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FOLKE

K.

G. ODQVIST

DIE RANDWERTAUFGABEN DER HYDRODYNAMIK ZÄHER FLÜSSIGKEITEN

INAUGURAL-DISSERTATION

FOLKE

K.

G. ODQVIST

DIE RANDWERTAUFGABEN DER HYDRODYNAMIK ZÄHER FLÜSSIGKEITEN

INAUGURAL-DISSERTATION

die zur

Erlangung der philosophischen Doktorwürde

genehmigt

von

der

mathematisch-naturwissenschaftlichen

Fakultät

der

Universität

zu Hörsaal III, a m

Stockholm

lichen 'Prüfung im

zur

öffent­

Sonnabend

den

19. Mai

1928, u m

10 Uhr v.

M.,

vorgelegt wird.

STOCKHOLM 1928

KUNGL. BOKTRYCKERIET.

P .

A.

280922

NORSTEDT

&

SÖNER

'

.

'

.

.

"

Einleitung.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Lösung der Randwertaufgaben der NAViER-STOKEs'schen Differentialgleich­ ungen für die Bewegung einer raumbeständigen, zähen Flüs­ sigkeit.

Nachdem im ersten Abschnitte die zu beniitzende Bezeich­ nungsweise erläutert, und einige Hilfssätze allgemeiner, poten­ tialtheoretischer Natur bewiesen worden sind, wird im zweiten Abschnitte, vorläufig ohne Konvergenzbetrachtungen, eine Methode zur tatsächlichen Herstellung der Lösungen hydro­ dynamischer Randwertaufgaben besprochen. Im dritten Abschnitte wird die sogenannte STOKES'sche Randwertaufgabe der stationären, langsamen Bewegungen näher studiert, und eine Theorie entwickelt, die der FREDHOLM- PLEMELJ'schen in der Potentialtheorie völlig analog ist. Der Konvergenzbeweis des im zweiten Abschnitte eingeführten Lösungsverfahrens wird nachgeholt, und der Zusammenhang

mit

STOKEs'schen Randwertproblem gehörige

den

Randwertaufgaben

der zum

der

Elastizitätstheorie erörtert.

Nachdem

GrREEN'sche Tensor konstruiert, und seine Eigenschaften stu­ diert worden sind, folgt im vierten Abschnitte seine Anwen­ dung auf die Randwertaufgabe der zeitlich veränderlichen, langsamen Bewegungen und auf stationäre Aufgaben mit Be­ rücksichtigung der quadratischen Glieder der Differential­ gleichungen.

Bis jetzt war ausschliesslich von den Problemen des drei­ dimensionalen Raumes die Rede. Die Resultate werden in­ dessen auch mutatis mutandis auf die zweidimensionalen Pro­ bleme ausgedehnt. Dabei werden beiläufig Bedingungen für die Existenz einer im Aussenraume einer geschlossenen Kurve regulären Lösung der biharmonischen Randwertaufgabe der Ebene gewonnen.

Der Verfasser

verdankt

Herrn Professor Dr C .W .

OSÉEN

die Anregung zur Beschäftigung mit den vorliegenden Pro­ blemen und möchte ihm hier seinen ehrerbietigsten Dank für sein reges Interesse aussprechen. .Für wertvolle Ratschläge im Laufe der Arbeit ist der Ver­ fasser Herrn Professor D r T. CARLEMAN ZU Dank verpflichtet. Als tragfähigste Methode bei den Existenzbeweisen dieser

Arbeit hat sich die Theorie der linearen Integralgleichungen erwiesen, wie sie durch die klassischen Arbeiten von IVAR FREDHOLM begründet worden sind. Ich will diese Gelegen­ heit benutzen, um meinem verehrten Lehrer, Herrn Professor Dr FREDHOLM, meinen, leider jetzt zu spät kommenden, Dank auszusprechen für die schönen Vorlesungsstunden, bei denen es seinen Zuhörern gegönnt war, einen tieferen Einblick in die Probleme der mathematischen Physik zu gewinnen. Vor allem wurden immer von FREDHOLM die aus der Potentialtheorie emanierenden Gedankenwege hervorgehoben. E s wird auch ein Hauptzweck der vorliegenden Arbeit sein, den Zusammenhang zwischen der Potentialtheorie und der Hydrodynamik zäher Flüssigkeiten auseinanderzusetzen.

Stelle meinen warmen

an Dank meiner Frau, "VERA ODQVIST, geb. TRAUGOTT, für ihre wertvolle Hilfe bei Fertigstellung des Manuskripts aussprechen.

Schliesslich

möchte

ich

dieser

Erster Abschnitt:

Allgemeine Definitionen

und Hilfssätze.

Wir werden im folgenden bei der Vektorenschreibweise bleiben und zwar im wesentlichen die Bezeichnungen von

RIEMANN-FRA N K -V. MISES, Differential- und Integralgleichungen der Mechanik und Physik beibehalten. Aus Gründen der Raumersparnis und der Tatsache, dass die Gleichungen da­ durch von der Wahl des Koordinatensystems unabhängig werden, bin ich dazu hauptsächlich gekommen, weil es da­ durch möglieh geworden ist, die Resultate in eine einheit­ liche, für das Auge anregende und der geometrischen An­ schauung fördernde Form zu bringen, auch wenn die vollständig

in Koordinatenform hingeschriebenen Gleichungen ziemlich

kompliziert sein würden. E s ist natürlich gleichgültig, welche Darstellungsweise man bevorzugen will, und es bleibt dies letzten Endes eine Geschmacksache.

1. Allgemeine Bezeichnungen.

Eine skalare Funktion

<p des Punktes P soll dadurch de­

liniert sein, dass zu den Punkten P einer gewissen Punkt­ menge des' Raumes* eindeutige Funktionswerte zugeordnet werden, die wir in ihrer Abhängigkeit von P im folgenden

mit <p(P) bezeichnen werden. Hängt die Funktion ausser von

P auch

bezeichnet.

Vektoren werden mit fett gedruckten Buchstaben bezeich­ net, wobei die in den Klammern stehenden Grössen die Kom­

von einem anderen Punkte Q ab, so wird sie (p(P, Q)

* Unsere meisten Entwicklungen werden sich auf den dreidimensionalen Raum beziehen. Die Vektorbezeichnungen bleiben natürlich auch mutatis mutandis z. B. für den zweidimensionalen Kaum gültig.

ponenten des betreffenden Vektors in einem geeigneten Koor­ dinatensystem bedeuten sollen, also etwa tp = {(p x , q> 2 , c/- ;! ) == JP=(Pj, P 2 , P 3 )=(P.). Einheitsvektoren werden mit w, u.s.w. bezeichnet.

Ein Tensor ist durch seine drei »Vertikalvektoren» T v

und T 3 (T 1 =(I , il ) u.s.w.)

definiert, und wird

T 2

z=(r v r 2 ,T 3 )={T 21 ,

( T W

\^1,

^12'

t 22 ,

^13 \

t 23

^32» ^33

=(T i )=(T,.)

bezeichnet.

gewählten Koordinatensysteme. zeichnet

T

sind

die

Komponenten

Tensors in dem

Der Einheitstensor wird be­

des

/l,

0,

0\

&= 0,1, 0

\o,

0,l )

=(ô a ).

