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3/12 März/April Eine Publikation der
3/12
März/April
Eine Publikation der

www.digital-engineering-magazin.de

ISSN 1618-002X WIN-Verlag GmbH & Co. KG D: Euro 14,40 CH: SFr 24,50 A: Euro
ISSN 1618-002X
WIN-Verlag GmbH & Co. KG
D: Euro 14,40
CH: SFr 24,50
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Innovative Lösungen für Konstrukteure, Entwickler und Ingenieure

Webfäh I G e

D R u c K lö S u N G e N

v O N

h P

PROMOTION

Reibungsloser Workflow über dieCloud

Mechatronik

S. 14

Disziplinübergreifendes

SystemsEngineering

„Geheimwaffe“ Konfiguration

S. 38

Wertschöpfungspotenzial nochviel zuwenigbekannt

SystemsEngineering „Geheimwaffe“ Konfiguration S. 38 Wertschöpfungspotenzial nochviel zuwenigbekannt

Neue

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Editorial

3

LiebeLeser,

die Zeit vergeht wie im Flug, das erste Quartal in diesem Jahr ist fast schon wie- der zu Ende und die Fertigungsindustrie blickt bereits erwartungsvoll Richtung Hannover, wo Ende April mit der Han- nover Messe die weltweit größte Indus- trieshow stattfindet. Auch unsere Redak- tion arbeitet bereits an der Ausgabe zur Hannover Messe, die am 17. April – also rechtzeitig vor Messestart – erscheint. Aber schon Ende Februar/Anfang März hatte mit der METAV eine wichtige inter- nationale Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung ihre Tore geöffnet. Während ich diese Zeilen schreibe, war die METAV allerdings noch in vollem Gan- ge, weshalb sich an dieser Stelle natür- lich auch noch kein Messeresümee zie- hen lässt. Aber die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Messe waren gegeben. „Die Anmeldungen zur METAV haben in den beiden vergangenen Wochen noch einmal richtig an Schwung gewonnen“, teilte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsfüh- rer beim METAV-Veranstalter VDW (Ver- ein Deutscher Werkzeugmaschinenfa- briken) kurz vor Messebeginn mit. Und zwei Wochen vor Messestart konnte der VDW Rekordergebnisse für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie veröffent- lichen. Die Produktion war 2011 um 33 Prozent gewachsen, das ist der höchs- te Wert, der jemals erreicht wurde. Und auch für 2012 erwartet die Branche ei- nen Produktionsanstieg, und zwar um weitere fünf Prozent. Auch wenn es die- ses Jahr wahrscheinlich keine neuen Umsatzrekorde geben dürfte, die Chan- cen für ein stabiles Geschäft auf einem gesunden Niveau stehen gut. Jetzt gilt es aber, sich nicht auf den Lorbeeren des Vorjahres auszuruhen, vielmehr muss noch stärker und kon- sequenter in Zukunftstechnologien in- vestiert werden. Viele wichtige Proble-

me sind nämlich noch nicht gelöst, etwa die Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion, neue Antriebskonzep- te in der Automobilindustrie oder die Nutzung neuer Materialien in zahllosen Anwendungsbereichen. Unter dem Druck, innovative Produk- te in hoher Qualität und zu geringe- ren Kosten zu entwickeln, haben viele Unternehmen in den letzten Jahren eine digitale Produktentwicklungsumgebung geschaffen. Durch den zunehmend hohen Wert- schöpfungsanteil von Elektrik, Elektronik und Software kommt der interdisziplinä- ren Produktentwicklung dabei eine im- mer höhere Bedeutung zu. Dabei stellt die Integration der unterschiedlichen Vor- gehensweisen, Werkzeuge und auch Vor- stellungen der beteiligten Akteure eine zentrale Herausforderung für die Pro- duktentwicklung dar. Mechatronik und Systems Engineering heißen hier zwei wichtige Disziplinen, die in nächster Zeit sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen werden. Was derzeit machbar ist und wo- hin die Reise künftig gehen wird, lesen Sie in unserem 12-seitigen Schwerpunkt „Mechatronik“ ab Seite 14. Eingeleitet wird die Strecke durch einen Fachbeitrag des Fraunhofer-Instituts für Produktions- anlagen und Konstruktionstechnik (IPK) in Berlin zum Thema „Modellbasiertes Systems Engineering“.

(IPK) in Berlin zum Thema „Modellbasiertes Systems Engineering“. Rainer Trummer, Chefredakteur rt@win-verlag.de 3/2012

Rainer Trummer, Chefredakteur rt@win-verlag.de

(IPK) in Berlin zum Thema „Modellbasiertes Systems Engineering“. Rainer Trummer, Chefredakteur rt@win-verlag.de 3/2012

3/2012

(IPK) in Berlin zum Thema „Modellbasiertes Systems Engineering“. Rainer Trummer, Chefredakteur rt@win-verlag.de 3/2012

4

Inhalt

Disziplinübergreifende, modell- basierte Entwicklung soll helfen, den Entwurf komplexer mecha- tronischer Produkte in den Griff zu bekommen. Institute arbeiten deshalb daran, ein Instrumenta- rium für die integrative Entwick- lung von Produkten und den zu- gehörigen Produktionssystemen aufzustellen. So können bereits in der frühen Phase der Produktent- stehung Aussagen zu Entwick- lungs- und Herstellkosten sowie der Robustheit von Produkt und Produktionssystem getroffen wer- den. (Seite 14).

TiTELSTOry: Webfähige Drucker und Soft- ware HP ePrint & Share bieten überall Zugriff auf Pläne für Konstrukteure und

Bauunternehmen.

26

Aktuell

 

Aktuelle Wirtschaftsmeldungen Menschen und Märkte

6

Aktuelle Technikmeldungen Trends und Technologien

9

Veranstaltungskalender

12

Im Fokus

 
Mechatronik

Mechatronik

Modellbasiertes Systems Engineering:

 

Durchgängige Entwicklung mit erlebbaren Prototypen.

14

Ganzheitliches Design komplexer verteilter Automatisierungssysteme – Blaupause für ein Entwurfsmuster.

18

Verbundprojekt VireS – Virtuelle Syn- chronisation von Produktentwicklung und Produktionssystementwicklung.

20

Forschung: Künstliches neuronales Netz für die Merkmalserkennung beim Greifvorgang eines Handmodells.

24

3/20 1 2Merkmalserkennung beim Greifvorgang eines Handmodells. 24 Hardware Großformatdrucker Webfähige HP-Drucklösungen

beim Greifvorgang eines Handmodells. 24 3/20 1 2 Hardware Großformatdrucker Webfähige HP-Drucklösungen
beim Greifvorgang eines Handmodells. 24 3/20 1 2 Hardware Großformatdrucker Webfähige HP-Drucklösungen
beim Greifvorgang eines Handmodells. 24 3/20 1 2 Hardware Großformatdrucker Webfähige HP-Drucklösungen
beim Greifvorgang eines Handmodells. 24 3/20 1 2 Hardware Großformatdrucker Webfähige HP-Drucklösungen

Hardware

Großformatdrucker

Webfähige HP-Drucklösungen für Architekten, Konstrukteure und Bauunternehmen.

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Hochvolumiger Schwarzweißdruck technischer Dokumentationen:

Neues Drucksystem von Océ mit gesteigerter ökonomischer Flexibilität.

28

Antriebstechnik & Automation

Antriebstechnik: Weniger Varianten und damit Kosten durch das Danfoss VLT FlexConcept

30

Servoantriebe: Sicherheits-Funktiona- litäten in die Antriebstechnik integriert.

32

Komplettangebot für Wireless Automation im Maschinen- und Anlagenbau: Zuverlässiger Datenfunk in allen Varianten.

34

Minimierung der Maschinen- rüstzeiten durch intelligente Kompaktstellantriebe. 36

CAD & Design

Produktkonfiguration

und CAD-Automation

Einführung: Aufbau und Einsatzmög- lichkeiten von Produktkonfiguratoren.

38

Wolfram Schäfer, Geschäftsführer der iT Engineering GmbH, über den Nutzen von Variantenmanagement und den neuen VDMA-Leitfaden.

42

Perspectix bietet 150-Prozent-Stück- listen und dynamische Modulkompo- sition aus einem Baukasten zur Konfi- guration komplexer Produkte.

Lino GmbH in Mainz vertreibt als Technologieberater und Lösungspartner die Konfigurationslösung Tacton. 46

44

Praxisbericht: Wilhelm Rasch GmbH & Co. KG setzt bei der Modellierung einer Schokoladenhohlfigur auf die Reverse- Engineering-Software Rapidform-XOR.

48

Simulation & Visualisierung

CONTACT Software und BETA CAE Systems: Durchgängige CAx-Prozess- ketten im PLM-Kontext.

50

Management

Harmonisierung firmenspezifischer PLM-Ansätze erschließt kosten-, nutzen- und risikobezogene Verbesserungs- potenziale im Engineering.

51

Geometrische Ähnlichkeitssuche ermöglicht Nutzung des Konstruktions-IP und effizientere Entwicklung.

54

Komplexe und verteilte Produktent- stehung beherrschen – kollaboratives Projektmanagement in der Cloud.

56

Inhalt

5

Inhalt 5 Ob Sicherheitsfunktionalitäten in der Antriebstechnik, Wireless Automation im Maschinen- und Anlagenbau, Mi-
Inhalt 5 Ob Sicherheitsfunktionalitäten in der Antriebstechnik, Wireless Automation im Maschinen- und Anlagenbau, Mi-
Inhalt 5 Ob Sicherheitsfunktionalitäten in der Antriebstechnik, Wireless Automation im Maschinen- und Anlagenbau, Mi-

Ob Sicherheitsfunktionalitäten in der Antriebstechnik, Wireless Automation im Maschinen- und Anlagenbau, Mi- nimierung der Maschinen-Rüstzeiten oder Automatisierung für komplexe Steuerungsaufgaben – finden Sie in- novative und praxisgerechte Techno- logielösungen ab Seite 30.

und praxisgerechte Techno- logielösungen ab Seite 30. Branche Medizintechnik Branchengespräch: Tobias Weiler,
und praxisgerechte Techno- logielösungen ab Seite 30. Branche Medizintechnik Branchengespräch: Tobias Weiler,
und praxisgerechte Techno- logielösungen ab Seite 30. Branche Medizintechnik Branchengespräch: Tobias Weiler,

Branche

Medizintechnik

Branchengespräch: Tobias Weiler, SPECTARIS-Geschäftsführer, erklärt Hinter- gründe des Dauerbooms und skizziert kommende Herausforderungen.

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CAE-Werkzeuge können die Kosten für reale Tests medizintechnischer Geräte drastisch senken.

60

Mechanik in reinraum und Labor:

Gewindespindel der Eichenberger AG in automatisierten Bewegungsabläufen.

62

So genanntes Exoskelett bringt Hoffnung für Querschnittgelähmte – Roboter zum Anziehen.

64

EDiTOriAL

3

TiTELBiLD-HiNWEiS

6

iMPrESSUM

65

VOrSCHAU

66

DiGiTAL ENGiNEEriNG-Marktplatz

29

TitelthemenVOrSCHAU 66 DiGiTAL ENGiNEEriNG-Marktplatz 29 Die Beherrschung hoher Produktvarianz wird für viele

Die Beherrschung hoher Produktvarianz wird für viele Unternehmen bei marktsei- tig wachsendem Preisdruck und ferti- gungsseitig steigenden Kosten zu einer Herausforderung. Ein Produktkonfigurator kann helfen, diese Herausforderung zu meistern. Trotzdem sind Konfiguratoren immer noch eine Art „Geheimwaffe“, weil viele Unternehmen die Wertschöpfungs- potenziale, die sich daraus ergeben, noch nicht erkannt haben (Seite 38).

Redaktionell erwähnte Firmen in dieser Ausgabe

Actano S. 56, Altair Engineering S. 6, 9, 60, BETA

CAE Systems S. 6, Brinkop Consulting S. 38, Bull S. 8, Caterham Composites S. 6, ComputerKomplett Gruppe S. 8, CONTACT Software S. 6, 50, Danfoss

S. 30, Ekso Bionics S. 64, HP S. 26, Eichenberger

Gewinde S. 62, Fraunhofer IPK S. 14, IT Engineering

S. 42, INUS Technology S. 48, KIP S. 11, Lino S. 46,

MECADAT S.9, MSC Software S. 10, National Instru- ments S. 24, Océ S. 28, OPEN MIND S. 10, Perspek- tix S. 44, Wilhelm Rasch S. 48, Schildknecht S. 34, Schleicher Electronic S. 11, SIKO S. 36, SimuForm S. 54, SPECTARIS S. 58, TU München S. 18, Universität Bochum S. 51, Universität Paderborn S. 20, VDI S. 6, 7, VDMA S. 42, Pilz S. 7, Weidmüller S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32.

S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32. PDM/PLM • Multi-CAD-Datenmanagement und PDM
S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32. PDM/PLM • Multi-CAD-Datenmanagement und PDM
S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32. PDM/PLM • Multi-CAD-Datenmanagement und PDM
S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32. PDM/PLM • Multi-CAD-Datenmanagement und PDM
S. 8, WJH Engi- neering Consultants S. 60, Yaskawa S. 32. PDM/PLM • Multi-CAD-Datenmanagement und PDM

PDM/PLM

• Multi-CAD-Datenmanagement und PDM

• Enterprise PLM

• Multi-CAD-Datenmanagement und PDM • Enterprise PLM • Zukunftssicher, offen, bewährt CIM DATABASE ist die

• Zukunftssicher, offen, bewährt

PDM • Enterprise PLM • Zukunftssicher, offen, bewährt CIM DATABASE ist die erste Wahl für Unternehmen,

CIM DATABASE ist die erste Wahl für Unternehmen, um ihre CAD- und CAE-Systeme durch systematisches Produkt-

datenmanagement zu integrieren. CIM DATABASE bietet umfassende PLM-Funktionen und unterstützt die Entwicklung

im regional oder weltweit verteilten Standort- und Partnerverbund. Seine offene Architektur eignet sich hervorragend,

um die besonderen Anforderungen innovationsstarker Unternehmen abzubilden. www.contact.de/cimdatabase

sich hervorragend, um die besonderen Anforderungen innovationsstarker Unternehmen abzubilden. www.contact.de/cimdatabase

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Aktuell

Macher und Märkte

Bild: VDI Wissensforum

 

Cont A C t B E t A

Titelbild: Hewlett- um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die ihnen wichtig sind.

Titelbild: Hewlett-

um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die ihnen wichtig sind.

Packard GmbH

 

Seit fast 70 Jahren un- terstützt HP Menschen, Unternehmen und Or- ganisationen weltweit bei der sinnvollen Nut- zung von Technologie.

HP eröffnet mit seiner Technologie Privatperso- nen, Unternehmen, Behörden und der Gesellschaft insgesamt neue Möglichkeiten. Als weltweit größ- ter Technologiekonzern bietet HP seinen Kunden ein Lösungsportfolio aus den Bereichen Drucken, Personal Computing, Software, Services und IT- Infrastruktur.

 

Hewlett-Packard GmbH Herrenberger Straße 140 71034 Böblingen Tel: +49 (0) 7031 14 0 Fax: +49 (0) 7031 14 29 99 www.hp.com/de

Dazu entwickelt HP neue Konzepte und Ideen, um intuitiv bedienbare Produkte und zuverläs- sige Services bereitzustellen. Wir möchten, dass Menschen weniger Zeit brauchen, um sich mit Technologie zu befassen, und mehr Zeit haben,

C A t ERHAM

Co M P o S I t E S

un D

A L t AIR

Eng I n EERI n g

Strategische Partnerschaft

Die Altair Engineering GmbH, die deutsche Tochterfirma von Altair, und Caterham Com- posites, Spezialist für zukunftsorientierte In- genieurdienstleistungen und Technologien im Bereich kohle- und glasfaserverstärkter Kunst- stoffe, kooperieren. Beide Unternehmen sol- len dabei den Austausch zwischen Design und Simulation verstärken und zugleich den Wert des gemeinsamen Angebots für bestehende und künftige Kunden steigern. Das oberste

Ziel der Partnerschaft zwischen Altair Enginee- ring und Caterham Composites ist es, den Kun- den beider Unternehmen den Zugriff auf inno- vative und qualitativ hochwertige Lösungen zu ermöglichen und die Erwartungen durch die Kombination der technischen Möglichkei- ten und des Know-hows beider Unternehmen weiter auszubauen.

5. VDI- t A gung A M 24. un D 25. A PRIL 2012 I
5. VDI- t A gung
A M
24.
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25.
A PRIL
2012
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K ARLSR u H E
optische technologien in der Fahrzeugtechnik
Auf der 5. VDI-Tagung „Optische Technologi-
en in der Fahrzeugtechnik“ am 24. und 25.
April 2012 in Karlsruhe diskutieren Experten
aktuelle Entwicklungen aus der industriellen
Automobilpraxis und Forschung. Veranstal-
ter ist das VDI Wissensforum.
Im Mittelpunkt des Programms stehen ak-
tuelle Lichtkonzepte der Fahrzeugerzeugung
und -beleuchtung sowie Möglichkeiten der
Sichtunterstützung. Neben Aspekten zur opti-
schen Sensorik und Kameratechnik diskutiert
die Tagung Fragen zur Energieeffizienz und
Systemoptimierung. Ergänzend werden in-
novative Ansätze und Trends behandelt.Mark
Gonter von Volkswagen stellt Möglichkeiten
und Grenzen zur Steigerung der Sicherheit
durch aktive Lichtfunktionen dar. Experten
von Audi präsentieren ein neues Lichtkonzept
für automatische Scheinwerfer mit Online-Ka-
librierung im Fahrbetrieb. Eine Untersuchung
am lichttechnischen Institut Karlsruhe hat er-
geben, dass sich die visuelle Wahrnehmung
des Fahrers durch Warnsichtsysteme elemen-
tar beeinflussen lässt. Volkswagen zeigt aktu-
elle Ergebnisse zu Reaktionszeiten von Fern-
und Markierungslicht und die Auswirkungen,
die sie auf das Fahrverhalten in der Praxis ha-
ben. Ebenso stellen Vertreter vom L-LAB der
Hella KGaA, Daimler und BMW ihre neuesten
Entwicklungen im Bereich der optischen Sys-
teme vor.
Anmeldung und Programm unter www.vdi.
de/ot-auto oder über wissensforum@vdi.de.

So F t WARE

un D

Produkt-

absicherung in

PLM einbinden

Die virtuelle Simulation von Produkteigenschaften wie etwa Statik, Akustik, Vibration oder Crash- und Ermüdungsverhalten sind noch nicht ausreichend in die PLM-Prozesse der Un- ternehmen eingebettet. Die Änderungen zwischen Berechnung und Konstruk- tion müssen jedoch fortlau- fend abgeglichen werden, sonst tauchen Fehlerquel- len in der Übertragung der Information von einem System ins andere gleich mehrmals auf und nötige Anpassungen müssen ma- nuell nachgepflegt wer- den. CONTACT und BETA wollen nun durch ihre ein- gegangene Entwicklungs- partnerschaft eine inte- grierte Systemlandschaft für Bauteiloptimierung von der Geometrie bis zur Absicherung schaffen, die diese Medienbrüche und die damit verbundenen Nachteile im Blick auf Zeit, Kosten und Qualität ob- solet macht. Die Koope- ration zielt darauf ab, die bisherige Lücke zwischen CAD- und Berechnungs- welt durch ein integrier- tes Lösungsangebot zu schließen. Eine derartige disziplinübergreifende Un- terstützung im PLM-Kon- text wird besonders von den Automobilherstellern und ihren Zulieferern, aber auch aus anderen Bran- chen der Fertigungsindus- trie nachgefragt, um den virtuellen Entwicklungs- prozess zu beschleunigen und die Nachverfolgbar- keit von Absicherungser- gebnissen zu verbessern.

Entwicklungs- prozess zu beschleunigen und die Nachverfolgbar- keit von Absicherungser- gebnissen zu verbessern. 3/20 1 2

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Macher und Märkte

Aktuell

7

The PCB Revolution

the View video

Design

4. VDI-F ACHK ong RESS

„ E LEK t R o M o BILI tät“

A M

18.

un D

19.

A PRIL

I n

n ü R t I n g E n

Anforderungen an Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge

Bild: VDI Wissensforum
Bild: VDI Wissensforum

Die Elektromobilität steht vor vie- len Herausforderungen: Wie kann die Lebensdauer von Batterien er- höht werden? Was sind die Heraus- forderungen bei der Zertifizierung unterschiedlicher Antriebstypen? Wie begegnet die Automobilin- dustrie den gesellschaftlichen Er- wartungen? Diese und weitere Fragen diskutieren Experten bei dem 4. VDI-Fachkongress „Elektromo- bilität Zuverlässig – Effizient – Sicher“ am 18. und 19. April in Nürtingen bei Stuttgart. Veranstalter ist das VDI Wissensforum. Unter der Leitung von Karl E. No- reikat, NorCon Scientific Consulting, Esslingen, teilt sich der Kongress erstmalig in zwei parallele Veran- staltungssektionen. Der erste Kongresstag widmet sich den beiden Themen Infrastruktur und Energie- speicher. Die Antriebstechnologie sowie Elektronik stehen am zweiten Tag im Vordergrund. Andreas Knie, Geschäftsführer vom Innovations- zentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wan- del (InnoZ), Berlin, berichtet über internationale Trends. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf den

neuen Herausforderungen an die Mobilität in Ballungsräumen und der Reaktion der Hersteller auf das veränderte Mobilitätsverhalten. Die Auswirkungen der Elek- tromobilität auf das Fahrwerk so- wie die Fahrdynamik präsentiert

Pim van der Jagt, Geschäftsführer des Ford Forschungszentrums der Aachen GmbH. Werner Hufenbach vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden thematisiert die Potenziale des Leichtbaus für die Elektromobilität. Darüber hinaus präsentieren Experten vom

Daimler, BMW und Bosch die Herausforderungen der Zertifizierung im Umfeld der Elektromobilität, die Chancen des Wasserstoffs als Range Extender für Elektrofahrzeuge sowie robuste Leistungsmo- dultechnologien. Am Vortag des Kongresses, dem 17. April 2012, findet das Spezialseminar „Kompaktwissen Elek- trotechnik für Fahrzeugingenieure“ statt. Anmel- dung und Programm unter www.vdi.de/elektro- mobilitaet oder wissensforum@vdi.de.

S ICHERE

un D

WIR t SCHAF t LICHE

Auto M A t ISIER ung S L ö S ung E n

F ü R

DIE

S CHIE n E

Pilz und thales Deutschland stellen Weichen

Mit dem Ziel, gemeinsam Produkte, Funktionen und Applikationen für die Signaltechnik zu ent-

wickeln, haben Thales Deutschland und das Au- tomatisierungsunternehmen Pilz eine Koopera- tion geschlossen. Momentan arbeiten

beide Partner bereits an der gemein- samen Zulassung für eine Anwendung der höchsten Sicherheitsanforderung (CENELEC SIL4) durch das Eisenbahn- Bundesamt (EBA). Als technische Ba- sis der Lösungen für die Bahntechnik dient das Automatisierungssystem PSS 4000 von Pilz.

SPS für die Schiene: Renate Pilz, geschäftsführende Ge- sellschafterin von Pilz, und Volker Schenk, Leiter des Geschäftsbereichs Transpor- tation Systems bei Thales Deutschland, unterzeichnen den Kooperationsvertrag.

Bild: Pilz GmbH & Co. KG

den Kooperationsvertrag. Bild: Pilz GmbH & Co. KG ImEinsatz Dassault Systèmes hat in der Abtei- lung

ImEinsatz

Dassault Systèmes hat in der Abtei- lung zur Entwicklung und Fertigung von Antriebssträngen bei PSA Peu- geot Citroën seine Software DEL- MiA im Einsatz. Damit vergrößert Dassault Systèmes seinen Fußab- druck im Bereich digitaler Fertigung. DELMIA ersetzt bisher eingesetzte Wettbewerbslösungen und unter- stützt jetzt die Simulation der Mon- tage sowie die Bereiche Lackierung, Werksplanung, Stanzen und Antriebs- stränge. PSA Peugeot Citroën arbei- tet mit denselben Tools und Metho- deninsämtlichengroßenAbteilungen

der Gruppe.

und Metho- deninsämtlichengroßenAbteilungen der Gruppe. MTU Aero Engines setzt HyperWorks von Altair Engineering

MTU Aero Engines setzt HyperWorks von Altair Engineering als primäre strategische Lösung für CAE-Pre- und Postprocessing und für PBS Professio- nal für HPC-Anwendungen ein. Hy- perWorks, die umfassende Simulati- onsplattform von Altair, ermöglicht schnelle Designstudien und erleich- tert so Entscheidungsfindungen. MTU hat sich nach einem einjährigen unternehmensweiten Benchmark, im Rahmen dessen alle maßgeblichen kommerziellen CAE-Werkzeuge de- tailliert untersucht wurden, für Hy-

perWorks entschieden.

tailliert untersucht wurden, für Hy- perWorks entschieden. Maplesoft hat den Einsatz seiner Pro- dukte beim Jet

Maplesoft hat den Einsatz seiner Pro- dukte beim Jet Propulsion Labora- tory (JPL) der NASA bekannt gege- ben. Das JPL wird Maple, MapleSim und MapleNet bei seinen verschiede- nen Projekten einsetzen. Vom ersten amerikanischen Satelliten, dem Ex- plorer 1, über das erste Roboterfahr- zeug auf dem Mond bis zur Erfor- schung der äußersten Bereiche unseres Sonnensystems war das JPL von jeher wesentlich daran beteiligt, die Grenzen des bisher Erforschten

weiter auszudehnen.

