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Social Media

Charakteristika, Phänomene und Auswirkungen

Seminarkurs Dokumentation Tilo Hensel 27. Juni 2011

Gottlieb-Daimler-Schule 1 Technisches Gymnasium Jahrgangsstufe 1.3 Herr Löchner

Vorwort

Ich bin im Jahr 1992 geboren und gehöre somit ganz automatisch zu den Digital Nati- ves”. Was das bedeutet, zeigt folgende Begebenheit, die von Jung-von-Matt-Chef Pe- ter Figge erzählt wird: „Mein Sohn hat mich gefragt, wie wir ins Internet kamen, bevor es Computer gab.” 1 So wenig wegzudenken ist das weltumspannende Datennetz für die junge Generation. Dabei hat das Kind eines richtig erkannt: Das Internet ist unab- hängig vom Endgerät, mit dem man es nutzt. Doch nicht nur die Art der Endgeräte ist einem schnellen Wandel unterworfen, sondern auch die Art der Internetnutzung hat sich verändert. “Ein Youngster antwortete auf die Frage, wie er E-Mail nutzt: E-Mail mach ich nur, um Kontakt zu alten Menschen aufzunehmen.’” 1

Ich selbst blogge auf meiner privaten Website seit 2006 und habe im Laufe der Jahre verschiedene Webprojekte realisiert. Ich bezeichne mich als Social-Media-Enthusiast. Großen Spaß habe ich daran, als „Early Adoptor” neue Technologien frühzeitig zu ver- stehen, anzuwenden und optimal zu nutzen. Soziale Netzwerke nutze ich schon seit langem. Begonnen hat es für mich mit dem Kindernetzwerk, dann kam Pausenhof, dann Schüler-VZ, dann Facebook, Twitter, Tumblr, YouTube, XING u.v.a.m. Ich habe die Möglichkeiten der Netzwerke ausprobiert und zu jeweiligen Zeitpunkt meine Aus- wahl getroffen.

Aus meiner Begeisterung für die Nutzung von Social Media heraus ist das Interesse entstanden, mich im Rahmen des Seminarkurses mit dem Thema Social Media inten- siv auseinanderzusetzen. Ohnehin verfolge ich Entwicklungen, Meinungsäußerungen und Diskussionen zu diesem Thema und bilde mir darüber eine eigene Meinung. Im- mer wieder stelle ich fest, dass es eine Menge Vorurteile in Bezug auf Social Media gibt, denen ich in meinem Umfeld mit möglichst fundierten Argumenten begegne. Die rasante Verbreitung von Social Media bringt im privaten, beruflichen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bereich teilweise umwälzende Veränderungen mit sich. Das macht das Thema für mich unglaublich spannend.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

 

2

Einleitung

4

1

Social Media = Mitmachweb

5

1.1 In sozialen Medien geht es um Interaktion

5

1.2 Es wird schwerer, sich dem Mitmachen zu entziehen

7

2

Das populärste soziale Netzwerk

9

2.1 Facebook hat die meisten Besucherzahlen

9

2.2 In Deutschland hat Facebook große Wachstumsraten

10

2.3 Facebook wird nicht nur von den Digital Natives genutzt

11

3

Leichteres soziales Netzwerken

12

3.1

Ein Geflecht von Beziehungen umspannt die Welt

13

3.2 Der Begriff des „Freundes“ bekommt eine neue Bedeutung

13

3.3 Jeder kann sich einem großen Publikum präsentieren

14

3.4 Social Media Nutzer pflegen Kontakte

15

3.5 Social Media Nutzer engagieren sich sozial

16

3.6. Firmen sorgen sich um die Produktivität ihrer Mitarbeiter

17

4

Mehr Dialog mit den Kunden

18

4.1 Unternehmen entdecken neue Marketingmöglichkeiten

18

4.2 Social-Media-Marketing folgt eigenen Regeln

19

4.3 Im Netz kann die Kundenkritik explodieren

20

4.4 Das Netz lässt sich nicht kontrollieren

20

5

Schnellere Informationsverbreitung

21

5.1 Jeder kann Berichterstatter sein

21

5.2 Das Wichtigste lässt sich in 140 Zeichen mitteilen

22

5.3 Heiße Meldungen verbreiten sich rasant

22

5.4 Twitter kann vielfältig sinnvoll genutzt werden

23

5.5 Social Media verändern die Informationspolitik

24

5.6 Über Social Media bekommen die Bürger mehr Einfluss

25

6

Machtverschiebung zum Volk

26

6.1 Soziale Netzwerke befeuern den Aufstand arabischer Völker

26

6.2 Eindrückliche Bilder gehen um die Welt

27

Ausblick

 

28

Anhang

29

 

Glossar

29

Quellenverzeichnis

30

Einleitung

Der Begriff Social Media liegt voll im Trend. Fast jeder hat ihn schon einmal gehört, ist bekannten Anwendungen wie zum Beispiel Facebook oder Twitter begegnet, doch nur wenige verstehen wirklich, was der Begriff beinhaltet, wie Social Media funktionieren und welche Prozesse, Strukturen und Mechanismen zugrunde liegen.

Diese Arbeit erklärt, was Social Media überhaupt sind (Kapitel 1), informiert über das dominierende soziale Netzwerk Facebook (Kapitel 2), beschreibt wie Social Media so- ziales Netzwerken erleichtern (Kapitel 3), wie Unternehmen über Social Media in den Dialog mit ihren (potenziellen) Kunden kommen (Kapitel 4), wie durch Social Media Informationen eine schnellere Verbreitung finden (Kapitel 5) und wie Social Media die politischen Machtverhältnisse verändern (Kapitel 6).

Es soll angemerkt sein, dass das komplexe Thema im Rahmen dieser Seminararbeit nicht vollständig und nicht vertieft behandelt werden kann. Die Arbeit ist aus Sicht ei- nes 18-jährigen Schülers, der in der westlichen Welt in Deutschland lebt, geschrieben.

Social Media spielen heute eine so wichtige Rolle im Leben der Menschen, dass sich jeder, der am Puls der Zeit bleiben, sich aktiv am gemeinschaftlichen Leben beteiligen und Einfluss nehmen möchte, mitmacht.

Diese Arbeit will Informationen liefern, aufklären, Zusammenhänge darstellen, Vorurtei- le abbauen helfen, zur kompetenten Nutzung von Social Media anregen und zum Sam- meln von eigenen Erfahrungen ermuntern.

1 Social Media = Mitmachweb

Social Media, auf Deutsch Soziale Medien, ist ein Sammelbegriff für digitale Medien, mit deren Hilfe die Nutzer Erfahrungen, Meinungen und Informationen austauschen und Inhalte gemeinsam erstellen, bearbeiten, gestalten und verteilen. Die Kommunika- tionsmittel sind Text, Bild, Audio oder Video.

