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Sicherheitsbelehrung

10.10.2012

Praktikum Qualitative Analyse

Analyse

Synthese

qualitativ

quantitativ

Praktikum Qualitative Analyse • Analyse • Synthese • qualitativ • quantitativ Zerlegung Aufbau was? wieviel? 1
Praktikum Qualitative Analyse • Analyse • Synthese • qualitativ • quantitativ Zerlegung Aufbau was? wieviel? 1
Praktikum Qualitative Analyse • Analyse • Synthese • qualitativ • quantitativ Zerlegung Aufbau was? wieviel? 1
Praktikum Qualitative Analyse • Analyse • Synthese • qualitativ • quantitativ Zerlegung Aufbau was? wieviel? 1
Praktikum Qualitative Analyse • Analyse • Synthese • qualitativ • quantitativ Zerlegung Aufbau was? wieviel? 1

Zerlegung

Aufbau

was?

wieviel?

1

Sicherheitsbelehrung

08.10.2012

Sicherheitsbelehrung für das Praktikum Anorganische Chemie I

1. Einleitung

„Die Dosis allein macht das Gift“. (Paracelsus)

tödliche Dosen:

• 5 Liter destillierten Wassers

• 250 g Kochsalz

• 0,000 002 mg (2 Nanogramm: ng = 10 -9 g) Botulinustoxin

• aus verdorbenem Fleisch oder schlechten Konserven.

• 0,000 002 mg (2 Nanogramm: ng = 10 - 9 g) Botulinustoxin • aus verdorbenem

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08.10.2012

Gefahrloses Umgehen mit Stoffen kann auf zwei Wegen erreicht werden:

1. Mit Vorschriften:

Zu den Stoffen, Arbeitsmethoden und allen Einzelheiten werden Anweisungen erarbeitet, die eingehalten werden müssen.

(Regelwerk Arbeitssicherheit).

2. Mit solider Information:

Durch genaue Kenntnis der Stoffe und ihrer Reaktionen untereinander und die Kenntnis der Arbeitsmethoden wird ein fehlerfreundlicher Umgang mit Stoffen und Reaktionen möglich.

und die Kenntnis der Arbeitsmethoden wird ein fehlerfreundlicher Umgang mit Stoffen und Reaktionen möglich. 3

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08.10.2012

2. Gesetzliche Grundlage

Chemikaliengesetz (ChemG)

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

Durchführung einer Sicherheitsbelehrung

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) Durchführung einer Sicherheitsbelehrung 4

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08.10.2012

Vergabe von Arbeitsgeräten, Chemikalien und einem Arbeitsplatz im Labor

Abschließen eines Öffentlich-rechtlichen Vertrags

von Arbeitsgeräten, Chemikalien und einem Arbeitsplatz im Labor Abschließen eines Öffentlich-rechtlichen Vertrags 5

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08.10.2012

Der Öffentlich-rechtliche Vertrag

wird zwischen jedem Studierenden und dem Land Sachsen-Anhalt abgeschlossen.

regelt die Bereitstellung von Arbeitsmitteln für die Durchführung von Praktika am

Fachbereich Chemie.

(Auszug)

§ 1 Materialien (Chemikalien und Geräte) werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

§ 2 Der Studierend verpflichtet sich alle ihm überlassenen Geräte in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben. Fehlende und unbrauchbar gewordene Teile müssen auf eigene Kosten ersetzt werden.

§ 3 Die kostenfreien Chemikalien werden in der Chemikalienausgabe in Listen eingetragen.

§ 4 Die Rechnung kann in der Glasausgabe eingesehen werden.

Die zu zahlenden Beträge sind beim Praktikumsleiter gegen Quittung zu entrichten.

§ 5 Erst nach Rechnungsbegleichung wird die Studienleistung anerkannt.

Praktikumsleiter gegen Quittung zu entrichten. § 5 Erst nach Rechnungsbegleichung wird die Studienleistung anerkannt. 6

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08.10.2012

3. Allgemeine Laborordnung (Auszug)

Zum Praktikum haben nur Praktikanten Zutritt, die über Sicherheitsfragen belehrt worden sind.

3.1 Zutritt

• Nur in der Arbeitszeit. Besucher sind nicht erlaubt

die über Sicherheitsfragen belehrt worden sind. 3.1 Zutritt • Nur in der Arbeitszeit. Besucher sind nicht

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08.10.2012

3. Allgemeine Laborordnung (Auszug)

Zum Praktikum haben nur Praktikanten Zutritt, die über Sicherheitsfragen belehrt worden sind.

