spielen übers Gesicht. „Wer heute die Mark für ein Unentschieden.“ einen Sieg 160 und für ein Re- in alle Winde, sondern setzten 192 Begegnungen 81 Tore er-
war mäßig, weil Krawalle nicht Unsummen an Fußball-Gehäl- Sponsoren, so Fritzsche, seien mis 80 Mark. Für jeden Einsatz sich noch zu einem Bierchen zielte. Fritzsche spielte zweimal
zu befürchten waren. Eintritts- tern mit dem bisschen Geld weit und breit nicht zu sehen in einem Punktspiel gab‘s ein zusammen und diskutierten für die DDR (1955/56), war mit
preise: Allesamt unter fünf Mark . vor 50 Jahren vergleicht, gewesen. „Der eine oder ande- Extra von zehn Mark. Selbst mit den Fans. Zu Auswärts- Vorwärts zweimal DDR-, mit Pir-
kommt aus dem Staunen re mit einem dicken Porte- unsere Meisterprämie 1964 spielen wurden die Löwen tat- masens Südwest-, mit dem HSV
Leichtathletik nicht heraus“, blickt der heute monnaie hat uns hin und wie- fiel mit 750 Mark pro Nase sächlich noch mit Pkws chauf- Nord- und mit dem KSV 1964
Gelaufen wurde auf roter oder 75-Jährige beispielsweise auf der ein Auto zur Verfügung ge- nicht gerade üppig aus. Da wir fiert, falls die Reise nicht gera- süddeutscher Meister. Fritzsche
schwarzer Asche. Tartanbahnen seine Zeit beim Hamburger SV stellt. Das war‘s dann meist in der anschließenden Auf- de nach Südbayern oder Ba- ist verheiratet und wohnt in Kas-
gab es nicht. Hochspringer lan- zurück, „der uns Spieler be- schon.“ stiegsrunde zur Bundesliga für den ging. sel-Wolfsanger.
deten noch im Sand.

Sprinterin Jutta Heine 1959 im Eng und viel Haut: Ariane Fried- Pudelmütze und Pullover: Max Helm und Raumanzug: Martin Knitteranzug im Wasser: Wil- High Tech im Wasser: Annika
Baumwollhemd. rich 2009. Bolkart 1956 Schmitt 2009. trud Urselmann 1960. Mehlhorn 2009. Fotos: dpa

Mit Schlabberklamotten in den Wettkampf


Sportlerbekleidung vor 50 Jahren bestand vor allem aus Baumwolle - Heute dominieren die Kunststoffe
VON ULI BREHME rem Körper. High Tech dage- spezielle Materialkombinati- Er kostet 250 Euro.
gen heute: Die Anzüge besit- on sowie Belüftungskanäle Aber nicht nur die Kleidung

S
portlerbekleidung vor 50 zen ein Oberflächengewebe, werden Schweiß und Wärme hat sich verändert, auch die
jahren und heute: Ein das der Haut von Haien äh- abgeleitet und kühle Luft Spielgeräte sind völlig anders.
Unterschied wie Tag und nelt. Sie sitzen millimeterge- kann einströmen. Beispiel der Ball. Vor 50 Jahren
Nacht. Was die Athleten frü- nau am Körper und sorgen da- Kommen wir zu den Ski- bestanden die Bälle aus einfa-
her in den Wettkämpfen tru- für, dass die Weltrekorde nur springern. Vor 50 Jahren wa- chem Leder. Regnete es, sogen
gen, würde man heute allen- so purzeln. ren als Bekleidung Keilhose sich die Bälle voll und wurden
falls als Schlabberklamotten Baumwolle - auch in der und Pullover angesagt. Helme schwerer und schwerer. Sie
bezeichnen. Leichtathletik und in den spielten keine Rolle. Übliche konnten dann bis zu 600
Fangen wir bei den Badean- Mannschaftssportarten im Kopfbekleidung war die Pudel- Gramm wiegen. Heutzutage
zügen an. Als die Schwimme- Fußball oder Handball sind die mütze. Heute treten die Adler sind die aus Kunststoff gefer-
rin Wiltrud Urselmann bei Hemden von früher und heute hingegen auf wie Raumfahrer. tigten Bälle nicht nur wasser-
den Olympischen Spielen nicht mehr zu vergleichen. Be- Die Anzughaut aus syntheti- dicht, sondern auch viel leich-
1960 als Zweite aus dem Be- standen die Trikots in den schem Material ist fünf Milli- ter, um 350 Gramm. Damals
cken stieg, sah sie vor allem fünfziger Jahren weit gehend meter dick, sie ist luftdurch- kostete ein Ball 65 Mark (32,50
eins aus: unförmig. Ihr mit aus Baumwolle, werden sie lässig und wasserabweisend. Euro). Heute kostet beispiels-
Baumwolle: Fritz Walter mit Wasser vollgesogener Baum- heute zu hundert Prozent aus Der gesamte Anzug ist selbst- weise ein Adidas-Ball 119 Thorsten Bauer 2009 mit
dem WM-Pokal. Foto: dpa wollanzug hing schlaff an ih- Polyester gefertigt. Durch eine verständlich areodynamisch. Euro. (bre) Kunststoffhemd. Foto: Eibner
tra tze n.
ha ft. Be tte n un d Ma
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Se it 1894 mi t Ko mp

ge eh rt e M it ar be it er de r H N A !
S eh r

te ll er / -i nn en ,
S eh r ge eh rt e Z u s
ke r/ -i nn en ,
s eh r ge eh rt e D ru c
rt er / -i nn en ,
s eh r ge eh rt e R ep o
gr af en / -i nn en ,
s eh r ge eh rt e F o to
te u re / -i nn en ,
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al tu ng ,
s eh r ge eh rt e Ve rw
h äf ts le it u ng ,
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eg er ,
s eh r ge eh rt er Ve rl

nz h er zl ic h zu m 50-sten Geburtstag Ihrer und


W ir gr at u li er en ga
u ns er er H N A .
r A rb ei t be da nk en w ir u ns
M it Achtung un
d Respekt vor I h re r al le
h ak tu el le r I nf o rm at io n.
fü r 50 Ja h re tä gl ic
s c h ic h te be gl ei te t u ns di e H N A .
ri ge n F ir m en ge
50 Jahre unserer 115-jäh w ie ge s c h äf tl ic h e, h ei te r lu s ti ge
w ie
Vi el e, vi el e S ta ti o ne
n, pe rs ö nl ic h e
ir in di es er Z ei t ge m ei n sam erlebt.
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er gr ei fe nd tr au ri ge
s o z ia le n E n ga ge m en t de r H N A u nd
Vo r de m kulture
llen und pe kt . S ie be w ei s en u nd le be
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en R es
h ab en w ir gr o ß en en M en s c h en .
ih re r M it ar be it er io n u nd di e be tr o ff
r di e S ta dt , di e R eg
Ve ra nt w o rt u ng fü
r, I h ne n h eu te h erz lic hen Dank
di e G el eg en h ei t w ah na nd er u nd di e to ll
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G er ne ne h m en w ir an ge ne h m e M it ei
n Ei ns at z, da s
zu s ag en , fü r I h re
Z u s am m en ar be it .
w ir I h ne n al le s G u te u nd ei ne n
w ü ns c h en
F ü r di e Z u ku nf t h re r u nd u ns er er H
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Be
1959 50 Jahre HNA – Produkte 2009

Die schauspielernde Ware


1959 2009
Radio Radio

1959 ist ein Jahr des Einschnitts für die Produkt- und Konsumgeschichte – Interview
kierung im Na-
Das Thema men. „59“ – das
drückte das
Ob Porsche oder Opel: neue Bewusst-
sein aus: Wir ge-
Die Entscheidung für hen in eine Das klassische Radio gibt es
eine Marke sagt oft auch neue Zeit, zei- immer noch, doch hat sich
immer etwas über den gen Modernität das Empfangsgerät heute oft
Die Transistorbox von Grun- Besitzer aus. Vor 50 Jah- und Fortschritt- zu einem multimedialen
dig ist das erste tragbare Ra- lichkeit – das Tausendsassa gemausert.
dio des Herstellers, das ohne ren änderte sich der war die Devise. Zum Beispiel das Autoradio:
die verbreitete Röhrentech- Zeitgeist. Das hatte auch Über das Gerät können Lie-
nik auskommt. Das Modell Folgen für die der von CDs und vom Ab-
empfing nur Mittelwelle. Um Verpackungen. spielgerät iPod erschallen.
ein Radio zu kaufen, packten VON ANDREAS NORDLOHNE Einerseits muss- Zudem können Fahrer am
Industriearbeiter im Schnitt ten diese jetzt in Steuer drahtlos telefonie-
118,6 Stunden an (siehe Hin- Was hat Produkt- mit Kulturge- die standardi- ren. Preis: 349 Euro. Dafür
tergrund). Der Jahresdurch- schichte zu tun? sierten Regale arbeiten Angestellte im
schnittspreis betrug 274 DM. Schnitt 15,3 Stunden (siehe
RAINER GRIES: Produktge- passen, anderer-
Foto: Grundig /nh
schichte ist immer Kulturge- seits musste Hintergrund). Foto: Pioneer

schichte. Kultur ist ein Ge- man bei der


flecht von Bedeutungen und Konkurrenz auf-
Sinnstrukturen, mit dem wir fallen – ver-
Fernseher uns umgeben. Dabei markie- rückt. Zum Bei- Fernseher
ren nicht nur Worte und Bil- spiel Persil:
der Bedeutung, sondern seit Weil die alte Pa-
1959 eben auch die Produkte ckung hochkant
und Marken. Wenn ich ein be- war, passte sie
stimmtes Produkt kaufe, zeige nicht mehr ins
ich mir und anderen, wer ich Regal.
bin. Welche Rolle
Woran liegt das? spielt der Zeit-
GRIES: Wir leben in einer geist für den Er-
entwickelten Konsumgesell- folg einer Ware?
schaft. Produkte haben jetzt GRIES: Eine
eine viel größere Bedeutung wichtige. Neh- Flacher Bildschirm, hohe
als in der ersten Hälfte des 20. men wir die Zi- Bild- und Tonqualität: Der
Fernsehen wo man will: Der Jahrhunderts. Sie sind zu neu- garettenmarke Fernseher hat sich zum hei-
tragbare Fernseh-Boy macht mischen Unterhaltungsme-
en Medien geworden und bie- „Peter Stuyve-
es möglich. Die Flimmerkis- dium schlechthin entwi-
te hatte eine 47-cm-Bildröh- ten wie Zeitungen, Fernsehen sant“, die 1959
ckelt. Die Zuschauer können
re, eine Fernbedienung er- und Radio eine Botschaft, die geboren wurde. aus einem bunten Strauß an
leichterte das Zappen. In die Menschen verstehen. Es Sie setzte mit ih- TV-Kanälen wählen oder al-
dieser Ausführung konnten macht eben einen bedeuten- rer Werbung ternativ eine DVD anschau-
die Deutschen den Apparat den Unterschied, ob ich einen Trends, ver- en. Preisempfehlung für das
von 1958 bis 1961 kaufen. Porsche fahre oder einen Opel. sprach interna- Modell auf dem Foto: 1099
Dafür mussten sie im Mittel Warum ist das Jahr 1959 für tionales Flair Euro. Nach gut 48,2 Stunden
361,5 Stunden arbeiten die Produktgeschichte so be- und Modernität. Modern und fortschrittlich: Persil 59 markiert einen neuen Zeitgeist. Foto: Persil /nh Arbeit haben sich Angestell-
(Jahresdurchschnittspreis: sonders? Die Konsumen- te dieses verdient.
835 DM). Foto: Grundig /nh GRIES: Das ist eines der ers- ten konnten mit dieser neuen auf den Markt. Sie setzte auf GRIES: Nein. Die schon ent- Foto: Grundig Intermedie GmbH
ten Jahre, in denen der Me- Zigarettenmarke raus aus der das Gegenteil, gab sich wickelten Marken dürfen nie-
diencharakter von Produkten provinziellen Enge der 50er deutschtümelnd und national. mals ihre Grundausrichtung
sich vollends Bahn bricht: Ab Jahre und hinaus in die große, Binnen weniger Monate war verlieren. Einige, wie „Nivea“,
Telefon sofort kommunizieren Men- weite Welt. Es gab auch ein sie jedoch wieder von der Bild- sind ja seit Generationen am Telefon
schen mehr und mehr über Gegenbeispiel: Etwas später fläche verschwunden. Markt. Sie schenken den Ver-
die Produktmedien. kam die Zigarette „Condor“ Also Zeitgeist über alles? brauchern Sicherheit und Ge-
Was ist das Einschneidende borgenheit. An den Zeitgeist
an diesem Jahr? HINTERGRUND dürfen sie sich daher nur be-
GRIES: Zuvor gab es den Ein-
Stundenlohn:
Zur Person hutsam anlehnen. Das wollen
zelhandel der alten Art, bei die Konsumenten so.
dem zwischen Käufer und Ver- 1959 und heute Dr. Rainer Gries Was hat sich grundsätzlich
käufer ein Tresen stand, da- 1959 betrug der Durch- (50 Jahre) lehrt zwischen 1959 und 2009 ge-
hinter die Produkte. Ladenthe- schnittsbruttoverdienst an der Fried- tan?
ke und Verkäufer waren so eines männlichen Indus- rich-Schiller- GRIES: Im Lauf der Zeit sind
Mittler zwischen Kunde und triearbeiters pro Stunde Universität Jena die Produkte für Viele greifba-
Ware. Zwischen 1958 und 2,49 DM, berichtet das und an der Sig- rer geworden. Sekt war zum Die Wählscheibe war ein-
Ein Klassiker in Schwarz, zwei 1961 kam es zum Umbruch, Statistische Landesamt mund-Freud- Beispiel noch in den 50er Jah- mal, das Farbdisplay blinkt
Kilogramm schwer: das Tele- der Siegeszug der SB-Märkte Privatuniversi- Rainer Gries ren bürgerlichen Schichten
Hessen. 1,60 DM verdien- und leuchtet. Mit dem
fon W 48. „W“ steht für begann. Damit änderte sich te eine Arbeiterin. Der Mit- tät Wien. Sein Forschungs- vorbehalten gewesen. Ein Ge- schnurlosen Sinus 301i kön-
„Wählen“, also Apparate mit die Produkt-Präsentation. Die telwert: 2,31 DM. Heutzu- schwerpunkt ist die Gesell- tränk für besondere Leute zu nen wie mit einem Handy
Wählscheibe. Erst 1963 löste Käufer mussten fortan auf die tage wird nicht mehr zwi- schafts- und Kulturgeschichte besonderen Anlässen. 2009 auch SMS ins Festnetz ver-
ein Nachfolger in Grau das Produkte im Regal aufmerk- schen Arbeitern und An- Deutschlands und Österreichs trinkt jedermann Sekt zu al- schickt werden. Bis zu 150
seit 1948 hergestellte Modell sam werden – die Waren gestellten unterschieden. im 20. Jahrhundert. Gries ist ver- len denkbaren Gelegenheiten. Einträge können im inte-
ab. Die Apparatmiete war in brauchten nun schauspieleri- heiratet und hat zwei Töchter. In Diese Demokratisierung des grierten Telefonbuch abge-
Der durchschnittliche
der monatlichen Grundge- sche Qualitäten. seiner Freizeit reist er gerne ans Konsums, die Teilnahme aller legt werden. (Preis: 49,99
bühr enthalten. Bruttostundenverdienst
Ein Beispiel? Mittelmeer: nach Sardinien, Ita- am Wohlstand, beglaubigt in Euro; Arbeitszeit: etwa 2,2
Foto: Museum für Kommunikation/nh
eines Arbeitnehmers lag Stunden) Foto: Deutsche Telekom
GRIES: Bei „Persil 59“ gab es 2008 bei 22,81 Euro. (ano) lien und Südfrankreich. (ano) gewisser Weise die Teilnahme
sogar erstmals eine Zeitmar- Foto: Gries/nh am politischen Leben.

www.giessener-anzeiger.de www.lauterbacher-anzeiger.de www.kreis-anzeiger.de www.gelnhaeuser-tageblatt.de www.oberhessische-zeitung.de www.usinger-anzeiger.de


Bester Volkswagen-Betrieb in Nordhessen

Forum der Besten


Wir gehören zu den besten VW Autohäusern
in ganz Deutschland
Erneut ist es dem Autohaus Klein in Fuldatal-Ih- Bester Pannendienst
ringshausen gelungen, zu den besten VW-Auto-
häusern in Deutschland zu gehören. Im Rahmen Deutschlands
der feierlichen Übergabe der Urkunden in Istan-
Bereits im März dieses Jahres wurde das Auto-
bul durch den Leiter Vertrieb Deutschland von
haus Klein als Assistance-Partner mit dem Gol-
Volkswagen, Werner Eichhorn, freute sich Jür-
denen Award als bester Bergungs-, Abschlepp-
gen Klein, Geschäftsführer und Serviceleiter und Pannendienst Deutschlands ausgezeichnet.
des Autohauses, ganz besonders darüber, das Mit ihrer hochmodernen silbernen Flotte an
beste VW-Autohaus in Nordhessen und Südnie- Pannenhilfs-, Abschlepp- und Bergungsfahrzeu-
dersachsen zu sein. gen garantiert das Autohaus schnelle und effi-
„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung.
ziente Hilfe auf höchstem Niveau. „In den meis-
Seit vielen Jahren bereits spornen uns die Erfol-
ten Fällen sind unsere Notdienstmitarbeiter in
ge zu immer besseren Leistungen und einem
weniger als 30 Minuten am Pannen- oder Un-
noch besseren Service an.“
fallort. Mit unserer silbernen Flotte sind wir da,
wo wir gebraucht werden“, freute sich Thomas
Seit vielen Jahren die Nr.1 Hopf, verantwortlicher Abteilungsleiter Not-
Feierliche Übergabe: Werner Eichhorn (2.v.l.), Leiter
Vertrieb Deutschland von Volkswagen, übergab Jür-
in der Region dienst, über diese besondere und erstmalig er- gen Klein (4.v.r.) in Istanbul die Auszeichnung „Forum
der Besten“.
reichte Auszeichnung begeistert.
Mit der erneuten Auszeichnung knüpft das Au-
tohaus Klein an die vielen Erfolge der vergan- Seit dem 1. 1. 2009 auch Auszeichnungen
genen Jahre an. Ob Service-Award-Gewinner,
mehrfacher VW-Partner des Jahres oder die Seat Service-Partner für das Autohaus Klein
Auszeichnung im Service-Marketing-Wettbe-
Mit der Marke SEAT findet sich seit Beginn des 2009 Forum der Besten
werb – immer steckt hinter all diesen Erfolgen
Jahres neben VW, Audi und Škoda eine weite- TOP 50 aller VW-Händler bundesweit
der unbedingte Wille zu Service und Qualität
re, leistungsstarke Automarke unter dem Dach 2009 Gewinner Assistance Partner-Award
aller Mitarbeiter.
des Autohauses. „Wir bieten unseren SEAT- Bester Bergungs-, Abschlepp- und Pan-
„Alle Mitarbeiter unseres Autohauses ruhen sich
Kunden unsere gesamte Palette an Service- und nendienst Deutschlands
nicht auf dem Erreichten aus, sondern arbeiten
Werkstattleistungen, die Abwicklung von Ge-
kontinuierlich an noch besserer Qualität und Zu- währleistungs- und Kulanzansprüchen sowie 2008 Forum der Besten
verlässigkeit, damit unsere Kunden nicht nur zu- natürlich alle SEAT-Originalteile“, so Patrick TOP 50 aller VW-Händler bundesweit
frieden, sondern begeistert sind“, so Jürgen Klein, Geschäftsführer und zuständiger An- 2007 Forum der Besten
Klein. sprechpartner für SEAT-Kunden. TOP 50 aller VW-Händler bundesweit
2007 Bestnote im DEKRA-Werkstatttest Škoda
2007 Gewinner des Service-Award 2007
der Zeitschrift „kfz-betrieb“
„Bester Service in Deutschland“
VW, Audi und Skoda
3 Gewinner bundesweit aller Marken
2006 Forum der Besten – VW
2005 Partner des Jahres – VW
Sieger im Service-Wettbewerb – VW
2004 Partner des Jahres – VW
Sieger im Service-Wettbewerb – VW
Service-Award 2004
der Zeitschrift „kfz-betrieb“
2. Gewinner bundesweit aller Marken
2003 Partner des Jahres – VW
Sieger im Service-Wettbewerb – VW
So sehen Gewinner aus: Die erfolgreichen Mitarbeiter des Pannendienstes und die Geschäftsführer des Auto- 2002 Service-Marketing-Preis –
hauses Klein, Thomas Hopf, Jonas Hajek, Jens-Uwe Klein, Christian Worell, Patrick Klein, Jürgen Klein, Paul Sos- VW und Audi 1. Sieger
na, Dieter Klein, Heinrich Henneberg und Dennis Damm (v. links).

