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DieWUT
und der WILLE
Wie die ,Politische Klasse’ seit langem
unser Land ruiniert, Sozialstaat, Demo-
kratie und Menschenrechte abbaut und
sich Linksfaschismus, Islamismus
sowie Mafia-Kriminalität verhäng-
nisvoll ausbreiten.

Die große Kehrtwende,


die jetzt nottut.

Tim Torre

EBuch – WutundWille.net
Klartextjetzt.net
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Die Idee zu dem Titel ,Die Wut und der Wille’ verdankt der Verfasser der großen, engagierten und muti-
gen italienischen Journalistin und Autorin (mit Millionen-Auflage) Oriana Fallaci: Der Titel ihres eindrucks-
vollen Buches ,Die Wut und der Stolz’ regte ihn dazu an. Danke. (Dies bedeutet natürlich nicht, sich
generell ihrer temperamentvollen, zuspitzenden Polemik und Konfrontation anzuschließen.)

In einem demokratischen Land, mit Meinungsfreiheit, würde man an dieser Stelle jenen danken, die we-
sentlich zum Zustandekommen dieses Buches beigetragen haben. In der Bundesrepublik Deutschland
von heute unterlässt man das besser – gerade im eigenen Interesse jener Menschen. Für nicht wenige
Personen bestehen anscheinend die „Lehren aus der Vergangenheit“ darin, eben diese Vergangenheit
teilweise nachzuahmen. Es ist eine Frage der Zukunft, bis zu welchem Ausmaß dieses Nachahmen noch
gehen wird. Eines Tages wird vielleicht der chinesische Präsident nach Deutschland kommen und die
Einhaltung der Menschenrechte anmahnen.

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7/2009

Das eBuch wird Schritt für Schritt vervollständigt und, wenn dies angebracht erscheint und möglich ist,
weiterentwickelt bzw. modifiziert. Die Zahl in fetter Schrift direkt oberhalb dieses Hinweises wird bei jeder
Modifizierung um 1 erhöht (,Auflage’). Wollen Sie sich auf Textstellen beziehen, kann die Angabe des be-
treffenden Teils der Gliederung gemäß Inhaltsverzeichnis und das Hinzufügen der ,Auflage’ in Klammern
nützlich sein, z.B. ID4a(2). Eine Textstelle kann sich natürlich nach einer Modifizierung des eBuchs auf
einer anderen Seite befinden.
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Zwei Warnungen zuvor 6

I. Verfassungswidrig: Politik weitgehend gegen das „Wohl des deutschen


Volkes“ (Grundgesetz) 22
A. Das Land – ein Sanierungsfall 23

B. Massenarbeitslosigkeit – verursacht, gehegt und gepflegt


1. Das bedrückende Problem
2. Allzu sehr Arbeitslosigkeit nur verwaltet
3. Arbeit teilweise nicht lohnend
4. Paragrafenwust und Bürokratismus
5. „Aufbau Ost“ weithin verstümpert
6. Diskriminierung kleiner und mittlerer Unternehmen
7. Durch Massen-Zuwanderung zu mehr Arbeitslosigkeit
8. Zu viele unsinnige Opfer für Europa
9. Ruinöse Art der Globalisierung
10. Vernachlässigung von Bildung, Aus- und Fortbildung, Forschung, Technologie

C. Der Sozialstaat - wird schleichend zu Grabe getragen


1. Nicht von vornherein ,sozial’
2. Sozialleistungen – Mangel an Gerechtigkeit
3. Von möglichst gleichen Chancen weit entfernt
4. Soziale Kluft – immer tiefer
a. Soziale Deklassierung
b. Die große Umverteilung durch die Finanzkrise
c. Weniger Öffentliche Dienste und zu wenig Schutz
4. Auf dem Weg in den Raffgier-Kapitalismus
5..Das Ende aller Solidarität in Sicht

D. Staatsbankrott in Sicht - selbst herbeigeführt


1. Verschwendung auf Pump – leben von der Substanz
2. Massenarbeitslosigkeit nicht vermieden, nicht von vornherein konsequent und effizient bekämpft
3 „Aufbau Ost“ zum Milliardengrab gemacht
4. Schuldenrausch in weitgehend selbstverschuldeter Finanz- und Wirtschaftskrise 2009
5. Minimierung von Paragrafen und Bürokratie seit langem verschlampt
6. Für Europäische Union, fürs Ausland und für Gruppen von Ausländern seit langem viel zu viel
Aufwand
a. Europäische Union
b. „Entwicklungshilfe“
c. Gruppen von Ausländern
7. Sozialsysteme – seit langem Murkserei und Missbrauch
8. Noch mehr sinnlose Ausgaben und Einnahmeausfälle - ohne Ende
9. Selbstbedienung der Politischen Klasse und Korruption

E. Ausländerpolitik - gegen eine Dreiviertel-Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger


1. Maßlose Masseneinwanderung – „Deutschland verrecke!“
2. Beitragszahler und Arbeitskräfte – Tarnung oder Tölpelei
3. ,Humanität’ der Gutmenschen – auf Kosten anderer
4. Islamisierung, EU-Beitritt der Türkei – das Ende Europas

F. Selbstachtung – hinterhältig und brutal unterminiert


1. Selbstachtung – notwendig zum Überleben
2. Die Vergangenheit gerade nicht wirklich bewältigt
a. Das Notwendige weithin unterlassen
b. Kontraproduktiv: Die Infamie mit der ,Kollektivschuld’
3. Das Märchen vom „überholten“ Nationalstaat
4. Geschichtsklitterung – auf Teufel komm raus
a. ,Heilige’ Grundsätze
b. Fakten und Fiktionen
4
c. Drogen für Süchtige
Die (1.) Reemtsma-Ausstellung
Das Goldhagen-Buch

G. Immer weniger Kinder – immer weniger Zukunft


1. Das weitreichende Problem
2. Jahrzehntelang Anti-Familien- statt Pro-Familien-Politik

II. Verfassungswidrig: Demokratur statt Demokratie


A. Demokratie kastriert
1. Nur bevormundete Wahlen alle paar Jahre
2. Ansonsten Entmündigung
3. Vertreter, die großenteils nicht vertreten
4. EU-,Reform’ – Staatsstreich von oben

B. Demokratie manipuliert
1. Manipulation der Meinungsbildung generell
2. Insbesondere: Die inkorrekte ,Politische Korrektheit’ (PK)

C. Demokratie fingiert
1. Sich eine Verfassung ermogelt
2. Parteienkrake statt Volk

D. Demokratieabbau durch Ausländerpolitik


1. Das Einwirkungspotenzial von Ausländern
2. Sich sein eigenes ,Volk’ schaffen

III. Verfassungswidrig: Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit stark eingeschränkt

A. Die Meinungsfreiheit (Artikel 5,8,4 des Grundgesetzes) weithin nicht existent


1. Der Öffentliche Dienst zur politischen Disziplinierung missbraucht
2. Auch hier, weit ausgreifend: Die inkorrekte ,Politische Korrektheit’
3. Islamismus – vielleicht das endgültige Aus

B. Das Recht auf Schutz auf Schutz von Person und persönlicher Sphäre (Artikel 1 Absatz 1, 2, 4, 5, 8,
13 Absatz 1, 14 Absatz 1 des Grundgesetzes) großenteils nicht realisiert
1. Der politische Wille zum Durchgreifen fehlt weithin
2. Kriminalität massenhaft ,importiert’
Terrorismus

C. Rechtsstaatlichkeit voller Mängel und Lücken


1. Pervertierung der Wertordnung
2. Viel zu viele und viel zu schlechte Paragrafen
3. Kein ausreichender Rechtsschutz
a. Selbst,justiz’ nicht ausreichend unterbunden
b. Große Mängel in der Justiz
c. Der Willkür ausgeliefert
4. So manche sind ,gleicher’

Es reicht - Wille aus Wut

Nachbemerkung
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Zitate – direkte und indirekte Rede - sind kursiv hervorgehoben. In ihnen geäußerte wie auch sonst wie-
dergegebene Meinungen anderer stehen nicht in jedem Fall im Einklang mit der des Verfassers. Zu man-
chem hat der Verfasser keine Meinung, etwa mangels ausreichender Kenntnis der relevanten Tatsachen
oder ausreichender Fachkompetenz. Die Wiedergabe anderer Meinungen soll einen Einblick in die Dis-
kussion zum jeweiligen Thema vermitteln. Entsprechendes gilt für angeführte Buch- und Aufsatztitel.-
Hervorhebungen in Zitaten durch den Verfasser.
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Zwei Warnungen zuvor

Für jeden, der sich diesem Text widmet, sind zwei Warnungen fällig:

Die erste: Je nach dem, wie sehr und auf welche Weise Sie sich bislang mit der Politik in diesem Land
beschäftigt haben, können einige vermeintliche, scheinbare Gewissheiten in Frage gestellt werden.
Das ist nicht immer angenehm, und vielleicht hat man Hemmungen. Aber wie immer sollte es sich lohnen.

Vieles ist eben doch nicht so, wie es auf den ersten oder auch zweiten Blick erscheint. Um ge-
nauer hinzusehen, hat man nicht immer Zeit und Gelegenheit. Fassaden und Kulissen werden errichtet
und gepflegt, Masken verdecken das wahre Gesicht, Floskeln werden benutzt, und es ist schwierig, da-
hinter zu blicken. Worte und Taten klaffen oft auseinander. ,An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!’ So
wurde es uns schon in der Bibel empfohlen. Viele Medien berichten über so manches überhaupt nicht
oder nur versteckt oder eingeschränkt oder mit Tendenz, die häufig nicht ohne weiteres zu erkennen ist.
Bücher werden aus politischen Gründen nicht ins Deutsche übersetzt, gar nicht erst verlegt, totgeschwie-
gen oder sind „leider nicht erhältlich“. So manches wird weggedrückt, verschleiert, schön- oder schlecht-
geredet oder verzerrt. Weggedrückt und beschönigt wird z.B. die enorme Gewaltkriminalität von Auslän-
dern und „Deutschen mit Immigrationshintergrund“. „Drei junge türkische Männer“ laut Polizeibericht
verwandeln sich kurzerhand zu „drei Jugendlichen“ in den Medien. Die politische Bildung ist in den Hän-
den der Politischen Klasse, und folglich werden die politischen Zustände in der Bundesrepublik jenseits
der Realität zur grundgesetzgemäßen Ordnung verklärt.

Kommentierungen schüren Stimmungen. Politiker und Journalisten benutzen Schlagworte und Wortfor-
meln, das Fernsehen zeigt Schlaglichter, und es fragt sich, was tatsächlich dahintersteckt. Gibt es in einer
Versammlung von 100 Leuten 3 Glatzköpfe, werden diese ins Bild gerückt, möglichst mit feistem Nacken,
falls man die Veranstaltung als ,rechts’ oder rechtsextrem verunglimpfen will. Vielleicht bringt man die
Glatzköpfe zu diesem Zweck sogar mit. Oder: Eine Gruppe von Fernseh-Reportern erhält den Auftrag, mit
Passanten auf der Straße ein Interview pro und drei Interviews gegen ein feierliches Gelöbnis der Bun-
deswehr zu filmen, obgleich die wirkliche Stimmung in der Bevölkerung umgekehrt ist. Schlimmes wird
dem Publikum als schicksalhaft dargestellt, für das in der Politischen Klasse ,natürlich’ gar niemand ver-
antwortlich ist – Finanzkrise, Heuschrecken-Globalisierung, Multikulti-Desaster, Terrorismus, beängsti-
gend hohe Gewaltkriminalität …

Staistiken, z.B. Kriminalstatistiken, können bekanntlich vielfältig verfälscht sein. Strafanzeigen unterblei-
ben, weil die Betroffenen eingeschüchtert sind oder sich nichts davon erhoffen. Der Polizei werden be-
stimmte Anweisungen erteilt. Definitionen werden vorgegeben. Kriterien, die unerwünscht sind, werden
ausgelassen, z.B. Staatsbürgerschaft oder ,Immigrationshintergrund’. Usw.