3.2 Sicherheitsbestimmungen

• Im Labor nicht Essen, Trinken, Rauchen.

• Tragen Sie im Praktikum immer eine Schutzbrille und einen Labor- mantel (weiß, Baumwolle) und geschlossene Schuhe.

• Der Labormantel muß geschlossen sein.

und einen Labor- mantel (weiß, Baumwolle) und geschlossene Schuhe. • Der Labormantel muß geschlossen sein. 8

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08.10.2012

3. Allgemeine Laborordnung (Auszug)

Zum Praktikum haben nur Praktikanten Zutritt, die über Sicherheitsfragen belehrt worden sind.

3.2 Sicherheitsbestimmungen

• Lange Haare müssen zusammengebunden werden.

• Arbeiten Sie immer exakt nach Vorschrift. Beachten Sie vor allem, daß aggressive oder giftige Chemikalien nur unter einem Abzug bearbeitet werden dürfen.

• Achten Sie stets auf Sauberkeit (Platz / Mensch).

Chemikalien nur unter einem Abzug bearbeitet werden dürfen. • Achten Sie stets auf Sauberkeit (Platz /

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08.10.2012

3. Allgemeine Laborordnung (Auszug)

Zum Praktikum haben nur Praktikanten Zutritt, die über Sicherheitsfragen belehrt worden sind.

3.2 Sicherheitsbestimmungen

• Verwenden Sie Pipettier-Hilfen. Flüssigkeiten niemals mit dem Mund ansaugen.

• Chemikalien dürfen nur im Praktikumsraum bearbeitet werden.

• Nie allein arbeiten. Aufsicht / Kontrolle muß stets vorhanden sein.

• Nicht auf den Laborbänken und vor den Abzügen sitzen

arbeiten. Aufsicht / Kontrolle muß stets vorhanden sein. • Nicht auf den Laborbänken und vor den

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08.10.2012

3.3. Unfall-Verhütung

Sorgen Sie dafür, daß Reaktionen immer unter Aufsicht ablaufen.

• Arbeitsplätze und Apparaturen sauber halten; Melden von Schäden.

• Verschüttetes entfernen. (Selbst, gründlich und gleich).

• Reagenzienbehälter: Griffhand verdeckt das Etikett (Profi-Entnahme).

• Im Reagenzienregal richtige Ordnung einhalten.

Griffhand verdeckt das Etikett (Profi-Entnahme). • Im Reagenzienregal richtige Ordnung einhalten. 11

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08.10.2012

3.4. Umgang mit Chemikalien

• Informieren Sie sich über die Chemikalien mit denen Sie umgehen:

„Betriebsanweisung“ z.B. Chemikalienkataloge oder in der Bibliothek.

• Direkten Kontakt vermeiden (Anfassen, Kosten, Schnüffeln).

• Beim Umfüllen von Substanzen immer Trichter verwenden.

• Kleine Mengen nur mit Spatel oder Pipetten entnehmen.

• Beim Umfüllen von Substanzen immer Trichter verwenden. • Kleine Mengen nur mit Spatel oder Pipetten

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08.10.2012

3.4. Umgang mit Chemikalien

• Chemikalien nie direkt aus dem Vorratsgefäß in den Reaktionsansatz geben und Chemikalien nicht in die Vorratsbehälter zurückgeben. (Verschmutzung !)

• Achten Sie darauf, dass keine Chemikalien an Bücher, Hefte

oder Schreibmaterialien geraten.

• Die Laborbank ist kein Schreibtisch!

dass keine Chemikalien an Bücher, Hefte oder Schreibmaterialien geraten. • Die Laborbank ist kein Schreibtisch! 13

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08.10.2012

3.5 Feuer- oder Notalarm

• Telefon 112

• Assistenten benachrichtigen

• Ruhe bewahren

• Personen helfen / retten

3.5 Feuer- oder Notalarm • Telefon 112 • Assistenten benachrichtigen • Ruhe bewahren • Personen helfen

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08.10.2012

3.5 Feuer- oder Notalarm

Damit Sie in einer Gefahrensituation rasch und richtig reagieren können, beachten Sie folgende Punkte:

– Informieren Sie sich über Notduschen, Augenduschen und Erste- Hilfe-Box

– Informieren Sie sich über die Lage der Absperrhähne für Gas, Wasser und die Not-Aus-Knöpfe für elektrischen Strom

– Alarm- und Evakuierungspläne

– Feuerlöscher, Löschdecken, Löschsand.

