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2013 Wahlkompass Umweltpolitik 19 Fragen Spitzen- politiker antworten
2013
Wahlkompass
Umweltpolitik
19
Fragen
Spitzen-
politiker
antworten

Inhalt

3

Editorial

4

Energiewende – Fokus Kohle

8

Energiewende – Fokus Erneuerbare Energien

12

Energiewende – Fokus Atomkraft

15

Klimaschutz und Arktis

18

Waldschutz

20

Meeresschutz

23

Verkehr

26

Landwirtschaft

19 Fragen Spitzen- politiker antworten
19
Fragen
Spitzen-
politiker
antworten
Waldschutz 20 Meeresschutz 23 Verkehr 26 Landwirtschaft 19 Fragen Spitzen- politiker antworten
        Liebe Wählerinnen und Wähler,     die Bundestagswahl 2013 steht bevor, und damit
        Liebe Wählerinnen und Wähler,     die Bundestagswahl 2013 steht bevor, und damit
  
  
Liebe Wählerinnen und Wähler,
die Bundestagswahl 2013 steht bevor, und damit stellt sich die Frage:
  
Wie halten es die Parteien mit der Umweltpolitik? Diese Frage ist drin­
gender geworden, denn die Umweltprobleme sind nicht kleiner geworden,
ja sie haben sich – etwa beim Klimawandel oder dem Artenverlust –
weiter zugespitzt. Obwohl wir immer genauere Daten über steigende
CO 2 ­Emissionen, die Überfischung der Meere oder die Folgen des
wachsenden Fleischkonsums erhalten, handeln wir im Alltag oft nicht
danach. Noch mehr gilt dies für unsere Politiker, die zwar gerne über
Nachhaltigkeit und Umweltschutz reden, aber in der Praxis häufig dage­
gen entscheiden. Ihre Entscheidungen aber haben Folgen für uns alle.

Auch vor dieser Wahl haben wir Spitzenpolitiker der großen Parteien zum Thema Umweltschutz befragt. Dabei geht es um die viel diskutierte Energiewende, aber ebenso um den Erhalt unserer Wälder, den Schutz der Meere und der Arktis sowie die Landwirtschaft als Haupttreiber des Artenverlustes.

Erstmals haben wir dieses Jahr auch Ihre persönlichen Fragen in unseren Wahlkompass aufgenommen: Unter den vielen Fragen an die Spitzenpolitiker, die wir über unsere Online­Umfrage erhielten, haben die Internet­Nutzer fünf „Bürgerfragen“ ausgewählt.

BÜRGER ! FRAGE
BÜRGER !
FRAGE

Machen Sie sich mit unserem Wahlkompass ein Bild, wie ernst es die großen Parteien mit dem Umweltschutz meinen.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

meinen. Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen Brigitte Behrens Geschäftsführerin Greenpeace Deutschland

Brigitte Behrens Geschäftsführerin Greenpeace Deutschland e.V.

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Fokus Kohle

Kohle ruiniert das Klima. Kein anderer Energieträger trägt so stark zum Klimawandel bei. Aber die Kohle schadet auch der Gesundheit: Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub verursa­ chen Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs und Herzinfarkte. Allein in Deutschland sterben jährlich über 3.000 Menschen durch Kohlekraftwerke.

Der Abbau der Braunkohle in Deutschland ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein soziales Desaster. Hunderte Quadratkilometer Land werden für neue Tagebaue buchstäblich umgepflügt, tausende Menschen werden zur Umsiedlung ge­ zwungen, alteingesessene Ortschaften verschwinden von der Landkarte.

Weil der CO 2 ­Preis europaweit gefallen ist, ist Kohlestrom bil­ lig. So sind die CO 2 ­Emissionen in Deutschland 2012 trotz der Erneuerbaren Energien erstmals wieder gestiegen. Schwerfällig regelbare Kohlekraftwerke, die rund um die Uhr laufen, block­ ieren Strom aus den Erneuerbaren Energien und damit die Energiewende. Greenpeace fordert, den vollständigen Ausstieg aus der Braunkohle (bis spätestens 2030) und der Steinkohle (bis spätestens 2040) gesetzlich festzuschreiben.

CDUSPDB’90/Grüne

Energiewende – Fokus Kohle Halten Sie es für vertretbar, dass neue Tagebau­Gruben für die Förderung von Braunkohle genehmigt und eröffnet werden?

Gröhe Der Umstieg auf Erneuerbare Energien führt dazu, dass langfristig keine Erschließung neuer Gruben notwendig

Gröhe Der Umstieg auf Erneuerbare Energien führt dazu, dass langfristig keine Erschließung neuer Gruben notwendig ist. Bis diese Energien die Versorgung sichern können, sollte für eine Übergangszeit der Einsatz von Braunkohle so klimaverträglich wie möglich erfolgen.

sichern können, sollte für eine Übergangszeit der Einsatz von Braunkohle so klimaverträglich wie möglich erfolgen.
Steinbrück Es ist ein erhebliches unternehmerisches Risiko, neu in Braunkohle zu investieren. Denn bis 2020

Steinbrück Es ist ein erhebliches unternehmerisches Risiko, neu in Braunkohle zu investieren. Denn bis 2020 sollen Erneuerbare 40 – 45 % des Stroms liefern, in 2030 75 %. Auch unsere CO 2 ­Ziele stehen: Minus 40 % bis zum Jahr 2020, ­60 % bis 2030 und ­95 % bis 2050.

in 2030 75 %. Auch unsere CO 2 ­Ziele stehen: Minus 40 % bis zum Jahr
Brüderle Braunkohle trägt rund 25 % zur Stromerzeugung bei. Das Genehmigungsverfahren mit seiner Umweltver­

Brüderle Braunkohle trägt rund 25 % zur Stromerzeugung bei. Das Genehmigungsverfahren mit seiner Umweltver­ träglichkeitsprüfung, der Öffentlichkeitsbeteiligung und den Rekultivierungs­Maßnahmen schafft den notwen­ digen Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen.

und den Rekultivierungs­Maßnahmen schafft den notwen­ digen Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen. FDP

FDP

Gysi Nein. DIE LINKE ist gegen den Neuaufschluss von Braunkohletagebauen. Wir wollen daher ein Verbot

Gysi Nein. DIE LINKE ist gegen den Neuaufschluss von Braunkohletagebauen. Wir wollen daher ein Verbot neuer Tagebaue in einem Kohleausstiegsgesetz festschreiben und das Bergrecht grundlegend ändern.

ein Verbot neuer Tagebaue in einem Kohleausstiegsgesetz festschreiben und das Bergrecht grundlegend ändern. Die Linke

Die Linke

Trittin Auf keinen Fall. Wir wollen Erweiterungen oder sogar Neueröffnungen von Tagebauen ordnungsrechtlich verhindern.

Trittin Auf keinen Fall. Wir wollen Erweiterungen oder sogar Neueröffnungen von Tagebauen ordnungsrechtlich verhindern. Hierzu werden wir das Bergrecht novellieren.

oder sogar Neueröffnungen von Tagebauen ordnungsrechtlich verhindern. Hierzu werden wir das Bergrecht novellieren.  
 

Energiewende – Fokus Kohle Sind Sie dafür, dass in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen?

in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien
in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien
in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien
in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien
in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien

Gröhe Um Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien wirksam auszugleichen, benötigen wir auch moderne Kohle­ und Gaskraftwerke. Das gilt auch für den Ersatz alter, ineffizienter Kraftwerke, die wir durch den Bau neuer, effizienter Kraftwerke ablösen wollen.

auch für den Ersatz alter, ineffizienter Kraftwerke, die wir durch den Bau neuer, effizienter Kraftwerke ablösen

Steinbrück Wir wollen eine sichere und bezahlbare Energiewende. Erneuerbare müssen mehr Verantwortung zur stabilen Versorgung übernehmen. Solange sie Strom nicht bedarfsgerecht liefern, brauchen wir weiterhin hocheffiziente, regelbare, fossile Kraftwerke.

