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meHr wert fÜr gesellscHaft und unterneHmen Ratgeber für wirkungsvolle Unternehmensspenden

meHr wert fÜr gesellscHaft und unterneHmen

Ratgeber für wirkungsvolle Unternehmensspenden

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blauberries.phineowirkt

store/apps/details?id=com. blauberries.phineowirkt Impressum Dieser Ratgeber wird klimaneutral auf

Impressum

Dieser Ratgeber

wird klimaneutral

auf Recyclingpapier

gedruckt.

Ratgeber wird klimaneutral auf Recyclingpapier gedruckt. „iPad“ und „iPhone“ sind eingetragene Warenzeichen

„iPad“ und „iPhone“ sind eingetragene Warenzeichen der Apple Inc., „Android" ist ein eingetragenes Warenzeichen von Google Inc.

August 2013

© PHINEO gAG, Berlin

Autoren: Sabine Arras, Dr. Philipp Hoelscher (PHINEO gAG)

Kontakt PHINEO gAG Anna-Louisa-Karsch-Str. 2

10178 Berlin

T +49 . 30 . 52 00 65-400 www.phineo.org

Sie möchten die Publikation ganz oder teilweise nutzen? Bitte fragen Sie uns, wir antworten gern!

inHalt

Warum dieser Ratgeber?

4

Corporate Giving als Teil strategischen Corporate Citizenship

6

Herausforderungen bei Unternehmensspenden

8

Altruismus oder Geschäftsstrategie?

10

Wirkungszyklus: Strategisch spenden

12

Praxistool: Neun Schritte zur Spendenstrategie

13

Im Fokus: Passende Spendenorganisationen finden

16

Praxistool: Spendenrichtlinie schreiben

18

Praxistool: Der Spenden-Mix: ein Werkzeugkoffer

20

Exkurs: Katastrophenhilfe

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Praxistool: Mitarbeiter einbeziehen

24

Wissenswert: Rechtliches und Internationales

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Praxistool: Wirkung zeigen

27

Wirkungsanalyse

28

Wirkungsreporting

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Spezialisten für gesellschaftliches Engagement

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Zum Weiterlesen

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2

| 3

28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3
28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3
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28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3
28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3
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28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3
28 Wirkungsreporting 29 Spezialisten für gesellschaftliches Engagement 30 Zum Weiterlesen 31 2 | 3

Dieser Ratgeber ist für …

Personen, die in Unternehmen mit Unternehmensspenden (Corporate Giving) befasst sind: Spendenkoordi- natoren/ -beauftragte, Corporate-Citzen- ship-Referenten, CSR-Manager, Presse- sprecher, Geschäftsführer, Familienunter- nehmer, etc.

Unternehmen, die sich mit Spenden gesellschaftlich engagieren: Profitieren können vor allem große Unternehmen und größere Mittelständler/ Familienun- ternehmen bzw. alle Unternehmen, die längerfristig mit einem gewissen Spen- denvolumen Gutes bewirken wollen.

Spenden-Einsteiger und Corporate- Giving-Profis: Einsteiger finden erste wertvolle Anregungen, Profis Reflexi- onsangebote und Tools für ihre wir- kungsorientierte Spendenpraxis.

warum dieser ratgeber?

Was kann an Spenden denn schon kompliziert sein? Jeder dritte Deutsche spendet min- destens einmal im Jahr, und die allermeisten deutschen Unter- nehmen tun das ebenfalls. Wozu also ein Ratgeber? Ist doch alles klar, man muss doch einfach nur …

Ja was denn eigentlich? Scheck unterschreiben, aber in welcher Höhe? Wer unterschreibt den Scheck? Oder eine Überweisung? Aber aus welchem Budget? Eine Mit- arbeitersammlung vielleicht? Doch lieber in bar geben, oder könnte Com- pliance etwas dagegen haben? Und wer soll der Empfänger der Spende sein? Die

Umweltschützer. Oder doch die Armutsbe- kämpfer, die Fußballer oder die Katastro- phenhelfer? Was machen die überhaupt mit unserem Geld, und was kommt dabei heraus? Können die denn sicherstellen, dass die Spende steuerlich absetzbar ist? Am Standort sollten die schon aktiv sein. Oder doch lieber international? Wann spenden wir, Weihnachten vielleicht, und wer entscheidet das nun? Bringt uns das Spenden denn irgendetwas? Die PR-Abtei- lung will vor allem eine gute Unterneh- mensreputation, der Vorstand eine gute Unternehmenskultur, die Controller gute Zahlen, die Mitarbeiter ein gutes Gefühl, die Juristen gute Absprachen, der Be- triebsrat ein gutes Arbeitsklima. Und die Abteilung Corporate Citizenship, die will ausgezeichnete Projekte.

Die gute Nachricht: Mit Spenden können Unternehmen Gutes tun. Mit strategi- schem Spenden können sie Gutes gezielt bewirken.

Weil es den meisten Unternehmen darum geht, mit ihren Unternehmensspenden Verantwortung zu übernehmen und wirk- lich etwas für die Gesellschaft und das Unternehmen zu erreichen, zeigt dieser Ratgeber Unternehmen, wie Gutes tun und Gutes bewirken bei Unternehmens- spenden (Corporate Giving) zusammen- kommen. Jenen, die über Unternehmens- spenden entscheiden oder sie koordinie- ren gibt er praktische Tipps, wie sie die richtigen Personen im Unternehmen an den entscheidenden Stellen einbinden, welche Tools sie für das systematische

Spenden nutzen können, wie sie wir- kungsvolle und sichere Spendenempfän- ger auswählen, wie sie die eigenen Erfol- ge und die der geförderten Projekte sicht- bar machen und wie sie so die Glaubwür- digkeit und Wirkung der Spendenaktivitä- ten deutlich erhöhen.

Der Ratgeber gibt einen Einstieg in die gute Praxis der strategischen Unterneh- mensspenden. Natürlich kann er nicht bis ins letzte Detail gehen. Er spricht jedoch die drängendsten Herausforderungen der Spendenpraxis an, die in der Beratung zum strategischen und damit wirkungsori- entierten Spenden immer wieder auftau- chen. Patentlösungen bietet der Ratgeber nicht, denn „one size fits all“ passt in der Unternehmenspraxis kaum jemandem –

4 | 5

auch nicht beim Spenden. Er gibt aber An- regungen und praktische Tipps für Unter- nehmen, die ihre Spendenpraxis wir- kungsorientiert gestalten wollen, um für die Gesellschaft und das Unternehmen noch mehr zu erreichen.

Spendenpraxis wir- kungsorientiert gestalten wollen, um für die Gesellschaft und das Unternehmen noch mehr zu erreichen.
strategiscHes corporate citizensHip (cc) Beide Seiten gewinnen Gesellschaft und Unternehmen ernten gemeinsam die
strategiscHes corporate citizensHip (cc)
Beide Seiten
gewinnen
Gesellschaft und Unternehmen
ernten gemeinsam die Früchte strate-
gischer CC-Programme. CC leistet
somit einen großen Beitrag zu
sozialen und ökologischen Heraus-
forderungen der Gesellschaft
(Social Case). Gleichzeitig stärkt
es die Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen (Business Case).
Unternehmen
und Gesellschaft
Partnerschaft
Strategischer
und Dialog
Wirkungszyklus
Ein passendes Netzwerk aus
Unternehmen, gemeinnützigen
Organisationen, öffentlichen Einrich-
tungen und Bürgern bildet den
fruchtbaren Boden für erfolgreiches
Corporate Citizenship. Im Dialog
wachsen aus den jeweiligen Ressourcen
und Erfahrungen starke Partnerschaften
mit ungeahnten Synergien.
Durch den strategischen
„Wirkungszyklus“ erhalten
CC-Programme die richtige
„Pflege“und entfalten ihre volle
Wirkung. Der Wirkungszyklus bietet
in jeder Entwicklungsphase hilfreiche
Methoden und praktische Werkzeuge
zur wirkungsorientierten Steuerung
des Engagements.
Business Case
Social Case
Q u le el : e gi ne e D ra corporate giVing s 6
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11 Mrd. €
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Corporate-Giving-Ausgaben pro Jahr
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8,5 Mrd. Euro Geldspenden
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Um die Wichtigkeit von
CC/Spenden im Unterneh-
men zu stärken, hilft es
1,5 Mrd. Euro Sachspenden
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900 Mio. Euro Infrastruktur
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Internationale humanitäre
Hilfe und Katastrophenhilfe
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Quelle: Engagementbericht der
Bundesregierung, 2012
einen guten Anteil der
Spenden mit Geschäftsbezug
auszustatten
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eine Spendenrichtlinie
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zu entwickeln
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interne
Lokale Initiativen
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Quelle: Pricewaterhouse
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anerkennung
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Coopers, 2011
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Unternehmen, deren
Spenden zu mehr als der
Hälfte einen Geschäfts-
bezug aufweisen, nehmen
Corporate Citizenship
wichtiger als solche, die
überwiegend ohne
Geschäftsbezug spenden.
Bildung
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40 % der Unternehmen
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Forschung
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Quelle: Pricewaterhouse
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Coopers, 2011
Coopers, 2011
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Kunst und Kultur
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Umwelt- und Klimaschutz
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nehmen den durch ihre Mitarbeiter
gespendeten Betrag im Verhältnis
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Bundesregierung, 2012
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Herausforderungen bei unterneHmensspenden

In der Regel wollen Unternehmen mit ihren Spenden sowohl für die Gesellschaft als auch für das Unternehmen etwas Posi- tives erreichen. Meistens funktioniert das aber nicht „einfach so“. Spenden werden für alle Beteiligten zum Gewinn, wenn Planung, Strategie, Werkzeugkoffer, Orga- nisation und Kommunikation stimmen.