1.1 In sozialen Medien geht es um Interaktion

Peter Glaser, IT-Journalist und Schriftsteller, der seit drei Jahrzehnten die Entwicklung der digitalen Welt verfolgt, stellt fest: „Mit dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und dem Aufkommen der sozialen Medien stellte sich heraus, dass wir nicht länger im Informationszeitalter leben, sondern im Kommunikationszeitalter.” 2

Typisch für Social Media ist, dass die Informationen nicht mehr nur in einer Richtung fließen (vom Sender zu den Empfängern), sondern von vielen zu vielen. Weil Social Media auf dem Gedanken beruht, dass sich alle (bzw. möglichst viele) Internetnutzer beteiligen und selbst etwas produzieren, nennt man das auch Mitmach-Web. Social Media basieren auf der Nutzung von interaktiven Anwendungen. Die Vielzahl der An- wendungen zeigt die folgende Grafik „The Conversation Prism” 3 , die in Anwendungs- bereiche aufgefächert ist.

2 CHIP, 07/2011, S. 97, „Ist der PC tot?” von Peter Glaser 3 http://www.theconversationprism.com (23.06.2011)

Abbildung 1: The Conversation Prism (Das Prisma der Konversation) 6

Abbildung 1: The Conversation Prism (Das Prisma der Konversation)

Web 2.0, ist ein Begriff, der ebenfalls für das interaktive Internet benutzt wird und in Anlehnung an die Versionsnummern von Softwareprodukten entstanden ist. Er wird immer mehr von dem Social Media abgelöst. Siehe untenstehende Grafik, die zeigt, wie häufig die beiden Begriffe bei Google gesucht werden.

wie häufig die beiden Begriffe bei Google gesucht werden. Abbildung 2: Google Trends 4 (Search Volume

Abbildung 2: Google Trends 4 (Search Volume index: Anzahl der Suchanfragen, News reference volume: Anzahl der Nachrichten); Farblegende: rot: Web 2.0, blau: Social Media

1.2 Es wird schwerer, sich dem Mitmachen zu entziehen

Wer nicht in gängigen sozialen Netzwerken Mitglied ist, kann leicht außen vor gelassen werden, weil sich andere auf diesen Informationskanal beschränken. So können wich- tige Mitteilungen an „Facebookverweigerern” vorbei laufen, z. B. die Information inner- halb einer Schulklasse, dass eine Stunde kurzfristig entfällt, wenn diese Nachricht ex- klusiv über Facebook verbreitet wird.

Das Mitmachen in Form von einer Meinungsäußerung ist einerseits eine reizvolle Mög- lichkeit, andererseits wird es häufig zur aufdringlichen Aufforderung. Auf vielen Websi- tes großer Medienhäuser wird am Ende eines Artikels die Möglichkeit geboten, den Artikel seinen Freunden bzw. Followern zu empfehlen. Eine Empfehlung von einer Per- son, die man persönlich kennt, ist die effektivste Werbung. Dies hat zu Folge, dass vie- le Websitebetreiber geradezu darum betteln, dass ihre Nutzer die Seite „liken” (das heißt bei Facebook angeben, dass ihnen die Seite gefällt), denn dieser Hinweis er- scheint dann im Profil des Users und somit auch im Newsfeed aller Freunde, was Traf- fic für die Seite generiert.

Der Nutzer will nicht immer der Forderung, ein „gefällt mir” zu klicken nachkommen. Jedem muss das Recht zugestanden werden, zu einem Thema keine Meinung zu ha- ben. Sascha Lobo, ein sehr bekannter deutscher Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter, meint in einer Kolumne auf SPIEGEL-ONLINE, die Nutzer bräuchten „ei- nen Button, der sagt: Ich habe das zur Kenntnis genommen, aber bin im Moment aus verschiedenen Gründen nicht willens oder in der Lage, mir dazu eine nach meinem Maßstab ausreichend fundierte Meinung zu bilden.’” 5

2 Das populärste soziale Netzwerk

Das US-amerikanische Netzwerk Facebook aus Palo Alto, das im Februar 2004 ge- gründet wurde 6 und im März 2008 nach Deutschland kam 7 , dominiert den deutschen Markt mit sehr großem Vorsprung. Es hat in den Jahren seit seinem Bestehen eine ra- sante Entwicklung genommen.

2.1 Facebook hat die meisten Besucherzahlen

Die folgende Tabelle mit Besucherzahlen der Top 20 der Sozialen Netzwerke verdeut- licht die führende Rolle von Facebook. Bei diesen Zahlen handelt es sich nicht um akti- ve Mitglieder der Netzwerke, sondern um mit einem Google-Tool hochgerechnete Be- sucherzahlen der Webseiten.

Google-Tool hochgerechnete Be- sucherzahlen der Webseiten. Abbildung 3: Top 20 soziale Netzwerke Deutschland 8 6

Abbildung 3: Top 20 soziale Netzwerke Deutschland 8

(23.06.2011)

Die vor wenigen Jahren noch führenden nationalen Anbieter wie die VZ-Netzwerke (meinVZ, schülerVZ und studiVZ), wer-kennt-wen oder Lokalisten können zunehmend vernachlässigt werden.

Die Dominanz von Facebook zeigt auch eine aktuelle Forsa Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom. 9 Demnach sind 47 % der deutschen Internetnutzer bei Facebook registriert (Stand 2011).

Internetnutzer bei Facebook registriert (Stand 2011). Abbildung 4: Die Top-10 der Online-Communitys 9 2.2 In

Abbildung 4: Die Top-10 der Online-Communitys 9

2.2 In Deutschland hat Facebook große Wachstumsraten

Anfang Juni 2011 verkündete Facebook, dass in Deutschland die 20 Millionen-Nutzer- Grenze überschritten worden sei. 10 Dabei wurden nur Nutzer gezählt, die sich in den vorangegangenen 30 Tagen mindestens einmal eingeloggt hatten. Bei 80 Millionen Deutschen entspricht das einer Penetration von 25 %. Beeindruckend ist die Zahl vor allem, wenn man bedenkt, dass Facebook noch im Oktober 2008 hierzulande lediglich 1,2 Millionen Nutzer hatte. In den Monaten Februar bis Mai 2011 konnte Facebook 4 Millionen neue Mitglieder begrüßen. 50 % der Facebook-Nutzer loggen sich sogar täg-

lich ein. Im Vergleich zur Penetration in den USA, die bei etwa 48 % liegt 11 , ist in Deutschland noch viel Luft nach oben. Auch im innereuropäischen Vergleich liegt Deutschland bei den Nutzerzahlen von Facebook weit hinten. So liegt die Facebook- Nutzerquote in Großbritannien zum Beispiel bei über 40 Prozent. Die vergleichsweise niedrigen Zuwachsraten dort deuten darauf hin, dass hier eine Sättigungsgrenze er- reicht wird. 12

2.3 Facebook wird nicht nur von den Digital Natives genutzt

Betrachtet man die demografische Verteilung der deutschen Facebook-Nutzer, ist fest- zustellen, dass die bis 34-Jährigen etwa drei Viertel ausmachen.

dass die bis 34-Jährigen etwa drei Viertel ausmachen. Abbildung 5: Demografische Verteilung der deutschen

Abbildung 5: Demografische Verteilung der deutschen Facebook-Nutzer 13 (Juni 2011)

