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DER KLEINE

CYBERNETZ RATGEBER

INSTANT MESSAGING

2009
CYBERNETZ.NET
INHALTSVERZEICHNIS
Der (fast) Vorgänger .................................................................... 4
Die verschiedenen Netzwerke .................................................... 8
AIM ...................................................................................................................... 8

ICQ ....................................................................................................................... 8

Windows Live ...................................................................................................... 8

Yahoo .................................................................................................................. 8

Jabber/XMPP ....................................................................................................... 9

Skype ................................................................................................................... 9

QQ ....................................................................................................................... 9

Gadu-Gadu ........................................................................................................... 9

Wer kann mit wem? .................................................................... 10


AOL, AIM und ICQ ............................................................................................. 10

Windows Live und Yahoo ................................................................................. 10

Jabber/XMPP ...................................................................................................... 11

Skype und MySpaceIM ...................................................................................... 11

Die Messenger ............................................................................ 12


Webbasierte Messenger .................................................................... 12
Meebo ..........................................................................................................13

eBuddy .........................................................................................................15

Trillian Web Messenger .............................................................................. 16


Windows Live Web Messenger ................................................................... 17

Yahoo Web Messenger ............................................................................... 18

ICQ Web Messenger ................................................................................... 19

AIM Web Messenger .................................................................................. 20

Softwarebasierte Messenger ............................................................ 21


AOL Instant Messenger ............................................................................... 21

Windows Live Messenger ........................................................................... 23

Yahoo!Messenger ....................................................................................... 24

ICQ ............................................................................................................... 26

Skype ........................................................................................................... 27

PSI ............................................................................................................... 29

Pidgin .......................................................................................................... 30

Trillian ...........................................................................................................31

Miranda ....................................................................................................... 32

Gajim ........................................................................................................... 32

Digsby.......................................................................................................... 33

QQ 2009 ...................................................................................................... 34

Fazit .................................................................................. 37
Externe Verweise ............................................................. 39
Weitergabe dieses Ratgebers .......................................... 41
Der (fast) Vorgänger
Eine Nachrichtenübermittlung in Sofortzeit gibt es
schon seit gegen Mitte der 1960er Jahre. An dieser
Stelle möchte ich aber nicht all zu weit in die die
Vergangenheit gehen, da ich davon selbst nichts
mitbekommen habe.

Bei mir ging damals alles im Fidonet los. Fidonet ist


in weitesten Sinne ein Vorgänger vom Internet wie
man es heute kennt. Betonung liegt auf „im
weitesten Sinne“.

So schick wurde
man tatsächlich
damals im Fidonet
begrüsst

Man brauchte ein (Analog- oder ISDN-) Modem für


den Computer, zahlte Telefonkosten zur
nächstliegenden Mailbox und mit Glück konnte man
auch Nachrichten ins Internet versenden.
Ansonsten blieb halt alles intern im Fidonet.

Ich hatte damals eine Jahresgebühr von knapp 10,-


DM für den Zugang bezahlt, dafür hab ich dann
auch eine echte E-Mail Adresse in Form von

vorname.nachname@pXX.nXXX.rXXX.zX.fidonet.org

erhalten. Die Zustellung von E-Mails dauerte


manchmal bis zu eine Woche. Vielleicht ist das ja ein
Grund, weshalb ich mich immer wundere, warum
Menschen heute nach 5 Minuten Zustellzeit schon
meckern...

Während E-Mails zeitverzögert zugestellt werden,


gab es bei damaligen Mailboxen auch die
Möglichkeit mit anderen, gerade angemeldeten,
Mailboxnutzern in Echtzeit zu plaudern. Dieses
funktionierte einfach über die textbasierte BBS-
Oberfläche. Es ist tatsächlich alles textbasiert.
Grafiken kannten wir damals als schicke ASCII
Zeichnungen, wie dieses Beispiel zeigt:
Der Comic-Held Superman als ASCII-Strichzeichnung

Über das Fidonet könnte ich wohl auch schon ein


ganzes Buch schreiben, doch ist das Thema dieses
kleinen Ratgebers ja Instant Messaging.