Not-Aus-Knöpfe für elektrischen Strom – Alarm- und Evakuierungspläne – Feuerlöscher, Löschdecken, Löschsand. 15

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08.10.2012

3.6. Diverses

Jacken, Mäntel, Taschen müssen in den Spindem vor dem Praktikumssaal untergebracht werden.

in den Spindem vor dem Praktikumssaal untergebracht werden. Informieren Sie sich in der Schrift „Sicheres Arbeiten

Informieren Sie sich in der Schrift „Sicheres Arbeiten in chemischen Laboratorien Einführung für Studenten“

http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/data/regelwerk/inform/I_8553.

pdf

Laboratorien Einführung für Studenten“ http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/data/regelwerk/inform/I_8553. pdf 16

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08.10.2012

4. Kennzeichnung von Gefahrstoffen (alte Vorschrift)

Ab 1.12.2010 müssen Gefahrstoffe nach dem GHS, dem „Global harmonisiertem System“ gekennzeichnet werden.

Die Gefahrstoffverordnung schreibt die Kennzeichnung gefährlicher Stoffe bindend vor. (§ 23 GefStoffV)

Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung Gefahrensymbole, Gefahrenbezeichnung Gefahrenhinweise (R-Sätze) und Sicherheitsratschläge (S-Sätze)

der Zubereitung Gefahrensymbole, Gefahrenbezeichnung Gefahrenhinweise (R-Sätze) und Sicherheitsratschläge (S-Sätze) 17

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08.10.2012

4.1 Gefahrensymbole

Sicherheitsbelehrung 08.10.2012 4.1 Gefahrensymbole Explosionsgefährlich / E Stoffe können durch Schlag, Reibung,
Sicherheitsbelehrung 08.10.2012 4.1 Gefahrensymbole Explosionsgefährlich / E Stoffe können durch Schlag, Reibung,

Explosionsgefährlich / E

Stoffe können durch Schlag, Reibung, Erwärmung, Feuer oder andere Zündquellen auch ohne Beteiligung von Luftsauerstoff explodieren

Brandfördernd / O

Stoffe sind in der Regel selbst nicht brennbar, können aber bei Berührung mit brennbaren Stoffen die Brandgefahr und die Heftigkeit eines Brandes beträchtlich erhöhen

Stoffen die Brandgefahr und die Heftigkeit eines Brandes beträchtlich erhöhen z.B. Ethylnitrat z.B. Kaliumchlorat 18

z.B. Ethylnitrat

z.B.

Kaliumchlorat

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08.10.2012

Leicht- und hochentzündliche Chemikalien / F und F+

Leicht- und hochentzündliche Chemikalien / F und F+ Stoffe können sich bei gewöhnlicher Temperatur an der
Leicht- und hochentzündliche Chemikalien / F und F+ Stoffe können sich bei gewöhnlicher Temperatur an der

Stoffe können sich bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft entzünden, oder haben einen niedrigen Flammpunkt (< 21 °C), oder bilden unter Feuchtigkeit eine gefährliche Menge hochentzündlicher Gase

z.B. Ethanol

Flüssigkeiten mit einen extrem niedrigen Flammpunkt (< 0 °C) und einen niedrigen Siedepunkt bzw. Siedebeginn (< 35 °C) od. Gase, die unter Normalbedingungen mit Luft ein

z.B.

explosionsfähiges Gemisch bilden

Diethylether

°C) od. Gase, die unter Normalbedingungen mit Luft ein z.B. explosionsfähiges Gemisch bilden Diethylether 19

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08.10.2012

Giftige und sehr giftige Chemikalien /T und T+

08.10.2012 Giftige und sehr giftige Chemikalien /T und T+ Stoffe können in geringen Mengen akute oder
08.10.2012 Giftige und sehr giftige Chemikalien /T und T+ Stoffe können in geringen Mengen akute oder

Stoffe können in geringen Mengen akute oder chronische Gesundheitsschäden verursachen oder zum Tode führen

Tödliche Dosis: 25 - 200 mg/kg Körpergewicht

z.B. Arsen

Stoffe können in sehr geringen Mengen schwere akute oder chronische Gesundheitsschäden erzeugen oder zum Tode führen

Tödliche Dosis: weniger als 25 mg/kg

z.B.