Der Anstieg der Nutzerzahlen ist besonders hoch in der Gruppe der 13- bis 24- Jährigen (2,6-fach von Ende 2009 und Ende 2010), etwas niedriger in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen (ca. 2-fach im selben Zeitraum) und interessanterweise wieder hö- her in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen (2,6-fach im oben genannten Zeit- raum). 14 Die intensive Nutzung der Social Media ist also keineswegs der Generation der Digital Natives vorbehalten. „Im Netz zu Hause zu sein, ist keine Frage des Alters”, betont der Netzwerkexperte Peter Kruse (Jahrgang 1955). 15

15 http://goo.gl/SBnsp (gekürzter Link zur Mediathek Hessen) (24.06.2011)

3 Leichteres soziales Netzwerken

Social Media befriedigen Grundbedürfnisse der Menschen. Menschen sind soziale Wesen und brauchen für ihr Wohlergehen soziale Bindungen und Gruppenzugehörig- keit. Social Media bieten vielfältige Möglichkeiten für Kommunikation. Das Wort Kom- munikation stammt aus dem Lateinischen; communicare bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. 16 „Kommunikation als Sozial- handlung dient der Problemlösung: Durch Kommunikation werden Hindernisse über- wunden, die sich allein nicht bewältigen lassen.” 16

Oft wird behauptet, dass sich durch die neuen technischen Möglichkeiten und die neu- en Medien Grundsätzliches im Leben der Menschen verändert hat. Dem kann man entgegenhalten, dass sich nur die Mittel der Kommunikation verändert haben. Zu allen Zeiten haben Menschen Kontakte zu anderen geknüpft und gepflegt und Informationen ausgetauscht. Nur dass Kommunikation auch über weite Distanzen hinweg so viel schneller geworden ist. Eine „Message“ landet heute in Sekundenbruchteilen beim Empfänger. Auf keinen Fall ersetzt digitale Kommunikation die analoge, sondern er- gänzt diese nur und schafft so mehr Möglichkeiten.

3.1

Ein Geflecht von Beziehungen umspannt die Welt

3.1 Ein Geflecht von Beziehungen umspannt die Welt Abbildung 7: Facebook Beziehungsgeflecht, Dezember 2010 1 7

Abbildung 7: Facebook Beziehungsgeflecht, Dezember 2010 17

Paul Butler, Facebook-Dateningenieur, der diese Grafik erstellt hat, gibt dazu folgende

Erläuterung: „

human relationships. Each line might represent a friendship made while travelling, a

family member abroad, or an old college friend pulled away by the various forces of life.

] [

people, even across oceans and borders.” 17 (

oder Flüsse oder politische Grenzen, sondern echte menschliche Beziehungen. Jede Linie könnte eine auf einer Reise geschlossene Freundschaft, ein im Ausland lebendes

Familienmitglied oder ein alte Schulfreund, den es aus irgendeinem Grund weggezo-

gen hat, sein. [

flusses, den wir auf das Verbinden von Menschen haben, selbst über Ozeane und Grenzen hinaus.)

the lines didn't represent coasts or rivers or political borders, but real

It's not just a pretty picture, it's a reaffirmation of the impact we have in connecting

die Linien repräsentieren keine Küsten

]

Es ist nicht nur ein hübsches Bild, es ist eine Bestätigung des Ein-

3.2 Der Begriff des „Freundes“ bekommt eine neue Bedeutung

In sozialen Netzwerken wie Facebook werden Kontakte sehr schnell „Freunde“ ge- nannt. Eine Begriffsveränderung ergibt sich schon durch die unterschiedliche Bedeu- tung von „Freund” im Deutschen und „friend” im Englischen. Im Englischen ist ein „friend“ eher als „Kumpel“, „Kamerad“ oder „Bekannter“ zu verstehen, im Deutschen traditionell als ein „in herzlicher Zuneigung Verbundener” oder auch als „Liebhaber”. 18 Die direkte Übersetzung ist also eigentlich nicht wirklich gleichbedeutend. Social Media

(23.06.2011)

18 Wahrig Deutsches Wörterbuch, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München, 7. Auflage, 2000

Nutzer dürften kein Problem mit der Verschiebung des Begriffs haben, da sie seine Bedeutung verstehen. Irritierend ist die neue Verwendung des Begriffs eher für Nicht- Social-Media-Nutzer. Man könnte es so sehen, dass der Begriff „Freunde” nicht ver- wässert wird, sondern eine Erweiterung erfährt.

Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer, antwortete in einem Interview der Zeitschrift GQ im Jahr 2008 auf die Frage, ob der Begriff des Freundes durch Netzwerke wie Face- book nicht verschwimmen würde, mit den Worten: „Facebook hilft, mit Leuten in Kon- takt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht, was Freundschaft bedeutet.” 19

Die Handhabung bei Facebook ist wie folgt: Wird eine Freundschaftsanfrage akzep- tiert, haben beide Freunde die Statusmeldungen des jeweils anderen abonniert und sehen diese im Newsfeed auf ihrer Startseite, wo alle Meldungen der Freunde eintref- fen. Außerdem werden Profilinformationen für Freunde freigegeben wie z.B. Wohnort, Schule, Geburtstag, Beziehungsstatus, Zugriff auf Fotos, Besuche von Veranstaltun- gen. Dies kann jedoch individuell durch die getroffenen Privatsphäre-Einstellungen festgelegt werden.

Die berechtigte Kritik an Facebook ist, dass die Standardeinstellungen sehr freizügig sind und man eingreifen muss, um Informationen zu verbergen (Opt-out). Das heißt, man muss sich erst einmal mit den möglichen Einstellungen beschäftigen. Außerdem muss einem bewusst sein, dass man Facebook vertraut, die getroffenen Einstellungen auch zu wahren. Sicherer ist immer, überhaupt weniger Angaben über sich zu machen.

3.3 Jeder kann sich einem großen Publikum präsentieren

Selbstdarstellung im Internet meint die freiwillige Preisgabe von Informationen zur ei- genen Person. Social Media bieten jedem die Möglichkeit, sich einer großen Öffent- lichkeit zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen - als Privatperson oder als eine Person von öffentlichem Interesse. Der Wunsch nach Selbstdarstellung ist an sich in keiner Weise verwerflich. Es ist natürlich, dass Menschen sich nach außen prä- sentieren und sich auch Gedanken machen, wie sie auf andere wirken. Es ist ein Grundbedürfnis, gesehen und anerkannt zu werden. „Esse est percipi” / „Sein ist Wahrgenommen werden“ meinte schon der Philosoph George Berkeley.

(25.06.2011)

Schon immer haben sich die Menschen durch Kleidung, Schmuck, Frisur und die Din- ge, mit denen sie sich umgeben („Mein Haus, mein Auto, mein Boot …” 20 ) bewusst dargestellt, an ihrem Image gefeilt, nach mehr Prestige gestrebt, die eigenen positiven Seiten hervorgehoben. Das Internet ist lediglich eine neue Plattform für die Selbstdar- stellung. Dort mag es noch verlockender erscheinen, sich so zu präsentieren, wie man sich selbst gerne sehen möchte und bei der Selbstdarstellung auch etwas zu beschö- nigen, um sich attraktiver zu machen. „Jeder Mensch versucht, ein kontrolliertes Bild von sich zu kreieren” 21 bringt es Karl Nessmann, Professor für Medien- und Kommuni- kationswissenschaften, auf den Punkt.

