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Die Sieben Zweige aus dem Gebet der Guten Lebensführung

Die Sieben Zweige aus dem Gebet der Guten Lebensführung Zufluchtnahme und Entwicklung des Erleuchtungsgeistes Sang gyä

Zufluchtnahme und Entwicklung des Erleuchtungsgeistes

Sang gyä tschö dang tsog gyi tschog nam la dschang tschub bar du dag ni kyab su tschi dag gi dschin sog gyi päi so nam kyi dro la pän tschir sang gyä drub par scho (dreimal wiederholen)

Einladung der Buddhas und der Bodhisattvas

Ma lü sem tschän kün gyi gön gyur tsching dü de pung tschä mi sä dschom dsä la ngö nam ma lü yang dag kyen gyur päi tschom dän kor tschä nä dir scheg su söl

Bis zur Erleuchtung nehme ich meine Zuflucht zum Buddha, zum Dharma und zur Höchsten Gemein- schaft. Möge ich durch die Verdienste vom Geben und den anderen Vollkommenheiten zum Nutzen aller Lebewesen die Buddhaschaft erreichen.

Gesegnete, ihr seid die Beschützer aller Lebewesen ohne Ausnahme, ihr seid die Gottheiten, die die heftigen Armeen des Bösen überwinden, ihr erkennt ohne Ausnahme alle Dinge vollkommen: ich bitte euch, kommt mit euren Begleitern an diesen Ort!

Erster Zweig: Huldigung

Dschi nye su dag tschog tschu dschig ten na dü sum scheg pa mi yi seng ge kün dag gi ma lü de dag tam tschä la lü dang ngag yi dang wä tschag gyi o

Sang po tschö päi mön lam tob dag gi gyäl wa tam tschä yi kyi ngön sum du sching gi dül nye lü rab tü pa yi gyäl wa kün la rab tu tschag tsäl lo

Ich verneige mich mit Körper, Rede und reinem Geist vor ausnahmslos all den Löwen unter den Menschen – den Vollendeten der drei Zeiten in den Welten der zehn Richtungen.

All die Sieger sehe ich deutlich vor mir, und durch die Kraft meines Strebens nach guter Lebensführung verbeuge ich mich mit größter Verehrung vor all den Siegern – mit geneigten Körpern, die so zahlreich sind, wie die kleinsten Teilchen in der Welt.

Dül tschig teng na dül nye sang gyä nam sang gyä sä kyi ü na schug pa dag de tar tschö kyi ying nam ma lü pa tam tschä gyäl wa dag gi gang war mö

De dag ngag pa mi sä gya zo nam yang kyi yän lag gya tso dra kün gyi gyäl wa kün gyi yön tän rab dschö tsching de war scheg pa tam tschä dag gi tö

Zweiter Zweig: Darbringungen

Me tog dam pa treng wa dam pa dang sil nyän nam dang dschug pa dug tschog dang mar me tschog dang dug pö dam pa yi gyäl wa de dag la ni tschö par gyi

Nab sa dam pa nam dang dri tschog dang tsche ma pur ma ri rab nyam pa dang kö pa kyä par pag päi tschog kün gyi gyäl wa de dag la ni tschö par gyi

Tschö pa gang nam la me gya tsche wa de dag gyäl wa tam tschä la yang mö sang po tschö la dä päi tob dag gi gyäl wa kün la tschag tsäl tschö par gyi

Dritter Zweig: Bereinigung von Unheilsamem

Död tschag sche dang ti mug wang gi ni lü dang ngag dang de schin yi kyi kyang dig pa dag gi gyi pa tschi tschi pa de dag tam tschä dag gi so sor schag

Ich denke daran, dass auf jedem Teilchen Buddhas verweilen, inmitten von Bodhisattvas und so zahlreich wie die Teilchen in allen Welten. So erfüllen die Sieger alle Bereiche der Wirklichkeit.

Mit Meeren unerschöpflichen Lobes, mit den Ozeanen aller Klänge mannigfaltiger Melodien verkünde ich die vortrefflichen Eigenschaften aller Sieger und preise alle zur Glückseligkeit gegangenen.

Ich bringe den Siegern Gaben dar mit edlen Blumen und edlen Girlanden, mit Wohlklang, duftenden Salben und herrlichen Schirmen, schönsten Lichtern und edlem Duftrauch.

Edle Kleider und erlesenen Duft, in kunstvoll verzierten Schalen dargebrachte Puder, die dem Berg Meru gleichen – alle besten Gaben in außergewöhnlich erhabener Anordnung bringe ich den Siegern dar.

So weiß ich bei all den Siegern diese unübertroffenen, ausgedehnten Gaben. Durch die Kraft des Vertrauens in die Gute Lebensführung verneige ich mich und bringe allen Siegern Verehrung und Gaben dar.

Ich bekenne jede einzelne schlechte Tat, die ich mit Körper, Rede oder Geist durch die Macht von Begierde, Hass oder Unwissenheit beging.

