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Alqods Jerusalem ‫القدس‬

‫ والصلة و السلم على حبيبنا و نبينا ممد بن عبد‬،‫المد ل ول إله إل ال وحده ل شريك له‬

‫ال‬.

Alhamdu li-Allah, Kein Gott ist ausser Ihm, allein ohne Partner, und Alsalaatu wa
Alsalaamu auf unseren Geliebten Prophet Mohammad ibn Abdi-Allah.

Unser heutiger Vortrag behandelt einige Episoden der islamischen Geschichte des
Mittelalters. Die Hauptbeteiligten kommen aus Europa (Heiliges Römisches Reich,
Frankreich und England), Asien (Arabien, Khowarasm, Iraq, Syrien) und Afrika
(Ägypten). Ziel ist Falastien (Palästina) und die heiligen Stätten in Alqods
(Jerusalem).

Alqods ist die erste Qeblah also Gebetsrichtung für uns gewesen.
Denn am Anfang haben die Muslime Richtung Alqods (Jerusalem) gebetet. Das dauerte
13 Jahre, danach wurden die Gebete Richtung Makkah verrichtet. (siehe Koran Sura
2, Vers 144)

Prophet Mohammad , salla Allahu alaihi wa sallam, wurde in einer Nacht von der
Heiligen Moschee von Makkah zur fernsten Moschee in Alqods (Jerusalem) gebracht,
und dann durch die sieben Himmel bis zum erhabenen Thron geführt.

ُ ْ
‫ِن‬‫ُ م‬
‫َه‬‫ِي‬
‫ُر‬‫ِن‬
‫ُ ل‬
‫َه‬‫ْل‬
‫َو‬‫َا ح‬
‫ْن‬‫َك‬
‫َار‬
‫ِي ب‬
‫ّذ‬‫َا ال‬
‫ْص‬‫ِ الق‬
‫ِد‬‫ْج‬
‫َس‬‫َ ال‬
ْ ‫ِ إل‬
‫َام‬
‫َر‬‫ِ ال‬
ْ ‫ِد‬‫ْج‬
‫َس‬‫َ ال‬
ْ ‫ّن‬‫ً م‬
‫ْل‬‫َي‬
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‫ِه‬‫ْد‬
‫َب‬‫ِع‬
‫َى ب‬
‫ْر‬‫ِي أس‬
‫ّذ‬‫َ ال‬
‫َان‬
‫ْح‬‫سب‬

‫ِي‬
ُ ‫َص‬
‫ُ الب‬
‫ِيع‬
‫ّم‬‫َ الس‬
‫ُو‬‫ُ ه‬
‫ّه‬‫َا إن‬
‫ِن‬‫َات‬
‫آي‬

1 ‫ آية‬،17 ‫سورة السراء‬

{Gepriesen sei Der, Der Seinen Diener des Nachts von der Heiligen Moschee zur
fernen Moschee reisen ließ, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige
Unserer Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.}
Surat Al-Israa Nr.17, Vers Nr. 1

Prophet Mohammad berichtete über diese Nacht: „In der Nacht der Israa kam ich an
Menschen vorbei, deren Lippen mit Feuer zernagt werden. Jedes Mal wenn sie zernagt
sind, wachsen sie wieder. Da fragte ich Gibril (Gabriel): „Wer sind diese
Menschen?“ Er antwortete: „Diejenigen Prediger Deiner Ummah, die sagen, was sie
selbst nicht tun, und lesen das Buch Gottes und handeln nicht danach.“ ( Hadith
zitiert von ِAlsojuti und Alalbani)

‫اتيت ليلة أسري بي على قوم تقرض شفاههم بقاريض من نار كلما قرضت وفت ـ أي نت ـ فقلت يا‬

‫ خطباء أمتك الذين يقولون ما ل يفعلون ويقرؤن كتاب ال ول يعملون‬: ‫جبيل ! من هؤلء ؟ قال‬

‫به‬

‫تريج السيوطي و تقيق اللباني ف صحيح الامع‬

Während dieser Himmelreise hat unser Prophet eine Menge erlebt. Es sind mehrere
Hadithe, die davon berichten. Ein Eckpfeiler des Glaubens ist das Pflichtgebet
fünfmal am Tag. Dieser Eckpfeiler wurde während der Himmelreise festgelegt.
Im Jahr 638 wird Alqods von der Armee des zweiten Khalifa Omar Ebn al-Khattab für
den Islam eröffnet. Es folgten 1.300 Jahre islamische Präsenz in der Region, die
auf arabisch Falastien genannt wurde. In dieser Zeit wurde Alqods nach Makkah und
Madinah zur drittwichtigsten Stadt des Islam.