spendenstrategie

entwickeln

Spenden entfalten dann die größte Wir- kung, wenn man sie als Investition ver- steht und behandelt – also entsprechend plant: Warum wollen wir spenden, was wollen wir erreichen, wie erreichen wir das? Was haben wir bisher gemacht, was lernen wir daraus? Welche Themen- schwerpunkte passen zu uns, welche

Spendenorganisationen kommen in Frage? Wie knüpfen wir an Unterneh- mensstrategie und Corporate-Citizenship- Strategie an? Welche Mittel haben wir? Wollen wir langfristig oder punktuell spenden? Woran messen wir Erfolg? Wer auf diese Fragen Antworten hat, legt die Basis für wirkungsvolle und glaubwür- dige Spendenprogramme.

ricHtlinie aufstellen

Spendenrichtlinien sind in Papier gegosse- ne Entscheidungen über das Was, Wie, Wann, Wer und ggf. das Wieviel der Unter- nehmensspende. Richtlinien sorgen nach innen und nach außen für Transparenz der Spendenaktivitäten. Wichtig ist, dass es nicht beim Papier bleibt, sondern die Richt- linien tatsächlich handlungsleitend sind.

organisieren und steuern

Ist die Richtlinie der Rahmen, ist die Spen- densteuerung das Herzstück wirkungsvol- ler Spendenaktivität. Prozesse rund um in- terne Entscheidungsstrukturen sind wich- tig, aber auch die operative Spendenpla- nung, die Zusammenarbeit mit den ge- meinnützigen Spendenorganisationen, das Monitoring der Aktivitäten und Erfol- ge, die Entscheidung über Maßnahmen, u.v.m.

wann wen einbinden

War es letztens nicht Konsens, dass wir bei der nächsten Katastrophe spenden? Gut, der Finanzvorstand war krank und den Chef-Justiziar hatten wir vergessen, aber müssen die deshalb das Projekt jetzt stoppen? Strategisches Spenden ist schon

deshalb kein kurzfristiges Geschäft, weil es eine Weile dauert, bis alle im Boot sind, die

deshalb kein kurzfristiges Geschäft, weil es eine Weile dauert, bis alle im Boot sind, die es sein sollten. Ansonsten gibt es Querschüsse.

aus s penden- mix wäH len

Corporate-Spende, Payroll-Giving, Mat- ched Funding, Kundenaktionen, Weih- nachtsspende, Katastrophenhilfe, Mitar- beiter-, Geld-, Sach-, Zeitspende: je nach Ziel kann alles Sinn machen – oder nichts davon. Wenn Unternehmen wissen, wohin sie beim Spenden wollen, können sie aus einem vollen Werkzeugkoffer passgenau die Maßnahmen wählen.

recHtlicHes klären

Spenden sind von der Steuer absetzbar, aber nur, wenn die Spendenorganisati- on die Voraussetzungen dafür erfüllt. Internationale Spenden sind oft etwas komplizierter. Wie ist das mit der Spendenquittung bei Mitarbeiterspenden? Und was haben Risikomanagement, Compliance und Anti-Korruption mit Spen- den zu tun?

mitarbeiter mitneHmen

Spenden sind wunderbar geeignet, Mitarbeiter einzubinden, denn die wollen oft auch im Rahmen des Berufslebens Gutes tun. Manche Mitarbeitereinbin- dung wird aber eher als gut gemeint denn als gut gemacht empfunden, und manche Situationen sind auch gar nicht dafür geeignet. Wer das volle Potenzi- al von Unternehmensspenden ausschöpfen will, sollte die unschätzbare Res- source Mitarbeiter angemessen einbinden.

wirkung zeigen

Tue Gutes und rede darüber – die Zeiten, in denen das reichte, sind wohl end- gültig vorbei. In Zeiten von Vertrauenskrise und Transparenzdiskussion werden Unternehmen mehr und mehr auch danach beurteilt, ob sie mit ihrem Engage- ment tatsächlich Positives bewirken oder ob es sich um Greenwashing/Social- washing handelt. Heute geht es um solides Reporting nach innen und nach außen über die gesamte Spendenaktivität und ihre Wirkungen. Zunehmend ist das Pflicht und Kür gleichzeitig, denn ehrliche Kommunikation wird erwartet und oft auch mit Reputationsgewinn belohnt.

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altruismus oder gescHäftsstrategie?

Warum spenden Unternehmen eigentlich? Fakt ist: 64 Prozent aller deutschen Unter- nehmen engagieren sich gesellschaftlich, bei den größeren Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es sogar 96 Prozent. Die bisher wichtigste und häufigste Form des unternehmerischen Engagements sind Geldspenden. Mindestens 8,5 Milliarden Euro spenden deutsche Unternehmen jähr- lich an gemeinnützige Organisationen.

Unabhängig von den individuellen Moti- ven jedes einzelnen Unternehmens zeigen die wenigen Unternehmensbefragungen, die es zu dem Thema gibt, im Wesentli- chen zwei Spendenmotive: Die Gesell- schaft soll vom Spendenengagement pro- fitieren und das Unternehmen ebenfalls. Dabei sind die Motive sehr verschieden.

Bei einigen Unternehmen stehen eher ge- sellschaftsbezogene Ziele im Vordergrund, bei anderen unternehmensbezogene, wie- der andere sind durch beide Richtungen gleichermaßen motiviert. Auch im Unter- nehmen selbst unterscheiden sich die Er- wartungen oft sehr deutlich. Während der Corporate-Citizenship-Manager begeistert ist, dass die gemeinnützige Organisation XY die Berufschancen von Jugendlichen wirkungsvoll erhöht und das doch auch ideal zum eigenen Zeitarbeitsunterneh- men passt, will die PR-Abteilung gerne eine „gute Geschichte“ erzählen können, denn ein bisschen das Image zu fördern schadet ja nicht. Der Finanzchef hingegen stöhnt über die „unnötige Ausgabe“, und das Risikomanagement erwartet eigent- lich gar nichts, will aber auf jeden Fall Re-

64%
64%

64% der deutschen Unternehmen engagieren sich gesellschaftlich.

Quelle: Engagementbericht der Bundesregierung, 2012

Quelle: Engagementbericht der Bundesregierung, 2012 putationsschäden bei falschen Spenden- entscheidungen
Quelle: Engagementbericht der Bundesregierung, 2012 putationsschäden bei falschen Spenden- entscheidungen

putationsschäden bei falschen Spenden- entscheidungen verhindern.

Einen Sack Flöhe zu hüten scheint manch- mal leichter zu sein, als beim Spenden alle Beteiligten im Unternehmen und außer- halb unter einen Hut zu bringen. Dennoch ist genau das essenziell. Nur wer die Be- dürfnisse und Erwartungen der Stakeholder kennt, kann sie einbeziehen und bedienen.

Für viele Unternehmen sind Spenden eine gelebte Selbstverständlichkeit und lang- jährige Tradition. Nach Motiven wurde bisher selten gefragt. Je mehr von Unter- nehmen verantwortungsvolles Handeln und Transparenz erwartet werden und je stärker alle Unternehmensfunktionen intern und extern unter Erklärungsdruck

Warum spenden Unternehmen? Kleinere Unternehmen wollen häufiger mit Spenden regionale Verbundenheit ausdrücken, soziale
Warum spenden Unternehmen? Kleinere Unternehmen wollen häufiger mit Spenden regionale Verbundenheit ausdrücken, soziale
Warum spenden Unternehmen? Kleinere Unternehmen wollen
häufiger mit Spenden regionale Verbundenheit ausdrücken, soziale Verant-
wortung übernehmen und ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Größere
Unternehmen motiviert eher die Übernahme von Verantwortung für Nachhal-
tigkeit und die Imagesteigerung.

stehen, desto mehr tritt auch die unter- nehmerische Spendenpraxis aus dem Schatten. Das kann man bedauern und als ein Zuviel an Bürokratie beklagen. Kluge CC-Manager nutzen die Gunst der Stun- de, um die Spendenpraxis des Unterneh- mens auf strategische Beine zu stellen und so im Unternehmen systematisch zu verankern. Denn je professioneller das Spendenwesen gestaltet ist und je besser die Erwartungen und Motive der relevanten Personen erfüllt wer- den, desto größer ist der Wert der Unternehmensspenden für das Unter- nehmen und die Gesellschaft.

Gesellschaftsbezogene Spendenmotive • Überzeugung, dass wenn es der Gesellschaft gut geht, es auch den Unternehmen
Gesellschaftsbezogene Spendenmotive
• Überzeugung, dass wenn es der
Gesellschaft gut geht, es auch den
Unternehmen gut geht
• Gesellschaftlicher Zusammenhalt
• Verantwortung für Nachhaltigkeit
• Selbstverständlichkeit als guter
„Unternehmensbürger“
• Beitrag zu gesellschaftlichen
Problemlösungen
• Finanzierung von Aufgaben, die sonst
nicht finanziert würden
• Ausgleich von öffentlichen Defiziten

Langfristiger Erhalt der Wettbewerbs- fähigkeit

• Langfristiger Erhalt der Wettbewerbs- fähigkeit Unternehmensbezogene Spendenmotive Mitarbeiterzufriedenheit

Unternehmensbezogene Spendenmotive

Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung

Mitarbeitergewinnung

Mitarbeiterentwicklung

Kundenbindung

Kundengewinnung und Verkaufsförderung

Bekanntheit und Unternehmensimage

Differenzierung im Markt und Markenaufbau

Beziehungspflege mit Stakeholdern

Intaktes Unternehmensumfeld

Standortattraktivität

im Markt und Markenaufbau Beziehungspflege mit Stakeholdern Intaktes Unternehmensumfeld Standortattraktivität
im Markt und Markenaufbau Beziehungspflege mit Stakeholdern Intaktes Unternehmensumfeld Standortattraktivität

wirkungszYklus:

strategiscH spenden

Strategisches Spenden erhöht die Wirkung der Unternehmensspenden für die Gesell- schaft (im Sinne von besseren Spenden- entscheidungen) und das Unternehmen (im Sinne von Wirkungen für das Unter- nehmen, z.B. hohe Reputation). Eine gute Begründung und eine gute Organisation der Spendenpraxis sorgen aber auch dafür, dass im Unternehmen Spenden als wichtige Funktion ernst genommen wer- den. Wer seine Prozesse und aktuellen Projekte jederzeit mit reinem Gewissen auf den Prüfstand stellen kann, hat auch in schwierigen Situationen (z.B. bei Kostensparprogrammen) überzeugende Argumente in der Hand.