Das Autohaus mit dem besonderen Service

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1959 50 Jahre HNA – VW-Werk Baunatal 2009

Ölverschmiert statt klinisch weiß


Aggregate-Aufbereitung bei VW: 1959 war viel Handarbeit an den Motoren angesagt, heute läuft’s zu großen Teilen automatisch
der Henschel-Halle, in der VW
Das Thema startete, auch sauber gemacht.
Aber zwischen dunklen Ma-
Vor 50 Jahren hatte der schinen und alten Mauern
standen die Kollegen in grauer
Betrieb bei VW in Alten- Arbeitskleidung an der so ge-
bauna gerade begonnen nannten Schlachtebank, wo
– gearbeitet wurde noch beim Auseinandernehmen de-
in einer alten Halle der fekter Käfer-Motoren ölver-
schmierte Hände zum Alltag
Henschel-Flugmotoren- gehörten.
werke. 1959 zählte das
Werk 1100 Mitarbeiter, Fortsetzung auf
die unter schwierigen der nächsten Seite
Bedingungen vor allem
Motoren aufbereiteten.
Eine Aufgabe, die sich Produktion im Lohwald:
Das Luftbild zeigt die erste
seitdem grundlegend große Halle von Volkswa-
verändert hat. Bauarbeiten1959: Ein Lastwagen transportiert ausgeschachteten gen in Altenbauna.
Boden ab, damit eine VW-Halle entstehen kann. Archivfotos: vw/nh

VON INGRID JÜNEMANN

BAUNATAL. „Günter, komm“,


haben sie immer gesagt. Dann
wechselte Günter Lehmann
den Platz – von der Demonta-
ge zum Prüfstand, von dort
zur Montage, dann womöglich
zum Zylinderkopfbau und
wieder zur Demontage. Leh-
mann, heute 79 Jahre alt, war
vor 50 Jahren Springer in der
Aggregate-Aufbereitung des
gerade in Altenbauna angesie-
delten VW-Werks.
So hell, gewienert und fast
steril wie heute in Kassel – die
Aufbereitung ist inzwischen
von Baunatal nach Bettenhau-
sen aufs frühere AEG-Gelände
umgezogen – sah es 1959 Noch ist alles leer: Blick in einen Hallenbereich, der saniert werden muss, damit Ma- An der Schlachtebank: VW-Mitarbeiter in den Anfängen der Aggregate-Aufberei-
nicht aus. Natürlich wurde in schinen aufgestellt werden können. tung vor 50 Jahren.
1959 50 Jahre HNA – VW-Werk Baunatal 2009

Kollege
HINTERGRUND
WenigerMotoren,
mehr Getriebe

Roboter hilft
Weniger Motoren, mehr
Getriebe – beides aber in
einer Vielzahl von Varian-
ten: Das ist die Aggregate-
Aufbereitung von VW
Aus der Aggregate-Aufbereitung heute. Einige Zahlen ver-
von VW ist eine Analysefabrik geworden, deutlichen die Entwick-
lung in 50 Jahren.
die zum Verbessern und Sparen beiträgt
Fortsetzung Halle. Rundherum gehen aber 1959 überhol-
te die Ab-

D
ort, wo die Aggregate- viel weniger Menschen ihren teilung 93 517 Motoren,
Aufbereitung von VW Jobs nach, teils haben Roboter von denen es zwei Versio-
startete, seit Jahrzehn- die Arbeit übernommen, Be- nen gab, und 20 593
ten die Halle 4. Die Reste der dienung von Computern ist Schaltgetriebe (drei Ver-
Henschel-Flugmotorenwerke statt klassischer Handarbeit sionen). Damals arbeite-
sind längst Geschichte. Wo angesagt. So wie bei Anlagen- ten zwischen 60 und 70
Pionier Günter Lehmann da- führer Jürgen Degenhardt (49) Beschäftigte in diesem
mals tätig war, heute der süd- aus Ottrau in der Schwalm, der Bereich.
liche Hallenteil, wird jetzt am den eisernen Kollegen einer Arbeit am Prüfstand 1959: Aufgearbeitete Motoren wurden untersucht, bevor sie wieder in den Ver-
Direktschaltgetriebe DQ 200
gearbeitet.
Auch hier sieht es überaus
elektronisch gesteuerten
Schleifmaschine kontrolliert.
kauf gingen. Archivfoto: vw/nh
2009 gibt es
noch keine
vergleichbaren Zahlen,
rein aus, und man kann sich 900 statt drei Varianten aber die Abteilung baut
schwer vorstellen, was Leh- Moderne Technik ähnlicher auf den Vorjahrswerten
mann von den aufgemöbelten Art regiert auch auf dem ehe- auf. 2008 wurden aufbe-
Motoren erzählt, die damals maligen AEG-Gelände an der reitet:
am Kettenförderband über Kasseler Lilienthalstraße. • Motoren: 41 684 in 586
den Köpfen der VW-Werker Zwar ist die Zahl der eigentli- Varianten.
schwebten: „Hier hatten wir chen Austauschmotoren und • Zylinderköpfe: 50 561
unsere Bänke fürs Frühstück – damit auch deren Bedeutung (297 Varianten).
da tropfte manchmal Öl von in den vergangenen 50 Jahren • Schaltgetriebe: 38 156
oben runter.“ Und am letzten gesunken. Dafür werden aber (536 Varianten).
Tag vor den Betriebsferien erheblich mehr Getriebe über- • Automatikgetriebe:
wurden in einem Wärmeofen holt – in etwa 900 Varianten 17 807 (346 Varianten).
Würstchen gegrillt. statt den drei Versionen, die es • Seriengetriebe: 94 634
Überhaupt war in den An- 1959 gab. (sieben Varianten).
fängen Improvisation gefragt, Die Aggregate-Aufbereitung Laut Chef Wolfgang
musste sich vieles einspielen: firmiert zudem als Analysefab- Momberg sind heute 350
„Da standen Schuster, Schnei- rik, wie Leiter Wolfgang Mom- Mitarbeiter der Aufberei-
der, Frisöre am Band“, erzählt berg erläutert und diese Ver- tung im Hauptbetrieb in
Lehmann, der als gelernter Au- knüpfung „einzigartig in der Kassel-Bettenhausen und
toschlosser als Experte galt. Da- Automobilindustrie“ nennt. weitere 150 im Werk in
gegen mussten sich die berufs- Die Mitarbeiter liefern Daten Baunatal tätig. (ing)
fremden Kollegen einfuchsen. zu Laufzeiten, Fehlern und
C 120, die Nummer des Ab- Verschleiß an die Entwick-
schnitts, in dem Lehmann lungsabteilung von VW, tra-
einst arbeitete, steht heute gen so zu mehr Qualität und Moderne Zeiten: So sieht die Tätigkeit am Prüfstand heute in Kassel-Bettenhausen aus, hier Jürgen
noch auf dem Fußboden der weniger Kosten bei. (ing) Jakob (links) und Norbert Holzhausen in Aktion. Foto: Koch
Geschichte
der Aufbereitung
Zur Person 1947 beginnt im Wolfsburger
VW-Stammwerk die Aufberei-
GÜNTER LEHMANN tung von Motoren.
(79) wurde
1958 als Mitar- 1958 wird die Aggregate-Auf-
beiter Nummer bereitung in das neue Werk
74 speziell für Kassel in Altenbauna verlegt.
das neue VW-
Werk in Alten- 1964 wird der einmillionste
bauna einge- Austauschmotor fertig gestellt.
stellt. Der ge-
lernte Autoschlosser arbeitete 1971 wird die Produktions-
bis zum Wechsel in den Ruhe- spitze erreicht: 1550 Mitarbei-
stand 1988 in der Aggregate- ter möbeln 275 000 Aus-
Aufbereitung, war zudem zeit- tauschmotoren und 27 000
weise Vertrauensmann der IG Getriebe auf.
Metall. Anfangs lebte Lehmann
mit seiner Familie am Kasseler 1986 verlässt das einmillions-
Rothenberg, fuhr morgens um 4 te Austausch-Schaltgetriebe
Uhr mit der Personalbahn, wie den Betrieb.
die Straßenbahn zum Werk ge-
nannt wurde, zur Arbeit. 1965 2002 beginnen die Planungen
zog Günter Lehmann in eine für den Umzug der Aggregate-
VW-Wohnung am Baunsberg in Aufbereitung von Baunatal in
Altenbauna um, wo er bis heute das frühere AEG-Kühlschrank-
mit Ehefrau Gertraud lebt. Der werk in Kassel. Ehemalige
erwachsene Sohn ist längst aus Mit ölverschmierten Schürzen: So ging es 1959 am Demontage- Alles schön sauber: Sandra Schönewolf montiert in der Analyse- AEG-Mitarbeiter werden quali-
band zu. Die Mitarbeiter nannten ihren Arbeitsplatz Schlachte- fabrik in Kassel-Bettenhausen Motoren, die zuvor auf Herz und fiziert und später übernom-
dem Haus. (ing) Foto: Jünemann
bank – ein Begriff, der heute verpönt ist. Archivfoto: vw/nh Nieren geprüft wurden. Foto: Koch men. (ing)

50 Jahre HNA – wir gratulieren


zum Jubiläum und wünschen
weiterhin eine flotte Feder
mit lebendiger Berichterstattung
über Themen, die die Region
interessieren und bewegen.
Mazda 626 2.0 Ford Fiesta 1.4 16V Ford Focus 1.6 Futura Ford Fiesta 1.3 Fun X
Exclusive KLIMA Trend KLIMA KLIMA KLIMA
EZ: 12/1999, 85 kW, 69.020 km, blaumet., EZ: 10/2003, 59 kW, 65.358 km, silbermet., EZ: 7/2004, 74 kW, 86.170 km, silbermet., EZ: 1/2007, 51 kW, 47.020 km, schwarzmet.,
Klima, el. FH, 4x Airbag, Servo, Katalysator, Klima, Umweltplakette grün, el. FH, 4x Airbag, Klima, el. FH, FRONTSCHEIBENHEIZUNG; Klima, Umweltplakette grün, el. FH, 4x Airbag,
NSW, Color, ABS, Laderaumabdeckung, el. + beh. Spiegel, Servo, Katalysator, Leder- Sportsitze, 4x Airbag, Servo, Lederlenkrad, Servo, Katalysator, Radio/CD, Color, ABS,
Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Mittelarm- lenkrad, NSW, Color, ABS, Alufelgen, Lade- NSW, Radio/CD, Color, ABS, Alu, Laderaum- Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer,
lehne, Radio/Cassette, Sitzhöhen-/Lenkrad- raumabd., Heckscheibenwischer, ZV mit FB, abdeckung, Heckscheibenwischer, ZV mit ZV mit FB, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung,
verstellung, teilbare Rücksitzbank, WFS, TCS, Radio/Cassette, Sitzhöhen-/Lenkradverstel- FB, teilbare Rücksitzbank, Wegfahrsperre, teilbare Rücksitzbank, Wegfahrsperre,
5-Gang, el. Spiegel, Standort Fritzlar lung, teilb. Rücksitzbank, Wegfahrsp., 5-Gang, el. Spiegel, Standort Fritzlar 5-Gang, GEBRAUCHTWAGENGARANTIE,
5-Gang, Standort Fritzlar Standort Fritzlar

EUR 4.990,– EUR 6.800,– EUR 8.250,– EUR 8.800,–


Renault Mégane 1.5 dCi Renault Kangoo 1.5 dCi Ford Focus C-Max 2.0 TDCi Ford Focus Turnier 1.6 Ford Mondeo Turnier 2.0
Comfort Dynamique KLIMA KLIMA Ghia KLIMAAUTOMATIK Ti-VCT Sport KLIMA Titanium
EZ: 12/2004, 74 kW, 28.870 km, Diesel, EZ: 7/2005, 60 kW, 43.823 km, rotmet., Klima, EZ: 10/2004, 100 kW, 53.460 km, schwarz- EZ: 3/2006, 85 kW, 31.480 km, schwarzmet., EZ: 4/2006, 107 kW, 62.490 km, schwarzmet.,
schwarzmet., Klima, ESP, el. FH, Innenspiegel el. FH, 4x Airbag, autom. Heckklappe, /-De- met., Klimaautomatik, DPF, Umweltplakette Klima, Umweltplakette grün, AHK, ESP, el FH, Klimaautomatik ESP, el. FH, Frontscheiben-
autom. abbl., Regensensor, 6x Airbag, el. + ckel, Servo, NSW, Radio/CD, Color, ABS, Alu, grün, ESP, el. FH, Alufelgen 17 Zoll, Front- FRONTSCHEIBENHEIZUNG, 6x Airbag, heizung, Innenspiegel autom. abbl., 6x Air-
beh. Spiegel, Servo, Bordcomputer, Easy Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer, scheibenheizung, Tempomat, Innenspiegel Sportsitze, Servo, Kat., BC, Dachreling, NSW, bag, Sitzheizung, Sportsitze, Servo, Kat., BC,
Entry, Lederlenkrad, NSW, Radio/CD, Alu- ZV mit FB, teilbare Rücksitzbank, Wegfahr- autom. abbl., Multifunktionslenkrad, Regen- Radio/CD, Alu 16 Zoll, Color, ABS, Laderaum- Dachreling, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer,
felgen 16 Zoll, Colorglas, ABS, Laderaumab- sperre, 5-Gang, Ausstellfenster, el. Spiegel, sensor, Seitenrollo, 6x Airbag, el. + beh. Spie- abdeckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Radio/CD, Alufelgen 16 Zoll, Color, ABS,
deckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, GEBRAUCHTWAGENGARANTIE, Schiebetür gel, Servo, 6-Gang, BC, Lederlenkrad, NSW, Standort Fritzlar Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer,
Standort Fritzlar rechts, Standort Fritzlar Standort Fritzlar Standort Fritzlar

EUR 9.450,– EUR 9.690,– EUR 11.990,– EUR 12.700,– EUR 14.300,–
Ford Focus Turnier 2.0 TDCi Renault Espace 2.0 16V
Titanium BI-XENON Expression
EZ: 2/2008, 100 kW, 41.180 km, blaumet., EZ: 7/2005, 100 kW, 43.789 km, schwarzmet.,
Klimaautomatik, DPF, Umweltplakette grün, Klimaautomatik, Umweltplakette grün,
Bi-Xenon, AHK, ESP, el. FH, Frontscheiben- E-HGSD, ESP, el. FH, Alufelgen 17 Zoll, 6x
heizung, Tempomat, Innenspiegel autom. Airbag, Sitzheizung, el. + beh. Spiegel, Servo,
abbl., Regensensor, 6x Airbag, Sitzheizung, Park-Pilot-System, Katalysator, 6-Gang, BC,
el. + beh. Spiegel, Servo, 6-Gang, BC, Dach- Dachreling, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer,
reling, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Radio/CD, Einzelsitze, Color, Dachträger,
Standort Fritzlar Standort Fritzlar

EUR 16.990,– EUR 16.990,–


Ford Focus Coupé-Cariolet 2.0
KLIMA
EZ: 12/2007, 107 kW, 1.822 km, beigemet.,
Klimaanlage, Umweltplakette grün, E-Ver-
deck, ESP, el. FH, Frontenscheibenheizung,
Tempomat, Sitzheizung, Sportsitze, 4x Air-
bag, Überrollschutzsystem, Servo, Park-Pi-
lot-System, Katalysator, BC, Dachreling, Le-
derlenkrad, Radio/CD, Alufelgen 16 Zoll, Co-
lor, ABS, ZV mit FB, Standort Fritzlar

EUR 17.990,–

Renault Twingo 1.2 16V Renault Twingo 1.2 Renault Modus 1.2 16V Renault Scenic RX4 1.9 dCi Renault Modus 1.2 16V
Dynamique Authentique Authentique Expression KLIMA KLIMA Cite
EZ: 12/2005, 55 kW, 20.200 km, silbermet., el. EZ: 11/2005, 43 kW, 10.065 km, blau, el. FH, EZ: 11/2005, 48 kW, 29.250 km, rot, el. FH, 6x EZ: 1/2002, 75 kW, 73.220 km, silbermet., Kli- EZ: 11/2004, 55 kW, 23.750 km, dunkelrot-met.,
Faltdach, el. FH, 4x Airbag, Servo, Katalysa- 4x Airbag, Servo, Kat., Faltdach, Radio/CD, Airbag, Servolenkung, Katalysator, BC, Lenk- ma, el. FH, 4x Airbag, Servo, BC, NSW, Radio/ Klima, Umweltplakette grün, el. FH, 6x Airbag, el.
tor, Lederlenkrad, NSW, Radio/CD, Color, Color, ABS, Laderaumabdeckung, Heck- radverstellung, Radio/CD, Color, ABS, Heck- CD, Einzelsitze, Color, ABS, Alufelgen, Lade- beh. + klappbare Spiegel, Servo, Kat., BC, Ra-
ABS, Laderaumabdeckung, Heckscheibenwi- scheibenwischer, ZV mit FB, teilbare Rück- scheibenwischer, ZV mit FB, geteilte Rück- raumabdeckung, Heckscheibenw., ZV mit FB, dio/CD, Einzelsitze, Color, ABS, Laderaumabde-
scher, ZV mit FB, geteilte Rücksitzbank, WFS, sitzbank, Wegfahrsperre, 5-Gang, el. Spiegel, sitzbank, WFS, Isofix-Kindersitzbefestigung, Lordose, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, ckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Sitzhö-
5-Gang, el. Spiegel, GEBRAUCHTWAGEN- GEBRAUCHTWAGENGARANTIE, 5-Gang, GEBRAUCHTWAGENGARANTIE, teilb. Rücksitzbank, Wegfahrsperre, Klappti- hen-/Lenkradverstellung, teilbare Rücksitzbank,
GARANTIE, Standort Kassel Standort Kassel Standort Kassel sche, 5-Gang, el. Spiegel, Standort Kassel Wegfahrsperre, Isofix, Standort Kassel

EUR 6.290,– EUR 6.690,– EUR 6.740,– EUR 7.490,– EUR 7.770,–
Renault Scenic 1.6 16V Renault Scenic 1.4 16V Renault Modus 1.6 16V Renault Modus 1.5 dCi Renault Kangoo 1.5 dCi
Authentique Authentique KLIMA Dynamique KLIMA Dynamique KLIMA Expression KLIMA
EZ: 6/2005, 83 kW, 27.251 km, blau, EZ: 10/2003, 72 kW, 38.100 km, rot, Klima, EZ: 11/2005, 65 kW, 41.474 km, schwarzmet., EZ: 2/2005, 50 kW, 37.500 km, violettmet., EZ: 11/2004, 60 kW, 39.760 km, silbermet., Kli-
Umweltplakette grün, ESP, el. FH, 6x Airbag, Umweltplakette grün, ESP, el. FH, Innenspie- Klima, Umweltplakette grün, ESP, el. FH, el. Klima, AHK, el. FH, 6x Airbag, el. + beh. Spiegel, ma, Heckflügeltüren, el. FH, 4x Airbag, Servo,
el. + beh. Spiegel, Servo, Katalysator, NSW, gel autom. abbl., Regensensor, Seitenrollo, 6x Panoramadach, 6x Airbag, Sitzheizung, Ser- Servo, BC, Lederlenkrad, Radio/CD, Color, ABS, Radio/CD, Color, ABS, Laderaumabdeckung,
Einzelsitze, Color, ABS, Laderaumabdeckung, Airbag, el. + beh. Spiegel, Servo, Kat., BC, vo, Katalysator, BC, Radio/CD, Color, ABS, Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, teilb. Rück-
Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Radio/Cas- NSW, Radio/CD, Einzelsitze, Color, ABS, Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, teilb. sitzbank, WFS, 5-Gang, Ausstellfenster, el. Spie-
sette, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, teilbare Laderaumabdeckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, Rücksitzbank, WFS, 5-Gang, GEBRAUCHT- gel, Schiebetür links u. rechts, GEBRAUCHT-
Rücksitzbank, Standort Kassel ZV, Standort Kassel teilbare Rücksitzbank, Standort Kassel WAGENGARANTIE, Standort Kassel WAGENGARANTIE, Standort Kassel

EUR 7.990,– EUR 7.990,– EUR 8.590,– EUR 8.890,– EUR 8.990,–
Volvo S60 2.4 Premium Renault Modus 1.2 16V Renault Scenic 1.6 16V Opel Meriva 1.6 Ecotec Ford Focus 2.0 TDCI
LEDER Dynamique KLIMA Avantage Cosmo XENON Titanium
EZ: 6/2001, 125 kW, 102.920 km, graumet., EZ: 10/2006, 55 kW, 32.230 km, violett, Klima, EZ: 5/2005, 83 kW, 63.440 km, rotmet., EZ: 6/2004, 74 kW, 36.840 km, hellgrünmet., Kli- EZ: 11/2004, 100 kW, 43.250 km, blaumet.,
Klima, Leder schwarz, el. FH, Alufelgen 17 el. FH, 6x Airbag, Servo, Kat., BC, Lederlenkrad, Klimaautomatik, Umweltplakette grün, ESP, maautom., Umweltplakette grün, Xenon, el. FH, Klimaautomatik, Stoff-Leder-Kombination,
Zoll, Tempomat, Innenspiegel autom. abbl., Radio/CD, Color, ABS, Laderaumabdeckung, el. FH, Regensensor, Seitenrollo, 6x Airbag, el. 4x Airbag, Servo, Kat., Lederlenkrad, NSW, Ra- ESP, el. FH, dynamisches Kurvenlicht, Alu 17
6x Airbag, Sitzheizung, RC/CD, Servo, Kat., Heckscheibenw., ZV mit FB, Sitzhöhen-/Lenk- + beh. Spiegel, Servo, Kat., BC, NSW, Radio/ dio/CD, Einzelsitze, Color, ABS, Alufelgen, La- Zoll, Seitenrollo, 6x Airbag, Sportsitze, Servo,
BC, Lederlenkrad, NSW, Color, ABS, ZV mit radverstellung, teilb. Rücksitzbank, WFS, Isofix- CD, Einzelsitze, Color, ABS, Laderaumab- deraumabdeckung, Heckscheibenwischer, ZV 6-Gang, BC, Kühlfach, NSW, Radio/CD, Co-
FB, MAL, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, teil- Kindersitzbefestigung, 5-Gang, el. Spiegel, GE- deckung, Heckscheibenwischer, ZV mit FB, mit FB, MAL, Sitzhöhen-/Lenkradverstellung, lor, ABS, Laderaumabdeckung, Heckschei-
bare Rücksitzbank, Standort Kassel BRAUCHTWAGENGARANTIE, Standort Kassel MAL, Standort Kassel teilbare Rücksitzbank, WFS, Standort Kassel benwischer, ZV mit FB, Standort Kassel

EUR 8.990,– EUR 9.490,– EUR 9.490,– EUR 9.990,– EUR 10.490,–
Renault Scenic 1.5 dCi Ford Mondeo 2.0 Ghia Renault Clio Grandtour Renault Mégane 1.6 16V Ford Mondeo 2.0 TDCI
Avantage KLIMA KLIMAAUTOMATIK 1.2 16V Edition Dynamique Dynamique Titanium
EZ: 12/2005, 78 kW, 26.290 km, graumet., EZ: 9/2004, 107 kW, 26.900 km, silbermet., EZ: 8/2008, 55 kW, 7.720 km, blaumet., Klima, EZ: 6/2007, 82 kW, 14.270 km, blaumet., EZ: 6/2007, 103 kW, 9.700 km, graumet.,
Klima, Umweltplakette grün, ESP, el. FH, Re- Klimaautom., Umweltplakette grün, ESP, el. Umweltplakette grün, Umweltprämie möglich – Klimaautomatik, Umweltplakette grün, E-Ver- Klimaautomatik, Umweltplakette grün, el.
gensensor, Seitenrollo, 6x Airbag, Servo, FH, Frontscheibenheizung, Innensp. autom. gemäß BAFA, PDC, el. FH, 6x Airbag, Servo, deck, ESP, el. FH, Innenspiegel autom. abbl., Sitzverstellung., ESP, el. FH, Alufelgen 17 Zoll,
6-Gang, BC, Lederlenkrad, NSW, Radio/CD, abbl., Regensensor, 6x Airbag, Sitzheizung, Kat., BC, Dachreling, Lederlenkrad, NSW, el. klappbare + beh. Spiegel, 4x Airbag, Servo, Frontscheibenheizung, Tempomat, Innen-
Einzelsitze, Color, ABS, Laderaumabdeckung, el. + beh. Spiegel, Servo, Park-Pilot-System, Radio/CD, Color, ABS, Laderaumabd., Heck- Kat., BC, Lederlenkrad, NSW, Radio/CD, Alu- spiegel autom. abbl.., Multifunktionslenkrad,
Heckscheibenw., ZV mit FB, Lordose, MAL, Kat., BC, Lederlenkrad, NSW, Radio/CD, Alu- scheibenwischer, ZV mit FB, Sitzhöhen-/Lenk- felgen 16 Zoll, Color, ABS, ZV mit FB, Stand- Regensensor, 6x Airbag, Sitzheizung, Sport-
Standort Kassel felgen 16 Zoll, Color, Standort Kassel radverst., teilb. Rücksitzbank, Standort Kassel ort Kassel sitze, el. Spiegel beheizt, Standort Kassel

EUR 10.890,– EUR 11.990,– EUR 14.990,– EUR 17.990,– EUR 19.990,–

0 56 22 / 99 92-0
1959 50 Jahre HNA – Auto & Verkehr 2009

Freie Fahrt für die Bürger


Viele Autos in der Stadt zu haben, galt damals als fortschrittlich

Das Thema
1959 ist Deutschland im
Autofieber. Fast jeder
möchte ein eigenes Fahr-
zeug haben. Auch die
Zahl der zugelassenen
Autos in der Region
steigt rasant. In den Städ-
ten und Gemeinden wird
fleißig gebaut, um den
Autofahrern freie Fahrt
zu bieten. Womit die
Menschen damals unter-
wegs waren, zeigen die
nächsten drei Seiten.

VON GÖRAN GEHLEN

M
it einem eigenen Auto
in den Urlaub – das ist
für viele Nordhessen
nach dem Zweiten Weltkrieg
ein Traum. In den 50er Jahren
wird er wahr. Das Automobil
wird zum Verkaufsschlager.
Dazu tragen auch die Preise
bei: 3500 Mark kostet bei-
spielsweise ein Goggomobil,
ein Kleinwagen aus dem baye-
rischen Dingolfing. Der Zwei-
sitzer Fiat 500 ist für 3990 Blechlawine in der Stadt: Mehrere Autos stehen 1959 auf dem Königsplatz. Heute ist man froh, den Verkehr teilweise aus der Innenstadt verbannt zu haben. Foto: Archiv
Mark zu haben. Auf den Stra-
ßen in der Region sind aber zweitgrößter Autoproduzent Darunter waren 1959 auch flut, indem sie das Verkehrs- Die Kasseler Volksbank hat In Leserbriefen an die Zei-
auch oft der unverwüstliche der Welt. viele Motorräder und Mopeds. netz weiter ausbauen. So war Hessens ersten Autoschalter. tung streiten die Bürger darü-
VW Käfer oder die aus heuti- Denn wer sich kein Auto ein Jahr zuvor bereits der gro- Kunden können im Vorbeifah- ber, ob Fußgänger nur an
ger Sicht kuriose BMW-Isetta Zahl der Fahrzeuge wächst leisten kann, für den ist das ße Kreisel in Kassel einge- ren Geldgeschäfte erledigen. Kreuzungen über die Straße
unterwegs. Der Siegeszug des Autos ist motorisierte Zweirad oft eine weiht worden. Dort und ande- Gleichzeitig bekommen die gehen dürfen oder den Sinn
Eines haben die meisten Au- auch in Nordhessen zu spü- günstige Alternative. So gehen renorts müssen die Fußgänger Menschen in der Region auch der Rechts-vor-links-Regelung.
tos gemeinsam: Sie kommen ren: Von 1957 bis 1959 steigt Mopeds für unter 1000 Mark in den Untergrund auswei- die negativen Folgen des Auto- Andere beschweren sich, dass
aus Deutschland. Mit 1,5 Mil- die Zahl der zugelassenen an den Kunden. Wer es schnel- chen. Unterführungen wer- booms zu spüren: An einem an Zebrastreifen nur jeder 10.
lionen Autos produziert die Kraftfahrzeuge im Regie- ler mag, greift auf Motorräder den gebaut. Winterwochenende im Januar Autofahrer hält, oder über
Bundesrepublik im Jahr 1959 rungsbezirk Kassel von wie die BMW R-Baureihe zu- Auch die Gewerbetreiben- 1959 überrollen 4000 Autos junge Motorradfahrer, denen
nämlich 15 Prozent mehr als 162 000 auf 176 000. Zum Ver- rück. Die Städte und Gemein- den stellen sich zunehmend von Wintersportlern das Hohe die Straßen als Rennstrecke
im Vorjahr. Sie ist damit gleich: Heute sind es 813 000. den reagieren auf die Auto- auf die mobile Kundschaft ein. Gras, Parkplätze gibt es kaum. dienten.