Wir brauchen mehr ,rechte’ Straftaten? Kein Problem: Wir definieren einfach beliebige Hakenkreuz-
Schmierereien als rechte Straftaten, gleichgültig ob sie vielleicht alberne Dumme-Jungen-Streiche sind,
billige Provokationen Pubertierender oder gar von noch nicht strafmündigen Kindern stammen.

Knapp 70 Prozent aller – in der Diktion des Bundesinnenministeriums - ,rechten Strafta-


ten’ sind Propagandadelikte. Im Grunde gibt es überhaupt nur ,rechte’ Propagandataten,
denn das Zeigen von Hammer und Sichel ist nicht strafbar. Hier war ohnehin ein Anstieg
erwartet worden, da die Länder bis zum vergangenen Jahr noch durchaus unterschiedlich
zählten: Da wurden Hakenkreuzschmierereien, für die ein Täter nicht ermittelt werden
konnte, unter ,sonstige Delikte’ verbucht. Schließlich kann es sich auch um einen dum-
men Streich handeln, der größte Aufmerksamkeit verspricht. Nunmehr gilt das alles als
politisch motiviert.
Reinhard Müller, Redakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.4.09.

Gemäß Bericht des Bundesamtes für Verfgassungsschutz für 2008 waren 82,6% aller
rechtsextremistisch motivierter Straftaten Propagandadelikte.

Es werden auch direkt falsche Informationen verbreitet und später gar nicht oder nur unauffällig richtig-
gestellt. Z.B.: Das Fernsehen berichtete, ein – unliebsamer – Bundestagsabgeordneter habe ,die Juden’
als ,Tätervolk’ bezeichnet, obwohl das Gegenteil der Fall war.
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Die Medien der Bundesrepublik haben jene Rede, die zum Parteiausschluss des CDU-
Bundestagsabgeordneten Hohmann führte, ungefähr genauso tendenziös-entstellt zitiert
wie die Nazipresse die Richard-Wagner-Rede Thomas Manns <deutscher Literatur-
Nobelpreisträger>, die letztlich zu seiner Ausbürgerung führte. Man ist doch beruhigt über
gewisse Konstanten im Volkscharakter.
Michael Klonovsky, Autor, Chef vom Dienst bei ,Focus’, Jede Seite ist die
falsche, 2008, S. 68

Werden demonstrierende „Rechte“ oder Neonazis von Extremisten der sogenannten „Antifa“ angegriffen,
wird das umgekehrt dargestellt. Der bis 2008 für Versammlungsrecht zuständiige Richter am Bundesver-
fassungsgericht, Hoffmann-Riem: Die Neonazi-Demonstranten verhalten sich meist nicht unfriedlich, ge-
walttätig seien oftmals die Gegendemonstranten. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.7.08) Einer Gruppe junger
Männer werden einige Bier oder auch ein paar mehr spendiert, und sie liefern bereitwillig den gewünsch-
ten ,rechtsradikalen’ Auftritt. Oder gar Agenten des Verfassungsschutzes inszenieren etwas ,Brauch-
bares’. Alles schon dagewesen – sichtbare Spitze eines Eisbergs (dazu später unter II B).

Berlin, 01.05.2009: Hier ein paar typische Nachrichten zum revolutionären ersten Mai:
„Schwere Randale bei NPD-Aufmarsch“, schreibt die „Zeit“. Die „Süddeutsche“: „Rechts-
radikale greifen Kundgebungen an“. „Kölnsche Rundschau“: „Gewalteskalation auf NPD-
Demo“.
Lichtschlag: Was war tatsächlich geschehen? Es war tatsächlich zu schwersten Aus-
schreitungen und einer Rekordzahl verletzter Polizisten gekommen. Autos brannten in
Berlin, Geschäfte wurden geplündert. Am Rande fand irgendwo eine kleine NPD-Demon-
stration statt. Die Gewalttäter jedoch waren ausschließlich deren Gegner. Die Taten der
rotsozialistischen „Anti“-Fa werden von den Propsgandaleitmedien kurzerhand ihren
braunsozialistischen Brüdern in die Schuhe geschoben. Schließlich muss der pseudoreli-
giöse „Kampf gegen rechts“ immer und überall als jener ideologische Überbau unseres
Staates zementiert werden, der Politikern, Medien und den brandschatzenden Fußtrup-
pen gleichermaßen Halt geben soll. Man stelle sich die Lichterketten, Parteiverbotsver-
fahren, Sondersendungen und das Gesicht Claudia Roths vor, wenn auch nur ein Bruch-
teil des Terrors wirklich von denen ausgegangen wäre, denen man ich nsystematisch in
die Springerstiefekl zu schieben suchte…
André F. Lichtschlag, Chefredakteur, eigentümlich frei, Juni 09, S.6

Es wirkt der stickige politisch ,korrekte’ ,Zeitgeist’- bzw. Zeitungeist-Konformismus. Viele Politiker, Jour-
nalisten, Historiker und Lehrer in Deutschland, anders als außerhalb, fühlen sich – in grotesker Selbst-
überschätzung, geradezu übergeschnappt – als Volkserzieher und damit weniger der Wahrheit als ihrem
selbsterteilten ,Erziehungs-’ bezw. Manipulationssauftrag verpflichtet. Ignoranz, Vorurteile, ideologische
Fixierungen, Bedürfnisse nach psychischer Befriedigung z.B. durch Aggressivität oder kollektive Selbstbe-
zichtigung, Profilierungssucht, Geld- und Karriere-Interessen, Opportunismus, Mitläufertum grassieren.
Manche Journalisten hängen unsichtbar mehr oder minder am goldenen Zügel amtlicher Stellen, z.B. von
Geheimdiensten, der Wirtschaftslobby oder politisch ehrgeiziger Multi-Millionäre. Parteien mögen ihnen
für den Fall ihrer Regierungs-Beteiligung feine Posten in Aussicht stellen. EU-Kommission und Regierun-
gen kaufen sich erwünschte Publizität, sodass der Steuerzahler für seine eigene Verdummung auch noch
bezahlen muss. Viele Journalisten haben oft ganz einfach keine Zeit oder nehmen sich nicht die Zeit,
gründlich zu recherchieren. Die Wahrheit leidet tendenziell auch unter der Konzentration der Medien in
immer weniger Händen und der Zusammenlegung von Redaktionen.

<…> Wer links ist, lebt in dem schönen Bewusstsein, im recht zu sein, ja, einfach immer
recht zu haben. Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht wirklich recht-
fertigen. Sie haben ihre Meinung weitgehend duchgesetzt, nicht im Volk, das störrisch an
seinen Vorurteilen festhält, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie sich vor-
zugsweise aufhalten.<…> In der Meinungswirtschaft, in der ich mein Geld verdiene, gibt
es praktisch nur Linke. Und wer es nicht ist, behält es lieber für sich.<…>
Jan Fleischhauer, Redakteur, Spiegel, 19/2009,S.153
(Der ,Spiegel’ leistet sich hin und wieder ,lichte Momente’)

Politiker wollen natürlich nur unser ,Bestes’, d.h. in der Regel vor allem ihren eigenen Erfolg materieller
und immaterieller, etwa ideologischer Art. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hängt an der langen Leine
des Polit-Oberen. Mediengewaltige und viele Journalisten sind mit Politikern verfilzt. An den Schalthebeln
der Macht geben Politiker Steuer-Millionen aus, um Medien und die Meinung der Bürgerinnen und Bürger
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zu manipulieren. Das Privatfernsehen, Zeitungen und Magazine sind gewinnorientiert, müssen auf jeden
Fall Zuschauer und Leser anziehen, schon allein wegen der Einnahmen aus Werbespots und Anzeigen.
Es würde sich für sie nicht auszahlen, sich dem Trend entgegenzustellen. Finanziell oder wirtschaftlich
Mächtige wirken vielfältig ein, z.B. durch direkte oder indirekte Bestechung von Politikern, Journalisten
und Publikationsorganen.

Alle wollen unser Bestes. Laßt es euch nicht nehmen!


Stanislaw Jerzy Lec, zitiert in Tania Schlie, Hubertus Rabe, Johannes Thiele,
Die alllerschönsten Geistesblitze, 2006, S.534

Falschinformation kann auch so entstehen: Ein Großteil des Publikums ist, vielleicht weil entsprechend
konditioniert, für einen bestimmte Art von Nachrichten besonders interessiert und aufnahmewillig. Dann
liegt es nahe, sie damit auch zu füttern. Alarmismus kommt anscheinend bei den meisten Journalisten
und vielen Medien-Konsumenten gut an. Haben ,Waldsterben’ und Vogelgrippe ausgedient – und be-
stimmte Interessen gefördert -, gibt’s etwas Neues. ,Anti-Rechts’-Alarmismus ist ein Dauerbrenner. Auch
nachdem sich x-mal später herausgestellt hat, dass hochgespielte ,Nazi-Ereignisse’ nicht das geringste
mit Rechtsextremisten zu tun hatten, gehen immer wieder Leute solchen Geschichten auf den Leim oder
tun doch zumindest so. Natürlich kommen auch einfache Unwahrheiten, Lügen beim breiten Publikum
tendenziell besser an als kompliziertere Wahrheiten. Der ,Klimawandel durch menschlich erzeugtes Koh-
lendioxyd’ ist so schön einfach und zugleich so schön alarmistisch, füllt viele Reden und Seiten - und lenkt
so schön ab.

Neben bestimmten staatlichen Maßnahmen schränken insbesondere massive Drohungen und Gewalt
von Linksextremen, sogenannter ,Antifa’, und von fanatischen Islamisten (deutlich zu unterscheiden von
Muslimen) Informations-, Meinungs-, Presse- und Demonstrationsfreiheit und damit Demokratie ein, in
wesentlich geringerem Maße sind Rechtsextremisten, Neonazis daran beteiligt.

,Antifa’ soll ja Antifaschismus oder Antifaschisten bedeuten. Tatsächlich betreiben viele jener Leute, die
sich so etikettieren, damit – bewusst oder unbewusst - Etikettenschwindel: In der Brockhaus-Enzyklopädie
wird ,Faschismus’ gekennzeichnet als „Gegenbegriff demokratischer Grundpositionen“. In Wirklichkeit
gehen viele Antifa-Leute repressiv, oft brutal, oft kriminell gegen Menschen vor, die eine andere Meinung
vertreten als sie, die friedlich für eine andere Meinung demostrieren wollen, oder z.B. auch gegen Zei-
tungskioske, die eine von ihnen missbiligte Zeitung anbieten. Sie praktizieren Einschränkung demokra-
tischer Grundrechte, Einschränkung von Demokratie, also Positionen in Gegnerschaft zur Demokratie,
also Linksfaschismus. (Vielleicht halten sie ihre Argumente für schwach oder haben ein Bedürfnis, Ag-
gressivität abzureagieren.)

<…> Wer im „Kampf gegen Rechts“ dem Teufel persönlich auf die Pelle rückt, bean-
sprucht selbst die Position des absolut Guten. Jeden Tag werden Allerweltskonservative
und -Rechte von so genannten Antifaschisten denunziert, auf dass sie möglichst ihren
Job, mindestens ihren Ruf verlieren – 1933 en miniature.
Michael Klonovsky, Schriftsteller, Chef vom Dienst bei ,Focus’, Horizonte,
Magazin für sozialdemokratische Politik in Mecklenburg-Vorpommern, 1.3.
09, S.15. Hervorhebung durch den Verfasser dieses eBuchs.