Sonnensystems war das JPL von jeher wesentlich daran beteiligt, die Grenzen des bisher Erforschten weiter auszudehnen.
CR-8000
CR-8000

Die weltweit erste Multiboard PCB-Design-Lösung auf Systemebene

Three dimensions Two hands
Three dimensions
Two hands
One environment
One environment
auf Systemebene Three dimensions Two hands One environment Für weitere Informationen besuchen Sie uns unter:

Für weitere Informationen besuchen Sie uns unter: zuken.com/revolution-cr8000

8

Aktuell

Macher und Märkte

C o M P u t E R K o MPLE tt

g R u PPE

neue unternehmensstruktur

Zu Beginn des Jahres 2012 richtet sich die Unterneh- mensgruppe ComputerKom- plett, bestehend aus den eta- blierten Unternehmen ASCAD und SteinhilberSchwehr (mit den Tochterunternehmen ifax, MTC und StS Consulting)

in ihrer Struktur stärker auf die strategischen Schwerpunkte PLM und ERP/IT aus. Ziel da- bei ist es, die Voraussetzun- gen für weiteres Wachstum

– auch durch Akquisitionen

– zu schaffen, die bisherigen

Kundenbeziehungen zu stär- ken und das Leistungsportfo- lio nochmals zu erweitern. Hierzu wurde im Januar 2012 die ComputerKomplett Holding GmbH gegründet, die als Beteiligungsgesell- schaft die Gesellschaftsantei- le der Unternehmen hält und Aufgaben in den Bereichen Marketing, Finanzen, Admi- nistration und Personal für die operativen Einheiten über- nimmt. Darüber hinaus wer- den Unternehmensentwick- lung und M&A in der Holding verantwortet. Geschäftsführer der neuen ComputerKomplett Holding GmbH und CEO der

Unternehmensgruppe ist Ha- rald Scheuls, bisher Vorstand der SteinhilberSchwehr AG. Ihm zur Seite steht, als CFO für Finanzen verantwortlich, Dieter Stuch, bisher kaufmän- nischer Leiter. Der langjähri- ge Vorstandsvorsitzende Karl- Heinz Eberle wechselt in den Aufsichtsrat und wird die Un- ternehmensentwicklung von dort aus aktiv mitgestalten. Im Zuge dieser Verände-

rungen werden die bishe-

rigen SteinhilberSchwehr- Firmen (AG in Rottweil und GmbH in Mettmann) zu ei- ner Gesellschaft verschmol- zen. Geschäftsführer dieser neuen ComputerKomplett SteinhilberSchwehr GmbH wird neben Harald Scheuls der langjährige Bereichsleiter Athanasios Margaritis. Mar- garitis, der als ausgebildeter Informationstechniker neben der Berufstätigkeit ein Stu- dium zum Businessmanager mit dem Schwerpunkt Unter- nehmensführung absolviert hat, ist bereits seit 2003 in verschiedenen Positionen in Unternehmen der Computer- Komplett-Gruppe tätig.

W EIDM ü LLER

Vertriebsstandort in Hongkong

Mit der Weidmuller (Hong Kong) Limited hat die Weid- müllerGruppepünktlichzum Jahresstart 2012 ihr weltwei- tes Vertriebsnetz in Asien er- weitert. Die Vertriebstochter in der südchinesischen Me- tropole soll für weitere Um- satzimpulse in der Region sorgen. Seit 1994 bestehen intensive geschäftliche Be- ziehungen dorthin, zunächst im Rahmen eines Joint Ven- tures, wenig später mit ei-

ner eigenen Produktion und Entwicklungsabteilung. „Mit der Gründung unserer „Academy Asia“, einem Zen- trum für Wissenstransfer und Netzwerkbildung, im ver- gangenen Herbst haben wir einen weiteren Meilenstein zum Ausbau eines nachhal- tigen und weltweiten Ent- wicklungs-, Produktions- und Vertriebsnetzwerkes geschaffen“, so Vorstands- sprecher Dr. Peter.

B u L L

Veränderungen in der geschäftsführung

Michael Gerhards, langjähri- ger Geschäftsführer der Bull GmbH in Deutschland, über- nimmt eine neue Position in der Bull-Gruppe. Ab sofort wird Gerhards weltweit die Verantwortung für die strate- gische Entwicklung des Pro- duktgeschäfts steuern. In sei- ner Zeit als Geschäftsführer konnte sich Bull in Deutsch- land als erfolgreiches Tech- nologie- und Serviceunter- nehmen deutlich entwickeln

und im Jahre 2011 den Um- satz im zweistelligen Prozent- bereich steigern. Als seinen Nachfolger konnte Bull Gerd- Lothar Leonhart gewinnen, der aus seiner Zeit als Ma- nager bei IBM über langjähri- ge Erfahrung im Aufbau von Outsourcing Business Units, in der Markteinführung von komplexen Produkten und Services sowie im Manage- ment von großen Projekten verfügt.

N EUE r

WEB - AUFT r i T T

N EUE r WEB - AUFT r i T T Übersichtliche Gestaltung Auf der Startseite finden

Übersichtliche Gestaltung

Auf der Startseite finden Sie die Top-News sowie die Themen-Rubriken, in denen die Meldungen und Beiträge – zur besseren Übersichtlichkeit – ein- sortiert werden. Dies sind CAD/CAM/Design, PDM & PLM, Simulation, Visualisierung & VR, Digitale Fabrik, Rapid Prototyping, Hardware, Dienstleis- tungen, Antriebstechnik, Automatisierung, Elek- trotechnik, Fluidtechnik, Konstruktionselemente, Verbindungstechnik und Werkstoffe.

Konstruktionselemente, Verbindungstechnik und Werkstoffe. Neuer HTML-Newsletter In unserem neuen, wöchentlichen

Neuer HTML-Newsletter

In unserem neuen, wöchentlichen HTML-Newsletter präsentiert Ihnen die Redaktion des DI- GITAL ENGINEERING Magazins die interessantesten News aus den Bereichen CAD, CAM, PLM, Hardware, Veranstaltungen, Forschung, Konstruktionskomponenten und Werkstoffe. Unter der Rubrik „Newsletter“ können Sie den Newsletter schnell und unkompliziert abonnieren.

Werkstoffe. Unter der Rubrik „Newsletter“ können Sie den Newsletter schnell und unkompliziert abonnieren. 3/20 1 2

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MECADA t

CAD/CAM

Co M P u t ERS y S t EME

Trends und Technologien

PEPS Drahtschneidelösung in VISI V19

Die Langenbacher MECADAT CAD/CAM Computersysteme GmbH hat VISI PEPS- Wire vorgestellt, das in der neuen Version 19 die führende PEPS-Drahtschneidelö- sung mit der speziell für den Werkzeug- und Formenbau entwickelten CAD/CAM- Lösung VISI vereint. Vollständig Feature-basierend lie- fert die automatische Erkennung von erodierbarer Geometrie in VISI PEPS-Wire zuverlässige Ergebnisse für Drahtschneide-Features. Die spezi- ell für das Drahtschneiden entwickelte Feature-Erkennung findet Bohrungen, offene und geschlossene Matrizen und Stempel, konstante und variable Koni- ken, Vier-Achsen-Geometrien und neu in V19 auch Koniken mit fixem oder varia- blem Bund direkt vom Volumenmodell. Wenn 2D-Geometrien zur Verfügung ste- hen, kann der Anwender per Definition ein Feature erzeugen. Den in einer Baum- struktur dargestellten Features weist der Nutzer die gewünschten Bearbeitungs- operationen zu. Mit Hilfe der grafischen Tools von VISI ist es sehr einfach, komplexe Features zu editieren. Variable Koniken beispielswei- se können durch einfaches Ziehen mit dem Cursor am gewünschten Face gra- fisch editiert werden. Einem Vier-Achsen- Feature lassen sich Zwangsbedingungen

Einem Vier-Achsen- Feature lassen sich Zwangsbedingungen Automatische Feature-Erkennung für alle Geometrien, die

Automatische Feature-Erkennung für alle Geometrien, die erodierbar sind.

Bild: t

oder Synchronisationslinien zufügen, das Ergebnis wird dynamisch angezeigt. Durch das intuitive Benutzer-Interface bieten alle Zwei- und Vier-Achsen-Opera- tionen von VISI PEPS-Wire dem Benutzer eine Auswahl an Parametern wie Bear- beitungsrichtung, Offset, Ein- und Aus- fahrstrategie usw. an, wobei jedem Pa- rameter ein Symbol zugewiesen ist, das sofort die Auswirkung der gewählten Einstellung auf den Werkzeugweg gra- fisch anzeigt. VISI PEPS-Wire bietet vordefinierte und frei konfigurierbare Bearbeitungs- methoden mit festgelegter Reihenfolge für Schrupp-, Schlicht- und Trennschnit- te. Damit werden die gängigen Bearbei- tungsfolgen für die beaufsichtigte und die mannlose Bearbeitung zur Verfügung gestellt, die Programmierung vereinfacht und die Programmierzeit verkürzt.

A L t AIR

Eng I n EERI n g

Weiterentwicklung im High Performance Computing

Altair Engineering hat mit den neu- en Produkten Compute Manager und PBS Desktop zwei wichtige Weiterent- wicklungen im Bereich des High Per- formance Computing angekündigt. Der Compute Manager ist Altairs erster strategischer Schritt zum Aufbau einer modernen, webbasierenden und kos- teneffizienten Simulationsplattform zur Steigerung der Produktivität von HPC- Aufgaben. Als Modul der neuen Hyper- Works Enterprise Software – auf Basis einer serviceorientierten Architektur (SOA) – versteht der Compute Manager die spezifischen Charakteristika der ver- wendeten HPC-Applikationen und er- möglicht den Anwendern das Starten

und Überwachen ihrer Simulationsauf- gaben sowie die Ausführung komplexer Analysen mit einigen wenigen Maus- Klicks. Nutzer können ihre Jobs über eine webbasierende Schnittstelle abschi- cken, überwachen und die Resultate sofort überprüfen. Ebenso lassen sich die Ergebnisse grafisch aufbereiten und darstellen, ohne dass ein vorheriges Herunterladen der Daten erforderlich wäre. Der Compute Manager erkennt die verwendeten Anwendungen mit- tels hinterlegter Applikationsdefinitio- nen. Auf diese Weise können praktisch beliebige Solverformate auf einfache Weise implementiert werden.

Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie

werden. Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie 8.+9. Mai 2012 Der jährliche Treffpunkt für Praktiker,
werden. Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie 8.+9. Mai 2012 Der jährliche Treffpunkt für Praktiker,
werden. Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie 8.+9. Mai 2012 Der jährliche Treffpunkt für Praktiker,

8.+9. Mai 2012

Der jährliche Treffpunkt für Praktiker, Entwickler und Visionäre mit:

· Anwendertagung

· Konstrukteurstag

· Fachforum „CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik“

· Fachforum „Medizintechnik“

· Fachforum „Luftfahrt“

in der Zahntechnik“ · Fachforum „Medizintechnik“ · Fachforum „Luftfahrt“ ww rapidtech de www.rapidtech.de
in der Zahntechnik“ · Fachforum „Medizintechnik“ · Fachforum „Luftfahrt“ ww rapidtech de www.rapidtech.de
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ww rapidtech de

www.rapidtech.de

in der Zahntechnik“ · Fachforum „Medizintechnik“ · Fachforum „Luftfahrt“ ww rapidtech de www.rapidtech.de
in der Zahntechnik“ · Fachforum „Medizintechnik“ · Fachforum „Luftfahrt“ ww rapidtech de www.rapidtech.de

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Aktuell

Trends und Technologien

Bild: MSC Software
Bild: MSC Software

keit ein wesentlich größerer Stellenwert innerhalb des Entwicklungsprozesses einräumbar. Mithilfe der neuen Funktion „MSC Fatigue Shaker“ lässt sich die Le- bensdauer von Komponenten berech- nen, die einer aus einer einzelnen Quelle stammenden willkürlichen Schwingung ausgesetzt sind. MSC Fatigue 2012 bein- haltet zudem ein neues Modul für Naht- schweißverbindungen, das auf strukturel- ler Spannung aufbaut und die gängigen Klassifizierungsstandards zur Entwicklung von Schweißverbindungen mit langer Haltbarkeit erfüllt. Zusätzlich lassen sich mit „MSC Fatigue 2012 Spot Weld“ Punkt- schweißverbindungen überprüfen.

MSC

So F t WARE

neue Versionen von Patran und MSC Fatigue

MSC Software hat eine neue Version 2012 ihrer Software Patran und MSC Fa- tigue auf den Markt gebracht. Seit Feb- ruar stehen diese zum Download bereit. Verbessert wurden vor allem Funktio- nen für Modellierung sowie nichtlineare Simulationen und die Berechnung von Versagenskriterien. Zudem wurden die Funktionen für die Lebensdauerprogno- se von Produkten optimiert. Die neue Struktur des Modellbrowsers von Patran 2012 bietet eine effiziente- re Menünavigation. Anwender können so besser auf die verschiedenen Kom- ponenten ihrer Modelle zugreifen und diese ändern. Die Struktur ist intuitiv und bedienerfreundlich und lässt sich individuellen Arbeitsabläufen anpassen. Datenbankentitäten sind sich über die Modellstruktur mühelos visualisier-, auf- ruf- und bearbeitbar. Das verkürzt den Lernprozess, erhöht die Produktivität und trägt dazu bei, dass sich Patran noch

intuitiver nutzen lässt. Die Modell- browser-Struktur ist für Windows und Linux verfügbar. Mit der Einführung des neuen Sol- vers von MSC Fatigue 2012 wurde die Berechnung von Haltbarkeit und Betriebsfestigkeit vereinfacht. MSC Fatigue berechnet die Lebensdauer von Produkten auf Basis von Spannungs- oder Dehnungsergebnissen von FE-Modellen, WechsellastenundMaterialeigenschaften. Neben der herkömmlichen spannungsba- sierten Analyse (S-N oder Gesamtlebens- dauer) ist auch eine dehnungsbasierte Analyse (E-N, lokale Dehnung oder Riss- initiierung) möglich. Damit können nun selbst Anwender mit geringen Kennt- nissen auf dem Gebiet der Lebensdau- eranalyse Berechnungen in der ihnen vertrauten FE-Modellierungsumgebung durchführen. Dank der intuitiven Oberflä- che und der hohen Analysegeschwindig- keit ist dem Aspekt der Produkthaltbar-

o P E n

MI n D

tECH n o L o g IES

Postprozessoren als integraler Bestandteil der CAM-Lösung

Um die exzellenten Werkzeugbahnen aus hyperMILL sicher auf die Maschine zu bringen, aber auch um jegliche Störung in der Nutzung zu vermeiden, erstellt OPEN MIND Technologies alle Postpro- zessoren für seine Kunden selbst. Diese sind damit integraler Bestandteil einer hochqualitativen CAM-Postprozessor- Lösung, die in Sachen Performance und Sicherheit weit über generalisierte Stan- dardlösungen hinausgeht.

OPEN MIND entwickelt Postprozessoren für

verschiedene Maschinen.

Bild: OPEN MIND

Die Entwicklung im Bereich der Zer- spannungsmaschinen verläuft rasant. Mittlerweile können viele Fräsmaschi- nen zusätzlich auch drehen, und die Fräsfähigkeiten von Drehmaschinen werden jedes Jahr weiter ausgebaut. Eine Komplettbearbeitung von Werk- stücken ist Programm bei den Anwen- dern – drehen, bohren und fräsen – 2,5D, 3D, 5Achs. OPEN MIND Technologies hat diese Entwicklung auf dem Maschinensektor von Anfang an progressiv begleitet und versteht darum die Schnittstelle zu den Werkzeugmaschinen, den Postprozessor, als integralen Bestandteil seines hoch- qualitativen CAM-Pakets. Aus diesem Grund erstellt OPEN MIND beinahe 100 Prozent aller Postprozessoren selbst. Da- durch gelingt es, zwei Kernpunkte dieser Dienstleistung erfolgreich miteinander zu verbinden: spezifische Kundenanfor- derungen und Performance einschließ- lich der unbedingten Sicherheit. Basierend auf dem Teilespektrum der jeweiligen Firma und den dortigen Er-

fahrungen, hat jeder Anwender konkre- te Vorstellungen zum NC-Programmfor- mat.

Breites Anwendungsspektrum

Die Postprozessoren der OPEN MIND Technologies AG zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie die Funk- tionalität der jeweiligen Steuerungen optimal nutzen können.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick:

• Steuerungszyklen – für das Bohren, Fräsen und Drehen

• Weitere 2D-Funktionen

• Parameter, zum Beispiel für Vorschubwerte

• NC-Programmstrukturen, zum Beispiel Hauptprogramm und Unterprogramme

• Programmteil-Wiederholungen

• Geschwenkte Arbeitsebene

• 5-Achs-Simultanbearbeitungen

• Programmteil-Wiederholungen • Geschwenkte Arbeitsebene • 5-Achs-Simultanbearbeitungen 3/20 1 2
• Programmteil-Wiederholungen • Geschwenkte Arbeitsebene • 5-Achs-Simultanbearbeitungen 3/20 1 2

3/20 1 2

Trends und Technologien

Aktuell

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Bild: KIP
Bild: KIP

K I P

Produktives DIn-A0-Hybrid-Drucksystem auf tonerbasis

Seit kurzem präsentiert KIP mit dem neuen KIP C7800 CAD ein neues Hybrid- Drucksystem auf Tonerbasis. Mit fünf Qua- dratmetern pro Minute in Farbe (CMYK) oder Schwarzweiß ist er nicht nur produk- tiv, sondern zugleich auch sehr günstig mit Klickkosten von weniger als 0,3 Euro je Quadratmeter einschließlich aller Ne- benkosten. Dies macht Farbdrucke bei fünf Prozent Deckungsgrad so günstig wie S/W-Prints. Damit wird der neue KIP C7800 CAD eine attraktive Wahl für alle größeren Architekten- und Ingenieur- büros, Konstrukteure, Maschinenbauer, Behörden sowie technische und wissen- schaftliche Institutionen. Je nachdem, ob farbig (CMYK) oder monochrom, der neue KIP C7800 CAD benötigt für den Druck von fünf Quadratmetern nur eine Minute. Bei einer Auflösung von 600 x 2400 dpi ge- neriert das tonerbasierte LED-System eine brillante und originalgetreue Wiedergabe feinster Linien, Bögen und kleiner Bilder. Mithilfe der drei vollautomatischen Einzugsrollen mit neuer KIP-Quick- Switch-Technologie für schnellen Rollen- zugriff kann das System mehrere Medien in verschiedenen Breiten (ab 297 Milli- meter bis maximal 914 Millimeter) ohne Produktionsunterbrechung nutzen. Die maximale Drucklänge beträgt 40 Meter.

Der KIP C7800 CAD kann sowohl Stan- dard- und Spezialpapiere, beispielsweise Recycling-Papiere, als auch Folien bedru- cken. Ein 20-Blatt-Einzelblatteinzug kom- plettiert das Medienpaket. Vier Patronen mit je 1.000 Gramm sorgen dafür, dass die hohe Produktivität auch seitens der Tonerkapazität adäquat unterstützt wird. Wie alle KIP-Lösungen verfügt auch der neue KIP C7800 CAD über Ausstattungs- merkmale, die auf einfache Bedienung und hohe Produktivität im Netzwerk aus- gelegt sind. Dazu zählen die vollautoma- tische Medienkalibrierung unabhängig von Papiersorte und -format, das neue Transportband sowie die Vorinstallation aller relevanten Programme, RIPs und Treiber für anspruchsvolle CAD-Anwen- dungen und A0-Drucke allgemein. Der in jedes bestehende Netzwerk integrier- bare Hybriddrucker kann sowohl web- basierte Druckaufträge verarbeiten (KIP PrintNet) als auch Druckausgaben von mobilen Geräten per E-Mail generieren (Cloud Printing). Zu- dem verfügt er über zwei USB-2.0-An- schlüsse. Bedient wird das Gerät über das in-

tuitive, vollfarbige KIP- Touch-Display.

Die neue KIP Cost Review Application er- möglicht ein exaktes Druckkostenma- nagement: Farb- und Schwarzweißdrucke können getrennt bearbeitet und berech- net werden. Der KIP C7800 CAD lässt sich darüber hinaus um Auto-Stacker, Online- Falter und KIP-High-End-CCD-Scanner mit 600 x 600 dpi zum exklusiven Multifunkti- onssystem erweitern. Das Gerät markiert als zweite Generation exklusiver KIP-Hy- briddrucker auf Tonerbasis erneut einen Meilenstein im Bereich anspruchsvoller CAD-Anwendungen. So produktiv und vor allem so profitabel konnten brillante Farb- prints in DIN A0 bisher nicht generiert wer- den. Das System kostet rund 60.000 Euro (UVP) und ermöglicht bei entsprechender Auflage eine schnelle Amortisation.

bei entsprechender Auflage eine schnelle Amortisation. 3D-DRUCKEN MIT THERMOPLAST damit Ihre Ideen Form annehmen
bei entsprechender Auflage eine schnelle Amortisation. 3D-DRUCKEN MIT THERMOPLAST damit Ihre Ideen Form annehmen

3D-DRUCKEN MIT THERMOPLAST damit Ihre Ideen Form annehmen

3D-DRUCKEN MIT THERMOPLAST damit Ihre Ideen Form annehmen Prototypen • Produkt Mock-ups • Werkzeugbau
3D-DRUCKEN MIT THERMOPLAST damit Ihre Ideen Form annehmen Prototypen • Produkt Mock-ups • Werkzeugbau
Prototypen • Produkt Mock-ups • Werkzeugbau Konzeptmodelle • Funktionsmuster • Formenbau

Prototypen Produkt Mock-ups Werkzeugbau Konzeptmodelle Funktionsmuster Formenbau

Halle 6 Stand 6839
Halle 6 Stand 6839
• Funktionsmuster • Formenbau Halle 6 Stand 6839 Am Helgenhaus 15-19 35510 Butzbach Tel. +49 6033

Am Helgenhaus 15-19

Am Helgenhaus 15-19

35510 Butzbach Tel. +49 6033 74888-0

www.medacom.de

info@medacom.de

www.3ddrucker.de

S CHLEICHER

E LEC t R o n I C

Innovative CnC-Steuerung

Schleicher Electronic erweitert seinen Systembaukasten für durchgängige Automatisierungslösungen mit seiner neuen High-End-Steuerung aus der XCx-Baureihe und einem robus- ten Touchscreen in Edelstahlausführung, optimiert für eine werkstattorientierte Bedienung (WOB). Die Modelle der XCx- Baureihe zeichnen sich durch eine gute Synchronisation der integrierten SPS- und CNC-Einheiten aus, die durch einen ge- meinsamen Variablenspeicher der logischen Einheiten erreicht wird. Für den Einsatz von beliebiger CAD/CAM-Software bietet das integrierte Windows-XP-Betriebssystem optimalen Raum. Das SERCOS-III-Protokoll steuert einerseits die CNC-Achsen und bietet gleichzeitig auch das gute Achens-Monitoring der ebenfalls von Schleicher Electronic vertrie- benen Bosch-Rexroth-Servover- stärker und -motore.

vertrie- benen Bosch-Rexroth-Servover- stärker und -motore. CNC-Steuerung von Schleicher. Bild: Schleicher Electronic

CNC-Steuerung von Schleicher.

Bild: Schleicher Electronic

3/2012

benen Bosch-Rexroth-Servover- stärker und -motore. CNC-Steuerung von Schleicher. Bild: Schleicher Electronic 3/2012

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Aktuell

veranstaltungskalender

Wenn Sie in diesem Bereich eine Ihrer Veranstaltungen platzieren möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Maike Gundermann, Tel. 0 63 41/3 89 10 21 (PLZ 46000-79999), Frau Martina Summer, Tel. 0 81 06/3 06-1 64 (PLZ 00000-45999, 80000-99999 + Ausland).