Solange sie Strom nicht bedarfsgerecht liefern, brauchen wir weiterhin hocheffiziente, regelbare, fossile Kraftwerke.

Brüderle Darauf können wir nicht verzichten. Während der Ausbauphase der Erneuerbaren Energien benötigen wir hocheffiziente und flexible Gas­ und Kohlekraftwerke für die Versorgungssicherheit, insbesondere wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

und Kohlekraftwerke für die Versorgungssicherheit, insbesondere wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

Gysi Nein. DIE LINKE will ein Verbot für den Neubau von Kohlekraftwerken in einem Kohleausstiegsgesetz – angelehnt an einen Gesetzesentwurf von Greenpeace – festschreiben.

Kohlekraftwerken in einem Kohleausstiegsgesetz – angelehnt an einen Gesetzesentwurf von Greenpeace – festschreiben.

Trittin Nein. Braun­ und Steinkohlekraftwerke verursachen hohe klimaschädliche CO 2 ­Emissionen, der Braunkohle­ tagebau ruiniert ganze Regionen. Selbst neueste Kohle­ kraftwerke sind zu unflexibel, um im zukünftigen Energie­ system eine sinnvolle Rolle zu spielen.

Selbst neueste Kohle­ kraftwerke sind zu unflexibel, um im zukünftigen Energie­ system eine sinnvolle Rolle zu

CDUSPDB’90/Grüne

Energiewende – Fokus Kohle Planen Sie einen Ausstieg aus der Braunkohle, und wenn ja, wann soll er beendet sein?

Gröhe Unser Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2050 mindestens 80 % des Stroms aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt wird und wir durch diesen Umstieg und einen geringeren Energieverbrauch immer unabhängiger von fossilen Energieträgern werden.

Steinbrück Braunkohle muss sich in Erneuerbaren­Zubau und CO 2 ­Ziele einfügen. Je mehr das Land CO 2 ­neutral wird, desto weniger Platz hat Kohlestrom. Wann genau sich Braunkohle nicht mehr lohnt, kann heute niemand mit Bestimmtheit sagen.

Brüderle Wir wollen keine Sonderregeln für bestimmte Energieträger oder Techniken der Stromerzeugung. Unser Ziel ist ein umfassender Emissionshandel in möglichst vielen Ländern und in allen für den Klimaschutz relevanten Sektoren.

Gysi Ja. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes wollen wir auch feste Restlaufzeiten für bestehende Kohlekraftwerke festschreiben. Das letzte Kohlekraftwerk soll bis spätestens 2040 vom Netz gehen.

Trittin Ja. Wir wollen bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen. Als Übergang zu 100 % Erneuerbaren Energien können stattdessen hochflexible Gaskraftwerke, Speicher und Lastmanagement dienlich sein.

Bürger ! Frage
Bürger !
Frage

FDP

Die Linke

Fokus Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien decken heute bereits rund ein Viertel des deutschen Strombedarfs. An sonnigen Tagen liefern Wind­ und Solarkraftwerke schon jetzt den Großteil des hierzulande benö­ tigten Stroms – ganz ohne Brennstoffkosten. Deutschland ex­ portiert Strom, und an der Strombörse haben die Erneuerbaren Energien den Strompreis massiv verbilligt. Doch die Verbraucher spüren davon nichts, denn die Unternehmen geben die Ersparnis nicht an sie weiter. Zudem beantragen immer mehr Unternehmen die Befreiung von der Stromsteuer und der Umlage für Erneu­ erbare Energien (EEG­Umlage). Dies sind Privilegien, die den Strompreis für normale Haushaltskunden in die Höhe treiben.

In der überhitzten Strompreisdebatte gerät die Idee der Ener­ giewende oft aus dem Blick: die Gefahren der Atomkraft und die immer deutlicheren Gefahren des Klimawandels wie extre­ mere Stürme und Überschwemmungen zu vermeiden. Außer­ dem: Kohle, Uran und Gas – die Primärenergieträger – sind endlich und werden immer teurer. Jährlich wendet Deutschland rund 100 Milliarden Euro für den Import dieser Energieträger auf.

Gründe genug, um die Energiewende zu beschleunigen, den Energieverbrauch zu senken und Deutschland so schnell wie möglich auf 100 % Erneuerbare Energien umzustellen.

Energiewende – Fokus Erneuerbare Energien Bis zu welchem Jahr will Ihre Partei die Energie­ versorgung in Deutschland auf 100 % Erneuerbare Energien umgestellt haben?

Gröhe Wenn der Ausbau Erneuerbarer Energien, die heute schon 25 % der Stromversorgung leisten, weiter

Gröhe Wenn der Ausbau Erneuerbarer Energien, die heute schon 25 % der Stromversorgung leisten, weiter so rasant vorangeht, wird das Ziel, bis 2050 mindestens 80 % der Versorgung auf Basis Erneuerbarer Energien bereitzustellen, voraussichtlich deutlich früher erreicht.

80 % der Versorgung auf Basis Erneuerbarer Energien bereitzustellen, voraussichtlich deutlich früher erreicht.  
 
Steinbrück Wenn im Jahr 2030 Strom schon zu 75 % aus Erneuerbaren stammt, ist es

Steinbrück Wenn im Jahr 2030 Strom schon zu 75 % aus Erneuerbaren stammt, ist es nicht mehr weit:

CDUSPDB’90/Grüne

Spätestens im Jahr 2050 wird der Strom vollständig aus Erneuerbaren erzeugt – das ergibt sich aus dem CO 2 ­Ziel einer Reduktion um 95 %.

wird der Strom vollständig aus Erneuerbaren erzeugt – das ergibt sich aus dem CO 2 ­Ziel
Brüderle Eine starre Vorgabe entspricht nicht der Lebenswirklichkeit. Technischer Fortschritt kann in einem Jahr

Brüderle Eine starre Vorgabe entspricht nicht der Lebenswirklichkeit. Technischer Fortschritt kann in einem Jahr größer, in anderen Jahren kleiner sein.

nicht der Lebenswirklichkeit. Technischer Fortschritt kann in einem Jahr größer, in anderen Jahren kleiner sein. FDP

FDP

Gysi Der Umbau der kompletten Energieversorgung auf 100 % Erneuerbare Energien soll bis 2050 vollzogen

Gysi Der Umbau der kompletten Energieversorgung auf 100 % Erneuerbare Energien soll bis 2050 vollzogen sein. Für den Stromsektor gilt dies bereits zehn Jahre früher, schon 2020 soll die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen sein.

dies bereits zehn Jahre früher, schon 2020 soll die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen

Die Linke

Trittin Bis zum Jahr 2030 wollen wir die Stromversor­ gung in Deutschland auf 100 %

Trittin Bis zum Jahr 2030 wollen wir die Stromversor­ gung in Deutschland auf 100 % Erneuerbare Energien umstellen. Im Gebäude­ und Wärmebereich streben wir eine Umstellung möglichst bis 2040 an.

Erneuerbare Energien umstellen. Im Gebäude­ und Wärmebereich streben wir eine Umstellung möglichst bis 2040 an.  
 

Energiewende – Fokus Erneuerbare Energien Es gibt immer mehr Ausnahmen für Firmen im EEG­Gesetz. Wollen Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, Es gibt immer mehr Ausnahmen für Firmen im EEG­Gesetz. Wollen Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie?

Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie? Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit
Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie? Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit
Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie? Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit
Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie? Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit
Sie diese Ausnahmen ein­ schränken, und wenn ja, wie? Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit

Gröhe CDU und CSU wollen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb erhalten und setzen sich für zielgenaue Entlastungen ein, um Nachteile durch unterschiedliche Rahmenbedingungen bei Steuern und Abgaben auszugleichen.

zielgenaue Entlastungen ein, um Nachteile durch unterschiedliche Rahmenbedingungen bei Steuern und Abgaben auszugleichen.

Steinbrück Die SPD hat die Erweiterung der Ausnahmen bei der EEG­Umlage durch Schwarz­Gelb kritisiert. Inzwischen prüft auch die EU­Kommission, ob ein Verstoß gegen das EU­Subventionsrecht vorliegt. Das müssen wir nun abwarten.

prüft auch die EU­Kommission, ob ein Verstoß gegen das EU­Subventionsrecht vorliegt. Das müssen wir nun abwarten.

Brüderle Ausnahmen für energieintensiv produzierende Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, sind zur Sicherung von Beschäftigung und Wirtschaftswachs­ tum unverzichtbar. Unternehmen, die nicht international unter Druck stehen, sollten nicht begünstigt werden.

tum unverzichtbar. Unternehmen, die nicht international unter Druck stehen, sollten nicht begünstigt werden.

Gysi Ja. Unberechtigte Industrie­Rabatte bei der EEG­ Umlage will DIE LINKE abschaffen. Die im EEG formulierten Kriterien für diese Industrieprivilegien sollen verschärft, weiter verbleibende Ermäßigungen an eine Energieein­ sparpflicht gekoppelt werden.

sollen verschärft, weiter verbleibende Ermäßigungen an eine Energieein­ sparpflicht gekoppelt werden.

Trittin Wir wollen die Ausnahmen auf Unternehmen begrenzen, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nachweisen können.

tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nachweisen können.

CDUSPDB’90/Grüne

Energiewende – Fokus Erneuerbare Energien Wie und in welchem Umfang wollen Sie den absoluten Primärenergieverbrauch in Deutschland senken?

Gröhe Bis 2020 soll der Verbrauch gegenüber 2008 um 20 % sinken. Dies soll unter anderem durch Steigerungen der Energieproduktivität und Minderung des Energieverbrauchs im Verkehr erfolgen. Den Prozess wollen wir durch gezielte Anreize für Verbraucher unterstützen.

Steinbrück Wir wollen die Energieproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 verdoppeln. Je nach Wirtschafts­ wachstum ergibt sich daraus ein deutlicher Rückgang beim Energieverbrauch. Entscheidend ist, ob der Energiebedarf klimagerecht gedeckt wird.

Brüderle Die FDP steht zu dem Ziel, dass bis 2020 der Primärenergieverbrauch um 20 % reduziert werden soll. Dazu gehört auch die Steigerung der Energieeffizienz in allen Bereichen. Verpflichtende jährliche Energieeinsparziele lehnen wir jedoch ab.

Gysi Durch einen Mix aus strikten Grenzwerten, gezielter Förderung und den Abbau alter Privilegien für Energiefresser wollen wir den Energieverbrauch bis 2050 halbieren. In einem Energieeffizienzgesetz sollen verbindliche Zwischenziele formuliert werden.

Trittin Unser Ziel lautet, bis 2020 15 % des Stromverbrauchs einzusparen. Hierzu wollen wir eine gesetzliche Grundlage für einen Markt für Energieeffizienzmaßnahmen. Mit einem 3 Milliarden Euro schweren Fonds wollen wir Energiespar­ maßnahmen fördern.

FDP

Die Linke

Fokus Atomkraft

Atomkraft ist hochgefährlich und teuer. Die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl haben gezeigt, dass selbst schwerste Reaktorunfälle möglich sind. Nicht nur Unfälle, sondern auch Sabotagen und gezielte Anschläge auf Atom­ anlagen können zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität und damit zu katastrophalen Folgen führen. Trotzdem laufen in Deutschland nach wie vor neun Reaktoren noch viele Jahre weiter und produzieren rund um die Uhr gefährlichen Atommüll. Ein geeignetes Endlager für das strahlende Erbe ist weder in Deutschland noch weltweit in Sicht.

Auch in unseren Nachbarländern werden zahlreiche alte und marode Meiler trotz häufiger Pannen immer länger betrieben, um möglichst lange Profit aus ihnen zu ziehen. Längere Lauf­ zeiten sowie kostspielige Neubauten behindern auch den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das ist schlecht für den Klimaschutz und verhindert viele neue Jobs. Daher muss der Atomausstieg nicht nur in Deutschland beschleunigt, sondern auch in Europa und international vorangetrieben werden.

CDUSPDB’90/Grüne

Energiewende – Fokus Atomkraft Sollte der Standort Gorleben von der Suche nach einem Atommüll­Endlager ausgeschlossen werden?

Gröhe Alle Bundesländer und die breite Mehrheit der Parteien im Bundestag haben gemeinsam ein Endlager­ suchgesetz beschlossen. Es ist Konsens aller, dass das wichtigste Suchkriterium die Sicherheit des Endlagers sein muss und es eine Vorfestlegung nicht geben darf.Gröhe

dass das wichtigste Suchkriterium die Sicherheit des Endlagers sein muss und es eine Vorfestlegung nicht geben

Steinbrück Aus rechtlichen Gründen bleibt Gorleben Teil des Endlagersuchprozesses. Wir wissen heute allerdings, dass in dem Salzstock eine bestmögliche Endlagerung mehr als unwahrscheinlich ist. Die Suche wird daher zu einem anderen Standort führen.Steinbrück

ist. Die Suche wird daher zu einem anderen Standort führen. Brüderle Mit Verabschiedung des „Standortauswahl­

Brüderle Mit Verabschiedung des „Standortauswahl­ gesetzes“ gibt es weder eine Vorfestlegung auf Gesteins­ formationen noch auf einzelne Standorte. Kein Standort wird von vornherein ausgeschlossen. Es wird ein ergebnisoffenes Verfahren gewährleistet.Brüderle

Standorte. Kein Standort wird von vornherein ausgeschlossen. Es wird ein ergebnisoffenes Verfahren gewährleistet. FDP

FDP

Gysi Ja, Gorleben ist geologisch ungeeignet. Es gibt aber massive Interessen, an Gorleben festzuhalten – 1,5 Milliarden Euro wurden dort bereits verbaut. Das Endlagergesetz von Union/SPD/FDP/Grünen schließt Gorleben nicht aus. DIE LINKE hat es daher abgelehnt.Gysi

Gorleben nicht aus. DIE LINKE hat es daher abgelehnt. Die Linke Trittin Wir haben die Vorfestlegung

Die Linke

Trittin Wir haben die Vorfestlegung der Gorleben­Befür­ worter kritisiert und einen Neustart gefordert. Diesen jetzt ebenfalls mit einem politisch motivierten Ausschluss zu beginnen, wäre unglaubwürdig. Wir sind überzeugt, dass Gorleben wissenschaftlich ausscheiden wird.Trittin

Ausschluss zu beginnen, wäre unglaubwürdig. Wir sind überzeugt, dass Gorleben wissenschaftlich ausscheiden wird.

CDUSPDB’90/Grüne

Energiewende – Fokus Atomkraft Halten Sie die in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraft­ werke für sicher? Wenn nein, was wollen Sie zur Erhöhung ihrer Sicherheit unternehmen?

