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VERNETZT

Dienstag, 9. Juni 2009

UPDUPDATAT EE

N E T Z T Dienstag, 9. Juni 2009 UPD UPD AT AT E E St

St imme mit Gesic ht : Mehr als 110 000 Men sc hen hab en die Onl ine -Bu nde sta gsp eti tio n gegen Internetsperren auf www. bundestag .de bislang untersc hrie - ben. Je tzt star tet Christian Bahls vo m Verein „Missbrauc hs opfer ge ge n I nternetsperren“ ein neues Proj ekt : Auf www.gib-deiner- stimme -ein-gesic ht .de können Unterstützer Po rt rä tfotos hoc hladen. Unterdessen hat Fami- lienministerin Ursula von der Ley- en bekräftigt , den Zugang zu kin- derpornografisc hen We bseiten noc h vor der Bundestagswahl bloc kieren zu wollen. Kritiker des Zensurprojektes halten entgegen, ein Groß teil der Seiten könne durch konsequentes Behörden- handeln in kürzester Zeit kom- plett gelösc ht werden.

Diskussionsforum zum Thema:

http://forum.az-web.de

werden. Diskussionsforum zum Thema: http://forum.az-web.de Atmende Erde: Au f d er ani- mier ten We lt

Atmende Erde: Au f d er ani- mier ten We lt kar te bei www. breathingear th.net werden Zahlen angezeigt , die aufwühlen: Kohlen- stoff dioxid-Emissionen, Gebur ts- und To desrate sind für die We lt und jedes einzelne Land in Ec ht- zeit abrufbar. „Seit Sie zusc hauen, sind 118 Mensc hen gestorben“, erfähr t der Besuc her beispielswei- se. Gleic hzeitig leuc htet jede Ge - bur t und jeder Sterbefall auf dem Planeten – statistisc h berec hnet – auf der Landkar te auf.

Brauner Partner: Ein Kreisver- band der rechtsextremistisc hen NPD hat es gesc hafft , ins Partner- programm des Online -Versand- handels Amazon aufgenommen zu werden. So lassen sic h über eine Internetseite der NPD Bar- nim-Uc kermark bei Amazon Druc kwe rke mit so bizarren Ti teln kaufen wie „Stalins verhinder ter Erstsc hlag – Hitler erstic kt die Weltrevolution“ und „Rudolf Heß:

Ic h b ereue nic hts“. B ei dem Ama- zon-Programm wird der Partner an den Umsätzen beteiligt , die über seine We bseite ge tätigt wer- den. In Berlin löste die Nac hric ht Empörung aus. Politiker mehrerer Bundestagspar teien ri efen dazu au f, Amazon zu boykottieren. Der Onlinehändler will den Vo rga ng zunäc hst prüfen.

Verfremdet oder verpfusc ht? Eine Galerie vo n 8 6 berühmten Fotos zeigt das amerika- nisc he Blog Gizmodo.com Eine Galerie vo n 8 6 berühmten Fotos zeigt das amerika- nisc he Blog Gizmodo.com – al- lesamt digital über- arbeitet . D a s trec kt der in Sieger- pose triumphierende Muhammad Ali einen künstlic hen Te rminator- Ar m a us, da werden die Vi etnam- kriegs-Flüc htlinge vom Dac h der US-Botsc haft statt von einem Hubsc hrauber vo n e inem UFO gerettet , da überqueren die vier „Beatles“ eine St ra ße in Google St re et Vi ew. Auc h d as abgebildete Nasa-Mondfoto von der aufge- henden Erde wurde von einem Fan des iPhone -Handys aufs Korn genommen. (hec k)

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FRAGE DER WO CHE

Histo ri sc hes Ti ef: Berappelt sic h die SPD bis zur Bundesta gswah l?

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Die Frage der vergangenen Woche:

„Staatshilfen“: Stürzt die Koalition uns damit immer tiefer in die Krise? 35 % 65 %
„Staatshilfen“: Stürzt die Koalition
uns damit immer tiefer in die Krise?
35 %
65 %
NEIN
JA
uns damit immer tiefer in die Krise? 35 % 65 % NEIN JA Szen e a

Szen e a us „Runes of Magic “: Au ch dieses Online -Rollenspiel setzt auf das „Fre e t o p lay“-Gesc häftsmodell.