+++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen +++

PLZ

Anbieter

Firma/Anschrift

Schwerpunkte

termine

   

Schwindt CAD/CAM-

ihr Dienstleister für CATiA und PLM

Aktuelle Termine und Orte finden Sie unter www.schwindt.eu

Technologie GmbH

Hier die nächsten CATiA Kurse:

CATIA V5 Flächenkurse

00000-99999

Callenberger Str. 8

96450 Coburg CATIA V5 Assembly Design Expert  

96450

Coburg

CATIA V5 Assembly Design Expert

 

Tel.: 0 95 61 - 55 60-0 Fax: 0 95 61 - 55 60-10 E-Mail: info@schwindt.eu Internet: www.schwindt.eu

Kostenlose CATiA Thementage:

oder auf Anfrage unter Freecall: 0800-CATiAV6

Werkzeugbau und NC-Manufacturing Automation und Knowledgeware

   

DriveConcepts GmbH Wettiner Platz 10

Mit unserer aktuellen Software MDESIGN 2010 bietet Drive- Concepts das vollständige Paket zur Auslegung, Nachrechnung und Optimierung von Getrieben, Lager und Wellen bis hin zur Lastverteilungsberechnung der Verzahnungen. Nie war die Berechnung ganzer Getriebe einfacher!

13.3.

Schraubenberechnung

00000-99999

14.3.

Wellenberechnung

01067

Dresden

15./16.3. Getriebe berechnen

Tel.: +49 (0)351 / 4858-310 Fax: +49 (0)351 / 4858-400 contact@driveconcepts.com www.driveconcepts.com 13.6. Verzahnung

Tel.: +49 (0)351 / 4858-310 Fax: +49 (0)351 / 4858-400 contact@driveconcepts.com www.driveconcepts.com

13.6.

Verzahnung nach Norm

14.6.

Windturbinen Knowhow

Im Rahmen des TEDATA Wissensupdate veranstaltet DriveCon- cepts in 2012 die bewährten Kurse zur Getriebe-, Wellen- und Schraubenberechnung. Weiterhin werden spezielle Kurse zu Windenergieanlagen und Verzahnungsberechnung angeboten.

15.6.

MDESIGN author

infos & Anmeldung:

   

www.driveconcepts.com/

 

event.html

   

Transcat PLM GmbH Am Sandfeld 11c

25 Jahre Transcat: innovation, Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit Anlässlich des Jubiläums lädt Transcat zu der Veranstaltungsrei- he „Open House Day“ ein. Sie werden über die aktuellen Trends im Product-Lifecycle-Management informiert. 19.04.2012 in Unterschleißheim 28.06.2012 in Dortmund 13.09.2012 in Hannover 25.09.2012 in Stuttgart Infos und Anmeldung unter www.transcat-plm.com/openhouse

kostenfreie Webseminare zu wichtigen Themen rund um CATIA, ENOVIA, SIMULIA, 3DVIA Composer

infos und Anmeldung unter www.transcat-plm.com/vera

00000-99999

76149

Karlsruhe

Tel.: +49 7 21 - 9 70 43 - 0 Fax: +49 7 21 -

Tel.: +49 7 21 - 9 70 43 - 0 Fax: +49 7 21 - 9 70 43 - 9 71

events@transcat-plm.com www.transcat-plm.com

Eröffnungsangebot Ausbildung Schulungszentrum Hannover Infos und Anmeldung unter www.transcat-plm.com/kurse

 

00000-99999

00000-99999 CADFEM GmbH AnSyS Competence Center FEM Marktplatz 2 Technische Informationstage ANSyS Strukturmechanik

CADFEM GmbH

AnSyS Competence Center FEM Marktplatz 2

Technische Informationstage ANSyS Strukturmechanik

statisch/dynamisch – linear/nichtlinear – implizit/explizit

28.03.12 in Kassel

19.04.12 in Nürnberg

09.05.12 in Hamburg

85567

Grafing b. München

Von Ingenieur zu Ingenieur und anhand von Beispielen aus der Praxis vermitteln die Veranstaltungen einen technischen Überblick über die Simulationsmöglichkeiten des Programms ANSYS in verschiedenen strukturmechanischen Anwendungs- bereichen. Die Teilnahme ist kostenfrei. www.cadfem.de/strukturmechanik

15.05.12 in Berlin

Tel.: +49 (0)8092-7005-0 Fax: +49 (0)8092-7005-77 E-Mail: info@cadfem.de Internet: www.cadfem.de

22.05.12 in Aachen

14.06.12 in Wels (A)

26.06.12 in Dortmund

Weitere Termine und Themen:

     

www.cadfem.de/infotage

00000-99999+A+CH

 

Comsol

COMSOL Multiphysics ist ein Werkzeug für virtuelle Produktent- wicklung basierend auf der Finite-Elemente-Methode. In unseren Veranstaltungen erlernen Sie verschiedene Modellierungstech- niken und erstellen selbständig Simulationsmodelle. Wir zeigen Ihnen, wie Sie COMSOL Multiphysics effektiv und produktiv für Ihr eigenes Aufgabengebiet einsetzen können. Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Möglichkeiten, physikalische Phänomene miteinander zu koppeln.

COMSOL Multiphysik

Multiphysics GmbH Berliner Straße 4

Workshops:

www.comsol.de/events

37073

Göttingen

Tel.: +49-(0)551-99721-0 Fax: +49-(0)551-99721-29 Trainingskurse: www.comsol.de/training

Tel.: +49-(0)551-99721-0

Fax: +49-(0)551-99721-29

Trainingskurse:

www.comsol.de/training

E-Mail: info@comsol.de

Anwenderkonferenz:

Internet: www.comsol.de

www.comsol.de/

Die Teilnahme an unseren Workshops ist kostenfrei.

conference2012/europe

   

SPi GmbH

AfterWorks Seminarreihe der SPi GmbH Jahrelange Erfahrung mit SolidWorks, mit Konstruktionsprü- fungs- und Analysetools, Datenmanagementlösungen und Technischer Dokumentation machen uns zum Experten bei der Beratung und Auswahl Ihrer Lösung. Unsere AfterWorks Se- minarreihe wendet sich an Entscheider und zeigt neue Wege und Lösungsansätze. Die ca. 2stündigen Termine in unseren Niederlassungen beginnen jeweils um 17:00 Uhr. Details und Anmeldung per Telefon oder unter www.spi.de/de/1077/afterworks

AfterWorks

00000+59999

Kurt-Fischer-Straße 30a

18.04.2012

in Herne

22926

Ahrensburg

Nachhaltig Konstruieren:

Tel.: 04102 / 70 60 E-Mail: info@spi.de Mehr als der Grüne Anstrich 08.05.2012 in Ahrensburg

Tel.: 04102 / 70 60 E-Mail: info@spi.de

Mehr als der Grüne Anstrich

08.05.2012

in Ahrensburg

Internet: www.spi.de

Maschinenrichtl. u. Produkt- sicherheitsgesetz i.d. Praxis

 

09.05.2012

in Greifswald

 

Wenn Datenverwaltung im Kopf nicht ausreicht: EPDM

00000+80000

00000+80000 CFturbo® Software & Engineering GmbH Unterer Kreuzweg 1 Die CFturbo ® Software & Engineering

CFturbo® Software & Engineering GmbH Unterer Kreuzweg 1

Die CFturbo ® Software & Engineering GmbH ist ein Dienst- leistungs- und Softwareunternehmen mit Hauptsitz in Dresden und einem Büro in München. Tätigkeitsschwerpunkte sind CAE- Berechnungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der Turbomaschinen. Dazu gehören Auslegung, Entwurf, Simu- lation - insbesondere CFD und FEM, Optimierung, Prototypen- bau und Konstruktion von Turboladern, Turbinen, Verdichtern, Ventilatoren, Gebläsen und Pumpen. Die Firma entwickelt und vermarktet das Turbomaschinen-Entwurfsprogramm CFturbo ® und führt kundenspezifische Softwareentwicklungen durch.

CFturbo ® -Schulungen 14.03.2012, Dresden 18.04.2012, Dresden 09.05.2012, Dresden 13.06.2012, Dresden 11.07.2012, Dresden 15.08.2012, Dresden

01097

Dresden

Tel.: 0351 / 40 79 04 - 79 Fax: 0351 / 40 79 04 - 80 E-Mail: info@cfturbo.de

Internet: www.cfturbo.de

http://www.cfturbo.de/

   

training.html

   

CENiT Akademie

Die CENIT Akademie unterstütz Anwender, Führungskräfte und Administratoren im Produkt Lifecycle Management (PLM). Das Angebot umfasst Kurse in den Bereichen CATiA, PDM, NC, DELMiA, FEM sowie Systemadministration. Aber auch Branchenkurse für Automobil und Luftfahrt gehören zum Portfolio.

Kostenlose Web-Seminare zu aktuellen PLM-Themen und Produkten. Beispielsweise zu Dymola, 3D VIA Composer uvm.

www.cenit.de/

Industriestraße 52-54

akademie

10000-80000

70565

Stuttgart

Tel.: +49 711 7825-3393 Fax: +49 711 782544-4393 E-Mail: training@cenit.de www.cenit.de/akademie www.cenit.de/

Tel.: +49 711 7825-3393 Fax: +49 711 782544-4393 E-Mail: training@cenit.de www.cenit.de/akademie

www.cenit.de/

webseminare

7825-3393 Fax: +49 711 782544-4393 E-Mail: training@cenit.de www.cenit.de/akademie www.cenit.de/ webseminare 3/2012

3/2012

veranstaltungskalender

Aktuell

13

PLZ

Anbieter

 

Firma/Anschrift

Schwerpunkte

termine

 
   

GOM - Gesellschaft für

Optische Messtechnik mbH Mittelweg 7-8

GOM inspect Einführungsseminare Netzbearbeitung und inspektion von 3D-Punktwolken

GOM Inspect Einführungsseminare Netzbearbeitung & Inspek- tion in Braunschweig

30000

38106

Braunschweig

Die kostenlose GOM Inspect Software eröffnet den freien Zugang zur 3D Datenbearbeitung für alle. Anwender aus den Bereichen RP, CAD/CAM, CAE und CAQ erlernen in diesem Seminar den Umgang mit GOM Inspect. Die eintägigen GOM Inspect Einführungsseminare bieten praktische Übungen zu Datenimport, Netzbearbeitung, 3D-Inspektion, 2D-Inspektion, GD&T, Prüfberichte, Daten-Export, etc.

Tel.: +49 531 39029 0 Fax: +49 531 39029 15 E-Mail: info@gom.com Internet: www.gom.com •

Tel.: +49 531 39029 0 Fax: +49 531 39029 15 E-Mail: info@gom.com Internet: www.gom.com

19.03.2012

21.05.2012

   

16.07.2012

www.gom.com/de/

   

3d-software.html

   

MSC.Software GmbH Am Moosfeld 13

Nastran, Adams & Marc User Meetings

Nastran User Meeting

MSC Software lädt alle Anwender zu deutschsprachigen User Meetings für Nastran, Adams und Marc ein. Sie erwarten inte- ressante Anwendervorträge und themenbezogene Diskussi- onsgruppen. Nutzen Sie diese Gelegenheit für den fachlichen Dialog und die Diskussion mit Referenten, Anwendern und Entwicklern. Mehr Informationen unter http://pages.mscsoftware.com/UserMeetings.html

8.

- 9. Mai 2012

81829

München

Adams User Meeting

80000

Tel.: 089 / 431 987 0 Fax: 089 / 436 17 16 E-Mail:

9.

- 10. Mai 2012

Marc User Meeting

Marc User Meeting

10.

- 11. Oktober 2012

 

info.de@mscsoftware.com

Veranstaltungsort:

 

Internet:

Hotel und Konferenzz. Dolce Andreas-Danzer-Weg 1 85716 M.-Unterschleissheim

www.mscsoftware.com

 
  Software Factory GmbH Parkring 4 85748 Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323
  Software Factory GmbH Parkring 4 85748 Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323
  Software Factory GmbH Parkring 4 85748 Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323
  Software Factory GmbH Parkring 4 85748 Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323
  Software Factory GmbH Parkring 4 85748 Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323

Software Factory GmbH Parkring 4

85748

Tel.: 089 / 323 501-10 Fax: 089 / 323 501-53 E-Mail: cad@sf.com Internet: www.sf.com

Garching bei München

Workshops, Seminare und Consulting zu folgenden Themen:

Entwicklerworkshop Pro/ TOOLKIT auf Anfrage

JLink Entwicklerworkshop auf Anfrage

80000

80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von
80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von
80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von
80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von
80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von
80000 • Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für Creo Parametric (Pro/ENGINEER) • Anpassungen von

Software-Entwicklung mit Pro/TOOLKIT und J-Link für

Creo Parametric (Pro/ENGINEER)

Anpassungen von Windchill

Migration von Pro/INTRALINK 3.x Datenbanken

Workshop Windchill Customization auf Anfrage

Inhouse Workshops auf Anfrage Infos auf www.sf.com oder per Email an cad@sf.com

   

Wanddickenprüfung in Creo Parametric (Pro/ENGINEER) mit PE-WALLCHECK

Software Factory – die TOOLKiT | EXPErTEN

für Creo und Windchill

   

KiSSsoft AG Uetzikon 4 8634 Hombrechtikon Switzerland Tel.: +41 55 254 20 50 Fax: +41 55 254 20 51 E-Mail: info@KISSsoft.AG Internet: www.KISSsoft.AG

Die KISSsoft AG stellt Maschinenbau-Berechnungsprogramme für die Nachrechnung, Optimierung und Auslegung von Maschinenelementen (Zahnräder, Wellen, Lager, Schrauben, Federn, Passfedern, Presssitze und andere) her. KISSsoft bietet auf der Grundlage von internationalen Berechnungsstandards (ISO, DIN, AGMA, FKM, VDI etc.) weitgehende Optimierungsmöglichkeiten. Die Anwendung erstreckt sich vom einfachen Maschinenelement bis zur auto- matischen Auslegung von kompletten Getrieben. Schnittstel- len zu allen wichtigen CADs runden dieses Angebot ab.

20.-22.03. Zahnrad

+++ Seminare & Schulungen +++ Seminare & Schulungen ++++++

roadshows & Marketing +++ roadshows & Marketing +++Usergroups

Vertiefungsschulung

10.-11.04. Zahnrad & Welle Einsteigerschulung

10.-11.04. Zahnrad & Welle Einsteigerschulung

CH

08.05. Schraubenschulung

Sonderseminar

info und Anmeldung auf www.KISSsoft.AG

00000-99999

00000-99999 DSC Software AG Am Sandfeld 17 76149 Tel.: 07 21/ 97 74-1 00 Fax: 07
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gen, Trends 8. - 9. Mai 2012, Bamberg, Deutschland Internet: www.nafems.org   www.nafems.org/dach2012 3/2012

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Im Fokus

Mechatronik

M ODELLBAS i E r TES

Sy STEMS

E N G i NEE r i N G

DurchgängigeEntwicklung

miterlebbarenPrototypen

V O N

G RISCHA

B EIER ,

U W E

R OTHENBURG ,

R OBERT

W OLL ,

R AINER

S TARK

Moderne Produktentwicklungsphilosophien sollten den gesamten Lebenszyklus eines Produkts sowie alle daran beteiligten Prozesse und Akteure berücksichtigen. Um dies zu ermöglichen, müssen Experten unter- schiedlicher Fachdisziplinen wie Konstrukteure, Elektrotechniker, informatiker und Produktionstechniker ih- re Anforderungen an das Produkt formulieren, in dessen Entwicklung eingebunden werden und sich dabei abstimmen. Die bekannten Vorgehensmodelle VDi 2221 und V-Modell bieten dafür in vielen Branchen eine gute Orientierung, lassen aber den direkten Zuschnitt auf die Entwicklungsaktivitäten mit digitalen Produkt- und Produktionssystemmodellen vermissen.

D ie Integration der unterschiedlichen Vorgehensweisen, Werkzeuge und auch Vorstellungen der beteiligten

Akteure stellt heutzutage eine zentra- le Herausforderung für die Produktent- wicklung dar. Darüber hinaus besteht ein wachsender Bedarf, auch die techni- schen und interaktiven Zusammenhän- ge von produktübergreifenden Intelli-

genzen und Funktionalitäten (Produkt zu Nutzer, Produkt zu Produkt, Produkt zu Umwelt) während der Entwicklung zu beschreiben, zu erproben und ab- zusichern. Bild 1 stellt den Zusammen- hang zwischen den – nur sehr bedingt mit durchgängig modellbasierten Lösun- gen unterstützten – frühen Systement- wurfs- und -absicherungsphasen und

– frühen Systement- wurfs- und -absicherungsphasen und Bild 1: Erweiterter Systems-Engineering-Prozess. 3/20 1 2

Bild 1: Erweiterter Systems-Engineering-Prozess.

und Bild 1: Erweiterter Systems-Engineering-Prozess. 3/20 1 2 den späteren Ausgestaltungsphasen der

3/20 1 2

den späteren Ausgestaltungsphasen der Produktgewerke (Bauteile, Softwaremo- dule, Elektronikmodule usw.) dar. Für die späteren Ausgestaltungsphasen existiert bereits eine starke Unterstützung durch CAx-Werkzeuge. Künftige Lösungen der virtuellen Pro- duktentstehung müssen stärker auf die frühen Phasen der disziplinenüber- greifenden Systementwicklung fokus- sieren. Dieser Artikel stellt innovative Forschungsansätze für das Systems En- gineering vor. Ziel der Ansätze ist es, die Entwicklung informationstechnisch und methodisch robuster zu gestalten, um ih- ren Einsatz auch in Industrien mit schnell aufeinanderfolgenden Entwicklungszyk- len zu ermöglichen.

Grundlagen des Systems Engineering

Systems Engineering ist ein interdiszip- linärer Ansatz, der existierende und eta- blierte Vorgehensweisen aus den un- terschiedlichen Fachdisziplinen ergänzt und integriert. Der Systems-Engineering- Ansatz stellt Tools bereit, mit deren Hilfe Daten aus unterschiedlichen Werkzeu- gen verknüpft werden können. Er sieht

Mechatronik

Im Fokus

15

Beschreibungssprachen vor, die die diszi- plinenübergreifende Verständigung über die zentralen Artefakte eines Produkts er- möglicht – wie etwa die Anforderungen, die es erfüllen muss, die Funktionen, die es bereitstellen muss, und die Kompo- nenten, aus denen es besteht. Systems Engineering ist ein umfassen- der, strukturierter und iterativer Prob- lemlösungsprozess, der aufgrund dieser Charakteristika für die Entwicklung me- chatronischer Produkte gut geeignet ist. Im Gegensatz zu den in der Mechatronik etablierten Vorgehensmodellen fokus- siert Systems Engineering nicht nur auf das Produkt, sondern betrachtet das ge- samte System. Moderne Systems-Engi- neering-Ansätze berücksichtigen zudem die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit:

Wirtschaftlichkeit, Ökologie und soziale Verträglichkeit.

Methodische Unterstützung des Systems Engineering

Im Folgenden werden aktuelle Lösun- gen aus der Forschung vorgestellt, die sowohl darauf abzielen, die methodische Anwendbarkeit des Systems Engineering als auch dessen Simulations- und Analy- sekompetenz zu verbessern. Die Sicht des Systems Engineering auf das Produkt als System erlaubt eine nach- haltigkeitsorientierte Produktgestaltung. Häufig ist eine Produktoptimierung im Hinblick auf eine einzelne Lebensphase, etwa die Produktion, für andere Lebens- phasen nicht optimal. Daher müssen die Anforderungen, die sich aus den unter- schiedlichen Betrachtungsweisen erge- ben, nicht isoliert betrachtet, sondern in Einklang gebracht werden. Zu diesem Zweck hat das Fraunhofer IPK zusammen mit der TU Berlin eine me- thodische Vorgehensweise entwickelt, wie ein Produkt, bezogen auf seinen ge- samten Lebenszyklus, möglichst nach- haltig gestaltet werden kann. Dabei spielt die enge Zusammenarbeit zwischen Pro- duktentwicklern, Produktionsplanern und Experten des Life Cycle Assessment (LCA) eine wichtige Rolle. Ein einzelner Produktentwickler kann nur schwer be- urteilen, wie sich ein Produkt in seinen unterschiedlichen Lebensphasen unter dem sozialen, wirtschaftlichen und öko- logischen Aspekt verhält. Wie die Ferti- gung einzelner Komponenten abläuft, ist häufig nur dem entsprechenden Produk- tionsverantwortlichen bekannt. Welche

entsprechenden Produk- tionsverantwortlichen bekannt. Welche Bild 2: Abhängigkeiten zwischen den Datenartefakten der

Bild 2: Abhängigkeiten zwischen den Datenartefakten der Produktentwicklung.

Kennzahlen dabei für eine Nachhaltig- keitsbewertung erfasst werden müssen, kann nur ein LCA-Experte umfassend be- urteilen. Um die entwickelte Vorgehensweise zu unterstützen, wurde die werkzeug- gestützte Methode House of Sustain- ability entwickelt. Ein Team, bestehend aus einem Produktentwickler, einem Produktionsplaner und einem LCA-Ex- perten, erarbeitet dabei gemeinsam ein Modell, das die Zusammenhänge zwi- schen Produktcharakteristika und vor- definierten Indikatoren für die Nachhal- tigkeitsbewertung beschreibt. Dieses Wechselwirkungsmodell ermöglicht die automatische Bewertung von Gestal- tungsalternativen eines Produkts im Hin- blick auf ihre soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit. Die Bewer- tungsergebnisse werden anschließend mit Hilfe des Visualisierungswerkzeugs Sustainability Dashboard grafisch aufbe- reitet, um die Auswahl der Gestaltungsal- ternativen zu unterstützen. Bei der beispielhaften Evaluierung der Methode wurde deutlich, dass eine nach- haltigkeitsorientierte Produktgestaltung ein ausreichendes Wissen über alle der Entwicklung nachgelagerten Lebens- phasen des Produkts voraussetzt. Da die- ses Prozesswissen derzeit häufig nicht ausreichend dokumentiert ist, ist eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Experten angezeigt. Kernbestandteil des Systems Engi- neering ist neben der horizontalen auch die vertikale Lebenszyklusbetrachtung, wobei eine Durchgängigkeit zwischen unterschiedlichen Datenartefakten der Produktentwicklung angestrebt wird. Die Methode der durchgängigen Nach-

verfolgbarkeit (Traceability) ist eine gute und vergleichsweise schlanke Vorge- hensweise, um isolierte Entwicklungs- modelle und -werkzeuge verknüpfen zu können. Abhängigkeiten zwischen den entwickelten Modellen (zum Beispiel An- forderungen, Funktionen, Produktstruk- turen), die bisher nur implizit durch das Wissen der Entwickler repräsentiert sind, werden dabei mit Hilfe von Verknüpfun- gen explizit abgebildet (siehe Bild 2).

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3/2012

V6, CATIA V5 und NX CATIA Architektur mit GEHRY Technologies Wissensmanagement mit EXALEAD www.schwindt.eu 3/2012

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Im Fokus

Mechatronik

Entwicklungsbegleitende Bewer- tung der Produkt-Abhängigkeiten

Der vom Fraunhofer IPK entwickelte Pro- totyp ModelTracer zielt auf die entwick- lungsbegleitende Modellierung und Aus- wertung der Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Artefakten der System- entwicklung. Eine große Herausforderung liegt dabei in der effizienten Modellierung der Abhängigkeiten. Daher stellt der Mo- delTracer einen Wizard zur Steigerung der Effizienz bei der Identifikation der Abhän- gigkeiten bereit, mit dessen Hilfe es ge- lingt, den dafür notwendigen Aufwand um bis zu 80 Prozent zu reduzieren. Die Vorteile der entwickelten Methode offenbaren sich insbesondere in Bezug auf das domänenübergreifende Änderungs- management: Änderungen werden nach- verfolgbar und somit Eingriffe in Entwick- lungsbereiche anderer Entwickler leichter identifizierbar. Darüber hinaus können verschiedene Änderungsvarianten im Hin- blick auf den dadurch entstehenden Auf- wand frühzeitig bewertet werden, was der Entscheidungsunterstützung dient. Um die Potenziale des Ansatzes mög- lichst effizient zu nutzen, setzt der Mo- delTracer das Visualisierungswerkzeug Ariadne’s Eye ein (siehe Bild 3), um die gespeicherten Informationen möglichst gewinnbringend auszuwerten und sys- temübergreifende Sichten kontextsensi- tiv bereitzustellen. Zusätzlich bietet der ModelTracer für die Anwendung im Unternehmen zahl- reiche Möglichkeiten der Prozessunter- stützung. Auf Basis der Verknüpfungsin-

formationen ist es möglich, automatisch FMEA-Formblätter zu erstellen, Status- Informationen werkzeugübergreifend zu aggregieren sowie Change Requests an- zustoßen. Darüber hinaus kann die Zulie- ferer-Integration bedeutend vereinfacht werden, indem mithilfe der Verknüpfun- gen relevante Teilmodelle identifiziert und ausschließlich diese in Spezifikatio- nen weitergegeben werden. Geistiges Ei- gentum bleibt somit geschützt, während sich der Aufwand für das Erstellen von Spezifikationen minimiert und Zulieferern deren Analyse erheblich erleichtert wird.

