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Die Autoren:

Uwe Bünning, Berlin Jörg Krause, Berlin

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Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei der Deutschen Biblio- thek erhältlich.

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© 2001 Carl Hanser Verlag München Wien Gesamtlektorat: Fernando Schneider Copy-editing: Hans-Gerd Werlich, Berlin Herstellung: Monika Kraus Umschlaggestaltung: Zentralbüro für Gestaltung, Augsburg Satz: Uwe Bünning und Jörg Krause, Berlin Belichtung, Druck und Bindung: Kösel, Kempten Printed in Germany

ISBN 3-446-21939-0

Vorwort

Der neue Name für Windows XP – eXPerience – steht für Erfahrung. Die zügige Bereit- stellung eines professionellen Buches zu XP ist vor allem das Ergebnis unserer Erfahrung mit der Herstellung von Fachbüchern für gehobene Ansprüche von Technikern und Ad- ministratoren. All dies hinterlässt sicher einen nüchternen Eindruck, es ist eben ein Ge- schäft, eine Aufgabe, nichts besonderes eben. Da erscheint ein neues Betriebsystem und das passende Buch lässt nicht lange auf sich warten.

Zu der Erfahrung kam bei der Arbeit – zuerst mit der Beta und schließlich mit der Final- Version – ein neues Wort hinzu – Enthusiasmus. Die Arbeit mit XP macht Spaß – eine bislang kaum verwendete Eigenschaft für ein Betriebssystem. Allenfalls die Jünger der Open Source-Welt vermittelten bislang dieses Gefühl, wenn sie mit ihren Produkten spielten.

Da hat XP nun doch etwas mehr zu bieten, als zu erwarten war. Neben der gelungenen Oberfläche und den vielen Assistenten ist der Umgang mit dem System angenehm flüs- sig und ausgesprochen stabil. Verzichten muss der von Windows 2000 schon etwas ver- wöhnte Anwender bei XP Professional auf nichts. Die Oberfläche erscheint auf den ersten Blick mit der blauen Taskleiste und den runden Schaltflächen etwas verpielt, gibt sich aber durch die Wahl der Farben erstaunlich funktional. Ebenso wichtig wie der aufge- räumte Desktop ist die Hardwareerkennung. Fast alle Geräte, die irgendwo an den Com- puter zu stecken sind, werden automatisch erkannt und stehen ohne zusätzliche Software bereit. Eigentlich könnte man sich nun zufrieden zurücklehnen und Windows XP einfach verwenden. Schließlich ist es nur eine Basis, um irgendwelche kreativen Dinge zu tun. Aber da fehlt noch etwas.

Neu ist auch die Produktaktivierung, die den Start nur während der ersten 30 Tage zu- lässt. Danach muss Windows XP aktiviert werden. Die Diskussion darum und die Tatsa- che, dass man Software aktivieren muss, ist indes schon verwunderlich. Microsoft ist sicher in dieser Hinsicht nicht zurückhaltend, was pauschale Vorwürfe an Raubkopierer betrifft. Aber ein ehrlicher Blick in die computerbegeisterte Verwandschaft offenbahrt doch die Motivation: Kaum ein PC, auf dem nicht das eine oder andere Programm läuft, dass nicht von einer Original-CD stammt. Nur zu Testzwecken? Kein Problem, Die Akti- vierung ist ja nicht gleich erforderlich. In der Praxis – das heißt bei der Arbeit zu diesem Buch – wurde XP viele Male neu installiert, auf verschiedener Hardware, mit Änderun- gen der Peripherie und mit verschiedenen Versionen. Die Aktivierung war dabei nie ein technisches Problem, bestenfalls ein Psychologisches. Aber wie man es auch immer dreht, wer einfach im Geschäft ein XP kauft, installiert und damit glücklich werden will, der kann damit kein Problem haben. Wer die CD vom Kumpel kopiert und nicht erneut akti- vieren kann, der sollte damit ein Problem haben. Insofern rückt Microsoft nur in die lan-

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Vorwort zur ersten Auflage

ge Liste der Hersteller auf, die mit Aktivierung, Hardwareschutz und Codes von der Website arbeiten. Auch eine Erfahrung, die man erst machen muss.

Ein anderer Aspekt bei einem Betriebssystem sind die Produktzyklen. Hier wird deutlich, dass viele Administratoren zwischen technischem Interesse, Anforderungen der Anwen- der und Budgets der Firma hin- und hergerissen sind. Die Einführung wird also nur langsam vorangehen. Das ist auch kein Problem, denn Windows 2000 ist und bleibt ein hervorragendes, stabiles und in der Praxis mit XP optimal interagierendes System. Neu- anschaffungen mit XP fügen sich ebenso locker in die bestehende IT-Landschaft ein. Hier sollte man weniger Hemmungen haben und ruhig die ersten Systeme damit ausstatten, auch wenn .Net-Server in weiter Ferne sind und an der einen oder anderen Stelle noch Windows 98 werkelt.

Bleibt am Ende also eine kurze Zusammenfassung des Eindrucks: Technisch solide, klare Mehrwerte für den Nutzer, sicher auch eine weitere Stabilisierung der Führungsrolle von Microsoft im Betriebssystemmarkt. Letzteres nicht wegen der monopolartigen Position, sondern wegen des technischen Unterbaus und der Präsentation der Benutzerschnittstel- le. Diese Symbiose fehlt den Wettbewerbern nämlich völlig; und ohne das Mitziehen der Anwender bleibt auch der engagierteste Sysadmin auf der Strecke. XP hat das Zeug, Benutzers Liebling zu werden und damit die Arbeit der IT-Abteilung zu erleichtern. Vielleicht ist das der größte Fortschritt gegenüber den Vorgängern.

Falls Sie außer der Mithilfe begeisterter Anwender noch ein paar Funktionen genauer kennenlernen wollen, studieren Sie dieses Buch. Wir hoffen, dass unsere »eXPerience« dazu beigetragen hat, dass Sie die Struktur und Systematik verwendbar und schnell die gesuchten Informationen finden und dass ein wenig von unserer Begeisterung spürbar wird.

