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Der CNETZ.

net Twitter Ratgeber

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Der CNETZ.net Twitter Ratgeber

1. Einleitung

Bei Twitter (engl.: in etwa “zwitschern”) handelt es sich um ein soziales Netzwerk. Jeder registrierte
Benutzer erhält eine Art persönliches Tagebuch, welches er oder sie wunschweise öffentlich anzeigen
lassen kann. Die Tagebuchseite ist dann z.B. unter www.twitter.com/cybernetz öffentlich einsehbar.

Der Unterschied zwischen Twitter und anderen Tagebuchseiten liegt an der Zeichenbegrenzung.
Maximal 140 Zeichen können derzeit pro Eintrag eingegeben werden. Das hat den Vorteil, dass man
keine langen Romane schreiben kann oder muss und so die Leserschaft „kurz und bündig“ informiert
wird. Twitter erinnert also ein wenig an SMS (Kurzmitteilungen). Die Kurzmitteilungen (nennen sich
offiziell Tweets) können über die Weboberfläche www.twitter.com eingestellt werden oder aber auch
per SMS sowie über eine für Mobiltelefone optimierte Internetseite. So lassen sich also die
Statusänderungen jederzeit aktualisieren. Von zu Hause aus, unterwegs aus der U-Bahn vom
Mobiltelefon oder Abends in der Lieblings-Szene-Bar per SMS.

Damit das Ganze dann auch nicht zu langweilig und einseitig wird, kann man auch die „Tagebücher“
anderer Personen abonnieren. Dieses nennt sich offiziell „verfolgen“ (engl: „to follow“). Angezeigt wird
man dann bei der anderen Person als „Verfolger“ (engl.: „Follower“).

Twitter ist derzeit nur in französischer, spanischer, japanischer und englischer Sprache verfügbar. An
einer deutschen Version wird aber bereits kräftig gearbeitet.

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Anwendungsbeispiele

Wofür kann man denn nun Twitter einsetzen? Zum einen kann man Twitter für den persönlichen,
privaten Gebrauch einsetzen und Freunde, Bekannte und auch fremde Menschen über die Neuigkeiten
aus dem eigenen Leben informieren (Tagebuch-Stil). So gibt es tatsächlich Tweets, die über einen Ganz
zur Toilette oder über die Frühstückzusammenstellung informieren. Ob das nun verrückt oder
interessant ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Doch auch Prominente setzen mittlerweile auf das Medium Twitter. Ein sehr gutes Beispiel ist der junge
Schauspieler Ashton Kutcher. Kutcher wurde in Deutschland vor allem durch die US-amerikanische
Sitcom „Die wilden Siebziger“ (Originaltitel: „That ‘70s Show“) als der „trottelige“ Michael Kenso
bekannt. Kutcher ist seit 2005 mit der Ex-Frau von Bruce Willis, Demi Moore, verheiratet. Der
technikorientierte Schauspieler war 2007 Teil des Management-Teams (Creative Director) des US-
amerikanischen Voice-over-IP Anbieters „Ooma“ und seit einiger Zeit schreibt Kutcher auch täglich bei
Twitter über seinen Alltag. Im April 2009 hatte Ashton Kutcher sage und schreibe eine Million
Followers* (*Erklärung siehe oben). Im Juni steigerte er sich auf 2.18 Millionen und bis heute
(November 2009) hatte er weit über 4 Millionen Leser.

Der extrovertierte Kutcher benutzt Twitter fast ausschliesslich für die Selbstdarstellung. Und das scheint
scheinbar auch sehr gut anzukommen. Seit seinem Einstieg bei Twitter ist er regelmässig in der Presse
vertreten und so lässt er sich auch immer etwas neues einfallen um im Gespräch zu bleiben. Auch seine
Frau konnte er für Twitter gewinnen. Ashton Kutchers Twitterkanal findet man unter
www.twitter.com/APlusK und den Kanal seiner Ehefrau unter www.twitter.com/mrskutcheR.