Vierter Zweig: Erfreuen

Tschog tschu gyäl wa kün dang sang gyä sä rang gyäl nam dang lob dang mi lob dang dro wa kün gyi sö nam gang la yang de dag kün gyi dsche su dag yi rang

Fünfter Zweig: Ersuchen

Gang nam tschog tschu dschig ten drön ma dag dschang tschub rim pa sang gyä ma tschag nye gön po de dag dag gi tam tschä la kor lo la na me pa kor wa kül

Sechster Zweig: Bitten

Nya ngän da tön gang sche de dag la dro wa kün la pän sching de wäi tschir käl pa sching gi dül nye schug par yang dag gi täl mo rab dschar söl wa gyi

Siebter Zweig: Widmung

Tschag zäl wa dang tschö sching schag pa dang dsche su yi rang kül sching söl wa yi ge wa tschung sä dag gi tschi sag pa tam tschä dsog pä dschang tschub tschir ngo o

Darbringung des Mandala

Sa schi pö kyi dschug sching me tog tram ri rab ling schi nyi däi gyän pa di sang gyä sching du mig te bül war gyi dro kün nam dag sching la tschö par scho

Yang päi gyä kam tschi dang yül dschong dir nä mug trug tsö la sog mi dschung sching dro nam tschö dschor de kyi tso ba dang pün tsog päl dschor leg tsog gyä gyur tschig

Ten nä dschung wäi de nyi säl dsä päi tub päi lug sang kye wa tam tschä du lü dang sog kyang tang nä dsin pa la kä tschig tsam yang lö par ma gyur tschig

Dren pa tschog de ka wa pag me kyi nän tän nying por dsä nä drub pa di tab gang schig gi pel war gyur nyam päi nam par tschö pä nyin tsän da war schog

Idam guru ratna mandalakam niryatayami

Mantrarezitation

OM MUNI MUNI MAHA MUNI SVAHA

Widmungsgebet

Ge wa di yi nyur du dag scha kyä gyäl po drub gyur nä dro wa tschig kyang ma lü pa de yi sa la gö par schog

Ich erfreue mich an allen verdienstvollen Handlungen all der siegreichen Buddhas und ihrer Söhne, der Bodhisattvas, an denen der Alleinverwirklicher, der Lernenden und der Nicht-mehr-Lernenden und auch an denen aller Wesen. Ich schätze sie hoch und will sie nachahmen.

All die Beschützer, die das Licht in den Welten der zehn Richtungen sind, die Schritt für Schritt zur Erleuchtung erwacht sind und das Nicht-Begehren eines Buddha erreicht haben, ersuche ich, das unübertroffene Rad der Lehre zu drehen.

Mit gefalteten Händen bitte ich all jene, die die Absicht haben, ihren Eingang ins Nirvana zu zeigen und die Welt zu verlassen, für so viele Zeitalter, wie es in den Welten Teilchen gibt, hier zu verweilen, um allen im Dasein wandernden zu helfen und ihnen Glück zu bringen.

All das Wenige an Tugend, das ich durch Ehrerbietung, Darbringen, Bekennen, Erfreuen, Ersuchen und Bitten gesammelt habe, widme ich dem Erreichen der voll- endeten Erleuchtung.

Dieses Mandala, dessen Boden mit wohlriechendem Wasser besprengt und mit Blumen bestreut ist, das mit dem Berg Meru und den vier Kontinenten sowie Sonne und Mond geschmückt ist, bringe ich dar, nachdem ich es mir als Buddhaland vorgestellt habe. Mögen sich alle Lebewesen an diesem Reinen Land erfreuen.

Mögen allgemein in den Ländern der weiten Welt und hier in diesem Land keine Krankheiten, Hungersnöte und Kriege entstehen, mögen die Lebewesen durch die Freude und das Glück religiösen Reichtums Erfüllung finden, und mögen sich vollkommene Lebensumstände in Herrlichkeit und Wohlstand ausbreiten.

Möge ich in all meinen Leben die Gute Lehre des Buddha Shakyamuni, in der er die Wirklichkeit des Abhängigen Entstehens erhellt, selbst auf Kosten meines Körpers und meines Lebens bewahren und auch nicht einen Augenblick lang aufgeben.

Möge ich Tag und Nacht damit verbringen, zu bedenken, mit welchen Mitteln ich diese Errungen- schaften, die der erhabene Führer durch unermessliche Mühen nach eindringlicher Übung zur Vollendung gebracht hat, weiter anwachsen lassen kann.

Idam guru ratna mandalakam niryatayami

OM MUNI MUNI MAHA MUNI SVAHA

Möge ich durch dieses Heilsame schnell den Zustand des [Buddha Shakyamuni], König des Shakya- Geschlechts, verwirklichen. Möge ich dann ohne Ausnahme alle Lebewesen auf diese Ebene führen.