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KEIN FUSSBREIT DEM BURSCHENSCHAFTER KOMMERS IN

INNSBRUCK!!!

Gruppe gegen den "Festkommers" in Innsbruck vom 19.-21. Juni 2009

Große Gegendemo an dem Tag an dem die Burschis in der Messehalle feiern: Treffpunkt 20.
Juni, 15:00 am Landhausplatz in Innsbruck!

Demokraten und Demokratinnen!


Freiheit und Demokratie statt
Zwang und Führergeist!

Vom 19. bis 21. Juni 2009 treffen sich rechtsnationale bis rechtsextreme Personen und
Gruppierungen in Innsbruck. Sie kommen nach Innsbruck, weil ihnen der Tiroler
Freiheitskampf vor 200 Jahren und die Herz-Jesu-Feiern angeblich ein echtes Anliegen sind.

Den Höhepunkt bildet der Festkommers, der am Samstagabend des 20. Juni 2009 in der
Messehalle Innsbruck stattfindet.
Eingeladen haben schlagende Burschenschafter, die sich im Männlichkeitswahn bei
„Mensuren“ mit Säbeln das Gesicht verunstalten und dies als Zeichen von „Ehre“ und
„Tapferkeit“ verbrämen. In ihren Reihen tummeln sich sowohl Rechtsextreme, Nazis und ihre
Nachkommen als auch Kriegsverbrecher, Südtirol-Terroristen und von einem
„Großdeutschland“ träumende Ewiggestrige.

Tirol, Andreas Hofer und Tiroler Traditionen dienen derart Gesinnten nur als willkommener
Deckmantel. In Wahrheit geht es um ihre völkisch bis rechtsextreme, jedenfalls aber
menschenverachtende Ideologie.

Wer feiert sich da?

Unter den Veranstaltern finden sich die Innsbrucker Burschenschaften Brixia und Suevia. Die
Suevia ehrt auf ihrem Denkmal unter anderem Hermann Lausegger, ein NS-Mörder und aktiv
Beteiligter am Novemberpogrom 1938 in Innsbruck. Auf der Homepage der Suevia wird von
der "Niederlage im Jahre 1945" und der "Siegerwillkür der Alliierten" gesprochen.

In den Reihen der Brixia findet sich unter anderem ein Vierfachmörder: Der Südtirol-Terrorist
Erhard Hartung. Außerdem findet sich dort mit Herwig Nachtmann ein 1995 nach dem
Verbotsgesetz Verurteilter – seine Verurteilung hatte auf die Mitgliedschaft keine
Auswirkungen.

Die Universitätssängerschaft Skalden hat den ehemaligen KZ-Arzt Hermann Richter und
Ferdinand von Sammern-Frankenegg, den Verantwortlichen für die Deportation
der Warschauer JüdInnen als Mitglied in ihren Reihen. Diese Liste von Verbrechern gegen die
Menschlichkeit in den Reihen der Burschenschaften lässt sich beliebig fortsetzen.

Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, der den "Ehrenschutz" des Treffens
rechtsextremer Burschenschafter in Tirol übernommen hat, ist Mitglied der rechtsextremen
Wiener Burschenschaft Olympia.

Gegen die antidemokratischen, rechtsextremen und


rassistischen Umtriebe in Innsbruck gilt es für alle Demokratinnen und Demokraten die
Stimme zu erheben.
Das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzt am 20. Juni mit einer
Demonstration für Freiheit und Demokratie ein gemeinsames Zeichen.

Mach mit!
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Rechtsextremismus!
Für Vielfalt, gegen Einfalt!

Demonstration am 20. Juni 2009, Treffpunkt 15.00 Uhr Landhausplatz Innsbruck

Coordonnées
Adresse électronique :
Bureau : www.kommers2009.at
Aktion gegen Rechtsextremismus, Postfach 321, 6010
Adresse : Ibk
Innsbruck, Austria