Berlin, im November 2001

Uwe Bünning

Jörg Krause

Schnellübersicht Kapitel

Schnellübersicht Kapitel 1 Einführung 27 2 Die Windows-Betriebssysteme 37 3

1

Einführung

27

2

Die Windows-Betriebssysteme

37

3

Massenspeicherverwaltung

81

4

Dateisysteme

125

5

Netzwerkgrundlagen

193

6 Drucken

279

7 Installation

313

8 Wichtige Administrationswerkzeuge

381

9 Administration der Massenspeicher

447

10 Netzwerkadministration

605

11 Drucker administrieren

683

12 Benutzer- und Rechteverwaltung

725

13 Internet Informationsdienste

775

14 Reparatur und Wiederherstellung

843

15 Der Desktop

911

16 Struktur der Oberfläche

941

17 Kommunikation

973

18 Das integrierte Internet

1009

19 Multimedia

1059

20 XP im mobilen Einsatz

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Inhaltsverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort Schnellübersicht Kapitel Inhaltsverzeichnis

Teil I – Einführung

1

Einführung

1.1 Über das Buch

1.1.1 Die Buchreihe zu Windows

1.1.2 Die Herausforderung

1.1.3 Die Konzeption

1.1.4 Zielgruppe

1.1.5 Struktur und Aufbau des Buches

1.1.6 Verwendete Symbole und Schreibweisen

1.1.7 Entstehung des Buches

1.2 Danksagung

2 Die Windows-Betriebssysteme

2.1 Überblick über die Funktionen

2.1.1 Active Directory

2.1.2 Neue Sicherheitsmechanismen

2.1.3 Neues Datenträgermanagement

2.1.4 Unterstützung neuer Hardware-Technologien

2.1.5 Technologien für den Notebook-Einsatz

2.2 Die Neuerungen der Benutzeroberfläche

2.2.1 Der Desktop von Windows XP Professional

2.2.2 Neue Dateidialogfenster

2.3 Windows XP und das Internet

2.3.1 Dynamische Produktupdates

2.3.2 Weborientierte Ordneransichten

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Inhaltsverzeichnis

2.3.3 Webinhalte auf dem Desktop

55

2.3.4 Erweiterte Suchfunktionen

56

2.4 Vereinfachungen für die Administration

57

2.4.1 Die Managementkonsole

58

2.4.2 Assistenten für Standardaufgaben

59

2.4.3 Kontextorientierte Aufgabenlisten

59

2.4.4 Neue Ansicht der Systemsteuerung

61

2.4.5 Verwaltung im Hilfe- und Supportcenter

62

2.5 Die Windows-Produktpalette

64

2.5.1 Windows XP Professional

64

2.5.2 Windows 2000 Server

65

2.5.3 Windows 2000 Advanced Server

65

2.5.4 Windows 2000 Datacenter Server

65

2.5.5 Die Windows 2000 und XP-Versionen im Überblick

65

2.5.6 Vergleich XP Professional zu XP Home Edition

66

2.5.7 Information zu Windows XP 64-Bit Edition

71

2.6 Zur Geschichte von Windows XP

Teil II – Grundlagen

3 Massenspeicherverwaltung

3.1 Das Volume Management

72

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81

83

3.1.1 Aufbau des Volume Managements

83

3.1.2 Übersicht über die Datenträger-Funktionen

86

3.2 Basisfestplatten und Partitionen

88

3.2.1 Partitionen und Partitionstypen

88

3.2.2 Aufbau einer Basisfestplatte im Detail

89

3.2.3 MBR und Partitionstabelle im Detail

91

3.2.4 Erweiterte Partitionstabelle und logische Laufwerke

94

3.2.5 Die Datei BOOT.INI

95

3.3 Dynamische Festplatten

100

3.3.1 Erstellung und Aufbau dynamischer Festplatten

101

3.3.2 Einschränkungen für dynamische Festplatten

106

3.3.3 Einfache Datenträger und ihre Erweiterung

109

3.3.4 Stripesetdatenträger

110

3.4 Festplatten unter Windows XP 64 Bit

115

Inhaltsverzeichnis

3.4.1 Einführung

3.4.2 Aufbau einer GPT-Disk

3.5 Der Indexdienst

3.5.1 Überblick zur Indizierung

3.5.2 Der Indizierungsvorgang

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Dateisysteme

125

4.1

Unterstützte Dateisysteme

127

4.2

Vergleich von FAT, FAT32 und NTFS

129

4.2.1 Kompatibilität mit MS-Betriebssystemen

4.2.2 Speicherkapazität von Datenträgern

4.2.3 Performance

4.2.4 Gewährleistung der Datenintegrität

4.2.5 Zugriffsrechte für Dateien und Ordner

4.3 NTFS im Detail

4.3.1 Dateinamen

4.3.2 Der interne Aufbau von NTFS

4.3.3 Analysepunkte und Bereitstellungen

4.3.4 NTFS-Zugriffsrechte für Dateien und Ordner

4.3.5 Das verschlüsselnde Dateisystem (EFS)

4.3.6 NTFS-Komprimierung

4.3.7 Datenträgerkontingente

4.3.8 Weitere besondere Merkmale von NTFS

4.3.9 Kompatibilität von Windows NT 4 mit NTFSv5

4.4 FAT und FAT32 im Detail

4.4.1 Die verschiedenen FAT-Dateisysteme

4.4.2 Layout von FAT16- und FAT32-Datenträgern

4.4.3 FAT-Bootsektoren

4.4.4 Die Dateizuordnungstabelle (FAT)

4.4.5 FAT-Dateiattribute

4.4.6 Lange Dateinamen bei FAT-Datenträgern

4.5 Fragmentierung

4.5.1 Was ist Fragmentierung?

4.5.2 Clustergröße und Fragmentierung

4.5.3 Besonderheiten bei NTFS

4.5.4 Defragmentierungsverfahren und -strategien

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Inhaltsverzeichnis

4.5.5 Tipps zur Verbesserung der Performance

185

4.5.6 Defragmentierungsprogramme

187

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Netzwerkgrundlagen

193

5.1

TCP/IP – eine Welt der Standards

195

5.1.1 TCP/IP-Enstehungsgeschichte

195

5.1.2 Standards und die RFCs

197

5.1.3 TCP/IP und das ISO/OSI-Referenzmodell

199

5.2 Wichtige Internetprotokolle im Detail

204

5.2.1 Address Resolution Protocol (ARP)

204

5.2.2 Internet Control Message Protocol (ICMP)

205

5.2.3 Internet Protocol (IP)

206

5.2.4 Transmission Control Protocol (TCP)

214

5.2.5 User Datagram Protocol (UDP)

216

5.2.6 Simple Mail Transfer Protocol (SMTP)

218

5.2.7 File Transfer Protocol (FTP)

222

5.2.8 Port- und Protokollnummern

228

5.3 IP-Adressvergabe im lokalen Netzwerk

231

5.3.1 APIPA

232

5.3.2 IP-Adressvergabe mit DHCP

234

5.4 IP-Namensauflösung

235

5.4.1 Einführung in das DNS

235

5.4.2 Namensauflösung über Hosts-Dateien

238

5.4.3 Namensauflösung über WINS

238

5.5 Verbinden von Netzwerken

240

5.5.1 Einführung

240

5.5.2 Funktion und Aufbau einer Brücke

241

5.6 Weitere unterstützte Netzwerkprotokolle

242

5.6.1 IPX/SPX

243

5.6.2 NetBIOS und NetBEUI

243

5.6.3 Appletalk

244

5.7 Active Directory

244

5.7.1 Einführung

245

5.7.2 Aufbau des Active Directory

250

5.7.3 Strukturierung des Active Directory

252

5.7.4 Benutzer und Gruppen

257

Inhaltsverzeichnis

5.8 Sicherheit im Netzwerk

5.8.1 Sichere Authentifizierung

5.8.2 Absicherung von WAN-Verbindungen

5.8.3 Internetverbindungsfirewall

6 Drucken

6.1 Überblick

6.2 Grundprinzipien der Druckansteuerung

6.2.1 Logische und physische Drucker

6.2.2 Interner Ablauf beim Drucken

6.2.3 Druckertreiber

6.2.4 Lokale Anschlussmöglichkeiten

6.3 Drucken im Netzwerk

6.3.1 TCP/IP-Druckunterstützung

6.3.2 Internet Printing Protocol (IPP)

6.3.3 Novell-Druckunterstützung

6.4 Farbmanagement

6.4.1 Einführung

6.4.2 Farbe und Farbdruck

6.4.3 Historische Entwicklung

6.4.4 Prinzip des ICC-Farbmanagements

Teil III – Installation und Administration

7 Installation

7.1 Überlegungen zur Hardware

7.1.1 Übersicht über die Mindestvoraussetzungen

7.1.2 Die Hardware-Kompatibilitätsliste

7.1.3 Hardwareansprüche