Mit dem absoluten Betrage von Vektoren oder Tensoren werden wir die positive Quadratwurzel aus der Quadrat­ summe ihrer Komponenten verstehen. Wenn nötig werden Vektoren und Tensoren in ihrer Abhängigkeit von einem Punkte P mit tp(P), 5"(P) u. s. w. bezeichnet, ähnlich wie bei der skalaren Funktion. Wenn dagegen von der Abhängigkeit der Komponenten A. eines Vektors oder T eines Tensors von den Koordinaten x i des Punktes P die Rede ist, so wird die Bezeichnung A.(x) bezw. T a (x) angewandt. Es gilt also z. B. (A.(x))=A(P) und wir werden die eine oder andere Bezeich­ nungsweise wählen, je nachdem es auf formale Rechnung oder geometrische Anschauung ankommt. Die Ausdrucksweise »stetige, differentiierbare Vektoren und Tensoren» bedarf keiner näheren Erläuterung. Wir werden übrigens oft, ohne darum ein Missverständnis befürchten zu müssen, schlechthin von »Funktionen» sprechen, wenn wir streng genommen die Aus­ drücke Vektor oder Tensor zu verwenden hätten.

Der

Abstand

zwischen

zwei Punkten P und Q wird mit

r pQ bezeichnet. Eine stetige Funktion cp soll H-stetig mit dem Exponenten h (HOLDER) sein, wenn für irgend zwei Punkte P und P' eines

gewissen Gebietes in hinreichend kleinem Abstände, r ppl , eine Ungleichung der Form

\<p(P)-<p(P')\<Cr» pp

besteht, wo C eine gewisse nur von h abhängige Konstante ist. Tritt anstatt der genannten Ungleichung eine andere der Form

|<P(P)-<P(P')| <

Cr pp .\\og

r pp I

mit C konstant, so soll die Funktion D-stetig (DINI) heissen. I n der LANDAU'schen Schreibweise können die eben hingeschrie­ benen Ungleichungen folgendermassen ausgedrückt werden:

(cp(P') + 0) <p(P)=<p(P') + 0{r" pp )=(p{P'l

bezw.

cp(P)=<p(P') + 0(r pl , Ilog r pp \)—rp(P')[l

1 + 0{r h rp j]

+ 0(r pp |log r pp \j]

.

Wir werden im folgenden mit Gebieten des dreidimensio­ nalen Raumes zu tun haben, die von einer endlichen Anzahl im Endlichen gelegenen, stetigen Flächen begrenzt sind. Solche Gebiete, deren Begrenzungsfläche ausserdem eine iï-stetig variierende Normale n besitzen, sollen der Klasse A h ange­ hören.* Ist die bezügliche Fläche stetig gekrümmt, so gehöre das Gebiet der Klasse B an. »Stetig gekrümmt» soll im fol­ genden eine Fläche genannt werden, wenn sie sich in endlich viele Teile zerlegen lässt und sich auf jedem Teile in Carte- sischen Koordinatensystem durch eine Gleichung der Form

x 1 =f(x 2 , x 3 ) darstellen lässt, unter f eine zweimal stetig dif- ferentiierbare Funktion verstanden. Sind die zweiten Diffe­ rentialquotienten von / darüber hinaus üT-stetig, so gehöre das Gebiet der Klasse JE?,. h Flächen oder Flächenstücke mit den Eigenschaften der Be­ grenzungsflächen der Gebietsklassen A h , B und B h sollen den Flächenklassen A h , B und B h zugeordnet werden. Die soeben eingeführte Einteilung von Gebieten und Flächen stimmt mit

* Obgleich die meisten unserer Sätze, die nur für Gebiete bezw. Flächen der Klasse B ausgesprochen werden, auch unter den geringeren Voraussetzungen der Klasse A h gültig bleiben, so ist jene Formulierung deshalb gewählt wor­

den,

Für die Möglichkeit physikalischer

Anwendungen geht dabei allerdings nichts verloren.

weil

die

Beweise

einfacher werden.

der ausgezeichneten Encyklopädieartikel über »Neuere Ent­

wicklung der

Jedem Gebiete Q (ausführlich mit Q (j) bezeichnet) können

wir eindeutig ein Aussengebiet Q (e) zuordnen. Innere Punkte

eines Gebietes werden wir mit P, P',

mit S, S',

nen

»Quellpunkte» verstehen. Raumelemente werden mit dQ, dQ', Plächenelemente mit dT, dT bezeichnet. Wenn von einem Einheitsvektor s oder einer Flächennormalen n die Rede ist, so wird manchmal der Deutlichkeit halber der Bezugspunkt durch einen Index angedeutet, z. B.: s p oder n T .

.» von L. LICHTENSTEIN überein.

Q, Q', Randpunkte

T, T bezeichnen. Dabei sollen wir im allgemei­

S, S' »Aufpunkte» und mit Q, Q'

. T,

T

mit

P ,

Wir werden jetzt die zu benutzenden Begriffe der Vektor- und Tensorrechnung definieren. 1 ]

Das skalare und vektorielle Produkt zweier Vektor en ^4=(^4.) =

=A 1 x l

bezw.

AxJP=

+ A 2 x 2 + A 3 x3 und P=(P.)=P 1 x 1

AP=A X P X

X'jj

A lt

CCty,

An, A-j

+ P 2 x 2 + P 3 x 3 werden wir

•'

3 P a -

A, P 3 ,

.)

+i,P, + AtP^Aft

OCq = (A 2 P Z - A,P 2 ,

A

PVP

± J ,

-LT.,

X- 3

bezeichnen. Das vektorielle und tensorielle Produkt aus einem Tensor S={T y , T 2 , T 3 ) und einem Vektor A ist ein Vektor bezw. ein Tensor. Jenes wird

3A=(T l A,

T 2 A,

T a A)={T t A)=(T a A t ),

dieses

 

SxA=(T 1 xA,

T 2 xA,

T 3 XA)

bezeichnet.

1

Man

vergleiche

etwa

B,IEMANN-FRANK-V. MISES, Diff.- u. Int.-gl. der Me­

chanik und Physik I, Braunschweig 1925. Literaturangaben sind mit laufenden Nummern durch die ganze Arbeit versehen.

* Das zweimalige Auftreten desselben Index in einem Produkte, Differential­

quotienten u. s. w. soll also zn Folge haben, dass über den bezüglichen Index

wie es im >Riccikalkiil» für diesen sogenannten » Ver-

jüngungsprozess> üblich ist. I n längeren Ausdrücken, wo Klammern und der­ gleichen vorkommen, werden wir oft der Deutlichkeit halber das skalare Pro­ dukt durch einen Punkt (A • _P) ausdrücken.

summiert werden soll,

Das

skalare

Produkt zweier Tensoren S= (T x , T 2 , T 3 ) und

3iS=K l T 1

+ K 2 T 2

+ K/T,=K k T=K ik T ik

das heisst gleich der Bilinearform ihrer Komponenten. Somit gelten für Vektoren und Tensoren die analogen Beziehungen

\A\ 2

\$\ 2

= AA

= &S

Die Benutzung der sogenannten LAGRANGB'schen Ungleichung ergibt dann

Das GiBBs'sche Produkt zweier Vektoren ist ein Tensor

A; P=(Af,

AP,

A 3 P)={P.A k )=

P X A V

P,A V

P :j A v

und dasjenige zweier Tensoren ist ein Tensor

3C; $={ZK k ).