Gröhe Die jüngsten Stresstests haben bestätigt, dass die noch bis 2022 am Netz befindlichen Kernkraft­ werke sicher sind. Um höchste Sicherheitsstandards zu garantieren, hat das Bundesumweltministerium ein neues kerntechnisches Regelwerk erlassen.Gröhe

Sicherheitsstandards zu garantieren, hat das Bundesumweltministerium ein neues kerntechnisches Regelwerk erlassen.

Steinbrück AKW dürfen nur betrieben werden, wenn der Betrieb gefahrlos erfolgt. Trotzdem besteht ein Restrisiko, das wir nur noch bis spätestens 2022 hinnehmen wollen. Bis dahin werden wir aus der Atomkraft aussteigen.Steinbrück

wollen. Bis dahin werden wir aus der Atomkraft aussteigen. Brüderle Ja. Die Sicherheit der Reaktoren muss
Brüderle Ja. Die Sicherheit der Reaktoren muss und wird auch weiterhin auf höchstem Niveau sichergestellt

Brüderle Ja. Die Sicherheit der Reaktoren muss und wird auch weiterhin auf höchstem Niveau sichergestellt und insbesondere durch periodische Sicherheitsüber­ prüfungen sowie die laufende Überwachung durch die Atomaufsichtsbehörden kontrolliert werden.

Sicherheitsüber­ prüfungen sowie die laufende Überwachung durch die Atomaufsichtsbehörden kontrolliert werden. FDP

FDP

Gysi Nein. Nur ein zurückgebautes Atomkraftwerk ist ein sicheres. Deshalb will DIE LINKE den Atomausstieg

Gysi Nein. Nur ein zurückgebautes Atomkraftwerk ist ein sicheres. Deshalb will DIE LINKE den Atomausstieg deutlich beschleunigen. In der kommenden Legislatur­ periode soll das letzte AKW in Deutschland vom Netz gehen.

deutlich beschleunigen. In der kommenden Legislatur­ periode soll das letzte AKW in Deutschland vom Netz gehen.

Die Linke

Trittin Jedes noch laufende AKW bleibt eine Gefahr. Daher wollen wir die Sicherheitsanforderungen national und

Trittin Jedes noch laufende AKW bleibt eine Gefahr. Daher wollen wir die Sicherheitsanforderungen national und international erhöhen und entsprechende Nach­ rüstungen durchsetzen.

die Sicherheitsanforderungen national und international erhöhen und entsprechende Nach­ rüstungen durchsetzen.  
 

Seit 800.000 Jahren ist die Arktis von Eis bedeckt. Doch in den vergangenen 30 Jahren sind aufgrund des Klimawandels bereits drei Viertel der arktischen Eisdecke geschmolzen. Bald könnte die Arktis erstmals seit Menschengedenken eisfrei sein. Das hätte gravierende Folgen nicht nur für dort einheimische Völker und die einzigartige Flora und Fauna. Ebenso ist mit radikalen Einflüssen auf die weltweiten Wetter­ und Niederschlagsmuster zu rechnen. Doch ein Ende der Klimaveränderung ist nicht abzu­ sehen – im Gegenteil, die weltweiten CO 2 ­Emissionen erreichen jedes Jahr neue Rekorde. Doch obwohl Europa sein Klimaziel von 20 % CO 2 ­Reduktion bis 2020 bereits heute erreicht hat, ist eine politische Einigung auf ein höheres Reduktionsziel bisher gescheitert.

Hauptquelle der weltweiten CO 2 ­Emissionen ist die Verbrennung von Öl. Ölkonzerne wie Shell planen sogar Ölbohrungen in der Arktis, wo große Vorkommen vermutet werden. Doch Bohrungen sind dort hochriskant: Eine Ölpest in der Arktis wäre aufgrund der tiefen Temperaturen und der extremen Wetterbedingungen nicht beherrschbar. Auch die industrielle Fischerei bedroht den Lebensraum Arktis. Deutschland sollte sich für ein Schutzgebiet Hohe Arktis einsetzen, in dem Öl­ und Gasförderung sowie in­ dustrielle Fischerei verboten sind. Zudem muss eine künftige Bundesregierung sich stärker als bisher für höhere Klimaziele und eine Reduktion fossiler Energien in Europa einsetzen.

Klimaschutz und Arktis

Klimaschutz und Arktis Halten Sie die bisherigen Ziele und Maßnahmen der EU beim Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie?

Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie? Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des
Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie? Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des
Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie? Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des
Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie? Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des
Klimaschutz für ausreichend? Wenn nein, was fordern Sie? Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des

Gröhe Wir setzen uns für eine Anhebung des europäischen Klimaziels ein, das den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 30 % gegenüber 1990 vermindert. Schwächen am Emissionshandelssystem wollen wir beheben. Wir setzen uns für ein neues verbindliches Klimaabkommen ein.

Schwächen am Emissionshandelssystem wollen wir beheben. Wir setzen uns für ein neues verbindliches Klimaabkommen ein.

Steinbrück Nein. Die SPD tritt für eine Anhebung des EU­weiten Klimaschutzziels auf 30 %­CO 2 ­Reduktion bis zum Jahr 2020 ein. Zudem wollen wir den CO 2 ­Emissions­ handel wiederbeleben, indem Zertifikate zunächst zurückgehalten werden.

ein. Zudem wollen wir den CO 2 ­Emissions­ handel wiederbeleben, indem Zertifikate zunächst zurückgehalten werden.

Brüderle Wir setzen uns für eine Minderung der Emis­ sionen im Rahmen eines verbindlichen neuen Klimaschutz­ Abkommens ein. Es muss zu einer kurzfristigen Absenkung der CO 2 ­Emissionen in allen Industriestaaten und einer langfristigen Angleichung dieser pro Kopf kommen.

Absenkung der CO 2 ­Emissionen in allen Industriestaaten und einer langfristigen Angleichung dieser pro Kopf kommen.

Gysi Nein. Das Klimaschutzziel der EU für 2020 von minus 20 % ist deutlich zu lasch, der EU­Emissionshandel gescheitert. DIE LINKE fordert ein EU­Klimaschutzziel von minus 40 %, strenge CO 2 ­Grenzwerte für Neuwagen und verbindliche Energieeinsparziele.

ein EU­Klimaschutzziel von minus 40 %, strenge CO 2 ­Grenzwerte für Neuwagen und verbindliche Energieeinsparziele.

Trittin Nein. Wir brauchen eine Wiederbelebung des Emissionshandels, durch ein Set­Aside/eine Verknappung der Zertifikate und einen CO 2 ­Mindestpreis. Zudem bedarf es ambitionierter europäischer Ziele für 2030 für Erneuerbare, Energieeffizienz und CO 2 ­Minderung.

Zudem bedarf es ambitionierter europäischer Ziele für 2030 für Erneuerbare, Energieeffizienz und CO 2 ­Minderung.

Klimaschutz und Arktis Schutzraum Arktis: Sollte sich Deutschland dafür einsetzen, dass Öl­ und Gasförderung sowie industrieller Fischfang in der Arktis ausgeschlossen werden und ein Schutzgebiet Arktis eingerichtet wird?

 

Gröhe Die Arktis als einzigartiger Natur­ und Lebensraum verdient unseren besonderen Schutz. CDU und CSU setzen sich dafür ein, dass Deutschland im Rahmen der Staatengemeinschaft auf einen besseren Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Polarregion hinwirkt.

Rahmen der Staatengemeinschaft auf einen besseren Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Polarregion hinwirkt.  
 

