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Greenpeace fragt – Spitzenpolitiker antworten

Wahlkompass

Umweltpolitik

Bayern

www.greenpeace.de Greenpeace fragt – Spitzenpolitiker antworten Wahlkompass Umweltpolitik Bayern Ihre Stimme zählt!

Ihre Stimme zählt!

InhaltInhalt

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Vorwort

5

Waldschutz

15

Landwirtschaft

21

Erneuerbare Energien

27

Atomkraft

Vorwort

Liebe Wählerinnen und Wähler,

eine Landtagswahl ist eine gute Gelegenheit mal genau hinzuschauen, welche Schwerpunkte die verschiedenen Parteien in Bayern in Sachen Umweltschutz legen.

Mittlerweile betonen alle Parteien die Förderung von Nachhaltigkeit in ihren Wahlprogrammen. Mit dem Greenpeace-Wahlkompass Bayern haben wir den Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten von CSU, SPD, den FREIEN WÄHLERN, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und DIE LINKE auf den Zahn gefühlt. 16 Fragen aus den Bereichen Energie- wende, Atomkraft, Landwirtschaft sowie Waldschutz sollen Ihnen vor der Landtagswahl am 15. September 2013 einen kompakten Überblick über zentrale umweltpolitische Positionen der Parteien in Bayern geben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Freundliche Grüße Ihre Greenpeace Gruppe München

P.S. Lust auf ehrenamtliches Engagement? Schauen Sie doch mal bei uns vorbei: http://gruppen.greenpeace.de

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Waldschutz

Nachhaltige und transparente Waldbewirtschaftung umsetzen!

Deutschlands alte Buchenwälder sind von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnet worden. Die Nationale Biodiversitätsstrategie der Bundes- regierung schreibt den Schutz von zehn Prozent der öffentlichen Wälder vor. Außerdem soll Waldbewirtschaftung naturnah und mit anspruchs- voller Zertifizierung erfolgen. Derzeit sind nur 2,9 Prozent der öffentlichen Wälder in Bayern geschützt.

Dabei befürworten die Bayern einen stärkeren Waldschutz: Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage wollen 69 Prozent der bayerischen Bevölkerung, dass die Landesregierung den Anteil geschützter Wald- flächen auf zehn Prozent erhöht. Auch knapp zwei Drittel (62 Prozent) der CSU-Wähler sprechen sich dafür aus.

Staatswald und Körperschaftswälder sind öffentliche Wälder, auf die alle Bürger und Bürgerinnen Anspruch haben. Diese Wälder sind laut Bundes- verfassungsgericht dem Gemeinwohl in besonderem Maße verpflichtet. Um die Gemeinwohlorientierung des Waldes bestmöglich zu erfüllen, ist es notwendig, Transparenz zu schaffen und die Daten öffentlich zur Ver- fügung zu stellen. Bürgerbeteiligung ist der Schlüssel zu einer Waldpolitik, die auf Akzeptanz beruht und alle sozialen Fragen berücksichtigt.

Greenpeace fordert:

Einen sofortigen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchen- und Laubwälder, die älter als 140 Jahre sind, solange bis Urwälder von morgen geschaffen sind, indem bis 2020 zehn Prozent der öffentlichen Wälder rechtlich verbindlich aus der forstlichen Nutzung genommen werden Transparenz gegenüber Bürgern und eine offene Kommunikation Ökologische Waldnutzung für 90 Prozent der öffentlichen Wald- fläche verbindlich festschreiben und die Waldnutzung durch Dritte kontrollieren (FSC- oder Naturland-Zertifizierung)

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Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um 10 Prozent der

öffentlichen Wälder dauerhaft für die Natur und Erholung der Menschen ohne Holznutzung unter Schutz zu stellen?

Seehofer: » Nur die Bewirtschaftung der Wälder schafft die Grundlage für eine leistungsfähige Forst- und
Seehofer: » Nur die Bewirtschaftung der Wälder schafft die
Grundlage für eine leistungsfähige Forst- und Holzwirtschaft
und für stabile und gesunde Wälder. Pauschale Stilllegungen
lehnt die CSU ab. Wir stehen zum Ansatz einer integrierten
Waldnutzung – Schützen und Nützen sind dabei kein
Widerspruch! «
CSU
Ude: » Wir wollen den Naturschutz in die Nutzung der gesamten öffentlichen Waldfläche integrieren, neben
Ude: » Wir wollen den Naturschutz in die Nutzung der
gesamten öffentlichen Waldfläche integrieren, neben der
natürlichen Entwicklung von Urwäldern in Schutzgebieten
und Nationalparks auch durch die Anlage von flächen-
deckenden Trittsteinbiotopen, die der bayernweiten
Vernetzung dienen. «
SPD
Aiwanger: » Wir sehen in der seit Jahrhunderten gepflegten Bewirtschaftung der bayerischen Wälder ein Vorbild
Aiwanger: » Wir sehen in der seit Jahrhunderten gepflegten
Bewirtschaftung der bayerischen Wälder ein Vorbild für
Nachhaltigkeit. Daher wenden wir uns gegen große Flächen-
stilllegungen, wie etwa bei einem geplanten Nationalpark
im Steigerwald. «
FW
Bause: » Das Ziel der Biodiversitätsstrategie ist umzusetzen. Wir wollen auf bis zu 10 Prozent
Bause: » Das Ziel der Biodiversitätsstrategie ist umzusetzen.
Wir wollen auf bis zu 10 Prozent der Staatswaldfläche eine
ungestörte natürliche Walddynamik. Bis Ende 2014 werden
wir für alle Staatswaldbetriebe regionale Naturschutz-
konzepte vorlegen und das Netz der Naturwaldreservate
mittelfristig ergänzen. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Wir setzen uns für die Weiterverfolgung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie ein und für das
Zeil: » Wir setzen uns für die Weiterverfolgung der Bayerischen
Biodiversitätsstrategie ein und für das Konzept Schützen
durch Nutzen. Wir sind offen, das bestehende System
von Schutzgebieten zu erweitern, wo dies notwendig ist,
fachlich begründet und von der örtlichen Bevölkerung
mitgetragen wird. «
FDP
Wolf: » Das 10-Prozent-Ziel muss im bayerischen Waldgesetz und dem Staatsforstengesetz verankert werden. Basierend
Wolf: » Das 10-Prozent-Ziel muss im bayerischen Waldgesetz
und dem Staatsforstengesetz verankert werden. Basierend
darauf sollen die Naturschutzbehörden gemeinsam mit den
Bayerischen Staatsforsten unter Einbezug von Umwelt-
verbänden Stufenpläne mit festen zeitlichen Vorgaben
für die Außernutzungnahme vereinbaren. «
DIE LINKE

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Welche größeren Waldgebiete in Bayern eignen sich neben den

bisherigen zwei bayerischen Nationalparks aus Ihrer Sicht für Urwälder von morgen?