Häufig wird die Selbstdarstellung im Internet pauschal negativ bewertet. „Nicht selten fallen im selben Satz auch Begriffe wie ‚Profilierungssucht’ oder virtueller Exhibitionis- mus.’“ 22 Das erscheint abwegig, denn schließlich ist ein bestimmtes Maß an Selbstdar- stellung in sozialen Netzwerken notwendig, um die Interaktion überhaupt erst zu er- möglichen und zu erleichtern. Man will gefunden werden und andere Nutzer wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Das entspricht ganz dem Verhalten in der realen Welt, in der Menschen sich auch beim Kennenlernen einander vorstellen.

Man sollte sich bei jeder Selbstdarstellung im Web der Risiken bewusst sein, die die Preisgabe persönlicher Daten im Internet mit sich bringt. Jeder sollte seine Privatsphä- re ausreichend schützen und auf seine Reputation achten.

3.4 Social Media Nutzer pflegen Kontakte

Statistiken belegen, dass Menschen, die viele Webkontakte haben, in der Regel auch in der realen Welt zahlreiche soziale Kontakte haben und pflegen. Online-Kontakte er- gänzen Off-Line-Kontakte, ersetzen sie nicht. Aus Online-Kontakten können Off-Line- Kontakte werden. Laut einer aktuellen Studie hat der durchschnittliche Facebook- Nutzer 229 Freunde. Davon hat er 89 % schon mehrfach in der realen Welt getroffen, 7 % einmal getroffen und nur 3 % noch nie getroffen. 23

Social Media werden genutzt, um in Kontakt mit Bekannten und Freunden zu bleiben, sich zu verabreden, über Neuigkeiten im Freundeskreis auf dem Laufenden zu bleiben, sich gegenseitig mit Informationen zu versorgen. Mithilfe von Social Media ist es leich- ter, alte (Schul-)Freunde und Bekannte aufzustöbern und den Kontakt zu ihnen wieder aufleben zu lassen, sie wiederzutreffen. Eine andere Chance von Facebook liegt darin,

(22.06.2011)

dass man jemanden, den man irgendwo flüchtig kennengelernt hat, in Facebook wie- derfindet; dort ist es möglich, Gemeinsamkeiten zu entdecken, auf die man einen wei- tergehenden persönlichen Kontakt aufbauen kann. „Freundschaften zu pflegen gehört in meinen Augen zu den wichtigsten Aspekten unseres Lebens” 24 , sagte Facebook Mitgründer Chris Hughes in einem Interview 2009.

Soziale Netze helfen einem, sein soziales Leben zu organisieren. Man nutzt sie, um Neuigkeiten und Erfahrungen auszutauschen, Treffen und gemeinsame Unternehmun- gen in der realen Welt zu verabreden. Dass das auch schiefgehen kann, zeigt das be- rühmt gewordene Beispiel von Tessa aus Hamburg, die über Facebook zu einer Party eingeladen hat und aus Versehen diese Veranstaltung nicht als privat gekennzeichnet hat. Durch die schneeballartige Weiterverbreitung der Nachricht, auch noch nachdem sie die Veranstaltung gelöscht hatte, standen am Ende 1600 Leute bei ihr im Wohnge- biet. 25 Das zeigt einmal mehr, wie bedacht man mit den sozialen Medien umgehen muss, denn diese neigen dazu, eine unberechenbare Eigendynamik zu entwickeln. Ein bestimmtes Maß an Medienkompetenz ist unbedingt erforderlich.

In sozialen Netzwerken gibt es häufig extreme Gefühlsäußerungen. Auf der einen Seite gibt es Nutzer, die sich riesig über eine bestandene Prüfung freuen und gerade alles und jeden lieb haben, auf der anderen Seite Nutzer, die sehr deprimiert sind, weil eine Beziehung kürzlich gescheitert ist und die alles nur schwarz sehen. Eine neutrale Stim- mung ist selten anzutreffen. Eine Polarisierung sorgt dafür, dass man auffällt und reges Feedback bekommt.

3.5 Social Media Nutzer engagieren sich sozial

Menschen mit gleichen Interessen können Gedanken austauschen, sich in Gruppen zusammenfinden, Informationen austauschen, Treffen verabreden, Initiativen koordi- nieren, Zusammenarbeit organisieren, Aktionen abstimmen, neue Mitstreiter gewinnen, Gelder beschaffen. „Was Netz-Optimisten seit langem predigen, wird langsam auch mit den Mitteln der Demografie messbar: Soziale Kommunikation und Interaktion, aber auch soziales Engagement sind generell im Aufwind, nicht auf dem Rückzug.” 26 Das Internet erleichtert durch die vielfältigen Möglichkeiten alle sozialen Aktivitäten. 80 Pro- zent der Web-Nutzer sind sozial engagiert in gemeinnützigen Organisationen, unter den Nicht-Web-Nutzern sind es nur 56 Prozent. 26

Produktivitaet-nicht (16.06.2011)

3.6. Firmen sorgen sich um die Produktivität ihrer Mitarbeiter

Das soziale Netzwerken findet nicht nur im Privatleben statt, sondern auch in der Ar- beitswelt. Firmen stehen vor der Frage, wie sie auf die Nutzung der Social Media, spe- ziell von Facebook, durch die Mitarbeiter während der Arbeitszeit umgehen. Sie fürch- ten, dass das soziale Netzwerken im Internet von der Arbeit ablenkt und sich ungünstig auf die Arbeitsleistung auswirkt. Dazu ist zu sagen, dass Facebook nur ein zusätzlicher Kommunikationskanal neben Telefon, E-Mail oder SMS ist. Es ist schwierig, da Gren- zen zu ziehen. Facebook-Mitgründer Chris Hughes sagt dazu: „Facebook schadet der Produktivität nicht. Arbeitgeber sollten eher interessiert sein, dass ihre Mitarbeiter enge Beziehungen aufbauen.” Weiter meint er: „Facebook zu verbannen, trifft nicht das Herz des Problems, dass viele Menschen ihre Arbeit uninteressant finden. Die nötige Moti- vation schafft man aber nicht durch Verbote.” 27

4 Mehr Dialog mit den Kunden

Soziale Netzwerke dienen nicht nur als virtueller Freundestreff, sondern auch als Be- gegnungsort von Unternehmen und (potenziellen) Kunden. Social Media übernehmen die Funktion eines Marktplatzes. Da immer mehr Leute immer mehr Zeit in den Netz- werken verbringen, wird es für Unternehmen zunehmend interessant, sich dort zu prä- sentieren, die Nähe und den Kontakt zu ihren Kunden zu suchen. Die Folge von dem Ringen der Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Web-Nutzer ist, dass die sozia- len Netzwerken kommerzialisiert werden. Schon immer sind die Werbetreibenden dort- hin gegangen, wo sich viele Menschen aufhalten. Man denke an die Werbebanner in den großen Sportstadien.

Die großen Unternehmen nutzen die sozialen Netzwerke schon länger, um durch Soci- al Media Marketing das Unternehmens- und Markenimage zu stärken und sich als at- traktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Mittlerweile nutzt auch der Mittelstand immer häufiger die Social Media, um Fachkräfte zu gewinnen.