Wenn wir die Vektoren als Tensoren erster Stufe aner­ kennen, und die eben erwähnten, schlechtweg Tensoren bezeich­ neten Gebilde als Tensoren zweiter Stufe einführen, so ist sofort klar, dass sich der eben vorgeführte -Er weit er un gs- prozess» zur Erzeugung von Tensoren höherer Stufen aus­ dehnen lässt. Im folgenden werden wir uns indessen für die Anwendung meist auf Tensoren der dritten Stufe, die sich durch drei Tensoren definieren lassen, beschränken. Wir wer­ den hierzu durch die Differentiationsoperationen der Vektor­ analysis geführt. Die Invarianz gegen Drehungen des Koor­

dinatensystems für einen Tensor, beliebiger, «:ter, Stufe oT (n) sieht man dadurch ein, dass er eine Zuordnung zwischen eine geometrisch definierte Grösse (Vektor=A) mit drei Tensoren

nächst niedriger Stufe oT (n ~~ X)

gewährleistet.

&*>A=W-»A,

Wp-VA).

.

.

.(1,02)

Gilt die Koordinatenunabhängigkeit für so gilt sie also eo ipso für

* Die

Gleichungen

im

ersten

Abschnitt

zweiten (2,01)

u. s. w. bezeichnet.

werden

(1,01),

(1,02)

die des

Ein natürliches Beispiel eines Erweiterungsprozesses liefert die Gradientbildung.

Der

Gradient

eines

Skalaren ist ein Vektor und der Gra­

dient eines Vektors ist ein Tensor zweiter Stufe

grad ç>= dx.

dx„

d <P

dx.

[dçp

\

grad A=(grad

A 1 , grad A 2 ,

dA, dx 1 ' dAy dx 2 ' dA 1 dx., '

dA dx dA, dx., ' dA 2 dx 3 '

l

2

'

()A :t

dx 1

dA.g

dx.,

dA :!

äx :l

grad A :i

den man auch als das GiBBs'sche Produkt aus dem Vektor A mit dem Operator »grad» auffassen kann. Der Gradient eines Tensors zweiter Stufe würde einen Tensor der dritten erge­ ben, wird aber im folgenden selten gebraucht werden.

Der zu der Gradientbildung analoge Verjüngungsprozess ist die Divergenzbildung. Die Divergenz eines Vektors und Ten­ sors zweiter Stufe liefert einen Skalar, bezw. einen Vektor

div A

dA !

dx

1

+

dAo

dx

2

+

dA,

dx

3

dA. I

dx.

div S"=(div T x , div T.,, div T ;i )

Speziell ist

div grad

d 2 m

div grad A=(AA lf

JA.,,

JA 3 )=JA

Wir definieren weiter den Rotationsvektor

rot A —

 

x

2 ,

X

3

d

d

dXy

dx., '

dx.

Ai,

A2,

A.j

I

dA,

dx.

dA

2

dx.

dAj

dx.

[

aJAA ^ X 1

3

\

'

Schliesslich definieren wir den Deformationstensor

2 def A=2

grad A -

& X rot A

Zur vollständigen Einführung der Begriffe grad 99, div A und rot A wäre der Nachweis notwendig, dass diese Bildun­ gen gegen Koordinatendrehungen invariant bleiben und unab­ hängig von dem Koordinatensystem rein geometrisch definiert werden können. Dies gelingt in der Tat*, und es folgt dann die Koordinatenunabhängigkeit der höheren Bildungen ähn­ lich wie bei der Gleichung (1,02). Wenn ein Vektor, der von zwei Punkten P und Q abhängt, einer Differentiationsoperation unterworfen wird, die sich auf den Punkt P bezieht, so wird das z. B. rot p A(P, Q) an­ gedeutet. Skalare, Vektoren und Tensoren, die nur für die Punkte einer Fläche definiert sind, werden eine Belegungsfunktion, ein Belegungsvektor u. s. w. genannt.

2. Yektor- och Tensorformeln.

E s

gelten

nun

die

für

das

folgende wichtigen Rechen­

regeln, deren Ableitung wir nicht besonders auszuführen

brauchen. E s sind dabei

bare Skalare und Vektoren und h ist ein beliebiger fester Einheitsvektor.

<p,

ip, A,

P

beliebige differentiier-

div (q9P)=ç? divP+P

grad

99

div (grad xp • cp)=(pJxp + grad q> • grad 1p .

. (1,03)

.

. (1,04)

div

(grad A • P)=PJA

+ grad A • grad P

.

. (l,os)

(grad xp) •

(1.0 6)

(grad A)-n=~

 

(1,0 7 )

div(Px rot A)—P(JA — grad div A) +rot A • rotP . , (l,os) 2 div (def A • JP)=JP(JA + grad div A)+ 2 def A • def P (1,0 9)

r) A

2-t— +nx rot A — 2 def A

2 def A • defP=2 grad A • gradP

-

- n

(1,10)

rot A

rot P

. (1,11)

Schliesslich

wollen

Satz beweisen.

wir

einen

für das folgende wichtigen

* Durch Benutzung der bekannten Integralsätze von

GAUSS und

STOKES.

Denken

wir uns ein stetig differentiierbares Vektorfeld A

in einem Raumgebiete Q gegeben. Bekanntlich lässt sich de­ finieren

(1,12)

fA(T)nJT

öQ

div A=lim

2-»«

wobei das Integral über die Oberfläche T mit der inneren Normalen n des beliebig gewählten Yolumens öQ von Q, das

sich, wenn

ist. E s sei nun in Q ein beliebiges Flächenstück T' der Klasse B gegeben. Die Randkurve L von T' soll stetig gekrümmt sein und soll die Eigenschaft besitzen, dass sie bei zweck­ mässiger Wahl GrAuss'scher Parameter u, v der Fläche in end­ lich vielen Punkten von den Linien «=konstant, 1;—konstant geschnitten wird. Die positive Normalrichtung der Fläche sei «y,. Für öQ wählen wir nun das folgende Volumenele­ ment: Fassen wir auf T' ein Flächenelement öT' ins Auge, das von j e zwei Paaren benachbarter Krümmungslinien der Fläche begrenzt wird und errichten wir in jedem Punkte von ST' in die positive Normalrichtung eine Strecke von der Länge v. Die Endpunkte T" dieser Strecken bilden das Flächenelement ÖT" einer »Parallelfläche» von T'. Wir wählen für <)Q das zwischen öT' und öT" eingeschlossene elementare Hexaeder, dessen Volumen bis auf zu vernachlässigende Grös­ sen gleich vöT' ist. Den Grenzübergang in (1,12) führen wir so aus, dass zuerst ^->0, nachher dT'->0 konvergieren soll. E s gilt dann für die Divergenz des Vektorfeldes A in dem Punkte S der Fläche T' nach (1,1.2)

öQ->0, auf den Punkt P zusammenzieht, erstreckt

div„^l= — lim

Ä

<Sr-»<n

+ A(T')nöT'

+ vf'A(L)

SL

(n L

x

^

,.

wobei das Integral in positiver Richtung über die Randknrve ÔL von ÖT' zu erstrecken ist. Wenn nun die Fläche T' durch den Radiusvektor von einem festen Punkte aus r'=r(u, v)

beschrieben wird,

wobei u = konstant und v = konstant die

Krümmungslinien sind, so wird T" entsprechend durch r"—r(u, v) + vn beschrieben und

ST'=^dux~dv\n \du

dv

j

iI "~[{m + ' ä £) d "4T„ +r %) dv ] i '

Anderseits gilt nach den Formeln von OLINDE RODRIGUES

-,

— du du du— ,

1 dr

R

l

dh

dv

1

dv

,

R, dv

-TT du, —dv=- , 1 p--^-av,

du

wo

T'

R l

sind.

und R 2 Man

die reziproken Hauptkrümmungen der Fläche bekommt somit

ST' - ST"=v

l ~

+i-Jj p du

du x ~ dv

dv) n=

==v {w + ^) dT ~ 2Hvôr '

wobei

Nun ist

H

die

mittlere

Krümmung

der

Fläche T' bedeutet.