Etwas lustiges am Rande: Eine Privatperson hat einen eigenen Twitterkanal eingerichtet und übersetzt
sämtliche öffentlich eingestellten Nachrichten von Kutcher und Moore ins französische:
www.twitter.com/APlusK_fr und www.twitter.com/mrskutcherR_fr.

Weitere „Persönlichkeiten“, die auf Twitter setzen:

LeVar Burton (aus Star Trek TNG) • Kevin Spacey • Wil Wheaton (aus Star Trek TNG) • Larry King • Denise Richards

Als derzeit angesagter Sänger ist es ebenfalls ein Zwang sich bei Twitter anzumelden. So ist natürlich
auch Britney Spears bei Twitter vertreten, wobei bei Frau Spears leider doch nur ihre PR-Manager die
„Tweets“ einstellen. Das ist natürlich nicht nur bei Spears so, sondern auch bei vielen anderen.

Zusammenfassend kann man also sagen:

Twitter lässt sich als professionelles Marketinginstrument


oder aber auch nur für die private Selbstdarstellung einsetzen.

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Die Registrierung
Registrieren kann man sich unter www.twitter.com für ein neues
Twitterkonto. Auf der rechten Seite gibt es einen Knopf „Sign up now“.
Nach drücken des Knopfes landet man auch schon auf der
Registrierungsseite von Twitter.

deutschsprachige Registrierungsabbildung

Mit Hilfe der oben abgebildeten Abbildung sollte der Registrierung nichts mehr im Wege stehen. Die
Anmeldung ist weitestgehend anonym. Nur schnell den Vor- und Nachnamen (es reicht auch ein Alias-
Name) eingeben, einen Wunschbenutzernamen ausdenken (wird automatisch Teil der späteren
öffentlichen Adresse) und Kennwort sowie E-Mail Adresse eingeben.

Zukünftig ist man nun unter www.twitter.com/MEIN_WUNSCHNAME erreichbar.

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Nun erscheint das Importierungsfenster. Hier können Sie auswählen ob Twitter überprüfen soll, ob
eventuell schon Ihre Freunde bei Twitter registiert sind. Zwar werden keine Daten gespeichert, doch ist
die Empfehlung von CNETZ.net: Überspringen und später manuell hinzufügen, denn Ihr E-Mail
Kennwort sollte nur Ihnen bekannt sein.

Klicken Sie unten auf der Seite auf Überspringen („Skip“)

Nach dem Klick auf Überspringen gibt es aber trotzdem Vorschläge von Twitter. Überpringen Sie einfach
die Vorschläge, in dem Sie erneut unten auf Überspringen klicken.

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Nun sind Sie automatisch im Hauptmenü von Twitter. Dieses erscheint zukünftig immer nach Ihrer
Anmeldung unter www.twitter.com. Das Hauptmenü sollte in etwa wie folgt aussehen:

Wie Sie sofort erkennen: Der Dienst ist komplett in englischer Sprache. Das macht aber theoretisch
nicht viel, denn auch ohne große Englischkentnisse kann man Twitter ganz akzeptabel benutzen.
Trotzdem sollte man auf jeden Fall einen Englischkurs besuchen, da es kaum „vernünftige“
Internetdienste in deutscher Sprache gibt.

Ganz oben den Hinweis können Sie mit einem Klick auf den Knopf „Close“ (schliessen) ausblenden. Nun
haben Sie automatisch auch wenig mehr Platz bekommen.

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Die ersten Schritte


Nun als erstes „Herzlichen Glückwunsch“. Sie sind nun einer von vielen Millionen Twitter-Nutzern. In
Deutschland ist der Dienst stark im Kommen und vielleicht hatten Sie ja Glück bei der Auswahl Ihres
Benutzernamens. Spätestens in einem Jahr werden alle gut einprägsamen Namen vergeben sein.