Seehofer: » Die Aufstufung von Waldgebieten zu National- parken ist für die Menschen vor Ort
Seehofer: » Die Aufstufung von Waldgebieten zu National-
parken ist für die Menschen vor Ort mit Einschränkungen
verbunden. Deshalb ist es wichtig, dass Nationalpark-
Projekte von der Mehrheit der betroffenen Bürger getragen
werden. Aktuell ist nicht bekannt, dass in Bayern ein
weiterer Nationalpark von Anliegern gefordert wird. «
CSU
Ude: » Der Steigerwald bietet hervorragendes Potenzial für einen Buchennationalpark, hier werden wir, zusammen mit
Ude: » Der Steigerwald bietet hervorragendes Potenzial
für einen Buchennationalpark, hier werden wir, zusammen
mit der Bevölkerung, ein schlüssiges Konzept erarbeiten
und zügig umsetzen. Dies fordern wir seit nunmehr
10 Jahren. «
Aiwanger: » Die FREIEN WÄHLER sind gegen die Ausweisung von weiteren Nationalparks, denn wir stehen
Aiwanger: » Die FREIEN WÄHLER sind gegen die Ausweisung
von weiteren Nationalparks, denn wir stehen zum Grundsatz:
Schutz durch Nutzen. «
Bause: » Im nördlichen Steigerwald liegt einer der schönsten Buchenwälder Deutschlands, welcher unter
Bause: » Im nördlichen Steigerwald liegt einer der schönsten
Buchenwälder Deutschlands, welcher unter naturschutzfach-
licher Betrachtung nationalparkwürdig ist. Auch das Ammer-
gebirge käme als weiterer Nationalpark in Betracht. Um
die Auseinandersetzung zu versachlichen, wollen wir
für beide Gebiete eine Machbarkeitsstudie vorlegen. «
Zeil: » Naturschutz und Holznutzung müssen sich nicht ausschließen. Etwa 170 Naturwaldreservate mit 7000 Hektar
Zeil: » Naturschutz und Holznutzung müssen sich nicht
ausschließen. Etwa 170 Naturwaldreservate mit 7000 Hektar
sind aus der Bewirtschaftung ausgenommen, so dass sich
die natürliche Dynamik der Waldökosysteme entfalten und
wissenschaftlich beobachtet werden kann. «
FDP
Wolf: » Neben einem zukünftigen Nationalpark Steigerwald müssen auch im Spessart große Waldschutzgebiete
Wolf: » Neben einem zukünftigen Nationalpark Steigerwald
müssen auch im Spessart große Waldschutzgebiete
eingerichtet werden. Generell tritt DIE LINKE für eine
nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung der
bayerischen Wälder ein. «
LINKE
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Wie werden Sie die Transparenz und Beteiligung der Bevölkerung

bei der Waldbewirtschaftungsplanung der Bayerischen Staats- forsten (BaySF) verbessern?

Seehofer: » Der Beirat im Unternehmen BaySF unterstützt beratend den Aufsichtsrat und vermittelt durch Vorschläge
Seehofer: » Der Beirat im Unternehmen BaySF unterstützt
beratend den Aufsichtsrat und vermittelt durch Vorschläge
gesellschaftliche Anliegen, die die Bewirtschaftung von
Staatswald und Jagden betreffen. Im Beirat ist eine Vielzahl
gesellschaftlicher Interessengruppen aus Wirtschaft,
Politik, Umwelt- und Erholungsverbänden vertreten. «
CSU
Ude: » Die völlige Entpolitisierung der BaySF kritisieren wir vehement, ebenso die Informationspolitik gegenüber der
Ude: » Die völlige Entpolitisierung der BaySF kritisieren wir
vehement, ebenso die Informationspolitik gegenüber der
Bevölkerung und der Abgeordneten im Landtag, welche
nur in begleitender Funktion tätig sein können. Wir werden
die Offenlegung der Wirtschaftspläne (Forsteinrichtungs-
werke) sicherstellen. «
SPD
Aiwanger: » Wir sind der Ansicht, dass diese komplexen und weitreichenden Planungen von Fachleuten durchgeführt
Aiwanger: » Wir sind der Ansicht, dass diese komplexen
und weitreichenden Planungen von Fachleuten durchgeführt
werden müssen. Die Transparenz muss aber gegeben sein. «
FW
Bause: » Der grüne Staatswald dient dem Allgemeinwohl im besonderen Maße. Er ist in jeder
Bause: » Der grüne Staatswald dient dem Allgemeinwohl
im besonderen Maße. Er ist in jeder Hinsicht vorbildlich und
nachhaltig zu bewirtschaften. Es gilt auch, die biologische
Vielfalt im Staatswald zu sichern und zu verbessern. Zur
Vorbildfunktion der Staatswaldbewirtschaftung gehört
es auch, Arbeitsplätze zu erhalten. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Es ist wichtig, dass bei der Waldbewirtschaftsplanung der BaySF auch die Vielfalt der
Zeil: » Es ist wichtig, dass bei der Waldbewirtschaftsplanung
der BaySF auch die Vielfalt der gesellschaftlichen Interessen
eingezogen wird. Statt auf Maximalforderungen zu beharren,
ist es aus unserer Sicht ratsam, ausgewogene Lösungen
zu erarbeiten. «
FDP
Wolf: » DIE LINKE spricht sich für umfassende Informations- und Beteiligungsrechte für Bürger sowie für
Wolf: » DIE LINKE spricht sich für umfassende Informations-
und Beteiligungsrechte für Bürger sowie für Umwelt- und
Naturschutzverbände aus. Dies muss sich auch im
Bayerischen Staatsforstengesetz widerspiegeln, u.a.
sollte ein Umweltverband im Aufsichtsrat der Staats-
forsten vertreten sein. «
DIE LINKE

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Streben Sie eine Waldzertifizierung nach FSC für den Staatswald an?

Seehofer: » Wir wollen die Wertschöpfungskette Holz stärken, auch in der Vermarktung. Zur Förderung der
Seehofer: » Wir wollen die Wertschöpfungskette Holz stärken,
auch in der Vermarktung. Zur Förderung der Nutzung von
nachhaltig erzeugtem heimischem Holz sind wir für eine Her-
kunftskennzeichnung mit anerkannten Zertifizierungssystemen
– für die BaySF wurde PEFC gewählt. PEFC garantiert eine
nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft. «
CSU
Ude: » Die positiven Aspekte einer Zertifizierung stehen einem enormen bürokratischen und finanziellen Aufwand
Ude: » Die positiven Aspekte einer Zertifizierung stehen einem
enormen bürokratischen und finanziellen Aufwand
gegenüber. Die Verwertung von heimischem Holz in der
Region hat unsererseits Vorrang. Soziale Standards im Staats-
wald (Mindestlohn, Personal…) werden wir,
unabhängig einer Zertifizierung, umsetzen. «
Aiwanger: » Wir sprechen uns klar gegen eine FSC- Zertifizierung aus, denn diese ist mit
Aiwanger: » Wir sprechen uns klar gegen eine FSC-
Zertifizierung aus, denn diese ist mit fünf Prozent Flächen-
stilllegung verbunden. Hingegen unterstützen wir eine
Zertifizierung nach PEFC Richtlinien. Diese wurde zusammen
mit den Waldbesitzerverbänden zur Sicherstellung einer
nachhaltigen Waldbewirtschaftung entwickelt. «
Bause: » Eine Umorientierung des Staatsforstes auf einen naturgemäßen Waldbau steht im Vordergrund. Besonders bei
Bause: » Eine Umorientierung des Staatsforstes auf einen
naturgemäßen Waldbau steht im Vordergrund. Besonders bei
der Sicherung der Schutzwälder und beim Erhalt der Artenviel-
falt sehen wir noch Defizite. Sollte nach der Umstrukturierung
eine FSC-Zertifizierung mit vertretbarem Aufwand mög-
lich sein, werden wir dies zu gegebener Zeit diskutieren. «
Zeil: » Derzeit wird die BaySF nach PEFC zertifiziert. Wenn der Markt eine andere Art
Zeil: » Derzeit wird die BaySF nach PEFC zertifiziert. Wenn der
Markt eine andere Art der Zertifizierung erfordert, wird dies
auch Anpassungen bei den BaySF nach sich ziehen. «
FDP
Wolf: » Ja. Bundesweit sind gerade mal knapp fünf Prozent der Waldfläche nach FSC zertifiziert,
Wolf: » Ja. Bundesweit sind gerade mal knapp fünf Prozent
der Waldfläche nach FSC zertifiziert, Bayern trägt zurzeit nicht
dazu bei, diesen Schnitt zu verbessern. DIE LINKE wird sich
nach Kräften dafür einsetzen, dass der bayerische Staatswald
nach FSC zertifiziert wird. «
LINKE
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Werden Sie Kahlschläge, Gifteinsatz, Vollbaumnutzung sowie die Pflanzung von Gastarten im Staatswald verbieten?