Der Khalifa Omar betrat Alqods auf einem weißen Kamel und wurde vom Richter der
Stadt, dem griechischen Patriarchen Sophronius eskortiert. Der Khalifa bat zuerst
darum, unverzüglich zum Tempelberg gebracht zu werden. Dort kniete er nieder und
betete an der Stelle, an der Mohammad (SAaws) seine Nachtreise gemacht hatte.
Danach bat Omar, die christlichen Stätten zu sehen und während er in einer Kirche
war, kam die Zeit für das islamische Gebet.

Höflich lud der Patriarch ihn ein, zu beten, wo er war, aber Omar lehnte
liebenswürdig ab, dort zu beten. Wenn er niederknien würde, um in der Kirche zu
beten, erklärte er, würden die Muslime später dort zum Gedenken eine Moschee
errichten, und das würde bedeuten, dass die Kirche zerstört werden würde. Aus
diesem Grund verließ Omar die Kirche und betete ein wenig entfernt von ihr. An der
Stelle, direkt gegenüber dieser Kirche wurde dann auch tatsächlich eine kleine
Moschee errichtet, die dem Khalifa Omar gewidmet ist.

Nach der islamischen Eröffnung herrschte in Falastien die gerechte, tolerante und
gemäßigte Kultur des Islam. Muslime, Christen und Juden lebten zusammen in Frieden
und Harmonie. Die Muslime versuchten nie, die Menschen zum Islam zu zwingen, aber
einige Nicht-Muslime, die sahen, dass der Islam die wahre Religion ist, haben aus
eigenem freien Willen den Islam gewählt.
Im 11. Jahrhundert kamen die Christen aus Europa nach Falastien und haben
Kreuzkriege gegen die Muslime geführt. Denn es wurden Lügen verbreitet: Die
Muslime töten die Christen im Heiligen Land und schänden das Grab Jesu.

Die wahren Gründe der Kreuzkriege

Europa stand im 11. Jahrhundert im wirtschaftlichen Aufschwung. Die weltlichen und


christlichen Oberherrschaften bekämpften sich gegenseitig um Machtansprüche. Aber
die Lage der einfachen Bauern und des Kleinadels war nicht so einfach. Es
herrschte eine große Hungersnot und die arme Bevölkerung dachte: es wäre besser,
ins Heilige Land zu pilgern, dort zu sterben und von Sünden frei gesprochen zu
werden als in Armut zu verbringen. Denn der Papst hatte einen Erlass
ausgesprochen, dass jedem, der nach Al-Qods pilgert, um es zu befreien, seine
Sünden vergeben werden.

Die Beweggründe der Ritter und des einfachen Volkes waren also: Aussicht auf
eigenes Land, Tilgung der Sündenschuld, Verlockung des himmlischen und des
materiellen Lohnes.

Es gab zwei Kaiser, einer im weströmischen und der andere im oströmischen Reich,
bis im Jahre 476 nach Christi, als dann der germanische Heerführer Ottokar den
letzten weströmischen Kaiser absetzte. Also blieb der römische Kaiser im Osten
(Byzanz) und behauptete der Stellvertreter Gottes zu sein.
Allen Verdrehungen und Verschleierungen zum Trotz war der Kaiser in Konstantinopel
der einzige und rechtmäßige römische Kaiser, er war weder der griechische, noch
der oströmische oder byzantinische Kaiser.“
Die Bestrebungen des Papsttums in Rom über viele Jahrzehnte waren also, diesen zu
entmachten und an seine Stelle zu treten.
Der wahre Grund für den Papst war, das oströmische Reich und die Kirche unter
seiner Macht zu bringen. Während der Papst der oberste uneingeschränkte geistliche
Herrscher im weströmischen Reich war, standen im oströmischen Reich jeder
kirchliche Würdenträger selbständig und gleichwertig da.
Als die Seldschuken (Türken) fast ganz Kleinasien besetzten, war die Überlegung
des Papstes, eine Armee zu schicken, die Türken zu vertreiben und den Kaiser des
Oströmischen Reiches und die Kirche unter seine Macht zu stellen. Als dann im
Jahre 1098 nach Christi der erste Kreuzzug vor den Toren von Byzanz stand, lenkte
der oströmische Kaiser den Zug um nach Al-Qods, um Byzanz vor der Plünderung und
Zerstörung durch die Kreuzkrieger zu bewahren.