Grafik : dpa

Das Schwert gibt’s im Online-Shop

Ad ieu, Monats-Abo: Bei Online -Rollenspielen setzt sic h „Free to play“ durch . D as Spiel an sic h i st ko st en lo s, Au srüstung kann dazugekauft werden. Vo m M ittelalterspiel bis zum Fa milien-Game.

VO N H EIKO H AU PT

Hambur g. So neu Onlinespiele noch sind, eine Tradition gibt es bereits: Wer in die virtuellen Wel- ten eintauchen will, muss das Spiel in der Packung kaufen, es installieren und dann ein Abo mit monatlichen Zahlungen abschlie- ßen. Doch während dieses Modell bei „World of Warcraft“und Co. als Standard gilt, setzt sich in jüngster Zeit eine andere Idee durch: die der „Free to play“-Titel. Dabei muss der Spieler nur zur Kreditkarte greifen, wenn er sich besondere Annehmlichkeiten leis- ten will. Waren solche Spiele in den ver- gangenen Jahren oft für niedrige Qualität bekannt, ändert sich dies

nun. Einer größeren Öffentlich- keit bewusst wurde das Anfang dieses Jahres, als Frogster aus Ber- lin „Runes of Magic“ („RoM“) he- rausbrachte. Das Rollenspiel gibt „World of Warcraft“-erfahrenen Spielern, was sie kennen und wün- schen: Sie können in der mittelal- terlich angehauchten – und quali- tativ vergleichbaren – Fantasiewelt ihre Helden aufpäppeln und ge- meinsam im Kampf gegen starke Monster mächtige Ausrüstungsge- genstände ergattern. Der große Unterschied zum Welterfolg „WoW“ : „RoM“ kostet nichts – eigentlich jedenfalls. Wer will, kann aber trotzdem echtes Geld ausgeben. Denn die Ge- schäftsidee hinter „Free to play“ ist der sogenannte Item-Shop: Der

Spieler kauft – meist per Kreditkar- te – für ein paar Euro die jeweilige Spielwährung. Damit kann er die gewünschten Dinge erwerben – vom Einrichtungsgegenstand bis zum Reitpferd. Die Idee scheint zu funktionieren. Im Mai verkündete Frogster, „RoM“ hätte bereits gut eine Million registrierte Spieler. So setzen auch andere Entwick- ler auf „Free to Play“. Sony Online Entertainment (SOE) aus San Die- go hat jüngst mit „Free Realms“ ebenfalls einen solchen Titel ver- öffentlicht. Mit bemerkenswertem Erfolg: Bereits 17 Tage nach dem offiziellen Start vermeldete man den millionsten registrierten Nut- zer. Das hängt womöglich damit zusammen, dass sich „Free Re- alms“ vom altbekannten Rezept

ZDF bittet in den „Open Reichstag

Neues Videoprojekt auf Yo utube zum Superwahljahr. D ialog m it Po litikern.

Berlin . Im Superwahljahr haben das ZDF und das Videoportal You- tube den gemeinsamen Online- Kanal „Open Reichstag“ (Offener Reichstag) gestartet. „Wir versu- chen, junge Leute für Politik zu interessieren“, sagte ZDF-Chefre- dakteur Nikolaus Brender. Auf der Plattform des Fernsehens gebe es dabei „erhebliche Probleme“, Youtube sei dagegen für junge Leute „eine gewisse Heimat“. Der Kanal soll die politische TV- Berichterstattung im ZDF mit den interaktiven Kommunikations- möglichkeiten der Plattform ver- binden. Die Nutzer sollen ihre Fra- gen an Politiker stellen und sich an der Debatte beteiligen. Die Polit-Beiträge aus dem Fernseh-

der Debatte beteiligen. Die Polit-Beiträge aus dem Fernseh- Di e „Open Reic hstag“-Seite programm werden ebenfalls

Di e „Open Reic hstag“-Seite

programm werden ebenfalls ein- gebunden und können von den Nutzern kommentiert werden. Hierfür werden unter anderem die Spitzenkandidaten der Bundes- tagsparteien per Videobotschaft