1
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ZIELE FORMULIEREN

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2

VORBEREITEN

UND PLANEN

UND UMSETZEN

Wissen wir, warum wir spenden wollen?

Was steht in unserer Spendenrichtlinie und

• Welche Ziele wollen wir für die Gesellschaft, welche für das Unternehmen erreichen? wie stellen
• Welche Ziele wollen wir für die Gesellschaft,
welche für das Unternehmen erreichen?
wie stellen wir die Umsetzung sicher?
Wer entscheidet wann über welche Spenden?
• Wie binden wir die Spendenstrategie an
die Unternehmens- und CC-Strategie an?
Wie organisieren wir Mittelbeschaffung
und die Spendenweiterleitung?
• Welche Schwerpunkte passen zu uns, welche
Spendenorganisationen und wie können wir
diese bestmöglich unterstützen?
Welche Instrumente aus dem Spenden-Mix
wollen wir nutzen?
Wie arbeiten wir mit unseren gemeinnüt-
• Welche Rolle sollen die Mitarbeiter spielen,
wie wichtig ist uns Öffentlichkeit?
zigen Partnern zusammen, wie kommuni-
zieren wir, wie treten wir gemeinsam auf?
• Woran messen wir Erfolg?
Stehen die Ressourcen zur Verfügung,
• Wie viele Mittel haben wir zur Verfügung,
aus welchen Budgets?
wenn wir sie brauchen?
• Wollen wir Spenden zentral
oder dezentral managen?
4
VERBESSERN
3
WIRKUNGEN
UND BERICHTEN
ANALYSIEREN
• Wie transparent und mit welchem
Inhalt wollen wir nach innen und nach
außen informieren?
Wie oft prüfen wir, ob wir unsere
Spendenziele erreichen?
Was bewirken wir mit unseren Spenden
• Passen die ausgewählten Schwerpunkte
und Organisationen noch zur unserer
Strategie?
Welche Art von Berichten erwarten
wir von den Spendenorganisationen?
Wollen wir die Erreichung der unter-
N
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War die Spendenhöhe angemessen?

nehmensbezogenen Ziele (z.B. Reputation) prüfen?

Wo gab es Stolpersteine im Spenden- prozess (intern oder extern)?

praxistool: in neun scHritten zu einer soliden spendenstrategie Im Kern beantwortet die Spenden- strategie (das

praxistool: in neun scHritten zu einer soliden spendenstrategie

Im Kern beantwortet die Spenden- strategie (das Spendenprogramm) die Fragen: Warum spenden wir was an wen, was wollen wir damit für das Unternehmen (intern und extern) und die Gesellschaft erreichen, und wie organisieren wir das Ganze?

Gesellschaft erreichen, und wie organisieren wir das Ganze? Planen Sie genügend Zeit für die Entwicklung ein.

Planen Sie genügend Zeit für die Entwicklung ein.

planen

1
1

Wenn Sie in Zukunft strategisch spenden wollen, braucht es ein bisschen Zeit, bis Sie alle wichtigen Entscheidungen treffen. In der Regel müssen viele Personen an der Entwicklung einer Spendenstrategie betei- ligt werden. Planen Sie also einige Mona-

te für die Entwicklung der Spendenstrate- gie ein.

Halten Sie fest, was Sie am Ende in der Hand halten wollen.Mona- te für die Entwicklung der Spendenstrate- gie ein. Überlegen Sie, was am Ende Ihres Strate-

Überlegen Sie, was am Ende Ihres Strate- gieprozesses herauskommen soll. Eine Spendenrichtlinie? Die Klärung von Entscheidungskompetenzen? Die Festle- gung der Spendenhöhe? Die Entscheidung über bestimmte Spendenorganisationen? Teilen Sie den Beteiligten mit, woran sie arbeiten sollen.

Legen Sie fest, wer eingebunden werden muss.Teilen Sie den Beteiligten mit, woran sie arbeiten sollen. Die Identifikation im Unternehmen mit der (neuen)

Die Identifikation im Unternehmen mit der (neuen) strategischen Spendenpraxis ist eine entscheidende Voraussetzung für die

wirkungsvolle Implemen- tierung der Strategie. Überlegen Sie, wer direkt in wesentliche Entschei- dungen einbezogen wer- den muss (z.B. Ihr Vorge- setzter) und wessen „gutes Wort“ als Multiplikator im Unternehmen geschätzt wird. Welche Personen das sind, ist in jedem Unternehmen anders, aber die „üblichen Verdächtigen“ sind u.a. direkte Vorgesetzte, Geschäftsführung, Vorstand, Finanzchef, Finanzen/Controlling, CSR-Ab- teilung, PR-Abteilung, Personalabteilung, Risikomanagement, Betriebsrat, Rechts- abteilung, Vorstandssekretariat. Vereinbaren Sie mit den Beteiligten einen Fahrplan bis zur Verabschiedung der Spendenstrategie.

12 | 13

Praxistool: In neun Schritten zu einer soliden Spendenstrategie

planen

4
4

Leiten Sie Ihre Spendenstrategie

von der Unternehmensstrategie und der CC-Strategie ab Je mehr Ihre Spendenpraxis mit dem „Rest des Unternehmens“ zu tun hat, desto nachvollziehbarer und glaubwürdi- ger ist sie. Überlegen Sie, welche Schlüs- se Sie aus der Vision, der Mission, den

Werten und den konkreten Plänen für mög- liche Spendenschwerpunkte und -organisa- tionen ziehen können. Die Unternehmens- strategie der Qualitätsführerschaft könnte ein anderes Spendenprogramm (z.B. Spen- den für die Qualifikation von benachtei- ligten Jugendlichen) unterstützen als das, welches bei einer Exportstrategie Sinn macht (z.B. Spenden an Projekte, die internationalen Austausch fördern).

an Projekte, die internationalen Austausch fördern). 5 Machen Sie ein Spenden-Audit. Wofür wurde bisher wie
an Projekte, die internationalen Austausch fördern). 5 Machen Sie ein Spenden-Audit. Wofür wurde bisher wie
5
5

Machen Sie ein Spenden-Audit. Wofür wurde bisher wie viel

und wann gespendet? Was waren größere Spendensummen, was kleinere? Wurden die Mitarbeiter eingebunden? Mit wel- chen gemeinnützigen Organisationen gibt es gute Erfahrungen, bei wem bestehen möglicherweise Reputationsrisiken? Welche Prozesse hätten besser laufen müssen? Wer war an der bisherigen Spen- denpraxis intern beteiligt? Aus welchen Motiven hat Ihr Unternehmen gespendet? Wissen Sie, wie die Spendenorganisatio- nen Ihre Mittel verwendet haben und was damit bewirkt wurde? Überlegen Sie, was Sie aus den bisherigen Erfahrungen für eine strategische Neuausrichtung lernen können.

6
6

Definieren Sie, was das

Unternehmen mit dem Spendenprogramm erreichen will. Soll das Umfeld Ihres Unternehmens gestärkt werden, z.B. durch die Redu- zierung von Bildungsmissständen? Und ist es Ihnen wichtig, dass Ihre Mitarbeiter sich stärker mit dem Unter- nehmen identifizieren? Wie viel Öffent- lichkeitseffekt wollen Sie erreichen? Werden Sie sich klar über Ihre Ziele und richten Sie dann die Entscheidungen danach aus. Hilfreich für die spätere Weiterentwicklung ist es, bei der Zielfest- legung gleich mitzudenken, woran Sie messen können, ob Sie dem Ziel näher gekommen sind.

entscHeiden

7
7

Klären Sie, in welchen

Themenschwerpunkten Sie aktiv sein wollen. In welchen Geschäftsfeldern ist Ihr Un- ternehmen aktiv, und bieten sich diese an, die Themenschwerpunkte Ihres Spenden-Engagements daran zu orien- tieren? Sicher müssen die Spendenthe- men nicht ausnahmslos an den Ge- schäftsfeldern des Unternehmens orien- tiert sein. Wichtig ist aber, dass nicht die persönlichen Vorlieben Einzelner ent- scheidend sind, sondern der Bezug zum Unternehmen und seiner Philosophie deutlich wird. Wenn Spenden- und Cor- porate-Volunteering-Programme ver- knüpft werden, macht es oft großen Sinn, die Themen an den Geschäftsaktivi- täten auszurichten (z.B. wenn sich eine Bank für wirtschaftliche Allgemeinbil- dung engagiert). Bei reinen Geldspen- den ist das nicht zwingend. Allerdings

wertet die Orientierung der Themenschwerpunkte an den Geschäftsfeldern die Wahrnehmung von Corporate Citizenship insgesamt auf: In Unternehmen, die strategisch spenden, wird Corporate Citizenship als wichtiger einschätzt. In diesen Unternehmen wird zudem häufiger mit Zielen und Richtlinien gearbeitet. Die Ausrichtung von Spenden an den Geschäftsfeldern leistet also einen Beitrag dazu, die Bedeutung von Spenden und CC im Unternehmen zu erhöhen, womit die Möglichkeit zum professionelleren Arbeiten einhergeht.