40 Jahre sind das Alter der Jugend,


50 die Jugend des Alters. (Victor Hugo)

Gratulation!
Wir wünschen
auch weiterhin
Herzlichen
zündende Ideen Glückwunsch,
in Verlag HNA!
und Redaktion

Stapler im besten Alter (ab Baujahr 2005) finden Sie


am 25. Juni auf der Gebrauchtstaplermesse in Kassel,
Heinrich-Hertz-Straße 7, und auf www.jungheinrich.de
1959 50 Jahre HNA – Auto & Verkehr 2009

Im Kapitän auf der Straße


Damals gab es zahlreiche deutsche Automarken – Viele sind heute verschwunden

B
orgward, DKW und Glas
– diese Autohersteller
sind heute fast nur noch
Oldtimerfreunden bekannt.
1959 gehörten diese deut-
schen Marken fest zum Stra-
ßenbild.
Auch in der Region waren
Automobile wie das Goggomo-
Mit Schiebedach: Martin Kimpel aus Immichenhain in seinem ers- bil und der Sportprinz unter-
ten Auto, dem Fiat Jagst. Foto: Kimpel/nh wegs, deren Namen und De-
sign heute kurios wirken. Un-
angefochtene Lieblinge bei
unseren Lesern waren der VW-
Käfer, der Fiat und die Isetta.
Ein echtes Schlachtschiff un-
ter den vielen Kleinwagen war
1959 der Opel Kapitän mit 4,80
Metern Länge. Für 10 000 Mark
bekam der Kunde 80 PS, die
Höchstgeschwindigkeit lag bei
142 Stundenkilometern.
Badewanne auf der Straße
In der oberen Preisklasse ist
zu dieser Zeit der Mercedes
220 S zu finden. Die Limousi- Beliebtes Auto: Helmut Breth aus Immenhausen mit seiner Frau Anusch und der BMW Isetta bei ei-
ne kostete 12500 Mark. Die nem Ausflug zum Edersee. Foto: Breth/nh
Im Schnee: Der Opel Kapitän von Manfred Petereit aus Roten- 100 PS beschleunigen das
burg. Foto: Petereit/nh Auto auf bis zu 160 Stundenki- der Serie Ford Taunus zu an. Für 3000 Mark war das Unter dem Markennamen
lometer. kämpfen. Das Modell 15M war Auto auf die Bedürfnisse einer NSU, der für die Stadt Neckar-
Unter dem Kürzel DKW 1959 etwa 128 Stundenkilo- vierköpfigen Familie zuge- sulm stand, kam 1959 der
(später Audi) brachten die meter schnell und hatte 55 PS. schnitten. Mit etwa 20 PS und NSU-Sportprinz auf den Markt.
Zschopauer Motorenwerke im Die Konstruktion der BMW- 100 Stundenkilometern Spit- 30 PS beschleunigten den klei-
gleichen Jahr das Auto Union Isetta stammte dagegen ur- zengeschwindigkeit war es ei- nen Flitzer bei beachtlichem
1000 S Coupé auf den Markt. sprünglich aus Italien. Das ner normalen Isetta mehr als Lärm auf bis zu 120 Stunden-
50 PS brachten den Wagen auf auch in der Region beliebte ebenbürtig. kilometer. Aus NSU wurde
bis zu 135 Stundenkilometer. Modell hieß im Volksmund Mit dem Fiat 600 Jagst war später Audi.
Eine richtige Rennmaschi- Knutschkugel. Dafür verant- der italienische Autobauer Einen feststehenden Tür-
ne war dagegen die Borgward wortlich war die Tür, die an ebenfalls auf nordhessischen griff mit Drucktaste statt des
Isabella TS. Mit 75 PS beschleu- der Front des Autos saß. Bei ei- Straßen vertreten. Mit 19 PS bisherigen Klappgriffs bekam
nigte das Auto der Bremer Un- nem Preis von 2600 Mark hat- erreichte der Kleinwagen 110 in diesem Jahr der Volkswa-
ternehmensgruppe auf 150 te die Isetta in der Standard- Stundenkilometer. Eine Be- gen-Käfer verpasst. Die Moto-
Stundenkilometer. version zwölf PS. sonderheit war auch das Stoff- ren des beliebten Autos waren
Mit Spitznamen wie Buckel- Als Konkurrenz zur Isetta schiebedach, die Türen klapp- zu dieser Zeit etwa 30 PS stark.
Sein erstes Auto: Dieter Reitze aus Fuldatal mit seinem Goggo taunus, Weltkugeltaunus und bot die Hans-Glas-Gesellschaft ten bei diesem Modell nach (gör)
300. Foto: Reitze/nh Badewanne hatten die Autos in Dingolfing das Goggomobil hinten auf.

50 JAHRE
ISREBELL SAGT:
DER PRE

R Z L I C H E N
HE S C H !
GLÜ C K W U N NGEBOTE
TOP-A
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1959 50 Jahre HNA – Auto & Verkehr 2009

Die Ära des Mopeds endet


Ein Drittel der Fahrzeuge in der Region sind noch motorisierte Zweiräder

M
it einem Fräulein auf
dem Rücksitz durch
die Gegend brausen –
mit diesem Werbemotiv lock-
ten damals viele Motorrad-
und Moped-Hersteller. Das
kam auch bei den Nordhessen
an. Jedes Dritte Kraftfahrzeug
war ein motorisiertes Zweirad.
Die Ära des Motorrads sei
1959 aber langsam zu Ende ge-
gangen, erinnert sich Leser
Martin Kimpel aus Immichen-
hain. „Wir jungen Leute woll-
ten damals auch gern ein Auto
besitzen.“
Deshalb habe er sein Motor-
rad der Marke Victoria 350
Flotter Zweisitzer: Die Super-Combinette von Karl-Heinz Rudolph ccm Bergmeister in Zahlung
aus Kassel. Foto: Rudolph/nh gegeben. Das Zweirrad kostete
damals neu 2500 Mark. Mit 21
PS beschleunigte es auf 120
Stundenkilometer.
Mit Combinette unterwegs
Technisch war das nicht
nicht einfach: Manche Motor-
räder hopsten während der
Fahrt. Um sicher die Höchsge-
schwindigkeit zu erreichen,
verpasste BMW seinen Motor-
rädern der R-Baureihe Schwin-
gen.
Ein Traumfahrzeug war für
manchen Nordhessen die Zün-
dapp Sport-Combinette, die
mit 2,6 PS 40 Stundenkilome-
ter fuhr. Die Zündapp-Werke
in Nürnberg waren einer der
großen deutschen Motorrad-
hersteller.
Kaufen statt Laufen Moped aus Kassel: eine Sitta Credette vor dem Schloss Wilhelmshöhe. Das Motiv stammt aus einer
Mit „Nicht mehr laufen, Werbebroschüre. Archivfoto: Dilling
Quickly kaufen“ versuchte
NSU sein Moped Quickly T an Auf den Straßen der Region auf den Gelände des heutigen einem Breitstrahl-Scheinwer-
den Kunden zu bringen. Blech- war 1959 aber auch ein Moped DEZ-Einkaufszentrums. Die fer wirbt dagegen die Zweirad-
verschalung und Gebläseküh- aus Nordhessen anzutreffen. Credette hatte 1,7 PS und war Union für ihr Moped Vicky Su-
lung hoben es von der Konkur- Die Sitta Credette stammte für 600 Mark zu haben. perluxus der Marke Victoria.
Roter Flitzer: Dieter Reitze aus Fuldatal ist auf seinem Puch Moped renz ab. Mit 1,7 PS war das Mo- aus der Waggonfabrik der Ge- Mit einem Vollschmutz- Für 860 Euro gab es die Maschi-
fast zu schnell für den Fotografen. Foto: Reitze/nh ped flott unterwegs. brüder Credé. Die befand sich schutz, Super-Ballonreifen und ne mit zwei PS. (gör)

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1959 50 Jahre HNA – Auto & Verkehr 2009

Mit der Isetta den Pass hoch: Dieter Ziemmeck (links) und Gerhard Gück aus Baunatal auf dem Weg zum Wörthersee. Gerhard Hofmann Verliebt im Sattel: Max und Margret Schwolow bei einer gemein-
hat das Foto geschossen. Foto: Hofmann/nh samen Tour. Foto: Krüger/nh

Verliebt auf dem Motorrad


Leser berichten von ihren Erlebnissen mit dem Auto und dem Zweirad

W
er damals mit dem Ein Motorrad spielt dagegen ende auf dem Motorrad durch gen Moped. Sein Vater hatte
Auto in die Fremde eine zentrale Rolle im Leben die Landschaft gesaust, sagt ihn als Kleinkind und seine
aufbrach, musste von Max und Margret Schwo- Tochter Sabine Krüger. 1959 Mutter sitzen gelassen. Ali-
schon ein bisschen Wagemut low. Der junge Max aus Naum- heiratete das Paar. mente zahlte er nicht.
aufbringen. Die Autos waren burg-Elbenberg fuhr als Kurier Ein kleines Abenteuer war
im Vergleich zu heute öfter durch das Dorf Nothfel- auch der erste Italienurlaub Moped von Papas Alimenten
schlecht motorisiert. den bei Wolfhagen. von Brigitte Bechtel: Mit dem Erst als Henze 16 Jahre alt
Die 22-Jährigen Dieter VW-Käfer ging es nach Italien. wurde, tauchte der Vater wie-
Ziemmeck, Gerhard Gück und 1959 wurde geheiratet „Man sprach kaum deutsch der auf. Dabei wusste er nicht,
Gerhard Hofmann hielt das Dort traf sich die Jugend vor und die Speisekarten in den dass er aufgrund einer Geset-
nicht ab: Mit einer Isetta 600 den Häusern. Dabei stach dem Lokalen waren für uns unver- zesänderung bis zum 18 Le-
brachen die drei aus Großen- Kurier eine junge Dame ins ständlich“, erzählt sie. Zum bensjahr seines Sohnes unter-
ritte zum Wörthersee auf. Die Auge: Margret . Eines Tages Glück hielt der Käfer durch. haltspflichtig war. Der Vater
Fahrt führte über den Groß- nahm Schwolow seinen Mut Ohne Panne brachte er die Be- musste 2000 Mark zahlen. Mit
glockner. „Die Fahrt über den zusammen, trat auf die Brem- braer wieder nach Hausen. einem Teil des Geldes fuhr
Pass dauerte viereinhalb Stun- se und sprach Margret an. Besondere Erinnerungen Dieter Henze nach Kassel.
Stolzer Besitzer: Dieter Henze mit seinem Moped nahe der Ge- den bei einer Geschwindigkeit Bei seinen Verabredungen verbindet auch Dieter Henze Dort kaufte er sich für 1600
meinde Viesebeck. Foto: Henze/nh von fünf Studenkilometer.“ sei das Paar fast jedes Wochen- aus Kassel mit seinem damali- Mark sein Moped. (gör)

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Von Hans-Norbert Alt OPEL. Am 21. April 1933 Bereits 1938 verstarb Fritz Straße erfolgte 1960. Bis von Josef Carl Uebel, gelei- cken. Bereits 1927 wurde
gründete Dr. Ing. e. h. Fritz Opel und Joseph Carl Ue- 1970 folgten weitere tete Unternehmen, an dem die Chevrolet Generalver-
Mit 10 Automarken unter Opel in der Schönfelder bel übernahm die Mehr- Standorte. Am Königstor ab 1989 die Nürnberger tretung übernommen und
einem Dach präsentiert die Straße die „Autohaus heitsanteile des inzwischen 35 erfolgte ab 1961 die Versicherungsgruppe die es folgten kurz danach die
DÜRKOP-Gruppe ihren GmbH, Kassel“. Er war der in „Autohaus Fritz Opel & Wartung und Reparatur Mehrheitsbeteiligung un- Generalvertretungen für
Kunden in Kassel eine au- 4. Sohn von Adam Opel, Co.“ umfirmierten Unter- von GM-Fahrzeugen. In terhielt, wurde in 1990 die Marken Buick, Oldsmo-
tomobile Vielfalt, die ein- der die Opel-Werke in Rüs- nehmens. Dessen Bestre- 1964 wurde an der Weser- durch die DÜRKOP-Grup- bile, Pontiac und Cadillac
malig in der Region und selsheim gründete. Der von ben war es, die Betriebe spitze der Neubau eines pe übernommen. Das sowie weitere Marken der
darüber hinaus ist. An den der Adam Opel AG über- auszuweiten und in der Reparaturbetriebes eröff- Grundstück in der Hein- General Motors Corporati-
beiden Standorten in der tragene Großhandelsbe- Nähe der seinerzeit neu net und 1970 wurde ein rich-Hertz-Straße 27, direkt on. 1932 kam die General-
Heinrich-Hertz-Straße 27 zirk reichte im Osten bis entstandenen Autobahn weiterer Betrieb in Hünfeld neben IKEA und mit direk- vertretung für die Marke
und in der Kohlenstraße zum Harz, im Westen bis eine Kraftfahrzeug-Werk- OPEL hinzu.
101 bietet das bereits 1919 Korbach, im Süden bis statt, vornehmlich für Last-
kraftwagen, zu errichten. Das erste Autocenter-
In den Jahren 1939/1940 Hochhaus Deutschlands
wurde dafür ein über entstand 1961 nach ameri-
5.000 m² großes Gelände kanischem Vorbild in
in der Nähe des Hallenba- Braunschweig. Die Nürn-
des Ost erworben, denn berger Versicherungsgrup-
diese Straße führte in ihrer pe beteiligte sich ebenfalls
Verlängerung zur Auto- ab 1989 an der DÜRKOP-
bahnauffahrt Kassel-Ost. Gruppe. 1993 wurde die
DÜRKOP Holding AG ge-
Neuanfang und gründet und damit ein
Handels- und Serviceun-
Wiederaufbau ternehmen für die Marken
von General Motors in Nie-
In den Jahren nach dem 2. erbaut. Im gleichen Jahr tem Autobahnanschluss, dersachsen, Hessen und
Weltkrieg, bei dem die wurde das Betriebsgebäu- wurde 1995 erworben. Hier Sachsen-Anhalt geformt.
Werkshallen und Büroge- de in der Wilhelmshöher befindet sich heute eines
bäude nahezu alle zerstört Allee modernisiert und er- der modernsten und größ- Von 2004 bis heute wan-
wurden, expandierte das weitert. ten Autohäuser in Nord- delte sich das Unterneh-
gegründete und in fünf Hersfeld/Hünfeld und im erfolgreiche Unternehmen. hessen. Hinzu kam im Jah- men zu einem Mehrmar-
Bundesländern mit 18 Fi- Norden bis Northeim. Der Bereits 1947 erfolgte eine Übernahme durch re 2000 die Filiale in der kenhändler. Heute befin-
lialen vertretene Unterneh- legendäre Opel P4 wurde Betriebaufspaltung. Die Kohlenstraße 101. den sich im Markenportfo-
seinerzeit zum Stückpreis Grundstücke wurden von DÜRKOP lio die Marken Opel,
men seinen Kunden alle
Dienstleistungen eines mo- von 1.450,- Reichsmark Fritz Opel & Co. übernom- Erfolgsgeschichte Chevrolet, Cadillac, Cor-
dernen Automobilunter- verkauft. men, während der Betrieb In den Jahren 1970 bis vette, Hummer, KIA, Volvo,
durch die Autohaus Kassel 1986 durchlief das Unter- DÜRKOP Fiat, Alfa Romeo, Lancia,
nehmens.
GmbH geführt wurde. nehmen viele Höhen und Mazda, Saab und Subaru.
Weitere Grundstücke 1951 feierte man die Eröff- Tiefen. Ölkrise und neue, Das von Erich DÜRKOP im 750 Mitarbeiter an 18
Seit 1933 OPEL nung der wieder aufge- wirtschaftliche Rahmenbe- Jahre 1919 als Zweirad- Standorten in 5 Bundeslän-
in Kassel In den folgenden Jahren bauten Betriebsgebäude dingungen sowie ökologi- und Autoreparaturwerk- dern spiegeln eine ganz
wuchs das Unternehmen in der Wilhelmshöher Allee. sche Anforderungen an statt in Braunschweig ge- besondere Unternehmens-
In Kassel ist die Geschichte und vergrößerte sich durch Die Eröffnung des Betrie- neue Fahrzeuge veränder- gründete Unternehmen geschichte wieder, die vor
von DÜRKOP eng verbun- Grundstückszukäufe in der bes Autohaus Bettenhau- ten die Automobilbranche kann seit nunmehr 90 Jah- allem durch automobile
den mit dem deutschen Wilhelmshöher Allee und sen GmbH am Hallenbad nachhaltig. Das seit 1986 ren auf eine erfolgreiche Leidenschaft und Service
Traditionsunternehmen der Ziegelstraße. Ost in der Sandershäuser von Marion Witte, Tochter Vergangenheit zurückbli- geprägt ist. (pha)

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1959 50 Jahre HNA – Naumburg 2009

Mobilität
brachte den
Umbruch
Vom Luxus der Langsamkeit
Ein holländisches Kamera-Team hielt Ende der 50er-Jahre das Leben in der Kleinstadt Naumburg fest
NAUMBURG. „Die Bedeutung
als Unterzentrum hat die eine Kommune
Stadt abgegeben“, sagt Prof.
Alexander Eichenlaub, Stadt-
Das Thema mit einer Infra-
struktur, von der
planer an der Universität Kas- heute selbst we-
Naumburg im Landkreis
sel, zur Entwicklung Naum- sentlich größere
burgs in den vergangenen 50 Kassel hatte über viele Städte nur träu-
Jahren. Den Umbruch brachte Jahrzehnte für die Be- men können.
die zunehmende Mobilität. wohner der Stadt und
Mit ihr begann der Existenz- Geschäft
des Umlandes eine zen- neben Geschäft
kampf der kleinen Geschäfte.
In Naumburg und anderswo. trale Funktion in Sachen An der Unteren
Großmärkte und Waren- Einkauf und Dienstleis- Straße, die in
häuser wurden gebaut. In den tungen. Mit der einset- Richtung Fritzlar
Kreisstädten und rund um und entgegenge-
zenden Mobilität büßte
Kassel. Von einer „Konzentra- setzt nach Wolf-
tion an strategisch günstigen Naumburg mehr und hagen führt,
Stellen“, spricht in diesem Zu- mehr seiner Infrastruktur stand Geschäft
sammenhang der Stadtplaner. ein und verlor seine neben Geschäft.
Die Preisentwicklung für be- Ein ähnliches
Funktion als Unterzen-
stimmte Produkte wie bei- Bild bot die Burg-
spielsweise Lebensmittel ging trum. straße, die von
derart nach unten, „dass Ein- der Unteren Stra-
zelhandelsgeschäfte nicht ße abzweigt zum
mehr existieren konnten“. VON NORBERT MÜLLER Marktplatz und
Familienbetriebe ohne weiter ins Walde-
Nachfolger hielten aus Grün- NAUMBURG. Es sind Bilder ckische nach Net-
den der Altersversorgung als aus einer anderen Zeit. Dabei ze verläuft.
„Kümmerexistenzen“ noch so ist es gerade mal 50 Jahre her, Hartmut Dorst,
lange durch, wie es eben ging. dass der Film über die Klein- Mitbegründer
Wenn die Kaufleute dann ihr stadt Naumburg gedreht wur- und zweiter Vor-
Geschäft schlossen, rückte de. Eine Handvoll Sommerta- sitzender des Schwertransport: Ende der 50er-Jahre bestimmten von Pferden oder Rindern gezogene Wagen noch das Bild. Eini-
niemand mehr nach. Ähnlich ge war ein holländisches Film- Naumburger Ge- ge Landwirte hatten sich auch bereits einen Schlepper zugelegt. Auf dem Fuhrwerk, das vor dem Hessischen Hof fo-
war die Entwicklung im Hand- Team in der Stadt unterwegs, schichtsvereins, tografiert wurde, hat es sich Reinhold Jacobi bequem gemacht. Sein Vater führt die Kühe Lotte und Bless.
werk. (nom) um mit der Kamera die Zeit zählt auf Anhieb
einzufangen, sie zu konservie- neun Lebenmittelgeschäfte „Die Leute hatten noch kein innert er sich. Brötchen wur- vielen quirligen Kindern in
ren für spätere Generationen. aus der damali- Auto, sie waren darauf ange- den bei Mühlecks, das Brot, der ganzen Szenerie noch die
Einzelkämpfer Willi Jacobi, der auch das
Naumburger Heimatmuseum
gen Zeit auf, wiesen, in ihrem Wohnort wuchtige Sechspfünder, bei flinksten Akteure. Das Leben
sieben Bäcke- einzukaufen.“ Und die Kauf- Herchenröders gekauft. pulsiert in einer weitaus nied-
im Handel gründete, war der Initiator.
Als spürte er den nahenden
reien, Textilge- leute hatten ihre Stammkund- Die Filmleute haben die At- rigeren Frequenz als heute.
schäfte, Buch- schaft. Wenn Dorst damals mosphäre in den Geschäften, Die Menschen, die zu einem
ohne Chance Umbruch, die anstehenden
Veränderungen in seiner Hei-
binderei, Uhr- zum Einkaufen, beispielswei- in denen es damals noch keine großen Teil nur dank ihrer zu-
macher, Radio- se zum Metzger geschickt Selbstbedienung gab, einge- sätzlichen kleinen Landwirt-
NAUMBURG. „Wir sind lange matstadt, ließ er die Filmema- und Fernseh- wurde, dann bekam er genaue fangen, und auch das Leben schaft über die Runden kom-
Hartmut handel, Schuh- Anweisungen auf den Weg. auf den Straßen.
verschont worden“, sagt Kauf- cher engagieren. Sie sollten men, genießen - aus Sicht des
Dorst geschäfte, und, „Mein Vater hat gesagt, Blut-
mann Vinzens Schmandt. Erst dokumentieren, wie es Ende heutigen Betrachters - den Lu-
in diesem Jahr eröffnete ein der 50er-Jahre in Naumburg und, und. Alle Geschäfte, alle und Leberwurst holst du beim Viele Kinder auf den Straßen xus der Langsamkeit. Kühe
Supermarkt in Naumburg und ausgesehen hat. Der Stumm- Kneipen, alle Handwerksbe- Balherschen Möller, Bratwurst Entspannt wirkende Brief- ziehen gemächlich schwere
zwang den 44-Jährigen, sein film zeigt über 45 Minuten triebe, sagt der 61-Jährige, hat- und Braten beim Thiede und träger kreuzen ein, zwei Mal Wagen, Pferdefuhrwerke sind
Geschäft umzustellen. Hätte eine vitale Gemeinschaft und ten damals ihr Auskommen. den Aufschnitt beim Dux“, er- das Bild, sie sind neben den unterwegs, kaum Autos.
er auf den Unternehmensbe-
rater gehört, den er angesichts

