Sie sind auf Seite 1von 1

Das Massagegerät und die Bedeutung für die Physiotherapie

Eine Masseur benötigt in der Regel für eine Massage nur seine Hände und etwas Massageöl. In der heutigen Zeit wird jedoch ein Massagegeräte zur Unterstützung des Physiotherapeuten häufiger eingesetzt. Die Physiotherapie soll Schmerzen lindern, die Beweglichkeit der Gelenke verbessern, Kraft, Ausdauer und Durchblutung fördern sowie Die Koordinationsfähigkeit verbessern. Dazu bietet sich die Anwendung von Massagegeräten als Hilfsmittel an.

In der Physiotherapie nehmen Massagen einen großen Stellenwert ein. Sie können für die Behandlung von Wirbelsäulenproblemen, Ödemen, Narben und auch unterschiedlichen Blockaden eingesetzt werden. Massagetechniken wie zum Beispiel Streichen, Klopfen oder auch die Vibration lassen sich durch Anwendung eines Massagegerätes intensiver durchführen. Der Physiotherapeut erreicht so eine größere Tiefenwirkung. Das Gewebe wird entschlackt und gefestigt und die Durchblutung wird erhöht. Durch die Massage werden Stress, Verkrampfungen und Verspannungen gelöst.

Ein Großflächen-Massagegerät wird beispielsweise zur Erreichung der Tiefenwirkung mit dreidimensionaler Wirkung eingesetzt. Dadurch kommt es zur Linderung von Schmerzen, Verbesserung der Durchblutung und auch zum Lösen von Verspannungen. Neben den Massagen wird bei der Physiotherapie die Wirkung von Wärme, Wasser und Stromimpulsen ausgenutzt.

Zur apparativen Massage gehören Massagegeräte wie Vibrationsgeräte und Ultraschallgeräte. Dabei unterscheidet man zwischen Niederfrequenz-, Mittelfrequenz- und Hochfrequenztherapiegeräten. Niederfrequenzanwendungen arbeiten mit einer Frequenz bis 1000 Hz oder auch mit Gleichstrom. Sie werden oft auch als Reizstromanwendungen bezeichnet. Dabei nutzt man Einzelimpulse, serielle Impulse, Ultrareizströme, galvanische Einzelimpulse und auch Tens. So sollen schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkungen erzielt werden. Die einfache Gleichstromanwendung ist die Galvanisation. In den hydrogalvanischen Bädern werden muskeldetonisierende und thermische Effekte genutzt. Stangerbäder sind hydroelektrische Bäder die ebenfalls zu den Niederfrequenztherapieverfahren gehören. Ein großes Anwendungsgebiet für die Niederfrequenztechnik sind rheumatische Beschwerden.

Die Mittelfrequenztechnik arbeitet im Bereich zwischen 1000 Hz und 100 kHz. Es wird mit an- und abschwellenden sowie mit amplitudenmodulierten Mittelfrequenzströmen und mit Interferenzströmen gearbeitet. Um eine muskeltonisierende Wirkung zu erzielen verwendet man Massagegeräte mit an- und abschwellenden Mittelfrequenzströmen.

Im Frequenzbereich über 100 kHz arbeitet die Hochfrequenztherapie mit Mikrowellen- und Kurzwellenanwendungen. Diese Thermotherapie arbeitet vorzugsweise mit einer Tiefenerwärmung. Unterwasserdruckstrahlmassagen wirken wie die klassische Massage auf den Muskeltonus ein. Indikationen für die beiden Massagearten sind die gleichen. Dazu gehören Muskelatropin und Paresen vor der Krankengymnastik, Muskelverspannungen bei weichteilrheumatischen Erkrankungen, degenerative und entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie die Nachbehandlung von gelenkchirurgischen Eingriffen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Kontraindikationen Thrombose, Blutgerinnungsneigung und Gerinnungsstörung nicht vorliegen.