Also wandelte sich das Ziel spätestens zwischen dem Frühjahr 1095 und dem
27.November 1095: die Hilfe sollte nämlich nicht Konstantinopel zukommen, sondern
Alqods, nicht dem Kaiser Alexios, sondern dem Heiligen Land, nicht der Befreiung
Kleinasiens, sondern der Befreiung der Heiligen Stätten aus den Händen der
Muslime. Denn es wurden Lügen verbreitet: Die Muslime töten die Christen im
Heiligen Land und schänden das Grab Jesu.
Wer die Hand auf Alqods legen konnte, dem gebührte der religiöse Vorrang.

Im Jahre 1099 erstürmten die Kreuzfahrer Alqods nach fünf Wochen Belagerung. Sie
richteten daraufhin ein furchtbares Blutbad an, in dem sie die ganze muslimische
Bevölkerung, einschließlich der Frauen und Kinder, Alten und Kranken, umbrachten.
Die Juden, die sich in der großen Synagoge versammelt hatten, wurden ebenso alle
getötet. Die Häuser und Moscheen wurden geplündert.
Jedoch konnten sich die Kreuzfahrer, die Rechtlosigkeit und Unterdrückung nach
Falastien gebracht hatten, nicht lange halten. Salah-Eldin vereinigte alle
muslimischen Königreiche unter seiner Fahne in einem Jihaad und besiegte die
Kreuzfahrer in der Schlacht von Hittin im Jahre 1187 nach Christi. Falastien
erlebte noch einmal wahre Gerechtigkeit. Unmittelbar nach Hittin und am gleichen
Jahrestag, an dem der Prophet Mohammad (SA a w s) in einer Nacht die Reise von
Makkah nach Alqods durchgeführt hatte, am Tag seiner Himmelreise (‫)العراج‬, betrat
Saladin Alqods und befreite es von der Besetzung der Kreuzfahrer, die 88 Jahre
angedauert hatte.

Aus diesem Grund hatten sie Angst davor, dass Saladin ihnen das Gleiche antun
würde. Aber er rührte nicht einen einzigen Christen in der Stadt an. Er befahl nur
den lateinischen (katholischen) Christen, die Stadt zu verlassen. Den orthodoxen
Christen, die ja Palästinenser sind und keine Kreuzfahrer waren, wurde erlaubt, in
der Stadt zu leben und ihren Gottesdienst auszuüben, wie sie es wollten.

Am 2. Oktober 1187 betraten Saladin und seine Armee Alqods und für die folgenden
800 Jahre blieb Alqods eine islamische Stadt.
Saladin hielt sein Wort und eroberte die Stadt unter Einhaltung der höchsten
islamischen Prinzipien. Er nahm nicht Rache für das Massaker von 1099, ganz wie
der Quran es befiehlt (Sure an-Nahl: 127). Kein einziger Christ wurde getötet und
es gab keine Plünderung.“
Kaiser Friedrich II. wurde am 17. Mai 1198 in Jesi bei Ancona geboren, er war der
Sohn von Kaiser Heinrich VI. und Kaiserin Konstanze, Erbin des Königreiches
Sizilien, er wurde mit 4 Jahren zum König von Sizilien gekrönt. Per Testament war
der Papst Innozenz III sein Vormund, Friedrich blieb aber in den kommenden Jahren
völlig sich selbst überlassen, Innozenz nutzte diese Position, die er bis zu
Friedrichs 14. Geburtstag 1208 inne hatte, um kaiserliche Rechte in Italien
abzubauen und die päpstliche Macht zu stärken.
Friedrich war sich in den Wirren der Zeit selbst überlassen, streift
unbeaufsichtigt durch Gassen, mischt sich unter das bunte Völkergemisch aus
Arabern, Griechen, Italienern, Juden, Deutschen, lebt unter Christen und Muslimen,
lernt spielend ihre Sprachen - neun Sprachen soll er beherrscht haben -, nimmt
ihre Bräuche und Lebensgewohnheiten auf, übt sich bei arabischen Familien in der
feinen Disputation über Gott und die Welt. Er hat sogar zwei Jahre bei einem
islamischen Kadi gelebt.