Als die heile Welt zu bröckeln begann


der sich abzeichnenden über-
mächtigen Konkurrenz des
neuen Marktes zu Rate gezo-
gen hatte, wäre der Laden heu- Der Strukturwandel bescherte der Altstadt die Schwindsucht, der Bau-Boom am Stadtrand gab ihr den Rest
te dicht: „Er riet uns aufzuhö-
ren.“ Wer Ende der 50er-Jahre nach ben einem feinmechanischen in der die Arbeiter die schwe- Naumburg eine grundlegende bahnstrecke pafft alle zwei
Die Familie hat sich fürs Kassel muss, fährt mit der Betrieb, einem Landmaschi- ren Loren noch mit Muskel- Veränderung. Die Infrastruk- Wochen die Dampflok des
Weitermachen entschieden. Naumburger Kleinbahn. Ne- nen-Händler und der Ziegelei,
kraft bewegen, ist die Bahn tur beginnt zu bröckeln. 50 Hessencourriers Nostalgie in
Das Lebensmittelangebot wur- der größte Arbeit- Jahre später ist sie zum Groß- den Himmel.
de Anfang 2009 radikal verklei- geber in der Stadt. teil weggebrochen. Im Film „Es ist nichts mehr los in
nert, andere Bereiche wurden Mit ihr pendeln wird Verlorenes wieder leben- der Stadt“, klagt Reinhold Ja-
dagegen ausgebaut: Haushalts- auch in den ersten dig: Amtsgericht, Forstamt, cobi, der in seiner Unteren
waren, Schreibwaren, Ge- Jahren nach Ein- Postamt, der städtische Gen- Straße noch die besseren Zei-
schenkartikel, Spielwaren, die weihung des Bau- darm, der Sportplatz im Wald, ten miterlebt hat.
Abteilung für Heimwerker. nataler VW-Wer- die gewerbliche Vielfalt und Im Naumburger Rathaus
Mit Lebensmitteln als Basis kes die Naumbur- das Leben in den Straßen. macht man sich Gedanken,
wäre das 1892 gegründete Ge- ger, die dort einen wie der Altstadt wieder Leben
schäft chancenlos gewesen. neuen und ein- Nostalgie auf Schienen eingehaucht werden kann.
„Als Einzelkämpfer hat man träglichen Job ge- Heute hat Naumburg 2457 Der Strukturwandel bescherte
keine Zukunft“, sagt Franz funden haben. Einwohner, einen mittleren ihr die Schwindsucht, der Bau-
Schmandt, der 84-jährige Se- Mit dem Volks- und einen großen Lebensmit- Boom der vergangenen Jahr-
nior. Mit den Preisen der Wa- wagenwerk, den telmarkt. Zwei Metzgereien zehnte am Stadtrand gab ihr
renketten könne man nicht erschwinglichen von damals haben überlebt, den Rest.
mithalten. „Jeder sucht jetzt Autos, der neuen ein Schuhgeschäft, das Kauf- Den Gesichtern des gesun-
sein Schnäppchen“, erklärt Mobilität, beginnt haus Schmandt in neuem Ge- den Naumburgs der späten
Franz Schmandt, die klassi- auch in der knapp wand, die Apotheke. Der Schu- 50er-Jahre haben die Filmema-
sche Stammkundschaft gebe Drei Generationen: Vinzens Schmandt mit Ehefrau Elisabeth, den Söhnen Kilian 2000 Einwohner le sind von neun Jahrgängen cher ein Denkmal gesetzt.
es nicht mehr. (nom) und Lukas sowie Vater Franz vor seinem Kaufhaus. Fotos/Repro: Norbert Müller großen Stadt vier geblieben. Auf der Klein- (nom)

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bei spielt sowohl das Platzange- stimmen die Optik, wie auch die Garten 2009
bot, wie auch die Nutzung eine Funktion. Wetterfeste Materialien
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Rund um die Uhr einsatzbereit


Landärzte wie Dr. Walter Hartmann waren vor 50 Jahren medizinische Einzelkämpfer und in fast allen Fachbereichen versiert

Das Thema
Diagnostik und Therapie auf hohem Niveau, schnelle Hil-
fe bei Notfällen - auch auf dem Land ist man heute eine
optimale medizinische Versorgung gewohnt. Wie war das
vor 50 Jahren? Dr. Walter Hartmann und seine Tochter
Brigitte Hartmann, die dessen Landarztpraxis übernom-
men hat, erzählen, wie es damals war und wie es heute ist.

VON NORBERT MÜLLER nur wenige auf dem Land ein


eigenes Telefon hatten, man
NAUMBURG. Sieben Arbeits- den Doktor auch nur in drin-
tage pro Woche, rund um die genden Fällen rief. Erreichbar
Uhr einsatzbereit: Normalität war Dr. Hartmann aber jeder-
für den Landarzt Dr. Walter zeit: „Wir hatten ein Telefon
Hartmann im Jahr 1959. Der auf dem Flur, nachts wurde es
Samstag, ja, auch der Sonntag umgestöpselt“, dann stand es
waren für den Mediziner nor- neben dem Bett. Und die
male Arbeitstage. „Die Leute Schelle an der Haustür gab es
gingen erst in die Kirche und ja auch noch.
dann in die Sprechstunde“, er-
innert sich der heute 87-Jähri- Im Schnitt 25 Visiten am Tag
ge. Wer mobil war, kam in die
Zwar sei er als Arzt tatsäch- Sprechstunde - täglich von 9
lich 24 Stunden verfügbar, bis 12 Uhr und von 17 bis 18
aber dennoch nicht im Dauer- Uhr. Am Nachmittag und nach
einsatz gewesen. Das hatte et- der Abendsprechstunde stan-
was damit zu tun, dass damals den Hausbesuche auf dem Pro-

Partyservice Wir

Paulat kochen
für Ihre
Familien- Blick zurück: Dr. Walter Hartmann mit seiner Frau Dr. Elisabeth Hartmann Ende der 50er-Jahre vor dem Auto des Mediziners, einem Gut-
Ich bin weiterhin für feier brod Superior. Der Wagen hatte Platz für zwei Personen, und war mit seinen 30 PS nicht gerade flink. Foto: privat

Sie da! Ihre Karin Paulat.


gramm. Im Schnitt, erinnert Zuhause konnte man unge- kenwagen zur Verfügung. Und
NEU IM ANGEBOT: sich Dr. Walter Hartmann, wa- fähr einschätzen, wo der Arzt auf den, erinnert sich der Dok-
Zur Person
ren es täglich gut 25 Visiten, sich gerade befand. Bei Notfäl- tor, musste man mitunter
Hausgemachte Kuchen und Torten liefere ich in Erkältungs- und Grippezei- len wusste man dann, wo es in eine Stunde warten. Wenn
Ihnen gern nach Hause! ten konnten es auch schon der Nähe ein Telefon gab, über jede Minute zählte, hat er den Dr. Walter Hartmann, Jahrgang
mal bis zu 100 Patienten sein, das man Dr. Hartmann be- Patienten dann auch schon 1922, studierte in Basel Medizin
Obervorschützer Straße 9 und legte sein Examen in Mar-
34587 Felsberg-Niedervorschütz · Tel. 0 56 62 / 31 14 die er besuchte. Seine Sprech- nachrichtigen konnte. mal mit dem eigenen Auto in
stundenpraxis übernahm die Klinik transportiert. burg ab. Sein Wunsch, in der
dann seine Frau Elisabeth, Bei Unfällen im Einsatz „Wir hatten damals mehr Schweiz zu bleiben und dort als
Wir gratulieren der HNA zum 50sten – seit 37 Jahren dabei: ebenfalls Landärztin. 1959, erzählt er, waren die mit den akuten Sachen zu Arzt zu arbeiten, erfüllte sich
Ihre Spezialisten für Kulturevents mit dem persönlichen Service Hartmanns Einsatzgebiet Landärzte in fast allen medizi- tun“, sagt Dr. Hartmann. „Wo- nicht. Nach dem frühen Tod sei-
und einem breiten Spektrum an interessanten Reisen ging weit über Naumburg hi- nischen Fachbereichen ge- mit wir hauptsächlich unser nes älteren Bruders, der die
Reisen zur Kunst Städte u. Landschaften naus, umfasste die umliegen- fragt, sie wurden auch zu den Brot verdient haben, das wa- 1897 gegründete Landarztpraxis
5. 6. Weimar, 90 Jahre Bauhaus/ 2.–5. 7. Mark Brandenburg, den Dörfer, reichte bis Hei- Hausgeburten gerufen, ent- ren Erkältungskrankheiten, des Vaters in Naumburg weiter-
Anna Amalia Bibliothek Fahrt 30.– Auf Fontanes Spuren 325.–
marshausen, Riede, Balhorn fernten Schmieden und Eisen- Grippe, Magen-Darm-Sachen, geführt hatte, übernahm Dr.
6. 6./9. 7./14. 7. Hannover, 19.–21. 6. Berlin, Innenstadthotel 190.–
und hinein ins Waldeckische, bahnern Metallsplitter aus Krankheiten des Bewegungs- Walter Hartmann 1956 die Pra-
Marc-Macke-Delaunay Fahrt 30.– 27.–29. 6. Brüssel,
16. 7. Bonn, Modigliani und Magritte-Museum, Innenstadthotel 245.– nach Böhne und Netze. „Die den Augen, nähten und klam- apparates, Ischias, Geburtshil- xis. Der Mediziner ist mit der
Gipfeltreffen der Moderne Fahrt 30.– 16.–18. 9. Potsdam, Tour war klar“, sagt Dr. Hart- merten bei Verletzungen und fe, Hautkrankheiten.“ Weni- Ärztin Dr. Elisabeth Hartmann
26. 7. Hamburg, div. Ausstellungen Auf den Spuren der Dichter 165.–
mann, die Reihenfolge der Dör- waren bei Unfällen im Einsatz. ger die chronischen Fälle. verheiratet. Das Ehepaar hat drei
oder Musical Fahrt 39.– 25.–27. 9. Amsterdam, das Neue Kinder, alle sind Mediziner von
23. 8. Berlin, 90 Jahre Bauhaus Hermitage-Museum 235.– fer, die angefahren wurde, hat- Unterstützung durch einen „Krebs - das zog sich nicht so
und weitere Ausstellungen Fahrt 48.– 4.–6. 9. Kochel, Auf den Spuren te in den Grundzügen bereits Notarzt gab es damals noch lange hin, die Patienten waren Beruf. Dr. Walter Hartmann
Musik und Theater des Blauen Reiters 320.– sein Vater festgelegt, der die nicht. Für den Landkreis Wolf- früher relativ bald tot.“ praktizierte bis zum Jahr 1998.
Gotha, Ekhof Theater, 26. 6. Erwin Betreute Radreisen Praxis 1897 gegründet hatte. hagen stand ein einziger Kran- Fortsetzung nächste Seite (nom)
und Elmire / 22. 8. König der Narren, 8.–14. 6. Tauernradweg,
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Bad Gandersheim, 27. 6. Und es war entlang der Salzach 595.–
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1959 50 Jahre HNA – Medizin auf dem Land 2009

Ahle Worscht Im Sprechzimmer:

als Dankeschön
Dr. Walter Hart-
mann und Tochter
Brigitte Hart-
mann. Foto: Müller

D ie gängige Meinung, bei


Ärzten sei der Wohlstand
programmiert, habe mit der
Landarztes 1959. Und auch die
gefühlte Hilflosigkeit bei
schweren Fällen angesichts
Wirklichkeit Ende der 50er- der damals beschränkten diag-
Jahre nicht viel zu tun gehabt. nostischen und therapeuti-
„Die Bezahlung war damals schen Möglicheiten, die man
eher kümmerlich“, sagt Dr. gebenüber den Patienten hin-
Walter Hartmann. ter dem Bild des Allwissenden
Versicherungen wie die verbarg.
AOK und die Ersatzkassen gab Dennoch war für den Sohn
es bereits, die Patienten ka- eines Landarztes, der unter
men mit dem Krankenschein. noch schwierigeren Bedingun-
Unbegrenzt Geld war im Ge- gen in Naumburg gewirkt hat-
sundheitssystem schon vor 50 te, klar, dass er seinen drei
Jahren nicht vorhanden. „Es Kindern zum Mediziner-Beruf
gab eine Art Quotierung“, be- raten würde: „Ich wusste

Der Schreibkram nervt


schreibt es der Naumburger nichts Besseres für meine Kin-
Mediziner. Aber die Quote der als Arzt. Es ist schön und
stieg von Jahr zu Jahr. „Wir befriedigend.“
Ärzte waren guter Stim- Und letztlich unabhängig
mung.“ Die goldenen Jahr- vom Honorar auf eine beson-
zehnte lagen vor ihnen. Der
bürokratische Aufwand war
dere Weise einträglich: „Wir
hatten und haben eine ganz
Entlastung durch Notarzt-System und geregelte Freizeit, Belastung durch Bürokratie
überschaubar. Mit einer ansehnliche Wurstekammer“, NAUMBURG. Die kleinen Net- der Reformen und Deckelung, Vater für die Patienten rund weiteren Kollegen aus Naum-
Sprechstundenhilfe kam Dr. sagt Ahle-Worscht-Liebhaber tigkeiten der Patienten, die sei das längst vorbei. um die Uhr verfügbar war, zu burg wechselt sie sich mit den
Hartmann aus. Dr. Walter Hartmann schmun- Ahlen Würste, haben sich bis „Die Widrigkeiten waren Entbindungen und zu Ver- Diensten für das gemeinsame
zelnd. (nom) heute gehalten, sagt Brigitte damals mehr medizinischer kehrsunfällen gerufen wurde. Gebiet ab. So habe jeder von
Ersatz im Urlaub
Hartmann, die 1988 in die Natur, heute sind sie eher ver- ihnen jeden Monat drei Wo-
Gut sechs Wochen Urlaub Landarzt-Praxis ihres Vaters waltungstechnischer Art“, er- Meist chronisch Kranke chenenden, drei Mittwoche ab
vom anstrengenden Dienst eingestiegen ist und sie seit klärt Brigitte Hartmann. Viel Heute werden die Landärzte Mittag und über drei Wochen
leisteten sich die Hartmanns Zur Person 1998 alleine führt. Geblieben Zeit gehe „für Schreibkram durch das Notarzt-System ent- die Nächte frei. „Und auch die
damals pro Jahr. Maximal drei ist auch die Reihenfolge der drauf, für Qualitätsmanage- lastet. Der Notfall-Mediziner Urlaubsvertretung machen
Wochen am Stück. Für diese Brigitte Hartmann, geboren Orte, die bei den Hausbesu- ment, für Chronikerprogram- sei in wenigen Minuten beim wir untereinander.“
Zeit musste ein Ersatz für den 1956, ledig, keine Kinder, ist All- chen angefahren werden. Die me, Reha und Bescheinigun- Patienten. In ihrer Praxis habe Da kann es schon mal eng
Landarzt her. „Eine Vertre- gemeinmedizinerin und Bade- Strecke habe sich bewährt, gen. Ich habe heute einen sie es heute überwiegend mit werden bei der Planung, denn
tung kostete einen Haufen ärztin. Sie studierte in Kiel Medi- das gelte auch in einer Zeit, in Heilmittelkatalog, nach dem chronisch Kranken zu tun. bei Ärzten sind die Auszeiten
Geld“, erzählt der Arzt: „30 zin, machte ihre Facharzt-Ausbil- der man jederzeit und überall muss ich mich richten. Ich Dazu komme die Betreuung zum Quartalsende, wenn ab-
Mark am Tag.“ dung in München und Bad Wies- per Handy erreichbar ist, in muss heute alles haarklein der Patienten in Altenheimen. gerechnet wird, beliebt. Dann
Die ständige Verfügbarkeit, see. 1988 stieg sie in die Praxis in der die alte Nachrichtenkette und seitenlang begründen“, Die habe vor 50 Jahren in der nämlich, „wenn man am Ende
die schlechten Wege, die Naumburg ein, arbeitete bis keine Rolle mehr spielt. klagt die Ärztin. Die Bürokra- Praxis ihres Vater überhaupt ist mit dem Regelleistungsvo-
abenteuerlichen Überland- 1998 in Gemeinschaft mit ihrem Aber sonst hat sich viel ver- tie sei sehr nervig. keine Rolle gespielt. lumen“, erklärt Brigitte Hart-
fahrten in schneereichen Win- Vater Dr. Walter Hartmann und ändert in den vergangenen 50 Wenn sie das mit der Situa- Eine weitere Verbesserung: mann. Der Topf, aus dem die
tern, in denen man nachts führt die Praxis seit dessen Aus- Jahren. Bis in die 80er-Jahre, tion von vor 50 Jahren verglei- Dank des Zusammenschlusses Praxen ihr Honorar beziehen,
auch schon mal in einer scheiden allein. Der Patienten- sagt die 53-Jährige, sei in der che, „dann werde ich ein biss- von vier Landärzten habe sie ist meist schon vor dem Quar-
Schneewehe stecken blieb, Pool umfasst etwa 3000 Perso- Branche über mehr als zwei chen neidisch.“ Allerdings geregelte Freizeit. Mit einer talsende ausgeschöpft, Urlaub
weil es keine Räumdienste nen und entspricht damit etwa Jahrzehnte gut verdient wor- lege sich das auch wieder, Kollegin aus Balhorn, einem die Alternative zum Gratisku-
gab, prägten den Beruf des der Größe von 1959. (nom) den. Inzwischen, in den Zeiten wenn sie daran denke, dass ihr Kollegen aus Istha und einem rieren. (nom)

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1959 50 Jahre HNA – Bebra 2009

Das Thema
Bebra war einst ein bedeutender Eisenbahnknoten-
punkt. Das haben viele in der Schule gelernt. Auch der Ex-
Der Dampf ist längst raus
Mit dem Bahnhof Bebra ging es in den vergangenen 50 Jahren stets bergab
press Paris-Warschau hielt einst in Bebra. In den vergan-
genen 50 Jahren hat dieser Eisenbahn-Standort mit frü- VON MANFRED SCHAAKE
her mehr als 5000 Beschäftigten immer mehr an Bedeu-
BEBRA. Bebra und die Eisen-
tung verloren. Etwa 300 Mitarbeiter hat die Bahn in Bebra bahn - das war nach dem Krieg
jetzt noch. Die Angst um die Zukunft des Güterbahnho- nicht nur die Garantie für
fes sorgt in jüngster Zeit immer wieder für Schlagzeilen. mehr als 5000 sichere Arbeits-
plätze. Das waren auch Dreck
und Staub. „Hilfe, wir ersti-
cken.“ Diese Schlagzeile ist

Welche Farbe hat vor genau 50 Jahren in unse-


rer Zeitung erschienen.
„Der unerträgliche Ruß und

die Straßenbahn? Qualm verbittert die Bebraer


Bevölkerung“, berichteten wir
über die erneuten Forderun-
Kurt Scholz heute noch stolz auf das Paradepferd gen des Stadtparlaments, „die
Bundesbahn zu bewegen, et-
BEBRA. Kurt Scholz (86) Versetzung. Als seine Frau was Durchgreifendes zur Ab-
stammt aus Niederschlesien, noch in München lebte, stellung der übermäßigen Ver-
fand in Bebra eine neue Hei- schrieb sie ihm: „Welche Far- qualmung zu tun“. Um die 150
mat. 47 Jahre lang war er bis be hat die Straßenbahn in Be- Dampfloks gehörten einst
1984 Lokführer. 1950 hatte er bra?“ zum Betriebswerk Bebra.
seine Ausbildung in München An die Zeit um 1958/59 erin- „Wenn die angeheizt wur-
begonnen. nert sich Scholz noch mit den, ging die Sinne unter“, sa-
Damals hatte man in Mün- Stolz: Er fuhr die 10 001, eine gen die Eisenbahner von da-
chen „300 bis 400 Lokführer Schnellzuglok. „Das war unser mals: „Aber wir und viele
zu viel“, erinnert er sich an die Paradepferd“, sagt er. Zwei Menschen waren froh, dass
dieser Loks waren bis 1962 in wir gute Arbeit hatten.“ Die
Bebra stationiert: „3000 PS - da Zeitzeugen, mit denen wir uns Zeitzeugen der Eisenbahngeschichte vor einem Gemälde der einst in Bebra stationierten Dampflok
steckte was dahinter.“ trafen, sind heute noch sehr 01 1102. Von links Johannes Schäfer Hans Möller, Ludwig Zindler, Kurt Scholz, Werner Brückner, Rolf
Vor 50 Jahren fuhren 38 stolz auf ihren Beruf von da- Gerlach und Hans Horn. Foto: Schaake
Schnellzüge über Bebra in alle mals.
Richtungen, erinnert sich bra für große Menschenmen- Bebra noch eine internationa- Einige tausend Dampf-, Die-
Scholz. Und bedauert: „Mit der Schlacke rauskratzen gen sorgten, fahren heute über le Drehscheibe - auch wegen sel- und Elektroloks hat der
Neubaustrecke war von heute Der Dampf ist längst raus, die Schnellstecke. „Das ist der Interzonenzüge aus der Bebraner instand gesetzt. Sein
auf morgen Schluss.“ Dass sei- und auch mit der Elektrifizie- schon traurig“, kommentiert DDR. Gerlach: „Heute ist der Vater war schon bei der Bahn
ne heute 82-jährige, behinder- rung fielen viele Arbeitsplätze Schäfer die Entwicklung. Bahnhof so gut wie tot. Ich und zapfte einst samstags
te Frau in Bebra nicht mehr in weg. „Bis 1959 und bis zum wünsche mir, dass er wieder sechs Eimer heißes Wasser an
die Züge einsteigen kann, weil Bau der Neubaustrecke ging es So gut wie tot aufgebaut würde, aber das Ge- der Dampflok ab - für das Fa-
die Bahnsteige immer noch in Bebra bergauf, dann berg- „Der Bahnhof ist so gut wie genteil ist eingetreten.“ „Als milienbad daheim. Hoffnun-
nicht ausgebaut sind, ent- ab“, sagt Johannes Schäfer (73). tot“, bedauert auch Rolf Ger- die Neubaustrecke an uns vor- gen auf Bahn-Investitionen in
täuscht ihn sehr. Er war 47 Jahre bei der Bahn, lach (74). Er war von 1952 bis beiführte, war das das Ende Bebra hat Horn nicht mehr:
Der Sputnik in Bebra. „Schnell- Und als damals das Güter- musste anno dazumal noch die 1996 bei der Bahn, erlebte den von Bebra,“ sagt Hans Horn „Es ist traurig heute. Wir sind
zugloks der Reihe 10 waren da- einfahr-Gleis aus Richtung Os- Schlacke aus den Dampfloks Aufschwung in Bebra als Lei- (88). Er kam 1939 als Werk- kontinuierlich belogen und
mals unser Paradepferd“, sagt ten gestrichen wurde, „da kratzen: „Man hat uns gezeigt, ter der Güterabfertigung und zeugmacher und Elektriker betrogen, und scheibchenwei-
der heute 86-jährige Kurt habe ich gesagt, jetzt stirbt Be- wie man richtig arbeitet.“ Die stellvertretender Bahnhofs- zur Bahn, der er bis 1985 treu se ist alles abgebaut worden.“
Scholz. bra“. (m.s.) schnellen Züge, die einst in Be- vorsteher. 1959, sagt er, war blieb. Fortsetzung übernächste Seite

Wir gratulieren der HNA zum 50-jährigen Jubiläum!


Seit 50 Jahren informiert die Hessische/Niedersächsische Allgemeine die Region Nordhessen und Südniedersachsen
über die täglichen Ereignisse vor Ort und in aller Welt. Sie ist nah dran am Geschehen sowie an den Menschen und wurde
im Laufe der Jahre zu einem unverzichtbaren Medium zufriedener Leser.
Wir gratulieren der HNA zum 50-jährigen Jubiläum und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Partnerschaft.