Instant Messaging verbinden deutsche Nutzer mit


Sicherheit als erstes mit ICQ. Damals gehörte ICQ
noch der Firma Mirabilis, später wurde ICQ von AOL
übernommen.

ICQ war damals wirklich klasse. Man konnte sogar


Dateien an sein Gegenüber in Echtzeit senden. Eine
Sensation. ICQ war aber nicht das einzige Instant
Messaging Netzwerk, es gab noch das AOL-interne
Netzwerk. AOL-Kunden konnten seit je her mit
anderen AOL-Teilnehmern in Echtzeit plaudern.

Erinnern Sie sich an den Film „e-m@il für Dich“ (OT:


„You’ve Got Mail“) ? Dort hatte Tom Hanks mit Meg
Ryan per Instant Messenger kommuniziert und sie
kennen- sowie auch lieben gelernt. Zumindest im
Film. Auch damals schon hatte man mit der Wahl
eines Benutzernamens (Screen Name) zu kämpfen.
John war natürlich als erstes weg und mit den
Jahren war selbst John12345 belegt.

Neben AOL/AIM und ICQ gibt es aber noch andere


große Netzwerke. Hier nun eine kleine Übersicht
der bekanntesten Netzwerke.
Die verschiedenen Netzwerke
Hier eine kleine Übersicht der „großen“ Netzwerke

AIM
AOL’s Netzwerk hat vor allem in den USA die
meisten Nutzer. Anzahl aktiver Nutzer um die 50
Millionen.

ICQ
ICQ gehört ebenfalls zu AOL. Die Anzahl der Nutzer
ist mit den Jahren extrem gesunken. Um die 15
Millionen aktiver Nutzer besitzt ICQ immerhin trotz
noch.

Windows Live
Das ehemalige Microsoft Network (MSN) hat
weltweit monatlich 330 Millionen aktive Nutzer.

Yahoo
Für Yahoo sind keine genauen Zahlen bekannt
Jabber/XMPP
Cirka 40-50 Millionen Nutzer weltweit. Die Zahlen
sind aber ungenau, da die meisten XMPP-Server
privat betrieben werden.

Skype
309 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Davon
meist um die 16 Millionen Nutzer gleichzeitig online.

QQ
QQ ist in Asien das wohl bekannteste Netzwerk.
783 Millionen aktive Nutzer hat dieses Netzwerk in
Asien.

Gadu-Gadu
Das polnische Netzwerk hat schätzungsweise um
die 6 Millionen aktive Nutzer.
Wer kann mit wem?
Netzwerke gibt es viele. Gerade aber aufgrund der
Vielzahl der unterschiedlichen Netzwerke,
bekommt man das eine oder andere Problem, wenn
der Gesprächspartner Kunde eines anderen
Netzwerks ist.

AOL, AIM und ICQ


AOL Nutzer können mit AIM-Nutzern sowie mit ICQ-
Nutzern in Echtzeit kommunizieren. Wer Freunde in
anderen Netzwerken hat, kommt um die
Installation eines zweiten Programms nicht herum.

Windows Live und Yahoo


Seit einiger Zeit können Windows Live Nutzer
(ehemals MSN-Nutzer) nun auch Sofortnachrichten
mit Yahoo-Kunden austauschen. Das funktioniert
jedoch nur, wenn beide Kunden die aktuellen
Softwareprogramme der jeweiligen Unternehmen
einsetzen. Dateien können nicht ausgetauscht
werden.
Jabber/XMPP
Jabber-Server können untereinander
kommunizieren und so können Nutzer mit
verschiedenen Jabber-Netzwerken Nachrichten und
Dateien austauschen – sofern es denn der jeweilige
Messenger unterstützt. Über sogenannte
„Transporte“, kann man Kunden grösserer
Netzwerke erreichen. Dieses funktioniert jedoch
nur mit größeren Aufwand und leider auch nicht
wirklich einwandfrei.