Aus jener Zeit stammt die später für Christen nicht verständliche, ja Ärgernis
erregende, Vertrautheit Friedrichs mit der arabischen Geisteswelt, seine Toleranz
gegenüber dem Islam und gegen Andersdenkende und Andersgläubige überhaupt.

Eine Fürstenversammlung in Nürnberg 1211 wählte den 17-jährigen Friedrich zum


deutschen König.Die Kaiserkrönung erfolgte am 22. November 1220, durch Papst
Honorius, in Rom, er gab gleichzeitig ein Versprechen zu einem Kreuzzug ab. Trotz
seines Titels als römisch-deutscher Kaiser hielt sich Friedrich die meiste Zeit
seines Lebens in Apulien und Sizilien auf. Während dieser Zeit ließ er sich in
Deutschland durch seine Söhne vertreten.

Da Friedrich seine Macht in Italien ausbreitete, fühlte sich der neue Papst
Honorius bedroht. Gleichzeitig wollte Papst Honorius seinen Machtbereich durch
einen Kreuzzug vergrößern. Deshalb schloss er im August 1227 mit Kaiser Friedrich
II in San Germano einen Vertrag, der den Kaiser Friedrich II zu einem Kreuzzug
verpflichtete. Sollte Friedrich seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, so drohte
ihm eine hohe Geldstrafe oder Kirchenbann (Exkommunikation). Die
Auseinandersetzungen mit dem Papst wurden immer stärker und fielen mit dem Streit
über den Kreuzzug, den er 1227 wegen Krankheit verschob zusammen, der schließlich
zum Bann Friedrichs führte.
Ungeachtet des Bannes brach er 1228 zum Fünften Kreuzzug auf. Der Papst
verschärfte daraufhin den Bann, indem er den Adel in Sizilien und im Reich von
seinem Treueeid entband. Im Heiligen Land fand Friedrich nicht nur wenig
Unterstützung, sondern Verrat durch die Templer. Zur gleichen Zeit bereitete der
Papst einen Einmarsch ins Reichsgebiet in Oberitalien vor. Damit waren
militärische Operationen für Friedrich unmöglich und seine Rückkehr nach Italien
dringend nötig. Allerdings scheint er Kämpfe gegen die Muslime auch gar nicht
angestrebt, sondern frühzeitig mit Sultan Al-Kamil von Kairo diplomatischen
Kontakt aufgenommen zu haben.

Eberhard Orthbandt schreibt in seinem Buch: „Deutsche Geschichte“:


„Eine noch andere, sehr bedeutsame Erklärung für das Verhalten des Patriarchen hat
der damalige Geschichtsschreiber Matthäus von Paris, von Geburt Engländer und von
Lebenseinstellung ein Mönch, in seiner Chronik gegeben, für die er auch
Mitteilungen aus einer englischen Chronik benutzte: ‚Durch den Hass des Papstes
und den Neid Satans... aufgestachelt, erhoben die Bewohner des Heiligen Landes vor
allem die (vorwiegend französischen) Templer voll Missgunst auf die Erfolge des
Kaisers ihre Hörner. Sie hatten nämlich Kunde davon erhalten, dass der Papst das
Reich des Kaisers angegriffen habe.
Da sie, die von der ganzen Christenheit so viele Einkünfte erhalten und diese
großen Einnahmen einzig zur Verteidigung des Heiligen Landes verschlingen und
sozusagen in einem tiefen Abgrund versenken, von dem Wunsch beseelt waren, alle
jene großen Taten sollte ihnen zugeschrieben werden, benachrichtigten sie tückisch
und verräterisch den Sultan von Kairo ( dass der Kaiser sich mit geringer
Bedeckung zum Jordan begebe). Der Sultan könne ihn dann dort mit Belieben gefangen
nehmen oder ermorden lassen. - Als der Sultan den Brief mit dem ihm wohlbekannten
Siegel erhalten und gelesen hatte, erfüllte ihn Ekel über die Hinterlist, den Neid
und Verrat der Christen und vor allem derer, die äußerlich das Ordenskleid mit dem
Zeichen des Kreuzes tragen.
Er berief seine beiden vertrautesten Räte und zeigte ihnen den Brief, an dem noch
das Siegel hing, mit den Worten: ‚Seht hier die Treue der Christen!’ Nachdem sie
den Brief gelesen und sich lange und sorgfältig beraten hatten, sagten sie: ‚Herr,
der Frieden ist mit beiderseitigem Wohlgefallen geschlossen, es wäre ein Frevel,
ihn zu verletzen, aber schickt den Brief mit dem Siegel daran zur Beschämung aller
Christen an den Kaiser, er wird dann Euer treuer Freund sein und das mit Recht!’
Der Sultan befolgte diesen Rat. - Inzwischen war der Kaiser durch seine höchst
aufmerksamen und gewandten Späher gewarnt, doch konnte er nicht recht glauben,
dass Ordensleute eine solche Bosheit anzetteln würden.
Während er noch zweifelte, kam der Bote des Sultans zu ihm und überreichte den
Brief, der volle Klarheit schaffte... So entstand also der Hass zwischen dem
Kaiser und den Templern... (da er die Pilgerfahrt zum Jordan unterließ, sahen sich
die Templer durchschaut und veranlassten jetzt den Patriarchen von Jerusalem), zur
Beschimpfung des Kaisers einen Brief (an den Papst) zu schreiben‘, - eben jenen
Brief über die ‚Frömmigkeit und Anmaßung der Deutschen’. - „Seitdem verband sich
die Seele des Kaisers und der des Sultans durch... Liebe und Freundschaft; sie
verbündeten sich gegenseitig und schickten sich kostbare Geschenke.“
Am 11. Februar 1229 haben Alsultan Alkamil von Ägypten und Kaiser Friedrich II.
einen Waffenstillstand für 10 Jahre abgeschlossen.

Nach einigen Jahrhunderten öffnete man Friedrichs Grab und fand ihn als
muslimischen Herrscher gekleidet, mit kaiserlichen Insignien, mit Reichsapfel ohne
Kreuz - starb er als Muslim? Sein Leben und Wirken bejaht es. Kaiser Friedrich,
ein Muslim in einer christlich-katholischen, von Päpsten tyrannisierten
totalitären Welt? Ein Muslim, der immer darauf hatte bedacht sein müssen, diese
Tatsache im eigenen wie der Familie Lebensinteresse zu verbergen, ohne seinen
wahren Glauben im Grundsätzlichen aber dabei zu verraten. alhamdu liAllah!
Kaiser Friedrich II. hat friedlich ein Abkommen mit
dem Sultan von Ägypten erhalten, in dem die christlichen Stätten in Alqods unter
christlicher Hoheit gestellt wird, und zwar für 10 Jahre. Nachdem diese Zeit
verstrichen ist, war Kaiser Friedrich der II. inzwischen nach Europa zurückgekehrt
und der Sultan Al-Kamel von Ägypten gestorben.

Die Kreuzkrieger dachten an keine Erfüllung des Vertrages, also blieben sie in
Alqods. Der Nachfolger vom Sultan Al-Kamel war der Sultan Al-Saleh Najm-Eldin
Ajjub. Seine ägyptische Armee war nicht stark genug, um allein gegen die
Kreuzkrieger zu kämpfen. Er hat zum Jihad aufgerufen und die Khowarasmi-Armee aus
dem Irak geholt.