Seehofer: » Wir bekennen uns zu einer angemessenen Beteiligung ertragreicher Gastbaumarten. Es ist unser erklärtes
Seehofer: » Wir bekennen uns zu einer angemessenen
Beteiligung ertragreicher Gastbaumarten. Es ist unser
erklärtes Ziel, Holz als Rohstoff und Energieträger im Rahmen
der nachhaltigen Hiebsätze weiter ausreichend zur Verfügung
zu stellen. In den letzten Jahren sind im Übrigen die Holz-
vorräte im Wald weiter angestiegen. «
CSU
Ude: » Kahlschläge sind nicht Stand der guten fachlichen Praxis im Waldbau und haben in
Ude: » Kahlschläge sind nicht Stand der guten fachlichen
Praxis im Waldbau und haben in den Staatsforsten nur noch
in geringem Umfang Platz (z. B. Etablierung von Lichtbaum-
arten). Im Vordergrund steht die naturgemäße Wald-
bewirtschaftung. Vollbaumnutzung nur dort, wo es der
Nährstoffhaushalt erlaubt. «
SPD
Aiwanger: » Nein, denn unter bestimmten Voraussetzungen müssen diese Maßnahmen durchgeführt werden dürfen. « FW
Aiwanger: » Nein, denn unter bestimmten Voraussetzungen
müssen diese Maßnahmen durchgeführt werden dürfen. «
FW
Bause: » Kahlschlag, Gifteinsatz und Vollbaumnutzung sind für uns keine nachhaltigen Waldbewirtschaftungsmethoden. Die
Bause: » Kahlschlag, Gifteinsatz und Vollbaumnutzung sind
für uns keine nachhaltigen Waldbewirtschaftungsmethoden.
Die Pflanzung von Gastarten kommt nur in eng beschränkten
Bereichen außerhalb naturschutzfachlich wertvoller
Waldbereiche in Frage. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Uns ist es wichtig, die Wälder in Bayern zu erhalten und auf die
Zeil: » Uns ist es wichtig, die Wälder in Bayern zu erhalten
und auf die Zukunft auszurichten. Kahlschläge sind zu
vermeiden; Herbizide und Insektizide werden nur in bestands-
bedrohenden Situationen eingesetzt. «
FDP
Wolf: » Ja. Gegenwärtig ist die Waldnutzung und -bewirtschaftung noch zu stark auf den wirtschaftlichen
Wolf: » Ja. Gegenwärtig ist die Waldnutzung und
-bewirtschaftung noch zu stark auf den wirtschaftlichen
Nutzen ausgerichtet. DIE LINKE tritt für eine umweltgerechte
Forstwirtschaft ein. Kahlschläge, Gifteinsätze, Vollbaum-
nutzung sowie Pflanzungen von Gastarten müssen
deshalb verboten werden. «
DIE LINKE

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Wie werden Sie die BaySF umstrukturieren, um Umwelt- und

Erholungsfunktionen sowie Beschäftigung Vorrang vor der Holz- nutzung zu geben?

Seehofer: » Der Staatswald wird in Bayern seit langem nach dem Leitbild einer naturnahen Forstwirtschaft
Seehofer: » Der Staatswald wird in Bayern seit langem nach
dem Leitbild einer naturnahen Forstwirtschaft bewirtschaftet.
Ziel sind dabei standortgemäße, naturnahe, stabile und
leistungsfähige Mischwälder, die besonders anpassungs-
fähig gegenüber Umweltveränderungen sind und der
heimischen Flora und Fauna als Lebensraum dienen. «
CSU
Ude: » Wir werden auf mehr Personal in der Fläche setzen, die Transparenz in der
Ude: » Wir werden auf mehr Personal in der Fläche setzen,
die Transparenz in der Bewirtschaftung des Bürgerwaldes
erhöhen und das Miteinander sowie das Verständnis für
Maßnahmen vor Ort stärken (z. B. Durchforstung mit dem
Ziel Waldumbau). Festgelegte Renditeziele für die
Staatsforsten werden wir abschaffen. «
Aiwanger: » Die BaySF sind ein staatliches Unternehmen, welches nicht nur nachhaltig, sondern auch gewinnbringend
Aiwanger: » Die BaySF sind ein staatliches Unternehmen,
welches nicht nur nachhaltig, sondern auch gewinnbringend
wirtschaftet und somit deutlich zur Erhöhung des Staats-
haushaltes beiträgt. Allerdings darf neben dem wirtschaft-
lichen Aspekt die Funktion des Waldes als Erholungs-
gebiet nicht vergessen werden. «
Bause: » Die Bewirtschaftung des Staatswalds ist derzeit zu einseitig auf kurzfristige Gewinnorientierung ausgerichtet,
Bause: » Die Bewirtschaftung des Staatswalds ist derzeit zu
einseitig auf kurzfristige Gewinnorientierung ausgerichtet, was
zu massivem Stellenabbau führte und führt. Das wollen wir än-
dern. Wenn notwendig, werden wir auch zusätzliche Arbeits-
plätze schaffen. Die personelle Durchlässigkeit zwischen
Forstverwaltung und BaySF muss gesichert werden. «
Zeil: » Wir setzen auf einen integrativen Ansatz, der den Schutz des Waldes und seine
Zeil: » Wir setzen auf einen integrativen Ansatz, der den
Schutz des Waldes und seine Nutzung verbindet. So wird
in einer vorbildlichen Weise den Anforderungen an eine
nachhaltige Rohstoffversorgung, einen attraktiven
Erholungsraum und den Schutz natürlicher Ressourcen
auf ganzer Fläche entsprochen. «
FDP
Wolf: » Umwelt- und Erholungsziele müssen im bayerischen Waldgesetz sowie Staatsforstengesetz gegenüber der rein
Wolf: » Umwelt- und Erholungsziele müssen im bayerischen
Waldgesetz sowie Staatsforstengesetz gegenüber der rein
wirtschaftlichen Holznutzung aufgewertet werden. Dann
wären auch die Bayerischen Staatsforsten daran gebunden.
Ein Umweltverband sollte im Aufsichtsrat der
Staatsforsten vertreten sein. «
LINKE
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Wie werden Sie den Beitrag des öffentlichen Waldes durch Bio- masseaufbau und CO 2 - Speicherung für den Klimaschutz stärken?