Skype und MySpaceIM


Skype-Nutzer können mit einer besonderen
Software auch MySpace-Nutzer erreichen.
Die Messenger

Webbasierte Messenger
Webbasierte Messenger haben den Vorteil, dass
man sie installationsfrei von jedem PC mit
Internetzugang aufrufen kann. Des Weiteren bieten
die meisten webbasierten Dienste auch eine
„schnelle Version“ für Mobiltelefone. So kann man
kostensparend auch mit einer langsamen GPRS-
Verbindung mit seinen Freunden und Bekannten
chatten.

Hier eine wirklich kleine Übersicht der


bekanntesten webbasierten Messenger.
Meebo

Der webbasierte Multimessenger-Dienst Meebo


wurde im September 2005 gestartet. Seither ist
Meebo einer der beliebtesten Web-Dienste im
Internet. 50 Millionen Nutzer pro Monat besuchen
die Meebo-Seite und „chatten“ mit Freunden.

Durch Kooperationen mit großen Communities im


Internet, beispielsweise Wixi, dotblu, EatLime,
Piczo, Flixter, ugame oder aber auch Zorpia wurde
Meebo noch bekannter.
Meebo kann man für die folgenden Netzwerke
einsetzen: ICQ, Windows Live, MySpace, Yahoo!,
AIM, Facebook, Jabber (also auch Google Talk) und
MyYearBook.

Wer häufig Meebo einsetzen möchte, kann sich


auch bei Meebo registrieren und seine
Zugangsdaten für die o.g. Drittanbieter hinterlegen.
So braucht man sich zukünftig nur die Meebo-
Kennung merken.

Während man zwar mit allen möglichen Kontakten


per Textnachricht plaudern kann, so bleibt wie
immer ein Problem bestehen: Die Webcam
Unterstützung. Über einen Drittanbieter versucht
Meebo die Barriere zwar zu überbrücken, doch ist
es auf gar keinen Fall eine Lösung. Dateien
versenden kann man ebenfalls nur über einen
Drittanbieter.

Wer einfach nur per Textnachricht plaudern


möchte, ist bei Meebo definitiv am besten
aufgehoben.
eBuddy

Auch eBuddy bietet Zugriff auf verschiedene


Netzwerke. Während Meebo jedoch ausschliesslich
auf die Web-Nutzer setzt, bietet eBuddy auch eine
Software für gängige Mobiltelefone. Wie man es
von Meebo kennt, kann man sich bei eBuddy auch
für ein Benutzerkonto registrieren. Hinter diesem
Konto kann man die Drittkonten der Anbieter
hinterlegen und beim nächsten Mal noch schnell
auf alle zugreifen.
Trillian Web Messenger

Trillian bietet einen kostenpflichtigen


Webmessenger unter trillian.im. Das besondere
dieses Messengers:

Nach Schliessung des Browserfensters bleibt Trillian


mit den Netzwerken verbunden und stellt die
„Offline-Nachrichten“ per E-Mail zu.
Windows Live Web Messenger
Bis vor wenigen Tagen hatte Microsoft noch den
Windows Live Web Messenger (zuvor MSN Web
Messenger) im Internet angeboten.

Da die meisten Live-Nutzer jedoch auch ein


Windows Live Hotmail Konto besitzen, hat
Microsoft alle Windows Live Hotmail Konten mit
einem Mini-Instant Messenger ausgestattet. Alle
Hotmail Nutzer können nun direkt aus der E-Mail
Oberfläche mit Windows Live Nutzern in Echtzeit
plaudern. Die Kamera und das Mikrofon können
jedoch nicht benutzt werden.
Microsoft bietet des Weiteren die Möglichkeit, eine
Miniversion des Windows Live Messengers in die
eigene Homepage zu integrieren. So kann man
bequem mit Besuchern der eigenen Seite chatten.