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1959 50 Jahre HNA – Bebra 2009

Gute Nacht, Marie


Stets Angst um die Arbeitsplätze bei der Bahn
BEBRA. Vom Bauunterhal-
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Hans Möller sagte schon 1959 in der Bahn-Hauptverwaltung: Vergessen Sie Bebra nicht
tungsarbeiter in der Rotte des „Der Name Eisenbah-
Bauzuges bis zum Lok- und nerstadt zählt nicht
Lehrlokführer: Ludwig Zindler mehr.“ VON MANFRED SCHAAKE
(78) ist stolz auf seine Karriere.
38 Jahre lang war er bei der WERNER BRÜCKNER BEBRA. „Die Hoffnung stirbt
Bahn: „Ich würde es heute zuletzt“, sagt Hans Möller
wieder machen.“ Werner Brückner (73) war mehrfach in der Runde der
1959 kam der Schlosser auf von 1954 bis 1994 beim Bun- Zeitzeugen. Der heute 74-Jäh-
die Lokführerschule in Kassel. desgrenzschutz tätig, war un- rige war 37 Jahre lang bei der
Vorher war er lange Heizer. ter anderem Dienstgruppen- Bahn. Er hat das Eisenbahn-
Schon damals, erinnert sich leiter der Grenzschutzstelle museum im alten Wasserturm
Zindler an die Zeit vor 50 Jah- im Bahnhof Bebra. Er erinnert in Bebra mit aufgebaut, enga-
ren, gab es ein ständiges Auf sich noch gut daran, als 1959/ giert sich seit Jahren ehren-
und Ab bei der Bahn: „Man 60 so genannte Jungrentner amtlich als Stadtarchivar.
musste um den Arbeitsplatz aus der DDR erstmals in die „Vergessen Sie unser Bebra,
bangen.“ Bundesrepublik einreisen meinen Bahnhof nicht.“ Das
Dass es im Bahnhof Bebra durften. Viele kamen mit dem hat Hans Möller 1959 einem
das Inselgebäude eines Tages Zug über Bebra. Noch 1964/65, „hohen Tier“ in der Bundes-
nicht mehr gibt - „das möchte sagt Brückner, „war es eine bahn-Hauptverwaltung in
ich nicht erleben, das wäre ein blühende Stadt, eine blühen- Frankfurt gesagt, dessen Na-
Albtraum“, sagt Zindler. Auch de Landschaft“. men er nicht nennen möchte.
er bedauert die Entwicklung Heute sei er sehr traurig. Möller war Techniker in der
des Bahnhofs Bebra: „Es geht Der Name Eisenbahnerstadt Fernmeldemeisterei in Frank-
immer mehr bergab. Gute zähle eigentlich, „er gilt nicht furt und erfuhr damals Details
Nacht, Marie.“ mehr“. (m.s.) über die geplante Elektrifizie-
rung.
Grenzübergang
„Wir brauchen Bebra nicht
mehr“, habe der Mann gesagt,
„wir spannen die E-Loks in
Hamburg an und in München
aus.“ Bebra, entgegnete Möl-
ler, sei doch ein wichtiger Ei-
senbahnknoten in Deutsch-
land und Europa. Der Mann in
der Hauptverwaltung entgeg-
nete, Bebra werde durch die
geplante Streckenführung im
Fernreiseverkehr an Bedeu-
tung verlieren, „aber Sie ha-
ben ja noch den wichtigen Das waren noch Zeiten: ein Dampflok-Zug in Bebra. Mit Beginn der Elektrifizierung Anfang der 60er-
Grenzübergangsbahnhof zur Jahre hatte Bebra - seit 1935 Stadt - immer noch 3000 Eisenbahn-Arbeitsplätze.
DDR.“
Die Führung der Neubau- „Rettet den Bahnhof Bebra“ nem Regionalknoten zurück- Eines Tages, ist Möller über-
strecke über Bebra, erinnert gegründet wurde. Und an den entwickelt“, bedauert Möller. zeugt, „wird die Eisenbahn in
sich Möller, „war von den Poli- 2. Juni 1991, als die Schnell- Der noch bestehende Güter- Bebra wieder ihren Stellen-
tikern nicht gewollt - das hat fahrstrecke Hannover-Würz- bahnhof habe eine Chance, wert bekommen. Wir haben
uns Kopf und Kragen gekos- burg eingeweiht wurde. Bebra „wenn man ihn europaweit hier Wirtschaftskraft zu ver-
tet“. Möller erinnert sich noch blieb links liegen. anbindet - er hat eine zentrale teidigen, und die Hoffnung
650 PS-Diesellok in Bebra. Am Bau war auch Henschel beteiligt. gut an den 23. September „Wir haben uns vom bedeu- Lage in der Europäischen Uni- stirbt zuletzt“.
Foto: Peter Kehm/nh 1977, als die Bürgerinitiative tenden Knotenpunkt zu ei- on“.

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1959 50 Jahre HNA – Region an der Grenze 2009

Auf dem letzten Hof an der Grenze


Die Teilung wurde den Menschen erst allmählich bewusst - Lieselotte Isecke (87): Wegziehen kam nicht in Frage
VON WERNER KELLER tin war bis 1990 buchstäblich
Das Thema WITZENHAUSEN. Anderthalb
der letzte Hof vor der Grenze.
Im Mai 1990, als sich im Ge-
Kilometer sind es vom Höhle- folge des Mauerfalls die Auflö-
Bis zum Herbst 1989 gab hof am Rand des Witzenhäu- sung der DDR anbahnte,
es von Hessen nach Thü- ser Ortsteils Neuseesen bis zur schnitten Grenzsoldaten un-
ringen nur zwei Schlupf- Landesgrenze nach Thürin- weit der früheren Straßen-
löcher: die Übergänge gen. In den 80er Jahren war sperre Bornhagen und in
das für Lieselotte Isecke (87) Sichtweite der Burg Hanstein
Herleshausen und Beb- der tägliche Spaziergang mit Felder aus dem Zaun: ein wei-
ra. Mit Zäunen hatte sich den Enkeln Markus und Tors- teres Schlupfloch war entstan-
die DDR nach Westen ten. Da könne man doch den.
abgeriegelt. Wie war das durchkriechen, meinte eines Vater Heinrich Isecke hatte
der Kinder. Doch hinter der den Hof 1922 erworben. Nach
in den 50er Jahren an der rot-weißen Leitplanke ging es Kriegsende 1945 rollte hier
Grenze? Lieselotte nicht weiter: Die DDR hatte Weltgeschichte ab. Denn für
Isecke aus Witzenhau- ihr Gebiet mit einem Metall- etwas mehr als drei Monate
sen ist eine Zeitzeugin. gitterzaun abgeriegelt. waren Neuseesen und Werles-
Das Anwesen der Landwir- hausen von den Russen be-
setzt. Im Zuge des Wanfrieder
Abkommens rückte die Rote
Armee ab, die beiden Dörfer
wurden der US-Zone zuge-
schlagen und wechselten von
Thüringen nach Hessen.
Wie spielte sich das Leben
an der Zonengrenze ab? Der Sorgsame Chronistin des Lebens an der Grenze: Lieselotte Isecke am Tor zum Höhlehof in Witzenhau-
erste Zaun, so erinnert sich sen-Neuseesen. Foto: Keller
Lieselotte Isecke, wurde 1952
errichtet, der zweite nach taucht sein. Flüchtlinge, die ein Sicherheitsgefühl. Später Grenzkreis Witzenhausen Prä-
dem Mauerbau 1961. Die tem- später über die Grenze ka- patroullierten der BGS, und senz. Die Teilung wurde den
peramentvolle Frau fuhr mit men? Daran kann sich Frau Is- auch die Amerikaner zeigten Einwohnern erst allmählich
ihrem VW-Käfer auf den Win- ecke nicht erinnern. Wohl lange Zeit mit ihren Jeeps im bewusst.
terberg und sah bei den Arbei- aber an Ausflüge mit dem Va-
ten zu. Fast war sie versucht, ter, als die Abriegelung noch HINTERGRUND
noch durchzugehen, doch die nicht perfekt war. Irgend-
Soldaten verstanden nach wann setzte die DDR Hunde Der Zehn-Meter-Streifen
1961 keinen Spaß mehr. ein, und davor hatte Lieselotte Die Zonengrenze war in ihren bildet wurde. Sie schloss nach
Das war in den 50er Jahren Respekt. Anfängen zwar markiert und Westen hin mit dem zehn Me-
noch anders. Im Dorf, damals Letzter Hof vor der Grenze, wurde überwacht, es gab aber ter breiten Schutzstreifen ab,
200 Einwohner groß, die fast hat ihr das bis 1989 Angst ge- noch keine Wachttürme oder der im Frühjahr und im Herbst
alle von der Landwirtschaft macht? „Angst hatte ich nie, Zäune. Der Volksmund sprach umgepflügt und geegg wer-
lebten, gab es einen Kolonial- Wegziehen kam nicht in Fra- von der grünen Grenze, die den musste. Dieser Streifen
warenladen und zwei Gast- ge. Denn das ist meine Hei- zunächst noch passierbar war. durfte nur von Angehörigen
stätten. Da kauften die Vopos mat“, sagt die rüstige Frau. Das änderte sich mit dem Jahr der Grenzbehörden betreten
(Volkspolizisten) gerne ein, er- Das sahen die allermeisten 1952. Auf Weisung der Sow- werden. In den Grenzorten
picht war man vor allem auf Neuseeser ebenso. Zollbeam- jets sorgte die Deutsche herrschte ein strenges Regi-
West-Zigaretten. Anekdoten te, die in jedem Grenzort Grenzpolizei dafür, dass eine ment. Ab 22 Uhr war Fried-
Endstation Schlagbaum: Grenze bei Lindewerra in den 60er Jah- zufolge sollen die Grenzer so- wohnten und Tag und Nacht Fünf-Kilometer-Sperrzone ge- hofsruhe.
ren. Foto: Sammlung Werner Silla/Grenzmuseum Schifflersgrund gar bei der Kirmes aufge- Streife gingen, vermittelten

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1959 50 Jahre HNA – Austräger 2009

Um 4 Uhr auf
den Beinen
Katharina Sender aus Gudensberg-Dorla
hat viele Jahre die HNA ausgetragen
VON OLAF DELLIT ren ja nicht viele“, sagt die Se-
niorin. Und die, die da waren,

U
m 4 Uhr, als es noch kannte sie alle.
dunkel war im kleinen Auf ihrem Weg durch Dorla
Gudensberger Stadtteil kam sie mit vielen Leuten ins
Dorla, war Katharina Sender Gespräch. Gerade die Bauern
schon auf Achse. Die Zeitun- seien ja schon wach gewesen,
gen hatte sie in einer Umhän- weil die Tiere gefüttert wer-
getasche, und dann ging es den mussten. Diese Gespräche
los. Heute ist Katharina Sen- fehlen ihr jetzt: „Ich habe
der 83 Jahre alt, die HNA trägt doch keinen, mit dem ich
sie nicht mehr aus. mich unterhalten kann.“
Wann sie aufgehört hat, das Für Katharina Sender war
Dorf mit den Neuigkeiten zu das Zeitungaustragen nur ein
versorgen, weiß sie nicht Nebenverdienst. Zuhause war-
mehr. Seitdem, sagt sie, ist so tete die Landwirtschaft mit Kü-
viel passiert. So erinnert sie hen und Ackerfläche. Ihr Le-
sich auch nicht, wann sie als ben war von Arbeit bestimmt,
Austrägerin angefangen hat und ist es immer noch. Die kar-
und wie viele Exemplare sie ge Rente bessert sie auf, indem
austrug. Heute, so erzählt sie, sie im Fritzlarer Museum putzt
hätten zwei Träger ihren Job und im Garten mithilft. Außer- Idylle mit Zeitung: In Relbehausen, einem der kleinsten Stadtteile Hombergs, sorgen Helga Heß und ihr Mann Konrad dafür, dass die Le-
von damals übernommen. dem ist sie viel mit ihrem Sohn ser pünktlich ihre HNA erhalten. Konrad Heß benutzt dafür auch sein Dienstfahrzeug, ein silbernes Damenrad. Foto: Rohde
Früh aus den Federn zu unterwegs. Gemeinsam fahren

HNA auf die familiäre Tour


kommen war für die Frau, die sie über die Dörfer und sam-
aus Neuenbrunslar stammt, meln Schrott ein. Reich wer-
kein Problem. „Das macht mir den sie damit nicht, sagt Katha-
nix uss“, sagt sie in schönstem rina Sender: „Es gibbet zu we-
Nordhessisch. Noch heute ist nig dafür.“
sie um 5 Uhr auf den Beinen. So ist die 83-jährige, kleine Helga Heß und ihr Mann Konrad tragen seit 50 Jahren die Tageszeitung aus
Als Austrägerin ging Sender Frau immer noch viel unter-
bei Wind und Wetter auf Tour. wegs. Ruhe gibt es nur selten; VON HEINZ ROHDE bewegt werden. Zeitung aus- etwas geändert. Weitgehend Runde. „Es ist wunderschön,
„Ich hab’ mich schon warm ganz so wie damals, als sie tragen ist die beste Therapie.“ unfallfrei kehrten Konrad und wenn morgens die Sonne auf-
angezogen“, sagt sie lapidar, schon um 4 Uhr auf Achse RELBEHAUSEN. Verlässlich- Bei gutem Wetter besteigt Helga Heß stets von ihren Tou- geht. Und hier und da trifft
wenn sie auf das Wetter ange- war, mit den HNA-Ausgaben keit hat einen Namen: Im er morgens sein Dienstfahr- ren zurück. Lediglich Konrad der 70-Jährige schon auf ande-
sprochen wird. Auch Hunde für ganz Dorla in einer Tasche Homberger Stadtteil Relbe- zeug, ein silbergraues Damen- Heß rutschte einmal auf ei- re Frühaufsteher, mit denen
waren kein Problem. „Da wa- über der Schulter. hausen sorgt das Ehepaar Heß rad, das vorne einen Korb für nem vereisten Weg aus. er ein erstes Schwätzchen hal-
„schon seit Omas Zeiten“ da- die Zeitungen hat. Bei Regen Glücklicherweise ohne gravie- ten kann.
für, dass die HNA morgens und Schnee geht er zu Fuß rende Folgen. Mit dem Fahrrad erreicht
pünktlich ins Haus kommt. und trägt einen langen Man- In den Anfangsjahren liefer- Konrad Heß mühelos alle Zei-
1959, als die Tageszeitung tel, der bis über die Knie te das Ehepaar Heß die Zei- tungsboxen. Alle Relbehause-
noch Hessische Allgemeine reicht. tung vor der Arbeit aus. Kon- ner haben die Kästchen auf
hieß, hatte Katharina Wie- rad Heß half seiner Frau und seinen Wunsch hin so ange-
gand, die Mutter von Konrad Idylle hinterm Haus übernahm die weite Strecke bracht, dass er keine Treppen
Heß, das Amt der Austrägerin Relbehausen, einer der bis hin zum früheren Bahn- steigen muss. Auf dem Dorf ist
übernommen. Maßgeblich un- kleinsten Stadtteile der Kreis- wärterhäuschen. Helga Hess so etwas noch möglich.
terstützt wurde sie aber von stadt Homberg, hat 65 Ein- stellte die anderen Exemplare Zum dörflichen Leben ge-
Schwiegertochter Helga Heß, wohner. Die Idylle beginnt zu. hört die HNA eben dazu, und
die morgens zuverlässig ihre hinter dem Haus des Ehepaa- Als ein treuer Begleiter er- für das Ehepaar Heß natürlich
Runden drehte. Das blieb viele res Heß. Dort plätschert die wies sich in diesen Jahren zu jedem Frühstück nach der
Jahre so. Seit 1997 hat sie Hilfe Efze, auf einer Weide dahinter „Mohr“, der Hund der Familie Zeitungstour. „Ich lese alles,
von ihrem Mann. trotten zwei Esel durchs Gras. Heß. Er freute sich über den den Sport allerdings etwas we-
Die HNA gehört also seit 50 Jeden Morgen zwischen frühen Auslauf. niger“, sagt die 68-Jährige.
Jahren zur Familiengeschich- 2.30 Uhr und 3.30 Uhr bringt Aber auch Konrad Heß hat Und bei ihrem Mann ist es
te. Und ein Ende dieser Tradi- ein Boten-Auto die HNA, ein bis heute nichts gegen die ähnlich. Denn ohne Zeitung
tion ist nicht in Sicht. „Ich ma- Päckchen von 20 Zeitungen. Frühschicht einzuwenden. fehlt etwas.
che so lange weiter wie es 1959 wurde die Hessische All- Ohne Wecker („die innere Uhr Dafür, dass es soweit erst
geht“, sagt Konrad Heß, der gemeine mit dem Postauto ge- geht immer richtig“) wacht er gar nicht kommt, sorgen das
Kurze Kaffeepause: Die ehemalige HNA-Austrägerin Katharina Anfang des Jahres ein neues liefert. An der Zahl der Abon- jeden Morgen pünktlich auf Ehepaar Heß und insgesamt
Sender hat immer noch viel zu tun. Foto: Dellit Kniegelenk erhielt. „Das muss nenten hat sich seither kaum und beginnt um 6 Uhr seine 2000 Zeitungsausträger.

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1959 50 Jahre HNA – Leserfotos 2009

Bilder aus der Region: Badevergnügen

Baden im Edersee: Elisabeth


Pristl mit ihrer Tochter Brun-
hilde (rechts) und Helene
Kozlik mit ihrem Sohn Nor-
bert im Juli 1959. Das Foto
sandte uns Roswitha Heinzer
(geb. Pristl) zu.

Dezember 1959: Hanne-


lore Süß wird von ihrer
Mutter (damals 26 Jahre Sommer 1959: Gebadet wurde in Zinkwannen. Die Badeanzüge waren gestrickt,
alt) in einer moderner und während des Badens wurden sie immer länger und größer. Drei Zinkwan-
Plastikwanne in der Kü- nen, für jedes Kind eine eigene, war Luxus. Zugesandt von Brigitte Henze aus
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1959 50 Jahre HNA – Mode 2009

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Die Modeschöpfer Christian Dior, Yves Saint Laurent und Co. schneiderten Modelle, die noch heute oft kopiert werden
wurden große, auffällige Hüte zu einem eleganten und be-
Das Thema getragen. „Sie gleichen Lam-
penschirmen“, so ein Kritiker.
quemen Outfit: schmale Hose,
lockeres Oberteil plus flache
Auch die Mode hatte in den Ballerinas.
Hubert de Givenchy
Nachkriegsjahren gelitten. Heinz Oestergaard
Im Gegensatz zum Hause
Doch in den 50er-Jahren Dior kreierte der heute 82-jäh- In Deutschland avancierte
wich die strenge Linie der rige Hubert de Givenchy un- Heinz Oestergaard zum Lieb-
Kriegsmode weicheren komplizierte Kombimode, ling der Berliner Gesellschaft.
Konturen und gipfelte in also Kleider, die sich durch Er entwarf Mode für die weib-
den extravaganten Entwür- verschiedene Oberteile dem liche Prominenz Romy Schnei-
fen Christian Diors. Kritiker Anlass entsprechend verän- der, Hildegard Knef, Zarah Le-
dern ließen. Weil er nicht so ander und Ruth Brandt. Früh
sprachen vom „New Look“. sehr mit Stoffen protzte, sich plädierte er aber auch für be-
eher am Vorbild von schnör- queme und erschwingliche
VON TATJANA BRAUN kellosen Herrenhemden und „Mode für Millionen“: Unter
anderen einfachen Kleidungs- anderem verhalf er wesentlich

D
as Jahr 1959 erlebte er stücken orientierte, lagen günstigeren Kunstseidefasern
nicht mehr. Doch das, auch die Preise für seine Mo- zum Durchbruch und ent-
was Christian Dior delle weit unter denen ande- deckte den Bereich der Berufs-
(1905-1957) in den Jahren zu- rer Couturiers. Muse des kleidung. Oestergaard entwarf
vor geschaffen hatte, be- Schöpfers und beste Kundin Uniformen für die ADAC-Stra-
stimmte die Mode weit über war Audrey Hepburn, die sich ßenwacht und die Polizei.
seinen Tod hinaus: Er revolu- auch privat in Givenchy-Mo-
tionierte die Damenmode. delle kleidete. Wie sie grif-
Christian Dior und fen viele junge Frauen in
Yves Saint Laurent: den 50ern immer wieder
Bis in die frühen 50er-Jahre
war die Mode so streng, dass
Gouvernanten ihre Freude an
den Schnitten gehabt hätten.
Nun aber entdeckte der Shoo-
tingstar aus Paris die Leichtig-
keit des Femininen. Weite, riser Modegeschäft hatten, spielsweise zählte zum erlese-
wadenlange Röcke, Wespen- hießen Designer noch „Mode- nen Kreis, der auch die Ent-
taille, enge Oberteile, gepols- schöpfer“, Künstler also, die würfe von Diors Nachfolger
terte Hüften und schmale ihrer Fantasie freien Lauf lie- Yves Saint Laurent (1936-2008) Da öffnen sich Frau-
Schultern - so sah nach der ßen und weder Preise noch schätzte: Der ewige Konkur- enherzen: Heinz
Vorstellung Christian Diors Konventionen achteten. rent Karl Lagerfelds führte das Ostergaard zeigte
die „neue“ Frau aus. Charakte- In den 50ern erschienen die Erbe Diors fort, indem er seine Entwürfe vor
ristika, die deutlich an das Rol- wichtigsten „Linien“ Diors, schnell verkündete: Die Taille dem Brandenbur-
ger Tor (großes
lenbild des 19. Jahrhundert er- die je nach Schnitt des Klei- ist wieder da!
Bild), Schauspiele-
innern, als Frauen nicht arbei- dungsstücks einen Buchsta- Furore hatte der künstleri- rin Audrey Hepburn
teten, sondern nur „demons- ben trugen (A-, H-, Y-Linie). Al- sche Direktor des Hauses schwärmte für Klei-
trativen Konsum“ betrieben, lein die Stoffmengen, die er Christian Dior allerdings vor der von Hubert de
um den Reichtum ihrer Män- verarbeitete, sorgten für Pro- allem mit der so genannten Givenchy und das
ner vorzuführen. test und dafür, dass sich in ers- „Trapezlinie“ gemacht: Klei- Cocktailkleid
Als Dior und sein Nachfol- ter Linie nur Betuchte die der und Mäntel waren gerade (rechts) feierte sei-
ger im Hause Dior, Yves Saint Haute Couture leisten konn- geschnitten, Oberteil und Tail- nen Einzug in die
Laurent, ihre Hochzeit im Pa- ten. Eva Péron („Evita“) bei- le blieben unbetont. Dazu Modewelt. Fotos: ap

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1959 50 Jahre HNA – Mode 2009

In blumenbedruckten Stoffen: Dieses Bild hat uns Erna Sippel (geb. Linge, Mitte) aus Hess. Lichtenau geschickt. Es zeigt die damals 18-
Jährige mit ihren Freundinnen Annemarie Sinning (links) und Friedel Schmidt unterwegs nach Wickersrode zur Kirmes.
In „Sonntagsausgeh-Kleidung“:

Schick, bequem und passend


Eva Maria Zick aus Kassel (im
Jahr 2000 verstorben) machte Auch zitronengelbes Kleid plus
sich für die Spaziergänge mit Schal und karierter Mantel ge-
ihrem Mann schick. Hier trägt hörten zu Eva Maria Zicks Lieb-
sie ein rotes Strickkleid. lingsstücken.
Haute Couture spielte im Alltag keine Rolle - die Mode wurde nach Anlass ausgewählt

O
bwohl die Designer Sai- Mittagsruhe sollte ein zitro-
son für Saison neue Sti- nengelber Hausmantel mit
le entwerfen, sinkt die orangefarbenen Hausschuhen
Zahl der Frauen, die bereit Süß: Eduard getragen werden.“
sind, zweimal jährlich eine Duschek aus Im Alltag dominierten noch
komplette Ausstattung zu Schrecks- Kleider. Röcke mit einfachen
kaufen. Unterstützt von zahl- bach hat uns Blusen gelten allerdings bald
reichen Modezeitschriften wie das Bild mit als ideale Bürokleidung, die
„burda moden“, kommt es seinen auch bald im Alltag getragen
dem Gros der Frauen in erster Schwestern wird. Denn eine Grundausstat-
Linie darauf an, passend ange- Marianne, tung aus mehreren Röcken,
zogen zu sein. Monika und später auch Caprihosen und
Neben Kleidern gehören Elfriede (von damit kombinierbaren Tops
viele Accessoires wie Hand- links) zuge- bietet mehr Vielfalt als ein
schuhe und Hut unbedingt schickt. Die Schrank voll einteiliger Klei-
zum Bild der eleganten Dame. Kleidchen der und Kostüme, empfehlen
Adrett für die Tauben: Hilde- Die Zeitschriften geben für die wurden Experten der modebewussten Partner-Look: Elisabeth Bohn,
gard Kempf aus Schwalmstadt Auswahl detaillierte Anwei- selbst ge- und sich langsam emanzipie- geb. Pöhl, aus Kassel mit ihrer
1959 im Urlaub in Venedig. sungen wie: „Während der näht. renden Frau. (tat) Mutter 1959. Fotos: privat/nh
1959 50 Jahre HNA – Mode 2009

Kunst auf Eine Blondine erobert die Welt


Das würde
heute fehlen
dem Kopf Engelshaar, endlose Beine, Wespen-
Für Sie: Der BH

D
as Haar ist meist kinn- taille, dralle Oberweite, Kussmund -
lang und die Frauen le- solch schöne Fantasien gibt es in Hül-
gen es 1959 zu kunst- le und Fülle. Eine ist zwar kein Fleisch,
vollen Frisuren - mit Mittel- aber Plastik geworden: Barbie. Kos-
scheitel oder einer in die Stirn metik, Mode und Luxus bestimmen
fallenden Welle. Am Oberkopf das Leben des amerikanischen Püpp-
ist die Frisur stark toupiert chens, auf dessen zierlichen Schul-
und fällt über den Ohren he- tern mittlerweile 50 Jahre lasten. Ge-
rab. Abendfrisuren werden altert ist sie nicht - wohl dank der
mit Spangen oder einer einge- über 500 Liftings je nach Schönheits-
arbeiteten Haarlocke auf dem ideal. Barbie, die in Deutschland be-
Scheitel gekrönt. reits als Bild-Lilli bekannt geworden
war, trat gediegen auf, als sie bei der Es ist eines der wenigen Klei-
Viele Frauen besprühen die dungsstücke, mit denen sich
Frisur mit Haarlack, der mit- New Yorker Spielwarenmesse 1959
erstmals auf den Laufsteg musste. auch Männer auskennen sollten:
tels eines kleinen Blasebalgs der Büstenhalter, kurz: BH. Die-
zerstäubt wird. Dazu sind Das brave, aber noch immer scharf-
kurvige Püppchen avancierte sofort ser machte in Zeiten des „New
schwarz umrandete, „katzen- Look“ Karriere. Eine Pionierin
artige“ Augen und dunkle, zum Hingucker. Heute geht alle zwei
Sekunden eine Barbie der Firma Mat- des BHs war die US-Amerikane-
balkenartige Augenbrauen in rin Ida Rosenthal (links), die da-
Mode. Rote Kussmünder und tel über den Ladentisch. (tat)
für sorgte, dass das Mieder end-
Rouge auf den Wangen sind gültig in der Versenkung ver-
auch Ende der 50er-Jahre in. schwand. Danke Ida!