Offensichtlich ist es demokratiefeindlich, sich anzumaßen, zu entscheiden, welche Meinung ein anderer
Mensch vertreten, welche Zeitung vertrieben werden darf und welche nicht, und dann eine negative Ent-
scheidung mit Verleumdung, Übergriffen, Gewalt, mit Androhung von Gewalt zu exekutieren. Zur Demo-
kratie gehört Meinungsfreiheit wie die Luft zum Atmen, zum Leben. Im Extremfall, wenn jemand die Mei-
nungsfreiheit „zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht“, entschei-
det das Bundesverfassungsgericht (Artikel 18 des Grundgesetzes). Sich diese Entscheidung anzumaßen,
ist auch eine Art Lynchjustiz, im Gegensatz zur Rechtsstaatlichkeit, einem weiteren Grundwert des Grund-
gesetzes.

,Links’ ist dieser Faschismus, weil mit linken Phrasen drapiert. Kurt Schumacher, erster Vorsitzender der
SPD nach dem Krieg, gezeichnet von seiner Haft im Nazi-Konzentrationslager, nannte die Kommunisten
„rotlackierte Nazis“. Die Nazis nannten ihre Ideologie ja Nationalsozialismus, haben sich insofern also
auch links dekoriert. Hitler am 24.Februar 1945 auf einem Treffen der Reichs- und Gauleiter: „Wir haben
die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen
Rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“ Nun, manche wollen das eben nachholen.

Natürlich kommt ein neuer Faschismus nicht im Gewand des alten daher. So plump geht das nicht, so
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dumm kann man nicht sein, selbst wenn man sich alle Mühe gäbe. Und Geschichte wiederholt sich nicht.
Nüchterner Blick auf das, was im Gewand steckt, auf das Wesentliche tut not. Fehlende Argumente
durch Verleumdung, durch Fäuste, durch Gewalt zu ersetzen, die Unterdrückung missliebiger Meinungen,
ist typisch und charakteristisch für jede Art von Faschismus, Links-, Rechts- und Islamo-Faschismus. Der
clevere Dieb schreit „Haltet den Dieb!“ Während clevere Antifa-Menschen selbst schon weit mehr als den
linksfaschistischen ,Anfang’ machen, fordern sie „Wehret den Anfängen!“ und zeigen mit dem Finger auf
andere. Sie sollten besser in einen Spiegel schauen.

Und oft wird faschistische Antifa-Gewalt von Politikern der „Mitte“ herbeigeredet und herbeigeschrieben
und mit klammheimlicher Befriedigung begleitet, zuweilen gar mit Lob ob sogenannter „Zivilcourage“ be-
dacht; die Begriffswelt mancher Leute ist ziemlich skurril. Zuweilen erscheint die Antifa geradezu als ver-
längerter Arm einer angeblichen „Mitte“, die tatsächlich längst keine mehr ist.

Historisch gesehen sind (Rechts-)Faschismus und Kommunismus insofern deutlich verschieden,


als der Kommunismus ein weit edleres Fernziel proklamierte – eine Art irdisches Paradies, irdi-
scher Erlösung der Menschheit (angereichert mit einer allerdings von vornherein fadenscheinigen
Behauptung von Wissenschaftlichkeit). Keine Ausbeutung, freie Entfaltung, jeder arbeitet nach
seinen Fähigkeiten, und jeder wird versorgt gemäß seinen Bedürfnissen. Sehr schön und sehr
illusionär und auch sehr überheblich, weil man sich damit auch anmaßte, einen neuen Menschen
zu schaffen. Viele waren fasziniert von der Zielvorstellung, glaubten an sie, engagierten sich und
brachten große Opfer. Andererseits ,rechtfertigte’, ja ,gebot’ in den Augen vieler das so hehre Ziel
schlimmste Unterdrückung, höchste Brutalität und Grausamkeit, was wiederum natürlich vielfach
auch als Vorwand benutzt wurde, unvermeidlich die Täter prägte und Kriminelle zuhauf anzog.
Idealismus wurde massiv missbraucht. Macht korrumpiert, totale Macht korrumpiert total. Ein
Traum wurde zum Albtraum - mit ungeheuren Massen an Toten, gigantischem Leid und einem
unendlichen Meer an Tränen. Die Zahl der linksfaschistischen Toten übersteigt um ein Vielfaches
die der rechtsfaschistischen, ob man das nun wahrhaben möchte oder nicht. (Dazu Stéphane Cour-
tois u.a., Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen, Terror) Manche Leute allerdings mei-
nen, es sei schöner, angeblich für ein edles Ziel zu sterben als für ein sonstiges, wobei reichlich
schleierhaft ist, woher sie diese vermeintliche Erkenntnis nehmen; über Erfahrung verfügen sie
insofern ja nicht.

Zumal nach all den leiddurchtränkten Erfahrungen taugt heutzutage jenes illusionäre Fernziel,
wenn man es denn nach allem überhaupt noch im Sinn hätte, keineswegs zur Rechtfertigung für
irgendetwas.

(Das nachzuahmen, was man in fast alltäglichen Ritualen so inständig und heftig verdammt, ist keines-
wegs auf die ,Antifa’ und auf die Drangsalierung von Informations- und Meinungsfreiheit beschränkt. Ein
drastisches Beispiel: Der völkerrechtswidrige NATO-Angriff auf Jugoslawien 1999, ein mit Lügenpropa-
ganda kaschiertes Kriegsverbrechen, wie inzwischen deutlich ist. (Dazu z.B. Zeit-Fragen, Schweiz, Sonderausgabe
April 2009, zeit-fragen..ch)

Wir aber brauchen Klartext – ohne Einschränkung. Es kommt nicht darauf an, ob eine Information
irgendwelchen oder den meisten Leuten der Politischen Klasse, den ,politisch korrekten’, den Antifa-
Leuten passt oder nicht, sondern ob sie zutrifft und von Interesse ist. Es kommt nicht darauf an, ob eine
Meinung gemäß Bevormundung durch ,Zeitgeist’ bzw. Zeitungeist, ,politische Korrektheit’ und Antifa-
Irrsinn zulässig ist oder nicht, sondern ob begründet und von Interesse oder gar wohlfundiert und über-
zeugend. Wir müssen die Dinge – jenseits aller Anmaßung, aller Nebelkerzen, allen Krampfs - deutlich
auf den Punkt bringen. Das ist ein Stück Demokratie.

Vielleicht trifft man ab und zu auf eine Information bestimmter Art, z.B. über Mängel der Demokratie, hat
sie aber bei der dritten schon wieder mehr oder minder vergessen, auch weil sie isoliert nicht so gravie-
rend erschien. Werden einem Informationen solcher Art aber in großer Zahl konzentriert bewußt, kann
daraus eine neue Erkenntnis erwachsen. Einzelne Mängel der Demokratie: fast alles Menschenwerk hat
Mängel. Aber so viele? Das kann eine andere Qualität ergeben – und die Frage aufwerfen: Leben wir
überhaupt in einer Demokratie? Da stößt man auf ein Tabu, über das man nicht sprechen ,darf’ oder nur
in vorbestimmter Weise, da ein anderes, da noch eins… Leben wir in einer Maulkorb-Demokratie?

Oder auch: Da wird tabuisiert und gar nicht berichtet, dort nur verzerrt-tendenziös, da gar verlogen, da
wird etwas Menschengemachtes als unentrinnbares Schicksal hingestellt, da werden raffiniert Emotionen
geschürt und hochgepeitscht usw.usw. Fast alle Medien sind anscheinend gleichgeschaltet. Wird einem
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der Zusammenhang bewusst, stellt sich Irgendwann die Frage: Werden wir einer Gehirnwäsche unterzo-
gen? Wenn fast alle Medien ziemlich dasselbe verbreiten, ist man unwillkürlich geneigt, das zu glauben.
So viele können sich doch nicht irren, manipulieren oder gar lügen… Aber vielleicht doch?

Das Aneinanderreihen von Informationen, ihre Zuordnung und Kombination können neue Er-
kenntnisse eröffnen.

Die historische Dimension kann zu besserem Verständnis der Gegenwart führen, jenseits der in der
Politik verbreiteten Kurzatmigkeit.Es kann erhellend sein, den Ursachen nachzugehen, die zu heute
aktuellen Problemen geführt haben. Befasst sich die Politische Klasse im wesentlichen mit Problemen, die
sie selbst zuvor verursacht hat? Das wäre auch eine Art Arbeitsbeschaffung. Wie haben sich z.B. Realein-
kommen (also unter Berücksichtigung der Geldentwertung), Arbeitslosigkeit, Kriminalität über viele Jahre
und Jahrzehnte entwickelt und, soweit unerfreulich, wieso eigentlich?

Andererseits: Wohin führen Entwicklungen längerfristig, jeneits von Tellerrand- und Wahlperioden-Hori-
zont und ohne Schönfärberei und Wunschdenken? Wie muss man die Trends fortschreiben? Wohin geht
die Reise, wollen wir wirklich dorthin? Ein Schritt in die falsche Richtung mag noch fast ohne Bedeutung
sein, viele nacheinander können in die Nähe eines Abgrunds führen.

Schleichende Prozesse vollziehen sich in winzigen Schritten, zuweilen unterhalb der Wahrnehmungs-
schwelle und sind deshalb kaum merkbar. Es sind jeweils nur wenige Menschen betroffen, z.B. vom
Vertreibungsdruck in den anwachsenden Ausländer-Gettos. Das ist keine Basis für machtvolle Proteste
und Solidarität. Und doch: nach einiger Zeit, hat sich eine gravierende Veränderung eingestellt, die nicht
oder kaum noch rückgängig gemacht werden kann.

Die Entstehung und Ausdehnung von Ausländer-Gettos und Gegen-Gesellschaften in Großstädten, die
Islamisierung, die Verwandlung der ,Sozialen Marktwirtschaft’ und des partnerschaftlichen Verständnisses
von Unternehmen zur Raffgier-Wirtschaft, die Dekadenz von Gesellschaft und Staat mögen z.B. schlei-
chende Prozesse sein, die erst bei der Betrachtung über lange Zeit hinweg deutlich werden, zumal in ihrer
ganzen Tragweite und verhängnisvollen Bedeutung. Die Frage, ob Deutschland dabei ist, seine Zukunft
zu verspielen, lässt sich nur mit langfristiger Betrachtung und Analyse beantworten.

Die Multi-Kulti-Haltung ist naiv<….>


<Muslimische Gemeinden> politisieren den Islam, stellen ihren Glauben provokant und
fordernd zur Schau. Und sie bauen Parallelgesellschaften auf. Ohne Scheu sagen junge
Muslime in Kameras, dass sie jenes Land, in dem sie leben, verachten.“ Selbst wenn es
sich noch um eine Minderheit handele, sei sie „stark genug, um die Mehrheit einzu-
schüchtern. So weit, dass man sich nicht mehr traut, über Zwangsheirat und Ehrenmorde
offen zu reden.“ Dass das Kopftuch, „ein Symbol für den Vormarsch des politischen
Islam“, im Straßenbild zunehme, könne man auch in Österreich nicht bestreiten.
Seyran Ates, aus Istanbul stammende Berliner Anwältin und SPD-Politikerin,
Standard (Wien), 25.4.08

Gemäß einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin, war 2008
im Westteil Berlins mehr als die Hälfte der unter 10 Jahre alten Kinder ethnisch türkisch.

Es gilt, schleichende Prozesse zu erkennen.. Leute ganz links, Anhänger der marxistischen, hegelschen
,Dialektik’ kennen das: Wenn Quantität immer weiter zunimmt, schlägt oft die Qualität um in eine andere.

Ist jemand einer Ideologie verhaftet, so mögen allerdings die Hemmungen, sich auf Abweichendes,
Neues auch nur als Fragestellung einzulassen, übergroß sein. Die Stärke des Verhaftet-, des Fixiertseins
hat nichts mit der Qualität irgendwelcher Argumente oder Gegenargumente zu tun, sondern mit der Stär-
ke der psychischen Bedürfnisse und und der Intensität ihrer Befriedigung durch die Ideologie.

Manche verdrängen so elementare persönliche Probleme, finden ihr Glück, den Sinn ihres Lebens.
Ideologie ist psychisches Korsett, gibt Halt und Orientierung. Sie erspart Nachdenken und verschafft trau-
te Bequemlichkeit, zudem Geborgenheit durch wärmende Nähe zu anderen Scheuklappenträgern und
den vertrauten Stallgeruch. Ideologen müssen auch Feinde haben; gemeinsame Feinde können etwas so
Schönes sein, selbst wenn sie nur zurechtfingiert sind. Gemeinsame Feindschaft fördert Zusammengehö-
rigkeit und Gemeinschaft. Vielleicht vergötzt man irgendein Idol. Die Scheuklappen stehen einem doch all-
zu gut, sind doch so schick, ganz ,modern’, entsprechen dem ,Zeitgeist’ (oder auch Zeitungeist).
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Ideologen glauben sich im endgültigen Besitz der endgültigen ,Wahrheit’ und sind daher tendenziell Anti-
Demokraten. Ungläubige sind dumm, verstockt oder unmoralisch. Mindestens insofern sind Ideologen
menschenverachtend. Eigenständiges Denken, Weiterdenken sind tabu, totale Unterwerfung und gläubi-
ge Hingebung gefordert. Von einem selbst und von anderen. Und ohnehin: Auf eingefahrenen Gleisen zu
bleiben, ist am bequemsten, ,der Mensch ist ein Gewohnheitstier’. Manche Leute wollen eher sterben als
sich von ihren ideologischen Scheuklappen befreien, und das tun sie dann auch. „Ein Urteil kann man wi-
derlegen, aber niemals ein Vorurteil“, so schon Marie v. Ebner-Eschenbach.

Ideologen leiten ihre Meinungen oder auch Glaubenssätze nicht in vernünftiger Weise, logisch und stim-
mig aus Tatsachen, rationalen Erkenntnissen, Interessen und Grundwerten ab. Sie ergeben sich statt-
dessen mehr oder minder zwanghaft aus einem Netzwerk insbesondere von Fiktionen, Wunschvorstellun-
gen und Vor-Urteilen, das maßgeblich aus der Befriedigung elementarer psychischer Bedürfnisse er-
wächst und ihr dient. Wahrnehmungs-, Denk- und Lernblockaden, die Neigung, sich täuschen zu lassen
und Realität auszublenden, wenn dies einem psychisch guttut, Wunschdenken, Klischees und bestimmte
Denkmuster gehören dazu. Kabarettist Werner Finck: „Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, kön-
nen die Welt bedeuten.“

In ihrem Netz zappeln die Ideologie-Gläubigen als Gefangene ihrer selbst, oft zu ihrem eigenen Nachteil,
und oft zugleich als nützliche Dummköpfe irgendwelcher Einprogrammierer, Manipulateure, Drahtzieher
und Nutznießer. So viele Leute sind dem irrationalen Glücksversprechen des Marxismus verfallen und
haben dann die Parolen einer letztlich menschenverachtenden Ideologie nachgebetet.

Die zweite Warnung:

Vorbemerkung:

Wenn im Folgenden – auch über diesen Abschnitt hinaus – von ,Politischer Klasse’ die Rede ist,
gilt dies:

,Politische Klasse‘ ist unvermeidbarer Weise ungenau. Gemeint sind die Personen, die auf
Landes- und insbesondere Bundesebene sowie als Deutsche bei der Europäischen Union das
Klima prägen, den Ton angeben, die Richtung bestimmen, das Sagen haben, im wesentlichen
die Macht ausüben – nicht nur Politiker, sondern auch Spitzen der Bürokratie, überwiegend auch
aus den Parteien, maßgebliche Medienleute und einflussreiche weitere Personen, insbesondere
Funktionäre wichtiger Organisationen sowie Leute in Unternehmensspitzen und sonstwo, die
viel Geld einsetzen können und geneigt sind, dies auch zu tun - Geld regiert die Welt’ – großen-
teils.

Jedes oder fast jedes Pauschalurteil ist falsch. Natürlich gibt es auch in der Politischen Klasse
eine Reihe von Menschen, die mit der Kritik hier nicht gemeint sind, die sich vielmehr integer und
kompetent für das Gemeinwohl, für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit enga-
gieren. Alle Hochachtung! Andere tun das wenigstens teilweise. Insgesamt aber…: Man schaue
auf schlimme Zustände und verhängsnisvolle Entwicklungen, die ja nicht vom Himmel gefallen
sind, auf die Ergebnisse der Politik, des politischen Handelns und Unterlassens: Jene, die Hoch-
achtung verdienen, sind offensichtlich leider nur Ausnahmen von der Regel. Das war wohl mal
anders.

Wenn vereinfachend von ,Politischer Klasse’ gesprochen wird, können selbstverständlich auch
jeweils nur jene Personen gemeint sein, die durch Handeln oder Unterlassen am Zustandekom-
men und/oder an der Beibehaltung sowie der Nicht-Korrektur bestimmter Politik beteiligt waren
oder sind.

,Klasse’ bedeutet eine gewisse Abgrenzung: Es ist schwierig, in diesen Bereich wirklich einzudrin-
gen, allerdings nicht so schwierig oder gar unmöglich wie bei einer Kaste.

Wenn von verfassungswidriger weil offensichtlich gemeinwohlschädlicher Politik die Rede ist, so
trifft der Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit insoweit natürlich nur diejenigen Personen der
Politischen Klasse, die staatliche oder auch kommunale Funktionen ausüben: Denn nur diesen
Personen obliegt die grundgesetzliche wie auch naturrechtliche Verpflichtung, ausschließlich dem
Gemeinwohl zu dienen.
12

Vieles was hier steht, ist gewiss Antifa-Leuten wie den allermeisten Leuten der Politischen Klasse ganz
und gar nicht genehm. Zwar gehört es notwendig zur Demokratie, dass Bürger ihre Meinung frei, ohne
Furcht und ohne Bedrohung äußern können, dass sie auch und gerade etwas sagen, was Mächtigen
stark missfällt, dass Bürger gerade auch sie fundamental kritisieren. Doch – abgesehen von gelegentli-
chen Bekenntnissen in Sonntagsreden - passt ihnen das im allgemeinen keineswegs. Wenn Totschwei-
gen nicht gelingt, setzt das zwar antidemokratische, geradezu faschistoide, aber in solchen Fällen übliche
Ritual ein. Der ,Spiegel’ berichtete, dass in Rußland die Bandbreite der Meinungenh in Zeitungen und im
Internet größer sei als in der Bundesrepublik. 8.6.09, S. 89

Würde auf bestimmte Irrtümer und Fehler, bestimmte Ungereimtheiten und Unstimmigkeiten hingewie-
sen, wäre das hilfreich. Sinnvoll wäre es auch, konkret Widersprüche zu bestimmten Grundwerten der
Verfassung zu kritisieren – wenn es solche Widersprüche denn tatsächlich gäbe. All dies aber geschieht
üblicherweise im wesentlichen nicht.

Gelingt das Totschweigen eines unerwünschten Textes doch nicht wunschgemäß, treten die Kor-
rektheitswächter und Berufsaufgeregten auf den Plan, regen sich über kurz oder lang irgendwelche Leute
auf oder tun so, als ob sie sich aufregen, picken sich aus dem Text irgendetwas heraus, vielleicht irrefüh-
rend aus dem Zusammenhang gerissen, vielleicht verfälschend, und verdammen dies sowie den Verfas-
ser als moralisch ganz schlimm – als verfassungsfeindlich, rechtsextremistisch, faschistisch, ausländer-
feindlich, rassistisch oder was immer ihnen sonst an Totschlagsvokabeln aus ihrer Verleumdungskiste so
gerade in die Hände gerät. Sogar ohne jedes denunzierbare Zitat verleumden sie einen unbequemen
Menschen mit der krampfhaften, heuchlerischen Skandalisierung irgendeines Umstands - oder einfach so.
Massiv wird versucht, moralische Empörung zu erzeugen und zu verbreiten, eine Hetzkampagne
ingangzusetzen. Wenn es angeblich „gegen Rechts“ geht, funktioniert das auch meist.

Neuer Skalp antifaschistischer Jäger…<Deutsche> Medien <machen> ohne professionel-


le Selbstkontrolle an Kampagnen mit<…>, wenn diese die Stoßrichtung „gegen rechts“
haben. Sobald die antifaschistischen Fanfaren schmettern, sind nur noch Haltung und
Engagement angesagt, nicht aber mehr Prüfung der Fakten und kritische Distanz…
Peter Krause, der in der DDR schon als Schüler Repressalien ausgesetzt war, hat nach
der Wende daran mitgearbeitet, das demokratische Leben in Thüringen in Gang zu set-
zen. Was ihm jetzt zustieß, zeigt den desolaten Zustand der öffentlichen Kommunikation
in Deutschland… Offenbar braucht die deutsche öffentliche Meinung im Halbjahresrhyth-
mus die Entlarvung und Ausstossung eines (vermeintlichen) NS-Wiedergängers als letz-
tes gemeinschaftsbildendes Ritual.
Heribert Seifert, Neue Zürcher Zeitung, 9.5.08

Schluss vor allem aber mit dem niederträchtigsten aller niederträchtigen Totschlagsargu-
mente der Political Correctness, dem „Wer sich islamkritisch äußert, ist Rassist und macht
die Sache der Nazis von heute“…. Was sind das für Leute, die mit Erfolg versuchen, ein
ganzes Volk in Kritikstarre zu versetzen, jede Hinterfragung in eine Beleidigung zu verfäl-
schen und den moralischen Cicerone zu mimen?
Ralph Giordano, Autor und Publizist mit Blick auf die Islamisierung,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.4.09
(Dr.Ralph Giordano ist anerkannter Autor, jüdischer Deutscher und Überle-
bender des Holocaust. Niemand ohne diese Kriterien würde in einem maß-
geblichen deutschen Medium mit solchen Feststellungen und Ansichten Ge-
hör finden.)

Alles ohne konkrete Begründung natürlich – die haben die Hetzer ja nicht. Davon, dass an Antifa-
Vorwürfen auch im Fall dieses Textes absolut nichts dran ist, können Sie sich selbst überzeugen – mit
kühlem, klaren Kopf, nicht benebelt von Hysterie. Sie werden, bei Licht betrachtet, nicht einmal mit der
Lupe auch nur ein rechtsextremistisches Komma entdecken. Dass man von links nach rechts schreibt, gilt
hoffentlich noch nicht als verdächtig. Nach üblichem Sprachgebrauch bedeutet ,extrem’ oder ,extremi-
stisch’ verfassungsfeindlich. ,Verfassungsfeindlich’ bedeutet gemäß Bundesverfassungsgericht, dass man
sich gegen Grundwerte der Verfassung wendet – gegen Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlich-
keit oder auch die Gemeinwohl-Orientierung staatlicher Politik. Eben das müssten die Pharisäer konkret,
substanziiert belegen. Da sie dies aber nicht können, zelebrieren und inszenieren sie stattdessen auf
schäbige Weise mit Leerformeln heftigste pseudomoralische ,Anti-Rechts-’ bzw. Antifa-Empörung.

In bestimmtem Sinn ist dieser Text allerdings tatsächlich ,radikal’: Das Wort ist ja aus dem Lateinischen
13
abgeleitet und bedeutet ursprünglich, an die Wurzeln zu gehen, sich mit den Wurzeln zu befassen. Und
dieser Text ist geprägt von dem Bemühen, den Dingen auf den Grund zu gehen, die Wurzeln der Übel
aufzudecken – ohne Rücksicht auf ,Politische Korrektheit’, den sogenannten Zeitgeist, Antifa, die Ange-
berei, die Macht, die Pfründen der Herrschenden usw.usw.

Die Pharisäer, die ja keine Argumente haben, wollen sich natürlich nicht auf eine Diskussion zur Sache
einlassen, in der sie voraussehbar eine erbärmliche, klägliche Figur abgeben würden. Sie lenken von der
Sache selbst ab und schwingen sich lieber auf ein hohes ,moralisches’ Ross (auch wenn es tatsächlich
nur ein lahmer Esel ist) und verkünden großmäulig ,moralische’ Urteile. Je besser ihnen so Hysterisierung
glückt, desto mehr werden Verstand und Vernunft ausgeschaltet. Und weil Leute mit solchen Diffamierun-
gen häufig Erfolg haben, geschehen sie immer wieder.

Verleumdung ist das typische Mittel der Politischen Klasse, um Kritiker, die ihre Interessen ernst-
haft bedrohen könnten, fertigzumachen, zumindest niederzuhalten – mit Hilfe dienernder Journali-
sten, oft von Antifa-Leuten, auch gewalttätiger Antifa-Rabauken und mit Hilfe verfassungsfeindlicher „Ver-
fassungsschützer“ – Böcke als Gärtner -, die ja Leuten der Politischen Klasse unterstehen. Damit werden
zugleich Grenzen eindringlich aufgezeigt und wird der Knüppel gegen all jene drohend geschwungen, die
vielleicht auch geneigt sein könnten, sich unbotmäßig zu verhalten. So wird Selbstzensur installiert.

<…> in der politischen Auseinandersetzung gehört es längst zur Tagesordnung, Personen


niederzukartätschen, die sich gegen den linken Konformismus des Landes stellen. Linkes
Empörertum kennt dabei keine Gnade <… > Am Ende kann nur die Solidarität mit den
Angegriffenen die Spitze des Gesinnungsterrors brechen.
Richard Wagner, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.5.08

Die Kommunisten in der Weimarer Zeit haben schon politische Gegner substanzlos als ,faschistisch’
oder ,Faschisten’ diffamiert, z.B. Sozialdemokraten als ,Sozialfaschisten’. In der kaum Deutschen unDe-
mokratischen Republik – der DDR – wurden ,faschistisch’ und ,Faschisten’ vollends zum substanzlosen,
sinnentleerten Agitationsbegriff, zum primitiven Instrument zur Diffamierung politischer Gegner. Die Ade-
nauer-Regierung wurde als ,faschistisch’ bezeichnet, der Aufstand des 17.Juni 1953 gegen die kommuni-
stische Tyrannei als Versuch eines ,faschistischen Putsches’. Die Mauer war ,antifaschistischer Schutz-
wall’. Ein Treppenwitz der Weltgeschichte: Die DDR verendete kläglich, aber die von ihr zur vollen Blüte
entwickelte Antifa-Diffamierung feiert Triumphe.
.
In ,ZEIT ONLINE’ hieß es unter 20/2008 S.20 „nazi-Zahlen <…> Netz gegen Nazis <…> Braunes Potenzial
Fast 70% der Deutschen finden, dass zu viele Ausländer im Lande leben“. Bei umfassender, wahrheitsge-
treuer, ungeschönter Information über Realität und Entwicklungstendenzen und ohne den Druck der
,Politischen Korrektheit’, der teilweise auch unbewußt wirkt, wäre der Prozentsatz gewiss noch wesentlich
höher. Mit der unselektiven Massenzuwanderung integrationsunwilliger, geringqualifizierter Personen mit
wesentlich gegensätzlicher Kultur, ohne Rücksicht auf die Interessen der Bürger, werden diesen zwangs-
weise gigantische, keineswegs nur finanzielle Lasten aufgebürdet. Diese werden weitestgehend ,vor-
sichtshalber’ gar nicht erst ermittelt oder aber tabuisiert.

Die Liste der Probleme ist gewaltig: Nicht-Integration, Landnahme, Gegengesellschaften, regionale Bil-
dungskatastrophen, Diskriminierung deutscher Schüler, hohe zusätzliche Arbeitslosigkeit, enorme Sozial-
leistungen, Islamisierung, ,importierte’ Kriminalität, Todesdrohungen und Gewalt gegen Menschen, die
etwas sagen, veröffentlichen oder tun, was bestimmten Islamisten oder auch türkischen Nationalisten
missfällt, Einschüchterung und daraus resultierend Einschränkung der Informations-, Meinungs-, Ver-
sammlungs-, Medien- und Glaubensfreiheit und so auch von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, dra-
stisch erhöhte Terrorgefahr, zunehmender Antisemitismus, Hetze gegen Homosexuelle usw. Wollte man
die so verantwortungslos verursachten Probleme wirklich lösen, soweit das überhaupt noch möglich ist,
müssten zusätzlich den deutschen Steuer- und Beitragszahlern gigantische Kosten aufgebürdet werden.

<…>Ich habe sie "Gutmenschen vom Dienst" genannt, "deutsche Pauschalumarmer",


"xenophile Einäugige", "Multikulti-Illusionisten" und "Beschwichtungsapostel". Es ist
genau jene Spezies von Zeitgenossen, deren Philosophie in die Misere der bisher ge-
scheiterten Integrationspolitik geführt hat, die aus Furcht, ausländerfeindlich geschimpft
zu werden, bei der Einwanderung von Millionen alle berechtigten Eigennutzinteressen
des Aufnahmelandes außer Acht gelassen haben. Hier muss der politischen Klasse, und
zwar parteiübergreifend, der Vorwurf gemacht werden, den aus der Nazizeit nachwirken-
den Schulddruck für die eigene verdrängerische Position instrumentalisiert zu haben.
Ralph Giordano, Autor und Publizist, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.4.09
14

Selbstverständlich ist die Meinung der großen Mehrheit entgegen der ,ZEIT’ völlig legitim und hat mit Na-
zitum überhaupt nichts zu tun; man sollte Nazismus nicht verharmlosen. Gewiss kann man in jedem Volk
in ähnlicher Situation eine solche Mehrheitsmeinung feststellen, wenn nicht eine radikalere. Dass die
Deutschen keineswegs ausländerfeindlich sind, auch im Vergleich zu Nachbarvölkern, ist sozialwissen-
schaftlich wie auch in der Realität des Alltags bewiesen.

Da diese Meinung einer großen Mehrheit allem Anschein nach nicht nur eine Stimmung des Augenblicks
ist, sondern dauerhaft, hätten in einer Demokratie eine demokratische Regierung und eine demokratische
Parlamentsmehrheit nur zwei Alternativen: Eine genügende Anzahl von Bürgern mit gemeinwohl-orientier-
ter Argumentation - falls diese denn möglich wäre - zu anderer Ansicht zu überzeugen oder eben eine der
Mehrheitsmeinung entsprechende Politik zu betreiben. Beides aber geschieht gerade nicht, was drasti-
schen Mangel an Demokratie aufzeigt. Die Politische Klasse hat die Bürger immer wieder energisch auf-
gefordert, sich durch die Massenzuwanderung gefälligst bereichert zu fühlen, aber sie sind nicht obrig-
keitshörig und tun es immer noch nicht. Nach einer sehr gründlichen repräsentativen Umfrage von Sozio-
logen der Universität Stuttgart-Hohenheim und der Nürnberger GfK Marktforschung 2009 meinten 73%
der Befragten, die Deutschen sollten mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf ihre nationale und kulturelle
Identität zeigen. Nur 8% widersprachen dem. (Spiegel, 19/2009, S.147)

Weil der Politischen Klasse die Meinung der großen Mehrheit nicht passt, behandelt sie die Bür-
ger als begriffsstutzige Untertanen und spielt sich in antidemokratischer Überheblichkeit als deren
Vormund und Umerzieher auf. Sie werden auch menschenverachtend zu Objekten der Manipulation de-
gradiert, insbesondere durch Desinformation. Wenn schon ,Umerziehung’, dann spricht vieles dafür, dass
die Politische Klasse ihrer bedarf.

Die Linke kann es eben nicht lassen, immer irgendwie am Menschen rumzumachen, und
ihn zu irgendetwas zu erziehen. Als ob diese Versuche nicht schon genug Opfer gefor-
dert hätten.
Georg Gafron, im Zusammenhang mit „Gender Mainstreaming“, dem neuen
Schlachtruf hin zu einer quasi geschlechterlosen Gesellschaft, Focus,
30.5.09, S.33

Für eine Auseinandersetzung in der Sache fehlen die Argumente. Deshalb verleumdet man die Meinung
der großen Mehrheit, indem man sie ohne Begründung und ohne jeden Grund in Neonazi-Nähe rückt.
Hingegen ZEIT-Herausgeber und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt 2002: „Wir haben <...> viel zu viele
Ausländer hereingeholt.“ Seitdem sind es noch viel mehr geworden. Helmut Schmidt ging es im Sinne
des Grundgesetzes um das ,Wohl des deutschen Volkes’ und nicht um irgendwelche verbohrten Wahn-
vorstellungen. Die ,ZEIT’-Verantwortlichen hätten also sogar „braunes Potenzial“ im eigenen Haus ent-
decken und dort gleich mit ihrem hehren Kampf praktisch beginnen müssen. In jedem Land mit wirklich
demokratischen Verhältnissen würden sich Leute mit solchem albernen Unsinn nur blamieren.

Vural Öger, der türkischstämmige Touristik-Unternehmer und SPD-Europa-Politiker pro-


phezeit uns: „Im Jahr 2100 werden 35 Millionen Türken in Deutschland leben. Die Ein-
wohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen. Das was Sultan
Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner,
mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen verwirklichen.“ (Hürriyet, 26.5.04)…
„Anpassung (Assimilierung) ist eine Schande und ein Verbrechen“ mahnte Erdogan am
8.2.08 seine Landsleute…
Freie Bürgerstimme Baden, Flugblatt, März 2008, ViSdP Herbert Rauter

(Zur Erinnerung: Die SPD war früher mal die Partei der deutschen Arbeitnehmer. Inzwi-
schen ist das offenkundig zu einem der vielen Polit-Märchen verkommen. Angesichts
ihrer geradezu anti-patriotischen, Deutschland schädigenden Politik würden Patrioten wie
Friedrich Ebert, SPD-Vorsitzender und erster Reichspräsident nach dem Kaiserreich, und
Kurt Schumacher, KZ-Häftling und erster SPD-Vorsitzender nach dem letzten Krieg,
wenn sie noch leben würden, vor Entsetzen einen Schock erleiden und an gebrochenem
Herzen sterben - und damit ihrem Parteiausschluss entgehen.)

Von jeher haben Tyrannen, Diktatoren jeglicher Provenienz, die Massenmörder des letzten Jahrhunderts
von Lenin, Stalin über Hitler bis Pol Pot ihre Diktatur mit der Behauptung ,gerechtfertigt’, sie wüssten bes-
ser als die Mehrheit des ,blöden Volkes’, der Untertanen, wo es langgehen muss. Auch muslimische Aya-
tollahs behaupten das. Stalin und Hitler hatten weit mehr als die Schnurrbärte gemeinsam. Sogar der grü-
15
ne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit meinte einmal, irgendwann müssten wir aus dieser antifa-
schistischen Zwangspädagogik herauskommen.

Gern ,verwechseln’ Politiker wie auch Medien-Leute rechts mit rechtsextrem – aber nicht links mit
linksextrem, nur linksextrem mit links –, ,verwechseln’ die von der Politischen Klasse geschaffenen
Zustände mit der verfassungsmäßigen Ordnung, setzen beides kurzerhand gleich und diffamieren Kritiker
als verfassungsfeindlich, als extremistisch. Sie beschwören eine so generell nicht-existente „rechte Ge-
fahr“. ,Rechts’ ist ohnehin keineswegs verfassungsfeindlich – genauso wenig wie ,Links’.

Gern ,verwechseln’ Politiker auch den verbreiteten, immer weiter zunehmenden Verdruss an der Politi-
schen Klasse mit Verdruss an der Demokratie. Zuweilen setzen Politiker die Politische Klasse gar mit dem
Staat gleich: Wenn man die Politische Klasse kritisiert, verunglimpft man angeblich den Staat. Dabei hat
sie mit dem Staat etwa so viel zu tun wie der Busfahrer, der den vollbesetzten Bus in den Sumpf gefahren
hat, mit dem Bus. Gäbe sich der Fahrer als Bus aus, würde man ihn zur Untersuchung seiner Zurech-
nungsfähigkeit zum Psychiater schicken. In seinem Roman ,1984’ ließ George Orwell den Großinquisitor
sagen: „In einer Zeit der allgemeinen Verdummung, der Fälschung und der Lüge ist das Aussprechen der
Wahrheit ein revolutionärer Akt und folglich ein Kapitalverbrechen.“ Tatsächlich haben die Oligar-chien
der herrschenden Parteien den Staat weithin sich und ihren Geldgebern zur Beute gemacht.

82% der Deutschen meinen, dass „auf die Interessen des Volkes keine Rücksicht“ genommen
wird. Nur 18% sind der Meinung, dass „das Volk etwas zu sagen hat“. Nur 5% glauben, dass man mit
Wahlen „in starkem Maße“ die Politik mitbestimmen kann, 48% glauben an „etwas“ Einfluss, 47% sind
überzeugt, dass sie die Politik durch Wahlen „gar nicht“ mitbestimmen können. Die Beteiligung an Wahlen
geht im allgemeinen deutlich zurück, vereinzelt auf unter 40%. Mit dem politischen System gemäß Grund-
gesetz sind 36% unzufrieden, mit dessen tatsächlichem Funktionieren 61%. 80% der Deutschen wollen
Volksentscheide, die ihnen die Politische Klasse aber beharrlich, anmaßend, antidemokratisch, mit verlo-
gener Begründung vorenthält. So Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag des ,Stern’ im Dezember
2006 (ONLINE 27.12.06). Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach vom April 2008 (Frank-
furter Allgemeine Zeitung, 23.4.08, Spiegel, 10.5.08, S.62) halten nur 17% der Deutschen die Politiker für fähig
und kompetent, nur 28% für verantwortungsbewusst. Dirk Kurbjuweit und Christoph Schwennicke im
,Spiegel’: „Das heißt: In den Augen der meisten Bürger liegt das Schicksal des Landes in den Händen
einer faulen und unfähigen Bande.“

Den „Volksparteien“ läuft das Volk weg. Bei der Europa-Wahl 2009 haben gerade mal 9% der Wahlbe-
rechtigten für die „Volkspartei“ SPD gestimmt und 16% für die Union. „Das Publikum wendet sich mit Ekel
von einer politischen Klasse ab, die in wichtigen, das Volk vital berührenden Fragen zu keinem offenen
Diskurs mehr fähig ist.“ (Dieter Stein, Chefredakteur der ,Jungen Freiheit’). Man könnte auch sagen: noch
nicht einmal willens zu einem Diskurs. 82% der Bürger verdienen mehr, als dass man ihre Kritik besten-
falls bequem, abfällig abtut oder gar noch diffamiert. Sie verdienen auch ein Sprachrohr.

In diesem Text geht es gerade darum, verfassungswidriges Verhalten der Politischen Klasse auf-
zuzeigen, gerade darum, die Grundwerte der Verfassung zu vertreten und zu verteidigen. Die Diffamie-
rungs-Rituale, die latente Drohung damit und die Einschüchterung sind ein Beispiel für eine perfide Art
und Weise, antidemokratisch Meinungsfreiheit in wesentlichen Bereichen aufzuheben – und zugleich
wirklichen Rechtsextremismus zu verharmlosen. Erst wenn man an den Zügeln zerrt, bemerkt man, wie
frei oder unfrei man tatsächlich ist. Die Diffamierung im Sinne ,Politischer Korrektheit’ und Antifa ist offen-
sichtlich beleidigend, verstößt gegen die Freiheit der Meinungsäußerung wie gegen das Demokratie-Prin-
zip. Oft tendiert sie zu Antifa-Pöbelei, -Randale, -Gewalt, etwa im Stil gewalttätiger Rechtsextremisten
oder auch der Nazi-SA. Aber rechtlich kann man sich dagegen nicht effektiv wehren und auf andere Wei-
se meist auch nicht.

…Was als legfitime Oppositionskritik<…>begann, hat im Handumdrehen Züge einer


Hexenjagd auf Krause <designierter Kultusminister Thüringens> angenommen. Was
sollte er nicht alles sein: ein Holocaust-Verharmloser, ein verkappter Rechtsextremist, ein
Demokratieverächter. Für nichts davon konnte auch nur ein einziger Beleg in seinen
Äußerungen gefunden werden<…> Gegen eine Verurteilung, die sich nicht einmal der
Mühe der Beweisführung unterzieht, ist Verteidigung unmöglich<…> Besonders bitter,
dass die Vorverurteilung einen ostdeutschen Politiker traf, der <in der DDR> tatsächlich
etwas für die Freiheit riskiert hat.
Stefan Dietrich, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6.5.08

Peter Krause, Gründungsmitglied der DDR-Bürgerrechtsbewegung Neues Forum<…>


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hat tatsächlich geglaubt, in diesem Land herrsche so etwas wie Meinungsfreiheit. So was
rächt sich<…> Hätte Krause wie Rudi Dutschke zum „bewaffneten Kampf“ gegen die
Bundesrepublik aufgerufen, würde man Straßen nach ihm benennen. Wäre er <wie
Grass> Mitglied der Waffen-SS gewesen, könnte ihm dies als Jugendsünde verziehen
werden Hätte er <wie Fischer> trotz Steinwürfen auf Polizisten Außenminister werden
wollen, wäre das als „biografischer Bruch“ durchgegangen. Hätte er versucht, eine Stasi-
Intrige gegen Bundespräsident Lübke aufrecht zu halten, hätten ihm die Großrichter der
Süddeutschen Zeitung attestiert, er habe zu einem „anständigen Staatswesen“ beigetra-
gen. Und vor allem wäre seine Berufung zum Kultusminister Thüringens überhaupt kein
Problem, wenn er zu Zeiten der DDR als Stasi-Zuträger gearbeitet hätte – so wie viele,
die heute im Bundestag oder in den Landtagen sitzen.
Nicolaus Fest, BILD.de, 9.5.08

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabon-EU-Vertrag


<…> Es wäre also Aufgabe der Medien, darzustellen, dass es sich hier nicht nur um
einen Bagatellfehler handelt, wie die Politik uns das gerne verkaufen möchte, sondern um
ein Versagen in einer fundamentalen Verfassungsfrage. <…> da sich Bundestag, Bun-
esrat und Bundesregierung als nicht ausreichend verantwortungsbewusst erwiesen ha-
ben, wäre es politisch und moralisch notwendig, nun dem deutschen Volk die Entschei-
dung zu überlassen.
Prof. Dietrich Murswiek, Vertreter des Bundestagsabgeordneten Peter Gau-
weiler, CSU, vor dem Bundesverfassungsgericht, Junge Freiheit, 10.7.09

Die Diffamierung dient nicht nur der argumentationslosen Abwehr von Kritik und der Einschrän-
kung von Meinungsfreiheit und Demokratie: Mal brauchen die eher bösartigen Gutmenschen wieder eine
Gelegenheit, zu zeigen, wie gut sie doch sind, wobei sie bestenfalls fingieren, dass das Gutgemeinte auch
gut sei. Manche sind einer Anklage- und Ausgrenzungsmanie verfallen, bei der man sich einfachheitshal-
ber mit Inhalten nicht auseinandersetzt. Die Mahner und Warner brauchen etwas zum Mahnen und War-
nen, damit ihr Geschäft brummt. So manche 68er – Opas der APO („AußerParlamentarische Opposition“)
– lechzen immer wieder nach Nahrung für ihren Zustand der Dauer-Erregung und nehmen, was sie so
kriegen können. Manche Leute haben es nötig, immer wieder „deutsche Schuld“ in angeblichen Nazi-Ten-
denzen zu entdecken, um dem ,Kult mit der Schuld’ zu huldigen. Mal brauchen Leute Prügelknaben, um
ihre Aggressivität abzureagieren. Stramme „Antifaschisten“, Antifa-Kämpfer brauchen natürlich immer
wieder „Faschisten“, um sie mit „kraftmeierischer Selbstberauschtheit“ (Klonovsky) zu bekämpfen; sonst
könnten sie ja keine Antifa-Kämpfer mehr sein. Vorzugsweise greifen sie dabei ziemlich Schwache an.
Und die „Deutschland-verrecke“-Leute attackieren sowieso jeden, der sich für dieses Land engagiert.

Wenn die Diffamierung in physischen Übergriffen mündet, also in krimineller Gewalt – und dadurch
letztlich auch Gegengewalt provoziert -, handelt es sich wie früher bei der Nazi-SA großenteils um jüngere
Männer, die das Bedürfnis haben, ihren Überschuss an Männlichkeitshormonen auszuleben, und es nicht
fertigbringen, das konstruktiv zu tun – wesentlich aus Mangel an echter Orientierung. In der Vergangen-
heit boten Kriege und Gewalt gegen Minderheiten ein Ventil, anderswo teilweise noch heutzutage.

Und ,Kampf’ ist besonders angenehm, wenn er völlig risikolos ist und keinerlei Mut erfordert – viele
gegen einen oder wenige, gegen die praktisch Wehrlosen. Zusammen auf einen Hilflosen einzuknüppeln,
ist anscheinend eine erhebende Gemeinschafts-Erfahrung fürs Leben. Joschka Fischer wurde fotografiert,
als er auf einen schon hilflos am Boden liegenden Polizisten brutal einprügelte. Auf die ,Courage’ der
Antifa-Feiglinge ist stets Verlaß. In Köln prügelten Antifa-Faschisten 2008 in zigfacher Übermacht – ge-
meinsam mit Islamisten - Menschen nieder, die nur an einer legalen Veranstaltung teilnehmen wollten und
damit ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit geltend machten. Die Polizei schaute überwiegend zu,
wurde anscheinend ,von oben’ zu verfassungswidrigem Verhalten gezwungen. Und der Pöbel wurde dann
noch ob seiner „Zivilcourage“ vom christlich(!!)-demokratischen(!!) Ministerprä-sidenten gelobt. Welch eine
Kumpanei, und was für tolle Helden und Heuchler wir doch haben!

Von den meisten Leuten, die so engagiert „Gesicht zeigen gegen rechts“, würde man
nicht einmal die Nasenspitze sehen, wenn sie Nachteile davon hätten.
Michael Klonovsky, Schriftsteller, Chef vom Dienst bei ,Focus’, Jede Seite ist
die falsche, 2008, S.21

Kai Diekmann, Chefredakteur von ,BILD’, sieht unser Land von Gutmenschen beherrscht, die weltfrem-
den Idealismus und deutschen Selbsthass verbreiten (2007). Er spricht vom Wahn der gutmenschlichen
Eiferer, die zur Plage geworden seien. Hitler und seine Clique führten das Land mit Größen- und Ras-
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senwahn ins Verderben. Andere bemühen sich darum auf andere Weise. Über Mangel an Wahn
können wir uns auch jetzt nicht beklagen: Antifa- und Schuldkult-Wahn, Globalisierungs- und EU-Er-
weiterungswahn, Multikulti-Wahn, Bevormundungs- und Bürokratiewahn, Gleichmachereiwahn, z.B.mit
„Gender Mainstreaming“, Privatisierungswahn ohne soziale Rücksicht, Größenwahn, mit dem Deutsch-
land die sozialen Probleme der halben Welt auf sich nehmen soll, Wachstumswahn… Wahn missachtet
Realität und kennt weder Vernunft noch Maß. Rechts- und Linksextremismus, Rechts- und Linksfaschis-
mus wenden sich gegen Demokratie, zu der Informations-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit gehö-
ren, gegen Menschenrechte, wollen einen neuen Menschen schaffen, die Linksfaschisten den weltweit
gleichen Multikulti-Menschen…Feindliche Brüder im Geist. ,Bereichernder’ Dritter im Bund ist ,dank’ ver-
antwortungsloser Zuwanderungspolitik der prinzipiell ähnliche Islamismus (deutlich zu unterscheiden vom
Islam als Religion).