Fragen an die Bürger richten. De- ren Meinungen können dann als Video-Antworten hochgeladen werden und sollen etwa im ZDF- „Morgenmagazin“ eingebunden werden. Es gehe auch darum, den Dialog zwischen Wählern und Politikern „auf eine neue Ebene zu heben“, sagte Philipp Schindler von der Youtube-Mutter Google. Youtube werde längst nicht mehr nur durch kurze Spaßclips wahrge- nommen, sondern biete „viele se- riöse Inhalte“. Das Projekt ist zeit- lich bis zur Bundestagswahl im September begrenzt. (ddp)

Der Videokanal liegt unter:

youtube.de /openreichstag

des Monster-Metzelns in virtueller Umgebung entfernt: Der Titel richtet sich nicht nur an die „WoW“-gestählte Klientel, son- dern will etwas für die ganze Fami- lie sein. Je nach persönlicher Vor- liebe kann der Spieler sich mit verschiedenen Mini-Games be- schäftigen, kann sich um ein Haustier oder auch die Entde- ckung der Landschaften küm- mern. Gekämpft wird lediglich auf ausdrücklichen Wunsch. „Es wird auch in Zukunft On- line-Spiele mit Abonnements ge- ben“, sagt Stephan Reichart vom Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (G.A.M.E.) in Berlin – um dann hinzuzufü- gen: „Der Massenmarkt werden die „Free to play"-Titel sein.“ (dpa)

Google kündigt Pr oj ekt Wave an

Hambur g. Zeitgleich zur Einfüh- rung der neuen Microsoft-Such- maschine Bing hat Google eine neue Kommunikationsplattform angekündigt. Auf Wave (Welle) könnten Nutzergruppen gemein- sam an Texten arbeiten, sich via Instant Messaging unterhalten oder Fotos, Videos, Karten und sonstige Dokumente austauschen. Das kündigte das Unternehmen in Hamburg an. Was „in einer Wave“ an Inhalten zusammenkommt, lässt sich in Blogs oder auf Websei- ten veröffentlichen. Das kostenlo- se Angebot soll in den kommen- den Monaten starten. Es wird als Open-Source-Projekt angelegt sein. Die Nutzer haben also Zu- gang zum Quellcode und können Wave weiterentwickeln. (dpa)

In Niederzier zu Hause, im Netz daheim

Kaum eine Plattform, auf der Markus Jakobs nic ht vertreten ist . Schwerpunkt Reputationsmanagement .

VO N M ARC HECKERT

Niederzier . Auf seiner Visitenkar- te steht „Social Media Berater“. Darunter sind die Logos sämtli- cher Internet-Veranstaltungen und -Netzwerke gelistet, auf und in denen er vertreten war und ist:

vom Barcamp bis zur Re:Publica, von Flickr bis Facebook. Markus Jakobs hat das zum Beruf ge- macht, was andere in ihrer Freizeit nutzen: das Internet. Genauer: das sogenannte Web 2.0. Denn was Jakobs interessiert, sind weniger private Homepages

oder große Onlineportale, son- dern die neuen, schnell wachsen- den sozialen Netzwerke. Die Kom- munikation ist das, was ihn faszi- niert. So war es nur naheliegend, dass er sich schließlich in diesem Bereich professionalisierte und 2005 sein Gewerbe anmeldete. Heute berät er Kunden, wie sie sich in den Netzen und Commu- nitys am geschicktesten bewegen und Fehler vermeiden. Reputationsmanagement nennt er als sein Hauptbetätigungsfeld. Das bedeutet was genau? „Das ei- gene Produkt in Suchmaschinen

AZ-SERIE

 

Menschen

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www.5zwo. de

möglichst weit oben zu platzieren, Werbung zielgenau zu schalten, Informationen zum Produkt zu geben, Diskussionen im Internet über das Produkt in die richtige Richtung zu lenken und persönli- chen Kontakt mit dem Kunden zu pflegen.“