Seehofer: » Der Aufbau klimastabilerer Wälder mit einem breiten Baumartenspektrum ist von zentraler Bedeutung zum
Seehofer: » Der Aufbau klimastabilerer Wälder mit einem
breiten Baumartenspektrum ist von zentraler Bedeutung zum
Erhalt der Waldfunktionen. In den letzten Jahren sind die
Holzvorräte im Wald weiter angestiegen. Zudem werben wir
konsequent für die Nutzung von Holz als Baustoff und
damit als CO 2 - Speicher. «
CSU
Ude: » Die nachhaltige Waldbewirtschaftung mit hohen Totholzanteilen und Methusalembäumen leistet einen enormen
Ude: » Die nachhaltige Waldbewirtschaftung mit hohen
Totholzanteilen und Methusalembäumen leistet einen enormen
Beitrag zum Klimaschutz. Wir müssen darauf achten,
dass wir dem Wald nicht mehr Nährstoffe entziehen als
verträglich ist. Hier sind die Ampelkarten ein
hervorragendes Instrument. «
SPD
Aiwanger: » Die bayerischen Wälder sind nicht nur als CO 2 - Speicher von großer
Aiwanger: » Die bayerischen Wälder sind nicht nur als
CO 2 - Speicher von großer Bedeutung, sondern tragen auch
als Rohstofflieferant zur Energiewende bei. Wir FREIEN
WÄHLER sind der Ansicht, dass durch Nutzung der Wälder
der größtmögliche Beitrag zum Klimaschutz
erreicht wird. «
FW
Bause: » Neben dem 10-Prozent-Ziel, sehen wir die BaySF auch bei der Moor-Renaturierung in der
Bause: » Neben dem 10-Prozent-Ziel, sehen wir die BaySF
auch bei der Moor-Renaturierung in der Pflicht. Mehr noch als
in Wäldern kann damit CO 2 gespeichert werden. Die nachhal-
tige Holznutzung in langlebigen Produkten trägt zur Speiche-
rung der Emissionen bei. Der Einsatz von Holz als Bau-
material und Werkstoff ist daher deutlich zu erhöhen. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Wir werden uns dafür einsetzen, die Forstpolitik weiter zu entwickeln, so dass Fortschritte
Zeil: » Wir werden uns dafür einsetzen, die Forstpolitik weiter
zu entwickeln, so dass Fortschritte beim Waldumbau hin
zu mehr Mischwäldern erreicht werden. Ferner lassen sich
CO 2 - Minderungseffekte durch Substitution anderer
energieintensiver Baumaterialien durch Holz erzielen. «
FDP
Wolf: » Wir fordern den Erhalt und den Ausbau ungenutzter Wälder. Gerade ungenutzte Buchenwälder, wie
Wolf: » Wir fordern den Erhalt und den Ausbau ungenutzter
Wälder. Gerade ungenutzte Buchenwälder, wie zum Beispiel
im Spessart, leisten als CO 2 -Speicher einen großen Beitrag
zum Klimaschutz. «
DIE LINKE

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Landwirtschaft

Für eine ökologische Landwirtschaft ohne Gentechnik!

Bayern verfügt über eine im Bundesvergleich eher kleinteilige bäuerliche Landwirtschaft. Nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirt- schaften rund 6.500 Betriebe in Bayern sechs Prozent der landwirtschaft- lichen Nutzfläche. Öko-Landbau verzichtet auf synthetische Pestizide und Mineraldünger. Dadurch gelangen weniger Gifte in die Umwelt, Boden- fruchtbarkeit und Artenvielfalt sind höher.

Gentechnisch veränderte Pflanzen werden derzeit in Bayern nicht kommerziell angebaut. Jedoch wird insbesondere Gen-Soja in großen Mengen als Futtermittel importiert. Anbau von Gen-Soja auf Monokulturen in den Herkunftsländern, vor allem Argentinien und Brasilien, ist ver- bunden mit Urwald-Zerstörung, einem massiven Einsatz von Pestiziden und einem Verlust an Biodiversität.

Neben Nahrungs- und Futtermitteln werden vermehrt Pflanzen zur Energiegewinnung angebaut; in 2010 bereits auf rund zwölf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Finanzielle Anreize machen insbesondere den Anbau von Energie-Mais lukrativ. Diese Vermaisung führt regional zu öden Agrarsteppen und bedroht u.a. die Artenvielfalt.

Rund die Hälfte der produzierten Lebensmittel landet im Müll – ob bereits beim Bauern auf dem Feld, bei Lebensmittel-Herstellern, im Handel oder später beim Verbraucher. Die Folge: eine riesige Verschwendung an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, die in die Lebensmittel- produktion geflossen sind.

Greenpeace fordert:

den Ausbau einer ökologischen und bäuerlich strukturierten Landwirtschaft den Stopp des Anbaus von Lebensmittelpflanzen für die Energieproduktion Maßnahmen, für einen sinnvolleren und respektvolleren Umgang mit Lebensmitteln

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Welche Maßnahmen planen Sie, um die Öko-Landwirtschaft

zu stärken und die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu erhöhen?

Seehofer: » Wir werden unsere Ökobetriebe weiter verlässlich mit der Umstellungsprämie und der Ökoprämie fördern.
Seehofer: » Wir werden unsere Ökobetriebe weiter
verlässlich mit der Umstellungsprämie und der Ökoprämie
fördern. Die große Nachfrage nach Bioprodukten wollen
wir mit heimischen Erzeugnissen besser befriedigen.
Deswegen haben wir das Landesprogramm
BioRegio Bayern 2020 initiiert. «
CSU
Ude: » Wir werden die Förderung des Ökolandbaus verbessern, auch im investiven Bereich. Weiterhin werden
Ude: » Wir werden die Förderung des Ökolandbaus
verbessern, auch im investiven Bereich. Weiterhin werden
wir die Bildung der angehenden Bäuerinnen und Bauern mit
einem Pflichtfach Ökolandbau optimieren und die Verbraucher
mit einer ausgeweiteten Verbraucherbildung in allen
Schulen verstärkt sensibilisieren. «
SPD
Aiwanger: » Wir sind der Überzeugung, dass der höhere Auf- wand bei der Produktherstellung auch
Aiwanger: » Wir sind der Überzeugung, dass der höhere Auf-
wand bei der Produktherstellung auch vom Verbraucher ent-
sprechend honoriert werden muss. Ein steigender Absatz von
Ökoprodukten setzt die Zahlungsbereitschaft der Kunden
voraus. Eine besondere Förderung soll aus unserer Sicht
nur über weitere Agrar- und Umweltprogramme erfolgen. «
FW
Bause: » Der ökologische Landbau ist unser Leitbild für nach- haltige Landwirtschaft. Zur Förderung des
Bause: » Der ökologische Landbau ist unser Leitbild für nach-
haltige Landwirtschaft. Zur Förderung des Öko-Landbaus
braucht es Beratung und Berücksichtigung in der landwirt-
schaftlichen Schulung und der Ausbildung von Verarbeitungs-
und Handelsberufen. Die Umstellung auf Öko-Landbau
muss finanziell angemessen unterstützt werden. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Wir halten die bestehenden Fördermaßnahmen im Rahmen der Agrarumweltprogramme für gut ausgestaltet und
Zeil: » Wir halten die bestehenden Fördermaßnahmen im
Rahmen der Agrarumweltprogramme für gut ausgestaltet und
dem Bedarf angepasst. Um noch vorhandene Defizite bei
der Vermarktung zu beheben, setzen wir auf die Verstärkung
privater Aktivitäten. «
FDP
Wolf: » DIE LINKE steht für nachhaltige Landwirtschaft, die regionale Wertschöpfung befördert, für die Stärkung
Wolf: » DIE LINKE steht für nachhaltige Landwirtschaft,
die regionale Wertschöpfung befördert, für die Stärkung der
landschaftspflegerischen Aktivitäten nach den Gegeben-
heiten (Almwirtschaft, grüne Fluss-Auen etc.) und den
Zusammenschluss von Bauern z.B. durch Erzeuger-
oder Absatzgenossenschaften. «
DIE LINKE

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Wie stehen Sie zum Einsatz der Gentechnik in der Land-

wirtschaft und welche Position haben Sie zum Einsatz von importierten gentechnisch veränderten Futtermitteln?