<…> Am die Stelle des in unserem Weltteil eher toten Gottes sind in der Tat zahlreiche
Ersatzreligionen getreten. Die der sozialen Gerechtigkeit etwa, oder der Naturkult, oder
die tägliche schwarze Messe um das tote Alien aus Braunau. Ich werfe deren Anhängern
keineswegs vor, dass sie für ihre, wie die Soziologen sagen, frei flottierenden religiösen
Bedürfnisse Bezugspunbkte suchen. Ich finde bloß die meisten Bezugspunkte viel ver-
rückter, als die Gottesidee es je sein könnte. <…> Aber in der Tat hat Hitler als gegen-
göttliche Figur eine Nachkriegskarriere hingelegt, um die ihn in der Hölle vor allem Mao
und Stalin beneiden dürften. Den Negativ-Kult um ihn kann man wohl kaum anders denn
als religiös bezeichnen. So gesehen ist zwar Gott vielleicht tot, der Teufel dafür so leben-
dig wie nie zuvor. Er übernimmt zunehmend die gesellschaftliche Integrationsleistung, die
einmal Gott hatte.<…>
Michael Klonovsky, Schriftsteller, Chef vom Dienst bei ,Focus’, Horizonte,
Magazin für sozialdemokratische Politik in Mecklenburg-Vorpommern, 1.3.
09, S.15

Mal will man auch mit dem billigen, aber oft erfolgreichen Trick pseudomoralischer Verleumdung, Empö-
rung und Hysterisierung von eigenen Untaten, etwa von schlimmer Politik, eigenen verfassungsfeindli-
chen Machenschaften und ihren schlimmen Folgen oder von eigenem Linksfaschismus ablenken, politi-
sche, berufliche oder sonstige Konkurrenten fertigmachen oder gar nicht erst hochkommen lassen –
z.B. neue Parteien. Manche Leute wollen sich selbst in die Medien bringen, manche sich so
profilieren.und Geld abzocken, z.B. Journalisten mit skandalisierenden ,Berichten’ und Kommentaren in
Medien oder Antifa-Leute Steuergelder gegen angeblichen ,Kampf gegen Rechts’. Dieser ,Kampf’ hat sich
ja inzwischen geradezu zu einem Geschäft entwickelt – mit immer neuen Ideen ,Staatsknete’ abzocken.
Die Bürger müssen das Bemühen um Vorenthaltung von Informationen, Desinformation, Manipulation
ihrer Meinung und Verunglimpfung auch noch selbst bezahlen.

Wegen ,Politischer Korrektheit’, Antifa-Irrsinn und auch islamistischer Bedrohung erscheint es


oft so, als sei eine tatsächlich relativ kleine, allerdings lautstarke Minderheit repräsentativ für die
große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, die ,veröffentlichte Meinung’ erscheint – insoweit
fälschlich - als ,öffentliche Meinung’ im Sinne einer allgemeinen Meinung. Das schüchtert dann die tat-
sächliche Mehrheit zusätzlich ein, der gar nicht bewusst ist, dass sie die Mehrheit darstellt und sich des-
halb eigentlich gar nicht einschüchtern lassen sollte.

Mit ,Politischer Korrektheit’, Antifa-Irrsinn und auch islamistischer Bedrohung wird erreicht, daß Leute
eine erwünschte Meinung äußern, obgleich sie diese tatsächlich gar nicht haben, etwa um damit gut
anzukommen, ihre Interessen, ihre Karriere zu fördern. Andere ziehen es vor, zu schweigen, statt zu
riskieren, mit einer Meinungsäußerung in die Schusslinie zu geraten, anzuecken, sich zu isolieren. Es
verbreitet sich der falsche Eindruck, die erwünschte Meinung sei die herrschende. Die meisten Menschen
möchten nicht als Außenseiter erscheinen, sich gar einfügen, in den Chor einstimmen, Gemeinsamkeit
herstellen. Deshalb wird noch häufiger die erwünschte Meinung geäußert und andererseits immer mehr
geschwiegen. Die vermeintliche Mehrheit neigt zum Reden, die vermeintliche Minderheit zum Schweigen
oder Heucheln. So verstärkt sich der Prozess weiter – im wesentlichen die sogenannte Schweigespirale,
entdeckt von der Meinungsforscherin Prof. Elisabeth Noelle-Neumann.

Es muss der Albtraum der Politischen Klasse und der Linksfaschisten sein, dass eines Tages dieser
Prozess, dieser Mechanismus durchschaut und entlarvt und sich die große Mehrheit der Manipulation
bewusst wird, sich ihr entzieht, sie erkennt, Mehrheit zu sein, und es dann selbstbewusst heißt: „Wir sind
das Volk!“
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Daß man jedwedem wirklichen Extremismus – rechts- oder linksextrem oder islamistisch – ent-
schieden und klug (!) entgegentreten muss, ist selbstverständlich. Aber das geschieht gerade
nicht, großenteils eher das Gegenteil. Das Gefüge der verfassungsmäßigen Grundwerte ist schon be-
schädigt. Linksfaschismus und Islamismus – einzeln und erst recht zusammen weit gefährlicher als der
Rechtsextremismus - breiten sich bedrohlich aus. Reale, ernste Gefahren werden beflissen ignoriert und
heruntergespielt, man lenkt davon ab. Regelmäßig zum 1.Mai müssen sich in Berlin viele Polizisten auf
Geheiß von oben von Linksextremisten verprügeln und steinigen lassen. Schon bald nach de, 1.Mai 09
war „Hamburg im Griff linksautonomer Gewalttäter“ – so die ,Welt’ (5.7.09) Mit Steuergeld angeblich für
den ,Kampf gegen Rechts’ werden teilweise Linksextreme geradezu hochgepäppelt. Die Politische Klasse
stellt sich gegenüber Linksextremismus und Islamismus weitgehend blind. Nur wenn die Politische Klasse
gegen jeglichen Extremismus gleichermaßen vorginge, würde sie zeigen, dass sie den Kampf gegen ihn
ernst und ehrlich meint. Das tut sie aber keineswegs.

Sämtliche Regierungen haben bei der Aufarbeitung versagt. Wenn ehemalige Stasi-
Spitzel heute im Staatsschutz tätig sind, dann können wir die Bekämpfung der organisier-
ten Kriminalität auch der Mafia überlassen.
Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft,
Bild, 3.7.09

Der Linksextremismus ist in letzter Zeit gefährlicher gewordem Es gab den Anschlag auf
das Bundeswehrdepot in Dresden, und in Berlin werden fast täglich Autos angezündet.
Die Täter nehmen offenbar auch Personenschäden in Kauf. <…> Wir sind in Deutschland
zu tolerant gegenüber der Gewalt.
August Hanning, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, B.Z. am Sonn-
tag, 19.4.09

Eine überzeugende, wirklich demokratische, konsequent gemeinwohl-orientierte, den Menschen-


rechten umfassend verpflichtete, rundum rechtsstaatliche Ordnung würde längerfristig auch am
besten gegen Extremismen immunisieren. Aber daran fehlt es gerade, wie hier gezeigt werden soll.
Sonntagsreden und Sprechblasen helfen da nicht weiter.

Schlimmer noch: Mit ihrem katastrophalen Politikversagen einschließlich ,Politischer Korrektheit*


,produziert’ die Politische Klasse selbst teilweise geradezu Rechtsextremisten, Neonazis, die sie –
wie zudem auch Trugbilder fiktiver Rechtsextremer – wiederum für ihre Zwecke nutzt: Der permanente
,Kampf gegen Rechts’, der sich undifferenziert auch gegen verfassungstreue Rechte und Konservarive
richtet, soll nämlich von ihrem eigenen katastrophalen, weitgehend verfassungsfeindlichen Politikversa-
gen ablenken sowie durch pauschales Verteufeln aller ,Rechten’ das Hochkommen verfassungstreuer
kritischer Kräfte verhindern und so ihre Macht bewahren.

Die Politische Klasse ist in ihrem eigenen Interesse auf die ,rechte Gefahr’ sogar dermaßen angewiesen,
dass der Verfassungsschutz den Aufbau der NPD massiv gefördert hat: Am 12. Februar 2009 trug
,Panorama’ die These vor, die Durchsetzung der NPD mit Agenten des Verfassungsschutzes sei nicht
sinnvoll, man solle besser darauf verzichten, um dann die „Nazi“-Partei durch das Bundesverfassungsge-
richt verbieten lassen zu können. In diesem Zusammenhang wurde ein ehemaliges Mitglied des Bundes-
vorstandes der NPD, zugleich ehemaliger Agent des Verfassungsschutzes, befragt Dieser berichtete, er
habe mit Geld des Verfassungsschutzes den Landesverband Nordrhein-Westfalen der NPD aufgebaut.
Die Frage, wieso und wozu eigentlich die NPD zu einem wesentlichen Teil ein Produkt des Verfassungs-
schutzes ist, vermied ,Panorama’ natürlich beflissen; schließlich ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen in
den Händen der Politischen Klasse. Gewiss handelt es sich dabei nicht nur um eine Art fürsorglicher Ar-
beitsbeschaffung für den Verfassungsschutz.

Heribert Rech, Innenminister von Baden-Württemberg, hat auf einer CDU-Veranstaltung im Kreis Calw
Anfang März 2009 die Katze aus dem Sack gelassen, was er gewiss inzwischen bitter bereut: „Wenn ich
meine verdeckten Ermittler aus den NPD-Gremien abziehen würde, dann würde die NPD in sich zusam-
menfallen“ Schwarzwälder Bote, 5.3.09. Wenn alle Innenminister so vorgingen, wäre die Politische Klasse in
ihrer ganzen Heuchelei entlarvt. Die NPD ein Papiertiger, der ganze schöne ,Kampf gegen Rechts’ weit-
gehend bloßes Theater, Krampf gegen Rechts, Repressionstrick, Ablenkungsmanö ver! Welch eine Bla-
mage! Natürlich will man sich das nicht leisten. Angeblich kann man ja die Agenten nicht abziehen, weil
die NPD so schrecklich gefährlich ist – mal wieder ein Polit-Märchen. Tatsächlich ist die NPD für eigene
Interessen so enorm nützlich.
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Die These hier ist: Die Politische Klasse selbst hat weitgehend die Grundnormen der Verfassung
missachtet, ihre verfassungsrechtlichen und verfassungspolitischen Pflichten verletzt, teils bewusst, teils
fahrlässig, und so dem Land schweren Schaden zugefügt – und tut dies weiterhin. Orientierung
staatlicher Politik auf das „Wohl des deutschen Volkes“ (Gundgesetz), auf das Gemeinwohl einschließlich
Sozialstaatlichkeit, sowie Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit sind die Grundnormen der
Verfassung, sie machen entscheidend das Wesen des Staates aus, wie ihn das Grundgesetz vorsieht.
Diese auch naturrechtlichen Kriterien – miteinander verknüpft - unterscheiden einen legitimen, einen ,ge-
rechtfertigten’, einen mit dem Recht in Einklang stehenden Staat von autoritären Regimen, von Dikta-
turen, von extremistischen Systemen jeglichen Typs, egal ob rechts- oder linksextrem oder islamistisch,
und auch von einer Demokratur. Die Bürger haben ein Grundrecht auf Teilhabe an der demokratischen
Legitimation der Staatsgewalt (Artikel 38 des Grundgesetzes), wie vom Bundesverfassungsgericht in
seinem Maastricht-Urteil dargelegt, ein Menschenrecht auf Demokratie. Gemäß Artikel 20 Absatz 4/ 79
Absatz 3 des Grundgesetzes und Naturrecht haben die Bürger ein Grundrecht auf Unterlassung der Be-
einträchtigung der fundamentalen Verfassungsprinzipien und notfalls ein Recht auf Widerstand.