Steinbrück Wir wollen einen internationalen Arktis­Schutz­ Vertrag nach dem Vorbild des Antarktisvertrages. Wir brauchen unverzüglich ein Moratorium, um alle Gebiets­ oder Ressourcenansprüche bis zu einem endgültigen Schutzabkommen zurückzustellen.

alle Gebiets­ oder Ressourcenansprüche bis zu einem endgültigen Schutzabkommen zurückzustellen. CDUSPD B’90/Grüne

CDUSPDB’90/Grüne

Brüderle Auch die FDP stuft die Arktis, eines der empfind­ lichsten Ökosysteme der Erde, als besonders schützenswert ein. Deutschland ist kein Anrainerstaat und hat im Arktischen Rat lediglich einen Beobachterstatus, womit die politische Einflussnahme begrenzt ist.

und hat im Arktischen Rat lediglich einen Beobachterstatus, womit die politische Einflussnahme begrenzt ist. FDP

FDP

Gysi Ja. Öl­ und Gasförderung in der Arktis würde dort enorme Umweltschäden verursachen und global zum Klima­ wandel beitragen. DIE LINKE setzt sich für ein UN­Abkom­ men zum Schutz der Arktis ein, das die Ausbeutung der arktischen Ressourcen verhindert.

für ein UN­Abkom­ men zum Schutz der Arktis ein, das die Ausbeutung der arktischen Ressourcen verhindert.

Die Linke

Trittin Wir wollen den Schutz über die wirtschaftlichen Inter­ essen bezüglich der Rohstoffvorkommen stellen. Beschlüsse müssen umgesetzt, ein neuer Arktisvertrag verhandelt werden, und Deutschland sollte sich stärker in den Arktischen Rat einbringen.

ein neuer Arktisvertrag verhandelt werden, und Deutschland sollte sich stärker in den Arktischen Rat einbringen.  
 

Waldschutz

Wälder dienen uns als Orte der Erholung, sind Lebensraum für unsere heimische Tier­ und Pflanzenwelt und liefern uns Holz. Sie reinigen Luft und Wasser und dienen durch Aufnahme von CO 2 dem Klimaschutz. Nur etwa ein Drittel der deutschen Landesfläche ist heute noch bewaldet, etwas mehr als die Hälfte davon ist in öffentlichem Besitz. Der überwiegende Teil der deutschen Wälder besteht aus artenarmen Fichten­ und Kiefernforsten, die nur für die Holzproduktion angelegt wurden. Und der Druck auf die Wälder, immer mehr Holz zu liefern, steigt. Nur 1% der deutschen Wälder steht wirklich unter Schutz. In diesen Gebieten kann sich die Natur unbeeinflusst vom Menschen entwickeln.

Zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zur dynamischen An­ passung an den Klimawandel, zum Beobachten und Lernen und nicht zuletzt zum Wiederentdecken von Wildnis braucht es eindeutig mehr forstlich ungenutzte Waldgebiete. Die Bun­ desregierung hat 2007 beschlossen, bis 2020 10 % der öffent­ lichen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Doch von diesem Ziel sind wir noch weit entfernt.

CDUSPDB’90/Grüne

Waldschutz Unterstützen Sie die Forderung, mindestens 10 % der öffentlichen Wälder in Deutschland aus der Nutzung zu nehmen und ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen?

Gröhe Die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, bis 2020 auf einem Anteil von 5 % der deutschen Waldfläche bzw. 10 % des öffentlichen Waldes eine natürliche Waldentwicklung stattfinden zu lassen, werden von CDU und CSU unterstützt.Gröhe

10 % des öffentlichen Waldes eine natürliche Waldentwicklung stattfinden zu lassen, werden von CDU und CSU

Steinbrück Ja. Wir werden uns dafür einsetzen, dass 10 % der Waldflächen der öffentlichen Hand und 5 % der gesamten Waldfläche der natürlichen Entwicklung überlassen werden.Steinbrück

Waldfläche der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Brüderle Die FDP setzt sich für eine nachhaltige Waldbe­

Brüderle Die FDP setzt sich für eine nachhaltige Waldbe­ wirtschaftung ein, welche die Erfordernisse der stofflichen und energetischen Holznutzung berücksichtigt. Hot Spots der Artenvielfalt müssen geschützt werden, aber pauschale Flächenstilllegungen sind nicht geboten.Brüderle

Hot Spots der Artenvielfalt müssen geschützt werden, aber pauschale Flächenstilllegungen sind nicht geboten. FDP

FDP

Gysi Ja. DIE LINKE unterstützt die Umsetzung der Ziele der Biodiversitätsstrategie durch die Verbindung von

Gysi Ja. DIE LINKE unterstützt die Umsetzung der Ziele der Biodiversitätsstrategie durch die Verbindung von Integration und Segregation. Eine naturnahe Entwicklung auf 5 % der Waldfläche, inklusive der Privatwälder, ist wichtig.

und Segregation. Eine naturnahe Entwicklung auf 5 % der Waldfläche, inklusive der Privatwälder, ist wichtig. Die

Die Linke

Trittin Ja, Bündnis 90/Die Grünen wollen 5 % der Wald­ fläche, darunter 10 % der

Trittin Ja, Bündnis 90/Die Grünen wollen 5 % der Wald­ fläche, darunter 10 % der öffentlichen Wälder, aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen und auf den anderen 95 % eine naturnahe Waldnutzung erreichen.

aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen und auf den anderen 95 % eine naturnahe Waldnutzung erreichen.  
 

Meeresschutz

80 % der weltweit kommerziell genutzten Fischbestände sind überfischt oder werden maximal ausgebeutet. Bis zu 20 Millionen Tonnen Beifang, d. h. Fische und andere Meerestiere, werden jährlich tot wieder über Bord gekippt – eine gigantische Verschwendung von Leben! Die Meere sind verschmutzt und überfischt. Das gilt auch für die Meere vor unserer Haustür, die Nord­ und Ostsee. Deshalb muss die im Mai 2013 verabschiedete EU­Fischereireform konsequent um­ gesetzt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Fischbe­ stände nachhaltig bewirtschaftet werden. Ab 2015 dürfen die Fischer einem Bestand nicht mehr Fische entnehmen, als die­ ser in einem Jahr reproduzieren kann. Auch der Einsatz neuer, schonender Fangmethoden, um den Beifang zu reduzieren und das Ökosystem zu schützen, gehört zu einem nachhaltigen Fischereimanagement. Zum Schutz der Ozeane und ihrer Artenvielfalt müssen gleichzeitig großflächige Meeresschutzge­ biete eingerichtet werden. Doch noch immer bestehen diese in Nord­ und Ostsee nur auf dem Papier. Eine Beschränkung für die Fischerei oder den Rohstoffabbau gibt es nicht.

Für den Verbraucher muss es mehr Transparenz bei Fisch­ produkten geben: Noch immer fehlt eine vollständige Kenn­ zeichnung und transparente Rückverfolgbarkeit. Informationen zu Ihrem Fischeinkauf finden Sie unter:

www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei

Meeresschutz Sind Sie dafür, industriellen Fischfang und Rohstoffabbau in den deutschen Natura2000­Meeresgebieten zu unterbinden?

Gröhe CDU und CSU setzen sich stark für Natura2000­ Meeresnaturschutzgebiete ein. Die Fischerei sollte hier

Gröhe CDU und CSU setzen sich stark für Natura2000­ Meeresnaturschutzgebiete ein. Die Fischerei sollte hier nicht verboten werden, sich aber am Schutzzweck orientieren. Deshalb arbeitet die Bundesregierung an speziellen strengen Fischerei­Managementplänen.

Schutzzweck orientieren. Deshalb arbeitet die Bundesregierung an speziellen strengen Fischerei­Managementplänen.  
 