Körpergewicht.

Kaliumcyanid

erzeugen oder zum Tode führen Tödliche Dosis: weniger als 25 mg/kg z.B. Körpergewicht. Kaliumcyanid 20

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08.10.2012

Gesundheitsschädliche Chemikalien / Xn

08.10.2012 Gesundheitsschädliche Chemikalien / Xn Gesundheitsschäden geringeren Ausmaßes. Tödliche Dosis:
08.10.2012 Gesundheitsschädliche Chemikalien / Xn Gesundheitsschäden geringeren Ausmaßes. Tödliche Dosis:

Gesundheitsschäden geringeren Ausmaßes. Tödliche Dosis: 200 - 2000 mg/kg Körpergewicht

Umweltgefährlich

Stoffe können Wasser, Boden, Luft, Klima, Pflanzen oder Mikro- organismen derart verändern, daß Gefahren für die Umwelt entstehen

Pflanzen oder Mikro- organismen derart verändern, daß Gefahren für die Umwelt entstehen z.B. Glykol z.B. Lindan

z.B. Glykol

z.B. Lindan

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08.10.2012

Reizende und ätzende Chemikalien / Xi und C

08.10.2012 Reizende und ätzende Chemikalien / Xi und C können bei Kontakt mit der Haut zu
08.10.2012 Reizende und ätzende Chemikalien / Xi und C können bei Kontakt mit der Haut zu

können bei Kontakt mit der Haut zu Entzündungen führen

z.B.

Calciumchlorid

Stoffe zerstören lebendes Gewebe (z.B. bei Säuren mit pH < 2, oder

z.B.

Laugen mit pH > 11.5)

Natronlauge

zerstören lebendes Gewebe (z.B. bei Säuren mit pH < 2, oder z.B. Laugen mit pH >

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08.10.2012

4.2 Weitere Gefahrenbezeichnungen ohne eigenes Symbol:

• krebserzeugend (cancerogen)

• erbgutverändernd (mutagen)

• fortpflanzungsgefährdend (teratogen)

• Je nach Gefährdungsgrad werden hierfür die Symbole T (Giftig) oder X n (Gesundheitsschädlich) verwendet.

• Je nach Gefährdungsgrad werden hierfür die Symbole T (Giftig) oder X n (Gesundheitsschädlich) verwendet. 23

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08.10.2012

4.3 R-und S-Sätze

R-Sätze: Hinweise auf besondere Gefahren (Risiko)

R

1

In trockenem Zustand explosionsgefährlich

R

2

Durch Schlag, Reibung, Feuer oder andere Zündquellen explosionsgefährlich

R

23

Giftig beim Einatmen

R

24

Giftig bei Berührung mit der Haut

R

25

Giftig beim Verschlucken

Kombination der R-Sätze

R

23/24

Giftig beim Einatmen und bei Berührung mit der Haut

R

23/25

Giftig beim Einatmen und beim Verschlucken

R

23/24/25 Giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut

beim Einatmen und beim Verschlucken R 23/24/25 Giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut

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08.10.2012

S-Sätze: Sicherheitsratschläge

S

1

Unter Verschluss aufbewahren

S

2

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen

S

3

Kühl aufbewahren

S

4

Von Wohnplätzen fernhalten

Kombination der S-Sätze

S 36/37

Schutzkleidung tragen

.

Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe u.

fernhalten Kombination der S-Sätze S 36/37 Schutzkleidung tragen . Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe u. 25