Ein pragmatischer Umgang mit dieser Frage ist, Stand- und Spielbein festzulegen. Die Standbein-Projekte sind diejenigen mit Geschäftsfeldorientierung, ihnen kann z.B. ein Anteil von 60 Prozent des Spendenvolumens zugeordnet werden. Im Spiel- bein-Modus können die restlichen Mittel vergeben werden. Allerdings sollte auch das gut geplant sein.

Legen Sie fest, wie Sie Ihr Spendenprogramm gestalten wollen. egen Sie fest, wie Sie Ihr Spendenprogramm gestalten wollen.

Sollen die Mitarbeiter eingebunden werden? Wenn ja, wann und wie (Details dazu auf S. 24)? Wie viel können Sie ungefähr jährlich spenden? Soll alles an eine Organisa- tion gehen? Verplanen Sie das komplette Spendenvolumen oder halten Sie Mittel für kurzfristige Spendenaktionen, z.B. für Katastrophenhilfe, frei? (Details dazu auf S. 22)

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9

Finden Sie passende, wirkungsvolle Spendenorganisationen.

Der richtige gemeinnützige Partner ist entscheidend dafür, ob Sie erreichen,

was Sie sich vom Spendenprogramm erwarten.

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im fokus: passende spenden- organisationen finden Wirkung Partnerschaft Bedarfsklärung Zusammenarbeit Risiko- und

im fokus: passende spenden- organisationen finden

Wirkung Partnerschaft Bedarfsklärung Zusammenarbeit Risiko- und Leistungscheck Reporting
Wirkung
Partnerschaft
Bedarfsklärung
Zusammenarbeit
Risiko- und
Leistungscheck
Reporting
Zusammenarbeit Risiko- und Leistungscheck Reporting Durch gesellschaftliches Engagement wei- ten te
Zusammenarbeit Risiko- und Leistungscheck Reporting Durch gesellschaftliches Engagement wei- ten te

Durch gesellschaftliches Engagement wei-

ten te Unternehmen ihre Tätigkeit über den

wirtschaftlichen Bereich hinaus

originär o

aus. Die Wirkung, die das Spenden-

programm erzielen kann, hängt eng mit der Wahl der Spendenorgani- sation zusammen. Für eine pas- sende Wahl kommt es darauf an, was erreicht werden soll – etwa hinsichtlich der Wirkungs- region (regional, national, inter- national), des Wirkungsfeldes (Bildung, Umweltschutz, Kultur, etc.) und des Wirkungszeitraums (kurz-, mittel- oder langfristig).

acHten sie auf wirkungsVolle proJekte.

Wie lange läuft das Projekt schon, und was wurde bisher erreicht? Hat die Orga-

Projekt schon, und was wurde bisher erreicht? Hat die Orga- nisation Expertise in ihrem Handlungsfeld? Ist

nisation Expertise in ihrem Handlungsfeld? Ist der konkrete Projektansatz sinnvoll, ist er auf die Zielgruppen ausgerichtet und erreicht die Organisation diese Zielgruppen mit dem Projekt? Achten Sie auf Wirkungstransparenz.

wäHlen sie sicHere, leistungsfäHige organisationen aus.

Hat die Organisation eine klare Vision, wofür sie arbeitet, und eine Strategie, wie sie zum Ziel kommt? Ist die Leitungs- und Personalstruktur professionell und sind Kontrollmechanismen vorhanden? Ist das Finanzierungskonzept tragfähig? Berichtet die Organisation transparent über ihre Finanzen? Machen Sie einen Risiko-Check.

532 Organisationen WIRKT ! analysiert, 146 empfohlen Empfohlene Qualität 12/2012 im gemeinnützigen Bereich
532
Organisationen
WIRKT
!
analysiert,
146
empfohlen
Empfohlene Qualität
12/2012
im gemeinnützigen
Bereich

Gemeinnützige Organisationen mit hohem Wir- kungspotenzial und großer Leistungsfähigkeit werden von PHINEO mit dem Wirkt-Siegel aus- gezeichnet: www.phineo.org

klären sie die bedarfe der organisation genau ab.

Welche Spendenhöhe braucht die Organi- sation, um welche Projekte umzusetzen? Passt das zu Ihren Vorstellungen? Beden- ken Sie, dass ganz kleine Organisationen mit sehr großen Geldsummen oft überfor- dert sind. Andersherum sind kleine Beträ- ge bei Projekten mit hohem Finanzie- rungsbedarf zwar gern gesehen, aber eben nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

stimmen sie die

zusammenarbeit ab.

Wenn Sie geklärt haben, ob überhaupt gegenseitiges Interesse besteht, ist es entscheidend, dass die Erwartungen an die Partnerschaft angesprochen wer- den. Ebenso unmissverständlich muss die Aufgabenverteilung geregelt sein und welche Ressourcen jeweils investiert werden können. Wie oft wollen Sie sich in welcher Form mit wem austauschen? Klären Sie auch scheinbar banale Fragen wie die Erreichbarkeit und Reaktionsge- schwindigkeit (gemeinnützige Organisati- onen haben oft andere Arbeitszeiten als Unternehmen).

macHen sie transparent, wel- cHe BericHte Sie erwarten.

Erklären Sie, wann und was die Organisa- tion Ihnen z.B. über die Mittelverwendung und die Projekterfolge berichten soll. Schlüsseln Sie auf, in welcher Form Sie die

Informationen benötigen, ob Sie von der Organisation z.B. einen SRS- Bericht (Social Reporting Standard) erhalten wollen.

16 | 17

Überlegen sie, ob „partnerscHaft auf augen- HÖHe“ mÖglicH scHeint.

Echte Partnerschaft schließt die Aner- kennung unterschiedlicher Organisations- kulturen und -strukturen ebenso ein wie verschiedene Kompetenzen und Rahmen- bedingungen. Die Empfängerorganisation profitiert dabei von den zusätzlichen Mitteln, während das Unternehmen auf die fachliche Expertise der Empfänge- rorganisation und deren Kontakte im Feld vertrauen können sollte.

Unternehmen auf die fachliche Expertise der Empfänge- rorganisation und deren Kontakte im Feld vertrauen können sollte.
Spendenrichtlinie der ABC AG EINLEITUNG/PRÄAMBEL • Warum will das Unternehmen spenden? • Leitmotiv/-bild für
Spendenrichtlinie der ABC AG EINLEITUNG/PRÄAMBEL • Warum will das Unternehmen spenden? • Leitmotiv/-bild für
Spendenrichtlinie der ABC AG
EINLEITUNG/PRÄAMBEL
Warum will das Unternehmen spenden?
Leitmotiv/-bild für Spenden (z.B. Wirkung für Unternehmen und Gesellschaft
erzielen zu wollen)
Was ist der Zweck dieser Richtlinie?
DEFINITIONEN
Was sind Spenden (z.B. in Abgrenzung zum Sponsoring)?
VERANTWORTLICHKEIT
Für wen gilt die Spendenrichtlinie?
Wer trägt die Hauptverantwortung?
ENTSCHEIDUNGSPROZESSE
Festlegung von Entscheidungsstrukturen
Definition der jeweiligen Akteure und Rollen
Festlegung des Spendenvolumens, ggf. Definition von Mindest-/Höchstsummen
Mögliche Formen des (Spenden-)Engagements
THEMENSCHWERPUNKTE
Definition von inhaltlichen Schwerpunkten
Ggf. Definition eines geografischen Schwerpunkts
Ausschlussthemen
AUSWAHL VON SPENDENORGANISATIONEN
Kriterien wie z.B. Wirkungspotenzial und Leistungsfähigkeit, Größe
der Organisation, Dauer des Projekts, etc.
Formulierung, welche Projekte und Organisationen generell unterstützt
werden können
• Ausschlusskriterien (z.B. Einzelpersonen, religiöse Vereine)
• Erwartungen an die Beantragung von Spendenmitteln
hen Prozess ungsinstru-
hen Prozess
ungsinstru-
Reporting, ragen, ung Mit Mit / Ohne / Ohne
Reporting,
ragen,
ung
Mit
Mit / Ohne
/ Ohne
76 76 47 47 57 57 12 12 43 43 24 24 54 54 25
76 76
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57 57
12
12
43 43
24 24
54 54
25 25
71 71
36 36
47 57 57 12 12 43 43 24 24 54 54 25 25 71 71 36

praxistool:

spendenricHtlinie

scHreiben

Als Selbstverpflichtung auf einen systematischen Prozess

ist eine Spendenrichtlinie das zentrale Steuerungsinstru-

ment für die Umsetzung der Spendenstrategie. e. Sie Sie

professionalisiert die Spendenvergabe,

minimiert Risiken,

strafft Entscheidungsabläufe,

gibt den Spendenbeteiligten Orientierung,

setzt den Rahmen für Dokumentation und Reporting,

schafft Transparenz nach innen und außen,

objektiviert die Ablehnung von Spendenanfragen,

vermeidet Willkür und

erhöht die unternehmensinterne Anerkennung

des Spendenprogramms.

Spendenrichtlinie als Indikator für professionelles Corporate Citizenship (CC)

Richtlinie vorhanden? (in %)

CC ist wichtig im Unternehmen.

Ziele für CC werden formuliert.

Ziele für CC werden an Unternehmenszielen ausgerichtet.

CC soll stärker geplant und gesteuert werden.

CC-Programme werden evaluiert.

werden an Unternehmenszielen ausgerichtet. CC soll stärker geplant und gesteuert werden. CC-Programme werden evaluiert.