Die Grundnormen werden von der Politischen Klasse überwiegend nicht in Wort oder Schrift in Frage ge-
stellt, im Gegenteil gepriesen, wohl aber im praktischen politischen Verhalten ignoriert, verraten, außer
Kraft gesetzt. Das belegen die Ergebnisse der Politik, die schlimmen bis katastrophalen Zustände in be-
stimmten Bereichen wie die verhängnisvollen Entwicklungen. Eine Abrechnung ist überfällig.

Gerhard Hermann Mostar, 1933 aus Deutschland emigrierter Literat: „Die Verfassung muß man schüt-
zen – gegen die, die oben sitzen!“ Die Oberen sind stets in der Versuchung – weil sie die Macht haben,
und Macht verführt -, im eigenen Interesse, einschließlich eigenem ideologischen Interesse, grundlegende
Pflichten zu missachten und die Verfassung zu manipulieren. Gustav Heinemann, Bundespräsident 1969-
1974 (SPD): „Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität... Der Bürger hat das Recht und die
Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, daß sie demokratische Rechte missachtet.“
„Eine Demokratie braucht radikale Kritik wie der Mensch die Luft zum Atmen.“ (Dieter Stein) Waldemar
Besson und Gotthard Jasper, in einer Broschüre ,Das Leitbild der modernen Demokratie’, vor einiger Zeit
(!) herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung (inzwischen weitgehend gleichgeschal-
tet): „…eine freiheitliche Demokratie <braucht> eine Bereicherung der öffentlichen Diskussion durch prin-
zipielle Fragestellungen und radikale Positionen“ mit „Perspektiven, die über die gegenwärtige Ordnung
hinausgreifen…Demokratie ist eine ständig sich reformierende Staatsform…Nur eine sich reformierende
Demokratie hat Zukunft.“ Nun denn!

Alle Mächtigen, die ich näher beobachtet habe, sind ungeduldig und intolerant geworden,
haben eitel das Maß ihrer Möglichkeit überschätzt und Prinzipien sowie Freunde selbst-
herrlich aufgegeben.
Shimon Peres, israelischer Staatspräsident, Friedensnobelpreisträger
zitiert in Eberhard Puntsch, Das neue Zitaten-Handbuch, 1997, S.772

Kritik an der dramatischen Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Verhältnissen und der Ord-
nung, wie die Verfassung sie fordert, zielt darauf ab, diese Diskrepanz zu mindern, möglichst zu
beseitigen, und ist damit also geradezu das Gegenteil von ,verfassungsfeindlich’.

Immerhin mag man dankbar dafür sein, dass die Politische Klasse jeden Tag die Nachrichtensen-
dungen irgendwie füllt und auch auf mancherlei andere Weise, z.B. mit Skandalen oder bombastisch-
hohlen Sprüchen zur Unterhaltung beiträgt, Realsatiren, Lachnummern produziert und dem politischen
Kabarett unlautere Konkurrenz macht; Lachen ist doch so gesund.

Da gab es den Kanzler, der Bemühungen um eine Politik der Wiedervereinigung als „groben Unfug“,
„blühenden Unsinn“ abtat und sich später so gern und stolz als „Kanzler der Einheit“ feiern ließ. Oder den
Verteidigungsminister der sich mit seiner neuen Liebe bei turtelnder Planscherei im Schwimmbecken prä-
sentierte, noch dazu während ,seine’ Soldaten im Einsatz waren. Jener Verteidigungsminister hat sich
auch den schlechten Witz erlaubt, vorzuschlagen, eine Kaserne nach Churchill zu benennen, jenem
Mann, der unversöhnlich zum Krieg gegen Deutschland – nicht gegen das Nazi-Regime - getrieben hat*
und maßgeblich für den Bombenterror verantwortlich war, einem riesigen Kriegsverbrechen, mit dem viele
Hunderttausende, vielleicht eine Million Deutscher grausam hingemordet wurden.
* Dazu z.B. Patrick J. Buchanan, Churchill, Hitler und der unnötige Krieg. Wie Großbritannien sein Empire und
der Westen die Welt verspielte. US-Bestseller.
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Auch Stumpfsinn, Dumpfheit und Stickigkeit der ,Politischen Korrektheit’ sowie der Antifa-Irrsinn haben
oft kabarettistischen Charme, wenn man mal von ihrer verhängnisvollen Bedeutung für Informations- und
Meinungsfreiheit, Demokratie und Gemeinwohl absieht. ,Politische Korrektheit’ strotzt, bei Licht besehen,
von Albernheiten. Die stupiden Blockwart-Typen, die sich dienstbeflissen überschlagen, um in Politischer
Korrektheit billig verleumdend zu wetteifern, sind eigentlich auch komisch. Skurril, welche Charaktertypen
der ,Kampf gegen Rechts’ nach oben spült. Antifa-Rabaukentum im Stil der Nazi-SA, vielleicht gar in
Kumpanei mit der Politischen Klasse, bietet eine Art lebendigen Geschichtsunterrichts. Wir dürfen ja
schließlich nie vergessen. Jemand mag noch die SA-Schläger erlebt haben, 1989 Stasi-Schläger in Leip-
zig und nun 2008 aufgehetzte Antifa-Schläger, von der Polizei erzwungenermaßen toleriert, in Köln. Eine
feine Tradition.

Irgendwie auch komisch ist die partielle Allianz von Antifa-.Faschisten und Islamisten, etwa beim ,Kampf’
gegen den Anti-Islamisierungs-Kongress in Köln 2008: Beide verbindet der Hass auf ,Rechte’, auf europä-
isch-deutsche Kultur und europäische Werte, dementsprechend sind beide für freie Zuwanderung auch
von Feinden dieser Kultur und dieser Werte. Beide leben auch gern ihre Macho-Gelüste aus. Aber
zugleich sind sie wie Feuer und Wasser. Wären sie allein in einem Land, würden sie einander brutal an
die Gurgel gehen. Dass sich Antifa-Leute zu nützlichen Idioten von Islamisten degradieren, ist ein Pracht-
beispiel ideologischer Borniertheit. So prächtig findet man es selten.

Oder – auch irgendwie komisch - die partielle Allianz von Linksfaschisten und Raffgier-Kapitalisten:
Beide sind gegen Nationen, Nationalstaaten, gegen eine staatliche Politik des Schutzes nationaler Inter-
essen nach außen, gegen Patriotismus und Heimatverbundenheit, gegen europäisches Wertebewusst-
sein usw. Die einen stört all dies in ihrer ideologischen Gier nach Multikulti-/Antifa-/Gender-usw.-Gleich-
macherei-Maximierung, die anderen in ihrer materialistischen Gier nach Profit-Maximierung. Beide sind
für ganz oder ziemlich unbeschränkte Zuwanderung. Für die einen ist das ein Gebot ihrer absurden Multi-
kulti-Ideologie, die anderen wollen ganz banal Druck auf die Löhne.

Manche Leute, die sich unter der DDR-Herrschaft als heimliche Widerständler (so heimlich, dass gar
niemand etwas bemerkte) und in der Wendezeit als Mitläufer ,bewährt’ haben, stiegen in der Politischen
Klasse zu hoher Prominenz auf und fordern eifrig „Zivilcourage“ im „Kampf gegen Rechts“ – das ist ja nun
so schön ungefährlich -, während die Politische Klasse die Ex-Bürgerrechtler, die wirklich couragierten, ja
mutigen Anführer der Wende, der friedlichen Revolution in der DDR ausnahmslos abserviert hat: Komisch
und bezeichnend zugleich, für die Abservierten und für den politischen Zustand der Republik allerdings
gar nicht komisch.

Wenn sich Leute der Politischen Klasse weltweit als universale Mahner und Vorkämpfer für Menschen-
rechte und Demokratie aufspielen – mit medialer Inszenierung für zuhause – am ,deutschen Wesen soll
schließlich die Welt genesen’ -, wenn sie damit ausländische Spitzenpolitiker penetrant nerven und dort
überhaupt nichts erreichen außer Verärgerung und einer Schädigung deutscher Interessen, wenn diesel-
ben Leute der Politischen Klasse es aber andererseits zuhause mit Menschenrechten und Demokratie gar
nicht sonderlich ernst nehmen, sie gar mit Füßen treten, ist das auch ein schlechter Witz. Nach medial
inszenierter ,Ermahnung’ können ausländische Politiker solcher Ermahnung schon allein deshalb gar
nicht folgen, weil sie sonst ihr Gesicht verlören. Je mehr die chinesische Regierung eine Stärkung der
Unabhängigkeits-Bestrebungen in Tibet befürchtet, umso mehr fördert sie natürlich die dortige Ansiedlung
von Han-Chinesen und damit die Überfremdung. Natürlich wissen all das auch alle Beteiligten. (2007
machte Sandschneider, Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Merkel mit
ihrer Mahnerei dafür verantwortlich, dass die Beziehungen zu Rußland und China „notleidend“ seien.)
Würde man in der Sache etwas erreichen wollen, statt nur billige Schau zu inszenieren, müsste man das
offensichtlich wesentlich anders anstellen.

(Drohende Überfremdung in Tibet darf, ja muss man inständig beklagen. Im Blick auf Deutschland darf
man davon noch nicht einmal sprechen. Das Wort wurde von übergeschnappten selbsternannten Volks-
pädagogen zum „Unwort“ erklärt. In Bezug auf Deutschland heißt es offiziell ,Bereicherung’.)

Während deutsche Soldaten in Afghanistan beschossen, in die Luft gesprengt werden und schießen,
töten und sterben, wie das eben im Krieg geschieht, streiten deutsche Politiker emsig darüber, ob das
Krieg ist – makabre Komik gekünstelter Begriffsstutzigkeit. (Die Soldaten im Krieg haben allerdings kein
Verständnis dafür, dass – zusätzlich zu allen sonstigen Bürden, die die Regierungskoalition ihnen auflädt -
der Krieg verniedlicht und schöngeredet wird.)

Wenn Politobere als reiche Tanten oder Onkel aus Germany ihren Auftritt genießen und deutsche
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Steuergelder korrupten, inkompetenten, tyrannischen ,Führern’ der afrikanischen Dritten Welt in den
unersätt-lichen Rachen stopfen und voller Selbstzufriedenheit und natürlich auch wiederum medial
inszeniert – Schaufenster-Politik - das Polit-Märchen verkünden, so werde dort Armut bekämpft, während
tatsächlich das gewiss nicht, eher das Gegenteil zutrifft, erfährt man wenigstens voller ,Befriedigung’,
wofür man so viel Steuern bezahlt; oft ist das ja höchst unklar. Die Frage nach etwaigen Rückflüssen
verkneift man sich.
Witzig auch, wenn sich dann die auf Steuerzahlers Kosten so spendable Ministerin noch mit Diva-Allüren
aufführt und immer wieder bei lächerlichen Kleinigkeiten Wutausbrüche zelebriert, z.B. bei geringer Ab-
weichung der Hotelzimmer-Temperatur von den verordneten 22,5 Grad C. (Für die zur Begleitung abkom-
mandierten Mitarbeiter ist das natürlich weniger lustig. Immerhin sind sie schon von ,zuhause’ den Ka-
sernenhof-Ton der Ministerin gewöhnt, den sie sich beharrlich leistet, obgleich sie ja als angeblich so linke
Sozialdemokratin eigentlich sozial geringer positionierten Leuten besonders verbunden sein sollte.)

Sehr schön ist auch, wie die Linke/SED beispielhaft die Qualität ihrer Vorschläge verdeutlicht: Ihr Kan-
didat für das Amt des Bundespräsidenten 2009 ließ verlauten, warum er morgens auf der Toilette gern
Kreuzworträtsel löst; schließlich hatte die Öffentlichkeit ein Recht darauf, ihn umfassend kennenzulernen:
Der überzeugende Grund: Er möchte gern gleich „zwei Erfolgserlebnisse“ haben. Wenn man sich das so
plastisch vorstellt: Welch ein leuchtendes Vorbild!