Die Hose der Rebellen


Hüte aus Stroh oder Filz,
mit und ohne Krempe waren Für ihn: Lederjacke
zwar noch Bestandteil der ele-
ganten Garderobe, aber kein
absolutes Muss mehr. (tat)
Die Blue Jeans erobert auch Europa: James Dean macht sie richtig populär
VON TATJANA BRAUN fertigt hatte, galt der Jugend Kleidungsstück nach dem oder auf öffentlichen Tanz-
als Ausdruck des Protests ge- Zweiten Weltkrieg nach Euro- veranstaltungen zeitweise un-

I
n den Vereinigten Staaten gen Tradition und Autorität. pa gebracht. Doch erst Film- ter bestimmten Umständen
waren sie längst ein Ren- Jeans - in Deutschland damals stars wie James Dean verboten. Noch in den 70ern
ner. Und in den 50er-Jah- auch „Texashose“ genannt - („…denn sie wissen nicht, trug Ulrich Plenzdorfs Held
ren schwappte die Welle waren nach Meinung des was sie tun“ ) machten sie un- Edgar Wibeau Jeans, um Un-
dann auch nach Europa über: Establishments „Symbole ge- ter den Jugendlichen wirklich angepasstheit zu demonstrie- Ein Mann ohne Lederjacke ist
Wer cool sein wollte, trug walttätiger Unreife und mut- populär. So populär, dass auch ren. wie Sport ohne Schwitzen.
Jeans. Blue Jeans. williger Herausforderung der hierzulande Jeans-Träger ins Heute fehlen die Hosen, die Ziemlich fad. Christian Dior hat-
Klar, sie war bequem. Aber Konventionen“. Eltern wet- Wasser stiegen, um die beste es in etlichen Waschungen, te sich für seine Männermode
das war es nicht allein, was terten gegen „Nieten in Nie- Passform aus der Hose heraus- Schnitten, Farben und Preis- 1959 (Foto) wohl vom Film „Der
Der New Yorker Hutdesigner zählte. Die Denim-Hose, die tenhosen“. zuholen. klassen gibt, in keinem Wilde“ inspirieren lassen. Mar-
Walter Florell liebte Extrava- einst Levi Strauss für die ame- Amerikanische Soldaten In der DDR war das Tragen Schrank. Massentauglich sind lon Brando in Jeans, Bikerboots
gantes. Foto: ap rikanischen Goldgräber ge- hatten das nietenbesetzte von „Niethosen“ in der Schule sie, nicht mehr rebellisch. und Lederjacke. Wow!

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1959 50 Jahre HNA – Handwerk 2009

Das Thema
Anno 1959 gehörten
Handwerker fast in je-
dem Dorf zum Ortsbild.
Das ist heute nicht mehr
unbedingt so. Und so
manche alte Schmiede
ist einem modernen Me-
tallverarbeitungs-Be-
trieb gewichen.
Im Arbeitsalltag der
Handwerker hat sich ei-
niges geändert, wenn
man die Zeit vor 50 Jah-
ren und heute gegen-
überstellt. Das wird
deutlich, wenn zwei
Generationen von
Malermeistern von ihrer
Arbeit damals und heute
berichten. Handwerk früher: Fast jedes Dorf hatte im Altkreis Frankenberg 1959 noch seine Schmiede. Das Foto Heute: Michael Ernst aus Bottendorf baut moderne Treppen. Die
zeigt Schmied Fritz Thiele mit seinem Nachbarn Karl Rohleder beim Hufbeschlag. Foto: Völker Firma hat sich aus einer Schmiede entwickelt. Foto: Ludwig

Vom Hufeisen zur Riesentreppe


Im Frankenberger Land gab es 1959 noch typische Dorfhandwerker– Heute spielt Technik eine große Rolle
VON KARL-HERMANN VÖLKER Doch der Siegeszug der In- So spannten zwar Handwer- Handwerksbetrieb entwickeln fahrtschiffen über die Welt-
UND MATTHIAS MÜLLER dustrieware kündigte sich an. ker wie der Ederbringhäuser kann, zeigt eindrucksvoll der meere und zieren die Verwal-
Man sprach 1959 schon gern Drechsler Wilhelm Knoche ge- Blick nach Bottendorf. Dort ar- tung der EADS, Europas größ-
FANKENBERGER LAND. 1959 von „altem“, gemeint: ausster- legentlich noch in seiner klei- beiten bei der Firma Ernst tem Luft- und Raumfahrt un-
gab es ihn noch fast in jedem bendem Handwerk. Der Kreis nen Werkstatt am Flüsschen Treppenbau, 1895 von Adam ternehmen.
Ort, den Dorfschmied. Er sorg- Frankenberg, der heute Teil Orke Holzstücke in die Dreh- Ernst als Dorfschmiede ge- Dabei ist perfekte Logistik
te für den Hufbeschlag und des Landkreises Waldeck- bank, um neue Spinnräder zu gründet, derzeit rund 70 Mit- gefragt: Der Transport von
die Ackergeräte. Es gab auch Frankenberg ist, befand sich bauen oder alte mit kunstvol- arbeiter, darunter acht Auszu- Stahlkonstruktionen soll kei-
noch Wagner und Stellma- im Umbruch: Es gab zwar len Ersatzteilen zu versehen – bildende. ne unnötigen Fahrten verursa-
cher, die die letzten „Leiterwa- noch letzte dörfliche Hand- aber auch diese waren bald Computer und hochentwi- chen. Ein Firmenchef wie Mi-
gen“ mit Radnaben und -krän- werksbetriebe. Aber vor allem nur noch Dekorationsstücke. ckelte computergesteuerte chael Ernst muss auch für das
zen, Speichen und Rungen neue Industrieansiedlungen Heute kommt im Hand- Maschinen haben Amboss und Kaufmännische gewappnet
versahen. In Viermünden in Wiesenfeld (Muna), Fran- werk kaum noch jemand ohne Esse verdrängt. Und der Kun- sein. Der Maschinenbau- und
etwa passte Schmied Karl Ben- kenberg und Allendorf-Eder moderne Technik aus. Mit al- denstamm beschränkt sich Schweißfachingenieur hat da-
der die rot glühenden Eisen- lockten immer stärker Ar- ten Schmieden haben etwa die heute nicht mehr auf das dörf- her seinen Betriebswirt des
Ersatzteile für Spinnräder: In reifen den hölzernen Radfel- beitskräfte an. Mit einem jähr- heutigen Metallverarbeitungs- liche Umfeld. Nach ganz Handwerks gemacht. Alles,
Ederbringhausen saß 1959 der gen an. In Löhlbach hobelte lichen Zuwachs an Industrie- Unternehmen – bis auf den Deutschland und in Teile Eu- um den Ansprüchen der Kun-
Drechsler Wilhelm Knoche Küfer Walter Frank Längshöl- dichte lag der Kreis Franken- Werkstoff Metall – nur noch ropas liefert das Unterneh- den und der Führung eines
häufig an der Drehbank. zer für den Bau von Fässern, berg 1959 unter den ersten wenig gemeinsam. Was sich men. Stahlkonstruktionen aus modernen Handwerkbetriebs
Foto: Völker die Dauben. acht hessischen Landkreisen. aus einem kleinen, dörflichen Bottendorf fahren auf Kreuz- anno 2009 gerecht zu werden.

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Das Hotel Gude steht seit vielen Jahrzehnten für Gastlichkeit und
gepflegtes Essen in dem angenehmen Ambiente eines 4-Sterne-Hotels.
Eine Kasseler Erfolgsgeschichte
Gegründet von den Eheleuten Justus und Elisabeth
Gude als Gaststätte mit Hotel in 1937 in der Nähe des
heutigen Standortes wurde das Familienunternehmen
von Sohn Horst Gude und seiner Frau Hella fortgeführt.
In 1973 eröffneten Horst und Hella Gude das Hotel mit
dem Restaurant Pfeffermühle am heutigen Standort in
der Frankfurter Straße 299. In den folgenden Jahren
folgten weitere Erweiterungsbauten und der Bau eines
hoteleigenen Schwimmbades. 1993 entstanden ein zu-
sätzliches Gebäude mit Tiefgarage und die Erweiterung
der Hotelhalle und der Veranstaltungsräume. Im Jahr
2002 wurde der vorerst letzte Umbau mit der teilweise
umgestalteten „Pfeffermühle“, der neuen „SALZBar“
und den neuen Seminar- und Tagungsräumen fertig ge-
stellt. Seit Januar 2003 führt der Enkel des Gründers,
Koch und Betriebswirt Ralf Gude, das Traditionshaus.
Berufserfahrung sammelte Ralf Gude während seiner
Ausbildung unter anderem in Frankfurt, London und
Paris.

Das 4-Sterne-Hotel Restaurant Pfeffermühle SALZBar


Das Hotel verfügt über 86 Zim- Küchenchef Fritz Wimmer und Die SALZBar ist ein Ort der Ent-
mer, 9 Veranstaltungsräumen für Restaurantleiterin Almut Hum- spannung und der zwanglosen
bis zu 240 Gästen, Sauna und ein burg verwöhnen zusammen mit Kommunikation. Mit der Familie,
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gorien stehen den Gästen zur Aus- Gäste mit Klassikern der boden- nern können Sie hier Ihren Aperi-
wahl und 80 Mitarbeiter kümmern ständigen Küche, regionalen Spe- tif nehmen und den Abend später
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1959 50 Jahre HNA – Handwerk 2009

Mischen war Kopfsache Farben auf


1959 war der Maler in Sachen Farben vor allem auf sein Augenmaß angewiesen
Knopfdruck
W
enn es ums Mischen ten Stücke wurden nicht ein- kamen sie wieder eine Holz- ein Farbton gefiel, dann wur-
ging, dann brauchte
Theo Haase vor 50
fach weggeworfen und neue
gekauft“, erzählt er. Mit der
maserungs-Optik. „Das lag da-
mals im Trend.“
de er auch Jahre später häufig
genau so wieder aufgefrischt.
2009 hilft im Maleralltag der Computer

W
Jahren vor allem eines: Augen- entsprechenden Technik be- Ansonsten war das An- Die Musterbücher der Maler, enn Dirk-Theodor im Selbstversuch. Wenn der
maß. „Ein wenig Umbra noch, gebot in der Breite eher mit denen Tapeten und Far- Haase eine Farbe an- dann nicht so gelinge wie ge-
und immer wieder rühren“, bescheiden. Tapeten, ben angepriesen wurden, wa- rühren will, gibt er dacht, werde eben der Maler
beschreibt der Seniorchef der Borten, Farbtöne: Das ren längst nicht so dick wie einige Zahlen auf einer Tasta- zum Ausbessern gerufen, er-
Frankenberger Firma Haase, alles wurde nicht allzu heute. tur ein – und eine Maschine klärt Haase. Während Qualität
wie seine Arbeitsweise als 20- oft gewechselt. Wenn Anspruchsvoll waren die erledigt das Mischen compu- beim Privatkunden letztlich
Jähriger aussah. Kunden aber auf jeden Fall. tergesteuert. „Im Prinzip kann immer noch im Vordergrund
Eines musste Haase damals Auf Qualität hielt man große man fast alles anmischen, was stehe, muss sich der Maler im
häufig tun: alte Möbel farblich Stücke. Dabei war Do-it-your- das Auge wahrnimmt“, erklärt so genannten Objektgeschäft
wieder aufarbeiten. „Die gu- self noch kein Thema. „Wenn der 38-jährige Chef der Firma häufiger vor allem am Faktor
eine Wand gestrichen werden Haase. Und auch Jahre später Zeit orientieren. Firmenge-
musste, dann wurde der Maler kann der Kunde den exakt bäude streichen – dabei seien
gerufen“, sagt Theo Haase. Fol- gleichen Farbton auf Wunsch oft große Maschinen im Ein-
geverträge gab es oft per wieder bekommen – eine satz, die in möglichst kurzer
Handschlag. So hatten die Ma- Nummernfolge genügt. Zeit möglichst viel Fläche
ler gut zu tun: Im Freien arbei- „Fast jeder Kunde möchte schaffen. Generell sei der
tete man damals eben so lange heute ganz individuell bera- Markt heute hart umkämpft.
„bis man den Pinsel nicht ten werden“, erklärt Haase „Als Maler muss man grund-
mehr gesehen hat“, erzählt mit Blick auf dicke Muster- sätzlich immer mehr auch
der Seniorchef. 60 Wochen- mappen vor ihm. Marketing, Kaufmann sein“, sagt Dirk-
stunden waren keine Selten- Trends aufgreifen und den Theodor Haase.
heit. Dafür wurde es im Win- Menschen näher bringen – all’
ter weniger. Der damalige das gehöre zum Malerdasein Auswaschanlagen mit Filter
Heizstandard in den Häusern 2009 dazu. Kein Wunder, dass Und woran vor 50 Jahren
ließ selbst in den Innenräu- der Firmenchef neben seinem kaum einer dachte, rückt heu-
men das Arbeiten in dieser Malermeister auch noch ein te immer mehr in den Vorder-
Jahreszeit nicht zu. (mam) Studium im Bereich Farbde- grund: die Ökologie. Das geht
sign und Gestaltung gemacht von umweltverträglicheren
Zwei Generatio- hat. Immer häufiger werde Farben bis zur Auswaschvor-
nen von Maler- man von den Kunden auf den richtung für Pinsel mit auto-
meistern: Theo Bereich Energie angespro- matischer Filterung. Misch-
Haase (links) und chen, auch hier würden sich computer, Streichmaschinen,
sein Sohn Dirk- mehr und mehr Kollegen wei- Auswaschanlagen: Das klingt
Theodor Haase terbilden. „Generell ist die beinahe, als ob „Handwerk“
vom gleichnami- Themenpalette in unserem im Wortsinn heute weniger
gen Frankenber- Beruf heute viel breiter als da- eine Rolle spiele. Dieses sei
ger Traditionsbe- mals “, sagt Dirk-Theodor Haa- aber nach wie vor wichtig, be-
trieb. Foto: Müller se. Und oftmals ist der Maler tont Dirk-Theodor Haase. Die
dabei auch noch Feuerwehr- alten Techniken würden im-
mann, berichtet er. In einer mer noch – und teils wieder
Zeit, in der Baumärkte oft stärker als in Jahren zuvor –
zum Stadtbild gehören, pro- eine Rolle spielen. „Die geben
bieren es die Menschen beim wir im Unternehmen immer
Streichen häufiger erst einmal noch weiter.“ (mam)

Der Baunataler Diakonie Kassel e.V. ist ein kirch-


lich-diakonisches Unternehmen mit eigenen Ein-
richtungen und verschiedenen Beteiligungen in den
Bereichen der Behindertenhilfe, Altenhilfe und
Suchthilfe. Im Bereich Behindertenhilfe unterhält der Verein an über 70
Standorten Wohneinrichtungen und anerkannte Werkstätten für Men-
schen mit Behinderung sowie Integrationsfirmen nach § 132 SGB IX in
Stadt und Landkreis Kassel sowie im Schwalm-Eder-Kreis. Im Bereich
Wohnen werden momentan über 750 Menschen mit Behinderung betreut.
In den Werkstätten werden zurzeit über 1350 geistig, seelisch und mehrfach
behinderte Menschen mit dem Ziel betreut, sie in das gesellschaftliche und
berufliche Leben einzugliedern. In den Integrationsbetrieben ermöglichen
wir über 200 behinderten und nicht behinderten Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeitern die Teilhabe an Arbeit.
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Die Diakonischen Hausgemeinschaften Kassel


gGmbH – kurz DiHaKa – bieten 40 pflegebedürftigen
Menschen mit Demenz Lebensräume und Heimat
außerhalb der traditionellen Strukturen von Alten- und Pflegeheimen. In den
Hausgemeinschaften wird eine fürsorgliche Atmosphäre geschaffen. Mittel-
punkt ist die Wohnküche, in der mit Unterstützung des Pflegepersonals
gekocht, gegessen, geredet, gelacht – kurz: gelebt wird. Eigene Zimmer
schaffen Rückzugsmöglichkeiten, gleichwohl gibt es eine Tagesstruktur, die
von den Menschen als angenehm empfunden wird. www.dihaka.de
1959 50 Jahre HNA – Bürgermeisteramt 2009

Ein Ehrenjob für wenig Lohn


Heinrich Rudolph erinnert sich an die Zeit vor 50 Jahren als Chef der Gemeinde Grifte
Heinrich Rudolph
Am 4. Juni 1922 erblickt Hein-
rich Rudolph in Grifte das Licht
der Welt. Dort geht er zur Schu-
le, lernt Kaufmann und wechselt
1946 als Angestellter zur Kreis-
VON BRIGITTE germeisterwahl vorbei. Doch
verwaltung nach Fritzlar. Ein Jahr
MÜLLER-NEUMANN von der Aufwandsentschädi-
danach folgt er dem Ruf seiner
gung allein kann die Familie
Heimatgemeinde wird Mitarbei-
1959: Heinrich Rudolph wird nicht leben. Immerhin sind
ter von Bürgermeister Jakob Sie-
in diesem Jahr 37 Jahre alt und neben der Ehefrau auch die
bert. Ab dem 23. Mai 1952 ist
ist schon seit dem 23. Mai bis dahin schon sieben Kinder
Rudolph Bürgermeister von Grif-
1952 Bürgermeister der 1600- zu ernähren. Das Kindergeld
te, später von Edermünde, bis er
Seelen-Gemeinde Grifte. Der hilft der jungen Familie über
sich im Alter von 62 Jahren aus
Nachbarort von Guxhagen die Runden.
gesundheitlichen Gründen zu-
(Kreis Melsungen) liegt im
Ein besonderes Jahr rückzieht. Seine erste Frau
Kreis Fritzlar-Homberg.
schenkt ihm acht Kinder, von de-
Das zwölfköpfige Parla- Für Rudolph war 1959 ein
nen noch sieben Leben. Mit sei-
ment hat Heinrich Rudolph, besonderes Jahr: Noch gut er-
ner zweiten Frau, die die Halb-
den die meisten als Henner innert sich der rüstige Senior
waisen aufzieht, hat er noch eine
kennen, schon zum zweiten an die Einweihung des groß-
Tochter.
Mal zum Bürgermeister be- zügigen Dorfgemeinschafts-
Auszeichnungen unter ande-
stimmt, als ehrenamtlichen. hauses mit Bücherei, Küche,
rem: Bundesverdienstkreuz und
Hauptamtlicher Bürgermeis- Hausmeisterwohnung,
Landes-Ehrenbrief. (bmn)
ter wird Rudolph erst 1960 Schwesternstation, Gemein-
und dann gleich für zwölf Jah- schaftswasch- und -bügelanla-
re. Ehrenamtlich, das heißt: Es
gibt nur eine Aufwandsent-
ge, Tiefgefrieranlage, Feuer-
wehrunterkunft und Kanalbau
schädigung.
Während andere Bürger-
meister in dieser Zeit einem
Schlauchtrockenturm.
240 000 Mark kostet das
Bauwerk gekostet, 143 000
M üssen heute alte Kanäle
saniert werden, geht es
1959 mit dem Bau erst richtig
Brotberuf nachgehen und sich Mark zahlt das Land, und Mi- los. Eine Kläranlage, die heute
nach Feierabend in einem nisterpräsident Georg-August Pflicht ist, gibt es noch nicht.
Zimmer ihres Hauses um die Zinn kommt zur Einweihung. Das in Hausklärgruben vorge-
Amtsgeschäfte kümmern, hat Er lobt per Brief den ein- Heinrich Rudolph: Er war von 1952 bis 1984 Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Grifte. Das reinigte Abwasser wird in Vor-
Rudolph zwar ein Rathaus, drucksvollen Festzug zur Ein- Dorf ist heute Ortsteil von Edermünde. fluter und dann in die Bäche
aber keinen Hauptberuf. Bis weihungsfeier. und Flüsse abgeleitet. Grifte,
zur ersten Wahl als Bürger- 1959 ist der Bürgermeister Kreises Fritzlar-Homberg. Das arbeitet heute eine Physiothe- beitet und für die Nachwelt das heute zu Edermünde ge-
meister war er als Angestellter Chef von vier Mitarbeitern im Verwaltungszentrum befindet rapeutin. aufbewahrt. Die Schreibma- hört, schließt sich später mit
der Gemeinde die rechte Hand Rathaus. Immerhin ist Grifte - sich seit der hessischen Ge- Weder 1959 noch 1974 wa- schine gehörte zum Alltag, Guxhagen und Baunatal-Her-
seines Vorgängers Jakob Sie- nach Wabern - die zweitgröß- bietsreform in Holzhausen. In ren Computer ein Thema: Al- auch um die Matritzen fürs tingshausen zu einem Abwas-
bert Damit ist nach der Bür- te Gemeinde des damaligen dem einstigen Grifter Rathaus les wurde in Papierform bear- Dorfblättchen zu tippen. serverband zusammen. (bmn)

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Das Haus der schönen Feste!
1959 50 Jahre HNA – Bürgermeisteramt 2009

Das Thema
Vor 50 Jahren und damit
vor der Gebietsreform in
Der Chef liest morgens E-Mails
Mario Gerhold ist hauptamtlicher Bürgermeister der kleinen Gemeinde Körle an der Fulda
Hessen waren die Kom-
munen selbstständig. Je- 2009: Mario Gerhold ist 39 teil“, sagt Gerhold nicht ohne
des Dorf hatte seinen Jahre alt. Als er 1999 erstmals Stolz. Nicht überall wird ein
von den Körlern direkt ge- solcher Bus so gut angenom-
Bürgermeister und sein wählt wurde, war er 29 Jahre men. Der Grund für die Ein-
eigenes Parlament. Die alt und beim Amtsantritt am richtung: Es gibt immer mehr
Städte und einige größe- 1. Februar 2000 der jüngste ältere Menschen auf den Dör-
re Dörfer verfügten über Bürgermeister im Kreisteil fern, die nicht Auto fahren
Melsungen. So jung und schon und für die die wenigen Bus-
ein Rathaus. Mit der Ge- Bürgermeister - das verbindet verbindungen keine Alternati-
bietsreform schlossen ihn mit Heinrich Rudolph. ve darstellen.
sich - bis 1971 freiwillig, Viel mehr auch nicht. Viele Jahre war der Verkehr
danach per Gesetz - Gerholds erste Arbeit, wenn mitten durchs Dorf ein Ärger-
er um 8 Uhr seinen Dienst be- nis. Erst mit dem Bau der Orts-
Kommunen zusammen. ginnt, ist: nach den neuen E- umgehung und der späteren
Den Unterschied zwi- Mails schauen und diese be- Umwandlung der B 83 in der
schen Aufgaben und Ver- antworten oder weiterleiten. Ortslage zur Gemeindestraße,
waltungsarbeit vor 50 Zwar geht es auch in der konnte die Verwaltung eines
modernen Verwaltung nicht erreichen: Der Schwerverkehr
Jahren und heute erläu- ohne Papier und nicht ohne bleibt weitgehend draußen.
tern wir am Beispiel Akten, doch Kollege Compu- Für die nächsten Jahre hofft
zweier Bürgermeister ter begleitet die Angestellten Gerhold auf die Dorferneue-
aus dem Schwalm-Eder- bei der täglichen Arbeit. Auch rung. Seit diesem Jahr ist Kör-
die Homepage der Gemeinde le im Landesprogramm, so wie
Kreis. Auf der linken Seite will stets aktualisiert sein. schon einmal Mitte der 80er-
Altbürgermeister Hein- Als Gerhold 1986 unter Bür- Jahre. „Die ersten Hausbesit-
rich Rudolph, auf dieser germeister Fritz Ochs seine zer haben schon Interesse be-
Seite Mario Gerhold. Verwaltungsausbildung be- kundet.“
gann, waren Computer noch Wie in allen Kommunen
kein Thema. Heute sind sie fließt viel Geld in die Sanie-
  nicht mehr wegzudenken. rung der alten Kanäle - nicht
  Körle mit seinen knapp nur in solche, die vor 50 und
  