ENTSCHEIDUNGSPROZESSE

ZENTRAL VERSUS DEZENTRAL Mehr Zentralität erhöht die Steuerungsmöglichkeit, mehr Dezentralität nutzt das Wissen vor Ort besser. Wenn eine dezentrale Komponente eingebaut werden soll, hat es sich be- währt, dezentrale Spenden bis zu einem gewissen Betrag zuzulassen. Unbedingt wichtig ist es hierbei, die Kriterien der Spendenvergabe den Beteiligten vor Ort gut zu vermitteln und ihnen Vorlagen an die Hand zu geben, mit denen sie über Spendenvergabe und Ergebnisse berichten können.

ORGANISATIONSFORM In Unternehmen, in denen die zentrale Steuerung nicht möglich oder sinnvoll ist (z.B. internationale Unternehmen oder partnergeführte Unternehmen), sind CC-Gremien vor Ort ein praktisches Instrument. Sie sind dafür zuständig, die Einhaltung der Spendenstra- tegie vor Ort zu sichern. Die Berichts- und Abstimmungslinien werden von der zentralen Spendenkoordination festgelegt. Einige Unternehmen bilden für die zentrale Steuerung ein eigenes Gremium (Spenden-Komitee, Task Force o.Ä.) oder legen die Ver- antwortung in die Hände von bestimmten Abteilungen (CC, CSR, Kommunikation, etc.).

WEN EINBINDEN? Wie so oft beim Spenden ist die Gretchenfrage, wer mitreden sollte und darf. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Wichtig ist, dass es eine Person oder ein Team gibt, die/das alle Prozesse steuert und die Einbindung der Beteiligten organisiert. Im Idealfall sind hier auch umfassende Entscheidungskompetenzen gebündelt. Spen- denkoordination ist eine klassische Schnittstellenaufgabe, die dann erfolgreich ist, wenn alle Entscheidungsträger und „Veto-Mächte“ geschickt eingebunden werden.

wie entwickeln?

geschickt eingebunden werden. wie entwickeln? 18 | 19 Damit die Richtlinie von den relevanten Personen

18 | 19

Damit die Richtlinie von den relevanten Personen mitgetragen wird, sollte sie von einem Querschnittsteam entwickelt werden. Dem Team sollten Vertreter aus allen Bereichen angehören, die bei Spen- denentscheidungen involviert werden müssen. Oft sind das die Abteilungen für Coporate Responsibility/CSR/CC, Kommu- nikation, Personal sowie das höhere Ma- nagement. Bei international aufgestellten Unternehmen sollten auch Vertreter der Landesgesellschaften einbezogen werden. Die Richtlinie sollte letztlich vom Vorstand verabschiedet und im Rahmen einer ge- planten internen Kommunikation den Mitarbeitern vermittelt werden.

TIPP: Keep it simple and short drei bis fünf Seiten für eine Spendenrichtlinie haben sich in der Praxis bewährt. Etwa jährlich sollte überprüft werden, ob sie noch praktikabel ist oder angepasst werden muss.

praxistool: der spenden-mix - ein werkzeugkoffer Neben reinen Corporate-Spenden, bei denen ausschließlich aus betrieb-

praxistool: der spenden-mix - ein werkzeugkoffer

Neben reinen Corporate-Spenden, bei denen ausschließlich aus betrieb- lichen Budgets gespendet wird, gibt es einige weitere etablierte und neuere Spenden-Möglichkeiten für Unternehmen.

spenden mit mitarbeiterbezug

Die Einbeziehung von Mitarbeitern in die

TIPP: Wie viel geben? Der Bericht „Giving in Num- bers“ 2012 des Committee Encouraging Corporate Philanthropy enthält Benchmark-Tabellen für die Spendenpraxis von Fortune-500-Unternehmen:

www.corporatephilanthropy.org. Für deutsche Unternehmen zeigt der Engagement- bericht der Bundesregierung das Verhältnis von Spen- denvolumen und Unternehmensgröße oder Umsätzen.

Spendenpraxis wird in vielen Unterneh- men immer wichtiger. Hier steht ein gan- zes Unternehmen hinter der Spende. Das wirkt sich einerseits auf die Spendenhö- he aus, andererseits wird das Engage- mentbedürfnis der Belegschaft ernst ge- nommen. Das kann das „gute Gefühl“, beim „richtigen Arbeitgeber“ zu sein, stärken und auch einen Beitrag zu einer hohen Reputation des Unternehmens leisten.

Payroll Giving (Restcent-Aktion, Prozentspende): Mitarbeiter entschei- den sich freiwillig dafür, auf den Cent-Betrag nach dem Komma ihrer Gehaltsabrechnung oder einen be- stimmten Prozentsatz ihres Gehalts zu verzichten. Das Unternehmen sammelt die Beträge und spendet sie.

Matched Giving (Matching Funds):

Das Unternehmen stockt die von Mitar- beitern gespendeten Beträge auf oder vervielfacht sie. Anlässe für Spendenakti- onen können z.B. Katastrophenfälle sein oder auch Firmenjubiläen. In der Regel definieren Unternehmen eine Obergrenze

für ihren Aufstockungsbetrag.

Dollars for Doers: Zunehmend wer-

den Spenden mit Corporate-Volunteering- Programmen verbunden. Spenden pro ge- leisteter Volunteering-Stunde sind mög- lich oder die Spende eines festen Betrags an Projekte, in denen sich Mitarbeiter z.B. im Rahmen von Social Days engagieren. Unternehmen können auch ihre Mitarbei- ter zu Spenden für einen bestimmten

Zweck aufrufen. Der Unternehmensbei- trag ist dann z.B. die Koordination der Spendensammlung.

spenden mit kundenbezug

Spenden statt schenken: Statt Weih- nachts- oder Werbegeschenken wird der gleiche Betrag gespendet. Die Kunden und Geschäftspartner werden mit einem Schreiben über die Spende informiert. Denkbar sind auch Spendengutscheine als Unternehmenspräsente.

Cause Related Marketing (CrM):

Rechtlich für das Unternehmen nicht als Spende, sondern als Sponsoring zu wer- ten, hat CrM einen festen Platz im Spen- den-Mix. Der Produktverkauf ist mit einem Spendenversprechen gekoppelt. Das gilt für Konsumgüter wie Zahnpasta oder Transaktionen wie die Kreditkarten- nutzung gleichermaßen. Pro abgesetzte Einheit gibt das Unternehmen an die ge- meinnützige Partnerorganisation einen bestimmten Betrag. Nicht selten wirken sich CrM-Kampagnen auf die Absatzent- wicklung positiv aus. Glaubwürdigkeit entsteht, wenn es einen strategischen

1,5 Mrd. Euro 900 Mio. Euro 8,5 Mrd. Euro Spendensummen deutscher Unternehmen Geldspenden Sachspenden Infrastruktur
1,5 Mrd. Euro
900 Mio. Euro
8,5 Mrd. Euro
Spendensummen
deutscher Unternehmen
Geldspenden
Sachspenden
Infrastruktur
Quelle: Engagementbericht der Bundesregierung, 2012
Bezug zwischen Produkt und Projekt gibt
(z.B. mit dem Verkauf von Mineralwasser
wird der Zugang zu sauberem Trinkwas-
ser gefördert). Vorsicht in Sachen Wett-
bewerbsrecht: Gemäß § 5 UWG (Irrefüh-
rungsverbot) darf nicht der Eindruck ent-
stehen, dass die Gewinne überwiegend
dem guten Zweck zugutekommen, wenn
tatsächlich nur ein kleiner Teil dafür ver-
wendet wird.

„Deutschland rundet auf“. Handelsun- ternehmen bieten ihren Kunden beim Be- zahlvorgang an, den Endbetrag aufzurun- den. Die Spendenerlöse werden an von PHINEO qualitätsgeprüfte Projekte wei- tergeleitet. Auch mit Bonusprogrammen lässt sich Geld für gemeinnützige Projek- te sammeln. Die Gegenwerte der gesam- melten Punkte, Meilen und Co. können die Kunden an die vom Unternehmen aus- gewählten Projekte spenden.

20 | 21

Spendenaktionen: Beim „Laufen für den guten Zweck“ spendet ein Unter- nehmen pro gelaufenem Kilometer einen Euro, bei einer Unternehmensveranstal- tung werden die Tombola-Erlöse gespen- det, etc.

Point-of-Sale-Spenden: Jeder kennt

die Spenden-Büchsen auf dem Tresen beim Bäcker. Unternehmen können sich an einer modernen Form des Spendensammelns an der Verkaufs- stelle beteiligen, z.B. an der Initiative

TIPP: Das Enter-Magazin hat 2011 eine Übersicht zu Online-Spendensammel-Systemen veröffentlicht, die teilweise auch von Unternehmen für ihre Spen- den-Aktionen genutzt werden können.

Wie spenden? Wollen Sie Mitarbeiter oder Kun- den einbeziehen? Soll es eine Geld- oder Sachspende

Wie spenden?

Wollen Sie Mitarbeiter oder Kun-
Wollen
Sie
Mitarbeiter
oder
Kun-
den einbeziehen? Soll es eine Geld- oder Sachspende sein oder beides? Wollen Sie Mitarbeiterspenden verdop-
den einbeziehen? Soll es eine Geld-
oder
Sachspende
sein
oder
beides?
Wollen Sie Mitarbeiterspenden verdop-
peln oder aufstocken? Wie viel wollen
Sie spenden? Wie lange soll Ihr Engage-
ment dauern?
TIPP: Sachspenden und freiwilliger Mit-
arbeitereinsatz sind oft schwieriger zu
koordinieren als Geldspenden. Deswe-
gen sollten Sachspenden nur im Rahmen
von langfristigen Partnerschaften und in
sehr enger Abstimmung mit der Partner-
organisation erfolgen.