Seehofer: » Wir wollen keine Gentechnik auf bayerischen Feldern. Bei Importen von Lebensmitteln und Produkten
Seehofer: » Wir wollen keine Gentechnik auf bayerischen
Feldern. Bei Importen von Lebensmitteln und Produkten mit
gentechnisch veränderten Organismen sind wir für strenge
Zulassungsbedingungen und eine klare Kennzeichnung.
Mit dem Aktionsprogramm Heimische Eiweißfuttermittel
wollen wir unabhängiger von Sojaimporten werden. «
CSU
Ude: » Wir fordern seit Langem, die Anwendung der Agro-Gentechnik zu verbieten, sowie den Beitritt
Ude: » Wir fordern seit Langem, die Anwendung der
Agro-Gentechnik zu verbieten, sowie den Beitritt Bayerns zum
Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen.
Der Eiweißfuttermittelanbau in Drittstaaten ist ökologisch
und ethisch oftmals katastrophal, wir werden den
europäischen Anbau vorantreiben. «
Aiwanger: » Wir setzen uns dafür ein, dass in Europa mittel- fristig keine gentechnisch veränderten
Aiwanger: » Wir setzen uns dafür ein, dass in Europa mittel-
fristig keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel mehr
produziert werden. Bis zur Erreichung dieses Ziels halten
wir eine Kennzeichnung aller gentechnisch veränderten
Lebensmitteln im Sinne der Verbraucheraufklärung
für unerlässlich. «
Bause: » Wir lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab. Sie birgt massive Risiken für Umwelt
Bause: » Wir lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab.
Sie birgt massive Risiken für Umwelt und Menschen. Auch
entstehen Abhängigkeiten von Landwirten gegenüber Gen-
technik-Konzernen. Mit uns wird Bayern Mitglied im Netzwerk
gentechnikfreier Regionen. Wir sind für die Beibehaltung
der Nulltoleranz bei Saatgut, Futter- und Lebensmitteln. «
Zeil: » Wir setzen uns für eine verantwortliche Nutzung und weitere Erforschung der modernen Biotechnologie
Zeil: » Wir setzen uns für eine verantwortliche Nutzung und
weitere Erforschung der modernen Biotechnologie ein. Zudem
sollen mit dem – mit Unterstützung der FDP verabschiedeten –
Aktionsprogramm Heimische Eiweißfuttermittel Alternativen
zu gentechnisch veränderten Soja-Importen nach Bayern
gesucht werden. «
FDP
Wolf: » DIE LINKE lehnt die Agro-Gentechnik ab. Gen- technisch veränderte Pflanzen sollen weder auf
Wolf: » DIE LINKE lehnt die Agro-Gentechnik ab. Gen-
technisch veränderte Pflanzen sollen weder auf dem Acker
wachsen, noch in Futter- oder Lebensmitteln verarbeitet
werden. Dies gilt auch für den Import von gentechnisch
veränderten Lebensmitteln. «
LINKE
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Welche Maßnahmen planen Sie gegen die Vermaisung der

Landschaft und wie stehen Sie zum Anbau von Energiepflanzen in Bayern?

Seehofer: » Mais ist unsere leistungsfähigste Energiepflanze. Sie verwertet Stickstoff besonders effizient, nutzt
Seehofer: » Mais ist unsere leistungsfähigste Energiepflanze.
Sie verwertet Stickstoff besonders effizient, nutzt Sonnen-
energie effektiver als andere Kulturpflanzen. Maisverzicht
bedeutet mehr Flächenbedarf. Der Einsatz von Mais in Bio-
gasanlagen wurde auf max. 60 Prozent begrenzt. Zudem
fördern wir die Erforschung alternativer Energiepflanzen. «
CSU
Ude: » Ohne Energiepflanzen wird die Energiewende nicht gelingen, jedoch gerät der Silomais zunehmend in
Ude: » Ohne Energiepflanzen wird die Energiewende nicht
gelingen, jedoch gerät der Silomais zunehmend in die Kritik.
Wir werden verstärkt in die Forschung von Energiepflanzen
investieren, insbesondere von mehrjährigen Pflanzen mit
einer hohen Wertigkeit für die Bienen (z. B. durch-
wachsene Silphie). «
SPD
Aiwanger: » Die FREIEN WÄHLER erkennen den Wert der Maispflanze an, denn sie ist nicht
Aiwanger: » Die FREIEN WÄHLER erkennen den Wert der
Maispflanze an, denn sie ist nicht nur hinsichtlich der
Energiebilanz wertvoll für die Landwirtschaft. Jedoch sind
wir auch der Ansicht, dass verstärkt nach Alternativpflanzen
geforscht werden muss, um dauerhaft ein vielfältiges
Landschaftsbild zu gewährleisten. «
FW
Bause: » Der Anbau nachwachsender Rohstoffe ist für viele Landwirte ein extra Standbein. Dies darf
Bause: » Der Anbau nachwachsender Rohstoffe ist für viele
Landwirte ein extra Standbein. Dies darf nicht die Lebensmit-
telerzeugung verdrängen. Die Biogas-Nutzung muss ökolo-
gischer werden: z.B. durch eine sinnvolle Fruchtfolge bei Ener-
giepflanzen. Eine weitere Zerstörung von Grünland durch
Umbruch zu Maisäckern ist nicht mehr zu akzeptieren. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Die FDP hat sich für die Anpassungen des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) stark gemacht,
Zeil: » Die FDP hat sich für die Anpassungen des Erneuerbare-
Energien-Gesetzes (EEG) stark gemacht, um Fehlförderungen
zu vermeiden. Zudem haben wir uns im Rahmen einer Initiative
im bayerischen Landtag für die Erforschung alternativer
Energiepflanzen eingesetzt. «
FDP
Wolf: » Der Vermaisung der Landschaft muss durch eine Reform des EEG begegnet werden. Den
Wolf: » Der Vermaisung der Landschaft muss durch eine
Reform des EEG begegnet werden. Den Anbau von Energie-
pflanzen unterstützen wir nur für regionale Kreisläufe.
Gradmesser sind die nachhaltig zur Verfügung stehenden
Flächenpotentiale, wobei der Nahrungsmittelanbau
Vorrang hat. «
DIE LINKE

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Welche Maßnahmen planen Sie, damit weniger Lebensmittel

bei Bauern und Herstellern, im Handel und beim Verbraucher im Müll landen?