Ganz oben erkennen Sie ein Eingabefeld und daneben die Zahl 140. Im Eingabefeld können Sie einfach
Ihren Status reinschreiben. Sie werden bemerken, dass sich die Zahlen beim Schreiben verändern, denn
es handelt sich um einen Zähler. 140 Zeichen sind die maximale Anzeil an Zeichen. Wie wäre es mit
folgendem Text:

Nach dem Ausfüllen klicken Sie dann nur noch auf „update“ und schon wird die Nachricht bei Twitter
eingestellt. Die Nachricht ist öffentlich. Sie sollten daher nicht unbedingt Ihren Chef, der Ihnen noch 3-
Monatsgehälter schuldet, anschwärzen. Die eingestellte Twitter-Nachricht ist unter
www.twitter.com/MEIN_WUNSCHNAME öffentlich einsehbar. Des Weiteren findet man den Text auch
in Suchmaschinen, wie beispielsweise Microsoft Bing (http://bing.com/twitter) und zukünftig mit
Sicherheit auch bei Google. Unter http://search.twitter.com kann man Twitter direkt nach Nachrichten
„abgrasen“.

Nach dem Abschicken steht Ihre Nachricht auch direkt im Hauptfenster, unter
dem Eingabefeld. Damit sehen Sie dann auch wie die Nachricht dann bei anderen
erscheint. Versuchen Sie einfach einmal die Maus über die eingestellte Nachricht
zu bewegen. Es erscheint nun ein Sternchen und ein Hinweis („Delete“).

Ein Klick auf das Sternchen speichert die Nachricht bei Ihrem Twitter-Konto als Favorit ab. Ein Klick auf
„Delete“ entfernt die Nachricht aus Twitter.com. Es kann jedoch vorkommen, dass andere die Nachricht
trotzdem schon gesehen haben. Daher lieber 2x vor dem Abschicken nachdenken.

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Nochmals Herzlichen Glückwunsch. Sie sind nun nicht nur bei Twitter registriert, sondern haben auch
eine Nachricht bei Twitter eingestellt. Damit wissen Sie schon mehr über Twitter, als der überwiegende
Teil der deutschen Bevölkerung.

Ziemlich einseitig ist es aber noch, denn Twitter macht natürlich auch nur Sinn, wenn man die
Mitteilungen anderer Personen liest. Auch wenn die Qualität des deutschen Fernsehens extrem
nachgelassen hat, vielleicht schauen Sie ja trotzdem noch ab und zu „in die Röhre“ und wünschen sich
Fernsehtipps. RTV.de bietet unter http://twitter.com/rtvde einen Filmtipp-Service an. Wählen Sie doch
einfach mal die Adresse an.

Abbildung Twitter-Kanal von RTV.de (www.twitter.com/rtvde)

Um die „Informationen“ von rtvde zu abonnieren reicht eigentlich ein Knopfdruck. Da es sehr schnell
jedoch sehr unübersichtlich wird, wenn man viele Kanäle abonniert hat, empfiehlt sich die Nutzung der
erst kürzlich veröffentlichten Listenfunktion von Twitter.

Man kann so verschiedene Kanäle in Listen ablegen und sie so später schnell wieder
aufrufen. Klicken Sie einfach mal auf den linken Knopf („... manage lists...“) und
wählen „New list“ (neue Liste erstellen).

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Es sollte sich eine Art neues „Fenster“ geöffnet haben. Dort vergeben Sie nun einen aussagekräftigen
Listennamen und eine Kurzbeschreibung gefolgt von Privatsphäreeinstellungen. Vielleicht finden ja auch
andere Personen Ihre Listenzusammenstellung interessant? Teilen Sie die Liste dann doch einfach mit
anderen (Public) oder wählen „Private“ um ihre Liste nur für Sie selbst zugänglich zu machen.

Ein anschließender Klick auf „Create List“ speichert die Liste dann einfach ab. Nun können Sie zukünftig
RTVde mit einem Klick auf „fernsehen“ in der Liste aufrufen. Benachrichtigt werden Sie jedoch nicht
automatisch über „Aktualisierungen“. Möchten Sie wirklich in Echtzeit über Neuigkeiten von RTVde
informiert werden, so müssen Sie das Konto auch abonnieren.