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Sicherheitsbelehrung Das GHS-System Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien
Sicherheitsbelehrung
Das GHS-System
Global Harmonisiertes System zur Einstufung und
Kennzeichnung von Chemikalien
Seite 26
Sicherheitsbelehrung Das GHS-System Basis: UN Purple book = UN-GHS Umsetzung in Europa: GHS-Verordnung (EG) Nr.
Sicherheitsbelehrung
Das GHS-System
Basis: UN Purple book = UN-GHS
Umsetzung in Europa: GHS-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008
über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und
Gemischen
Abkürzungen:
GHS-VO oder
CLP-VO
Übergangsfristen
für Stoffe
bis zum 1.12.2010
für Gemische
bis zum 1.06.2015
Seite 27
Sicherheitsbelehrung Das GHS-System - Ziele Weltweit einheitliche Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und
Sicherheitsbelehrung
Das GHS-System
- Ziele
Weltweit einheitliche Einstufung und
Kennzeichnung von Stoffen und
Gemischen
Handelserleichterungen im globalen
Warenverkehr
Weitere Verbesserung von
Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt-
und Verbraucherschutz sowie
Transportsicherheit
Harmonisierung mit dem Transport-
recht für gefährliche Güter
Seite 28
Sicherheitsbelehrung Gefahrenpiktogramme GHS01 GHS02 Explodierende Bombe Flamme Bsp. Explosive Stoffe Bsp.
Sicherheitsbelehrung
Gefahrenpiktogramme
GHS01
GHS02
Explodierende Bombe
Flamme
Bsp. Explosive Stoffe
Bsp. Entzündbare
Flüssigkeiten
GHS03
GHS04
Flamme über
einem Kreis
Gasflasche
Gase unter Druck
Bsp. Oxidierende
Feststoffe
Seite 29
Sicherheitsbelehrung Gefahrenpiktogramme GHS05 GHS06 Ätzwirkung Bsp. Totenkopf mit gekreuzten Knochen •
Sicherheitsbelehrung
Gefahrenpiktogramme
GHS05
GHS06
Ätzwirkung
Bsp.
Totenkopf mit
gekreuzten Knochen
• Hautätzend, Kat. 1
Bsp.
• Korrosiv gegenüber
Metallen, Kat. 1
• Akute Toxizität,
Kat. 1 - 3
GHS07
GHS08
Ausrufezeichen
Gesundheitsgefahr
Bsp.
Bsp.
• Akute Toxizität, Kat. 4
• Hautreizend, Kat. 2
• Karzinogenität,
Kat. 1A/B, 2
• Aspirationsgefahr
GHS09
Umwelt
• Gewässergefährdend
Seite 30
Sicherheitsbelehrung Neuerungen auf einen Blick neue Piktogramme Neues Symbol für u. a. CMR-Stoffe und atemwegs-
Sicherheitsbelehrung
Neuerungen auf einen Blick
neue Piktogramme
Neues Symbol für u. a.
CMR-Stoffe und atemwegs-
sensibilisierende Stoffe
Totenkopf nur für
akut giftige Stoffe
neue Kriterien
zur Einstufung
Umstufungen, z. B. mehr
giftige Stoffe
bisher 15
Gefährlichkeitsmerkmale
zukünftig 28 Gefahrenklassen
Verändertes Konzept zur
Einstufung von Gemischen
Seite 31
Sicherheitsbelehrung Neuerungen auf einen Blick R-Sätze H-Sätze hazard statements Gefahrenhinweise S-Sätze
Sicherheitsbelehrung
Neuerungen auf einen Blick
R-Sätze
H-Sätze
hazard statements
Gefahrenhinweise
S-Sätze
P-Sätze
precautionary statements
Sicherheitshinweise
--------------
Signalwörter
Piktogramme werden mit zwei
möglichen Signalwörtern ergänzt:
„Gefahr“ oder „Achtung“
Gefährlichkeitsmerkmale
Gefahrenklassen und
Gefahrenkategorien
Seite 32
Sicherheitsbelehrung Gefahrenklasse und -kategorie 1. Gefahrenklasse: Art der z. B. Gefahrenklasse • Akute
Sicherheitsbelehrung
Gefahrenklasse und -kategorie
1. Gefahrenklasse:
Art der
z.
B. Gefahrenklasse
Akute Toxizität (3.1)
physikalischen Gefahr
Gefahr für die menschliche
Gesundheit oder
Sensibilisierung von Atemwegen
oder Haut (3.4)
Entzündbare Flüssigkeiten (2.6)
Korrosiv gegenüber Metallen
Gefahr für die Umwelt
(2.16)