An wen spenden?

Die

Partnerwahl

entscheidet,

ob

Ihre

Spende den Betroffenen wirklich hilft. Achten Sie auf Gemeinnützigkeit, Trans- parenz, Erfahrung im Krisengebiet, Ko- operationsfähigkeit der Organisation mit Partnern vor Ort und Qualitätsstandards wie das DZI-Siegel, das Wirkt-Siegel oder den Red Cross Code of Conduct. Klären Sie unbedingt Ihre gemeinsamen Kommunika- tionswege im Katastrophenfall.

Ihre gemeinsamen Kommunika- tionswege im Katastrophenfall. exkurs: katastropHenHilfe Viele Unternehmen wollen nach

exkurs:

katastropHenHilfe

Viele Unternehmen wollen nach Naturka- tastrophen den Betroffenen schnell hel- fen. Doch gerade das Spenden für die Ka- tastrophenhilfe läuft oft unkoordiniert ab. Das muss nicht sein. Die einzelne Katast- rophe ist nicht vorhersehbar. Aber das, was im Unternehmen danach passiert, ist plan- und steuerbar. Beim Spenden in Ka- tastrophenfällen zählen vor allem Schnel- ligkeit und die Klarheit über Entschei- dungskriterien, Spendenprozess, Partner und Spendenform sowie eine eindeutige Kommunikation. Klären Sie das im Vorfeld.

Medienaufmerksamkeit, Spendenaufrufe von Hilfsorganisationen, Mitarbeiter fordern Engagement ein, Steuervorteile, u.v.m. Klären Sie grundsätzlich im Ka- tastrophenfall, ob das Zielland bzw. die gemeinnützige Organisation überhaupt Spenden annehmen will.

wer entscHeidet worÜber?

Bestimmen Sie einen klaren Prozess mit schlanken Strukturen, in denen im Katast- rophenfall schnell entschieden und gehan-

delt werden kann. Eine zentral verantwort- liche Einheit sollte den Prozess steuern. Klären Sie, was in der Zentrale ent- schieden und was den Ländergesell-

wann spenden?

Legen Sie Entscheidungskriterien fest, wann Sie aktiv werden. Das können z.B. sein: Schwere der Katastrophe, internatio- naler Standort/Lieferanten betroffen,

Fortsetzung Fort auf S.24
Fortsetzung Fort auf S.24

schaften überlassen wird. Legen Sie die ie internen Abstimmungsprozesse vorab ganz klar fest.

Siehe auch unser Ratgeber „Im Notfall besser helfen"

praxisbeispiel: der weg zur unterneHmensspende im katastropHenfall PRÜFUNGSPHASE ENTSCHEIDUNGSPHASE SCHWERE DER
praxisbeispiel: der weg zur unterneHmensspende im katastropHenfall PRÜFUNGSPHASE ENTSCHEIDUNGSPHASE SCHWERE DER
praxisbeispiel: der weg zur unterneHmensspende im katastropHenfall PRÜFUNGSPHASE ENTSCHEIDUNGSPHASE SCHWERE DER
praxisbeispiel: der weg zur unterneHmensspende im katastropHenfall
PRÜFUNGSPHASE
ENTSCHEIDUNGSPHASE
SCHWERE DER KATASTROPHE
SPENDE BIS 200.000 EURO
➜ Trifft die Definition der UN zu?
Finale
i.d.R. ohne
➜ Ersucht das Land um internationale Hilfe?
Beteiligung der
DISKUSSION IM
Entscheidung
durch das Team
Mitarbeiter
ENTSCHEIDUNGS-
ÖFFENTLICHE AUFMERKSAMKEIT
TEAM
➜ Besteht weltweites Medieninteresse?
Mitglieder:
➜ Besteht Interesse bei Kunden und Partnern?
➜ Vertreter
der Standorte
SPENDE AB 200.000 EURO
vor Ort
BEZUG ZUM UNTERNEHMEN
➜ Mitarbeiter der
Team erstellt
Beteiligung
Abteilungen
➜ Befinden sich Standorte
im Katastrophenland?
Vorlage,
der Mitarbeiter
• CSR
finale Entschei-
möglich
• Finanzen
➜ Besteht ein Bezug zum Kerngeschäft?
dung durch den
(z.B. durch
• Kommunikation
➜ Besteht besonderes Interesse
bei Mitarbeitern?
Vorstand des
Unternehmens
Matched Giving)
NEIN
NEIN
NEGATIVE ENTSCHEIDUNG: KEINE SPENDE
Das Unternehmen wird durch Mitarbeiter
oder Medien
auf eine
Katastrophe
aufmerksam
gemacht
JA
POSITIVE ENTSCHEIDUNG
JAJA

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Fortsetzung Fortsetzung von S.22: Wofür spenden? Wofür sp Katastrophenhilfe Katastrop kann Nothilfe sein und die
Fortsetzung Fortsetzung von S.22: Wofür spenden? Wofür sp Katastrophenhilfe Katastrop kann Nothilfe sein und die
Fortsetzung Fortsetzung von S.22: Wofür spenden? Wofür sp Katastrophenhilfe Katastrop kann Nothilfe sein und die

Fortsetzung Fortsetzung von S.22:

Fortsetzung Fortsetzung von S.22:
Wofür spenden? Wofür sp Katastrophenhilfe Katastrop kann Nothilfe sein und die die Hilfe Hilfe beim
Wofür spenden?
Wofür sp
Katastrophenhilfe Katastrop kann Nothilfe sein und
die die Hilfe Hilfe beim Wiederaufbau. Idealerwei-
se wird d
se wird die kurzfristige Nothilfe mit einer
langfristigen langfrist Perspektive kombiniert. So
werden Unternehmensspenden durch die
werden
Verbindung Verbind von Emotion und Nachhaltig-
keit keit zu zur sozialen Investition.
Wie Wie kommunizieren? k
Wenn Sie Mitarbeiter und Kunden für
Wenn
Ihre K
Ihre Katastrophenhilfe-Spende aktivieren
wolle wollen, muss Ihr Call for Action abso-
lut
lut eindeutig, verständlich und konkret
ei
sein. sein. Nutzen Sie etablierte Kommunika-
tionswege. tionsw
Absender sollten hochran-
gige gige Führungskräfte F sein. Im Sinne des

Reportings und der Wertschätzung des Mitarbeiter-/Kunden-Engagements: Stel- len Sie Transparenz her über die erzielten Spenden und berichten Sie während und nach der Spendenaktion, wofür die Spen- dengelder eingesetzt werden und was sie bewirken.

TAGE

Schnelligkeit ist entscheidend:

Sieben Tage nach dem Katastrophenfall sinkt die Aufmerksamkeit der Spender, also auch der Mitarbeiter und Kunden.

der Spender, also auch der Mitarbeiter und Kunden. praxistool: mitarbeiter einbezieHen Viele Menschen haben das
der Spender, also auch der Mitarbeiter und Kunden. praxistool: mitarbeiter einbezieHen Viele Menschen haben das

praxistool:

mitarbeiter einbezieHen

Viele Menschen haben das Be- dürfnis, sich für andere zu enga- gieren. Das geben sie auch am Werkstor nicht ab. Eine gut ge- machte Einbindung kann das Wir-Gefühl der Belegschaft stär- ken und Stolz erzeugen. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt. Unternehmensspenden bleiben zwar weiterhin die häu- figste Form von Unternehmens- engagement, aber die Einbindung von Mitarbeitern und die Verknüp- fung mit anderen Instrumenten des Corporate Citizenship werden zuneh- mend wichtiger.

Sechs Rollen, in denen Mitarbeiter für Corporate Giving wichtig sind:

1
1

Als Spender: z.B. bei Spendenaufrufen in Katastrophenfällen, Matched-Giving- Aktionen, Payroll Giving, etc.

2
2

Als interne Stakeholder, die einen Anspruch darauf haben zu erfahren, was mit Unternehmensgeldern und ggf. den eigenen Spenden geschieht.

3
3

Als Mitentscheider über die Auswahl von Spendenprojekten, z.B. bei Vorschlägen von Spendenprojekten, bei Votings, in Spen- den-Komitees, etc.

4
4

Als Multiplikatoren für den Spendenzweck selbst, z.B. indem sie Verwandten, Nach- barn, Freunden ebenfalls ein Engagement in der Sache empfehlen.

5
5

Als Teilnehmer von Corporate-Volunteering- Programmen: z.B. bei Patenschaften oder Arbeitseinsätzen für Spendenprojekte, etc.

6
6

Als Multiplikatoren für eine gute Arbeitgeber-Reputation.

oder Arbeitseinsätzen für Spendenprojekte, etc. 6 Als Multiplikatoren für eine gute Arbeitgeber-Reputation.
Erfolgsfaktoren der Mitarbeitereinbindung Nehmen Sie die Mitarbeiter ernst: Wenn ein Mitarbeiter spendet, will er damit

Erfolgsfaktoren der Mitarbeitereinbindung

Nehmen Sie die Mitarbeiter ernst:

Wenn ein Mitarbeiter spendet, will er damit anderen helfen. Sein individuelles Ziel ist nicht der PR-Erfolg für das Unternehmen. Beachten Sie die unterschiedlichen Motive zwischen Mit- arbeitern und dem Unternehmen als Ganzem, insbesondere in der Ansprache der Mitarbeiter.

Machen Sie es den Mitarbeitern möglichst einfach:

Kommunizieren Sie klar und persönlich, bieten Sie eine einfache Spendenabwicklung an und sorgen Sie für einen reibungslosen Ablauf. Nichts ist frustrierender, als sich zu engagieren und dann zu stolpern. Stellen Sie sicher, dass der Spendenprozess geklärt ist, dass Ihre Mit- arbeiter ihn kennen, dass die Kommunikations- kanäle rechtzeitig zur Verfügung stehen, und dass die technische Abwicklung funktioniert.