4.1 Unternehmen entdecken neue Marketingmöglichkeiten

Mittlerweile haben Unternehmen erkannt, welches Potenzial in den sozialen Medien liegt und damit begonnen, es zu nutzen. Befragt nach den Zielen ihres Social Media Engagement geben laut den Ergebnissen einer Studie des Softwarehauses SAS und der Managementberatung Batten & Company 28 42 % der Unternehmen eine Image- Verbesserung und 31 % eine Umsatzsteigerung als oberste Ziele an. Bestimmte Ziel- gruppen, vor allem die jüngeren Menschen, kann man mit klassischen Medien heute bereits nicht mehr so wirkungsvoll erreichen. Das heißt, Firmen können sich der Not- wendigkeit, in den Social Media aktiv präsent zu sein, kaum mehr entziehen. Eine Her- ausforderung für die Firmen liegt darin, dass die Entwicklung so schnell voranschreitet, dass es schwierig ist, mit ihr Schritt zu halten.

Viele Unternehmen trauen sich nicht so recht ins soziale Web, weil sie wissen, dass es in den sozialen Netzwerken einen regen Austausch von Meinungen, Bewertungen und Kritik gibt und sie sich vor der Transparenz fürchten. Sie zögern, sich der Kundenkritik öffentlich zu stellen. Dabei kann man davon ausgehen, dass im Internet sowieso jede Menge Urteile über nicht gelungene Produkte und Services abgegeben werden. Dies geschieht offline und auch online, unabhängig davon, ob das Unternehmen einen Twit- ter-Account oder eine Facebook-Seite besitzt. Mit einer Social Media Präsenz haben

Unternehmen die Chance zu einem pro-aktiven Schritt. Sie können Probleme frühzeitig erkennen, lenkend eingreifen, moderieren, entgegensteuern und um die Gunst der Nutzer werben. Neu ist, dass sich Unternehmen und Kunden auf Augenhöhe begeg- nen. Etwas anderes akzeptieren die Nutzer nicht. Wenn ein Unternehmen es allerdings richtig anpackt, kann es mit dem Einstieg in die sozialen Medien nur gewinnen.

4.2 Social-Media-Marketing folgt eigenen Regeln

Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, die Ziele der Image-Verbesserung und Um- satzsteigerung durch eine strategisch geplante und professionell umgesetzte Social Media Präsenz zu erreichen und dafür auch ausreichende Mitarbeiterkapazitäten be- reitzustellen. Marketing in den sozialen Netzwerken erfordert ein generelles Umden- ken. Mit einer einmaligen Aktion, sich in den sozialen Netzwerken anzumelden und sich dort zu präsentieren, ist es nicht getan. Eine professionelle Social Media Präsenz braucht Kommunikations-Profis mit Fachwissen zum entsprechenden Netzwerk und dem Feeling für das Medium und die Zielgruppe.

Man kann nicht einfach das alte Sender-Empfänger-Modell auf die neuen Medien über- tragen. Social Media Nutzer möchten keine Werbung der herkömmlichen Art (One- Way-Channel), sondern eine Plattform für echten Dialog mit dem Unternehmen und offenen Austausch mit anderen Kunden. 29 Der User möchte eine Beziehung zu einer Marke aufbauen. Dabei erscheint es wichtig, dass der Mensch-zu-Mensch-Kontakt ge- stärkt wird, denn hinter jedem Unternehmen, egal welcher Größe, stehen Menschen. Wichtig ist auch, den passenden Ton für dieses Medium zu treffen. Mitteilungen in den Social Media sollten emotional, persönlich und auf Interaktion abzielend sein. Unter- nehmen brauchen also das richtige Händchen für die Kommunikation mit den Social Media Nutzern. Sie müssen beweisen, dass sie den Nutzern zuhören, sie ernst neh- men, auf deren Fragen, Kritik und Anregungen eingehen.

Ein positives Beispiel für den Umgang mit Social Media ist der seit Mitte Juni eingerich- tete Twitteraccount der Deutschen Bahn 30 , der sehr gut bei den Kunden ankommt. Ein Team aus 8 Leuten betreut den Twitteraccount, beantwortet Kundenfragen und geht soweit wie möglich auf Probleme ein. Die Bahn nennt die Twitter-Teammitglieder, die einfühlsam auf Kundenanfragen eingehen, Empathisanten.

digital-natives/ (26.06.2011)

4.3

Im Netz kann die Kundenkritik explodieren

Ein Beispiel für einen misslungenen Eintritt in das Soziale Netzwerk liefert ebenfalls die Deutsche Bahn. 31 Auf Facebook bewarb sie im Oktober 2010 ein bestimmtes Ticket (Chefticket), ein Lockangebot von begrenzter Dauer. Wer das Sonderticket kaufen wollte, musste „gefällt mir” auf der betreffenden Unternehmensseite klicken. Die Benut- zer nutzten die Seite anders als vom Unternehmen geplant. Sie machten ihrem Unmut über die Bahn Luft und schrieben ganz viele kritische und gehässige Kommentare. Ein Shitstorm baute sich auf.

„Shitstorm bezeichnet ein Internet-Phänomen, bei dem sachliche Kritik von zahlrei- chen, unsachlichen Beiträgen übertönt wird und sich zumeist gegen große Konzerne und vereinzelt gegen Einzelpersonen richtet.” 32 Die Deutsche Bahn reagierte mit der Ausblendung aller Beiträge und der Deaktivierung der Kommentarfunktion. Derzeit kann man auf der Seite lesen, dass die Bahn an einer Dialogplattform arbeitet. 33 Dieser Fall zeigt, dass der Umgang mit Facebook gekonnt sein will, damit der Schuss nicht nach hinten losgeht.

4.4 Das Netz lässt sich nicht kontrollieren

Ein weiteres Phänomen, das gerade auch für Social Media typisch ist, ist der so ge- nannte Streisand-Effekt. „Als Streisand-Effekt wird bezeichnet, wenn durch den Ver- such, eine Information zu unterdrücken, genau das Gegenteil erreicht wird, nämlich die Information besonders bekannt gemacht wird.” 34 Ein Beispiel dafür ist der Versuch von mehreren Verlagen, mit einer Klage gegen eine kostenlose Nachrichten-App der Ta- gesschau von ARD und NDR für mobile Endgeräte vorzugehen. Darüber berichteten die Medien. Die Folge: Die Downloadzahlen der App schnellten in die Höhe. 35

32 http://de.wikipedia.org/wiki/Shitstorm (23.06.2011, 16:10 Uhr)

5 Schnellere Informationsverbreitung

Medien sind Informationsquellen. Zu den Medien gehören die klassischen Printmedien, die elektronischen Medien (Rundfunk und Fernsehen) und die Online-Medien. Als Massenmedien bezeichnet man Medien, die sich gleichzeitig an ein großes Publikum richten. Soziale Medien unterscheiden sich grundsätzlich von den herkömmlichen Massenmedien, bei denen es einen Sender und eine große Anzahl von Empfängern gibt und die Information nur in eine Richtung fließt. Bei sozialen Medien ist jeder Sen- der und Empfänger zugleich, jeder kann mit jedem Informationen teilen, alle Teilneh- mer befinden sich auf Augenhöhe. Soziale Medien etablieren sich neben den Mas- senmedien, immer mehr Menschen nutzen die Unabhängigkeit von sozialen Medien. Ein großes Thema im Internet ist die Wahrung von Persönlichkeitsrechten und Urhe- berrechten. Diese werden nach aktuellem Recht häufig verletzt. Die rechtlichen Rege- lungen werden sich mit Zeit an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen.

