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Marktreport
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Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle 25. Oktober 2013

Einige Überlegungen zur Höhe des Goldpreises

„Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Erspar- nisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen.“

Alan Greenspan

Die Einschätzungen über die weitere Entwicklung des Goldpreises sind derzeit nach wie vor höchst unterschiedlich. Der Goldpreis werde weiter fallen, so sagen die einen, die Preiskorrektur sei also noch nicht abgeschlossen.

Andere sehen künftig einen (deutlich) höheren Preis und halten den aktuellen Goldpreis bereits für „zu tief“. Welche Anhaltspunkte lassen sich finden, um die Angemessenheit des Goldpreises (näherungsweise) zu bestimmen?

Die Zukunft lässt sich bekanntlich zwar nicht aus der Vergangenheit ableiten. Um jedoch zu verstehen, wohin der Goldpreis sich entwickeln könnte, mag sich ein Blick in die jüngste Entwicklung dennoch als hilfreich erweisen.

Seit dem Jahr 2000 ist die Goldpreisentwicklung merklich moderater verlau- fen als die Preisentwicklung im (übrigen) Rohstoffmarkt: Der „Boom“ im Rohstoffmarkt verlief deutlich hitziger als im Goldmarkt.

So blieb der Goldpreisanstieg von etwa 2007 bis etwa Mitte September 2008 (als die US-Investmentbank Lehman Brothers unterging) deutlich hinter dem Preisauftrieb der Rohstoffe zurück.

Goldpreis im Vergleich zu Rohstoffpreisen insgesamt S&P Rohstoffpreisindex (in USD) und Goldpreis (USD/oz)*

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Markt-Crash im Zuge der Zahlungsunfähigkeit von Lehman Brothers
Markt-Crash im Zuge
der Zahlungsunfähigkeit
von Lehman Brothers

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S&P Rohstoffe

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Goldpreis

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Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. *Serien sind indexiert (Januar 1999 = 100).

In der Zeit von September 2008 bis etwa Anfang 2009 fiel der Preisrückgang beim Gold deutlich geringer aus als der Preisverfall auf dem Rohstoffmarkt insgesamt.

USD per Feinunze Gold

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Jan 13 USD per Feinunze Silber 52 48 44 40 36 32 28 24 20 16

Jan 11

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EURUSD

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11 Jan 12 Jan 13 EURUSD 1.50 1.45 1.40 1.35 1.30 1.25 1.20 Jan 11 Jan

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

IN DIESER AUSGABE

Seite 1:

Einige Überlegungen zur Höhe des Goldpreises

Seite 5:

Wirtschaftspolitischer Kommentar:

Kein Ende des Geldes

Seite 8:

Edelmetallmarkt-Bericht: Über Gold-ETFs, GOFOs und EURUSD

Seite 14: Marktdaten

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25. Oktober 2013

Internationale offizielle Goldreser- ven in Mio. Feinunzen, 1955 bis

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Quelle: IMF, Bloomberg.

Von Juni 1991 bis Mitte 2009 reduzierten die Zentralbanken weltweit ihre Goldreser- ve von 1.143,1 Millionen Feinunzen auf 962,7 Millionen Feinunzen. Dieser Trend hat sich nun umgekehrt. Mittlerweile bau- en die Zentralbanken (insbesondere aus den aufstrebenden Volkswirtschaften) ihre Goldreserve wieder auf. Den offiziellen Zahlen zufolge haben vor allem China, Russland, Indien, aber auch Mexiko und jüngst auch Brasilien ihre Goldreserven ausgebaut.

Offizielle Goldreserven in Mio. Feinunzen ausgewählter Staaten 35 30 25 20 15 10 5 0
Offizielle Goldreserven in Mio.
Feinunzen ausgewählter Staaten
35
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China
Indien
Brasilien
Russland
Mexiko

Quelle: IMF, Bloomberg.

Mit Beginn 2011 setzte ein Preisrückgang der Rohstoffpreise ein. Der Goldpreis stieg jedoch zunächst weiter an und erreichte Anfang September 2011 sein bisheriges Hoch von 1.900 USD/oz, erst danach fiel der Goldpreis.

Mittlerweile ist der Goldpreis sogar leicht unter das Rohstoffpreisniveau gesun- ken. Mit Blick auf die Preisentwicklung der Rohstoffe insgesamt zeigt der Goldpreis also derzeit zumindest keine „auffällige Abweichung“.

Von Interesse ist nun jedoch vor allem die Beziehung zwischen der Geldmenge und dem Goldpreis. Denn der Goldpreis wird – zumindest langfristig – maß- geblich von der Geldmengenausweitung (mit-)bestimmt.

In den letzten zehn Jahren lief der Goldpreis der Ausweitung der Basisgeld- menge quasi voraus. Gleichzeitig scheint sich dabei der Goldpreis abgekoppelt zu haben von der Geldmenge M2 – und das könnte einige Marktbeobachter veranlassen, mit einer fortgesetzten Goldpreiskorrektur zu rechnen.

Goldpreis stieg bereits im Vorfeld der Ausweitung der Basisgeldmengen Geldmenge M2 und Basisgeldmenge in den USA, Goldpreis (USD/oz)*

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0

den USA, Goldpreis (USD/oz)* 700 600 500 400 300 200 100 0 99 01 03 05

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M2

Basisgeldmenge

Gold

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. *Serien sind indexiert (Januar 1999 = 100).

Eine einfache Betrachtung: Die Beziehung zwischen Goldpreis und Geldmengenausweitung Geldmenge M2 in Mrd. USD und Goldpreis (USD/oz)*

2.000 Lineare Beziehung zwischen 1.800 Goldpreis und Geldmenge ̴1.600 1.600 ohne die Zeit Juni 1991
2.000
Lineare Beziehung zwischen
1.800
Goldpreis und Geldmenge
̴1.600
1.600
ohne die Zeit Juni 1991
1.400
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Lineare Beziehung zwischen
Goldpreis und Geldmenge
über den gesamten Zeitraum
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Goldpreis (USD/oz)

Geldmenge M2, Mrd. USD

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. Periode: Januar 1959 bis September 2013. Von Mitte 1991 bis Mitte 2009 bauten die internationalen Zentralbanken ihre Goldre- serven ab. Diese dürfte dazu beigetragen haben, den Goldpreis (erheblich) zu senken.

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25. Oktober 2013

Bankbilanzen wachsen wieder, Aktienkurse steigen in die Höhe US-Bankbilanz, Mrd. USD, S&P 500 Aktienmarkindex
Bankbilanzen wachsen wieder,
Aktienkurse steigen in die Höhe
US-Bankbilanz, Mrd. USD, S&P 500
Aktienmarkindex
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80 84 88 92 96 00 04 08 12

Bank-Vermögen (LS) S&P 500 (RS)

Quelle: IMF, Bloomberg.