7.2 Gedanken zum Installationsverfahren

7.2.1 Neuinstallation, Upgrade oder Migration?

7.2.2 Mögliche Installationsverfahren

7.3 Die Installations-CD

7.4 Installation mit bootfähigem CD-Laufwerk

7.5 Installation mit WINNT.EXE/WINNT32.EXE

7.5.1 Kommandozeilen-Optionen von WINNT.EXE

7.5.2 Kommandozeilen-Optionen von WINNT32.EXE

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Inhaltsverzeichnis

7.5.3 Installation von einem lokalen Verzeichnis

333

7.5.4 Aufruf über das Netzwerk

334

7.6 Die weiteren Installationsschritte

335

7.7 Automatisierte Installation

337

7.7.1 Übersicht über die Möglichkeiten

337

7.7.2 Antwortdateien verwenden

339

7.7.3 Automatisierte Installation mit Disc Images

357

7.8 Die Remoteinstallationsdienste

361

7.8.1 Das Grundprinzip

362

7.8.2 Technische Voraussetzungen

362

7.8.3 Einrichtung des RIS-Servers

364

7.8.4 Erstellen einer RIS-Bootdiskette

368

7.8.5 Starten der RIS-Installation über das Netzwerk

369

7.8.6 Der RIS-Installationsprozess

369

7.9 Migration und Anpassung

370

7.9.1 Migration von älteren Betriebssystemen

371

7.9.2 Deinstallation nicht benötigter Programme

376

7.9.3 Installation zusätzlicher Support-Tools

378

8 Wichtige Administrationswerkzeuge

8.1 Die Microsoft Managementkonsole

381

383

8.1.1 Überblick

383

8.1.2 Vorkonfigurierte Managementkonsolen

386

8.1.3 Benutzerspezifische MMCs erstellen

388

8.1.4 Erstellen von Taskpadansichten

392

8.1.5 Anpassen von Managementkonsolen-Ansichten

402

8.1.6 Benutzermodi für Managementkonsolen

405

8.2 Ereignisanzeige

407

8.2.1 Protokollarten

408

8.2.2 Meldungsarten

410

8.2.3 Die Ereignisanzeige im Detail

411

8.2.4 Einstellungen der Ereignisanzeige

415

8.2.5 Protokolle speichern und weiterverarbeiten

417

8.3 Task-Manager

419

8.4 Zeitgesteuerte Verwaltung: Taskplaner

429

8.4.1 Überblick

429

Inhaltsverzeichnis

8.4.2 Taskplaner im Detail

8.4.3 Die Kommandozeilenwerkzeuge

8.5 Datensicherung

8.5.1

8.5.2 Sicherungsstrategien

8.5.3 Sicherung durchführen

8.5.4 Wiederherstellung von Sicherungen

9 Administration der Massenspeicher

9.1 Die Verwaltungswerkzeuge

9.1.1

Überblick

Überblick

9.1.2 DATENTRÄGERVERWALTUNG im Detail

9.1.3 Das Kommandozeilen-Tool DISKPART.EXE

9.1.4 Das Kommandozeilen-Tool FSUTIL.EXE

9.1.5 Die BOOT.INI bearbeiten

9.2 Einrichtung einer neuen Festplatte

9.2.1 Erkennung einer neuen Festplatte

9.2.2 Einrichtungsschritte mit dem Assistenten

9.3 Basisfestplatten einrichten

9.3.1 Partitionierungswerkzeuge

9.3.2 Anlegen von primären Partitionen

9.3.3 Anlegen von erweiterten Partitionen

9.3.4 Logische Laufwerke erstellen

9.4 Dynamische Festplatten einrichten

9.4.1 Basis- in dynamische Festplatten konvertieren

9.4.2 Dynamische in Basisfestplatten konvertieren

9.4.3 Einfache Datenträger und ihre Erweiterung

9.4.4 Übergreifende Datenträger

9.4.5 Stripesetdatenträger erstellen

9.5 Datenträger formatieren

9.5.1 Übersicht über die Format-Werkzeuge

9.5.2 Formatieren mit grafischem Dienstprogramm

9.5.3 Das Kommandozeilen-Programm FORMAT.COM

9.6 Umwandeln von FAT/FAT32 in NTFS

9.6.1 Generelle Hinweise zur Konvertierung

9.6.2 Das Tool CONVERT.EXE

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Inhaltsverzeichnis

9.7 Datenträgerzugriff ändern

526

9.7.1 Laufwerkbuchstabe zuweisen und ändern

527

9.7.2 Laufwerkpfade einrichten und ändern

528

9.7.3 Das Kommandozeilen-Tool MOUNTVOL.EXE

531

9.8 Erweiterte NTFS-Attribute

533

9.8.1 Aktivieren der Komprimierung

533

9.8.2 Setzen des Index-Attributs

539

9.9 Einrichten und Anwenden des EFS

540

9.9.1 Einrichtung des EFS-Wiederherstellungsagenten

540

9.9.2 Wiederherstellungs-Zertifikat mit Schlüssel laden

544

9.9.3 Wiederherstellungs-Zertifikat exportieren

548

9.9.4 Setzen des Verschlüsselungs-Attributs

552

9.9.5 Das Kommandozeilentool CIPHER.EXE

555

9.10 NTFS-Zugriffsrechte einstellen

557

9.10.1 Einstellen der Stufe der NTFS-Zugriffsrechte

558

9.10.2 Anwenden der erweiterten NTFS-Zugriffsrechte

560

9.10.3 Erweiterte Einstellungen und Überwachung

563

9.10.4 Das Kommandozeilen-Werkzeug CACLS.EXE

572

9.11 Dateiattributebei FAT und FAT32

574

9.12 Weitere Eigenschaften von Datenträgern

577

9.12.1 Umbennen eines Datenträgers

578

9.12.2 Bereinigen des Datenträgers

579

9.12.3 Überprüfung eines Datenträgers auf Fehler

582

9.12.4 Datenträgerkontingente festlegen

587

9.13 Indexdienst einrichten

592

9.13.1 Indexdienst aktivieren

593

9.13.2 Indexdienst anpassen

593

9.13.3 Kataloge einrichten und konfigurieren

597

9.13.4 Dateien, die nicht indiziert werden

601

9.13.5 Meldungen des Indexdienstes

602

10 Netzwerkadministration

605

10.1 Installation von Netzwerkressourcen

607

10.1.1 LAN-Verbindungen manuell konfigurieren

607

10.1.2 Weitere Komponenten einer LAN-Verbindung

611

10.1.3 Netzwerkhardware

615

Inhaltsverzeichnis

10.1.4 Bindungen

10.1.5 Installation einer Netzwerkbrücke

10.1.6 Allgemeine Netzwerkkomponenten

10.2 Konfiguration von TCP/IP-Netzwerken

10.2.1 Einführung

10.2.2 Konfiguration mit festen IP-Adressen

10.2.3 Konfiguration mit dynamischen IP-Adressen

10.3 Kommandozeilen-Tools für TCP/IP

10.3.1 Übersicht über die erläuterten Befehle

10.3.2 Die Netzwerkbefehle im Detail

10.4 WAN-Verbindungen

10.4.1 Konfiguration von WAN-Verbindungen

10.5 Gemeinsame Internetverbindungen

10.5.1 Einführung

10.5.2 ICS-Konfiguration

10.5.3 Firewallfunktionen

10.6 Peer-To-Peer-Netze administrieren

10.6.1 Peer-To-Peer-Netzwerk einrichten

10.6.2

10.6.3 Freigaben im Detail

10.6.4 Freigaben einrichten und aufheben

11 Drucker administrieren

11.1 Installation lokaler Drucker

11.1.1 Verwaltungsort lokaler Drucker

11.1.2 Druckererkennung durch Plug&Play

11.1.3 Manuelle Installation eines lokalen Druckers

11.2 Windows XP als Druckserver

11.2.1 Konfiguration des Druckservers

11.2.2 Drucker freigeben und Client-Treiber einrichten

11.2.3 Einrichten als IPP-Druckserver

11.2.4 Überwachung von Druckleistungen

11.2.5 Gruppenrichtlinien zur Druckerkonfiguration

11.3 Netzwerkdrucker clientseitig einbinden

11.3.1 Drucker im Windows-Netzwerk einbinden

11.3.2 Netzwerkdrucker über IPP einbinden

Freigaben

17

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Inhaltsverzeichnis

11.3.3 Einbinden von TCP/IP-Druckern

710

11.3.4 UNIX-Druckdienste über LPR

711

11.4 Weitere Druckfunktionen

713

11.4.1 Drucken aus MS-DOS-Anwendungen

713

11.4.2 Drucken per Drag&Drop

714

11.4.3 Trennseiten definieren

718

11.5 Farbmanagement einsetzen

721

11.5.1 Profile speichern und zuweisen

721

11.5.2 Monitorprofil setzen

722

11.5.3 Druckerprofil setzen

723

11.5.4 Profile für Scanner und Digitalkameras

723

12 Benutzer- und Rechteverwaltung

12.1 Einführung

12.1.1

12.1.2

Sicherheit für Benutzer- und Gruppen Administrative Aufgaben der Benutzerverwaltung