Ein Klick auf abonniert dann den ausgewählten Kanal.

Tipp der Redaktion: Abonnieren Sie wirklich nur „wichtige“ Konten, denn bedenken Sie, dass Sie über
alle Aktualisierungen auf der Twitter-Hauptseite informiert werden und so ganz schnell den Übersicht
verlieren werden. Am besten daher nur den „echten“ Freundeskreis abonnieren und alles andere in
Listen ablegen.

Bei jedem Twitter-Konto (auch bei dem eigenen) erscheint auf der rechten Seite

Dazu eine kurze Erklärung:

Following: Das angewählte Twitter-Konto hat X Personen abonniert


Followers: Das angewählte Twitter-Konto wird von X Personen abonniert
Listed: Das angewählte Twitter-Konto wurde in X Listen abgelegt
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Vergessen Sie auf keinen Fall, dass im Moment noch jeder Ihre eingestellten Nachrichten lesen kann.
Ändern können Sie dieses unter http://twitter.com/account/settings. Ganz unten finden Sie die
Einstellung um Ihre Nachrichten zu schützen.

Ein Klick auf „Protect my tweets“ zeigt zukünftige Nachrichten dann nur noch Personen an, welchen Sie
ausdrücklich den Zugriff genehmigt haben. Macht jedoch nur wenig Sinn, denn so könnten Sie keine
öffentliche Nachrichten an Ihren Lieblingsschauspieler oder ihre Lieblingssängerin mehr senden.

Fanpost schreiben
Wie bereits erwähnt, nutzt wohl fast jeder bekannte Sänger und Schauspieler Twitter. Wie wäre es mit
einer Nachricht direkt an den Star? Vorab sollten Sie auf jeden Fall kontrollieren, ob „Ihr Liebling“ auch
wirklich Nachrichten beantwortet. Das sehen Sie an den Nachrichten im Profil des Künstlers. Wozu die
arbeit machen, wenn der Star die Nachricht sowieso nicht liest?

Tipps, wie Sie herausfinden, ob ihr Idol denn auch Twitter wirklich nutzt:

Nachrichten klingen abgedroschen und zur reinsten Selbstdarstellung


Entweder stellt die PR-Abteilung die Nachrichten ein oder aber der „Star“ hat einen an der Waffel ist
sehr extrovertiert und mitteilungsbedürftig. Ersteres kommt häufiger vor ;-)

Keine öffentlichen Antworten


Die letzten Nachrichten auf der Profilseite beinhalten keinerlei öffentliche Antworten. Öffentliche
Nachrichten beinhalten im Nachrichtentext: @BENUTZER und unter der Nachricht steht dann auch „in
reply to...“ („bezieht sich auf“).

Automatische Einstellung von Nachrichten


Wenn Maschinen die Arbeit übernehmen, sollten sie schnell wieder umdrehen. Sie erkennen sie an
Namen wie beispielsweise Twitterfeed unter der Nachricht. Dann wurde die Nachricht automatisch
eingestellt und Ihr „Liebling“ will sich gar keine Zeit für Fans nehmen.

Verifiziertes Twitter Konto


George W. Bush gibt es ungefähr 100.000 Mal bei Twitter. Leider handelt es sich alles nur um Betrugs-
Twitter-Konten. Ein Beispiel für ein echtes Konto ist das vom ehemligen
Vizepräsident Al Gore. Dieses trägt ein kleines Verifizierungsemblem von
Twitter.

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Eine neue Nachricht schreiben Sie dann mit einem Klick auf . Dadurch wird
dann automatisch eine neue öffentliche Nachricht an die betreffende Person geschrieben.

Beispiel einer öffentlichen Nachricht an den ehemaligen US-


amerikanischen Senator von North Carolina, Johnny Reid
Edwards.

Die Antworten werden dann optisch auf der rechten Seite dargestellt:

Was wird gerade diskutiert?