- A(T")nST"

+ A(T')nST'—A(T")n(ST'

-

ST") +

+ [A{T')-A{T")yiST',

und wir bekommen, indem wir den oben beschriebenen Grenz­ übergang machen,

wobei

d

s A=j~n dA -? H An s +

s

Jiv s A

(l,is)

Jrv s A=

lim

 

J A(L) (n L x dl) ^

• •'••••

(1,14)

-

wegen (l,ia) unabhängig von der Parameterwahl u, v sein muss. Unsere Gleichung (l,i3) stellt die Verallgemeinerung einer Formel von OSÉEN dar. 2 Falls wir die Gleichung (1,13) über die Fläche T' integrieren, bekommen wir bei Weglass­ ung der Striche:

s

Siehe C. W .

OSÉEN, Hydrodynamik, Leipzig

1927, s. 118.

Idiv T AdT= I ~

V

T

T

n r d'T- 2 JH(T)A^n^T-

T

-JA(L)(n z xdl)

L

(1,15)

wobei

dl

L

die

gesamte

Randkurve von T mit dem Elemente

von positivem Umlaufsinn ist.

Wenn

A

ein Belegungsvektor der Fläche ist, erhalten wir

als Spezialfall die für uns wichtige Formel:

Jdiv

V

AdT= -

T

2

j HAndT-

L

jA(n

x dl)

.

.

.

. (1,V6)

und, wenn darüber hinaus die Fläche T geschlossen ist,

Jdiv

T

AdT=—

2jüAndT

T

(1,17)

Die Formel (1,16) bildet eine Verallgemeinerung der GrAiiss'schen Formel der Ebene für eine gekrümmte Fläche und stellt somit ein Gegenstück des Integralsatzes von STOKES dar.

3. Potentialtheoretische Hilfsmittel.

Zweimal stetig differentiierbare Funktionen, die in einem Raumgebiete der LAPLACE'schen Differentialgleichung genügen, werden dort, wie gewöhnlich, als Potentialfunktionen be­ zeichnet.

Die einfachsten Sätze über skalare Potentialfunktionen las­ sen sich nun unmittelbar auf Vektoren und Tensoren über­ tragen. So lässt sich z. B. jeder auf dem Rande stetig diffe­ rentiierbare Vektor, der in einem gewissen Gebiete der LA- PLACB'schen Differentialgleichung gehorcht, als Summe eines Potentials einer einfachen Vektorbelegung und eines Poten­ tials einer doppelten Vektorbelegung der als der Klasse B an- gehörigen Randfläche darstellen.

Die erste Randwertaufgäbe in der PoiNCAKÉ'sehen Fassung

führt

dann

für

das

Innengebiet

bei

einer

Randfläche

der

Klasse B und stetiger Handfunktion u(S) zu einer »regulären»* FREDHOLM'schen Integralgleichung für die Doppelbelegung rp(S :

(p{T)dT=u{S),

Da

ist, lässt sich die gesuchte Potentialfunktion für diese A durch

^=S Sj së^ iT

diese

Gleichung stets

für -

1 <

A < + 1 eindeutig

lösbar

T

darstellen. Für das Aussengebiet wird die gestellte Aufgabe erst dann eindeutig bestimmt sein, wenn der Wert im Unend­ lichen festgelegt ist, und man wird dann im allgemeinen ein Potential einer einfachen Belegung additiv heranziehen müs­ sen, um die Aufgabe lösen zu können. Die Lösung führt allerdings auf dieselbe Integralgleichung wie vorher, nur mit zweckmässig abgeänderten Randwerten. Wir wollen jetzt ein paar Sätze beweisen, die uns erlauben, näheren Aufschluss über die Eigenschaften der Lösungen von (1,18) zu bekommen. Der erste Satz stammt vonJ . PLEMELJ 3 und die beiden nächsten von A. KORN. 4 Wir werden hier diese schon bekannten Sätze neu beweisen, um sie unmittel­ bar auf allgemeinere Fälle erweitern zu können. E s wird sich bei den beiden ersten Sätzen um geschlossene oder nicht geschlossene Flächen der Klasse B, bezw. B h handeln. Der

letzte Satz wird für geschlossene wiesen.

Satz 1: Das Potential einer stetigen Doppelbelegung, cp(T)

Flächen der Klasse B h be­

W(P)=p^hp{T)dT

(1,20)

* Eine lineare Integralgleichung zweiter Art soll als regulär bezeichnet werden, wenn zu ihrer Auflösung die FREDHOLM'sche Methode anwendbar ist. Speziell gilt das für n-dimensionale Gleichungen, wenn der Kern höchstens für S—T und von der Ordnung r^, n+a (a > 0) unendlich wird.

3 J . PLEMELJ, Monatshefte für Mathematik und Physik, 1904, S. 361.
4

A. KORN, Ann. de l'École Normale (3) XXIV, 1907, S. 18.

Man vergleiche

ferner die allgemeineren Untersuchungen von P. LEVY a. a. O. 20 , wo ein Theo­ rem von BRUNS in der Mitte der Darstellung steht.

Fig.

1.

besitzt

im

Punkte

S auf der Fläche selbst Z)-stetige Werte

TF(;S').*

Wenn

es

sich

um

eine

nicht

geschlossene Fläche

* Beim Beweise dieses Satzes ist es durchaus wesentlich, dass die Rand­ fläche der Klasse B angehört. "Wenn sie nur der Klasse A h gehören würde, so

dem Exponenten h der Fläche zu

ersetzen.

wäre

jD-stetigkeit

durch

ZT-stetigkeit

mit

handelt, so soll S in endlicher Entfernung der Randkurve angenommen werden. Zum Beweise bilden wir für zwei Punkte S und S' im Ab­ stände r gs ,=a auf der Fläche die Differenz TF^S") — W(S')=dW, teilen die Fläche T in drei Teile T— — J5" 0 , und und schätzen die Beiträge d W T , dW l und (MI 7 ,, jeden Flächen­ stückes für sich. ist der Teil der Fläche, der von einem Kreiszylinder mit dem Radius a und der Flächennormale durch den Mittelpunkt O der Strecke SS' als Achse abge­ schnitten wird. 2'j ist die Ringfläcbe zwischen dem genann­ ten Kreiszylinder und einem mit demselben koachsialen mit dem Radius p>a. Vergleiche Figur 1. Wegen der stetigen Krümmung der Fläche ist, wenn die feste Grösse q vorweg hinreichend klein angenommen wird,

die Abweichung im Punkte T des Flächenstückes ^ , 0 + 2' 1 , von der auf der Zylinderachse ortogonalen Ebene E durch SOS' von der Grössenordnung r' 1 QT . Die Ortogonalprojektion T' von

T auf E möge den Abstand r o r = r 0 von O haben.* E s gilt

nun mit r ST ,—r und .

r OT= r o[! +°(V)]

r„., = r

V / ,=r'[1 +0(0]

|"1 + 0(r

2 )1

•(1,21)

Sind ferner ö Ä ,und^, die Winkel zwischen der Flächennormale

in

T und

TS,

bezw. TS',

so gilt:

COS ä s =rf(S,

cos f) v =r'f(S',T')i

T')|

(1,22)

wobei, wegen der stetigen Krümmung, f(S, T') eine für $=}= T stetige Funktion von S und T ist, die für T'->S beschränkt bleibt. f(S, T') ist auch in jedem Gebiet, das den Punkt T' nicht enthält, eine stetig differentiierbare Funktion von S. Für T auf dem Flächenstücke S v gilt also insbesondere nach dem RoLLE'schen Satze:

 

|/(S',T')-/(S,T')|<6Y^**

 

(1,23)

* Es

is

klar,

dass

wir

im folgenden Funktionen, die auf

+

gegeben

sind, gleichwohl als Funktionen des Punktes

T'

** Wenn

es sich um Flächen der Klasse A h

auf E

ansehen können.

handelt, tritt an Stelle dieser

Beziehung

eine Ungleichung

von

WEYL,

a.

a.

0. 1 2 ,

S.

32. Bei allen (1,23)

änhlichen

Abschätzungen

hier

und

später soll C eine gewisse Konstante be­

deuten,

sein kann.

die

im

allgemeinen

bei den verschiedenen Ungleichungen verschieden

Bedeutet dT' die Projektion von dT auf

dT=dT'[l

+

0(r 0 2 ) ]

E, so gilt auch

(I.24)

und

sprechend über die Projektionen 3' 0 und JS' 1; dieser Flächen­ stücke auf E ausführen.

wir können die Integration anstatt über

und

ent­

Betrachten

wir zuerst öW r

Da das Potential einer Dop­

pelbelegung in jedem Bereiche ausserhalb der Fläche selbst analytisch ist, so gilt

Wir haben nun

und folglich

W

(S)= 2

()W r =0(a)

1

J

fcos«„

T

ST

1

C / cos19cos

<p(T)dT

ö

oA

(1,2 5)

ZO\

ST

' S'T

!

daher

das Maximum von \ ({>{T)\ auf ^,, + 2'j bedeutet,*

mit

Rücksicht

auf (1,21 ), (1,22) und (1,24) wenn ||971|

\ôw 0 \< W/P;

s it

\

r

+

1

m

>

dr

<

c

Man sieht dies sofort ein, wenn man das Gebiet JS' 0 senkrecht zur Geraden SS' halbiert und z, B. für das S enthaltende

Teilgebiet, das selbst von der

dass \f(S',T')\lr' < C/a bleibt, während das andre Glied einen Beitrag

Ordnung a 2 ist, berücksichtigt,

liefert.

i/(£

7 ")i d T ,

<

(j i

0

Somit ergibt sich

ô W n =0(a)

0(a)

Weiter gilt ähnlich erweise:

(1,26)

' 11

I

<"|; t " /{j/(^

 

rmh

_

i ( iT'<

n

J

I

r

r

I

V'I

T)

j I

+11/(5, T)-f(S>,

1")IJ} dT'

* Bei Vernachlässigung von Grössen kleinerer Ordnimg.

Auf

—\ hat man

I r' — r I ^ Ca

YY'

— y"2

0

Wegen (1,23) erhält man dann

a

a

also

ôW^O

Aus (1,25), (1,26) und (1,27) folgt dann unser Satz.

(a log a)

(1,27)

Corollar:

Die Flächenwerte

TF(S') des Potentials einer ste­

tigen Doppelbelegung q>(T) sind N-stetig.

Satz I a: Der Satz I und Corollar bleiben natürlich auch

dann gültig, wenn

von den folgenden Eigenschaften ersetzt wird:

durch eine beliebige Funktion K(S,T)

on T

1)

und T,

2)

in den Form f(S, T)/ schreiben, wobei f(S, 1) eine für S 4- T

K(S, T)

In

ist eine stetig differentiierbare Funktion von S

Punktes S lässt sich K(S, T)

wofern S =f= T.

der

Umgebung jeden

'ST

stetige Funktion von S und T ist, die für beschränkt bleibt. Darüber hinaus soll f(S, 2') in jedem Gebiet, das nicht T enthält, eine stetig differentiierbare Funktion von S sein. Auch wird nichts geändert, wenn wir K( S, T) durch einen Tensor <&(£, T) mit den genannten Eigenschaften und gleich­ zeitig (p(T) durch einen Vektor tp(T) ersetzen. E s wird dann das Integral ein auf der Fläche selbst D-stetiger Vektor sein.

Satz

II:

Die

ersten

Ableitungen

der Flächenwerte ^(S)

eines Potentials einer i/-stetigen Doppelbelegung cp{T) sind

vorausgesetzt, dass die

selbst

Randfläche der Klasse B h angehöre.*

if-stetig.

Zum

Beweise

wird

Zunächst

gilt

für die Ableitung in der beliebigen Richt­

ung s

* Hierbei soll der Exponent h — h' > 0 unabhängig vom Exponenten der Belegungsfunktion gesetzt werden. Beim ursprünglichen Beweise von KORN wurde nur die Voraussetzung der stetigen Krümmung gemacht.

âw(s)_fW)

ds

r^ff(S).

-Jwß r ^T=ßß}vm-rtS))äT.^.)

V

V

Bezeichnet hier s

TS, & s den Winkel zwischen n T und s s und weiter xp s den Winkel zwischen TS und s g , so gilt*

wie vorher den Winkel zwischen n T und

d2 l{§}_ C0S ^~ 3 ds s ön~

cos

Vs cos 6 s

2nr\ T

n

s

In der Umgebung jeden Punktes S gilt für cos & s eine ähn­ liche Beziehung wie für cos e s , sodass wir schreiben können:

2 g(S)

d

ds s dn~

h(S, T)

r* ST

wo h(S, T) ähnliche Eigenschaften besitzt wie oben f(S, T). Dass die Formel (1,28) für die betrachteten tp(T) einen Sinn hat, ersieht man nun sofort daraus, dass der Beitrag eines kreisähnlichen .Flächenstückes ringsum den singulären Punkt S des Integranden absolut kleiner wird als

f I h(S, C I

-

T) I r'< — dT— 0(a h ),

(1,30)

wenn a irgend eine lineare Abmessung von 2 0 bedeutet. Bil­ den wir nun

W

=

d

i

P-" W P

= ( \ W T+

Wo + ^

<

indem wir eine ganz ähnliche Zerlegung der Fläche T wie beim vorigen Satze vornehmen, so erhalten wir aus ähnlichen Gründen wie dort

und wegen (l,3o)

d,W T =

0(a)

ö 1 1F (I = 0(o 7 ').

Schwieriger

ist

die

Schätzung

von djIFj.

Dort tritt auf

als Integrand

* Man sieht dies sofort ein, wenn man Cartesische Koordinaten einführt.

=\h(S, T') r 'l~[cp(T')

-

<p(S)] + h{S '

T ' ] - 2 h{S ''

r) [y(J')-y(g)|

' 1 +0 W ] + ^^[^ S ' ) - ^ S ) ]

und

wir wie vorher über 2" ( statt 2', integrieren und erfahren bei Benutzung der Ungleichungen

für das erste Glied des gewonnenen Ausdruckes können

* • •

- (1 ' 31 >

I

L W^

y2 I

f^n

<

^

0

W')- ( p(S)\<Crl

\h(S, T') — h(S', T')|

/y'2

Ca

Y2 0

dass dieses Glied von der Grössenordnung o h ist. Für das letzte Glied in (1,31) haben wir das Integral

M

s J

rlT

d

T

I

dsdn„ i T

- f/Wl)_

= n

d

M*)JM°l\ dT+ [°M°) d T

,

d 2

9(°)\

)

[ Öadn T

dsdn T

J

J

«2l

dsÖn T

(i32)

abzuschätzen.* Im ersten Gliede von (1,3 2) können wir ähn­ lich wie vorher über integrieren und der Integrand wird

h(S',T') _ Ä(0,T)

y'2

f'2

'o

h(S',T')(rl-r'*)

iy'%/y't

0

h(ß', T')-h(Q,

/y2

0

T)

'

sodass für dieses Glied bei Benutzung der Ungleichungen

I

r 2 — r' 2 1 - <£'

Ca , I HS',: T')-h(0,

0

T)

I < Ca

0

eine obere konstante Schranke unabhängig von

wird.

führen wir

durch.

T

gibt sich

a erhalten

Um eine Schätzung des zweiten Gliedes zu bekommen,

die

Rechnung ausführlich in Komponentenform

Dabei setzen wir für die Koordinaten von O : x' t und

"Wenn

ferner

(x 1 . — rj.) 2 =JR 2 , s = (s.) und

n T = (n.)

so

er­

: tj

Vg(o) _

dson T

3*

1

* Die Bedeutung von ,

°

,

= r—,— „

os an

0

T

Anr 0T

~~ ist selbstverständlich.

2/r j

2-,

'W) rfr

dsdn T

-Zi

=~

f

z x

s

k n i drj.drj k I, m dT

( • d

J d

zi

\

3»,

d

l

i sk ~av dt

I

oqjri.r

C

2i

k

é

d 2

1

h*

I S , n --ô-7

!

' dx

r)

hi p\ ~\dT

+

dT

.(1,33)

Für

(1,16) Gebrauch:

das erste Glied des letzten Ausdruckes machen wir von

1

f

d

2re I dr.

2. i

\s n -Ü-^\dT=

L

l

l

"

' "n, A l

I H(T)m M W

7

)

dT-

die gesamte Randkurve von ^ bedeutet. Das erste

Integral rechts ist absolut konvergent und beschränkt. Beim letzten Integral ist es nötig, nur den Beitrag der inneren Randkurve zu berücksichtigen und dort ist

worin

à9(0)

dn r

< C

s(n

X dl)

<

Ca

sodass ein Beitrag absolut kleiner als eine von a unabhän­ gige Konstante herauskommt.

Um

eine

Schätzung

des

zweiten

Gliedes rechts in

(1,33)

zu bewirken, haben wir die H-stetige Krümmung der Fläche zu berücksichtigen. Wir führen die Integration in der Ebene E aus und haben, indem wir dn^^ als Funktion von 1" auffassen,

dn.

idn\

r dn.

Idn.\

I I dn\

t H 4 + k-kH

1 + 0{r")

h

wo(dnjdi den

\ d %f n

Wert im Punkte O bedeuten soll.

Wird

jetzt

der

Koordinatenursprung

in

O verlegt, die x 1 Achse

senkrecht auf E gerichtet, und werden schliesslich Polarkoor-

dinaten

so erhält man

rj 2 --r 0 cos

't ,

tj 3 =r g

d dij J b

1

sin Ü

in

der Ebene E

•^1=0/ 1

i?

3

W|

# 1 _

Ör[ 2 B

d 1 _ örj 3 B

rj 2

B?

%

B 8

cos #

y2 0

sin#

l +0(i)]

l + 0(^)]

eingeführt,

Somit

nachlässigung von Grössen kleinerer Ordnung (s k v ik =f.t.)

erhalten

wir

für

das

letzte Glied in (1,3 3) bei Ver­

dtj

J

s, „

*

d dn. B dT =

1

I

2,'-!

1 + O(rJ') JLA dT'=

„, 1 \ #'

cos.9-

sin

-,"2-72--fi'-r 0 0

1 +0«)

r 0 dr 0 d&=0(o h ')

Damit ist alles fertig, und wir haben bewiesen, dass der Beitrag vom letzten Gliede in (1,31) zu <J X W 1 von der Grös- senordnung a h and somit auch rîj W 1 = 0(a h )

ist, und unser Satz ist damit in allen Teilen bewiesen.

Wir wollen nun den Satz I I mit Hinblick auf unsere spä­

teren vektorgeometrischen

betrachten wir die Flächenwerte des Integrals der H-stetigen Vektorbelegung <jp(T)=((p t .(»j))

Anwendungen erweitern.

Hierzu

WO

W(S)=

fx(S, T )tp (T)^

T

M(S, T)=[K ik {x',

,))

dT,

ein stetig differentiierbarer Tensor als Funktion von S—^x'\

und mit näher zu

Dann ist natürlich W(S)=( IF.(./;')) selbst eine Yektorbelegung der Fläche. Bei der Schätzung des Differenzen

präzisierenden Eigenschaften ist.

dW(&)_dW(S)

ds

ös

kann man dann offenbar genan so fortschreiten, wie beim ska­

laren Falle, falls die ersten Ableitungen von 3C(S, T) höch­ stens wie 1/r unendlich werden. Nur die Schätzung auf

S. 22 wollen wir der Deutlichkeit halber ausführen. E s gilt*

analog (1,33)

2tc i

<3C(0, T) Sy(0)' dn m dT '=

Wenn

sich rechts

wir jetzt

dK

jdx'—

/4t

•^1

Sl K

r

(x',

+

I s

l

K

ij(

x

\

r

(s

I

I

dK

d

- -

' dx\

/drj

dT

l voraussetzen, so ergibt

A

dT+

i

) -

dn, on.

d

J

dr

ii n d % R

1

dT

Auf das erste dieser Integrale wird genau wie vorher (1, i e) angewandt, und das Integral wird absolut kleiner als eine von a unabhängige Konstante. Um beim letzten Gliede eine Schätzung ähnlich wie die auf S. 23 ausführen zu können, genügt es, vorauszusetzen:

2tt

2 II

j

I 'K

(x',

-q) sin '>ä') = 0(Yj|") ,

K

(x',

rty cos tïdd-=0(r•*")

(1,34)

o"

0

mit A" > 0. Somit erhalten wir den

Satz

IIA:

Der Vektor

W(S

)

=

t

F.

M

T)

«T»T,

besitzt unter den folgenden Voraussetzungen //-stetige erste Ableitungen auf der Fläche T.

1) tp(T)

ist

eine

//-stetige Vektorbelegung der Fläche T,

* Mit

3t(0,

T) verstehen wir den AYert von

cK^S, T) in

von

O aus senkrecht auf die Fläche projiziiert wird.

dem Punkte 8, der

die

wir uns als der Klasse B h angehörig denken. Dabei sollen

die HOLDER-exponenten der .Fläche und der Belegung von ein­ ander unabhängig sein. 2) 3i(S, T ) ist ein beschränkter Tensor als Funktion der beiden Punkte S und T. Für S4= T soll <K(S, T) stetige erste Ableitungen nach S und T besitzen, die für S-+T höchstens wie 1/r gp unendlich werden.

3) Für eine beliebige Richtung s soll gelten:

 

d3t(S, T)

d3t(S, T)

 
 

ds s

~

ds T

4)

E s

sollen

für

jeden

Punkt

S=(x'^

der Fläche T Be­

ziehungen

gewählt wird.

der

Form (1,34) gelten, falls r 0 hinreichend klein

Wir können nunmehr zum Studium der ersten Ableitungen des Potentials W(P) einer H-stetig differentiierbaren Doppel­ belegung cp(T) übergehen, wobei P—(x.) ein beliebiger Punkt im Gesamtgebiete Q+T bedeutet. Wenn 6'=(s.) eine belie­ bige Richtung bedeutet, so ergibt sich mit den Bezeichnungen der Seite 21 ((#.-j|.) 2 = ß 2 )

+

2 0

"

r

dW(p)

,1s,,

r

=J

T

,

.

d 2

i

,

.

j

I

ö

T

d dT+

%

'

d

1

1

-xvwdt+j

i C

- -

d

o

l

dn.

,

i ocp

dw

V

d% dr i

k

,^-^di-

— i 1 + i 2

+ i 3

(1,35)

Wir nehmen an, T sei eine geschlossene Fläche der Klasse B hm In dem von T abgegrenzten Gebiete Q sind die Ableitungen von W sogar analytisch. Wenn P gegen den Randpunkt S heranrückt, ergibt sich folgendes: Auf das erste Integral i 1 rechts in (1,3 5) können wir (l,i6) anwenden, wofern wir den singulären Punkt S durch die Schnittkurve von T mit einem kleinen Kreiszylinder vom Radius q mit der Flächen­ normalen in S als Achse ausschalten. Das in (1,16) auftre-

tende, die mittlere Krümmung enthaltende, Integral weist nun bei Heranrückung von P gegen S ein bestimmtes Ver­ halten auf, unabhängig von der Grösse von o*. Um das be­ stimmte Verhalten von i x zu sichern, genügt es, zu zeigen, dass das Integral

+ (p{L) — (p(S)

k'h x

d

l

)

-f 1 ' 3 6 )

bei Zusammenziehung der Kurve gegen Null strebt.

Wenn

wir

nun den Quellpnnkt />=(»].) und $=(§.) setzen,

das Koordinatensystem so wählen, dass| 1 = ^,=w Ä und die geo­ metrische Bedeutung des Vektorproduktes bedenken, so gilt:

s(n L x rf£)=ç[l + 0((? 2 )] cos Odd

wo (f 2 — »J 2 ) 2 + (^3 — bedeutet, und der Polarwinkel # in der Tangentenebene der Fläche in S von einer zweckmässigen Ausgangsrichtung gerechnet worden ist. Wegen der //-stetigen Krümmung haben wir:

r tl

=

cos 2 d + 2b sin $

cos i> + c sin 2 ^] [1 + 0(ç''')]

wo a, b, c gewisse Konstanten sind.

Dann wird:

dg(S)_

ni - Ii 2 ttq 3

Da

1 +<V)

1

2nq

a cos 2 ') + 2b cos # sin# + c sin 2 ^

l + 0(ç»')

2 rc a cos 2 d + 2b sin i) cos ')+c

sin 2 .*>) cos t)d&=0,

so wird der Beitrag vom ersten Gliede rechts in (1,36) von der Ordnung q' 1 ' sein. Da ferner:

l#)-#)l<c?,

* Hierdurch verstehen wir, dass das Integral für P—>S einem bestimmten Wert zustrebt, der sich von dem Werte im Punkte S höchstens um eine end­ liche Grösse unterscheidet.

so bleibt das zweite Integral in (1,36) auch bei Zusammen­ ziehung von L f> auf Null, absolut konvergent und von der Ordnung q, sodass damit das bestimmte Verhalten von gesichert ist. Das Integral i 2 kann als erste Ableitung eines Potentials einer iT-stetigen einfachen Flächenbelegung aufgefasst werden und besitzt somit nach einem bekannten Satz von HOLDER ein bestimmtes Verhalten, wenn P->S. Dasselbe gilt von i 2 , das j a ein Potential einer stetigen Doppelbelegung ist.

Somit ergibt sich der 5at2 III: Die ersten Ableitungen des Potentials W(P) der fl-stetig differentiierbaren Doppelbelegung cp{T) der geschloss­ enen Fläche T der Klasse B h weisen im Gebiete Q+T ein bestimmtes Verhalten auf, d. h.: besitzen überall im Innen­ gebiete Q von T bestimmte Grenzwerte, auch wenn P gegen S auf T rücken würde. Die Werte im Punkte S unterschei­ den sich von diesen Grenzwerten höchstens um endliche Grös­ sen (Satz von KORN 3 ) .

Wir

wollen jetzt

den Satz III im

Sinne des Satzes I I A

erweitern, und betrachten zudem den Vektor

W(F)=

fx(P,T) d -^<p(T)dl\

V

worin

als Funktion der Punkte P=(x^ und T=(rj.) sein soll, und

rp(T) //-stetig differentiierbar ist. Obgleich unser Satz unter allgemeineren Voraussetzungen Geltung haben möge, werden wir uns hier auf den für die mathematische Physik wichtigen

ein stetig differentiierbarer Tensor

3C(P, T)=(K

(%,y])

Fall beschränken, dass <3C(P, t)=(k

ung PT abhängt, und zwar so, dass K., in der Form eines Polynoms

{x,

ij)) nur von der Richt­

n

I

yl

K ij{ x . i î ) = 2 - p 4 " ± b j ' J

v=0

71

iri

'

•(2v =konstant )

*

• c 1 - 37 )

gegeben ist.

Dann gi)t sicher, dass

6 Man vergleiche A. KORN, Potentialtheorie I, Diimmler 1899, S. 394.

Aus

unserem Satz III folgt mit Hilfe eines bekannten Satzes von A. TAUBER und

A. LIAPOUNOFF, dass die Normalableitung dW/dn die Fläche T stetig durchsetzt.

* Wenn

v =

0,

ist

für

den

Klammer

die Grösse

S ( j einzusetzen.

oder j

in j e einem Gliede zweimal vorkommt, nicht summieren!

Falls i

und wenn

d jeü=

dx,

dW

I

dK. v

h

dW.\

•'-<)

gesetzt wird, so haben wir

27ts, dW.

dx.

J

i

9

S ' iix ,

k

im>

nkwdri.

d

i

n-vm)

d'T —

i

'

-Ii

v

T

dn,

d

dr lt d % R

1 5.

TS

s.K

1

à

v * q r ^ r

n.

-,— T5- (»- dT +

rj

l

m.dT+ r>

<f s,K. n,

i

i

v

t

d

l l

„./

g ïjt ß

dep.

()rj[

dT

iind auf

die

drei rechts

auftretenden Integrale können wir

dieselbe

Überlegung

wie

die

auf

S. 25 verwenden und be­

kommen den

Satz

III

A:

Das Integral

W(P)= fx(P, T) d ^\(T)d'I

k t

der //-stetig differentiierbaren Vektorbelegung rp(T) der Ii- stetig gekrümmten Fläche T besitzt im ganzen Gebiete Q + T endliche erste Ableitungen, die im Inneren stetig sind, am Rande aber endliche Sprünge aufweisen können. Dabei ist

3C(P, T) = (K

(x,

ij)) ein Tensor der Form (1,37).

Wir werden später, im dritten und vierten Abschnitte, die

eben

bewiesenen

Sätze

benutzen,

um die Existenz gewisser

Ableitungen

unserer

Lösungen

auf dem Rande des Gebietes

zu erweisen.

Dass diese Sätze auch übrigens wichtiger An­

wendungen in der mathematischen Physik fähig sind, wollen

wir an

einem Beispiel erläutern.®

Betrachten wir das NEU-

c Die

zu

besprechende Schlussweise kommt schon bei FREDHOLM in seiner

grundlegenden Arbeit vor; man vergl. a. a. 0. 1 0 . Man vergleiche ferner L. LICHTENSTEIN, Leipziger Sitzungsberichte LXXVIIÏ, 1926, S. 172.

MANN-PoiNCARÉ'sche Problem für ein Gebiet der Klasse B, für beliebige Parameterwerte 1, —1<Ä< + 1. Um die eindeutige Lösbarkeit dieses Problems zu erweisen, bat man zu zeigen,

dass die der Gleichung ( 1, i s ) gehörige

für die betrachteten ). keine Null-lösungen besitzt. Man kann dies folgendermassen ausführen.

/<

homogene Gleichung

Der

FßEDHOLM'schen

Theorie der Integralgleichungen ent­

nimmt man, dass etwa vorhandene Null-lösungen cf(S) stetig sind und der Gleichung

q>(S) + kW(S)=Q

(1,38)

gehorchen. Aus unserem Satze I und Corollar folgert man nun sofort, dass q>(S) H-stetig sein muss und daraus mit Hilfe vom Satze I I und (1,38) dass cp(S) H-stetige erste Ableit­ ungen besitzen muss. Somit folgt nach dem Satze III, dass die etwaig vorhandene Null-lösung u(F) des NEUMANN-POIN- CARÉ'sehen Problems jedenfalls stetige, erste Ableitungen im Inneren von dem Gebiete Q besitzen muss, die, wenn P->S, auf dem Rande höchstens endliche Sprünge machen und im besonderen dass du dn den Hand stetig durchsetzt. Dadurch sind die Bedingungen für die Anwendung der gewöhnlichen GREEN'schen Energiformel erfüllt,

J

grad 2 u dQ— — j u ~

dT,

und aus dem Verschwinden von u auf dem Rande folgert man sofort, dass u im Ganzen Gebiete Q versehwinden muss. Die gleichzeitige Betrachtung des äusseren Problems unter Bezugnahme auf die Stetigkeit von Ôu/dn am Rande ergibt, dass keine Lösung. q\S) =|e0 der Gleichung (1,38) für die be­ trachteten X existieren kann; somit steht dort die eindeutige Lösbarkeit des IMEUMANN-PoiNCAEÉ'schen Problems fest. E s ist zu erwähnen, dass LAURI CELL A 7 sich der hier angedeuteten Schlussweise bei einem Existenzbeweise in der Elastizitäts­ theorie bedient hat, und zwar ohne Bezugnahme auf die Sätze 1—III A, mit denen also sein Beweis zu ergänzen wäre. Schliesslich führen wir zwei Sätze an, die naturgemäss hierher gehören und für eine Anwendung im vierten Abschnitte nützlich sind.

'

G.

LAURICELLA, Rend. Lincei (5) XV,

1 Semester 1906, S. 426, 611.

Satz IV: Es gilt unter den Voraussetzungen des Satzes III A sogar :

Die ersten Ableitungen des Integrals W(P) sind im Gresamt- gebiete Q + T H-stetig.* Dieser Satz ist eine leichte Verallgemeinerung eines Satzes von KORN**. Der Beweis ergibt sich nach Teilintegration ähnlich wie auf S. 28. Da wir ähnliche Beweise bei den Sätzen I und I I besprochen haben und auch später im dritten Abschnitte auszuführen haben, so werden die Details hier nicht ausgeführt.

Satz

V: Das Volumenintegral

Q

erstreckt über das Gebiet Q der Klasse B mit der Randfläche T, besitzt bei stetigem <f[Q) im Gesamtgebiete Q + T D-stetige erste Ableitungen, wofern G(P, Q) eine Funktion mit den folgenden Eigenschaften ist:

1) G(P, Q) ist für P=# Q zweimal stetig differentiierbar nach P. 2) Wenn P-><2 soll die Funktion G(P, Q) höchstens von der Ordnung ]/r pQ und die ersten Ableitungen von G(P, Q) nach P höchstens von der Ordnung 1unendlich werden. Der Beweis dieser leichten Verallgemeinerung eines be­ kannten Satzes von DINI** ergibt sich ganz analog dem Be­ weise des Satzes I oben. Die Übertragung auf Tensoren und Vektoren im Sinne des Satzes 1 A ist selbstverständlich.

4. Die hydrodynamischen Randwertaufgaben.

Die allgemeinste Randwertaufgabe bei der Strömung einer raumbeständigen, zähen Flüssigkeit ohne freie Oberfläche soll folgendermassen definiert werden. Man bestimme für tf>0 einen Vektor u und einen Skalar p, sodass

*

Mit

einem

Exponenten,

der

höchstens

so

gross

wie

der

kleinste der

beiden

setzen ist. *# Vergl. die auf S. 8 zitierte Encyklopädieartikel von L. LICHTENSTEIN.

Exponenten der Fläche und der Ableitungen der Belegungsfunktion zu

(iJu-q~

div u=O

=

q grad u

• u +grad p - q P \

J

^ ^

im Inneren eines Gebietes Q-, gleichzeitig soll bei Annäher­

ung

an

die

Randfläche*

u~>u(T, t) = vorgegebenem

Vektor,

und

für £-»0, u->u 0 (Q) — vorgegebenem Vektor sein. Dabei

bedeutet

u

die Geschwindigkeit der Flüssigkeit,

p

der Druck,

P

der Volumenkraft = gegebenem Vektor,

f.i

die Zähigkeit

= gegebener Konstante,

q die Massendichte = gegebener Konstante,

und es wird, um zu vernünftigen Fragestellungen zu gelan­ gen, nötig sein, gewisse Bedingungen für die eingeführten gegebenen Grössen einzuführen. I n dieser Arbeit wird von den folgenden speziellen Typen von Randwertaufgaben die Rede sein.

Die S'roKEs'sche Randwertaufgabe (»Stationäre Lami­ narbewegung»). Differentialgleichungen:

[i/lu—grad p

q I

^I

)

(»SiOKEs'sche Gleichungen»),

divii=0

)

Randbedingung:

gebiet

u(T)

stetig

gegeben,

j u{T)n T dT=0

~T

wobei beim Innen­

angenommen werden muss. Wir werden diese Aufgabe alf» »erste SxoKEs'sche Randwertaufgabe» bezeichnen und ihr als zweite diejenige Aufgabe gegenüberstellen, bei der die Ober­ flächenkräfte auf T gegeben sind. Wir werden auch die Exi­ stenz eines GREEN'schen Tensors für das inhomogene Problem aufweisen.

Die allgemeine lineare Randwertaufgabe (»Nicht sta­ tionäre Laminarbewegung»). Differentialgleichungen :

* Die nicht als starr angenommen werden mass.

IaJu-q~=

divw=0

grad p - çP|

J

C)

Randbedingung: u(T, t) vorgegeben.

Anfangsbedingung: u a (Q)

Wir

kenden Annahmen behandeln:

vorgegeben.

werden diese Aufgabe unter den folgenden einschrän­

 

P=

0, u(T,t)

= 0.

Die

Anfangswerte

u 0 (Q)

sollen gewisse, später anzugebende

Bedingungen erfüllen.

Die

allgemeine stationäre Randwertaufgabe (»Sta­

tionäre Trägheitsbewegungf). Differentialgleichungen :

/ a J u = q grad

u

u + grad p -

div u=0

.

.

qP\

i in