Die Bankbilanzen in der Vereinigten Staa- ten von Amerika schrumpften nur kurz – und zwar als unmittelbare Folge der Krise in 2008/2009. Banken waren nicht mehr bereit, neue Kreditrisiken einzugehen. Kre- ditnehmer führten ihre Verbindlichkeiten zurück. Seit Ende 2010 wachsen die Bank- bilanzen jedoch wieder an, unter anderem wegen einer (wenngleich relativ modera- ten) Zunahme der Bankkreditvergabe. Eine wachsende Bilanz des Geschäftsban- kenapparates signalisiert ein Ausweiten des monetären Angebots. Und letzteres ist in der Regel mit steigenden Preisen ver- bunden. Dabei sind es nicht immer die Preise der Lebenshaltung, die bei einem Ausweiten des monetären Angebots an- steigen, sondern nicht selten auch die Prei- se für Bestandsvermögen – und hier insbe- sondere die Aktienkurse. So sind im Zuge der „Bankenrettungspoli- tiken“ vor allem die Aktienkurse deutlich angestiegen: Die Aussicht, dass Banken von den Zentralbanken zahlungsfähig ge- halten werden, beflügelt die Konjunktur- aussichten. Gleichzeitig scheinen Aktienin- vestitionen besonders lohnend in einem Umfeld, in dem die Zentralbanken die Zin- sen künstlich tief halten und in dem die Gefahr einer Geldentwertung immer wahr- scheinlicher wird. So gesehen scheint der Auftrieb der Ak- tienmärkte zu einem beträchtlichen Teil der Geldpolitik geschuldet zu sein, die da- für sorgt, dass die Bankbilanzen sich weiter ausdehnen können und damit neue Liqui- dität in Umlauf gebracht wird.

Deutet das nun auf eine Überbewertung des Goldpreises hin? Diese Frage lässt sich am besten beantworten, indem die langfristige Beziehung zwischen Gold- preis und Geldmenge betrachtet wird.

Eine „einfache Betrachtung“ der langfristigen Beziehung zwischen Goldpreis

und Dollar-Geldmenge lässt den aktuellen Preis von etwas mehr als 1.300

USD/oz durchaus als „angemessen“ erscheinen.

Ermittelt man hingegen die Beziehung zwischen Goldpreis und Dollar-

Geldmenge ohne die Phase der offiziellen Goldverkäufe (also ohne die Zeit von

Mitte 1991 bis Mitte 2009), so gelangt man sogar zum Schluss, dass der aktu-

elle Goldpreis tendenziell eher recht niedrig ist.

Der Goldpreis lässt sich auch in Abhängigkeit von Geldmengen- und Zinsent- wicklung darstellen. Dies zeigt die nachstehende Grafik. Demnach liegt der

Goldpreis, der sich auf Basis der langfristigen Entwicklung der Geldmenge und

dem Zins ergibt, bei derzeit knapp unter 1.300 USD/oz.

Eine etwas aufwendigere Betrachtung: Die Beziehung zwischen Goldpreis, Geldmenge und Zins Geldmenge M2 in Mrd.
Eine etwas aufwendigere Betrachtung: Die Beziehung
zwischen Goldpreis, Geldmenge und Zins
Geldmenge M2 in Mrd. USD und Goldpreis (USD/oz)
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Die Linie zeigt den Goldpreis,
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wie er sich ergeben hätte, wenn
er eine "stabile Beziehung" zur
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Geldmenge und dem Zins
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Goldpreis, aktuell
Goldpreis, geschätzt

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. Periode: Januar 1969 bis September 2013. Der Goldpreis wurde geschätzt mit Hilfe der „kleinste-Quadrate-Schätzung“ auf Basis der Geldmenge M2 und dem Kurzfristzins. Die grau schattierte Fläche zeigt die Standardabweichung der Schätzung.

Aus den bisherigen Überlegungen lässt sich Folgendes ableiten: Der aktuelle Goldpreis scheint nicht „zu teuer“ zu sein. Und angesichts der Probleme, die sich im internationalen Kredit- und Geldsystem weiter aufbauen, bedarf es nicht viel, um Phantasie für einen weiteren Goldpreisanstieg zu entwickeln.

Gleichwohl – und das sei an dieser Stelle betont – können die hier vorgestellten Überlegungen lediglich „Hilfestellungen“ bei der Frage leisten, ob der Gold- preis mit Blick auf die aktuelle Datenlage angemessen ist oder nicht, denn eine zweifelsfreie Berechnung der Zukunft gibt es nun einmal nicht dort, wo Men- schen handeln.

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25. Oktober 2013

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Achtung: Deutsche Immobilienpreise ziehen an

1973 1978 2013 Achtung: Deutsche Immobilienpreise ziehen an Beispielsloser Zinsniedergang seit Euro-Einführung

Beispielsloser Zinsniedergang seit Euro-Einführung Leitzins in Deutschland in Prozent, 1948 bis 2013

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Euro- Einführung
Euro-
Einführung

Quelle: Deutsche Bundesbank, Thomson Financial, eigene Berechnungen.

In ihrem Monatsbericht Oktober 2013 berichtet die Deutsche Bundesbank, dass gemäß ihrer Berechnungen die Preise für Immobilien in Deutschland merklich angezogen hätten. Als Gründe nennt sie Konjunkturerholung, wach- sendes Interesse ausländischer Investoren, aber auch die Finanz- und Wirt- schaftskrise, die die Nachfrage nach Immobilien steigen lässt, und nicht zuletzt die niedrigen Zinsen, für die die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)

und anderer Zentralbanken sorgt.

Die Bundesbank schreibt (S. 13): „Die Preissteigerungen haben sich bislang auf die städtischen Immobilienmärkte konzentriert. Dort könnte es gemessen an den längerfristigen demographischen und ökonomischen Einflussfaktoren ge- genwärtig Überbewertungen zwischen 5% und 10% geben. In den attraktiven Großstädten betragen die Abweichungen nach oben bis zu 20%. Hiervon sind vor allem Wohnungen betroffen. Demgegenüber scheinen sich die Preise für Einfamilienhäuser sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum nicht wahrnehmbar vom fundamental gerechtfertigten Niveau entfernt zu haben.“

In der Tat erlebt die deutsche Volkswirtschaft einen bisher nicht beobachtba- ren „Zinsniedergang“ unter der Geldpolitik der EZB. Seit Jahren ist der Zins „zu tief“ für Deutschland. Die Folgen sind eine „auffällig“ positive Konjunkturlage und vor allem Expansionsdrang von zinssensitiven Branchen – wie insbesonde- re der Immobilien- bzw. Bausektor. Während die positiven Konjunktureffekte bejubelt werden, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Politik der tiefen Zinsen Deutschland arge Probleme bescheren wird – genauso, wie der niedrige Zins den Volkswirtschaften in der „Euro-Peripherie“ zunächst einen Scheinaufschwung brachte, auf den dann eine Rezession folgte.

Es ist sicherlich nicht überzogen, wenn man zum Schluss gelangt, dass sich die fortgesetzte Niedrigzinspolitik der EZB als krisentreibend für die deutsche Wirt- schaft erweisen wird

Siehe hierzu: Deutsche Bundesbank, Die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien seit dem Jahr 2010: Einflussfaktoren und regionale Abhängigkeiten, Monatsbericht Oktober 2013, S. 13 – 30.

