• PMI

Picture manipulation Inspector Die digitale Bildforensik
Welche Fotos sind noch vertrauenswürdig?
Digitale Fotografie hat die herkömmliche Fotografie in praktisch allen Gebieten ersetzt. Durch die große Verbreitung von Digitalkameras und Foto-Handys war es noch nie so einfach wie heute, Bilder zu erstellen und zu verbreiten. Eine Vielzahl von einfach zu bedienenden Programmen schafft zudem unbegrenzte Möglichkeiten der weiteren Bildbearbeitung. In vielen Bereichen werden Glaubwürdigkeit und Authentizität von Berichten und Gutachten durch Fotografien unterstrichen. Bilder werden als Nachweis für Zahlungen, Reklamationen und Schadensdokumentationen genutzt. Die Mitarbeiter von Fotoagenturen, Bildredaktionen aber auch Ermittlungsbehörden, Reklamationsabteilungen und Gutachter müssen dabei auf ihr Gespür und akribische Prüfung vertrauen, um die Echtheit und Authentizität der Belege abzusichern. Geht dies in hohe Stückzahlen, ist eine manuelle Prüfung jedoch nicht mehr ausreichend zu handhaben.

Bildmanipulationen technisch erkennen
Methoden der Bildforensik können nicht die Frage beantworten, ob es sich bei einem Bild um eine Fälschung handelt. Sie können aber objektiv feststellen, ob ein Bild bearbeitet wurde. Um Fälschungen als solche erkennen zu können, muss zunächst klar sein, was unter einer Fälschung zu verstehen ist. Zentrale Frage ist dabei, welche inhaltsverändernden Operationen erlaubt sind. Für die Prüfung der Authentizität eines Bildes wird SMDTP Technologie eingesetzt, wobei die Bilddaten hinsichtlich zweier Merkmale überprüft werden: der Bildursprung einerseits sowie der Nachweis der Existenz von Bildbearbeitungs-Operationen andererseits. Eine Manipulation kann schon durch die Wahl des passenden Bildausschnittes erfolgen, wenn wesentliche Teile des Gesamtzusammenhangs weggelassen werden. Diese Auswahl trifft bereits der Fotograf bei der Entstehung. Nachfolgende Bearbeiter „verändern“ das Bild ebenso nicht, wenn sie Teile davon abschneiden. Diese grundlegende Auswahl kann weder manuell noch mit der Bildforensik festgestellt werden. Jedoch kann für die Bearbeitungen Regeln festlegen, innerhalb derer ein Bild als authentisch definiert werden kann.

BPM | Mai 2013

Festlegen von Regeln – der Schritt zur Fraud-Prävention
Erst die Definition von Richtlinien für den Umgang mit Bildbearbeitungen stellt die bildforensische Untersuchung mit dem Picture Manipulation Inspector auf eine feste Basis. Bildmanipulation im Sinne einer Fraud-Prävention können damit im Unternehmen festgestellt, Qualität und Authentizität der Dokumente unterstrichen werden und das Unternehmen glaubwürdig repräsentieren.

Bildursprung bestimmen
Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob ein vorliegendes Bild vollständig an einem Computer generiert wurde oder mittels eines Sensors in der realen Welt aufgenommen wurde. Bildmanipulationen können sich nur auf Bilder beziehen, die nicht der Phantasie eines Urhebers entsprungen sind, sondern Ausschnitte mittels Eingabegeräte (vorrangig Digitalkameras) der realen Welt dokumentieren. Die Charakteristiken des Bildeingabegeräts entstehen dabei durch den Sensor, der mit seinen einzelnen einzigartigen Elementen einen typischen Fingerabdruck, das „Rauschen“ eines Bildes erzeugt. Damit lassen sich die Bilder des vorliegenden Geräts von den Bildern anderer Geräte zuverlässig unterscheiden. Geräteklasse, Gerätemodell und spezifisches Aufnahmegerät lassen sich damit zuordnen. Eine solche Ursprungsidentifikation bietet einen weiteren Vorteil. Lassen sich die zu erwartenden Merkmale nicht (konsistent) im Bild nachweisen, kann dies als erster Hinweis für eine Manipulation aufgefasst werden.