12.2 Lokale Benutzerverwaltung

725

727

727

728

729

12.2.1 Eigenschaften lokaler Benutzerkonten

730

12.2.2 Benutzerkonten

730

12.2.3 An- und Abmeldeoptionen

732

12.3 Erweiterter Benutzerverwaltung

734

12.3.1 Gruppen

734

12.3.2 Benutzer

737

12.3.3 Benutzerprofile

740

12.4 Windows XP im Active Directory

746

12.4.1 Anschluss an eine Domäne

746

12.4.2 Active Directory und Gruppenrichtlinien

749

12.5 Gruppenrichtlinien

749

12.5.1 Implementierung der Gruppenrichtlinien

749

12.5.2 Gruppenrichtlinien im Detail

751

12.5.3 Richtlinie Computerkonfiguration

754

12.5.4 Sicherheitseinstellungen

761

12.5.5 Benutzerkonfiguration

764

12.5.6 Wirksame Gruppenrichtlinien

766

13 Internet Informationsdienste

13.1 Einführung

775

777

Inhaltsverzeichnis

13.2 Der Internet Information Server

13.2.1 Komponenten des IIS 5.1

13.2.2 Der Internet Information Server 5 im Überblick

13.2.3 Anwendungsprogramme unter IIS

13.2.4 Webseiten veröffentlichen

13.2.5 FTP-Dienste anbieten

13.2.6 Verzeichnis- und Dateisicherheit des Webservers

13.2.7 Active Server Pages

13.2.8 Weitere Skriptsprachen

13.2.9 Verschlüsselung von Websites

13.3 Der SMTP-Server

13.3.1 Administration

13.3.2 Mit Outlook verwenden

13.4 Webpublishing mit WebDAV

13.4.1 Einführung

13.4.2 Ein WebDAV-Verzeichnis erzeugen

13.4.3 Sicherheitseinstellungen

13.4.4 Veröffentlichen von Daten per WebDAV

14 Reparatur und Wiederherstellung

14.1

14.2 Informations- und Diagnosetools

14.2.1 Systeminformationen mit MSINFO32.EXE

14.2.2 Netzwerk-Systemanalyse

14.2.3 DirectX-Diagnoseprogramm DXDIAG.EXE

14.2.4 Dr. Watson

14.3 Systemwiederherstellung

14.3.1 Erstellen von Wiederherstellungspunkten

14.3.2 System wiederherstellen

14.3.3 Konfigurieren der Systemwiederherstellung

14.3.4 Windows-Dateischutz

14.4 Hilfe bei Treiberproblemen

14.4.1 Funktionsfähige Treiber reaktivieren

14.4.2 Digitale Signaturen bei Treibern prüfen

14.4.3 Überprüfung von Treibern

14.5 Windows XP-Dienste

Einführung

19

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A

20

Inhaltsverzeichnis

14.5.1 Dienste verwalten

882

14.5.2 Dienste über die Kommandozeile steuern

887

14.6 Die Windows-Registrierung

887

14.6.1 Grundlegende Struktur

888

14.6.2 Bearbeiten der Registrierung

889

14.6.3 Sicherung der Systemregistrierung

892

14.6.4 Wiederherstellung der Systemregistrierung

894

14.7 Systemwiederherstellung nach Totalausfall

895

14.7.1 Übersicht der wichtigsten STOP-Meldungen

896

14.7.2 Überblick über Mittel und Wege zur Reparatur

898

14.7.3 Startmenü und abgesicherte Modi

898

14.7.4 Wiederherstellungskonsole

901

Teil IV – Benutzerschnittstelle

910

15 Der Desktop

911

15.1 Struktur des Desktops

913

15.1.1 Ein erster Eindruck der neuen Oberfläche

913

15.1.2 Die Elemente des Desktop

914

15.2 Das Startmenü

914

15.2.1 Klassisches oder neues Startmenü

914

15.2.2 Erweiterte Einstellungen des Startmenüs

918

15.2.3 Das Startmenü verändern

918

15.2.4 Positionen der Standardelemente

920

15.2.5 Kontrolle des Startmenüs mit Gruppenrichtlinien

921

15.3 Die Taskleiste

922

15.3.1 Aufbau der Taskleiste

923

15.3.2 Schnellstartleiste

924

15.3.3 Taskleiste

925

15.3.4 Infobereich

926

15.4 Die Symbolleisten

928

15.4.1 Symbolleisten anpassen

928

15.4.2 Schwebende Symbolleisten

929

15.4.3 Die Symbolleisten der Standardfenster

930

15.5 Anpassen der Oberfläche

15.5.1 Designs einrichten

931

931

Inhaltsverzeichnis

15.5.2 Eigene Designs entwerfen

15.6 Der Active Desktop

15.6.1 Active Desktop aktivieren

15.6.2 Symbole und Inhalte des Active Desktop

15.7 Optionen für Behinderte – Eingabehilfen

15.7.1 Eingabehilfen

15.7.2 Justage der Eingabegeräte

16 Struktur der Oberfläche

16.1 Arbeitsplatz und Standardordner

16.1.1 Der Arbeitsplatz

16.1.2 Der Windows Explorer

16.1.3 Die Standardordner

16.1.4 Gemeinsame Ordner

16.2 Umgang mit Dateien

16.2.1 Dateiverknüpfungen

16.2.2 Der Dateidialog

16.2.3 Umgang mit Druckaufträgen

16.3 Suchfunktionen

16.3.1 Der Suchassistent

16.3.2 Spezielle Suchfunktionen

16.3.3 Die integrierten Suchfunktionen

16.3.4 Suche nach Computern und Personen

16.3.5 Suche im Internet

16.4 Die Netzwerkumgebung

16.4.1 Eigenschaften

16.4.2 Netzwerkressourcen hinzufügen

16.5 Windows XP anpassen

16.5.1 Ordner anpassen

16.5.2 Hilfe- und Supportcenter anpassen

17 Kommunikation

17.1 Remote Zugriff

17.1.1 Fernbedienung mit Telnet

17.1.2 Einrichten des Remote Desktop

17.1.3 Einrichten eines Fernzugriffs (Remote-Assistent)

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22

Inhaltsverzeichnis

17.2 Hyperterminal

17.2.1 Einsatzmöglichkeiten

17.3

17.3.1

17.3.2

17.3.3

17.4 Das Adressbuch

Faxdienst

Installation des Faxdienstes Verwaltung des Faxdienstes Das Faxgerät verwenden

990

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993

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1004

17.4.1 Adressbuch einrichten

1004

17.4.2 Adressbuch einsetzen

1005

18 Das integrierte Internet

1009

18.1 Internetverbindungen

1011

18.2 Der Internet Explorer 6

1012

18.2.1 Einführung

1012

18.2.2 Konfiguration

1012

18.2.3 Benutzung des Internet Explorers 6

1025

18.3 Outlook Express 6

1031

18.3.1 Einrichten eines E-Mail-Kontos

1031

18.3.2 Usenet-News

1034

18.3.3 E-Mail mit Outlook Express

1035

18.3.4 Andere Mailprotokolle

1036

18.3.5 Netiquette: Wie man mit E-Mail korrekt umgeht

1047

19 Multimedia

1059

19.1 Sound und Video

1061

19.1.1 Lautstärkeregelung

1061

19.1.2 Audioeigenschaften

1061

19.2 Aufnahmegeräte und Scanner

1062

19.2.1 Audiorecorder

1063

19.2.2 Umgang mit CD-R

1064

19.2.3 Scanner und Kameras

1066

19.3 Der Windows Media Player

1070

19.3.1 Funktionsübersicht

1070

19.3.2 Wiedergabe bespielter Medien

1071

19.3.3 Features des Windows Media Players

1072

19.4 Spiele und Spielesteuerungen

1074

Inhaltsverzeichnis

20 XP im mobilen Einsatz

20.1 Netzwerkanschluss

20.1.1 Mobilität ohne Grenzen

20.1.2 Mobil ins Internet

20.2 Dateisynchronisation

20.2.1 Offline-Ordner und der Synchronisationsmanager

20.2.2 Der Aktenkoffer

20.3 Energiemanagement für mobile Geräte

20.3.1 Verbessertes Energiemanagement

20.4 Internationaler Einsatz

20.4.1 Regions- und Sprachoptionen

20.4.2 Eingabeoptionen

20.5 Hardwarespezifische Einstellungen

20.5.1 Hardwareprofile

20.6 Anschluss von Windows CE

20.6.1 Vorbereiten der Schnittstellen des CE-Gerätes

20.6.2 Einstellen der Schnittstellen

20.6.3 Verbindung einrichten

Teil V – Anhänge

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A.1

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Hilfe aus dem Internet

1125

Webadressen

1125

Newsgroups

1128

B Abkürzungsverzeichnis

1131

C Index

C.1

C.2

1139

Erläuterungen zum Index

1139

Index

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An die Autoren

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Inhaltsverzeichnis

Teil I – Einführung

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I

Inhaltsverzeichnis Teil I – Einführung 25 I Einführung V

Einführung

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Inhaltsverzeichnis

27

1

Inhaltsverzeichnis 27 1 1 Einführung Es gibt viele Bücher über Windows. Mit Windows XP werden es

1 Einführung

Es gibt viele Bücher über Windows. Mit Windows XP werden es wieder mehr und die Auswahl für den Leser noch schwieriger. Ebenso unterschiedlich wie diese Bücher in Aufmachung, Inhalt und Stil erscheinen, unterscheiden sich auch die Ansprüche der Leser. Wir geben deshalb in diesem Kapitel eine möglichst präzise Definition der Zielgruppe und der Überlegungen, die hinter dem Buch standen.

28

1

Einführung

Inhaltsübersicht Kapitel 1

1.1 Über das Buch

29

1.2 Danksagung

35

1.1 Über das Buch

1.1 Über das Buch

29

Dieses Buch ist der Nachfolger unseres erfolgreichen Werks Windows 2000 im professionellen Einsatz. Der Erfolg dieses Buches und der ande- ren Bände der Buchreihe zu Windows 2000 hat uns motiviert, den Reihengedanken auch für Windows XP fortzusetzen. Damit steht eine in sich stimmige und in Stil und Ausstattung einheitliche Bibliothek zu Windows zur Verfügung, die laufend aktualisiert wird.

Dabei haben wir intern den Bänden eine Nummer vergeben. Diese erscheinen zwar nicht auf dem Cover, erleichtern aber die Zuordnung innerhalb der Reihe. Das ist insofern von Bedeutung, als das Windows 2000 mit dem Erscheinen von XP und den .Net-Servern nicht völlig verschwinden wird. Viele Administratoren sind gerade mit der Ablö- sung von NT 4.0 beschäftigt und werden nicht gleich umsteigen wol- len oder können. Deshalb werden auch die Bücher zu Windows 2000 weiter gepflegt und überarbeitet.

1.1.1 Die Buchreihe zu Windows

Dieser Abschnitt zeigt alle aktuellen und in Kürze erscheinenden Bü- cher der Windows-Reihe bei Carl Hanser. Damit wird der Anspruch verwirklicht, die vollständigste, umfassendste und professionellste Reihe zu Windows-Betriebssystemen im deutschsprachigen Markt zu bieten.