Neue Simulations- und Analysekompetenz für das Systems Engineering

In der industriellen Anwendung besteht ein sehr hoher Bedarf an Methoden zur frühzeitigen funktionalen Integration vir- tueller mechatronischer Produkte, deren Verhalten sich durch die Kombination und Wechselwirkung des Verhaltens der Teilsysteme definiert. Die Erweiterung des Digital Mockup (DMU) um funktio- nale Aspekte sowie die Unterstützung der Zusammenarbeit der Disziplinen Me- chanik, Elektronik und Software-Entwick- lung ist daher zwingend notwendig. Am Fraunhofer IPK entwickelte Tech- nologien des Smart Hybrid Prototyping zielen darauf ab, eine effiziente bedarfs- und aufgabenorientierte Lösung zur Evaluation mechatronischer Produkte verfügbar zu machen. Smart Hybrid Pro- totyping stellt somit eine innovative Form des Entwickelns entlang des Produktent-

Bild 3: Traceability-

Visualisierungs-

werkzeug

Ariadne’s Eye.

3: Traceability- Visualisierungs- werkzeug Ariadne’s Eye. 3/20 1 2 wicklungsprozesses von der Idee bis zur Freigabe
3: Traceability- Visualisierungs- werkzeug Ariadne’s Eye. 3/20 1 2 wicklungsprozesses von der Idee bis zur Freigabe

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wicklungsprozesses von der Idee bis zur Freigabe von mechanischen und mecha- tronischen Systemen dar, bei der die je- weils digital verfügbaren Partialmodelle zweckmäßig – im Sinne von Korrektheit, funktionaler Verhältnismäßigkeit und Kostenaufwand – mit Labor-Hardware physikalisch adäquat kombiniert wer- den. Ziel ist es, die spätere Produktfunk- tion für Entwickler und Kunden gleicher- maßen erlebbar in Echtzeit abzubilden. Der Begriff„Smart“ kann sowohl auf die Prototypen selbst als auch auf den Proto- typing-Prozess bezogen werden. Smar- te funktionale virtuelle Prototypen lassen sich nicht nur in ihrer Geometrie, sondern auch in Eigenschaften wie Funktionalität, Bedienbarkeit, Verhalten und Ästhetik an

Am geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung des Fraunhofer IPK…

…entwickeln Fachleute zukunftsori- entierte Technologien und Methoden für die Produktentstehung und passen diese für die Kunden bedarfsgerecht an. Ziel ist es, bei effektiver und effizienter Entwicklung die Qualität und den Innovationsgrad industrieller Produkte zu steigern, um damit deren Erfolgspotenzial zu erhöhen. Hierzu unterstützt das Geschäftsfeld die durchgängige Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses. Zudem stellen die Ingenieure Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen ebenso in den Fokus der virtuellen Produktentstehung wie IT-Lösungen für die Planung und Unterstützung von Wartungs- und Reparaturarbeiten. In diesem Kontext entwickeln die Mitarbeiter organisa- torische, informationstechnische und methodische Engineering-Lösungen. Für die Projektbearbeitung verfügt das Geschäftsfeld Virtuelle Produkt- entstehung über marktgängige CAx-, PDM/PLM- und Simulationswerkzeuge sowie moderne Virtual-Reality-Ein- richtungen, 3D-Scanner und Rapid- Prototyping-Möglichkeiten. Mehr unter: www.ipk.fraunhofer.de/

geschaeftsfelder/virtuelle-produktent-

stehung

und Rapid- Prototyping-Möglichkeiten. Mehr unter: www.ipk.fraunhofer.de/ geschaeftsfelder/virtuelle-produktent- stehung

Mechatronik

Im Fokus

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das künftige Produkt annähern. Diese Pro- totypen können flexibel aus bereits be- stehenden physischen wie auch aus vir- tuellen Komponenten zusammengesetzt werden. Die Smart-Hybrid-Prototyping- Technologie kombiniert unter anderem Methoden aus den Bereichen CAD, DMU, Multiphysik- und Mechatronik-Simulati- on, haptische Interaktion sowie Mixed Re- ality und erweitert diese um Techniken, die das realistische Erleben von nichtvisu- ellen Produkteigenschaften ermöglichen. Hierzu dienen mechatronische Systeme als Brücke zwischen physischer Realität und digitaler Virtualität. Sie ermöglichen das Erfahren von schwer oder gar nicht vi- sualisierbaren Produkteigenschaften wie Gewicht, Trägheit, Dämpfung sowie hap- tischer Produkteigenschaften.

Zusammenfassung und Ausblick

Die vorgestellten Lösungen aus der For- schung sind ein erster Schritt hin zu ei- ner erleichterten Anwendbarkeit des Sys- tems-Engineering-Ansatzes. Im Speziellen werden dadurch methodische Kernanfor- derungen erfüllt: die Orientierung auf die Nachhaltigkeit des zu entwickelnden Pro- dukts sowie eine durchgängige Nachver- folgbarkeit zwischen den vormals isolier- ten Artefakten der Produktentwicklung. Insgesamt besteht der Anspruch darin, die traditionell gewachsenen Differenzen zwi- schen den Disziplinen durch eine integrie- rende Entwicklungsumgebung zu verrin- gern. Im Hinblick auf die Simulations- und Testaktivitäten wurde eine Lösung vorge- stellt, die erlebbare hybride Prototypen in die Entwicklung einbettet. Allen beschriebenen Ansätzen ist ge- meinsam, dass sie das modellbasierte Systems Engineering besonders in den wenig elaborierten frühen Phasen unter- stützen. Künftige Forschungsschwer- punkte des Fraunhofer IPK liegen auf der intuitiven Interaktion und Erlebbarkeit zwischen Entwickler und Produkt, der verbesserten Integration von Entwick- lungsdaten und -prozessen über den ge- samten Lebenszyklus hinweg sowie auf der funktionalen Absicherung komplexer mechatronischer Produkte in den frühen

Phasen ihrer Entwicklung.

to

Produkte in den frühen Phasen ihrer Entwicklung. to Die Autoren arbeiten unter der Leitung von Prof.

Die Autoren arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark im Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung des Fraunhofer- Instituts für Produktionsanlagen und Kon- struktionstechnik (IPK) in Berlin.

und Kon- struktionstechnik (IPK) in Berlin. Bild 4: Smart Hybrid Prototyping zur visuellen und

Bild 4: Smart Hybrid Prototyping zur visuellen und haptischen Nachempfindung des Schließ- verhaltens einer Heckklappe.

Bilder: Fraunhofer IPK

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1 50679 Köln, Germany Tel. +49 221 821-3878 Fax +49 221 821-3719 innomateria@koelnmesse.de Mitveranstalter: 3/2012
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3/2012

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Im Fokus

Mechatronik

G ANZHE i T L i CHES

D E S i G N

KOMPLEXE r V E r T E i LT E r

A UTOMAT i S i E r UNGSS y STEME

BlaupausefüreinEntwurfsmuster

V O N

T IMO

F RANK ,

D ANIEL

S CHÜT z,

B IRGIT

V OGEL - H EUSER

im Forschungsprojekt FAVA (Funktionaler Anwendungsentwurf für verteilte Automatisierungssysteme) wird derzeit an Beschreibungsmitteln, Methoden und Werkzeugen zur Unterstützung der Planung verteilter Au- tomatisierungssysteme gearbeitet. An ein verteiltes Automatisierungssystem werden über ein zentrales Au- tomatisierungssystem hinaus spezifische funktionale und nicht-funktionale Anforderungen gestellt, was sei- ne Komponenten, deren Verhalten, die Funktionsverteilung der Gesamtanwendung auf die Komponenten und die dazwischen stattfindende Kommunikation angeht. Die Planung und realisierung solcher Systeme stellt immer noch eine große Herausforderung dar.

A utomatisierte Produktionsanlagen müssen auch bei wechselnden Randbedingungen optimal betrie-

ben werden können. Dazu sollten eine Vielzahl von Informationen erfasst und im Automatisierungssystem berücksich- tigt werden, zum Beispiel bei Produkten mit unterschiedlichen Eigenschaften bei kleinen Losgrößen, wechselnde Qualitä- ten der Rohmaterialien usw. Die früher getrennten Regelungs- und Steuerungs- aufgaben sind aus diesem Grund immer weiter zu vernetzen. Ein Beispiel ist die Auftragsfertigung mit modernen Interlocking-Verfahren und Wiedereinspeisung zur Qualitäts- steigerung mit Einzelstückgutverfolgung durch die gesamte Fertigung. Dafür müs-

sen Steuerungen mit in der Produktion eingesetzten PCs und Datenbanksyste- men vernetzt werden und zuverlässig kommunizieren. Je mehr zusätzliche As- pekte dabei einbezogen werden – wie etwa Bearbeitungszustand, Testergeb- nisse und Durchlaufzeit – desto dichter kann die Produktionsanlage am Opti- mum „gefahren“ werden. Die Architektur der Automatisierungstechnik wird so im- mer komplexer. Der Entwurfsprozess die- ser Anlagen wird deshalb aufwändiger und schwerer zu beherrschen. Entwurfsmethoden für Automatisie- rungssysteme fokussieren derzeit auf zentrale Strukturen. Es existieren seit über zehn Jahren Ansätze wie die IEC61499, für die jetzt industriell einsetzbare Werk- zeuge verfügbar sind. Es fehlt aber ein ganzheitlicher Ansatz für den systematischen Entwurf verteilter Automatisierungssysteme. Im For- schungsprojekt FAVA wird eine sol- che Methode entwickelt.

Die Aufgabenstellung

Zur optimalen Steuerung und Re- gelung technischer Prozesse müs- sen Informationen von verschiede- nen, oft räumlich weit auseinander liegenden, aber doch funktional zusammengehörigen Informations- quellen (Sensoren, Bedieneingriffen usw.) verknüpft, gemeinsam verar- beitet und dann an verschiedene In-

gemeinsam verar- beitet und dann an verschiedene In- Im Forschungs- projekt FAVA wird derzeit an Beschrei-

Im Forschungs- projekt FAVA wird

derzeit an Beschrei- bungsmitteln, Methoden und Werkzeugen zur Unterstützung der Planung verteilter

Automatisierungs-

systeme gearbeitet.

der Planung verteilter Automatisierungs- systeme gearbeitet. 3/20 1 2 formationsempfänger (Aktoren, Schnitt- stellen zum

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formationsempfänger (Aktoren, Schnitt- stellen zum Bediener usw.) übermittelt werden. Die dafür erforderlichen verteil- ten Automatisierungssysteme werden aus verschiedenen Komponenten zusam- mengesetzt, die jeweils aus Hard- und Software bestehen und hinsichtlich ih- rer Funktionen anpassbar sind. Zu diesen Komponenten zählen nicht nur speicher- programmierbare Steuerungen (SPS), konfigurierbare Sicherheitsrelais und pa- rametrierbare Buskoppler, sondern ver- mehrt auch so genannte „intelligente“ Sensoren und „intelligente“ Antriebe mit eigener Datenverarbeitungsfähigkeit. Häufig werden für bestimmte auto- matisierungstechnische Teilaufgaben bestimmte Technologien und Kompo- nenten festlegt, zum Beispiel ein Kom- munikationssystem (beispielsweise den Feldbus Profinet) oder bestimmte Senso- ren und Aktoren. Erfahrungen aus vergan- genen Projekten spielen eine große Rolle bei Entscheidungen. Es werden in neuen Projekten Produkte bestimmter Herstel- ler, bekannte Technologien oder andere, durchaus auch nichttechnische Vorga- ben umgesetzt. Der Lösungsraum wird aufgrund dieser Vorgaben beschränkt, so dass man zu einer handhabbaren Menge von alternativen Lösungen kommt, aus der eine auswählt werden muss. Diese Lö- sung kann die Beste sein – möglicherwei- se gibt es aber andere, bessere Lösungen, die nicht in Betracht gezogen wurden.

Mechatronik

Im Fokus

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Systementscheidungen, die aufgrund von früheren Projekten getroffen wur- den, könnten für ein neues Projekt mit anderen Anforderungen nicht mehr op- timal sein. Ein reines Übernehmen wäre also ungünstig, genauso wie das Verhar- ren bei zunehmend suboptimaler wer- denden Lösungen (etwa PROFIBUS DP gegenüber Industrial-Ethernet-Lösun- gen). Es ist eine gezielte Unterstützung für den Planer von verteilter Automati- sierungstechnik nötig, um auch einen größeren Lösungsraum bei der Planung berücksichtigen zu können.

Das Konzept von FAVA

Das in FAVA entwickelte Konzept umfasst zu dieser Unterstützung drei Bestandteile:

• einen Workflow, der für verteilte Sys- teme entwickelt wurde und der auf dem verbreitet eingesetzten V-Modell basiert, • eine Beschreibungssprache, mit der ver- teilte Systeme gezielt entwickelt wer- den können und • Entwurfsmuster, die den Planer bei Sys- tementscheidungen und konkurrieren- den Anforderungen unterstützen. Sollen spätere Lösungen die gestellten Anforderungen erfüllen, müssen diese zunächst eindeutig formuliert werden. Bei einer „Spezifikation der Anforderun- gen an ein Automatisierungssystem“ denkt man im Allgemeinen an die Spezi- fikation der Funktion, die das System aus- führen soll, also zum Beispiel „Regelung eines Füllstands“. Für die Spezifikation automatisierungstechnischerFunktionen gibt es eine Vielzahl von Beschreibungs- mitteln, zum Beispiel Statecharts, Petri- netze, Taktzeitdiagramme usw. Bei dieser Spezifikation der Funktion soll die Fest- legung auf eine Technologie oder auf bestimmte Komponenten der Realisie- rung zunächst vermieden werden. Da- bei gilt es, die anderen Anforderungen zu berücksichtigen, die sich nicht auf das „WAS“ der automatisierungstechnischen Funktion beziehen, sondern auf das„WIE“ ihrer Umsetzung und ihres späteren Ein- satzes. Diese so genannten nichtfunktio- nalen Anforderungen sind vielfältig und umfassen alles von der Sicherheit und Zuverlässigkeit bis hin zu Echtzeitanfor- derungen. Einen Eindruck davon gibt die VDI/VDE-Richtlinie 3694. Im Projekt FAVA wurden Konzepte er- arbeitet, die unter Berücksichtigung spe- zifizierter nicht-funktionaler Anforderun-

spe- zifizierter nicht-funktionaler Anforderun- FAVA-Projekt (funktionaler Anwendungsentwurf für verteilte

FAVA-Projekt (funktionaler Anwendungsentwurf für verteilte Automatisierungssysteme) der

TU München.

Bilder: TU München

gen Lösungsmöglichkeiten und deren prinzipielle Realisierung aufzeigen. Es wird auf technische nichtfunktionale An- forderungen fokussiert, nichttechnische (zum Beispiel kommerzielle) Anforderun- gen werden nicht einbezogen. Es werden insbesondere diejenigen funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen betrachtet, die mit Hilfe der Verteilung der Komponenten erfüllt werden bezie- hungsweise daraus resultieren. Die Systemelemente „Komponente“, „Struktur“ und „Kommunikationssystem“ werden dafür durch Merkmale beschrie- ben, aus denen die Eigenschaften des verteilten Automatisierungssystems ab- zuleiten sind. Zum einen ergab sich da- raus die Frage, welche Merkmale dafür sowohl geeignet als auch relevant sind. Zum anderen musste eine Möglichkeit gefunden werden, mit der die Planer die nichtfunktionalen Anforderungen (in Er- gänzung zu den funktionalen Anforde- rungen) formulieren können. Hierfür wurden ein Beschreibungsmit- tel und ein Vorgehensmodell erarbeitet, die einen Zusammenhang zwischen den spezifizierten Anforderungen und den prinzipiellen Lösungen herstellen. Die Lösungen werden dem Planer in Form von automatisierungstechnischen „Ent- wurfsmustern“ zur Verfügung gestellt. Mit dem Begriff „Entwurfsmuster“ (engl. design pattern) werden in der Software- Technik prinzipielle Lösungen für Ent- wurfsprobleme bezeichnet. Ein Entwurfs- muster unterstützt etwa die Auswahl des geeigneten Kommunikationssystems auf Grundlage der Echtzeitanforderungen.

Der im Projekt entwickelte Ansatz wird an einer großen Probandenzahl evalu- iert. Es wird erwartet, dass dieser Ansatz den Entwurfsprozess von verteilten Au- tomatisierungssystemen deutlich unter- stützt und verbessert.

Ausblick

Die erarbeitete Methode wird als Funkti- onsmuster in einem Software-Werkzeug implementiert und auf dieser Basis durch Anwender evaluiert werden. Das Projekt FAVA fokussiert auf die Besonderheiten verteilter Automatisierungssysteme, da nichtfunktionale Anforderungen in ver- teilten Systemen von besonderer Bedeu- tung sind. Sind diese Kategorien von An- forderungen identifiziert, kann zunächst exemplarisch erarbeitet werden, welche Merkmale Komponenten und Kommuni- kation in einem verteilten System haben müssen, um diesen Anforderungen zu entsprechen. Diese Erkenntnisse sollen dann verallgemeinert werden, um zu Mustern zu gelangen, die möglichst uni- versell, das heißt nicht nur auf ein Teilan- wendungsgebiet der Automatisierungs- technik beschränkt, eingesetzt werden

können.

to

technik beschränkt, eingesetzt werden können. to Timo Frank und Daniel Schütz arbeiten als wissenschaftliche

Timo Frank und Daniel Schütz arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssyste- me (AIS) der TU München von Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser.

für Automatisierung und Informationssyste- me (AIS) der TU München von Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser. 3/2012
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Mechatronik

iNTEG r A T i V E

K ONZEPT i O N

VON

Pr ODUKT

UND

Pr ODUKT i ONSS y STEM

Disziplinübergreifende,

modellbasierteEntwicklung

V O N

R I N j E

B RANDIS

Die Entwicklung komplexer mechatronischer Produkte bedarf eines disziplinübergreifenden Arbeitens der beteiligten Fachleute und einer frühzeitigen integration der Produktionssystementwicklung. Vor diesem Hintergrund ist in der dreijährigen Projektlaufzeit des Verbundprojekts VireS ein instrumentarium für die in- tegrative Entwicklung von Produkten und den zugehörigen Produktionssystemen entstanden. Dieses er- möglicht eine disziplinübergreifende, modellbasierte Entwicklung und frühzeitige Analysen. So können be- reits in der frühen Phase der Produktentstehung Aussagen zu Entwicklungs- und Herstellkosten sowie der robustheit von Produkt und Produktionssystem getroffen werden.

I m globalen Wettbewerb kann nur be- stehen, wer Spitzenprodukte zu wett- bewerbsfähigen Preisen rasch in den

Markt bringt. Ferner kommt es darauf an, sich auf sich ändernde Einflüsse ein- zurichten, beispielsweise neue Ferti- gungstechnologien, Schwankungen in den Stückzahlen oder in der Varianten- zahl. Weiterhin erhöht die Durchdrin- gung der Produkte und Leistungserstel- lungsprozesse mit Informations- und Kommunikationstechnik die Komplexi- tät der Produktentstehung. Im Zuge der Produktentstehung sind Abhängigkei- ten der Disziplinen Mechanik, Elektronik/ Elektrik und Software sowie zwischen Produkt- und Produktionssystement- wicklung zu beachten. Heute finden die- se Abhängigkeiten nur unzureichend Berücksichtigung. Die Folge sind aufwän- dige Iterationsschleifen im Entwicklungs- prozess. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Ver- bundprojekt VireS – „Virtuelle Synchro- nisation von Produktentwicklung und Produktionssystementwicklung“ hat sich dieser Herausforderung gestellt. In der dreijährigen Projektlaufzeit (2008 bis 2011) entstand in Zusammenar- beit von Hochschulinstituten, Beratungs-

in Zusammenar- beit von Hochschulinstituten, Beratungs- 3/20 1 2 unternehmen, Softwarehäusern und

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unternehmen, Softwarehäusern und Industrieunternehmen ein Instrumenta- rium für die integrative Entwicklung des Produkts und des entsprechenden Pro- duktionssystems. Integrativ bedeutet, dass Produkt- und Produktionssystem im Wechselspiel entwickelt werden. Das In- strumentarium besteht aus Vorgehens- modellen, einer Beschreibungssprache

zur Spezifikation von Produkt und Pro- duktionssystem sowie Bewertungsme- thoden (Bild 1). Im Rahmen der virtuellen Synchronisa- tion werden die Methoden in IT-Werkzeu- ge überführt und in eine IT-Architektur integriert. Das Instrumentarium befähigt die Entwicklerinnen und Entwickler, Pro- dukt und Produktionssystem bereits in

und Entwickler, Pro- dukt und Produktionssystem bereits in Bild 1: Struktur des entwickelten Instrumentariums.

Bild 1: Struktur des entwickelten Instrumentariums.

Mechatronik

Im Fokus

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Mechatronik Im Fokus 21 Bild 2: Der VireS-Browser zur Darstellung des Workflows in der Entwicklung. frühen

Bild 2: Der VireS-Browser zur Darstellung des Workflows in der

Entwicklung.

frühen Phasen (Konzeption beziehungs- weise Vorentwicklung) integrativ zu ent- wickeln und damit verbundene Analysen durchzuführen. Bewertet werden hier- bei die Entwicklungs- und Herstellkosten sowie die Robustheit gegenüber Ände- rungen und nicht vorhersehbaren äuße- ren Einflüssen. Durch den Einsatz des In- strumentariums werden Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Produkte robuster, schneller und kostengünstiger zu entwi- ckeln. Zeit- und kostenaufwändige Itera- tionsschleifen in späteren Entwicklungs- phasen werden vermieden, und die Zeit bis zum Produktionsanlauf wird signifi- kant verkürzt. Im Folgenden werden die Bestandteile des Instrumentariums vor- gestellt.

Vorgehensmodelle

Die frühzeitige disziplinübergreifende Entwicklung von Produkt und Produkti- onssystem erfordert Vorgehensmodelle, die das Arbeiten der beteiligten Fachleu- te koordinieren und den Einsatz von Ent- wicklungsmethoden und IT-Werkzeugen steuern. Auf Basis von branchen- und produktklassenspezifischen Vorgehens- modellen wurde ein Referenzprozess er- arbeitet. Dieser lässt sich nach Maßgabe einer konkreten Entwicklungsaufgabe spezifisch ausprägen. Um die Integration der im Projekt entwickelten Methoden und IT-Werkzeuge in die Entwicklungs- prozesse der Unternehmen zu unterstüt- zen, wurden parametrierbare Prozess- bausteine erstellt. Diese beschreiben den

Einsatz einzelner Me- thoden und lassen sich bedarfsgerecht zusam- menstellen. So können gezielt einzelne Metho- den und Werkzeuge so- wie das zugehörige Me- thodenwissen in einen

unternehmensspezifi-

schen Entwicklungspro- zess integriert werden. Im Projekt VireS wur- den die Vorgehens- modelle durch den so genannten VireS-Brow- ser umgesetzt (Bild 2). Dieser wird branchen-, unternehmens- oder produktspezifisch kon-

figuriert und stellt die zu durchlaufenden Ent- wicklungsschritte in ei- nem Workflow dar. Der Entwickler„klickt“ sich somit durch die einzelnen Prozess- schritte. Jeder Prozessschritt wird in ei- ner einheitlichen und intuitiv bedienba- ren Benutzungsoberfläche dargestellt. Für den jeweiligen Prozessschritt sind die Eingangs- und Ausgangsinformationen sowie relevante Daten direkt verfügbar (zum Beispiel Methodenwissen oder Pro- jektdokumentationen).

Hierdurch wird zum einen ein einheitli- ches Verständnis der beteiligten Fach- leute geschaffen, zum anderen enthal- ten die spezifizierten Modelle die für eine frühzeitige Analyse von Kosten und Ro- bustheit benötigten Informationen. Die Herausforderung besteht darin, die ein- zelnen Aspekte während der Konzipie- rung zueinander konsistent zu halten. Auf Grundlage der Spezifikationstech- nik wurde daher ein Modellierungswerk- zeug prototypisch realisiert. Entstanden ist ein intuitiv zu bedienendes und ergo- nomisches Werkzeug, der Mechatronic Modeller (Bild 3). Dieser ist auf die Spezi- fikationstechnik CONSENS zugeschnitten und unterstützt die zugrunde liegende Vorgehensweise der Modellierung. Die einzelnen Partialmodelle werden über verschiedene Editoren modelliert und miteinander verknüpft. Durch den Ein- satz formaler Modelle ist der Mechatronic Modeller weit mehr als eine Zeichenhil- fe für graphische Repräsentationen von Ideen und Konzepten. Der Entwicklungs- ingenieur wird bei der Modellerstellung bestmöglich unterstützt, beispielsweise durch einen Modellierungsassistenten, automatische Konsistenzprüfungen oder die Nachverfolgung von Querverweisen. Dies ermöglicht eine Fokussierung auf die eigentliche Entwurfstätigkeit.