2. Gefahrenkategorie:
z.
B. in der Gefahrenklasse
Akute Toxizität (3.1)
untergliedert die Gefahren-
klassen hinsichtlich der
Schwere der Gefahr
• Kategorie 1
• Kategorie 2
• Kategorie 3
• Kategorie 4
Seite 33
Sicherheitsbelehrung H-Sätze H200-Reihe: Physikalische Gefahren H224 Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar.
Sicherheitsbelehrung
H-Sätze
H200-Reihe:
Physikalische
Gefahren
H224 Flüssigkeit und Dampf extrem
entzündbar.
H300-Reihe:
Gesundheits-
gefahren
H317 Kann allergische Hautreaktionen
verursachen.
H400-Reihe: Umweltgefahren
H400 Sehr giftig für Wasserorganismen.
Seite 34
Sicherheitsbelehrung P-Sätze P100-Reihe: Allgemeines P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. P200-Reihe:
Sicherheitsbelehrung
P-Sätze
P100-Reihe: Allgemeines
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern
gelangen.
P200-Reihe: Prävention
P232 Vor Feuchtigkeit schützen.
P300-Reihe: Reaktion
P312 Bei Unwohlsein
Giftinformationszentrum
anrufen.
oder Arzt
P400-Reihe: Aufbewahrung
P500-Reihe: Entsorgung
P403 An einem gut belüfteten Ort
aufbewahren.
P502 Informationen zur Wiederverwendung
od. Wiederverwertung beim Hersteller od.
Lieferanten erfragen.
Seite 35
Sicherheitsbelehrung Entzündbare Flüssigkeiten Beispieletikett Seite 36
Sicherheitsbelehrung
Entzündbare Flüssigkeiten
Beispieletikett
Seite 36
Sicherheitsbelehrung Neue Etiketten: Kennzeichnungselemente Name und Produktidentifikatoren Piktogramme Nennmenge,
Sicherheitsbelehrung
Neue Etiketten: Kennzeichnungselemente
Name und
Produktidentifikatoren
Piktogramme
Nennmenge, wenn
Stoff oder Gemisch
der breiten Öffent-
lichkeit zugänglich
gemacht wird
H-Sätze,
Anzahl durch
GHS-VO
vorgegeben
P-Sätze,
maximal 6
Name, Anschrift,
Telefonnummer
des Lieferanten
Signalwort
Seite 37
Sicherheitsbelehrung Kriterienverschiebungen bei der Einstufung können zu Umstufungen führen LC50 (inhalativ) mg/l/
Sicherheitsbelehrung
Kriterienverschiebungen bei der Einstufung können zu
Umstufungen führen
LC50 (inhalativ)
mg/l/ 4 h
EU (Gase und Dämpfe)
GHS (Dämpfe)
20
20
Kategorie 4
Gesundheitsschädlich
bei Einatmen. (H 332)
10
10
Gesundheits-
Kategorie 3
Giftig bei Einatmen. (H 331)
schädlich
2
2
Giftig
Kategorie 2
Lebensgefahr bei Einatmen. (H 330)
0,5
0,5
Sehr giftig
Kategorie 1
Lebensgefahr bei Einatmen. (H 330)
Seite 38
Sicherheitsbelehrung Mögliche Umstufungen mit GHS giftig gesundheitsschädlich leichtentzündlich entzündlich
Sicherheitsbelehrung
Mögliche Umstufungen mit GHS
giftig
gesundheitsschädlich
leichtentzündlich
entzündlich
nicht eingestuft
sehr giftig
giftig
extrem entzündbar
leicht entzündbar
entzündbar
heute ohne Gefahrensymbol
R 67 Dämpfe können Schläfrigkeit
und Benommenheit verursachen
Spezifische Zielorgan-Toxizität
nach einmaliger Exposition Kat. 3
H336: Kann Schläfrigkeit und
Benommenheit verursachen
Seite 39
Sicherheitsbelehrung Auswirkungen von Umstufungen auf den Arbeitsschutz Lagerung Schnittstelle GHS-VO / GefStoffV,
Sicherheitsbelehrung
Auswirkungen von Umstufungen auf den Arbeitsschutz
Lagerung
Schnittstelle
GHS-VO / GefStoffV,
Technisches Regelwerk
zukünftige Konsequenzen
für die Lagerung gemäß
TRGS 514 oder TRbF 20 ?
Schutzstufe 2
zukünftig Schutzstufe 3 ?
Zunächst keine Auswirkungen, da sich die Maßnahmen nach
GefStoffV und TRGS auf die bisherige Einstufung (bis 2015 im
Sicherheitsdatenblatt) beziehen – siehe Bekanntmachung IIIb3-35122
des BMAS unter www.baua.de
Seite 40