Windows 2000 – drei Bücher kompaktes Profiwissen

Die drei Bücher widmen sich bestimmten Einsatzgebieten von Win- dows 2000:

»Windows 2000 im professionellen Einsatz« behandelt Windows 2000 Professional – alleinstehend und im kleinen Netzwerk

»Windows 2000 im Netzwerk. Konfiguration, Administration und Integration in Unternehmensnetze« widmet sich dem Einsatz von Windows 2000 Server in typischen Umgebungen.

»Internet Information Server 5. Windows Advanced Server als In- ternet Plattform« behandelt die Internetdienste mit Schwerpunkt auf dem Internet Information Server 5.

Drei Bücher zu Windows 2000

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Einführung

Zwei Bücher zu Windows XP

Zwei Bücher zu Windows .Net

Zum Vorgänger- buch von NT 4

Windows XP – 2 Bücher für anspruchsvolle User und Admins

Die beiden Bücher für Windows XP setzen praktisch die Tradition von Windows 2000 im professionellen Einsatz fort. Durch die Aufteilung der Produktreihe bei Microsoft ist es notwendig geworden, beide Systeme getrennt zu behandeln. Bislang lag der Fokus der Reihe auf der Ver- mittlung von Inhalten für professionelle Anwender, die bereits über einige Erfahrung verfügten. Mit Windows XP Home steht nun erst- mals ein professionelles Betriebsystem auch für den Heimanwender zur Verfügung. Es ist anzunehmen, dass viele Unternehmen XP Home als preiswertes und stabiles Clientsystem verwenden. Es ist auch an- zunehmen, dass viele erfahrene Computerfreaks, die sich die frustrie- rende Desktopentwicklung von Linux nicht länger antun möchten, mit XP Home auseinandersetzen. Grund genug, auch dieses System auf hohem Niveau zu behandeln. Daraus entstanden folgende Bände, von denen der erste vor Ihnen liegt:

»Windows XP Professional. Grundlagen und Strategien für den Einsatz am Arbeitsplatz und im Netzwerk«.

»Windows XP Home. Internet, Multimedia und Netzwerk für pro- fessionelle Anwender«. Damit werden gezielt »Power-User« adres- siert.

Windows .Net-Server – die Fortsetzung der Profireihe

2002 werden die .Net-Server – Nachfolger der Windows 2000 Server erscheinen. Pünktlich zum Start werden dazu auch die passenden Nachfolgewerke erhältlich sein:

»Windows .Net-Server. Konfiguration, Administration und In- tergration in Unternehmensnetze«. Schwerpunkte dieser Ausgabe werden der Einsatz von Active Directory und Sicherheitsfragen sein.

»Internet Information Server 6« setzt die umfassende Behandlung des Einsatzes als Webserver fort. Hier gibt es mit .Net wesentliche Neuerungen, die detailliert behandelt werden.

Beide Bücher erscheinen unmittelbar nach der Veröffentlichung der .Net-Server, selbstverständlich basierend auf der deutschen Final- Version – voraussichtlich Sommer 2002.

1.1.2 Die Herausforderung

Die Buchreihe entstand auch unter der Maßgabe, ein ebenbürtiger Nachfolger für die erfolgreiche zweibändige Ausgabe »Windows NT 4.0 im professionellen Einsatz« zu sein. Die Autoren hatten damals

1.1 Über das Buch

versucht, auch hinter die Kulissen der Oberfläche zu schauen und die vielen komplexen Vorgänge von Windows NT 4 transparent werden zu lassen. Mangels technischer Referenz ist dabei vieles im »Selbstver- such« und mit hohem persönlichen Aufwand getestet und beschrieben worden. Eine solche persönliche Erfahrung trägt wesentlich zum Er- folg eines Fachbuches bei, denn der künftige Anwender der Software wird zwangsläufig in ähnliche Fallen stolpern und dankbar die Infor- mationen aus dem Buch aufnehmen.

Da die Autoren des Vorgängerwerkes aus beruflichen Gründen nicht länger zur Verfügung standen, haben wir den Auftrag mit Freude übernommen – wohl wissend, welche enorme Aufgabe vor uns lag. Zwar stand inzwischen zu Windows 2000 die technische Referenz zur Verfügung, die viele tiefergehende Fragen beantwortet, aber auch dies ist eben ein Handbuch – und kein Fachbuch.

Mit dieser Herausforderung entstand der erste Band zu Windows 2000 Professional. Aus den zahlreichen Reaktionen der Leser und der hin- zugewonnenen Erfahrung bei der praktischen Arbeit wurde nun das Buch zu Windows XP Professional entwickelt – inzwischen nicht nur mit der Maßgabe, einen ebenbürtigen Nachfolger einer älteren Reihe zu liefern – sondern eines der besten Bücher für Administratoren und professionelle Anwender auf dem deutschsprachigen Buchmarkt.

1.1.3 Die Konzeption

Wir haben uns deshalb das neuartige Konzept für dieses Buch weiter- entwickelt. Zum einen sind theoretische Grundlagen enthalten. Ad- ministratoren und Anwendern fällt der Umgang mit dem Gesamtsys- tem erfahrungsgemäß deutlich leichter, wenn die Hintergründe und Motivationen erkennbar werden, die hinter den Funktionen stecken. Wir haben auch versucht, dies kritisch zu sehen und nicht nur die Argumentation von Microsoft zu übernehmen. Offensichtlich sind einige »Erfindungen« nicht nur technisch motiviert. Andere sehr spannende Entwicklungen sind nur wenig bekannt und werden ent- sprechend auch nur selten verwendet – mit der bekannten Flut von alten und neuen Funktionen war das Marketing von Microsoft sicht- lich überfordert.

Die theoretischen Ausführungen sind dennoch nicht bis zum Exzess getrieben worden. Sie sind allgemeinverständlich und soweit verein- facht dargestellt, dass die grundlegende Überlegung, die dahinter steckt, sichtbar wird. Darin unterscheidet sich die Darstellung wesent- lich von der technischer Handbücher und geht zugleich weit über die bekannten »Oberflächenbeschreibungen« hinaus. Wir hoffen, dass technisch interessierte Leser dies durchaus auch als spannend emp- finden.

31

Der Auftrag

Der Anspruch:

Eines der besten Bücher am Markt zu liefern.

Ein neues Konzept nun noch besser

Theorie muss

sein

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Einführung

wenn sie von

praktischen

Ausführungen

ergänzt wird

Für Experten:

Hohes Niveau

Auf das Wesentliche kommt es an

In deutscher

Sprache

Einen mindestens äquivalenten Anteil nehmen die technische Hand- lungsanleitungen ein. Hier geht es um die konkrete Lösung von Auf- gaben. Je nach Grad der Komplexität erfolgt die Darstellung in länge- ren, streng gegliederten Abschnitten oder in einfachen nummerierten Schrittfolgen. Dabei wurde auch nicht mit Bildmaterial gespart – auch Fachbücher werden nicht immer direkt vor dem Bildschirm gelesen. Das Lesen sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen. Das Thema ist sicher ernst, aber dennoch (hoffentlich) so dargestellt, dass ein flüssi- ges Lesen möglich ist. Sie können dann auch abschnittsweise lesen oder sich gezielt einzelne Kapitel herausziehen. Damit das funktio- niert, wurden intensiv Querverweise gesetzt.