Steinbrück Im Meeresschutzgebiet ist wirtschaftliche Nutzung (Fischerei, Rohstoffabbau) in ihrer Intensität dem

Steinbrück Im Meeresschutzgebiet ist wirtschaftliche Nutzung (Fischerei, Rohstoffabbau) in ihrer Intensität dem Schutzauftrag entsprechend begrenzt. Wir fordern einen umfangreicheren Schutz von FFH­Anhang­II­ Arten in Natura2000­Gebieten der AWZ.

Wir fordern einen umfangreicheren Schutz von FFH­Anhang­II­ Arten in Natura2000­Gebieten der AWZ. CDUSPD B’90/Grüne

CDUSPDB’90/Grüne

Brüderle Ja. FDP

Brüderle Ja.

Brüderle Ja. FDP

FDP

Gysi In Natura2000­Gebieten müssen Nutzungen, die das Schutzgut verschlechtern, unterbunden werden. Das trifft auf den

Gysi In Natura2000­Gebieten müssen Nutzungen, die das Schutzgut verschlechtern, unterbunden werden. Das trifft auf den Rohstoffabbau zu. Eine naturverträg­ liche Fischerei ist möglich.

unterbunden werden. Das trifft auf den Rohstoffabbau zu. Eine naturverträg­ liche Fischerei ist möglich. Die Linke

Die Linke

Trittin Ja. Fischerei darf nur in Übereinstimmung mit den Schutzzielen stattfinden. Die Erkundung und Förde­

Trittin Ja. Fischerei darf nur in Übereinstimmung mit den Schutzzielen stattfinden. Die Erkundung und Förde­ rung von Rohstoffen ist nach Bundesbergrecht auszu­ schließen. Nur so kann bis 2020 ein guter ökologischer Zustand erreicht werden.

ist nach Bundesbergrecht auszu­ schließen. Nur so kann bis 2020 ein guter ökologischer Zustand erreicht werden.
 

CDUSPDB’90/Grüne

Meeresschutz Was werden Sie konkret unter­ nehmen, um die neuen EU­Regeln für Beifang um­ zusetzen? Wie wollen Sie z. B. die großen Beifänge in der Nordsee­Krabbenfischerei verhindern?

Gröhe Wir haben uns in der EU mit Erfolg für ein modernes Fischereimanagement eingesetzt. Ab

Gröhe Wir haben uns in der EU mit Erfolg für ein modernes Fischereimanagement eingesetzt. Ab 2015 müssen Bei­ fänge angelandet werden und dürfen nur in Ausnahmefällen über Bord geworfen werden. Gemeinsam mit unserer Fischereiwirtschaft wird die Umsetzung gelingen.

nur in Ausnahmefällen über Bord geworfen werden. Gemeinsam mit unserer Fischereiwirtschaft wird die Umsetzung gelingen.
Steinbrück Wir werden die EU bei Durchsetzung der EU­rechtlichen Regelung fachlich bestmöglich unter­ stützen und

Steinbrück Wir werden die EU bei Durchsetzung der EU­rechtlichen Regelung fachlich bestmöglich unter­ stützen und die Überlebensrate der Beifang­Organismen beachten. Konkret braucht man fischereispezifische Lösungen und fangtechnische Weiterentwicklung.

beachten. Konkret braucht man fischereispezifische Lösungen und fangtechnische Weiterentwicklung.  
 
Brüderle Die FDP hat sich für ein Rückwurfverbot des Beifangs und eine Videoüberwachung der Arbeitstische

Brüderle Die FDP hat sich für ein Rückwurfverbot des Beifangs und eine Videoüberwachung der Arbeitstische bei größeren Fischereifahrzeugen eingesetzt. Wir wollen eine effiziente Fischereiüberwachung durch die Fischereiaufsicht.

Fischereifahrzeugen eingesetzt. Wir wollen eine effiziente Fischereiüberwachung durch die Fischereiaufsicht. FDP

FDP

Gysi Beifang vermeidende Fangmethoden müssen konsequent entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Die Behörden

Gysi Beifang vermeidende Fangmethoden müssen konsequent entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Die Behörden sind personell und finanziell so auszustatten, dass sie das Anlandegebot wirksam kontrollieren können.

sind personell und finanziell so auszustatten, dass sie das Anlandegebot wirksam kontrollieren können. Die Linke

Die Linke

Trittin Deutschland muss für ausreichende Kontrollen sorgen, damit die neuen EU­Beifang­Regelungen nicht unterwandert

Trittin Deutschland muss für ausreichende Kontrollen sorgen, damit die neuen EU­Beifang­Regelungen nicht unterwandert werden. Hierfür wird vor allem Personal und Material benötigt. Auch Forschung und technische Entwicklungen werden wir fördern.

wird vor allem Personal und Material benötigt. Auch Forschung und technische Entwicklungen werden wir fördern.  
 

Verkehr

Wenn es um den Umweltschutz im Verkehr geht, stand die Bundesregierung bisher auf der Bremse. Erst vor der Sommer­ pause blockierte Deutschland ein Gesetz für sparsamere Autos in der EU. Auch sonst werden schnelle, schwere Spritsäufer weiterhin finanziell gefördert: 90 % aller deutschen Oberklasse­ limousinen fahren steuerbegünstigt in der Dienstwagenflotte von Selbständigen, Politikern und Unternehmen. Einzelne Geländewagen­Modelle werden fast ausschließlich als Dienst­ wagen zugelassen.

Dazu passt, dass Deutschland als einziges Industrieland der Welt kein Tempolimit auf Autobahnen eingeführt hat. Dabei könnten so auf einen Schlag mehrere Millionen Tonnen CO 2 eingespart und viele tödliche Unfälle vermieden werden.

Zugleich stockt der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradwege. Während europäische Großstädte wie Kopenhagen, London oder Paris durch Stadtmaut und inno­ vative Verkehrskonzepte eine Alternative zum Autoverkehr ent­ wickeln, propagiert Deutschland weiterhin „Vollgas“.

Verkehr Sind Sie für ein Tempolimit auf Auto­ bahnen und eine stärker am CO 2 ­Ausstoß orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen?

orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen? Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der
orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen? Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der
orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen? Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der
orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen? Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der
orientierte Besteuerung von privaten PKW und Dienstwagen? Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der

Gröhe Wir wollen keinen bevormundenden Staat, der vorschreibt, wie sich die Menschen fortbewegen. Deshalb lehnen wir ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab. Beschränkungen müssen stets verkehrlichen Gegeben­ heiten und zeitlichen Erfordernissen gerecht werden.

Autobahnen ab. Beschränkungen müssen stets verkehrlichen Gegeben­ heiten und zeitlichen Erfordernissen gerecht werden.

Steinbrück Bereits heute haben wir auf den meisten Autobahnen ein Tempolimit. Wo für die Verkehrssicherheit ein Limit sinnvoll ist, sollte man es einrichten. Wir wollen die steuerliche Absetzbarkeit von Kraftstoffkosten bei großen Firmenwagen begrenzen.

sollte man es einrichten. Wir wollen die steuerliche Absetzbarkeit von Kraftstoffkosten bei großen Firmenwagen begrenzen.

Brüderle Die FDP ist gegen ein starres Tempolimit auf Autobahnen. Eine höhere Besteuerung für private PKW und Firmenwagen lehnen wir ab.

 
 

Gysi Ja. Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen rettet Menschen, schützt das Klima und kostet nichts. Die Kfz­Steuer soll nur die Umweltbelastungen zu Grunde legen, und nur sparsame Dienstwagen können voll steuerlich geltend gemacht werden.

nur die Umweltbelastungen zu Grunde legen, und nur sparsame Dienstwagen können voll steuerlich geltend gemacht werden.