Twitter ist vor allem aufgrund der Echtzeitkommunikation interessant. Gerade ist
etwas geschehen und Minuten später, kann man es schon bei Twitter finden. Erst
kürzlich gab es einen Amoklauf in einer US-amerikanischen Militärbasis. Fotos von
verwundeten Soldaten wurden Minuten später bei Twitter eingestellt.

Auf jeden Fall ist Twitter meist aktueller als die Nachrichten in Funk- und
Fernsehen. Wobei es natürlich auch sehr viele erfundene Geschichten dort gibt,
welche sogar die Massenmedien (Fernsehen) übernehmen, wie es bei CNN und
anderen Sendern der Fall war. Man sollte also nicht gleich in Panik ausbrechen,
wenn viele Nutzer gerade über den kommenden Weltuntergang schreiben.

In der rechten Leiste bei Twitter (siehe Abbildung links) gibt es die „Trending
Topics“, also die Themen, über die gerade heftig „diskutiert wird“. Ein Klick auf
eines der Themen und schon sehen die letzten Nachrichten anderer Twitter-Nutzer
zu diesem Thema.

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Retweets
Das Wort Retweet haben Sie sicher bereits bei Twitter mehrfach gefunden. Ein Retweet ist eine
Nachricht, welche eine Person gestellt hat und von einer anderen Personen im gleichen Wortlaut
weitergeleitet wurde.

Das ist ein Beispiel eines Retweets. Als erstes wurde es vom Benutzer CNNsotu (CNN State Of The
Union) eingestellt und vom Twitter-Konto CNN sowie 4 weiteren retweeted.
Selbst einen Retweet durchführen können Sie, indem Sie einfach auf
Retweet unter dem Nachrichtentext klicken. Es folgt ein kleiner Hinweis,
welchen Sie nur noch bestätigen müssen.

Beispiel eines selbst durchgeführten „Retweets“

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Alternative Twitter Oberflächen


Wie man das Design von Twitter ändern kann, erfahren Sie unter
http://twitter.com/account/profile_settings. Dort können Sie andere Farben und Hintergrundbilder
auswählen. Unter http://twitter.com/account/picture sollten Sie das eigene Foto hochladen, damit die
anderen Twitter-Nutzer auch sehen von wem die Nachrichten kommen.

Leider ist die Twitter-Oberfläche nicht jedermanns Sache und so gibt es viele Drittanbieter die eine
alternative Oberfläche für Twitter bieten. Aufgeräumter und meist auch mit einem grösseren
Funktionsumfang als Twitter selbst. Dabei setzen diese Anbieter auf den offenen Entwicklerzugang
(API) von Twitter. Das bedeutet, auch wenn man Nachrichten (Tweets) über Oberfläche X oder Y
einstellt, werden diese bei Twitter.com direkt veröffentlicht. Mittlerweile gibt es wohl weit über
hundert Anbieter weltweit. Wie immer, nahezu alle in englischer Sprache. Die wenigsten gibt es auch
auf Deutsch. Trotzdem hier eine kleine Übersicht der interessantesten Drittanbieter.

Twuffer (www.twuffer.com) wird gern von Firmen eingesetzt. Für Privatpersonen eignet es sich eher
weniger, da der Dienst vor allem für die Einstellung von zeitverzögerten Tweets genutzt werden kann.
Ankündigungen, etc. kann man damit in wenigen Sekunden einstellen. Einfach mit dem vorhanden
Twitter-Benutzernamen und Kennwort bei Twuffer anmelden. Eine Registrierung ist nicht notwendig.
Leider wird aber auch kein OAuth unterstützt.

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Hootsuite (www.hootsuite.com) ist einer der bekannteren Anbieter. Nach einer Registrierung kann man
dann sein Twitter-Konto hinzufügen. Auch bei Hootsuite ist OAuth leider ein Fremdwort. Neben Twitter
kann man auch ein LinkedIn oder Ping.fm Konto hinzufügen. Hootsuite lässt sich stark anpassen, ob es
dann denn auch übersichtlich genug ist sollte man nach einem ersten Test entscheiden.