Seehofer: » Lebensmittel sind hochwertige Güter und dürfen nicht achtlos verschwendet werden. Wir wollen die
Seehofer: » Lebensmittel sind hochwertige Güter und dürfen
nicht achtlos verschwendet werden. Wir wollen die Menschen
für den Wert und guten Umgang mit Lebensmitteln sensibili-
sieren und Information, z. B. über Haltbarkeit, verbessern. Wir
sagen der Wegwerfmentalität den Kampf an und halten
am Ziel zur Halbierung der Lebensmittelabfälle fest. «
CSU
Ude: » Auch hier muss, neben den regulatorischen Vor- gaben für den Einzelhandel, die Sensibilität
Ude: » Auch hier muss, neben den regulatorischen Vor-
gaben für den Einzelhandel, die Sensibilität der Verbraucher
gestärkt werden, was wir mit unserem Schulfach Alltags-
und Lebensökonomie jahrgangsunabhängig und über alle
Schularten hinweg erreichen werden. «
Aiwanger: » Wir fordern die Einführung eines Schulfachs mit gezielter Vermittlung von Alltagswissen. Ein Konzept,
Aiwanger: » Wir fordern die Einführung eines Schulfachs mit
gezielter Vermittlung von Alltagswissen. Ein Konzept, das Kin-
dern in allen Schularten die Möglichkeit gibt, Wissen über Er-
nährung und Gesundheit, Umgang mit Geld oder verantwor-
tungsbewussten Konsum zu erwerben, würde massiv zur
Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beitragen. «
Bause: » Unser Ziel ist, die Lebensmittelverschwendung bis 2020 zu halbieren. Wir fordern: Agrarsubventionen abschaffen,
Bause: » Unser Ziel ist, die Lebensmittelverschwendung bis
2020 zu halbieren. Wir fordern: Agrarsubventionen abschaffen,
die auf Masse statt Klasse setzen. Handels- und Qualitätsnor-
men müssen überwunden werden. Verbrauchern muss be-
darfsgerechtes Einkaufen und Essen möglich werden. Er-
nährungsbildung an Schulen und Kitas wollen wir stärken. «
Zeil: » Hier brauchen wir Maßnahmen, die zur größeren Wertschätzung von Lebensmitteln führen. Wir setzen
Zeil: » Hier brauchen wir Maßnahmen, die zur größeren
Wertschätzung von Lebensmitteln führen. Wir setzen vor allem
auf verstärkte Information aller Beteiligten – von Landwirt-
schaft, Industrie und Handel bis hin zu Verbrauchern und
Großverbrauchern. Im Mittelpunkt der Bemühungen
müssen private Haushalte stehen. «
FDP
Wolf: » Mehr Transparenz in der Lebensmittelkette. Größere Lebensmittelunternehmen müssen ihre Warenbilanz
Wolf: » Mehr Transparenz in der Lebensmittelkette.
Größere Lebensmittelunternehmen müssen ihre Warenbilanz
offenlegen. Güteklassen und Vermarktungsnormen sind
aufzuheben. Regionale Erzeugung und Verarbeitung ist
zu fördern. Solche Strukturen vermindern durch kurze
Wege die Lebensmittelverschwendung. «
LINKE

▲ ▲▲

Erneuerbare Energien

100 % Erneuerbare Energien bis 2050

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss der Ausbau der Erneuer- baren Energien und der Ausstieg aus der Kohle wie auch der Atomkraft entschlossener angegangen werden. Wirtschaftlich ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien ein Gewinn, da sie mittlerweile, alles eingerechnet, kostengünstiger Strom produzieren als Atomkraftwerke.

Der Vorrang der Erneuerbaren Energien muss landesplanerisch weiter gestärkt werden. Wir brauchen einen Masterplan für die Energiewende in Bayern, in dem auch für die Übergangszeit flexible Gaskraftwerke ihren Platz finden, um Stromschwankungen bei Erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne auszugleichen.

Während Atom- und Kohleenergie aufgrund ihrer Risiken kurz- und mittel- fristig auslaufen müssen, wird Erdgas im Energiesystem als Übergang bis zur vollständigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien noch etwas länger benötigt. Wir brauchen Investitionen in dezentrale Kraftwerke und Speichertechnologien, die zudem noch die regionale Wertschöpfung stärken. Parallel dazu muss das Stromnetz den neuen Anforderungen angepasst werden.

Greenpeace fordert:

100% Erneuerbare Energien bis 2050 Anpassung des Stromnetzes im Zuge der Energiewende Erhalt und Ausbau flexibler Gaskraftwerke als Übergang

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Welche Position haben Sie hinsichtlich des Erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG)?

Seehofer: » Nach dem rasanten Zubau der letzten Jahre muss das EEG weiterentwickelt werden. Unsere
Seehofer: » Nach dem rasanten Zubau der letzten Jahre muss
das EEG weiterentwickelt werden. Unsere Ziele sind:
Erneuerbaren Energien durchgängig marktfähig zu machen
und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die
Investitions- und Planungssicherheit gewährleisten.
Dabei darf es keine Eingriffe in Bestandsanlagen geben. «
CSU
Ude: » Wir wollen eine grundlegende Reform des EEG, die den Ausbau langfristig und berechenbar
Ude: » Wir wollen eine grundlegende Reform des EEG,
die den Ausbau langfristig und berechenbar sichert, die
konsequent die Kosten begrenzt und die Strompreise im
Blick hat. Deshalb muss das EEG so ausgerichtet werden,
dass eine Fehlsteuerung zukünftig ausgeschlossen ist. «
SPD
Aiwanger: » Eine baldige Reform des EEG ist zweifellos erforderlich. Eine Reform darf aber nicht
Aiwanger: » Eine baldige Reform des EEG ist zweifellos
erforderlich. Eine Reform darf aber nicht den Wesensgehalt
des EEG aushöhlen. «
FW
Bause: » Das EEG unterliegt sinnvollerweise immer wieder einer Novellierung. Die Grundsätze des Einspeisevorrangs mit
Bause: » Das EEG unterliegt sinnvollerweise immer wieder
einer Novellierung. Die Grundsätze des Einspeisevorrangs
mit garantierten Vergütungssätzen sollen auf absehbare Zeit
noch erhalten bleiben. Die zunehmende Subventionierung
von Großverbrauchern durch das EEG muss deutlich
reduziert werden. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Es ist eine grundlegende Reform des EEG erforderlich. Dabei bevorzugen wir anstelle einer
Zeil: » Es ist eine grundlegende Reform des EEG erforderlich.
Dabei bevorzugen wir anstelle einer staatlichen Preis-
steuerung eine innovationsfreundliche Mengensteuerung.
Vertrauensschutz und die Erhaltung von Bestandsförderungen
müssen bei einer EEG-Reform gewahrt sein. «
FDP
Wolf: » Die zentralen Säulen des EEG – vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien
Wolf: » Die zentralen Säulen des EEG – vorrangige
Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und
garantierte, kostenorientierte Vergütungssätze – müssen
erhalten, Industrie-Rabatte bei der EEG-Umlage abgebaut
werden. Eine EEG-Reform muss den Beitrag Erneuerbarer
Energien zur Versorgungssicherheit stärken. «
DIE LINKE

SPDFWB

90/GRÜNEDIE

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Welche konkreten Planungen haben Sie, um die Energiewende in Bayern weiter voranzutreiben?