Erwähnenswert ist auch, dass die Form der Darstellungen stark struk- turiert ist. So beginnen wir nach einer kompakten Einführung im ers- ten Teil mit den theoretischen Grundlagen (Teil II). In Teil III folgt die Administration, sehr viel praktischer und anschaulicher dargestellt – auch ein Zugriff auf die Registrierung wird dabei nicht ausgelassen. Teil IV zeigt schließlich den praktischen Umgang mit dem laufenden System. Hier wird vor allem Ordnung in die Funktionsvielfalt ge- bracht. Anfänger sollten sich Windows XP Professional genau in die- ser Reihenfolge nähern. Sie werden »mehr herausholen«, wenn Sie zuvor die administrativen Hausaufgaben gemacht haben.

Windows XP Professional hat ein breites Einsatzspektrum. Wir kon- zentrieren uns auf die häufigsten Einsatzfälle und typische Probleme. Sie erhalten vor allem für die alltägliche Arbeit weitreichende Unter- stützung.

Zur Konzeption gehört nicht zuletzt auch eine klare Ausrichtung auf die deutsche Sprache, die neue Rechtsschreibung in der verlagsübli- chen Form und die Vermeidung englischer Worte, wo es sinnvoll und möglich ist. Manches Wort hat sich inzwischen aber unseres Erachtens fest etabliert und sollte nicht krampfhaft übersetzt werden. Diese In- konsequenz ist also gewollt und soll auch nicht diskutiert werden. Wenn es dagegen um die Bezeichnung von Dialogfeldern, Schaltflä- chen und Systemnamen ging, war unser Leitfaden ganz klar die offi- zielle Notation von Microsoft. Auch wenn die eine oder andere Über- setzung eher unglücklich erscheint, diese Vorgehensweise erleichtert Ihnen das Auffinden weiterer Informationen in der Dokumentation.

Website zum Buch

Eine Site zum Buch bieten wir Ihnen unter der folgenden Adresse an:

http://www.winxp.comzept.de

Sie können auf dieser Seite Zusatzinformationen, exklusive Beiträge für registrierte Leser, Foren und Kontaktmöglichkeiten zu den Auto- ren finden.

1.1 Über das Buch

Im Unterschied zu anderen Büchern werden wir auf unseren Seiten administrative Themen gezielt ergänzen und professionell aufbereite- tes, druckfähiges Material anbieten, das im Buch keinen Platz mehr fand.

1.1.4 Zielgruppe

Es wurde bereits kurz erwähnt, dass dieses Buch im Bücherregal des Administrators gut aufgehoben ist. Es wendet sich aber an ein größe- res Publikum, abhängig von der Motivation:

Administratoren, die mehr über die Hintergründe der Technologie von Windows XP Professional erfahren möchten um schneller und sicherer installieren und administrieren zu können

Techniker, die Windows XP Professional-Computer installieren und nicht nur als Diskjockey arbeiten möchten

IT-Leiter, die den Einsatz von Windows XP Professional planen und sich über mögliche technische Probleme und auch die Vorteile anhand praktischer Darstellungen informieren möchten

Anwender, die einen technische Hintergrund haben und einfach aus »ihrem« Windows XP Professional mehr herausholen möchten

Es wird also ein breit gefächertes Publikum angesprochen. Sicher führt das bei dem einen oder anderen Leser dazu, dass er Teile für nicht relevant ansieht oder vom Niveau über- oder unterfordert ist. Viel- leicht entschädigt ihn dafür der Umfang. Man mag über dicke Bücher geteilter Meinung sein – für die tägliche Arbeit ist fehlende Informati- on allemal lästiger als eine gewisse Breite der Darstellung.

1.1.5 Struktur und Aufbau des Buches

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert:

Teil I – Einführung

33

Mehr im Web!

Wer es lesen sollte

Die fünf Teile

Hier werden überblicksartig die einzelnen Produkte der Windows 2000 und XP-Familie dargestellt.

Teil II – Grundlagen

Theoretische Grundlagen der wichtigsten Windows-Funktionen werden erläutert, ebenso die Hintergründe der meisten verwende- ten Standards.

Teil III – Installation und Administration

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Einführung

In diesem Teil geht es um Vorbereitung und Ausführung der In- stallation und Administration aller Windows XP-Funktionen. Be- sonders umfangreich werden die Massenspeicher- und Netzwerk- funktionen behandelt.

Teil IV – Praktische Anwendung

Hier geht es um die praktische Nutzung, die Modifikation der O- berfläche und die Nutzung der vielen kleinen Hilfsprogramme in Windows XP. Es kommen auch erfahrene Anwender auf ihre Kos- ten, die sich von der üblichen Windows »Was ist eine Maus«- Literatur unterfordert fühlen.

Teil V – Anhänge

Im letzten Teil finden Sie die üblichen Anhänge, Befehlsbeschrei- bungen der Kommandozeilenbefehle und weitere Navigationshil- fen wie Glossar und Index.

1.1.6 Verwendete Symbole und Schreibweisen

Hinweise kennzeichnen Stellen, die den betrachteten Kontext etwas verlassen oder besonders wichtig sind. Diese Absätze

Hinweise kennzeichnen Stellen, die den betrachteten Kontext etwas verlassen oder besonders wichtig sind. Diese Absätze sind zusätzlich grau hinterlegt.

Tipps vermitteln Ihnen die eine oder andere Information für eine bes- sere oder schnellere praktische

Tipps vermitteln Ihnen die eine oder andere Information für eine bes- sere oder schnellere praktische Handhabung einer bestimmten Admi- nistrationsaufgabe.

Hinweise zum Satz

Dialogfelder und

Schaltflächen

Befehle und

Befehlszeilen

Schreibweise

Im Buch werden folgende Schreibweisen verwendet, um Befehle und Anweisungen, Bezeichnungen von Dialogen und selbst gewählte Er- satznamen unterscheiden zu können.

Dialogfelder und Schaltflächen werden, wie bei HINZUFÜGEN, in Kapi- tälchen gesetzt.

Befehle, wie net use, werden in nicht proportionaler Schrift gesetzt.

Befehlszeilen, die eingegeben werden können, stehen allein auf einer Zeile und sind grau hinterlegt:

c:>ftp

Ebenso werden auch Ausschnitte aus Konfigurationsdateien und Lis- tings dargestellt.

1.2 Danksagung

Selbstgewählte Namen, wie winxp, werden kursiv gesetzt. In den meisten Fällen sind es nur Beispiele, die sie zwar übernehmen, aber auch eigene Namen einsetzen können.

1.1.7 Entstehung des Buches

35

Selbstgewählte

Namen

Den einen oder anderen Leser mag es interessieren, wie dieses Buch entstanden ist. Es ist zugegeben schon faszinierend festzustellen, dass große Bücher über bekannte Textverarbeitungsprogramme unter Windows auf Macintosh-Computern gesetzt werden. Auf der anderen Seite schreiben viele Autoren ihre Linux-Bücher auf Windows.