Engagieren Sie Vorbilder:

Signalisieren Sie Ernsthaftigkeit, indem der Vorstandsvorsitzende/Geschäftsführer mit sei- ner eigenen Spende den Spendenaufruf startet.

Siehe auch die Ratgeber „Corporate Volunteering"und „Corporate Citizenship" auf www.phineo.org/publikationen

24 | 25

Citizenship" auf www.phineo.org/publikationen 24 | 25 TIPP 1: Prüfen Sie Ihr Spendenprogramm auf die sechs
Citizenship" auf www.phineo.org/publikationen 24 | 25 TIPP 1: Prüfen Sie Ihr Spendenprogramm auf die sechs

TIPP 1: Prüfen Sie Ihr Spendenprogramm auf die sechs

Mindestens das Senior-Management sollte ebenfalls prominent mitziehen. Steigern Sie die Spenden-Motivation durch Matching-Zusagen.

Mitarbeiter-Rollen. Wenn mindestens eine davon zu-

trifft, sollten Sie die Mitarbeitereinbindung ganz gezielt

planen und ihr einen hohen Stellenwert einräumen.

Nutzen Sie funktionierende Kommunikationskanäle:

TIPP 2: Spenden sind steuerlich absetzbar. Darauf wollen

Verschaffen Sie Ihrer Spendenaktion die größtmögliche Aufmerksamkeit. Wenn Ihre Mitarbeiter sich sonst am Schwarzen Brett informieren, experimentieren Sie im Katastrophenfall nicht mit einem Aufruf über Facebook.

auch Ihre spendenden Mitarbeiter nicht verzichten. Als

nicht gemeinnütziges Unternehmen können Sie keine

Spendenbescheinigungen ausstellen. Wenn Sie als Unter-

nehmen Mitarbeiterspenden einsammeln wollen, lassen

Zeigen Sie Wertschätzung:

Sie die Spenden entweder auf ein Extra-Spendenkonto der

Bedanken Sie sich für das Engagement, auf jeden Fall im Nachgang, Anerkennung kann aber auch während einer laufenden Spendenaktion ausgesprochen werden.

Empfängerorganisation überweisen, nutzen Sie Ihre Un-

ternehmensstiftung als Spendenvehikel (sofern deren Sat-

zung das zulässt) oder kooperieren Sie mit einem Anbie-

Informieren Sie transparent:

ter, der die Transaktionen für Sie abwickelt (z.B. PHINEO,

Sorgen Sie im Vorfeld dafür, dass das Spendenprogramm im Unternehmen bekannt ist. Während und nach konkreten Aktionen sollten Sie die Mitarbeiter regel- mäßig über die Spendenverwendung und die erzielten Wirkungen informieren.

Betterplace, Bank für Sozialwirtschaft, etc.).

TIPP 3: Wenn es um Mitarbeiterengagement geht,

sollten Sie immer die Personalabteilung und ggf. auch

den Betriebsrat ins Boot holen.

wissenswert: recHtlicHes und internationales

spenden und steuern

Unternehmensspenden können bis zur Höchstgrenze von 20 Prozent der Gesamt- einnahmen des Unternehmens von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Spende an eine gemein- nützige Organisation geht. Die Rechts- grundlagen für den Steuerabzug sind in § 10b EStG, §9 KStG, §9 GewStG sowie §52 bis 54 AO geregelt.

EStG, §9 KStG, §9 GewStG sowie §52 bis 54 AO geregelt. spenden Vs. sponsoring Spenden werden

spenden Vs. sponsoring

Spenden werden ohne Gegenleistung er- bracht. Beim Sponsoring werden Partner unterstützt, um Gegenleistungen zu erhal- ten, z.B. einen prominenten Logoabdruck. Sponsoring kann als Betriebsausgabe in unbegrenzter Höhe geltend gemacht wer- den und ist im Gegensatz zu Geldspenden umsatzsteuerpflichtig.

internationale spenden

Spenden können nur steuerlich abgesetzt werden, wenn der Empfänger in Deutsch- land als gemeinnützig anerkannt ist. Das ist bei ausländischen Organisationen meist nicht der Fall. So können internatio- nale Spenden doch abgesetzt werden: Es kommen Organisationen in Betracht, die Zweigstellen vor Ort unterhalten, Organi- sationen, die die Mittel in Deutschland

vereinnahmen, aber an (eigene) Projekte im Ausland weiterleiten, gemeinnützige Mittlerorganisationen, deren Zweck es ist, Gelder aus Deutschland dem Förderzweck im Ausland zuzuleiten, oder ggf. die Abwicklung über die eigene Unterneh- mensstiftung.

problem sacHspenden

Sachspenden sind umsatzsteuerpflichtig, wenn sie zum Zeitwert aus dem Betriebs- vermögen entnommen werden. Maßgeb- lich ist hier Abschnitt 3.3 Abs. 10 Umsatz- steuer-Anwendungserlass. Zudem sind Unternehmen auch bei gespendeten Pro- dukten in der Produkthaftung. Bevor Sachspenden getätigt werden, sollten un- bedingt Gespräche mit der Rechts- und Fi- nanzabteilung stattfinden.

compliance und risikomanagement Viele Unternehmen bilden in ihrem Risiko- management bereits Reputationsfaktoren ab.

compliance und risikomanagement

Viele Unternehmen bilden in ihrem Risiko- management bereits Reputationsfaktoren ab. Darunter kann auch die Spendenver- gabe an unseriöse Organisationen fallen. In einigen Unternehmen muss die Compli- ance-Abteilung aus Anti-Korruptionsgrün- den zwingend in die Wahl des gemeinnüt- zigen Partners eingebunden werden, wenn die Organisation z.B. auch Kunde ist. Interessenkonflikte können entstehen, wenn Spenden an Organisationen gehen, in denen Unternehmensvertreter ehren- amtliche Funktionen ausüben.

Unternehmensvertreter ehren- amtliche Funktionen ausüben. praxistool: wirkung bericHten 26 | 27 Manchmal drängt sich

praxistool:

wirkung bericHten

26 | 27

Manchmal drängt sich in Unternehmen der Eindruck auf, dass man es in der Kommuni- kation zum sozialen Engagement nur falsch machen kann. Redet man darüber, dann ist es Greenwashing oder Socialwashing. Redet man nicht darüber, ist man nicht transparent. Es gibt aber auch den dritten Weg: Transparenz ohne Greenwashing. Wenn Unternehmen auf Spendenkommuni- kation verzichten, verschenken sie Optio- nen. Glaubwürdige Spendenkommunikati- on richtet sich nach den Qualitätskriterien:

Transparenz Unaufgeregtheit Angemessenheit Motivierung kritische Reflektion Wertschätzung Wirkungsorientierung

Eine so geplante und umgesetzte Kommunikation bedient die Zieldimen- sionen guter Spendenkommunikation

als Reporting, das den internen und externen Bedürfnissen nach Information nachkommt. als Nachweis der eigenen Professionalität. als „License to operate“ der Spendenpraxis. als Chance, in Zukunft noch mehr Engagement zu motivieren. als Gelegenheit, das soziale Anliegen noch einmal zu unterstützen. als Möglichkeit der Positionierung des Unternehmens.

Wirkungsanalyse am Beispiel eines Matched-Giving-Projekts:

1
1

Spendenprozess: Lief alles so, wie es sollte? Oder gab es Reibungsverluste, Unklarheiten? Hat die Zusammenarbeit mit der gemein- nützigen Organisation funktioniert, etc.?

2
2

Erreicht das Spendenprogramm seine Ziele?

A
A

Für das Unternehmen: Wie viele Mit- arbeiter hat der Spendenaufruf erreicht? Wie war die Reaktion der Mitarbeiter auf die Spendenaktion? Wie viele Mitarbeiter haben tatsächlich gespendet? Wie hat sich die Spendenaktion auf die Mitarbei- terzufriedenheit ausgewirkt?

B
B

Für die Gesellschaft: Wofür wurde die Spende verwendet? Wie vielen Betroffenen konnte geholfen werden? Wie genau? Haben sich ihre Lebensum- stände verbessert?

Wie genau? Haben sich ihre Lebensum- stände verbessert? Die PHINEO-Wirkungstreppe Ab dieser Stufe sprechen wir von
Die PHINEO-Wirkungstreppe Ab dieser Stufe sprechen wir von Wirkung 7 Gesellschaft verändert sich Ab dieser
Die PHINEO-Wirkungstreppe
Ab dieser Stufe
sprechen wir von
Wirkung
7
Gesellschaft verändert sich
Ab dieser Stufe spricht
PHINEO von n Wirk Wirkung
6
Lebenslage der Zielgruppen ändert sich
5
Zielgruppen ändern ihr Handeln
4
Zielgruppen verändern ihre Einstellung
3 3
Zielgruppen akzeptieren Angebote
2
Zielgruppen werden erreicht
Eigene Darstellung
nach Univation 2007
1
Aktivitäten finden wie geplant statt

IMPACT

OUTCOME

OUTPUT

wirkungsanalYse

geplant statt IMPACT OUTCOME OUTPUT wirkungsanalYse Ein munikation ist die Wirkungsanalyse. Sie zielt auf zwei
geplant statt IMPACT OUTCOME OUTPUT wirkungsanalYse Ein munikation ist die Wirkungsanalyse. Sie zielt auf zwei

Ein

munikation ist die Wirkungsanalyse. Sie zielt auf zwei Erkenntnisse:

Was hat unser Engagement bewirkt? Und entsprechen diese Wirkungen dem, was wir geplant haben?