Seehofer: » Für einen erfolgreichen Fortgang der Energie- wende ist es unabdingbar, die nächsten Schritte
Seehofer: » Für einen erfolgreichen Fortgang der Energie-
wende ist es unabdingbar, die nächsten Schritte eng mit dem
Ausbau der Stromnetze, der Speicher und den anderen
Energieträgern zu verzahnen. Ein geschicktes Ineinander-
greifen unterschiedlicher Elemente stabilisiert die
Versorgung und entlastet die Verbraucher von Kosten. «
CSU
Ude: » Der Dreiklang aus Einsparung, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien ist Grundlage der Energiewende. Die
Ude: » Der Dreiklang aus Einsparung, Energieeffizienz und
Erneuerbaren Energien ist Grundlage der Energiewende. Die
zentralistische Energieversorgung muss dezentral werden. In
Bayern fehlen ein differenzierter Projektplan und konkrete Um-
setzungsschritte. Bayern soll eine führende Rolle bei den
Abstimmungen zwischen Bund und Ländern einnehmen. «
Aiwanger: » Wir fordern den Masterplan zur Energiewende, der Wechselwirkungen von Netzausbau, Ausbau der Erneuerbaren,
Aiwanger: » Wir fordern den Masterplan zur Energiewende, der
Wechselwirkungen von Netzausbau, Ausbau der Erneuerbaren,
Energiespeicher, Lastmanagement und Energieeffizienzmaß-
nahmen sowie das Abschalten von Atom- und fossil betriebe-
nen Kraftwerken berücksichtigt. Eine weitere Forderung
ist ein Energieministerium, das Kompetenzen bündelt. «
Bause: » Wir brauchen verlässliche Planungsgrundlagen, damit vor Ort naturverträglich in die Energiewende investiert
Bause: » Wir brauchen verlässliche Planungsgrundlagen,
damit vor Ort naturverträglich in die Energiewende investiert
werden kann. Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, die
Ökologisierung der Biogasnutzung sowie der Ausbau der
Erneuerbaren Energien im Wärmebereich durch ein
eigenes Landesgesetz sind weitere Punkte. «
Zeil: » Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien muss intelligent erfolgen. Die Verwendbar- und Speicherbarkeit
Zeil: » Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien muss
intelligent erfolgen. Die Verwendbar- und Speicherbarkeit des
erzeugten Stroms muss im Vordergrund stehen und volatile
Überkapazitäten vermieden werden. Der Fokus liegt auf
dem Netzausbau, der Schaffung eines Kapazitäts-
mechanismus und der Einsparung von Energie. «
FDP
Wolf: » Das Abschalten moderner Gaskraftwerke in Bayern muss gesetzlich untersagt werden. Der Ausbau Erneuerbarer
Wolf: » Das Abschalten moderner Gaskraftwerke in Bayern
muss gesetzlich untersagt werden. Der Ausbau Erneuerbarer
Energien soll forciert und ein Energiesparprogramm aufgelegt
werden. Wir wollen das Tempo energetischer Gebäude-
sanierung verdoppeln und fordern ein Austausch-
programm für Nachtspeicheröfen. «
LINKE
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3

Wie sehen Ihre Planungen für den weiteren Ausbau des Strom- netzes in Bayern aus?

Seehofer: » Unser Ziel ist es, den Ausbau der Übertragungs- netze zu beschleunigen und die
Seehofer: » Unser Ziel ist es, den Ausbau der Übertragungs-
netze zu beschleunigen und die Verteilnetze mit Hilfe moder-
ner Informations- und Kommunikationstechnik zu intelligenten
Netzen weiterzuentwickeln. Bei Projekten des Netzausbaus
sollen betroffene Bürger frühzeitig eingebunden und
beispielsweise durch Bürgeranleihen beteiligt werden. «
CSU
Ude: » Einsparungsanstrengungen werden den Ausbau der Energienetze nicht überflüssig machen. Der Netzausbau ist mit
Ude: » Einsparungsanstrengungen werden den Ausbau der
Energienetze nicht überflüssig machen. Der Netzausbau ist mit
einer öffentlichen Beteiligung an den Betreibergesellschaften
abzusichern. Basisenergieversorgung und Netzausbau funktio-
nieren nur gemeinschaftlich in einem nationalen Netzver-
bund und mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit. «
SPD
Aiwanger: » Um Kosten für den Netzausbau zu reduzieren und den Ausbau der Höchstspannungsnetze zu
Aiwanger: » Um Kosten für den Netzausbau zu reduzieren und
den Ausbau der Höchstspannungsnetze zu minimieren, müs-
sen regenerative Kraftwerke dort gebaut werden, wo Strom
gebraucht wird. Dazu muss auf Basis von intelligenten Strom-
netzen, Ausbauzielen und -szenarien eine Verteilnetzstudie
für Nieder-, Mittel- und Hochspannung erstellt werden. «
FW
Bause: » Vorrangig ist das Verteilnetz auszubauen und schritt- weise in ein intelligentes Netz umzubauen.
Bause: » Vorrangig ist das Verteilnetz auszubauen und schritt-
weise in ein intelligentes Netz umzubauen. Beim Übertragungs-
netz halten wir eine neue Leitung zwischen Thüringen und
Bayern für sinnvoll. Ob und in welchem Umfang großräumige
Hochspannungs-Übertragungsleitungen in Deutschland
sinnvoll sind, sollte heute noch nicht festgelegt werden. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Wir wollen den unverzüglichen Ausbau der geplanten Hochspannungsleitungen nach Bayern sowie den bedarfs-
Zeil: » Wir wollen den unverzüglichen Ausbau der geplanten
Hochspannungsleitungen nach Bayern sowie den bedarfs-
gerechten regionalen Leitungs- und Verteilnetzausbau auf
Basis des bayerischen Netzausbauplans. Wir setzen auf
die Entwicklung intelligenter Netzsteuerung und auf
mehr Akzeptanz bei den Bürgern. «
FDP
Wolf: » Der Umbau der Stromnetze muss vom Ziel einer erneuerbaren Vollversorgung her konzipiert werden.
Wolf: » Der Umbau der Stromnetze muss vom Ziel einer
erneuerbaren Vollversorgung her konzipiert werden. Er muss
zukünftige Stromspeicher und ein Lastenmanagement bei
großen Stromverbrauchern berücksichtigen. Dies wollen
wir nicht der Willkür privater Firmen überlassen, die
Netze gehören in öffentliche Hand. «
DIE LINKE

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Atomkraft

Ausstieg aus der Atomenergie zügig umsetzen!

Nach Willen der Bundesregierung werden noch bis 2022 Atomkraftwerke in Deutschland weiterlaufen. Bis dahin besteht weiterhin täglich das Risiko eines schweren Reaktorunfalls. Nach wie vor fallen jährlich hunderte Tonnen gefährlichen Atommülls an. Die Entsorgung dieser strahlenden Altlasten, die nach uns noch Generationen weiter tragen müssen, ist in Deutschland und auch weltweit immer noch ungelöst.

Nachdem Jahrzehnte lang der geologisch ungeeignete Salzstock im niedersächsischen Gorleben als Endlagerstätte gehandelt wurde, soll nun die Suche nach einem geeigneten Endlager neu beginnen. Doch nach wie vor fehlt in dem Suchprozess eine ausreichende Beteiligung der Bürger und es besteht weiterhin die Gefahr, dass Gorleben als Standort durchgesetzt werden soll.

Greenpeace fordert:

Stopp der Atommüllproduktion: Atomausstieg zügig umsetzen! Eine wirklich ergebnisoffene Endlagersuche ohne Gorleben und mit Beteiligung der Bürger

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Übernimmt Bayern Verantwortung für die sichere Endlagerung hochradioaktiven Atommülls?