Twitiq (www.twitiq.com) hat eine


aussagekräftigere und
aufgeräumtere Oberfläche. Auch
hier kann man beliebig viele Twitter-
Konto hinzufügen. Dazu gibt es
dann noch eine Bildervorschau,
sofern die entspechende Person
denn auch den oder die
ausgewählte(n) Image-Hoster
benutzt.

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Genau wie Twitiq setzt auch Brizzly (www.brizzly.com) eher auf den Funktionsumfang als auf Grafik
Funktionen. Hässlich sieht Brizzly nicht aus, aber eine echte optische Schönheit ist der Dienst ebenfalls
nicht. Für Einsteiger ist Brizzly aber sehr empfehlenswert, da alle Funktionen wirklich ausführlich
beschrieben sind. Sehr gut gemacht ist auch die Möglichkeit Bilder direkt aus der Oberfläche
hochzuladen und bei Twitter dann zu verknüpfen. Neben Twitter kann man aber auch ein vorhandenes
Facebook-Konto benutzen.

Mit Twittermail (www.twittermail.com) kann man Statusaktualisierungen auch per E-Mail einstellen.
Dafür erhält man dann eine persönliche E-Mail Adresse. Nachrichten an diese Adresse werden dann
direkt in Ihrem Twitter-Konto eingestellt. Und wenn Twitter.com mal wieder nicht erreichbar ist, wird
die Nachricht so lange zwischengespeichert bis Twitter.com wieder funktioniert.

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Bis vor kurzem war CoTweet (www.cotweet.com) noch der Favorit von CNETZ.net. Erstklassige
Oberfläche, schnelle Ladezeit, hervorragender Support und auch viele nahmhafte Firmen (Microsoft,
FORD, PepsiCo, CocaCola) setzen dieses kleine Werkzeug ein. Da wohl immer mehr Nutzer auf CoTweet
setzen, ist es teilweise wirklich schleichend langsam. CoTweet wird eher von Firmen eingesetzt, da man
eingehende Nachrichten auf einzelne Mitarbeiter verteilen kann und auch per E-Mail bei neuen
Nachrichten informiert wird.

SeesmicWeb
(www.seesmic.com/app/)

ähnelt optisch Hootsuite


und ist mit Sicherheit
nicht Jedermanns Sache.
Unterstützt werden
Twitters Listenfunktionen
sowie alle weiteren
Standardfunktionen.

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Software für den Twitter-Zugriff


Nicht jeder kann sich mit webbasierten Applikationen anfreunden. Ein Glück gibt es auch herkömmliche
Software, welche man auf dem lokalen PC oder Apple Computer installiert und direkt vom Desktop aus
starten kann.

Abbildung Seesmic für Windows

Ganz ohne Adobe AIR kommt Seesmic für Windows aus. Herunterladen und installieren und schon geht
es los. Seesmic for Windows unterstützt Twitter-Listen sowie auch mehrere Twitter-Konten. Download
direkt unter http://seesmic.com/seesmic_desktop/windows/

TweetDeck ist auch so ein Kandidat.


Entweder liebt man die Oberfläche
oder man hasst sie. Immerhin: Man
kann mehrere Twitter-Konten
verwalten und auch MySpace und
Facebook Konten hinzufügen.

Unter www.tweetdeck.com steht die


Adobe AIR Software für MacOS,
Windows OS, und Linux-Systeme
zum Download.

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Twhirl (www.twhirl.org) ist ebenfalls eine Adobe AIR Software


und somit mit gängigen Computer Betriebssystemen
kompatibel.

Die winzige Software ermöglicht den zeitgesteuerten Versand


und Empfang von Twitter-Nachrichten. Sehr nett gemacht ist vor
allem die stündliche Begrenzung von Aktivitäten bei Twitter.
Twitter hat eine Limitierung für den kostenfreien API-Zugang
eingeführt, um Missbrauch vorzubeugen. In den Einstellungen
von twihrl kann man so festlegen wieviele Aktionen man
maximal automatisch ausführen möchte und die restlichen dann
für „spontane“ Aktionen aufsparen.