5.1 Jeder kann Berichterstatter sein

In den Massenmedien werden Themen von den Redaktionen selektiert und schließlich wird nur eine sehr begrenzte Auswahl an die Rezipienten übermittelt. In den sozialen Medien findet eine solche Selektion von vornherein nicht statt. Jeder kann zum Beispiel einen Blog einrichten, darin über jedes beliebige Thema schreiben und öffentlich seine Meinung äußern. Millionen von Bloggern schreiben über eine Vielfalt von Themen. Ihre Leser können in den Dialog einsteigen, indem sie die Beiträge kommentieren und sie können Beiträge in ihr persönliches Netzwerk weiterverteilen. Jeder kann von (fast) überall auf der Welt eine Twitternachricht abschicken, „Reporter” vor Ort sein und über alles berichten, was ihm mitteilenswert erscheint. So entsteht eine enorme Flut von In- formationen. Nicht immer ist dabei eine hohe Qualität gewährleistet. Die Rolle von Journalisten, die Hintergründe recherchieren, Material auswählen und auswerten, Quellen überprüfen und über wichtigste Erkenntnisse gut verständlich schreiben, wird dadurch keineswegs überflüssig. Themen, die im Social Media Bereich groß werden, werden häufig auch von den etablierten Medien aufgegriffen und einem noch größeren Publikum präsentiert.

Welche Nachricht eine große Verbreitung durch Weiterempfehlung bzw. Weiterleitung findet, lässt sich meist gar nicht absehen. Es kann jederzeit irgendwo irgendeine Infor- mation explodieren. Wenn eine Mitteilung nicht auf Resonanz stößt, passiert nichts. Wenn etwas mitgeteilt wird, was für andere interessant ist und Bedeutung hat, kann es eine große Verbreitung finden. 36

36 http://goo.gl/SBnsp (gekürzter Link zur Mediathek Hessen) (24.06.2011)

5.2

Das Wichtigste lässt sich in 140 Zeichen mitteilen

Twitter ging 2006 an den Start und hat seitdem ein enormes Wachstum hinter sich. Über Twitter werden nicht mehr wie zu Beginn lediglich belanglose Dinge in 140 Zei- chen gepostet, sondern Schlagzeilen verbreitet, häufig mit einem Link am Ende für weitere, ausführlichere Informationen. Wichtig erscheinende Informationen werden von den Followern weiterverbreitet und so sind bedeutungsvolle Meldungen durch das Schneeballprinzip in Windeseile weithin bekannt.

Twitter bietet außerdem die Möglichkeit zu kommunizieren. Man kann einen anderen Twitterer in einem Tweet erwähnen, indem man ein @-Zeichen dem Twitternamen vo- ranstellt; daraufhin wird er über die Erwähnung benachrichtigt. Steht die Erwähnung ganz vorne in der Nachricht, erscheint dieser Tweet nicht im Newsfeed bei allen Follo- wer, sondern nur bei ihm. Über solche Erwähnungen gibt man auch die Quellen für In- formationen an (Informationen via @Twittername).

Bei Twitter ist man nicht nur Rezipient, sondern auch ein „Influencer“ (Beeinflusser), jemand, der den Nachrichtenstrom beeinflusst. Wenn man Meldungen liest, hat man die Möglichkeit, diese Meldung an seine Follower weiterzuleiten. Das ist dann ein so genannter Retweet. Bevor man etwas retweetet, überlegt man, ob die Meldung Sinn macht, ob sie interessant ist für seine Follower ist und ob man der Quelle vertraut kann. Wenn jemand ein großer Beinflusser ist, kann er zum so genannten Super-Hub bzw. Hot Spot werden, d.h. zu einer sehr wichtigen Nachrichtenschaltstelle, der eine Flut von Meldungen zu einem bestimmten Thema auslöst.

5.3 Heiße Meldungen verbreiten sich rasant

In einem Artikel der Neuen Züricher Zeitung wird Twitter als das Megafon der Neuzeitbezeichnet. Zusammenfassend heißt es: „Das Netzwerk Twitter etabliert sich als In- formationsmedium: Oppositionelle organisieren den Protest, Unternehmen werben für Produkte, und Zeitungen verbreiten Nachrichten.” 37

Ein Beispiel für eine sich rasant ausbreitende Nachricht war die erste Meldung über den Tod Osama Bin Ladens, die von Keith Urbahn, dem Büroleiter des ehemaligen amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, getwittert wurde. Unter den 3000 Followern von Keith Urbahn war Brian Stelter (rund 60.000 Follower), Journalist von der New York Times, der nach einem kurzen Check der Vertrauenswürdigkeit der Quelle den zweiten entscheidenden Tweet gesetzt hat. Von ihm aus verbreitete sich

(26.06.2011)

die Nachricht über ein Netz von Tausenden von Twitterern innerhalb von circa 30 Mi- nuten um die ganze Welt. 38

innerhalb von circa 30 Mi- nuten um die ganze Welt. 3 8 Abbildung 8: (Eilmeldung Bin

Abbildung 8: (Eilmeldung Bin Laden: Visualisierung der Kraft eines einzelnen Tweets) Twitter-Visualisierung der 14.000 Reaktionen auf den Tweet von Keith Urban über den Tod von Osama Bin Ladens innerhalb der ersten 75 Minuten. 39

5.4 Twitter kann vielfältig sinnvoll genutzt werden

Für manche Journalisten ist Twitter die Informationsquelle Nummer eins, weil Twitter das Medium mit der höchsten Aktualität ist. Ein Journalist folgt Quellen, die seiner Er-

fahrung nach vertrauenswürdige und vom Themengebiet her für ihn interessante Mel- dungen bringen. Die Quellen werden ständig auf ihre Tauglichkeit hin überprüft, sie werden ergänzt oder reduziert. Es gilt, eine ausufernde Informationsflut zu vermeiden, aber die wesentlichen und wertvollen Nachrichten zeitnah mitzubekommen. Im Idealfall sitzt der Journalist auf diese Weise möglichst nah an der Quelle, ist dicht an den „hei- ßen” Meldungen dran und kann so als einer der ersten seinen journalistischen Beitrag veröffentlichen.

Ein anderes Beispiel: Für London gibt es einen Twitteraccount, der den aktuellen Was- serstand der Themse meldet. 40 Auch gab es einen Twitteraccount, der meldete, ob die Tower Bridge auf oder zu ist 41 - eigentlich ganz banale Dinge. Das mag den meisten Menschen völlig unwichtig erscheinen, für einen Schiffsführer auf der Themse aber sind das äußerst relevante Informationen. Er wird wahrscheinlich diesen Accounts fol- gen. Jeder abonniert also seine passenden Twitteraccounts, um ständig aktuell über die Dinge, die für ihn beruflich oder privat relevant sind, informiert zu sein. Tweets, die automatisiert nur Nachrichten mitteilen, aber nicht in Kommunikation mit anderen tre- ten, können insofern als „sozial” bezeichnet werden, als sie der Gemeinschaft dienen. Das ansonsten für Social Media typische Merkmal der Wechselseitigkeit erfüllen sie aber nicht, weil es sich um einseitige lineare Mitteilungen handelt.