Bewertung von Kosten und robustheit

Die mit der Spezifikationstechnik be- schriebenen Modelle enthalten die In- formationen für die anschließende ganz- heitliche Bewertung von Produkt und Produktionssystem. Entwickelt wurden Methoden für die frühzeitige Bewertung der Entwicklungs- und Herstellkosten sowie der Robustheit von Produkt und Produktionssystem. Zur wirksamen Un-

Spezifikation von Produkt und Produktionssystem

Die integrative Konzeption von Produkt und Produktionssystem benötigt eine disziplinübergreifende Beschreibungs- sprache als Grundlage für die Kommuni- kation und Kooperation der beteiligten Entwickler. Die im Rahmen des Projekts VireS entwickelte Spezifikationstechnik CONSENS – „CONceptual design Specifi-

cation technique for the ENgineering of complex Systems“ ist

eine solche Beschrei- bungssprache. Das Sys- tem wird über mehrere untereinander vernetz- te Partialmodelle mo- delliert, die disziplin- übergreifend einzelne Aspekte von Produkt und Produktionssys- tem beschreiben. Bei- spiele sind Umfeld, Anforderungen, Funk- tionen, Gestalt oder Produktionsprozesse.

AUCH BEIM DATENAUSTAUSCH VORNEWEG FAHREN.
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engDAX – eine Lösung der DAXware Produktfamilie.

Datenaustausch über OFTP, OFTP2, FTP und Internetportal mit ENGDAT und weiteren Zusatzmodulen

www.huengsberg.com

3/2012

Datenaustausch über OFTP, OFTP2, FTP und Internetportal mit ENGDAT und weiteren Zusatzmodulen www.huengsberg.com 3/2012

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Im Fokus

Mechatronik

22 Im Fokus Mechatronik Bild 3: Benutzungsoberfläche des Mechatronic Modeller für die integrative Konzeption von

Bild 3: Benutzungsoberfläche des Mechatronic Modeller für die integrative Konzeption von

Produkt und Produktionssystem am Beispiel eines Elektrofahrrads (Pedelec). zu sehen ist die Modellierung des Systems in seinem Umfeld. Die Beziehungen zwischen den Elementen wer-

den über Energie-, Stoff- und Informationsflüsse beschrieben.

Bilder: Heinz Nixdorf Institut

terstützung der Entwickler und Planer wurden die Methoden in Software-Werk- zeuge überführt. Die Methode zur Entwicklungskos- tenbewertung ermöglicht bereits früh- zeitig qualifizierte Aussagen zu den an- fallenden Entwicklungskosten. Mit Hilfe stochastischer Simulationen werden die Entwicklungskosten berechnet, wobei Unsicherheiten über Verteilungsfunktio- nen Berücksichtigung finden, beispiels- weise einer Dreiecksverteilung. Die Me- thode wurde als Software-Tool umgesetzt und in die IT-Architektur implementiert. Hierdurch stehen die Informationen aus dem projektspezifischen Entwicklungs- prozess für die Berechnung zur Verfü- gung. Der Benutzer kann über den VireS- Browser den einzelnen Prozessschritten die erwarteten Kosten beziehungsweise Ressourcenverbräuche direkt zuweisen. Unsicherheiten lassen sich hierbei durch

die Angabe von Intervallen beschreiben. Die Berechnung erfolgt direkt im VireS- Browser. Auf Basis der Konzeption von Produkt und Produktionssystem ermöglicht die Methode zur Herstellkostenbewertung valide Aussagen für den Vergleich von alternativen Produktionssystemkonzep- ten und unterstützt eine frühzeitige An- gebotserstellung (Bild 4). Die Auswir- kungen von Stückzahländerungen oder zusätzlichen Varianten können abge- schätzt und Aussagen getroffen werden, wie sich die Herstellkosten im Zuge einer Stückzahlerhöhung oder -senkung ver- halten. Weiterhin lassen sich Wahrschein- lichkeitsbereiche angeben, mit denen die Herstellkosten unterhalb eines defi- nierten Grenzwerts liegen. Zum Beispiel, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent die Herstellkosten kleiner als 1.200 Euro sind.

Bild 4: Vergleich der zu erwartenden Her- stellkosten alterna- tiver Produktions- systemkonzepte. Die Herstellkosten werden hierfür in Ab- hängigkeit von Vari- anten- und Stückzahl berechnet.

Ab- hängigkeit von Vari- anten- und Stückzahl berechnet. 3/20 1 2 Berechnet werden die Herstellkosten über
Ab- hängigkeit von Vari- anten- und Stückzahl berechnet. 3/20 1 2 Berechnet werden die Herstellkosten über

3/20 1 2

Berechnet werden die Herstellkosten über den Kapazitätsbedarf der Produk- tion und das Kapazitätsangebot der Ma- schinen in Abhängigkeit von Stück- und Variantenzahl. Die Methode wurde soft- waretechnisch durch das Simulationstool F-One umgesetzt. Dieses ermöglicht die Simulation der Herstellkosten mittels sto- chastischer Simulationen. Dabei werden Unsicherheiten wie etwa schwankende Maschinenverfügbarkeiten über Vertei- lungen berücksichtigt. Genutzt wird das Simulationstool zentral über den VireS- Browser. Weiterhin kann direkt auf die In- formationen der angebundenen Systeme zugegriffen werden. Das Simulationstool wurde auf diese Weise vollständig in die IT-Architektur integriert. Die Bewertung der Robustheit des Pro- duktkonzepts ermöglicht die Minimie- rung künftiger Änderungsaufwände und der Auswirkung von Änderungen in kom- plexen Systemen. Die Entwicklungsinge- nieure werden bei der frühzeitigen Iden- tifikation kritischer Elemente unterstützt, die im Fall von Änderungen einen großen Einfluss auf das Gesamtsystem haben. Die Abhängigkeiten der Systembestandtei- le werden abgebildet und die kritischen Elemente farbig hervorgehoben (Bild 5). Hierdurch lassen sich frühzeitig Maßnah- men festlegen, um die Auswirkungen der Änderungen zu reduzieren. Umgesetzt wurde die Bewertungsmethode mit dem Softwarewerkzeug Loomeo.Schnittstellen zum Mechatronic Modeller ermöglichen die direkte Verwendung der erstellten Modelle des zu entwickelnden Produkts und somit eine automatisierte Bewertung der Robustheit des Produktkonzepts.

Weiterführende

Informationen

Die Projektergebnis- se werden in einem Fachbuch veröffent- licht: Produkte und Produktionssysteme integrativ konzipie- ren – Modellbildung und Analyse in der frühen Phase der Produktentstehung (Carl Hanser Verlag).

Weitere Informationen und Forschungsergebnisse sind über das Internet-Fachportal www.transmechatronic.de verfügbar.

Weitere Informationen und Forschungsergebnisse sind über das Internet-Fachportal www.transmechatronic.de verfügbar.
Bild 5 : Identifikation kritischer Systembestandteile am Beispiel eines Elektrofahrrads (Pedelec). Mit der Software Loomeo

Bild 5 : Identifikation kritischer Systembestandteile am Beispiel eines Elektrofahrrads (Pedelec). Mit der Software Loomeo werden die im Fall von Änderungen kritischen Systembestandteile identifiziert und visualisiert. Kritische Elemente werden rot, unkritische grün dargestellt.

Die virtuelle Synchronisation bezeichnet die Abstimmung der einzelnen Bestand- teile des Instrumentariums durch die Umsetzung der entwickelten Methoden in IT-Werkzeuge sowie die Integration der IT-Werkzeuge in eine moderne, auf serviceorientierten Architekturen (SOA) basierende IKT-Architektur. Für die In- tegration in eine moderne IT-Architek- tur wurde eine Referenz-IT-Systemland- schaft aufgesetzt, die die üblicherweise in der Produktentstehung eingesetzten Softwaretools enthält (etwa Microsoft Office, ERP usw.). Dies stellt sicher, dass sich das entwickelte Instrumentarium nahtlos in die gängige Unternehmens- IT integrieren lässt.

Anwendung in der Praxis

Das Instrumentarium entstand im Zu- sammenhang mit der Durchführung von vier Produktinnovationen, die eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Anwendung des Instrumentari- ums gespielt haben. Die Erarbeitung innovativer Produktkonzepte bei vier Industriepartnern lieferte die Anforde- rungen, Einsatz- und Evaluationsmög- lichkeiten für das Instrumentarium. Bei den Unternehmen handelt es sich um mittelständische Zulieferer und größere Systemzulieferer der Automo-

Beteiligte Partner des VireS-Projekts

• Heinz Nixdorf Institut, Universität Pa- derborn, Prof. Dr.-Ing. J. Gausemeier

• wbk Institut für Produktionstechnik, Karlsruher Institut für Technologie, Prof. Dr.-Ing. G. Lanza

• Lehrstuhl für Produktentwicklung, Technische Universität München, Prof. Dr.-Ing. U. Lindemann

• Behr GmbH & Co. KG

• BizT@lk AG

• itemis AG

• Océ Printing Systems GmbH

• Seuffer GmbH & Co. KG

• UNITY AG

• Wincor Nixdorf International GmbH

bilindustrie sowie Maschinen- und Ge- rätehersteller. Dieses Forschungs- und Entwicklungs- projekt wurde mit Mitteln des Bundesmi- nisteriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von mor- gen“ gefördert und vom Projektträger

Karlsruhe (PTKA) betreut.

to

und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. to Rinje Brandis ist Teamleiter in der Fachgruppe Produk-
und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. to Rinje Brandis ist Teamleiter in der Fachgruppe Produk-

Rinje Brandis ist Teamleiter in der Fachgruppe Produk- tentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Pader- born.

am Heinz Nixdorf Institut der Universität Pader- born. Der Kongress von Stuttgart KOMPLEXE HERAUSFORDERUNGEN
am Heinz Nixdorf Institut der Universität Pader- born. Der Kongress von Stuttgart KOMPLEXE HERAUSFORDERUNGEN
Der Kongress von Stuttgart
Der Kongress von
Stuttgart

KOMPLEXE

HERAUSFORDERUNGEN

MEISTERN

��. AUTOMOBIL FORUM ����

Forum am Schlosspark, Ludwigsburg ��. und ��. Mai ����

Um im automobilen Wettbewerb beste- hen zu können, ist globales Agieren uner- lässlich. Nachhaltiges Wachstum kann nur durch eine langfristige globale Pro- duktstrategie generiert werden. Mit der Anzahl der potenziellen Käufer aus ver- schiedenen Regionen, die unterschiedliche Ansprüche an ein Fahrzeug haben, wächst auch die Komplexität – sowohl in der Fer- tigung als auch in der Produktplanung.

Top-Entscheider gewähren Einblicke in die erfolgsversprechenden Strategien der Automobil-Branche. Frühbucher- Aktion
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���

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Im Fokus

Mechatronik

N ACHB i LDUNG

E i NES

Gr E i F P r OZESSES

M i T

E i NEM

MECHAN i SCHEN

H ANDMODELL

Wiefunktioniertgreifen?

V O N

P ROF .

D R .-I N G .

A LFRED

R O ż E K

UND

D IRK

N APART y

Die Hand gehört zu den wichtigsten Gliedmaßen des Menschen. Vor allem die Greif- und Haltefunktionen werden im Alltag am häufigsten genutzt. im rahmen des aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförder- ten Projekts Forschungsassistenz an der Beuth Hochschule für Technik Berlin wurden Lösungen erarbeitet, um den Greifprozess mit einem mechanischen Handmodell nachbilden zu können.

mit einem mechanischen Handmodell nachbilden zu können. F ür die Merkmalserkennung bei einem Greifvorgang eines

F ür die Merkmalserkennung bei einem Greifvorgang eines Handmodells wur- de an der Beuth Hochschule für Tech-

nik Berlin ein künstliches neuronales Netz entwickelt. Technisch realisiert hat man das Ganze mit LabVIEW für Single-Core- und Multi-Core-Prozessoren, sowie mit dem LabVIEW-FPGA-Modul für die NI-RIO- Plattform. Dazu wurde ein Bildverarbeitungsal- gorithmus geschaffen, der zum „visuellen Erfassen“ der Greifszene genutzt werden kann – ein Verfahren, das als Bericht mit dem Titel„Gestengesteuerte LabVIEW-Be- dienung“ veröffentlicht wurde [2]. Im wei- teren Verlauf des Greifvorgangs werden die Signale der an dem Handmodell be- findlichen taktilen Sensoren mittels neu- ronaler Netzstrukturen mit LabVIEW aus- gewertet. In Bild 1 ist der schematische Zusammenhang der beteiligten Kompo- nenten dargestellt.

Zusammenhang der beteiligten Kompo- nenten dargestellt. 3/20 1 2 Das biologische Vorbild Wie funktioniert Greifen?

3/20 1 2

Das biologische Vorbild

Wie funktioniert Greifen? Zuerst sorgt ein visuelles Erfassen der Szene für eine gro- be Vorpositionierung. Feinreguliert wird anschließend durch das vom Tastsinn er- fasste Kontaktkraftprofil. Diesen Vorgang bezeichnet man als reaktives Greifen. Die taktile Rückkopplung ermöglicht ein „zer- störungsfreies“ Greifen [4].

ermöglicht ein „zer- störungsfreies“ Greifen [4]. Bild 1: Schematische Darstellung des Greifprozesses. Bilder:

Bild 1: Schematische Darstellung des Greifprozesses.

Bilder: National Instruments

Der Informationsfluss vom Tastsinn (Sen- sor) zur Informationsverarbeitung im Ge- hirn wird durch Neuronen geleitet. Im Gehirn erfolgt die Merkmalserkennung mittels neuronaler Netzstrukturen. Neuronale Netze bilden die Struktur und Informationsarchitektur von Gehirn und Nervensystem des Menschen. Die Neuronen sind in der Art eines Netzes mit- einander verknüpft. Im Gehirn werden die Informationen mit geringer Geschwindig- keit verarbeitet, aber mit einer hochgradig parallelen Struktur der Neuronen [3] [6]. Die „Schaltungstechnik“ von Neuronen kennt üblicherweise mehrere Eingangs- sowie eine Ausgangsverbindung. Wenn die Summe der Eingangsreize einen ge- wissen Schwellenwert überschreitet, „feu- ert“ das Neuron. Verbunden sind die Neu- ronen untereinander von den Synapsen zu den Dendriten. Die Entfernung vom Soma, an der die Synapsen an den Dend- riten ankoppeln, hat einen Einfluss auf das Summationsergebnis und wird als Bias bezeichnet. Übertragen wurde die Funktionsweise eines natürlichen Neurons auf ein techni- sches Modell durch McCulloch und Pitts (1943). Ihr Modell basiert auf einfachen logischen und arithmetischen Operatio- nen [3]. Eine Struktur zur technischen Realisie- rung von neuronalen Netzen ist ein Feed- Forward-Netz. Dabei werden die Informa- tionennacheinandervonderEingangs-bis zur Ausgangsschicht verarbeitet. Wie beim biologischen Vorbild müssen auch technische neuronale Netze lernen. Dabei wird dem Netz eine Anzahl von Trai- ningsdaten übergeben, die sowohl die Eingangswerte als auch die entsprechend

Mechatronik

Im Fokus

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erwarteten Ausgangswerte enthalten. Das Lernen wird dann durch Anpassen der Wichtungen (weights) und Bias-Werte der einzelnen Neuronen initiiert. Sensoren, die den Fähigkeiten des menschlichen Tastsinns entsprechen, be- zeichnet man als taktile Sensoren (lat. tactilis = berührend). Um Oberflächen- strukturen von Gegenständen vollständig erfassen zu können, ist es erforderlich, das Kontaktkraftprofil zu ermitteln. Dafür hat sich eine Anordnung in Form einer regel- mäßigen Matrix als besonders geeignet erwiesen. Für die Simulation eines taktilen Sen- sors wurde eine Vierer-Tasten-Matrix als Modell verwendet. Angesteuert und aus- gewertet wird das Tastenfeld durch einen Mikrocontroller (siehe Bild 2). Nach der Eingabe über vier verschie- dene Tasten erfolgt die Merkmalserken- nung durch ein trainiertes künstliches neuronales Netz mit LabVIEW im Rech- ner. Es sollen die Kombinationen „Reihe“, „Spalte“ und„Vierer-Block“ unterschieden werden.

„Spalte“ und„Vierer-Block“ unterschieden werden. Bild 2: Vierer-Tasten-Matrix mit Mikrocon- troller.

Bild 2: Vierer-Tasten-Matrix mit Mikrocon- troller.

Simulator „MemBrain“

MemBrain ist ein leistungsstarker grafi- scher Neuronale-Netze-Editor und -Simu- lator. Mit diesem Simulator wurden die Wichtungsfaktoren und die Bias-Werte der einzelnen Neuronen durch das über- wachte Lernverfahren ermittelt. Für die ersten Versuche wurde ein Feed-Forward- Netz gewählt. Der Lernerfolg ist stark von den zufällig gewählten Anfangswerten abhängig. Der „Netzwerk-Fehler“ reprä- sentiert den Lernerfolg; wenn sich dieser Wert 0 nähert, ist der Lernvorgang erfolg- reich abgeschlossen [1].

realisierung in LabViEW 2010

Für die Implementierung wurde mit Lab- VIEW eine Programmiersprache gewählt, die man sowohl für den PC-Einsatz als auch für einen Einsatz in digitaler Hard- ware, beispielsweise FPGA, nutzen kann.

Die oben beschriebene Struktur des neuronalen Netzes mit den 16 Eingängen (Eingangs-Array) wurde in LabVIEW über- tragen. Ebenso werden die Wichtungsfak- toren und die Bias-Werte eingelesen, die mit dem Simulator MemBrain ermittelt wurden (siehe Simulator „MemBrain“). Im mittleren Bereich kann man die verdeck- ten Neuronen erkennen. Die Ausgangs- neuronen befinden sich auf der rechten Seite (siehe Bild 3). Die unterschiedlichen Farben reprä- sentieren unterschiedliche Datentypen. So stellt die orangene Farbe den Daten- typ DOUBLE (Gleitkommazahl nach IEEE 754) dar. Die Sub-VIs „SUB-Neuron-Sigmoid_7-3. vi“ werden ablaufinvariant (reentrant) mit der Option „Kopie für jede Instanz vorbe- legen“ ausgeführt. Damit kann die Abar- beitung beschleunigt werden, da so der Code„quasi-parallel“ ausführbar ist.

realisierung in LabViEW FPGA 2010

Ein Field Programmable Gate Array (FPGA) ist ein vom Anwender konfigurier- barer Hardware-Baustein, der die Funkti- onen parallel abarbeiten kann. Dadurch lassen sich die Strukturen des mensch- lichen Gehirns in diese Technik übertra- gen. Die Programmstruktur, die auf dem PC entwickelt wurde, kann für die Imple- mentierung in einen FPGA übernommen werden. Allerdings steht in dem Lab- VIEW-FPGA-Modul nur ein eingeschränk- ter Funktionsumfang zur Verfügung. Bei der Übertragung des Block-Dia- gramm-Codes von LabVIEW zu LabVIEW FPGA sind folgende Hinweise zu beach- ten, um nur die benötigten Ressourcen des FPGAs zu nutzen [5]:

Es steht nur das Fixed-Point-Datenfor- mat zur Verfügung (Umwandlung von Double-Typ > Fixed-Point; nur mit der benötigten Genauigkeit: Weights ± 24,10 [24 Bit Datentyp mit 10 Bit Integeranteil]; Bias ± 16,6) Die Sub-VIs „SUB-Neuron-Sigmoid.vi“ können nicht reentrant ausgeführt wer- den.

Benchmark-Vergleich

Für den Benchmark hat das neuronale Netz VI 100 000 Iterationen durchlaufen. Pro Benchmark wurden 100 Durchläufe gestartet. Es wurden jeweils ein Mittel- wert der Ausführungszeit und der maxi- male Jitter ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt:

ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt: Bild 3: Neuronale Netzstruktur in LabVIEW. System

Bild 3: Neuronale Netzstruktur in LabVIEW.

System

Ausführungszeit (ms)

max. Jitter (ms)

Single-core Pc

0,0137593

0,001981

Multi-core Pc

0,0180073

0,000573

fPGA

0,0021408

0

Tabelle 1: Benchmark.

Benchmark-Vergleich, mit folgen- den Systemen durchgeführt:

Multi-Core: PC mit Windows 7 Professio- nal SP1 mit LabVIEW 2010 SP1; Intel Core i7 CPU 920@2,67 GHz (max. 2,8 GHz) Single-Core: Windows Virtual PC mit XP SP3 mit LabVIEW 2010 SP1; Intel Core i7 CPU 920@2,67 GHz (max. 2,93 GHz) FPGA: NI-cRIO-9104 mit Virtex-II FPGA

Mit der leistungsfähigen LabVIEW-Pro- grammierumgebung wurde eine neuro- nale Netzstruktur zur Merkmalserkennung implementiert. Der auf einem PC-System entworfene Programmcode konnte mit wenigen Änderungen auch auf einem

FPGA ausgeführt werden.

bw

Änderungen auch auf einem FPGA ausgeführt werden. bw Literaturhinweise [1] Jetter, T. (2010): MemBrain Neuronale

Literaturhinweise

[1] Jetter, T. (2010): MemBrain Neuronale Netze Editor und Simulator; Version 03.08.00.00 vom 27. März 2011, http://www.membrain-nn.de/index.htm

[30.06.2011]

[2] Rożek, A.; Kantharia, M.; Naparty, D. (2010): Ges- tengesteuerte LabVIEW Bedienung, in: Jamal, R.; Heinze, R. (Hrsg.): Virtuelle Instrumente in der Pra- xis 2010, VDE Verlag GmbH, S. 552-556

[3] Schöneburg, E.; Hansen, N.; Gawelcyk, A. (1990):

Neuronale Netzwerke, Markt & Technik Verlag

[4] Weiß, K.(2006): Ein ortsauflösendes taktiles Sensor- system für Mehrfinger-Greifer, Logos Verlag

[5] Zwick, W. (2010): LabVIEW FPGA Under The Hood, in: Jamal, R.; Heinze, R. (Hrsg.): Virtuelle Instrumen- te in der Praxis 2010, VDE Verlag GmbH, S. 300-305

[6] Wikipedia : Neuronales Netz, http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Netze

[30.06.2011]

3/2012

Verlag GmbH, S. 300-305 [6] Wikipedia : Neuronales Netz, http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Netze [30.06.2011] 3/2012

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Hardware & Peripherie

Publireportage: Webfähige Drucklösungen

Ü B E r A L L

Z U G r i F F

A U F

P L Ä N E

F Ü r

A r C H i T E K T E N ,

K O N S T r U K T E U r E

EinfachererWorkflowmit

kinderleichtenFunktionen

Sind Sie ein vielbeschäftigter Architekt, Konstrukteur oder Projektleiter eines Bauunternehmens, bei dem der reibungslose Betriebsablauf und die Kommunikation von der technischen infrastruktur abhängen? Und wie reibungslos funktioniert diese infrastruktur?

V ermutlich ist man zu der Überzeu-

gung gekommen, dass auch die

beste Technologie manchmal Un-

terbrechungen bei den normalen Ar- beitsprozessen verursacht. Einige dieser Unterbrechungen können die zentralen Kreativphasen von Projekten beeinträch- tigen, wenn die Kommunikation kritisch ist und die sofortige Verfügbarkeit der aktuellen Pläne den Unterschied zwi- schen Projektfortschritt und Däumchen drehen ausmacht. Viele dieser Probleme können gelöst werden, wenn die Soft- ware HP ePrint & Share und webfähige Drucker zum Einsatz kommen wie der HP Designjet T2300 eMFP. Damit lassen sich Arbeitsunterbrechungen verhindern und

Damit lassen sich Arbeitsunterbrechungen verhindern und 3/20 1 2 der Workflow reibungsloser und effizien- ter

3/20 1 2

der Workflow reibungsloser und effizien- ter gestalten, ohne dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsweise umstellen müssen.

Was haben Architekten, Konstrukteure und Bauunternehmen gemeinsam?