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5 25. Oktober 2013 1922 Der wirtschaftspolitische Kommentar Kein Ende des Geldes Auf Vortragsveranstaltungen wurde mir

1922

Der wirtschaftspolitische Kommentar

Kein Ende des Geldes

Auf Vortragsveranstaltungen wurde mir jüngst wiederholt die Frage gestellt:

Ist die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise vielleicht auch ein Vorbote einer Entwicklung, die auf ein Ende des Geldes hinausläuft?“ Aus ökonomischer Sicht lässt sich diese Frage verneinen, wenn man davon ausgeht, dass die Menschheit nicht zu primitivem und ärmlichem Wirtschaften zurückkehren will. Gleichwohl ist die Auseinandersetzung mit der gestellten Frage ein gu- ter Anlass, sich Klarheit über die Bedeutung des Geldes für friedvolle und produktive Kooperation der Menschen zu verschaffen.

Geld Was ist Geld? Diese Frage lässt sich einfach und genau beantworten: Geld ist das allgemein akzeptierte Tauschmittel. Geld ist ein Gut wie jedes andere Gut auch. Es hat dabei jedoch die Besonderheit, dass es dasjenige Gut ist, das sich am relativ besten zu Tauschzwecken einsetzen lässt.

Übrigens: Die Tauschfunktion des Geldes ist die einzige Funktion, die das Geld ausübt. Zwar werden üblicherweise auch Wertaufbewahrungs- und Recheneinheitsfunktion zu den Geldfunktionen gezählt. Doch sie sind ledig- lich Unterfunktionen der Tauschfunktion des Geldes.

So bedeutet die Recheneinheitsfunktion, dass das Tauschverhältnis zwischen Gütern in Form von Geld ausgedrückt wird. Man nehme an, dass zwei Äpfel im Tausch für eine Birne aufgewendet werden müssen. Wenn Geld als Re- cheneinheit verwendet wird, so bedeutet das zum Beispiel das Folgende: Ei- ne Birne kostet einen Euro, ein Apfel 0,50 Euro. Die Benennung der Preise in Form von Geld (also die Recheneinheitsfunktion) ist keine eigenständige Geldfunktion, sie ist unmittelbarer Ausdruck der Tauschmittelfunktion.

Die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes bedeutet, dass Geld gehalten wird, um es nicht in der Gegenwart, sondern erst zu einem späteren Zeit- punkt gegen etwas anderes einzutauschen. Hier geht es um die zeitliche Verschiebung der Tauschmittelfunktion. Also auch die Wertaufbewahrungs- funktion ist Ausdruck der Tauschmittelfunktion.

Erweiterung der Tauschmöglichkeiten Geld ist eine geradezu wunderbare und höchst produktive „Institution“. In einer reinen Naturaltauschwirtschaft (auch „Barter“-Wirtschaft genannt) werden Güter gegen Güter getauscht, also zum Beispiel Äpfel gegen Brot. Das hat jedoch einen großen Nachteil: Damit ein Tausch zustande kommt, müssen sich zwei Akteure finden, die genau das nachfragen, was der andere anbietet.

Viel leichter ist es, wenn man beim Tauschen Geld verwenden kann. Jeder kann dann zum Beispiel seine Äpfel zunächst in Geld eintauschen, und das auf diesem Wege erhaltene Geld gegen diejenigen Güter eintauschen, die man tatsächlich nachfragen möchte. Die Verwendung von Geld hat einige wichtige Vorteile.

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25. Oktober 2013

Über die produktive Wirkung des Geldes

Geld übt die Recheneinheitsfunktion aus (und zwar quasi als Unterfunktion der Tauschmittelfunktion), das heißt, dass alle Tauschrelationen in einer Volkswirtschaft auf ein und dasselbe Medium – nämlich das Geld – bezogen werden. Hätte man keine Recheneinheit, so müssten die Marktakteure sämtliche Tauschrelatio- nen der Produkte kennen, damit sie sinnvol- le Entscheidungen treffen können. Das wäre überaus mühsam, und man müsste sehr viel Aufwand betreiben, um die Tauschrelatio- nen kennenzulernen und verwenden zu können. Ein Beispiel soll das verdeutlichen. In einer Volkswirtschaft gibt es 100 Güter. Ohne Geld müssten die Marktakteure sage und schreibe 4.950 Tauschrelationen beherr- schen.* Wird hingegen Geld als Rechenein- heit verwendet, so vermindert sich die An- zahl der Tauschrelationen, die man kennen muss, auf 99. Das Verwenden von Geld hilft also, Informa- tionskosten zu reduzieren – und somit las- sen sich knappe Ressourcen für andere, produktive Zwecke einsetzen.

*Die Formel, die man hier anwenden kann, lautet: (n 2 n)/2, wobei n die Anzahl der Güter beschreibt. Mit der Verwendung von Geld beläuft sich die Zahl der Tauschrelatio- nen auf (n – 1).

Erstens erlaubt die Verwendung von Geld, dass Menschen miteinander han- deln (und damit kooperieren), die eigentlich gänzlich unterschiedliche Ziele verfolgen. So kann es sehr gut sein, dass Herr A, der Äpfel besitzt, sich je- doch Wein wünscht, mit Herrn B handelt, der Bananen besitzt, sich aber Äp- fel wünscht. Ohne die Verwendung von Geld käme kein Handeln zustande:

Herr A will ja keine Bananen, B kann aber nur Bananen anbieten. Mit der Verwendung von Geld jedoch wird Herr A seine Äpfel in Geld eintauschen, denn nachfolgend kann er das Geld dazu verwenden, um es andernorts in Wein einzutauschen. Die Verwendung von Geld vergrößert also die Tausch- möglichkeiten der Handelnden. Sie schafft neue Märkte und macht dadurch das arbeitsteilige (und damit produktive) Wirtschaften noch produktiver.

Wirtschaftsrechnung Die Verwendung von Geld hat jedoch noch einen weiteren Vorteil: Nur mit der Verwendung von Geld lässt sich die Wirtschaftlichkeit von aufwendigen Produktionswegen ermessen. Das Rechnen mit Geld beziehungsweise Geld- preisen liefert eine Antwort auf die Frage, wie die Menschen knappe Mittel einsetzen müssen, um ihre Ziele bestmöglich zu erreichen. Die moderne ar- beitsteilige Produktion wäre ganz und gar unmöglich, wenn es keine Wirt- schaftlichkeitsrechnung unter Verwendung von Geld gäbe.

Moderne arbeitsteilig organisierte Volkswirtschaften zeichnen sich durch „Umwegsproduktion“ aus, die in der Regel viel Zeit beansprucht. Damit man etwa beginnen kann, eine Brücke zu bauen, ist eine Vielzahl von vorange- henden Produktionsschritten notwendig. So müssen Arbeitswerkzeuge er- stellt werden, es bedarf der Stahl-, Beton- und Teerproduktion etc. Mittels technischem Wissen lässt sich die Produktion eines Gutes (zum Beispiel einer Brücke) in der Regel zwar genau beschreiben: Man braucht soundsoviel Tonnen Zement, soundsoviel Tonnen Stahl, soundsoviel Arbeitsstunden etc. Jedoch erlaubt eine solche technische Produktionsformel noch nicht, dass der handelnde Mensch eine zielführende Entscheidung treffen kann.

