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Lesebrief: Frauenrechte und Solidarität, statt Geiz und Verurteilung
Am vergangenen Freitag fand der alljährliche «Marsch fürs ungeborene Leben» statt. Der Verein «Ja zum Leben» führte eine Prozession in Brig durch, um gegen die Fristenregelung zu demonstrieren. Um gegen diese öffentliche Verurteilung und Bevormundung zu protestieren, fanden sich am Freitag zahlreiche Vertreter unterschiedlichster Interessengruppen ein, denn: Vor über einem Jahrzehnt hat das Schweizer Stimmvolk beschlossen, dass der Abbruch einer Schwangerschaft bis zur zwölften Woche kein Verbrechen sondern ein persönliches Recht darstellt. Im Bewusstsein, dass die ideologische Debatte um das Recht auf Abtreibung bereits verloren ist, wollen einige Initianten nun das Solidaritätsprinzip unserer Krankenversicherung aushöhlen indem die Kosten für Abtreibungen aus der Grundversicherung ausgeschlossen werden sollen. Dabei bedienen sich die Befürworter der Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» sogar der Lüge, ganz nach dem Motto, dass der Zweck alle Mittel heilige. Es wird behauptet, dass durch diese Initiative die steigenden Gesundheitskosten positiv beeinflusst würden. Dies ist nachweislich falsch. Wir empfehlen den Walliser StimmbürgerInnen darum, sich von der Polemik rund um die Initiative, welche am 9. Februar 2014 zur Abstimmung kommt, nicht anstecken zu lassen und weiterhin die körperliche Selbstbestimmung Vieler dem Geiz einiger Weniger vorzuziehen. Piratenpartei Sektion Wallis