  
 3000 Einwohnern verfügt noch mehr Jahren gelegt wur-
über Grundschule und einen Mario Gerhold: Er ist seit Februar 2000 Bürgermeister der kleinen Fuldagemeinde Körle mit seinen den. (bmn)
 gemeindeeigenen Kindergar- drei Ortsteilen. Der Laptop steht immer griffbereit. Fotos: Müller-Neumann

 ten mit einer festen Waldkin-


 
 dergarten-Gruppe. 25 Prozent im Dorf erhalten bleibt. Körle ren, und 2003 erhielt Körle da- über seine Idee und fügt an: Mario Gerhold
  der Kindergartengebühren attraktiv zu machen auch für für den Deutschen Solarpreis. „Die Resonanz ist zufrieden-


  zweigt die Gemeinde zur Qua- Neubürger gehört dazu. Für viele Bewohner des stellend.“ Mario Gerhold wurde am 10.
  litätsverbesserung ab. Die El- Dorfkerns besteht die Mög- Bestens bewährt hat sich in März 1970 geboren - wie die

 tern zahlen nicht weniger, be- Solarpreis lichkeit, die eigene Heizung den neun Jahren seit seiner meisten Kinder in Kassel - , doch

 kommen aber mehr fürs Geld. Die kleine Gemeinde wirbt abzuschalten und sich der ört- ersten Fahrt der Körler Bürger- er ist ein echter Körler. Von den
 
 Die Entwicklung der Dorf- mit Bauland im Baugebiet lichen Nahwärmeversorgung bus. Am Steuer Ehrenamtli- Körlern wird er zweimal direkt
   mitte zählt für den jungen „Auf dem Hollunder“. Dort anzuschließen. Dafür interes- che, auf den Sitzen zumeist gewählt. Die zweite Amtszeit en-
 Bürgermeister zu den wichti- werden die Häuser von einer sieren sich bis jetzt die Eigen- Senioren, die sich für 50 Cent det am 31. Januar 2012. Gerhold
  gen Aufgaben. Vor Jahren zentralen Holzhackschnitzel- tümer von etwa 40 Gebäuden zum Arzt oder zum Einkaufen ist verheiratet und hat zwei Mäd-

 
machte er sich stark, damit heizung mit Wärme versorgt. mit 80 bis 100 Wohn- und Ge- kutschieren lassen. „Es war chen, elf und vier Jahre alt.


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1959 50 Jahre HNA – Landwirtschaft 2009

Das Thema
Die Landwirtschaft hat
sich gewandelt: Früher
mussten die Bauern die
Ernte von Hand auf Wa-
gen hieven, die von Tie-
ren gezogen wurden.
Heute erledigen riesige
Maschinen die schwere
Arbeit. Die Technik ist
auch im Stall angekom-
men: Es gibt Melkroboter
und Futtercomputer. Mit Tracht
Zwei Schwälmerinnen in Tracht bei der Heuernte.
Foto: Sammlung U.Schmidt

Mit der
Gabel
Vor 50 Jahren half der
Lehrer Walter Schnorr
aus Sebbeterode
(Schwalm-Eder-Kreis)
bei der Heuernte.
Foto: Sammlung A.Otto

Mit großem Hunger


Frühstück bei der Ernte: Das Bild entstand bei der Heuernte in Seigertshausen (Schwalm-Eder-
Kreis) – aber nicht 1959, sondern 1983. Da feierte die Trachtengruppe Seigertshausen ihr 25-
Mit Händen jähriges Bestehen. Fürs Foto posierten Wilhelm Riebeling, Anna Katharina Fenner, Annels
Luckhard, Maria Schmerer und Else Wagner (von links). Foto: Sammlung Museum der Schwalm,
Auf Knien wurden einst die Kartoffeln bei Treysa geerntet.
Foto: Sammlung U.Schmidt

Mit Mit
Pferden Bulldog
Zwei Kaltblüter zo- Stolz waren die
gen die Sähmaschi- Bauern, die vor 50
ne. Dieser Bauer Jahren die Äcker
zählte nicht zu den mit einem Bulldog
ärmeren, da er mit bestellen konn-
Pferden arbeitete. ten.
Foto: Sammlung U.Schmidt Foto: Sammlung U.Schmitt

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1959 50 Jahre HNA – Landwirtschaft 2009

Arbeit liegt vor der Haustür



       
 

 

Helwig und Milli Happel aus Ransbach sind seit 50 Jahren Landwirte
 
 VON CLAUDIA THEIß Heute steht bei den Happels Trotz der vielen Arbeit ging 

ein Computer im Stall, der es früher doch etwas beschau-
  RANSBACH. Die Happels aus den 1000 Mastschweinen Fut- licher zu, sagt Helwig Happel. 
Ransbach sind Bauern. Das ist ter mischt. Früher mussten In jungen Jahren nahm er sich  
  schon seit 144 Jahren so, seit die 20 Milchkühe noch mit zwischen der Heu- und der
   es den Hof in der Schwalm der Hand gemolken und ge- Kornernte Zeit für den Sport:
gibt. Helwig Happel hatte den mistet werden. Das Futter Er ritt mit seiner braunen Hol- 
      Bauernhof in vierter Generati- wurde mit Karre und Gabel steiner-Stute Morgenröte von   
 ! "   $ "  " on von seinem Vater über- verteilt. Die Kühe gibt es jetzt Turnier zu Turnier und war er-   "
nommen. Das war 1959, also nicht mehr, dafür einen riesi- folgreich. Happel und Morgen-
vor 50 Jahren. Mittlerweile hat gen Schweinestall hinterm röte auf Platz eins beim Tur- 
# 
 
# 
Der Hof Happel er ihn an seinen Sohn weiter- Hof. nier in Neukirchen – das ge- !$"

geben. Seitdem Helwig Hap- Als Helwig Happel den Hof rahmte Foto hängt im Wohn- "
1959 2009 pel, 77, Bauer ist, hat sich in vor 50 Jahren übernommen zimmer der Happels und erin- "
der Landwirtschaft fast alles hatte, gab es zwar viel weniger nert den Landwirt an „diese 

  
Als Helwig Happel sen. im Jahr Der Hof hat sich vergrößert. Ge-
geändert: weniger körperliche Tiere, aber fast alles war Hand- schöne Zeit“. 
1959 den Hof von seinem Vater naue Zahlen will Landwirt Hel-
Arbeit, mehr Bürokram, mehr arbeit. Deshalb halfen Tage- Morgenröte war nicht nur
übernahm, bewirtschaftete er wig Happel jun. nicht nennen. Er
Technik. löhner, ein Knecht, ein Melker ein Pferd für Turniere, son-
40 Hektar. Zum Hof gehörten hat sich auf Schweinemast spe-
und eine Magd mit – und die dern auch für den Acker. 1960 besser. „Das lag am schlechte-
Kühe, Schweine, Pferde, Hühner, zialisiert: Im Stall stehen 1000
ganze Familie. war bei den Happels die Arbeit ren Saatgut“, sagt Happel,
Gänse, ein Hund und Katzen. Es Mastschweine. Auf dem Hof gibt
gab einen Knecht, eine Magd es zwei Katzen und drei Bienen- Seit 50 Jahren mit Ackerpferden jedoch vor- „und heute ist die Behandlung
Landwirte: Hel- bei. Sie wurden von dem Lanz- mit Pestiziden gezielter.“ Ein
und einen Melker. völker mit 60 000 Bienen. (ciß)
wig und Milli Bulldog, Baujahr 1951, abge- Problem gab’s aber damals
Happel aus Rans- löst. Gleichwohl wurden da- wie heute: die Preise. Happel:
bach vor ihrem
Ellerhäuser für alte Bauern Ellerhaus. Foto: Theiß
durch die Ernten nicht „Bei den Ferkeln haben wir
sehr schlechte Preise hinter

I
n der Schwalm gibt’s seit bach. Sie haben vor 18 Jahren uns.“ Und heute sieht es im-
Jahrhunderten soziale Ein- Haus und Hof an Sohn Helwig mer noch nicht rosig aus.
richtungen für alte Bau- übergeben und sind ins Eller-
ern: die Ellerhäuser. So wer- haus gezogen. Seit 1840 wurde
den die kleinen Fachwerkhäu- es fast durchgängig von der äl- „Zwischen früher
ser genannt, die am Rande der testen Generation auf dem und heute liegen für
Höfe stehen und als Alterssit- Bauernhof bewohnt. Damit ist die Bauern Welten.“
ze dienen. 1499 wurde ein El- das Happel’sche Ellerhaus ei- HELWIG HAPPEL, BAUER
lerhaus zum ersten Mal ur- nes der wenigen, das noch in
kundlich erwähnt: In einer Ur- der ursprünglichen Funktion
kunde des Klosters Spieskap- genutzt wird. Die meisten ste- Obwohl der Landwirt den
pel, in der ein Einwohner aus hen leer oder dienen als Ställe Hof an den Sohn übergeben
Wernswig (heute Stadtteil von und Lagerräume. hat, juckt es ihn bei schönem
Homberg) die Übergabe seines Der Vorteil der Ellerhäuser Wetter in den Fingern. Am
Gutes an den Sohn bezeugt. lag über Jahrhunderte auf der liebsten pflügt er Äcker, na-
Der Auszug der alten Hand: Jung und Alt wohnten türlich mit dem großen, mo-
Schwälmer Bauern steht an, in verschiedenen Häusern, dernen Trecker. Und er ist
wenn der Hof an die nächste waren aber in Rufweite. Und stolz, wenn er einen Blick
Generation übergeben wird. die alten Bauern machten sich über die Schulter wirft. Dann
So war das auch bei Helwig weiterhin auf dem Hof nütz- sieht er gepflügte Furchen –
und Milli Happel aus Rans- lich. (ciß) das, was er geleistet hat.

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Wirtschaftswunder kommt im Handwerk an


Viele Themen von damals sind auch heute aktuell
B
ereits im Jahr 1955 vollständigung wirtschaftlichen Entwick-
hatte die Handwerks- der Rationalisie- lung hemmte. Was also tun?
kammer Kassel ihr rung und der „Wir werden uns weiterhin
neues Gebäude bezogen. In technischen Mo- mit dieser Frage beschäfti-
den folgenden Jahren kam dernisierung, gen und dafür sorgen müs-
der Wirtschaftsaufschwung sondern auch sen, dass das Problem einer
dann auch im Handwerk an. die Notwendig- umfassenden Steuerreform
Im Frühjahr 1959 konsta- keit, Marktfor- nunmehr endgültig in An-
tierte Dr. Friedrich Schön- schung und griff genommen wird und
wandt, von 1945 bis 1960 Marktanalyse zu auf die Struktur der mittel-
Hauptgeschäftsführer der betreiben.“ Die ständischen gewerblichen
Kammer: „Das Ziel, An- Kammer hatte Wirtschaft Rücksicht ge-
schluss an die Konjunktur ihre Gewerbe- nommen wird.“ Sätze des
zu finden, ist erreicht.“ Die förderungsstel- damaligen Hauptgeschäft-
Auftragsbücher waren voll, len direkt in Kas- führers, die bis heute, vor al-
die Geschäfte liefen gut. Die sel sowie bei den lem angesichts der Finanz-
Hessische Allgemeine mel- Kreishandwerk- und Wirtschaftskrise nicht
dete am 30. April: „Nordhes- erschaften Fulda an Bedeutung verloren ha-
sens Handwerk ist zufrie- und Marburg an- ben.
den.“ gesiedelt. „Heu-
te berät ein „Wir müssen dafür
„Der Handwerks- Team aus sechs sorgen, dass eine um-
meister muss stärker betriebswirt-
schaftlichen und
fassenden Steuerre-
unternehmerische drei technischen form in Angriff ge-
Fähigkeiten entwi- Beratern sowie nommen wird.“
ckeln.“ einer Beraterin DR. FRIEDRICH
DR. FRIEDRICH für Gestaltung SCHÖNWANDT, 1959
SCHÖNWANDT, 1959 die Betriebe“,
sagt Peter Göbel, Mitten in der Kasseler Innenstadt: Direkt am Scheidemannplatz hatte die Handwerkskammer Kassel ihr neues 1959 und 2009, beide Jah-
Die Zahl der Handwerks- heute Hauptge- Kammergebäude errichtet, das sie 1955 bezog. Es ist bis heute Sitz der Sitz der Selbstverwaltung des Handwerks re sind gekennzeichnet
betriebe belief sich im Jahr schäftsführer und steht genau an dem Platz, wo auch das 1943 zerstörte Haus des Handwerks gestanden hatte. Foto: nh
durch einen Wechsel an der
1959 auf rund 22 000 mit der Kammer. Spitze der Handwerksorga-
durchschnittlich 4,85 Mitar- werden daher einer intensi- das Thema Nachwuchswer- Standardisierung und die Qua- nisation. Im Juni 1959 wähl-
beitern. Zwar brummte die Weniger Lehrlinge, ven Nachwuchswerbung in bung. Auch in diesem Jahr lität der beruflichen Bildung te die Vollversammlung
Handwerkskonjunktur, mehr Qualifizierung den kommenden Jahren unser können Handwerksbetriebe im Fokus. Dazu gehörte auch Stuckateurmeister August
dennoch zwang die Struk- Die Zeichen standen auf besonderes Interesse widmen ihre Ausbildungsplätze nicht der gezielte dezentrale Aufbau Olief zum Präsidenten. Sein
turbereinigung, die 1957 Wachstum, aber die Zahl der müssen“, konstatierte Schön- besetzen, weil die Bewerber handwerklicher Bildungsein- Vorgänger, Klempner und
und 1958 zum Verlust von Auszubildenden bereitete wandt. fehlen. Heute liegt der Grund richtungen im gesamten Kam- Installateurmeister Conrad
fast 1000 Handwerksbetrie- dem Handwerk Sorgen. Zwar allerdings eher in der demo- merbezirk. „So befinden sich Fleischer, seit 1945 im Amt,
ben geführt hatte, die Hand- absolvierten im Jahr 1959 „Das Nachwuchspro- grafischen Entwicklung“, so die Bildungszentren des Hand- stand aus gesundheitlichen
werksorganisation zum rund 13 000 junge Menschen blem macht uns ernste Göbel. „Die Handwerksorgani- werks bis heute beispielsweise Gründen nicht mehr zur
Handeln. Handwerklich gu- eine Lehre, dennoch verzeich- sation wird wie damals mit in Fulda, Bad Hersfeld, Kassel, Verfügung. Auch in diesem
te Arbeit reiche nicht mehr, nete die Kammer im Vorjah-
Sorge.“ verstärkter Nachwuchswer- Korbach, und Marburg“, resü- Juni wird die Vollversamm-
„der Handwerksmeister resvergleich ein Minus von DR. FRIEDRICH bung reagieren.“ miert Göbel. lung einen neuen Präsiden-
muss stärker unternehmeri- zehn Prozent. Die Analyse des SCHÖNWANDT, 1959 Ist in der Berufsbildung ten wählen. Glasermeister
sche Fähigkeiten entwi- Problems: „Das Nachwuchs- heute eher die schnelle Inte- Warten auf die Steuerreform Gerhard Repp, seit 1996 Prä-
ckeln“, resümierte Schön- problem macht uns ange- Heute erlernen im Kam- gration technischer und wirt- Ähnlich wie heute stellte sident der Kammer, hat die
wandt. sichts des starken Sogs, den merbezirk knapp 9000 junge schaftlicher Entwicklungen in die Kapitalausstattung im Jahr Altersgrenze erreicht und
„Dazu ist aber Vorrauset- die Großwirtschaft auf die Ju- Menschen einen Handwerks- die Aus- und Weiterbildung 1959 ein Problem dar, das Be- tritt nicht mehr zur Wahl
zung nicht allein die Ver- gend ausübt, ernste Sorge. Wir beruf. „Aktuell wie 1959 ist Thema, standen damals die triebe nicht selten in ihrer an. (nh)
1959 50 Jahre HNA – Tourismus in Willingen 2009

Große Gefahr, dass


der Ort ausstirbt
Der touristische Boom war lange Zeit nicht absehbar
zenden des Heimat- und Ge- vorhandenen Höfe und Pen-
Das Thema schichstvereines und gilt als
wandelndes Lexikon. Bis da-
sionen wurden zur Beherber-
gung von Kriegsflüchtlingen
Der upländische Ort Wil- hin galt Willingen als aüßerst genutzt. Auch der Sport fun-
arm, lange Zeit gierte als Werbeträger, schon
lingen lebt wie keine an- drohte der Ort damals waren das Skispringen
dere Gemeinde im Ver- sogar auszu- und der Wintersport auf den
breitungsgebiet der HNA sterben. Hängen rund um den Ettels-
vom Tourismus. Wir wer- Nachdem berg ein Anziehungsfaktor.
die Menschen Dazu kamen weitere Fakto-
fen einen Blick in die tou- früher vom ren wie der Bau einer Kurver-
ristische Entwicklung Handel und waltung, Ausbau der Bahnver-
von 1959 bis 2009. vom Abbau Jost bindungen und Erfolge der
von Erz und Bangert Skispringer, die dafür sorgten,
Holzkohle leb- dass Willingen und der Touris-
ten, begann die rasante touris- mus untrennbar miteinander
WILLINGEN. Die Anfänge der tische Entwicklung mit der verknüpft wurden. Eines der
touristischen Entwicklung la- Weltmissionskonferenz 1952, ersten drei Hotels war bereits
gen zu Beginn des 20. Jahrhun- die Willingen bekannt mach- 1959 der Waldecker Hof. (uli)
derts, sagt Jost Bangert. Der te: „Überall wurde dann ge- Fortsetzung auf Damals fast luxuriös: Das „Hochzeitszimmer“ im Waldecker Hof Ende der 50er Jahre. Dort stieg sei-
74-Jährige ist einer der Vorsit- baut“, sagt Bangert. Die bisher der nächsten Seite nerzeit auch der Bundespräsident Gustav Heinemann ab. Foto: privat/nh

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1959 50 Jahre HNA – Tourismus in Willingen 2009

Klein, aber oho


Willingen sorgt für 20 Prozent der Übernachtungen in der Region
VON NICOLAI ULBRICH pazitäten in Nordhessen. Da- das Bike-Festival, der Deut-
her ist die upländische Ge- sche Wandertag 2009 und das
WILLINGEN. Im Jahr 2009 ge- meinde in der gesamten Sauerland Open-Air-Konzert.
hört die Gemeinde Willingen Struktur auf den Tourismus Neben der Erweiterung der
mit rund 300 000 Gästen pro ausgerichtet. touristischen Infrastruktur
Jahr, die für 1,2 Millionen Das hohe Aufkommen an durch Neubau des Kurzen-
Übernachtungen sorgen, zu Übernachtungs- und Tagesgäs- trums und Bahnhof sollen An-
den größten Fremdenver- ten, die das vielfältige touristi- gebote wie Kindergärten,
kehrsorten in Deutschland. In sche Angebot Willingens nut- Schulen, Vereine und Freizeit-
der Region Nordhessen gibt es zen, wirkt sich auf die heimi- möglichkeiten weiter ausge-
50 000 Gästebetten - allein sche Wirtschaft, aber auch auf baut werden, so Trachte.
Willingen verzeichnet eine die Wirtschaft in der Region
Kapazität von 10 000 Gästebet- aus. Durch die gute Infrastruk-
ten, die sich auf rund 480 Ein- tur gelang es der Gemeinde, Zuschauermagnet: Das
zelbetriebe verteilen, sagt Bür- neben dem bekannten Welt- Weltcup-Skispringen zieht
germeister Thomas Trachte. cup-Skispringen weitere hoch- jährlich bis zu 50 000 Zu-
Damit stellt Willingen 20 karätige Veranstaltungen ins schauer an die Mühlen-
Prozent der Übernachtungska- Upland zu holen. Dazu zählen kopfschanze. Foto: Ulbrich

Zahlen zur Gemeinde Willingen


Der Ort an der Grenze zu neben Deutschen stellen die
Das älteste und das größte Hotel
Nordrhein-Westfalen ist seit Niederländer. 300 Kilometer Der Waldecker Hof glänzt durch Kontinuität, der Sauerland Stern durch seine Dimensionen
1957 Heilklimatischer Kurort. Wanderwege, 34 Strecken für

D
In der Gemeinde leben 6376 Mountain-Biker auf 1700 Kilo- er Waldecker Hof ist ei- Deutschlands seinesgleichen nem Tagungs-Atelier sind in Das Hotel beschäftigt derzeit
Einwohner - hauptsächlich metern Länge und 85 Kilome- nes der ältesten Hotels sucht. Zwei Präsidentensui- unmittelbarer Nähe der Müh- 165 feste Mitarbeiter, darüber
vom Tourismus. Es stehen ter präparierte Pisten für Ski- in Willingen. Bereits ten, 13 Suiten, 510 moderne lenkopfschanze mehrere hinaus zahlreiche Teilzeitkräf-
10 500 Betten für Gäste zur fahrer sind besondere Anzie- seit 1908 steht das Traditions- Hotelapartments, Restaurants Gruppen- und Konferenzräu- te. Regelmäßig werden 30 jun-
Verfügung, den Hauptanteil hungspunkte für die Gäste. haus. Das Familienunterneh- und Bars in unterschiedli- me vorhanden. ge Leute ausgebildet.
men von Nicole und Dirk Wer- chem Ambiente und
ner entwickelte sich im Lauf 500 Parkplätze stehen
HINTERGRUND der Jahrzehnte zu einer der zur Verfügung. 35
ersten Adressen vor Ort. Konferenzräume und
Die Investitionen in den Tourismus 36 Doppelzimmer stehen Gruppenräume bis 200
Die wichtigsten Investitionen Seilbahn-Treff und die Instal- zur Verfügung, Prunkstück ist Personen, vier Kon-
der Gemeinde Willingen: lation Flutlicht am Ettelsberg der neue Wellness-Bereich, in gresszentren für bis zu
• Umbau und Erneuerung folgen in 2009. dem ein sechsstelliger Betrag 1800 Personen und
Freibad Usseln, 800 000 Euro • Umbau Kurgartenhalle, investiert wurde. Momentan 5000 Quadratmeter
(mit Fördergeld), Fertigstel- 80 000 Euro, Fertigstellung beschäftigen die Betreiber 14 Ausstellungsfläche
lung 2005. 2008. Mitarbeiter, darunter ein Aus- können bei Bedarf ge-
• Modernisierung Viess- • Neubau Bahnhof, 1,4 zubildender. nutzt werden.
mann Winterpark Willingen Millionen Euro, (mit Förder- Während einige Traditions-
(Kabinenseilbahn, Beschnei- mitteln), im Bau, Fertigstel- häuser in Willingen bereits Exklusiver Gutshof
ungsanlagen, Umbau Siggis lung bis zum Deutschen seit Generationen bestehen, Für exklusive Anläs-
Hütte, Förderbänder), 18 Mil- Wandertag (19. - 24. August). begann die Erfolgsgeschichte se hat das Sauerland
lionen Euro der Gemeinde • Neubau Kurzentrum, 2,9 des größten Beherbergungsbe- Stern Hotel den „Guts-
(mit Fördermitteln) und pri- Millionen Euro (mit Förder- triebes, dem Sauerland Stern hof Itterbach“ - ein be-
vater Investoren, Fertigstel- mitteln), im Bau, Fertigstel- Hotel, im Dezember 1974. Das sonderer Rahmen für
lung 2008. Der Umbau des lung bis zum Wandertag. Hotel beeindruckt durch seine die Erfüllung höchster Die Gegenwart: Einer der modernen Wellness-Räume im Waldecker Hof
Größe, die in der Mitte Ansprüche. Neben ei- lädt die Gäste zum Entspannen ein. Foto: Privat/nh