Denn eine „technische Bauanleitung“ sagt ihm nicht, ob seine verfügbaren Ressourcen ausreichen, die Produktion überhaupt erfolgreich durchführen zu können, beziehungsweise sie kann ihm nicht sagen, ob er seine Ziele auf diesem Wege bestmöglich erreichen kann. Sollte man nicht doch besser ei- nen Tunnel anstelle einer Brücke bauen? Oder sollte man weder Brücke noch Tunnel bauen und lieber einen Flughafen erstellen?

Diese Fragen lassen sich mittels „technischer Bauanleitung“ für Brücke, Tun- nel und Flughafen nicht beantworten. Der Grund ist: Den technischen Bau- anleitungen sind Wertungen fremd, sie kennen nur mengenmäßige Kombi- nationen von Produktionsfaktoren. Allein mit der Verwendung von Geld und Geldpreisen (also das Ausdrücken der Produktionsfaktorpreise in Geld) kann der Handelnde kalkulieren, kann also abschätzen, welche Produktionswege für ihn überhaupt durchführbar sind, welche sich für ihn lohnen und welche nicht. Nur mit einer Geldrechnung kann er seine knappen Produktionsfakto- ren so einsetzen, dass dabei kein wichtigeres Ziel unerreicht bleibt.

Ohne die Verwendung von Geld könnte der Handelnde auch nicht bestim- men, ob ihn die Durchführung einer Produktion besser oder schlechter stellt. Er könnte die in der Regel vielfältigen, nicht selten unüberschaubaren Ver- wendungsmöglichkeiten, die ihm offenstehen, nicht erfassen und gegenei- nander abwägen. Ohne Geldrechnung könnte er nicht beurteilen, ob ihn

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25. Oktober 2013

„Wenn der freie Unternehmer nicht mehr die volkswirtschaftliche Auf- gabe erfüllen will, sich im freien Wettbewerb zu messen, wenn eine Ordnung gesetzt wird, die nicht mehr die Kraft, die Phantasie, den Witz, die Tüchtigkeit und den Ge- staltungswillen der individuellen Persönlichkeit erfordert, wenn der Tüchtigere nicht mehr über den weniger Tüchtigen obsiegen kann und obsiegen darf, dann wird auch die freie Unternehmerwirtschaft nicht mehr lange Bestand haben. Es würde eine allgemeine Verfla- chung, ein Abwälzung der Verant- wortung Platz greifen.“

Ludwig Erhard (2009 [1957]), Wohl- stand für Alle, S. 223.

Ludwig Erhard (2009 [1957]), Wohl- stand für Alle, S. 223. eine Handlung besser stellt oder nicht,

eine Handlung besser stellt oder nicht, weil er den „Gewinn“ beziehungs- weise die „Kosten“ seiner Anstrengungen nicht ermitteln kann. Mit anderen Worten: Ohne Geldrechnung könnte er nicht kalkulieren, er könnte keine Wirtschaftsrechnung anstellen.

Um die Wirtschaftlichkeit seiner Produktion erfassen zu können, muss der Unternehmer alles auf eine Einheit zurückführen. Das gelingt ihm, wenn er Geld verwenden kann. Dann kann er sich (wenn er richtig kalkuliert) einen Überblick verschaffen, ob sich eine Produktion „rechnet“ oder nicht, ob sie ihm einen Gewinn einbringt oder nicht. Ohne Geld wäre vor allem auch die heutige, international weit verzweigte Arbeitsteilung nicht durchführbar. Könnte man kein Geld verwenden, ließe sich auch die erreichte Produktions- leistung nicht aufrechterhalten – und damit auch nicht der materielle Le- bensstandard und die Existenz vieler Millionen Menschen auf diesem Globus.

Marktwirtschaft Die Geldrechnung, also das Kalkulieren unter Verwendung des Geldes, ist jedoch untrennbar an das Vorhandensein einer Marktwirtschaft geknüpft. In einer Marktwirtschaft besteht Privateigentum an den Produktionsmitteln, und es kommt zur Arbeitsteilung und vielfältigen Tauschbeziehungen auf freien Märkten. Die Geldpreise für gehandelte Güter folgen dann aus der Wertung aller am Handel Teilnehmenden. Unternehmen, die einen kompli- zierten Produktionsprozess kalkulieren, merken daher sogleich, ob sie Pro- dukte wirtschaftlicher als andere produzieren können oder nicht – und ob ihre Mittel ausreichen, die Produktion überhaupt durchführen zu können. Die Geldpreise sind für die Unternehmen „Signale“.

Kommt es jedoch zu einer Verzerrung der Geldpreise – etwa dadurch, dass die Geldmenge (stark) ausgeweitet wird –, so leidet die Wirtschaftlichkeits- rechnung in Geld. Es kommt zu Fehlkalkulationen. Zum Beispiel kann ein Ansteigen der Geldmenge zunächst die Preise einiger weniger Güter anstei- gen lassen. Die Güterproduzenten werden das als Signal werten, um die Produktion der Güter auszudehnen, deren Preise gestiegen sind; schließlich müssen sie davon ausgehen, dass diese Güter nun stark nachgefragt wer- den. Bei einer Geldmengenausweitung werden früher oder später jedoch alle Preise ansteigen. Unternehmer erkennen dann, dass sie einer Täuschung aufgesessen sind: Die inflationäre Geldmengenausweitung hat die Knapp- heit der Güter nur vorgegaukelt, und die Ausweitung der Produktion erweist sich als Fehlinvestition.

Gutes Geld Geld ist unverzichtbar für moderne, arbeitsteilige Volkswirtschaften. Es er- leichtert nicht nur das Tauschen. Das Kalkulieren mit Geld macht komplizier- te, aber produktive Produktionswege erst möglich – und trägt damit zu wirt- schaftlichem Fortschritt bei. Die produktive Funktion des Geldes braucht je- doch (1) gutes, das heißt nicht inflationäres Geld und (2) freie Märkte. In dem Maße, in dem (1) und (2) durch die Politik untergraben wird, leidet auch der wirtschaftliche Fortschritt. Angesichts der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise mag man die Forderungen nach „besserem Geld“ ableiten, aber man kann daraus kein Ende des Geldes prognostizieren.

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Gold (USD pro Feinunze)

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2013 Gold (USD pro Feinunze) 1440 1400 1360 1320 1280 1240 26. Jul. 9. Sep. 24.

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Gold-ETFs (Mio. Feinunzen)

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Feinunzen) 86 84 82 80 78 76 74 72 70 68 66 64 62 60 58

Jan. 11

Jan. 12

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Silber (USD pro Feinunze)

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12 Jan. 13 Silber (USD pro Feinunze) 25 24 23 22 21 20 19 26. Jul.

26. Jul.

9. Sep.

24. Okt.

Silber-ETFs (Mio. Feinunzen)

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630

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Silber-ETFs (Mio. Feinunzen) 650 630 610 590 570 550 530 Jan. 11 Jan. 12 Jan. 13

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Quelle für Grafiken: Bloomberg. Tageswerte.