Yahoo Web Messenger


Yahoo hat es
wirklich schick
gemacht. Unter
webmessenger.yahoo.com
kann man den
Flash-basierten
Webmessenger
starten. Der Messenger sieht nahezu identisch wie
der große Bruder (Desktop-Variante) aus. Leider
können auch hier nur Textnachrichten ausgetauscht
werden – dafür bietet Yahoo die Speicherung alles
Nachrichten. So hat man eine Art
Nachrichtenhistorie im Web. Benutzt man jedoch
den lokalen Yahoo!Messenger, werden Nachrichten
weiterhin nur auf der eigenen Festplatte
gespeichert. Immerhin: Man kann auch mit
Windows-Live Kontakten plaudern. Leider
funktioniert dieses nur, wenn der Chatpartner die
aktuellste Version des Windows Live Messengers
einsetzt.

ICQ Web Messenger

ICQ bietet mit ICQ2Go ebenfalls einen webbasierten


Messenger. Textnachrichten sowie SMS (in eine
handvoll Länder) können über die Flashoberfläche
versendet werden.
AIM Web Messenger

AIM Express nennt sich AOLs Webmessenger. Die


Oberfläche ist (bis auf die Farben) identisch mit
dem ICQ2Go Messenger – kein Wunder –
schliesslich gehören beide Netzwerke ja AOL. Wer
mit der Flashoberfläche gar nichts anfangen kann,
kann eine sehr gute Umsetzung des Mini-
Messengers auch in der AIM-Mailoberfläche
bewundern.
Softwarebasierte Messenger
Windowsbasierte Softwareprodukte

AOL Instant Messenger

Abbildung der aktuellsten Beta-Version 7.0.5.30


AOL bietet mit der AIM (AOL Instant Messenger)
Software einen vollwertigen Instant Messenger.
Textnachrichten, SMS, Videos-Chat und Sprach-Chat
sind mit diesem Programm ohne große
Einführunsprobleme möglich. Dazu gibt es noch
Zugriff auf mehrere tausend AOL-Chaträume.

In der aktuellsten öffentlichen Testversion sind


noch nicht alle AOL-Dienste integriert, später
werden dann auch beispielsweise wieder AOL Radio
fest in diesen Messenger integriert werden.

AIM Beta 7.0.5.30 bietet eine Facebook und Twitter-


Integration. So kann man live verfolgen, was die
Freunde oder Bekannten bei Facebook oder bei
Twitter gerade treiben.

Neben Facebook kann man aber auch ein YouTube


und oder ein Yahoo Delicious (Social Bookmarking
Dienst) Konto hinzufügen.

Kompatiblität: Man kann nur mit AIM/AOL und ICQ-


Kunden kommunizieren.
Windows Live Messenger

Abbildung Windows Live Messenger 2009

Microsoft ist ja bekannt für hervorragendes Design


und Design-Junkies werden ihre helle Freude an der
Messengeroberfläche haben.

Der Messenger konsumiert interessanterweise auch


nicht sonderlich viel RAM, trotz der sehr
grafikintensiven Nutzeroberfläche. Was bietet der
aktuelle Windows Live Messenger 2009? Neben
dem Textnachrichtenaustausch kann man natürlich
auch die eigene Webcam anderen Windows Live
Kontakten zeigen, Dateien tauschen und selbst
eigene Smiley-Kreationen seinem Gegenüber
zeigen.

Yahoo!Messenger

Abbildung Yahoo!Messenger
Der gute Yahoo!Messenger kann optisch mit
Sicherheit mit dem Windows Live Messenger 2009
mithalten. Auch der Funktionsumfang kann sich
sehen lassen: Webcam-Unterstützung, Fototausch
in Echtzeit und natürlich reine Textnachrichten
können ausgetauscht werden.