Zwischen 1098 und 1231 herrschte ein mächtiges islamisches Reich, das Khowarasm-
Reich über Gebiete im östlichen Persien, Afghanistan, dem westlichen Pakistan,
Turkmenistan und Usbekistan. Aus diesem Gebiet kommen große islamische Gelehrte
wie Abu Mussa Al-Khowarasmi, Al Biruni, Al-Buchari,, Moslem, Al-Ghazali, Ibn Sina.
Die Mongolen unter der Führung von Dschingis-Khan haben dieses islamische Reich
zerstört. Etwa 20 Tausend Krieger der Armee von Khowarasm sind nach Irak gegangen.
Der Sultan Al-Saleh Najm-Eldin Ajjub von Ägypten hat diese Soldaten zur Hilfe
gerufen, um Falstien zu befreien.
Die Soldaten aus Khowarasm wurden mit der ägyptischen Armee vereinigt. Diese
vereinigte Armee hat Alqods nach blutigen Kämpfen mit den Kreuzrittern zum zweiten
Mal befreit. Dies war durch den Sieg bei Ghassa (Gaza) am 12. Jumada Alulah 642
Hijri - entspricht 17. Oktober 1244 nach Christi, dieses Mal endgültig bis zum 20.
Jahrhundert.

Bei einem Treffen mit muslimischen Vertretern am 20.8.2005 in Köln erinnerte Papst
Benedikt daran, dass sich die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen „nicht
immer durch gegenseitige Achtung und Verständnis“ ausgezeichnet hätten.
„Die Erinnerung an diese traurigen Ereignisse müsste uns mit Scham erfüllen, denn
wir wissen sehr wohl, was für Grausamkeiten im Namen der Religion begangen worden
sind.“ (gemeint sind wohl die Kreuzzüge).
Man dürfe nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen und müsse sich in seiner
Verschiedenheit akzeptieren. „Die Verteidigung der Religionsfreiheit ist in diesem
Sinne ein ständiger Imperativ, und die Achtung der Minderheiten ist ein
unanfechtbares Zeichen wahrer Zivilisation“, sagte Benedikt XVI.

Quelle: http://www.faz.net/ FAZ 20. August 2005

Literatur in deutsche Sprache


- Oslo, Allan. Der erste Kreuzzug, Hintergründe und Auswirkungen. Patmos Verlag,
Düsseldorf 2004.
ISBN 3-491-69111-7
- Orthbandt, Eberhard. Deutsche Geschichte. Hermann Pfahl-Verlag. Baden-Baden.
- Praxis Geschichte Heft 1/2003. Westermann Schulbuchverlag. Braunschweig 2003.
- Töpfer, Bernhard. Allgemeine Geschichte des Mittelalters. Deutscher Verlag der
Wissenschaften. Berlin 1985.
- Der Morgenstern Heft 2/1996 Gorski& Spohr Verlag. Bonndorf 1996.

- Klaus van Eickels, Tania Brüsch. Kaiser Friedrich II. Leben und Persönlichkeit
in Quellen des Mittelalters. Patmos Verlag. Düsseldorf 2006.

- http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(HRR)
-
Literatur in arabische Sprache
‫ السلوك لعرفة دول اللوك – تقيق ممد مصطفى زيادة – مطبعة لنة التأليف والتجة‬:‫القريزي‬

‫م‬1934 – ‫والنشر – القاهرة‬.

‫ّج الكروب ف أخبار بن أيوب – تقيق حسن ممد ربيع – دار الكتب الصرية‬
‫ مفر‬:‫ابن وصال الموي‬

‫م‬1977 – ‫– القاهرة‬.

– ‫ بوث ودراسات ف تاريخ العصور الوسطى – جامعة بيوت العربية‬:‫سعيد عبد التفاح عاشور‬

‫م‬1977.

‫م‬1990 – ‫ هـ‬1410 – ‫ ماهية الروب الصليبية – عال العرفة – الكويت‬:‫قاسم عبده قاسم‬.
- http://www.palestine-
info.info/arabic/landhistory/history/inislam.htminfo.info/arabic/landhistory/histo
ry/inislam.htm
- http://www.islamonline.net/Arabic/history/1422/10/article08.shtmlrticle08.shtml