Edelmetallmarkt-Bericht

Über Gold-ETFs, GOFOs und EURUSD

Die Aktienkurse steigen, die Kapitalmarktzinsen sinken, der US-Dollar wertet sich ab und die Edelmetallpreise erholen sich, wenngleich auch nur moderat. Eine Interpretation, die sich angesichts dieser Entwicklung aufdrängt, lautet:

Den Zentralbanken gelingt es, die Zinsen weiterhin künstlich tief zu halten, und die dabei entstehende Liquidität – begünstigt durch Hoffnung auf eine Kon- junkturverbesserung – treibt vor allem die Aktienkurse in die Höhe.

Die Aussicht auf eine fortgesetzte Geldmengenausweitung in den USA – die mit Blick auf die neue Führung der US-Zentralbank, die im Februar 2014 das Ruder übernehmen wird, um so plausibler erscheint – lässt den US-Dollar ge- genüber anderen Währungen abwerten. Die um sich greifende Einsicht, dass die Konjunkturen nur noch mit immer mehr Geldmengenausweitung in Gang gehalten werden können, macht Edelmetallanlagen wieder attraktiv auch für die Investoren, die bislang auf ein „Ende der Krise“ gesetzt haben.

Entwicklung in den letzten zwei Wochen

 

Gold

Silber

Platin

Palladium

In USD (pro Feinunze) Aktuell

 

1346,8

22,7

1451,0

747,2

Änderung in den letzten zwei Wochen

 

in USD

59,2

1,0

65,1

40,2

in %

4,6

4,7

4,7

5,7

Höchster Preis

1346,8

22,7

1451,0

753,4

Niedrigster Preis

1272,2

21,3

1370,5

707,0

In Euro (pro Feinunze) Aktuell

 

975,6

16,4

1051,0

541,2

Änderung in den letzten zwei Wochen

 

in Euro

23,3

0,4

26,1

18,4

in %

2,5

2,6

2,6

3,5

Höchster Preis

975,6

16,5

1051,8

548,0

Niedrigster Preis

937,3

15,7

1011,9

522,8

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen auf Basis der Schlusskurse.

US-Dollar-Wechselkurs gibt nach, Goldpreis steigt USD-Wechselkurs* und Goldpreis (USD/oz)

90

85

80

75

70

65

USD-Wechselkurs* und Goldpreis (USD/oz) 90 85 80 75 70 65 06 07 08 09 10 USD-Wechselkurs

06

07

08

09

10

USD-Wechselkurs (LS)

11

12

Gold (RS)

13

1900

1700

1500

1300

1100

900

700

500

Quelle: Bloomberg. *Es handelt sich hier um den handelsgewichteten Wechselkurs des US-Dollar.

Weitherhin ist bemerkenswert, dass die Leihzinsen auf dem Goldmarkt weiterhin u. a. eine starke physische Goldnachfrage signalisieren. Dies zeigt sich an den wieder negativen Gold Offered Forward Rates (GOFO) für kurze

9

9 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Platin (USD pro Feinunze) 1580 1540 1500 Kreditlaufzeiten (wie etwa für einen Monat). Seit ungefähr
Platin (USD pro Feinunze)
1580
1540
1500
Kreditlaufzeiten (wie etwa für einen Monat). Seit ungefähr Mai dieses Jahres
fallen die GOFO immer wieder in den negativen Bereich, ein Zeichen, dass die
„ungewöhnliche“ Situation auf dem Goldmarkt anhält. Wie in früheren
Marktreports schon ausgeführt, markierten in der Vergangenheit Phasen von
negativen GOFO das ein oder andere Mal das Ende einer Goldpreiskorrektur.
1460
1420
1380
GOFO nach wie vor im negativen Bereich
GOFO (ein Monat Laufzeit) in Prozent und
Goldpreis in USD/oz
1340
0.35
1700
26. Jul.
9. Sep.
24. Okt.
0.30
1650
0.25
1600
Platin-ETFs (Millionen Feinunzen)
0.20
1550
0.15
1500
2.4
0.10
1450
2.3
0.05
1400
2.2
2.1
0.00
1350
2.0
-0.05
1300
1.9
-0.10
1250
1.8
-0.15
1200
1.7
Jan. 13
Mrz. 13
Mai. 13
Jul. 13
Sep. 13
Nov. 13
1.6
1.5
GOFO, ein Monat (LS)
Gold (RS)
1.4
1.3
Quelle: Bloomberg.
1.2

Jan 11

Jan 12

Jan 13

Palladium (USD pro Feinunze)

770

760

750

740

730

720

710

700

690

680

670

pro Feinunze) 770 760 750 740 730 720 710 700 690 680 670 26. Jul. 9.

26. Jul.

9. Sep.

24. Okt.

Palladium-ETFs (Millionen Feinunze)

2.4

2.2

2.0

1.8

1.6

Okt. Palladium-ETFs (Millionen Feinunze) 2.4 2.2 2.0 1.8 1.6 Jan 11 Jan 12 Jan 13 Quelle

Jan 11

Jan 12

Jan 13

Quelle für alle Grafiken: Bloomberg. Ta- geswerte.

Belastend für den Goldpreis dürfte jedoch weiterhin der Rückzug institutioneller Investoren sein – was sich an den schwindenden Goldbeständen zeigt, die von Exchange Traded Funds (ETFs) gehalten werden. Mittlerweile betragen die Gold-ETF-Bestände nur noch etwa 60 Millionen Feinunzen gegenüber noch gut 85 Millionen Feinunzen Ende 2012.

ETF-Goldbestände sinken weiter Goldpreis in USD/oz und Gold-ETF-Bestände in Mio. Feinunzen

2100

1900

1700

1500

1300

1100

900

700

500

in Mio. Feinunzen 2100 1900 1700 1500 1300 1100 900 700 500 07 08 09 10

07

08

09

10

Goldpreis (LS)

11

12

ETF-Bestände (RS)

Quelle: Bloomberg.

13

100

90

80

70

60

50

40

30

20

Während also die institutionellen Investoren ihre Gold- und Silberbestände wei- ter abgebaut haben, hat sich bei den Gold-Beständen der COMEX eine Ände- rung ergeben: Jüngst haben sich die Bestände wieder auf mehr als 7 Millionen Feinunzen erhöht (siehe die Abbildung (a) auf der nächsten Seite). Zuletzt wa- ren derartige Tiefstände in 2007/2008 zu beobachten, und der jüngste Zu- wachs könnte ebenfalls auf ein wieder ansteigendes (Handels-)Interesse für

10

10 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Volatilität Gold- und Silberpreis (USD pro Feinunze) in Prozent 55 50 45 40 35 30
Volatilität Gold- und Silberpreis (USD
pro Feinunze) in Prozent
55
50
45
40
35
30
25
20
15
10
Okt 12
Jan 13
Apr 13
Jul 13
Okt 13
Gold
Silber

Quelle: Bloomberg.

HUI-Goldaktien-Index und Goldpreis (USD pro Feinunze) 900 800 700 600 500 400 300 200 100
HUI-Goldaktien-Index und Goldpreis
(USD pro Feinunze)
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0
99
01
03
05
07
09
11
13
HUI
Gold

Quelle: Bloomberg. Januar 1999 = 100.