Damals wie heute:


Ein neues Gesicht für das Klinikum
Über das Startsignal „zu einem fließend Wasser und einen
der größten Projekte der dies- Telefonanschluss.
jährigen städtischen Bausai- In den folgenden Jahren wur-
son“ berichtete die Hessische den etliche Gebäude neu errich-
Allgemeine im Oktober 1959: tet, erweitert oder umgebaut.
Die Schaffung des Bettenhauses
der Inneren Abteilung mit 200 Heutzutage erschwert jedoch
Betten und Räumen für die die Verteilung der Kliniken und
Krankenhaus-Apotheke. Kosten Institute auf 16 Gebäude die in-
für das Gesamtprojekt Innere terdisziplinäre Behandlung der
Abteilung: sieben Millionen Patienten sowie effiziente Ar-
DM. beitsabläufe. Um weiter eine
medizinische Versorgung auf
Wenige Tage später fand ein an- höchstem Niveau bieten und
deres Bauprojekt seinen Ab- gleichzeitig wirtschaftlich ar-
schluss: „Das „dritte Schwes- beiten zu können, wird daher
ternhaus im Gelände des Stadt- seit Ende 2007 wieder ein Groß-
krankenhauses Möncheberg – projekt am Klinikum Kassel
eine der modernsten Anlagen umgesetzt. Es entsteht ein zen-
der Bundesrepublik – wurde fei- traler Neubau für das einzige Zur Gesundheit Nordhessen gehören das Klinikum Kassel mit
erlich eingeweiht. Zusammen Krankenhaus der Maximalver- dem Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und dem Zentrum für
mit den Neubauten der Chirur- sorgung in Nordhessen, in dem medizinische Versorgung, die Kreiskliniken Kassel in Hofgeismar,
gie, der im Bau befindlichen In- unter anderem die gesamte
Helmarshausen und Wolfhagen, das Krankenhaus Bad Arolsen, das
neren Abteilung und der Kin- Aufnahme und Diagnostik ge-
derklinik wird dieses Gebäude bündelt wird. Direkt angebun- Reha-Zentrum mit den Standorten Klinikum Kassel und Gesund-
auf der Stadthöhe dem gesam- den wird das neue Frau-, Mut- heitszentrum Kassel-Wilhelmshöhe, die Seniorenwohnanlagen
ten Komplex einen besonderen ter-, Kindzentrum. Für über 150 Lindenberg und Fasanenhof, der ambulante Pflegedienst SWA
Akzent geben.“ Jede Schwester Millionen Euro erhält das Klini- aktiv und die Servicegesellschaft ökomed.
bekam ihr eigenes Zimmer – kum, das inzwischen Teil der
1959 durchaus keine Selbstver- Gesundheit Nordhessen Hol-
ständlichkeit. Wie die Hessi- ding ist, nach einem halben Der Gesundheitsdienstleister für die Region
sche Allgemeine weiter berich- Jahrhundert erneut ein völlig www.gesundheit-nordhessen.de
tete, hatte jedes Zimmer neues Gesicht.
Die Servicebüros gratulieren!

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Wir bedanken uns für die vertrauensvolle Partnerschaft


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1959 50 Jahre HNA – Erinnerungen 2009

Brennholz für Kartoffelschalen


Die ganz persönlichen Erinnerungen eines damals Vierjährigen an das Jahr 1959
zen Seppelhose - die war äu-
Das Thema ßerst praktisch, weil unzer-
störbar - und die Taschen wur-
Das Telefon hatte eine den penibel gewendet und
entleert. Ein stattlicher Sand-
Wählscheibe, ein Pferde- haufen war jedesmal das Er-
fuhrwerk lieferte regel- gebnis.
mäßig Brennholz und die Penibel sauber
Miete betrug 63 Mark -
Meine Mutter war Hausfrau
1959 war fast alles an- und achtete penibel darauf,
ders als heute. dass es in der Wohnung sau-
ber war. Sie war stolz auf die
zwei Zimmer, Küche, Bad und
VON FRANK THONICKE Balkon im Süden West-Ber-
lins. Wir waren aus einer Ein-

D
as Jahr 1959. Die Ame- Zimmer-Altbauwohung mit
rikaner schossen zwei Zink-Badewanne hinterm Kü-
Affen in den Weltraum chen-Vorhang in Neukölln un-
und die Russen konterten mit mittelbar am Flughafen Tem-
der ersten Landung einer pelhof nach Britz gezogen --
Raumsonde auf dem Mond. In eine unglaubliche Verbesse-
der Schweiz wurde die Einfüh- rung. Herausgeputzt: Autor Frank Thonicke vor genau 50 Jahren beim
rung des Frauenwahlrechts Die neue Wohnung hatte ei- professionellen Fototermin im Studio (links) und mit neuer Hose
abgelehnt - an der Volksab- nen Ofen in der Wand zwi- und messerscharfer Bügelfalte beim sonntäglichen Besuch im
Berliner Zoo (oben).
stimmung durften nur Män- schen den beiden Zimmern -
ner teilnehmen. so heizte er fast die ganze
Das alles interessierte mich Wohnung. Befeuert wurde er alte Brenner-Straße nach Cat- Klein und natürlich schwarz-
in meiner kleinen Welt nicht. mit Koks, genauer gesagt mit tolica). weiß, aber in der Nachbar-
Auch nicht, dass in meiner der Sorte „Brech 3“. Das war Wir hatten ein weißes Tele- schaft eine Sensation. Das Mo-
Heimatstadt Berlin die erste sozusagen Abfall, und mein fon mit Wählscheibe und ei- dell „Saba Schauinsland“ sorg-
Stadtautobahn der Welt einge- Vater, der damals als Feinme- nen Kühlschrank, der mit Gas te unter anderem dafür, dass
weiht wurde - sogar mit einem chaniker 48 Stunden in der und es war billig. Dass wir spä- schalen gegen Brennholz tau- betrieben wurde. Beim Wä- wir oft Besuch hatten - alle ka-
Tunnel unter dem KuDamm. Woche arbeitete, lief mit ei- ter sogar mal in den Wiener- schen - der Mann, der irgend- schewaschen ging es zünftig men, um Fernsehen zu gu-
Ich war damals vier Jahre nem kleinen Holzwagen im wald gingen zum Hähnchen- wo ein Stück Wald haben zu: Die kam in einen extra cken.
alt und wohnte mit meinen El- Schlepp bis nach Mariendorf, Essen war damals noch nicht musste, versorgte wohl so sein Waschtopf, wurde gekocht, Meine Lieblingssendung
tern in Berlin-Britz, was noch um diesen Koks in einem abzusehen. Vieh. ausgespült und in einer hand- war damals eine Werbung des
heute ein ziemlicher Heile- Kraftwerk direkt zu holen. Was die Ausstattung unse- betriebenen Schleuder des Versandhauses Witt in Wei-
Welt-Vorort im problemati- Dort war er billiger - schließ- Kostgeld rer Wohnung anging, durften Versandhauses Quelle ausge- den. Die hatten so einen komi-
schen Neukölln ist. Wichtig - lich kostete die Wohnung 63 Nein, es wurde zu Hause ge- wir uns wohl zum aufstreben- wrungen. schen Vogel mit langem
und ärgerlich - war für mich Mark und 80 Pfennig Kaltmie- kocht. Mit 35 Mark Kostgeld in den Mittelstand zählen - Vater Schnabel als Symbol, der fort-
damals ein tägliches Ritual. te im Monat. der Woche, die meine Mutter schuftete dafür, indem er Stuhl und Tisch während plärrte: „Kiewitt, Kie-
Wenn ich aus der Buddelkiste Schmalhans war oft Kü- von Vater zugeteilt bekam. Da samstags Überstunden mach- Mein Reich in der Wohnung witt, Witt Weiden“.
“nach oben“ in die kleine chenmeister - obwohl, eigent- durften auch die Kartoffel- te. Das Geld floss dann auch in war eine kleine Ecke im Was das für Witt in Weiden
Zwei-Zimmer-Wohnung im lich ging es uns gut. Bouletten schalen nicht umkommen. Re- einen Bus-Urlaub im Fichtelge- Wohnzimmer. Mit Holztisch werbemäßig brachte, interes-
ersten Stock des ockerfarbe- mit Kartoffelsalat waren ein gelmäßig parkte vor dem birge (Das erste Auto - ein wei- und Holzstuhl. Da spielte ich sierte mich damals genauso
nen Mietshauses kam, musste Festessen, manchmal gab es Haus ein Pferdefuhrwerk, des- ßer VW Käfer-Export mit ame- oder guckte Bilderbücher an - wenig wie die US-Affen im
ich in eine Art Besenkammer. Klopse (ich mochte sogar die sen Kutscher lauthals schrie: rikanischen Stoßstangen - gab und manchmal durfte ich Weltraum - ich amüsierte
Dort wurde ich entsandet. Die Kapern) und leider oft Eintopf. „Brennholz für Kartoffelscha- es erst zwei Jahre später. Mit auch fernsehen. Ja, wir hatten mich aber köstlich über den
Umschläge der ledernen, kur- Mein Vater aß gerne Suppen, len“. Man konte also Kartoffel- dem fuhren wir dann über die damals schon ein TV-Gerät. Versandhaus-Vogel.

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1959 50 Jahre HNA – Der 1. Schultag 2009

Das Thema
Das Jahr 1959 war nicht
nur für die Hessischen
Nachrichten ein bedeu-
tendes Jahr. Viele unse-
rer Leser wurden vor 50
Jahren eingeschult. Stol-
ze Kinder, Eltern und
Großeltern schickten
uns Fotos vom diesem
wichtigen Tag. Eine klei-
ne Auswahl sehen Sie auf
dieser Seite.

Doris von Kiedrowski hatte


ihren ersten Schultag am 9.
April 1959. Sie besuchte die
Schule am Wall in Kassel. Be-
gleitet wurde sie an diesem
wichtigen Tag von ihrer Mut- Anita Wahl ist in Gilsa eingeschult worden. Sie kann
ter Helma und ihrer Groß- sich noch heute an die strengen Regeln erinnern. Bei April 1959: Irmtraud Stuhlmann (geb. Reinhardt)
mutter Anna Schwalm. Unaufmerksamkeit gab es schon mal eine Ohrfeige. wird in die Hupfeldschule in Kassel eingeschult.

Herzlichen Glückwunsch
125 Jahre Frölich
zum Fünfzigsten! Georg Frölich gründete 1883 einen Fuhrbetrieb in Hessisch Lichtenau.
Das war die Geburtsstunde der Firma Frölich. Die rasche Entwicklung in
Industrie und Technik ermöglichte schon bald das Ersetzen der anfäng-
lichen Pferdefuhrwerke durch Kraftfahrzeuge. So wurde zunächst die
Transportbranche revolutioniert und erheblich leistungsfähiger gemacht.
Vielen Dank Gleichzeitig konnte man auch wesentlich längere Strecken in kürzerer Zeit
zurücklegen. Das erweckte natürlich auch die Lust am Reisen.

für 50 Jahre Engagement Ludwig Frölich, der den Betrieb vom Vater übernahm,
erkannte diesen Markt und wurde durch die Anschaffung des
ersten Reisebusses im Jahr 1936 zu einem Pionier der Reise-

für die Region.


branche. Weder die vergleichsweise geringe Geschwindig-
keit, noch die spartanische Ausstattung der Busse waren für
die von Neugier getriebenen Menschen ein Problem. Der
Boom war unaufhaltsam und der Grundstein für die Touris-
musindustrie gelegt. Frölichbusse waren also von Anfang an
dabei, wenn es galt, Reise und Ausflugsziele zu entdecken und salonfähig zu machen.
Fritz Frölich, aus der nächsten Generation, blieb dem Gewerbe auch
treu. Unter seiner Führung kam das Unternehmen richtig auf Touren und
mit tatkräftiger Unterstützung seiner Ehefrau Emmi, die immer noch als
gute Seele des Betriebes bei den Kunden bekannt ist, und der nötigen
Portion Glück des Tüchtigen, baute er die Firma zum größten mittel-
ständischen Busunternehmen Nordhessens und einem wichtigen Arbeit-
geber der Region aus.
Bernd Frölich leitet heute in vierter Generation das Unternehmen und hat
es weiter zu einem modernen und leistungsfähigen Busbetrieb ausgebaut. Die kom-
menden Jahre bergen viele neue Herausforderungen, doch die Geschichte der
Firma Frölich verpflichtet zu der Tradition, immer neue Wege und Lösungen zu
finden, um ihren Kunden Qualität, Sicherheit und Freude am Reisen zu bieten.
Reisen ist heute die populärste Form von Glück,
denn Träume und Sehnsüchte bringen die Menschen auf den Weg !

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1959 50 Jahre HNA – Stadtansichten Kassel 2009

Aus demselben Blickwinkel


Wie sahen markante Ecken der Stadt Kassel 1959 aus? Wie sehen wir sie heute? Eine fotografische Gegenüberstellung

Hier kam man an: Der Hauptbahnhof war 1959 einer der zentra- Vom Haupt- zum KulturBahnhof: Seit dem 10. Dezember 2008 heißt der Platz vor dem Bahnhof in Er-
len Orte der Stadt. Der Straßenbahnverkehr verlief oberirdisch. innerung an den langjährigen Verleger der HNA, Kulturmäzen und sozial engagierten Unternehmer
Das Thema Von einer Unterführung war noch nicht die Rede. Foto: Stadtmuseum „Rainer-Dierichs-Platz“. Straßenbahnen fahren hier nicht mehr, nur Regio-Trams und Busse. Foto: Herzog

W
Ein gutes Foto erzählt im er Ende der 50-er ße) und das modernste Ver- Wir haben Fotos von mar- grund weitgehend unverän- ICE-Bahnhofs Wilhelmshöhe
Idealfall eine ganze Ge- Jahre in Kassel kehrskreuz (Altmarkt) in der kanten Ecken der Stadt aus dert scheint - sogar die Uhr ist wurde der Hauptbahnhof zum
schichte. Die Geschich- wohnte, empfand noch jungen Bundesrepublik. dem Jahr 1959 gesucht, gefun- gleich geblieben, liegen zwi- Regionalbahnhof aber auch zu
diese Zeit als eine ganz beson- 1959 tauchte in einer Broschü- den und Ihnen Bilder aus der- schen den beiden Fotos auf einem Ort, an dem sich viele
ten in dieser Gegenüber- der Ära in der Geschichte der re des damaligen Kultur- und selben Perspektive, aufgenom- dieser Seite Welten. Zunächst Kulturschaffende ansiedelten.
stellung von Bildern aus Stadt. Nach der Zerstörung am Presseamtes auch erstmals der men in den vergangenen Ta- wurde die Straßenbahn zwi- Der Bahnhofskiosk wander-
1959 mit aktuellen Auf- Abend des 22. Oktobers 1943 Begriff „Kassel - die Stadt der gen, gegenüber gestellt. Man- schen Scheidemannplatz und te 30 Meter nach rechts, ver-
nahmen spielen sich und dem Beseitigen der Trüm- documenta“ auf. Sie fand in je- ches hat sich stark verändert, Ottostraße unter die Erde ver- schwand schließlich und wird
mer war der Wiederaufbau in nem Jahr vom 11. Juli bis 1. anderes weniger. Aber immer legt. Seit 1995 gibt es auch die- gerade in verkleinerter Form,
aber auch vor dem geisti- vollem Gange. Es herrschte Oktober zum zweiten Mal im liegt eine interessante Ge- se Strecke nicht mehr. Heute aber ganz im Stil der 50-er Jah-
gen Auge in den Ereignis- Aufbruchstimmung in Kassel. Museum Fridericianum, der schichte zwischen den Bil- rollen unter dem Bahnhof nur re, wieder aufgebaut. (wd)
sen dazwischen ab. Man war stolz auf die erste Orangerie und dem Palais dern. Obwohl das Bahnhofsge- noch die Regiotrams. Fortsetzung auf den
Fußgängerzone (Treppenstra- Bellevue statt. bäude als Kulisse im Hinter- Mit der Inbetriebnahme des nächsten drei Seiten.

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1959 50 Jahre HNA – Stadtansichten Kassel 2009

Aus demselben Blickwinkel: 1959 / 2009

Mit 46 Metern Höhe seinerzeit das höchste Gebäude in Kassel: „August-Rosterg-Haus, Kassel“ steht Die Straßen-Flucht ist geblieben, aber sonst hat sich viel verändert: Wenn man genau hinschaut, ent-
kurz und knapp auf der Rückseite dieser Postkarte aus dem Jahr 1959. Sie zeigt den Sitz der Winters- deckt man rechts oberhalb des zweiten Laternenmastes noch einen Teil des Rosterg-Hauses.Hier ist
hall AG an der Friedrich-Ebert-Straße kurz hinter der Stadthalle. Der ehemalige Generaldirektor des immer noch der Sitz von Wintershall. Der Zweig des Unternehmens, für den Rosterg arbeitete, heißt
Unternehmens, August Rosterg (1870 - 1945) hatte das Grundstück 1938 gekauft. Leihgabe: Stadtmuseum heute jedoch K+S AG und hat seinen Sitz in der Bertha-von-Suttner-Straße. Foto: Herzog

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Aus demselben Blickwinkel: 1959 / 2009

„Deutschlands modernstes Verkehrskreuz“ - so wurde die Kreuzung am Altmarkt 1959 in ei- Über der Erde hat sich viel verändert: An Stelle des Verwaltungsgebäudes der Polizei (linkes
ner Broschüre der Stadt Kassel genannt, weil sie dem unerschütterlichen Ideal der Verkehrs- Foto) steht heute das neue Finanzzentrum, das Anfang 2009 bezogen wurde. Der Fußgänger-
planer der 50er Jahre, der „autogerechten Stadt“ sehr nahe kam. Foto: Stadtmuseum verkehr vollzieht sich trotz vieler gegenläufiger Bestrebungen weiter unterirdisch. Foto: Herzog

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1959 50 Jahre HNA – Stadtansichten Kassel 2009

Aus demselben
Blickwinkel:
1959 / 2009
Allein dem Fußgänger vorbe- Eine der wenigen Konstanten:
halten und 1959 noch beispiel- Außer der Bepflanzung und
los in Deutschland: Die Trep- den Leuchtreklamen über den
penstraße wurde zwar schon Ladeneingängen hat sich in der
1953 als erste Fußgängerzone Treppenstraße über die Jahre
Deutschlands der Öffentlich- hinweg nicht viel geändert. Fil-
keit übergeben. Die Fertigstel- memacher, die heute einen
lung der zweigeschossigen, von Film drehen wollen, der in den
so genannten Kammbauten 50-er Jahren spielt, können hier
untergliederten Randbebau- auf eine kostengünstige Origi-
ung war jedoch erst 1959 been- nalkulisse zurückgreifen. Wäh-
det. In den Folgejahren flanier- rend der documenta X war die
ten dort auch Stars wie Gert Treppenstraße Teil der Kultur-
Fröbe, Walter Giller und Curd achse KulturBahnhof - Frideri-
Jürgens entlang. Archivfoto: nh cianum - Orangerie. Foto: Herzog

Blick durch die Oberste Gasse zur Martinskirche: 1943 wurde die Martinskirche durch Fliegerbom- Die kleine Kneipe in unserer Straße: Noch immer gibt es an der Ecke Oberste Gasse/Seidenes
ben stark beschädigt. Die markanten Türme - auf unserem Foto fehlen noch die Giebel - wurden in Strümpfchen ein Lokal. Ansonsten hat sich hinter den Kulissen viel verändert. Am markantesten in
den Jahren 1954 bis 1959 wieder errichtet. Leihgabe: Stadtmuseum der Ruine der Garnisonkirche, die heute ein italienisches Restaurant beherbergt. Foto: Herzog

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1959 50 Jahre HNA – Reisen 2009

Sehnsucht nach
Bella Italia
In den 50er-Jahren kommt der Tourismus dank des
Wirtschaftswunders ins Rollen – Italien war das Traumziel

Das Thema ner ins „Land, wo die Zitronen


blühen“. „Bella Italia“ war das
setzlichen Anspruch auf min-
destens zwölf Tage Urlaub im
Traumziel dieser Zeit. Man aß Jahr. Der Tourismus kam dank
Raus aus dem Alltag – Spaghetti oder Pizza, trank des Wirtschaftswunders ins
rein in den Urlaub: Ende Chianti aus Korbflaschen und Rollen und Ende der 50er-Jah-
der 50er-Jahre, als die empfand das Leben endlich re fuhr jeder dritte Deutsche
florierende Wirtschaft wieder als wunderbar leicht einmal im Jahr in Urlaub. Feri-
und unbeschwert. en fern der Heimat wurden
den meisten Menschen Damals reiste man entwe- zum Statussymbol. Doch auch
einen bescheidenen der auf eigene Faust mit dem wenn das Fernweh groß war,
Wohlstand bescherte, Motorroller oder dem ersten steuerten bis weit in die 60er-
erwachte bei immer eigenen Auto. Oder man Jahre deutsche Touristen vor-
schloss sich einer Reisegruppe rangig inländische Reiseziele
mehr Deutschen das an und genoss die Sicherheit an. Die Nord- und Ostseeküste,
Fernweh. Auch wenn die der Pauschalreise. Für viele das Sauerland und der Harz,
meisten noch Urlaub im ging damit ein lang gehegter Bayern und der Schwarzwald
eigenen Land machten, Traum in Erfüllung. waren die Ziele. Busunterneh-
men boten Fahrten auch für
lag das Traumziel auf der Hochzeitsreise nach Cattolica die, die sich noch kein eige-
anderen Seite der Alpen: „1959 hatten wir geheiratet nen Auto leisten konnten.
Wer es sich leisten konn- und konnten unsere Hoch- Und die Autobesitzer entde-
te, fuhr nach Italien. zeitsreise machen ins Land cken eine neue preiswerte Va-
der Sehnsucht – Italien“, be- riante des Urlaubs: Camping.
richtet Martha Blum aus
Schauenburg-Elgershausen. Mit Condor nach Teneriffa
VON JUTTA KNEISSLER „Das Alpina-Reisebüro in Kas- Aber auch diejenigen, die
sel füllte einen ganzen Son- sich die echten Fernziele

K
omm ein bisschen mit derzug und mit dem ging es schon leisten konnten, wur-
nach Italien, komm ein im September gen Cattolica den bedient. Im Jahr 1955
bisschen mit ans blaue an die Adria. Dort wurden wir gründeten fünf Unternehmen
Meer…“. So lauteten die ers- auf dem Bahnhof von einer die „Deutsche Flugdienste
ten Zeilen eines Gassenhauers Kapelle empfangen und mit GmbH“, aus der ein Jahr spä-
in den 50er-Jahren, mit dem Musik in die Unterkünfte ge- ter die Condor wurde. Erste
Catarina Valente dem Fern- bracht und am Abend gab es Charterflüge verlangen den
weh der Deutschen musikali- am Strand ein Konzert. ‚Mari- Reisenden allerdings nicht
sche Nahrung gab. na, Marina’ war der damals be- nur viel Geld, sondern auch
liebteste Schlager. 14 Tage jede Menge Kondition und Ge-
Über den Brenner Vollpension für einen heute duld ab. Auf dem Weg nach
Dank des Wirtschaftswun- unglaublich niedrigen Preis“, Teneriffa etwa mussten die
ders konnte man es sich leis- erzählt sie weiter. kleinen Propellermaschinen
ten, nicht nur vom sonnigen sechsmal zwischenlanden.
Süden zu träumen. Und so zo- Mindestens 12 Tage im Jahr Insgesamt 14 Stunden war Vor dem schiefen Trum von Pisa: Der Schnappschuss als Beweis, dass man tatsächlich dort war, durf-
gen die ersten abenteuerlusti- In den 50er-Jahren hatten man unterwegs, bis man das