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Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser !

COMPETO
Coaching-Praxis
Nun, sind sie wieder vom Briefkasten auf den Stapel „Zu Erledigendes“ gewandert und
harren da der Dinge, die meist nicht gleich kommen, sondern verschoben und verschoben
werden, bis es einmal nicht mehr geht. Die Rede ist von den Unterlagen zur
Steuererklärung.

Oder haben Sie Ihre Steuererklärung bereits abgegeben ?

Inhaltsverzeichnis dieses Impuls-Briefes (April 2009)

1. Aufschieberitis
2. Umdeutung und Perspektivenwechsel
3. Workshop „Triff deine Entscheidung !“
4. Wie die Geschichte vom Frosch weiterging
5. Impressum

1. Aufschieberitis (in Englisch: Procrastination)

Gehören Sie zu jenen Menschen, die Unliebsames gerne auf die lange Bank schieben ?
Zu jenen, die die Steuererklärung erst abgeben, wenn der Umschlag schon vergilbt ist
und kurz vor dem Zerfall steht ? Wie lange schon verschieben Sie Ihren nächsten
Karriereschritt? Gibt es manchmal Aufgaben, die wochenlang täglich wieder
aufgeschoben werden? Wann endlich wollen Sie mit Ihrer Familie über Ihr Testament
sprechen?

Etwa jeder vierte Menschen ist diesem Phänomen hilflos ausgeliefert. Aufschieberitis ist
nicht nur eine ärgerliche Energieverschwendung , sondern untergräbt auf Dauer auch
das Selbstwertgefühl. Man schafft nicht das, was man sich vornimmt und zweifelt bald an
der eigenen Leistungsfähigkeit.

Zunächst: Aufschieben hat nichts mit Faulheit zu tun. Auch sehr tüchtige Menschen
schieben auf, ohne dass sie dies selbst erkennen. Auch beim versteckten Aufschieben
verschwenden wir Zeit und Kraft. Und so kommen auch tüchtige Menschen, die selektiv
aufschieben, nicht dazu, all das zu erledigen, was sie wirklich gerne anpacken würden.
Beispiele gefällig ?

Man vergibt hohe Prioritäten für eilige und angenehme Aufgaben und gaukelt sich
selbst vor, ständig an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten und für bestimmte andere
Aufgaben eben einfach keine Zeit zu haben.

„Der morgige Tag ist geeigneter für die Lösung gerade dieses Problems, denn das will
ich in optimaler Frische, bester Laune, gleich früh morgens usw erledigen“.

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Coaching-Praxis 079 717 67 62
Lic. iur.Christina A. Friedli 032 685 14 13
Zeisigweg 23 friedli@competo.ch
4528 Zuchwil www.competo.ch
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Zuhause fällt Ihnen ein, was Sie im Büro unbedingt machen sollten und in der Hektik
des nächsten Morgens ist es dann wieder vergessen. [Diese Klippe ist leicht zu
umschiffen: Haben Sie immer Papier und Bleistift dabei !]

Und Sie kennen sicher die Geschichte des Holzfällers, der mit einer stumpfen Axt sehr
hart arbeiten muss und einfach keine Zeit findet, seine Axt zu schärfen ?

Oder dieses Beispiel einer ausgewachsenen Aufschieberitis

Natürlich gibt es auch Dinge im Leben, die wirklich Zeit brauchen. So ist jemand, der
bewusst den nächsten Karrieresprung vertagt, bis das jüngste Kind zur Schule geht, ist
allein deswegen kein Aufschieber. Und einige Dinge, die man aufschiebt, liegen finanziell
einfach nicht drin; in diesem Fall kann das Aufschieben von Konsumwünschen durchaus
vernünftig sein und hat nichts zu tun mit Aufschieberitits.

Und dann gibt es noch die einige Dinge, die sich durch Liegenlassen ganz von alleine
erledigen; die Steuererklärung gehört – leider - nicht dazu.

2. Umdeutung und Perspektivenwechsel


Da Aufschieberitis aber nicht nur eine ärgerliche Energieverschwendung ist, sondern auf
Dauer auch das Selbstwertgefühl untergräbt - Man schafft nicht das, was man sich
vornimmt und zweifelt bald an der eigenen Leistungsfähigkeit, macht sich Vorwürfe und
hat Schuldgefühle - macht es durchaus Sinn, etwas gegen diese zu unternehmen.
Aufschieberitis kann ganz verschiedene Ursachen haben, wie z.B.:
• schlichte Unlust, weil die Sache einfach keinen Spass macht
• mangelnde Motivation, weil der Sinn der Tätigkeit entweder nicht klar oder zu
gering ist
• ein Trotzgefühl, das aus früheren Ereignissen immer noch aktiv ist und dafür sorgt
"dass man doch nicht das macht, was andere von einem erwarten",
• schlechte Organisation
• mangelnde Erfolgserlebnisse
• ein „schlechtes“, wenig hilfreiches Bild von sich als Aufschieber
• …..

Einige dieser Ursachen können wir in drei Schritten auflösen:

1) Wir entschliessen uns bedingungslos dazu, unseren Hang zum Aufschieben hinter uns
zu lassen.