Ein weiterer möglicher Verwendungszweck von Twitter ist die Recherche. Man kann seinen Followern eine Frage stellen und um spezielle Informationen bitten. Ob man hilfreiche Antworten und Informationen bekommt, hängt von Qualität und Quantität der Follower ab. Eine solche Aktivierung von Mitarbeit vieler anderer nennt man Crowd- sourcing.

5.5 Social Media verändern die Informationspolitik

Angela Merkel sagt, dass es durch das Internet schwerer geworden sei, „‚alle Men- schen, alle Generationen zu erreichen, denn diese nutzen die einzelnen Medien mitt- lerweile sehr unterschiedlich’. Vor allem junge Menschen informierten sich ‚ausschließ- lich über das Internet’ – ‚und das oft sehr punktuell’. Diese jungen Leute könne die Poli- tik über Zeitungen oder Nachrichtensendungen von ARD und ZDF immer weniger er- reichen. Mit dieser Veränderung muss die Demokratie in Deutschland und in den an- deren westlichen Ländern umgehen lernen.’” 42 Wenn Politiker bzw. politische Parteien

ihre Wähler erreichen wollen, müssen sie den Veränderungen der Medienlandschaft Rechnung tragen.

Ein Beispiel wie Twitter zur Informationsverteilung genutzt werden kann, ist der Twit- teraccount von Regierungssprecher Steffen Seibert. 43 Er twittert seit Februar 2011 und teilt in mehreren kurzen Botschaften pro Tag mit, was die Kanzlerin tut und wo sie sich aufhält. Über seine Anfänge bei Twitter sagt er: „Nach Absprache mit der Kanzlerin ha- be ich meinen Account eröffnet. Ein Tweet pro Tag, das müsse reichen, dachte ich; ans Antworten habe ich noch weniger gedacht, und folgen’ wollte ich auch nieman- dem. Für so viel Autismus gab es gleich mal herbe Kritik, wie ich ohnehin schnell fest-

stellen musste: Man twittert nicht einfach so, wie man will, man wird ständig darauf hingewiesen, wie es richtig geht.” 44 Inzwischen folgt er einigen wichtigen anderen offi- ziellen Accounts, nimmt sich immer mal wieder Zeit, die Antworten auf seine Tweets zu lesen und häufig auch zu beantworten. Eine Besonderheit der Berichterstattung über Twitter beschreibt er so: „Die Medien interessieren sich meist nur für Ausschnitte der

täglichen Arbeit einer Bundesregierung. [

weniger beachteten Themen wenigstens die kurzzeitige Aufmerksamkeit meiner Follo- wer verschaffen.” 44

]

Mit Twitter bin ich Chefredakteur und kann

5.6 Über Social Media bekommen die Bürger mehr Einfluss

Die Presse gilt als 4. Gewalt. Das Internet wird mitunter als 5. Gewalt im Staat be- zeichnet, was eigentlich nicht korrekt ist, denn das Internet ist nur eine Infrastruktur, über die die Menschen Meinungen verbreiten und austauschen. Die Rolle von Blogs in der politischen Öffentlichkeit ist in einer Bachelorarbeit im Fachbereich Medienma- nagement von Juliane Krause-Akelbein untersucht worden. Ihre These lautet: „Die Möglichkeiten der Blogosphäre aktivieren einen Teil des passiven Publikums und er- möglichen damit eine Partizipation der Zivilgesellschaft als kritische Kontrollinstanz.“ 45 Einfacher gesagt: Die Bürger haben durch die Möglichkeiten der sozialen Medien, In- formationen und Meinungen zu verbreiten, mehr Einfluss auf die Politik gewonnen. Die Politik kann ihre Stimmungen und Äußerungen nicht so leicht ignorieren. Die Bürger können sich leichter zu Wort melden und Gehör finden, sich in Interessengruppen zu- sammenfinden und Widerstand formieren.

6 Machtverschiebung zum Volk

Die modernen Anwendungen wie Twitter und Facebook sind innerhalb kurzer Zeit zu überaus wichtigen Instrumenten nicht nur der Kommunikation, sondern auch der De- mokratisierung geworden. Durch Social Media bekommt das Volk die Möglichkeit, sich abzustimmen, Botschaften zu verbreiten und sich zu organisieren. So kann sich auch leichter Widerstand gegen autoritäre Regime formieren.

6.1 Soziale Netzwerke befeuern den Aufstand arabischer Völker

Soziale Netzwerke befeuern den Aufstand arabischer Völker Abbildung 6: Ägypter nach der Januar-Revolution 2011 mit

Abbildung 6: Ägypter nach der Januar-Revolution 2011 mit einem Schild, auf dem steht: “Vielen Dank Facebook”. Das Foto wurde von einem NBC Reporter aus Ägypten über Twitter verbreitet. 46

US-Präsident Obama sagte in einer offiziellen Stellungnahme anlässlich der Vorgänge in Ägypten Ende Januar 2011 „I also call upon the Egyptian government to reverse the actions that they’ve taken to interfere with access to the Internet, to cell phone service

and to social networks that do so much to connect people in the 21st century.” 47 (Ich appelliere an die ägyptische Regierung, die Sperrung zurückzunehmen, von der Inter- netzugang, Handynetze und Soziale Netzwerke betroffen sind, die so viel dazu beitra- gen, die Menschen im 21. Jahrhundert miteinander zu verbinden.)

Den Aufstand der arabischen Völker als Facebook-Revolution zu bezeichnen, über- treibt die Rolle von Facebook. Die Revolution findet in der Realität statt, die sozialen Netzwerke wirken lediglich unterstützend. Als Kommunikationswerkzeug beschleuni- gen sie die revolutionären Bewegungen. Außerdem geben sie den Einzelnen einiger- maßen Schutz in der Masse. „Will eine Bevölkerung ihre Unterdrücker abschütteln, so muss sie sich zur selben Zeit in so großer Zahl zusammenfinden, dass die Sicherheits- kräfte den Überblick verlieren und daher die Wahrscheinlichkeit einer Strafe für jeden Teilnehmer so weit sinkt, dass er von Strafen nicht mehr abgeschreckt werden kann.” 48

6.2 Eindrückliche Bilder gehen um die Welt

Die sozialen Netzwerke helfen den Menschen, Bilder ihres Aufstands zu verbreiten und weltweite Unterstützung zu finden. Die vielen Menschen, die die Bilder sehen, werden zu Zeugen der Untaten. So wächst der Druck auf die Machthaber. Die Distanz zwi- schen den politischen Brennpunkten und dem Rest der Welt verringert sich. „Medien, denen man gern nach ihrem potentiellen Einfluss eine entsprechende Wichtigkeit zu- spricht, wird man ab sofort anders hierarchisch ordnen müssen: CNN? Nichts gegen YouTube. Das Radio? Kein Vergleich zu Twitter. Die Presse? Zahnlos im Vergleich mit Facebook.” 49

