Sie sind auf Seite 1von 16

NSG 1025

SCHAFFNER INSTRUMENTS

FAST TRANSIENT/ BURST GENERATOR

NSG 1025

BEDIENUNGSANLEITUNG

I

-

-----

-------------,

".' ".

601-093 B

NSG 1025

INHALTSVERZEICHNIS

SCHAFFNER INSTRUMENTS

1

Einleitung

 

1

2

Betriebsvorschriften

2

2.1 Sicherheitshinweise

'"

2

2.2 Inbetriebnahme

3

2.3 Prüfanordnungen

4

3

Blockschema

5

4

Bedienungselemente

6

5

Betrieb

8

5.1

Allgemein

8

 

5.1.1 Gerätespeisung/Prüflingsspeisung

8

5.1.2 Koppelnetzwerk

9

5.1.3 Pulsausgang

10

5.1.4 Monitor

11

 

5.2 Burstgenerator

 

11

5.3 Einzelpulsgenerator

13

5.4 Betrieb mit Koppelzange

14

5.5 Betrieb mit 3-phasigem Koppelnetzwerk

15

6

Prüfungen

16

7

Normen

17

8

Technische Daten

 

18

9

Pulsdefinitionen

20

10

Eichmessungen

21

11

Service/Wartung

22

12

Bestellinformationen

23

13

Zubehör

23

14

Garantie

24

NSG 1025

-

1

Einleitung

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Induktiv belastete mechanische Schalter, Relais usw. erzeugen Störimpulse in Form von Paketen (Bursts). Die Impulse haben eine schnelle Anstiegszeit und erzeugen damit ein breites Störspektrum bis über 200 MHz. Digitale und analoge elektronische SChaltkreise reagieren sensibel auf diese Art von Störungen. Summiereffekte des Impulspaketes verschärfen für Analogschaltungen die An- forderungen an die Störimmunität.

Wichtige Normen wie IEC 801-4, VDE 0843/4, CENELEC HD 481/4 definieren die nötige Störsicherheit von Geräten verschiedener Klassen. Die Bursttests beziehen sich sowohl auf den Netzanschluss wie auch auf Daten- und Steuerleitungen.

Der Generator NSG 1025 simuliert solche Störquellen. Die Forderungen der einschlägigen Normen werden in allen Parametern erfüllt und insbesondere punkto Genauigkeit und Reproduzierbarkeit meist übertroffen. Die gänzlich in Halbleitertechnologie aufgebaute Konstruktion, inklusive dem Hochspannungs- schalter, gewährleistet hohe Stabilität der Pulsdaten und wartungsfreien Dauer- betrieb.

Das Gerät eignet-sich gleichermass~en für Labor- und Feldtests sowie für Rout- ineprüfungen in der Qualitätssicherung. Routineprüfungen werden erleichert durch einen Wahlschalter mit FesteinsteIlungen der PUlsparameter gemäss den . Prüfklassen von IEC 801-4. Für Entwicklungsarbeiten und analytische Mes- sungen gestattet eine weitere SchaltersteIlung die kontinuierliche Einstellung der Prüfspannung und die freie Wahl von Burstfrequenzen.

Als weitere Funktion lassen sich mit dem NSG 1025 schnelle Einzelimpulse (Transienten 5/50ns) erzeugen, die von verschiedenen Prüfnormen gefordert werden und für Detailuntersuchungen im Entwicklungslabor nützlich sind. In- terne und externe Triggerfunktionen erlauben eine flexible Anpassung an die ver- schiedenen Bedürfnisse.

Eine 1-phasige Netzeinkopplung ist im Gerät eingebaut. Sie bietet durch Tasten- wahl alle unsymmetrischen Kopllungsarten gemäss IEC 801-4 und weitere, asymmetrische Einkopplungen für spezielle Anwendungen.

Praxisgerecht ist der NSG 1025 mit einer Netzsteckdose für den Prüflings- anschluss ausgerüstet. Sicherheits-Universalbuchsen stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Prüflingsspeisung ist separat schaltbar.

Koppelzangen oder Koppelgeräte für Prüfungen an Datenleitungen werden über den HS-Koaxialstecker angeschlossen, ebenso ein Zusatzgerät für 3-phasige . Einkopplung.

"

SCHAFFNER INSTRUMENTS

2

Betriebsvorschriften

2.1

Sicherheitshinweise

NSG 1025

Der Generator und das Zubehör arbeiten mit Hochspannung.

Unsachgemässe oder fahrlässige Handhabung kann Lebensgefahr bedeutenI

Das Gerät darf nur von

ausgebildetem Personal

bedient werden.

S

tr

d

8'

T,

iJ

Die Bedienungsanleitung bildet einen festen Bestandteil des Gerätes und muss dem Bedienungspersonal jederzeit zur Verfügung stehen. Die Sicherheitsvor- schriften und Bedienungshinweise sind sorgfältig zu beachten.

Für den sicheren Betrieb sind nur zugelassene Zubehörteile, Stecker, Adapter etc. zu verwenden.

2,

Di

Der Geräteaufbau entspricht den Sicherheitsanforderungen gemäss lEe 348

dE

und bietet alle Voraussetzungen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb.

dE

Der Generator entspricht den Vorschriften der Schutzklasse 1, jedoch mit erhöhtem Erdableitstrom (bedingt durch normgerechte Koppelkapazitäten und Prüflings- ableitstrom). Der Betrieb ist, mit entsprechenden Netzsteckern, nur an Netzen mit Schutzerde zulässig. Ausserdem ist ein zweifacher Schutzleiteranschluss erforderlich. Diese Bedingung kann durch die Erstellung einer zuverlässi- gen Verbindung zwischen Erdklemme und der festen Installation (nicht über Netzverteiler oder dergleichen) erfüllt werden.

Das Gerät ist nur In trockenen Räumen zu velWenden. Aufgetretene Betauung ist

l

vor der Inbetriebnahme austrocknen zu lassen.

"

Die Konstruktion ist nicht für den Betrieb in explosionsgefährdeter Umgebung ausgelegt.

Das Gerätegehäuse darf nicht geöffnet werden. Reparaturen, Wartungsarbeiten und interne Abgleicharbeiten dürfen nur von entsprechend qualifiziertem Ser- vicepersonal durchgeführt werden.

Im Testbetrieb können hohe Pulsspannungen auftreten. Die Prüfanordnung ist entsprechend berührungssicher zu gestalten.

Je nach Prüfling und insbesondere Prüflingsverkabelung kann eine beträchtliche

5

~s

,r-

er

~8

).

m

IS-

nit

ss

si-

:ht

ist

ng

en

er-

ist

he

r

I

I

I

I

I

·1

-

I

I I

I

NSG 1025

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Störstrahlung auftreten, die benachbarte Systeme und den Funkverkehr beein- trächtigen können. Diese Störwirkungen auf die Umgebung sind vom Anwender durch geeignete Massnahmen wie z.B. Faradaykäfig, geschirmte Leiterführung etc. unter Kontrolle zu halten.

Träger von Herzschrittmachern dürfen das Gerät nicht bedienen und sich bei Be-

trieb der Prüfanordnung nicht nähern.

SCHAFFNER ELEKTRONIK AG, Luterbach, Schweiz und die Verkauforganisa- tionen lehnen jegliche Verantwortung für Personen-, Sach- und Folgeschäden ab, die sich aus der unsachgemässen Verwendung der Geräte ergeben.

2.2

Inbetriebnahme

Dieses Kapitel beschreibt stichwortartig die Ueberprüfung und Inbetriebnahme der Generatoren nach Anlieferung und Transport oder namhaften Veränderungen des Prüfplatzes.

- Inbetriebnahme nur durch Fachpersonal.

- Anlieferung auf Vollständigkeit prüfen.

- Gerät auf Transportschäden untersuchen. Allfällige Transportschäden sofort der Speditionsfirma melden.

- Bedienungsanleitung studieren.

- Netzspannung auf dem Typenschild muss mit örtlicher Netzspannung über- einstimmen. (Netzfrequenz 50 - 60 Hz)

- Netzkabel nur an Steckdose mit Schutzleiter anschliessen.

- Schutzerde anschliessen.

- Das Gerät ist nun bereit, um auf eine vorbereitete Testanordung aufgeschaltet zu werden.

SCHAFFNER INSTRUMENTS

2.3

Prüfanordnungen

NSG 1025

3

Jeder Prüfaufbau ist sorgfältig zu planen um den Forderungen nach Sicherheit, Begrenzung der Störemmission und reproduzierbaren Resultaten gerecht zu werden.

Die vorgängig erwähnten Sicherheitshinweise sind zu beachten.

Nur der Einsatz im Faraday-Käfig verhindert zuverlässig, dass unbeteiligte Geräte und Einrichtungen durch die von Kabeln und Prüfling verursachten Störemmis- sionen beeinträchtigt werden.

Für normgerechte Prüfungen hat der Aufbau streng den in den einschlägigen Publikationen vorgeschriebenen Methoden zu entsprechen.

Reproduzierbare Resultate sind nur gewährleistet, wenn über Aufbau, Ver- kabelung, Testparameter, Umwe~bedingungen und Prüflingsverhalten ein genaues Protokoll geführt wird. Die Anordnung ist idealerweise photographisch festzu- halten.

Ite

s-

en

er-

es

~u-

3

1025

Blockschema

fIT SINGLE

~~~1Off

SCHAFFNER INSTRUMENTS

/J1lLJl1l

1----,_--<> ~M5T(50()

tZm~50()

*

NSG 1025

SCHAFFNER INSTRUMENTS

--H--+---{ 18

SCHAFFNER INSTRUMENTS

 

r

NSG 1025

%

NSG 1025

4

Bedienungselemente

 

1

MAINS

Netzschalter Gerätespeisung

2

POWER TO EUT

Schalter für Prüflingsspeisung, mit thermischem Schutz- schalter 16 A

3

BURST

B~rst-GeneratorEIN, 3, 4 und 5 gegenseitig auslösend

4

F/T

Einzelpuls-Generator EIN,

50

Hz REP.

Repetitionsfrequenz 50 Hz, asynchron

5

F/TSINGLE

Burst-Generator AUS

BURST OFF

Einzelpuls-Repetition AUS

50

Hz OFF

Einzelpuls-Triggerung man. mit 6 oder ext. mit 13

6

MANUAL TRIG.

Manuelle Einzelpulsauslösung bzw. Gate-Funktion bei 3 oder 4 EIN

7

POLARITY

Polaritätswahl der Störimpulse

8

lEG LEVEL!

Wahlschalter für IEC Prüfklassen I bis IV bzw. für freie

VARIABLE

Burstfrequenzwahl 9 und stufenlose Amplitudenein- stellung 10

9

BURST- Wahlschalter für Burstfrequenz. Nur aktiv wenn 8 in FREQUENCY Stellung VARIABLE

15

PULSE OUTPUT

16

PULSE

17

18

19

20

21

22

SCHAFFNER INSTRUMENTS

HS-Steckbuchse. Ausgang der Störpulse ohne Netzüber- lagerung

Anzeige von aktiven Störpulsen an 15

Störpulseinkopplung auf L1 bzw. L2 bzw. E (Schutzleiter)

Steckdose für Prüflingsanschluss

Sicherheits-Laborbuchsen für Prüflingsanschluss (parallel zu 18)

Geräte-Netzspeisung. IEC Apparatesteckdose mit Fil- ter und Sicherung

Prüflings-Speisung. IEC Apparatesteckdose, 16 A

ZUSätzlicher Anschluss für Schutzerde

10

AMPLITUDE

Mehrgangpotentiometerfürstufenlose Amplitudenein- stellung der Störpulse. Nur aktiv wenn 8 in Stellung VARIABLE

11

kV

3-stelliges DVM zur Anzeige der Leerlauf-Impulsspan- nung in kV

12

MONITOR

BNC Anschluss 50 Q /100:1 für Oszilloskop

13

EXT.TRIGGER/

Externe Einzelpulsauslösung bzw. Gate-Funktion bei

GATE

3 oder 4 EIN

14

LED

Anzeige des aktiven Status von 13

6

7

SCHAFFNER INSTRUMENTS

5

Betrieb

5.1

Allgemein

5.1.1

Gerätespeisung/Prüflingsspeisung

NSG 1025

Gerätespeisung und Prüflingsspeisung sind unabhängige Stromkreise und werden separat geschaltet.

Die Gerätespeisung muss dem lokalen Netz entsprechen und am Eingang 20 entsprechend abgesichert sein:

NSG 1025

5.1.2

Koppelnetzwerk

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Zum Anschluss des Prüflings stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Eine länderspezifische Steckdose 18 Sicherheits-Laborbuchsen 19

Diese beiden Anschlüsse sind elektrisch parallel geSChaltet.

Mit dem Schalter 2 wird die Prüflingsspeisung an diesen Anschlüssen an- und abgeschaltet.

230

Vac, +15%/-20%,

50/60 Hz

Sicherung 500 mAT, 5x20 mm

Zur einphasigen Einkopplung der Störpulse ist ein Koppelnetzwerk eingebaut,

115

Vac, + 15%/-20%,

50/60 Hz

Sicherung 2 AT, 5x20 mm

das in allen Belangen den Forderungen von lEe 801-4 entspricht.

Ein Ausschalten 1 der Gerätespeisung unterbricht die Prüflingsspeisung nicht!

Achtung: Vor dem Einschalten des Gerätes muss die Taste 5 (BURST/50 Hz OFF) gedrückt sein. Andernfalls gelangen die Störpulse, je nach den übrigen Einstellungen, unmittelbar nach dem Einschalten auf die Ausgänge 15 bzw. 18 und 19.

Der Schalter 2 für die Prüflingsspeisung ist kombiniert mit einem thermischen Sicherungsautomaten (16 A).

In den meisten Fällen wird die Prüflingsspeisung auch dem örtlichen Netz entsprechen und die beiden Netzzuführungen 20, 21 werden an der selben, festen Netzdose gesteckt.

Innerhalb der nachstehenden Grenzen darf die Prüflingsspeisung aber auch jeden anderen Wert einnehmen:

Prüflings-

speisung

E

Ll

L2

---:---II

~~

HS-Ausgang

Zum

----"--+---~-- Prüfling

~----------~----~~--_

5

264 Vac,

15

400 Hz,

16 A

max.

5

50 Vdc,

16 A max.

Schematische Darstellung des Koppe/netzwerkes

Unter der Bedingung, dass der Schalter 2 nicht unter Last betätigt wird, gilt die erweiterte Spezifikation:

8

5

250 Vdc,

6 A max.

"

J

SCHAFFNER INSTRUMENTS

NSG 1025

SCHAFFNER INSTRUMENTS

 

-

Mit den Tasten 17 wird die gewünschte Kopplungsart eingestellt.

5.1.4

Monitor

Die Kopplungen beziehen sich immer auf Referenzerde (Grundplatte / Geräte- erdbuchse).

lEe 801-4 fordert nur die Kopplung auf jeweils 1 Leiter. Die Tasten 17 sind jedoch einzeln rastend, so dass auch weitere Kopplungsarten ermöglicht werden.

An der BNC-Buchse 12 (MONITOR) kann ein Oszilloskop zur Sichtbarmachung der Ausgangskurvenform angeschlossen werden. Der Ausgang ist mit einem AbSchwächer ausgerüstet, so dass sich bei Verwendung eines üblichen Oszillo- skop-Eingangwiderstandes von 50 Q ein Spannungsverhältnis von 100: 1 ergibt.

Kopplungsarten:

Keine Einkopplung

 

FOr brauchbare Messungen muss das Oszilloskop eine Bandbreite von min- destens 400 MHz aufweisen.

L1

->

Referenzerde

L2

->

Referenzerde

Es ist zu beachten, dass sich die spezifizierte Kurvenform nur ergibt, wenn der

E

->

Referenzerde

HS-Ausgang 15 mit einem 50 Q Leistungsabschwächer belastet wird.

L1+L2

->

Referenzerde

L1+L2+E

->

Referenzerde

Der MONITOR-Ausgang genügt nicht für Eichmessungen der Geräteeigenschaf- ten. Zu diesem Zweck bedarf es grösseren Aufwandes, wie in Kapitel 10 aufgezeigt.

Anmerkung:

Durch die Induktivität im Erdleiterkreis wird im Prüfling bei Einkopplungen auf L1 oder L2 das Erdpotential HF-mässig mitangehoben.

Je nach Situation kann die Störemfindlichkeit eines Prüflings wesentlich anders aussehen, wenn seine Schutzerde "hart" an Referenzerde gelegt wird. Um alternativ dieses Verhalten zu prüfen, ist der Schutzleiter des Prüflings mit möglichst kurzer Verbindung auf die Erdbuchse des Generators zu schalten.

5.1.3

Pulseausgang

An der HS-Steckbuchse 15 steht der reine Störpuls zur Verfügung für Prüfungen ohne Netzüberlagung oder den Anschluss von externen Koppelgeräten.

Oie Pulse liegen an diesem Ausgang immer an, wenn der Generator aktiv ist, ungeachtet der Einkopplungseinstellung mit 17.

Bei Verwendung des PULSE OUTPUT 15 müssen Kopplungseinstellungen mit 17 korrekterweise immer ausgeschaltet sein, andernfalls können sich Ver- änderungen der Pulsspezifikationen einstellen.

Die LED 16 zeigt optisch die Aktivität der Störpulse am Ausgang 15.

10

5.2

Burstgenerator

Der Burstgenerator produziert Impulspakete gemäss Definition Mit dem Generator sind zwei verschiedene Arbeitsweisen möglich:

in Kapitel 9.

- pulserzeugung mit festen Amplituden und Frequenzwerten gemäss der Defini- tion lEe 801-4, Level 1 bis 4.

Diese Betriebsart ist praktisch für Qualitätsprüfungen und zum Zwecke der Zertifizierung eines Produktes.

Der Wahlschalter 8 definiert mit den Einstellungen lEe LEVEL 1 feste Pulsparameter:

lEe LEVEL

AMPLITUDE

FREQUENZ

1 500 V

5

kHz

2 1000V

5

kHz

3 2000 V

5

kHz

4 4000 V

2.5 kHz

4 folgende,

Das Digitalvoltmeter 11 zeigt die entsprechenden Spannungswerte.

Der Frequenzwahlschalter 9 und das Potentiometer für die Amplitude 10 sind bei diesen Einstellungen wirkungslos.Taste 7 dient der Polaritätswahl.

11

SCHAFFNER INSTRUMENTS

NSG 1025

Die Störeinkopplung auf Datenleitungen, Signal- und Steuerkabel, etc. erfolgt mit externen Koppeleinrichtungen wie:

- Koppelzange entsprechend IEC 801-4

_Koppelgerät für Datenleitungspaare _Koppelzange , klein

SCHAFFNER No. 400-071 SCHAFFNER No. CDN 125 SCHAFFNER No. NSG 426 SCHAFFNER No. 400-063

Diese und andere Koppeleinrichtungen werden am HS-Ausgang 15 ange- schlossen. Die Generatoreinstellungen für Burstpakete oder Einzelpulse er- folgen wie vorgängig beschrieben. Die Koppelschalter 17 müssen in diesem Betrieb ausgeschaltet sein.

Bei jeder Manipulation am Prüfling, am angeschlossenen Koppelgerät und an der Betriebsart ist die Pulserzeugung mit Taste 5, BURST/50 Hz OFF auszuschalten.

500 Volt die von der IEC

geforderte Einstellgenauigkeit von ± 10% garantieren zu können, kann ein 6 dB Abschwächer (SCHAFFNER No. 402-379) geschaltet werden, wobei am Gen-

Um auch bei kleinen Pulsspannungen von 200

erator das doppelte der geforderten Pulsamplitude einzustellen ist.

Fig. Betrieb mit IEG-Koppelzange

14

NSG 1025

SCHAFFNER INSTRUMENTS

-

Mit dem erwähnten Abschwächer ergibt sich durch die Halbierung der eingestellten pulsamplitude eine grössere Einstellgenauigkeit. Ausserdem stimmen damit die lEG Festwerte der Amplitude automatisch mit den Forderungen für Datenlei- tungs-prüfungen überein. (Vergleiche Tabelle Kapitel 6)

5.5 Betrieb mH 3-phasigem Koppelnetzwerk

Zur Pulseinkopplung auf dreiphasig betriebene Prüflinge wird ein externes Koppelnetzwerk benötigt:

GDN 300

FT/Burst Koppelnetzwerk, 3-phasig

Das CDN 300 oder andere Koppelgeräte werden am HS-Ausgang 15 ange- schlossen. Die Generatoreinstellungen für Burstpakete oder Einzelpulse er- folgen wie vorgängig beschrieben. Die Koppelschalter 17 müssen in diesem Betrieb ausgeschaltet sein.

Die Zuführung der Prüflingsspeisung und die Wahl der Kopplungsart erfolgen am externen Koppelgerät.

Um unbeabsichtigte Störpulsaufschaltungen zu vermeiden ist bei Manipula- tionen am Prüfling, am Koppelgerät und an der Betriebsart des Generators die Pulserzeugung mit Taste 5, BURST/50 Hz OFF auszuschalten.

Fig. Betrieb mit GDN 300

15

SCHAFFNER INSTRUMENTS

6

Prüfungen

NSG 1025

Normgerechte Prüfungen sind nur bei genauer Beachtung aller Vorschriften bezüglich Messaufbau zu erreichen. Die Dimension des Erdbleches, die An- ordnung der Geräte, Längen, Querschnitte und Führung der Verkabelung und insbesondere der Erdverbindungen können Prüfresultate nachhaltig beeinflussen.

Zum Zweck der Reproduzierbarkeit soll jeder Prüfungsaufbau genau dokumen- tiert und wenn möglich photographiert werden.

Auszug aus den Vorschriften zum Messaufbau von lEG 801-4

Normaler Stecker zum Anschluss des Prüflings ans Netz

zu Peripherie-Geräten

Zum SpelsenelZ

r

NSG 1025

7

Normen

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Der Generator NSG 1025 entspricht in allen Teilen genau der Norm

IEC 801-4

und den damit kompatiblen oder daraus abgeleiteten Normen wie

CENELEC HD 481.4 DIN / VDE 0843, Teil 4 NAMUR Teil 1, Störfestigkeitsanforderungen etc.

~.

Die erweiterten Funktionen des Gerätes erlauben auch Prüfungen gemäss CIGRE, Commission 65 etc.

Prüfling

\rl'-lL f~

NelzVerblndung

Bezugsquellen für Normenschriften:

 

IEC

 

Schutzerde entsprechend

System Installation

 

Co

=

Koppelkondensator

=

33 nF

Z, = Entkopplungs-Induklivilät > 100 pH

VDE

Tabelle der Schärfegrade

CENELEC

Schärfegrad

Prüfspannurlg

Stromversorgungs-

leitungen

1

0,5 kV

2

1

kV

3

2

kV

4

4

kV

Prüfspannung Signal-, Steuer- und Daten-Leitungen

Frequenz

O,25kV

5

kHz

0,5

kV

5

kHz

1

kV

5

kHz

2

kV

2,5 kHz

International Electrotechnical Commission, 3, rue de Varembs, Postfach 131 CH-1211 Genf 20 Tel.: (022) 3401 50/ Telex: 28 872

VDE-Verlag GmbH, Bismarckstrasse 33, D-1000 Berlin 12 Tel.: (030) 341 3041 / Telex: 01 81 683

General Secretary CECC Gartenstrasse 179 D-6000 Frankfurt/M 70 Tel.: (69) 6391 71 / Telex: 4032175 cecc d

16

17

SCHAFFNER INSTRUMENTS

NSG 1025

NSG 1025

SCHAFFN ER INSTRUMENTS

8

Technische Daten

Ein-/Ausgänge

- IEC-Apparatedose für Gerätespeisung

 

- 16 A Apparatestecker für Prüflingsspeisung

Pulsamplitude U

225

V

4400 V (unbelastet)

 

- Prüflingsanschluss:

Einstell- und

 

Netzsteckdose länderspezifisch

± 10% (500

4000 V)

 

- Schuko

Anzeigegenauigkeit (DVM) Polarität

- UL

Pulsanstieg tr

einstellbar pos. oder neg. 5 ns ± 30%

- BS 1393

Pulsbreite tp

50

ns ± 30%

 

-

CH Typ 13

Burstfrequenz f Burst

2,5/5/10 kHz ± 10%

 

und Sicherheits-Universalsteckdosen

Burstdauer t Burst

15

ms ± 20%

 

- Gate-Funktion für Burst und 50 Hz

Burstrepetition t Rep

300

ms ± 20%

Pulse: BNC, aktiv 0

Generatorimpedanz

50

Q ± 20% (dynamisch)

 

- Trigger-Funktion für Einzelpuls:

Einzelimpulse

5/50 ns

BNC, aktiv 0, mit LED Anzeige

Einzelauslösung oder

- Pulsausgang: HS-Koaxialstecker

50

Hz Repetition

 

- Messausgang: BNC, 100:1 an 50 Q

Koppelnetzwerk

nach IEC 801-4, eingebaut

 

Bedienungs- und

Prüflingsspeisung

separat schaltbar mit 2-poligem

Anzeigeelemente

- Netzschalter mit Anzeige

Ueberstromschutzschalter

 

- 2-poliger Schalter für Prüflingsspeisung

5

264 Vac / 16 A, 15 .400 Hz

 

mit UeQerstromschutz

5

50 Vdc /16 A (5

250

V /12 A)

- Drucktasten für:

Koppelarten

mit Tasten wählbar

Burst

 

unsym.

Li

-->

Referenzerde

 

50 Hz Einzelimpulse

 

L2

-->

Referenzerde

Einzelimpulsauslösung

SL

-->

Referenzerde

Polarität +/-

 

asym.

Li

+L2

-->

Referenzerde

- Wahlschalter für FesteinsteIlungen:

 

Li

+L2+SL -->

Referenzerde

IEC Klasse 1 500 V

/ 5

kHz

Phasenlage

asynchron

 

2 1000 V

/ 5

kHz

Koppelkapazität

33nF

3 2000 V

/ 5

kHz

Entkopplungsdämpfung

> 20dB

4

4000 V /2,5 kHz

Uebersprechdämpfung

> 30dB

und für freie Spannungs-/Frequenzwahl

 

- Frequenzschalter 2,5/5/10 kHz

Gerätespeisung

115 oder 230 Vac, + 15/-20%, 50/60 Hz

 

- Digitalanzeige für PUlsamplitude

Leistungsaufnahme

ca.25W

 

- Mehrgangpotentiometer für Pulsamplitudeneinstellung

 

- Wahltasten für Pulseinkopplung

 

Aufbau

19" Tischgehäuse

Abmessungen

H 183mm x B 449mm xT 361mm

Gewicht

ca. 10 kg

18

Temperaturbereich

+5

+40 oe

Feuchtebereich

20

80%

rF, nicht kondensierend

19

SCHAFFNER INSTRUMENTS

9

Pulsedefinitionen

Definition der Burstimpulse

Cl

c:

:J

c:

lii

a.

(j)

t Burst

tRap

Definition der Einzelpulse

u

100%

90%

50%+1-r--------~~

10% 't-t--t------t----t

20

NSG 1025

NSG 1025

10

Eichmessungen

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Die Kalibrierung und spezifikationsgerechte Messungen der Generatoreigen- schatten erfordern einiges an apparativem Aufwand und Sorgfalt bei Mess- aufbau.

Als Referenz kann die Messanordnung dienen, die bei SCHAFFNER verwendet wird.

Kalibriermethode bei SCHAFFNER

t Burs

50 0 Koaxialkabel

PULSE

OUTPUT

NSG 1025

Bild: Kalibrierung bei SCHAFFNER INSTRUMENTS

Le Croy7200

21

SCHAFFNER INSTRUMENTS

11

Service/Wartung

Warnung!

NSG 1025

Dieses Gerät und das Zubehör arbeiten mit Hochspannung. Wartungsarbeiten dürfen nur von qualifizierten Fachleuten vorgenommen werden.

Vor dem Oeffnen des Gerätes und beim Ersatz von Sicherungen ist das Gerät vom Netz zu trennen. Speicherkomponenten im Inneren des Gerätes können auch noch lange nach dem Abschalten vom Netz gefährliche Hochspannung führen.

Das Gerät enthält keine Verschleissteile und auch keine Schalt- oder Abgleich- elernente, die für den Eingriff durch den Anwender vorgesehen sind.

Wartungsarbeiten durch den Anwender beschränken sich auf Kontrolle und Ersatz von Sicherungen.

Netzsicherung an der IEC Aparatesteckdose 20

Netzspannung:

115 V +15%/-20% 230 V +15%/-20%

Sicherung auf der HS-Leiterplatte:

2 AT, 5x20 mm 500 mAT, 5x20 mm

2AT

Für Funktionskontrollen genügen laborübliche Messgeräte wie Multimeter und Oszilloskop (400 MHz). Für die genaue Verifizierung der Pulsdaten und Eichmes- sungen muss jedoch ein weit grösserer Aufwand getrieben werden, wie in Kapitel 10 dargestellt.

Zur Reinigung von Gehäuse und Frontplatte genügt normalerweise ein ange- feuchteter Lappen. Zugelassen sind weiter Reinigungsmittel nach IEC 348 wie Spiritus und Reinbenzin.

Für Reparaturen ist das Gerät einer autorisierten SCHAFFNER Servicestelle zu übergeben.

22

NSG 1025

12 Bestellinformationen

Typ

Netz

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Netzkabel und Prüflingsanschluss

NSG

1025-01

220 V,

50/60 Hz

Schuko

NSG

1025-02

220 V,

50/60 Hz

CH Typ 13

NSG 1025-04

110 V, 50/60 Hz

498/ 13 UL / CSA

NSG

1025-05

240 V,

50/60 Hz

BS 1363

Das Gerät wird betriebsfertig inkl. Netzkabel, Prütlingsnetzanschluss und Be- dienungsanleitung geliefert.

13 Zubehör (nicht inbegriffen)

INA 160

Winkel tür Montage in 19" Schrank

CDN 300

FT/Burst Koppelnetzwerk 3-phasig

CDN 125

Koppelzange entsprechend IEC 801-4

NSG 426

Koppelgerät tür Datenleitungspaare

400-063

Koppelzange klein, zur Verwendung mit NSG 426

156-154

HS Koaxialstecker (Fischer Typ Si 03A 023)

402-379

HS-Abschwächer 6 dB

402-227

Sicherheits-Universalstecker (Set a3 Stück)

SCHAFFNER INSTRUMENTS

14

Garantiebestimmungen

1

NSG 1025

SCHAFFNER gewährt auf diesem Gerät eine Garantie von 1 Jahr, gerechnet ab Verkaufsdatum.

Während dieser Periode werden sämtliche defekten Einzelteile kostenlos repa- riert oder ersetzt, allenfalls das Gerät durch ein anderes, gleichwertiges ersetzt. Die Entscheidung über die Methode zur Wiederherstellung der spezifizierten Funktionstüchtigkeit liegt allein bei SCHAFFNER.

Ausgenommen von der Garantie sind Schäden hervorgerufen durch unsach- gemässe Bedienung oder Verwendung sowie der Ersatz von allfälligen Ver- schleissteilen.

Die Garantie erlöscht bei eigenmächtigen Eingriffen durch den Kunden oder durch Dritte.

Die Ware ist in der Originalverpackung oder in einer für den vorgesehenen Trans- port geeigneten äquivalenten Verpackung zu versenden. SCHAFFNER kann für Transportschäden keine Haftung übernehmen.

Schaffner Elektronik AG CH-4708 Luterbach Switzerland Telephone (065) 41 11 81 Telefax (065) 42 14 04

SCHAFFNER INSTRUMENTS

Schweiz:

ALTRAC AG Mühlehaldenstrasse 6 CH-8953 Dietikon Telephon (01) 741 4644 Telefax (01) 741 1960

Deutschland:

Schaffner Elektronik GmbH Schoemperlenstr. 128 0-76185 Karlsruhe Telephon (0721) 56 91- 0 Telex 7 826 671 schaf d Telefax (0721) 5691- 10

France:

Schaffner SA 5, rue Michel CarrE~ F-95100 Argenteuil Telephone (13) 947 86 36 Telecopieur (13) 9470228

Subsidiary companies Tochtergesellschaften Succursales

USA:

Schaffner EMC Inc. 9-8 Fadem Road Springfield, NJ 07081 Phone (201) 379 7778 Toll free 800 367 5566 Telefax (201) 3791151

United Kingdom:

Schaffner EMC Ud. Ashville Way Molly Millar's Lane Wokingham Berkshire RG11 2PL Phone (0734)- 77 0070 Telefax (0734) 79 29 69