2) Wir schauen uns uns genau und vorbehaltslos an:

Fürchten wir uns vor dem Versagen bei einer Tätigkeit ?


Haben wir schlechte Erfahrungen gemacht ?
Langweilt uns etwas ?
Wer sind wir und was wollen wir ?

3) Wir lernen Dinge, die wir gerne aufschieben umzudeuten.

Beispiel:

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1) Ich gehe nicht gerne einkaufen, möchte dies aber gerne lieber machen, weil es ohnehin
unausweichlich ist.

2) Ich werde mir bewusst, dass ich im Wesentlichen einkaufen muss, weil ich Familie
habe, d.h. ich habe das Gefühl, nicht aus freien Stücken sondern fremdbestimmt zu
handeln. Zudem langweilt es mich immer wieder die gleichen Dinge nach Hause zutragen
(Sisyphus lässt grüssen).

3) Ich kann mir bewusst werden, dass ich gar nicht so fremdbestimmt handle.
Ich gehe zwar für die Familie einkaufen, aber ich tue dies, weil:
• ich in einem Land lebe, in welchem es frei käufliche Dinge gibt,
• ich über die nötigen Mittel verfüge,
• ich meine Familien gut ernährt und versorgt wissen möchte,
• ich mir zutraue, das hierfür Notwendige tun zu können,
• ich…

Ich kann zudem der Tätigkeit „Einkaufen“ wider den Trott eine spielerische Note geben,
indem:
• ich bewusst auswähle, was ich wann kaufe, und nicht dies wie ein Roboter auf eine
Funktion reduziert tue,
• ich mich auf Veränderungen in meinem Stammgeschäft fokussiere oder die Geschäfte
immer mal wieder wechsle,
• ich den sozialen Aspekt des Einkaufens hebe und ein kurzes, beiläufiges, aber
freundliches Gespräch mit Mitkäufern oder der Kassiererin führe und damit die Welt
ein kleines Stück lebenswerter gestalte.

Haben wir nicht alle im Kindergarten gerne Krämer gespielt ?

Versuchen Sie es !

Und falls Sie dabei etwas Unterstützung möchten, coache ich Sie gern durch Iheren
Perspektivenwechsel zur Ihrer Umdeutung.

3. Workshop zum „Triff deine Entscheidung !“


Im Zusammenhang mit dem ersten Schritt möchte ich Sie auf meinen Workshop vom
19./20. Mai 2009 „Triff deine Entscheidung“ hinweisen.
Wir treffen ständig Entscheidungen – manchmal freiwillig, manchmal
„gezwungenermassen“. Nicht immer fällt es leicht, sich für etwas zu entscheiden. Dabei
spielt es gar nicht unbedingt eine Rolle, ob es sich um eine kleine oder grosse – vielleicht
sogar lebensverändernde – Entscheidung handelt.

• Liegt bei Ihnen aktuell eine Entscheidung an?

• Schieben Sie eine bestimmte Entscheidung schon länger auf?

• Wissen Sie „eigentlich“ bereits, was Sie wollen, möchten aber gerne noch
Werkzeuge und Feedback, um Ihre Entscheidung auf Herz und Nieren zu prüfen?

Dann kann dieser Workshop Ihnen weiterhelfen. Ziel des Workshops ist es, dass Sie an
einer aktuell anstehenden Entscheidung intensiv arbeiten.
Mehr dazu unter „Aktuelle Seminare“ auf meiner Homepage.

4. Wie die Geschichte vom Frosch weiterging

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Wir alle haben sie schon mal gehört, die Geschichte von den beiden Fröschen im
Rahmtopf:

Zwei Frösche, deren Tümpel die heisse


Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf
die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in
die Kammer eines Bauernhofs und fanden dort
einen grosse Krug Rahm vor. Sie hüpften
sogleich hinein und liessen es sich schmecken.
Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie die glatte Wand
des Kruges nicht zu bezwingen und sie rutschten immer wieder in den Rahm zurück.
Viele Stunden mühten sie sich nun vergeblich ab, und ihre Kräfte verliessen sie
allmählich.
Da quakte der eine Frosch: "Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich
geb's auf!" Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefässes und
ertrank.
Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis tief in die Nacht hinein. Da fühlte er wie
der Rahm unter seinen Füssen dicker und dicker wurde. Er stiess sich mit letzter Kraft ab
und war im Freien…

Aber wissen Sie auch wie sie weiterging ?

… Das sah der Bauer und nahm den fleissig strampelnden Frosch, setze ihn in eine
weiteren Rahmtopf. Dort strampelte der Frosch weiter um sein Leben, Topf für Topf. Und
falls der Frosch noch nicht gestorben ist, so strampelt er noch heute.

[Allfällige Ähnlichkeiten zu heute noch lebenden Werktätigen sind nicht ungewollt.]

5. Impressum

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Lic. iur. Christina A. Friedli
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4528 Zuchwil
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www.competo.ch und www.coaching-praxis.ch

Hinweis
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oder online im Kontaktformular.

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