Trittin Wir sind für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen. Bei der Besteuerung von Dienstwagen gilt:

Je höher der CO 2 ­Ausstoß, desto geringer ist die steuer­ liche Absetzbarkeit für Unternehmen und desto höher die Versteuerung der privaten Nutzung.

geringer ist die steuer­ liche Absetzbarkeit für Unternehmen und desto höher die Versteuerung der privaten Nutzung.

CDUSPDB’90/Grüne

Verkehr Wie wollen Sie den ausufernden Individualverkehr eindämmen, und wie stellen Sie sich in diesem Zusammenhang die Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs vor?

Gröhe Wir setzen auf einen starken ÖPNV und auf neue Mobilitätskonzepte wie die Elektromobilität, das Car­Sharing oder Mietfahrräder. Zudem sorgen wir dafür, dass der Bund ein verlässlicher Partner bei der Finanzierung des ÖPNV bleibt.

Steinbrück Wir wollen die Attraktivität des Umweltver­ bundes stärken. Dazu ist die ÖPNV­Förderung des Bundes auf hohem Niveau fortzuführen. Und wir setzen uns u. a. für intelligente Parkraumbewirtschaftung und Unterstützung von Carsharing­Angeboten ein.

Brüderle Wir machen den Menschen keine Vorschriften. Jeder soll die von ihm verursachten Kosten für Infrastruktur und Umwelt tragen und selbst entscheiden, welches Verkehrsmittel er wählt. Der öffentliche Nahverkehr muss zuverlässig und auskömmlich finanziert werden.

Gysi Alle Menschen sollen mobil sein dürfen – auch die­ jenigen, die über kein Fahrzeug verfügen. Deswegen wollen wir, auch auf dem Land, das öffentliche Verkehrsangebot deutlich verbessern. Dann können mehr Menschen als bislang umsteigen.

Trittin Wir wollen eine ÖPNV­ und Bahnoffensive anstoßen, mit dem Ziel, die Fahrgastzahlen innerhalb der nächsten Dekade mindestens zu verdoppeln. Ein Schwerpunkt ist dabei die Einführung eines Deutschland­Takts, damit Bahnfahren noch attraktiver wird.

Bürger ! Frage
Bürger !
Frage

FDP

Die Linke

Landwirtschaft

Zunehmend gerät die industrialisierte Landwirtschaft in Deutschland in die Kritik. Der intensivierte Ackerbau und die Massenproduktion von Billigfleisch gehen auf Kosten der Tiere und der Umwelt. Auf den Äckern ist der Einsatz von Pestiziden an der Tagesordnung. Nitrate und Agrargifte belasten Flüsse und Seen und gefährden unser Grundwasser. Der ausufernde Anbau von Mais zur Produktion von Bioenergie und Viehfutter, teilweise über Jahre auf demselben Acker, schadet den Böden – und ist weit mehr als ein ästhetisches Problem.

Wenn immer mehr Pflanzen für Biosprit und Biogas angebaut werden, verschärft das die Flächenknappheit. Es fehlen dann z. B. Flächen, um Futtermittel anzubauen. Damit wird zugleich die Abhängigkeit der deutschen Bauern von Futterimporten zementiert. Die Importe – beispielsweise von Soja – wiederum gefährden die Urwälder Südamerikas. Für die Landwirtschaft werden dort täglich große Flächen Urwald gerodet. Gleichzeitig kann die steigende Nachfrage der Verbraucher nach Bio­Lebens­ mitteln immer weniger aus heimischer Erzeugung gedeckt wer­ den. Bis 2020 sollte der Ökolandbau in Deutschland einen Anteil von 20 % erreichen, bisher liegt er nur bei mageren 6,3 %.

CDUSPDB’90/Grüne

Landwirtschaft Was werden Sie konkret unternehmen, um die z. T. sehr schlechten Zustände in der Schweine­ und Geflügelhaltung zu beenden?

Bürger ! Frage
Bürger !
Frage

Gröhe Für CDU und CSU ist ein hohes Tierschutzniveau von zentraler Bedeutung. Wir fördern besonders tier­ gerechte Ställe und erhöhen die Mittel zur Erforschung neuer, noch tiergerechterer Haltungsverfahren. Die Ferkelkastration ohne Betäubung wird verboten.Gröhe

Mittel zur Erforschung neuer, noch tiergerechterer Haltungsverfahren. Die Ferkelkastration ohne Betäubung wird verboten.
Die Ferkelkastration ohne Betäubung wird verboten. Steinbrück Die Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher

Steinbrück Die Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere müssen tiergerechter werden. Die SPD wird das Tierschutzgesetz und die Tierschutz­Nutztierhaltungs­ verordnung entsprechend ändern.

verordnung entsprechend ändern. Brüderle Wir setzen uns für eine tiergerechte und die

Brüderle Wir setzen uns für eine tiergerechte und die Tiergesundheit fördernde Tierhaltung und ­ernährung ein. Wir wollen den Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung auf wissenschaftlicher Basis und im Einklang mit der Wirtschaftlichkeit voranbringen.Brüderle

Nutztierhaltung auf wissenschaftlicher Basis und im Einklang mit der Wirtschaftlichkeit voranbringen. FDP

FDP

im Einklang mit der Wirtschaftlichkeit voranbringen. FDP Gysi Wir setzen auf eine Verschärfung der Nutztierhal­

Gysi Wir setzen auf eine Verschärfung der Nutztierhal­ tungsverordnungen. Förderung darf es nur noch bei tier­ gerechten Haltungssystemen geben. Zudem setzen wir auf die Verbesserung der Qualifikation und der Bezahlung des Personals sowie die Verdichtung der Kontrollen.

des Personals sowie die Verdichtung der Kontrollen. Die Linke Trittin Bündnis 90/Die Grünen wollen im

Die Linke

Trittin Bündnis 90/Die Grünen wollen im Tierschutzgesetz Zucht­ und Haltungsvorschriften für alle Tierarten fest­

Trittin Bündnis 90/Die Grünen wollen im Tierschutzgesetz Zucht­ und Haltungsvorschriften für alle Tierarten fest­ schreiben. Vollspaltenböden bei Schweinen und das Zusammenpferchen von Hühnern und Puten auf engstem Raum sind für uns inakzeptabel.

bei Schweinen und das Zusammenpferchen von Hühnern und Puten auf engstem Raum sind für uns inakzeptabel.

Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau?

Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau? Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht
Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau? Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht
Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau? Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht
Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau? Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht
Landwirtschaft Sind sie für ein Verbot von Monomaisanbau? Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht

Gröhe Monokulturen lehnen wir ab, sie entsprechen nicht der guten fachlichen Praxis. Deshalb wird die Differenzierung des Anbaus künftig zur Voraussetzung für den Erhalt der EU­Direktzahlungen. Den Maisanteil in Biogasanlagen haben wir bereits begrenzt.

zur Voraussetzung für den Erhalt der EU­Direktzahlungen. Den Maisanteil in Biogasanlagen haben wir bereits begrenzt.

Steinbrück Die SPD will eine nachhaltige Landwirtschaft. Dazu gehört ein diversifizierter Anbau mit einer mindestens dreigliedrigen Fruchtfolge.

 
 

Brüderle Bei der EEG­Novelle haben wir den Einsatz von Mais in Biogasanlagen begrenzt, um Monokulturen vorzu­ beugen. Wesentliche Elemente nachhaltiger Biomasse­ nutzung sind verbesserte Ausschöpfung und verstärkte Verwendung organischer Rest­ und Abfallstoffe.