1. Arbeit mit Papierplänen

2. Oft Arbeit fern von der Zentrale

3. Senden und Empfangen von Ände- rungen an Plänen und Blaupausen ist schwierig und langwierig

4. Digitalisierung von Papierplänen ist kompliziert und zeitaufwendig

5. Drucker, die vor Ort Dokumente im Format A0 ausgeben können, sind nur selten verfügbar

6. Das Anschließen der Kabel und das Installieren der Treiber für die Verbin- dung zum Drucker kostet Zeit

7. Das Abrufen neuer Pläne oder das Genehmigen von Änderungen in der Zentrale oder vor Ort kann zu Projekt- verzögerungen führen

8. Es ist schwierig sicherzustellen, dass alle Betroffenen die aktuellen Pläne gesehen haben

9. Das Erzeugen einer PDF-Datei eines großen Plans ist zeitraubend

10. Arbeiten unter ständigem Zeitdruck,

um Termine einzuhalten Wenn nur einige der genannten Punkte zutreffen, lässt sich der Workflow opti- mieren und neue Arbeitsweisen können eingeführt werden, die die herkömmli- chen Prozesse nicht verändern, sondern beschleunigen. Es ist einfacher und preis- werter, als es scheint (1) und es ergeben sich viele neue Möglichkeiten, wovon alle an dem Projekt Beteiligten profitie- ren können.

es scheint (1) und es ergeben sich viele neue Möglichkeiten, wovon alle an dem Projekt Beteiligten

Publireportage: Webfähige Drucklösungen

Hardware & Peripherie

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Stellt man sich vor

Papierskizzen, Entwürfe, Pläne und Blau- pausen sind ganz einfach in Digitalda- teien inklusive PDF- oder TIF-Dateien umwandelbar; es ist sogar eine Umwand- lung in vektorisierte AutoCAD-PLT-Datei- en möglich. Nach dem Digitalisieren kön- nen diese Dateien in Minutenschnelle mit wenigen Mausklicks anderen Benut- zern zugänglich gemacht werden. Zusätzlich zum schnellen Großformat- Scannen ist das Kopieren von Plänen möglich, wodurch die aktuellsten Ent- würfe für die Weiterentwicklung oder für die Arbeit im Büro beziehungsweise vor Ort zur Verfügung stehen. Die Mög- lichkeit des Scannens und Weitergebens von Plänen verleiht dem Prozess Effizienz und Einfachheit für alle Beteiligten. Übersichtliche, aktuelle Dateien errei- chen die Entscheidungsträger überall und ermöglichen schnellere Reaktionen und weniger Verzögerungen vor Ort. Da- teien können in einer „Cloud“-Bibliothek gespeichert werden, und im Gegensatz zur Verbreitung per FTP ist es auch nach- vollziehbar, ob die Personen, die die neu- en Dateien zur Kenntnis nehmen sollen, dies getan haben. Wie oft werden externe Standorte be- sucht oder Besucher kommen mit einem Plan auf dem Notebook? Das theoretisch einfache Anschließen des Notebooks an den Drucker für die Ausgabe kann sehr aufwendig und schwierig werden, je- doch gestaltet sich dieses mit der neu- en HP Technologie relativ einfach. Über ein Standard-USB-Kabel lassen sich die Notebooks direkt an den treiberlosen Drucker anschließen oder es können Da- teien direkt von einem USB-Stick geladen werden, was Kabel komplett überflüssig macht.

Professionell und einfach zu handhaben

Es gibt zwar viele Lösungen für den ge- meinsamen Dateizugriff, aber es kann schwer bis unmöglich sein, festzustel- len, ob die Betreffenden die Dateien zur Kenntnis genommen haben oder auch nur von ihnen wissen. Beim Hochladen auf einen FTPServer ist etwa eine unabhängige Bestätigung erforderlich, dass die Daten empfangen und gelesen wurden. Ein System, das si- cherstellt, dass eine neue Datei abgeru- fen und geöffnet wurde, bietet eine zu- sätzliche Sicherheit, dass alle Beteiligten

Systemvoraussetzungen für die Anwendung von HP ePrint & Share

Komponente

Voraussetzung

Computer-Hardware

Eine einfache Hardware-Konfiguration, unter der Sie das Betriebssystem und Anwendungen (AutoCAD, MS Office) ausführen können, reicht aus. Zusätzli- che CPU-Leistung und zusätzlicher RAM sind nicht erforderlich.

Betriebssystem

• Microsoft Windows XP (32-Bit) mit Service Pack 3

• Microsoft Windows Vista (32- oder 64-Bit*) mit Service Pack 2

• Microsoft Windows 7 (32- oder 64-Bit*) mit den aktuellen Windows-Updates

Microsoft .NET Framework

.NET Framework 2.0 oder eine höhere Version muss vorhanden sein, bevor Sie HP ePrint & Share installie- ren. Während der Installation wird automatisch auf .NET Framework 3.5 mit Service Pack 1 aktualisiert.

Empfohlene Webbrowser

• Microsoft Internet Explorer 7 oder 8

• Mozilla Firefox 3.6 oder höher

• Google Chrome 5.x oder höher

• Andere Browser sind möglicherweise kompatibel

AutoCAD und AutoCAD Architecture (sofern verwendet)

• AutoCAD 2007, 2008, 2009 mit Adobe PDF-Treiber

• AutoCAD 2010, 2011, 2012 mit Adobe PDF-Treiber

• AutoCAD 2010, 2011, 2012 mit AutoCAD DWGtoPDF

Adobe Acrobat (optional für AutoCAD 2010, 2011, 2012)

Adobe Acrobat 8.x oder höher

Microsoft Office

• Microsoft Office 2007 oder 2010 **

(sofern verwendet)

• Microsoft Office 2007 Add-In: Microsoft – Speichern als PDF und Microsoft – Speichern als XPS (kostenlo- ser Download)

* Das Plug-in für das Kontextmenü in Windows Explorer funktioniert nur bei 32-Bit-Versionen von Windows. ** Microsoft Outlook 2010 wird derzeit nicht unterstützt und das Microsoft-Excel-2010-Plug-in funktioniert nur bei den 32-Bit-Versionen von Microsoft Office.

dieselbe Version benutzen. Architekten, Konstrukteure und Bauunternehmen ar- beiten an komplexen, unternehmenskri- tischen und hochgradig kostenintensi- ven Projekten mit engen Terminen, bei denen Verzögerungen nicht nur teuer sind, sondern Auswirkungen weit über das Einzelprojekt hinaus haben können. Funktionalität, Zuverlässigkeit und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis sind wichtige Faktoren bei der Auswahl neuer Hard- und Software. Mit HP ePrint & Share und HP-Design- jet-Druckern verfügen Sie über eine In- frastruktur, die speziell für Ihre Anforde- rungen und mit einem Verständnis für Ihre Arbeitsweise entwickelt wurde – mit einem beispielhaften Support und ei- nem Ruf für hervorragendes technisches Know-how. Architekten, Konstrukteure und Bauun- ternehmen haben also durch den Zugriff auf die Cloud eine zuverlässige, einfache Möglichkeit zum Scannen, Kopieren und Weitergeben von Entwürfen, Plänen und Blaupausen. Ihre Arbeit kann in gewohn-

ter Weise, aber unterbrechungsfreier, mobiler und besser integriert ausgeführt werden – unter Vermeidung von Verzö- gerungen und Problemen. Um jedoch HP ePrint & Share verwenden zu können, wird ein HP ePrint & Share- Benutzerkonto benötigt, um Inhalte in die genutzte Bibliothek hochzuladen. Auf diese Weise werden die Nutzer iden- tifiziert, und es ist gewährleistet, dass die Dokumente sicher gespeichert wer- den. Die Einrichtung eines Kontos kostet nichts und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Sobald das Konto angelegt wurde, stehen 5 GByte Speicherplatz zur Verfügung, sodass Dokumente hochge- laden und für Teammitglieder freigege- ben werden können. Ein weiterer Vorteil, der mit einem internetbasierten Drucker genutzt wer- den kann, besteht darin, dass jeder der registrierten Benutzer auf seine eigenen Dokumente über den Touchscreen des Druckers zugreifen kann. Weitere Infor- mationen finden Sie unter www.hp.com/

go/eprintandshare.

bw
bw

3/2012

28

Hardware & Peripherie

Großformatdrucker

O C é

P LOT W AVE

900

LÖST

O C é

TDS860

A B

Erfolgreichernachfolger

Bereits vor der offiziellen Vorstellung am 8. Februar 2012 im niederländischen Venlo wurde sie schon erfolg- reich platziert: Die neue Océ PlotWave 900 setzt die Erfolgsgeschichte von Océ auf dem Markt des hochvolu- migen Schwarzweißdrucks technischer Dokumentationen fort. Der Nachfolger der TDS860 zeichnet sich durch viele neue Funktionalitäten, Optimierungen und eine gesteigerte ökonomische Flexibilität aus.

Z ur Vorbereitung der Markteinführung der Océ PlotWave 900 hat die Océ- Deutschland GmbH internationale

Kundenstudien begleitet. „Der Customer Trial hat gezeigt, dass das neue System hervorragend angenommen wird“, sagt Thomas Haep, Geschäftsbereichsleiter Wide Format Printing Océ-Deutschland

Wide Format Printing Océ-Deutschland GmbH. „Bis heute konnten wir sechs Océ PlotWave 900

GmbH. „Bis heute konnten wir sechs Océ PlotWave 900 verkaufen, vier davon sind bereits installiert und laufen zur vollsten Zufriedenheit der Kunden.“ Zu den Pilot- anwendern gehören Unternehmen des Baugewerbes sowie des Maschinen- und Anlagenbaus. Die weltweit erste Océ PlotWave 900 ist bei Sebastian Wochner im Einsatz. Das Unternehmen mit Stammsitz in Dormet- tingen zählt zu den führenden deutschen Anbietern komplexer Bauleistungen. 300 Mitarbeiter produzieren an vier Standor- ten modernste Betonfertigteile, Bauwer- ke, Baustoffe für Haus und Garten sowie Outdoor-Möbel – für gewerbliche und industrielle Investoren, Bauträger, die öf- fentliche Hand und private Bauherren. Die WOCHNER-Gruppe verfügt über ein eigenes Ingenieur- und Architektur- büro sowie eine eigene Bauleitung und

und Architektur- büro sowie eine eigene Bauleitung und 3/20 1 2 Projektsteuerung und legt Wert auf

3/20 1 2

Projektsteuerung und legt Wert auf de- tailgetreue Planung. Das ideale Umfeld also für ein leistungsstarkes Großformat- system wie die Océ PlotWave 900: Bei WOCHNER kommt es auf Geschwindig- keit und Materialflexibilität ebenso an wie auf die Druckqualität. Hier kann die Océ PlotWave 900 als Sechsrollensystem mit neuem 600-dpi-Druckkopf und opti- miertem Interface besonders punkten. Das System für den hochvolumigen Schwarzweißdruck technischer Doku- mentationen bis DIN A0 beziehungswei- se 36 Zoll ist ein wichtiger Baustein im Océ-Produktportfolio für den Großfor- matdruck. Thomas Haep: „Mit den neuen Funktionalitäten und Optimierungen der Océ PlotWave 900 können Druckdienst- leister nun auch problemlos höchste Auf- lagen produzieren, um die Marktanfor- derungen zu erfüllen und jeden Auftrag zuverlässig abzuwickeln.“ Herauszuhebende Features der Océ PlotWave 900 sind die verbesserte Druck- qualität mit neuem 600-dpi-Druckkopf und einstellbarer Belichtungsintensität sowie die höhere Benutzerfreundlichkeit mit Online-Interface, Signallampe, grö- ßeren Tonerflaschen und zweitem Off- line-Schalter. Bei der Entwicklung der Océ PlotWave 900 konnte das Unternehmen von seiner langen Erfahrung im hoch- volumigen Druck profitie- ren. Das Drucksystem pro- duziert bis zu zehn Drucke im DIN-A0-Format pro Mi- nute, auch bei gemischten Druckläufen, sodass Druck- dienstleister selbst engs- te Termine einhalten kön- nen. Der kurze Papierweg

der Océ-Copy-Press-Technologie senkt den Wartungsaufwand und erhöht die Betriebsbereitschaft, da Papierstaus ent- fallen. Über sechs Papierrollen können Anwender auf Material unterschiedlicher Größe bei gleichbleibender Geschwin- digkeit drucken. Die automatische Rol- lenumschaltung ermöglicht dabei einen ununterbrochenen Druck. Mit der opti- onalen und voll integrierten Falteinheit lässt sich der Zeitaufwand durch eine op- timale Automatisierung weiter senken. Das produktive System wurde für eine lange Lebensdauer mit einem Druckvo- lumen von vielen Millionen Metern ent- wickelt und eignet sich dadurch für den Einsatz in hochvolumigen Umfeldern. Auf Basis der Océ-Kerntechnologien ist es möglich, auf jeden Kundenwunsch fle- xibel reagieren zu können und somit die Investitionskosten variabel zu halten. Die Océ PlotWave 900 wird von intelli- genten Druckmanagement-Anwendun- gen aus der Océ Repro Desk Suite unter- stützt, die einen reibungslosen und effizienten Ablauf vereinfachen. Über eine webbasierte Schnittstelle können Anwender Druckaufträge flexibel kon- trollieren. Komfortable Warnfunktionen und das Nachfüllen von Toner während der Produktion verhindern unnötige Un-

terbrechungen.

bw

und das Nachfüllen von Toner während der Produktion verhindern unnötige Un- terbrechungen. bw Bilder: Océ
Bilder: Océ
Bilder: Océ

Digital engineering-Marktplatz

Markt

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KOMPAS-3D Maximilianstraße 11-15, 80539 München Tel.: +49-(0)89-216 82 35 www.ascon.net / contact@ascon.net KOMPAS-3D,

KOMPAS-3D

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Mastercam: Perfektion für schnelles, effizientes und produktives Arbeiten! Die InterCAM-Deutschland GmbH ist der deutsche Distributor von Mastercam, der leistungsstarken CAD/CAM-Lösung des US-amerikanischen Herstellers CNC Software. Mastercam bietet Fräsen in 2 bis 5 Achsen, Drehen, Drahten, künstlerische Reliefbearbeitung, 2D- und 3D-Design, Flächen- und Solid- modeling und somit alles für den Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau sowie für die Holz-, Stein- und Kunststoffbearbeitung. Der Vertrieb erfolgt über ein Netz qualifizierter Partner, die ihren Kunden von kompetenter Beratung über Hilfestellung bei Installation und Inbetriebnahme des CAD/ CAM-Systems hinaus mit umfangreichen Schulungsangeboten zur Seite stehen. Mit aktuell über 157.000 Installationen ist Mastercam das weltweit meisteingesetzte System auf dem Markt PC-basierter CAM-Software.

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Lino GmbH Erthalstraße 1, 55118 Mainz Tel: +49 (0)6131 90 64 480 E-Mail: info@lino.de Internet:
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Wir liefern die entscheidenden Schlüsseltechnologien der Zukunft!

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CAD/CAM-System OPTiCAM Drahterodiersystem integriert in SolidWorks

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DeltaCAD ist ein Anbieter für CAD, PLM, CAE und Workflow Strategien im Ingenieursbereich. GPure ist die optimale Lösung, um DMU-Modelle (Digital Mockup) für Projekt- Abläufe, Konzept-Überprüfung, Bewerbungsanfragen, 3D Dokumentation, CAE und Web-Visualisierungen anzupassen. GPure kann sehr große DMUs für den Schiffsbau, Anlagen-Design, Luftfahrt-, Eisenbahn- und Automobil-Industrie händeln. Dank der Automatisierungs- Maschine reduziert es die DMU-Adaptierungskosten wesentlich und sichert die Reproduzierbarkeit. Durch die zahlreichen anwendbaren CAD- und Visualisierungs-Import/ Export-Formate und durch die Integrations-Features kann GPure in vielen PLM/CAD-Systemen genutzt werden.

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Sie wollen auf allerhöchstem Niveau arbeiten und müssen immer erstklassige Ergebnisse liefern? TAROX Workstations werden nicht nur diesen Anforderungen gerecht, sondern sind je nach Konfiguration in der Lage ein hohes Maß an 3D- Effekten, Echtzeit-Animationen, 3D-Modellierungen oder architektonischen Darstellungen zu generieren. Dem Anwender wird mit dem„Arbeitswerk- zeug“ – TAROX Workstation – ermöglicht, diese Ergebnisse in einer möglichst ruhigen Umgebung und schnell zu erzielen. Der Grafik kommt hier eine besondere Rolle zu; daher setzt TAROX aus- schließlich zertifizierte ATi FirePro oder NViDiA® Quadro® Grafikkarten und zugehörige Treiber ein. Diese sind für fast alle professionellen Anwendungen verfügbar und garantieren eine durchgängig hohe Performance, womit eine klare Abgrenzung zu herkömmlichen PC-Systemen geschaffen wird.

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invenio Virtual Technologies GmbH Schleißheimer Straße 373 80935 München Tel.: 0176 / 11 89 92

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3/2012 6/2009

für eigene Produkte, oder als OEM- Komplettlösung (Hard- und Software) für Fahrzeugsteuergeräte. 3/2012 6/2009

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Antriebstechnik

vereinfachte Planung und ersatzteilhaltung bei Transporteurantrieben

Planung und ersatzteilhaltung bei Transporteurantrieben D ANFOSS V LT F LEX C ONCEPT WenigerVarianten

D ANFOSS

V LT

F LEX C ONCEPT

WenigerVarianten

füreinfacherePlanung

V O N

H ANNES

L EICHTFRIED

Hohe Verfügbarkeit und Energieeffizienz, einheitliches Systemdesign bei zen- tralen und dezentralen Anlagekonzepten, reduzierte Lagerhaltung für Ersatz- teile und niedrige Lebenszykluskosten – das sind Forderungen, die die indus- trie heute an moderne Antriebssysteme stellt. im ständig stärker werdenden Wettbewerb suchen produzierende Unternehmen, aber auch Maschinen- und Anlagenbauer immer neue Möglichkeiten, Kosten zu reduzieren, weniger Ener- gie zu verbrauchen und daneben noch die Umweltverträglichkeit der Prozesse und Anlagen zu verbessern.

D ie elektrische Antriebstechnik ist eine der Schlüsseltechnologien, wenn es darum geht, den Energie-

verbrauch deutlich zu senken. Ihre Mo- torkonzepte – seien es Standard-, Ge- triebe-, Hocheffizienz- oder heute auch in vielen Fällen Permanentmagnetmoto- ren (PM-Motoren) – tragen dazu bei, die- ses Ziel zu erreichen. Ebenso unterstützt die moderne Drehzahlregelung mit Fre- quenzumrichtern die Bemühungen, die Wirtschaftlichkeit weiter zu optimieren und die Kosten für Energie in den Anla- gen zu senken. Dies hat zur Folge, dass sich auf dem Markt ein nahezu unüberschaubares An- gebot an verschiedenen Motorherstel- lern und -typen, Frequenzumrichtern für allgemeine und Spezialanwendungen sowie Lösungen für zentrale und dezen- trale Anlagenkonzepte etabliert hat. Für nahezu jede Applikation benötigt der Anwender jeweils andere Geräteserien.

Unterschiedliche Anforderungen verlangen viele Varianten

DieeinzelnenIndustriebereichebenötigen unterschiedliche Applikationslösungen. Standardapplikationen erfordern andere Gerätetypen und Serien wie beispielswei- se Anlagen in der Nahrungs- und Geträn-

wie beispielswei- se Anlagen in der Nahrungs- und Geträn- 3/20 1 2 ke-Industrie oder auch der

3/20 1 2

ke-Industrie oder auch der chemischen und pharmazeutischen Industrie, die auf- grund der geforderten Hygiene einen be- sonderen Schutz gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel oder eine hohe Wider- standsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen brauchen. Die Anforderungen an die elektrischen Antrie- be reichen vom trockenen Bereich über Nassbereiche bis hin zu hygienekritischen Bereichen, in denen teilweise sogar asepti- sche Bedingungen herrschen. Letztlich führt dies in manchen Anlagen zu bis zu 30 und mehr unterschiedlichen Varianten oder Konzepten – teilweise so- gar mit unterschiedlicher Bedienung, In- betriebnahmeroutinen und -tools. Dies bedeutet sowohl für die Konstrukteure, den Anlagenbauer wie auch später den Betreiber deutlich erhöhten Aufwand aufgrund der Vielzahl von Planungsun- terlagen, zugehöriger Dokumentation, unterschiedlicher Bedienung und großen Lagern für Baugruppen und Ersatzteile. Dazu kommt die Notwendigkeit, auf die unterschiedlichen Geräte zu schulen und das gesamte Personal für einen sicheren und effizienten Umgang mit den Geräten fit zu halten. Um diesen Aufwand zu verringern, sind neue Lösungsansätze gefragt, die Kosten

und Aufwand drastisch reduzieren. Dabei sollten sie aber sowohl dem Betreiber als auch dem Maschinen- und Anlagenbau- er die Flexibilität bieten, neueste Techno- logien einzusetzen, die Energieeffizienz in den Anlagen zu erhöhen und nicht zu- letzt auch Wartungs- und Servicekosten durch Einsparungen beim Personal, aber auch kürzere Stillstandszeiten zu erzie- len. Denn nur so lässt sich die Verfügbar- keit der Anlagen weiter steigern und die Wirtschaftlichkeit an die Marktbedingun- gen anpassen.

Das VLT FlexConcept

Genau hier setzt das VLT FlexConcept von Danfoss an. Es bietet Anlagenbau- ern und Betreibern eine sehr große Fle- xibilität, was die Auswahl von Antriebs- komponenten und Anlagenstrukturen anbelangt. Gleichgültig, ob die Anlage mit einem zentralen oder dezentralen Antriebskonzept realisiert ist, ob die An- triebe im Trocken-, Nass- oder Aseptik- Bereich zum Einsatz kommen: Das VLT FlexConcept bietet Komponenten für jeden Einsatzbereich. Durch gut ausge- wählte Motor- und Getriebeabstufungen und optimale Anpassung der Frequenz- umrichter, durch die Kombination opti- mierter Bauteile sowie den Einsatz hoch-

vereinfachte Planung und ersatzteilhaltung bei Transporteurantrieben

Antriebstechnik

31

bei Transporteurantrieben Antriebstechnik 31 Speziell für den Einsatz dezentraler Technik in aseptischen

Speziell für den Einsatz dezentraler Technik in aseptischen und hygiene- kritischen Bereichen entwickelt und optimiert: Die Kombination aus VLT OneGearDrive und VLT Decentral Drive FDC 302, die mittels der eingesetzten Technik optimale Energieeffizienz bei gleichzeitig höchster Widerstandsfähig- keit gegen Reinigungsmedien bieten.

Bei besonderen Ansprüchen an die Hygiene

Insbesondere in Produktionsbereichen für Lebensmittel und Getränke, aber auch in Produktionsanlagen der Pharma- und Kosmetikindustrie, sind Hygienevorschrif- ten in sensiblen Bereichen besonders an- spruchsvoll. Neben den gültigen Normen und Richtlinien der EU müssen die Betrei- ber zunehmend die Regeln der European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) berücksichtigen. Die EHEDG ent- wickelt Vorgaben und Richtlinien für ei- nen umfassenden, vorbeugenden Schutz der Lebensmittel und Produkte vor Konta- mination mit Bakterien, Pilzen und Hefen während der Verarbeitung. Das Ergebnis lässt sich unter dem Begriff „Hygienisches Design“ zusammenfassen. Die Verant- wortung zur Implementierung und zum Erreichen dieser Ziele liegt bei den Ma- schinenherstellern und Bedienern. Das hygienische Design von Prozessausrüs- tung und -komponenten sollte daher auf einer sinnvollen Kombination aus Prozess- technik und Mechanik sowie mikrobiolo- gischen Kenntnissen basieren.

Üblicherweise erfordern beispielsweise Getränkean- lagen bis zu 30 verschiedene Antriebslösungen innerhalb einer Anlage. Das neue VLT FlexConcept kann diese Va- riantenvielfalt um bis zu 70 Prozent senken, was die Kos- ten für Ersatzteillager, aber auch für die Schulung von Mitarbeitern durch ein durch- gängiges Bedienkonzept sowohl bei zentraler als auch dezentraler Anlagenstruktur

senkt. Bilder: Danfoss

Beim FCD 302 sorgen bis zu 10 LED für eine schnelle Erkennbarkeit des Status. Für weitergehende Program- mierung und Konfiguration lässt sich eine grafische Bedieneinheit mit identischer Bedienung zu den Dis- plays der FC-Serie anschließen.

effizienter PM-Motore lassen sich selbst in großen Anlagen alle Transporteurlö- sungen mit einigen wenigen Varianten realisieren. Insgesamt sorgt die Auswahl für einen Reduzierung der Varianten bei Antrieben für Transporteure um bis zu 70 Prozent. Gerade in großen Anlagen ist die starke Verminderung der Varianten- vielfalt für die Ersatzteilhaltung vorteil- haft und senkt zusätzlich Aufwand und Kosten im Vergleich zu derzeit gängigen Lösungen. Zusätzlich vereinfacht sich der Planungs-, Montage- und Installati- onsaufwand durch die identischen me- chanischen Abmessungen. Mit dem VLT FlexConcept erhalten Anlagenbauer und Betreiber eine durchgängige Lösung.

