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Zum Denkmal gestaltete Reste der Grenzanlage Die Berliner Mauer umschloss vom 13. August 1961 bis
Zum Denkmal gestaltete Reste der Grenzanlage Die Berliner Mauer umschloss vom 13. August 1961 bis
Zum Denkmal gestaltete Reste der Grenzanlage
Zum Denkmal gestaltete Reste der Grenzanlage

Die Berliner Mauer umschloss vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 West-Berlin und zog sich als Schneise durch die gesamte Innenstadt. Sie sollte die Flucht von Ost-Ber- linern und Bürgern der DDR in den Westen verhindern. Da die Fluchtbewegung durch die Mauer nicht endgültig gestoppt werden konn- te, ließ die SED die Mauer seit dem 13.8.1961 mit zahlreichen weiteren Grenzsperranlagen zu einem tief gestaffelten Sperrsystem aus- bauen. Der Grenzstreifen wurde im Westen „Todesstreifen“ genannt, weil dort mindestens 136 Menschen ums Leben kamen. Während des Niedergangs der DDR fiel 1989 die Mauer, mit der die SED so lange versuchte hatte, ihre Macht in der DDR zu erhalten. Der Mauerfall läutete das endgültige Ende ihrer Diktatur ein.

Mauerfall läutete das endgültige Ende ihrer Diktatur ein. Markierung des Mauerverlaufs Die Gedenkstätte Berliner
Markierung des Mauerverlaufs
Markierung des Mauerverlaufs
Ende ihrer Diktatur ein. Markierung des Mauerverlaufs Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale

Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung, gelegen im Zentrum der Hauptstadt. Am historischen Ort in der Bernauer Straße erstreckt sie sich zukünf- tig auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt. Anhand der Reste und Spuren der Grenzsperren sowie der dramatischen Ereignisse an diesem Ort wird exemplarisch die Geschichte der Teilung nachvollziehbar.

„Fenster des Gedenkens“ - Ort des individuellen Gedenkens an dieToten der Mauer

Die Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich beidseits der Bernauer Straße und wird gegenwärtig erweitert. Auf dem ursprünglich in Ost-Berlin gelegenen Grenzstreifen wird die Außenausstellung zur Geschichte der Teilung, exemplarisch dargestellt am Beispiel der Bernauer Straße, ausgebaut. Dazu gehören das Denkmal zur Erinnerung an die geteilte Stadt und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft sowie das Fenster des Gedenkens. Ebenso befindet sich auf diesem Areal die Kapelle der Versöhnung. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die zum Westteil der Stadt gehörte, stehen das neu erbaute Besucherzentrum und das Dokumentationszentrum mit einem Aussichtsturm und der Ausstellung zum Mauerbau im August 1961. Bereits im S-Bahnhof Nord- bahnhof befindet sich die Ausstellung „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin“, welche die Auswirkungen des Mauerbaus auf das Verkehrsnetz der Stadt dokumentiert.

Die Bernauer Straße - der historische Ort Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde

Die Bernauer Straße - der historische Ort

Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde die Bernauer Straße zu einem Symbol der Teilung Ber- lins. Die Folgen der Abriegelung wurden hier be- sonders dramatisch sichtbar, denn die Fassaden der Wohnhäuser auf der Ost-Berliner Straßenseite bildeten die Grenzlinie, der davor liegende Gehweg gehörte bereits zu West-Berlin. Familien, Freunde und Nachbarschaften wurden gewaltsam ausein- andergerissen. Unvergessen bleiben die spekta- kulären Fluchten aus den Häusern. Ganze Familien wagten den Sprung in die Freiheit, bis die Fenster der gesamten Straßenzeile zugemauert und etwa 2000 Bewohner unter Zwang umgesiedelt wur- den.

Die 77-jährige Frieda Schulze flüchtet aus ihrer Wohnung im ersten Stock eines Grenzhauses, 25.9.1961

Zeitzeugen- und Biographienforschung

Der Kontakt zu Zeitzeugen ist für die Arbeit der Gedenkstätte von besonderer Bedeutung. In den Erfahrungen jedes einzelnen Menschen, der den Mauerbau miterlebt und unter der Teilung ge- litten hat, wird Geschichte konkret und nachvollziehbar. Im Zeitzeugenarchiv werden die Erinne- rungen der Betroffenen gesammelt, aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Weitergabe der Geschichten erfolgt auf verschiedenen Wegen:

- durch Gedenkveranstaltungen

- durch Ausstellungs- und Bildungsarbeit

- durch Veranstaltungen und Publikationen

Der Einbeziehung von Zeitzeugen in die Vermittlungsarbeit kommt eine besondere Bedeutung zu. Die Unmittelbarkeit der Begegnung mit Menschen, welche die zu erinnernde Geschichte erlebt haben, ist aber zeitlich begrenzt. Deshalb ist das Sammeln und Sichern von Zeitzeugenberichten als Zeitdokumente ein wichtiger Bestandteil der Gedenkstättenarbeit.

Der Grenzpolizist Hans Conrad Schumann überspringt die Absperrung nach dem Bau der Berliner Mauer in
Der Grenzpolizist Hans Conrad Schumann überspringt die Absperrung nach
dem Bau der Berliner Mauer in der Ruppiner Straße, 15.8.1961

Forschung und Dokumentation

Die Erforschung der Mauer, ihrer Geschichte und die der Menschen, die in Ost und West unter ihr gelitten haben oder – auf der anderen Seite – zu ihrer Erhaltung beitrugen, ist eine wichtige Aufgabe der Gedenkstät- te Berliner Mauer. Hierfür müssen die relevanten Fakten gesammelt, organisiert und dokumentiert werden, um sie der Öffentlichkeit zugäng- lich zu machen. Diese Aufgaben werden in der Gedenkstätte im Arbeits- bereich Forschung und Dokumentation wahrgenommen.