Biomasse­ nutzung sind verbesserte Ausschöpfung und verstärkte Verwendung organischer Rest­ und Abfallstoffe.

Gysi Der Mais­Anteil im Ackerbau sollte durch Frucht­ folgevorschriften einzelbetrieblich eingeschränkt werden (z. B. 30 % Mais). Die Forschung zu Mischkulturen, inklusive Mais­Untersaat, ist zu fördern.

eingeschränkt werden (z. B. 30 % Mais). Die Forschung zu Mischkulturen, inklusive Mais­Untersaat, ist zu fördern.

Trittin Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für die gesetzliche Verankerung einer mindestens dreigliedrigen Fruchtfolge ein, was den Maisanbau direkt begrenzen würde. Eine EEG­Novelle soll zudem Alternativen wie Kleegras besser berücksichtigen.

was den Maisanbau direkt begrenzen würde. Eine EEG­Novelle soll zudem Alternativen wie Kleegras besser berücksichtigen.

CDUSPDB’90/Grüne

Landwirtschaft Sind Sie dafür, den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft einzuschränken? Wenn ja, in welchem Umfang und mit welchen Maßnahmen?

Gröhe Pflanzenschutzmittel sind wichtig für die Landwirt­ schaft. CDU und CSU stehen aber für den sparsamen und umweltschonenden Einsatz. Dafür haben wir die Zulassungs­ bedingungen verschärft und setzen den Nationalen Aktionsplan zum nachhaltigen Einsatz konsequent um.

Steinbrück Ja, auf das notwendige Maß – mit folgenden Instrumenten: Beratung und Weiterbildung der Landwirte sowie strenge Anforderungen an die Mittel zwecks Innova­ tionsdruck auf Hersteller. Mehr nachhaltiges Wirtschaften muss gesellschaftlich honoriert werden.

Brüderle Sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutz­ mitteln ist Teil guter fachlicher Praxis. Sie sind für gute Qualität und sichere Ernten unabdingbar. Mit dem Aktions­ plan Pflanzenschutz haben wir den risikominimierenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vorangebracht.

Gysi Eine deutliche Reduktion kann durch die Förderung von Nützlingen und einer Risikominimierung durch Fruchtfolgen gelingen. Hier kann man vom Ökolandbau lernen. Bedarfs­ gerechte Anwendung ist notwendig. Beim Greening ist pestizidfreier Anbau anzuerkennen.

Trittin Ja, Bündnis 90/Die Grünen werden den unverbind­ lichen „Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ zu einem wirksamen Pestizid­ Reduktionsprogramm ausbauen und die Kriterien für die Neuzulassung verschärfen.

FDP

Die Linke

CDUSPDB’90/Grüne

letzte – ! Frage Bürger Frage
letzte – !
Frage
Bürger
Frage

Kleinvieh macht auch Mist:

Ist Ihr Parteiprogramm auf Recycling­Papier gedruckt?

Gröhe Das als Broschüre gebundene Parteiprogramm der Union ist nicht auf Recycling­Papier gedruckt. Der Druckprozess erfolgt jedoch klimaneutral durch einen entsprechend zertifizierten Betrieb.Gröhe

Recycling­Papier gedruckt. Der Druckprozess erfolgt jedoch klimaneutral durch einen entsprechend zertifizierten Betrieb.
durch einen entsprechend zertifizierten Betrieb. Steinbrück Der SPD­Parteivorstand hat sich dafür ent­

Steinbrück Der SPD­Parteivorstand hat sich dafür ent­ schieden, alle Kandidatenflyer (Auflage: 20 Mio.) klimaneutral drucken zu lassen. In Kooperation mit dem zertifizierten Unternehmen „Climate Partner“ wurde eine klimabe­ wusste Produktion mit den Druckereien vereinbart.

klimabe­ wusste Produktion mit den Druckereien vereinbart. Brüderle Nein. FDP Gysi Ja. Das Parteiprogramm ist
Brüderle Nein. FDP

Brüderle Nein.

Brüderle Nein. FDP

FDP

Gysi Ja. Das Parteiprogramm ist auf 100 % Recyclingpapier gedruckt. Die Linke

Gysi Ja. Das Parteiprogramm ist auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.

Gysi Ja. Das Parteiprogramm ist auf 100 % Recyclingpapier gedruckt. Die Linke

Die Linke

Trittin Selbstverständlich ja.  

Trittin Selbstverständlich ja.

Trittin Selbstverständlich ja.  
 

Impressum

Wahlkompass 2013 Befragt wurden Spitzenpolitikerinnen und Spitzen­ politiker der im Bundestag vertretenen Parteien. Die Parteien werden in der Reihenfolge entsprechend ihrer Fraktionsgröße aufgeführt. Geantwortet haben: Hermann Gröhe, Generalsekretär der CDU, Peer Steinbrück, Spitzenkandidat der SPD, Rainer Brüderle, Spitzenkandidat der FDP, Dr. Gregor Gysi, Spitzenkandidat Die Linke, Jürgen Trittin, Spitzenkandidat Bündnis 90/Die Grünen

Impressum Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg,

Tel. 040/306 18­0, Fax 040/306 18­100 V.i.S.d.P. Stefan Krug Politische Vertretung Berlin Marienstr. 19­20, 10117 Berlin, Tel. 030/30 88 99­0, Fax 030/30 88 99­30, mail@greenpeace.de, www.greenpeace.de Redaktion Tina Loeffelbein/Greenpeace, neuekoordinaten Bildredaktion Sonja Umhang Produktion Christiane Bluhm Fotos S. 3 Suse Walczak,

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4, 18: Bente Stachowske, S. 8, 12: Paul Langrock, S. 15: Daniel Beltrá,

S.

20: Alex Hofford, S. 26: Mauricio Bustamante, alle © Greenpeace,

S.

23: Shutterstock, CDU, SPD, FDP, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen,

Gestaltung neuekoordinaten, Fabrikstr. 12, 24103 Kiel Druck Hartung

Druck + Medien GmbH, Asbrookdamm 38, 22115 Hamburg Auflage 100.000 Exemplare Stand 08/2013

Zur Deckung der Herstellungskosten bitten wir um eine Spende:

GLS Bank, BLZ 430 609 67, KTO 33 401; BIC GENODEM1GLS, IBAN DE49 4306 0967 0000 0334 01

Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier

E 0101 1

Wahlkompass

Umweltpolitik

Sie haben die Wahl

E 0101 1 Wahlkompass Umweltpolitik Sie haben die Wahl • Wie lange nutzen wir noch Kohlekraftwerke?
E 0101 1 Wahlkompass Umweltpolitik Sie haben die Wahl • Wie lange nutzen wir noch Kohlekraftwerke?
E 0101 1 Wahlkompass Umweltpolitik Sie haben die Wahl • Wie lange nutzen wir noch Kohlekraftwerke?

• Wie lange nutzen wir noch Kohlekraftwerke?

• Wie geht es weiter mit Erneuerbaren Energien?

• Was wird zum Schutz der Wälder und Meere unternommen?

• Kommt ein Tempolimit auf Autobahnen?

• Wie geht es weiter mit Naturschutz in der Landwirtschaft?

Die Forderungen von Greenpeace zur Bundes­ tagswahl 2013 finden Sie im Internet unter www.greenpeace.de/wahlen

Greenpeace ist international, überparteilich und völlig unabhängig von Politik, Parteien und Industrie. Mit gewaltfreien Aktionen kämpft Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland spenden an Greenpeace und gewährleisten damit unsere tägliche Arbeit zum Schutz der Umwelt.