Optional kann man sich auch eine Festnetznummer


(aus Großbritannien oder den USA) für etwa 2,50
Euro pro Monat buchen. So ist man im
Yahoo!Messenger unter dieser Festnetznummer
weltweit erreichbar. Aber auch raustelefonieren
(mit Kopfhörer und Mikrofon) ist möglich.
Minutenpreise liegen innerhalb von Deutschland
zwischen 1,1 Cent und 16,7 Cent pro Minute – je
nachdem ob man ins Festnetz oder Mobilfunknetz
anrufen möchte.
ICQ
ICQ hat sich mit den Jahren wirklich extrem
verändert. Naja, eigentlich auch wieder nicht, denn
der ICQ Messenger war schon immer extrem bunt
und extrem speicherfressend. In Deutschland gibt
es ICQ mit vier verschiedenen Oberflächen.

• Die normale ICQ Oberfläche


• ProSieben Branding
• Sat.1 Branding
• ProSieben & Next Topmodel Branding

Eines haben alle Versionen


gemeinsam: Sie konsumieren
extrem viel Arbeitsspeicher.
Wofür muss man sich
tatsächlich fragen, denn
bietet ICQ auch nicht mehr als
der Windows Live Messenger
oder der Yahoo!Messenger. In
Deutschland ist ICQ bei der
sehr jungen Generation sehr
angesagt. Einige „Firmen“ bieten auch einen
Support per ICQ an. Ob das nun professionell ist,
sollte man selbst für sich entscheiden. Leider gibt es
nur noch die extrem speicherfressenden Versionen,
die „Light-Versionen“ sind schon seit Jahren nicht
mehr so einfach nutzbar.

Skype
Skype wurde von eBay übernommen und angeblich
haben die ursprünglichen Eigentümer nun doch
wieder Interesse an Skype – schliesslich hat eBay
eigentlich alles falsch gemacht.

Mit Skype kann man


auch nur Skype-
Benutzer erreichen.
Benutzer scheint es
wohl reichlich zu
geben, auch wenn ich
in meinen
Bekanntenkreis absolut
niemanden kenne, der
Skype länger als eine
Woche benutzt hat.
Aber auch selbst dann,
wenn man keinen
anderen Skype-Benutzer kennen sollte, kann man
Skype auch hervorragend für Telefonate in
herkömmliche Telefon- und Mobilfunknetze
benutzen. Für Festnetze gibt es sehr preisgünstige
Flatrates und auch aufschaltbare Festnetznummern
sind im Angebot des Skype-Shops.

4,54 Euro kostet die Länderflatrate. Vor der


Buchung muss man sich für ein Land entscheiden
und kann dieses dann zum monatlichen Festpreis
(fast) beliebig oft anrufen. Für 5,69 Euro gibt es
sogar unbegrenzte Anrufe in die Festnetze von
mehr als 20 europäischen Ländern und für 10,29
Euro Anrufe in mehr als 40 Länder weltweit. Sehr
faire Preisgestaltung und die Anrufqualität ist
absolut ausreichend.

Skype gibt es auch in der Skype-MySpace Variante


zum Download bei MySpace. Damit kann man dann
neben Skype-Kontakten auch seine MySpace
„Freunde“ anschreiben.
PSI
Für das Jabber-Netzwerk gibt es wohl gefühlte
1.000 verschiedene Programme. Das bekannteste
(und eines der beliebtesten) ist wohl PSI.

Knapp 12 MB ist die deutschsprachige


Windowsversion. Um mit anderen Jabber-Nutzern
zu plaudern ist kein großer Aufwand notwendig.
Der Aufwand kommt erst, wenn man mit
Teilnehmern von „externen“ Netzwerken plaudern
will. Über sogenannte Transporte kann man die
großen Netzwerke einbinden.

