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Neue Moschee in München solle ¸¸bald Realität" werden - Knobloch für Islam-Zentrum - Service

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22.03.2010 04:45 Uhr

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Knobloch für Islam-Zentrum

Neue Moschee in München solle ¸¸bald Realität" werden Sie wünsche sich, sagte Knobloch, dass das Zentrum "bald Realität wird". Die Präsidentin des Zentralrats der Juden und Vorsitzende der Münchner Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, hat sich für den Bau eines islamischen Zentrums in München ausgesprochen. Sie begrüße es, dass die Muslime ein solches Zentrum bekommen sollen, sagte Knobloch am Sonntag in Tutzing, wo sie auf einer Tagung der Akademie für politische Bildung auftrat. Wie berichtet, versucht der Imam der islamischen Gemeinde Penzberg, Benjamin Idriz, in der Landeshauptstadt ein "Zentrum für Islam in Europa - München", kurz "ziem" genannt, aufzubauen. Seit Freitag gibt es dazu einen fraktionsübergreifenden Stadtratsbeschluss von SPD, CSU, FDP und den Grünen, die den Bau des islamischen Zentrums in der Innenstadt vorantreiben wollen.

Das Islamische Zentrum soll eine Moschee beherbergen, Gemeinderäume, einen Kindergarten, ein Alten- und Servicezentrum sowie eine öffentliche Bibliothek. Geplant ist zudem eine Akademie, in der angehende muslimische Seelsorger und Religionslehrer in deutscher Sprache eine theologische Ausbildung erhalten - möglicherweise in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität. Oberbürgermeister Christian Ude hält das Projekt für einen "Glücksfall für den Dialog zwischen Mehrheitsgesellschaft und Islam".

Knobloch sagte in Tutzing, sie verbinde mit dem Zentrum zum einen die Hoffnung, dass die Muslime in München sich nicht länger gegenüber der jüdischen Gemeinde, die seit 2006 ein repräsentatives Zentrum am St.-Jakobs-Platz hat, benachteiligt fühlten. Zum anderen gehe sie davon aus, dass ein solches Zentrum dazu beitragen werde, antisemitische Ressentiments bei deutschen Muslimen auszuräumen. Sie sehe mit Sorge, dass diese Vorbehalte gerade unter muslimischen Jugendlichen zunähmen, die ihre Haltung wiederum auf nicht-muslimische Klassenkameraden übertragen würden. In jüngster Zeit gebe es zudem Tendenzen, dass Islamisten und Nationalsozialisten sich verbrüdern. Diesem "Ideologietransfer" müsse dringend Einhalt geboten werden. mai

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http://www.sueddeutsche.de/j5238E/3272974/Knobloch-fuer-Islam-Zentrum.html