EUR wertet sich auf gegenüber USD, weil US-Geldmenge stärker steigt als Euro-Geldmenge Relative Geldmengenentwicklung USA- Euroraum und EURUSD-Wechselkurs

3.3

2.8

2.3

1.8

1.3

0.8

USA- Euroraum und EURUSD-Wechselkurs 3.3 2.8 2.3 1.8 1.3 0.8 07 08 09 10 11 12

07

08

09

10

11

12

13

14

1.60

1.55

1.50

1.45

1.40

1.35

1.30

1.25

1.20

US-Dollar-Basisgeldmenge relativ zur Euro-Basisgeldmenge (LS)

EURUSD (RS)

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Gold andeuten. Die COMEX-Silberbestände bleiben weiterhin recht hoch (wie auch die ETF-Silberbestände).

Gold- und Silberbestände an der COMEX in Millionen Feinunzen

(a) Gold

12

11

10

9

8

7

6

der COMEX in Millionen Feinunzen (a) Gold 12 11 10 9 8 7 6 07 08

07

08

09

10

11

12

13

Quelle: Bloomberg, COMEX.

(b) Silber

0.17

0.16

0.15

0.14

0.13

0.12

0.11

0.10

0.09

(b) Silber 0.17 0.16 0.15 0.14 0.13 0.12 0.11 0.10 0.09 07 08 09 10 11

07

08

09

10

11

12

13

Die Schwankungsbreite der Edelmetallpreise ist in den letzten Tagen zwar leicht rückläufig gewesen, sie befindet sich dennoch nach wie vor auf einem erhöhten Niveau. Edelmetallinvestoren sollten auch künftig mit einer ausge- prägten Schwankungsanfälligkeit rechnen. Sparer und Investoren sollten das jedoch als Chance begreifen: Sie sind nach wie vor gut beraten, ihre „her- kömmlichen“ Finanzvermögensanlagen durch Edelmetallbeimischungen gegen zum Beispiel Geldentwertung und Kreditausfälle zu schützen beziehungsweise zu versichern und Preisrückschläge zu Käufen nutzen.

Die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar verdient an dieser Stelle Erwähnung. Der EURUSD-Wechselkurs ist von etwa 1,28 Anfang Juli auf nunmehr 1,38 angestiegen (+7,8 Prozent). Eine Erklärung für die Euro- Aufwertung ist, dass derzeit die US-Basisgeldmenge stärker ansteigt als die Ba- sisgeldmenge im Euroraum (siehe untere Grafik in der linken Spalte). In der Tat wächst die US-Basisgeldmenge derzeit weiter an, während die Euro- Basisgeldmenge abnimmt. Eine solche Konstellation war ab etwa Mitte 2008 mit einer Euro-Aufwertung gegenüber dem US-Dollar verbunden.

Zwar könnte die EURUSD-Aufwertung zunächst noch weitergehen. Allerdings

ist damit zu rechnen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) früher oder später

dazu übergeht, der Geldpolitik der US-Zentralbank zu folgen, also Staatsanlei-

hen aufzukaufen und dadurch die (Basis-)Geldmenge auszuweiten. Schließlich

sind die Probleme im Euroraum, vor allem die im Euro-Bankensektor, weiterhin

akut, und sie werden sich nur im Zaume halten (beziehungsweise vertuschen)

lassen, wenn die EZB die Banken mit immer mehr Basisgeld subventioniert. Mit

anderen Worten: Einiges spricht dafür, dass sich die Aufwertung des Euro ge-

genüber dem US-Dollar nur von vorübergehender, nicht aber von dauerhafter

Natur erweisen könnte. Edelmetalle sollten für Anleger im Euroraum eine rela- tiv verlässliche Investitionsform bleiben.

.

11

11 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Edelmetallpreise, aktuell und Schätzungen (pro Feinunze)

In US-Dollar

   

Gold

 

Silber

   

Platin

Palladium

I. Aktuell

   

1.346,8

 

22,7

   

1.451,0

747,2

II. Gleitende Durchschnitte

     
 

5

Tage

 

1.330,5

 

22,4

   

1.441,3

747,3

10

Tage

1.308,2

21,9

1.417,6

732,8

20

Tage

1.310,8

21,9

1.405,4

722,3

50

Tage

1.344,3

22,6

1.453,4

721,8

100

Tage

1.325,5

21,4

1.437,2

719,8

200

Tage

1.430,9

24,2

1.500,2

727,6

III.

Prognosen

     
 

Bandbreite

Bandbreite

Bandbreite

Bandbreite

Unten

Oben

Unten

 

Oben

Unten

Oben

Unten

Oben

 

Q4 2013

1.200

1.370

19

22

1.270

1.410

660

730

Q1 2014

1.275

1.460

23

26

1.330

1.470

690

760

Q2 2014

1.375

1.570

25

28

1.380

1.530

720

800

IV.

Jahresdurchschnitte

         
 

2011

 

1.576

 

36

   

1.708

737

2012

1.678

31

1.556

648

 

2013

(geschätzt)

1.342

23

1.374

710

In Euro

 
   

Gold

 

Silber

   

Platin

Palladium

I.

Aktuell

   

975,6

 

16,4

   

1.051,0

541,2

II. Gleitende Durchschnitte

     
 

5

Tage

 

967,7

 

16,3

   

1.048,3

543,5

10

Tage

958,1

16,1

1.038,2

536,6

20

Tage

963,6

16,1

1.033,1

531,0

50

Tage

1.000,3

16,8

1.081,5

536,9

100

Tage

996,0

16,1

1.080,0

540,9

200

Tage

1.083,8

18,3

1.136,0

551,0

III. Prognosen

       
 

Bandbreite

Bandbreite

Bandbreite

Bandbreite

Unten

Oben

Unten

 

Oben

Unten

Oben

Unten

Oben

 

Q4 2013

916

1.046

15

17

969

1.076

504

557

Q1 2014

1.020

1.168

18

20

1.064

1.176

552

608

Q2 2014

1.166

1.331

22

24

1.169

1.297

610

678

IV. Jahresdurchschnitte

         

2011

 

1.126

 

16

   

1.219

526

2012

1.299

25

1.204

501

 

2013

(geschätzt)

1.068

18

1.092

565

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. Prognosen der Degussa Goldhandel GmbH (jeweils für das Quartalsende).

12

12 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Goldpreis (pro Feinunze) in nationalen Währungen

   

Vor einer

Änderung

Vor einem

Änderung

Vor drei

Änderung

Vor sechs

Änderung

Vor einem

Änderung

Vor zwei

Änderung

Aktuell

Woche

in %

Monat

in %

Monaten

in %

Monten

in %

Jahr

in %

Jahren

in %

US-Dollar

1.342,97

1.316,25

2,0

1334,48

0,6

1.333,90

0,7

1467,88

-8,5

1.712,10

-21,6

1.705,53

-21,3

Euro

971,90

961,68

1,1

988,53

-1,7

1.005,32

-3,3

1120,42

-13,3

1.321,07

-26,4

1.219,32

-20,3

Chinesischer Renminbi

8.169,92

8.026,10

1,8

8186,59

-0,2

8.157,59

0,2

8987,38

-9,1

10.687,90

-23,6

10.801,67

-24,4

Japanischer Yen

130.385,19

128.659,84

1,3

131889,00

-1,1

132.491,03

-1,6

144821,50

-10,0

137.338,80

-5,1

128.902,15

1,2

Britisches Pfund

828,76

814,20

1,8

831,74

-0,4

867,31

-4,4

944,49

-12,3

1.062,01

-22,0

1.060,45

-21,8

Schweizer Franken

1.197,28

1.187,08

0,9

1215,87

-1,5

1.242,10

-3,6

1378,31

-13,1

1.598,78

-25,1

1.493,19

-19,8

Indische Rupie

82.762,13

80.297,35

3,1

83254,30

-0,6

78.408,43

5,6

78856,70

5,0

92.069,90

-10,1

84.022,90

-1,5

Russischer Rubel

42.569,41

41.800,68

1,8

42875,84

-0,7

43.475,69

-2,1

45398,54

-6,2

53.663,83

-20,7

51.752,14

-17,7

Australischer Dollar

1.400,69

1.360,15

3,0

1.426,22

-1,8

1.445,55

-3,1

1.415,20

-1,0

1.653,04

-15,3

1.624,35

-13,8

Kanadischer Dollar

1.402,72

1.353,96

3,6

1377,87

1,8

1.367,53

2,6

1486,50

-5,6

1.701,72

-17,6

1.721,42

-18,5

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Aktien ausgewählter Goldproduzenten

 
Aktien ausgewählter Goldproduzenten  
 

Währung

 

Preis

Marktkapi-

% 1-Monat

% 3-Monate

% 1-Jahr

Kurs-Gewinn-

Dividenden-

 

talisierung,

 

Verhältnis

Rendite (%)

 

Mrd.

 

Barrick Gold

USD

20,1

 

20,1

7,5

14,6

 

-49,2

36,5

 

4,0

Freeport McMoRan

USD

37,4

 

38,8

10,6

29,7

 

-1,3

13,2

6,0

Goldcorp

USD

26,6

 

21,6

2,3

-5,4

 

-39,3

44,7

 

2,2

Newmont Mining

USD

27,7

 

13,8

-2,3

-7,6

 

-48,4

10,4

5,3

Newcrest Mining

USD

10,7

 

8,2

-4,9

-7,7

 

-60,7

1,1

AngloGold Ashanti

USD

16,0

 

6,5

20,6

15,9

 

-50,8

10,4

1,0

Polyus Gold

USD

3,2

9,8

7,0

7,3

 

-2,0

25,4

 

Kinross Gold

USD

5,1

5,9

0,8

-4,3

 

-47,3

3,8

3,1

Gold Fields

USD

4,7

3,5

-1,1

-20,1

 

-55,0

16,0

1,6

Agnico-Eagle Mines

USD

30,5

 

5,3

12,8

8,7

 

-45,8

36,3

 

2,1

IAMGOLD

USD

5,4

2,0

9,8

0,9

 

-65,0

10,5

4,7

Harmony Gold

USD

3,6

1,6

2,6

-9,1

 

-56,5

73,4

 

1,4

Hui Index

USD

244,2

 

112,5

4,3

-3,3

 

-50,7

18,1

2,5

S&P 500

USD

1752,1

 

16076,4

3,5

3,7

 

24,0

16,6

2,0

Quelle: Bloomberg.

Gold Forward Offered Rates (%) 6 5 4 3 2 1 0 07 08 09
Gold Forward Offered Rates (%)
6
5
4
3
2
1
0
07
08
09
10
11
12
13
-1
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Gold Lease Rates* in Basispunkten 350 300 250 200 150 100 50 0 -50 -100
Gold Lease Rates* in Basispunkten
350
300
250
200
150
100
50
0
-50
-100
07
08
09
10
11
12
13
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate
*Libor-Zins abzüglich Gold Forward Offered Rates.

Zur Erklärung: „Gold Offered Forward Rates“ (GOFO) stehen für die Zinsen, die im Goldleihemarkt gezahlt werden, und zwar von der Partei, die einen Kredit aufnimmt, der mit Gold besichert ist (Goldverleiher), und den die Partei erhält, die einen mit Gold besicherten Kredit vergibt (Goldleiher). Der Goldverleiher kann den Kreditbetrag, den er erhält, zwischenzeitlich anlegen, und zwar zum Libor-Zins (London Interbank Offered Rate). Die Differenz zwischen dem Libor-Zins und GOFO wird als „Lease Rate“ bezeichnet. GOFO sind üblicherweise positiv (und lehnen sich in der Regel eng an den Leitzins der US-Zentralbank). Wenn GOFO negativ sind, so bedeutet das, dass der Kreditnehmer (der Goldverleiher) vom Kreditgeber (dem Goldleiher) belohnt wird: Es kostet ihn also nichts, einen Kredit aufzunehmen, er verdient sogar daran. Das ist natürlich eine „ungewöhnliche“ Situation, und sie tritt i. d. R. in angespannten Marktsituationen auf, in der es zum Beispiel eine starke Nachfrage nach physischem Gold gibt.

13

13 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Weitere wichtige Wirtschaftsdaten, aktuell und Schätzungen

 

Aktuell

Q4 13

Q1 14

Notenbankzinsen (in %) US Federal Reserve EZB Bank of England Bank of Japan

I.

 

0,00 - 0,25

0,00 - 0,25

0,00 - 0,25 0,00 - 0,25 0,00 - 0,25

0,50

0,50

0,50

0,50

0,10

0,10

0,10

II.

Staatsanleihen (in %)

 

US Treasury 10-J Bund 10-J UK Gov't 10-J JGBs 10-J

2,50

2,75

2,75

1,76

1,80

1,80

2,63

2,50

2,50

0,62

0,90

0,90

III.

Währungen

EURUSD

1,38

1,31

1,25

EURJPY

134,1

138,00

142,00

EURGBP

0,85

0,85

0,85

IV.

Öl

Ölpreis (Brent, Fass)*

106,9

112,3

115,7

Quelle: Bloomberg, eigene Schätzungen.

Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen seit Jahresanfang in Prozent

S&P 500 Nasdaq Euro STOXX 50 FTSE 100 DAX Swiss MI Nikkei Hang Seng Bovespa Russia CRB Index Gold Silber Rohöl EURUSD EURJPY EURGBP EURCHF USDCAD USDGBP USDJPY US-Staatsanleihe 7-10 J. US-Staatsanleihe 1-3 J. Euro-Staatsanleihe 1-3 J. Euro-Staatsanleihe 7-10 J. UK-Staatsanleihe 7-10 J. UK-Staatsanleihe 1-3 J. Japan-Staatsanleihe 7-10 J. Japan-Staatsanleihe 1-3 J.