Aber Achtung: die Transporte benötigen


(verständlicherweise) Ihre Zugangsdaten für die
jeweiligen Netzwerke. Da nahezu alle Transporte
jedoch auf nicht-kommerziellen Servern liegen und
die Zugangsdaten dort dann sogar noch
gespeichert werden, sollte man sich dieses wirklich
mehrfach durch den Kopf gehen lassen. Sicherlich
muss man auch bei Meebo und anderen
kommerziellen Anbietern die Zugangsdaten den
Firmen bereitstellen, doch wo ist das Vertrauen
grösser?

Pidgin
Pidgin ist ein sogenannter Multi-
Messenger. Mit Pidgin kann man
Freunde aus den Netzwerken:
AIM, Google Talk (XMPP/Jabber),
IRC, QQ, Sametime, Zephyr,
Bonjour, Groupwise, MSN, SILC,
Gadu-Gadu, ICQ, MySpaceIM,
SIMPLE und Yahoo! erreichen.
Diese lassen sich als „Plugin“
einfach einbinden. Die Oberfläche
kann minimal verändert werden.
Trillian
Trillian war oder ist einer
der ersten
kostenpflichtigen Multi-
Messenger. 25 US-Dollar
werden für die erweiterte
Profi-Version fällig. Der
Unterschied zur
kostenfreien Standard-
Variante: kein Zugang
zum Trillian Web
Messenger und keine
ausführliche Nachrichtenhistorie. Wie bei allen
Multi-Messengern muss man leider auf auf echte
Webcam-Unterstützung verzichten. Trillian-Nutzer
haben automatisch Zugriff auf das Trillian-interne
ASTRA Netzwerk.
Miranda

Der winzige Multi-


Messenger hat nichts
mit dem ähnlich
lautenden Getränk zu
tun; stattdessen
erwartet den Benutzer ein bescheidend
aussehender Mini-Messenger. In der
Standardausführung kann die Software sich schon
mit vielen Netzwerken verbinden, nach gefühlten 2
Stunden Konfiguration kann man den Messenger
jedoch durch Einstellungen und Erweiterungen fast
alles beibringen.

Gajim
Gajim ist ein Jabber-Client, der
von der Oberfläche dem Multi-
Messenger Pidgin sehr ähnelt. Die
Software bietet wie eigentlich
jeder Jabber-Client eine
Unterstützung von Transporten,
Emoticons, eine Rechtschreib-
prüfung sowie eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung
(jedoch nicht unter Windows OS).

Digsby

Digsby gehört ebenfalls in die Kategorie „Multi-


Messenger“. Mein persönlicher Tipp: Sollten Sie
ehemaliger Windows Live Messenger Nutzer sein,
sollten Sie die Hände von dieser Software lassen,
denn der erste Anblick könnte einen Schockzustand
auslösen.

Die Software bietet sehr viel, allerdings muss man


auf eines verzichten: ein ansprechendes Design. Der
Speicherverbrauch ist für einen Multi-Messenger
nicht akzeptabel. Auf verschiedenen Test-Rechnern
wurden zwischen 50 MB und 150 MB RAM
konsumiert – kein Vergleich zu anderen
Messengern.

Wer auf den Speicherverbrauch (und das Design)


weniger Wert legt, könnte sich aber trotzdem mit
Digsby anfreunden. Es werden so gut wie alle
Netzwerke unterstützt. Sogar „twittern“ kann man
aus dieser Software.

QQ 2009

Schaut man sich QQ das erste Mal an und vergleicht


es mit Software die auf dem europäischen Markt
bekannt und erfolgreich ist, muss man mit
Sicherheit schmunzeln, denn es gibt wirklich keine
auch nur ansatzweise vergleichbare
Software, die mit QQ mithalten kann.

10 MB RAM werden für diesen


Messenger, den man wohl als
„optische Nummer 1“ betiteln kann,
konsumiert. 10 MB RAM und dafür
identischen Funktionen, die Windows
Live Messenger und
Yahoo!Messenger bieten.