Destroy Twitter ist eine fast 8 MB große Adobe Air Datei mit nahezu dem
gleichen Funktionsumfang wie Twhirl, trotzdem ist diese Applikation fast 4x
so gross. Was nun daran besonders ist, kann man unter
www.destroytwitter.com herausfinden. Erwähnenswert ist auf jeden die
Möglichkeit eigene Designs für die Softwareoberfläche online generieren
zu lassen. Wie wäre DestroyTwitter in ihrer Lieblingsfarbe oder mit einem
Familienfoto im Hintergrund?

Und für MacOS Nutzer gibt es Tweetie (www.atebits.com) in


einer ansprechenden (wie man es von MacOS kennt)
Oberfläche. Tweetie gibt es auch für Apples iPhone unter
der gleichen Adresse.

Weitere interessante Twitter Software:

 Ada
 AlterThingy
 BitterTwittX
 Tweetr
 Snittr

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Spam
Wussten Sie, dass weit über 90% der weltweit versendeten E-Mails unerwünschte Spamnachrichten
sind? Würde es bei anderen Produkten ein so hohes Missbrauchsvorkommen geben, würde der Dienst
einfach eingestellt werden. Bei Twitter gibt es natürlich auch Spam und jeden Tag wird es mehr.
Vermeiden können Sie Spam, indem Sie wirklich nur Personen abonnieren, wo Sie sicher sind, dass Sie
die Themen auch interessieren.

Abbildung einer typischen Spamnachricht

In Deutschland wird Twitter vor allem für MLM-Systeme missbraucht. Leider scheinen die Aussender
noch nicht erkannt haben, dass die Nachfrage doch eher gering ist. Sie können mithelfen, indem Sie alle
Werbekonten an die Sammelstelle melden („Report... for spam“ in der folgenden Abbildung). Achten
Sie auch immer, wer Sie denn überhaupt abonniert hat. Meist sind es Spamkonten oder auch
fremdsprachige Twitter-Konten. Klicken Sie auf keine unbekannten Links.

Unerwünschte Verfolger natürlich auch blockieren. Denn wozu


soll eine Firma in Uganda denn wissen wollen, dass es bei Ihnen
gerade regnet? Die Chance, dass die Firma die Nachricht
überhaupt liest, liegt bei Null.

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Über diesen Ratgeber

Auf Anfrage gibt es diesen Ratgeber auch in einer White-Label Version ohne Verweis auf CNETZ.net und
mit Ihren Screenshots (beispielsweise um den eigenen Twitter-Kanal zu bewerben). Dieses ist natürlich
nur für Firmen interessant und möglich. Nähere Informationen gibt es per E-Mail an marco@cnetz.net

Alle Ratgeber stehen exklusiv bei CNETZ.net, dem Technologieratgeber, zum kostenfreien Download.
Sollten Sie das eBook zum Download anbieten wollen, bitten wir um eine kurze Vorabinformation.

Es gibt noch viele weitere eBooks von CNETZ.net. Schauen Sie doch einfach mal www.cnetz.net vorbei.
Dort gibt es Ratgeber über Themen wie Instant Messaging, Kurz-URL Dienste und gar den offiziellen
deutschsprachigen Zoho Mail Ratgeber. Ebenfalls sehr interessant ist die grösste Instant Messaging
Umfrage unter http://umfrage.cnetz.net Stimmen Sie ab, damit Microsoft, Yahoo und AOL einen
besseren Instant Messaging Client entwickeln können.

CNETZ.net erreichen Sie unter www.cnetz.net oder aber auch im Twitter-Kanal cybernetz
unter www.twitter.com/cybernetz. Englischsprachige Techniknachrichten gibt es exklusiv
im Kanal Hightechnews unter www.twitter.com/hightechnews 24 Stunden rund um die
Ihr in Echtzeit. Dazu regelmässig exklusive Einladungen zu Beta-Diensten.
© 2009 www.cnetz.net
Ausgabe 2

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