-50

-40

-30

-20

-10

0

10

20

30

40

50

22.8 30.1 10.6 13.7 17.7 20.4 35.5 0.2 -10.0 -20.0 -4.5 -19.9 -26.2 -4.4 4.7
22.8
30.1
10.6
13.7
17.7
20.4
35.5
0.2
-10.0
-20.0
-4.5
-19.9
-26.2
-4.4
4.7
17.3
4.9
-1.9
5.0
-0.2
12.0
-0.8
0.4
2.9
1.7
-2.7
0.2
2.2
0.1

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

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14 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Marktdaten

Hoffnungen auf fortgesetzte Konjunkturbelebung machen sich breit

Reales Bruttoinlandsprodukt, Niveaus* 108 106 104 102 100 98 96 94 Q1 2006 Q3 2007
Reales Bruttoinlandsprodukt, Niveaus*
108
106
104
102
100
98
96
94
Q1 2006
Q3 2007
Q1 2009
Q3 2010
Q1 2012
Q3 2013
Euroraum
USA
Japan

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. *Serien sind indexiert (Q1 2006 = 100).

Staatsschuldenquote im Euroraum steigt weiter an

Öffentliche Schulden im Euroraum in Prozent des Bruttoinlandsproduktes 95 90 85 Q1 2013: 92,2% 80
Öffentliche Schulden im Euroraum in Prozent des Bruttoinlandsproduktes
95
90
85
Q1 2013: 92,2%
80
75
70
65
60
55
50
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
2006
2008
2010
2012
2014
Schuldenquote
60%-Maastricht-Kriterium

Quelle: Thomson Financial.

Leicht rückläufige Zinsen sollten Goldpreis stützen

Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen in Prozent und Goldpreis (USD/oz) 5.5 5.0 4.5 4.0 3.5 3.0
Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen in Prozent und Goldpreis (USD/oz)
5.5
5.0
4.5
4.0
3.5
3.0
2.5
2.0
1.5
1.0
07
08
09
10
11
12
13
USA
Deutschland
Gold (RS)

Quelle: Thomson Financial.

2000

1800

1600

1400

1200

1000

800

600

15

15 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

Beiträge in bisher erschienen Ausgaben

Ausgabe

Inhalt

25.

Oktober 2013

Einige Überlegungen zur Höhe des Goldpreises Wirtschaftspolitischer Kommentar: Kein Ende des Geldes Edelmetallmarkt-Bericht: Über Gold-ETFs, GOFOs und EURUSD

 

11.

Oktober 2013

Die Last der Schulden Wirtschaftspolitischer Kommentar: Manipulierte Zinsen Edelmetallmarkt-Bericht: Ausgeprägte Schwankungsanfälligkeit bleibt

 

27.

September 2013

Goldpreis und Zins Wirtschaftspolitischer Kommentar: Europa nach der Bundestagswahl Edelmetallmarkt-Bericht: Zur Stärke des US-Dollar

 

13.

September 2013

Fünf Jahre danach Wirtschaftspolitischer Kommentar: Preis versus Wert Edelmetallmarkt-Bericht: Preisschwankungen bleiben ausgeprägt

 

30.

August 2013

Öl, Gold und Geldmenge Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die "Interventionismus-Falle" Edelmetallmarkt-Bericht: Positive Signale

 

16.

August 2013

Gold versus Goldminenaktien Wirtschaftspolitischer Kommentar: „QE“ und der Goldpreis Edelmetallmarkt-Bericht: Goldnachfrage in Q2 ‘13

 

2.

August 2013

EZB-Anleihekaufprogramm „OMT“ Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die vergebliche Suche nach dem stabilen Wert Edelmetallmarkt-Bericht: Der Zinseffekt

19.

Juli 2013

Die Produktionskosten und der Marktpreis des Goldes Wirtschaftspolitischer Kommentar: Zur „Zinswende“ Edelmetallmarkt-Bericht: „Backwardation“

 

5.

Juli 2013

Über Goldpreisanstieg und Goldpreisschwankung Wirtschaftspolitischer Kommentar: Der künstliche Aufschwung ist die Krise Edelmetallmarkt-Bericht: Anpassung der Prognosen

21.

Juni 2013

Bankenunion hebelt die Marktwirtschaft aus Wirtschaftspolitischer Kommentar: Blankoscheck für die EZB Edelmetallmarkt-Bericht: Steigende Zinsen drücken Edelmetallpreise

 

7.

Juni 2013

EZB liebäugelt mit Negativzins Wirtschaftspolitischer Kommentar: Japans Keynesianisches Experiment Edelmetallmarkt-Bericht: ETF-Verkäufe deckeln Goldpreis

24.

Mai 2013

Goldhausse noch nicht abgeschlossen Wirtschaftspolitischer Kommentar: Karl Marx und die EZB Edelmetallmarkt-Bericht: Ein Blick auf die Platinmetalle

 

10.

Mai 2013

EZB setzt Tiefzinspolitik fort Wirtschaftspolitischer Kommentar: Warum ein Mindestlohn keine gute Idee ist Edelmetallmarkt-Bericht: Schwund der institutionellen Nachfrage

 

26.

April 2013

Gold im Anlageportfolio Wirtschaftspolitischer Kommentar: Sparern droht der „Bail-in“ Edelmetallmarkt-Bericht: Die Zeit nach dem Preisrutsch

 

12.

April 2013

Einlagen(verun)sicherung Wirtschaftspolitischer Kommentar: Auf den Euro-„Boom“ folgt der Euro-„Bust“ Edelmetallmarkt-Bericht: Gegenwind für Edelmetalle

 

28.

März 2013

Schuldenschnitt in Zypern – (k)eine ‚Blaupause‘ für den Euroraum Wirtschaftspolitischer Kommentar: Schädliches Geldmonopol Edelmetallmarkt-Bericht: Änderung der Prognosen

 

15.

März 2013

Liquiditäts-Hausse und Blasenbildung Wirtschaftspolitischer Kommentar. Es war einmal: Der Gold-Devisen-Standard Edelmetallmarkt-Bericht: Aktien, nicht Edelmetalle profitieren derzeit von der Geldpolitik

 

1.

März 2013

Zentralbankpolitik und Goldpreis Wirtschaftspolitischer Kommentar: „Über die Wirkung der Rettungspolitiken“ Edelmetallmarkt-Bericht: Goldpreis bleibt unter Druck; Rhodium als Beimischung

15.

Februar 2013

Niedrige Zinsen schaffen Probleme Wirtschaftspolitischer Kommentar: „Abwertungswettlauf“ – was sich dahinter verbirgt Edelmetallmarkt-Bericht: Goldpreis fällt gegenüber den PGM-Preisen zurück

 

1.

Februar 2013

(Staats-)Schuld und Sühne Wirtschaftspolitischer Kommentar: Zahlungsausfall des Staates leicht(er) gemacht Edelmetallmarkt-Bericht: Konjunkturoptimismus lässt PGM-Preise steigen

Der Degussa Marktreport ist zu beziehen unter:

www.degussa-goldhandel.de/de/marktreport.aspx Alle bisherigen Ausgaben des Degussa Marktreports stehen dort auch zum Download zur Verfügung.

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16 25. Oktober 2013

25. Oktober 2013

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Impressum Der Marktreport erscheint 14-tägig freitags und ist eine kostenlose Serviceleistung der Degussa Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 25. Oktober 2013

Herausgeber: Degussa

E-Mail: info@degussa-goldhandel.de, Internet: www.degussa-goldhandel.de Redaktion: Dr. Thorsten Polleit, Julia Kramer Degussa Marktreport ist im Internet abrufbar unter: http://www.degussa-goldhandel.de/de/marktreport.aspx

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