Der Anmeldungvorgang bei QQ


erinnert minimal an ICQ. Man erhält
nach der Anmeldung
eine Nummer. Diese
Nummer ist die
Kennung bei QQ, doch
kann man auch einfach
seine (vorhandene) E-
Mail Adresse mit QQ
verknüpfen und muss
sich so nicht mehr die lange Nummer merken (das
ist dann auch wieder DER Unterschied zu ICQ).
Optional gibt es noch ein E-Mail Postfach
(alias@qq.com) bei dem sich die
Speicherplatzgrösse alle drei Monate verdoppelt
(natürlich mit IMAP Zugang). Als Europäer hat
dieses natürlich einen „Wow-Effekt“. Für Asien ist
sowas aber schon eher „normal“. Während in
Europa noch kräftig für eigentlich alles im Internet
abkassiert wird, sind in Asien sogar kostenlose
Musikdownloads, welche einfach durch Werbung
finanziert werden, möglich. QQ besitzt auch einen
eingebauten Mini-Trojanerscanner.

Bekommt man eine Datei per Sofortnachricht


geschickt, wird sofort geprüft und je nach
Sicherheitseinstellung die Datei schon vor der
Annahme blockiert. Der Scanner wird ständig auf
dem aktuellsten Stand gehalten. Welcher andere
(europäische) Messenger bietet solche
Sicherheitsfunktionen?
Fazit
Es gibt eine ziemlich gute Auswahl an verschiedenen
Messengern. Die großen (wie Yahoo und Microsoft)
setzen auf ein ansprechendes Design und auf eine
Webcam- und Mikrofon-Unterstützung. Leider kann man
damit dann auch nur im eigenen bzw. einem
Partnernetzwerk plaudern.

Die Multi-Messenger (auch Multi-Protocol-Messenger


genannt), setzen auf „so viele Netzwerke“ wie möglich,
verzichten meist jedoch auf ein ansprechendes Design
und eine Webcam-Unterstützung. Textchat kein Problem
– mehr wird jedoch zum echten Problem (sofern man
denn die Funktion auch benötigt).

Was noch immer fehlt, ist eine grafisch ansprechende


Software, mit der man sich (legal) in Drittnetzwerke
verbinden kann und die wirklich alle Funktionen des
Drittnetzwerkes unterstützt.
Jabber hat(te) einen guten Ansatz, doch ist die
Umsetzung über Transporte mangelhaft. Man darf auch
nicht vergessen, dass einige Transporte durch Reverse
Engineering entwickelt wurden. Davon abgesehen, kann
optisch kein Jabber-Client auch nur ansatzweise mit
Yahoo!Messenger oder dem Windows Live Messenger
mithalten.

Mein persönlicher Favorit ist und bleibt aber QQ. Man


kann hoffen, dass es in naher Zukunft eine
Kooperation mit Microsoft (Windows Live) und
Yahoo gibt, denn so könnten dann über 1 Milliarde
Menschen über eine Messengeroberfläche
kommunizieren.
Externe Verweise
Desktop-Clients

Windows Live Messenger:


http://messenger.live.de

AOL Instant Messenger:


http://www.aim.com

Yahoo!Messenger:
http://www.yahoo.com/messenger

Skype:
http://www.skype.com

ICQ:
http://www.icq.com

PSI:
http://www.psi-im.org

Trillian:
http://www.trillian.im

Miranda:
http://www.miranda-im.org

Gajim:
http://www.gajim.org

QQ:
http://www.qq.com
Webbasierte Messenger:

Meebo:
http://www.meebo.com

eBuddy:
http://www.ebuddy.com

Yahoo Web Messenger:


http://webmessenger.yahoo.com

ICQ 2Go
http://go.icq.com

AIM:
http://www.aim.com/aimexpress.adp

Trillian Web Messenger:


http://www.trillian.im
Weitergabe dieses Ratgebers
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