Denn im Web 2.0 – das Schlag- wort bezeichnet eine neue Gene- ration besonders benutzerfreund- licher Internetseiten und Netzwer- ke – lauern viele Fallstricke. „Es hat sich herauskristallisiert, dass Reputationsmanagement im In- ternet immer wichtiger wird.“ Nur ein Beispiel von vielen: „Einmal angelegte Profile müssen regelmä- ßig gepflegt werden. Man muss dranbleiben.“ Jakobs schätzt, dass es nur gut 100 weitere hauptberuf- liche Experten wie ihn in Deutsch- land gibt. Besonders am Herzen liegt ihm Mikroblogging, auch Twittern ge-

am Herzen liegt ihm Mikroblogging, auch Twittern ge- Stec kbrief: Markus Jakobs , S ocial Media

Stec kbrief: Markus Jakobs, S ocial Media Berater

Alter: 32 Jahre

Wohnor t: Niederzier (Kreis Dü- ren)

Hobbys: Spo rt , Internet , Kulturel- les, Ka rneval

Webseite: www.kehrseite .de

5ZWO-Profil: markusj akobs

Twitter: twitte r.com /kehrseite

nannt. „Das ist das schnellste Kommunikations-Tool auf dem Markt.“ Es ist eine Kunst für sich, in den „Tweets“, den maximal 140 Zeichen kurzen Nachrichten, alles Relevante zu sagen. Auf www.twitter.com ist Jakobs gleich mit mehreren Twitterprofilen un- terwegs. Auch wenn er sich letztlich in allen Online-Netzwerken – auch in 5ZWO, der neuen Community unserer Zeitung – zu Hause fühlt, bleibt er der Region ver- wurzelt. So haben fast alle seiner Twit- ter-Accounts loka- len Bezug – insbe- sondere der zum Thema Karne- val.

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sondere der zum Thema Karne- val. DO DO WNLO WNLO AD AD Piratenfreunde: Im Prozess gegen

Piratenfreunde: Im Prozess gegen die Betreiber der sc hwedi- sc hen Ta usc hbörse The Pirate Bay im Frühjahr hatten die Anwälte der Musikindustrie unter anderem Alben der sc hwedisc hen Hip- Hop-Band „Advance Patrol“ als Beweis angeführ t, wie stark das Urheberrec ht auf der Ta usc hseite verletzt werde. Jetzt wehr t sic h die Band im Nac hhinein: Sie sei ohne ihr Wi ssen ve re innahmt worden. Ihr neuestes Album „El Fu turo“ ve röffentlic ht die Gruppe darum auf – n atürlic h, The Pirate Bay. „Wir weigern uns, uns in ei- nem Krieg gegen unsere Fans missbrauc he zu lassen“, schreibt die Band auf der We bseite www.global gonza.com. (zva)

Ma n klic kt deutsc h:

„de“-Adressen beliebt

Die länderspezifische Kennung „.de“ für Internetadressen aus Deutschland bleibt das zweit- beliebteste länderspezifische Kürzel der Welt. Nur die Zahl der sogenannten Top Level Domains aus China („.cn“) übertrifft noch die der deut- schen, gab der amerikanische Provider Verisign jetzt be- kannt. Häufigste Adressendung bleibt das international ver- breitete .com, was ursprüng- lich auf kommerzielle Seiten hindeutete. Nach wie vor wer- den immer mehr Webadressen registriert: Im ersten Quartal 2009 überstieg die Zahl der Domains 180 Millionen, er- klärte Verisign – trotz Wirt- schaftskrise waren das drei Prozent mehr als im Quartal davor. (zva)

Datenströme als Ziel für Terroristen

Bonn. „Der Computer ist die neueste Waffe der Terroris- ten.“ Das sagte Kamlesh Bajaj, Geschäftsführer des indischen IT-Dachverbandes Nasscom, auf dem Deutsche Welle Glo- bal Media Forum in Bonn. Der wachsende grenzüberschrei- tende Datenverkehr sei zuneh- mend in Gefahr, zur Zielschei- be für Internet-Kriminelle zu werden. Kleine „digitale Mili- zen“ und Cyberpiraten benö- tigten nur geringe Ressourcen, um großen Schaden anzurich- ten. Tag und Nacht fließen sensible und vertrauliche Da- ten von Banken und Industrie- unternehmen, Krankenhäu- sern und Versicherungen aus den Industrieländern zur Ver- arbeitung in Rechenzentren in Schwellenländern und zurück. Dabei seien schon wiederholt schwerwiegende Sicherheits- verletzungen festgestellt wor- den. (ots)

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