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08.10.2012

5. Entsorgung von Abfällen

im Verlauf des Praktikums fallen unterschiedliche Arten von Abfällen an. es existieren Abfallbehälter für:

• saure schwermetallhaltige Lösungen

• alkalische cyanidhaltige Lösungen

• organische halogenfreie Lösungsmittel

• organische halogenhaltige Lösungsmittel

• Feststoffe (verschmutzte Filter, feste Rückstände, Niederschläge, etc.)

organische halogenhaltige Lösungsmittel • Feststoffe (verschmutzte Filter, feste Rückstände, Niederschläge, etc.) 41

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Sicherheitsbelehrung

08.10.2012

5. Entsorgung von Abfällen

Achtung: Cyanid CN -

Cyanidhaltige Lösungen nie ansäuern da sonst leichtflüchtige und sehr giftige Blausäure HCN entsteht!

Achtung: Silberionen, Ag +

Ammoniakalische silberhaltige Lösungen müssen vor der Entsorgung angesäuert werden werden! Sonst kann explosives Knallsilber Ag 3 N entstehen!

Sonst kann explosives Knallsilber Ag 3 N entstehen! Achtung: Schwefelsäure H 2 SO 4 Wird Schwefelsäure
Sonst kann explosives Knallsilber Ag 3 N entstehen! Achtung: Schwefelsäure H 2 SO 4 Wird Schwefelsäure

Achtung: Schwefelsäure H 2 SO 4

Wird Schwefelsäure mit Wasser verdünnt, kommt es zu einer sehr starken Wärmeentwicklung, die zum Herausspritzen von Säure führen kann.

mit Wasser verdünnt, kommt es zu einer sehr starken Wärmeentwicklung, die zum Herausspritzen von Säure führen

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Sicherheitsbelehrung

08.10.2012

6. Unterrichtung gebärfähiger Studentinnen

nach § 26 Abs. 5-7 GefStoffV dürfen werdende Mütter nicht mit mutagenen, teratogenen, cancerogenen wirkenden Gefahrstoffen ausgesetzt werden.

diese sind mir den folgenden R-Sätzen versehen:

R45

kann Krebs erzeugen

R46

kann vererbbare Schäden verursachen

R47

kann Mißbildungen verursachen

und dem S-Satz

S 53

einholen

Exposition vermeiden - vor Gebrauch besondere Anweisungen

kann Mißbildungen verursachen und dem S-Satz S 53 einholen Exposition vermeiden - vor Gebrauch besondere Anweisungen

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Sicherheitsbelehrung

08.10.2012

6. Unterrichtung gebärfähiger Studentinnen

nach § 26 Abs. 5-7 GefStoffV dürfen werdende Mütter nicht mit mutagenen, teratogenen, cancerogenen wirkenden Gefahrstoffen ausgesetzt werden.

Zum Schutz von Mutter und Kind muß eine Schwangerschaft so früh wie möglich dem Praktikumsleiter oder der Frauenbeauftragten mitgeteilt werden.

Kenntnisnahme durch Unterschrift bestätigen.

dem Praktikumsleiter oder der Frauenbeauftragten mitgeteilt werden. Kenntnisnahme durch Unterschrift bestätigen. 44

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08.10.2012

7. Spezielle Gefahren im Qualitativen Praktikum

Siedeverzüge: Erhitzen von Lösungen im Reagenzglas kann zum Herausschleudern der Lösung führen. Besonders bei alkalischen Lösungen! Richtung des Reagenzglas beachten und ständig Schütteln.

Ether ist extrem leichtentzündlich. Die Etherdämpfe können über den Labortisch „kriechen“. Lage von Zündquellen beachten!

leichtentzündlich . Die Etherdämpfe können über den Labortisch „kriechen“. Lage von Zündquellen beachten! 45

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08.10.2012

7. Spezielle Gefahren im Qualitativen Praktikum

Wasserstoffentwicklung bei Reaktion von unedlen Metallen mit Säuren kann zu Knallgas-Gemischen führen. Lage von Zündquellen beachten!

Bei der Behandlung von Analysensubstanzen, die Arsen oder Antimon enthalten, mit Zink und Salzsäure können giftige Gase (AsH 3 oder SbH 3 ) entstehen. diese Reaktion immer im Abzug durchführen.

Anmerkung: Studierende mit Nickelallergie sollen diese angeben.

diese Reaktion immer im Abzug durchführen. Anmerkung: Studierende mit Nickelallergie sollen diese angeben. 46

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