Aufgrund nur einer Gehäuseausführung des Motors und gleicher Bedienung al- ler Frequenzumrichter reduziert sich der Aufwand bei der Erstellung der Pla- nungsunterlagen, die Schulung der Mit- arbeiter und die Lagerhaltung für Ersatz- teile. Die Einhaltung aller aktuell gültigen wie künftiger Standards im Blick auf die neuen Effizienzklassen garantiert eine hohe Investitionssicherheit. So erfüllen die Produkte bereits heute die Anforde- rungen der MEPS ab 2017. Das Danfoss FlexConcept erreicht einen Gesamtwir- kungsgrad von 89 Prozent. Gemäß der offenen Systemarchitektur des VLT Flex- Concept können Anwender die Kompo- nenten auch mit den vorhandenen Lö- sungen anderer Hersteller einfach und sicher kombinieren, so dass jeder die für ihn optimale Konfiguration auch bei Retrofit-Projekten umsetzen kann. Hohe Flexibilität bei optimaler Kostenstruktur ist damit gegeben. Das Konzept setzt auf eine Kostenoptimierung im Bereich der Transporteurantriebe durch

• hohe Flexibilität

• hohen Wirkungsgrad

• Reduzierung der Variantenvielfalt

• ein intelligentes Bedienkonzept

Bei der Entwicklung der Komponenten des Danfoss VLT FlexConcept standen im Falle der direkt in den Anlagen einzuset- zenden Komponenten wie dem VLT One- GearDrive„Hygienic“ und dem VLT Decen- tral Drive FCD 302 von Anfang an hohe Hygienestandards im Vordergrund, da die Nachrüstung in vorhandenen Prozessan- lagen zur Erfüllung von Hygieneanforde- rungen meist kostspielig ist und häufig erfolglos verläuft. So sind beide Antriebs- komponenten als einzige auf dem Markt von derTechnischen Universität München, Weihenstephan, gemäß EHEDG (European Hygienic Engineering & Design Group) zertifiziert und resistent gegen alle gän- gigen Reinigungs- und Desinfektionsmit- tel im Bereich pH 2 bis 12. Der Anschluss des Motors erfolgt mit einem bewährten Edelstahlrundsteckersystem, das auch bei Wartungsarbeiten den Austausch erleich- tert. Aufgrund des Steckers reicht zum Austausch ein Mechaniker, wo vorher ein Elektriker zusätzlich benötigt wurde.

Offenes System bringt Vorteile

Das abgestimmte Gesamtkonzept bietet eine sehr hohe Investitions- und Pla- nungssicherheit. So sinkt durch die redu- zierte Typenvielfalt des Gesamtsystems die Lagerhaltung, vereinfacht sich die Planung und Konstruktion von Anlagen, und die einheitliche Bedienung reduziert den Schulungsaufwand für Installation, Inbetriebnahme und Bedienung. Dane- ben ist der Anwender weiterhin frei in der Auswahl seines bevorzugten Liefe- ranten von Motor oder Umrichtertech- nik, sofern er nicht auf das Gesamtkon-

zept VLT FlexConcept setzen will. r t 3/2012
zept VLT FlexConcept setzen will.
r t
3/2012
von Motor oder Umrichtertech- nik, sofern er nicht auf das Gesamtkon- zept VLT FlexConcept setzen will.

32

Antriebstechnik

Servoantriebe

S AFET y-F UNKT i ONAL i TÄTEN

i N

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A N T r i EBSTECHN i K

i NTEG r i E r T

Bedienerfreundliche

SicherheitimMaschinenbau

VON

E LMAR

L OHKAMPFF ,

yASKAWA ,

UND

E LLEN - C HRISTINE

R EIFF ,

R EDAKTIONSBÜRO

S TUTENSEE

Von den Bewegungen praktisch jeder im industriellen Umfeld eingesetzten Maschine gehen Gefahren für das Bedien- und Wartungspersonal aus. Typische Situationen, die sichere Maschinenzustände erfordern, sind die inbetriebnahme, das Einrichten, die Störungsbehebung oder prinzipiell, wenn sich Menschen in der Nähe des Produktionsprozesses aufhalten. Servoantriebe mit entsprechend zugelassenen und zertifizierten Verstärkern vereinfachen dem Maschinenbauer das Einhalten der geltenden Sicherheitsbestimmungen. in die Antriebstechnik integrierte Safety-Funktionalitäten sorgen für bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter in kritischen Situationen und entlasten obendrein noch die Steuerung.

Situationen und entlasten obendrein noch die Steuerung. D ie ESAB GmbH mit Stammsitz in Solin- gen

D ie ESAB GmbH mit Stammsitz in Solin- gen und weltweit etwa 30 Produkti- onsstätten stellt Schweiß-Ausrüstun-

gen und -Zusätze sowie Schneidanlagen für nahezu jeden Schweiß- und Schneid- prozess her und erreicht mit ihrem brei- ten Produktprogramm praktisch den ge- samten Bereich der Stahl herstellenden und verarbeitenden Industrie. Der Ge-

Stahl herstellenden und verarbeitenden Industrie. Der Ge- 3/20 1 2 schäftsbereich Schneidanlagen hat sei- nen

3/20 1 2

schäftsbereich Schneidanlagen hat sei- nen Hauptsitz in Karben bei Frankfurt am Main. Die Portalmaschinen mit verfahr- barer Brücke gibt es für Laser-, Autogen und Plasma-Schneiden. Je nach Ausle- gung eignen sie sich für unterschiedlichs- te Bleche insbesondere aus den Berei- chen Baustahl, Edelstahl und Aluminium. Die Brennschneidmaschinen werden sehr

Kompakte Portal-Schneidmaschine aus dem Hause ESAB. Bei seinen Maschinen hat das Unternehmen schon immer großen Wert auf Personen- und Sachschutz gelegt und sieht sich in der Branche als Vorreiter der „inte- grierten Safety-Technologie“.

Foto: ESAB

präzise auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt; in der Regel legt ESAB an- hand von Probenmaterial des Anwenders sämtliche Schneidparameter fest, also das passende Schneidverfahren ebenso wie die Bearbeitungsgeschwindigkeit, den Düsentyp, die Prozessgase usw. Bei seinen Maschinen hat das Unter- nehmen schon immer großen Wert auf Personen- und Sachschutz gelegt und sieht sich in der Branche als Vorreiter der „Integrierten Safety-Technologie“. Dazu tragen auch die in den Brennschneid- maschinen eingesetzten Servoantriebe bei. Hier arbeiten die Karbener schon seit über zehn Jahren erfolgreich mit den An- triebsspezialistenausdemHauseYaskawa zusammen, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Die Antriebslösungen haben bis heute nicht nur in puncto Zuverläs- sigkeit und Langlebigkeit überzeugt, die Antriebe der jüngsten Generation bieten vielmehr durch ihre integrierten Safety- Funktionen ein Höchstmaß an Sicherheit,

Servoantriebe

Antriebstechnik

33

S e r v o a n t r i e b e Antriebstechnik 33 Bild

Bild 3: Die Sigma-5-Servoverstärker sind vom TÜV Süd zertifiziert und er-

füllen die in der Tabelle angeführten Sicherheitsstandards.

in Richtung der x- Achse und ein weiterer zum Verfahren des Schneidwerkzeugs in Richtung der y-Achse. Die verwendeten Motoren müssen in der beschriebenen Anwendung bei kleinen Brennschneid- maschinen jeweils 400 Watt Leistung lie- fern. Sie sind, um größere Massenträg- heitsmomente zu überwinden, jedoch für eine Maximalleistung von 800 Watt ausgelegt. Prinzipiell sind für die Sigma- 5-Servoantriebe, aber auch andere Leis- tungsbereiche kein Problem; die kom- plette Serie deckt Motorleistungen von 50 Watt bis 15 Kilowatt ab, so dass auch die für große Brennschneidmaschinen erforderlichen Leistungen problemlos übernommen werden können. Für eine einfache Anbindung in übergeordnete Steuerungsnetzwerke stehen alle übli- chen Bussysteme zur Auswahl. Dazu ge- hören beispielsweise Ethernet/IP, Ether- Cat, Powerlink und CANopen. PROFINET wird ab Frühjahr 2012 verfügbar sein. Da- durch fügt sich die Antriebstechnik naht- los in die moderne Automatisierungsum- gebung des Anwenders ein. Dem Maschinenbau erschließen sich dadurch

interessante Möglichkeiten.

r t

erschließen sich dadurch interessante Möglichkeiten. r t Bild: Yaskawa Bild 4: Ein Beispiel aus der Praxis:

Bild: Yaskawa

sich dadurch interessante Möglichkeiten. r t Bild: Yaskawa Bild 4: Ein Beispiel aus der Praxis: Überwachung

Bild 4: Ein Beispiel aus der Praxis: Überwachung einer

Sicherheitstür.

Bild: Yaskawa

ohne die Bedienerfreundlichkeit einzu- schränken. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen durch die neue Maschinenrichtlinie haben sich zwar die sicherheitstechnischen Anforderungen geändert, das Plus an Sicherheit soll aber dem Maschinenanwender das Handling nicht verkomplizieren. Gleichzeitig wird die Steuerung von allen antriebsspezi- fischen Sicherheitsaufgaben entlastet, denn die Yaskawa-Sigma-5-Antriebe ha- ben alle Eigenschaften, die die einschlä- gigen Sicherheitsnomen fordern (Bild 3) und wurden vom TÜV Süd entsprechend zertifiziert.

Sigma-5-Baureihe bereits standardmäßig an Bord. Die Sicherheitsfunktionen SS1 und SLS lassen sich durch eine Optionskarte integrie- ren. Letzteres trifft auch auf SS2 zu (Safe Stop 2, siche- rer Stopp mit Lageüberwa- chung), was beispielswei-

se bei Pressen und Stanzen unerlässlich ist. Das Werkzeug muss hier

im Fall der Fälle nicht nur sicher gestoppt, sondern auch sicher in Position gehalten werden, um Sach- oder Personenschä- den auszuschließen. Wie man bei den

Brennschneidmaschi-

nen ganz konkret von der integrierten Sicher- heitstechnik profitiert, zeigt am besten ein Beispiel (Bild 4): Wird für Einricht- oder War- tungsarbeiten eine Si- cherheitstür geöffnet, begrenzt der im Servo- verstärker integrierte Motion Controller die

Verfahrgeschwindig-

keit auf eine sichere Geschwindigkeit. Das

Sigma-5-Sicherheits-

modul überwacht dann die Einhaltung der vor- gegebenen Drehzahl

(SLS = sicher begrenz- te Geschwindigkeit). Bei Überschreitung der sicher begrenz- ten Geschwindigkeit wird der Antrieb direkt, zum Beispiel mittels STO (sicher abgeschaltetes Moment), abgeschaltet. Ähnliches passiert, wenn beispielswei- se aufgrund eines Lichtschrankensignals oder durch Betätigen eines Notausschal- ters die Maschine stillgesetzt wird. Die Sicherheitsfunktion SS1 überwacht das kontrollierte Herunterfahren. Dank der Funktion STO lässt sich die Bestromung der Antriebe sicher trennen und das Wartungs- oder Einrichtpersonal kann gefahrlos an der Maschine arbeiten. All diese sicherheitsrelevanten Funktionen übernimmt der Sigma-5-Servoregler; die übergeordnete Steuerung der Maschine ist davon nicht betroffen. Insgesamt sind je nach Größe der je- weiligen Brennschneidmaschine mindes- tens drei Servoantriebe eingesetzt, zwei zum Verfahren der beweglichen Brücke

eingesetzt, zwei zum Verfahren der beweglichen Brücke Servoantriebe mit integrierten Safety-Funktionalitäten. Sie

Servoantriebe mit integrierten Safety-Funktionalitäten. Sie bieten ein Höchstmaß an Sicherheit, ohne die Bedienerfreundlichkeit

einzuschränken.

Foto: Yaskawa

Die bei der Konstruktion von sicheren Maschinen verwendeten Steuerungs- komponenten werden mit Inkrafttreten der Norm EN ISO 13489- 1:2008 „Sicher- heit von Maschinen – sicherheitsbezoge- ne Teile von Steuerungen“ nun entweder gemäß Performance Level (PL a – e) oder Safety Integrity Level (SIL 1 – 4) beurteilt. Die sicherheitstechnischen Funktionen für drehzahlveränderbare Antriebe sind in der IEC 61800-5-2 definiert.

Sichere Abläufe im praktischen Betrieb

ESAB nutzt bei den Brennschneidmaschi- nen zwei dieser erweiterten Safety-Funk- tionen: SLS (Safely Limited Speed, das heißt sicher reduzierte Geschwindigkeit) und SS1 (Safe Stop 1, das heißt sicherer Stopp nach Stoppkategorie 1). STO (Safe Torque Off, also sicheres Stromlosschal- ten) ist bei allen Servoverstärkern der

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nach Stoppkategorie 1). STO (Safe Torque Off, also sicheres Stromlosschal- ten) ist bei allen Servoverstärkern der

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Automatisierung

Wireless Automation

K OMPLETTANGEBOT

F Ü r

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UND

A NLAGENBAU

ZuverlässigerDatenfunk

inallenVarianten

VON

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UND

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S TUTENSEE

Datenfunkkommunikation ist in der Automatisierungsbranche längst kein exotisches Thema mehr, sondern hat sich in der Praxis etabliert. So vielseitig wie die einzelnen Automatisierungsaufgaben selbst müssen aber auch die Lösungen für die Datenübertragung per Funk sein. Oft werden beispielsweise Anforderungen an die Verfügbarkeit gestellt, die sich längst nicht mit allen Datenfunklösungen realisieren lassen. Da ist es von Vorteil, wenn ein Hersteller von Datenfunklösungen nicht nur auf langjährige Praxiserfahrung zurückblicken kann, sondern auch mit einem breiten Produktportfolio für nahezu jede Kommunikationsaufgabe eine passende Lösung anbietet.

jede Kommunikationsaufgabe eine passende Lösung anbietet. 3/20 1 2 A ngefangen hat die Schildknecht AG aus
jede Kommunikationsaufgabe eine passende Lösung anbietet. 3/20 1 2 A ngefangen hat die Schildknecht AG aus

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A ngefangen hat die Schildknecht AG aus Murr im Landkreis Ludwigsburg bereits 1993 mit Datenfunklösun-

gen für SPS-Steuerungen. Inzwischen hat das in 18 Jahren angesammelte Know-how Eingang in eine breite Pro- duktpalette gefunden. Bei allen Produk- ten liegt ein Schwerpunkt darauf, die technisch höchstmögliche Verfügbarkeit der Funkstrecke zu realisieren und somit eine maximale Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten. Ob es drei Meter oder drei Kilometer zu überbrücken gilt, hohe Da- tenraten, kurze Übertragungszeiten oder extreme Verfügbarkeit gefordert sind, die Datenfunkexperten haben eine passen- de Lösung parat. Dabei werden selbst- verständlich verschiedene Funktechno- logien ebenso unterstützt wie zahlreiche der am Markt etablierten Kommunika-

Bild 1: Bei einem Personenschräg- aufzug am Montmartre, Paris, wur- de innerhalb eines jahres in über 100.000 Liftfahrten mit rund drei Millionen Passagieren kein einziger Busfehler registriert.

tionsprotokolle, zum Beispiel Profibus, Profinet, Modbus oder CAN-Bus. Auch für den aktuellen Trend der vollautoma- tisierten M2M-Kommunikation (Machi- ne to Machine) per Mobilfunk stehen Lösungen parat.

Profibus über Funk – mit hoher Verfügbarkeit und reichweite

Zur Profibuskommunikation per Daten- funk beispielsweise hat sich die Serie Dataeagle 3000 über die Jahre in zahl- reichen Anwendungen bewährt. Wäh- rend viele Anbieter von industriellen Funklösungen äußerst zurückhaltend sind mit Angaben zur Verfügbarkeit, lie- gen zu diesem System konkrete Daten vor, denn in allen Geräten der Serie sind Tools zur Diagnose und Langzeitüberwa- chung integriert. Damit kann die zent- rale Steuerung direkt auf Informationen der Funkstrecke zugreifen, beispielswei- se Datenaustauschzeit über die Funk- strecke, die Anzahl der Funktelegramme, Funkwiederholungen oder Status und Restarts der Slaves. So wurde in Paris bei einem Personenschrägaufzug am Mont- martre innerhalb eines Jahres in über 100.000 Liftfahrten mit rund drei Millio-

Wireless Automation

Automatisierung

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Bild 2: Dataeagle 4000: Ethernet über Funk auch über größere Entfernungen.
Bild 2: Dataeagle 4000: Ethernet über Funk auch über größere Entfernungen.

nen Passagieren kein einziger Busfehler durch eine Unterbrechung der Funkstre- cke registriert (Bild 1). Je nach Anwendungsfall nutzt die Serie Standard-Funktechnologien wie Bluetooth oder WLAN 802.11b/h für die Profibus-Funkübertragung. Für Anwen- dungen, in denen eine hohe Reichwei- te gefordert ist, gibt es zudem eine pro- prietäre Lösung im 869-MHz-Band mit bis zu 500 mW Sendeleistung sowie im 400-MHz-Band mit bis zu 6 Watt ERP-Sen- deleistung. Bluetooth ist die robusteste auf dem Markt befindliche Funktechnolo- gie mit einer um Faktor 100 höheren Ver- fügbarkeit im Vergleich zu WLAN 802.11g bei Reichweiten in der Praxis von bis zu 500 Metern. Als einziges Datenfunksystem auf dem Markt unterstützt Dataeagle zudem auch Profibus Master nach der Funkstrecke, also SPS, Operator Panel oder Program- miergeräte. Mit der Variante Dataeag- le 3702 lässt sich zudem Profisafe über Profibus realisieren. Die Funkstrecke ist so schnell und hochverfügbar, dass auch Failsafe-Anwendungen wie Notstopp über Funk darüber bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Das Starterkit Da- taeagle 3700 erleichtert den praktischen Einstieg in die Technologie. Das System mit der Variante DEC 3000 gibt es jetzt in kompakter Bauform, die nur noch 30 Prozent des bisherigen Platzbedarfs be- ansprucht.

Flexibles Datenfunksystem unterstützt eine Vielzahl an Feldbusschnittstellen

Sollen Steuerungen mit verschiede- nen Schnittstellen per Funk verbunden werden, eignet sich die langjährig pra- xiserprobte Serie Dataeagle 2000. Sie

unterstützt eine ganze Reihe von Schnitt- stellen: Profibus DP bis 12 Mbit, MPI/PPI für Siemens S7 200/300/400, Profinet IO, L1 für S5, 3964R für Kommunikationsbau- gruppe CP 341, CAN, Modbus RTU und TCP sowie Dataeagle Compact mit E/A- Modulen. Mit dem System lassen sich sowohl Punkt-zu-Punkt- als auch Master- Slave-Netzwerke aufbauen, jeweils mit beliebig gemischten Steuerungsschnitt- stellen. In Master-Slave-Funknetzen kön- nen bis zu 99 Dataeagle Slaves einge- bunden werden. Obwohl sich die Serie Dataeagle 2000 bereits über Jahre be-

Obwohl sich die Serie Dataeagle 2000 bereits über Jahre be- Bild 3: Mit Dataeagle Compact 2530

Bild 3: Mit Dataeagle Compact 2530 lassen

sich E/As direkt und vollautomatisiert über Internet- beziehungsweise Mobilfunk-Verbin- dungen von Außenstationen wie Brunnen, Hochbehältern, Kläranlagen, Rückhaltebe- cken oder Pumpstationen an eine Leitstelle

übertragen.

Alle Bilder: Schildknecht AG

währt hat, wird sie kontinuierlich weiter- entwickelt. Neu dazu gekommen ist ein Profinet-I/O-Interface, mit dem sich das Funkmodul als Profinet-Device an eine Steuerung anbinden lässt. Die Variante Dataeagle Compact 2000 wurde zudem um ein Modul mit digitalen und analo- gen E/As erweitert. Generell werden die Funktechnologien WLAN im 2.4 GHz- und 5 GHz-Band, SRD bei 869 MHz, Zeit- schlitztechnik (459 und 448 MHz), GPRS Mobilfunk und Bluetooth unterstützt.

CAN-Bus und Ethernet transparent per Funk übertragen

Wer Ethernet per Funk übertragen will, findet mit Dataeagle 4000 die passende Lösung (Bild 2). Das Gerät übernimmt bei der Ethernet-Übertragung die Rol- le des Accesspoints. Unterschiedliche Funktechnologien ermöglichen die be- sonders robuste Übertragung für kurze Distanzen oder das Übermitteln kleinerer Datenmengen über Entfernungen von bis zu fünf Kilometern. Für die transpa- rente CAN-Bus-Funkübertragung haben die Datenfunkexperten neuerdings Data- eagle 6000 im Angebot. Ein Trend in der Wireless Automation sind derzeit vollautomatisierte Machine- to-Machine-Lösungen über Mobilfunk. Während bislang von Seiten der Netzbe- treiber noch die notwendige Infrastruk-

tur fehlte, um zuverlässige Aussagen zur Verfügbarkeit zu treffen, ist hier momen- tan einiges in Bewegung. Waren bisher nur Anwendungen mit großen Stückzah- len sinnvoll realisierbar, sind nun auch Einzellösungen mit Datenübertragung per Mobilfunk machbar. Die Schildknecht AG hat mit Dataeagle Compact 2530 eine passende Lösung parat (Bild 3). Damit lassen sich E/As direkt und vollautoma- tisiert über Internet- beziehungsweise Mobilfunk-Verbindungen von Außensta- tionen wie Brunnen, Hochbehälter, Klär- anlagen, Rückhaltebecken oder Pump- stationen an eine SPS in der Leitstelle übertragen. Klar ist, jede Funkanwendung stellt an-

dereAnforderungenanÜbertragungsdis-

tanzen, Verfügbarkeit oder Datenraten und benötigt damit unterschiedliche Kommunikationsprotokolle und Funk- technologien. Hier ist bei der Auswahl Know-how gefragt. Die Schildknecht AG kann dies den Kunden aufgrund ihrer Er- fahrungen aus der langjährigen Praxis

bieten.

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Automatisierung

Stellantriebe

M i N i M i E r UNG

D E r

rÜSTZE i TEN

D U r C H

i NTELL i GENTE

K OMPAKTSTELLANT r i EBE

neueMöglichkeiten derAutomatisierung V O N M ICHAEL S CHWAB

Manuelle Stellelemente an Spindeln und Verstellachsen durch vernetzte Stellantriebe zu ersetzen, bedeutet ei- ne signifikante Kostenreduktion durch Zeitoptimierung und Steigerung von Produktqualität. Aber für so man- che Maschine mit beengten Platzverhältnissen waren die verfügbaren Antriebe bislang derart groß gebaut, dass der Austausch nicht in Frage kam. Mit dem neuen AG05 aus der DriveLine-Familie bringt SiKO jetzt einen Stellantrieb auf den Markt, der nicht nur durch sein schickes schwarzes Kunststoffkleid dem Konstrukteur und Anwender ins Auge sticht, sondern auch durch seine Funktionalität und Kompaktheit punkten kann.

D as Potenzial, das hinter der Automa- tisierung mit Stellantrieben steckt, belegt eindrucksvoll eine einfache

Abschätzung: Eine typische Verarbei- tungsmaschine verfügt, um sich flexibel an die variierenden Größen der einzelnen Produkte anzupassen, über zahlreiche Achsen, Anschläge und Einstellmöglich- keiten. Michael Schwab, Produktmanager DriveLine bei der SIKO GmbH in Buchen- bach, rechnet vor: „Hat die Maschine ins- gesamt 14Verstellmöglichkeiten, die zum Teil schwer zugänglich sind, dann benö- tigen zwei Mann zur manuellen Einrich- tung rund 10 Minuten für einen komplet- ten Formatwechsel. Wenn nun sämtliche Achsen mit einem Stellantrieb automa- tisiert werden und einmal in der Stunde

Die Familie der Stellan- triebe aus der Produkt- linie DiveLine.
Die Familie der Stellan-
triebe aus der Produkt-
linie DiveLine.
der Stellan- triebe aus der Produkt- linie DiveLine. 3/20 1 2 das Produkt wechselt, ergibt sich

3/20 1 2

das Produkt wechselt, ergibt sich damit eine Minimierung der Rüstzeit und eine Leistungssteigerung von fast 15 Prozent.“ Oder anders ausgedrückt: „Je mehr Ach- sen an einer Maschine zu verstellen sind, und je öfter dies zu geschehen hat, des- to schneller amortisieren sich die höhe- ren Kosten für die Automatisierung.“ Der Markterfolg der DriveLine-Stellantriebe von SIKO bestätigt, dass immer mehr An- wender diesen Zusammenhängen Rech- nung tragen. Jetzt stellt das Schwarz- wälder Unternehmen mit dem AG05 ein weiteres Mitglied dieser Antriebsfamilie vor, das durch seine kompakten Abmes- sungen ganz neue Möglichkeiten der Au- tomatisierung bietet.

Produktlinienportrait der DriveLine-Stellantriebe

Das erste Mitglied der Produktlinie, der Stellantrieb AG01, kam bereits 2002 auf den Markt, 2003 folgte der AG02, der dann ein Jahr später mit einem integ- rierten Profibus-DP-/CANopen-Interface ausgestattet wurde. Das AG01 ist mit einem 70-W- und das AG02 mit einem 150-W-24V-DC-Hochleistungsmotor aus- gestattet. Pluspunkte verbuchen die An- triebe durch das gute Preis-Leistungs- verhältnis, das einfache Regelverhalten, die lange Lebensdauer und nicht zuletzt auch durch das hohe Anlaufmoment,

und nicht zuletzt auch durch das hohe Anlaufmoment, Das neuste Familienmitglied, der AG05, er- öffnet durch

Das neuste Familienmitglied, der AG05, er- öffnet durch seine kompakten Abmessungen neue Möglichkeiten, Verstellvorgänge an Pro- duktionsmaschinen zu automatisieren.