Sperranlage an der Bernauer Straße 1965/1966
Sperranlage an der Bernauer Straße 1965/1966
Sprengung der Versöhnungskirche 1985
Sprengung der Versöhnungskirche 1985

Tägliches Gedenken für einenToten an der Berliner Mauer

Die von der Versöhnungsgemeinde initiierten und von der Stif- tung Berliner Mauer mitverantworteten Andachten finden seit dem 13. August 2005 Dienstags bis Freitags von 12.00 - 12.15 Uhr in der Kapelle der Versöhnung in der Bernauer Straße 4 statt. Im Mittelpunkt jeder Andacht steht die Biografie eines Mauerto- ten, dessen Schicksal so dem öffentlichen Vergessen entrissen werden soll. Ein Name steht für viele, doch jeder Name steht für einen einmaligen Menschen. Das Ziel der Andacht ist es, den AngehörigenTrost zu spenden, dem bürgerschaftlichen Erinnern am historischen Ort ein Forum zu geben und das Gedenken an dieToten der Berliner Mauer stär- ker in der Gesellschaft zu verankern. Bürger und Besucher, Män- ner und Frauen, Junge und Alte, Angehörige der Opfer und deren Freunde können sich aktiv an den Andachten beteiligen.

Außenausstellung mit nachgezeichnetem Mauerverlauf
Außenausstellung mit nachgezeichnetem Mauerverlauf

Kapelle der Versöhnung

Die Kapelle der Versöhnung hatte am zehnten Jah- restag des Falls der Berliner Mauer 1999 Richtfest. Die alte Kirche von 1894 lag seit 1961, nach der Teilung der Stadt durch den Mauerbau, unerreich- bar für die Gemeinde im Todesstreifen der Mauer. Deshalb wurde 1965 für die heimatlose Gemein- de ein neues Gemeindezentrum an der Bernauer Strasse gebaut. 1985 wurde die Kirche im Todes- streifen gesprengt. Nach der Maueröffnung 1989 erhielt die Gemeinde 1995 ihr „Mauergrundstück“ mit der Auflage der Sakralnutzung zurück. Die ge- retteten Glocken der alten Kirche wurden am ur- sprünglichen Ort wieder in Gebrauch genommen. Die gerettete Altarretabel ist in der neuen Kapelle aufgestellt.

gerettete Altarretabel ist in der neuen Kapelle aufgestellt. Kapelle der Versöhnung 2008 Fenster des Gedenkens

Kapelle der Versöhnung 2008

Fenster des Gedenkens
Fenster des Gedenkens

Bildungsarbeit

Die Bernauer Straße war zwischen 1961 und 1989 ein Brennpunkt der deutsch-deutschenTeilungsgeschich- te. Hier setzt die Bildungsarbeit der Gedenkstätte an:

am historischen Ort können sich Schulklassen und Gruppen in der außerschulischen Bildungsarbeit den Themen Berliner Mauer und deutsche Teilung exem- plarisch auf vielfältige Art und Weise nähern. Die Ge- denkstätte bietet in Seminaren sowohl analytische als auch kreative Zugänge an.

Art und Weise nähern. Die Ge- denkstätte bietet in Seminaren sowohl analytische als auch kreative Zugänge
Besucherzentrum Bernauer Straße 119/Ecke Gartenstraße Öffnungszeiten des Gedenkstättenareals täglich von 6.00 -
Besucherzentrum Bernauer Straße 119/Ecke Gartenstraße Öffnungszeiten des Gedenkstättenareals täglich von 6.00 -
Besucherzentrum Bernauer Straße 119/Ecke Gartenstraße Öffnungszeiten des Gedenkstättenareals
Besucherzentrum Bernauer Straße 119/Ecke Gartenstraße
Öffnungszeiten des Gedenkstättenareals

täglich von 6.00 - 22.00 Uhr

Öffnungszeiten des Dokumentations- und Besucherzentrums

April – Oktober November – März

Dienstag - Sonntag 9.30 - 19.00 Uhr Dienstag - Sonntag 9.30 - 18.00 Uhr

Ausstellung Geisterbahnhöfe: Während der Öffnungszeiten des S-Bahnhofs Nordbahnhof Das Gedenkstättenareal auf dem ehemaligen Grenzstreifen ist ganzjährig begehbar. Führungen werden auf Anfrage angeboten.

Eintritt frei!

Besucherservice/ Kontakt

Besucherzentrum Bernauer Straße 119 Führungen unter: Tel.: +49 (0)30 467 98 66 - 66

Dokumentationszentrum Bernauer Straße 111 13355 Berlin Deutschland

Tel.: +49 (0)30 467 98 66 - 22/23 Fax: +49 (0)30 467 98 66 - 77

www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

+49 (0)30 467 98 66 - 22/23 Fax: +49 (0)30 467 98 66 - 77 www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

www.versoehnung-berlin.org

+49 (0)30 467 98 66 - 22/23 Fax: +49 (0)30 467 98 66 - 77 www.berliner-mauer-gedenkstaette.de
+49 (0)30 467 98 66 - 22/23 Fax: +49 (0)30 467 98 66 - 77 www.berliner-mauer-gedenkstaette.de
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