Seehofer: » Ein geeignetes Endlager für radioaktive Abfälle zu finden, ist für uns ein Gebot
Seehofer: » Ein geeignetes Endlager für radioaktive Abfälle
zu finden, ist für uns ein Gebot der Verantwortung gegenüber
nachfolgenden Generationen. Die Suche erfolgt derzeit
bundesweit. Aus geologischen Gründen erscheint jedoch
Bayern hierfür nicht geeignet. «
CSU
Ude: » Die SPD in Bayern ist für den sofortigen Beginn eines Endlagerauswahlverfahrens unter Beteiligung
Ude: » Die SPD in Bayern ist für den sofortigen Beginn eines
Endlagerauswahlverfahrens unter Beteiligung von Wissen-
schaftlern und der Bevölkerung vor Ort. Es sollen vorab
transparente Sicherheitskriterien definiert und dann ein
geeigneter Standort gefunden werden. Diese Vorgehens-
weise schließt alle Bundesländer in die Suche mit ein. «
SPD
Aiwanger: » Bayern muss grundsätzlich, wie alle Bundes- länder, die Verantwortung für eine sichere Endlagerung
Aiwanger: » Bayern muss grundsätzlich, wie alle Bundes-
länder, die Verantwortung für eine sichere Endlagerung
hochradioaktiven Atommülls übernehmen. Allerdings kommt
es auf die jeweiligen geologischen Gegebenheiten an.
Eine oberirdische Nachsorge, wie in vielen europäischen
Nachbarländern, ist wohl zwingend. «
FW
Bause: » Bayern muss zur Verantwortung bei der Entsorgung gedrängt werden. In der Vergangenheit wurde
Bause: » Bayern muss zur Verantwortung bei der Entsorgung
gedrängt werden. In der Vergangenheit wurde hochaktiver
Atommüll einfach ins Ausland oder nach Gorleben
transportiert. Wir wollen eine wissenschaftlich fundierte
und transparente Suche nach einem Endlager in ganz
Deutschland – ohne Ausnahmen. «
B 90/GRÜNE
Zeil: » Wir sind für die ergebnisoffene Suche nach einem Endlagerstandort. Allerdings hat Bayern mit
Zeil: » Wir sind für die ergebnisoffene Suche nach einem
Endlagerstandort. Allerdings hat Bayern mit dem höchsten
Kernenergieanteil in Deutschland über Jahrzehnte die
höchste Verantwortung und die Lasten der Kernenergie auf
sich genommen. «
FDP
Wolf: » Ja, das ist notwendig. Wir müssen in allen Belangen an die Allgemeinheit denken
Wolf: » Ja, das ist notwendig. Wir müssen in allen Belangen
an die Allgemeinheit denken und ohne Vorbehalte unter-
suchen, wo die sicherste und damit beste Endlagerstätte ist.
In Bayern wurde und wird sehr viel Atommüll produziert:
Wir haben nicht das Recht, uns hier aus der
Verantwortung zu stehlen. «
DIE LINKE

SPDFWB

90/GRÜNEDIE

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Wie sichern Sie die Abschaltung des AKW Grafenrheinfelds im Jahr 2015 im Hinblick auf die Versorgungssicherheit?

Seehofer: » Für eine sichere Energieversorgung muss vor allem der Netzausbau vorangetrieben werden. Vordring- lichstes
Seehofer: » Für eine sichere Energieversorgung muss vor
allem der Netzausbau vorangetrieben werden. Vordring-
lichstes Projekt ist hier die Fertigstellung der Thüringer
Strombrücke bis Ende 2015. Zudem benötigen wir Reserve-
kapazitäten in Form von bestehenden und neuen,
modernen Kraftwerken, die die Grundlast sichern. «
CSU
Ude: » Unsere Stromexporte erreichten 2012 einen Höchst- stand. Überkapazitäten führen zu sinkenden
Ude: » Unsere Stromexporte erreichten 2012 einen Höchst-
stand. Überkapazitäten führen zu sinkenden Börsenstromprei-
sen, einer Erhöhung der EEG-Umlage und so zum Preisanstieg
für Verbraucher. Die Versorgungssicherheit kann nach Still-
legung durch Zusatznutzung von relativ sauberen, moder-
nen Gaskraftwerken in Spitzenzeiten gewahrt werden. «
Aiwanger: » Wir sehen in der Abschaltung des AKW- Grafenrheinfelds keine Lücke in der Versorgungssicherheit.
Aiwanger: » Wir sehen in der Abschaltung des AKW-
Grafenrheinfelds keine Lücke in der Versorgungssicherheit.
Wenn Lücken entstehen, könnten diese mit vorhandenen und
regelbaren Gaskraftwerken kurzfristig überbrückt werden.
Ein fokussierter Kapazitätsmarkt ist einzuführen. «
Bause: » Unserer Ansicht nach ist die Versorgungssicherheit durch eine Abschaltung von Grafenrheinfeld nicht gefährdet.
Bause: » Unserer Ansicht nach ist die Versorgungssicherheit
durch eine Abschaltung von Grafenrheinfeld nicht gefährdet.
Daher treten wir für eine frühere Abschaltung ein.
Erst kürzlich stillgelegte hochmoderne Gaskraftwerke
(z.B. Irsching) können die Versorgungssicherheit
gewährleisten. «
Zeil: » Wir setzen uns für die schnelle Fertigstellung der Thüringer Strombrücke ein, damit die
Zeil: » Wir setzen uns für die schnelle Fertigstellung der
Thüringer Strombrücke ein, damit die Energieerzeugungs-
überschüsse aus Ostdeutschland für Bayern nutzbar gemacht
werden können. Damit kann das Kernkraftwerk Grafen-
rheinfeld vereinbarungsgemäß und zeitgerecht im
Jahr 2015 abgeschaltet werden. «
FDP
Wolf: » Die Stromversorgung bleibt sicher, wenn das AKW Grafenrheinfeld 2015 vom Netz geht. Dafür
Wolf: » Die Stromversorgung bleibt sicher, wenn das AKW
Grafenrheinfeld 2015 vom Netz geht. Dafür muss dem
angedrohten Abschalten (moderner) Gaskraftwerke rechtlich
ein Riegel vorgeschoben werden, der Ausbau erneuerbarer
Energien forciert und eine Energiespar-Offensive
in Bayern angestoßen werden. «
LINKE

Die Reihenfolge der Parteien ergibt sich aus dem Wahlergebnis der letzten Bayerischen Landtagswahl im Jahr 2008.

Impressum Greenpeace München, Frohschammerstr. 14, 80807 München, muenchen@greenpeace.de, www.greenpeace-muenchen.de Politische Vertretung Berlin Marienstraße 19-20, 10117 Berlin, Tel. 030 / 30 88 99-0 V.i.S.d.P Dorit Piotrowski Text / Redaktion Sabine Brinkop, Franziska Buch, Sabrina Schröpfer, Beate Frankowsky, Hans Pazier, u.a. Fotos S.4 Oliver Soulas; S.13 Michael Kunkel; S.14 Thomas Porter; S.20 / 25 Paul Langrock; S.26 Frank Hormann; alle © Greenpeace; Portraitfotos: CSU; SPD / Susie Knoll; Freie Wähler; Bündnis 90 / Die Grünen / Hans-Jürgen Staudt; FDP; DIE LINKEN Gestaltung Der Plotterraum, Rethedamm 8, 21107 Hamburg Druck Reset, Virchowstraße 8, 22767 Hamburg Auflage 5000 Exemplare Stand 08 / 2013 Zur Deckung unserer Herstellungskosten bitten wir um eine Spende:

GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67, KTO 33401; BIC GENODEM1GLS, IBAN DE49 4306 0967 0000 0334 01

Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier

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E 0102 1

Wahlkompass

Umweltpolitik

Wird die nächste Landesregierung in Bayern

sich glaubhaft für den weiteren Ausbau der Energiewende einsetzen? eine ökologisch und nachhaltige Landwirtschaft ohne Gentechnik verstärkt fördern? und den Waldschutz vorantreiben?

Kein Geld von Industrie und Staat

Greenpeace ist international, überparteilich und völlig unabhängig von Politik, Parteien und Industrie. Mit gewaltfreien Aktionen kämpft Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland spenden an Greenpeace und gewährleisten damit unsere tägliche Arbeit zum Schutz der Umwelt.