Bilder: SIKO

das es ermöglicht, durch Verschmut- zung festgesetzte Spindeln loszubre- chen. Je nach gewählter Übersetzung steht ein Abtriebsnennmoment von 1,1 bis 9 Nm bei Nenndrehzahlen von 100 bis 500 min-1 zur Verfügung – und da- mit genug, um die Arbeit von manuellen Verstellgliedern zu übernehmen. Durch die innovativen DriveLine-Kompaktstell- antriebe lassen sich Standby-Zeiten von Maschinen und Anlagen deutlich redu- zieren. Das verringert auf der einen Seite wertschöpfungsfreie Stillstandzeiten, auf der anderen Seite wird mit der Energie- einsparung (Druckluft- und Wärme- be- ziehungsweise Kälteleistung) ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Stellantriebe

Automatisierung

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Benötigt der AG01 noch eine separate Endstufe, besitzt der AG02 einen integ- rierten Motorregler. Bei allen Unterschie- den bestehen aber auch Gemeinsamkei- ten. Die durchgehende Hohlwelle mit einem maximalen Wellendurchmesser von 14 Millimtern ist allen Antrieben, vom AG01 bis zum AG03, zu eigen. Durch die Hohlwellenkonstruktion des Getrie- bes gelingt nicht nur die Montage und Inbetriebnahme ohne größere Proble- me, sondern auch der Eins-zu-Eins-Aus- tausch von manuellen Verstellelementen nach dem Motto: Handrad oder Positi- onsanzeige von der Spindel entfernen, Antrieb aufstecken, arretieren, fertig. Der AG04B ist mit einem Drehmoment von 14 Nm und einer Drehzahl von maximal 375 min-1 der leistungsstärkste Antrieb im Portfolio der Stellantriebe. Der AG04B wartet mit einem maximalen Hohlwel- lendurchmesser von 20 Millimetern und einer optionalen Federkraftbremse auf. SIKO geht in der strategischen Produkt- auslegung noch weiter und bietet durch das hauseigene Portfolio seinen Kunden eine Bandbreite für die Formatverstellung von Spindeln und Achsen, wie sie kein an- derer Anbieter aktuell offerieren kann. So bietet SIKO vom mechanischen Handrad oder der klassischen, mechanisch-digita- len Positionsanzeige bis hin zur halbau- tomatisierten elektronischen Positions- anzeige mit Soll-/Istwert-Abgleich und Bus-Anbindung auch Kompaktstellantrie- be wie das neue AG05 zur Vollautomati- sierung an. Bei den Schwarzwäldern steht maximale Flexibilität für den Maschinen- bauer wie für den Endanwender im Vor- dergrund.„Bei der Positionierung von Ma- schinenachsen und -spindeln bleibt es dem Endanwender überlassen, welchen Weg er geht. So kann er für jede einzelne Achse die beste Verstellmethode auswäh- len und dank der Holwellenkonstruktion zum Beispiel das Handrad durch einen kompakten Stellantrieb wie den AG05 er- setzen“, erläutert Michael Schwab.

Klein wie eine

0,33-Liter-Getränkedose

Der Verstellantrieb AG05 ist eine Weiter- entwicklung der bisherigen Stellantrie- be und übertrifft diese in puncto Funkti- onalität um ein Vielfaches. So erfolgt die Inbetriebnahme entweder am Antrieb selbst oder über die Buskommunikation. Für die Montage ist kein zusätzliches Ma- terial erforderlich. Der Programmierauf-

wand sowie die Rüst- und Einstellzeiten sind minimal, so dass eine schnelle Akti- vierung möglich ist. Der Anwender wird bei der einfachen Inbetriebnahme durch ein zweizeiliges Display perfekt unter- stützt. Zudem ermöglicht es im Betrieb die Beobachtung von Soll- und Istwert. In dem schwarzen Kunststoffgehäu- se befindet sich ein bürstenloser 24-V- DC-Motor mit einem Planetengetriebe, Controller, Leistungselektronik und in-

steht. Ein Stellantrieb dagegen sorgt zu jeder Zeit für eine exakte Positionierung mit einer hohen Reproduzierbarkeit. Das Messsystem überwacht die 360 Grad ei- ner Umdrehung mit 1.600 Schritten, was einer Auflösung von 0,225 Grad ent- spricht. Je nach Steigung und Güte der Spindel ergibt das eine Positioniergenau- igkeit, die manuell nur schwer erreichbar ist. Die verschleißfreie Magnettechnik des LPC-Messsystems reagiert außer-

Magnettechnik des LPC-Messsystems reagiert außer- „Anwender der DriveLine-Antriebe sprechen von einer

„Anwender der DriveLine-Antriebe sprechen von einer gesteigerten Produktionsleistung von bis zu 30 Prozent bei einem erhöhten Anschaffungspreis von lediglich 10 Prozent.“

Michael Schwab, Produktmanager DriveLine bei der SIKO GmbH

tegriertem Feldbus-Interface. Die große Laufruhe mit einer hervorragenden Leis- tungsdichte von 30 W/dm³ zeichnen den innovativen Antrieb aus. Die Einbindung in verschiedene Sicher- heitskonzepte ist sehr einfach zu realisie- ren, da die Steuer- und Leistungselektro- nik getrennt mit Strom versorgt werden. Die übergeordnete SPS wird durch die integrierte Regelelektronik maßgeblich entlastet. Außerdem sind Überwachungs- funktionen für Temperatur-, Strom- und Schleppfehler bereits im Antrieb integriert. Der Ladezustand der Batterie wird kontinu- ierlich überwacht, so dass ein notwendiger Batteriewechsel, der durch den Anwender durchgeführt werden kann, frühzeitig an- gezeigt beziehungsweise gemeldet wird. Durch die Batteriepufferung des Low-Po- wer-Consumption-Messsystems werden auch Positionsabweichungen im stromlo- sen Zustand erfasst und eine erneute Re- ferenzierung erübrigt sich.

Exakt positioniert, exakt reproduziert

Stellantriebe mit Busanbindung minimie- ren, wie bereits ausgeführt, die Rüstzeiten einer Maschine. Durch die Möglichkeit der Positionsüberwachung ergeben sich weitere positive Effekte. Bei der Produkti- on kommt es oft darauf an, mit hoher Po- sitioniergenauigkeit zu arbeiten und die Positionseinstellung immer von der Refe- renzseite her vorzunehmen. Durch eine manuelle Einstellung der Achsen lassen sich diese Vorgaben nur sehr schwer ein- halten, worunter die Qualität in der Pro- duktion leidet und mehr Ausschuss ent-

dem unempfindlich auf Verschmutzung, Feuchtigkeit, Schocks und Vibrationen. Ein magnetisierter Ferritring sitzt spiel- frei auf der Abtriebswelle und überträgt deren Drehbewegung über einen Sensor an die Auswerteelektronik. Diese wan- delt die Zahl der bei der Drehbewegung detektierten Nord-Süd-Pole in Impulse um und ermittelt daraus den Drehwinkel und somit die angefahrene Position.

Automatisierung bringt Zeit- und Kostenvorteile

Ständige Produktwechsel und stark vari- ierende Produktgrößen sind Alltag in vielen Branchen und bedingen zahlrei- che Einstell- und Justage-Arbeiten an Vorschub- und Hilfsachsen. Als Beispiele lassen sich Produktionsmaschinen aus den Bereichen Metall-, Verpackungs-, Holz-, Glas-, Druck- und Kunststoffindus- trie sowie Werkzeugmaschinen anfüh- ren. Die Minimierung der Nebenzeiten der Maschinen und des produzierten Ausschusses nimmt starken Einfluss auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Die mechanische Ent- wicklung der Maschinen ist soweit aus- gereift, dass sich nur noch durch ver- stärkte Automatisierung Zeit- und Kostenvorteile ergeben. Das erklärt auch die zunehmende Nachfrage bei Stellantrieben. Die Verstellung geschieht rund viermal schneller und wesentlich präziser als manuell. Mit dem neuen AG05 gelingt dies künftig auch bei Ma- schinen, an die bislang aufgrund der be- engten Platzverhältnisse kein Antrieb

angebaut werden konnte.

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CAD & Design

Produktkonfiguration und cAD-Automation

A UFBAU

UND

Ei NSATZMÖGL i CHKE i TEN

VON

Pr ODUKTKONF i G U r ATO r E N

LukrativesSpiel

mitProduktvarianten

V O N

D R .

Ax E L

B RINKOP

in Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, jedoch nicht nur dort, findet man häufig die Situation, dass die Varianz der Produkte im Laufe der Jahre aufgrund der Kundenanforderungen stark gewachsen ist. Die Beherrschung dieser Varianz wird für viele Unternehmen bei marktseitig wachsendem Preisdruck und fertigungsseitig steigenden Kosten zu einer Herausforderung. Ein Produktkonfigurator kann helfen, diese Herausforderung zu meistern.

E in Produktkonfigurator wird typi- scherweise durch Produktexperten im Stammwerk erstellt und gepflegt

und den im Vertriebsprozess beteilig- ten Gruppen zur Verfügung gestellt. Dies betrifft Innendienst, Außendienst, Niederlassungen und Vertriebspartner. Mit steigender räumlicher Distanz zum Stammwerk nimmt erfahrungsgemäß das Produkt-Know-how ab. Durch den Einsatz eines Produkt- konfigurators wird das Produkt-Know- how vom Stammwerk bis zu den Ver- triebspartnern transferiert, angebotene Produkte werden fehlerfrei und vollstän- dig spezifiziert und der Preis korrekt kal- kuliert.

Durch das Hinterlegen des entsprechen- den Produktregelwissens ist es möglich, die äußere Varianz des Produktspektrums für den Markt aufrechtzuerhalten und die innere Varianz für die Fertigung zu redu- zieren. Bild 1 zeigt den„Trichter“: die Kun- denanforderungen werden mit weniger und standardisierten Baugruppen eines Baukastens realisiert. Häufig wird ein Pro- jekt zur Produktkonfiguration von einem Projekt zur Analyse und Bereinigung der Produktvarianz begleitet.

Bearbeitete Aufgaben

Die Schwierigkeit bei Konfigurationspro- blemen liegt darin, dass die einzelnen Komponenten nicht unabhängig von-

darin, dass die einzelnen Komponenten nicht unabhängig von- Bild 1: Realisierung der Kundenanforderungen mit

Bild 1: Realisierung der Kundenanforderungen mit standardisierten Baugruppen eines

Baukastens.

Bilder: Brinkop Consulting

Baugruppen eines Baukastens. Bilder: Brinkop Consulting 3/20 1 2 einander gewählt werden können, son- dern in

3/20 1 2

einander gewählt werden können, son- dern in vielfältigen Abhängigkeiten zu- einander stehen. Zur Charakterisierung der Komplexität des Konfigurationspro- blems werden gerne die folgenden Klas- sifikationen zur Hilfe genommen. • „Pick to Order“ (PTO): Die einzelnen Komponenten des Produkts (Angebots) werden unabhängig voneinander, ohne Unterstützung durch den Produktkonfi- gurator, ausgewählt. Eventuelle Abhän- gigkeiten zwischen den Komponenten werden durch den Benutzer berück- sichtigt. • „Configure to Order“ (CTO): Die Kom- ponenten des Produkts können nicht unabhängig voneinander gewählt wer- den, Abhängigkeiten sind zu berück- sichtigen. • „Assemble to Order“ (ATO): Unterklasse von CTO-Problemen, die Abhängigkei- ten sind jedoch eher einfacher Natur, Komponenten des Produkts sind in al- len Details definiert und liegen eventu- ell bereits vorgefertigt auf Lager. • „Make to Order“ (MTO): Unterklasse von CTO-Problemen, die Abhängigkeiten sind im Vergleich zu ATO komplexer, Komponenten werden bei Bedarf ge- fertigt. • „Engineer to Order“ (ETO): Die zum Ein- satz kommenden Komponenten sind nicht notwendigerweise alle vorher

Produktkonfiguration und cAD-Automation

CAD & Design

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und cAD-Automation CAD & Design 39 bekannt. Aufgrund der Abhängigkei- ten lassen sich ihre

bekannt. Aufgrund der Abhängigkei- ten lassen sich ihre charakterisieren- den Eigenschaften bestimmen, so dass sie im Auftragsfall konstruiert werden können. Die Stärke von Produktkonfiguratoren liegt in der Bearbeitung von Problemen der CTO-Klasse. Sie können jedoch auch bei der Bearbeitung von Aufgaben hel- fen, bei denen die Produktdefinition un- vollständig ist. Bild 2 illustriert die Zu- sammenhänge. • „Standard“: Das typische Einsatzgebiet von Produktkonfiguratoren. Die Pro- duktvariante ist ausdefiniert, vollstän- dig konstruiert und kalkuliert, Stücklis- te und Arbeitsplan sind definiert. • „Erweiterter Standard“: Eine technisch sinnvolle und machbare Produktvari- ante, jedoch mit unvollständiger Pro- duktdefinition (Konstruktion, Ferti- gungsunterlagen, Approbationen usw.). Die Produktkonfiguration wird zur An- gebotserstellung genutzt, im Auftrags- fall kann die Produktdefinition durch Routinearbeiten komplettiert werden.

ell integriert. Eine vollständige Neukon- struktion einer Produktvariante kann nicht mit Mitteln der Produktkonfigura- tion unterstützt werden.

Unterstützte Geschäftsprozesse

Bei der Produktkonfiguration lässt sich generell zwischen drei Themen unter- scheiden: Produktfindung, vertriebliche und produktionsorientierte Produktkon- figuration. Bild 3 zeigt die einzelnen The- men mit ihren jeweiligen Ergebnissen. Bei der Produktfindung wird – ausge- hend von den Anforderungen des Kun- den – das geeignete Produkt oder die geeignete Produktgruppe bestimmt. Bei dieser Aufgabe kommen typischerweise elektronische Produktkataloge mit Such- möglichkeiten und so genannte„Produk- tratgeber“ zum Einsatz. Die Unterstützung in der Produktfin- dung ist besonders für Nicht-Produkt- experten wie neue Vertriebsmitarbeiter oder Endkunden von Interesse. Im ver-

Bild 2: zuneh- mende Pro-

duktindividu-

alisierung von

„Standard“ bis

„Sonder“.

• „Sonder“: Eine Teilfunktion der Pro- duktvariante erfordert eine konstruktiv kreative Lösungsfindung inklusive Kal- kulation. Die Produktkonfiguration wird für die „bekannten“ Produktteile ge- nutzt, die „neuen“ Teile werden manu-

Produktteile ge- nutzt, die „neuen“ Teile werden manu- Bild 3: Einsatzgebiete für die Produktkonfiguration:

Bild 3: Einsatzgebiete für die Produktkonfiguration: Produktfindung, vertriebliche und produktionsorien- tierte Produktkonfiguration.

und produktionsorien- tierte Produktkonfiguration. SmartEnergyMarket SEM © 2012 1. Internationale

SmartEnergyMarket SEM © 2012

1. Internationale Fachmesse und Kongress für intelligente Netze, Energie-Speicher und Energie-IKT

für intelligente Netze, Energie-Speicher und Energie-IKT Verleihung des Awards Smart Energy 2012 - Hessischer
Verleihung des Awards Smart Energy 2012 - Hessischer Staatspreis Netze für intelligente Move New Energy
Verleihung des
Awards
Smart Energy
2012
-
Hessischer
Staatspreis
Netze
für intelligente
Move New Energy
22. – 24. Mai 2012
Messe Frankfurt
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Intelligente Energie-Netze
Energie-Speicher
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CAD & Design

Produktkonfiguration und cAD-Automation

CAD & Design Produktkonfiguration und cAD-Automation Bild 4: Innerhalb des gestrichelt gezeichneten Rechtecks:

Bild 4: Innerhalb des gestrichelt gezeichneten Rechtecks: Funktionsmodule eines „erweiterten Produktkon-

figurators“.

trieblichen Einsatz reduziert eine gute Produktfindung die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter und ebenso die Markt- einführungszeit für neue Produkte. Das Ergebnis der vertrieblichen Pro- duktkonfiguration ist ein Angebotsdo- kument, das an den Kunden geschickt werden kann. Inhaltlich müssen dazu folgende Aufgaben bearbeitet wer- den:

• technisch korrekte und vollständige Produktspezifikation • kaufmännische Angebotskalkulation • Angebotsdokumenterstellung • technische Dokumentation • Produktvisualisierung Der Einsatz der vertrieblichen Produkt- konfiguration wirkt sich primär auf die Performanz des Vertriebs (geringere Be- arbeitungszeit, höherer Durchsatz) und die Fehlerreduktion (technisch korrekte und vollständige Spezifikation mit rich- tigem Preis) aus. Die fertigungsorientierte Produktkon- figuration unterstützt die Mitarbeiter bei der Auftragserfassung. Wird sie losgelöst vom Vertrieb betrieben, so übernimmt sie auch die Aufgabe der Auftragsklä- rung, bei einer Kopplung wird diese Auf- gabe von der vertrieblichen Produktkon- figuration bereits bearbeitet. Ergebnis

der fertigungsorientierten Produktkon- figuration sind alle fertigungsrelevanten Informationen. Das Vermeiden von Fehlern durch den Einsatz eines Produktkonfigurators zur Erzeugung der fertigungsrelevanten In- formationen kann die Auftragsbearbei- tungszeit deutlich reduzieren, da zeit- raubende Rückfragen beim Kunden sich im Vorfeld erübrigen können.

Funktionsmodule

Neben der „reinen“ Produktkonfigurati- on werden für den industriellen Einsatz die Funktionalitäten eines „erweiterten Produktkonfigurators“ benötigt. Bild 4 zeigt innerhalb des gestrichelt gezeich- neten Rechtecks die Aufgaben eines er- weiterten Produktkonfigurators unter funktionalen Gesichtspunkten. Ein Produktkatalog unterstützt bei der Zusammenstellung der Angebots- oder Auftragspositionen. Bei einer PTO-Auf- gabenstellung kann sogar das Modul „Produktkonfigurator“ ganz entfallen; es wird dem Nutzer überlassen, welche Positionen er zusammenstellt. Häufig findet man auch eine enge Kopplung zwischen den Modulen Katalog und Konfigurator. Der Katalog hilft bei der Bestimmung einer Produktgruppe, die

durch einen Konfigurator spezifiziert ist. Die Konfigu- ration wird aus dem Kata- log aufgerufen. Umgekehrt kann auch der Katalog aus der Konfiguration aufgeru- fen werden, um dem Nutzer einen Teilbereich zur Aus- wahl anzubieten. Das Ergebnis wird grund- sätzlich im Warenkorb abge- legt. Dort erfolgen die inhalt- liche Zusammenstellung und die kaufmännische Kalkulati- on. Das Modul Dokumenten- generierung erzeugt daraus die Dokumente. Der Nutzer entscheidet über die Art des Dokuments, gegebenenfalls werden Layout und Inhalt über zusätzliche Druckoptio- nen variiert.

integration in die beste- hende Systemlandschaft

Für eine durchgängige Un- terstützung der Vertriebs- prozesse sollte ein Pro- duktkonfigurator nicht als Insellösung betrieben, sondern in die bestehende Systemlandschaft integriert werden. Die technischen Rahmenbedingungen ent- scheiden, ob es günstiger ist, die Funk- tionsmodule einzeln oder als eine ge- schlossene Anwendung zu integrieren. Ist ein CRM-System im Einsatz, so wer- den dort die Informationen über Kunden und Vertriebsprojekte verwaltet. Über der mit 1 gekennzeichneten Schnittstel- le werden dem Produktkonfigurator alle relevanten Informationen zur Verfügung gestellt. Dies umfasst typischerweise Kontakt- und Adressdaten, kundenspe- zifische Rabattsätze usw. Zur Einbindung in ein ERP-System wird zwischen zwei verschiedenen Schnittstellen unterschieden. Die mit 2

Literatur

[Brinkop 99] Axel Brinkop:„Varianten- konstruktion durch Auswertung der Abhängigkeiten zwischen den Kon- struktionsbauteilen“, Dissertationen zur Künstlichen Intelligenz, Band 204, Infix, St.-Augustin, 1999

[Brinkop 12] Axel Brinkop:

„Marktführer Produktkonfiguration“, www.brinkop-consulting.de

1999 [Brinkop 12] Axel Brinkop: „Marktführer Produktkonfiguration“, www.brinkop-consulting.de 3/20 1 2

3/20 1 2

Foto: © nyul - Fotolia.com

Begriffe:

Produktkonfiguration,

Produktparametrierung,

Produktauslegung

In der KI („künstliche Intelligenz“) versteht man unter einem Konfigu- rierungsproblem„die Erstellung einer Struktur mit vorgegebenen Eigen- schaften durch die Kombination einer bestimmten Menge von Objekten“ [Brinkop 99]. Übertragen auf die Bestimmung eines Produkts wird nach dieser Definition bei der Produktkonfi- guration das Produkt allein durch eine Kombination von bereits bekannten Komponenten festgelegt. Davon unterschieden wird die Produktpa- rametrierung, bei der bestimmte Eigenschaften des Produkts geeignet parametriert werden müssen, und die Produktauslegung, bei der häufig komplexe Berechnungen zur Bestim- mung der erforderlichen Produkt- struktur und deren Eigenschaften herangezogen werden.

Diese Unterscheidungen sind wichtig bei der Betrachtung von Softwareme- thoden zur Lösung derartiger Aufga- benstellungen. In der Praxis wird aus Sicht der Anwender nicht zwischen diesen Aufgabenstellungen unter- schieden, daher kann ein Produktkon- figurator wie folgt definiert werden:

Ein Werkzeug, das hilft, ein Produkt so zu bestimmen, dass es vorgegebenen Anforderungen genügt.

Ein Produktkonfigurator lässt sich auf verschiedene Weise erstellen, er kann speziell programmiert oder es kann ein Werkzeug zu seiner Erstellung benutzt werden. Die Software zum Erstellen eines Produktkonfigura- tors wird als Konfigurationssoftware bezeichnet.

gekennzeichnete Schnittstelle dient zur Übergabe von Auftragsdaten. In Szenari- en ohne CRM-System erfolgt manchmal die Angebotsverwaltung ebenfalls im ERP-System, dann werden zusätzlich die Angebotsdaten über diese Schnittstelle übertragen. Schnittstelle 3 ist wichtig für die Mo- dellierung. Über sie werden Artikel- stammdaten aus dem ERP-System mit dem Produktkonfigurator synchroni- siert. Über diese Schnittstelle kann auch der Katalog mit Artikelstammdaten aus dem ERP System gefüllt werden.

Eine Schnittstelle zum CAD-System (Ziffer 4) lässt sich ein- oder zweisei- tig betreiben. Oftmals ist eine Visuali- sierung der Konfigurationsergebnisse in einer 2D- oder auch 3D-Darstellung sinnvoll. Dazu werden die Daten der Konfiguration – entweder am Ende des Konfigurationsprozesses oder auch mit- laufend – an das CAD-System übermit- telt, wo die entsprechende Darstellung generiert wird. Als zusätzlicher Service können die so erzeugten 2D- oder 3D- Modelle dem Kunden mitgeliefert wer- den. Eine noch engere Kopplung kann bei ETO-Aufgabestellungen sinnvoll sein; dort lässt sich das CAD-System als Eingabeoberfläche für den Konfigurator nutzen. Je nach Einsatzszenario werden wei- tere Schnittstellen benötigt. Verbreitet ist beispielsweise die Verzahnung mit ei- nem Content-Management-System, um Texte und Grafiken für Katalog und Kon- figuration zu integrieren oder die Einbin- dung in ein PLM-System. Für einen konkreten Anwendungsfall müssen nicht alle dargestellten Module voll ausgeprägt sein. Soll beispielsweise ausschließlich der Innendienst bei der Auftragsbearbeitung unterstützt wer- den, so können viele der beschriebenen Funktionen von Modulen des ERP-Sys- tems übernommen werden.

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Zusammenfassung

Der Einsatz von Produktkonfiguratoren ist ein geeignetes Mittel, die Effizienz des Vertriebs zu steigern. Neben der Fehlerreduktion durch technisch und kaufmännisch korrekte und vollständi- ge Angebote erreicht man einen Know- how-Transfer vom Stammwerk bis zu den Vertriebspartnern. Produktkonfi- guratoren können nicht nur bei Aufga- ben mit vollständiger Produktdefiniti- on helfen, ihr Einsatz ist auch sinnvoll bei Aufgaben mit Engineering-Anteil. Sie unterstützen bei der Produktfin- dung, der vertrieblichen und der ferti- gungsorientierten Konfiguration. Ein- gebettet in die Systemlandschaft des Unternehmens stellen sie eine effizien- te Unterstützung der Vertriebsprozesse dar. Auf dem deutschen Markt ist eine Vielzahl Anbieter von Konfigurations- software vertreten. Eine ständig aktua- lisierte Übersicht finden Interessierte im „Marktführer Produktkonfiguration“

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