Neben der Funktion als „Informations- lieferant“ für die Spendenkommunika- tion ermöglicht die Wirkungsanalyse

die

Weiterentwicklung des Spendenpro-

wichtiges Tool für die Spendenkom-

inhaltliche und organisatorische

gramms, sie versachlicht Diskussionen und bietet Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Projekte. Für die unternehmensbezogene Wirkung gibt es etablierte Indikatoren wie z.B. Reputation oder Mitarbeiterzufriedenheit. Für die Analyse der gesellschaftlichen Wirkungen binden Sie die Spendenorgani- sationen mit ein. Fragen Sie sie z.B. nach einem SRS-Bericht. Diese Form der Wirkungsberichterstattung gemeinnützi- ger Organisationen findet zunehmend Verbreitung.

wirkungsreporting

Die steigenden Erwartungen an die CSR- oder Nachhaltigkeitsberichterstattung haben auch zu einer stärkeren Berichter- stattung über gesellschaftliches Engage- ment geführt. Darüber zu berichten, was dieses Engagement konkret bewirkt, ist eine noch jüngere Entwicklung. Die gesell- schaftliche Wirkung von Unternehmens- engagement wird letztlich durch die gemeinnützigen Partner erzeugt. Die Wir- kungsdebatte dort ist erst in den letzten Jahren so richtig in Fahrt gekommen, z.B. mit der Entwicklung des Social Reporting Standards (SRS).

mit der Entwicklung des Social Reporting Standards (SRS). Der SRS ist ein Gemein- schaftsprojekt und wird
mit der Entwicklung des Social Reporting Standards (SRS). Der SRS ist ein Gemein- schaftsprojekt und wird
mit der Entwicklung des Social Reporting Standards (SRS). Der SRS ist ein Gemein- schaftsprojekt und wird
mit der Entwicklung des Social Reporting Standards (SRS). Der SRS ist ein Gemein- schaftsprojekt und wird

Der SRS ist ein Gemein- schaftsprojekt und wird u.a. von PHINEO getragen. Er ist auch auf www.phineo.org als Download verfügbar.

Fünf Leitfragen eines handhabbaren Rahmens des Reportings über Spendenengagement

1
1

Für wen berichten? An Ihrer Arbeit sind unterschiedliche Zielgruppen innerhalb und außerhalb des Unternehmens interessiert. Intern sind dies z.B. Mitarbeiter, die am Spendenprozess Beteiligten, Vorgesetzte, Vorstand/Geschäftsführung. Extern kommen u.a. Kunden, Lieferanten, gemeinnützige Organisationen, Medien in Betracht.

2
2

Wie berichten? Vor allem größere Unternehmen richten ihre Berichterstattung zunehmend an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) aus. Möglich ist auch eine Orientierung an der iooi-Logik (Input, Output, Outcome, Impact) oder am System der London Benchmarking Group (LBG). Eine aktuelle Entwicklung geht dahin, den Social Reporting Standard für die Unternehmensberichterstattung zu adaptieren. Wenn die Orientierung an Standards in der Spendenkommunikation (noch) nicht möglich ist, lassen Sie sich von der Frage leiten: Was haben wir wann wie mit welchem Mitteleinsatz gemacht und was ist dabei herausgekommen?

3
3

Was berichten? Berichten Sie über Entscheidungskriterien, Verantwortlichkeiten, Spendenempfänger, Spendenvolumen, Fehlentscheidungen, Mittelverwendung bei den Empfängern und bewirkte Ergebnisse. Für die Wirkungen der gemeinnützigen Projekte sind Sie auf Zulieferung angewiesen. Sagen Sie der Organisation früh- zeitig, welche Informationen Sie brauchen. Wenn es auch um die interne Legiti- mation des Spendenprogramms geht, sollten Sie zudem unternehmensbezogene Ergebnisse berichten, z.B. Ausmaß des Mitarbeiter-Engagements.

4
4

Wo berichten? Bewährt haben sich neben der eigenen Website vor allem Publika- tionen wie der Geschäftsbericht und der Nachhaltigkeits-/CSR-Bericht. Einige vor allem größere Unternehmen geben mittlerweile auch spezielle Corporate- Citizenship-Reports heraus.

5
5

Wann berichten? Es ist sinnvoll, über konkrete Aktionen schnell und punktuell zu berichten, das Gesamtengagement so darzustellen, dass es dauerhaft auf- findbar ist, und regelmäßig, z.B. einmal jährlich, eine gesamthafte Rückschau zu veröffentlichen.

pHineo: spezialisten fÜr gesellscHaftlicHes engagement

Sie möchten mit Ihrem Engagement den Mehrwert für die Gesellschaft und Ihre Organisation steigern? Wir unterstützen Sie dabei. Mit Verstand und Verständnis für Ihre Ziele und Kompetenzen ent- wickeln wir mit Ihnen passgenaue, prag- matische und langfristig wirksame Enga- gement-Strategien. In unsere Zusammen- arbeit bringen wir je nach Bedarf die

Expertise und Leidenschaft unseres über 30-köpfigen PHINEO-Teams ein. Dieses verbindet Strategie- und Prozesskompe- tenz mit fundierter Themen- und Metho- denexpertise. Gesellschaftliche Herausforderungen können nur mit viel Engagement ange- packt werden. Engagierte Unternehmen, Stiftungen, staatliche Akteure und Spender haben erkannt, dass es wich- tig ist,

Strategien auf Basis praktischer Erfah- rung und wissenschaftlicher Expertise zu entwickeln

in Kooperation mit starken Partnern zu arbeiten und

Programme und Projekte systematisch zu managen und daraus zu lernen.

und Projekte systematisch zu managen und daraus zu lernen. Lesen Sie auch: Die PHINEO-Ratgeber „Corporate

Lesen Sie auch: Die PHINEO-Ratgeber „Corporate Volunteering" und „Corporate Citizenship"auf www.phineo.org/publikationen

Unser Ziel ist mehr und wirkungsvolleres gesellschaftliches Engagement. Dafür entwickeln wir im Dialog mit Ihnen und gemeinnützigen Organisationen Strate- gien und Projekte, die einen Unterschied machen. Für Sie und die Gesellschaft.

Wirkung erzielen wir mit Ihnen schwerpunkt- mäßig bei folgenden Themen:

Entwickeln von Engagement-Strategien, -Programmen und -Projekten

Entwickeln und Umsetzen von Spenden- Strategien und -Programmen, einschließlich Audits, Richtlinien und Spendenprozessen

Entwickeln und Umsetzen von Corporate- Volunteering-Programmen

Analysieren der Wirkung von CC-Program- men und -Projekten, einschließlich der Entwicklung von angemessenen Methoden und Indikatoren

PHINEO-Risikocheck von gemeinnützigen Organisationen

Unterstützung bei der Wirkungsberichter- stattung von CC-Programmen

Matching von Unternehmen und gemein- nützigen Organisationen: Projektrecherche und -empfehlung

Qualifizierung und Entwicklung von gemeinnützigen Organisationen im Auftrag des Förderers

zum weiterlesen

Bundesministerium für Familie, Senio- ren, Frauen und Jugend: "1. Engagement- bericht der Bundesregierung", 2012

PricewaterhouseCoopers: "Unterneh- men als Spender", 2007 und 2011

Committee Encouraging Corporate Philanthropy: "Giving in Numbers", 2012

Christoph Mecking: Corporate Giving, Sponsoring und insbesondere Unterneh- mensstiftung. In: Holger Backhaus-Maul u.a. (Hrsg.), "Corporate Citizenship in Deutschland", 2008

Bertelsmann Stiftung: "Corporate Citizenship planen und messen mit der iooi-Methode", 2010

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PHINEO: "Studie Wirkungstranspa- renz bei Spendenorganisationen", 2012

PHINEO: "Leitfaden Wirkungs- berichterstattung für gemeinnützige Organisationen", 2011

Links

Direkt-Downloads

Handels-Initiative Deutschland rundet auf: www.deutschlandrundetauf.org Übersicht Online-Spendenabwicklung:

Dieser Ratgeber

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www.entermagazin.de/2011/12/business/der-grose-online-sammelbuchsen-test

als PDF

Spenden und Umsatzsteuer: http://vereinsknowhow.de/kurzinfos/ust-spenden.htm Reporting (SRS): www.social-reporting-standard.de Reporting (GRI): www.globalreporting.org

Weitere Publikationen

Reporting (SRS): www.social-reporting-standard.de Reporting (GRI): www.globalreporting.org Weitere Publikationen

Reporting (LBG): www.lbg-online.net Wirkungsanalyse: www.siaassociation.org

auf www.phineo.org

pHineo ist ein bÜndnis starker partner

PHINEO ist ein unabhängiges Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesell- schaft hat 2010 die gemeinnützige Aktiengesellschaft PHINEO ins Leben gerufen, um den gemeinnützigen Sektor zu

stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt PHINEO bei allen an, die nicht nur Gutes tun, sondern auch Gutes bewirken wollen. PHINEO empfiehlt auf Basis der mehrstu- figen PHINEO-Analyse gemeinnützige Projekte, die besonderes Potenzial haben, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten.

Mit Porträts dieser empfehlenswerten Organisationen, Reports zu ausgewählten Themenfeldern, Ratgebern zum Wie des Gebens sowie individueller Beratung bietet PHINEO Orientierung für wirkungs- volles gesellschaftliches Engagement. www.phineo.org

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CSI – Centrum für soziale Investitionen und Innovationen

• Deutscher Spendenrat • Stiftung Charité

Förderer

• Freshfields Bruckhaus Deringer LLP

• Warth & Klein Grant Thornton AG