Was ist Bildmanipulation?
Keine Bildmanipulation im Sinne von „Fraud“ • „Editing“ Vergrößern/Verkleinern/Ausschneiden eines Bildes Tonwertkorrekturen Formatkonvertierung Bildmanipulation im Sinne von „Fraud“ • „Painting“ Bildausschnitte entfernen/verändern/hinzufügen Automatisierte Cognizant Solutions Bildforensik: Kombinatorik verschiedener algorithmischer Verfahrensweisen und selbstlernende Datenbank.

Cognizant Solutions Picture Manipulation Inspector

BPM

2

Bildmanipulation erkennen
Neben fehlenden bzw. inkonsistenten Gerätecharakteristiken können auch Spuren der Bildbearbeitungsoperation an sich für forensische Analysen genutzt werden. In diesem Fall dient das Vorhandensein bestimmter Merkmale als Indiz für eine mögliche Manipulation.

Retuschen
Wurde ein Ausschnitt innerhalb des Bildes kopiert, lässt sich dies durch eine Suche nach doppelten Bildteilen feststellen und anhand einer transformierten Repräsentation vergleichen.

Rekompression
Wird ein JPEG-Bild nach einer Bearbeitung nochmals im JPEG-Format gespeichert, kann dies zu nachweisbaren Spuren führen.

Geometrische Transformation
Wird ein Bild geometrisch transformiert, müssen fehlende Informationen an entstehenden Lücken im Bildgitter durch Interpolation aus vorhandenen Pixeln im Ausgangsbild berechnet werden. Dies führt zu ausgeprägten Abhängigkeiten zwischen benachbarten Pixeln, die mit statistischen Methoden nachgewiesen werden können.

Wir haben die Lösung
Unserer Picture Manipulation Inspector arbeitet basierend auf einer selbstlernenden Datenbank und einem neuronalen Netz mit mehr als 10 Algorithmen. Feinste Abweichungen im Bildursprung und Bildmanipulation werden erkannt und mit Wahrscheinlichkeiten in einer Ergebnisliste dargestellt. Kurz, farblich prägnant und übersichtlich werden die Ergebnisse dem Anwender präsentiert.

Über Cognizant Solutions
Die Solutions wurde im Juni 2003 als Mitglied der C1 Gruppe gegründet. Im Vordergrund Ihrer Geschäftsausrichtung stand immer die Entwicklung und Implementierung von IT-Lösungen zur effizienten Gestaltung von automatisierten Geschäftsprozessen in Mittelstands- und Großunternehmen, die an die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. Durch die Integration der Bereiche Business Process Management, Enterprise Content Management und Enterprise Resource Planning werden Informationsinseln zusammengeführt und homogene Systemlandschaften geschaffen oder spezielle Teilbereiche optimiert. Die Solutions gehört mit 5 weiteren Schwesterunternehmen seit März 2013 100%-ig zu dem globalen IT Dienstleistungsunternehmen Cognizant Technology Solutions. Cognizant ist ein führender Anbieter von Informationstechnologien, Beratungsleistungen und Business-Process-Outsourcing Dienstleistungen. Cognizant richtet sein globales Technologie- und Innovations-Know-how, sein Branchenwissen und seine weltweiten Ressourcen konsequent darauf aus, Kunden in deren Kerngeschäft zu stärken. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Teaneck, New Jersey (USA). Cognizant vereint eine ausgeprägte Unternehmenskultur, die der Kundenzufriedenheit gewidmet ist, Technologie- und Innovations-Know-how, Branchenwissen und weltweit agierende Mitarbeiter, die das Motto “Future of Work” verkörpern. Mit über 50 Niederlassungen weltweit und ungefähr 162,700 Mitarbeitern (Stand: 30. September 2012) ist Cognizant). Damit ist Cognizant eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Für mehr Informationen besuchen Sie uns auf solutions.cognizant.de

Hamburg
Cognizant Solutions GmbH Osterbekstrasse 90c 22083 Hamburg Tel.: +49 40 52388 0 Fax: +49 40 52388 100 Email: info.solutions@cognizant.de

Standorte
Hamburg Frankfurt Frechen Köln München Stuttgart

103.1001

© Copyright 2013, Cognizant. All rights reserved. No part of this document may be reproduced, stored in a retrieval system, transmitted in any form or by any ­­

means, electronic, mechanical, photocopying, recording, or otherwise, without the express written permission from Cognizant. The information contained herein is subject to change without notice. All other trademarks mentioned herein are the property of their respective owners.

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful