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QUELLE: NOLIS

VW 75212 Konzernnorm 2012-02 Klass.-Nr.: 69302 Schlagwörter: Absicherung, Dimensionierung, Leitung, Leitungsquerschnitt, Sicherung
VW 75212
Konzernnorm
2012-02
Klass.-Nr.:
69302
Schlagwörter:
Absicherung, Dimensionierung, Leitung, Leitungsquerschnitt, Sicherung

Dimensionierung von Leitungen und Sicherungen im Kraftfahrzeug

Frühere Ausgaben

2007-10

Änderungen

Gegenüber der VW 75212: 2007-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

Norm komplett überarbeitet

 

Inhalt

Seite

1

Anwendungsbereich und Zweck

 

2

2

Begriffe ..............................................................................................................................

2

3

Allgemeine Anforderungen

2

  • 3.1 Sicherung

 

3

  • 3.2 Sicherungskennlinie

3

  • 3.3 Thermische Belastbarkeit von Leitungen

 

4

4

Dimensionierung

5

  • 4.1 Allgemein

..........................................................................................................................

5

  • 4.2 Zuordnung für Stecksicherungen und Kupferleitungen

8

  • 4.2.1 Zuordnung für Stecksicherungen Form F / Form C

8

  • 4.2.2 Zuordnung für Stecksicherungen Form E / Form G

...........................................................

8

4.3

Zuordnung

für

Schraubsicherungen und Kupferleitungen

9

  • 4.3.1 Schraubsicherung Form SF 51 (Mega)

 

9

  • 4.3.2 Schraubsicherung

Form

B (Midi)

.......................................................................................

9

  • 4.3.3 Schraubsicherung Form A (Zinkstreifen)

10

  • 4.4 Serielle Verbraucher

........................................................................................................

10

 
  • 4.5 Parallele Verbraucher

 

10

  • 5 Absicherung durch Steuergeräte

11

  • 6 Mitgeltende Unterlagen

...................................................................................................

12

Norm vor Anwendung auf Aktualität prüfen. Die elektronisch erzeugte Norm ist authentisch und gilt ohne Unterschrift.

Seite 1 von 12

Fachverantwortung

 

Normung

I/EE-23

Hr. Hahn, Jörg-Daniel

Tel.: +49-841-89-90920

I/EZ-3 Heinz J. Winkler

EEKK/2 Hr. Hankammer, Andreas

Tel.: +49-5361-9-22991

Tel.: +49-841-89-30965

 

Vertraulich. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe oder Vervielfältigung ohne vorherige Zustimmung einer Normenabteilung des Volkswagen Konzerns nicht gestattet. Vertragspartner erhalten die Norm nur über die B2B Lieferantenplattform www.vwgroupsupply.com.

VOLKSWAGEN AG

vwnorm-2007-07

Seite 2 VW 75212: 2012-02

  • 1 Anwendungsbereich und Zweck

Diese Norm gilt für die Dimensionierung von Leitungen und Sicherungen im Kraftfahrzeug- Bordnetz mit einer Nennspannung von 12 Volt.

Sie legt die Kriterien für die Dimensionierung von Sicherungen und Leitungen fest und beschreibt die für einen hinreichenden Leitungsschutz geeignete Kombination von Sicherungswert und Lei- tungsquerschnitt.

Die in dieser Norm behandelten Bordnetzkomponenten erfüllen die folgenden Spezifikationen:

Stecksicherung nach ISO 8820-3 und ISO 8820-4

Schraubsicherungen nach ISO 8820-5

Leitungen nach VW 60306 Temperaturklasse B (105 °C) und C

2

Begriffe

Siehe Tabelle 1

 

Tabelle 1 Begriffe

Begriff

Definition

Absicherungskonzept

Beschreibt die Aufteilung der Verbraucher auf die verschiedenen Si- cherungen

Betriebsstrom

In Betrag und Dauer variabler Strom, der beim ordnungsgemäßen Betrieb eines Verbrauchers auftritt (beinhaltet Stromspitzen, Dauer- strom, Überlaststrom)

Dauerstrom I D

Maximaler Strom, den das System (z. B. Sicherung, Leitung, …) dauerhaft bei einer festgelegten Umgebungstemperatur ohne Beschädigung tragen kann

Sicherungswert Nennstrom I N

Dient der Kennzeichnung der Sicherung

Abschaltstrom I ab

Maximaler Strom (nicht Betriebsstrom), den die Leitung kurzzeitig ohne Beschädigung tragen kann – relevant bei Leitungsabsicherung über Steuergeräte

Kurzschlussstrom

Strom der z. B. vom Generator oder der Batterie direkt zur Masse fließt, entsteht durch Fehler im Stromkreis/Bordnetz.

Parallele Verbraucher

Mehrere Verbraucher werden über eine gemeinsame Sicherung ver- sorgt.

Serielle Verbraucher

Jeder Verbraucher hat eine eigene Sicherung.

Sicherungselement

Teil der Sicherung, das bei Überlaststrom schmilzt und den Strom- kreis unterbricht

Spitzenstrom

Kurzzeitige Stromspitze z. B. beim Einschalten eines Motors

Überlaststrom

Strom bei betriebsbedingter Überlastung in fehlerfreien Stromkreisen

Umgebungstemperatur T U

Umgebungstemperatur der Leitung

Raumtemperatur RT

Umgebungstemperatur von (23 ± 2) °C

3

Allgemeine Anforderungen

Das Ergebnis der in dieser Norm beschriebenen Vorgehensweise bei der Auswahl von Sicherun- gen und Leitungen ist durch praktische Versuche unter Einsatzbedingungen im Fahrzeug zu über- prüfen.

  • 3.1 Sicherung

Seite 3 VW 75212: 2012-02

Die hier spezifizierten Sicherungen dienen dem Schutz der elektrischen Leitungen vor thermischer Beschädigung. Sie sind kein Schutz der angeschlossenen Verbraucher.

Die Sicherung stellt eine Sollbruchstelle im elektrischen Stromkreis dar. Das Prinzip der Absiche- rung beruht darauf, dass das Sicherungselement sich schneller erwärmt und durchschmilzt bevor die zu schützende Leitung beschädigt wird. Das zeitliche Verhalten der Sicherung bis zur Unter- brechung des Stromkreises wird in der Sicherungskennlinie nach Kapitel 3.2 beschrieben.

Neben dem Strom des angeschlossenen Verbrauchers stellen erhöhte Umgebungstemperaturen eine Belastung für die Sicherung dar. Mit Anstieg der Umgebungstemperatur verkürzt sich die Aus- lösezeit. Eine Belastung der Sicherung mit einem Strom in Höhe des Sicherungswertes kann bei höheren Umgebungstemperaturen zu vorzeitiger Auslösung führen.

Der zulässige Dauerstrom des abgesicherten Verbrauchers wird über Gleichung (1) beschrieben.

I

D

Belastungsfaktor I

N

(1)

Der Belastungsfaktor gibt an, wie stark die Sicherung prozentual belastet werden darf und ist ab- hängig von der Sicherungsbauform und der Umgebungstemperatur.

Der Belastungsfaktor ist über die Angaben in der Bauteilzeichnung bzw. den Datenblättern des Herstellers zu ermitteln.

  • 3.2 Sicherungskennlinie

Wenn der durch die Sicherung fließende Strom eine gegebene Gr öße für eine bestimmte Zeit übersteigt schmilzt das Sicherungselement und unterbricht den Stromfluss im Stromkreis. Der Zu- sammenhang zwischen Stromstärke und zeitlichen Auslöseverhalten ist in der Sicherungs- kennlinie definiert. Es ist eine Bandbreite der Auslösezeit zwischen minimal und maximal beschrie- ben. Innerhalb dieses Streubereiches muss die Sicherung auslösen.

Die Grenzwerte für die jeweilige Sicherung sind in den Bauteilezeichnungen oder der DIN ISO 8820-1 beschrieben und gelten bei Raumtemperatur RT. Höhere Umgebungstemperatu- ren führen zu einem schnelleren, tiefere Temperaturen führen zum langsameren Auslösen der Si- cherung. Bild 1 zeigt die Sicherungskennlinie für Sicherungen der Form C (z. B. ATO) nach ISO 8820-3.

Auslösezeit [s]

Seite 4 VW 75212: 2012-02

Sicherungskennlinie

1000000

100000

10000

1000

100

10

1

0,1

0,01

100 h 1800 s 5 s Auslösebereich Streubereich 0,5 s 0,75 s 0,2 s 0,15 s
100 h
1800 s
5 s
Auslösebereich
Streubereich
0,5 s
0,75 s
0,2 s
0,15 s
Betriebsbereich
0,04 s
0,02 s
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10

Dauerstrom/ Sicherungsnennstrom I D / I N

Bild 1 Sicherungskennlinie Form C

Die Leitungstemperatur darf bis zum Auslösefall bzw. im Auslösefall die zulässige Temperatur für thermische Überlast nach VW 60306 nicht überschreiten.

Bei Strömen, die kleiner als der 1,35-fache Sicherungswert sind, ist die Auslösezeit der Sicherung nicht definiert und als unendlich anzunehmen.

Weitere Werte zur Schmelzcharakteristik von anderen Sicherungsformen sind den Bauteilezeic h- nungen, den Kennlinien der Sicherungshersteller und den DIN ISO 8820-1 zu entnehmen.

  • 3.3 Thermische Belastbarkeit von Leitungen

Die thermische Belastbarkeit von Leitungen wird dur ch die Temperaturbeständigkeit der Isolation bestimmt. Je nach eingesetztem Isolationsmaterial werden die Leitungen in der VW 60306 in ver- schiedene Temperaturklassen eingeteilt.

Die Leitung muss den Betriebsstrom und im Absicherungsfall bei einem Fehler ( z. B. Kurzschluss) den bis zum Durchschmelzen der Sicherung auftretenden Kurzschlussstrom übertragen können ohne dass sie dabei beschädigt wird. Dabei darf die Leitungstemperatur den jeweiligen Wert inner- halb der Temperaturklasse nicht übersteigen.

4 Dimensionierung

4.1 Allgemein

Seite 5 VW 75212: 2012-02

Das Ziel der Dimensionierung ist es, die Leitungstemperatur nicht über die festgelegten Grenz- temperaturen ansteigen zu lassen.

Die Sicherung muss dabei zum einen so bemessen werden, dass eine Überhitzung der abges i- cherten Leitung verhindert wird und andererseits die maximale Stromtragfähigkeit der Leitung aus- genutzt wird.

Des W eiteren ist die Stromtragfähigkeit der Kontaktsysteme zu berücksichtigen. Bild 2 zeigt das Vorgehen bei der Dimensionierung von Sicherungen und Leitungen.

Seite 6 VW 75212: 2012-02

Analyse des Verbrauchers/ Umgebung

  • - Betriebsstrom

  • - zulässiger Spannungsabfall

  • - Umgebungstemperatur

Absicherungskonzept prüfen Welche Verbraucher können die gleiche Sicherung nutzen ? Sicherungswert / -typ auswählen I D
Absicherungskonzept prüfen
Welche Verbraucher können die gleiche Sicherung nutzen ?
Sicherungswert / -typ auswählen
I
D
I
N ≥
Belastungsfaktor
Stromspitzen
Vergleich mit der Sicherungskennlinie
Im Betriebsbereich
Im Auslöse - und Streubereich
Leitungsquerschnitt
nach Tabelle zuordnen
Sicherungswert
um eine Stufe erhöhen
ja
Kleinerer Querschnitt erforderlich
oder möglich ?
Leitungsquerschnitt unter
Berücksichtigung der
Dauerstromtragfähigkeit festlegen
- Kontaktsystem, Trennstellen,
Optimierung
nein
Widerstand abschätzbar
nein
ja
Leitungstemperatur
bei Kurzschlussstrom berechnen
Leitungstemperatur
kleiner als die Temperatur
für thermische Überlast
Leitungstemperatur
größer als die Temperatur
für thermische Überlast
Spannungsabfall prüfen
Kurzschlussstrom erhöhen
Spannungsabfall
- Leitungslänge reduzieren
- Trennstellen vermeiden
i. O.
Spannungsabfall zu
groß
Spannungsabfall
nicht möglich
möglich
reduzieren
- Leitungsquerschnitt erhöhen
- Leitungslänge reduzieren
Ende
- Trennstellen vermeiden

Bild 2 Ablauf der Dimensionierung

Seite 7 VW 75212: 2012-02

Für jeden Verbraucher ist der maximal auftretende Dauerstrom und Spitzenstrom zu ermitteln, in Form von Betrag und Zeit zu beschreiben und mit der Auslösekennlinie der Sicherung zu verglei- chen.

Liegt dieser Betriebspunkt im Streubereich oder Auslösebereich der Sicherung , muss der Siche- rungswert um eine Stufe erhöht werden. Anschließend muss erneut der Abgleich mit der Siche- rungskennlinie erfolgen.

In Tabelle 2 bis Tabelle 6 sind Zuordnungen für Sicherungs-/ Querschnittskombinationen für die Umgebungstemperaturen 55 °C, 70 °C, 85 °C bzw. 105 °C zu finden. Randbedingungen im Bordnetz (z. B. Einschränkung durch Kontaktsysteme oder verschiedene Umgebungstemperaturen) oder die Kenntnis von projektspezifischen dimensionierungsrelevanten Informationen (z. B. Einbaulage, …) haben einen zusätzlichen Einfluss auf die Dimensionierung. Zur Überprüfung und Bestätigung der Dimensionierung ist es erforderlich Versuche durchzuführen. In diesem Zuge kann es zweckmäßig sein von Tabelle 2 bis Tabelle 6 abzuweichen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Leitung nicht überlastet wird. Voraussetzung dafür ist, dass im Kurzschlussfall ein ausreichend großer Strom auftritt, bei dem das Schmelzelement schmilzt, bevor die Leitung überlastet wird.

Über die in der VW 60306-3 beschriebene Methodik kann die im Betriebs- und Kurzschlussfall auf- tretende Leitungstemperatur ermittelt werden. Die maximal zulässigen Leitungstemperaturen sind einzuhalten.

Je höher der Kurzschlussstrom ist, umso schneller erfolgt die Auslösung der Sicherung. Höhere Kurzschlussströme verkürzen die Auslösezeit der Sicherung derart, dass die Leitung trotz größerer Ströme geringer erwärmt wird.

Abschließend ist der Spannungsabfall über der Strecke zu prüfen. Die zulässigen Grenzwerte für den Spannungsabfall sind mit der jeweiligen Entwicklungsabteilung des zu versorgenden Verbrau- chers abzustimmen.

Seite 8 VW 75212: 2012-02

  • 4.2 Zuordnung für Stecksicherungen und Kupferleitungen

 

4.2.1

 

Zuordnung für Stecksicherungen Form F / Form C

 

Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert für Sicherungen der Form F (Mini) und Form C (Ato) und Kupferleitungen der Temperaturklassen B(105) und C, siehe Tabelle 2

 

Tabelle 2

 
   

Sicherungs-

Dauerstrom

 

Leitungsquerschnitt

 
 

wert

 

bei RT

 
       

T u = 55 °C

   

T u = 70 °C

   

T u = 85 °C

 

T u = 105 °C

Form F

Form C

Temperaturklasse

Temperaturklasse

 

Temperaturklasse

Temperatur-

/ Mini

 

/ Ato

 

klasse

 

B(105)

 

C

B(105)

 

C

 

B(105)

 

C

 

C

 

1

A

1

A

0,8 A

 

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

 

0,13 mm 2

 

2

A

2

A

1,6 A

 

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

 

0,13 mm 2

 

3

A

3

A

2,4 A

 

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,13 mm 2

 

0,13 mm 2

 

4

A

 

3,2 A

 

0,13 mm 2

0,13 mm 2

0,35 mm 2

0,13 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

 

0,35 mm 2

 

5

A

5

A

4

A

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

 

0,35 mm 2

 

7,5 A

 

7,5 A

6

A

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

0,35 mm 2

 

0,35 mm 2

 

10

A

10

A

8

A

0,5 mm 2

0,5 mm 2

0,5 mm 2

0,5 mm 2

 

0,5 mm 2

 

0,5 mm 2

 

0,5 mm 2

 

15

A

15

A

A

  • 12 1,0 mm 2

0,75 mm 2

0,75 mm 2

 

0,75 mm 2

 

1,0 mm 2

 

1,0 mm 2

 

1,0 mm 2

 

20

A

A

  • 16 1,5 mm 2

1,5 mm 2

1,0 mm 2

 

1,5 mm 2

 

1,5 mm 2

 

1,5 mm 2

 

1,5 mm 2

 

25

A

A

  • 20 2,5 mm 2

1,5 mm 2

1,5 mm 2

 

2,5 mm 2

 

2,5 mm 2

2,5 mm 2

 

2,5 mm 2

 

30

A

A

  • 24 2,5 mm 2

2,5 mm 2

2,5 mm 2

 

2,5 mm 2

 

2,5 mm 2

2,5 mm 2

 

2,5 mm 2

4.2.2

 

Zuordnung für Stecksicherungen Form E / Form G

 

Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert für Sicherungen der Form E (Maxi) und Form G (JCase) und Kupferleitungen der Temperaturklassen B(105) und C

Siehe Tabelle 3

 
 

Tabelle 3

 
 

Dauerstrom

 

Sicherungswert

 

bei RT

   

Leitungsquerschnitt

 
         

T u = 55 °C

 

T u = 70 °C

 

T u = 85 °C

 

T u = 105 °C

Form E

 

Form G

Form E

Form G

Temperaturklasse

Temperaturklasse

 

Temperaturklasse

 

Temperatur-

/ Maxi

 

/ JCase

/ Maxi

/ JCase

klasse

   

B(105)

C

B(105)

C

B(105)

C

C

 

20

A

 

20

A

16,0 A

15,0 A

1,5 mm²

1,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

   

25

A

 

18,8 A

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

2,5 mm²

 

30

A

 

30

A

24,0 A

22,5 A

2,5 mm²

2,5 mm²

4,0 mm²

2,5 mm²

4,0 mm²

4,0 mm²

4,0 mm²

 

40

A

 

40

A

32,0 A

30,0 A

4,0 mm²

4,0 mm²

4,0 mm²

4,0 mm²

6,0 mm²

4,0 mm²

6,0 mm²

 

50

A

 

50

A

40,0 A

37,5 A

6,0 mm²

6,0 mm²

6,0 mm²

6,0 mm²

6,0 mm²

6,0 mm²

6,0 mm²

 

60

A

 

60

A

48,0 A

45,0 A

6,0 mm²

6,0 mm²

10,0 mm²

6,0 mm²

10,0 mm²

10,0 mm²

10,0 mm²

Seite 9 VW 75212: 2012-02

  • 4.3 Zuordnung für Schraubsicherungen und Kupferleitungen

Die Zuordnungstabellen gelten unter der Annahme, dass der Kurzschlussstrom I KS > 5,0*I N beträgt.

  • 4.3.1 Schraubsicherung Form SF 51 (Mega)

Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert für Sicherungen der Form SF 51 (Mega) und Kupferleitungen der Temperaturklassen B(105) und C, siehe Tabelle 4

Tabelle 4

Sicherungs-

Dauerstrom

 

Leitungsquerschnitt

 

wert

bei RT

     

T u = 55 °C

   

T u = 70 °C

 

T u = 85 °C

T u = 105 °C

Form C / Mega

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperatur-

klasse

 

B(105)

 

C

B(105)

 

C

B(105)

C

 

C

  • 100 A

80,0 A

10

mm²

10

mm²

10

mm²

10

mm²

mm²

  • 16 mm²

10

16

mm²

  • 125 A

100,0 A

16

mm²

10

mm²

16

mm²

16

mm²

mm²

  • 25 mm²

16

25

mm²

  • 150 A

120,0 A

16

mm²

16

mm²

25

mm²

16

mm²

mm²

  • 35 mm²

25

35

mm²

  • 175 A

140,0 A

25

mm²

16

mm²

25

mm²

25

mm²

mm²

  • 35 mm²

25

35

mm²

  • 200 A

160,0 A

25

mm²

25

mm²

35

mm²

25

mm²

mm²

  • 50 mm²

35

50

mm²

  • 225 A

180,0 A

25

mm²

25

mm²

35

mm²

25

mm²

mm²

  • 50 mm²

35

50

mm²

  • 250 A

200,0 A

35

mm²

25

mm²

50

mm²

35

mm²

mm²

  • 50 mm²

35

50

mm²

  • 300 A

240,0 A

50

mm²

35

mm²

50

mm²

50

mm²

mm²

  • 70 mm²

50

70

mm²

  • 4.3.2 Schraubsicherung Form B (Midi)

Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert für Sicherungen der Form B (Midi) und Kupferleitungen der Temperaturklassen B(105) und C, siehe Tabelle 5

Tabelle 5

Sicherungswert

Dauerstrom

 

Leitungsquerschnitt

 
 

bei RT

 

T u = 55 °C

   

T u = 70 °C

   

T u = 85 °C

T u = 105 °C

Form B / Midi

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperatur-

klasse

B(105)

 

C

B(105)

 

C

B(105)

 

C

 

C

80 A

64,0 A

10

mm²

6 mm²

10

mm²

6 mm²

16

mm²

10

mm²

16

mm²

  • 100 A

80,0 A

10

mm²

10

mm²

10

mm²

10

mm²

16

mm²

10

mm²

16

mm²

  • 125 A

100,0 A

16

mm²

10

mm²

16

mm²

16

mm²

25

mm²

16

mm²

25

mm²

  • 150 A

120,0 A

16

mm²

16

mm²

25

mm²

16

mm²

35

mm²

25

mm²

35

mm²

Seite 10 VW 75212: 2012-02

  • 4.3.3 Schraubsicherung Form A (Zinkstreifen)

Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert für Sicherungen der Form A (Strip) und Kupferleitungen der Temperaturklassen B(105) und C, siehe Tabelle 6

Tabelle 6

Sicherungswert

Dauerstrom bei R T

 

Leitungsquerschnitt

 

Form A / Zinkstreifen

   

T u = 55 °C

   

T u = 70 °C

   

T u = 85 °C

T u = 105 °C

 

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperaturklasse

Temperatur-

klasse

B(105)

 

C

B(105)

 

C

B(105)

 

C

 

C

A

60,0 A

  • 60 6 mm²

 

6 mm²

10

mm²

6 mm²

10

mm²

10

mm²

10

mm²

  • 80 80,0 A

A

 

10

mm²

10

mm²

10

mm²

10

mm²

16

mm²

10

mm²

16

mm²

  • 110 110,0 A

A

 

16

mm²

10

mm²

16

mm²

16

mm²

25

mm²

16

mm²

25

mm²

  • 150 150,0 A

A

 

25

mm²

16

mm²

35

mm²

25

mm²

35

mm²

25

mm²

35

mm²

  • 175 175,0 A

A

 

25

mm²

25

mm²

35

mm²

25

mm²

50

mm²

35

mm²

50

mm²

  • 4.4 Serielle Verbraucher

Serielle Verbraucher (siehe Bild 3) zeichnen sich dadurch aus, dass jedem Verbraucher genau eine Sicherung zugeordnet ist. Für diese Systeme lässt sich ein Optimum an Absicherung und Ma- terialeinsatz (Leitungsquerschnitt) erreichen.

Bei der Erstellung eines Absicherungskonzeptes soll das Ziel sein, möglichst viele serielle Ver- braucher darzustellen.

Batterie Verbraucher 1 Sicherung I ges - +
Batterie
Verbraucher 1
Sicherung
I
ges
-
+

Bild 3 Serielle Verbraucher

Um den Anteil an unabgesicherter Leitung im Bordnetz gering zu halten, muss die Sicherung mög- lichst nahe an der Batterie platziert werden.

  • 4.5 Parallele Verbraucher

Da die Anzahl serieller Verbraucher im Bordnetz durch den zur Verfügung stehenden Bauraum und die Anzahl der Sicherungsplätze begrenzt ist, kommen auch parallele Verbraucher zum Einsatz.

Bild 4 zeigt beispielhaft die Absicherung mehrerer Stromkreise über eine gemeinsame Sicherung. Für diesen Fall sind die Leiterquerschnitte der einzelnen Kreise nicht nach den darin auftretenden Strömen auszulegen sondern dem gemeinsamen Sicherungswert anzupassen. Es gelten Tabelle 3 bis Tabelle 7

Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich (z. B. Kontaktierung an einem Verbraucher erlaubt den Querschnitt nicht) oder ist eine Optimierung gewünscht, muss eine Bewertung dieses Pfades nach Bild 2 durchgeführt werden.

Verbraucher 1

I 1 I 2/3
I
1
I 2/3

Verbraucher 2

Seite 10 VW 75212: 2012-02 4.3.3 Schraubsicherung Form A (Zinkstreifen) Zuordnung von Leitungsquerschnitt, Verbraucherstrom und Sicherungswert
  • I 2

Batterie

I ges - +
I ges
-
+

Sicherung

I 3
I
3

Verbraucher 3

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Bild 4 Parallele Verbraucher

  • 5 Absicherung durch Steuergeräte

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Bei der Absicherung von Leitungen durch Ausgänge eines Steuergerätes ist zwischen dem Dauer- strom des Verbrauchers I D und dem Abschaltstrom I ab des Steuergerätetreibers zu unterscheiden.

Beim Dauerstrom darf die Leitung bis zu ihrer Dauergebrauchstemperatur erwärmt werden.

Beim Abschaltstrom I ab handelt es sich um keinen Betriebsfall, deshalb ist die Erwärmung der Lei- tung auf ihre Kurzzeittemperatur zulässig.

Der Betriebsstrom eines angeschlossenen Verbrauchers muss immer geringer sein als die Schal t- schwelle des absichernden Steuergerätes.

Die Stromtragfähigkeit einer Leitung im Fahrzeuginnenraum ist in Tabelle 7 bzw. Tabelle 8 be- schrieben.

Tabelle 7

Stromtragfähigkeit von Kupferleitungen der Temperaturklasse B

Leitungsquerschnitt

 

maximale Belastung

 
 

T u = 55 °C

T u = 70 °C

T u = 85 °C

 

Temperaturklasse B(105)

 

I

D

I

ab

I

D

I

ab

I

D

I

ab

0,13 mm²

4,5 A

5,5 A

4,0 A

5,0 A

3,0 A

4,0 A

0,35 mm²

9,5 A

12,0 A

8,0 A

10,5 A

6,0 A

9,0 A

0,5 mm²

12,5 A

15,0 A

10,5 A

13,0 A

8,0 A

11,0 A

0,75 mm²

16,0 A

19,0 A

13,5 A

17,0 A

10,0 A

14,5 A

1

mm²

19,5 A

23,0 A

16,5 A

20,5 A

12,5 A

17,5 A

1,5 mm²

25,0 A

30,0 A

21,0 A

26,0 A

16,0 A

22,5 A

2,5 mm²

35,0 A

41,0 A

29,0 A

37,0 A

22,0 A

31,0 A

4

mm²

48,0 A

58,0 A

41,0 A

51,0 A

30,5 A

43,5 A

6

mm²

63,0 A

76,0 A

53,0 A

67,5 A

40,0 A

57,5 A

Tabelle 8

Stromtragfähigkeit von Kupferleitungen der Temperaturklasse C

   

maximale Belastung

     

T u = 55 °C

T u = 70 °C

T u = 85 °C

T u = 105 °C

Leitungsquerschnitt

 

Temperaturklasse C(125)

 

I

D

I

ab

I

D

I

ab

I

D

I

ab

I

D

I

ab

0,13 mm²

5,5 A

6,5 A

5,0 A

6,0 A

4,0 A

5,0 A

3,0 A

4,0 A

0,35 mm²

12,0 A

13,5 A

10,5 A

12,0 A

9,0 A

11,0 A

6,0 A

9,0 A

0,5 mm²

15,0 A

17,0 A

13,0 A

15,5 A

11,0 A

14,0 A

8,0 A

11,0 A

0,75 mm²

19,0 A

22,0 A

17,0 A

20,0 A

14,5 A

18,0 A

10,0 A

14,5 A

1

mm²

23,0 A

26,5 A

20,5 A

24,0 A

17,5 A

21,5 A

12,5 A

17,5 A

1,5 mm²

30,0 A

34,0 A

26,0 A

31,0 A

22,5 A

27,5 A

16,0 A

22,5 A

2,5 mm²

41,0 A

47,5 A

37,0 A

43,0 A

31,0 A

38,5 A

22,0 A

31,0 A

4

mm²

58,0 A

66,0 A

51,0 A

60,0 A

43,5 A

53,0 A

30,5 A

43,5 A

6

mm²

76,0 A

87,0 A

67,5 A

79,0 A

57,5 A

70,5 A

40,0 A

57,5 A

                 

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  • 6 Mitgeltende Unterlagen

VW 60306 DIN ISO 8820-1

Elektrische Leitungen für Kraftfahrzeuge; einadrig, ungeschirmt Straßenfahrzeuge - Sicherungseinsätze - Teil 1: Definitionen und allgemeine

DIN ISO 8820-5

Prüfungen Straßenfahrzeuge - Sicherungseinsätze - Teil 5: Sicherungseinsätze mit axialen

ISO 8820-3

Anschlüssen (Streifensicherungen) der Typen SF 30 und SF 51 und deren Prüfhalter Road vehicles - Fuse-links - Part 3: Fuse-links with tabs (blade type)

ISO 8820-4

Road vehicles - Fuse-links - Part 4: Fuse-links with female contacts (type A) and bolt-in contacts (type B) and their test fixtures