In der Praxis hat es sich als hilfreich erwiesen auf dem Computer zu schreiben, der auch als Informationsquelle und Testumgebung dient. Deshalb entstand dieses Buch auf Windows XP Professional, teilweise sogar auf der Beta-Version. Als Schreib- und Satzprogramm kam Microsoft Word 2000 zum Einsatz. Lediglich das Aufbereiten der Druckdaten übernahm der Adobe Destiller – die Druckerei wurde direkt mit PDF-Dateien beliefert.

Gegenüber vielen anderen Varianten erwies sich dies als relativ pro- duktiv – auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Autoren auf dem Weg zum gemeinsamen Dokument. Auch mit guter Kenntnis anderer Programme, egal ob von Adobe oder Corel, oder anderer Betriebssystem wie Linux oder Solaris, kann diese Plattform als praxis- tauglich empfohlen werden.

1.2

Danksagung

Unser Dank gilt in erster Linie den Mitarbeitern des Carl Hanser Ver- lages, die das zügige Erscheinen dieses Buch kurz nach der Vorstel- lung von Windows XP ermöglichten, nicht zuletzt durch ein hohes Maß an Vertrauen, das die weitgehend selbstständige Umsetzung erlaubte.

Danken möchten wir auch unseren Familien für die Geduld und Un- terstützung während der Arbeit am Buch. Auch wenn wir als Profiau- toren arbeiten und Bücher keine einmalige Aktion darstellen, ist dies nicht unbedingt selbstverständlich. Last but not least wie immer an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die schnelle und präzise Arbeit an unseren Editor Hans-Gerd Werlich aus Berlin.

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1.2 Danksagung 37 2 2 Die Windows-Betriebssysteme Windows ist inzwischen kein einzelnes System, sondern eine ganze

2 Die Windows-Betriebssysteme

Windows ist inzwischen kein einzelnes System, sondern eine ganze Produktfamilie. Windows XP gehört dabei zu Reihe mit dem Codekern »NT – New Technology«. Was Windows XP Neues zu bieten hat und wie es sich in die Windows-Familie einordnet, finden Sie in diesem Kapitel.

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2 Die Windows-Betriebssysteme

Inhaltsübersicht Kapitel 2

2.1 Überblick über die Funktionen

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2.2 Die Neuerungen der Benutzeroberfläche

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2.3 Windows XP und das Internet

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2.4 Vereinfachungen für die Administration

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2.5 Die Windows-Produktpalette

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2.6 Zur Geschichte von Windows XP

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2.1 Überblick über die Funktionen

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2.1 Überblick über die Funktionen

Windows XP Professional tritt die Nachfolge des erfolgreichen Win- dows 2000 Professional an. Dieses hat sich als stabiles Betriebssystem für Workstations und Server etabliert. Diese grundsätzlich positive Sicht können Anwender von Windows 98 oder Me nicht unbedingt nachvollziehen. Mit der Aufgabe der alten Produktlinie werden nun auch semiprofessionelle und Heimanwender in den Genuss eines stabilen Betriebssystems kommen. Zugleich sind die Ansprüche an den täglichen Arbeitsort gestiegen – Multimedia hat in Form von MP3 und Videoverarbeitung einen festen Stellenwert und die Verzahnung von Internet und Desktop schafft neue Produktivitätsschübe. Zugleich steigen damit die Ansprüche an Hardwareunterstützung und System- sicherheit. In beiden Bereichen liegen die eigentlichen Neuerungen von Windows XP, auch wenn die neue Oberfläche augenfälliger ist.

Windows XP und Windows 2000

Mit der Integration von XP in ein Windows 2000-Netzwerk entsteht eine neue, leistungsfähige Kombination. Wenn Sie bisher noch mit NT- oder Novell-Servern operiert haben, zeigen Ihnen die folgenden Abschnitt die Neuheiten.

Der Weg zu Windows XP mit Hilfe des Upgradepfades geht entweder über NT 4.0, Windows 98/Me oder Windows 2000. Entsprechend sind viele Funktionen in Windows XP zwar schon mit Windows 2000 ein- geführt worden, dennoch nicht jedem Anwender und Admin geläufig. Dieser Abschnitt zeigt einen Überblick der wichtigsten Neuerungen seite Windows 98.

2.1.1 Active Directory

Zentraler Bestandteil der Netzwerkunterstützung von Windows 2000 Server ist das Active Directory. Das alte Domänen-Konzept von Win- dows NT wird nur Gründen der Kompatibilität in einem bestimmten Umfang weiterhin unterstützt. Windows XP Professional liefert einen ausgereiften Client für Active Directory.

Mit einem Verzeichnisdienst kann die logische Organisationsstruktur eines Unternehmens oder einer Einrichtung abgebildet werden. Die Objekte dieser Struktur, das können Benutzer genauso wie Hardware- oder Softwareressourcen sein, werden dabei hierarchisch in einer Baumstruktur organisiert. Benutzer können zu Gruppen zusammen- gefasst werden, die wiederum bestimmten Abteilungen angegliedert

Abbildung der

Organisations-

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2 Die Windows-Betriebssysteme

Abbildung größerer

Strukturen

Flexiblere

Administration

werden. Zu jedem der Objekte sind wiederum Attribute deklarierbar, die dieses näher beschreiben. Ein Benutzer hat dabei neben einem eindeutigen Namen im Verzeichnis noch Attribute. Diese beschreiben seine Rechte und Funktionen, sowie die Kommunikationsmöglichkei- ten zu ihm (Telefon, FAX, E-Mail oder vielleicht auch Wege zum di- rekten Datentransfer). Einem Druckerobjekt dagegen können andere Attribute zugeordnet werden. Leistungsfähige Verzeichnissysteme müssen, um die vorgegebene logische Organisationsstruktur abbilden zu können, sehr flexibel sein und im Bedarfsfall mit bis zu mehreren Millionen Einträgen umgehen können.

Zur Abbildung einer größeren Struktur können mehrere Server für die Verwaltung des Verzeichnisses eingesetzt werden. Mit dem Active Directory gibt es aber keinen primären Domänencontroller mehr wie noch unter Windows NT, sondern alle Domänencontroller sind prin- zipiell gleichberechtigt. Die Replikationsmechanismen des Active Directory sorgen dabei dafür, dass die Informationen auf allen Servern identisch sind. Für die Administration von Objekten kann dann jeder Domänencontroller benutzt werden statt wie bisher nur der primäre Domänencontroller unter NT, von dem dann wiederum die Daten auf die Sicherungs-Domänencontroller repliziert wurden.

Die Administration des Active Directory kann jetzt sehr viel flexibler organisiert werden, als das mit dem alten Domänenkonzept möglich war. Nun können Administratoren auch Teilbereiche des Active Direc- tory zur Verwaltung zugewiesen werden (und nicht gleich die ganze Domäne) bzw. können sie für den Vertretungsfall ganz bestimmte Rechte weitergeben (vererben).

Für den Einsatz von Windows XP Professional ist das Active Directory aus clientseitiger Sicht wichtig. Das Active Directory selbst kann nur durch einen Windows 2000 Server bereitgestellt werden. Für mehr Informationen zum Aufbau und Verwaltung des Active Directory verweisen wir auf das Buch Windows 2000 im Netzwerkeinsatz