Betrachtet man Statistiken von dem Bilderdienst Flickr sieht man, dass die meistbenut- ze Kamera das iPhone 4 (ein modernes Smartphone) ist. 50 „Die eindrücklichsten, be- drückendsten, erschreckensten, aber auch die hoffnungsvollsten, symbolträchtigsten Bilder der vergangenen Wochen wurden nicht von professionellen Kameraleuten ge- schossen, sondern von Jedermann. Wo auch immer etwas geschah, in Tunesien, Ägypten, im Jemen, in Jordanien, fand es per Handy-Kamera festgehalten schnell sei- nen Weg auf YouTube. […] YouTube und Co sind heute die ‚Waffen der Massenver- breitung’”. 51

30328140.html (23.06.2011)

Ausblick

Wenn auch die Bewertung von Facebook, - aufgrund hochfliegender Erwartungen ak- tuell geschätzt auf 100 Mrd. Dollar 52 - eine Blase sein mag, so ist sicherlich die Social- Media-Nutzung als Ganzes kein vorübergehender Hype, sondern eine bleibende Er- rungenschaft. Das Web ermöglicht den Zugang von vielen zu Wissen und Information sowie Mitsprache und Beteiligung, also eine zunehmende Demokratisierung. Neben hierarchischen Strukturen gibt es mächtiger werdende Netzstrukturen.

Die derzeit so populäre Anwendung Facebook könnte irgendwann von einer anderen Anwendung abgelöst werden, ein umfassendes soziales Netzwerk ist jedoch vom Prin- zip her zeitlos. Die Gründe, warum sich Nutzer von Facebook wieder abwenden könn- ten, sind zunehmende Probleme betreffend den Schutz der Privatsphäre, allgemeine Datenschutzprobleme, fehlende Transparenz und zunehmende Kommerzialisierung. Ein Wechsel in der Marktführerschaft ist allerdings im Moment schwer vorstellbar, da die Masse träge ist und ein soziales Netzwerk nur bei einer großen Mitgliederzahl sinn- voll ist. Aus diesem Grund sagte Mark Zuckerberg 2008: „Mich interessiert vor allem Wachstum. Umsatz ist zweitrangig.” 53

Durch die Weiterentwicklung mobiler Endgeräte zur Internetnutzung werden die sozia- len Netzwerke noch mehr Teil des täglichen Lebens. Die wachsende Zahl der Netz- werkteilnehmer, die zunehmende Dichte der Vernetzung und die steigende Schlagzahl der Meldungen führt in Kombination zu einer enormen Informationsflut, mit der man umgehen muss. Dazu werden vermehrt intelligente Filter benötigt, von denen die Nut- zer dann abhängig sind. Die Filter können bewirken, dass man sich am Ende perma- nent in denselben Kreisen bewegt und den Vorteil der Offenheit im Netz verliert.

Zu den Auswirkungen der Vernetzung stellt Prof. Dr. Peter Kruse, Psychologe, Unter- nehmensberater und Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie, die Grundthese auf: „Das Internet kann die Menschen wirklich revolutionär positiv ver- ändern durch die mediale Machtverschiebung der Gesellschaft vom Anbieter zum

Nachfrager.” 54 Und er formuliert prägnant: „Macht definiert sich neu. [

einen extrem starken Kunden, wir bekommen einen extrem starken Mitarbeiter und wir bekommen einen extrem starken Bürger.” 54

] Wir bekommen

(26.06.2011)

Anhang

Glossar

in alphabetischer Reihenfolge

Account engl. für Benutzerkonto. App engl. Kurzform für application = Applikation, kleine Programme auf Smartphones und Tablet-Compter. Blog - engl. für Web und Log Online. Tagebuch oder meist themenbezogenen Online-Magazin. Blogger - Der Autor eines Blogs. Blogosphäre die Gesamtheit der Blogs. Crowdsourcing engl. crowd = Menschenmenge, engl. source = Quelle. Prinzip der Arbeits- teilung bei der die Intelligenz und/oder Arbeitskraft auf eine große Masse ausgelagert wird. Digital Native - Personen die mit digitalen Technologien aufgewachsen sind (Antonym: Digital Immigrant). Early Adopter - engl. für frühzeitiger Anwender der neuesten technischen Errungenschaften für sich nutzt. Facebook - engl. sinngemäß „Studenten-Jahrbuch“. Größtes Social Network mit etwa 700 Mil- lionen Mitgliedern weltweit und 20 Millionen Mitglieder in Deutschland (Stand Juni 2011). Follower - engl. to follow = folgen. Leser, die die Beiträge eines Autors abonniert haben. Hot-Spot - siehe Super-Hub. Influencer engl. für Beeinflusser. Mikroblog - Form des Blogs, in dem kurze, SMS-ähnliche Textnachrichten veröffentlicht wer- den. LinkedIn - weltweit führendes Business-Netzwerk mit über 100 Millionen Mitgliedern (Stand März 2011). Retweet Weiterleitung eines Tweets. Shitstorm - große Anzahl von unsachlichen Beiträgen gegen etwas. Bestehend aus den engl. Begriffen „Shit” für den Tonfall und „Storm” für die große Anzahl von Beiträgen. Social Media - (engl. Soziale Medien) Mitmachweb. Medien die die Nutzer über digitale Kanäle in der Kommunikation und im Informationenaustausch unterstützen. Social Network engl. = Soziales Netzwerk. Netzgemeinschaften bzw. Webdienste, die Netz- gemeinschaften beherbergen. Super-Hub engl. Hub = Zentrum. Sehr wichtige Nachrichtenschaltstelle, die eine Flut von Meldungen zu einem bestimmten Thema auslöst. Streisand-Effekt bezeichnet den Effekt, wenn durch den Versuch, eine Information zu unter- drücken, genau das Gegenteil erreicht wird, nämlich die Information besonders be-kannt ge- macht wird. Traffic Datenaufkommen im Internet Tweet engl. to tweet = zwitschern. Eine Meldung bei Twitter. Twitter - erfolgreichster Plattform für Mikroblogging (Verbreitung von kurzen [max. 140 Zeichen umfassenden] Textnachrichten). Web 2.0 - Die Verwendung des Begriffs nimmt jedoch zugunsten des Begriffs Social Media ab. Xing - In Deutschland das führendes Business-Netzwerk mit 10,8 Millionen Mitgliedern (Stand März 2011).

Quellenverzeichnis

Abbildungen

Abbildung 1: The Conversation Prism http://www.theconversationprism.com/ 23.06.2011) Abbildung 2: Google Trends: Social Media und Web 2.0 http://www.google.de/trends?q=social+media%2C+web+2.0 (23.06.2011) Abbildung 3: Top 20 soziale Netzwerke Deutschland http://meedia.de/internet/die-deutsche-top-20-der-sozialen-netzwerke.html (23.06.2011) Abbildung 4: Die Top 10 der Online-Communitys http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/64018_67627.aspx (23.06.2011) Abbildung 5: Demografische Verteilung der deutschen Facebook-Nutzer http://www.socialbakers.com/facebook-statistics/germany (23.06.2011) Abbildung 6: Ägypter nach der Januar Revolution 2011

(23.06.2011)

Abbildung 7: Facebook Beziehungsgeflecht, Dezember 2010

(23.06.2011)

Inhalte

Siehe Fußnoten auf den entsprechenden Seiten